{"id":39576,"date":"2017-08-12T11:00:51","date_gmt":"2017-08-12T09:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39576"},"modified":"2017-08-18T10:57:10","modified_gmt":"2017-08-18T08:57:10","slug":"was-ist-ein-gerechter-lohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39576","title":{"rendered":"Was ist ein gerechter Lohn?"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150520_berger.jpg\" alt=\"Jens Berger\" title=\"Jens Berger\"><\/div><p>W&auml;hrend der Wahlkampf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39566\">vor sich hin pl&auml;tschert<\/a>, setzt die Linkspartei mit <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/\">ihrer Kampagne f&uuml;r gerechte L&ouml;hne<\/a> inhaltliche Akzente. Gut so. Das Thema &bdquo;gerechte L&ouml;hne&ldquo; ist heute relevanter denn je. Doch was ist ein gerechter Lohn? Darf es sein, dass ein Konzernchef f&uuml;r seine Dienste 300mal soviel Geld bekommt wie einer seiner Mitarbeiter? Warum liegt das Gehalt eines Ingenieurs in der Industrie so viel h&ouml;her als das Gehalt eines P&auml;dagogen? Gibt es Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass Friseusen meist zu Niedrigl&ouml;hnen arbeiten, w&auml;hrend Industrieschlosser bei gro&szlig;en Konzernen oft mehr Geld bekommen als Jungakademiker? Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8050\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39576-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39576-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170814_Was_ist_ein_gerechter_Lohn_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Marktmechanismen, Traditionen und neoliberale Reformen sorgen daf&uuml;r, dass sich die Geh&auml;lter in Deutschland immer st&auml;rker auseinanderentwickeln und selbst T&auml;tigkeiten mit vergleichbarer Qualifikation sehr unterschiedlich entlohnt werden. So funktioniert eine Marktwirtschaft und das ist auch gut so. F&uuml;r Gerechtigkeit ist nicht der Markt, sondern der Staat verantwortlich. Ihm steht mit dem Steuer- und Transfersystem ein m&auml;chtiges Schwert zur Verf&uuml;gung, um Gerechtigkeit ins Lohnsystem zu bringen.<\/p><p><strong>Die Wertsch&ouml;pfung ist kein guter Indikator f&uuml;r Gerechtigkeit<\/strong><\/p><p>Ein stark verk&uuml;rzter Ansatz, Lohnunterschiede zu erkl&auml;ren, ist die Wertsch&ouml;pfung, die mit der T&auml;tigkeit verbunden ist. Wie will man eine solche Wertsch&ouml;pfung aber bemessen? Der Endpreis eines Produkts hat nicht immer etwas mit Arbeit zu tun, wie es die klassische Arbeitswerttheorie postuliert. Warum sonst kostet das gleiche Poloshirt das Vielfache, wenn man ein Markenlabel aufn&auml;ht? Das Arbeitsentgelt an der Wertsch&ouml;pfung zu orientieren, w&auml;re ohnehin nur bei Produkten und Dienstleistungen sinnvoll m&ouml;glich, deren Endpreis sich am Markt orientiert. Welche Wertsch&ouml;pfung liegt beispielsweise in der Altenpflege, der Kinderbetreuung oder der h&auml;uslichen Arbeit?<\/p><p>Daher hat sich in der Praxis eine Zweiteilung der Lohnfestlegung herausgebildet. Im industriellen und gewerblichen Bereich bestimmt eine Mischung aus Angebot und Nachfrage, Qualifikation und finanzieller Lage des Arbeitgebers den Lohn. Brancheninterne Unterschiede werden dabei &uuml;ber Rahmentarifvertr&auml;ge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegl&auml;ttet. In den Bereichen ohne echten Markt orientiert sich der Lohn im Idealfall an vergleichbaren L&ouml;hnen in der freien Wirtschaft. Doch dieser Idealfall tritt in der Realit&auml;t so gut wie nie ein und das hat seinen guten Grund.<\/p><p><strong>Alle R&auml;der stehen still, wenn dein starker Arm es will<\/strong><\/p><p>Gewerbliche Arbeit hat nicht nur eine l&auml;ngere Tradition des Arbeitskampfes, sondern ist auch in weitaus gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;e von der Wirkm&auml;chtigkeit organisierter Arbeitnehmervertretungen beeinflusst. Der relativ hohe Haustarif des Automobilherstellers Volkswagen ist somit indirekt auch eine Folge jahrzehntelangen Arbeitskampfes vor dem Hintergrund, dass ein Streik den Konzern Millionen kostet. Was kostet es aber eine Kommune, wenn die Kita-Mitarbeiter streiken? Haben Grundschullehrer die M&ouml;glichkeit, ihren Arbeitgeber mittels eines Arbeitskampfes in die Knie zu zwingen? Auch andere traditionell schlecht bezahlte Berufsgruppen eint meist eins: Sie haben kaum die M&ouml;glichkeit, einen effektiven Arbeitskampf zu f&uuml;hren und meist auch einen sehr niedrigen Organisationsgrad. Wer nichts in der Hand hat, wird bei Verhandlungen aber gerne &uuml;ber den Tisch gezogen.<\/p><p><strong>Der kleine Unterschied<\/strong><\/p><p>Ein weiterer Grund f&uuml;r die unterschiedliche Entlohnung liegt in der Tradition der Berufe und dem Geschlecht der Mitarbeiter. Schlecht bezahlte Berufe, wie beispielsweise das Friseurhandwerk, die Alten- und Krankenpflege sowie die Kinderbetreuung oder der Grundschuldienst weisen einen sehr hohen Anteil weiblicher Angestellter auf. Diese Berufe wurden fr&uuml;her oft als Zuverdienst zur besser bezahlten gewerblichen Arbeit des m&auml;nnlichen &bdquo;Hauptverdieners&ldquo; ergriffen. In der heutigen Welt ist diese Form des Zuverdiensts zwar seltener anzutreffen, den strukturellen Lohnunterschied zu traditionellen &bdquo;M&auml;nnerberufen&ldquo; in der Industrie oder bei den Finanzdienstleistungen konnten diese Berufe jedoch nie aufholen &ndash; im Gegenteil, durch den schlechteren Organisationsgrad nimmt der Unterschied sogar von Jahr zu Jahr weiter zu.<\/p><p>Wenn immer wieder die Rede von einem 21-prozentigen Einkommensunterschied zwischen M&auml;nnern und Frauen ist, vergleicht man nat&uuml;rlich &Auml;pfel und Birnen. Der Anteil weiblicher Teilzeitarbeitskr&auml;fte ist signifikant h&ouml;her &ndash; im Jahr 2015 waren beispielsweise 47% aller abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Frauen in Teilzeit <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/2016-11\/statistisches-bundesamt-maenner-teilzeitjob\">besch&auml;ftigt<\/a>, w&auml;hrend die Teilzeitquote bei M&auml;nnern lediglich neun Prozent betrug. Selbst wenn man den Teilzeitfaktor herausrechnet, gibt es jedoch immer noch einen kleinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, der sich haupts&auml;chlich aus dem Berufsbild ergibt. Wer den Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern abseits der Teilzeitproblematik nivellieren will, sollte also daf&uuml;r sorgen, dass mehr M&auml;nner Kinderg&auml;rtner und mehr Frauen Ingenieurinnen werden. Ob das dem Wunsch der Menschen entspricht, steht jedoch auf einem anderen Blatt.<\/p><p><strong>Leiharbeit = Arbeit zweiter Klasse?<\/strong><\/p><p>Wie kann es sein, dass ein Mitarbeiter, der den linken Kotfl&uuml;gel anschwei&szlig;t, den doppelten Stundenlohn wie sein Kollege bekommt, der den rechten Kotfl&uuml;gel anschwei&szlig;t? Die gleiche Arbeit wird in Deutschland seit Einf&uuml;hrung der Schr&ouml;derschen Agenda-Reformen nicht mehr gleich entlohnt. Anstatt regul&auml;re Arbeitnehmer einzustellen, sind die Arbeitgeber verst&auml;rkt dazu &uuml;bergegangen, Leiharbeiter zu besch&auml;ftigen. Dabei ist bekannt, dass ein stehendes Heer auf die Dauer preiswerter ist als eine S&ouml;ldnerarmee, wenn man stetig eine Mindestzahl von Soldaten vorhalten muss. Ein S&ouml;ldner ist pro Tag deutlich teurer als ein normaler Soldat. Normalerweise m&uuml;sste ein Leiharbeiter auch deutlich teurer als ein normaler Arbeiter sein. In anderen L&auml;ndern ist dies auch so &ndash; in Frankreich bekommt ein Leiharbeiter beispielsweise einen <a href=\"http:\/\/www.gleichearbeit-gleichesgeld.de\/leiharbeit\/leiharbeit-in-der-eu\/frankreich\/\">Flexibilit&auml;tsaufschlag<\/a> von 15% auf den tariflichen Lohn. Deutschland nimmt im OECD-Vergleich jedoch eine arbeitgeberfreundliche Sonderrolle ein.<\/p><p>Dabei kostet der Leiharbeiter, der den rechten Kotfl&uuml;gel f&uuml;r die H&auml;lfte des Haustarifs anschwei&szlig;t, den Automobilhersteller meist genauso viel wie ein regul&auml;r Besch&auml;ftigter &ndash; nur, dass ein Zeitarbeiter bei Bedarf fristlos entlassen werden kann. Zeitarbeit ist ein lukrativer Markt und die Marketender menschlicher Arbeitskraft verdienen f&uuml;rstlich. Dabei gestatten selbst die aktuellen Gesetze, dass die Leiharbeit in Deutschland durch die Gewerkschaften entsch&auml;rft werden k&ouml;nnte. Unter dem Schlagwort &bdquo;Equal Pay&ldquo; hatten die Gewerkschaften zeitweise offen f&uuml;r gleiche L&ouml;hne bei Stammbelegschaft und Leiharbeitern geworben. Da Gewerkschaftsmitglieder jedoch in der Regel eher der Stammbelegschaft und nicht dem Heer der Leiharbeiter angeh&ouml;ren, verfolgen die Gewerkschaften diese eigentlich l&ouml;bliche Initiative leider nicht mehr mit dem n&ouml;tigen Nachdruck und die Politik zeigt auch kein Interesse an einem fairen Ausgleich. <\/p><p><strong>Die M&uuml;llers im Gehaltsolymp<\/strong><\/p><p>Deutschland diskutiert jedoch nur sehr selten &uuml;ber Mini-, daf&uuml;r umso h&auml;ufiger und emotionaler &uuml;ber Maxil&ouml;hne. Darf VW-Chef Matthias M&uuml;ller trotz Dieselaff&auml;re 9,6 Millionen Euro im Jahr verdienen? Ja, warum denn auch nicht? W&auml;hrend das untere Ende der Lohnspirale aus gutem Grund gesetzlich reglementiert werden muss, ist das obere Ende eine Frage des Verhandlungsgeschicks. Wenn die Aktion&auml;re, also die Besitzer eines Unternehmens, der Meinung sind, Matthias M&uuml;llers Dienste seien fast 10 Millionen wert, so ist es ihr gutes Recht, dieses Geld zu bezahlen. Genauso wie es das gute Recht des FC Bayern M&uuml;nchen ist, mehr als 20.000 Euro pro Tag f&uuml;r den jungen Ballathleten Thomas M&uuml;ller auszugeben. Hohe Geh&auml;lter sind kein Problem einer mangelnden Gerechtigkeit, sondern ein Problem eines dysfunktionalen Steuersystems. G&auml;be es in Deutschland einen Spitzensteuersatz in H&ouml;he von 80% f&uuml;r Einkommen &uuml;ber eine Million Euro pro Jahr, k&ouml;nnten sich nicht nur die beiden M&uuml;llers, sondern wir alle &uuml;ber diese Top-Geh&auml;lter freuen.<\/p><p><strong>Der Staat als H&uuml;ter der Gerechtigkeit<\/strong><\/p><p>Der freien Wirtschaft Gerechtigkeit abzuverlangen, ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls sogar kontraproduktiv. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte man fordern, dass Unternehmen im Sinne gesellschaftlicher Ideale beispielsweise junge M&uuml;tter besser bezahlen als kinderlose M&auml;nner. Dass solche Gesetze kontraproduktiv w&auml;ren, ist jedoch offensichtlich &ndash; warum sollte ein Arbeitgeber in einem solchen Fall &uuml;berhaupt noch junge M&uuml;tter einstellen? Mit Ausnahme des untersten Lohnbereichs sollte der Staat sich daher aus Gehaltsfragen weitestgehend heraushalten. Der Staat hat mit dem Steuer- und Transfersystem ein weitaus m&auml;chtigeres Schwert in der Hand. Wenn der begehrte Ingenieur oder der Facharbeiter bei Volkswagen denn nun so viel mehr Gehalt bekommen als die Kinderg&auml;rtnerin oder die Grundschullehrerin, dann kann man dieses Missverh&auml;ltnis ohne Probleme &uuml;ber Steuern und das Transfersystem ausgleichen.<\/p><p>In gewissem Ma&szlig;e gibt es ein solches Umverteilungssystem schon heute. Bei der Einkommenssteuer zahlen beispielsweise Haushalte mit einem Einkommen unter 50.000 Euro pro Jahr relativ zum Einkommensanteil am Volkseinkommen weniger in das Transfersystem ein, Haushalte mit einem Einkommen ab 125.000 Euro relativ mehr. Die einkommensabh&auml;ngigen Effekte im deutschen Steuer- und Sozialsystem sind jedoch flach und man sollte auch nicht vergessen, dass vor allem Geringverdiener &uuml;ber die indirekten Steuern &uuml;berproportional zur Kasse gebeten werden. <\/p><p>Es ist politisch durchaus gewollt, dass der Eingangssteuersatz relativ hoch und der Spitzensteuersatz einerseits relativ niedrig ist, andererseits bereits bei einem &uuml;berschaubaren Einkommen greift. Das war nicht immer so. Bis zum Jahr 2000 waren in der Bundesrepublik Spitzensteuers&auml;tze von 53 bzw. 56% die Regel. Die historisch einmalige dreistufige Senkung des Spitzensteuersatzes war ein Geschenk der Regierung Schr&ouml;der an die Besserverdienenden im Lande. Vergleicht man die Steuers&auml;tze der Vergangenheit, f&auml;llt jedoch vor allem die fast unver&auml;nderte Bemessungsgrundlage des Spitzensteuersatzes auf. W&auml;hrend man heute bereits ab einem Einkommen von 54.000 Euro mit dem Spitzensteuersatz besteuert wird, musste man 1958 schon 60.000 Euro (nicht inflationsbereinigt!) bekommen, um mit dem Spitzensteuersatz besteuert zu werden. Was heute also schon f&uuml;r gutbezahlte Facharbeiter zutrifft, war fr&uuml;her eine echte &bdquo;Reichensteuer&ldquo; &ndash; 1958 hatten nicht sonderlich viele B&uuml;rger ein Einkommen von mehr als 120.000 D-Mark im Jahr.<\/p><p>Die Soziale Marktwirtschaft war stets als Korrektiv f&uuml;r Einkommensunterschiede gedacht. Sp&auml;testens seit der rot-gr&uuml;nen Regierungszeit wurde dieses Korrektiv jedoch ohne Not Schritt f&uuml;r Schritt au&szlig;er Dienst gestellt. Die Debatte &uuml;ber einen gerechten Lohn ist zwar nicht neu, die Bedeutung dieser Debatte sollte heute jedoch gr&ouml;&szlig;er denn je sein. Der Umstand, dass unterschiedliche L&ouml;hne heute als ungerecht empfunden werden, ist keine Frage der Marktwirtschaft, sondern eine Frage der Sozialen Marktwirtschaft und des Siegeszuges des Neoliberalismus. Die Politik hat &ndash; wenn sie es denn nur wollte &ndash; alle M&ouml;glichkeiten in der Hand, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Einkommen nach Steuern und nach Transferleistungen wieder gerecht werden. Stark ungleiche L&ouml;hne sind weder ein Naturgesetz noch unausweichlich. Das sind sie nur, wenn man sie hinnimmt. Es besteht jedoch kein nachvollziehbarer Grund, warum man dies hinnehmen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150520_berger.jpg\" alt=\"Jens Berger\" title=\"Jens Berger\"\/><\/div>\n<p>W&auml;hrend der Wahlkampf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39566\">vor sich hin pl&auml;tschert<\/a>, setzt die Linkspartei mit <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/\">ihrer Kampagne f&uuml;r gerechte L&ouml;hne<\/a> inhaltliche Akzente. Gut so. Das Thema &bdquo;gerechte L&ouml;hne&ldquo; ist heute relevanter denn je. Doch was ist ein gerechter Lohn? 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