{"id":39569,"date":"2017-08-10T08:37:01","date_gmt":"2017-08-10T06:37:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569"},"modified":"2017-08-10T08:37:01","modified_gmt":"2017-08-10T06:37:01","slug":"hinweise-des-tages-2934","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h01\">Ein neuer staatlich gedeckter Betrug der Autobranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h02\">Vom Nutzen strukturell-institutioneller Erkl&auml;rungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h03\">Bundeshaushalt 2018: &bdquo;aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; und &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Entwurf)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h04\">Arbeitsdruck und Kontrolle im Job f&ouml;rdern AfD-Sympathie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h05\">Our Broken Economy, in One Simple Chart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h06\">Why the moaning? If anything can halt capitalism&rsquo;s fat cats, it&rsquo;s Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h07\">Ist eine gute Alterssicherung f&uuml;r alle m&ouml;glich? &ndash; Holger Balodis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h08\">Mietwohnungen Energetische Modernisierungen sind teuer &ndash; aber wenig effektiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h09\">Vom fragw&uuml;rdigen Wettbewerb der Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h10\">&Ouml;konom &uuml;ber Folgen der Finanzkrise: &bdquo;Das kann jederzeit wieder kommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h11\">USA-Nordkorea: Theaterdonner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h12\">Griff nach den Ressourcen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h13\">Corbyn tr&auml;umt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h14\">Franz&ouml;sische Sozialisten: Im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h15\">Was die Regierungsprogramme von CDU und SPD erwarten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39569#h16\">Wahl braucht Alternativen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein neuer staatlich gedeckter Betrug der Autobranche<\/strong><br>\nNachdem aufgeflogen ist, dass die Automobilbranche mit R&uuml;ckendeckung sukzessiver Regierungen unterschiedlicher Couleur die K&auml;ufer bei den Abgas- und Verbrauchswerten immer dreister betrogen hat, folgt nun das staatlich gedeckt Betrugsman&ouml;ver Teil 2, die Umweltpr&auml;mie.<br>\nDer Absatz ist aufgrund des Diesel-Skandals eingebrochen. Die Halden unverkaufter Neuwagen werden gr&ouml;&szlig;er. Die Autohersteller m&uuml;ssen die Preise kr&auml;ftig senken. Gleichzeitig werden sie von den Vorwahl-Politikern massiv bedr&auml;ngt, wenigstens so zu tun, als w&uuml;rden sie etwas zur Behebung des angerichteten Schadens beitragen. Was liegt da n&auml;her, als die ohnehin n&ouml;tigen Preissenkungen beim Neuwagenkauf von f&uuml;nf bis zehn Prozent des Listenpreises als Umweltrabatte zu deklarieren und so zu tun, als m&uuml;sse man daf&uuml;r einen alten Diesel aus dem Verkehr ziehen. Machen Sie mal die Probe aufs Exempel. Gehen sie zu einem VW-H&auml;ndler und fragen nach einem Nachlass vom Listenpreis &ndash; sagen wir beim Kauf eines gro&szlig;motorigen Touareg. Ich w&uuml;rde wetten, da ist einiges zu machen, auch ohne dass Sie einen alten Stinker ihr eigen nennen und aufgeben.<br>\nMan fragt sich: Wenn BMW f&uuml;r seine &bdquo;Umweltpr&auml;mie&ldquo; von 2000 Euro den Kauf eines Neuwagens mit weniger als 130g CO2-Austo&szlig; zur Bedingung macht: Kann BMW die Pr&auml;mie sp&auml;ter zur&uuml;ckfordern, wenn das Unternehmen dem Kunden nachweisen sollte, dass der CO2-Austo&szlig; nur auf dem Papier so niedrig ist? Und: Wenn VW die h&ouml;chste &ldquo;Umwelt&rdquo;-Pr&auml;mie von 10.000 Euro f&uuml;r den Kauf von Touareg-Dieselgro&szlig;schluckern bietet, liegt der Umweltaspekt dann vielleicht darin, dass man mit diesen Teilen ohnehin bald nicht mehr in St&auml;dte fahren darf &ndash; indirekte F&ouml;rderung des Nahverkehrs also?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/873-umweltpraemie\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Diesel-Abwrackpr&auml;mie hat mit Umweltschutz nichts zu tun<\/strong><br>\nVW, BMW und Daimler setzen auf alte Muster: hohe Rabatte f&uuml;r Ladenh&uuml;ter. Das f&uuml;hrt nicht zu besserer Luft, sondern ist ein Zeichen f&uuml;r wachsende Verzweiflung. [&hellip;]<br>\nAuf den zweiten Blick ist das Man&ouml;ver doch sehr durchsichtig. Es ist klar, dass die Autobauer, allen voran der sehr in Bedr&auml;ngnis geratene Wolfsburger Konzern mit seinen Marken wie VW, Audi, Porsche und Skoda, mit dem Angebot vor allem ihren Absatz unterst&uuml;tzen und den Dieselmotor retten wollen. Es war schon immer ein probates Mittel, den darbenden Verkauf zu stimulieren, indem man &uuml;ppige Rabattaktionen auf unattraktive Ware gew&auml;hrt. Das kann man in jedem Warenhaus bestaunen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/abgasskandal-die-diesel-abwrackpraemie-hat-mit-umweltschutz-nichts-zu-tun-1.3620573\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wie die Politik die Autoindustrie vor Bu&szlig;geldern sch&uuml;tzt<\/strong><br>\nDie EU schreibt abschreckende Sanktionen gegen Autohersteller vor, die Schummelsoftware einsetzen. Doch Minister Dobrindt lehnt abschreckende Bu&szlig;gelder ab.<br>\nDie EU-Vorgaben sind eigentlich klar: Autohersteller, die unzul&auml;ssige Abschalteinrichtungen einsetzen, um Abgaswerte zu manipulieren, sollen in den einzelnen Mitgliedsstaaten &ldquo;wirksam, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, abschreckend&rdquo; sanktioniert werden. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lehnt es ab, Bu&szlig;gelder gegen die Autokonzerne auf den Weg zu bringen. Ihm reichen R&uuml;ckrufaktionen der Autokonzerne und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Dabei zeigen seine eigenen Hausjuristen detailliert auf, wie auch Bu&szlig;gelder verh&auml;ngt werden k&ouml;nnten. Das zeigt eine interne f&uuml;nfseitige Expertise vom Mai 2016, die REPORT MAINZ vorliegt. Oliver Krischer, Obmann der Gr&uuml;nen im Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages h&auml;lt das f&uuml;r einen Skandal: &ldquo;Das, was die Bundesregierung im Moment praktiziert, ist quasi eine Einladung an die Trickser und Betr&uuml;ger in der Automobilindustrie, weiter zu machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/report\/dieselskandal-wie-die-politik-die-autoindustrie-vor-bussgeldern-schuetzt\/-\/id=233454\/did=20037636\/nid=233454\/hzj7l2\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Das ist nicht niedlich<\/strong><br>\nDer Begriff Schummelsoftware steht seit 2015 auch f&uuml;r die Vers&auml;umnisse im Dieselskandal. Nicht nur PolitikerInnen sparen klare Worte zu oft aus. Gerade in vielen Redaktionsstuben ist sprachliche Pr&auml;zision Mangelware, wenn es gilt, die Autoindustrie zu entlarven.<br>\nKlaus-Peter Murawski, als Chef der Staatskanzlei wichtigster Berater von Winfried Kretschmann, hat sich dieser Tage als &ldquo;Verantwortungsethiker&rdquo; ereifert, weil baden-w&uuml;rttembergischen MedienvertreterInnen einen &ldquo;Krieg gegen unseren Industriestandort f&uuml;hren&rdquo;. Belege nannte er nicht. Sie zu finden, w&auml;re ihm kaum gelungen. Gerade die Reaktionen auf den mit so viel Spannung erwarteten &ldquo;Nationalen Gipfel&rdquo; in der vergangenen Woche zeigten, dass im Gegenteil die spitzen Pfeile viel &ouml;fter gegen Umwelt- und Klimasch&uuml;tzer fliegen. &ldquo;Nicht genug, nicht genug, rufen nun am lautesten diejenigen, die am liebsten alle Autos aus dem Stadtverkehr ziehen m&ouml;chten, Gro&szlig;konzerne per se f&uuml;r halbkriminelle Vereinigungen halten und f&uuml;r die eine weitestgehend industriefreie Luftreinhaltung Vorrang vor dem Erhalt von Zigtausenden Arbeitspl&auml;tzen hat&rdquo;, posaunen beispielsweise die &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo;.<br>\nHalbkriminelle Vereinigungen? Rudi Hickel, der linke Wirtschaftsprofessor aus Bremen, beklagt seit den Neunzigern die einseitig neoliberale Ausrichtung beim gr&ouml;&szlig;ten Teil der schreibenden Zunft. Im Abgasskandal haben sich zwar mehrere Rechercheverb&uuml;nde und Redaktionen in der Republik gro&szlig;e Verdienste erworben. In Kommentaren und Analysen dagegen kommen die Bosse nach der bew&auml;hrten &ldquo;Ja, aber&rdquo;- Methode viel zu gut weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/332\/das-ist-nicht-niedlich-4528.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vom Nutzen strukturell-institutioneller Erkl&auml;rungen<\/strong><br>\nAuch wenn die &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland es kaum mehr wahrnimmt, ist die Eurokrise noch lange nicht &uuml;berwunden. Angesichts der Hartn&auml;ckigkeit der Krise ist die Bestimmung ihrer Ursachen nach wie vor von gro&szlig;er Brisanz.<br>\nInsbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist nicht nur in Griechenland, sondern auch in L&auml;ndern wie Italien und Spanien mit etwa 40% nach wie vor unertr&auml;glich hoch. Hier droht eine verlorene Generation heranzuwachsen. Die Zustimmung zur Europ&auml;ischen Union ist au&szlig;erhalb Deutschlands weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, auch wenn die unr&uuml;hmlichen Beispiele von Brexit und Trump etwas zur Stabilisierung der Union beigetragen haben.<br>\n&Uuml;ber die &ouml;konomischen Ursachen der Eurokrise hat sich in den vergangenen Wochen auf Makroskop eine Kontroverse abgezeichnet. Auf der einen Seite steht eine Artikelserie von Fritz Scharpf (hier, hier, hier und hier), die sich kritisch mit der Strategie einer &bdquo;erzwungen strukturellen Konvergenz&ldquo; zur &Uuml;berwindung der Eurokrise besch&auml;ftigt, auf der anderen Seite stehen einige Stellungnahmen von Heiner Flassbeck (hier und hier), der Scharpfs Interpretation ablehnt und stattdessen die Entstehung der Eurokrise auf ein Versagen der deutschen Wirtschaftspolitik zur&uuml;ck f&uuml;hrt.<br>\nDie Kontroverse zwischen Flassbeck und Scharpf ist recht typisch f&uuml;r die unterschiedliche Wahrnehmung von vielen Wirtschaftswissenschaftlern einerseits und Politikwissenschaftlern und Soziologen andererseits. Die meisten Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die Entstehung der Eurokrise das Resultat einer &bdquo;unvern&uuml;nftigen&ldquo; Wirtschaftspolitik, also prinzipiell auch vermeidbar gewesen ist. Keynesianer und Ordoliberale unterscheiden sich in Bezug auf diese Grundannahme kaum, auch wenn sie sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer &bdquo;vern&uuml;nftigen&ldquo; Wirtschaftspolitik haben.<br>\nJene Politikwissenschaftler &ndash; aus den Teildisziplinen der Vergleichenden und der Internationalen Politischen &Ouml;konomie &ndash; und Wirtschaftssoziologen, die sich systematisch mit der Entstehung der Eurokrise auseinander gesetzt haben, betonen hingegen zumeist die Unvermeidbarkeit schwerer Krisen, die sich aus dem Zusammenspannen sehr unterschiedlich verfasster &Ouml;konomien in einem Verbund starrer Wechselkurse und mit einer gemeinsamen Zentralbank ergeben. Verglichen mit der Perspektive der Wirtschaftswissenschaft spielen sie die M&ouml;glichkeit wirtschaftspolitischer &bdquo;Agency&ldquo; tendenziell herunter und betonen hingegen kurz- bis mittelfristige strukturelle Zw&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/vom-nutzen-strukturell-institutioneller-erklaerungen-der-eurokrise\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundeshaushalt 2018: &bdquo;aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; und &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Entwurf)<\/strong><br>\n&bdquo;Der Vorstandschef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Detlef Scheele, sieht die k&uuml;nftige Bundesregierung unter anderem bei der Finanzierung des Hartz-IV-Bereichs st&auml;rker gefordert. Ganz gleich wie die k&uuml;nftige Regierung aussehe &ndash; wenn man Langzeitarbeitslose st&auml;rker f&ouml;rdern und wieder in Arbeit bringen wolle, seien mehr Mittel f&uuml;r die Jobcenter notwendig &hellip;&ldquo; (Handelsblatt Online, 29. Juli 2017) Die gegenw&auml;rtige Regierung (CDU\/CSU und SPD) sieht dies offensichtlich anders. Das zeigt ein Blick in den von der Bundesregierung am 28. Juni 2017 beschlossenen Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2018. Siehe dazu die BIAJ-Kurzmitteilung vom 09. August 2018: Download_BIAJ20170809 (PDF: zwei Text- und drei Tabellenseiten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/954-bundeshaushalt-2018-aktive-arbeitsmarktpolitik-und-grundsicherung-fuer-arbeitsuchende-entwurf.html\">BAIJ<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Erwerbsarmut in Europa ist gestiegen &ndash; Grund daf&uuml;r ist eine Politik, die Arbeitslose dazu zwingt, um jeden Preis einen Job anzunehmen<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen in Europa sind arm, obwohl sie arbeiten. Am st&auml;rksten stieg die sogenannte Erwerbsarmut in den vergangenen Jahren in Deutschland. Das h&auml;ngt auch damit zusammen, dass Arbeitslose st&auml;rker unter Druck stehen, eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen.<br>\nZu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dorothee Spannagel, Daniel Seikel, Karin Schulze Buschoff und Helge Baumann. Die WSI-Forscher haben untersucht, wie sich arbeitsmarkt- und sozialpolitische Ma&szlig;nahmen, die Menschen schneller in Jobs bringen sollen, auf die Erwerbsarmut in 18 europ&auml;ischen L&auml;ndern ausgewirkt haben. Datengrundlagen sind die Europ&auml;ische Gemeinschaftsstatistik &uuml;ber Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) und eine OECD-Datenbank. [&hellip;]<br>\nDie Forscher k&ouml;nnen einen direkten Zusammenhang zwischen arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen und Erwerbsarmut belegen: W&auml;hrend niedrige Lohnersatz- und Sozialleistungen sowie strenge Auflagen f&uuml;r den Bezug von Transferleistungen zu h&ouml;herer Erwerbsarmut f&uuml;hren, wirken sich hohe Ausgaben f&uuml;r aktive Arbeitsmarktma&szlig;nahmen wie Aus- und Weiterbildung positiv aus: &bdquo;Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass eine Kombination aus investiver aktiver und passiver Arbeitsmarktpolitik in Form von ausk&ouml;mmlichen Lohnersatz- und Transferleistungen der beste Weg ist, um Erwerbsarmut zu bek&auml;mpfen.&ldquo; Immerhin sei der Mindestlohn ein erster Schritt zur Reduzierung der Armutsgef&auml;hrdung von Erwerbst&auml;tigen. Weitere Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Niedriglohnbereiches m&uuml;ssten folgen. M&ouml;glichkeiten der beruflichen Qualifikation und Weiterbildung sollten ausgebaut und f&uuml;r atypisch Besch&auml;ftigte beziehungsweise f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich ge&ouml;ffnet werden, empfehlen die Wissenschaftler. Hartz-IV-Leistungen sollten erh&ouml;ht, Sanktionen und Zumutbarkeitsregeln entsch&auml;rft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/die-erwerbsarmut-in-europa-ist-gestiegen-grund-dafuer-ist-eine-politik-die-arbeitslose-dazu-zwingt-um-jeden-preis-einen-job-anzunehmen\/\">Gewerkschaftsforum DO<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Orb&aacute;ns moderne Sklaverei<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Orb&aacute;n hat Ungarn zum &ldquo;Arbeitsstaat&rdquo; umgebaut und k&uuml;rzt Sozialleistungen. Im Interview erkl&auml;rt die Soziologin Zsuzsa Ferge, wie die Regierung Arbeitslose g&auml;ngelt &ndash; und die Wirtschaft des Landes ruiniert.<br>\nUngarns Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n pr&auml;sentiert sich vor heimischem Publikum gern als &ldquo;Anwalt der kleinen ungarischen Leute&rdquo;. Er habe sein Volk seit seinem Amtsantritt im Jahr 2010 aus der &ldquo;Sklaverei&rdquo; durch internationale Banken, Konzerne und Finanzspekulanten befreit. Es klingt beeindruckend, wenn Orb&aacute;n im achten Jahr seiner Amtszeit die sozialen und materiellen Verbesserungen f&uuml;r die zehn Millionen Ungarn aufz&auml;hlt: Seine Regierung lie&szlig; die Steuern und die Strom-, Gas- sowie Wohnbetriebskosten senken.<br>\nSie f&uuml;hrte Familien- und Kinderbeihilfen ein und schuf Hunderttausende neue Arbeitspl&auml;tze. Sie half Zehntausenden durch Fremdw&auml;hrungskredite verschuldeten Ungarn mit einem Umschuldungsprogramm zulasten ausl&auml;ndischer Banken und belegte ausl&auml;ndische Unternehmen mit Sondersteuern. &ldquo;Unorthodoxe Wirtschaftspolitik&rdquo; zum Wohl des ungarischen Volkes nennt Orb&aacute;n das. Andererseits hat Orb&aacute;n die Abschaffung des Sozialstaates und den Aufbau eines &ldquo;Arbeitsstaates&rdquo; zum Programm erhoben: Wer Sozialleistungen erh&auml;lt, soll zu Arbeit gezwungen werden. Die Regierung hat Ungarn damit sozial so tief gespalten wie nie zuvor seit dem Ende der kommunistischen Diktatur. Zu diesem Schluss kommt die ungarische Soziologin Zsuzsa Ferge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/viktor-orban-wirtschaft-und-armut-in-ungarn-moderne-sklaverei-a-1159108.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Halten die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; das Publikum wirklich f&uuml;r so einf&auml;ltig, dass es diesen fundamentalen Widerspruch nicht bemerkt? In Ungarn f&uuml;hren Sozialk&uuml;rzungen und ein Repressionsregime gegen Erwerbslose zu sozialer Polarisierung und in die &ldquo;moderne Sklaverei&rdquo;, in Deutschland werden dieselbe Ma&szlig;nahmen von denselben &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; als &ldquo;Jahrhundertreform&rdquo; und &ldquo;Geburtsstunde des Jobwunders&rdquo; bejubelt. Die Arbeitspflicht gibt es in Deutschland genauso, wer unter dem Hartz IV Regime Arbeitsangebote, egal welcher Qualit&auml;t diese auch sind, ablehnt, kann bis zu 100 Prozent sanktioniert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsdruck und Kontrolle im Job f&ouml;rdern AfD-Sympathie<\/strong><br>\nEine empirische Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung stellt erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen der konkreten Ausgestaltung des Arbeitslebens und politischen Neigungen zum Rechtspopulismus her.<br>\nObwohl die meisten Bundesb&uuml;rger ihre aktuelle Situation durchaus als zufriedenstellend bewerteten, h&auml;tten viele negative Zukunftserwartungen. Neben einem geringen Vertrauen in die demokratischen Institutionen spielen demnach konkrete Erfahrungen im Berufsleben eine wichtige Rolle als &raquo;Verst&auml;rker&laquo; von Sympathien zum rechten Populismus.<br>\nF&uuml;r die Untersuchung befragten der Soziologe und Wahlforscher Richard Hilmer, die Soziologieprofessorin Dr. Bettina Kohlrausch, die Soziologin Rita M&uuml;ller-Hilmer und der Politikwissenschaftler J&eacute;r&eacute;mie Gagn&eacute; im Januar und Februar 2017 rund 5000 vollj&auml;hrige Personen zu politischen Einstellungen, Wertorientierungen und Sichtweisen auf die Arbeitswelt.<br>\nAls Verst&auml;rker rechtspopulistischer Neigungen identifizieren die Forscher &raquo;ausgepr&auml;gte pers&ouml;nliche Zukunftssorgen&laquo; wie die finanzielle Absicherung im Alter oder die Zukunft der eigenen Kinder. 67 Prozent der AfD-W&auml;hler hegen solche Sorgen, in der Gesamtbev&ouml;lkerung sind es dagegen nur 46 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060044.arbeitsdruck-und-kontrolle-im-job-foerdern-afd-sympathie.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Wer w&auml;hlt Rechtspopulisten? Erfahrung von Unsicherheit und Kontrolle im Arbeitsleben sowie Zukunftssorgen wichtige Faktoren<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110284.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die 60-seitige Studie k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_fofoe_WP_044_2017.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alle Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Nimmt man aber hier das &ldquo;sich abgeh&auml;ngt f&uuml;hlen&rdquo;, die Abstiegs&auml;ngste als Motivation und die Wahrnehmung, &ldquo;meine Meinung hat keinen Einfluss&rdquo;, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die AfD das direkte Ergebnis der politisch gewollten Entsicherung der Arbeitswelt und der behaupteten &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; bestimmter politischer Entscheidungen (vor allem wechselnder Bundesregierungen). Oder anders ausgedr&uuml;ckt, die AfD ist in den 1990er Jahren vorbereitet und mit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; gegr&uuml;ndet worden, auch wenn die kritische Masse und die tats&auml;chliche Realisierung erst ein paar Jahre sp&auml;ter sichtbar wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Our Broken Economy, in One Simple Chart<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170810-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170810-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nMany Americans can&rsquo;t remember anything other than an economy with skyrocketing inequality, in which living standards for most Americans are stagnating and the rich are pulling away. It feels inevitable.<br>\nBut it&rsquo;s not.<br>\nA well-known team of inequality researchers &mdash; Thomas Piketty, Emmanuel Saez and Gabriel Zucman &mdash; has been getting some attention recently for a chart it produced. It shows the change in income between 1980 and 2014 for every point on the distribution, and it neatly summarizes the recent soaring of inequality.<br>\nThe line on the chart (which we have recreated as the red line above) resembles a classic hockey-stick graph. It&rsquo;s mostly flat and close to zero, before spiking upward at the end. That spike shows that the very affluent, and only the very affluent, have received significant raises in recent decades.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2017\/08\/07\/opinion\/leonhardt-income-inequality.html\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr gut illustriert. In Deutschland s&auml;he der Chart &uuml;brigens fast genau so aus &hellip; nur das hier im unteren Bereich sogar Reallohnk&uuml;rzungen realisiert werden, die Skala auf der Ordinatenachse also sogar in den Minusbereich gehen w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wo sind nur die Reichen hin?<\/strong><br>\nWie sind die Verm&ouml;gen in Deutschland verteilt? Diese Frage kann niemand genau beantworten. Das hat politische Gr&uuml;nde &ndash; und Folgen: So wissen die meisten B&uuml;rger nicht, wie ungerecht die Verteilung wirklich ist. Das best&auml;tigt eine neue Studie der Universit&auml;t St. Gallen. Einige Fakten und ein Blick in die Wahlprogramme der Parteien k&ouml;nnen hier weiterhelfen.<br>\nDie meisten Menschen in Deutschland wissen nicht, wie reich die Reichen eigentlich sind. Ja, die Mehrheit h&auml;lt sich sogar f&uuml;r wohlhabend, ohne verm&ouml;gend zu sein, weil ihr Wohlbefinden f&uuml;r sie mehr z&auml;hlt als Geld. Das haben entsprechende Umfragen immer wieder gezeigt. Zu diesen Erkenntnissen passt eine neue Studie der Universit&auml;t St. Gallen (exklusiv auf Spiegel Online), die herausfinden wollte, wie B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Verteilung des Verm&ouml;gens hierzulande einsch&auml;tzen. Zudem fragten sie die repr&auml;sentative Gruppe der Untersuchten, was sie f&uuml;r gerecht halten und welche Partei sie w&auml;hlen.<br>\nDas Ergebnis ist klar: Die Befragten untersch&auml;tzen dramatisch die Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen. Sie gingen durchschnittlich davon aus, dass das reichste F&uuml;nftel 53 Prozent des Nettoverm&ouml;gens besitzt, w&auml;hrend es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2013 sogar 74 Prozent waren. Beim &auml;rmsten F&uuml;nftel war es &auml;hnlich. Die Befragten glaubten, dass die Armen zusammen 13 Prozent des Nettoverm&ouml;gens besitzen. Tats&auml;chlich jedoch haben sie gar nichts, weil die Summe ihrer Schulden h&ouml;her ist als der Wert ihres Besitzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++a00cdb96-7cee-11e7-98ee-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Why the moaning? If anything can halt capitalism&rsquo;s fat cats, it&rsquo;s Brexit<\/strong><br>\nJeremy Corbyn is not the first leader of the Labour party to have form as a Eurosceptic. Hugh Gaitskell was so fearful of the drive for European political union that he warned about Britain ending a thousand years of history as an independent state. Clement Attlee was no big fan of what was then called the common market either.<br>\nBut this was all a long time ago. Under a succession of leaders starting with Neil Kinnock, Labour warmed to Europe. In the 1980s, with Thatcherism rampant at home, the party saw Brussels as providing protection from free-market zealotry. In the 1990s, under Tony Blair, the feeling was that globalisation had made the nation state redundant.<br>\nEven so, a small number of Labour MPs remained unreconciled. They pointed out that Labour&rsquo;s love affair with Europe began just as Europe&rsquo;s economic performance started to deteriorate. They opposed the Maastricht treaty that paved the way for the single currency on the grounds that it would create an undemocratic central bank with deflationary tendencies.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/jul\/21\/capitalism-fat-cats-brexit-leaving-eu\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.:<\/strong> Apropos Brexit: das hier ist ein bemerkenswerter Artikel des Guardian Wirtschaftsredakteurs &ndash; er best&auml;tigt, was teile der Linken schon immer sagen. Mit diesen EU-Vertr&auml;gen ist eine andere, sehr viel sozialere Politik gar nicht m&ouml;glich. Und neue Vertr&auml;ge sind derzeit kaum in Aussicht und wenn, m&uuml;ssten alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ist eine gute Alterssicherung f&uuml;r alle m&ouml;glich? &ndash; Holger Balodis<\/strong><br>\nHolger Balodis befasst sich seit &uuml;ber 20 Jahren mit dem Thema Altersvorsorge und vertritt die These: Eine gute und bezahlbare Alterssicherung ist f&uuml;r alle m&ouml;glich &ndash; auch deutlich &uuml;ber der derzeitigen Grundsicherung. Seine Ideen stellt er in der WDR 5 Redezeit vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-neugier-genuegt-redezeit\/audio-ist-eine-gute-alterssicherung-fuer-alle-moeglich---holger-balodis-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mietwohnungen Energetische Modernisierungen sind teuer &ndash; aber wenig effektiv<\/strong><br>\nUnd noch ein Problem zeigt die Erhebung des Mietervereins. Denn obwohl ein Gro&szlig;teil der Modernisierungen der energetischen Sanierung dient, f&uuml;hren die Ma&szlig;nahmen zun&auml;chst nicht zu verringerten Nebenkosten. Im Jahr nach der Modernisierung verlangen die Vermieter laut der Studie weiterhin die alten Vorauszahlungen &ndash; offenbar, weil sie nicht darauf vertrauten, dass die vermutete Energieeinsparung tats&auml;chlich erreicht werde.<br>\nNur bei einer sehr kleinen Fallzahl sei nach der Modernisierung eine tats&auml;chliche Verringerung des Energieverbrauchs festgestellt worden, so der Mieterverein. Dabei sank der Energieverbrauch f&uuml;r Heizw&auml;rme von vorher 138 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfl&auml;che j&auml;hrlich auf 102,94 Kilowattstunden. Bei einem Preis von 8 Cent je Kilowattstunde erg&auml;be sich daraus eine Einsparung von 2,80 Euro pro Quadratmeter j&auml;hrlich.<br>\nDas w&uuml;rde bei einer 70 Quadratmeter gro&szlig;en Wohnung eine Einsparung in H&ouml;he von knapp 200 Euro j&auml;hrlich bedeuten. Dem gegen&uuml;ber st&uuml;nden anteilige Ausgaben f&uuml;r die energetische Modernisierung der Wohnh&auml;user in H&ouml;he von mehr als 1300 Euro pro Jahr. Die Mieterh&ouml;hungen durch Modernisierungen w&uuml;rden also &bdquo;in keinen vern&uuml;nftigen Verh&auml;ltnis&ldquo; zur Heizkostenersparnis stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/mietwohnungen-energetische-modernisierungen-sind-teuer---aber-wenig-effektiv-28137562\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vom fragw&uuml;rdigen Wettbewerb der Krankenkassen<\/strong><br>\nSeit Jahren m&uuml;ssen die Versicherten mehr Geld f&uuml;r ihre Gesundheit bezahlen. Die Kassen schieben das auf gestiegene Kosten im Gesundheitswesen. Doch ist das allein der Grund? Ein gemeinsamer Schwerpunkt von Deutschlandfunk und ZDFzoom zeigt die versteckten Folgen des Wettbewerbs in der Krankenversicherung.<br>\nDer Wettbewerb der Krankenkassen in Deutschland wird intensiver. 113 Gesetzliche Krankenversicherungen k&auml;mpfen um 220 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds. Nach Recherchen von ZDFzoom und dem Deutschlandfunk bedienen sie sich dabei auch fragw&uuml;rdiger Praktiken.<br>\nZiel der Politik ist eigentlich, dass der Wettbewerb zu einer h&ouml;heren Effektivit&auml;t und besseren Versorgung bei den Kassen f&uuml;hren soll. Doch Statistiken belegen: Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen steigen auch die Kosten f&uuml;r Werbung, Marketing und Verwaltung in den vergangenen Jahren kontinuierlich an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wie-gut-ist-vielfalt-vom-fragwuerdigen-wettbewerb-der.724.de.html?dram:article_id=392987\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber Folgen der Finanzkrise: &bdquo;Das kann jederzeit wieder kommen&ldquo;<\/strong><br>\nSpekulationen mit US-Hypotheken l&ouml;sten die globale Finanzkrise aus. Banken haben daraus eines gelernt, erkl&auml;rt Martin Hellwig: Der Staat rettet sie notfalls.<br>\ntaz: Herr Hellwig, die Finanzkrise ist nun offiziell zehn Jahre alt. Was war am 9. August 2007 so besonders, dass er nun als Beginn des weltweiten Crashs gilt?<br>\nMartin Hellwig: Am 9. August 2007 verweigerte ein Fonds der franz&ouml;sischen Bank BNP Paribas die R&uuml;cknahme von Anteilen. Da merkte man, dass die Krise nicht nur die USA betraf. Tats&auml;chlich begann die Krise schon im Sommer 2006, als die Immobilienpreise in den USA sanken und die Hypothekenschuldner nicht mehr p&uuml;nktlich zahlten. Noch vor Jahresende 2006 gingen die Kurse vieler Verbriefungen alsbald in den Keller. Aber erst im August 2007 nahm man das als globale Krise wahr. Dabei gab es schon Anfang 2007 sehr genaue Analysen der Krise der Immobilienkredite in den USA, aber man hielt das f&uuml;r unbedeutend in Relation zum globalen Finanzsystem. Ab August 2007 sah man das anders.<br>\nWarum war die Immobilienblase in den USA so viel desastr&ouml;ser als die Dotcom-Blase um 2000?<br>\nImmobilienkrisen sind immer gef&auml;hrlich. In den Industriel&auml;ndern machen Immobilien rund die H&auml;lfte des privaten Verm&ouml;gens aus, und ihre Werte sind hoch korreliert. Zudem werden viele Immobilien &uuml;ber Bankkredite finanziert. Gr&ouml;&szlig;ere Verluste treffen sofort auch die Banken. In diesem Fall weltweit, da die Verbriefungen der US-amerikanischen Hypotheken weltweit gehalten wurden, und das praktisch ohne Eigenkapital. Da war alsbald die Solvenz vieler Institute gef&auml;hrdet. Zum Vergleich: Die Dotcom-Krise hatte ein Mehrfaches an Anfangsverlusten, aber die trafen vor allem Fonds, zum Beispiel Pensionsfonds. F&uuml;r die Pensionssparer war das bitter, aber die Kreditvergabe der Banken war nicht betroffen, und die Konjunktur brach viel weniger stark ein.<br>\nIn Deutschland h&auml;lt sich aber hartn&auml;ckig die Idee, dass Finanzkrisen durch Aktiencrashs ausgel&ouml;st werden.<br>\nDas ist falsch. Auch f&uuml;r die Weltwirtschaftskrise waren die Bankenkrisen von 1931 viel wichtiger als der B&ouml;rsenkrach von 1929. Aber es ist moralisch viel befriedigender, das &bdquo;Spielkasino&ldquo; der B&ouml;rse als Quelle des &Uuml;bels anzuprangern.<br>\nHaben Wirtschaft und Politik aus der letzten Finanzkrise gelernt?<br>\nDie Banken haben gelernt, dass sie in der Krise vom Staat gerettet werden. Sie haben das immer schon vermutet, aber jetzt wissen sie es genau. Und ihre Gl&auml;ubiger wissen es auch und verlangen entsprechend niedrige Zinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oekonom-ueber-Folgen-der-Finanzkrise\/!5433047\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA-Nordkorea: Theaterdonner?<\/strong><br>\nDie Situation auf der koreanischen Halbinsel ist komplex (siehe IMI-Analyse 2017\/030) und hoffentlich gibt es auch den ein oder andern Berater Donald Trump, der den US-Pr&auml;sidenten genau darauf hinweist. Aktuell drehen seine &Auml;u&szlig;erungen auf Berichte, Nordkorea habe Fortschritte bei seinem Atom- und Raketenprogramm gemacht, erheblich an der Eskalationsspirale. Gestern drohte Trump Nordkorea eine Reaktion an, &bdquo;Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat&ldquo;. Prompt reagierte Nordkorea heute mit der Drohung, den US-St&uuml;tzpunkt Guam anzugreifen, da die dortigen US-Streitkr&auml;fte einen Angriff auf das Land vorbereiten w&uuml;rden. So beunruhigend dies ist, dem Korrespondenten des Deutschlandfunks ist wohl zuzustimmen, dass zum Gl&uuml;ck auch einiges gegen eine Totaleskalation spricht: &bdquo;Der Asien-Korrespondent des Deutschlandfunks, Hanefeld, spricht dennoch von &sbquo;Theaterdonner&lsquo;. Er sagte im Deutschlandfunk, wenn Trump tats&auml;chlich Nordkorea &uuml;berfallen wolle, m&uuml;sse er sich in der Sache zuvor mit China und Russland einigen. Aber: Beide L&auml;nder wollten &sbquo;um Gottes Willen keinen Krieg in Ostasien &ndash; und das wei&szlig; auch Kim.&lsquo; Analog sei die Drohung Pj&ouml;ngjangs mit einem &Uuml;berfall auf Guam zu verstehen: &sbquo;Eine einzige Bombe auf Guam &ndash; und Nordkorea ist weg.&lsquo;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/09\/usa-nordkorea-theaterdonner\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Griff nach den Ressourcen<\/strong><br>\nKonzerne der EU-Staaten sichern sich Zugang zu Ackerfl&auml;chen weltweit. Spielraum f&uuml;r Kleinbauern verringert sich<br>\nDie Zeit der Kolonialreiche ist formal vorbei. Und doch erinnert nicht nur der Gestus, mit dem westliche Politiker und Wirtschaftsbosse, nicht zuletzt deutsche, gegen&uuml;ber ihren afrikanischen oder asiatischen Kollegen auftreten, an diese unselige Epoche. Da wird zwar viel von &raquo;Partnerschaften&laquo; auf &raquo;Augenh&ouml;he&laquo; geredet. Doch die Bedingungen stellen Agrar- und andere Konzerne aus der EU und den USA, so beim &raquo;Marshallplan mit Afrika&laquo;, f&uuml;r den die Bundesregierung w&auml;hrend des G-20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg warb. Und die Unternehmen haben genau wie die Regierungen der Europ&auml;ischen Union handfeste Interessen, deren Durchsetzung letztlich das Ziel sogenannter Entwicklungspartnerschaften ist. Insofern ist es logisch, dass Expertinnen und Wissenschaftler aus afrikanischen L&auml;ndern bei der Erarbeitung des &raquo;Marshallplans&laquo; nicht konsultiert wurden.<br>\nWie und in welchem Umfang EU-Agrarkonzerne und -Staaten sich beispielsweise die Kontrolle &uuml;ber Agrarfl&auml;chen in Afrika sichern, ist in einer Studie dargelegt, die im Auftrag des Europaparlaments erstellt und im Mai ver&ouml;ffentlicht wurde. Danach steht Deutschland an sechster Stelle, was den Einfluss hiesiger Unternehmen auf L&auml;ndereien au&szlig;erhalb von Europa betrifft. Insgesamt kontrollieren BRD-Unternehmen demnach &raquo;nur&laquo; knapp 310.000 Hektar in Nicht-EU-Staaten. Mit Abstand die gr&ouml;&szlig;ten &raquo;Landgrabber&laquo; sind der Untersuchung zufolge britische Konzerne. Sie verf&uuml;gen au&szlig;erhalb der EU &uuml;ber fast zwei Millionen Hektar. Die Nutzung der L&auml;ndereien durch europ&auml;ische Firmen geht fast immer mit Vertreibungen einher. Familien, die sich bislang selbst ern&auml;hren konnten, werden ihrer Existenz beraubt und fristen vielfach ein elendes Dasein als unterbezahlte Tagel&ouml;hner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/beilage\/art\/315467\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Corbyn tr&auml;umt weiter<\/strong><br>\nLabour-Chef Jeremy Corbyn tut sich schwer damit, Maduros Politik zu kritisieren. Der Wunsch nach einem funktionierenden Sozialismus scheint zu gro&szlig;. (&hellip;)<br>\nDer bis vor Kurzem noch als linker Kauz verschriene Politiker, den seine Partei 2016 noch loswerden wollte, steht schon seit einiger Zeit auf der ganz gro&szlig;en politischen B&uuml;hne und damit bekommen auch seine Worte mehr Gewicht.<br>\nGanz zum Leid seiner Partei. Denn wie gut Corbyn auch in den Umfragewerten dastehen mag, er bleibt immer noch Corbyn: Das sieht man aktuell vor allem beim Thema Venezuela. &hellip;<br>\nW&auml;hrend man eine solche Entwicklung in anderen L&auml;ndern &ndash; Beispiel T&uuml;rkei &ndash; sofort mit einer Verwandlung in eine Diktatur gleichsetzt, schafft es Corbyn anscheinend nicht, diese Tatsache mit seinem Traum vom funktionierenden Sozialismus in Einklang zu bringen.<br>\nOb das nun daran liegt, dass er ein Problem damit hat, seinen eigenen Worten aus der Vergangenheit zu widersprechen, oder damit, dass er tats&auml;chlich nicht sieht oder sehen will, was da gerade in Venezuela passiert, ist im Endeffekt egal. So oder so ist ein derartiges Abstreiten der Realit&auml;t f&uuml;r einen Mann in seiner Position untragbar. Vielleicht geh&ouml;rt er einfach doch eher an den politischen Rand &ndash; oder schlichtweg in die Vergangenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5433032\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Einmal mehr betreibt die taz das Gegenteil von kenntnisreicher, differenzierter Berichterstattung. Als Meinungsbeitrag w&auml;re der Artikel von taz-Autorin Pola Kapuste unqualifiziert und polemisch. Als Bericht strotzt er von Ignoranz und Hetze: Nichts &uuml;ber Hintergr&uuml;nde der Konflikte in Venezuela sowie &uuml;ber Ziele und Interessen der Beteiligten (einschlie&szlig;lich USA), daf&uuml;r eine Menge Desinformation &uuml;ber Labour und Corbyn. Dumme, hetzerische Meinungsmache.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Sozialisten: Im freien Fall<\/strong><br>\nNach der Wahlniederlage im Juni versuchen die Sozialisten, sich neu aufzustellen. Die Bem&uuml;hungen scheinen aber nicht zu fruchten, im Gegenteil: Der Mitgliederschwund h&auml;lt an und wie es aussieht, hat die franz&ouml;sische Partei so gro&szlig;e Geldsorgen, dass sie sogar ihren alten Stammsitz verkaufen muss.<br>\nIn der Nationalversammlung ist nicht einmal mehr der Name geblieben: als Fraktion &ldquo;Neue Linke&rdquo; treten die 31 Abgeordneten der Sozialistischen Partei an, jener Partei, die in der vergangenen Legislaturperiode 295 Sitze in der Nationalversammlung hatte, die in beiden Kammern des Parlaments die Mehrheit besa&szlig; und die den Staatspr&auml;sidenten stellte.<br>\nDoch das Scheitern dieses Pr&auml;sidenten Hollande, der zuletzt mit seiner marktliberalen Politik das Gegenteil dessen vertrat, was er im Wahlkampf 2012 versprochen hatte, f&uuml;hrte zur Spaltung der Partei. Ihre Zustimmungswerte brachen dramatisch ein, ihr Pr&auml;sidentschaftskandidat Beno&icirc;t Hamon kam auf gerade mal 6,36 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Mitgliederschwund soll erheblich sein, genaue Zahlen gibt es nicht. Und auch das fr&uuml;here politische Spitzenpersonal zog sich zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/franzoesische-sozialisten-im-freien-fall.795.de.html?dram:article_id=393067\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was die Regierungsprogramme von CDU und SPD erwarten lassen<\/strong><br>\nDas Ergebnis der Bundestagswahl im September ist absehbar. CDU\/CSU werden die st&auml;rkste Fraktion werden, brauchen jedoch einen oder mehr Koalitionspartner f&uuml;r eine stabile Mehrheit. Die SPD wird &ndash; aller Voraussicht nach &ndash; die zweitst&auml;rkste Fraktion werden. Und sich &ndash; trotz etwaiger Beteuerungen im Wahlkampf &ndash; einer erneuten Regierungsbeteiligung nicht verschlie&szlig;en. Die drei Parteien der derzeitigen Gro&szlig;en Koalition werden also mit ziemlicher Sicherheit auch nach der Wahl wieder Koalitionsverhandlungen f&uuml;hren. Sie k&ouml;nnten einen vierten bzw. f&uuml;nften Koalitionspartner brauchen. Was aller Voraussicht nach die FDP und\/oder B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen an den Verhandlungstisch bzw. in die Mitregierung bringt.<br>\nDie AfD wird, egal wie viele Prozente sie erh&auml;lt, bei der Regierungsbildung keine Rolle spielen, sofern die anderen Parteien bei ihrer Aussage gegen eine Koalition mit der AfD bleiben. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Linken ist nicht ersichtlich. AfD und Linke werden also die Opposition im 19. Deutschen Bundestag bilden, ggf. unterst&uuml;tzt von den Gr&uuml;nen oder der FDP, sofern diese es nicht schaffen, einen Platz in der erweiterten gro&szlig;en Koalition zu erringen.<br>\nWas ist also f&uuml;r die Politik der Inneren Sicherheit in der n&auml;chsten Wahlperiode zu erwarten? Mit dieser Fragestellung haben wir uns die Regierungs- bzw. Wahlprogramme der Parteien angesehen, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit an den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl beteiligt sein werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/was-die-regierungsprogramme-von-cdu-und-spd-erwarten-lassen-5897\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahl braucht Alternativen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Medien die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit auf die Bundestagswahl zu lenken suchen, verh&auml;lt sich das Volk, von dem doch alle Staatsgewalt ausgeht, dem Gro&szlig;ereignis gegen&uuml;ber geradezu gleichg&uuml;ltig. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis erhofft sich von der Wahl niemand einen Einfluss auf Ziele und Richtung der Politik. (Werden meine Freunde dennoch w&auml;hlen gehen?) Dieser Personenkreis ist nicht repr&auml;sentativ &ndash; oder doch? Laut Statistik ist gerade mal ein\/e B&uuml;rgerIn von 25 (also vier Prozent) der &Uuml;berzeugung, Wahlen k&ouml;nnten die Richtung der Politik in starkem Ma&szlig; bestimmen. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit von 96 Prozent vertritt dagegen die Meinung, durch Wahlen k&ouml;nnte man nur ein wenig oder gar nichts bestimmen(&hellip;).<br>\nDie Einsicht ist weit verbreitet, dass nur ein radikales Umdenken und Umsteuern die Welt vor den drohenden (und abzusehenden) Katastrophen zu bewahren vermag. Aber die meisten PolitikerInnen an der Spitze von Regierung und Parteien diffamieren diejenigen, die dieses Umsteuern zum Programm machen, als &raquo;nicht regierungsf&auml;hig&laquo;. Spitzenpolitiker wie Schulz, Oppermann, Trittin, Kraft oder Hoffmann (DGB) &ndash; und solche von der CDU\/CSU sowieso &ndash; werden nicht m&uuml;de, die Forderung der Linken nach effektivem Abbau der Ungleichheit und nach Entmilitarisierung als Beweis ihrer Regierungsunf&auml;higkeit zu brandmarken. Sie wollen es nicht wahrhaben &ndash; oder wollen es vertuschen &ndash;, dass die t&auml;glich erfahrbaren Beweise ihrer eigenen &raquo;Regierungsf&auml;higkeit&laquo;, also Ungleichheit und Kriege, von einer breiten Mehrheit abgelehnt werden.<br>\nEs w&auml;re offensichtlich naiv anzunehmen, die Regierung bem&uuml;he sich um die Umsetzung des Wunsches breiter Mehrheiten nach Frieden und Gerechtigkeit. Wahlen stellen f&uuml;r sie, die doch nur die Angestellten der Bev&ouml;lkerung sind, ein Stimmungsbild dar; dem entnehmen sie, wo kleine Zugest&auml;ndnisse unumg&auml;nglich oder f&uuml;r die Befriedung g&uuml;nstig sind und an welchen Stellen schnell Fakten zugunsten des Kapitals oder der Konzerne geschaffen werden m&uuml;ssen, siehe Autobahnprivatisierung oder Aufr&uuml;stung &ndash; gegen die Forderungen der Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/14-2017&amp;textfile=4010\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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