{"id":39580,"date":"2017-08-11T08:18:44","date_gmt":"2017-08-11T06:18:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580"},"modified":"2017-08-11T08:18:44","modified_gmt":"2017-08-11T06:18:44","slug":"hinweise-des-tages-2935","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h01\">Gro&szlig;e Koalition: Sozialpolitik in Trippelschritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h02\">Kumpanei zwischen Politik und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h03\">&Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist Folge inhumaner politischer Vorgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h04\">Lockt die Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h05\">Laute(r) Tricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h06\">Poison Papers: Schatztruhe voll toxischer Geheimnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h07\">Frankreich: Im Widerspruch zum eigenen Modernisierungsanspruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h08\">Afghanistan: Koloniale S&ouml;ldner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h09\">Gesicht zeigen im Zeitalter der Gesichtserkennung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h10\">Propaganda wiederholt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h11\">Lobbyismus: Wohl verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h12\">Unbedingt lesen: DIE GRO&#7838;E RENTENL&Uuml;GE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h13\">Granaten zu Spaten zu Granaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39580#h14\">Zu guter Letzt: Auch nur hei&szlig;e Luft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition: Sozialpolitik in Trippelschritten<\/strong><br>\n&bdquo;Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut wie heute&ldquo; &ndash; mit diesen Worten bilanzierte Angela Merkel w&auml;hrend der Haushaltsdebatte Ende 2016 ihr Regierungsgesch&auml;ft. Diese oberfl&auml;chliche und undifferenzierte Einsch&auml;tzung der Lebenslagen von 82,5 Millionen B&uuml;rgern l&auml;sst eines v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt: In dieser Legislaturperiode sind die Reichen reicher und die Armen zahlreicher geworden.<br>\nW&auml;hrend die beiden reichsten Geschwister unseres Landes, Susanne Klatten und Stefan Quandt, im Mai 2017 f&uuml;r das Vorjahr eine Rekorddividende in H&ouml;he von 1,074 Mrd. Euro allein aus ihren BMW-Aktien kassierten, bezogen 600&thinsp;000 Alleinerziehende mit einer Million Kindern Hartz IV, lebten 4,1 Millionen Geringverdienerinnen und Geringverdiener unter der Armuts(risiko)grenze, steckten 526&thinsp;000 Rentnerinnen und Rentner in der staatlichen Grundsicherung und 6,85 Millionen Menschen in der Schuldenfalle. Alle diese Zahlen liegen deutlich h&ouml;her als vier Jahre zuvor, was den eingangs zitierten Satz der Kanzlerin als soziale Wohlf&uuml;hlpropaganda und politische Beruhigungspille entlarvt.<br>\nIn Wahrheit gibt es eine massive Tendenz zur Polarisierung der bundesdeutschen Sozialstruktur, die mittlerweile auch im internationalen Vergleich extrem stark ausgepr&auml;gt ist. So attestierte selbst ein L&auml;nderbericht der EU-Kommission den von Angela Merkel gef&uuml;hrten Bundesregierungen, die soziale Spaltung vorangetrieben zu haben: &bdquo;Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Ma&szlig;e zur Vergr&ouml;&szlig;erung der Armut beigetragen, was auf die Tatsache zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, dass die bedarfsabh&auml;ngigen Leistungen real und im Verh&auml;ltnis zur Einkommensentwicklung gesunken sind.&ldquo; Von dieser Kritik blieb die schwarz-rote Regierung allerdings unger&uuml;hrt und verhinderte durch Trickserei eine angemessene Neuberechnung der Hartz-IV-Regels&auml;tze, die insbesondere f&uuml;r Kinder alles andere als ausreichend sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/august\/grosse-koalition-sozialpolitik-in-trippelschritten\">Christoph Butterwegge auf Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kumpanei zwischen Politik und Wirtschaft<\/strong><br>\nEine zu enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft sei dem Ziel geschuldet, im globalen Wettbewerb zu bestehen, sagte der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann im Dlf. Darum werde die Automobilindustrie auch so au&szlig;erordentlich hofiert. Eine Diskussion &uuml;ber den Sinn des &ldquo;unbegrenzten Wettbewerbs&rdquo; sei aber tabuisiert. [&hellip;]<br>\nKapern: Also, ist das normal, dass sich ein Regierungschef ein Redemanuskript in einer Konzernzentrale &uuml;berarbeiten l&auml;sst?<br>\nThielemann: Nat&uuml;rlich ist das nicht normal und es sollte auf keinen Fall normal sein. Aber ich glaube, im Falle Weils wird da etwas zu hei&szlig; gekocht. Ich glaube tats&auml;chlich, er musste das in dieser eigenartigen Konstellation tun, um ganz sicherzugehen, um nicht noch gr&ouml;&szlig;eren Schaden vom Unternehmen abzuwenden, &uuml;berpr&uuml;ft das doch mal. Und er hat ja die Kritik auch gar nicht zur&uuml;ckgenommen. Also, wer da gesagt haben soll, das Papier, die Rede sei weichgesp&uuml;lt worden, der hat offenbar nicht gesehen, was da passiert ist. Das ist nat&uuml;rlich ein heikler Vorgang, aber insgesamt, w&uuml;rde ich sagen, da gibt es ganz andere F&auml;lle. Da gibt es ganz andere F&auml;lle, die haben ein ganz anderes Kaliber. N&auml;mlich 2015, als es darum ging, die Real Driving Emissions einzuf&uuml;hren, hat sich die gesamte politische Landschaft Deutschlands gegen die EU-Kommission gestemmt, und zwar auf Gehei&szlig; von BMW. Das ist eine ganz andere Dimension, das ist Korrumpierung der Politik, da hat sie sich korrumpieren lassen. [&hellip;]<br>\nSteuert die Politik? Die l&auml;sst sich ja steuern. Die bayrische Staatskanzlei hat einen Staatssekret&auml;r, BMW ausgeliehen, und zwar ausdr&uuml;cklich daf&uuml;r, damit er Wirtschaftskompetenz sich aneignet. Und dann kommt dieser Staatssekret&auml;r zur&uuml;ck in die Staatskanzlei und ist nat&uuml;rlich offen f&uuml;r die Anliegen von BMW. Und als dann eingef&uuml;hrt werden sollte, jetzt soll endlich mal auf der Stra&szlig;e getestet werden, hat BMW die bayrische Staatskanzlei, und die Staatskanzlei wiederum mit diesem Staatssekret&auml;r die Bundesregierung angewiesen, kann man ja beinahe sagen, das doch bitte zu lassen, sodass die Fahrzeuge weiterhin den Schmutz aussto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftsethiker-ueber-diesel-skandal-kumpanei-zwischen.694.de.html?dram:article_id=393163\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist Folge inhumaner politischer Vorgaben<\/strong><br>\n&bdquo;Die Verwaltungsgerichte m&uuml;ssen jetzt ausbaden, was das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) im Auftrag der Bundesregierung verbockt&ldquo;, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, Berichte &uuml;ber die &Uuml;berlastung von Verwaltungsgerichten mit Asylverfahren. Jelpke weiter:<br>\n&bdquo;Die &Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist eine direkte Folge der Vorgaben der Bundesregierung, rigidere Asylbescheide zu erteilen. Es ist doch absurd, dass die Anerkennungsquoten etwa bei afghanischen Asylsuchenden sinken, wo sich gleichzeitig die Sicherheitslage in Afghanistan st&auml;ndig verschlechtert. Mit solchen politisch motivierten Entscheidungen provoziert man die Klagen vor den Verwaltungsgerichten regelrecht.<br>\nDas Gleiche gilt f&uuml;r die zunehmende Erteilung von lediglich subsidi&auml;rem Schutz. Den Betroffenen, darunter Zehntausenden Syrern, wird der Familiennachzug verwehrt. Wer nicht will, dass seine Angeh&ouml;rigen unter unzumutbaren Bedingungen in Fl&uuml;chtlingslagern in der T&uuml;rkei oder den Nachbarl&auml;ndern Syriens vegetieren m&uuml;ssen oder die lebensgef&auml;hrliche Fahrt &uuml;bers Mittelmeer wagen, dem bleibt gar nichts anderes &uuml;brig, als gegen den BAMF-Bescheid vor Gericht zu gehen.<br>\nStatt &uuml;ber eine personelle Aufstockung der Verwaltungsgerichte zu diskutieren, sollte man zu einer Asylpolitik zur&uuml;ckkehren, die rechtlichen und humanit&auml;ren Standards gleicherma&szlig;en gen&uuml;gt. Der politische Druck auf das BAMF zur Ablehnung von Asylantr&auml;gen muss zur&uuml;ckgenommen und der Familiennachzug f&uuml;r alle anerkannten Fl&uuml;chtlinge erm&ouml;glicht werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ueberlastung-der-verwaltungsgerichte-ist-folge-inhumaner-politischer-vorgaben\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Formelkompromiss wohl ohne Vollzug<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bleibt bei ihrem Kurs eingeschr&auml;nkter Abschiebungen nach Afghanistan, doch, meint Gudula Geuther, de facto werde weiterhin nicht oder so gut wie nicht an den Hindukusch abgeschoben werden. Mindestens nicht bis zur Wahl.<br>\nEs ist ein Kompromiss, den die Sprecher der Ministerien heute verk&uuml;ndet haben: Wie gef&auml;hrlich Afghanistan ist, so lautet das Ergebnis der j&uuml;ngsten Einsch&auml;tzung der Sicherheitslage durch das Ausw&auml;rtige Amt, h&auml;ngt vom Einzelfall ab. Von der Region, in der eine Person lebt, vom Geschlecht, der Religion, der Zugeh&ouml;rigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe. Und die Schlussfolgerung lautet: Die Entscheidung liegt wie immer bei den Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebungen-nach-afghanistan-ein-formelkompromiss-wohl.720.de.html?dram:article_id=393123\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ab sofort wird zur&uuml;ck geschoben<\/strong><br>\nSo ein sch&ouml;ner Zufall: Rechtzeitig vor der Bundestagswahl d&uuml;rfen Deutschland und andere EU-L&auml;nder wieder Fl&uuml;chtlinge nach Griechenland zur&uuml;ckschieben. War was? Gab es mal Probleme in Idomeni? Revolten auf Lesbos? Streunende Fl&uuml;chtlingskinder in Athen? Aber nein! Wie durch ein Wunder haben sich die Bedingungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Griechenland verbessert, behauptet die EU-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/ab-sofort-wird-zurueck-geschoben\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lockt die Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung!<\/strong><br>\nWelche Krankenversicherung ein B&uuml;rger abgeschlossen hat, das kann er manchmal durch den Telefonh&ouml;rer sp&uuml;ren. Es ist die Stimmlage der Sprechstundenhilfe, ihr Tonfall nach einer unverbl&uuml;mten Frage: Privat versichert oder gesetzlich? Wie der Anrufer antwortet, entscheidet nicht selten &uuml;ber den Zeitpunkt seiner Untersuchung. Geschieht sie binnen Tagen oder erst nach Monaten? Denn Privatpatienten haben bei einigen Fach&auml;rzten Vorrang, bei vielen Herzspezialisten oder Nerven&auml;rzten, zum Beispiel. An ihnen verdienen die Mediziner einfach besser.<br>\nWeil es beim Arzt aber um die Gesundheit der Menschen gehen sollte und nicht ums Geld, weil es ganz sch&ouml;n ungerecht klingt, Patienten nach Geldbeutel zu sortieren, setzen sich die SPD, die Gr&uuml;nen und die Linken f&uuml;r eine Abschaffung so einer &ldquo;Zweiklassenmedizin&rdquo; ein. Sie fordern eine gesetzliche Versicherung f&uuml;r alle. Jeder zahlt ein, jeder bekommt dieselbe Behandlung, der Konzernchef genauso wie der Hartz-IV-Empf&auml;nger. Schon vor den vergangenen Bundestagswahlen diskutierten die Parteien dieses Konzept. Es w&uuml;rde f&uuml;r eine gerechtere Medizin in Deutschland sorgen. Durchsetzen lie&szlig; es sich nicht.<br>\nDenn in der privaten Krankenversicherung sind nicht nur wohlhabende Selbst&auml;ndige Mitglied. Knapp die H&auml;lfte der Privatpatienten sind Beamte, Pension&auml;re und deren Familien. Sie sind diejenigen, die am meisten von der Zweiklassenmedizin profitieren. Denn die Beh&ouml;rden der L&auml;nder, Gemeinden und des Bundes, bei denen sie arbeiten, bezahlen einen Gro&szlig;teil ihrer Arztrechnungen. Ihre Sonderbehandlung ist sogar im Grundgesetz verankert: F&uuml;r das besondere &ldquo;Dienst- und Treueverh&auml;ltnis&rdquo; seiner Diener muss der Staat extra zahlen. So ist es schon lange und so soll es bleiben, finden die Beamten. Und ihre Lobby ist m&auml;chtig. Die CDU und die FDP werden ihnen kaum von der Seite weichen. Doch ohne diese Parteien l&auml;sst sich im Bundestag keine Zweidrittelmehrheit f&uuml;r eine Grundgesetz&auml;nderung erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/krankenversicherung-lockt-die-beamten-in-die-gesetzliche-krankenversicherung-1.3621922\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Laute(r) Tricks<\/strong><br>\nHersteller tricksen offenbar auch bei L&auml;rm-Grenzwerten. Die Ergebnisse der Messverfahren im Labor weichen stark von denen auf der Stra&szlig;e ab. [&hellip;]<br>\nStra&szlig;enverkehr gilt seit Langem als die dominierende L&auml;rmquelle in Deutschland. &Uuml;ber 40 Millionen Menschen f&uuml;hlen sich durch den Krach von drau&szlig;en gest&ouml;rt, fast 3 Millionen leiden auch nachts unter einem L&auml;rmpegel von &uuml;ber 55 Dezibel &ndash; so laut wie ein Gespr&auml;ch direkt neben dem Bett. Das f&uuml;hrt zu mehr Stresshormonen &ndash; und zu Verengungen der Blutgef&auml;&szlig;e, Bluthochdruck und Herzerkrankungen.<br>\nDennoch sind die Zulassungsbeh&ouml;rden laut Experten nachl&auml;ssig, damit die Industrie blo&szlig; keine Wettbewerbsnachteile hat: &bdquo;Die Pr&uuml;fbedingungen sind lax und realit&auml;tsfern, die Fahrzeuge wissen genau, in welchem Bereich sie leise sein m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Arne Fellermann, Verkehrsexperte des BUND, der taz. Sein BUND-Kollege Holger Siegel behauptet, einige Motorr&auml;der k&ouml;nnten sogar erkennen, dass sie in einer Pr&uuml;fungssituation sind &ndash; und dann wahrscheinlich einfach die Auspuffklappe schlie&szlig;en. Die Parallele zum Diesel-Abgasskandal sei deutlich. &bdquo;Ich habe keine konkreten Hinweise auf eine Software, die daf&uuml;r geschrieben ist&ldquo;, zieht Fellermann eine Analogie zu den Abschaltvorrichtungen, die in den Autos vieler Dieselhersteller daf&uuml;r sorgen, dass Abgase nur gereinigt werden, wenn eine Testsituation erkannt wird. &bdquo;Aber wir gehen davon aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Laermmessungen-bei-Autos\/!5433246\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Massive Tricksereien bei L&auml;rm-Emission von Autos und Motorr&auml;dern<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stra&szlig;enverkehr ist die gr&ouml;&szlig;te L&auml;rmquelle in Deutschland.<\/li>\n<li>Experten sch&auml;tzen 4.000 Herzinfarkte pro Jahr durch L&auml;rm.<\/li>\n<li>Bei L&auml;rmmessungen von Autos und Motorr&auml;dern wird getrickst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut Bundesumweltamt ist der Stra&szlig;enverkehr die gr&ouml;&szlig;te L&auml;rmquelle in Deutschland. Zwar hat die EU neue Grenzwerte f&uuml;r die Lautst&auml;rke der Fahrzeuge eingef&uuml;hrt, doch in der Praxis ist selbst die Polizei oft machtlos. Wird beim Fahrzeugl&auml;rm &auml;hnlich getrickst wie beim Diesel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sendung-vom-09-08-2017-verkehrslaerm100.html\">plusminus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Poison Papers: Schatztruhe voll toxischer Geheimnisse<\/strong><br>\nEine Sammlung historischer Dokumente belegt unter anderem geheime Absprachen von Chemieunternehmen mit den Beh&ouml;rden, die sie eigentlich regulieren sollen<br>\nDie Ende Juli 2017 ver&ouml;ffentlichten &ldquo;Poison Papers&rdquo; sind eine Sammlung von Korrespondenzen und wiederentdeckten Dokumenten, die bis in die 1920er Jahre zur&uuml;ckreichen. Sie zeigen, dass sich sowohl die chemische Industrie als auch die zust&auml;ndigen Regulierungsbeh&ouml;rden der au&szlig;erordentlichen Toxizit&auml;t vieler chemischer Produkte trotz anderslautenden Beteuerungen durchaus bewusst waren &ndash; und wie beide Seiten zusammengearbeitet haben, um diese Informationen vor der &Ouml;ffentlichkeit zu verbergen.<br>\nDie &ldquo;Poison Papers&rdquo;-Aktivisten glauben, dass ihre Ver&ouml;ffentlichung die verbreitete Wahrnehmung der von Chemikalien ausgehenden Gefahren &auml;ndern kann, weil die Dokumente eine zus&auml;tzliche Dimension ans Licht holen: das Ausma&szlig; des Betrugs, mit dem diese Stoffe marktf&auml;hig gemacht wurden, von Beh&ouml;rden, deren Aufgabe eigentlich im Schutz von Gesundheit und Umwelt besteht.<br>\nDie &ldquo;Poison Papers&rdquo; sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Bioscience Resource Project und des Center for Media and Democracy. Eine Schl&uuml;sselfigur ist Carol Van Strum, die einen Gro&szlig;teil der nun ver&ouml;ffentlichten Dokumente &uuml;ber Jahrzehnte in einer Scheune aufbewahrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Poison-Papers-Schatztruhe-voll-toxischer-Geheimnisse-3796738.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich: Im Widerspruch zum eigenen Modernisierungsanspruch<\/strong><br>\nNeophyten &ndash; so bezeichnet die Presse Frankreichs die Neuank&ouml;mmlinge der &raquo;Bewegungsparteien&laquo; FI (M&eacute;lenchon&rsquo;s &raquo;La France insoumise&laquo;) und LREM ( Macron&rsquo;s &raquo;La R&eacute;publique En Marche&laquo;) in den Parlamenten. Ein Drittel dieser in die Nationalversammlung eingewanderten Spezies wird mit der Parlamentsreform wohl wieder seinen neu eroberten Lebensraum verlieren.<br>\nDaf&uuml;r hat die Regierungsmehrheit den Weg ebenso frei gemacht wie f&uuml;r die Durchsetzung der Arbeitsmarktreformen auf dem Verordnungswege ohne langwierige Beteiligung des Parlaments.<br>\nDer Jupiter im Pr&auml;sidentenpalast will seinen H&ouml;henflug ohne die l&auml;stigen Bleigewichte der &uuml;berkommenen gesellschaftlichen Strukturen fortsetzen. Die propagierte Moralisierung der Politik auf dem Gesetzeswege wird zwar k&uuml;nftig die Besch&auml;ftigung von Familienangeh&ouml;rigen durch Abgeordnete, Minister usw. unterbinden. Doch gleichzeitig zog neuerlich der Stallgeruch aus dem Augiasstall der verm&ouml;genden Klassen auch &uuml;ber den Kabinettstisch: Die heutige Arbeitsministerin hatte als Personalvorstand des Lebensmittelkonzerns Danone ihre Aktienoptionen realisiert, als der Kurs nach der Ank&uuml;ndigung von Massenentlassungen im Konzern zum H&ouml;henflug ansetzte.<br>\nDen Weg in neue H&ouml;hen will sich der Pr&auml;sident erleichtern. Regierungschef Eduard Philippe will f&uuml;r ca. 10 Mrd. Euro Staatseigentum ver&auml;u&szlig;ern. Das k&ouml;nnte Europas gr&ouml;&szlig;ten Energie-Konzern Engie betreffen, an dem der Staat noch mit 38% beteiligt ist, und der wiederum an dem Betreiber der belgischen Atommeiler Anteile h&auml;lt. Insgesamt h&auml;lt der franz&ouml;sische Staat noch etwa 81 Beteiligungen im Wert von 90 Mrd. Euro. Die Erl&ouml;se sollen in einen Zukunftsinvestitionsfonds flie&szlig;en und nicht in die Sanierung des Staatshaushalts. Unter Hollande war f&uuml;r die Einrichtung solcher Fonds eine staatliche F&ouml;rderbank gegr&uuml;ndet worden, die EU-Gelder aus dem Junkerplan hebeln sollte. Aufgrund der geringen staatlichen Ausstattung blieb sie als Sammelstelle f&uuml;r Privatkapital wirkungslos bei der Erneuerung der industriellen Basis Frankreichs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/frankreich-im-widerspruch-zum-eigenen-modernisierungsanspruch\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der von den hiesigen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; oft als linksliberal bezeichnete Macron zeigt nun immer mehr sein wahres Gesicht: Immer deutlicher zu erkennen ist eine Fratze mit neoliberalen Inhalten. Hoffentlich setzen die k&uuml;nftigen Arbeitsk&auml;mpfe dem neuen Pr&auml;sidenten deutliche Grenzen &ndash; anders und besser als in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afghanistan: Koloniale S&ouml;ldner<\/strong><br>\nBereits Mitte Juli wurde &ouml;ffentlich, dass enge Berater von US-Pr&auml;sident Donald Trump Erik D. Prince, Gr&uuml;nder der privaten Milit&auml;rfirma Blackwater Worldwide und Stephen A. Feinberg, der mit DynCorp International verbunden ist, beauftragt hatten, eine &bdquo;S&ouml;ldnerl&ouml;sung&ldquo; als Alternative zur anvisierten Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan auszuarbeiten &ndash; die komplette Kontrolle &uuml;ber das Land und die dortige US-Politik solle dabei originellerweise an einen &bdquo;Vizek&ouml;nig&ldquo; &uuml;bertragen werden (IMI-Aktuell 2017\/421). In der Washington Post wurden nun weitere Details dieses aberwitzigen, von einem Gro&szlig;teil des Kongresses mutma&szlig;lich abgelehnten, von Trump anscheinend aber wohlwollend aufgenommenen Plans ver&ouml;ffentlicht: &bdquo; Prince has described the proposal in interviews this week as a plan to send 5,500 private military contractors to embed with Afghan National Security Forces units at the battalion level to fight the Taliban, supported by a 90-plane private air force. [&hellip;]Prince&rsquo;s proposal states that Afghanistan is headed to a complete meltdown and is effectively in &ldquo;bankruptcy&rdquo; with the best way forward analogous to a Chapter 11 reorganization. [&hellip;] Prince wants Trump to appoint a &ldquo;trustee&rdquo; to preside over all U.S. policy in Afghanistan and Pakistan with authority over the military commanders, the U.S. ambassadors and even the Afghan military&rsquo;s own decision-making regarding operations, targeting, rules of engagement and internal promotions. That handover of control to what Prince has called a &ldquo;viceroy&rdquo; is a non-starter for many on Capitol Hill, especially since that person would also control spending and contracting. [&hellip;] There are signs Trump is open to the idea.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/10\/afghanistan-koloniale-soeldner\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesicht zeigen im Zeitalter der Gesichtserkennung<\/strong><br>\nDer Ausbau von &Uuml;berwachung wie j&uuml;ngst am Berliner S&uuml;dkreuz sorgt nicht f&uuml;r mehr Sicherheit. Solche Ma&szlig;nahmen sind allenfalls als Nachsorge zu gebrauchen<br>\nDie letzten 15 Jahre m&uuml;ssten eigentlich eine &Auml;ra gewesen sein, in der die Kriminalit&auml;t, der Terrorismus und der Betrug abgenommen haben. Ja, eigentlich m&uuml;sste es sogar als das Zeitalter der Abschaffung solcher Ausw&uuml;chse abonniert sein. Seit mindestens anderthalb Dekaden erkl&auml;rt man den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern nun, dass der sukzessive Ausbau der &Uuml;berwachung zu mehr Sicherheit f&uuml;hren w&uuml;rde. Die Gesichtserkennung am Berliner S&uuml;dkreuz, die neulich ihren Betrieb aufnahm, wurde mit genau dieser These von der Bundespolizei verteidigt. So k&ouml;nne es n&auml;mlich gelingen, &raquo;Straftaten und Gefahrensituationen im Vorfeld zu erkennen&laquo;.<br>\nDie Gesichtserkennung ist aber nun gar kein aktuelles Kapitel in dieser vermeintlichen Abschaffungsgeschichte der Kriminalit&auml;t und des Terrorismus &ndash; sie ist vielmehr eine von vielen Ma&szlig;nahmen, die gar nichts vereiteln. Die &Uuml;berwachung ist an ihrem Anspruch, die Gesellschaft a priori sicherer zu machen, auf ganzer Linie gescheitert. Sie kommt als Vorsorge daher, ist aber bestenfalls f&uuml;r die Nachsorge zu gebrauchen. Dass &Uuml;berwachung schon im Vorfeld &raquo;Gefahr erkannt, Gefahr gebannt&laquo; spielt, kann man getrost ausschlie&szlig;en. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen das ja auch: Passiert ist immer wieder allerlei. Wenn das gefilmt wurde, konnte man hin und wieder Aufkl&auml;rung betreiben. Dann war es aber schon zu sp&auml;t und die Justiz pflegte nachsorgerisch, wo die &Uuml;berwachungsfreaks Vorsorgequalit&auml;ten versprachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060163.gesicht-zeigen-im-zeitalter-der-gesichtserkennung.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Propaganda wiederholt sich<\/strong><br>\nViele kluge Beschwerden wurden seit 2014 &uuml;ber den medialen Umgang mit der Sezession der Krim ge&auml;u&szlig;ert: dass dieser Umgang regelm&auml;&szlig;ig die entscheidende erste H&auml;lfte der Geschichte verschweigt (den nationalistischen Putsch in Kiew). Dass er die aktuelle Zufriedenheit der Krimbewohner, die es keineswegs &raquo;zur&uuml;ck&laquo; zur Ukraine treibt, au&szlig;er Acht l&auml;sst. Dass die zum &raquo;schweren V&ouml;lkerrechtsbruch&laquo; hochdramatisierte (unblutige) Krim-Sezession im Vergleich zu den Hunderttausenden Toten der westlichen Angriffskriege geradezu ein pazifistischer Akt war, der weitere ernste Eskalationen verhinderte &ndash; doch diese Sichtweisen perlen an den gro&szlig;en deutschen Redaktionen noch immer ab: Eine Welle an russenfeindlichen, sachlich falschen und moralisch grotesk verdrehten Kommentaren folgte auf Christian Lindners nicht mal besonders klugen, sondern nur der Realit&auml;t Rechnung tragenden Vorschlag eines pragmatischen Umgangs mit der Krim-Causa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060073.propaganda-wiederholt-sich.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum Christian Lindner recht hat<\/strong><br>\nWeil Christian Lindner daf&uuml;r eintrat, die russische Annexion der Krim-Halbinsel vorerst zu akzeptieren, verurteilen gro&szlig;e Teile der Medien und der Politik den FDP-Chef. Die Reaktion ist hysterisch und kurzsichtig. Wer Frieden und Sicherheit will, muss den Weg f&uuml;r politische L&ouml;sungen &ouml;ffnen<br>\nMitten im Wahlkampf hat sich Christian Lindner in einem Interview mit der Funke Mediengruppe deutlich daf&uuml;r ausgesprochen, wieder Bewegung in das Verh&auml;ltnis zu Russland bringen zu wollen. Erwartungsgem&auml;&szlig; jaulte ein Gro&szlig;teil der Medien und Teile von CDU und SPD auf. Zusammen unterstellten sie Lindner einen &bdquo;Abschied vom Rechtsstaat&ldquo; und bezichtigten ihn, ein &bdquo;Putinversteher&ldquo; zu sein. Diese hysterische Argumentation schloss sich nathlos daran an, womit seit Beginn der Ukraine-Krise jeder Versuch, Bewegung in eine festgefahrene Politik zu bringen, im Keim erstickt wird. Damit ist man auf dem besten Weg, die Entwicklungen in Europa zu versteinern. Manche Journalisten &ndash; wie Richard Volkmann von der Bild &ndash; m&uuml;ssen die Archive ge&ouml;ffnet haben, um authentisch an den Propagandastil ihrer Berichterstattung zur Zeit des Kalten Krieges ankn&uuml;pfen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cicero.de\/aussenpolitik\/krimkrise-warum-christian-lindner-recht-hat\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lobbyismus: Wohl verdient<\/strong><br>\nEs gibt starke Verflechtungen der Union mit der Wirtschaft. Franz-Josef Holzenkamp ist ein ganz besonderes Beispiel. Denn er ist Lobbyist und Abgeordneter zugleich.<br>\nWar er da schon Lobbyist der Wirtschaft &ndash; oder noch Volksvertreter? Und ist das &uuml;berhaupt ein Widerspruch? Ende Juni sprach der CDU-Abgeordnete Holzenkamp im Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Es ging um die D&uuml;ngeverordnung. Holzenkamp hielt eine f&uuml;r ihn typische Rede, in der das Lob f&uuml;r die Landwirte nicht fehlt. Ein Satz seiner letzten Rede: &bdquo;Und bitte, meine Damen und Herren, anerkennen wir, was die Landwirtschaft, was die deutschen Landwirte f&uuml;r unsere Gesellschaft leisten, und instrumentalisieren wir die Landwirte nicht f&uuml;r Wahlk&auml;mpfe.&ldquo;<br>\nUnd er &ndash; ist auch er ein &bdquo;Instrument&ldquo;? Nein, sagt Holzenkamp: Er habe immer &bdquo;unabh&auml;ngig und auf fachlicher Basis entschieden&ldquo;, sagt er. Doch die Frage liegt auf der Hand: Wie frei ist ein Wirtschaftspolitiker, wenn er zugleich eine Reihe von lukrativen Nebenposten anh&auml;uft? Viele tun das, aber kaum jemand steht daf&uuml;r so wie Holzenkamp. Sein Name findet sich unter den ersten f&uuml;nf in der Liste der Nebenverdiener, die &bdquo;Abgeordnetenwatch.de&ldquo; j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlicht hat &ndash; zwischen 255.000 und 532.000 Euro betragen seine gemeldeten Nebeneink&uuml;nfte im Jahr demnach, und zwar nur diejenigen aus Nebent&auml;tigkeiten f&uuml;r Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/lobbyismus-franz-josef-holzenkamp-ein-ganz-besonderes-beispiel-15139532.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Es gibt starke Verflechtungen der Union mit der Wirtschaft.&rdquo; Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Wenn eine Partei in Deutschland seit jeher die Interessen der deutschen Oligarchie fest im Blick hat, dann ist es die CDU.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unbedingt lesen: DIE GRO&szlig;E RENTENL&Uuml;GE<\/strong><br>\nSeit dem dem 1. August ist das neue Buch von Holger Balodis und Dagmar H&uuml;hne auf dem Markt. Wir finden, ein &uuml;beraus lesenswertes Buch.<br>\nAlle die sich einen gut lesbaren &Uuml;berblick &uuml;ber eine scheinbar komplizierte Materie machen wollen und dabei gleichzeitig nach Orientierung f&uuml;r machbare L&ouml;sung aus dem Rentendesaster suchen greifen hier richtig zu.<br>\nDie Autoren skizzieren &uuml;berzeugend was sie zu Recht als &bdquo;die gro&szlig;e Rentenl&uuml;ge&ldquo; bezeichnen: &Uuml;ber Jahrzehnte wurde mit der &bdquo;Demografiekatastrophe&ldquo;, der behaupteten fehlenden Generationengerechtigkeit und dem angeblich so &uuml;berlegenen &bdquo;Drei S&auml;ulen Modell&ldquo; regelrecht eine Rentengehirnw&auml;sche betrieben. Das Erfolgsmodell &bdquo;Umlagefinanzierte Rente&ldquo; wurde so verantwortungslos demontiert mit der Aussicht auf millionenfacher Altersarmut.<br>\nDas Buch nennt die Verantwortlichen und die Gewinner.<br>\nEs macht aber auch Mut zum Engagement. Gibt einen &Uuml;berblick wie es einige Nachbarn besser machen und skizziert die Positionen von Parteien, Verb&auml;nden und Bewegungsorganisationen. Die von den Autoren vorgeschlagenen Reformschritte sind eine gute Grundlage f&uuml;r die weitere politische Meinungs- und Willensbildung&hellip;<br>\nHolger Balodis, Dagmar H&uuml;hne: Die gro&szlig;e Rentenl&uuml;ge &ndash; Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung f&uuml;r alle m&ouml;glich ist<br>\nWestend-Verlag, Taschenbuch: 18 &euro;, e-book: 13,99&euro;<br>\nAm 9.8.17 war Holger Balodis Gast in der  &bdquo;WDR-Redezeit&ldquo;. Das Gespr&auml;ch gibt einen gute Vorgeschmack auf die Buchlekt&uuml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/unbedingt-lesen-die-gro%c3%9fe-rentenluege\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu: Riester-Rente: Nutzlos und sozial ungerecht?<\/strong><br>\nIst die Riester-Rente gescheitert? Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen, dass Riester-Sparer immer weniger Zulagen erhalten. Kritiker halten das ganze Modell f&uuml;r zu ineffizient &ndash; doch die Versicherer wollen weiter daran festhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/riester-rente-nutzlos-und-sozial-ungerecht.769.de.html?dram:article_id=393230\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Granaten zu Spaten zu Granaten<\/strong><br>\nDie Umwandlung von milit&auml;rischer in zivile Produktion war auch bei den S&uuml;dwest-Gr&uuml;nen einmal ein gro&szlig;es Thema. Zumindest bis zur Wahl 2011. Kirchen, Gewerkschaften und Friedensinitiativen werben indes weiter f&uuml;r R&uuml;stungskonversion.<br>\nJ&uuml;rgen Gr&auml;sslin ist kein Freund zur&uuml;ckhaltender Formulierungen. In einem &ldquo;Sieben-Jahres-Schlaf&rdquo; bef&auml;nden sich die Landes-Gr&uuml;nen seit &Uuml;bernahme der Regierungsverantwortung, was die baden-w&uuml;rttembergische R&uuml;stungsindustrie angehe, &auml;tzte der prominente Freiburger R&uuml;stungsgegner Anfang Juli bei der Vorstellung des R&uuml;stungsatlas Baden-W&uuml;rttemberg in Stuttgart. Die H&auml;rte der Kritik h&auml;ngt auch mit den Erwartungen zusammen, die die Partei noch in ihrem Landtagswahlprogramm 2011 geweckt hatte. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Frieden statt Waffen exportieren&rdquo; standen darin S&auml;tze wie: &ldquo;Zu einer verantwortungsbewussten Politik geh&ouml;rt auch der kritische Umgang mit der baden-w&uuml;rttembergischen R&uuml;stungsproduktion und mit R&uuml;stungsexporten&rdquo;, oder: &ldquo;Wir setzen uns deshalb sowohl im Land als auch auf Bundes- und europ&auml;ischer Ebene f&uuml;r den Umstieg dieser Industrien auf zivile Fertigung ein&rdquo;.<br>\nLetzteres ist ein klares Bekenntnis zur R&uuml;stungskonversion, einer Idee, die unter dem Slogan &ldquo;Schwerter zu Pflugscharen&rdquo; (oder auch &ldquo;Granaten zu Spaten&rdquo;, wie es der Kabarettist Wolfgang Neuss formulierte) zu den zentralen Inhalten der Friedensbewegung der siebziger und achtziger Jahre geh&ouml;rte. Gefordert wurde eine Umstellung von milit&auml;rischer auf zivile Produktion beziehungsweise Nutzung, um der immer weiter gedrehten R&uuml;stungsspirale &ouml;konomisch die Grundlage zu entziehen, die Logik des Militarismus zu durchbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/332\/granaten-zu-spaten-zu-granaten-4525.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Auch nur hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\nBeim Diesel ist es Manipulation. In der PR hei&szlig;t es: zeitgem&auml;&szlig;e Co-Produktion. Arno Frank erg&auml;nzt die Erkl&auml;rung von Ministerpr&auml;sident Stephan Weil<br>\nSehr geehrte Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger Mitb&uuml;rger_innen (Vorschlag kommissarische Kommission f&uuml;r queere Belange), liebe &Ouml;ffentlichkeit! Es gilt, gewisse Missverst&auml;ndnisse Irrt&uuml;mer (Vorschlag Pressereferent) bez&uuml;glich meiner Regierungserkl&auml;rung zum Skandal um die Volkswagen AG zu aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft (Vorschlag der Volkswagen AG) auszur&auml;umen. Diese Missverst&auml;ndnisse Irrt&uuml;mer (viel besser! Pressereferent) betreffen nicht etwa eine m&ouml;gliche v&ouml;llig absurde (Pressereferent) Befangenheit der Landesregierung vorl&auml;ufigen Landesregierung (Gemeinschaftsvorschlag von Elke Twesten\/Bernd Althusmann) als Anteilseignerin der Volkswagen AG einer Firma f&uuml;r Maschinenbauprodukte (Vorschlag der VW AG), sondern das zeitgem&auml;&szlig;e Verfassen von Texten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/auch-nur-heisse-luft\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: VW-Betriebsratschef warnt vor Diesel-Wahlkampf<\/strong><br>\nHeizt der Wahlkampf die Debatte um die Abgasaff&auml;re und die VW-Beteiligung von Niedersachsen an? Ja, glaubt VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und fordert &ldquo;einfach mal wieder ein bisschen mehr Ruhe&rdquo;.<br>\nVW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat vor einer politischen Instrumentalisierung der Abgasaff&auml;re gewarnt. &ldquo;Mein Eindruck ist: Der Wahlkampf tr&auml;gt sehr zur hitzigen Debatte bei&rdquo;, sagte der oberste Mitarbeitervertreter der &ldquo;Braunschweiger Zeitung&rdquo;. Es stehe &ldquo;au&szlig;er Frage, dass Volkswagen allen Grund hat, dem&uuml;tig zu sein. Aber genau wie manche Kunden zu Recht &auml;rgerlich sind, sind es auch die Kolleginnen und Kollegen.&rdquo;<br>\nDie Besch&auml;ftigten br&auml;uchten auch &ldquo;einfach mal wieder ein bisschen mehr Ruhe, damit wir uns wieder auf unseren Job konzentrieren k&ouml;nnen&rdquo;, so Osterloh. Vertrauensleute der IG Metall sammelten Unterschriften in den deutschen Werken von VW. Die Aktion solle klarmachen, dass eine Profilierung von Politikern &uuml;ber die Reizthemen im Konzern unangemessen sei. &ldquo;Von den 600.000 Besch&auml;ftigten weltweit haben die wenigsten etwas mit Dieselgate zu tun.&rdquo;. [&hellip;]<br>\nLinken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch sprach sich daf&uuml;r aus, den Anteil Niedersachsens an die VW-Belegschaft zu &uuml;bertragen. &ldquo;Die 20 Prozent Landeseigentum sollten ganz oder teilweise in Belegschaftseigentum umgewandelt werden&rdquo;, sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur. M&ouml;glich sei etwa ein Stiftungsmodell. FDP-Parteichef Christian Lindner will dagegen eine Privatisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vw-affaere-betriebsratschef-osterloh-warnt-vor-diesel-wahlkampf-a-1162160.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Nicht einmal Herr Osterloh als Konzernbetriebsrat will den l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Wandel und die Weiterentwicklung des VW-Konzerns unterst&uuml;tzen und schon gar nicht fordern. Er will stattdessen den Konzern weiter gegen berechtigte Kritik abschotten, Belegschaft und Kunden wieder in die bet&auml;ubte &ldquo;Ruhe&rdquo; zur&uuml;ckf&uuml;hren. Kein Wunder, Herr Osterloh sitzt ja auch im Pr&auml;sidium des Aufsichtsrates der VW AG und war mit Peter Hartz ab 2000 f&uuml;r Tarifdumping im VW-Konzern zust&auml;ndig.<\/em><br>\n<em>In der Debatte von Betriebsrat und Konzernspitze scheint noch nicht genug Hitze angekommen zu sein. Nur so kann man die Krise nicht zur Ver&auml;nderung nutzen, die letzten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/e-auto-post-101.html\">Hinweise<\/a> verschlafen und sich eine fragw&uuml;rdige <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diesel-autos-verkehrsclub-deutschland-zweifelt-an.1939.de.html?drn:news_id=778347\">Wechselpr&auml;mie<\/a> ausdenken. Die &ldquo;&auml;rgerlich[en]&rdquo;Besch&auml;ftigten und Kunden sollen schon wieder eingeschl&auml;fert werden, bevor sie &uuml;berhaupt richtig aktiv geworden, auf die Stra&szlig;e gegangen sind und bevor alle geklagt haben. Vielleicht sinnvolle Vorschl&auml;ge werden als &ldquo;Profilierung&rdquo; abgetan. IG Metall, willige Presse und Spiegel online unterst&uuml;tzen diesen &ldquo;weiter so&rdquo;-Kurs, der am Schluss zu Lasten der Besch&auml;ftigten gehen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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