{"id":39547,"date":"2017-08-08T16:32:54","date_gmt":"2017-08-08T14:32:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39547"},"modified":"2017-08-18T10:57:28","modified_gmt":"2017-08-18T08:57:28","slug":"in-sieben-wochen-wird-bilanz-gezogen-dann-ist-schluss-mit-martin-schulz-und-der-gesamten-spd-fuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39547","title":{"rendered":"In sieben Wochen wird Bilanz gezogen. Dann ist Schluss mit Martin Schulz und der gesamten SPD-F\u00fchrung."},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170808-sieben-wochen-klein.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Seit 1998, einem Zwischenhoch der SPD, geht es mit ihr bei Wahlen und Umfragen permanent bergab. <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/\">Die letzten Umfragen<\/a> signalisieren, dass die Wahl am 24. September eine Katastrophe f&uuml;r die &auml;lteste Partei Deutschlands bringen wird: ca.23%. Bisher k&uuml;mmern solche tr&uuml;ben Aussichten das sozialdemokratische F&uuml;hrungspersonal anscheinend nicht. Und Schulz wird bedauert, als habe er nichts damit zu tun. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7288\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39547-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39547-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170809_In_sieben_Wochen_ist_Schluss_der_SPD_Fuehrung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dass es den f&uuml;hrenden Kr&auml;ften in der SPD gelegentlich nicht um die politische Gestaltung und die politischen Erfolge geht, sondern um ein eigenartiges &Uuml;berleben, ist 2005 und dann wieder 2009 sichtbar geworden. 2005 hat der damals amtierende Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der zusammen mit dem Parteivorsitzenden M&uuml;ntefering mutwillig die Regierungszeit um ein Jahr abgek&uuml;rzt und Neuwahlen angestrebt. Dabei war zu erwarten, dass sie die Kanzlermehrheit nicht wieder erreichen w&uuml;rden. Vermutlich war dem Parteivorsitzenden M&uuml;ntefering und dem amtierenden Bundeskanzler Schr&ouml;der die Absicherung der Agenda 2010 mehr wert als die sozialdemokratische Kanzlerschaft. So ist es auch gekommen. Bundeskanzlerin wurde Angela Merkel. Die gro&szlig;e Koalition regierte und machte mit der Agenda 2010 weiter.<\/p><p>2009 dann hat der damalige SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier, der eng mit der Agenda 2010 verflochten ist, die er als Kanzleramtschef zusammen mit Gerhard Schr&ouml;der durchgesetzt hatte, das bisher schlimmste Ergebnis f&uuml;r die SPD eingefahren: 23 %. Das ist gerade mal die H&auml;lfte des bisher besten Ergebnisses von 45,8 % der Zweitstimmen und 17,9% weniger als 11 Jahre zuvor, als 1998 die SPD mit Schr&ouml;der\/Lafontaine mit 40,9% den Wechsel von Kohl zu Rot-Gr&uuml;n schaffte.<\/p><p>Eigentlich w&auml;re die Halbierung auf 23 % ein Grund gewesen, Steinmeier zum Teufel zu jagen. Stattdessen hat er sich 2009 am Wahlabend von smarten, dunkel gekleideten jungen M&auml;nnern im Willy-Brandt-Haus als quasi Wahlsieger feiern lassen, wurde dann mit dem wichtigsten Amt des Fraktionsvorsitzenden bedacht und 2013 in der n&auml;chsten Gro&szlig;en Koalition Au&szlig;enminister und dann 2017 im Einvernehmen mit Merkel und der CDU\/CSU Bundespr&auml;sident.<\/p><p>Die Sanktionen f&uuml;r das miserable Ergebnis von 23 % im Jahre 2009 blieben also aus. Steinmeier ist die Treppe hinaufgefallen. Vermutlich dank seiner &bdquo;gro&szlig;en Leistung&ldquo;, dabei mitgeholfen zu haben, die SPD von sozialdemokratischer Programmatik und Praxis zu befreien.<\/p><p><strong>Jetzt steht zu bef&uuml;rchten, dass nach der Wahl am 24. September 2017 wieder nicht aufger&auml;umt wird.<\/strong><\/p><p>Ein Signal daf&uuml;r ist der in den gestrigen Hinweisen zitierte Kommentar von Heribert Prantl, immerhin eines bedeutenden Meinungsf&uuml;hrers der deutschen Publizistik, Innenpolitik-Chef und Mitglied der Chefredaktion der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Ihn zitiere ich, weil er symptomatisch ist f&uuml;r die Fehleinsch&auml;tzung des jetzigen Spitzenkandidaten der SPD, seiner Attraktivit&auml;t, seines Programms, seines Auftretens.<\/p><p>Heribert Prantl hat am 4. August einen eigenartigen Kommentar ins Blatt gehoben. &Uuml;berschrift und Einstieg lauten: <\/p><blockquote><p>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/niedersachsen-die-spd-verbrennt-1.3616339\">Die SPD verbrennt<\/a><\/strong><\/p>\n<p>F&uuml;r Martin Schulz ist der Machtverlust der Sozialdemokraten in Niedersachsen ein Desaster. Was hilft es ihm, dass er ungeheuer flei&szlig;ig ist und sich f&uuml;r seine Partei abstrampelt.<\/p>\n<p><em>Kommentar von&nbsp;Heribert Prantl<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und hier ein weiterer Absatz:<\/p><blockquote><p>\nDer Machtverlust der SPD in Niedersachsen ist f&uuml;r Kanzlerkandidat Martin Schulz der vierte Schlag nach den verlorenen Wahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Schulz kann einem schon fast leidtun. Er ist ungeheuer flei&szlig;ig, er strampelt sich ab, er bricht auf zu einer gewaltigen Wahlkampfreise durch die Republik &ndash; mit einem durchaus ordentlichen Programm, mit Slogans, die man gut goutieren kann. Aber der eigentliche Spruch, der Schulz begleitet, ist ein anderer, er h&auml;ngt oft in B&uuml;ros: &ldquo;L&auml;chle und sei froh, es k&ouml;nnte schlimmer kommen! Und ich l&auml;chelte, ich war froh &ndash; und es kam schlimmer!&rdquo; Der SPD und ihrem Kanzlerkandidaten bleibt der Mut der&nbsp;Verzweiflung.\n<\/p><\/blockquote><p>Hier wird so getan, als sei der Spitzenkandidat und Parteivorsitzende der SPD f&uuml;r das absehbare Desaster nicht verantwortlich. Prantl betont, der Kandidat Schulz sei flei&szlig;ig und breche zu einer gewaltigen Wahlkampfreise durch die Republik auf. Das sind Selbstverst&auml;ndlichkeiten. Das k&ouml;nnen die Mitglieder der SPD genauso wie die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler von einem Spitzenkandidaten erwarten und das hat jeder fr&uuml;here Spitzenkandidat auch so gehalten<\/p><p>Dann behauptet der gro&szlig;e Publizist, das Programm von Schulz und SPD sei &bdquo;durchaus ordentlich&ldquo; und der Wahlkampf sei von Slogans gepr&auml;gt, die man &bdquo;gut goutieren kann&ldquo;. <\/p><p><strong>Das ist alles Kappes.<\/strong><\/p><p><strong>Das Programm ist d&uuml;rftig<\/strong>, es enth&auml;lt keine vern&uuml;nftige, dauernde Revision der Agenda 2010, die Vorstellungen zur staatlich gef&ouml;rderten Betriebsrente sind von den Interessen der Versicherungswirtschaft gepr&auml;gt und nicht geeignet, die Altersarmut zu bek&auml;mpfen, und die SPD findet auch mit Schulz nicht zur&uuml;ck zu ihrem Markenzeichen, der Entspannungspolitik und Verst&auml;ndigungspolitik zwischen West und Ost, im konkreten Fall zwischen Deutschland und Russland. Es gibt keine Absage an die Interventionskriege, die auch Deutschland und die SPD in den letzten Jahren mitgemacht hat. Das Programm ist ohne Vision und Profil.<\/p><p>Wenn Schulz und die SPD gegen&uuml;ber der etablierten Bundeskanzlerin Merkel Punkte machen wollen, dann m&uuml;ssen sie sich ganz anders profilieren, dann muss klar werden, warum Merkel weg muss, und es muss eine Alternative auch grunds&auml;tzlicher Art geboten werden, eine wertorientierte Alternative. Davon am Ende dieses Textes noch ein bisschen mehr<\/p><p><strong>Und Slogans, die man &bdquo;goutieren kann&ldquo; &ndash; meint der Innenpolitikchef der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Hat er sich diese angeschaut?<\/strong><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170808-sieben-wochen.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Soll man diese L&uuml;ge, die zum Beispiel das Plakat zur Rente und Altersvorsorge pr&auml;gt, goutieren? Die Reformvorstellungen im Programm von Schulz und SPD sind nicht geeignet, daf&uuml;r zu sorgen, dass &bdquo;die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder gro&szlig; sind&ldquo; &ndash; ebenso wenig, wie die von der SPD und Rot-Gr&uuml;n propagierte Riester-Rente.<\/p><p>Es k&ouml;nnte sein, dass der Innenpolitikchef der S&uuml;ddeutschen Zeitung in seiner jetzigen Kommentierung gepr&auml;gt ist von einer wahrlich erstaunlichen Haltung zum neuen Spitzenkandidaten der SPD gleich zu Beginn, am 30.1.2017. Damals war folgendes in der S&uuml;ddeutschen Zeitung gedruckt:<\/p><blockquote><p>\n30. Januar 2017, 14:44 Uhr<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-schulz-hat-was-merkel-fehlt-1.3354443\">SPD &ndash; Schulz hat, was Merkel fehlt<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&Uuml;berschwang, Feuer, Begeisterung &ndash; das sind die Gaben des Martin Schulz. Der Kanzlerkandidat der SPD ist ein Mann mitten aus dem Leben, ein Populist im besten Sinne.<\/p>\n<p><em>Kommentar von&nbsp;Heribert Prantl<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die in diesem Text erkennbare Fehleinsch&auml;tzung durch den gro&szlig;en Innenpolitiker Heribert Prantl konnte ich schon damals, Ende Januar, nicht begreifen. Es war alles &uuml;bertrieben. Es entsprach auch nicht der Einsch&auml;tzung vieler Menschen, die sich die Person des Martin Schulz angeschaut haben und ihm zugeh&ouml;rt haben. Letzthin fragte mich eine Nachbarin aus einer Arbeiterfamilie und traditionell W&auml;hlerin der SPD und verunsichert wegen der allgemeinen Begeisterung f&uuml;r Martin Schulz in den Tagen seiner Nominierung, ob ich das verstehe. Sie begreife das nicht. Sie m&uuml;sse ihm nur zuh&ouml;ren und ihn anschauen. <\/p><p>Seltsam, Heribert Prantl lebt offenbar in einer anderen Welt und hat deshalb Stimmung gemacht, ohne den unmittelbaren menschlichen Eindruck zu beachten, den der fr&uuml;here Pr&auml;sident des europ&auml;ischen Parlaments, Martin Schulz, auf Menschen macht. <\/p><p>Wenn es in den Parteien und bei ihren Werbeagenturen Gremien g&auml;be, die Spitzenkandidaten in der Zeit des Fernsehens und der visuellen Kommunikation aussuchen sollten und daf&uuml;r Kriterien festlegen sollten, dann w&uuml;rde man auf Kriterien, die einem bei Martin Schulz enden lassen, nicht kommen. Martin Schulz ist wie Erich Ollenhauer, nur noch ein bisschen weniger bieder und auch ein bisschen weniger seri&ouml;s. Dazwischen lagen bei der SPD Willy Brandt, Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel, Oskar Lafontaine, Johannes Rau.<\/p><p>Schon der erste Blick auf den neuen Kandidaten, seine Gestik, sein Sprechen, und dann seine inhaltlichen Aussagen sind doch so, dass man keine nat&uuml;rliche und selbstverst&auml;ndliche Sympathie empfinden kann. So geht es zumindest meiner Nachbarin und so geht es mir und ich bin davon &uuml;berzeugt, dass es Hunderttausenden von Menschen in Deutschland so geht, dass ihre Einsch&auml;tzung und ihr Empfinden aber von der Propaganda f&uuml;r Martin Schulz im Zuge seiner Nominierung wie auch durch das Ergebnis von 100 % bei der Wahl zum Vorsitzenden einfach totgeschlagen worden sind. Jetzt bricht das Unbehagen auf, jetzt kommt die Offenbarung. <\/p><p><strong>Die Euphorie in Zeiten der Nominierung zwischen Januar und M&auml;rz 2017 hat den Spitzenkandidaten und seine Berater wie auch die SPD-F&uuml;hrung offenbar dazu verleitet, nicht dar&uuml;ber nachzudenken, mit welchem Programm, mit welchem Profil, mit welchen Themen, mit welchen Konflikten Angela Merkel aus dem Amt gehoben werden k&ouml;nnte.<\/strong><\/p><p>Publizisten wie Heribert Prantl sind zusammen mit anderen Multiplikatoren einschlie&szlig;lich einiger als links geltender Personen &ndash; siehe z.B. diesen Wahlaufruf der <a href=\"http:\/\/aktion-mehr-demokratie.de\/\">Aktion f&uuml;r mehr Demokratie<\/a> um Klaus Staeck &ndash; ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, dass Martin Schulz darauf verzichten konnte, ein wirklich progressives Programm aufzulegen und den substanziellen Konflikt mit Angela Merkel zu suchen und sich und die SPD damit zu profilieren. Sie haben zur Selbstgen&uuml;gsamkeit beigetragen, sie haben ihn nicht gezwungen, das Naheliegende zu tun. Das gilt bis heute. Auch heute f&uuml;hlt sich der Spitzenkandidat offenbar nicht dazu veranlasst, die auf der Stra&szlig;e liegenden M&ouml;glichkeiten zur Profilierung und zur Auseinandersetzung mit der regierenden Bundeskanzlerin zu nutzen. Ich will an wenigen Beispielen zeigen, was n&ouml;tig w&auml;re und welche Chancen es g&auml;be und gegeben hat:<\/p><p><strong>Erstens h&auml;tte Martin Schulz die Sanktionen der USA gegen&uuml;ber Russland und den damit ausge&uuml;bten Zwang auf Europa nutzen m&uuml;ssen, um zu sagen: Bis hierher und nicht weiter.<\/strong> Wir m&uuml;ssen uns aus der Vormundschaft der USA befreien. Wir m&uuml;ssen die Autonomie Europas von den USA anstreben. Wir wollen Frieden und Zusammenarbeit mit allen V&ouml;lkern Europas, auch mit den Russen, und wenn die USA das nicht mittragen, dann sollen sie gehen. Bei aller Freundschaft, aber wir wollen die imperialen Spielchen der USA nicht weiter mitmachen und auch nicht ihre Kriege mittragen. <\/p><p>Der SPD Spitzenkandidat hat die Chance nicht genutzt, die die Sanktionen des amerikanischen Kongresses f&uuml;r seine Profilierung bedeutet h&auml;tten. Er hat es jetzt auch dem FDP-Vorsitzenden Lindner &uuml;berlassen, in Sachen Krim einen Vorsto&szlig; der Verst&auml;ndigung mit Russland zu machen. Lindner wei&szlig; offensichtlich, wie man sich profiliert, und wie man von der SPD und den Gr&uuml;nen Stimmen abzieht. Schulz hat nichts kapiert und das gilt wohl f&uuml;r die gesamte SPD-F&uuml;hrung.<\/p><p><strong>Zweitens: Martin Schulz sollte endlich einmal sagen: Merkel muss weg! Und er sollte das in f&uuml;nf oder zehn Punkten begr&uuml;nden.<\/strong> F&uuml;nf Gr&uuml;nde, die sich jeder merken kann, und die endlich mit dem allgemein vermittelten Gef&uuml;hl aufr&auml;umen, diese Bundeskanzlerin habe gut regiert. Es muss den Leuten doch klarwerden, dass das nicht stimmt. Von der Austerit&auml;tspolitik, von der Dem&uuml;tigung Griechenlands bis zur Verlotterung unserer Infrastruktur und zu den Privatisierungswellen auf Kosten der Steuerzahler und der Menschen, die auf &ouml;ffentliche G&uuml;ter angewiesen sind &ndash; lauter Minuspunkte, &uuml;ber die aber nicht gesprochen wird.<\/p><p><strong>Drittens m&uuml;sste der SPD-Spitzenkandidat deutlich machen, in welcher Konstellation er den Wechsel in Berlin erreichen und die Macht f&uuml;r eine neue Koalition erobern will.<\/strong> Die Menschen wollen wissen, mit wem sich die SPD zusammentun will. Das war immer so. Es ist eine Illusion, es ist dumm, zu meinen, man k&ouml;nne die Koalition verschweigen, in der man antreten will. Wenn Schulz diesem Bed&uuml;rfnis entsprechen wollte, m&uuml;sste er allerdings die Feindseligkeit gegen&uuml;ber dem potentiellen linken Partner, der Linkspartei aufgeben. Wenn er das nicht tut, zwingt er eingefleischte Sozialdemokraten dazu, die Linkspartei zu w&auml;hlen.<\/p><p>Da Schulz nicht einmal die hier unter erstens genannte Profilierungschance nutzte und da er auch die beiden anderen wichtigen Punkte nicht beachtet, bleibt es wohl bei dem in den Umfragen erkennbaren Ergebnis von ca. 23%. Dann ist die Spitzenkandidatur erledigt und dann muss Schulz den SPD-Vorsitz niederlegen und am besten tritt der gesamte Vorstand zur&uuml;ck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170808-sieben-wochen-klein.png\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Seit 1998, einem Zwischenhoch der SPD, geht es mit ihr bei Wahlen und Umfragen permanent bergab. <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/\">Die letzten Umfragen<\/a> signalisieren, dass die Wahl am 24. September eine Katastrophe f&uuml;r die &auml;lteste Partei Deutschlands bringen wird: ca.23%. Bisher k&uuml;mmern solche tr&uuml;ben Aussichten das sozialdemokratische<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39547\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,122,191,190],"tags":[1550,802,718,2013,251,315,805,411,1193,252,1347,1500,505,1019],"class_list":["post-39547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-demoskopieumfragen","category-spd","category-wahlen","tag-agenda-2010","tag-betriebliche-altersvorsorge","tag-bundestagswahl","tag-entspannungspolitik","tag-muentefering-franz","tag-merkel-angela","tag-prantl-heribert","tag-schroeder-gerhard","tag-schulz-martin","tag-steinmeier-frank-walter","tag-wahlkampf","tag-wahlprogramm","tag-wahlslogan","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39547"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39565,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39547\/revisions\/39565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}