{"id":39604,"date":"2017-08-11T16:28:24","date_gmt":"2017-08-11T14:28:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604"},"modified":"2017-08-14T07:40:52","modified_gmt":"2017-08-14T05:40:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-307","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h01\">F&ouml;rderung Zeitarbeit bleibt bestehen &ndash; Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und Nahles ignorieren Bundesrechnungshof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h02\">Ersch&ouml;pft und &uuml;berlastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h03\">Top-&Ouml;konomen sprechen sich f&uuml;r Rente mit 70 aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h04\">Soziale Ungleichheit: Ausma&szlig;, Entwicklung, Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h05\">EU-Kommission verk&uuml;ndet das Ende der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h06\">Am Rande der globalen Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h07\">Trump: Warnungen an Nordkorea waren vielleicht nicht hart genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h08\">R&uuml;stung: Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h09\">Europa muss die Notbremse ziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h10\">Abschied von der t&uuml;rkischen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h11\">Safari-Siggi on Tour<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h12\">Wenn das Transitland Endstation ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h13\">Bundesheer am Brennerpass?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h14\">Die Gro&szlig;en klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h15\">Einkaufsland Deutschland ver&auml;ndert sich grundlegend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h16\">Risiko Regierungsbeteiligung f&uuml;r FDP und Gr&uuml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39604#h17\">Das Letzte: Undercover in Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>F&ouml;rderung Zeitarbeit bleibt bestehen &ndash; Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und Nahles ignorieren Bundesrechnungshof<\/strong><br>\n&bdquo;Rechnungshof gei&szlig;elt Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&ldquo; titelte die S&uuml;ddeutsche im Herbst vor zwei Jahren. Darin berichtete die SZ &uuml;ber einen Bundesrechnungshofbericht aus dem Jahr 2015, in dem die Lohnkostenzusch&uuml;sse an Zeitarbeitsfirmen kritisiert werden. Um was ging es genau?<br>\nDie SZ schrieb:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Auch Zeitarbeitsunternehmen, die bei ihnen angestellte Mitarbeiter als Leiharbeiter an andere Firmen verleihen, k&ouml;nnen die Zusch&uuml;sse (Anm. Eingliederungszusch&uuml;sse) bekommen. Der Bundesrechnungshof h&auml;lt davon allerdings nichts. Zeitarbeitsfirmen werden durch diese Eingliederungszusch&uuml;sse &bdquo;ungerechtfertigt beg&uuml;nstigt&ldquo;, hei&szlig;t es in einem internen Pr&uuml;fungsbericht des Bundesrechnungshofs, der der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Eingliederungszusch&uuml;sse als Lohnzusch&uuml;sse sind kein neues Instrument und sollen Arbeitgeber dazu ermuntern Erwerbslose mit finanzieller Unterst&uuml;tzung vorrangig einzustellen. Eigentlich keine schlechte Sache. Bei den Zeitarbeitsfirmen soll der Zuschuss die sog. &bdquo;Minderleistung&ldquo; zwischen der gef&ouml;rderten Person und einem durchschnittlichen Arbeitnehmer ausgleichen, so die Richtlinien der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Allerdings habe der BRH den Eindruck gewonnen, dass Leiharbeitsfirmen den Zuschuss teilweise &bdquo;in ihre Unternehmensstrategie eingebettet haben&ldquo;. Das Bundesarbeitsministerium hat sich zum damaligen Zeitpunkt nicht ge&auml;u&szlig;ert, da es &bdquo;noch kein abschlie&szlig;endes Pr&uuml;fungsergebnis sei und deshalb k&ouml;nne man noch keine Folgerungen daraus ziehen&ldquo;. Diese abschlie&szlig;ende Pr&uuml;fungsmitteilung, unter Ber&uuml;cksichtigung der Stellungnahmen des Bundesarbeitsministeriums und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, liegt nun vor.<br>\nDer Bundesrechnungshof h&auml;lt die gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin f&uuml;r nicht gegeben, dass die Zusch&uuml;sse an &bdquo;Zeitarbeitsunternehmen f&uuml;r Leiharbeitsverh&auml;ltnisse mangels einer Minderleistung, die sich unmittelbar beim Zeitarbeitsunternehmen auswirkt&ldquo; ausbezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inge-hannemann.de\/foerderung-zeitarbeit-bleibt-bestehen-bundesagentur-fuer-arbeit-und-nahles-ignorieren-bundesrechnungshof\/\">Inge Hannemann<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Mehr Unf&auml;lle, mehr Fehlzeiten: Wenn Leiharbeit krank macht<\/strong><br>\nWer in der Zeitarbeit besch&auml;ftigt ist, ist im Schnitt knapp sechs Tage im Jahr l&auml;nger krankgeschrieben als andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. &ldquo;Eine Ursache ist der h&auml;ufige Wechsel der Arbeitspl&auml;tze, denn damit steigt das Unfallrisiko&rdquo;, sagt DGB-Experte Johannes Jakob. Weitere Gr&uuml;nde sind die anstregenden, oft monotonen T&auml;tigkeiten sowie lange Fahrtwege zur Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++acd8521a-7dac-11e7-bfe6-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ersch&ouml;pft und &uuml;berlastet<\/strong><br>\nDGB: Abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte leiden unter wachsendem Arbeitsdruck. Politik und Kapital fordern noch mehr Flexibilit&auml;t<br>\nImmer effektiver, flexibler, stets einsatzbereit: W&auml;hrend die einen auf der Stra&szlig;e sitzen und von den Jobcentern geg&auml;ngelt werden, w&auml;chst auf der anderen Seite der Stress der Besch&auml;ftigten in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Mehr als die H&auml;lfte der Lohnabh&auml;ngigen (52 Prozent) f&uuml;hlt sich sehr h&auml;ufig &uuml;berm&auml;&szlig;igem Zeitdruck ausgesetzt. Das belegt eine aktuelle Sonderauswertung einer repr&auml;sentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) f&uuml;r das Jahr 2016.<br>\nDer Gro&szlig;teil der Besch&auml;ftigten, die sich &uuml;berm&auml;&szlig;ig gestresst f&uuml;hlten, gab an, Arbeitsbelastung und Arbeitsmenge w&uuml;rden mit zunehmender Digitalisierung steigen. So m&uuml;ssten sie zum Beispiel mehr Aufgaben gleichzeitig bew&auml;ltigen. Den Angaben zufolge erkl&auml;rten 46 Prozent der Befragten, mit der Zunahme der technischen M&ouml;glichkeiten w&uuml;rden Vorgesetzte sie auch verst&auml;rkt am Arbeitsplatz kontrollieren. Von den gerne gelobten vermeintlichen Vorteilen der technischen Entwicklung, etwa dass Besch&auml;ftigte mobiler arbeiten und so Familie und Beruf besser vereinbaren k&ouml;nnten, kommt demnach bei den meisten Besch&auml;ftigten nichts an. 80 Prozent der Befragten &auml;u&szlig;erten, sie h&auml;tten nicht mehr oder sogar noch weniger Freizeit als vorher. Fast zwei Drittel (63 Prozent) beklagten einen Personalnotstand in ihrem Betrieb. Zuviel Arbeit m&uuml;sse von immer weniger Mitarbeitern bew&auml;ltigt werden. 45 Prozent sagten, sie f&uuml;hlten sich h&auml;ufig oder oft ohnm&auml;chtig gegen&uuml;ber der sich st&auml;ndig erneuernden Technik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316130.ersch%C3%B6pft-und-%C3%BCberlastet.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Top-&Ouml;konomen sprechen sich f&uuml;r Rente mit 70 aus<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler &uuml;ben scharfe Kritik an den Wahlprogrammen: Statt Geschenke zu versprechen, sollten die Parteien die B&uuml;rger auf ein h&ouml;heres Rentenalter ab 2030 vorbereiten. Von Birgit Marschall<br>\nF&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler haben die Parteien aufgefordert, die B&uuml;rger schon jetzt auf die notwendige Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters von 67 auf 70 Jahre ab 2030 einzustimmen. &ldquo;Die Politik muss sich endlich ehrlich machen und den Menschen sagen: Die Lebensarbeitszeit wird weiter steigen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher: &ldquo;F&uuml;r jedes Jahr zus&auml;tzlicher Lebenserwartung m&uuml;ssen die Menschen acht Monate l&auml;nger arbeiten, damit das Rentensystem &uuml;berhaupt finanzierbar bleibt. Wir m&uuml;ssen irgendwann &uuml;ber die Rente mit 70 reden.&rdquo; Auch der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael H&uuml;ther, sagte: &ldquo;Die Rente mit 67 gilt ab 2030 f&uuml;r alle. Die Anpassungstreppe sollte anschlie&szlig;end verl&auml;ngert und der neue Zielwert bei 70 Jahren liegen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/bundestagswahl\/kritik-an-wahlprogrammen-2017-rente-mit-70-ab-2030-aid-1.6998379\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> DIW und IW fordern nun gemeinsam, das Rentenalter f&uuml;r alle auf 70 Jahre zu erh&ouml;hen. Ob Menschen in belastenden Berufen so lange arbeiten k&ouml;nnen, interessiert genauso wenig wie die Frage, ob die Lebenserwartung f&uuml;r alle linear weitersteigt. Auch die Entlastung der &ldquo;jungen Generation&rdquo; ist eine Mogelpackung: Allein durch die Erh&ouml;hung des Rentenalters von 65 auf 67 liegt der Beitragssatz 2030 um ca. 0,5 %-Punkte niedriger. Arbeitgeber und der Arbeitnehmer (&ldquo;junge Generation&rdquo;) werden dadurch um je 7,50 &euro; monatlich &ldquo;entlastet&rdquo; (Durchschnittsverdiener). Wer dennoch mit 65 in Rente gehen m&ouml;chte, muss Abschl&auml;ge von 7,2 % hinnehmen. Und es ist schlicht unm&ouml;glich, mit 7,50 &euro; monatlich die Abschl&auml;ge von 7,2 % bei einem Renteneintritt mit 65 auszugleichen. Mithin wird die &ldquo;junge Generation&rdquo; nicht entlastet, sondern enteignet!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: Ausma&szlig;, Entwicklung, Folgen<\/strong><br>\nWie weit ist die soziale Schere in Deutschland ge&ouml;ffnet? Das ist auch f&uuml;r Fachleute nicht immer ganz einfach zu sagen. Wo gibt es &uuml;berhaupt aussagekr&auml;ftige Zahlen zur Ungleichheit, wo fehlen sie und warum? Was kann man auf der Basis der vorliegenden Daten &uuml;ber die Entwicklung sagen? St&auml;rkt oder schw&auml;cht Ungleichheit das Wirtschaftswachstum? Wie entwickelt sich die Armut? Die h&auml;ufigsten Fragen rund um Einkommen, Verm&ouml;gen, Armut und Reichtum beantworten die &bdquo;FAQs Ungleichheit&ldquo;, ein Angebot der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nF&uuml;r die Antworten haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) und des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Stiftung die relevanten Quellen zusammengefasst. Sie sind auch f&uuml;r Laien verst&auml;ndlich, und sie beschr&auml;nken sich auf eine Seite &ndash; inklusive einer zentralen Grafik, deren Daten heruntergeladen werden k&ouml;nnen. Das Angebot finden Sie im Verteilungsmonitor des WSI der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Daten wurden in den vergangenen Wochen aktualisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/wsi_66092.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Kommission verk&uuml;ndet das Ende der Krise<\/strong><br>\nDie Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion sei nach der Krise besser aufgestellt, so die Kommission im &Uuml;berschwang. Ein genauerer Blick tr&uuml;bt die Freude<br>\nAls vor zehn Jahren am 9. August 2007 die Finanzkrise auch merklich Europa erreichte, brach eine tiefe Finanz- und Wirtschaftskrise auf, die nun nach Ansicht der EU-Kommission beendet sein soll. Man hat in Br&uuml;ssel nun in der R&uuml;ckschau vor allem Eigenlob zu bieten. Man klopft sich auf die eigenen Schultern und tut &ndash; wieder einmal &ndash; so, als sei die Krise endg&uuml;ltig vorbei und &ldquo;dank konsequenter Ma&szlig;nahmen der EU&rdquo; durch einen &ldquo;Wiederaufschwung&rdquo; ersetzt worden. Die EU-Kommission behauptet sogar, Europa stehe nun besser als vor der Krise da. Man fragt sich, ob einige in Br&uuml;ssel delirieren oder ob es sich angesichts neuer Bankenrettungen, B&ouml;rsenblasen und dem Brexit um ein Pfeifen im Walde handelt.<br>\nVor genau zehn Jahren vermeldete Telepolis, das die Einschl&auml;ge der Finanzkrise nun auch in Europa angekommen seien. Am 9. August musste die franz&ouml;sische Gro&szlig;bank BNP Paribas die Notbremse ziehen und Fonds einfrieren. &ldquo;Nun ist offensichtlich, dass die Immobilienkrise aus den USA nach Europa geschwappt ist und noch dazu einen Kernstaat trifft&rdquo;, berichtete Telepolis. Die BNP Paribas hatte sich dazu entschlossen, &ldquo;keine R&uuml;cknahme von Anteilen von Investmentfonds mehr vorzunehmen&rdquo;, da wegen &ldquo;mangelnder Zahlungsf&auml;higkeit im amerikanischen Markt&rdquo; deren Fondswert nicht mehr berechnet werden k&ouml;nne. Das war der Auftakt zum Reigen an Bankenrettungen, dem dann die Rettung von Staaten folgte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Kommission-verkuendet-das-Ende-der-Krise-3797593.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Am Rande der globalen Krise<\/strong><br>\nVor 20 Jahren brachen die &Ouml;konomien in Ost- und S&uuml;dostasien ein. Der IWF empfahl giftige Medizin mit verheerenden Folgen. Doch mittlerweile hat sich die Region von den alten M&auml;chten weitgehend &shy;unabh&auml;ngig gemacht (&hellip;)<br>\nAlle Zeichen in der Region schienen auf unhaltbares Wachstum und Fortschritt zu stehen. Die Gr&uuml;ndungsstaaten der s&uuml;dostasiatischen Allianz ASEAN (Association of Southeast Asian Nations), Indonesien, Thailand, Singapur, die Philippinen und Malaysia, verfolgten ein ganz auf den Export setzendes Entwicklungsmodell, das zuvor bereits zun&auml;chst in Japan und dann in Singapur, Taiwan, Hongkong und S&uuml;dkorea sehr erfolgreich gewesen war. Der Beginn wurde meist mit dem Aufbau einer auf billigste Arbeitskraft setzenden Textilindustrie gemacht, sp&auml;ter folgte der Zusammenbau elektronischer Vorprodukte. Mit dem so akkumulierten Kapital konnten Produktionsketten mit h&ouml;herer Wertsch&ouml;pfung gebildet werden, die zugleich mehr Knowhow und eine besser ausgebildete Arbeiterklasse voraussetzten. Taiwan und S&uuml;dkorea waren bereits im gro&szlig;en Ma&szlig;stab in die Halbleiterproduktion eingestiegen, letzteres Land hatte eine eigene Schwerindustrie und immerhin zwei Automobilhersteller hervorgebracht. (&hellip;)<br>\nMeist waren die sozialen Einschnitte vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) verordnet worden. Das Muster war &uuml;berall das gleiche wie auch zuletzt in Griechenland. Unternehmen und Banken hatten sich im Ausland hoch verschuldet. Beg&uuml;nstigt worden war dies meist durch eine Liberalisierung des Kapitalverkehrs &ndash; eine der S&auml;ulen des neoliberalen Glaubensbekenntnisses &ndash; und durch eine feste Bindung der jeweiligen Landesw&auml;hrung an den US-Dollar. Beides ist technisch mit dem Beitritt Griechenlands zum Euro vergleichbar. (&hellip;)<br>\nDer IWF sprang mit Feuerwehrkrediten ein, um die Zahlungsf&auml;higkeit zu erhalten und die Schuldentilgung an die ausl&auml;ndischen Gl&auml;ubiger zu gew&auml;hrleisten. Allerdings waren die neuen Kredite mit harten Auflagen verbunden, deren verheerende Wirkung eigentlich schon l&auml;ngst aus der gro&szlig;en Schuldenkrise der Entwicklungsl&auml;nder Afrikas und Lateinamerikas in den 1980er und fr&uuml;hen 1990er Jahren bekannt war. (&hellip;)<br>\nAus den bitteren Erfahrungen mit dem IWF schlauer geworden, haben die ASEAN-Staaten, neben den oben genannten sind das au&szlig;erdem Brunei, Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam, gemeinsam mit China, Japan und S&uuml;dkorea ab dem Jahre 2000 f&uuml;r Abhilfe gesorgt. Aus gemeinsamen Verhandlungen ging 2010 mit der Chiang-Mai-Initiative ein Fonds hervor, der in Falle von Zahlungsschwierigkeiten seiner 13 Mitgliedsl&auml;nder kurzfristig Kredite vergeben kann. Daf&uuml;r stehen Finanzreserven von umgerechnet 240 Milliarden US-Dollar (204,2 Milliarden Euro) zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316165.am-rande-der-globalen-krise.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die neoliberalen &Ouml;konomen vom IWF und anderen Institutionen haben also nichts &ndash; auf jeden Fall viel zu wenig &ndash; aus den Krisen gelernt. Und wer sich z.B. den Dokumentarfilm &ldquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_schwarze_Freitag\">Der schwarze Freitag<\/a>&rdquo; ansieht oder Kenntnis vom Handel mit Tulpenzwiebeln in den <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/historische-finanzkrisen-niederlande-1637-eine-blumenzwiebel-fuer-87-000-euro-1283731.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Niederlanden<\/a> hat, wird feststellen k&ouml;nnen, dass die Geschichtsvergessenheit dieses Zunft-Teils noch viel gr&ouml;&szlig;er ist &ndash; ebenso der Hang zur Finanzspekulation und die Gier auf Profit &ndash; zulasten gro&szlig;er Teile von Bev&ouml;lkerungen. Vornehmlich die Arbeitnehmerschaft und ihre Familien waren und sind betroffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trump: Warnungen an Nordkorea waren vielleicht nicht hart genug<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident Donald Trump beharrt auf seiner &bdquo;Feuer-und-Zorn&ldquo;-Drohung an die Adresse Nordkoreas. M&ouml;glicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte Trump am Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster (New Jersey). Es sei an der Zeit gewesen, dass jemand f&uuml;r die Amerikaner und die Menschen anderer Nationen aufstehe. Was Nordkorea &uuml;ber lange Zeit getan habe, sei eine Trag&ouml;die und k&ouml;nne nicht l&auml;nger zugelassen werden. [&hellip;]<br>\nChinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua kritisierte den verbalen Schlagabtausch scharf. In einem Kommentar hie&szlig; es, ohne eine R&uuml;ckkehr zur Vernunft werde alles noch schlimmer. Nordkorea sollte sein Atom- und Raketenprogramm einstellen, die Vereinigten Staaten und S&uuml;dkorea ihre Milit&auml;rman&ouml;ver aussetzen, um an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckzukehren. [&hellip;]<br>\nSeine weltweit beachteten &bdquo;Feuer und Zorn&ldquo;-&Auml;u&szlig;erungen hat Trump nach Informationen der &bdquo;New York Times&ldquo; nicht vorher mit seinem Stab oder Alliierten abgesprochen, sondern improvisiert. [&hellip;]<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen warf Nordkorea v&ouml;lkerrechtswidriges Verhalten vor und zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r Trump. [&hellip;]<br>\nAn der deutschen B&ouml;rse lie&szlig; die Krise den Leitindex Dax weiter absacken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/trumps-praesidentschaft\/donald-trump-warnungen-an-nordkorea-vielleicht-nicht-hart-genug-15146073.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist zum Verzweifeln. Trump ist so laut, aggressiv und widerspr&uuml;chlich, dass er sich nicht ignorieren l&auml;sst. Nun kommen die vern&uuml;nftigsten Hinweise tats&auml;chlich aus China, das sich nicht um Menschrechte schert, w&auml;hrend auch Ursula von der Leyen unter v&ouml;lligem Realit&auml;tsverlust leidet. Und die J&uuml;nger des DAX haben wohl nur Angst, dass die exorbitanten, wenig besteuerten Gewinne an der B&ouml;rse sich verringern k&ouml;nnten, w&auml;hrend sie wohl sonst S&auml;belrasseln &uuml;berall guthei&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nordkoreanische Atomtests und die Doppelmoral der USA<\/strong><br>\nIn den letzten Monaten gab es viele Berichte und Diskussionen um die Raketentests in Nordkorea. Zeit, um sich &uuml;ber die Geschichte und aktuelle Situation von Atomwaffen und Atomtests und die Beteiligung an Kriegen Gedanken zu machen und dar&uuml;ber nachzudenken, warum die weitaus gr&ouml;&szlig;ere Gef&auml;hrdung durch die gro&szlig;en Atomm&auml;chte in diesen Berichten so gar keine Rolle spielen. Das einzige Land der Erde, das bislang Atombomben &uuml;ber bewohnte St&auml;dte abgeworfen und so hunderttausende Menschen t&ouml;tete, sind die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Gerade in diesen Tagen, den Jahrestagen des Abwurfs der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ist das Nachdenken dar&uuml;ber eine besondere Notwendigkeit. (Ellen Diederich)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/nordkoreanische-atomtests-und-die-doppelmoral-der-usa\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Schwarz-rote Sch&uuml;tzenhilfe f&uuml;r Trumps atomaren Machtwahn<\/strong><br>\nDie Welt, so sagt Au&szlig;enminister Gabriel, k&ouml;nnte blindlings in einen Atomkrieg hineinmarschieren. Stimmt, doch Schwarz-Rot hat diesen Marsch indirekt gef&ouml;rdert. Als die UNO im M&auml;rz mit Verhandlungen &uuml;ber ein vollst&auml;ndiges Verbot von Atomwaffen begann, verweigerte sich Deutschland. Man nahm R&uuml;cksicht auf die USA, statt als wichtiger Verb&uuml;ndeter Klartext zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060262.schwarz-rote-schuetzenhilfe-fuer-trumps-atomaren-machtwahn.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>R&uuml;stung: Faktencheck<\/strong><br>\nSo kann&lsquo;s gehen: Nachdem jahrelang f&auml;lschlich der Eindruck erweckt wurde, die R&uuml;stungsausgaben bef&auml;nden sich im freien Fall, sieht die CDU sich nun gen&ouml;tigt, dem SPD-Vorwurf, sie habe die Bundewehr &bdquo;kaputtgespart&ldquo; mit einem Faktencheck zu begegnen: &bdquo;Zwischen 2014 und 2017 ist der Verteidigungshaushalt um 12 Prozent angestiegen. F&uuml;r den Zeitraum bis 2027 ist ein Anstieg um 27 Prozent geplant. Die Investitionen sind so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. Bis zum Jahr 2024 will die Bundesregierung die Zahl der Bundeswehrangeh&ouml;rigen um 18.000 Menschen erh&ouml;hen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/11\/ruestung-faktencheck\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europa muss die Notbremse ziehen<\/strong><br>\nDie US-amerikanische Politik hat mittlerweile ein derartiges Ausma&szlig; an Unberechenbarkeit erreicht, dass die Welt mit dem schlimmsten rechnen muss. Der inneramerikanische &laquo;B&uuml;rgerkrieg&raquo; strahlt verheerend auf die US-amerikanische Au&szlig;enpolitik aus. J&uuml;ngste Beispiele sind das US-Gesetz &uuml;ber versch&auml;rfte Sanktionen gegen Russland, Iran und Nordkorea, der offene Wirtschaftskrieg gegen die europ&auml;ischen Staaten, deren Unternehmen an normalen Beziehungen zu Russland interessiert sind, und die unverhohlenen Kriegsdrohungen gegen Nordkorea. Eine handlungsf&auml;hige Gegenkraft in der US-Politik ist nicht zu erkennen.<br>\n2014 gaben Wolfgang Effenberger und Willy Wimmer ihrem Buch zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs den wegweisenden Titel &laquo;Wiederkehr der Hasardeure&raquo;. In der Tat! Aber die neuen Hasardeure bewegen sich in einer ver&auml;nderten Welt. Auch deshalb sind sie Hasardeure.<br>\nSie wollen nicht zur Kenntnis nehmen, wie sich die Welt in den vergangenen 25 Jahren ver&auml;ndert hat  &ndash; und dass der Traum von der &laquo;einzigen Weltmacht&raquo; (Brzezinski 1997) ausgetr&auml;umt ist. Geblieben sind ein verheerendes milit&auml;risches Vernichtungspotenzial, Geheimdienste wie Kraken, die ohne Skrupel agieren &hellip; und noch immer ergebene Vasallen, vor allem in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/de\/1068\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abschied von der t&uuml;rkischen Demokratie<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union und ihre Mitgliedstaaten m&uuml;ssen endlich eine klare Haltung gegen&uuml;ber der autokratischen Regierung in der T&uuml;rkei einnehmen. Eine schleichende Entwicklung zur Diktatur l&auml;sst sich nur in ihrer Entstehungsphase international delegitimieren.<br>\nDie T&uuml;rkei befindet sich seit gut einem Jahr im Ausnahmezustand. Seitdem regiert Recep Tayyip Erdogan nicht durch parlamentarisch legitimierte Gesetze, sondern durch autokratische Dekrete. Die Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und politische Oppositionsparteien sehen sich Repressalien, Reiseverboten und psychischem wie physischem Druck ausgesetzt. Die internationale Gemeinschaft ist daher zweifach gefordert: Sie muss vom t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien und die Wiederaufnahme des Friedensprozesses einfordern. Au&szlig;erdem muss sie die t&uuml;rkische Zivilgesellschaft durch kontinuierliche Solidarit&auml;tsbeweise st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/++co++d987142c-7d0c-11e7-a5ba-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Safari-Siggi on Tour<\/strong><br>\nBei seinem Besuch in Uganda trifft Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel zumeist den richtigen Ton. Nur mit seiner Garderobe gibt es Probleme. [&hellip;]<br>\nIn Uganda suchen derzeit 1,3 Millionen Fl&uuml;chtlinge aus den Nachbarl&auml;ndern Schutz, davon knapp eine Million allein aus dem S&uuml;dsudan. Das sind viel mehr, als 2015 &uuml;ber die Balkanroute nach Deutschland kamen. Doch w&auml;hrend in Deutschland die Ankunft der Syrer und Afrikaner als &bdquo;Krise&ldquo; betitelt und viel Geld in die Hand genommen wird, die abgelehnten Asylbewerber, vor allem aus Afrika, wieder abzuschieben, hat Uganda Siedlungen gebaut, den S&uuml;dsudanesen Land zum Beackern und Asylstatus mit Arbeitserlaubnis gegeben, damit sie bleiben und sich ein neues Leben aufbauen k&ouml;nnen.<br>\nDoch Uganda hat im Vergleich zur Bundesrepublik kaum Geld, um die Fl&uuml;chtlinge zu versorgen. Nichtregierungsorganisationen, das UN-Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) sowie das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk (UNHCR) sind unterfinanziert. Dem UNHCR fehlen allein f&uuml;r dieses Jahr 400 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Sigmar-Gabriel-zu-Besuch-in-Uganda\/!5433418\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn das Transitland Endstation ist<\/strong><br>\nJ&auml;hrlich brechen rund 100.000 Menschen vom Horn von Afrika in Richtung Golfstaaten auf. Oft bleiben sie im Jemen stecken &ndash; mitten im Kriegsgebiet.<br>\nEinen krasseren Kontrast zwischen Arm und Reich gibt es nirgends auf der Welt. Im Norden: die Arabische Halbinsel mit den unermesslichen &Ouml;lmilliarden und Glitzerpal&auml;sten Saudi-Arabiens und der Golfstaaten. Im S&uuml;den: das Horn von Afrika mit dem unvorstellbaren Kriegselend in Somalia und tiefster Armut in weiten Teilen &Auml;thiopiens. Dazwischen: Jemen, wo sich kriegsbedingt eine schwere humanit&auml;re Katastrophe entwickelt &ndash; und wo niemand Schmugglern Einhalt gebieten kann oder will.<br>\nKein Wunder, dass j&auml;hrlich rund 100.000 Menschen aus dem Horn von Afrika &uuml;ber Jemen in die Arabische Halbinsel aufbrechen, auf der Suche nach einem besseren Leben. Die V&ouml;lker auf beiden Seiten des Landes sind ohnehin eng miteinander verwandt und kulturell verbunden. Das Regional Mixed Migration Secretariat (RMMS) des D&auml;nischen Fl&uuml;chtlingsrats, seit elf Jahren die genaueste Beobachtungsstelle f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsbewegungen in dieser Region, z&auml;hlte im Jahr 2016 117.107 afrikanische Ank&ouml;mmlinge in Jemen, 83 Prozent davon aus &Auml;thio&shy;pien und der Rest aus Somalia &ndash; ein Rekord. Zwischen 2007 und 2016 sind nach UN-Angaben &uuml;ber 750.000 &Auml;thiopier und Somalier nach Jemen gezogen. Viele haben die Weiterreise in die Golfstaaten gesucht, aber mehrere Hunderttausend h&auml;ngen in Jemen fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Fluechtlinge-im-Jemen\/!5433445\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Cholera im Jemen: Der Krieg versch&auml;rft die Lage<\/strong><br>\nDie Cholera-Epidemie im Jemen ist nach Aussage der WHO noch l&auml;ngst nicht unter Kontrolle. Vor allem der B&uuml;rgerkrieg behindert die Bek&auml;mpfung: Durch mangelnde Versorgung mit Trinkwasser und Strom kann sich die Seuche so schnell ausbreiten &ndash; und die Zerst&ouml;rung aller Strukturen erschwert die Hilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/cholera-im-jemen-der-krieg-verschaerft-die-lage.1773.de.html?dram:article_id=393245\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesheer am Brennerpass?<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich als Vorreiter bei der Militarisierung der EU-Binnengrenzen<br>\nAnfang Juli 2017 k&uuml;ndigte der &ouml;sterreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil in einem Zeitungsinterview an, angesichts verst&auml;rkter Migrationsbewegungen entlang der zentralen Mittelmeerroute &bdquo;sehr zeitnah&ldquo; Grenzkontrollen am Brennerpass einf&uuml;hren zu wollen.[1] 750 Soldaten des Bundesheeres sollten bereitgestellt werden, um die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden beim managen des imaginierten Ansturms am Grenz&uuml;bergang zu unterst&uuml;tzen. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium bereits vorsorglich vier gepanzerte Truppentransporter der Marke &bdquo;Pandur-Radpanzer&ldquo; in die Grenzregion verlegen lassen. Als Italien auf diesen Affront mit der Einbestellung des &ouml;sterreichischen Botschafters reagierte, sah sich der Bundeskanzler schlie&szlig;lich gen&ouml;tigt, den Vorschlag zur&uuml;ckzuziehen. Neu war die Idee von Grenzkontrollen am Brenner allerdings nicht; bereits im April 2016 hatte Italien gedroht, die EU-Kommission einzuschalten, nachdem &Ouml;sterreich dort mit der Errichtung eines Grenzmanagements bestehend aus einer Registrierungsstelle und Verankerungen f&uuml;r einen Zaun begonnen hatte.<br>\nIn deutschen Medien wurde die diesj&auml;hrige Ank&uuml;ndigung von Grenzkontrollen p&uuml;nktlich zur Hauptsaison zum Super-GAU f&uuml;r den Tourismus- und Transitverkehr erkl&auml;rt. Relativ einig war man sich auch in der Bewertung, dass es sich hierbei im Wesentlichen um einen verfr&uuml;hten Publicity-Stunt im Hinblick auf die vorgezogene Parlamentswahl im Oktober handele. Weniger kommentiert wurde in diesem Kontext die selbstangema&szlig;te Vorreiterrolle &Ouml;sterreichs bei der Militarisierung der europ&auml;ischen Binnengrenzen.<br>\nDabei hat der laxe Umgang mit derartigen Heereseins&auml;tzen im Inneren in &Ouml;sterreich System &ndash; und das System hei&szlig;t &bdquo;Assistenzeins&auml;tze&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/11\/bundesheer-am-brennerpass\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut &ndash; bezogen auf die Situation in Deutschland zum Thema &ldquo;Bundeswehr im Inneren&rdquo;:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14192\">Ein weiterer Tabubruch: Bundesverfassungsgericht l&auml;sst den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37379#h09\">Wenn der Terror alles rechtfertigt: Bundeswehreinsatz im Innern<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Gro&szlig;en klagen<\/strong><br>\nPlatzhirsche im deutschen &raquo;Bierkartell&laquo; wehren sich gegen Strafen. Kleine zahlen lieber gleich<br>\nErst die Autoindustrie, nun wieder die Bierbrauer: Die Hersteller von Deutschlands liebsten Konsumartikeln st&uuml;tzen sich offenbar gerne auf die Macht des Kartells. Wie der K&ouml;lner Stadtanzeiger am vergangenen Freitag, dem Tag des Bieres, berichtete, wird die Generalstaatsanwaltschaft in D&uuml;sseldorf die Hauptverhandlung gegen f&uuml;nf deutsche Brauereikonzerne er&ouml;ffnen. Die Justiz sieht laut dem Blatt einen &raquo;hinreichenden Tatverdacht f&uuml;r die zur Last gelegten Kartellordnungswidrigkeiten&laquo;. Seltsam nur, dass die potentielle Sommerlochsensation medial wenig Resonanz fand.<br>\nDer Vorwurf: Elf f&uuml;hrende deutsche Brauereien sollen im Juni 2006 und im September 2007 auf zwei Sitzungen des Wettbewerbsausschusses des Brauereiverbandes in Nordrhein-Westfalen abgesprochen haben, f&uuml;r das darauffolgende Jahr die Preise f&uuml;r Fass- und Flaschenbier gemeinsam zu erh&ouml;hen, so der K&ouml;lner Stadtanzeiger. Es handele sich um das &raquo;gr&ouml;&szlig;te Bierkartell der deutschen Historie&laquo;. Die beteiligten Unternehmen kontrollieren die H&auml;lfte des deutschen Marktes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316014.die-gro%C3%9Fen-klagen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Einkaufsland Deutschland ver&auml;ndert sich grundlegend<\/strong><br>\nRossmann kooperiert mit Amazon. Damit ist die Einheit der gro&szlig;en H&auml;ndler gegen den US-Konzern dahin. Das wird auf l&auml;ngere Sicht das Gesicht der St&auml;dte in Deutschland ver&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt l&auml;sst sich sagen, dass die Amazon-Rossmann-Allianz eine Entwicklung einleitet, an deren Ende das Einkaufsland Deutschland sich grundlegend ver&auml;ndert haben wird. Das soziale Umfeld, in dem Menschen leben, pr&auml;gt per se das Einkaufsverhalten. Wenn Kunden es wollen, dann bereichern bunte M&auml;rkte voller frischer Lebensmittel und redseliger Verk&auml;ufer die St&auml;dte. Wenn sie es wollen, &uuml;berlebt auch der kleine Antiquit&auml;tenh&auml;ndler und die findige Mode-Designerin. Und zwar nicht nur in den Touristengegenden, sondern auch nebenan. Die Kunden m&uuml;ssen dort nur einkaufen, das ist die Voraussetzung. Diese Einkaufsvielfalt macht St&auml;dte lebenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/handel-einkaufsland-deutschland-veraendert-sich-grundlegend-1.3623338\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Risiko Regierungsbeteiligung f&uuml;r FDP und Gr&uuml;ne<\/strong><br>\nNicht (nur) das Wahlergebnis, sondern der Koalitionsvertrag und der Umgang mit dem &sbquo;Koalitionszwang&lsquo; wird die Sicherheitspolitik der n&auml;chsten Wahlperiode bestimmen:<br>\nSieben Fraktionen werden ziemlich sicher im n&auml;chsten Bundestag vertreten sein. Drei (CDU\/CSU und SPD) und zus&auml;tzlich eventuell noch die FDP und\/oder B&uuml;ndnis90\/Gr&uuml;ne werden zusammen die Regierungskoalition bilden. Wir haben die Wahlprogramme dieser beiden Parteien unter die Lupe genommen und kommen zu dem Ergebnis: Da bestehen erhebliche Unterschiede zur CDU\/CSU, die in Sachen &bdquo;Innere Sicherheit&ldquo; die Marschrichtung bestimmt. Die Vorstellungen der kleineren Parteien werden sich in einem Koalitionsvertrag mit CDU\/CSU nicht durchsetzen lassen. Und ein Abstimmungsverhalten von Abgeordneten, das von der Linie der Koalition abweicht, wird durch den Zwang zum Koalitionsfrieden unterbunden.<br>\nAndererseits werben sowohl FDP, als auch B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen ganz gezielt um solche W&auml;hler, die sich angezogen f&uuml;hlen von einer &bdquo;Baum\/Hirsch&ldquo;-FDP oder einer an Grundrechten orientierten Sicherheitspolitik der Gr&uuml;nen. Solche W&auml;hler k&ouml;nnten heftig entt&auml;uscht werden, wenn sie feststellen m&uuml;ssen, dass von den liberalen, b&uuml;rgerrechtsfreundlichen Konzepten nichts umgesetzt werden kann, weil der gro&szlig;e konservative Elefant seine Linie (siehe Teil 1 dieses Artikels) durchdr&uuml;ckt. Gr&uuml;ne bzw. FDP w&uuml;rden damit zum weiteren Erf&uuml;llungsgehilfen einer Politik der Inneren Sicherheit, wie es mit der SPD bereits geschehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/risiko-regierungsbeteiligung-fuer-fdp-und-gruene-5918\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Undercover in Saudi-Arabien<\/strong><br>\nSaudi-Arabien ganz unverh&uuml;llt. Ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Einblick in das Land, wie man ihn normalerweise nicht bekommt. Denn Saudi-Arabien schottet sich ab. Journalisten und offene Berichterstattung sind nicht willkommen. Nach au&szlig;en hin stellt sich der gro&szlig;e &Ouml;l-Exporteur als reicher W&uuml;stenstaat dar. Doch wie leben die Menschen in diesem Land wirklich?<br>\nF&uuml;r Die Story nehmen saudische Aktivisten gro&szlig;e Risiken in Kauf. Sie drehen heimlich mit versteckter Kamera ihren Alltag. Sie zeigen verdreckte Gassen, bettelnde Menschen, gro&szlig;e Armut direkt neben den prunkvollen Stra&szlig;en und Villen der &Ouml;lmultis. Und sie beobachten die Religionspolizei bei ihrer Arbeit. Zeigen, wie sie die religi&ouml;sen Regeln im Alltag penibel durchsetzen: keine Musik auf der Stra&szlig;e, keine Frauen am Steuer, Handykameras nicht erw&uuml;nscht. Das sind die kleinen &ldquo;Vergehen&rdquo;.<br>\nSaudi-Arabien ist durch den Wahhabismus gepr&auml;gt, eine besonders strenge und konservative Auslegung des Islam. F&uuml;r Gewaltverbrechen, Terrorismus oder Verrat drohen &ouml;ffentliches Auspeitschen, Steinigung oder K&ouml;pfung. Nur wenig davon dringt aus dem Land nach drau&szlig;en, wie 2015 der Fall des Bloggers Raif Badawi. Er wurde zu 10 Jahren Haft und 1.000,00 Peitschenhieben verurteilt, weil er im Netz seine Meinung zu Politik und Religion ge&auml;u&szlig;ert hatte. Die Story trifft seine Frau und erz&auml;hlt das Schicksal einer Familie, die bis heute darum k&auml;mpft, wieder zusammen leben zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/undercover_in_saudi_arabien\/1215499?datum=2017-08-10\">phoenix<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach dieser Dokumentation kann man nicht anders urteilen, als das Saudi-Arabien, der wichtigste Verb&uuml;ndete des Westens, eine brutale Diktatur ist, in der Menschenrechte nichts gelten, was die Verteidiger der &ldquo;wesentlichen Werte&rdquo; aber nicht hindert die saudische Herrscherfamilie zu hofieren und pr&auml;chtige Gesch&auml;fte mit ihr zu machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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