{"id":39590,"date":"2017-08-13T09:00:43","date_gmt":"2017-08-13T07:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590"},"modified":"2017-08-11T12:15:38","modified_gmt":"2017-08-11T10:15:38","slug":"hinweise-der-woche-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h01\">Ein neuer staatlich gedeckter Betrug der Autobranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h02\">Propaganda wiederholt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h03\">Regime Change in Venezuela?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h04\">Afghanistan: Koloniale S&ouml;ldner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h05\">&Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist Folge inhumaner politischer Vorgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h06\">Keine Hilfe f&uuml;r Afrika &ndash; Auch die neue Entwicklungspolitik ist unehrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h07\">Frankreich: Im Widerspruch zum eigenen Modernisierungsanspruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h08\">&Ouml;konom &uuml;ber Folgen der Finanzkrise: &bdquo;Das kann jederzeit wieder kommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h09\">Poison Papers: Schatztruhe voll toxischer Geheimnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h10\">Staatsversagen Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h11\">Gro&szlig;e Koalition: Sozialpolitik in Trippelschritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h12\">Kann EU-weites Wassersparen den Wassermangel in Spanien und Italien mindern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h13\">Wahl braucht Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590#h14\">Alles im Griff<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein neuer staatlich gedeckter Betrug der Autobranche<\/strong><br>\nNachdem aufgeflogen ist, dass die Automobilbranche mit R&uuml;ckendeckung sukzessiver Regierungen unterschiedlicher Couleur die K&auml;ufer bei den Abgas- und Verbrauchswerten immer dreister betrogen hat, folgt nun das staatlich gedeckt Betrugsman&ouml;ver Teil 2, die Umweltpr&auml;mie.<br>\nDer Absatz ist aufgrund des Diesel-Skandals eingebrochen. Die Halden unverkaufter Neuwagen werden gr&ouml;&szlig;er. Die Autohersteller m&uuml;ssen die Preise kr&auml;ftig senken. Gleichzeitig werden sie von den Vorwahl-Politikern massiv bedr&auml;ngt, wenigstens so zu tun, als w&uuml;rden sie etwas zur Behebung des angerichteten Schadens beitragen. Was liegt da n&auml;her, als die ohnehin n&ouml;tigen Preissenkungen beim Neuwagenkauf von f&uuml;nf bis zehn Prozent des Listenpreises als Umweltrabatte zu deklarieren und so zu tun, als m&uuml;sse man daf&uuml;r einen alten Diesel aus dem Verkehr ziehen. Machen Sie mal die Probe aufs Exempel. Gehen sie zu einem VW-H&auml;ndler und fragen nach einem Nachlass vom Listenpreis &ndash; sagen wir beim Kauf eines gro&szlig;motorigen Touareg. Ich w&uuml;rde wetten, da ist einiges zu machen, auch ohne dass Sie einen alten Stinker ihr eigen nennen und aufgeben.<br>\nMan fragt sich: Wenn BMW f&uuml;r seine &bdquo;Umweltpr&auml;mie&ldquo; von 2000 Euro den Kauf eines Neuwagens mit weniger als 130g CO2-Austo&szlig; zur Bedingung macht: Kann BMW die Pr&auml;mie sp&auml;ter zur&uuml;ckfordern, wenn das Unternehmen dem Kunden nachweisen sollte, dass der CO2-Austo&szlig; nur auf dem Papier so niedrig ist? Und: Wenn VW die h&ouml;chste &bdquo;Umwelt&ldquo;-Pr&auml;mie von 10.000 Euro f&uuml;r den Kauf von Touareg-Dieselgro&szlig;schluckern bietet, liegt der Umweltaspekt dann vielleicht darin, dass man mit diesen Teilen ohnehin bald nicht mehr in St&auml;dte fahren darf &ndash; indirekte F&ouml;rderung des Nahverkehrs also?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/873-umweltpraemie\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Diesel-Abwrackpr&auml;mie hat mit Umweltschutz nichts zu tun<\/strong><br>\nVW, BMW und Daimler setzen auf alte Muster: hohe Rabatte f&uuml;r Ladenh&uuml;ter. Das f&uuml;hrt nicht zu besserer Luft, sondern ist ein Zeichen f&uuml;r wachsende Verzweiflung. [&hellip;]<br>\nAuf den zweiten Blick ist das Man&ouml;ver doch sehr durchsichtig. Es ist klar, dass die Autobauer, allen voran der sehr in Bedr&auml;ngnis geratene Wolfsburger Konzern mit seinen Marken wie VW, Audi, Porsche und Skoda, mit dem Angebot vor allem ihren Absatz unterst&uuml;tzen und den Dieselmotor retten wollen. Es war schon immer ein probates Mittel, den darbenden Verkauf zu stimulieren, indem man &uuml;ppige Rabattaktionen auf unattraktive Ware gew&auml;hrt. Das kann man in jedem Warenhaus bestaunen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/abgasskandal-die-diesel-abwrackpraemie-hat-mit-umweltschutz-nichts-zu-tun-1.3620573\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wie die Politik die Autoindustrie vor Bu&szlig;geldern sch&uuml;tzt<\/strong><br>\nDie EU schreibt abschreckende Sanktionen gegen Autohersteller vor, die Schummelsoftware einsetzen. Doch Minister Dobrindt lehnt abschreckende Bu&szlig;gelder ab.<br>\nDie EU-Vorgaben sind eigentlich klar: Autohersteller, die unzul&auml;ssige Abschalteinrichtungen einsetzen, um Abgaswerte zu manipulieren, sollen in den einzelnen Mitgliedsstaaten &bdquo;wirksam, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, abschreckend&ldquo; sanktioniert werden. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lehnt es ab, Bu&szlig;gelder gegen die Autokonzerne auf den Weg zu bringen. Ihm reichen R&uuml;ckrufaktionen der Autokonzerne und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Dabei zeigen seine eigenen Hausjuristen detailliert auf, wie auch Bu&szlig;gelder verh&auml;ngt werden k&ouml;nnten. Das zeigt eine interne f&uuml;nfseitige Expertise vom Mai 2016, die REPORT MAINZ vorliegt. Oliver Krischer, Obmann der Gr&uuml;nen im Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages h&auml;lt das f&uuml;r einen Skandal: &bdquo;Das, was die Bundesregierung im Moment praktiziert, ist quasi eine Einladung an die Trickser und Betr&uuml;ger in der Automobilindustrie, weiter zu machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/report\/dieselskandal-wie-die-politik-die-autoindustrie-vor-bussgeldern-schuetzt\/-\/id=233454\/did=20037636\/nid=233454\/hzj7l2\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Das ist nicht niedlich<\/strong><br>\nDer Begriff Schummelsoftware steht seit 2015 auch f&uuml;r die Vers&auml;umnisse im Dieselskandal. Nicht nur PolitikerInnen sparen klare Worte zu oft aus. Gerade in vielen Redaktionsstuben ist sprachliche Pr&auml;zision Mangelware, wenn es gilt, die Autoindustrie zu entlarven.<br>\nKlaus-Peter Murawski, als Chef der Staatskanzlei wichtigster Berater von Winfried Kretschmann, hat sich dieser Tage als &bdquo;Verantwortungsethiker&ldquo; ereifert, weil baden-w&uuml;rttembergischen MedienvertreterInnen einen &bdquo;Krieg gegen unseren Industriestandort f&uuml;hren&ldquo;. Belege nannte er nicht. Sie zu finden, w&auml;re ihm kaum gelungen. Gerade die Reaktionen auf den mit so viel Spannung erwarteten &bdquo;Nationalen Gipfel&ldquo; in der vergangenen Woche zeigten, dass im Gegenteil die spitzen Pfeile viel &ouml;fter gegen Umwelt- und Klimasch&uuml;tzer fliegen. &bdquo;Nicht genug, nicht genug, rufen nun am lautesten diejenigen, die am liebsten alle Autos aus dem Stadtverkehr ziehen m&ouml;chten, Gro&szlig;konzerne per se f&uuml;r halbkriminelle Vereinigungen halten und f&uuml;r die eine weitestgehend industriefreie Luftreinhaltung Vorrang vor dem Erhalt von Zigtausenden Arbeitspl&auml;tzen hat&ldquo;, posaunen beispielsweise die &bdquo;Stuttgarter Nachrichten&ldquo;.<br>\nHalbkriminelle Vereinigungen? Rudi Hickel, der linke Wirtschaftsprofessor aus Bremen, beklagt seit den Neunzigern die einseitig neoliberale Ausrichtung beim gr&ouml;&szlig;ten Teil der schreibenden Zunft. Im Abgasskandal haben sich zwar mehrere Rechercheverb&uuml;nde und Redaktionen in der Republik gro&szlig;e Verdienste erworben. In Kommentaren und Analysen dagegen kommen die Bosse nach der bew&auml;hrten &bdquo;Ja, aber&ldquo;- Methode viel zu gut weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/332\/das-ist-nicht-niedlich-4528.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Propaganda wiederholt sich<\/strong><br>\nViele kluge Beschwerden wurden seit 2014 &uuml;ber den medialen Umgang mit der Sezession der Krim ge&auml;u&szlig;ert: dass dieser Umgang regelm&auml;&szlig;ig die entscheidende erste H&auml;lfte der Geschichte verschweigt (den nationalistischen Putsch in Kiew). Dass er die aktuelle Zufriedenheit der Krimbewohner, die es keineswegs &raquo;zur&uuml;ck&laquo; zur Ukraine treibt, au&szlig;er Acht l&auml;sst. Dass die zum &raquo;schweren V&ouml;lkerrechtsbruch&laquo; hochdramatisierte (unblutige) Krim-Sezession im Vergleich zu den Hunderttausenden Toten der westlichen Angriffskriege geradezu ein pazifistischer Akt war, der weitere ernste Eskalationen verhinderte &ndash; doch diese Sichtweisen perlen an den gro&szlig;en deutschen Redaktionen noch immer ab: Eine Welle an russenfeindlichen, sachlich falschen und moralisch grotesk verdrehten Kommentaren folgte auf Christian Lindners nicht mal besonders klugen, sondern nur der Realit&auml;t Rechnung tragenden Vorschlag eines pragmatischen Umgangs mit der Krim-Causa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060073.propaganda-wiederholt-sich.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum Christian Lindner recht hat<\/strong><br>\nWeil Christian Lindner daf&uuml;r eintrat, die russische Annexion der Krim-Halbinsel vorerst zu akzeptieren, verurteilen gro&szlig;e Teile der Medien und der Politik den FDP-Chef. Die Reaktion ist hysterisch und kurzsichtig. Wer Frieden und Sicherheit will, muss den Weg f&uuml;r politische L&ouml;sungen &ouml;ffnen<br>\nMitten im Wahlkampf hat sich Christian Lindner in einem Interview mit der Funke Mediengruppe deutlich daf&uuml;r ausgesprochen, wieder Bewegung in das Verh&auml;ltnis zu Russland bringen zu wollen. Erwartungsgem&auml;&szlig; jaulte ein Gro&szlig;teil der Medien und Teile von CDU und SPD auf. Zusammen unterstellten sie Lindner einen &bdquo;Abschied vom Rechtsstaat&ldquo; und bezichtigten ihn, ein &bdquo;Putinversteher&ldquo; zu sein. Diese hysterische Argumentation schloss sich nahtlos daran an, womit seit Beginn der Ukraine-Krise jeder Versuch, Bewegung in eine festgefahrene Politik zu bringen, im Keim erstickt wird. Damit ist man auf dem besten Weg, die Entwicklungen in Europa zu versteinern. Manche Journalisten &ndash; wie Richard Volkmann von der Bild &ndash; m&uuml;ssen die Archive ge&ouml;ffnet haben, um authentisch an den Propagandastil ihrer Berichterstattung zur Zeit des Kalten Krieges ankn&uuml;pfen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cicero.de\/aussenpolitik\/krimkrise-warum-christian-lindner-recht-hat\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Regime Change in Venezuela?<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Au&szlig;enminister Rex Tillerson hat in einer Pressekonferenz am 31. Juli 2017 unverhohlen ge&auml;u&szlig;ert, die US-Regierung pr&uuml;fe M&ouml;glichkeiten, in Venezuela einen Regimewechsel durchzuf&uuml;hren.<br>\nHintergrund ist das von Staatschef Maduro bereits im Juni angesetzte Referendum &uuml;ber die Konstituierung einer verfassungsgebenden Versammlung, das am Sonntag letzter Woche (30. Juli) stattfand. Kurz nachdem die USA am Montag in einer ersten konkreten Reaktion Sanktionen gegen den venezolanischen Pr&auml;sidenten verh&auml;ngt hatten, sprach Tillerson vor Pressevertretern: &ldquo;Unsere Vorgehensweise im Fall Venezuela sah so aus, dass wir versucht haben vermittels unterschiedlicher Koalitionspartner zu arbeiten, durch die OAS [Organisation Amerikanischer Staaten] und andere, die unsere Sicht von Venezuelas Zukunft teilen. &hellip; Wir wollen ganz klar, dass Venezuela zu seiner Verfassung und zu seinen geplanten Wahlen zur&uuml;ckkehrt und dass das venezolanischen Volk die M&ouml;glichkeit hat, in der Regierung mitzubestimmen, die es verdient.&ldquo;<br>\nAnzumerken w&auml;re hierzu, dass die OAS, der auch die USA angeh&ouml;ren, mit Tillersons Vereinnahmung als &bdquo;Koalitionspartner&ldquo; schwerlich einverstanden sein d&uuml;rfte bzw. sollte. Zwar erkl&auml;rten die meisten Staaten der Region, darunter Argentinien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Panama und Paraguay, dass sie den Ausgang des Referendums nicht anerkennen wollen, aber die US-amerikanischen Vorstellungen von Good Governance und deren Durchsetzung sind dennoch kaum mit den Statuten der OAS in Einklang zu bringen, wie u.a. Telesur anmerkt [2]. So lautet Artikel 19 der Charta: &bdquo;Kein Staat bzw. Staatengruppe hat das Recht, sich in die inneren oder &auml;u&szlig;eren Angelegenheiten irgendeines anderen Staates einzumischen, weder direkt noch indirekt. Das vorangehende Prinzip verbietet nicht nur bewaffnete Gewalt, sondern auch jede andere Form der Beeinflussung oder versuchten Drohung gegen die Pers&ouml;nlichkeit des Staates oder gegen seine politischen, pers&ouml;nlichen und &ouml;konomischen Elemente.&ldquo; Artikel 20 lautet: &ldquo;Kein Staat darf Zwangsma&szlig;nahmen &ouml;konomischer oder politischer Natur anwenden oder unterst&uuml;tzen, um den souver&auml;nen Willen eines anderen Staates zu n&ouml;tigen und von ihm irgendwelche Vorteile zu erlangen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/07\/regime-change-in-venezuela\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Als erstes sollte man sich vergegenw&auml;rtigen, dass Venezuela &uuml;ber sehr gro&szlig;e Erd&ouml;lvorkommen verf&uuml;gt. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob es der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung unter einer von den USA genehmen Regierung wirklich besser gehen oder ob nicht Venezuela dann vollends ins Chaos gest&uuml;rzt w&uuml;rde, wie bereits vorher Syrien, Libyen oder der Irak.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Afghanistan: Koloniale S&ouml;ldner<\/strong><br>\nBereits Mitte Juli wurde &ouml;ffentlich, dass enge Berater von US-Pr&auml;sident Donald Trump Erik D. Prince, Gr&uuml;nder der privaten Milit&auml;rfirma Blackwater Worldwide und Stephen A. Feinberg, der mit DynCorp International verbunden ist, beauftragt hatten, eine &bdquo;S&ouml;ldnerl&ouml;sung&ldquo; als Alternative zur anvisierten Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan auszuarbeiten &ndash; die komplette Kontrolle &uuml;ber das Land und die dortige US-Politik solle dabei originellerweise an einen &bdquo;Vizek&ouml;nig&ldquo; &uuml;bertragen werden (IMI-Aktuell 2017\/421). In der Washington Post wurden nun weitere Details dieses aberwitzigen, von einem Gro&szlig;teil des Kongresses mutma&szlig;lich abgelehnten, von Trump anscheinend aber wohlwollend aufgenommenen Plans ver&ouml;ffentlicht: &bdquo; Prince has described the proposal in interviews this week as a plan to send 5,500 private military contractors to embed with Afghan National Security Forces units at the battalion level to fight the Taliban, supported by a 90-plane private air force. [&hellip;]Prince&rsquo;s proposal states that Afghanistan is headed to a complete meltdown and is effectively in &ldquo;bankruptcy&rdquo; with the best way forward analogous to a Chapter 11 reorganization. [&hellip;] Prince wants Trump to appoint a &ldquo;trustee&rdquo; to preside over all U.S. policy in Afghanistan and Pakistan with authority over the military commanders, the U.S. ambassadors and even the Afghan military&rsquo;s own decision-making regarding operations, targeting, rules of engagement and internal promotions. That handover of control to what Prince has called a &ldquo;viceroy&rdquo; is a non-starter for many on Capitol Hill, especially since that person would also control spending and contracting. [&hellip;] There are signs Trump is open to the idea.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/10\/afghanistan-koloniale-soeldner\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist Folge inhumaner politischer Vorgaben<\/strong><br>\n&bdquo;Die Verwaltungsgerichte m&uuml;ssen jetzt ausbaden, was das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) im Auftrag der Bundesregierung verbockt&ldquo;, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, Berichte &uuml;ber die &Uuml;berlastung von Verwaltungsgerichten mit Asylverfahren. Jelpke weiter:<br>\n&bdquo;Die &Uuml;berlastung der Verwaltungsgerichte ist eine direkte Folge der Vorgaben der Bundesregierung, rigidere Asylbescheide zu erteilen. Es ist doch absurd, dass die Anerkennungsquoten etwa bei afghanischen Asylsuchenden sinken, wo sich gleichzeitig die Sicherheitslage in Afghanistan st&auml;ndig verschlechtert. Mit solchen politisch motivierten Entscheidungen provoziert man die Klagen vor den Verwaltungsgerichten regelrecht.<br>\nDas Gleiche gilt f&uuml;r die zunehmende Erteilung von lediglich subsidi&auml;rem Schutz. Den Betroffenen, darunter Zehntausenden Syrern, wird der Familiennachzug verwehrt. Wer nicht will, dass seine Angeh&ouml;rigen unter unzumutbaren Bedingungen in Fl&uuml;chtlingslagern in der T&uuml;rkei oder den Nachbarl&auml;ndern Syriens vegetieren m&uuml;ssen oder die lebensgef&auml;hrliche Fahrt &uuml;bers Mittelmeer wagen, dem bleibt gar nichts anderes &uuml;brig, als gegen den BAMF-Bescheid vor Gericht zu gehen.<br>\nStatt &uuml;ber eine personelle Aufstockung der Verwaltungsgerichte zu diskutieren, sollte man zu einer Asylpolitik zur&uuml;ckkehren, die rechtlichen und humanit&auml;ren Standards gleicherma&szlig;en gen&uuml;gt. Der politische Druck auf das BAMF zur Ablehnung von Asylantr&auml;gen muss zur&uuml;ckgenommen und der Familiennachzug f&uuml;r alle anerkannten Fl&uuml;chtlinge erm&ouml;glicht werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ueberlastung-der-verwaltungsgerichte-ist-folge-inhumaner-politischer-vorgaben\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Formelkompromiss wohl ohne Vollzug<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bleibt bei ihrem Kurs eingeschr&auml;nkter Abschiebungen nach Afghanistan, doch, meint Gudula Geuther, de facto werde weiterhin nicht oder so gut wie nicht an den Hindukusch abgeschoben werden. Mindestens nicht bis zur Wahl.<br>\nEs ist ein Kompromiss, den die Sprecher der Ministerien heute verk&uuml;ndet haben: Wie gef&auml;hrlich Afghanistan ist, so lautet das Ergebnis der j&uuml;ngsten Einsch&auml;tzung der Sicherheitslage durch das Ausw&auml;rtige Amt, h&auml;ngt vom Einzelfall ab. Von der Region, in der eine Person lebt, vom Geschlecht, der Religion, der Zugeh&ouml;rigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe. Und die Schlussfolgerung lautet: Die Entscheidung liegt wie immer bei den Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebungen-nach-afghanistan-ein-formelkompromiss-wohl.720.de.html?dram:article_id=393123\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ab sofort wird zur&uuml;ck geschoben<\/strong><br>\nSo ein sch&ouml;ner Zufall: Rechtzeitig vor der Bundestagswahl d&uuml;rfen Deutschland und andere EU-L&auml;nder wieder Fl&uuml;chtlinge nach Griechenland zur&uuml;ckschieben. War was? Gab es mal Probleme in Idomeni? Revolten auf Lesbos? Streunende Fl&uuml;chtlingskinder in Athen? Aber nein! Wie durch ein Wunder haben sich die Bedingungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Griechenland verbessert, behauptet die EU-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/ab-sofort-wird-zurueck-geschoben\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Keine Hilfe f&uuml;r Afrika &ndash; Auch die neue Entwicklungspolitik ist unehrlich<\/strong><br>\nDie deutsche Bundesregierung, insbesondere ihr zust&auml;ndiger Minister Gerd M&uuml;ller, ist m&auml;chtig stolz auf ihre neue Entwicklungspolitik. Und tats&auml;chlich, dass das Thema Afrika im Zentrum des j&uuml;ngsten G 20-Gipfels in Hamburg stand, war ein politisches Signal. Das hatte es zuvor so nicht gegeben. Auch der von M&uuml;ller propagierte &bdquo;Marshallplan mit Afrika&ldquo; gibt ambitionierte Ziele aus. Vor allem: Die Entwicklungskooperation soll erstmals auf Augenh&ouml;he mit den L&auml;ndern praktiziert werden. So viel der sch&ouml;nen Theorie. Mit der Realit&auml;t hat das leider nach wie vor nicht viel zu tun. Wenn wir ehrlich miteinander umgehen, m&uuml;ssen wir zugeben, dass nicht die Entwicklung Afrikas das Interesse f&uuml;r den Schwarzen Kontinent entfacht hat. Es war der enorme Zustrom von Fl&uuml;chtlingen und die Sorge, dass die Fluchtbewegungen noch dramatischer zunehmen k&ouml;nnten. Das Zauberwort ist: Fluchtursachenbek&auml;mpfung. Auch Kanzlerin Merkel wird nicht m&uuml;de, dies zu betonen. Doch so wie Deutschland und die EU das Problem angehen, kann das Ziel nicht erreicht werden. Im Gegenteil, die Zahlen werden eher zunehmen.<br>\nUnd wir selbst tragen massiv dazu bei. Es gibt ein zentrales Ereignis, das den Exodus aus Afrika einleitete: der Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi durch eine milit&auml;rische Intervention Frankreichs, Gro&szlig;britanniens und der USA. Der Fl&uuml;chtlingsdruck war vorher schon gro&szlig;, doch der Diktator hat f&uuml;r europ&auml;ische Milliarden Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ckgehalten. Als er beseitigt war, brachen die D&auml;mme. Doch nicht nur Krieg vertreibt die Menschen. Noch schlimmer wirken Not und Perspektivlosigkeit. Auch das hat mit unserer Politik zu tun. Nach wie vor fischen europ&auml;ische Fangflotten die Gew&auml;sser vor Afrikas K&uuml;sten leer. Auch wenn die direkten Exportsubventionen abgeschafft wurden, exportieren wir weiter zu Dumpingpreisen Gefl&uuml;gelteile, Milchpulver oder Tomaten auf den Kontinent und zerst&ouml;ren jeden Ansatz, dass sich dort lokale M&auml;rkte entwickeln k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.6459647\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt ihn noch, den kritischen Journalismus, der die Hintergr&uuml;nde beleuchtet. <\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Griff nach den Ressourcen<\/strong><br>\nKonzerne der EU-Staaten sichern sich Zugang zu Ackerfl&auml;chen weltweit. Spielraum f&uuml;r Kleinbauern verringert sich<br>\nDie Zeit der Kolonialreiche ist formal vorbei. Und doch erinnert nicht nur der Gestus, mit dem westliche Politiker und Wirtschaftsbosse, nicht zuletzt deutsche, gegen&uuml;ber ihren afrikanischen oder asiatischen Kollegen auftreten, an diese unselige Epoche. Da wird zwar viel von &raquo;Partnerschaften&laquo; auf &raquo;Augenh&ouml;he&laquo; geredet. Doch die Bedingungen stellen Agrar- und andere Konzerne aus der EU und den USA, so beim &raquo;Marshallplan mit Afrika&laquo;, f&uuml;r den die Bundesregierung w&auml;hrend des G-20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg warb. Und die Unternehmen haben genau wie die Regierungen der Europ&auml;ischen Union handfeste Interessen, deren Durchsetzung letztlich das Ziel sogenannter Entwicklungspartnerschaften ist. Insofern ist es logisch, dass Expertinnen und Wissenschaftler aus afrikanischen L&auml;ndern bei der Erarbeitung des &raquo;Marshallplans&laquo; nicht konsultiert wurden.<br>\nWie und in welchem Umfang EU-Agrarkonzerne und -Staaten sich beispielsweise die Kontrolle &uuml;ber Agrarfl&auml;chen in Afrika sichern, ist in einer Studie dargelegt, die im Auftrag des Europaparlaments erstellt und im Mai ver&ouml;ffentlicht wurde. Danach steht Deutschland an sechster Stelle, was den Einfluss hiesiger Unternehmen auf L&auml;ndereien au&szlig;erhalb von Europa betrifft. Insgesamt kontrollieren BRD-Unternehmen demnach &raquo;nur&laquo; knapp 310.000 Hektar in Nicht-EU-Staaten. Mit Abstand die gr&ouml;&szlig;ten &raquo;Landgrabber&laquo; sind der Untersuchung zufolge britische Konzerne. Sie verf&uuml;gen au&szlig;erhalb der EU &uuml;ber fast zwei Millionen Hektar. Die Nutzung der L&auml;ndereien durch europ&auml;ische Firmen geht fast immer mit Vertreibungen einher. Familien, die sich bislang selbst ern&auml;hren konnten, werden ihrer Existenz beraubt und fristen vielfach ein elendes Dasein als unterbezahlte Tagel&ouml;hner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/beilage\/art\/315467\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich: Im Widerspruch zum eigenen Modernisierungsanspruch<\/strong><br>\nNeophyten &ndash; so bezeichnet die Presse Frankreichs die Neuank&ouml;mmlinge der &raquo;Bewegungsparteien&laquo; FI (M&eacute;lenchon&rsquo;s &raquo;La France insoumise&laquo;) und LREM ( Macron&rsquo;s &raquo;La R&eacute;publique En Marche&laquo;) in den Parlamenten. Ein Drittel dieser in die Nationalversammlung eingewanderten Spezies wird mit der Parlamentsreform wohl wieder seinen neu eroberten Lebensraum verlieren.<br>\nDaf&uuml;r hat die Regierungsmehrheit den Weg ebenso frei gemacht wie f&uuml;r die Durchsetzung der Arbeitsmarktreformen auf dem Verordnungswege ohne langwierige Beteiligung des Parlaments.<br>\nDer Jupiter im Pr&auml;sidentenpalast will seinen H&ouml;henflug ohne die l&auml;stigen Bleigewichte der &uuml;berkommenen gesellschaftlichen Strukturen fortsetzen. Die propagierte Moralisierung der Politik auf dem Gesetzeswege wird zwar k&uuml;nftig die Besch&auml;ftigung von Familienangeh&ouml;rigen durch Abgeordnete, Minister usw. unterbinden. Doch gleichzeitig zog neuerlich der Stallgeruch aus dem Augiasstall der verm&ouml;genden Klassen auch &uuml;ber den Kabinettstisch: Die heutige Arbeitsministerin hatte als Personalvorstand des Lebensmittelkonzerns Danone ihre Aktienoptionen realisiert, als der Kurs nach der Ank&uuml;ndigung von Massenentlassungen im Konzern zum H&ouml;henflug ansetzte.<br>\nDen Weg in neue H&ouml;hen will sich der Pr&auml;sident erleichtern. Regierungschef Eduard Philippe will f&uuml;r ca. 10 Mrd. Euro Staatseigentum ver&auml;u&szlig;ern. Das k&ouml;nnte Europas gr&ouml;&szlig;ten Energie-Konzern Engie betreffen, an dem der Staat noch mit 38% beteiligt ist, und der wiederum an dem Betreiber der belgischen Atommeiler Anteile h&auml;lt. Insgesamt h&auml;lt der franz&ouml;sische Staat noch etwa 81 Beteiligungen im Wert von 90 Mrd. Euro. Die Erl&ouml;se sollen in einen Zukunftsinvestitionsfonds flie&szlig;en und nicht in die Sanierung des Staatshaushalts. Unter Hollande war f&uuml;r die Einrichtung solcher Fonds eine staatliche F&ouml;rderbank gegr&uuml;ndet worden, die EU-Gelder aus dem Junkerplan hebeln sollte. Aufgrund der geringen staatlichen Ausstattung blieb sie als Sammelstelle f&uuml;r Privatkapital wirkungslos bei der Erneuerung der industriellen Basis Frankreichs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/frankreich-im-widerspruch-zum-eigenen-modernisierungsanspruch\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der von den hiesigen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; oft als linksliberal bezeichnete Macron zeigt nun immer mehr sein wahres Gesicht: Immer deutlicher zu erkennen ist eine Fratze mit neoliberalen Inhalten. Hoffentlich setzen die k&uuml;nftigen Arbeitsk&auml;mpfe dem neuen Pr&auml;sidenten deutliche Grenzen &ndash; anders und besser als in Deutschland. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber Folgen der Finanzkrise: &bdquo;Das kann jederzeit wieder kommen&ldquo;<\/strong><br>\nSpekulationen mit US-Hypotheken l&ouml;sten die globale Finanzkrise aus. Banken haben daraus eines gelernt, erkl&auml;rt Martin Hellwig: Der Staat rettet sie notfalls.<br>\ntaz: Herr Hellwig, die Finanzkrise ist nun offiziell zehn Jahre alt. Was war am 9. August 2007 so besonders, dass er nun als Beginn des weltweiten Crashs gilt?<br>\nMartin Hellwig: Am 9. August 2007 verweigerte ein Fonds der franz&ouml;sischen Bank BNP Paribas die R&uuml;cknahme von Anteilen. Da merkte man, dass die Krise nicht nur die USA betraf. Tats&auml;chlich begann die Krise schon im Sommer 2006, als die Immobilienpreise in den USA sanken und die Hypothekenschuldner nicht mehr p&uuml;nktlich zahlten. Noch vor Jahresende 2006 gingen die Kurse vieler Verbriefungen alsbald in den Keller. Aber erst im August 2007 nahm man das als globale Krise wahr. Dabei gab es schon Anfang 2007 sehr genaue Analysen der Krise der Immobilienkredite in den USA, aber man hielt das f&uuml;r unbedeutend in Relation zum globalen Finanzsystem. Ab August 2007 sah man das anders.<br>\nWarum war die Immobilienblase in den USA so viel desastr&ouml;ser als die Dotcom-Blase um 2000?<br>\nImmobilienkrisen sind immer gef&auml;hrlich. In den Industriel&auml;ndern machen Immobilien rund die H&auml;lfte des privaten Verm&ouml;gens aus, und ihre Werte sind hoch korreliert. Zudem werden viele Immobilien &uuml;ber Bankkredite finanziert. Gr&ouml;&szlig;ere Verluste treffen sofort auch die Banken. In diesem Fall weltweit, da die Verbriefungen der US-amerikanischen Hypotheken weltweit gehalten wurden, und das praktisch ohne Eigenkapital. Da war alsbald die Solvenz vieler Institute gef&auml;hrdet. Zum Vergleich: Die Dotcom-Krise hatte ein Mehrfaches an Anfangsverlusten, aber die trafen vor allem Fonds, zum Beispiel Pensionsfonds. F&uuml;r die Pensionssparer war das bitter, aber die Kreditvergabe der Banken war nicht betroffen, und die Konjunktur brach viel weniger stark ein.<br>\nIn Deutschland h&auml;lt sich aber hartn&auml;ckig die Idee, dass Finanzkrisen durch Aktiencrashs ausgel&ouml;st werden.<br>\nDas ist falsch. Auch f&uuml;r die Weltwirtschaftskrise waren die Bankenkrisen von 1931 viel wichtiger als der B&ouml;rsenkrach von 1929. Aber es ist moralisch viel befriedigender, das &bdquo;Spielkasino&ldquo; der B&ouml;rse als Quelle des &Uuml;bels anzuprangern.<br>\nHaben Wirtschaft und Politik aus der letzten Finanzkrise gelernt?<br>\nDie Banken haben gelernt, dass sie in der Krise vom Staat gerettet werden. Sie haben das immer schon vermutet, aber jetzt wissen sie es genau. Und ihre Gl&auml;ubiger wissen es auch und verlangen entsprechend niedrige Zinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oekonom-ueber-Folgen-der-Finanzkrise\/%215433047\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Poison Papers: Schatztruhe voll toxischer Geheimnisse<\/strong><br>\nEine Sammlung historischer Dokumente belegt unter anderem geheime Absprachen von Chemieunternehmen mit den Beh&ouml;rden, die sie eigentlich regulieren sollen<br>\nDie Ende Juli 2017 ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Poison Papers&ldquo; sind eine Sammlung von Korrespondenzen und wiederentdeckten Dokumenten, die bis in die 1920er Jahre zur&uuml;ckreichen. Sie zeigen, dass sich sowohl die chemische Industrie als auch die zust&auml;ndigen Regulierungsbeh&ouml;rden der au&szlig;erordentlichen Toxizit&auml;t vieler chemischer Produkte trotz anderslautenden Beteuerungen durchaus bewusst waren &ndash; und wie beide Seiten zusammengearbeitet haben, um diese Informationen vor der &Ouml;ffentlichkeit zu verbergen.<br>\nDie &bdquo;Poison Papers&ldquo;-Aktivisten glauben, dass ihre Ver&ouml;ffentlichung die verbreitete Wahrnehmung der von Chemikalien ausgehenden Gefahren &auml;ndern kann, weil die Dokumente eine zus&auml;tzliche Dimension ans Licht holen: das Ausma&szlig; des Betrugs, mit dem diese Stoffe marktf&auml;hig gemacht wurden, von Beh&ouml;rden, deren Aufgabe eigentlich im Schutz von Gesundheit und Umwelt besteht.<br>\nDie &bdquo;Poison Papers&ldquo; sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Bioscience Resource Project und des Center for Media and Democracy. Eine Schl&uuml;sselfigur ist Carol Van Strum, die einen Gro&szlig;teil der nun ver&ouml;ffentlichten Dokumente &uuml;ber Jahrzehnte in einer Scheune aufbewahrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Poison-Papers-Schatztruhe-voll-toxischer-Geheimnisse-3796738.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsversagen Leiharbeit<\/strong><br>\nF&uuml;r Leiharbeiter hat sich die Stellung im Unternehmen seit April scheinbar verbessert: nach achtzehn Monaten werden sie in eine Festanstellung &uuml;bernommen und nach neun Monaten erhalten sie das &uuml;bliche Tarifgehalt. Die am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Zahlen der Bundesregierung entlarven die Neureglungen jedoch als blo&szlig;e Symbolik: Nach nicht einmal neun Monaten sind Dreiviertel der Leiharbeiter schon wieder entlassen. Das neue Gesetz ist f&uuml;r sie wirkungslos. Auf die Unternehmen zu schimpfen, weil die sich der Leiharbeiter rechtzeitig entledigen, w&auml;re wohlfeil. Von ihnen kann man erwarten, sich an Gesetze zu halten, nicht mehr. Es ist der Staat, der einen grunds&auml;tzlich neuen Gesetzesrahmen f&uuml;r die Leiharbeit schaffen m&uuml;sste, inklusive einer &raquo;Unsicherheitspr&auml;mie&laquo;. Zwar preisen CDU\/CSU und SPD in ihren Wahlprogrammen die soziale Marktwirtschaft, doch was die Bundesregierung beim Thema Leiharbeit umgesetzt hat, f&uuml;gt sich zu nichts als dem Zerrbild einer Ordnung, in der auch die Wirtschaft den Menschen dient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060021.staatsversagen-leiharbeit.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Leiharbeit weiter auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nAuswertung der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf die Kleine Anfrage &bdquo;Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit in Deutschland und in Europa&ldquo; (BT-Drs. 18\/13147) der Fraktion DIE LINKE im Bundestag<br>\nDie Leiharbeit ist auch in den vergangenen Jahren weiter angewachsen. Im Dezember 2016 gab es mit 993.000 fast eine Million Leiharbeitskr&auml;fte. Im Vergleich zu 2013 sind das 16,4 Prozent mehr, im Vergleich zu 2003 hat sich die Zahl sogar verdreifacht. Besonders hoch sind die Anteile von Leiharbeitskr&auml;ften an allen Besch&auml;ftigten in Bremen und Th&uuml;ringen. W&auml;hrend der Anteil bundesweit bei 2,7 Prozent liegt, wird er hier mit 4,7 bzw. 3,9 Prozent ausgewiesen.<br>\nLeiharbeit ist auch weiterhin vor allem durch sehr kurze Arbeitsverh&auml;ltnisse gepr&auml;gt: 54 Prozent der beendeten Arbeitsverh&auml;ltnisse dauern weniger als drei Monate an, nur 22,3 Prozent dauerten l&auml;nger als neun Monate und l&auml;nger als 15 Monate sogar lediglich 14,1 Prozent. Die Perspektiven sind dann f&uuml;r viele nicht gut: Fast die H&auml;lfte der Leiharbeitskr&auml;fte, deren Arbeitsverh&auml;ltnis beendet wurde, ist nach 30 Tagen immer noch ohne Besch&auml;ftigung. Gerade einmal 26 Prozent, also nur jeder Vierte, hat nach 30 Tagen ein sozialversicherungspflichtiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis au&szlig;erhalb der Leiharbeit gefunden. Fast jeder F&uuml;nfte dagegen hat wieder lediglich ein Leiharbeitsverh&auml;ltnis. Von einer Br&uuml;cke in regul&auml;re Besch&auml;ftigung kann bei der Leiharbeit also keineswegs die Rede sein.<br>\nVielmehr handelt es sich um eine Form prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, die durch kurze, sich aneinander reihende Arbeitsverh&auml;ltnisse mit niedrigen L&ouml;hnen gepr&auml;gt ist. Der Durchschnittslohn in der Leiharbeit liegt bei gerade einmal 58 Prozent des allgemeinen Durchschnittslohn. In Zahlen hei&szlig;t das 1.816 Euro gegen&uuml;ber 3.133 Euro pro Monat bei Vollzeitt&auml;tigkeit.<br>\nDie Arbeitsmarktpolitik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erfolgt in einem erheblichen Ma&szlig;e &uuml;ber Leiharbeit. 32 Prozent der gemeldeten offenen Stellen sind Leiharbeitsstellen, 33 Prozent der Vermittlungen durch die Jobcenter und Arbeitsagenturen erfolgen in Leiharbeit. Die Betrachtung der Abg&auml;nge aus Arbeitslosigkeit best&auml;tigt den problematischen Stellenwert der Leiharbeit auf dem Arbeitsmarkt: 19 Prozent derjenigen, die aus der Arbeitslosigkeit in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverh&auml;ltnis gehen, landen in einem Leiharbeitsverh&auml;ltnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/leiharbeit-weiter-auf-dem-vormarsch\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Die Erwerbsarmut in Europa ist gestiegen &ndash; Grund daf&uuml;r ist eine Politik, die Arbeitslose dazu zwingt, um jeden Preis einen Job anzunehmen<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen in Europa sind arm, obwohl sie arbeiten. Am st&auml;rksten stieg die sogenannte Erwerbsarmut in den vergangenen Jahren in Deutschland. Das h&auml;ngt auch damit zusammen, dass Arbeitslose st&auml;rker unter Druck stehen, eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen.<br>\nZu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dorothee Spannagel, Daniel Seikel, Karin Schulze Buschoff und Helge Baumann. Die WSI-Forscher haben untersucht, wie sich arbeitsmarkt- und sozialpolitische Ma&szlig;nahmen, die Menschen schneller in Jobs bringen sollen, auf die Erwerbsarmut in 18 europ&auml;ischen L&auml;ndern ausgewirkt haben. Datengrundlagen sind die Europ&auml;ische Gemeinschaftsstatistik &uuml;ber Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) und eine OECD-Datenbank. [&hellip;]<br>\nDie Forscher k&ouml;nnen einen direkten Zusammenhang zwischen arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen und Erwerbsarmut belegen: W&auml;hrend niedrige Lohnersatz- und Sozialleistungen sowie strenge Auflagen f&uuml;r den Bezug von Transferleistungen zu h&ouml;herer Erwerbsarmut f&uuml;hren, wirken sich hohe Ausgaben f&uuml;r aktive Arbeitsmarktma&szlig;nahmen wie Aus- und Weiterbildung positiv aus: &bdquo;Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass eine Kombination aus investiver aktiver und passiver Arbeitsmarktpolitik in Form von ausk&ouml;mmlichen Lohnersatz- und Transferleistungen der beste Weg ist, um Erwerbsarmut zu bek&auml;mpfen.&ldquo; Immerhin sei der Mindestlohn ein erster Schritt zur Reduzierung der Armutsgef&auml;hrdung von Erwerbst&auml;tigen. Weitere Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Niedriglohnbereiches m&uuml;ssten folgen. M&ouml;glichkeiten der beruflichen Qualifikation und Weiterbildung sollten ausgebaut und f&uuml;r atypisch Besch&auml;ftigte beziehungsweise f&uuml;r Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich ge&ouml;ffnet werden, empfehlen die Wissenschaftler. Hartz-IV-Leistungen sollten erh&ouml;ht, Sanktionen und Zumutbarkeitsregeln entsch&auml;rft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/die-erwerbsarmut-in-europa-ist-gestiegen-grund-dafuer-ist-eine-politik-die-arbeitslose-dazu-zwingt-um-jeden-preis-einen-job-anzunehmen\/\">Gewerkschaftsforum DO<\/a><\/p>\n<p><strong>und auch: Orb&aacute;ns moderne Sklaverei<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Orb&aacute;n hat Ungarn zum &bdquo;Arbeitsstaat&ldquo; umgebaut und k&uuml;rzt Sozialleistungen. Im Interview erkl&auml;rt die Soziologin Zsuzsa Ferge, wie die Regierung Arbeitslose g&auml;ngelt &ndash; und die Wirtschaft des Landes ruiniert.<br>\nUngarns Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n pr&auml;sentiert sich vor heimischem Publikum gern als &bdquo;Anwalt der kleinen ungarischen Leute&ldquo;. Er habe sein Volk seit seinem Amtsantritt im Jahr 2010 aus der &bdquo;Sklaverei&ldquo; durch internationale Banken, Konzerne und Finanzspekulanten befreit. Es klingt beeindruckend, wenn Orb&aacute;n im achten Jahr seiner Amtszeit die sozialen und materiellen Verbesserungen f&uuml;r die zehn Millionen Ungarn aufz&auml;hlt: Seine Regierung lie&szlig; die Steuern und die Strom-, Gas- sowie Wohnbetriebskosten senken.<br>\nSie f&uuml;hrte Familien- und Kinderbeihilfen ein und schuf Hunderttausende neue Arbeitspl&auml;tze. Sie half Zehntausenden durch Fremdw&auml;hrungskredite verschuldeten Ungarn mit einem Umschuldungsprogramm zulasten ausl&auml;ndischer Banken und belegte ausl&auml;ndische Unternehmen mit Sondersteuern. &bdquo;Unorthodoxe Wirtschaftspolitik&ldquo; zum Wohl des ungarischen Volkes nennt Orb&aacute;n das. Andererseits hat Orb&aacute;n die Abschaffung des Sozialstaates und den Aufbau eines &bdquo;Arbeitsstaates&ldquo; zum Programm erhoben: Wer Sozialleistungen erh&auml;lt, soll zu Arbeit gezwungen werden. Die Regierung hat Ungarn damit sozial so tief gespalten wie nie zuvor seit dem Ende der kommunistischen Diktatur. Zu diesem Schluss kommt die ungarische Soziologin Zsuzsa Ferge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/viktor-orban-wirtschaft-und-armut-in-ungarn-moderne-sklaverei-a-1159108.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Halten die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; das Publikum wirklich f&uuml;r so einf&auml;ltig, dass es diesen fundamentalen Widerspruch nicht bemerkt? In Ungarn f&uuml;hren Sozialk&uuml;rzungen und ein Repressionsregime gegen Erwerbslose zu sozialer Polarisierung und in die &bdquo;moderne Sklaverei&ldquo;, in Deutschland werden dieselben Ma&szlig;nahmen von denselben &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; als &bdquo;Jahrhundertreform&ldquo; und &bdquo;Geburtsstunde des Jobwunders&ldquo; bejubelt. Die Arbeitspflicht gibt es in Deutschland genauso, wer unter dem Hartz IV Regime Arbeitsangebote, egal welcher Qualit&auml;t diese auch sind, ablehnt, kann bis zu 100 Prozent sanktioniert werden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition: Sozialpolitik in Trippelschritten<\/strong><br>\n&bdquo;Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut wie heute&ldquo; &ndash; mit diesen Worten bilanzierte Angela Merkel w&auml;hrend der Haushaltsdebatte Ende 2016 ihr Regierungsgesch&auml;ft. Diese oberfl&auml;chliche und undifferenzierte Einsch&auml;tzung der Lebenslagen von 82,5 Millionen B&uuml;rgern l&auml;sst eines v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt: In dieser Legislaturperiode sind die Reichen reicher und die Armen zahlreicher geworden.<br>\nW&auml;hrend die beiden reichsten Geschwister unseres Landes, Susanne Klatten und Stefan Quandt, im Mai 2017 f&uuml;r das Vorjahr eine Rekorddividende in H&ouml;he von 1,074 Mrd. Euro allein aus ihren BMW-Aktien kassierten, bezogen 600&thinsp;000 Alleinerziehende mit einer Million Kindern Hartz IV, lebten 4,1 Millionen Geringverdienerinnen und Geringverdiener unter der Armuts(risiko)grenze, steckten 526&thinsp;000 Rentnerinnen und Rentner in der staatlichen Grundsicherung und 6,85 Millionen Menschen in der Schuldenfalle. Alle diese Zahlen liegen deutlich h&ouml;her als vier Jahre zuvor, was den eingangs zitierten Satz der Kanzlerin als soziale Wohlf&uuml;hlpropaganda und politische Beruhigungspille entlarvt.<br>\nIn Wahrheit gibt es eine massive Tendenz zur Polarisierung der bundesdeutschen Sozialstruktur, die mittlerweile auch im internationalen Vergleich extrem stark ausgepr&auml;gt ist. So attestierte selbst ein L&auml;nderbericht der EU-Kommission den von Angela Merkel gef&uuml;hrten Bundesregierungen, die soziale Spaltung vorangetrieben zu haben: &bdquo;Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Ma&szlig;e zur Vergr&ouml;&szlig;erung der Armut beigetragen, was auf die Tatsache zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, dass die bedarfsabh&auml;ngigen Leistungen real und im Verh&auml;ltnis zur Einkommensentwicklung gesunken sind.&ldquo; Von dieser Kritik blieb die schwarz-rote Regierung allerdings unger&uuml;hrt und verhinderte durch Trickserei eine angemessene Neuberechnung der Hartz-IV-Regels&auml;tze, die insbesondere f&uuml;r Kinder alles andere als ausreichend sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/august\/grosse-koalition-sozialpolitik-in-trippelschritten\">Christoph Butterwegge auf Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Our Broken Economy, in One Simple Chart<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170810-hdt-01.png\" rel=\"fancybox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170810-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Many Americans can&rsquo;t remember anything other than an economy with skyrocketing inequality, in which living standards for most Americans are stagnating and the rich are pulling away. It feels inevitable.<br>\nBut it&rsquo;s not.<br>\nA well-known team of inequality researchers &mdash; Thomas Piketty, Emmanuel Saez and Gabriel Zucman &mdash; has been getting some attention recently for a chart it produced. It shows the change in income between 1980 and 2014 for every point on the distribution, and it neatly summarizes the recent soaring of inequality.<br>\nThe line on the chart (which we have recreated as the red line above) resembles a classic hockey-stick graph. It&rsquo;s mostly flat and close to zero, before spiking upward at the end. That spike shows that the very affluent, and only the very affluent, have received significant raises in recent decades.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2017\/08\/07\/opinion\/leonhardt-income-inequality.html\">New York Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr gut illustriert. In Deutschland s&auml;he der Chart &uuml;brigens fast genau so aus &hellip; nur das hier im unteren Bereich sogar Reallohnk&uuml;rzungen realisiert werden, die Skala auf der Ordinatenachse also sogar in den Minusbereich gehen w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Wo sind nur die Reichen hin?<\/strong><br>\nWie sind die Verm&ouml;gen in Deutschland verteilt? Diese Frage kann niemand genau beantworten. Das hat politische Gr&uuml;nde &ndash; und Folgen: So wissen die meisten B&uuml;rger nicht, wie ungerecht die Verteilung wirklich ist. Das best&auml;tigt eine neue Studie der Universit&auml;t St. Gallen. Einige Fakten und ein Blick in die Wahlprogramme der Parteien k&ouml;nnen hier weiterhelfen.<br>\nDie meisten Menschen in Deutschland wissen nicht, wie reich die Reichen eigentlich sind. Ja, die Mehrheit h&auml;lt sich sogar f&uuml;r wohlhabend, ohne verm&ouml;gend zu sein, weil ihr Wohlbefinden f&uuml;r sie mehr z&auml;hlt als Geld. Das haben entsprechende Umfragen immer wieder gezeigt. Zu diesen Erkenntnissen passt eine neue Studie der Universit&auml;t St. Gallen (exklusiv auf Spiegel Online), die herausfinden wollte, wie B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Verteilung des Verm&ouml;gens hierzulande einsch&auml;tzen. Zudem fragten sie die repr&auml;sentative Gruppe der Untersuchten, was sie f&uuml;r gerecht halten und welche Partei sie w&auml;hlen.<br>\nDas Ergebnis ist klar: Die Befragten untersch&auml;tzen dramatisch die Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen. Sie gingen durchschnittlich davon aus, dass das reichste F&uuml;nftel 53 Prozent des Nettoverm&ouml;gens besitzt, w&auml;hrend es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2013 sogar 74 Prozent waren. Beim &auml;rmsten F&uuml;nftel war es &auml;hnlich. Die Befragten glaubten, dass die Armen zusammen 13 Prozent des Nettoverm&ouml;gens besitzen. Tats&auml;chlich jedoch haben sie gar nichts, weil die Summe ihrer Schulden h&ouml;her ist als der Wert ihres Besitzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++a00cdb96-7cee-11e7-98ee-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kann EU-weites Wassersparen den Wassermangel in Spanien und Italien mindern?<\/strong><br>\nDie EU-Kommission w&uuml;nscht einen EU-weiten sparsamen Umgang mit Trinkwasser &ndash; Ob dies f&uuml;r den gesamten EU-Binnenmarkt sinnvoll ist und auch f&uuml;r L&auml;nder gelten soll, die nicht unter Wassermangel leiden, ist durchaus umstritten<br>\nDie Verf&uuml;gbarkeit von sauberem Trinkwasser ist innerhalb des EU-Binnenmarkts sehr ungleich verteilt. In den s&uuml;dlichen L&auml;ndern Spanien und Italien kommt es auch in diesem Sommer wieder zu signifikantem Wassermangel. Das hatte die Br&uuml;sseler EU-Kommission und ihre Generaldirektion Umwelt schon vor Jahren dazu veranlasst eine &Ouml;kodesign-Vorbereitungsstudie zu Optimierung von Wasserh&auml;hnen und Duschk&ouml;pfen (Taps and Showers) als energieverbrauchsrelevante Produkte in Auftrag zu geben. Eine EU-Verordnung zu Wasserh&auml;hnen und Duschk&ouml;pfen gibt es bis heute jedoch nicht. Offensichtlich war die Begeisterung f&uuml;r einen reduzierten Wasserverbrauch nicht in allen EU-Mitgliedsstaaten gleich hoch. [&hellip;]<br>\nDass Trinkwasser in s&uuml;dlichen EU-Staaten im Sommer knapp wird, liegt neben reduzierten Niederschl&auml;gen zu einem nicht geringen Anteil an den maroden Trinkwassernetzen, die unter Verlusten von bis zu 40 Prozent leiden. F&uuml;r eine Sanierung der Netze scheint jedoch kein Geld verf&uuml;gbar zu sein &ndash; und so will man die Verbraucher zum Wassersparen anregen.<br>\nUnabh&auml;ngig von den W&uuml;nschen der EU-Kommission haben die Deutschen schon vor Jahren begonnen, beim Wasser zu sparen. Seit 1990 ist der Wasserverbrauch um fast 20 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Der kontinuierliche R&uuml;ckgang bei der Trinkwassernachfrage wurde f&uuml;r zahlreiche kommunale Ver- und Entsorger inzwischen zu einer gewaltigen Herausforderung. Nur durch kontinuierliche Sp&uuml;lungen mit Frischwasser lassen sich technische und hygienische Probleme vermeiden, die durch den sparsamen Umgang der Wasser-Verbraucher hervorgerufen werden. Stinkende und von Ratten bev&ouml;lkerte Kanalisationen sind nicht erstrebenswert.<br>\nDurch einen weiteren politisch herbeigef&uuml;hrten Nachfrager&uuml;ckgang w&uuml;rde letztlich noch weniger Wasser und Abwasser aus den Haushalten durch die Leitungen und Kan&auml;le flie&szlig;en. Der Aufwand &ndash; und somit die Kosten f&uuml;r die Netzinfrastruktur &ndash; w&uuml;rden weiter in die H&ouml;he getrieben. Schon heute sind nur noch etwa 25 Prozent der Wasserkosten von der Wassermenge abh&auml;ngig, die vom Versorger bezogen wird. Der verbleibende Rest von drei Vierteln besteht aus verbrauchsunabh&auml;ngigen Infrastrukturkosten. Je mehr die Verbrauchsmengen zur&uuml;ckgehen, desto mehr Kosten fallen f&uuml;r Sp&uuml;len und andere Unterhaltsma&szlig;nahmen an. F&uuml;r den Verbraucher k&ouml;nnte das Wassersparen letztlich sogar zu Erh&ouml;hungen beim Wasserpreis f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kann-EU-weites-Wassersparen-den-Wassermangel-in-Spanien-und-Italien-mindern-3793293.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wahl braucht Alternativen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Medien die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit auf die Bundestagswahl zu lenken suchen, verh&auml;lt sich das Volk, von dem doch alle Staatsgewalt ausgeht, dem Gro&szlig;ereignis gegen&uuml;ber geradezu gleichg&uuml;ltig. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis erhofft sich von der Wahl niemand einen Einfluss auf Ziele und Richtung der Politik. (Werden meine Freunde dennoch w&auml;hlen gehen?) Dieser Personenkreis ist nicht repr&auml;sentativ &ndash; oder doch? Laut Statistik ist gerade mal ein\/e B&uuml;rgerIn von 25 (also vier Prozent) der &Uuml;berzeugung, Wahlen k&ouml;nnten die Richtung der Politik in starkem Ma&szlig; bestimmen. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit von 96 Prozent vertritt dagegen die Meinung, durch Wahlen k&ouml;nnte man nur ein wenig oder gar nichts bestimmen(&hellip;).<br>\nDie Einsicht ist weit verbreitet, dass nur ein radikales Umdenken und Umsteuern die Welt vor den drohenden (und abzusehenden) Katastrophen zu bewahren vermag. Aber die meisten PolitikerInnen an der Spitze von Regierung und Parteien diffamieren diejenigen, die dieses Umsteuern zum Programm machen, als &raquo;nicht regierungsf&auml;hig&laquo;. Spitzenpolitiker wie Schulz, Oppermann, Trittin, Kraft oder Hoffmann (DGB) &ndash; und solche von der CDU\/CSU sowieso &ndash; werden nicht m&uuml;de, die Forderung der Linken nach effektivem Abbau der Ungleichheit und nach Entmilitarisierung als Beweis ihrer Regierungsunf&auml;higkeit zu brandmarken. Sie wollen es nicht wahrhaben &ndash; oder wollen es vertuschen &ndash;, dass die t&auml;glich erfahrbaren Beweise ihrer eigenen &raquo;Regierungsf&auml;higkeit&laquo;, also Ungleichheit und Kriege, von einer breiten Mehrheit abgelehnt werden.<br>\nEs w&auml;re offensichtlich naiv anzunehmen, die Regierung bem&uuml;he sich um die Umsetzung des Wunsches breiter Mehrheiten nach Frieden und Gerechtigkeit. Wahlen stellen f&uuml;r sie, die doch nur die Angestellten der Bev&ouml;lkerung sind, ein Stimmungsbild dar; dem entnehmen sie, wo kleine Zugest&auml;ndnisse unumg&auml;nglich oder f&uuml;r die Befriedung g&uuml;nstig sind und an welchen Stellen schnell Fakten zugunsten des Kapitals oder der Konzerne geschaffen werden m&uuml;ssen, siehe Autobahnprivatisierung oder Aufr&uuml;stung &ndash; gegen die Forderungen der Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/14-2017&amp;textfile=4010\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alles im Griff<\/strong><br>\nAls Psychologe in der Kinder- und Jugendhilfe kam ich oft mit Eltern zusammen, die Pr&uuml;gelstrafe f&uuml;r eine sinnvolle Erziehungsmethode hielten. Genauer: Die sich keinen anderen Weg wussten, mit ihren Problemen und Gef&uuml;hlen umzugehen. Meist lie&szlig;en die Folgen nicht lange auf sich warten: Werden n&auml;mlich Kinder misshandelt, vernachl&auml;ssigt oder mit ihren Gef&uuml;hlen nicht akzeptiert, dann f&uuml;hlen sie sich abgelehnt und reagieren mit Verhaltensauff&auml;lligkeiten. So wuchsen also die Probleme in der Familie, der Streit eskalierte, die Stimmung in der Familie war von &Auml;rger und Verdruss gepr&auml;gt. Die Eltern waren genervt, f&uuml;hlten sich von den Kindern provoziert, die Strafen wurden drakonischer: ein Teufelskreis&hellip;<br>\nUnd ein Beispiel f&uuml;r &bdquo;lineares Denken&ldquo;, wie es auch in der Politik vorherrscht. Dieses beherrscht das Feld insbesondere dann, wenn m&auml;chtige Gruppen oder Staaten anderen &ndash; in der Verfolgung eigener wirtschaftlicher und strategischer Interessen &ndash; ihren Willen aufzwingen wollen. Ein solches Denken ist unterkomplex, um nicht zu sagen primitiv, denn es l&auml;sst s&auml;mtliche Regeln menschlicher Kontakte au&szlig;er Acht. Dazu geh&ouml;rt etwa die elementare Erfahrung, die bereits Babys verinnerlicht haben, dass die eigenen &Auml;u&szlig;erungen &ndash; Worte, Gesten, Mimik &ndash; im Gegen&uuml;ber eine Reaktion ausl&ouml;sen, die wiederum in mir Gef&uuml;hle hervorrufen und Reaktionen provozieren: ein Prozess von R&uuml;ckkopplungen und Wechselwirkungen.<br>\nDiese Erkenntnis, Grundlage f&uuml;r Empathie und Mitmenschlichkeit, ist politischen Herrschern und Wirtschaftsbossen offensichtlich abhanden gekommen. In fr&uuml;hester Kindheit muss sie in ihnen noch verankert gewesen sein. Auch in Herrn Trump, Herrn Sch&auml;uble oder den Vorstandsvorsitzenden von R&uuml;stungs-, Agrar-, Atom- und Autokonzernen. Jetzt versuchen sie aber Probleme zu l&ouml;sen wie die emotional unreifen pr&uuml;gelnden Eltern. Alles ist steuerbar und kontrollierbar, mit Belohnung und Strafe, mit Gewalt und Kontrolle. Sie wollen und k&ouml;nnen nicht wahrhaben, dass sie mit ihren egoistischen Methoden (Trump: &bdquo;All we do is win, win, win!&ldquo;) Millionen von Menschen ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzen, Elend und ein wachsendes Chaos verursachen, das fast unweigerlich im Desaster endet. Milit&auml;rische Interventionen, &bdquo;unsere&ldquo; Kriege, sind das beste &ndash; oder schlimmste &ndash; Beispiel daf&uuml;r, in Afghanistan, Libyen, Syrien, aber auch ausbeuterische &bdquo;Freihandels&ldquo;vertr&auml;ge und Investitionen. (&hellip;)<br>\nEigentlich liegt dieses primitive lineare Denken dem ganzen System des neoliberalen Kapitalismus zugrunde. Marktradikaler globaler Wettbewerb, Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber Menschen legen immerfort nur ein Verhaltensmuster nahe: Ich setze mich durch, egal, was damit den Betroffenen angetan wird. In pers&ouml;nlichen Beziehungen wirkt das schlicht egoistisch; zwischen Staaten wird das Kolonialismus und Imperialismus genannt. Ausbeutung, Entrechtung, Entwertung ohne jede M&ouml;glichkeit des Widerstandes zerst&ouml;ren L&auml;nder, die sozialen Beziehungen, die Seele der Menschen &ndash; &uuml;brigens auch der T&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2017\/07\/alles-im-griff-40800.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39590\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39590"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39591,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39590\/revisions\/39591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}