{"id":3957,"date":"2009-05-22T16:10:37","date_gmt":"2009-05-22T14:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3957"},"modified":"2014-01-28T10:33:36","modified_gmt":"2014-01-28T09:33:36","slug":"70-prozent-der-deutschen-wuerden-koehler-waehlen-wie-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3957","title":{"rendered":"70 Prozent der Deutschen w\u00fcrden K\u00f6hler w\u00e4hlen. \u2013 Wie das?"},"content":{"rendered":"<p>Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verk&uuml;ndet. Genau 60 Jahre sp&auml;ter d&uuml;rfte Horst K&ouml;hler zum zweiten Mal zum Bundespr&auml;sident gew&auml;hlt werden. Die Wahl in der Bundesversammlung ist weitgehend Formsache, dort spiegeln sich die Mehrheiten im Bundestag und in den L&auml;nderparlamenten wieder und dort haben eben Schwarz-gelb zusammen mit den gleichfalls konservativen freien W&auml;hlervereinigungen eine knappe Mehrheit. Diese konservative Mehrheit ergibt sich daraus, dass die SPD seit der letzten Wahl zum Staatsoberhaupt eine Wahl nach der anderen verloren hat, zuletzt in Bayern und Hessen. Es reicht also nicht einmal mehr zu einer Mehrheit von Rot-rot-gr&uuml;n. K&ouml;hler profitiert also vor allem vom Niedergang der SPD.<br>\nDas ist aber nur die parteipolitische Seite der Pr&auml;sidentenwahl.<br>\nViel deprimierender ist allerdings, dass K&ouml;hler, wenn er direkt vom Volk gew&auml;hlt w&uuml;rde noch eine viel deutlichere Mehrheit erhielte.<br>\nWie ist es zu erkl&auml;ren, dass ein Hardliner des Weiter-so in der Bev&ouml;lkerung eine derart unkritische Unterst&uuml;tzung und Sympathie erf&auml;hrt? Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nK&ouml;hler steht mehr noch als es etwa die Kanzlerin und Parteivorsitzende der CDU auszusprechen wagt, f&uuml;r die Politik der neoliberalen Reformen, f&uuml;r die es nach allen bekannten Umfragen in der Bev&ouml;lkerung keine mehrheitliche Zustimmung gibt. <\/p><ul>\n<li>56 % der Befragten meinen, dass es in Deutschland eher ungerecht zugeht (Deutschlandtrend).<\/li>\n<li>57 % sind reformskeptisch (Polis\/Sinus)<\/li>\n<li>58 Prozent halten die Hartz-Reformen alles in allem f&uuml;r nicht gut (ZDF-Politbarometer August 2007)<\/li>\n<li>78 Prozent sind f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns f&uuml;r alle Branchen (ebd.)<\/li>\n<li>Gleichfalls 78 Prozent sind gegen die Rente mit 67. <\/li>\n<li>73% glauben nicht daran, dass durch die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes und eine Ausweitung der Probezeit auf 24 Monate in ihrem Betrieb neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen w&uuml;rden.<\/li>\n<\/ul><p>Zu vielen weiteren Reformen der Agenda 2010, etwa zur Rentenreform, zur Arbeitslosenversicherung etc., ist die Haltung der Bev&ouml;lkerung gleichfalls mehrheitlich ablehnend.<br>\nNach der gewiss reformfreudigen McKinsey Studie &bdquo;Perspektive Deutschland&ldquo; (2006) h&auml;lt die H&auml;lfte der Teilnehmer die bisherigen &bdquo;Reformen&ldquo; nicht f&uuml;r erfolgreich, und kaum jemand (15%) glaubt davon profitieren zu k&ouml;nnen.<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit ist f&uuml;r den Sozialstaat und sozialen Ausgleich  (Alle Quellen siehe <a href=\"?p=3785\">&ldquo;Armut gef&auml;hrdet unsere Demokratie&rdquo;<\/a>).<\/p><p>K&ouml;hler war w&auml;hrend seiner ersten Amtszeit kein &uuml;berparteilicher Repr&auml;sentant des gesamten Volkes, sondern &ndash; und das als h&ouml;chstes Staatsorgan &ndash; ein <a href=\"?p=709\">Parteig&auml;nger der neoliberalen &bdquo;Reformer&ldquo;<\/a>. Als es noch zur Strategie dieser &bdquo;Systemver&auml;nderer&ldquo; geh&ouml;rte, Katastrophengem&auml;lde &uuml;ber unser Land an die Wand zu malen, um ihre sog. &bdquo;Strukturreformen&ldquo; durchzusetzen, geh&ouml;rte K&ouml;hler zu den Schwarzmalern. Man erinnere sich etwa nur an seine Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Aufl&ouml;sung des Bundestags vor vier Jahren. Er sprach damals von einer &bdquo;ernsten Situation&ldquo;, in der unser Land st&uuml;nde, dass &bdquo;unsere Zukunft und die unserer Kinder&hellip;auf dem Spiel&ldquo; stehe und er verwies auf eine &bdquo;nie da gewesene kritische Lage&ldquo; der &ouml;ffentlichen Haushalte (an der er nebenbei bemerkt als Finanzstaatsekret&auml;r durch die falsche Finanzierung der Einheit kr&auml;ftig mitgewirkt hat). &bdquo;Die Worte mit denen er seine Entscheidung begr&uuml;ndete, lie&szlig;en erkennen, dass er tats&auml;chlich an die von Merkel und Westerwelle herbeigesehnte politische Kehrtwende glaubte. Das haben ihm viele politische Kommentatoren zu Recht angekreidet, widersprach es doch der pr&auml;sidialen Unabh&auml;ngigkeit. Aus heutiger Sicht erscheint die von ihm damals beschworene Krisensituation fast schon paradiesisch.&ldquo; So schreibt heute (21.\/22. Mai 2009) Sibylle Quenett im gewiss K&ouml;hler gewogenen K&ouml;lner Stadt-Anzeiger.<\/p><p>Der Kabarettist Georg Schramm hat damals in satirischer Zuspitzung einen Antrag auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pzLo9aPjeBg\">Amtsenthebung von Bundespr&auml;sident K&ouml;hler wegen arglistiger T&auml;uschung des deutschen Volkes<\/a> vorgeschlagen.<\/p><p>K&ouml;hler dekliniert z.B. in seiner Rede vor dem Arbeitgeberforum in Berlin am 15. M&auml;rz 2005 den gesamten Kanon der Miesmacherei der Wirtschaftsverb&auml;nde durch: &bdquo;Auflagen&ldquo;, &bdquo;Regulierungen&ldquo;, &bdquo;B&uuml;rokratie&ldquo;, &bdquo;Tarifvertr&auml;ge&ldquo;, &bdquo;immer neue Wohltaten und Geschenke&ldquo;, &bdquo;hohe Abgaben&ldquo;, &bdquo;hohe L&ouml;hne&ldquo;, &bdquo;hohe Lohnnebenkosten&ldquo;, &bdquo;abschreckendes Steuersystem&ldquo; &ndash; <a href=\"?p=492\">&bdquo;deshalb ist die Arbeitslosigkeit &uuml;ber Jahrzehnte immer weiter gestiegen&ldquo;<\/a>. Seine L&ouml;sungsvorschl&auml;ge h&auml;tte auch einer der auf diesem Forum anwesenden Arbeitgeber aufsagen k&ouml;nnen, so einseitig und so orthodox wirtschaftsliberal waren seine Vorschl&auml;ge.<\/p><p>K&ouml;hler repr&auml;sentierte mit seinen von ihm geradezu notorisch vertretenen wirtschaftspolitischen Positionen noch nicht einmal die Gro&szlig;e Koalition von Union und SPD, nein, er war <a href=\"?p=2864\">ein dezidiert schwarz-gelber Pr&auml;sident<\/a>. K&ouml;hler ist ein &bdquo;abgeschnittener Pr&auml;sident&hellip; Er ist die Hinterlassenschaft einer nicht zustande gekommenen schwarz-gelben Koalition&ldquo; schrieb Heribert Prantl in der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/115\/397900\/text\/\">S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>.<\/p><p>So kritisierte K&ouml;hler etwa die marginale Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes f&uuml;r &Auml;ltere durch die amtierende Bundesregierung als &bdquo;offensichtlichen&ldquo; Paradigmenwechsel, der <a href=\"?p=2864\">&bdquo;die Besch&auml;ftigungsschwelle des Wachstums wieder&ldquo; anhebe<\/a>. Hinter dieser in &ouml;konomischer Phraseologie verpackten Aussage steckt das Menschenbild, dass man auf die (angeblich faulen und lieber Freizeit statt Arbeit w&auml;hlenden) Arbeitslosen nur ausreichend existenziellen &ouml;konomischen Druck aus&uuml;ben m&uuml;sse, damit sie Arbeit zu jedem angebotenen Preis und unter allen Bedingungen annehmen. Kurz: Alle, die l&auml;ngere Zeit arbeitslos sind, muss man durch massiven Druck zu Arbeit zwingen: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. &bdquo;Vorfahrt f&uuml;r Arbeit&ldquo; (eine von K&ouml;hlers Lieblingsphrasen) um jeden Preis!<\/p><p>Er bem&uuml;hte sich als Staatsoberhaupt nicht einmal, eine Br&uuml;cke zwischen der mehrheitlich skeptischen bis ablehnenden Haltung der Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber der Agenda 2010 und der Politik der Regierenden zu bauen. Im Gegenteil er verweigerte jede kritische Bestandsaufnahme der sog. &bdquo;Reformpolitik&ldquo; und mahnte bei jeder Gelegenheit etwa mit seiner <a href=\"?p=3156\">&bdquo;Agenda 2020&ldquo;<\/a> eine Erh&ouml;hung der Reformdosis an. Er forderte stets noch <a href=\"?p=1964\">mehr Wettbewerb<\/a>, noch <a href=\"?p=709\">offenere M&auml;rkte<\/a> und mehr Freiheit und Selbstverantwortung. Er wandte sich st&auml;ndig gegen <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Anlage\/original_622851\/Rede-beim-Arbeitgeberforum-Wirtschaft-und-Gesellschaft-in-Berlin.pdf\">&bdquo;immer neue Eingriffe&ldquo; des Staates [PDF &ndash; 40 KB]<\/a> und propagierte den <a href=\"?p=1318\">&bdquo;schlanken Staat&ldquo;<\/a>, der sich auf seine <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews-,11057.630373\/Rede-von-Bundespraesident-Hors.htm?global.back=\/-%2c11057%2c0\/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbpr_liste\">Kernaufgaben besinnen solle<\/a>. <\/p><p>K&ouml;hler h&auml;ngt dem schlichten Bild vom Arbeitsmarkt als einem Kartoffelmarkt an. Motto: Preis (Lohn) runter, Angebot (Arbeit) auf dem Markt (Arbeitsmarkt) ger&auml;umt! So das schlichte gedankliche Konstrukt. Dieser &bdquo;Preismechanismus&ldquo; trifft jedoch noch nicht einmal f&uuml;r den &bdquo;G&uuml;termarkt&ldquo; zu, denn auch dieser besteht aus einer riesigen Vielzahl von M&auml;rkten mit ganz unterschiedlichen Produkten, vom Br&ouml;tchen bis zum Rolls Royce. Noch weniger passt dieses gedankliche Konstrukt f&uuml;r den Arbeitsmarkt, wo ja auch ganz unterschiedliche F&auml;higkeiten nachgefragt werden.<\/p><p>Diese eindimensionale Denklogik finden wir auch bei K&ouml;hlers Argumentation gegen den Mindestlohn: &bdquo;Ein Mindestlohn, der von den Arbeitgebern im Wettbewerb nicht bezahlt werden kann, vernichtet Arbeitspl&auml;tze&ldquo;. Da ist K&ouml;hler ganz auf der Seite der radikalsten Verfechter des Preisfetischs auf dem Arbeitsmarkt.<\/p><p>K&ouml;hler feierte die Rente mit 67 als Gro&szlig;tat der Bundesregierung: &bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition hat vor allem mit der F&ouml;deralismusreform und der Rente mit 67 Handlungsf&auml;higkeit bewiesen. Damit kn&uuml;pft sie an die historisch wichtige Kurskorrektur der fr&uuml;heren Bundesregierung an, die unter dem Titel Agenda 2010 stand. <a href=\"?p=1981\">&bdquo;Ich halte diese Linie f&uuml;r richtig.&ldquo;<\/a><\/p><p>K&ouml;hler prangerte st&auml;ndig die <a href=\"?p=3287\">&bdquo;gigantische Staatsverschuldung&ldquo;<\/a> an, ohne auch nur anzudeuten, welche Rolle er als fr&uuml;herer Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium bei der W&auml;hrungsunion und bei der deutschen Vereinigung f&uuml;r den rapiden Anstieg der Staatsschuld gespielt hat. K&ouml;hler ist nicht nur ma&szlig;geblich mitverantwortlich f&uuml;r die hohe Verschuldung, er lenkte auch stets sehr geschickt <a href=\"?p=620\">von dieser Verantwortung ab<\/a>.  <\/p><p>K&ouml;hler hat kein Klischee der neoliberalen &ouml;konomischen Lehre ausgelassen. Geradezu eine Provokation f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung war die &bdquo;Lehre&ldquo;, die &bdquo;wir alle&ldquo;  aus der derzeitigen Krise ziehen sollten: &bdquo;Wir haben alle &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo;, verk&uuml;ndete er im M&auml;rz dieses Jahres in seiner <a href=\"?p=3848\">Vierten Berliner Rede<\/a>. Da haben also Banker mit kriminellen Mitteln Billionen verzockt und eingesackt, und jetzt sollen &bdquo;wir alle&ldquo; der &bdquo;tiefere Grund&ldquo; f&uuml;r die Krise gewesen sein. War es vor der Krise die Wettbewerbsf&auml;higkeit, so ist es nun die Krise, mit der K&ouml;hler begr&uuml;ndet, warum die Bev&ouml;lkerung den G&uuml;rtel enger schnallen soll. <\/p><p>Und dennoch w&uuml;rden ihn laut einer Emnid-Umfrage f&uuml;r Bild am Sonntag (17.Mai 2009) bei einer Direktwahl 70 Prozent der Deutschen wieder zum Bundespr&auml;sidenten w&auml;hlen.<\/p><p>Haben diese Menschen eigentlich K&ouml;hler nie zugeh&ouml;rt? Haben sie nicht verstanden, was er ihnen einredete? Hat es ihnen nie jemand gesagt?<\/p><p>Die Antwort ist ziemlich einfach. Dazu braucht man nur einmal zu googeln.<br>\nZur Zeit als ich diesen Beitrag schrieb bot Google News 544 Beitr&auml;ge zur Bundespr&auml;sidentenwahl an:<\/p><p>&bdquo;Horst K&ouml;hler ist ein sehr guter und beliebter Bundespr&auml;sident. Seine Herausforderin Gesine Schwan hat nicht viel mehr anzubieten als Selbstdarstellung und populistische Botschaften&ldquo;, schreibt die <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-K%F6hler-die-Zweite\/516340.html\">Financial Times Deutschland<\/a>. <\/p><p>&bdquo;Der Quereinsteiger war bislang, auch wenn er sich durchaus noch steigern d&uuml;rfte, kein schlechter Pr&auml;sident&ldquo;, schreibt die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/722\/469280\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>.<\/p><p>&bdquo;K&ouml;hler wirkt einfach herrlich unverkrampft, ohne All&uuml;ren und sehr normal&ldquo;, liest man in der <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1238775228688.shtml\">K&ouml;lnischen Rundschau<\/a>.<\/p><p>Und so weiter und so fort. Sie k&ouml;nnen alle Links anklicken, bei nahezu allen Medien schneidet K&ouml;hler positiv ab. Und kaum irgendwo finden sich Stimmen, die Gesine Schwan favorisieren &ndash; und ganz und gar abgemeldet ist Peter Sodann. An diesem Bild in den Medien hat im &Uuml;brigen die SPD mit ihrer Distanz zu Schwan, ja sogar mit ihren offenen Absetzbewegungen (Egon Bahr, Hilsberg, Matschie) <a href=\"http:\/\/www.westfaelische-nachrichten.de\/aktuelles\/politik\/special\/wahl_des_bundespraesidenten\/1060556_Ein_Wimpernschlagfinale.html\">kr&auml;ftig mit gezeichnet<\/a>.<\/p><p>Wenn man die Berichterstattung &uuml;ber die Bundespr&auml;sidentenwahl verfolgt, so k&ouml;nnte man den Eindruck gewinnen, als ginge es hier nicht um eine politische Wahl, sondern um einen Wettbewerb, wer nun der sympathischere Mensch ist. Der Vergleich mit einer Casting-Show &agrave; la &bdquo;Deutschland sucht den Super-Pr&auml;sidenten&ldquo; ist nicht daneben gegriffen. In kaum einem Beitrag, wird auf die Inhalte der Reden von K&ouml;hler eingegangen, die ja jedem Journalisten nachlesbar w&auml;ren. Wenn &uuml;berhaupt Kritik an K&ouml;hler ge&uuml;bt wird, dann an &Auml;u&szlig;erlichkeiten seines Redestils oder an seinem Auftreten. Politik interessiert offenbar nicht. K&ouml;hler ist &bdquo;putzig&ldquo; schrieb die taz. Es herrscht der Boulevard-Journalismus.<\/p><p>Angesichts dieser oberfl&auml;chlichen Berichterstattung und angesichts dieser Meinungsmache f&uuml;r K&ouml;hler, braucht man sich &uuml;ber die Umfragewerte zugunsten des bisherigen Bundespr&auml;sidenten nicht zu wundern. <\/p><p>Fazit: Der k&uuml;nftige Bundespr&auml;sident ist das Produkt einer schwarz-gelben Mehrheit aus Bundestag und L&auml;nderparlamenten. Seine Popularit&auml;t ist das Ergebnis der dominierenden Meinungsmacht der &uuml;berwiegend konservativen oder der sog. &bdquo;b&uuml;rgerlichen&ldquo; Medien.<br>\nSolange diese Meinungs-Phalanx nicht durchbrochen wird, gibt es in Deutschland nur wenig Chancen f&uuml;r einen Politikwechsel.<br>\nDie Medienkampagne vor der Wahl zum Bundespr&auml;sidenten gibt dabei nur den Vorgeschmack f&uuml;r das, was bei der Bundestagswahl auf uns zukommen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verk&uuml;ndet. Genau 60 Jahre sp&auml;ter d&uuml;rfte Horst K&ouml;hler zum zweiten Mal zum Bundespr&auml;sident gew&auml;hlt werden. Die Wahl in der Bundesversammlung ist weitgehend Formsache, dort spiegeln sich die Mehrheiten im Bundestag und in den L&auml;nderparlamenten wieder und dort haben eben Schwarz-gelb zusammen mit den gleichfalls konservativen freien W&auml;hlervereinigungen eine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3957\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[110,96,1,205],"tags":[531],"class_list":["post-3957","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-agenda-2010","category-bundespraesident","category-das-kritische-tagebuch","category-neoliberalismus-und-monetarismus","tag-koehler-horst"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3957"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3957\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20368,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3957\/revisions\/20368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}