{"id":39432,"date":"2017-08-01T08:37:23","date_gmt":"2017-08-01T06:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432"},"modified":"2017-08-01T11:56:30","modified_gmt":"2017-08-01T09:56:30","slug":"hinweise-des-tages-2927","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h01\">Kranker Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h02\">Auto-Terrorismus in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h03\">&bdquo;Hunderttausende Menschen werden kalt enteignet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h04\">Kollektivversagen: Cum\/Cum, Cum\/Ex und Hopp!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h05\">Die Kosten der Zuwanderung &ndash; ein Konjunkturprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h06\">Griechenland: Verordnete Verarmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h07\">DGB-Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h08\">Zu kleine R&auml;ume f&uuml;r zu viele Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h09\">Opium f&uuml;r die M&auml;chtigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h10\">Zypries droht den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h11\">Hysterischer Niedergangstaumel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h12\">Fl&uuml;chtlinge werden nicht weniger, nur weil wir wegschauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h13\">Das Scheitern der &raquo;Hamburger Linie&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h14\">Wie die M&auml;rkte eine politische Bewegung umdeuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h15\">Pflugschare zu Schwertern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h16\">Sahra Wagenknecht f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39432#h17\">Urheberrecht: Das macht Facebook gegen illegale Piraterie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kranker Kapitalismus<\/strong><br>\nDie deutsche Autoindustrie kann machen, was sie will. Es ist wie bei den Banken: Ist man erst mal &ldquo;too big to fail&rdquo;, dann sind die Gesetze egal, und die Politik hat ganz viel Verst&auml;ndnis &ndash; sogar die Gr&uuml;nen.<br>\nEs gibt eine Definition der Justiz- und Innenminister der L&auml;nder, wie man den Begriff der organisierten Kriminalit&auml;t zu verstehen hat: &ldquo;Organisierte Kriminalit&auml;t ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planm&auml;&szlig;ige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf l&auml;ngere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig &hellip; unter Einflussnahme auf Politik, Medien, &ouml;ffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken.&rdquo;<br>\nVermutlich ist der Umfang der dauernden, geradezu systemischen Gesetzesverst&ouml;&szlig;e in der deutschen Autoindustrie so gro&szlig;, dass die Unternehmen ihre Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit einstellen m&uuml;ssten, wenn sie beschl&ouml;ssen, sich vom einen auf den anderen Tag zu legalisieren. Immerhin, die Werbeabteilungen der Konzerne m&uuml;ssen sich keine neuen Slogans ausdenken: &ldquo;Freude am Fahren&rdquo; kann man auch mit einem Auto haben, das eigentlich nicht zulassungsf&auml;hig ist. Und &ldquo;Vorsprung durch Technik&rdquo; stimmte insoweit, als offenbar alle technischen Mittel zum gewerbsm&auml;&szlig;igen Betrug zum Einsatz kamen.<br>\nDie Skandale der deutschen Autoindustrie sind das Versagen der deutschen Politik. Kein Wunder: Die Autoindustrie ist schon personell eine Au&szlig;enstelle der Bundesregierung &ndash; vielleicht ist auch die Bundesregierung eine Au&szlig;enstelle der Autoindustrie.<br>\nJedenfalls besch&auml;ftigt Daimler den fr&uuml;heren Staatsminister der Kanzlerin als Cheflobbyisten. Bei VW arbeitet ein ehemaliger Vizesprecher der Bundesregierung und au&szlig;erdem Merkels fr&uuml;herer B&uuml;rochef. Der Automobilverband wird von einem ehemaligen Bundesverkehrsminister geleitet. Und sein Nachfolger im Amt, der CSU-Politiker Dobrindt, verh&auml;lt sich ganz so, als strebe auch er sp&auml;ter eine gl&auml;nzende Karriere in der Industrie an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/abgasskandal-und-autokartell-auswuechse-eines-kranken-kapitalismus-kolumne-a-1160687.html\">Jakob Augstein auf SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auto-Terrorismus in Deutschland<\/strong><br>\nJetzt geht es Schlag auf Schlag: Den Anfang machte Norwegen. Bis 2025 sollen dort keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Die Niederlande lassen ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos zu. In Schweden verabschiedet sich sogar der Autohersteller Volvo vom Verbrennungsmotor &ndash; schon im Jahr 2019.<br>\nChina will ab 2018 oder 2019 eine ehrgeizige Quote f&uuml;r Elektroautos einf&uuml;hren, vor der die deutschen Autobauer Angst haben, weil sie darauf nicht vorbereitet sind. Und nun hat die konservative Regierung in London bekanntgegeben, dass im zweitgr&ouml;&szlig;ten Auto-Land Europas ab 2040 der Verkauf von Benzin- oder Dieselautos verboten sei. Die franz&ouml;sische Regierung hat &Auml;hnliches beschlossen.<br>\nUnd was macht in dieser Umbruch-Situation Europas gr&ouml;&szlig;tes Autoindustrieland Deutschland? Es behandelt diese Ank&uuml;ndigungen wie einen Aprilscherz. Dabei ist hierzulande jeder siebte Arbeitsplatz von der Autoproduktion abh&auml;ngig. Die Sprecherin von Verkehrsminister Dobrindt, der in Wirklichkeit ein Autominister ist, sagt zur aktuellen Ank&uuml;ndigung aus England: Dieser Beschluss sei &ldquo;relativ phantasielos&rdquo;. Wie phantasievoll ist denn diese deutsche Phantasielosigkeit?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Auto-Terrorismus-in-Deutschland-3786165.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Hunderttausende Menschen werden kalt enteignet&ldquo;<\/strong><br>\nIG-Metall-Chef Hofmann warnt im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vor pauschalen Fahrverboten und erkl&auml;rt, warum Deutschland auf Elektroautos setzen sollte.<br>\nDie F&uuml;hrung der Gewerkschaft IG Metall reagiert best&uuml;rzt auf die Zul&auml;ssigkeit von Diesel-Fahrverboten. &bdquo;Ich bin mit Vehemenz gegen pauschale Fahrverbote, wenn sie kurzfristig eingef&uuml;hrt werden, sich die Leute darauf nicht einstellen und nicht dagegen wehren k&ouml;nnen&ldquo;, sagt IG-Metall-Chef J&ouml;rg Hofmann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. &bdquo;Hunderttausende Verbraucher werden dadurch um den Wert ihres Fahrzeuges betrogen, das hei&szlig;t Hunderttausende Menschen werden kalt enteignet. Die Pendler, die auf ihr Auto angewiesen sind, trifft es besonders hart.&ldquo;<br>\nIn dem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beklagt Hofmann auch eine &bdquo;h&ouml;chst unlautere Skandalisierung des Automobils&ldquo;. Dahinter stecken nach seinen Worten &bdquo;vermeintliche &Ouml;kogruppen&ldquo;, von denen &bdquo;abstruse Dinge zu h&ouml;ren&ldquo; sind, wenn etwa behauptet werde, dass Autoabgase Menschenleben t&ouml;ten. Schuld an der Krise der Autobranche habe aber die Industrie selbst, betont Hofmann: &bdquo;Jahrelang wurden die wahren Verbrauchswerte der Autos nicht ausgewiesen und so Kundeninteressen ignoriert.&ldquo;<br>\nDie Zukunft der Branche sieht er in der Elektromobilit&auml;t. &bdquo;Wir wollen hier in Deutschland die Autos f&uuml;r die Mobilit&auml;t der Zukunft bauen. Da f&uuml;hrt an Elektroautos nichts vorbei, also m&uuml;ssen wir daf&uuml;r k&auml;mpfen, dass m&ouml;glichst viele davon aus den Fabriken unserer Hersteller kommen&ldquo;, sagte Hofmann. &bdquo;Als IG Metall m&uuml;ssen wir die Treiber f&uuml;r den technischen Fortschritt sein, und gleichzeitig den Transformationsprozess sozial gestalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diesel-affaere\/f-a-s-exklusiv-hunderttausende-menschen-werden-kalt-enteignet-15127971.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Nachtrag A.M.:<\/strong> Um Missverst&auml;ndnisse nicht aufkommen zu lassen, bleibt anzumerken, dass die NachDenkSeiten &uuml;ber dieses Interview der FAZ mit dem IG Metallvorsitzenden informieren wollten. Wir machen uns damit eine Reihe von Aussagen des IG Metall Vorsitzenden nicht zu eigen. Wenn die Gewerkschaften in der jetzigen Situation Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Automobil und seine Produzenten erhalten und erreichen wollen, dann macht zum Beispiel die Rede von &bdquo;vermeintlichen &Ouml;kogruppen&ldquo; wenig Sinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kollektivversagen: Cum\/Cum, Cum\/Ex und Hopp!<\/strong><br>\nDividendenstripping bezeichnet Aktientransaktionen rund um den Dividendenstichtag, bei denen Aktien mit Dividendenanspruch ver&auml;u&szlig;ert (cum Dividende) und mit (cum) oder ohne (ex) Dividendenanspruch geliefert werden. Solche Transaktionen werden in Deutschland seit den sp&auml;ten 1970er Jahren get&auml;tigt. Cum\/Ex-Gesch&auml;fte in der Kombination mit Leerverkauf haben bis einschlie&szlig;lich 2011 dazu gef&uuml;hrt, dass einmal einbehaltene Kapitalertragsteuer mehrfach bescheinigt und erstattet worden ist. M&ouml;glich war dies infolge eines Systembruchs bei der Einbehaltung und der Bescheinigung der Kapitalertragsteuer: Einbehalten und ans Finanzamt abgef&uuml;hrt wurde die Steuer durch die aussch&uuml;ttende Aktiengesellschaft, die Bescheinigungen stellten sodann die depotf&uuml;hrenden Banken aus &ndash; eine f&uuml;r den Aktieninhaber und eine zweite (oder sogar mehrere) f&uuml;r den Leerk&auml;ufer. Der dadurch entstandene Steuerschaden bel&auml;uft sich auf mindestens 10 Mrd. Euro, und das ist eine sehr vorsichtige Sch&auml;tzung. Seit 2012 funktioniert das nicht mehr, denn die Kapitalertragsteuer wird seitdem von dem depotf&uuml;hrenden Kreditinstitut einbehalten, und nur dieses stellt auch die Steuerbescheinigung aus. Es kommt also nicht mehr zum Ausstellen von Steuerbescheinigungen, falls zuvor keine Kapitalertragsteuer einbehalten wurde.<br>\nWie es geschehen konnte, dass Cum\/Ex-Gesch&auml;fte mit Leerverkauf mehrere Jahrzehnte nicht unterbunden wurden, sollte ein 2016 vom Deutschen Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss kl&auml;ren. Der am 23. Juni 2017 vorgelegte Abschlussbericht ist aus mehreren Gr&uuml;nden ersch&uuml;tternd. Erstens dokumentieren die Ergebnisse der Ausschussarbeit eindrucksvoll, dass das Nichtaufgreifen dieser Cum\/Ex-Gesch&auml;fte auf eine &uuml;beraus bedenkliche Mischung aus einem Desinteresse der politischen F&uuml;hrungsebene, einer nicht vorhandenen Governance im Bundesfinanzministerium (BMF), uns&auml;glichen Verquickungen des BMF mit dem Bundesverband deutscher Banken, fachlichen Fehleinsch&auml;tzungen des BMF sowie einer mangelhaften Abstimmung zwischen dem BMF und einzelnen Unterbeh&ouml;rden wie etwa mit der Finanzmarktaufsicht und der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) herr&uuml;hrte.<br>\nDas mehrfache Ausstellen von Steuerbescheinigungen bei Cum\/Ex-Gesch&auml;ften mit Leerverkauf war illegal, eine Gesetzesl&uuml;cke bestand insoweit zu keinem Zeitpunkt. Diese Rechtsauffassung best&auml;tigen mittlerweile auch einschl&auml;gige Urteile der Finanzgerichte. Trotz deutlicher Hinweise &uuml;ber Steuerausf&auml;lle im Milliardenbereich bereits in den 1990er Jahren blieb die politische F&uuml;hrungsebene im BMF unt&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2017\/07\/kollektivversagen-cumcum-cumex-und-hopp\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Kosten der Zuwanderung &ndash; ein Konjunkturprogramm<\/strong><br>\nAn Stammtischen, in CSU-Festzelten und auch immer wieder in den Medien hei&szlig;t es, Deutschland stehe aufgrund der Zuwanderung vor hohen Kosten. Sinngem&auml;&szlig; wird so getan als sei das Boot voll. Es wird eine Obergrenze gefordert. Und seit kurzem werden gar Gefl&uuml;chtete ins Kriegsland Afghanistan abgeschoben.<br>\nDoch ist die Aufregung und (politische) Abkehr von der Willkommenskultur (hier) nicht kurzsichtig? Diskutiert wird, ob die zuwanderungsbedingten Ausgaben nicht direkt wieder ins System zur&uuml;ckflie&szlig;en und zu einer Steigerung der Inlandsnachfrage f&uuml;hren.<br>\nTats&auml;chlich sprechen Wirtschaftsforscher mittlerweile von einem Konjunkturprogramm durch die Fl&uuml;chtlingskosten. [&hellip;]<br>\nDie Prognosen und Studien gro&szlig;er Forschungsinstitute zeigen, dass die fiskalische Perspektive, bei der die Kosten der Zuwanderung nur die Einkommenssteuerzahlungen und die Abgaben der Gefl&uuml;chteten entgegengestellt werden, viel zu kurz greift. Werden auch der gesteigerte Konsum und die Multiplikatoreffekte mit in Betracht gezogen, wirken die staatlichen Ausgaben f&uuml;r Gefl&uuml;chtete wie ein Konjunkturprogramm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2017\/07\/31\/die-kosten-der-zuwanderung-ein-konjunkturprogramm\/\">Zebralogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland: Verordnete Verarmung<\/strong><br>\nW&auml;hrend Angela Merkel nach au&szlig;en &ndash; und im Wahlkampf &ndash; die Europ&auml;ische Union zur Schicksalsfrage erkl&auml;rt, nehmen im Innern der EU die Auseinandersetzungen wieder zu. Im Brennpunkt steht dabei erneut der Umgang mit Griechenland. Die Koalition um Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras stimmte am 19. Mai f&uuml;r ein weiteres Sparpaket, das als Voraussetzung f&uuml;r neue &bdquo;Hilfen&ldquo; von Griechenlands Gl&auml;ubigern gefordert wurde. Athen ist darauf angewiesen, weil R&uuml;ckzahlungen f&auml;llig werden, die aus eigener Kraft nicht gestemmt werden k&ouml;nnen. Dagegen gab es massive Proteste vor dem griechischen Parlament &ndash; Ausdruck einer zunehmend verzweifelten Gesellschaft.<br>\nUm die Absurdit&auml;t der bisherigen &bdquo;Rettungsversuche&ldquo; zu verstehen, hilft zun&auml;chst ein Blick auf die blo&szlig;en Summen, die bisher zwischen Gl&auml;ubigern und Griechenland geflossen sind: Addiert man alle drei bisherigen Hilfspakete, wurde Griechenland ein Kreditrahmen von 368,6 Mrd. Euro gew&auml;hrt &ndash; eine gewaltige Summe, gemessen am griechischen BIP von 176 Mrd. Euro im Jahr 2015. Allerdings wurde dieser Kreditrahmen bis 2015 nur im Umfang von 215,9 Mrd. Euro ausgesch&ouml;pft, und davon sind weniger als f&uuml;nf Prozent, n&auml;mlich 10,8 Mrd. Euro, wirklich in den griechischen Staatshaushalt geflossen &ndash; wohlgemerkt als r&uuml;ckzahlbare, verzinsliche Kredite. Der weit &uuml;berwiegende Teil floss entweder in Zinszahlungen, in die Schuldentilgung bzw. in die Umschuldung &ndash; das hei&szlig;t in einen Risikotransfer von privaten Banken hin zu &ouml;ffentlichen Tr&auml;gern (EU, EZB, IWF, ESM) &ndash; oder, jedenfalls teilweise, in die Finanzierung von Anreizen f&uuml;r private Gl&auml;ubiger, sich am Umschuldungsprogramm zu beteiligen.<br>\nUmgekehrt hat Griechenland im Zeitraum von 2010 bis 2015 aber 52,3 Mrd. Euro an Zinsen an seine Gl&auml;ubiger gezahlt, vor allem an EU, EZB und IWF. Bis 2018, wenn das dritte Programm ausl&auml;uft, werden es sogar 70,1 Mrd. Euro sein. Der Saldo des Kapitalflusses war und ist f&uuml;r Griechenland also negativ &ndash; trotz aller &bdquo;Hilfen&ldquo;. Damit wird deutlich, dass es sich letztendlich um die Ausbeutung des griechischen Staates handelt: Diese 70,1 Mrd. Euro Zinsen entsprechen etwa 40 Prozent des gesamten griechischen BIP des Jahres 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/juli\/griechenland-verordnete-verarmung\">Egbert Scheunemann in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein exzellenter Beitrag, der den v&ouml;lligen Irrsinn des deutschen Austerit&auml;tsdiktates gegen Griechenland verdeutlicht und der eine m&ouml;glichst breite Verbreitung verdient. Der Beitrag entlarvt auch, um was bei der Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur geht, nicht darum den B&uuml;rgern &ouml;ffentliche Dienstleistungen effizient  und kosteng&uuml;nstig anzubieten, sondern ausschlie&szlig;lich darum privaten Investoren neue Renditem&ouml;glichkeiten zu er&ouml;ffnen. Also letztlich darum die Taschen der Reichen und Superreichen och praller zu f&uuml;llen. Zugleich handelt es sich bei Griechenland um das neoliberale Freiluftlabor der EU. Man testet in Griechenland offenbar aus wie weit sich der Wunschtraum der Neoliberalen, den Staat soweit wie m&ouml;glich zu zerst&ouml;ren, realisieren l&auml;sst. Die Frage ist, ob die, durch die Neoliberale Austerit&auml;tspolitik in Griechnland angerichteten sozialen und &ouml;konomischen Verw&uuml;stungen jemals wieder behoben werden k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>In Griechenland zeigt sich, die neoliberale Politik entbehrt jeder realen &ouml;konomischen Grundlage. Es geht dabei nur um die Durchsetzung einer absurden Ideologie mit dem Ziel die Reichen noch reicher zu machen. Sind das die europ&auml;ischen Werte, die Merkel angeblich gegen Trump, Putin, Erdogan verteidigen will?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Griechenlands krankes Gesundheitssystem<\/strong><br>\nDas griechische Gesundheitssystem steckt in der Krise: Tausende medizinische Fachkr&auml;fte haben das Land verlassen, die Ausgaben f&uuml;r Gesundheit wurden halbiert und drei Millionen Griechen sind nicht krankenversichert. Sie f&uuml;hlen sich vom Staat im Stich gelassen.<br>\nEin Lichtblick f&uuml;r krisengebeutelte Griechen ohne Versicherungsschutz sind die Sozialkliniken des Landes. Eine davon ist das Ellinik&oacute; im gleichnamigen Athener Stadtteil. Die arte-Reportage von Tanja Dammertz zeigt den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer im Ringen um die Gesundheitsversorgung f&uuml;r die sozial Schw&auml;chsten des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.tv\/videos\/633831-griechenlands-krankes-gesundheitssystem\/\">Spiegel.TV<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Widerstand in Wei&szlig;<\/strong><br>\nSeit Beginn der Krise ist das griechische Gesundheitssystem in katastrophalem Zustand. Hunderte &Auml;rzte und Freiwillige wollen das &auml;ndern: mit solidarischen Kliniken, kostenlosen Behandlungen &ndash; und Druck auf die Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/griechenland-das-griechische-gesundheitssystem-ist-in-einem-katastrophalen-zustand-a-1139118.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DGB-Faktencheck<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Armut in Deutschland<\/strong><br>\nDie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) bezeichnet die Aussagen,\n<ul>\n<li>dass Millionen Menschen in Deutschland in Armut verharren und<\/li>\n<li>dass viele Menschen von ihrer Arbeit nicht leben k&ouml;nnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>als Zerrbilder, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.<br>\nDie Zahlen des 5. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung (2017) zeigen:<br>\nDas Ausma&szlig; der Armut stagniert in Deutschland seit Jahren auf hohem Niveau. Die Armutsrisikoquote lag 2015 bei 15,7 Prozent. Somit ist jede und jeder Sechste arm oder von Armut bedroht. In absoluten Zahlen sind das fast 13 Millionen Menschen. Die Bundesregierung stellt in ihrem Armutsbericht (S. 386) fest: &bdquo;Menschen aber, die einmal unter die Armutsrisikoschwelle geraten, tun sich vergleichsweise schwer, diesen Zustand zu &uuml;berwinden.&ldquo;<br>\nMit anderen Worten: Millionen Menschen verharren in Deutschland in Armut.<br>\nVon den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sind 7,6 Prozent arm oder armutsgef&auml;hrdet. Besonders h&auml;ufig von Armut betroffen sind prek&auml;r Besch&auml;ftigte (Armutsrisikoquote 19,2 Prozent), insbesondere Minijobber\/innen (25,7 Prozent) und Leiharbeiter\/innen (17,7 Prozent).<br>\nMit anderen Worten: Viele Menschen k&ouml;nnen von ihrer Arbeit nicht &ndash; frei von Armut &ndash; leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4597e10c-7388-11e7-959f-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Niedrigl&ouml;hne in Deutschland<\/strong><br>\nDie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) stellt die Thesen auf:\n<ul>\n<li>der Niedriglohnsektor ist f&uuml;r Geringqualifizierte ein &bdquo;Sprungbrett in gute Besch&auml;ftigung&ldquo;<\/li>\n<li>der Niedriglohnsektor ist ein Einstieg in besser entlohnte T&auml;tigkeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Niedriglohnbereich w&auml;chst nicht mehr &ndash; auch dank des Mindestlohns und der guten Konjunktur. Wenn die Wirtschaft boomt, m&uuml;sste auch der Niedriglohnsektor kleiner werden. Das ist aber nicht der Fall. Das reiche Deutschland hat den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnbereich in Westeuropa &ndash; nur &uuml;bertroffen von den EU-L&auml;ndern Lettland, Rum&auml;nien, Litauen, Polen und Estland. Mehr als jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte muss f&uuml;r weniger als 10 Euro die Stunde arbeiten.<br>\nDie These, der Niedriglohnsektor sei f&uuml;r Geringqualifizierte ein Sprungbrett, ist nicht haltbar. Zwei Drittel der Niedriglohnbeziehenden haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, weitere 10,5 Prozent sogar einen Hochschulabschluss. Die gro&szlig;e Mehrheit verf&uuml;gt also mindestens &uuml;ber ein mittleres Qualifikationsniveau. Wenn die BDA anf&uuml;hrt, ein Viertel aller Niedriglohnbezieher steige binnen eines Jahres in eine besser entlohnte T&auml;tigkeit auf, sind das nur begrenzt Geringqualifizierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4c4fccfc-737a-11e7-b9d0-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zu kleine R&auml;ume f&uuml;r zu viele Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nMarode Geb&auml;ude, viel zu wenig Platz &ndash; und jetzt auch noch unqualifizierte Quereinsteiger als Lehrer: Der neue Pr&auml;sident des Deutschen Lehrerverbandes schl&auml;gt Alarm, appelliert bei einem Thema aber auch an das Bewusstsein der Sch&uuml;ler.<br>\nIn Zeiten des Lehrermangels tendieren L&auml;nder dazu, jeden Quereinsteiger zu besch&auml;ftigen. Denn vor nichts graut Kultusministern mehr als vor rebellierenden Eltern, die fortgesetzten Unterrichtsausfall beklagen. Der neue Pr&auml;sident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), der bayerische Gymnasialschulleiter Heinz-Peter Meidinger, h&auml;lt das f&uuml;r genau den falschen Weg. Er hat die L&auml;nder im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. aufgefordert, auch in Zeiten des Lehrermangels nicht jeden Bewerber zu nehmen, sondern allenfalls befristet anzustellen. &bdquo;Es ist nicht vertretbar, in Mangelzeiten auch unzureichend qualifizierte Bewerber auf Dauer einzustellen&ldquo;, sagt Meidinger. Er bef&uuml;rchtet, dass besseren Bewerbern zu sp&auml;terer Zeit durch solche Praktiken der Weg ins Lehramt versperrt wird.<br>\nIn Zeiten mit wenigen Einstellungen sollten die L&auml;nder &uuml;ber den Bedarf einstellen. Das geschehe jedoch in den seltensten F&auml;llen, da die verantwortlichen Politiker Angst davor h&auml;tten, dass sich die Schulen an eine &Uuml;berversorgung gew&ouml;hnten, sagte Meidinger. Ostdeutsche L&auml;nder wie Sachsen, wo demn&auml;chst die Schule wieder beginnt, k&ouml;nnen ihre Unterrichtsversorgung nur durch geliehene Lehrer etwa aus Bayern aufrechterhalten. So haben bayerische Lehrer sich aufgrund einer R&uuml;ckkehrvereinbarung in den S&uuml;den darauf eingelassen, in Sachsen auszuhelfen. In die Randregionen allerdings lassen auch sie sich nicht gerne versetzen. Wegen des Geburteneinbruchs nach der Wende haben ostdeutsche L&auml;nder ihre Lehrerstellen erheblich abgebaut. Unmittelbar nach der Wende lag das Durchschnittsalter der Lehrer im Osten bei 41 Jahren, im Westen bei &uuml;ber 50 Jahren. Auch durch den Zuzug vieler Fl&uuml;chtlingskinder sind die Sch&uuml;lerzahlen jetzt wieder schneller gestiegen. Jetzt w&uuml;rden die damals entlassenen Lehrer dringend gebraucht. Und zwar vor allem an den Grundschulen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/lehrerverband-kritisiert-marode-deutsche-schulen-15129195.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher, auch der Pr&auml;sident des Lehrerverbands ist ein Lobbyist. Aber wenn auch nur ein Drittel seiner Klagen berechtigt sind: warum gab es zu den Zeiten, als die &ldquo;Baby-Boomer&rdquo; in der Schule waren (d. h. etwa 50 Prozent mehr Sch&uuml;ler als heute), genug Geld f&uuml;r Bildung, ausreichend viele Lehrer und gepflegte Klassenzimmer? Wie pa&szlig;t eine Austerit&auml;tspolitik auf Kosten der Sch&uuml;ler zu der uns&auml;glichen Klage, es g&auml;be &ldquo;aus demographischen Gr&uuml;nden zu wenige&rdquo; Kinder &ndash; sind das nicht heute schon viel mehr, als sich der Staat leisten will? Und welcher Wahnsinn reitet die Parteien, die unterfinanzierte Bildung und die unterfinanzierte Infrastruktur durch weitere Steuersenkung(sversprechung)en noch mehr unter Druck zu setzen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Opium f&uuml;r die M&auml;chtigen<\/strong><br>\nWieder einmal macht die Bertelsmann Stiftung mit einer Studie von sich reden, diesmal &uuml;ber Populismus. Das Muster ist dabei immer gleich: Unter dem Deckm&auml;ntelchen des &bdquo;zivilgesellschaftlichen&ldquo; Engagements soll die Gesellschaft auf Linie gebracht werden<br>\nDemokraten sind Populisten. Das geht gar nicht anders. Denn die Demokratie ist die Herrschaft (&bdquo;kratos&ldquo;) des Volkes (&bdquo;demos&ldquo;). Und letzteres hei&szlig;t auf Latein &bdquo;populus&ldquo;. Soviel dazu.<br>\nIn Deutschland jedoch genie&szlig;t der Populist keinen guten Ruf, im Gegenteil. Anti-Populismus geh&ouml;rt zur neuen deutschen Staatsr&auml;son. Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch verst&auml;ndlich. Schlie&szlig;lich hat man in Deutschland mit politischen Marktschreiern unangenehme Erfahrungen gemacht.<br>\nDoch der Populismus ist kein Privileg der extremen politischen Rechten. Populismus hat &uuml;berhaupt keine inhaltliche Positionierung. Im Kern ist er vielmehr ein Anti-Elitarismus. Der Populist, so kann man ihn vielleicht definieren, ist davon &uuml;berzeugt, dass es ein gesundes Volksempfinden gibt und verbildete oder gar korrupte Eliten an den wahren Interessen des Volkes vorbeiagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cicero.de\/kultur\/bertelsmannstudien-opium-fuer-die-maechtigen\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zypries droht den USA<\/strong><br>\nDie US-Sanktionen gegen Russland sorgen nicht nur zwischen den Regierungen in Moskau und Washington f&uuml;r Streit, auch in Berlin ist man ver&auml;rgert. Wirtschaftsministerin Zypries wirft den USA &ldquo;v&ouml;lkerrechtswidriges&rdquo; Verhalten vor und droht mit Gegenma&szlig;nahmen.<br>\nBundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat den USA wegen ihrer sch&auml;rferen Russland-Sanktionen, die auch deutsche Firmen treffen k&ouml;nnten, mit Gegenma&szlig;nahmen gedroht. Sie nannte die Strafma&szlig;nahmen wegen ihrer Wirkung auch auf nicht-amerikanische Firmen &ldquo;schlicht und ergreifend v&ouml;lkerrechtswidrig&rdquo;. &ldquo;Die Amerikaner k&ouml;nnen nicht deutsche Unternehmen bestrafen, weil die sich in einem anderen Land wirtschaftlich bet&auml;tigen&rdquo;, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/zypries-usa-russland-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Reiner Theaterdonner, es gibt definitiv niemanden in der deutschen Politelite, der sich den geostrategischen und &ouml;konomischen Interessen der USA ernsthaft entgegenstellen w&uuml;rde. Bisher wurde die US-Sanktionspolitik gegen Russland ohne Wenn und Aber von der Bundesregierung aus SPD und CDU mitgetragen. Dazu sind auch zu viele der Personen in den deutschen F&uuml;hrungsetagen seien es die Medien, die Wirtschaft oder die Politik in transatlantische Elitenetzwerke eingebunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hysterischer Niedergangstaumel<\/strong><br>\nJedenfalls nimmt in den USA die Hysterie in Sachen Russland, &bdquo;Russland-Connection&ldquo; des Pr&auml;sidenten Trump, angeblicher Einmischung in die Pr&auml;sidentenwahlen 2016 nicht ab, wie normalerweise im Zeitverlauf zu erwarten w&auml;re, sondern weiter zu. Am 15. Juni hatte der US-Senat mit 97 zu zwei Stimmen nahezu geschlossen f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der unter Obama verh&auml;ngten Sanktionen gegen Russland gestimmt. Betroffen sind Bereiche des Maschinenbaus und des Bergbaus, vor allem aber geht es gegen den russischen Energiekomplex. Der notorische Russland-Hasser John McCain t&ouml;nte, Russland m&uuml;sse &bdquo;einen Preis f&uuml;r seine Taten&ldquo; bezahlen, die es mit seinem Angriff &bdquo;auf unsere Demokratie&ldquo; begangen habe. Die sind zwar nach wie vor nicht bewiesen, aber man scheint sich im politischen Washington weitgehend einig zu sein. McCain, der republikanischer Senator ist, m&uuml;sste eigentlich mit den anderen Republikanern froh sein, dass diese Partei seit langem erstmals wieder einen republikanischen Pr&auml;sidenten und zugleich die Mehrheit in beiden H&auml;usern des Kongresses stellt. Da er aber Donald Trump ebenso hasst wie Russland, tr&auml;gt er lieber zur weiteren Demontage der politischen Verh&auml;ltnisse in den USA bei. Andere Abgeordnete meinten, Russlands &bdquo;Aggressionen&ldquo; in Syrien oder der Ukraine als Gr&uuml;nde anf&uuml;hren zu sollen.<br>\nAm 25. Juli beschloss das USA-Repr&auml;sentantenhaus mit der breiten Mehrheit von 419 gegen drei Stimmen seinerseits ein Gesetz, das neue Sanktionen gegen Russland, den Iran und Nordkorea vorsieht, im Paket. Das soll besonders schlau sein: Trump hatte sich mehrfach daf&uuml;r ausgesprochen, Sanktionen gegen Nordkorea und Iran zu verh&auml;ngen. Wenn er hier intervenierte, um die Bestimmungen zu Russland zu erleichtern, w&uuml;rde er seine Politik in den beiden anderen F&auml;llen desavouieren. Zugleich wird das als geschickte Falle angesehen: l&auml;sst Trump das Gesetz, nachdem es ebenfalls vom Senat best&auml;tigt wurde, passieren, verunm&ouml;glicht er seine beabsichtigte Russlandpolitik. Versucht er, es mit einem Veto  anzuhalten, w&uuml;rde dies als Eingest&auml;ndnis seiner Russland-Connection interpretiert. Zugleich wurden Beschr&auml;nkungen beschlossen f&uuml;r den Fall, dass der Pr&auml;sident die Sanktionen aufheben oder lockern will. Das schr&auml;nkt seine exekutiven Spielr&auml;ume in der Au&szlig;enpolitik ein, aber auch das ist den Protagonisten dieses Gesetzes entweder egal oder ein Herzensanliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2017\/07\/hysterischer-niedergangstaumel-40809.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge werden nicht weniger, nur weil wir wegschauen<\/strong><br>\nDIE WELT: In dem Papier kritisieren die Gr&uuml;nen &bdquo;eine Blockade der gemeinsamen Fl&uuml;chtlingspolitik durch nationalistische Regierungen einiger Mitgliedstaaten&ldquo; der EU. Welches sind die Staaten, die aus Ihrer Sicht bereit sind, Fl&uuml;chtlinge in gro&szlig;er Zahl unterzubringen?<br>\nG&ouml;ring-Eckardt: Die Bundesregierung h&auml;tte sich seit 2015 um eine europ&auml;ische L&ouml;sung k&uuml;mmern k&ouml;nnen. Das hat sie nicht, und das r&auml;cht sich jetzt. Heute sind wir an einem Punkt, an dem wir sagen: Wir werden das in Europa nicht mehr konsensual hinbekommen, dass alle aufnehmen.<br>\nDeshalb braucht es Finanzdruck: Wer nicht aufnimmt, obwohl der EuGH das erst dieser Tage allen Staaten ins Stammbuch geschrieben hat, muss Strafzahlungen leisten &ndash; und die L&auml;nder, die Fl&uuml;chtlinge aufnehmen, bekommen aus dem EU-Haushalt mehr Gelder. Ich bin f&uuml;r faire Aufnahmeanteile &ndash; f&uuml;r Deutschland wie f&uuml;r die anderen Staaten. Ich bin froh, dass sich der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron dieses Themas annehmen will. Gemeinsam mit den nordeurop&auml;ischen Staaten sollten wir eine neue Initiative starten.<br>\nDIE WELT: Sie haben auf dem Parteitag 2015 gesagt: &bdquo;Diese Menschen sind ein Geschenk f&uuml;r Deutschland.&ldquo; W&uuml;rden Sie das heute wiederholen? Nach der Ern&uuml;chterung in der Wirtschaft, nach K&ouml;ln, nach Integrationsproblemen, nach dem Terroranschlag von Berlin, nach Hamburg?<br>\nG&ouml;ring-Eckardt:  &hellip; Ich sage auch heute: Es ist gut f&uuml;r unser Land, dass Leute hierherkommen, weil wir sie brauchen; es ist schlecht gewesen, dass wir zwei Jahre lang viel zu wenig gemacht haben f&uuml;r die Integration. Und ich sage auch: Straft&auml;ter sind Straft&auml;ter, ob sie gefl&uuml;chtet sind oder nicht.<br>\nDas DIW (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung) sagte damals, es werde f&uuml;nf bis sieben Jahre brauchen, dann erwirtschaftet ein Fl&uuml;chtling mehr, als er den Staat kostet. So gesehen, haben wir zwei Jahre verloren. Viele dieser Menschen sind zu integrieren, wenn wir st&auml;rkere Anstrengungen unternehmen, wenn wir mehr Deutschkurse organisieren. Doch fehlt es an Lehrern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article167191536\/Fluechtlinge-werden-nicht-weniger-nur-weil-wir-wegschauen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es gibt viele gute humanit&auml;re Gr&uuml;nde, Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen. Die Behauptung, Deutschland &ldquo;br&auml;uchte&rdquo; (Subtext: aus Arbeitsmarkt- oder &ldquo;demographischen&rdquo; Gr&uuml;nden) Fl&uuml;chtlinge, ist angesichts von &uuml;ber vier  Millionen Arbeitslosen und dem Niedrig- und Armutsl&ouml;hnerelend, das die Gr&uuml;nen (vorweg Frau KGE als Fraktionsvorsitzende) unter Schr&ouml;der ma&szlig;geblich mitverursacht haben, der &uuml;bliche Hohn von dieser wirtschachftsliberalen Seite. Vieles w&auml;re machbar, gesellschaftlichen Konsens und die entsprechende Finanzausstattung vorausgesetzt, aber jetzt wieder &uuml;ber die K&ouml;pfe der von Wohnraum- und Arbeitsplatzmangel betroffenen Menschen hinweg &ldquo;mehr Fl&uuml;chtlinge&rdquo; zu fordern, ist mehr als arrogant. Und die Umsetzung des Vorschlags, die Finanzzuweisungen durch die EU von der Aufnahmebereitschaft  f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge abh&auml;ngig zu machen, w&auml;re nur ein weiterer Sargnagel f&uuml;r die EU insgesamt, die schon mit ihrer zerst&ouml;rerischen Austerit&auml;tspolitik den Zorn der Mitgliedsstaaten auf sich zieht. Im &Uuml;brigen zeigt die Weigerung zur Fl&uuml;chtlingsaufnahme doch an, da&szlig; andere L&auml;nder sich mehr Sorgen um Arbeitslose machen als Deutschland, wo Arbeitslosigkeit zum individuellen Problem umdefiniert worden ist. Alle Fl&uuml;chtlinge abzuweisen ist unmenschlich; alle Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen unm&ouml;glich. Die Fl&uuml;chtlingsproblematik bleibt schwierig und einfache L&ouml;sungen werden nicht funktionieren &ndash; Zwang aber w&auml;re die allerschlechteste Idee von allen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> G&ouml;ring-Eckhardt ist wahrlich eine idealtypische Repr&auml;sentantin des links-liberalen Juste Milieus, das die Fl&uuml;chtlingsfrage haupts&auml;chlich dazu benutzt, um sich in seiner kosmopolitischen Weltsicht und seiner vorgeblichen ethischen und moralischen &Uuml;berlegenheit zu sonnen, das aber die sozialen und &ouml;konomischen Folgen v&ouml;llig ausblendet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Scheitern der &raquo;Hamburger Linie&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten laufen derzeit im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel, wie die Hamburger Innenbeh&ouml;rde best&auml;tigte. In der &uuml;berwiegenden Zahl der F&auml;lle geht es dabei um K&ouml;rperverletzung im Amt.[1] Dennoch bestreitet Olaf Scholz, Erster B&uuml;rgermeister der Hansestadt, noch immer vehement, dass es zu &Uuml;bergriffen seitens der Polizei gekommen sei.[2] Scholz&rsquo; Behauptung erscheint grotesk auch angesichts zahlreicher Berichte, wonach die Polizei in den Tagen rund um den Gipfel massiv gegen Demonstranten und Unbeteiligte vorgegangen ist &ndash; sei es mit Tritten, Fausthieben und Schmerzgriffen, sei es mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfern. Auch zahlreiche Journalistinnen und Journalisten wurden Opfer polizeilicher Gewalt; Dutzenden von ihnen wurde zudem vor Ort &uuml;berraschend die Akkreditierung entzogen und damit der Zutritt zum Pressezentrum des G20-Gipfels verwehrt.<br>\nBereits im Vorfeld des Gipfels setzte die Polizeif&uuml;hrung unmissverst&auml;ndliche Zeichen, die sich sowohl an die Protestierenden als auch an die eingesetzten Beamten richteten: So wollte sie, trotz eines anderslautenden Beschlusses des Hamburger Verwaltungsgerichts, das geplante Protestcamp auf Entenwerder um jeden Preis verhindern; ein gro&szlig;er Teil der Innenstadt wurde zur demonstrationsfreien Zone erkl&auml;rt. Stadtweit gingen Einsatzkr&auml;fte gegen Menschenansammlungen vor, die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Pauli und Teilen Altonas waren dem Dauerl&auml;rm von Hubschraubern ausgesetzt und wurden immer wieder in Polizeima&szlig;nahmen verwickelt.<br>\nDen H&ouml;hepunkt dieses versammlungsfeindlichen Vorgehens bildete die Zerschlagung der antikapitalistischen &bdquo;Welcome to Hell&ldquo;-Demonstration. Den Anlass daf&uuml;r lieferten vermummte Teilnehmende, die jedoch nach &uuml;bereinstimmenden Aussagen von Beobachtern gr&ouml;&szlig;tenteils auf die Forderung der Polizei reagierten und Masken und T&uuml;cher ablegten. Doch selbst nachdem der schwarze Block in die Zange genommen war und manche seiner Teilnehmer in Panik &uuml;ber eine Flutmauer gefl&uuml;chtet waren, r&auml;umten Wasserwerfer und gepanzerte Einheiten auch die verbliebenen 10&thinsp;000 Demonstrierenden von der Stra&szlig;e. Dieser Einsatz setzte den Rahmen f&uuml;r die Ereignisse der folgenden Tage: Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestgruppen, Zuschauern und der Polizei. Diese gipfelten in Ausschreitungen mit brennenden Barrikaden und gepl&uuml;nderten Gesch&auml;ften.<br>\nAngesichts der ausufernden Gewalt ist eine n&uuml;chterne Aufarbeitung der Hamburger Ereignisse bitter n&ouml;tig. Erfolgt diese Aufarbeitung nicht, so bleibt es bei der blo&szlig;en Skandalisierung der Geschehnisse, ohne dass ihr Kontext betrachtet w&uuml;rde. Ressentimentgeladene Antworten und weitere Eskalationen sind dann unweigerlich die Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/august\/das-scheitern-der-%C2%BBhamburger-linie%C2%AB\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>Dazu: Von den Schweden lernen<\/strong><br>\nNicht nur bei G20: Auch beim EU-Gipfel in G&ouml;teborg 2001 gab es Krawalle. Es folgte eine ernsthafte Aufarbeitung. Ob das auch in Hamburg m&ouml;glich ist?<br>\nNachdem sich der Rauch &uuml;ber Hamburg verzogen hat, wird nun gestritten, was dort eigentlich passiert ist. Das medial dominierende Narrativ geht davon aus, dass hoch gef&auml;hrliche Autonome von einer heldenhaften Polizei bek&auml;mpft worden seien. Dagegen steht das Bild, dass die Polizei mit &uuml;bergro&szlig;er H&auml;rte vorgegangen sei und die Krawalle erst produziert habe.<br>\nAufkl&auml;rung ist also n&ouml;tig. Bewegungsforscher Dieter Rucht hat gefordert, dass eine unabh&auml;ngige Expertenkommission eingesetzt wird. Seinem Kollegen Peter Ullrich schwebt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss oder eine Art Wahrheitskommission vor. Die schwedischen Erfahrungen nach den Krawallen in G&ouml;teborg 2001 zeigen, dass derartige Kommissionen hilfreich sein k&ouml;nnen &ndash; wenn man ihren Auftrag richtig gestaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Gipfelproteste\/!5429755\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie die M&auml;rkte eine politische Bewegung umdeuten<\/strong><br>\nWe Should All Be Feminists&rdquo; &ndash; &ldquo;Wir alle sollten Feministinnen und Feministen sein&rdquo;. Dieser Spruch stand Anfang des Jahres nicht nur auf vielen Plakaten beim sogenannten &ldquo;Women&rsquo;s March&rdquo; als Reaktion auf die Amtseinf&uuml;hrung von US-Pr&auml;sident Donald Trump &ndash; sondern auch auf einem mehrere Hundert Dollar teuren T-Shirt einer Luxusmarke. Stars wie die Schauspielerinnen Natalie Portman oder Jennifer Lawrence trugen das simple St&uuml;ck Stoff mit der wirkm&auml;chtigen Botschaft in die Welt. Ein Grund zum Jubeln f&uuml;r alle Feministinnen, k&ouml;nnte man meinen, scheint doch der Feminismus nun auch und endlich die Popkultur erobert zu haben.<br>\nDas Problem ist &ndash; das Problem war schon immer &ndash;, dass Feminismus kein Spa&szlig; ist. Er soll auch kein Spa&szlig; sein. Feminismus ist komplex und schwierig, und er nervt. Er ist eine ernsthafte Angelegenheit, denn hier fordern Menschen, dass ihr Menschsein als wertvoll anerkannt wird. Die Kernthemen, die der Feminismus anspricht &ndash; Lohnungleichheit, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, institutionalisierter Rassismus und Sexismus, strukturelle Gewalt und nat&uuml;rlich k&ouml;rperliche Autonomie &ndash;, sind alles andere als sexy.&rdquo;<br>\nUnd doch werde uns die marktkonforme Illusion von Feminismus als &ldquo;sexy&rdquo; angepriesen &ndash; vor allem mithilfe zahlreicher Stars aus Hollywood oder der Musikbranche, die sich als &ldquo;Feministinnen&rdquo; und &ldquo;Feministen&rdquo; verkaufen. Auch wenn Zeisler zufolge der Feminismus wie jede andere Bewegung auf prominente F&uuml;rsprache angewiesen ist &ndash; unweigerlich stellt sich die Frage nach der damit sehr oft verbundenen politischen Sinnentleerung.<br>\nDie Kritik am Marktfeminismus ist nach wie vor aktuell. Gen&auml;hrt wird sie auch durch einen &ldquo;Feminismus&rdquo;, den einige Frauen in politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen F&uuml;hrungspositionen vermarkten &ndash; wie beispielsweise Sheryl Sandberg, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Facebook. In B&uuml;chern, Interviews oder auf Konferenzen vermittelten diese Frauen oft den Trugschluss, individuelle Selbstverwirklichung sei die gro&szlig;e feministische Errungenschaft, so Zeisler:<br>\n&ldquo;Die Definition einer Feministin als einer &lsquo;Frau, die das von ihr gew&auml;hlte Leben f&uuml;hrt&rsquo;, ist wunderbar f&uuml;r eine, die diese Wahl bereits hat. Doch f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Frauen, die nicht in die Konferenzs&auml;le gelangen und vergeblich darauf warten, dass die Erm&auml;chtigung nach unten durchsickert, bleibt dieser Feminismus v&ouml;llig wirkungslos.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/feminismus-wie-die-maerkte-eine-politische-bewegung-umdeuten.1310.de.html?dram:article_id=392116\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zeislers Kritik trifft die Problematik genau. So wird die Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsgremien gr&ouml;&szlig;er und b&ouml;rsennotierter Unternehmen als gro&szlig;artiger Erfolg im Kampf f&uuml;r die Gleichberechtigung der Frauen gefeiert. Dabei betrifft dies nur hochqualifizierte und gutverdienende Frauen aus den oberen sozialen Schichten. Was hilft dies aber den Frauen in prek&auml;ren sozialen Verh&auml;ltnissen? Im Gegenteil, die Repression etwa gegen Alleinerziehende M&uuml;tter unter dem Hartz IV Regime wurde noch versch&auml;rft, in dem die betroffenen Frauen, wenn sie sich weigern den Vater ihres Kindes zu nennen, mit Sanktionen bedroht werden. Das Hartz-IV Regime wurde genau von jenen Parteien eingef&uuml;hrt, der SPD und den Gr&uuml;nen, die nun die Frauenquote in den Aufsichtsgremien gr&ouml;&szlig;er und b&ouml;rsennotierter Unternehmen als Sieg des Feminismus feiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pflugschare zu Schwertern<\/strong><br>\nVorgebliche Armutsbek&auml;mpfung. Wie die EU per Rechtsbeugung Militarisierung unter dem Mantel der Entwicklungshilfe betreibt<br>\nDie Bundesrepublik hat 2016 eine &raquo;Ert&uuml;chtigungsinitiative&laquo; ausgerufen. Sie sei, hei&szlig;t es in einem &raquo;Arbeitspapier&laquo; einer Bundesakademie, anders als geunkt werde, kein Versuch, &raquo;R&uuml;stungsexporte in Krisengebiete zu rechtfertigen&laquo;, sondern &raquo;ein vielschichtiges Instrument vorbeugender Sicherheitspolitik&laquo;.1 Dahinter stehe die Idee, &raquo;regionale Akteure in die Lage zu versetzen, selbst f&uuml;r Sicherheit und Stabilit&auml;t in ihrer Nachbarschaft zu sorgen&laquo;. Sie sei &raquo;Hilfe zur Selbsthilfe&laquo;: &raquo;Staaten oder Organisationen, die als Stabilit&auml;tsanker in fragilen Regionen dienen k&ouml;nnen, sollen dahingehend ausgebildet und bef&auml;higt werden. Neben Schulung und Ausbildung zivilen und milit&auml;rischen Personals schlie&szlig;t das deutsche Konzept auch die Bereitstellung von Ausr&uuml;stung mit ein.&laquo; Schwerpunktl&auml;nder sind gegenw&auml;rtig der Irak, Jordanien, Tunesien, Mali und Nigeria.<br>\nAuch die NATO &raquo;ert&uuml;chtigt&laquo;, vor allem im Rahmen des Einsatzes &raquo;Resolute Support&laquo; in Afghanistan, an dem Deutschland mit knapp 1.000 Soldaten beteiligt ist. Und unter dem Dach der Europ&auml;ischen Union tragen 14 von 16 momentanen &raquo;Missionen&laquo; in der ein oder anderen Form zur &raquo;Kapazit&auml;tsbildung&laquo; bei, wie es im Br&uuml;sseler Jargon hei&szlig;t. Bezahlt werden m&uuml;ssen solche EU-Eins&auml;tze derzeit allerdings noch &uuml;berwiegend aus der nationalen Tasche &ndash; und genau das soll sich in K&uuml;rze &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/315475.pflugschare-zu-schwertern.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nMit der Agenda 2010 haben SPD und Gr&uuml;ne unterst&uuml;tzt von CDU\/CSU und FDP in Deutschland den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas geschaffen. &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo;? Der Grundsatz gilt l&auml;ngst nicht mehr. Stattdessen werden Besch&auml;ftigte gegeneinander ausgespielt und Millionen Arbeitnehmer werden in Leiharbeit, Werkvertr&auml;gen und Dauerbefristungen zu Besch&auml;ftigten zweiter Klasse degradiert. Insbesondere in vielen Dienstleistungsbranchen verdienen die Menschen nicht mehr genug, um &uuml;ber die Runden zu kommen. DIE LINKE sagt: Es reicht! Von Arbeit muss man leben k&ouml;nnen! Schluss mit Lohndumping &uuml;ber Leiharbeit oder Werkvertr&auml;ge. Wir brauchen Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle und einen Mindestlohn von 12 Euro brutto die Stunde!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=ARRPDJnHc7X2szavDVO2O0lCJMUzlRn46uav3OBt3eREi9xqxNY4-FmTtt0FiMQQg4s&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Urheberrecht: Das macht Facebook gegen illegale Piraterie<\/strong><br>\nIllegal hochgeladene und verbreitete Bilder und Videos stellen f&uuml;r Facebook ein gro&szlig;es Problem dar. Um die Produzenten der hochwertigen Inhalte nicht zu verlieren, hat das soziale Netzwerk nun eine Technologie erworben. Diese erkennt Verst&ouml;&szlig;e gegen das Urheberrecht automatisch.<br>\nDas illegale Hochladen und Verbreiten von urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Inhalten ist kein Kavaliersdelikt. Trotzdem werden auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram t&auml;glich Hunderte Bilder und Videos kommentiert, geliked und geteilt &ndash; und das obwohl sie zum Teil eindeutig gegen das Urheberrecht Dritter versto&szlig;en.<br>\nFacebook und das Urheberrecht: zwei Perspektiven<br>\nAm schwersten haben es in diesen F&auml;llen h&auml;ufig die Produzenten der Inhalte. Fotografen und Regisseure k&ouml;nnen ihre Inhalte nur bedingt vor Vervielf&auml;ltigung sch&uuml;tzen. Hinzu kommt, dass es bei mehr als zwei Milliarden Facebook-Nutzern f&uuml;r einen einzelnen Menschen unm&ouml;glich ist, jeden Versto&szlig; zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.basicthinking.de\/blog\/2017\/07\/28\/facebook-urheberrecht\/\">Basic Thinking<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn Facebook jedes Bild auf die Urheberrechte abklopfen und bei jedem Katzenvideo einen Copyright-Check machen w&uuml;rde, s&auml;he das Netzwerk wohl schon bald sehr, sehr grau und fad aus. Das wei&szlig; nat&uuml;rlich auch Facebook und engagiert sich nur leidlich gegen Copyright-Verst&ouml;&szlig;e. Man sollte sich hier ohnehin fragen, ob die Urheberrechtsmodelle des 20. Jahrhunderts sich &uuml;berhaupt noch sinnvoll auf die Sozialen Netzwerke &uuml;bertragen lassen. F&uuml;r mich ist das ein Kampf gegen Windm&uuml;hlen, der eigentlich nur die Anwaltsbranche freut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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