{"id":39515,"date":"2017-08-04T16:40:17","date_gmt":"2017-08-04T14:40:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515"},"modified":"2017-08-04T16:40:17","modified_gmt":"2017-08-04T14:40:17","slug":"hinweise-des-tages-ii-306","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h01\">Autoskandal: Ex-Staatsminister beeinflusste Kanzleramt im Auftrag von Daimler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h02\">Feinstaubgate: Gesundheit sch&uuml;tzen, Luftqualit&auml;t verbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h03\">Erfahrungen eines VW-Diesel-Fahrers: Mein tolles Stinkmobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h04\">Programmiert: Der Weg in die Mietschuldenfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h05\">BAf&ouml;G ist nur mehr ein Schatten seiner selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h06\">Die neoliberale Autokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h07\">Werden die USA Waffen an die Ukraine liefern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h08\">The war America can&rsquo;t win: how the Taliban are regaining control in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h09\">Krieg gegen Schlepper? Krieg gegen Fl&uuml;chtlinge!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h10\">Sexuelle Gewalt im Kongo: Die Vergewaltigungshochburg der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h11\">Investigativ-Journalist Seymour Hersh: Seth Rich leakte E-Mails der Demokraten, nicht die Russen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h12\">Fu&szlig;ball-Geh&auml;lter: Neue L&ouml;sungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h13\">Kunden sind verzichtbar: Telekom und VoIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h14\">Nachwirkungen des G20-Gipfels: Grundrechte missachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h15\">Corbyn&rsquo;s Labour just won a historic victory. But you wouldn&rsquo;t know it from the media<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h16\">Alternativen f&uuml;r ein anderes Europa im Mittelpunkt: Europ&auml;ische Sommeruniversit&auml;t von Attac in Toulouse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39515#h17\">Zu guter Letzt: Eier nach Software-Update wieder genie&szlig;bar<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Autoskandal: Ex-Staatsminister beeinflusste Kanzleramt im Auftrag von Daimler<\/strong><br>\nDer Daimler-Cheflobbyist Eckart von Klaeden hat erfolgreich bei Regeln f&uuml;r Abgastests im Kanzleramt interveniert &ndash; daf&uuml;r nutzte der Ex-Staatsminister seine alten Kontakte. Das zeigen vertrauliche Dokumente, die dem SPIEGEL vorliegen. Die Dieselaff&auml;re w&auml;re ohne die N&auml;he der Regierung zur Autoindustrie kaum denkbar. So hat sich auch der Cheflobbyist des Autobauers Daimler, Eckart von Klaeden, im Bundeskanzleramt erfolgreich gegen strenge Abgastests bei Dieselautos eingesetzt. Das zeigen vertrauliche Dokumente aus der Regierungszentrale, die dem SPIEGEL vorliegen. Am 18. M&auml;rz 2015 schrieb Klaeden eine E-Mail an den Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik im Kanzleramt, Lars-Hendrik R&ouml;ller. Darin bat er die Bundesregierung, ihre Haltung zu Pl&auml;nen der EU-Kommission &ldquo;zu &uuml;berdenken&rdquo;.<br>\nKnapp eine Woche sp&auml;ter wollten die EU-Mitgliedstaaten &uuml;ber das neue RDE-Messverfahren (&ldquo;Real Driving Emissions&rdquo;) abstimmen, bei dem Autos vor der Zulassung im realen Fahrbetrieb getestet werden. Klaeden warnte: &ldquo;Was zun&auml;chst wie eine untergeordnete technische Entscheidung klingt, kann enorme Konsequenzen f&uuml;r die Automobilindustrie im Hinblick auf die zuk&uuml;nftige Nutzung von Dieselmotoren haben.&rdquo; Der Entwurf der EU-Kommission k&ouml;nne &ldquo;nicht akzeptiert werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/daimler-cheflobbyist-eckart-von-klaeden-beeinflusste-kanzleramt-bei-regeln-fuer-abgastests-a-1161319.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es wird immer toller. Welchen Interessen f&uuml;hlt sich die Bundesregierung eigentlich verpflichtet? Man sollte Merkel &amp; Co vielleicht daran erinnern, dass sie ihre demokratische Legitimation nicht von den Bossen der Automobilindustrie bekommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Feinstaubgate: Gesundheit sch&uuml;tzen, Luftqualit&auml;t verbessern<\/strong><br>\nDie 15 gr&ouml;&szlig;ten Seeschiffe der Welt sto&szlig;en j&auml;hrlich mehr sch&auml;dliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit. Sie fahren mit Schwer&ouml;l. Denn Schwer&ouml;l bleibt beim Raffinieren als Abfall &uuml;brig und wird billig auf dem Markt angeboten. Es enth&auml;lt 3500 Mal so viel Schwefel, wie im Stra&szlig;enverkehr Europas erlaubt ist. 40.000 Handelsschiffe sind auf den Weltmeeren unterwegs. Die Kreuzschiffe sind nicht besser: Auch sie verfeuern Schwer&ouml;le. 80 Prozent von ihnen haben noch nicht einmal eine Abgasreinigung, eine AU. Aber Gott sei Dank gibt es ja, wie bei der Uranmunition, keinen Wind der den ganzen Feinstaub zur&uuml;ck auf das Land und die Kontinente treibt. Alles bleibt fabelhaft, mit einem Blick auf die FABEL.<br>\nPanzer und viele Milit&auml;rfahrzeuge fahren mit Diesel und sto&szlig;en Feinstaub aus. Aus allen Auspuffrohren sowie den Rohren der NATO-Panzer selbst werden h&ouml;chst gef&auml;hrliche Feinst&auml;ube ausgesto&szlig;en und in Explosion gebracht: Todesstaub sozusagen, Deadly Dust. So nennt ihn der Filmemacher Frieder Wagner. Er ist ebenfalls ein Feinstaubexperte, besser ein Feinstaubgasexperte. St&auml;ube sind die gr&ouml;bere Variante von Gasen. Und einfache Gase sind wiederum eine gr&ouml;bere Variante von Nanost&auml;uben. Gase und St&auml;ube sind das Gleiche. Ihre physikalischen Reaktionen hingegen sind unterschiedlich. Vor allem, wenn sie Nanogase sind. Wenn Uranmunition zur Explosion gebracht wird, entstehen die gef&auml;hrlichsten Nanogase &uuml;berhaupt. Sie sind bei weitem gef&auml;hrlicher f&uuml;r Mensch und Umwelt, als Dieselstaub. Uranmunition wird &uuml;brigens auch aus Abf&auml;llen produziert, die bei der Herstellung von Uranst&auml;ben f&uuml;r die Kernkraftindustrie anfallen. Was Abf&auml;lle angeht, so werden die Menschen einfallsreich, wie wir sehen.<br>\nRadioaktiv verseuchter Nanostaub, besteht aus so kleinen Partikeln, dass diese m&uuml;helos die Poren der Haut durchdringen und die Zellen zerst&ouml;ren. Bis hin zu den Stammzellen und den Genen. Wir riechen sie nicht, wir f&uuml;hlen sie nicht, wir h&ouml;ren sie nicht. Dieselabgase hingegen stinken sehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-2-8-2017-feinstaubgate-gesundheit-schuetzen-luftqualitaet-verbessern\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erfahrungen eines VW-Diesel-Fahrers: Mein tolles Stinkmobil<\/strong><br>\nIch mochte meinen Caddy, als er mich zuverl&auml;ssig von A nach B brachte. Heute f&uuml;hle ich mich von VW als Verbraucher verarscht. [&hellip;]<br>\nDie Entsch&auml;digung nach den Vorstellungen von VW sah hierzulande so aus: Ich bekam Monate nach dem Bekanntwerden von Dieselgate einen Brief von VW. Es gehe um das &bdquo;Motorsteuerger&auml;t NOx&ldquo;. Man bedauere sehr, schrieben ein Herr Schuhkraft von der Abteilung Produktsicherheit sowie ein Herr Gasterst&auml;dt vom VW-Verbraucherschutz (sic!), dass mein Vertrauen in die Marke Volkswagen derzeit auf die Probe gestellt werde. O ja, und wie! Die Herren entschuldigten sich und empfahlen ein Software-Update, mit dem mein Stinkeschleifer zum Saubermobil werden sollte. VW gab sich g&ouml;nnerhaft: Ich durfte kostenlos updaten. Wow. Danke ,VW! Wer nicht updaten wollte, musste wohl damit rechnen, dass sein Paria auf vier R&auml;dern stillgelegt wird.<br>\nDass dieses Update, wie mir ein VW-Mitarbeiter im Updating-Autohaus best&auml;tigte, nur ein fauler Kompromiss ist, ein Kompromiss &uuml;brigens, der vom Kraftfahrt-Bundesamt und dem Mobilit&auml;tsminister geschlossen wurde, &uuml;berraschte mich nicht. Der Mobilit&auml;tsminister war bisher eh so nachsichtig mit VW, als ginge es nur um kleinere Lacksch&auml;den. Dabei geht&rsquo;s um so viel mehr: um millionenfachen Betrug, eine Verpestung unserer St&auml;dte und um die Frage, ob eine ganze Branche von Porsche bis Daimler damit durchkommt, nur weil sie f&uuml;r die Deutschland AG &bdquo;systemrelevant&ldquo; ist. Und au&szlig;erdem: Darf man die gelackmeierten VW-K&auml;ufer einfach so &uuml;bergehen und ihre im guten Glauben gekauften Dieselautos auch noch aus den St&auml;dten verbannen? Ist das nicht der Diesel-Gipfel der Verbraucherverarsche?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Erfahrungen-eines-VW-Diesel-Fahrers\/%215431873\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Programmiert: Der Weg in die Mietschuldenfalle<\/strong><br>\nDie Zahl der Hartz-IV-Haushalte, deren Miete &uuml;ber dem offiziellen Richtwert liegt, ist in Berlin in den vergangenen drei Jahren um 80 Prozent gestiegen. Ein Umzug ist selten m&ouml;glich, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Die Folge: Immer mehr Betroffene zahlen die Mehrkosten aus eigener Tasche und verschulden sich.<br>\nDas Jobcenter Berlin-Tempelhof, ein roter Klinkerbau, davor ein kleiner wei&szlig;er Bus und ein Stehtisch &ndash; die mobile Beratungsstation des Berliner Arbeitslosenzentrums. F&uuml;r viele Hartz-4-Bezieher die erste Anlaufadresse nach dem Termin im Jobcenter:<br>\n&ldquo;Also ich komm rein und mir wird gesagt, Sie schulden uns noch was&rdquo;, erz&auml;hlt ein Mann in einer abgewetzten schwarzen Jacke, die langen grauen Haare hat er zu einem Zopf zusammen gebunden. Seinen richtigen Namen m&ouml;chte er lieber nicht preisgeben, nennen wir ihn also Bernd Herrmann. Er ist 50 Jahre alt, studierter Umweltwissenschaftler, sagt er und Dauergast im Jobcenter.<br>\n&ldquo;Mir ist im M&auml;rz jetzt die Heizung abgestellt worden, weil das angeblich noch nicht gekl&auml;rt war. Die Heizkosten. Das hei&szlig;t, das Amt hat nicht bezahlt, oder was, also ich frage mich dann, ich habe doch alles bezahlt, ich habe das Geld gar nicht erst bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hartz-iv-empfaenger-in-berlin-programmiert-der-weg-in-die.862.de.html?dram:article_id=392669\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BAf&ouml;G ist nur mehr ein Schatten seiner selbst<\/strong><br>\nEinfach nur traurig&ldquo;, nennt Nicole Gohlke die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Zahl der BAf&ouml;G-Empf&auml;ngerinnen und -Empf&auml;nger. Die wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter: &bdquo;Es gibt immer mehr Studentinnen und Studenten, aber immer weniger von ihnen empfangen BAf&ouml;G. SPD und Union gef&auml;hrden mit dieser Politik die Aufstiegschancen junger Menschen. Schon heute bedeutet ein Studium f&uuml;r viele ein Leben an der Armutsgrenze. Regelm&auml;&szlig;ig melden sich bei mir Studenten und Studentinnen, die an steigenden Mieten, hohem Studienaufwand und schlecht bezahlten Studentenjobs verzweifeln. Wenn dann auch noch Kinder versorgt werden m&uuml;ssen, sto&szlig;en viele an ihre finanziellen Grenzen. Das BAf&ouml;G ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. DIE LINKE fordert umgehend eine erhebliche Erh&ouml;hung und Ausweitung des BAf&ouml;G, orientiert an der Lebensrealit&auml;t der Studentinnen und Studenten. Au&szlig;erdem muss es in einen Vollzuschuss umgewandelt werden, damit sich niemand verschulden muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bafoeg-ist-nur-mehr-ein-schatten-seiner-selbst\/\">Fraktion die Linke<\/a>\n<p><strong>dazu: Weniger Studenten bekommen Geld vom Staat<\/strong><br>\nLaut Statistischem Bundesamt haben im vergangenen Jahr 823.000 Studenten und Sch&uuml;ler Leistungen nach dem Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz bekommen. Das sind 47.000 weniger als noch 2015, was einem R&uuml;ckgang um 5,5 Prozent entspricht. Damit setzte sich der Negativtrend weiter fort, schw&auml;chte sich jedoch leicht ab. 2015 hatten 5,9 Prozent weniger Studenten und Sch&uuml;ler Baf&ouml;g bekommen als noch 2014.<br>\nStefan Grob vom Deutschen Studentenwerk &uuml;berrascht der R&uuml;ckgang nicht: Das Einkommen der Eltern entscheidet mit dar&uuml;ber, ob ein Kind Baf&ouml;g bekommt oder nicht. Und weil die L&ouml;hne in Deutschland zuletzt gestiegen sind, haben mehr m&ouml;gliche Empf&auml;nger die Grenzbetr&auml;ge &uuml;berschritten, ab denen sie weniger oder gar keine F&ouml;rderung erhalten. Damit mehr Studenten aus mittelst&auml;ndischen Familien die Chance auf Baf&ouml;g bekommen, m&uuml;ssten die Elternfreibetr&auml;ge um etwa zehn Prozent erh&ouml;ht werden, fordert Grob.<br>\nDabei wurden die Freibetr&auml;ge schon erh&ouml;ht &ndash; zum 1. August 2016. Dadurch k&ouml;nnten etwa 110.000 Studierende und Sch&uuml;ler mehr Baf&ouml;g erhalten, hie&szlig; es damals. &ldquo;Die aktuellen Zahlen zeigen, dass dem offenbar nicht so ist&rdquo;, so Grob.<br>\nEr r&auml;umt allerdings ein, dass f&uuml;r eine fundierte Bewertung auch noch die Zahlen von 2017 hinzugezogen werden m&uuml;ssten, die bislang noch nicht vorliegen. Tats&auml;chlich hat sich der R&uuml;ckgang der Baf&ouml;g-Empf&auml;nger im letzten Quartal 2016 verlangsamt. Zun&auml;chst war die Zahl der Gef&ouml;rderten um sieben Prozent zur&uuml;ckgegangen, ab Oktober dann nur noch um etwa vier Prozent. Dennoch konnte das neue Gesetz den R&uuml;ckgang nicht aufhalten.<br>\nBundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) st&ouml;rt das wenig: &ldquo;Wenn in Zeiten g&uuml;nstiger Konjunktur- und Einkommensentwicklung weniger Auszubildende auf staatliche Leistungen nach dem Baf&ouml;g angewiesen sind, ist dies eine durchaus erfreuliche Entwicklung&rdquo;, sagt sie. [&hellip;]<br>\nDer maximale F&ouml;rderbetrag f&uuml;r Studierende liegt nun bei 735 Euro &ndash; viel zu gering, findet das Deutsche Studentenwerk. Studenten br&auml;uchten durchschnittlich 920 bis 950 Euro pro Monat. &ldquo;Besonders deutlich wird das bei den Kostenberechnungen f&uuml;r Wohnungen&rdquo;, erkl&auml;rt Grob. Die liegen pauschal bei 250 Euro im Monat, unabh&auml;ngig vom Wohnort. &ldquo;Haben Sie schon mal versucht, in Hamburg, M&uuml;nchen oder Frankfurt am Main ein Zimmer f&uuml;r 250 Euro zu bekommen?&rdquo;, fragt Grob &ndash; und fordert, die Baf&ouml;g-S&auml;tze automatisch alle zwei Jahre automatisch anzupassen. &ldquo;So w&auml;ren sie unabh&auml;ngiger von politischem Kalk&uuml;l.&rdquo;<br>\nVor der letzten Baf&ouml;g-Anhebung im Herbst hatte es sechs Jahre lang Stillstand gegeben, moniert Grob, obwohl die Lebenskosten deutlich gestiegen seien. Das d&uuml;rfe sich nicht wiederholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/uni\/bafoeg-weniger-studenten-und-schueler-bekommen-geld-vom-staat-a-1161313.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und die Bundesbildungsministerin freut das. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die neoliberale Autokratie<\/strong><br>\nIn Brasilien vollzieht sich derzeit ein kalter Coup. Ohne gr&ouml;&szlig;ere Widerst&auml;nde setzen Politiker mit h&ouml;chst zweifelhafter demokratischer Legitimation eine umfangreiche neoliberale Restauration durch.<br>\nBrasilien hat inzwischen einen besonderen Rekord eingestellt. Zwischen 1889 und 2016 haben nur vier der gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten ihr Mandat vollst&auml;ndig umgesetzt. Inzwischen war das zweite Amtsenthebungsverfahren innerhalb von 24 Jahren zu erleben. Solche Amtsenthebungsverfahren sind nicht nur in Brasilien, sondern auch in anderen lateinamerikanischen L&auml;ndern eine Quelle politischer Instabilit&auml;t.<br>\nAllein zwischen 1950 und 2004 gab es laut der Studie &bdquo;Presidential impeachment and the new political instability in Latin America&ldquo; von Anibal P. Li&ntilde;an hier 27 Krisen von Pr&auml;sidentschaften in demokratischen Regimen. Die Vorgehensweise dabei war jeweils &auml;hnlich. Korruptionsskandale wurden ver&ouml;ffentlicht und Kampagnen gegen die gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten organisiert, die auch von den gro&szlig;en Mediengruppen ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/brasilien-die-neoliberale-autokratie\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Werden die USA Waffen an die Ukraine liefern?<\/strong><br>\nMit den neuen Sanktionen gegen Russland fordern angeblich Pentagon und Au&szlig;enministerium Waffenlieferungen und damit eine Zuspitzung des Konflikts mit Russland (&hellip;)<br>\nPraktisch zur selben Zeit berichteten das Wall Street Journal und die New York Times, einige wie &uuml;blich ungenannte Mitarbeiter des Pentagon h&auml;tten berichtet, dass das Verteidigungs- und das Au&szlig;enministerium den Vorschlag gemacht h&auml;tten, nun endlich die Ukraine mit &ldquo;letalen Waffen&rdquo; aufzur&uuml;sten. Hier hatte Obama, wom&ouml;glich auch auf Druck aus Europa stets sein Veto gegen solche regelm&auml;&szlig;ig kommenden Forderungen eingelegt und nur zugelassen, dass milit&auml;risches Ger&auml;t wie Fahrzeuge, schusssichere Westen oder Nachtsichtbrillen, aber keine Waffen geliefert werden. Zudem bilden US-Soldaten ukrainische Soldaten aus.<br>\nMit einer Lieferung von Waffen w&uuml;rde man ganz bewusst den Konflikt mit Russland suchen. Gedacht ist zwar zun&auml;chst neben anderen Waffen an Luft- und Panzerabwehrraketen, die man noch als defensiv bezeichnen kann. Aber das k&ouml;nnte ein Schritt sein, dass Russland seinerseits offen Waffen an die ostukrainischen Separatisten liefert. Zudem w&auml;re es ein Schritt weg vom Minsker Abkommen, an dessen Umsetzung zwar keine Seite Interesse zeigt, das aber noch eine gewisse d&auml;mpfende Wirkung aus&uuml;bt und den Konflikt begrenzt. Das Minsker Abkommen geht auf eine europ&auml;ische Initiative zur&uuml;ck und hat Falken wie dem republikanischen Senator John McCain nie gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Werden-die-USA-Waffen-an-die-Ukraine-liefern-3792824.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sollten sich diese Waffenlieferungen an die Ukraine best&auml;tigen, w&auml;re das &ldquo;&Ouml;l in das Feuer&rdquo; &ndash; und eine Feuerwehr scheint nicht in Sicht. Zum Vergleich die (leider nicht lediglich mediale) Aufregung &uuml;ber russisches Engagement auf Kuba: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39407#h03\">Fast wie im Kalten Krieg<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>The war America can&rsquo;t win: how the Taliban are regaining control in Afghanistan<\/strong><br>\nIn a rocky graveyard at the edge of Lashkar Gah, a local police commander was digging his sister&rsquo;s grave. Her name was Salima, but it was never uttered at her funeral. As is custom in rural Afghanistan, no women attended the ceremony, and of the dozens of men gathered to pay their respects, few had known the deceased. Salima, like almost all women in Helmand province, had spent most of her life after puberty cloistered in her family home. Her family said she accidentally shot herself in the face when she came across a Kalashnikov hidden under some blankets while cleaning. In town &ndash; Helmand&rsquo;s provincial capital &ndash; the story was regarded with suspicion, if not surprise. Salima died 10 days before an arranged marriage, but nobody asked any questions: it would be improper to scrutinise a woman&rsquo;s death. Her body was lowered into the hole, wrapped in a thin, black shroud. She had lived unseen, and was buried by strangers.<br>\nFor more than 15 years, women&rsquo;s empowerment has been claimed as a central pillar of western efforts in Afghanistan. Yet in Helmand, adult women are almost entirely invisible, even in the city. They are the property of their family, and few are able to work or seek higher education, independent medical care or justice. And if the advancement of women&rsquo;s rights has moved at a glacial pace in places such as Helmand, the process toward peace has slid backwards. Helmand&rsquo;s two main towns, Lashkar Gah and Gereshk, are among a handful of places in the province not under Taliban control.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2017\/aug\/03\/afghanistan-war-helmand-taliban-us-womens-rights-peace\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krieg gegen Schlepper? Krieg gegen Fl&uuml;chtlinge!<\/strong><br>\nDas italienische Parlament hat einen ein Milit&auml;reinsatz in den Gew&auml;ssern vor Libyen beschlossen. Neben Milit&auml;rschiffen sollen auch Drohnen und Hubschrauber eingesetzt werden. Der Plan ist offenbar: Italiens Marine dringt in libysche Hoheitsgew&auml;sser ein und hilft der sogenannten &raquo;libyschen K&uuml;stenwache&laquo;, die Bootsfl&uuml;chtlinge nach Libyen zur&uuml;ck zu schleppen.<br>\nDie erh&auml;lt derweil finanzielle Unterst&uuml;tzung von der Europ&auml;ischen Union &ndash; 46 Millionen Euro f&uuml;r den &raquo;Grenz- und K&uuml;stenschutz&laquo; flie&szlig;en aus Br&uuml;ssel nach Libyen. Dabei spielt offenbar keine Rolle, dass der &raquo;libyschen K&uuml;stenwache&laquo; schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. So dokumentiert ein UN-Bericht vom Juni 2017, dass die libysche K&uuml;stenwache mehrfach Fl&uuml;chtlingsboote beschossen hat und gerettete Fl&uuml;chtlinge schwer misshandelt wurden.<br>\nDas Vorhaben ist nicht nur ein Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht und internationales Seerecht, Italien und die EU mit ihrer Milit&auml;r-Operation &raquo;Sophia&laquo; sind im Begriff, ein unkalkulierbares milit&auml;risches Abenteuer auf Kosten der Menschenrechte von Schutzsuchenden einzugehen. Weitere Eskalationen sind bei Milit&auml;reins&auml;tzen in den Gew&auml;ssern eines zerfallenen Staates zu bef&uuml;rchten. Unter anderem hat der libysche General Haftar, Widersacher des Ministerpr&auml;sidenten, offenbar angek&uuml;ndigt, die italienischen Milit&auml;rschiffe in libyschen Gew&auml;ssern anzugreifen. (&hellip;)<br>\nIn derselben Woche, in der die italienische  Milit&auml;rintervention vor Libyen beschlossen wurde, wollte die italienische Regierung den Seenotrettungsorganisationen einen sogenannten Verhaltenskodex aufzwingen, der teilweise Regeln des Seenotrettungsrechts widerspricht.<br>\nDiverse Seenotrettungsorganisationen haben diesen Kodex aus guten Gr&uuml;nden nicht unterschrieben. Vor allem zwei Punkte lehnen die Seenotretter am Kodex ab: die Anwesenheit von bewaffneten Polizeikr&auml;ften an Bord der Schiffe der Hilfsorganisationen und das Verbot, Fl&uuml;chtlinge auf See an andere, gr&ouml;&szlig;ere Schiffe zu &uuml;bergeben. F&uuml;r die Helfer bedeutet der &raquo;Kodex&laquo;, dass weniger Schiffe in der Rettungszone pr&auml;sent w&auml;ren und dadurch mehr Menschen sterben m&uuml;ssen.<br>\nAuch ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste im Bundestag (PDF) stellt fest, der Kodex habe  &bdquo;v&ouml;lkerrechtlich keine rechtsverbindliche Wirkung&ldquo;.  Eine Blockade von Rettungsaktionen als Konsequenz einer Nicht-Unterzeichnung h&auml;lt der Dienst f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/krieg-gegen-schlepper-krieg-gegen-fluechtlinge\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sexuelle Gewalt im Kongo: Die Vergewaltigungshochburg der Welt<\/strong><br>\nIn der Demokratischen Republik Kongo wird die Zivilbev&ouml;lkerung seit Jahren mit Vergewaltigungen terrorisiert. Ganze D&ouml;rfer, aber auch Coltan-Minen werden deshalb verlassen. Damit haben die T&auml;ter ihr Ziel erreicht. Denn die sexuelle Gewalt ist eine Waffe im Krieg um die reichen Rohstoffvorkommen der Region.<br>\nJunge Frauen in farbenfroh bedruckten Kleidern und bunten Kopft&uuml;chern sitzen im hohen Gras vor einem gelb gestrichenen Haus. Sie schwatzen und lachen. Ein Bild wie auf jedem beliebigen Dorfplatz in der Demokratischen Republik Kongo. Aber die Normalit&auml;t t&auml;uscht. Jede der Frauen in der kleinen Gruppe hat Schreckliches erlebt.<br>\n&ldquo;Sie sind am Abend gekommen, gegen zehn. Sie haben uns aufgeweckt und angefangen mit Macheten auf die Kinder und den Vater einzuhacken. F&uuml;nf M&auml;nner haben mich vergewaltigt und dann mein Haus niedergebrannt.&rdquo; Die M&auml;nner, von denen Marie mit ausdrucksloser Stimme spricht, k&ouml;nnen zu jeder beliebigen Miliz geh&ouml;ren, die zu Dutzenden im Ostkongo Angst und Schrecken verbreiten. Das gelbe Haus ist ein Heim f&uuml;r Opfer von Vergewaltigungen.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Milizen setzen Vergewaltigung als Kriegswaffe ein. Sie ziehen durch die D&ouml;rfer und greifen alle Frauen an. Damit demonstrieren sie ihre Macht gegen&uuml;ber den M&auml;nnern, die nichts dagegen unternehmen k&ouml;nnen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sexuelle-gewalt-im-kongo-die-vergewaltigungshochburg-der.979.de.html?dram:article_id=392582\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Investigativ-Journalist Seymour Hersh: Seth Rich leakte E-Mails der Demokraten, nicht die Russen<\/strong><br>\nNun &auml;u&szlig;erte sich auch der renommierte Investigativjournalist Seymour Hersh zur Causa Rich &ndash; das Portal Big League Politics ver&ouml;ffentlichte einen entsprechenden Audiomitschnitt. Darin schlie&szlig;t sich Hersh zwar nicht der Theorie an, der zufolge der Mord an Rich in einem Zusammenhang mit der E-Mail-Aff&auml;re steht. Er wurde &bdquo;nicht ermordet wegen dem, was er wusste&ldquo;, so Hersh. Der 80-j&auml;hrige geht von einem Raub&uuml;berfall mit t&ouml;dlichen Ausgang aus, denn der Mitarbeiter der Demokraten habe in einer &bdquo;gef&auml;hrlichen Nachbarschaft&ldquo; gelebt.<br>\nDennoch h&auml;lt Hersh den Get&ouml;teten f&uuml;r den Insider, der die E-Mails aus dem Nationalkomitee der Demokraten kopiert und anschlie&szlig;end weitergegeben hat. Nachdem die Polizei Richs Wohnung zur Aufkl&auml;rung des Falles durchsucht hatte, wurde der darin beschlagnahmte Computer an die Cyber-Einheit des FBI zur Auswertung &uuml;bergeben. Diese habe ergeben, dass Rich Ende Fr&uuml;hling beziehungsweise Anfang Sommer 2016 Kontakt zu WikiLeaks aufgenommen hatte. Demnach hatte er eine Reihe von Dokumenten und E-Mails aus dem Nationalkomitee der Plattform angeboten.<br>\n&bdquo;Nach allem was ich wei&szlig;, hat er eine umfangreiche Probe seines Materials angeboten, dutzende E-Mails, und gesagt: &sbquo;Ich will Geld&lsquo;,&ldquo; sagte Hersh. Er wisse nicht, wie die Verhandlungen im Weiteren verliefen. Au&szlig;er, dass WikiLeaks ein Passwort zu einer gesicherten Dropbox erhalten habe und Einsicht in das angebotene Material nehmen konnte, bevor Rich get&ouml;tet wurde.<br>\nLaut Hersh habe Rich den Zugang zur Dropbox auch einigen seiner Freunden erm&ouml;glicht, f&uuml;r den Fall, dass ihm etwas zusto&szlig;e. Der Journalist weist darauf hin, dass die letzten DNC-E-Mails vom 21. Mai 2016 stammen, was mit dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme zu WikiLeaks Ende Fr&uuml;hling\/Anfang Sommer &uuml;bereinstimme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/55112-hersh-seth-rich-war-insider-demokraten-emails-wikileaks\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fu&szlig;ball-Geh&auml;lter: Neue L&ouml;sungen<\/strong><br>\nDem Uefa-Pr&auml;sidenten, Aleksander Ceferin, sind Steuerprivilegien f&uuml;r Profis und Klubs ein Dorn im Auge. Auch EU-Politiker wollen sich des Themas annehmen.<br>\nDer europ&auml;ischen Fu&szlig;ball-Union Uefa sind Steuerprivilegien f&uuml;r Fu&szlig;ballprofis, wie sie lange Zeit in Spanien existiert haben, aus Angst vor einer Verzerrung der internationalen Klub-Wettbewerbe offenbar ein Dorn im Auge. Dies geht nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung aus einem Brief von Uefa-Pr&auml;sident Aleksander Ceferin an den Europaabgeordneten Fabio De Masi hervor. &ldquo;Wir pr&uuml;fen derzeit aktiv mehrere konkrete Ma&szlig;nahmen, um im europ&auml;ischen Fu&szlig;ball eine gr&ouml;&szlig;ere sportliche Ausgeglichenheit wiederherzustellen&rdquo;, schreibt Ceferin. Dies geschehe &ldquo;nicht zuletzt deshalb, weil wir feststellen m&uuml;ssen, dass die &lsquo;Marktkr&auml;fte&rsquo; allein ein solches Ergebnis nicht bewerkstelligen werden&rdquo;, f&uuml;gt der Uefa-Pr&auml;sident hinzu. &Uuml;ber die Natur der angedachten Ma&szlig;nahmen oder etwaige Zeitr&auml;ume schreibt Ceferin nichts.<br>\nAusgangspunkt des Briefwechsels zwischen dem &Ouml;konomen De Masi und Ceferin waren die Bestrebungen von Champions-League-Sieger Real Madrid, Spaniens konservative Regierung zu einer Reform der Steuergesetzgebung zu bewegen. Die spanischen Spitzenklubs h&auml;tten zunehmend Schwierigkeiten, Top-Stars zu verpflichten, da die Steuerlast f&uuml;r Fu&szlig;ballprofis insbesondere in England geringer sei, erkl&auml;rte Real Madrids Generaldirektor Jos&eacute; &Aacute;ngel S&aacute;nchez. [&hellip;]<br>\nDe Masi, seit 2014 f&uuml;r die Linkspartei im EU-Parlament, sagte der SZ, es mache Mut, dass die Uefa &ldquo;den Handlungsbedarf nicht leugnet und zumindest auf die Kr&uuml;cke des EU-Wettbewerbsrechts verweist&rdquo;. De Masi erkennt darin die Aufforderung der Uefa an die EU-Kommission, sich im Fu&szlig;ball &ldquo;aktiv f&uuml;r mehr Fair Play in der Steuerpolitik&rdquo; einzusetzen. &ldquo;Diesen Elfmeter sollte die EU-Kommission verwandeln&rdquo;, sagt De Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/fussball-gehaelter-neue-loesungen-1.3615599\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kunden sind verzichtbar: Telekom und VoIP<\/strong><br>\nWie Golem heute berichtet, k&uuml;ndigt die Deutsche Telekom massenhaft wegen IP-Umstellung. Wir ver&ouml;ffentlichen hier den Erfahrungsbericht eines Gesch&auml;ftskunden der Telekom [a], der eine solche K&uuml;ndigung schon vor zwei Jahren erhalten hat. Und sich daraufhin einen anderen Provider gesucht hat. Das Gesch&auml;ftsverh&auml;ltnis zur Telekom ist allerdings noch lange nicht beendet. Denn die streitet, inzwischen per Mahnbescheid, um Geld f&uuml;r angebliche Leistungen lange nach Vertragsende&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/kunden-sind-verzichtbar-telekom-und-voip-5864\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nachwirkungen des G20-Gipfels: Grundrechte missachtet<\/strong><br>\nK&ouml;rperverletzung, Bedrohung, N&ouml;tigung: Gegen 49 Polizisten laufen Verfahren. Amnesty kritisiert Hamburgs B&uuml;rgermeister Scholz.<br>\nPaul Erzkamp bedankte sich h&ouml;flich. Doch in der Sache blieb der Vorsitzende der nordrhein-westf&auml;lischen Falken unvers&ouml;hnlich. &bdquo;Wir bedanken uns f&uuml;r die Entschuldigung des Senates und des Polizeipr&auml;sidenten f&uuml;r die Vorkommnisse in Hamburg und die Einsicht, dass es sehr wohl Fehler in der Arbeit der Polizei gab&ldquo;, teilte er mit. Doch dies k&ouml;nne nur ein erster Schritt sein. &bdquo;Wir halten an der eingereichten Klage fest.&ldquo;<br>\nKnapp einen Monat nach dem Hamburger G20-Gipfel dauert die Aufarbeitung des fragw&uuml;rdigen Agierens der Polizei an. Dazu geh&ouml;rt auch die irrt&uuml;mliche Festsetzung eines von dem SPD-nahen Kinder- und Jugendverband organisierten Busses, mit dem 44 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet zur gro&szlig;en Anti-G20-Demonstration am 8. Juli fahren wollten &ndash; doch stattdessen in der Gefangenensammelstelle (GeSa) in Hamburg-Harburg landeten.<br>\nDer Grund: Dummerweise verwechselte die Polizei aufgrund eines &Uuml;bertragungsfehlers des Kennzeichens den Bus und hielt seine bunt gekleideten InsassInnen &ndash; neben Falken auch Mitglieder der Gr&uuml;nen Jugend, der DGB-Jugend und der Alevitischen Jugend, darunter auch mehrere Minderj&auml;hrige &ndash; f&uuml;r gef&auml;hrliche gewaltbereite Autonome.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Nachwirkungen-des-G20-Gipfels\/!5438369\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Vier Wochen nach G20: Journalisten haben noch immer keine Begr&uuml;ndung f&uuml;r Entzug der Akkreditierung<\/strong><br>\nEr werde sich &ldquo;intensiv&rdquo; darum k&uuml;mmern, dass &ldquo;alle Fragen z&uuml;gig beantwortet werden&rdquo;. Das hatte Regierungssprecher Steffen Seibert kurz nach dem G20-Gipfel in Bezug auf den Akkreditierungsentzug f&uuml;r manche Journalisten versprochen. Fast vier Wochen sp&auml;ter haben die Betroffenen noch immer keine Antwort &ndash; und Seiberts Amt verweist an andere Stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/04\/vier-wochen-nach-g20-journalisten-haben-noch-immer-keine-begruendung-fuer-entzug-der-akkreditierung\/\">meedia<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Corbyn&rsquo;s Labour just won a historic victory. But you wouldn&rsquo;t know it from the media<\/strong><br>\nJeremy Corbyn&rsquo;s Labour Party just won a historic victory. But you wouldn&rsquo;t have noticed it from the mainstream media. Labour won a seat on Worthing Borough Council for the Marine ward. The first time the party has held a seat there for 40 years. And Labour also won a council seat in Thanet from UKIP. This victory also means that UKIP is now running the council with a minority. Labour candidate Beccy Cooper won the Worthing by-election with 47.8% of the vote. This was a nearly 30% increase on the party&rsquo;s previous vote. The Conservatives meanwhile dropped 6% to 38.8%. West Sussex County Councillor Michael Jones described the victory as &ldquo;seismic&rdquo;. And Jones is in no doubt that this is a historic victory:\n<blockquote><p>\nIn West Sussex politics terms, it&rsquo;s the equivalent of the asteroid striking the Earth and wiping out all the dinosaurs.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.thecanary.co\/2017\/08\/04\/corbyns-labour-just-won-historic-victory-wouldnt-know-media\/\">The Canary<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> Auch wenn die Wahlen in Gro&szlig;britannien mittlerweile hinter uns liegen, bleibt das &ldquo;Momentum&rdquo; f&uuml;r Jeremy Corbyn bestehen. So hat Labour k&uuml;rzlich einen bis dato fest in Tory-\/UKIP-Hand gehaltene Counties f&uuml;r sich beanspruchen k&ouml;nnen. Die Leute sind also offen f&uuml;r linke Politik, wenn sie denn nur glaubw&uuml;rdig von Kandidaten und Basis getragen wird. Daran sollte sich die neoliberale SPD vielleicht mal ein Beispiel nehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Alternativen f&uuml;r ein anderes Europa im Mittelpunkt: Europ&auml;ische Sommeruniversit&auml;t von Attac in Toulouse<\/strong><br>\nEtwa 1000 Teilnehmende werden aus allen Teilen Europas zur vierten Sommeruniversit&auml;t von Attac vom 23. bis zum 27. August in Toulouse erwartet, um gemeinsam Alternativen f&uuml;r ein anderes Europa zu entwickeln. In fast 100 Workshops, Seminaren und gro&szlig;en Diskussionsforen steht das ganze Themenspektrum der sozialen Bewegungen und ihrer globalisierungskritischen Netzwerke zum Lernen und Mitmachen auf dem Programm. &bdquo;Ein Jahrzehnt nach der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit werden vor allem der Zustand und die Zukunft Europas im Mittelpunkt stehen. Angesichts sozialer Krisen und &ouml;kologischer Katastrophen wird die Vision eines anderen Europas aus der Kritik des Bestehenden gemeinsam entwickelt&ldquo;, so Hugo Braun aus dem Koordinierungskreis von Attac Deutschland. &bdquo;Mehrere Workshops und eine gro&szlig;e Plenarveranstaltung besch&auml;ftigen sich mit den geplanten Handelsabkommen der EU, die von Arbeiterrechten bis zu Lebensmittelsicherheit die Standards herabsetzen wollen&ldquo;, f&uuml;hrt Braun weiter aus. Des Weiteren stehen die Folgen des Brexit und der Trump-Politik auf der Tagesordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9287\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Eier nach Software-Update wieder voll genie&szlig;bar<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6464\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170804-hdt2-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6464\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39515","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39515"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39517,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39515\/revisions\/39517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}