{"id":39520,"date":"2017-08-07T08:29:54","date_gmt":"2017-08-07T06:29:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520"},"modified":"2017-08-07T08:29:54","modified_gmt":"2017-08-07T06:29:54","slug":"hinweise-des-tages-2931","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h01\">Niedersachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h02\">Abgasskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h03\">Arme Statistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h04\">Verm&ouml;gensverteilung &ndash; Wenn FDP-W&auml;hler zu Sozialisten werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h05\">Nordkoreas flei&szlig;iger Helfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h06\">2900 unbesetzte Stellen &ndash; Zoll leidet unter akuter Personalnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h07\">Satt und zufrieden? Die Deutschen haben keine Lust mehr auf Karriere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h08\">Gericht bringt Hartz-IV-Sanktionen vor Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h09\">Kommentar zur Autoindustrie und G20 Linke Systemkritik ist so notwendig wie eh und je<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h10\">Das Imperium weicht zur&uuml;ck: Pentagon-Studie warnt vor drohendem US-Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h11\">Keine Sanktionen, kein Krieg!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h12\">Militarisierung der EU ist keine Alternative zur NATO-Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h13\">Alles im Griff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h14\">Automatische Gesichtsscanner am S&uuml;dkreuz: &bdquo;Pilotbetrieb rechtlich so nicht zul&auml;ssig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h15\">NSU-Opferanw&auml;lte werfen Generalbundesanwalt Irref&uuml;hrung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h16\">&Ouml;gmundur J&oacute;nasson &uuml;ber Europas Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39520#h17\">Simulierter Lagerwahlkampf<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Niedersachsen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die SPD verbrennt<\/strong><br>\nMit einem kleinen Licht kann man ein gro&szlig;es Feuer entz&uuml;nden. Das kleine Licht ist &ndash; bei allem Respekt vor dem freien Mandat &ndash; die bisher gr&uuml;ne nieders&auml;chsische Landtagsabgeordnete Elke Twesten. In dem Feuer, das sie mit ihrem Fraktionswechsel von den Gr&uuml;nen zur CDU entfacht hat, verbrennt soeben die rot-gr&uuml;ne Regierung des SPD-Ministerpr&auml;sidenten Stephan Weil, die ja nur eine Stimme Mehrheit hatte. Und das Feuer weist wom&ouml;glich einer neuen, einer schwarz-gelben Landesregierung unter einem Ministerpr&auml;sidenten Bernd Althusmann den Weg.<br>\nAll das schafft das kleine Licht der bisher gr&uuml;nen Abgeordneten Elke Twesten. Man tritt der Frau nicht zu nahe, wenn man ihr unterstellt, dass sie austritt, weil die Mitglieder ihrer bisherigen Partei sie nicht mehr als Direktkandidatin im Wahlkreis nominiert haben. Deshalb sieht sie jetzt ihre &ldquo;politische Zukunft in der CDU&rdquo;.<br>\nSie wird sich t&auml;uschen; diese Zukunft wird nicht lange w&auml;hren. In der Politik liebt man den Verrat, aber nicht den Verr&auml;ter. Der Satz stammt von Julius Caesar; aber er gilt noch heute. Der Fraktionswechsel der Abgeordneten ist selbsts&uuml;chtig, unredlich und sch&auml;big &ndash; wer mag solche Leute schon? Der Wechsel ist aber n&uuml;tzlich f&uuml;r die CDU. Man soll der CDU nicht vorwerfen, dass sie die Chance nutzt. W&auml;re die SPD an der Stelle der CDU, sie w&uuml;rde nicht anders handeln. (&hellip;)<br>\nDer Noch-Ministerpr&auml;sident Weil hat solchen &Uuml;berlegungen den Boden entzogen &ndash; er will die Aufl&ouml;sung des Landtags betreiben und Neuwahlen ausschreiben. Daf&uuml;r braucht es eine Zweidrittelmehrheit im Landtag; er wird sie kriegen, weil sich die CDU dem kaum verweigern kann. F&uuml;r die Landes-SPD ist die nun von ihr betriebene vorgezogene Neuwahl noch das Beste in schwieriger Lage: So bleibt ihr, wenn ihr schon sonst nichts bleibt, die Bestimmung des Zeitplans. F&uuml;r die Bundes-SPD ist all dies ein Desaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/niedersachsen-die-spd-verbrennt-1.3616339\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weshalb Herr Prantl den SPD-Kanzlerkandidaten und -Vorsitzenden, Herrn Schulz, so lobt, bleibt sein Geheimnis. Was ist z.B. an dem Programm &bdquo;ordentlich&ldquo;? Und gute Slogans werden das Vertrauen der W&auml;hlerschaft wohl nicht zur&uuml;ckbringen, das diese Partei seit &uuml;ber 10 Jahren massiv verloren hat &ndash; wegen ihrer neoliberalen Politik.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist der Seitenwechsel unanst&auml;ndig. Dennoch sollte man sich auch im Klaren sein, dass eine Koalition mit nur einer einzigen Stimme Mehrheit mit einer Partei wie den Gr&uuml;nen, die nun einmal einen schwarzen Fl&uuml;gel haben, auch hochriskant ist. Nun soll es &bdquo;vorgezogene&ldquo; Neuwahlen geben und zumindest den letzten Umfragen zufolge wird Niedersachen k&uuml;nftig schwarz-gelb regiert. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neuwahlen: Die Begr&uuml;ndung ist schwach<\/strong><br>\nAus der Pressemitteilung des Ministerpr&auml;sidenten Stephan Weil:<br>\nDass eine Abgeordnete aus eigenn&uuml;tzigen Gr&uuml;nden eine Fraktion verl&auml;sst und damit die von den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern gew&uuml;nschte Mehrheit im nieders&auml;chsischen Landtag ver&auml;ndert, betrachte ich als uns&auml;glich und sch&auml;dlich f&uuml;r die Demokratie. Dies gilt umso mehr, als ohnehin in etwas mehr als f&uuml;nf Monaten Neuwahlen anstehen w&uuml;rden.<br>\nDas ist ein seltsames Demokratieverst&auml;ndnis. Mehrheiten stehen nie fest, sondern m&uuml;ssen immer wieder neu gefunden werden. Mehrheiten k&ouml;nnen auch mal wechseln. Das ist das Wesen von Demokratie und in anderen L&auml;ndern v&ouml;llig normal, ohne dass es st&auml;ndig Neuwahlen deswegen gibt.<br>\nWenn die CDU sich dieses Verhalten zunutze macht, beteiligt sie sich aktiv an der Missachtung des W&auml;hlerwillens.<br>\nFalsch. Warum sonst sollte es die M&ouml;glichkeit eines Misstrauensvotums in der Verfassung geben? Stephan Weil h&auml;tte statt auf einem omin&ouml;sen W&auml;hlerwillen zu verweisen, die Feigheit der CDU thematisieren k&ouml;nnen, die offenbar einer m&ouml;glichen eigenen Mehrheit nicht traut.<br>\nDie W&auml;hlerinnen und W&auml;hler m&uuml;ssen die M&ouml;glichkeit haben, darauf zu reagieren.<br>\nDas ist schon eine mehr als schr&auml;ge Begr&uuml;ndung. Schlie&szlig;lich ist die Legislaturperiode fast zu Ende, wie der Ministerpr&auml;sident selbst feststellt. Es besteht also keine sonderliche Notwendigkeit, die W&auml;hler statt im Januar ein paar Monate fr&uuml;her zur Urne zu bitten. Es sei denn, man m&ouml;chte von unangenehmen Dingen ablenken, wie dem Abgas-Skandal zum Beispiel oder von Verst&ouml;&szlig;en gegen das Vergaberecht, mit denen ein Untersuchungsausschuss besch&auml;ftigt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170804neuwahlen-die-begruendung-ist-schwach\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD spricht von &ldquo;Intrigen&rdquo; &ndash; CSU fordert Weils R&uuml;cktritt<\/strong><br>\n&ldquo;Das ist eine handfeste Aff&auml;re&rdquo;: CSU-Generalsekret&auml;r Scheuer fordert in der Niedersachsen-Aff&auml;re den R&uuml;cktritt des Ministerpr&auml;sidenten. Stephan Weil selbst sieht in dem Fall nur eine &ldquo;olle Klamotte&rdquo;.<br>\nSPD-Vize Ralf Stegner h&auml;lt die Vorw&uuml;rfe gegen Niedersachsens Ministerpr&auml;sidenten Stephan Weil im Zusammenhang mit der VW-Aff&auml;re f&uuml;r ein reines Ablenkungsman&ouml;ver. &ldquo;Das ist jetzt ein plumper Versuch, die erfolgreiche Regierung unter Stephan Weil zu diskreditieren und von den Machenschaften der CDU in Niedersachsen abzulenken, die hinter dem Wechsel einer Gr&uuml;nen-Abgeordneten zur CDU-Fraktion steht&rdquo;, sagte Stegner der Nachrichtenagentur dpa. &ldquo;Solche Intrigen f&ouml;rdern Politikverdrossenheit und schaden der Demokratie.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAm Wochenende wurde der nieders&auml;chsische Regierungschef zus&auml;tzlich mit Vorw&uuml;rfen im VW-Dieselskandal konfrontiert: Eine Regierungserkl&auml;rung zur VW-Aff&auml;re lie&szlig; Weil im Oktober 2015 vorab an den Autokonzern geben. Er wies Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck, er habe sich durch VW beeinflussen lassen und erkl&auml;rte, es sei bei der Abstimmung lediglich um Rechts- und Faktenfragen gegangen. Im Kern sei der Redetext unver&auml;ndert geblieben, Kritik an VW sei nicht herausgefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/stephan-weil-spd-spricht-von-ablenkungsmanoever-csu-fordert-ruecktritt-a-1161652.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die viel zu gro&szlig;e N&auml;he zwischen der nieders&auml;chsischen Staatskanzlei und VW ist ja nun keine Neuentdeckung. Auch McAllister, Wullf, Gabriel, Glogowski und Schr&ouml;der waren stets auch die obersten Interessenvertreter von VW. In den Zeiten, in denen es VW wirtschaftlich hervorragend ging, haben sich die nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten freilich auch stets im Glanz des Weltkonzerns gesonnt. Daran, dass sich der Himmel &uuml;ber Wolfsburg und Hannover zugezogen hat, ist &uuml;brigens die Staatskanzlei in Hannover nicht unschuldig. Immerhin ist das Land Niedersachsen mit einem Anteil von 20% zweitgr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r des VW-Konzerns und Stephan Weil sitzt h&ouml;chstpers&ouml;nlich im Aufsichtsrat. Dass nun aber die Amigos der CSU Weils R&uuml;cktritt fordern, entbehrt nicht ein gewissen Komik.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abgasskandal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>BMW blitzsauber, Update f&uuml;r Opel und Mercedes unter Grenzwert<\/strong><br>\nWie viel Stickoxid produziert ein Diesel im realen Verkehr? Welche Abgas-Nachbehandlung arbeitet am besten? Und wie ist ein Benziner im Vergleich? auto motor und sport misst NOx-Emissionen von neuen Autos unter Realbedingungen im Stra&szlig;enverkehr (Real Driving Emissions) mit mobilen Messger&auml;ten (Portable Emission Measurement System, PEMS). Hier die aktuellen Ergebnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/testbericht\/real-abgastest-sauber-diesel-nox-grenzwert-fahrvebot-eu6-10254994.html?block=1\">auto motor und sport<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein typisches Elaborat der von den Automobilherstellern finanzierten PS-Presse. Entgegen des &bdquo;sauberen&ldquo; Textes konnten offenbar nur vier der 48 getesteten Modelle die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. Dass darunter ausgerechnet auch ein Modell des koreanischen Budget-Herstllers &bdquo;Ssangyong&ldquo; ist, ist den PS-PR-Schreibern nicht mal eine Erw&auml;hnung wert. Stattdessen trommelt bereits die &Uuml;berschrift, wie &bdquo;blitzsauber&ldquo; die deutsche Premiummarke BMW doch sei. Doch das ist eine dreiste T&auml;uschung. Nur ein Modell von BMW (der 520d) schnitt sehr gut ab. Andere Modelle, wie der X5, verpassten die gesetzlichen Normen um ein Vielfaches. Nun sollte ein echter Journalist doch fragen: &bdquo;Warum ist das so?&ldquo;. Warum baut ein Hersteller wie BMW, der die Technik ja offenbar beherrscht, reihenweise Autos, die die gesetzlichen Grenzwerte nicht einhalten? Von der PS-Presse werden sie darauf wohl keine Antworten enthalten. Dort testet man lieber den <a href=\"http:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/fahrberichte\/porsche-cayenne-fahrbericht-2018-12406369.html\">neuen &bdquo;Erfolgs-SUV&ldquo; von Porsche<\/a>, ohne auch nur mit einem Wort darauf einzugehen, dass die aktuellen 3-Liter-Diesel-Modelle wegen illegaler Abschalteinrichtungen nicht mehr zugelassen werden d&uuml;rfen. So viel Wegschauen ist auch eine Leistung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autokonzerne au&szlig;er Kontrolle: Nur die Medien k&ouml;nnen den politischen Totalschaden noch verhindern<\/strong><br>\nDas Medienecho zum peinlichen Diesel-Gipfel zwischen Regierungsvertretern und Auto-Industrie ist einhellig: Die deutsche Vorzeige-Industrie ist dabei, ihren weltweit guten Ruf im Eiltempo zu verspielen. Die Politik zeigt sich saft- und kraftlos, eine Industrie in die Schranken zu weisen, sie sich als &ldquo;too big to fail&rdquo; w&auml;hnt. Jetzt m&uuml;ssen die Medien ihren Job umso gr&uuml;ndlicher machen. Ein Kommentar.<br>\nNat&uuml;rlich ist das Ergebnis des so genannten Diesel-Gipfels ein schlechter Witz. Die deutschen Auto-Hersteller verpflichten sich freiwillig auf ein mutma&szlig;lich sehr billiges Software-Update, mit dem sie versprechen, den Stickoxid-Aussto&szlig; von Euro 5 und Euro-6-Dieselautos um 25 bis 30 Prozent zu reduzieren. Um sich die Frechheit dieses &bdquo;Versprechens&ldquo; vor Augen zu f&uuml;hren, muss man sich vergegenw&auml;rtigen, dass die Euro-5-Diesel die aktuellen Grenzwerte im Schnitt um den bis zu f&uuml;nffachen Wert &uuml;berschreiten und die Euro-6-Diesel statt erlaubter 80 Milligramm Stickoxide im Schnitt 507 Milligramm pro Kilometer aussto&szlig;en. Mit anderen Worten: Die angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen werden nicht ausreichen, die Diesel-Fahrzeuge mit zu hohem Stickoxid-Aussto&szlig; gesetzeskonform zu machen. Es ist ein Scheitern mit offizieller Ansage. (&hellip;)<br>\nMedien, Experten, Umweltverb&auml;nde &ndash; alle klagen und prangern an, dass es sich beim Ergebnis dieses Gipfels um einen &bdquo;Minimal-Konsens&ldquo; auf dem R&uuml;cken der Verbraucher handle. Die Folgen: keine. Weder werden personelle Konsequenzen gezogen, noch wird in der Sache mit mehr agiert, als dem Feigenblatt &bdquo;Software-Update&ldquo;. Und die Politik? Die Kanzlerin weilt im Urlaub &ndash; auch eine Art Statement. Der zust&auml;ndige CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt h&auml;lt sich nach dem Minimal-Gipfel bedeckt. SPD-Wahlk&auml;mpfer Martin Schulz schreibselt auf Facebook tats&auml;chlich: &bdquo;Wir haben die in die Pflicht genommen, die es verbockt haben: die Hersteller.&ldquo; W&auml;hrend die Auto-Industrie die Verbraucher lackmeiert und die Politik am Nasenring auf offener B&uuml;hne durch die Manege zieht, meint Kanzlerkandidat Schulz, die Hersteller seien &bdquo;in die Pflicht genommen&ldquo; worden. Es ist ein Trauerspiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/03\/autokonzerne-ausser-kontrolle-nur-die-medien-koennen-den-politischen-totalschaden-noch-verhindern\/#.WYRCXpnu3v0.email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><strong>Audi-Chef Stadler schwer belastet<\/strong><br>\nNach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR haben damalige Audi-Besch&auml;ftigte gegen&uuml;ber Ermittlern angegeben, den US-Beh&ouml;rden seien bei dem Termin am 19. November in Ann Arbor nahe Detroit wesentliche Informationen vorenthalten worden. EPA und CARB hatten wissen wollen, ob neben VW auch Audi die Schadstoffwerte von Diesel-Fahrzeugen manipuliert habe. Den Angaben der damaligen Angestellten zufolge soll Stadler am Vorabend bei einem Audi-internen Vorbereitungstreffen in einem Hotel in Detroit zusammen mit einem weiteren Manager angeordnet haben, eine ausf&uuml;hrliche Pr&auml;sentation stark zu k&uuml;rzen.<br>\nIn der den US-Beh&ouml;rden vorgelegten Fassung sei verschwiegen worden, dass Audi eine spezielle Technik entwickelt hatte, um den Verbrauch von Adblue zu deckeln. Um den Kunden ein h&auml;ufiges Nachf&uuml;llen von Adblue zu ersparen, hatte Audi in Diesel-Fahrzeugen die Abgasreinigung teilweise ausgeschaltet. Das verstie&szlig; gegen US-Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/abgas-skandal-audi-chef-stadler-stark-belastet-1.3617062%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;jedes Schwarzfahrerdelikt wird umgehend bestraft; die Manipulatoren aus den Elite-Manager-Etagen gehen offenbar straffrei aus, da die Staatsanwaltschaften wohl in ihren Ermittlungen (aus-)gebremst werden.<\/em><br>\n<em>Die Kanzlerin zeigte ja eh ihr Desinteresse an Aufkl&auml;rung und blieb dem Dieselgipfel fern!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich w&uuml;rde heute genauso handeln&rdquo;<\/strong><br>\nWie die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; (BamS) unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen berichtet, &ldquo;h&uuml;bschten&rdquo; Redenschreiber des VW-Vorstandes den Text auf. &ldquo;Problematische Passagen&rdquo; seien gestrichen und &ldquo;positivere Formulierungen&rdquo; eingef&uuml;gt worden. Nach &ldquo;BamS&rdquo;-Informationen stie&szlig; das Einschreiten des Autobauers selbst bei VW auf Widerstand. Ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung &auml;u&szlig;erte demnach &ldquo;moralische Bedenken&rdquo;: Volkswagen k&ouml;nne doch nicht eine Regierungserkl&auml;rung des Ministerpr&auml;sidenten redigieren und ver&auml;ndern. Seine Sorgen habe er sogar schriftlich formuliert. (&hellip;)<br>\nSPD-Politiker Weil bestreitet eine derartige Einflussnahme des VW-Konzerns auf seine Regierungserkl&auml;rung: Er habe seinen Entwurf &ldquo;mit der ausschlie&szlig;lichen Bitte um Pr&uuml;fung auf rechtliche Belange und Richtigkeit der genannten Fakten&rdquo; an VW geschickt. Anschlie&szlig;end seien rechtliche Klarstellungen nachvollzogen worden. Kritik an VW sei aber &ldquo;drin geblieben&rdquo;. Er w&uuml;rde &ldquo;in einer vergleichbaren Situation heute ganz genauso handeln&rdquo;, sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wegen der Diesel-Aff&auml;re habe die Zukunft des Konzerns auf dem Spiel gestanden. Das sei &ldquo;mittelbar auch f&uuml;r das Land Niedersachsen von allergr&ouml;&szlig;ter Bedeutung&rdquo; gewesen, so Weil. (&hellip;)<br>\nZudem sei der beschrieben Sachverhalt dem Landtag in einer vertraulichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses erl&auml;utert worden. &ldquo;Dort wurden Ausz&uuml;ge aus dem Original-Redeentwurf samt &Auml;nderungsw&uuml;nschen von VW pr&auml;sentiert&rdquo;, so P&ouml;rksen. Danach habe es von Seiten der Opposition keinerlei Kritik mehr gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weil-vw-rede-103.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Man wundert sich &uuml;ber den VW Konzern, der alles offen einr&auml;umt. In solchen F&auml;llen h&uuml;llen sich Unternehmen in Schweigen. Ich bin zwar alles andere als ein Anh&auml;nger von Stephan Weil, doch warum &uuml;bt VW hier nicht Zur&uuml;ckhaltung? Das muss Gr&uuml;nde haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieso muss die nieders&auml;chsische Staatskanzlei vom Autokonzern VW &bdquo;rechtliche Belange und Richtigkeit der genannten Fakten&rdquo; pr&uuml;fen lassen? Gibt es nicht ausreichend juristisches Personal im Haus?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anw&auml;lte von Diesel-Opfern reichen Klage gegen Deutschland ein<\/strong><br>\nBundesministerien und Beh&ouml;rden haben sich jahrelang blind und taub f&uuml;r Hinweise auf Manipulationen an Dieselantrieben gestellt. Das k&ouml;nnte sich bald r&auml;chen. An diesem Mittwoch ist vor dem Landgericht Freiburg eine Staatshaftungsklage gegen die Bundesregierung eingereicht worden. (&hellip;)<br>\nDie Kanzlei Stoll &amp; Sauer, die 35.000 VW-Dieselopfer vertritt und 3400 Klagen f&uuml;r sie eingereicht hat, macht darin der Regierung schwere Vorw&uuml;rfe.<br>\nDie 50-seitige Klageschrift gegen die Bundesrepublik Deutschland, die dem SPIEGEL vorliegt, zielt direkt auf das Bundesverkehrsministerium unter Alexander Dobrindt (CSU).<br>\nDer Vorwurf: Laut EU-Recht h&auml;tte sein Haus abschreckende Sanktionen erlassen m&uuml;ssen, wenn Autohersteller wie bei VW geschehen bei der Typgenehmigung ihrer Autos manipulieren. Strafen aber m&uuml;ssen die Autokonzerne bis heute nicht f&uuml;rchten.<br>\nAuch gegen das Vorgehen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wendet sich die Klage mit einer langen Liste an Verfehlungen von Autokonzernen und Politik. Die Beh&ouml;rde habe die Dieselautos leichtfertig genehmigt und das Verfahren daf&uuml;r nicht ausreichend &uuml;berwacht. &ldquo;&Uuml;ber Jahre ist den Beh&ouml;rden &uuml;berhaupt keine der Manipulationen aufgefallen&rdquo;, kritisiert Anwalt Ralf Stoll. &ldquo;Hinweise wurden ignoriert. Damit hat sich die Bundesregierung am Dieselskandal mitschuldig gemacht.&rdquo; (&hellip;)<br>\nW&uuml;rde die Kanzlei Stoll &amp; Sauer mit ihrer Staatshaftungsklage vor Gericht gewinnen, st&uuml;nde dem Besitzer eines VW-Golf-Dieselmodells, f&uuml;r den die Anw&auml;lte die Staatshaftungsklage erhoben hat, Schadensersatz durch die Regierung zu. Den k&ouml;nnten sich andere Dieselauto-Besitzer dann ebenfalls sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/diesel-skandal-anwaltskanzlei-erhebt-staatshaftungsklage-gegen-deutschland-a-1161370.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arme Statistik<\/strong><br>\nDie Armut nehme weltweit ab, konnte man zuletzt immer wieder lesen. Ist der Wunsch hier der Vater der Feststellung? Wie es zu den Statistiken kam, ist ziemlich r&auml;tselhaft.<br>\nDie Wahrheit ist konkret. Ich atme Steine&rdquo;, hat der kapitalismuskritische Dramatiker Heiner M&uuml;ller geschrieben. M&uuml;ller ist 1995 gestorben. Er konnte beides sein, ein Zyniker von gro&szlig;en Gnaden und im Detail, also von Angesicht zu Angesicht, ein einnehmend netter Mann. Er war, mit einem Wort, ein Realist.<br>\nDass man Steine, ja Rohstoffe vielf&auml;ltiger Art, tats&auml;chlich einatmen kann, erleben die Bergbauarbeiter in Schwellenl&auml;ndern. Gelegentlich werden in den Medien Fotos gezeigt von Tagebauwerken in Afrika und Lateinamerika. Die Zust&auml;nde sind uns&auml;glich. Viele der Arbeiter schuften auf einen fr&uuml;hen Tod hin. Der entscheidende Unterschied zwischen diesen Bildern und Fotos aus den Steinbr&uuml;chen von Zwangsarbeitslagern besteht in der Abwesenheit von W&auml;chtern mit Gewehren. Der Kapitalismus hatte sp&auml;testens seit dem fr&uuml;hen 19. Jahrhundert den Nebeneffekt, dass Menschen sich bei der Arbeit zu Tode bringen, dem Anschein nach freiwillig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/augsteins-welt-arme-statistik-1.3615041\">Franziska Augstein in der SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensverteilung &ndash; Wenn FDP-W&auml;hler zu Sozialisten werden<\/strong><br>\nWie gerecht sind die Verm&ouml;gen in Deutschland verteilt? Viel ungerechter, als die meisten Menschen glauben. Laut einer Umfrage w&uuml;nschen sich Anh&auml;nger aller Parteien mehr Gleichheit &ndash; sogar FDP-W&auml;hler.<br>\nWenn es darum geht, wie gerecht eine Gesellschaft ist, spielt die Verteilung des Verm&ouml;gens eine wichtige Rolle: Ballt sich der Wohlstand bei nur wenigen Reichen, und der Rest besitzt kaum etwas? Oder ist der Wohlstand gleichm&auml;&szlig;iger verteilt, und eine gro&szlig;e Mehrheit verf&uuml;gt &uuml;ber ein beruhigendes Polster?<br>\nWas aber unter einer gerechten Verm&ouml;gensverteilung konkret zu verstehen ist, dar&uuml;ber gehen die Ansichten auseinander &ndash; sie h&auml;ngen unter anderem von der politischen Einstellung ab. Umgekehrt kann die Einsch&auml;tzung, wie gerecht das Verm&ouml;gen in der Gesellschaft verteilt ist, diese politische Einstellung beeinflussen.<br>\nForscher der Universit&auml;t St. Gallen haben diese Wechselwirkung in einer Umfrage untersucht, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt. Das Team um &Ouml;konomieprofessor Andreas Herrmann lie&szlig; mehr als 1500 Wahlberechtigte absch&auml;tzen, wie das Verm&ouml;gen in Deutschland derzeit verteilt ist. Anschlie&szlig;end wurden die Teilnehmer befragt, welche Verteilung sie als gerecht empfinden und welche Partei sie w&auml;hlen w&uuml;rden. Die Befragten waren in Bezug auf Alter, Geschlecht und Haushaltseinkommen repr&auml;sentativ f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung.<br>\nDie zentrale Erkenntnis der Umfrage: Die W&auml;hler untersch&auml;tzen die tats&auml;chliche Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen drastisch &ndash; und w&uuml;nschen sich trotzdem eine wesentlich gleichm&auml;&szlig;igere Verteilung: [&hellip;]<br>\n&uuml;r w&uuml;nschenswert hielten die Befragten eine selbst im Vergleich zu ihrer Sch&auml;tzung wesentlich gleichm&auml;&szlig;igere Verteilung &ndash; wenn auch keine v&ouml;llige Gleichheit. Dem reichsten F&uuml;nftel standen sie 30 Prozent des Verm&ouml;gens zu, dem &auml;rmsten F&uuml;nftel 13 Prozent. [&hellip;] Die W&auml;hler der FDP halten eine mehr als doppelt so hohe Ungleichheit f&uuml;r ideal (Gini-Koeffizient von 23 Prozent) als die W&auml;hler der Piratenpartei (11 Prozent). Damit sticht die Anh&auml;ngerschaft der wirtschaftsliberalen FDP heraus. Die W&auml;hler der Union liegen mit ihren Vorstellungen jedenfalls n&auml;her bei den Anh&auml;ngern von SPD, Gr&uuml;nen, der AfD und sogar der Linken als bei denen des eigentlich bevorzugten Koalitionspartners.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ungleichheit-bei-vermoegen-wenn-fdp-waehler-zu-sozialisten-werden-a-1158432.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Allerdings wirkt selbst die Idealvorstellung der FDP-W&auml;hler gemessen an der tats&auml;chlichen Situation geradezu sozialistisch.&rdquo; Es ist wirklich verr&uuml;ckt. W&uuml;rde es helfen, auf die in Realit&auml;t viel schlimmere Verm&ouml;gensverteilung hinzuweisen, wenn die Masse der W&auml;hler selbst bei einer vermutet besseren Verm&ouml;gensverteilung nur noch radikalere Umverteilung von unten nach oben ankreuzt? Was l&auml;uft da schief?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Viele wichtige Fakten gut dargestellt. Die Schlussfolgerungen zu den FDP-W&auml;hlern sind falsch, die &Uuml;berschrift skurril, es handelt sich um versteckte aber durchsichtige Wahlkampfhilfe. Besser wurden die Fakten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39443\">hier beim Pleisweiler Gespr&auml;ch<\/a> referiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nordkoreas flei&szlig;iger Helfer<\/strong><br>\nJedes Mal, wenn in Nordkorea eine Rakete startet, reiben sich Fachleute die Augen. Denn die Raketen kommen wie aus dem Nichts. Pl&ouml;tzlich stehen sie auf einer Startrampe und heben ab. Fr&uuml;her explodierten sie dann recht bald, doch nun gelingen sogar Jungfernfl&uuml;ge. Und so kommt es, dass die Volksrepublik mal eben eine Interkontinentalrakete vorweisen kann &ndash; das Sch&ouml;nste, Gr&ouml;&szlig;te und Beste, von dem Raketenbauer tr&auml;umen. Sie hei&szlig;t Hwasong-14 und wurde im Juli zweimal erfolgreich getestet.<br>\nNach Berechnungen von Fachleuten h&auml;tte sie beim ersten Mal bis nach Alaska fliegen k&ouml;nnen, beim zweiten Mal sogar bis nach New York, wenn sie flacher abgeschossen worden w&auml;re. Ungeheuerlich. Amerika und Russland brauchten viele Jahre und etliche Versuche, bis sie eine solche Rakete im Arsenal hatten. Und Nordkorea schafft das einfach so, mit einem Fingerschnipsen. Wie ist das m&ouml;glich? (&hellip;)<br>\nRobert Schmucker kann dar&uuml;ber Auskunft geben. Der Raketenbauingenieur arbeitete Anfang der siebziger Jahre f&uuml;r die Nasa am Triebwerk des Space Shuttle, danach war er Forschungsleiter im deutschen Raketenprogramm, baute Feststoffraketen f&uuml;r Bayern-Chemie und war UN-Waffeninspekteur im Irak. Heute ist Schmucker 74 Jahre alt und lehrt immer noch als Professor an der Technischen Universit&auml;t M&uuml;nchen. Wie kaum ein anderer &uuml;berblickt er die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. Sein Urteil &uuml;ber die Hwasong-14 f&auml;llt harsch aus: &bdquo;Alle wesentlichen Teile dieser Rakete stammen aus Russland.&ldquo;<br>\nNun kann man in nordkoreanische Raketen nicht hineinsehen. Es gibt davon nur die Fotos und Videos, die &uuml;ber staatliche Kan&auml;le verbreitet werden. Aber f&uuml;r einen Kenner wie Schmucker erz&auml;hlen diese Bilder eine Menge. Er sieht darauf, wie das Triebwerk aufgebaut ist. Aus den Tankstutzen kann er darauf schlie&szlig;en, in welchem Zustand die Rakete bef&uuml;llt wird. Und der Feuerschweif beim Start gibt Aufschluss &uuml;ber den verwendeten Treibstoff. Es handelt sich um UDMH, ein lagerf&auml;higes Produkt, dass die Russen vor langer Zeit entwickelt haben, damit sie ihre Interkontinentalraketen in Silos stationieren konnten &ndash; jederzeit startbereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wie-kann-nordkorea-trotz-sanktionen-raketen-testen-15138294.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein sch&ouml;nes St&uuml;ck Meinungsmache. &Uuml;berschrift und Einleitung suggerieren, dass Russland direkt und gezielt Raketentechnik an Nord-Korea geliefert h&auml;tte. Erst im weiteren Text erschlie&szlig;t sich, dass Nord-Korea sich diese &uuml;ber verschiedenste Kan&auml;le beschafft haben k&ouml;nnte. Dabei d&uuml;rfte bei etwas &Uuml;berlegung klar sein, dass eine russische Unterst&uuml;tzung des nordkoreanischen Raketenprogramms kontraproduktiv w&auml;re. Nordkoreanisch Interkontinentalraketen w&uuml;rden nicht nur die USA bedrohen sondern auch Russland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>2900 unbesetzte Stellen &ndash; Zoll leidet unter akuter Personalnot<\/strong><br>\nOb beim Kampf gegen Schwarzarbeit und Geldw&auml;sche oder bei der Kontrolle des Mindestlohns &ndash; stets ist der Zoll gefordert. Doch der Allzweckbeh&ouml;rde fehlt es an Personal.<br>\nTrotz wachsender Aufgaben plagt den Zoll akute Personalnot. Von rund 38.000 vorgesehenen Stellen waren, wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, am 1. Juni dieses Jahres knapp 2900 nicht besetzt. Das geht aus einer Anfrage der Linksfraktion an das Bundesfinanzministerium (BMF) hervor.<br>\nAuch die neu eingerichtete Zentralstelle f&uuml;r Finanztransaktionen des Zolles, die vor allem den Kampf gegen Geldw&auml;sche aufnehmen soll, arbeitet noch nicht mit der vorgesehenen Personalst&auml;rke. Von den f&uuml;r 2017 bewilligten 100 Planstellen seien bislang erst 61 besetzt, schreiben die Beamten von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU). Allerdings seien 37 weitere Mitarbeiter ausgesucht, die bald ihren Dienst aufnehmen, hei&szlig;t es in der Antwort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/zoll-leidet-unter-akuter-personalnot-a-1161367.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mindestlohn und der Kampf gegen Geldw&auml;sche scheinen der Bundesregierung und dem Bundestag nicht wichtig genug zu sein &ndash; kein Wunder, schlie&szlig;lich behindert beides Unternehmen und reiche Einzelpersonen beim Geldverdienen und Betr&uuml;gen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Satt und zufrieden? Die Deutschen haben keine Lust mehr auf Karriere<\/strong><br>\nDie meisten Besch&auml;ftigten in Deutschland beurteilen ihre Aufstiegsm&ouml;glichkeiten im eigenen Unternehmen &auml;u&szlig;erst skeptisch &ndash; allerdings haben auch immer weniger von ihnen ein Interesse daran.<br>\nKarrierechancen Fehlanzeige: Nur 40 Prozent der Besch&auml;ftigten sehen einer Umfrage zufolge Aufstiegsm&ouml;glichkeiten im eigenen Unternehmen. Das sind sieben Prozentpunkte weniger als bei einer Befragung vor zwei Jahren, wie aus einer Studie des Beratungs- und Pr&uuml;fungsunternehmens EY hervorgeht. Vor allem Frauen scheinen auf der Karriereleiter nicht voran zu kommen: Nur 37 Prozent von ihnen sehen entsprechende M&ouml;glichkeiten, w&auml;hrend es bei den M&auml;nnern 44 Prozent sind. Am besten werden insgesamt die Chancen im &ouml;ffentlichen Dienst beurteilt.<br>\nDer Wunsch nach Karriere im eigenen Unternehmen ist allerdings auch deutlich weniger ausgepr&auml;gt als noch vor zwei Jahren. Der Umfrage zufolge w&uuml;nscht sich nur eine Minderheit Aufstiegsm&ouml;glichkeiten. Bei den M&auml;nnern sind es 38 Prozent, 2015 waren es noch 58 Prozent. Noch niedriger liegt die Quote bei Frauen mit 31 Prozent (2015:49 Prozent). Befragt wurden 1400 Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/satt-und-zufrieden-die-deutschen-haben-keine-lust-mehr-auf-karriere-15138941.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Satt und zufrieden&rdquo; oder nicht eher nicht bereit, f&uuml;r minimale Besserbezahlung maximal mehr Verantwortung und Arbeitslast zu tragen? Weiter unten stehen die viel interessanteren Zahlen: 56 Prozent, die absolute Mehrheit, f&uuml;hlen sich unterbezahlt und w&uuml;rden deshalb die Stelle wechseln (was nur deshalb nicht funktioniert, weil woanders genauso schlecht bezahlt wird); 76 Prozent halten die Einkommensverteilung f&uuml;r ungerecht. Warum geht die FAZ nicht mal diesen Zahlen auf die Spur, die absolut nicht zum Wirtschaftswunderland Deutschland passen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gericht bringt Hartz-IV-Sanktionen vor Verfassungsgericht<\/strong><br>\nDGB will eigene Stellungnahme zu Sanktionen im SGB II nicht ver&ouml;ffentlicht sehen [wir schon]<br>\n&ldquo;Erst nach der Bundestagswahl wird sich das Bundesverfassungsgericht zu Sanktionen im SGB II &auml;u&szlig;ern. Das Sozialgericht Gotha hatte in einer vielbeachteten Richtervorlage und in zwei Anl&auml;ufen ein Verfahren in Karlsruhe erzwungen. Wie &uuml;blich hat das Bundesverfassungsgericht Stellungnahmen von sachkundigen Organisationen eingeholt. Darunter auch eine des DGB.<br>\nZu den so befragten geh&ouml;rte auch der Sozialhilfeverein Tacheles e.V. (tacheles-sozialhilfe.de). Tacheles ver&ouml;ffentlichte die eigene Stellungnahme und die von anderen Befragten. Darunter mit etwas Versp&auml;tung Anfang Juni auch jene des DGB. Erfolgreich hat der DGB daraufhin Tacheles e.V. gebeten, diese Ver&ouml;ffentlichung wieder vom Netz zu nehmen.<br>\nHintergrund d&uuml;rfte eine unterschiedliche Einsch&auml;tzung von DGB-Fachabteilung und DGB-Bundesvorstand sein. W&auml;hrend die Stellungnahme des DGB f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht meint, man w&uuml;rde keine Legitimation f&uuml;r Sanktionen sehen, hatte der DGB-Bundesvorstand noch 2015 Sanktionen in der Linie von Andrea Nahles unterst&uuml;tzt. Zu einem Antrag der Partei Die Linke zur Abschaffung von Sanktionen erkl&auml;rte der DGB im Sozialausschuss des Bundestages, man sei nicht generell gegen Sanktionen, sondern nur f&uuml;r eine Entsch&auml;rfung der Situation von Leistungsempf&auml;ngern unter 25 Jahren. Auf der Linie von Andrea Nahles eben.<br>\nJetzt, kurz vor der Bundestagswahl, werden wohl wieder Spitzenfunktion&auml;re in DGB und den Einzelgewerkschaften auf einen SPD-Kanzler hoffen. Als sei ein Schr&ouml;der nicht genug. Da st&ouml;rt eine Delegitimierung von Zwangsarbeit und neuem Reichsarbeitsdienst.Der ver.di-Bundeserwerbslosenausschuss hatte 2015 vom DGB-Bundesvorstand eine Erkl&auml;rung zum katastrophalen Auftritt des DGB im Sozialausschuss verlangt und erhielt die Antwort, man handele im &ldquo;h&ouml;heren Interesse&rdquo;. Ein Interesse, das die Erwerbslosen offenbar nicht einschliesst.&rdquo; Zuschrift vom 1.8.2017 von Volker Ritter, ver.di Erwerbslosenaussch&uuml;sse Hannover-Leine-Weser und Nds.\/HB.  Zur F&ouml;rderung der Transparenz hier also die Stellungnahme des DGB vom 31.3.2017  zu Sanktionen f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/erwerbslos\/hartz4\/sperren\/gericht-bringt-hartz-iv-sanktionen-vor-verfassungsgericht\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kommentar zur Autoindustrie und G20 Linke Systemkritik ist so notwendig wie eh und je<\/strong><br>\nWas ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gr&uuml;ndung einer Bank? fragte Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper. Heute k&ouml;nnte man fragen: Was ist das Anz&uuml;nden eines Autos gegen das Betreiben einer Autofabrik? Das ist polemisch? Vielleicht. Aber falsch? Schauen wir doch noch einmal genauer hin, was sich in den Wochen seit dem Hamburger G-20-Gipfel in Deutschland ereignet hat.Nach den Gewalttaten am Rande der Proteste gegen das Treffen der Gro&szlig;m&auml;chte der Marktwirtschaft frohlockten die Anh&auml;nger konservativer bis liberaler Weltanschauungen, nun sei es aber wirklich vorbei mit der Hegemonie der Linken &uuml;ber die gesellschaftliche Debatte. Die linken Systemfeinde h&auml;tten in Hamburg den Staat auf brutalste Weise angegriffen und ihre geistigen Wegbereiter jede moralische Legitimation zur politischen Auseinandersetzung verloren. (&hellip;)<br>\nIn Hamburg haben zehntausende gegen die unverantwortliche Wirtschaftsweise der kapitalistischen L&auml;nder protestiert. Weil sie nicht nur ungerecht ist, sondern weil sie der Umwelt schadet und so die Lebensgrundlagen k&uuml;nftiger Generationen vernichtet. Dar&uuml;ber ist nicht so viel berichtet worden, weil die Zerst&ouml;rungswut der Polit-Hooligans und ihrer Freunde aus der Partyszene spektakul&auml;rer erschien. Und weil diese linke Kritik ja auch oft so theoretisch klingt.<br>\nInzwischen wissen wir, was solches Verhalten ganz konkret, bei uns im Land, bedeutet. Die deutschen Autohersteller nehmen bewusst in Kauf, dass ihre Autos viel mehr Gift aussto&szlig;en, als sie d&uuml;rften. Sie haben dar&uuml;ber die Verbraucher und die Beh&ouml;rden systematisch betrogen. Um dieses System immer besser organisieren zu k&ouml;nnen, haben sie ein illegales Kartell gebildet und Geheimabsprachen getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/kommentar-zur-autoindustrie-und-g20-linke-systemkritik-ist-so-notwendig-wie-eh-und-je-28089386?originalReferrer=&amp;originalReferrer=\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Imperium weicht zur&uuml;ck: Pentagon-Studie warnt vor drohendem US-Kollaps<\/strong><br>\nDie letzte verbliebene Supermacht steckt in Schwierigkeiten. Was das US-Imperium noch zusammenh&auml;lt, ist vor allem sein Milit&auml;r. Zur Sicherung der Vormachtstellung der USA legt das Pentagon nun Empfehlungen vor, die eine deutliche und offene Sprache sprechen.<br>\nIm Zuge der vom US-Repr&auml;sentantenhaus unterzeichneten neuen Sanktionen gegen Russland &ouml;ffnete sich vielen interessierten Beobachtern ein Fenster der Erkenntnis. Selten wurde wohl derartig offen dargelegt, worum es hinter der Fassade der Bestrafung, in diesem Falle Russlands, tats&auml;chlich geht &ndash; Macht, Machterhalt und Machtzuwachs. Aufgrund dieser Offenheit findet nun ein z&auml;hes Umdenken innerhalb der politisch Verantwortlichen in Deutschland und der EU statt. Auch dem Letzten m&uuml;sste nun klar werden, welchem Zweck die Sanktionen gegen Russland und die Entwicklungen, die zu dieser Eskalation der zwischenstaatlichen Beziehungen f&uuml;hrten, eigentlich dienen.<br>\nEinen &auml;hnlich erkenntnisreichen und offenen Ansatz erlaubt sich nun auch eine neue Pentagon-Studie mit dem dem Titel &bdquo;At Our Own Peril: DOD-Risk Assessment in a Post Primacy World&rdquo; (&bdquo;Auf unsere eigene Gefahr: Eine Risikoeinsch&auml;tzung des Verteidigungsministeriums f&uuml;r eine Welt nach der Vorherrschaft&ldquo;). Die noch von der Obama-Administration in Auftrag gegebene Studie setzte sich mit der Frage auseinander, wie der sich abzeichnende &bdquo;Zerfall&ldquo; der sp&auml;testens nach dem zweiten Weltkrieg von den USA dominierten Weltordnung aufgehalten werden k&ouml;nnte. Nur wenn den entsprechenden Entwicklungen jetzt begegnet werde, k&ouml;nnten die Vereinigten Staaten den Verlust ihrer &bdquo;Vorrangstellung&ldquo; noch abwenden.<br>\nDie Studie des US-Verteidigungsministeriums wurde im Juni des laufenden Jahres ver&ouml;ffentlicht und basiert dabei auf Recherchen des U.S. Army War College (USAWC). Finanziert wurde das Strategiepapier von der Abteilung Strategische Planungen und Politik \/ J5 der U.S. Army. Weitere Unterst&uuml;tzer sind das B&uuml;ro des Pentagon-Staatssekret&auml;rs und das Management-B&uuml;ro des Army Study Program.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/55123-offenbarungseid-pentagon-studie-warnt-vor-us-kollaps\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Keine Sanktionen, kein Krieg!<\/strong><br>\nDie Gelegenheit f&uuml;r einen Politikwechsel ist g&uuml;nstig wie lange nicht mehr. Zum Beispiel bef&uuml;rwortet die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung wie auch der deutschen Wirtschaft, dass die von den USA ohne Absprache mit der EU beschlossenen neuen Sanktionen gegen Russland nicht akzeptiert und &uuml;berhaupt s&auml;mtliche Sanktionen gegen Russland eingestellt werden. Abzuwarten bleibt, wie sich die f&uuml;hrenden deutschen Politiker dazu verhalten. Es k&ouml;nnte zu einem Wahlkampfthema der SPD und der LINKEN werden. Im Moment sieht es noch nicht danach aus, aber bis zur Bundestagswahl ist noch etwas Zeit.<br>\nDer Viersternegeneral Wesley Clark, zeitweise Oberbefehlshaber der NATO, hat 2007 in einem Interview r&uuml;ckblickend gesagt, dass seinerzeit schon die Bush-Administration den Krieg gegen sieben L&auml;nder geplant habe. Das waren au&szlig;er Afghanistan der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich noch der Iran.(1) Es gab also schon unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan f&uuml;r Regimewechsel und Kriege in sieben L&auml;ndern des Nahen Ostens und Afrikas. Und bereits zu Beginn des Kalten Krieges Anfang der 1950er Jahre erkl&auml;rte der britische Baron Hastings Ismay, erster Generalsekret&auml;r der NATO, die Mission des B&uuml;ndnisses f&uuml;r Europa: &bdquo;To keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down&ldquo; (die Russen drau&szlig;en, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten).(2)<br>\nDas ist bis heute die Strategie der USA. Anstatt die NATO sp&auml;testens 1991 nach der Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts ebenfalls aufzul&ouml;sen, und zwar zugunsten eines gesamteurop&auml;ischen Sicherheitsb&uuml;ndnisses einschlie&szlig;lich Russlands, wurde das transatlantische Milit&auml;rb&uuml;ndnis unter Einflussnahme der USA immer mehr zu einem Aggressionsinstrument gegen Russland entwickelt. Die aktuellen Konflikte und Kriege sind nicht durch Zufall entstanden, sie sind von gewissenlosen Psychopathen &ndash; anders kann man sie wohl nicht nennen &ndash; in Politik, Wirtschaft und Milit&auml;r geplant worden.(3) Barack Obama hat als 44. Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten somit nur das weitergef&uuml;hrt, was seit Langem auf der Agenda stand. Das hatte gravierende Folgen f&uuml;r Europa und f&uuml;r Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/keine-sanktionen-kein-krieg\/\">Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Militarisierung der EU ist keine Alternative zur NATO-Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\n&bdquo;Schulz und Oppermann versuchen die &Ouml;ffentlichkeit zu t&auml;uschen, wenn sie die Militarisierung der EU als friedliche Alternative zur NATO-Aufr&uuml;stung verkaufen wollen. Der deutsche Steuerzahler w&uuml;rde den L&ouml;wenanteil der von der SPD vorgeschlagenen Aufr&uuml;stung der EU bezahlen m&uuml;ssen&ldquo;, so Sevim Dagdelen, Sprecherin f&uuml;r Internationale Politik der Fraktion DIE LINKE, zu den Vorschl&auml;gen von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann zum Ausbau der Europ&auml;ischen Verteidigungsunion als Alternative zum zwei-Prozent-Ziel der NATO. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Schulz und Oppermanns Aufr&uuml;stungspl&auml;ne entlarven ihre Reden von sozialer Gerechtigkeit im Wahlkampf als schlichte L&uuml;genm&auml;rchen. Wer noch mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben will, egal ob im Rahmen der EU oder der NATO, der legt weiter die Axt an den Sozialstaat in Deutschland. Die gro&szlig;e Koalition mit der SPD hat den deutschen Milit&auml;rhaushalt bereits in diesem Jahr um acht Prozent auf 37 Milliarden Euro erh&ouml;ht. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine friedenspolitische Neuausrichtung der deutschen Verteidigungspolitik, die auf Abr&uuml;stung und ein Ende der kostspieligen Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr zielt. Wir brauchen mehr Wohnungen, Schulen und Kitapl&auml;tze statt EU-Panzerarmeen und Kriegsflotten unter dem europ&auml;ischen Sternenbanner.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/militarisierung-der-eu-ist-keine-alternative-zur-nato-aufruestung\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Alles im Griff<\/strong><br>\nAls Psychologe in der Kinder- und Jugendhilfe kam ich oft mit Eltern zusammen, die Pr&uuml;gelstrafe f&uuml;r eine sinnvolle Erziehungsmethode hielten. Genauer: Die sich keinen anderen Weg wussten, mit ihren Problemen und Gef&uuml;hlen umzugehen. Meist lie&szlig;en die Folgen nicht lange auf sich warten: Werden n&auml;mlich Kinder misshandelt, vernachl&auml;ssigt oder mit ihren Gef&uuml;hlen nicht akzeptiert, dann f&uuml;hlen sie sich abgelehnt und reagieren mit Verhaltensauff&auml;lligkeiten. So wuchsen also die Probleme in der Familie, der Streit eskalierte, die Stimmung in der Familie war von &Auml;rger und Verdruss gepr&auml;gt. Die Eltern waren genervt, f&uuml;hlten sich von den Kindern provoziert, die Strafen wurden drakonischer: ein Teufelskreis&hellip;<br>\nUnd ein Beispiel f&uuml;r &bdquo;lineares Denken&ldquo;, wie es auch in der Politik vorherrscht. Dieses beherrscht das Feld insbesondere dann, wenn m&auml;chtige Gruppen oder Staaten anderen &ndash; in der Verfolgung eigener wirtschaftlicher und strategischer Interessen &ndash; ihren Willen aufzwingen wollen. Ein solches Denken ist unterkomplex, um nicht zu sagen primitiv, denn es l&auml;sst s&auml;mtliche Regeln menschlicher Kontakte au&szlig;er Acht. Dazu geh&ouml;rt etwa die elementare Erfahrung, die bereits Babys verinnerlicht haben, dass die eigenen &Auml;u&szlig;erungen &ndash; Worte, Gesten, Mimik &ndash; im Gegen&uuml;ber eine Reaktion ausl&ouml;sen, die wiederum in mir Gef&uuml;hle hervorrufen und Reaktionen provozieren: ein Prozess von R&uuml;ckkopplungen und Wechselwirkungen.<br>\nDiese Erkenntnis, Grundlage f&uuml;r Empathie und Mitmenschlichkeit, ist politischen Herrschern und Wirtschaftsbossen offensichtlich abhanden gekommen. In fr&uuml;hester Kindheit muss sie in ihnen noch verankert gewesen sein. Auch in Herrn Trump, Herrn Sch&auml;uble oder den Vorstandsvorsitzenden von R&uuml;stungs-, Agrar-, Atom- und Autokonzernen. Jetzt versuchen sie aber Probleme zu l&ouml;sen wie die emotional unreifen pr&uuml;gelnden Eltern. Alles ist steuerbar und kontrollierbar, mit Belohnung und Strafe, mit Gewalt und Kontrolle. Sie wollen und k&ouml;nnen nicht wahrhaben, dass sie mit ihren egoistischen Methoden (Trump: &bdquo;All we do is win, win, win!&ldquo;) Millionen von Menschen ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzen, Elend und ein wachsendes Chaos verursachen, das fast unweigerlich im Desaster endet. Milit&auml;rische Interventionen, &bdquo;unsere&ldquo; Kriege, sind das beste &ndash; oder schlimmste &ndash; Beispiel daf&uuml;r, in Afghanistan, Libyen, Syrien, aber auch ausbeuterische &bdquo;Freihandels&ldquo;vertr&auml;ge und Investitionen. (&hellip;)<br>\nEigentlich liegt dieses primitive lineare Denken dem ganzen System des neoliberalen Kapitalismus zugrunde. Marktradikaler globaler Wettbewerb, Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber Menschen legen immerfort nur ein Verhaltensmuster nahe: Ich setze mich durch, egal, was damit den Betroffenen angetan wird. In pers&ouml;nlichen Beziehungen wirkt das schlicht egoistisch; zwischen Staaten wird das Kolonialismus und Imperialismus genannt. Ausbeutung, Entrechtung, Entwertung ohne jede M&ouml;glichkeit des Widerstandes zerst&ouml;ren L&auml;nder, die sozialen Beziehungen, die Seele der Menschen &ndash; &uuml;brigens auch der T&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2017\/07\/alles-im-griff-40800.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Automatische Gesichtsscanner am S&uuml;dkreuz: &bdquo;Pilotbetrieb rechtlich so nicht zul&auml;ssig&ldquo;<\/strong><br>\nGestern ist die erste Testphase einer automatisierten biometrischen Video&uuml;berwachung am Berliner Bahnhof S&uuml;dkreuz gestartet: Die Bundespolizei, das Bundesinnenministerium, die Deutsche Bahn und das Bundeskriminalamt erproben gemeinsam ein optisches &Uuml;berwachungssystem mit mehreren Kameras. Bahnhofspendler konnten sich im Tausch gegen einen Gutschein als Freiwillige f&uuml;r den Biometriepiloten anmelden. (&hellip;)<br>\nOb das Vorgehen bei dem ein halbes Jahr laufenden Pilotprojekt rechtm&auml;&szlig;ig ist, war schon vor Beginn umstritten. Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hatte ihre Bedenken kurz vor Projektstart nochmals unterstrichen. Beim Ortstermin hatte der Deutsche Anwaltverein (DAV) gestern ebenfalls deutliche Kritik ge&auml;u&szlig;ert und bezweifelt, dass der Einsatz von Gesichtserkennungsystemen &bdquo;den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entspricht&ldquo;. Denn die Hinweisschilder, die Passanten auf die automatische &Uuml;berwachung mit Gesichtserkennung aufmerksam machen, gen&uuml;gten nicht.<br>\nZu dieser Einsch&auml;tzung kommt auch Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit. Die Biometrie-Video&uuml;berwachung am S&uuml;dkreuz bewertet Caspar gegen&uuml;ber netzpolitik.org auch f&uuml;r die jetzige Projektphase als rechtswidrig:<br>\nSoweit hier auch Passanten betroffen sind, die nicht ausdr&uuml;cklich eine Einwilligung zu den Aufnahmen erteilt haben, ist die Annahme, es bed&uuml;rfe lediglich eines Hinweisschildes, um sie im Rahmen des Pilotbetriebs rechtm&auml;&szlig;ig zu erfassen, mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht vereinbar.<br>\nAusschlaggebend f&uuml;r seine Bewertung sind h&ouml;chstrichterliche Entscheidungen, die sich bereits mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob eine blo&szlig;e Hinweisbeschilderung ausreicht. Insbesondere der Erste Senat des Bundesverfassungsgericht hatte am 23. Februar 2007 hier in aller Deutlichkeit festgestellt (1 BvR 2368\/06, Rn. 40):<br>\nVon einer einen Eingriff ausschlie&szlig;enden Einwilligung in die Informationserhebung kann selbst dann nicht generell ausgegangen werden, wenn die Betroffenen aufgrund einer entsprechenden Beschilderung wissen, dass sie im r&auml;umlichen Bereich der Begegnungsst&auml;tte gefilmt werden. Das Unterlassen eines ausdr&uuml;cklichen Protests kann nicht stets mit einer Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung gleichgesetzt werden.<br>\nNur weil also die Reisenden keine expliziten Protest gegen die Gesichts- und Verhaltensscanner ausspr&auml;chen, hei&szlig;t das noch nicht, dass sie sich deswegen auch einverstanden erkl&auml;ren. Caspar kommt zu der abschlie&szlig;enden Einsch&auml;tzung:<br>\nDamit w&auml;re dann wohl auch der Pilotbetrieb rechtlich so nicht zul&auml;ssig.<br>\nDie gerade begonnene Pilotphase, die zun&auml;chst Gesichter, sp&auml;ter auch auff&auml;lliges Verhalten erkennen soll, m&uuml;sste wegen der Unvereinbarkeit mit den Grundrechten unverz&uuml;glich beendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/automatische-gesichtsscanner-am-suedkreuz-pilotbetrieb-rechtlich-so-nicht-zulaessig\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NSU-Opferanw&auml;lte werfen Generalbundesanwalt Irref&uuml;hrung vor<\/strong><br>\nIn einem Brief an die &Ouml;ffentlichkeit melden sich die Anw&auml;lte der NSU-Opfer zu Wort. Darin kritisieren sie das Pl&auml;doyer der Bundesanwaltschaft scharf. Sie werfen ihm Irref&uuml;hrung durch verzweifeltes Festhalten an der &bdquo;Drei&ldquo;-T&auml;ter-These vor. MiGAZIN ver&ouml;ffentlicht den Brief im Wortlaut:<br>\nDie Bundesanwaltschaft hat mit ihrem Pl&auml;doyer versucht, die Deutungshoheit &uuml;ber den NSU-Komplex zur&uuml;ckzuerlangen. Sie hat sich aber nicht darauf beschr&auml;nkt, ihre lange &uuml;berholte &bdquo;Trio&ldquo;-These auszubuchstabieren, sondern gleichzeitig all diejenigen diffamiert, die ihre Sichtweise nicht teilen, wie unter anderem Obleute der parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;sse, Journalisten und Nebenkl&auml;gervertreter. Wer wie diese meint, dass der NSU mehr war als ein abgeschottetes &bdquo;Trio&ldquo; wurde von Dr. Diemer als &bdquo;Irrlicht&ldquo; bezeichnet und entsprechende &Auml;u&szlig;erungen als &bdquo;Fliegengesumme&ldquo;.<br>\nOberstaatsanw&auml;ltin Greger ging so weit zu behaupten, einige Nebenkl&auml;ger h&auml;tten ihren Mandanten &bdquo;versprochen&ldquo;, es h&auml;tte an den Tatorten &bdquo;rechte Hinterm&auml;nner&ldquo; gegeben. Daf&uuml;r h&auml;tten angeblich weder die Ermittlungen des BKA, noch die Untersuchungsaussch&uuml;sse, noch das Gerichtsverfahren in seinen 374 Hauptverhandlungstagen Anhaltspunkte erbracht.<br>\nDiese haltlose Behauptung unterstellt einigen Anw&auml;lten standeswidriges Verhalten, spricht den Mandanten ihr eigenes Urteilsverm&ouml;gen ab und f&uuml;hrt die &Ouml;ffentlichkeit in die Irre. Zugleich sind diese Angriffe Ausdruck der Schw&auml;che der Argumentation der Bundesanwaltschaft, es bleibt ihr nicht mehr als die blo&szlig;e Behauptung:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/08\/01\/brief-oeffentlichkeit-nsu-opferanwaelte-generalbundesanwalt\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Es wird einem mulmig, wenn man in Betracht zieht, dass sich die Aufkl&auml;rungsmuster auch nach dem Bekanntwerden des NSU in &auml;hnlicher Weise wiederholen k&ouml;nnten. Falls man sich jenseits von Beate Tsch&auml;pes Kleidungsstil f&uuml;r das Thema des NSU interessiert (&hellip;), bietet die Initiative &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/keupstrasseistueberall\/\">Keuptstra&szlig;e ist &uuml;berall<\/a>&rdquo; eine M&ouml;glichkeit sich &uuml;ber die wenig geh&ouml;rten Meinungen der Angeh&ouml;rigen der Opfer zu informieren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &raquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39491#h09\">Sorge vor zuviel Aufkl&auml;rung<\/a>&laquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;gmundur J&oacute;nasson &uuml;ber Europas Linke<\/strong><br>\n&bdquo;Hier haben wir es mit einigen Widerspr&uuml;chen zu tun. W&auml;hrend die institutionalisierte politische Welt nach rechts ger&uuml;ckt ist, gab es eine Radikalisierung an der Basis und im politischen Diskurs. Schauen Sie sich an, was mit Syriza in Griechenland passiert ist, wo die Erwartungen gro&szlig; waren und es dann zu einer Desillusionierung an der Basis kam. Das passierte zu einem gewissen Grade auch in Island, als wir, die Linke, 2009 durch einen radikalen Aufstieg an die Regierung kamen.<br>\nWir haben tats&auml;chlich viele gute Dinge getan und das Wichtigste, wir taten nicht, was die Rechte zweifelsohne getan h&auml;tte, n&auml;mlich den Schock der Krise zu nutzen, um zu privatisieren und die Infrastruktur zu verkaufen. Doch von uns wurde erwartet, dass wir einen systemischen Wandel einleiten, besonders in der Bankenwelt.<br>\nAls wir diese Erwartungen nicht erf&uuml;llten, waren viele Menschen von uns entt&auml;uscht, und das zu Recht. Wenn die institutionalisierte Welt der Politik nicht radikale L&ouml;sungen f&uuml;r extreme Zust&auml;nde bietet, besteht die Gefahr, dass diese zwei Welten auseinander treiben.<br>\nUnd das ist, was mit ungewissen und in manchen F&auml;llen mit alarmierenden Konsequenzen passiert. Die Linke &ndash; nicht zuletzt die sozialdemokratischen Parteien, aber auch die Sozialisten &ndash; m&uuml;ssen ihren Politikansatz &uuml;berdenken. Ich f&uuml;rchte, es steht ein langer und verwinkelter Weg bevor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12005\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Simulierter Lagerwahlkampf<\/strong><br>\nVor dem Seitenwechsel einer Abgeordneten in Niedersachsen drohte der Bundestagswahlkampf zum gewohnten Fiasko zu werden. Merkels Union marschiert unangefochten vorne weg und die SPD ist mal wieder ein Totalausfall, gefangen im 20-Prozent-Turm. Eine Forsa-Umfrage in der letzten Woche er&ouml;ffnete f&uuml;r die Union sogar die M&ouml;glichkeit von gleich mehreren Koalitionsoptionen. Neben Schwarz-Gelb ginge demnach auch Schwarz-Gr&uuml;n, Schwarz-Gelb-Gr&uuml;n und nat&uuml;rlich eine Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition.<br>\nSchwarz-Gelb scheint allerdings die neue Wunschkoalition zu sein. Zumindest wenn es nach dem Willen der Spender geht, die ihr Geld an die Parteien verteilen. &bdquo;Das Kapital will Lindner&ldquo; meinte Pascal Beucker daher letzte Woche in der taz.<br>\nDoch stimmt das wirklich? Dazu unten mehr. Schwarz-Gelb taugt zun&auml;chst einmal vor allem als Wahlkampfthema f&uuml;r die SPD, wie sich jetzt zeigt. An einem &bdquo;Horror f&uuml;r Deutschland&ldquo; arbeitet sich ein ansonsten blasser Chefwahlk&auml;mpfer Hubertus Heil dankbar ab. Er warnt und formuliert die Verhinderung von Schwarz-Gelb als Wahlziel.<br>\nNur was ist das Gegenmodell? Bislang hatte die SPD nicht viel anzubieten, als eine Fortsetzung der Gro&szlig;en Koalition. Daran hat sich auch nichts ge&auml;ndert. Nur w&uuml;rde eine Neuwahl in Niedersachsen als Ablenkungsman&ouml;ver helfen, weil man dort noch einen Lagerwahlkampf inszenieren kann. In Hannover regiert bekanntlich das letzte rot-gr&uuml;ne B&uuml;ndnis. (&hellip;)<br>\nDie Sozialdemokraten versprechen sich eine maximale Polarisierung durch die Inszenierung eines Lagerwahlkampfes. Doch die vermeintlichen Lager gibt es nicht. Schwarz-Gelb, als auch Rot-Gr&uuml;n oder Schwarz-Rot verk&ouml;rpern das schlichte &bdquo;Weiter so&ldquo;.<br>\nDer SPD wird es also kaum helfen, alles auf eine Karte zu setzen. Vielleicht mag Stephan Weil eine Intrige zu Recht erkannt haben, er und seine Genossen steigen aber voll darauf ein und liefern ein perfektes Ziel. Sie werden daher haushoch verlieren, so dass es am Ende wohl nicht einmal mehr zum Juniorpartner reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170806simulierter-lagerwahlkampf\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39520","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39520"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39520\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39523,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39520\/revisions\/39523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}