{"id":3961,"date":"2009-05-25T08:47:33","date_gmt":"2009-05-25T06:47:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3961"},"modified":"2009-05-25T08:47:34","modified_gmt":"2009-05-25T06:47:34","slug":"hinweise-des-tages-897","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3961","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li>HRE-Pr&uuml;fbericht listet gravierende Risikom&auml;ngel auf<\/li>\n<li>Deutsche Bank: Verwirrung statt Vertrauen<\/li>\n<li>Sinn: Deutsche Banken im Durchschnitt pleite &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Backenbarts<\/li>\n<li>Drastische Verm&ouml;gensverluste f&uuml;r Dax-Konzerne<\/li>\n<li>Francis Fukuyama: Das Desaster kommt erst noch<\/li>\n<li>Rh&ouml;n-Klinikum angesichts der sich abzeichnenden Privatisierungswelle ab 2010 bereitet der Vorstand eine Kapitalerh&ouml;hung vor<\/li>\n<li>60 Jahre Grundgesetz<\/li>\n<li>Das Betriebsklima und die Grenzen der Belastbarkeit &ndash; Studie zu Folgen des &ouml;konomischen Drucks<\/li>\n<li>Der erblindete Prometheus &ndash; Situation und Kritik der Gewerkschaften<\/li>\n<li>Als die Menschenrechte schie&szlig;en lernten  &ndash; Kosovo-Krieg 1999<\/li>\n<li>Bernhard Nagel: Europ&auml;isch Marktfreiheiten, Koalitionsfreiheit und Sozialstaatsprinzip<\/li>\n<li>Die Studierenden der Universit&auml;t Augsburg &uuml;ber ihre Wahrnehmung der Effekte von Studiengeb&uuml;hren<\/li>\n<li>Unis d&uuml;rfen Geb&uuml;hren f&uuml;r Eignungstests nehmen<\/li>\n<li>Nochmals: 70 Prozent der Deutschen w&uuml;rden K&ouml;hler w&auml;hlen. &ndash; Wie das?<\/li>\n<li>Ein Spot des &Ouml;GB, des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes, zur Europawahl<\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3961&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>HRE-Pr&uuml;fbericht listet gravierende Risikom&auml;ngel auf<\/strong><br>\nDas Versagen im Risikomanagement des angeschlagenen Bankkonzerns Hypo Real Estate war wesentlich gr&ouml;&szlig;er als bisher bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen listet ein Pr&uuml;fbericht 49 Verst&ouml;&szlig;e auf &ndash; zw&ouml;lf davon schwer.<br>\nDer Bericht ist im Auftrag der BaFin erstellt worden, und er listet die M&auml;ngel unerbittlich auf: Nach SPIEGEL-Informationen war das Versagen im Risikomanagement des Staats- und Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) offenbar wesentlich gr&ouml;&szlig;er als bisher bekannt. das geht aus einem Pr&uuml;fbericht hervor, den die Bundesbank im Juni 2008 im Auftrag der Bankenaufsicht BaFin erstellt hat.<br>\nEr listet 49 Verst&ouml;&szlig;e gegen &ldquo;das ordnungsgem&auml;&szlig;e Betreiben der Gesch&auml;fte und die Funktionsf&auml;higkeit des Risikomanagements&rdquo; auf &ndash; allein zw&ouml;lf der Kategorie &ldquo;gewichtige&rdquo; Beanstandungen. Unter anderem h&auml;tten zahlreiche Organisationsrichtlinien nicht die tats&auml;chlichen Abl&auml;ufe widergespiegelt. Die Anforderungen an die rechtzeitige Fr&uuml;herkennung von &ldquo;Engagements mit erh&ouml;hten Risiken&rdquo; waren &ldquo;nicht erf&uuml;llt&rdquo;. Der t&auml;gliche Liquidit&auml;tsreport zeigte &ldquo;nicht alle relevanten Zu- und Abfl&uuml;sse&rdquo;. Ebenso gab es &ldquo;keine ausreichend zeitnahe Darstellung der tats&auml;chlichen Ertragslage.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-626411,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank: Verwirrung statt Vertrauen<\/strong><br>\nSie (die Deutsche Bank) k&uuml;ndigt in einer mehr als verworrenen Pressemitteilung an, dass die Sicherheitsabteilung m&ouml;glicherweise gegen interne oder gar rechtliche Vorgaben versto&szlig;en hat und sich mittlerweile sogar die Finanzaufsicht eingeschaltet hat. Um was es aber genau geht &ndash; dazu schweigt sie sich wenige Tage vor der Hauptversammlung beharrlich aus.<br>\nDabei haben die Spitzelskandale bei Telekom und Bahn eines doch gelehrt: Wer die Wahrheit scheibchenweise herausr&uuml;ckt, vergr&ouml;&szlig;ert den Schaden.<br>\nEs geht darum, dass gut 80 000 Mitarbeiter, die Aktion&auml;re, vor allem aber Millionen von Kunden ein Recht darauf haben zu wissen, welche Praktiken die Deutsche Bank in Fragen der Konzernsicherheit pflegt. Wurden Betriebsr&auml;te bespitzelt? Ermittelten Detektive gegen Aufsichtsr&auml;te oder Manager? Wurden konzernweit Mitarbeiter &uuml;berpr&uuml;ft? Gerieten auch Journalisten ins Visier der Sicherheitsabteilung? Selbst die Kunden d&uuml;rfen sich &ndash; liest man die Mitteilung der Deutschen Bank genau &ndash; nicht in Sicherheit wiegen. Denn wirklich ausgeschlossen wird darin nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handelsblatt-kommentar\/deutsche-bank-verwirrung-statt-vertrauen;2291914\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinn: Deutsche Banken im Durchschnitt pleite<\/strong><br>\n&ldquo;Die Bad Banks sind, wenn sie den Staat, wie die Politik behauptet, nichts kosten, kein geeignetes Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Eigenkapital kann der Staat nur zuf&uuml;hren, wenn die Bad Banks f&uuml;r den Staat teuer werden, und nicht, wenn sie nichts kosten.&rdquo; Sinn glaubt, dass der Steuerzahler &ldquo;bei den Bad Banks draufzahlen wird.&rdquo; Das Problem sei nur, &ldquo;dass der Staat nichts zu verschenken hat&rdquo;. Transparenter und besser w&auml;re es nach Einsch&auml;tzung Sinns daher, wenn der Staat den Banken das ben&ouml;tigte Eigenkapital offen &uuml;berweisen w&uuml;rde und daf&uuml;r Aktien bek&auml;me. Die k&ouml;nne er so lange halten, bis die Krise vorbei ist, und dann vielleicht sogar mit Gewinn verkaufen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2289517,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/sinn-bei-bad-banks-zahlt-der-steuerzahler-drauf-397896\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie der wendeh&auml;lsige Professor, f&uuml;r den  noch vor kurzem den Staat nicht weit genug aus der Wirtschaft herausgedr&auml;ngt werden konnte, nunmehr pl&ouml;tzlich direkte Kapitalbeteiligungen des Staates fordert. Auf die Idee, dass der Staat  die alten Banken ruhig Konkurs gehen lassen und ihnen anstatt der schlechten die guten Papiere abkaufen und mit diesen Papieren &ndash; und dem Filialnetz &ndash; &ldquo;Good Banks&rdquo; aufbaut, die wieder als normal Bank solide arbeiten k&ouml;nnten, kommt er nat&uuml;rlich nicht. Siehe dazu: <a href=\"?p=3761\">&ldquo;Banken in Insolvenz gehen lassen und das Management austauschen.&rdquo;<\/a><\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die R&uuml;ckkehr des Backenbarts<\/strong><br>\nHans-Werner Sinn war aus der Mode gekommen. Dann kam die Krise &ndash; und er mit ihr zur&uuml;ck in die Talkshows.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/die-rueckkehr-des-backenbarts\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Drastische Verm&ouml;gensverluste f&uuml;r Dax-Konzerne<\/strong><br>\nBei den 30 Dax-Unternehmen haben 2008 Wertverluste in H&ouml;he von 43,4 Mrd. Euro auf Beteiligungen, T&ouml;chter und Wertpapieren das Eigenkapital erheblich reduziert. Das hat eine Pr&uuml;fung der Bilanzen aller Dax-Unternehmen durch die Universit&auml;t St. Gallen im Auftrag der &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; ergeben. W&auml;ren diesen stillen Verluste, die sich unter anderem aus der massiven Abwertung von Fremdw&auml;hrungen und Kurseinbr&uuml;chen bei Wertpapieren ergeben, in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht worden, h&auml;tten die Dax-Werte 2008 nicht Gewinne von zusammen 28,9 Mrd. Euro ausgewiesen, sondern Verluste von 13,4 Mrd. Euro, berichtet das D&uuml;sseldorfer Magazin.<br>\nStark betroffen waren 2008 vor allem Finanzdienstleister. Insbesondere Abschreibungen auf Wertpapiere, die zur Ver&auml;u&szlig;erung stehen, belasteten das Eigenkapital. Bei der Allianz summierten sich die stillen Verluste auf 8,9 Mrd. Euro, bei der Deutschen Bank auf 5,9 Mrd. Euro. Dabei ist noch nicht ber&uuml;cksichtigt, dass die Deutsche Bank 3,3 Mrd. Euro an weiteren stillen Verlusten vermieden hatte, indem sie 2008 Wertpapiere f&uuml;r 35 Mrd. Euro in einen Langfristposten der Bilanz umbuchte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2289690,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Francis Fukuyama: Das Desaster kommt erst noch<\/strong><br>\nDie Probleme auf der angebotsorientierten Seite der Wirtschaft sind gewaltig. Wir haben viele Produktionsstandorte verloren und die Dienstleistungswirtschaft, die diese ersetzen sollte, ist eine Illusion geblieben. Merill Lynch hat in den vergangenen zwei Jahren mehr Geld verloren, als es in den vorherigen zehn Jahren verdienen konnte, selbst wenn man die Milliarden an Spitzengeh&auml;ltern und Boni dazuz&auml;hlt, die das Management mit nach Hause nehmen konnte. Auf dem H&ouml;hepunkt des Aufschwungs betrugen die Einnahmen des Finanzsektors 40 Prozent des gesamten amerikanischen Unternehmensgewinns, aber r&uuml;ckblickend sehen wir, dass es sich vielfach um Luftbuchungen handelt, der Realwertzuwachs der Volkswirtschaft weit zur&uuml;ckgeblieben ist. Ein Blick auf unsere Kontoausz&uuml;ge hat uns selbst get&auml;uscht. In den Boomjahren der vergangenen Dekade haben wir das blo&szlig; nicht erkannt, weil es durch die Bereitschaft des Auslands verdeckt wurde, Amerika zu refinanzieren.<br>\nAll dies l&auml;sst eine anhaltende Rezession vermuten oder vielleicht eine anhaltende Phase von flachem oder sehr m&auml;&szlig;igem Wachstum. Mit Gl&uuml;ck k&ouml;nnen wir es vielleicht Japan in den neunziger Jahren gleichmachen und ein Wachstum von 0 bis 1 Prozent pro Jahr erzielen.<br>\nAll dies l&auml;uft nicht auf das Versagen des Kapitalismus hinaus, sondern auf das Versagen der &ouml;ffentlichen Ordnung in Amerika. Es ist unvermeidlich, dass die Glaubw&uuml;rdigkeit der Dinge, die den Amerikanern lieb und teuer sind, zum Beispiel Demokratie und Marktwirtschaft, als eine Folge der Krise enorm unter Druck geraten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/page_print.php?ress_id=&amp;item=3715\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Die Geschichte ist zu Ende, Kapitalismus und Freiheit gehen Hand in Hand&ldquo;, das schrieb Fukuyama noch in seinem Hauptwerk &bdquo;Das Ende der Geschichte&ldquo; in dem er den &bdquo;Endsieg&ldquo; des Kapitalismus feierte. Selbstredend gibt es f&uuml;r ihn nach wie vor kein &bdquo;Versagen des Kapitalismus&ldquo;. Die Generation der Babyboomer habe zu viel ausgegeben und zu wenig gespart. Die k&uuml;nftigen Generationen m&uuml;ssten also nur bescheidener werden, dann kann sich der Kapitalismus wieder erholen, scheint wohl die Botschaft der Konservativen zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rh&ouml;n-Klinikum angesichts der sich abzeichnenden Privatisierungswelle ab 2010 bereitet der Vorstand eine Kapitalerh&ouml;hung vor<\/strong><br>\nAngesichts einer Rezession mit einem R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsprodukts von rund 6 Prozent werden die Kommunen und L&auml;nder ihrem medizinischen Versorgungsauftrag nicht mehr ausreichend nachkommen k&ouml;nnen. Umso wichtiger wird dann eine antizyklisch wirkende Unternehmensstrategie im Gesundheitssektor, die den Versorgungsauftrag sicherstellt. In der letzten Rezession 2002\/2003 hat uns deshalb die &ouml;ffentliche Hand fast 20 Kliniken &uuml;bertragen, um Investitionen, Besch&auml;ftigung und Versorgung zu sichern und Rationierung abzuwenden. Dies war der Ausgangspunkt f&uuml;r die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung der letzten Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.direktbroker.de\/news-kurse\/details\/AdHocNews\/RH%C3%96N+KLINIKUM+AG:+Geplan\/20242453\">direktbroker<\/a><\/li>\n<li><strong>Eckart Spoo: Gedenken ans Grundgesetz<\/strong><br>\nUnsere Regierenden und die vielen beflissen Mitregierenden sind entschlossen, die Bundesb&uuml;rgerinnen und Bundesb&uuml;rger in diesem Jahr 2009 monatelang in ein nationales St&auml;rkungsbad zu tauchen &ndash; mit Geruchsstoffen, an denen wir uns k&uuml;nftig alle gemeinsam unterbewu&szlig;t, aber um so wirksamer orientieren werden. Vieler Ereignisse ist zu gedenken: von Schillers Geburtstag (1759) bis zum Mauerfall (1989) Aber nicht alle Ereignisse mit der Endziffer 9 finden Beachtung. Weniger geeignet f&uuml;r nationale Zwecke waren die Jahrestage der Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (gerade deswegen empfehle ich das St&uuml;ck &raquo;Rosa&laquo; im Berliner Grips-Theater), Kurt Eisner und Gustav Landauer (Dank dem Berliner Ensemble, da&szlig; es mit einer Textcollage von Ernst Schumacher an den 90. Todestag des Anarchisten erinnerte, der, bevor ihn die von der SPD-F&uuml;hrung herbeigerufene Soldateska mit &auml;u&szlig;erster Grausamkeit zu Tode qu&auml;lte, noch rechtzeitig seine Einsicht formulieren konnte: &raquo;In der ganzen Naturgeschichte kenne ich kein ekelhafteres Wesen als die sozialdemokratischere Partei&laquo;). Auch der Blut-Mai, den 1929 der Berliner Polizeipr&auml;sident Friedrich Karl Z&ouml;rgiebel den Gewerkschaftern bereitete, die angesichts der Krise gegen die Gefahr von rechts demonstrieren wollten, kam 80 Jahre danach &ouml;ffentlich kaum zur Sprache; auf der Maifeier des DGB h&ouml;rte ich nichts davon. Zum 1. September (1939) werden unsere Vors&auml;nger fromme Lieder &uuml;ber die Vers&ouml;hnung anstimmen, zu der wir gegen&uuml;ber den Polen doch schon immer bereit gewesen sind, aber auch Ermahnungen, in dem starken Milit&auml;rb&uuml;ndnis, an dem sie sich nun beteiligen d&uuml;rfen, bitte nicht aus Reih und Glied zu tanzen. Unser letzter Angriffskrieg, den wir vor gerade zehn Jahren gef&uuml;hrt haben, bevor der hundertj&auml;hrige weltweite Anti-Terror-Krieg begann, ist &ndash; eine gro&szlig;e Leistung unserer Bewu&szlig;tseinsindustrie &ndash; v&ouml;llig verdr&auml;ngt. Da unsere Medienkonzerne die Medien auf dem Balkan &uuml;bernommen haben, kann auch dort nichts St&ouml;rendes mehr ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/4a0ea71166e0c\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dieter Wellershoff: Meine Verfassung<\/strong><br>\nDoch mit ihm (dem Grundgesetz) war etwas Neues entstanden, das f&uuml;r mich und gewiss auch f&uuml;r viele andere langfristig zu einem tragenden Wert wurde: das Grundgesetz, vor allem sein erster Teil, ein Katalog b&uuml;rgerlicher Freiheitsrechte. Gleich mit den beiden ersten S&auml;tzen des I. Artikels stimmt es seinen Grundtenor an: &ldquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch&uuml;tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&rdquo; Das ist der direkte Widerspruch zu S&auml;tzen wie &ldquo;Du bist nichts, dein Volk ist alles&rdquo; oder &ldquo;Die Partei, die Partei hat immer recht&rdquo;, welche staatliche und kollektive Institutionen und Interessen &uuml;ber das Individuum stellen.<br>\nDas Grundgesetz kehrt dieses Verh&auml;ltnis um. Der Staat ist f&uuml;r die Menschen da, und seine Macht wird legitimiert durch die Zustimmung der B&uuml;rger, deren Grundrechte er sch&uuml;tzt &ndash; die Rechte auf freie Selbstentfaltung und k&ouml;rperliche Unversehrtheit, Gleichheit vor dem Gesetz, Freiheit der Meinungs&auml;u&szlig;erung, das Brief- und Postgeheimnis, Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung und viele mehr. Jedes Recht ist einzeln vorm Verfassungsgericht einklagbar und zeigt seine Evidenz, sobald man es sich wegzudenken versucht.<br>\nDer Text, der von den Westalliierten genehmigt werden musste, ist eine erstaunliche sch&ouml;pferische Leistung. Vor dem Hintergrund der Nazidiktatur und als Bollwerk gegen das stalinistische Imperium wurde am gr&uuml;nen Tisch aus liberalen Traditionen und aktuellen Erfahrungen ein realit&auml;tsf&auml;higes Gesellschaftsbild von gro&szlig;er integrativer Kraft entworfen, das der Politik einen Ma&szlig;stab setzte und bei vielen Menschen eingerastete Verweigerungshaltungen aufl&ouml;ste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~E4DD8B2AC62FE4392A8F2037AE57F0F02~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Frage stellen m&ouml;chte ich allerdings Wellershoffs These, dass so wie der Einigungsprozess tats&auml;chlich von statten ging, man wirklich davon sprechen kann, dass sich die in der Pr&auml;ambel des Grundgesetzes formulierte Aufforderung an das gesamte deutsche Volk, &ldquo;in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden&rdquo;erf&uuml;llte.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein greises Nervenb&uuml;ndel<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zum Geburtstag dieses Landes, nun da die Republik einen Stock ben&ouml;tigt, um die Tonnenlast eines langen Lebens noch abst&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, waschen die &uuml;berschw&auml;nglichen Gratulanten den Lebensinhalt des Jubilars rein.<br>\nDas Leben hat ihm schwer zugesetzt, seine Nerven angegriffen, so sehr, dass eine Art geistige Verwirrtheit herauskam. Man mu&szlig; nur ins Land hineinschauen, Selektionsdebatten von &Auml;rzten in einer demokratischen Republik, Sterilisationsvorschl&auml;ge innerhalb eines Sozial- und Rechtsstaates, ein best&auml;tigter Sparkassendirektor als Bundespr&auml;sident und soziales Gewissen des Landes, obwohl der mitverantwortlich f&uuml;r den Sozialabbau war, Rentenkassen ausbluten lie&szlig;! Wer k&ouml;nnte da noch leugnen, dass die BRD schwer krank ist, ein Nervenb&uuml;ndel mit schizophrenen Anwandlungen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/05\/ein-greises-nervenbundel.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Betriebsklima und die Grenzen der Belastbarkeit &ndash; Studie zu Folgen des &ouml;konomischen Drucks<\/strong><br>\nDie Arbeitsintensit&auml;t hat in den meisten Organisationen in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen: Arbeitsprozesse werden verdichtet und beschleunigt, Nischen beseitigt. F&uuml;r manche Besch&auml;ftigte ist diese Intensivierung eine Quelle der Arbeitsmotivation, f&uuml;r die meisten bedeutet dies Belastungen, die sie &uuml;ber kurz oder lang nicht mehr bew&auml;ltigen. &ldquo;Besteht die betriebliche Erwartung an die Besch&auml;ftigten, jederzeit an die eigenen Grenzen der Arbeitskraft zu gehen, dann steht die physische und vor allem die psychische Gesundheit auf dem Spiel, besonders dann, wenn Arbeiten zu leisten sind, f&uuml;r die ihnen keine entlastenden Routinen zur Verf&uuml;gung stehen&rdquo;, so der Frankfurter Sozialpsychologe, der neben seiner Professur an der Goethe-Universit&auml;t auch als einer der beiden Direktoren des Frankfurter Sigmund-Freud-Instituts t&auml;tig ist. Anhaltende &Uuml;berforderung f&uuml;hrt nicht selten zu einer &lsquo;Kultur des Klagens&rsquo; &ndash; dazu schreiben Haubl und Vo&szlig; in einem Beitrag zur Studie: &ldquo;Dieses Klagen ist keine angemessene Auseinandersetzung mit dem Problem, sondern dessen Ritualisierung, die es eher aufrecht erh&auml;lt. Und es l&auml;dt manche Besch&auml;ftigte zu Versuchen ein, einer tats&auml;chlichen &Uuml;berlastung durch vorauseilendes Klagen und damit der Einforderung einer Schonhaltung &ndash; auf Kosten von Kollegen und Kolleginnen &ndash; zu entgehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=315808\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Der erblindete Prometheus &ndash; Situation und Kritik der Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie deutschen Gewerkschaften m&uuml;ssen neben ihrer verdienstvollen antifaschistischen Erinnerungs- und Geschichtsarbeit einen weiteren Zugang zu ihren eigenen Wurzeln herstellen, gleichsam f&uuml;r die Phase zwischen der unmittelbaren milit&auml;rischen Niederlage des Faschismus und der Konstituierung der beiden deutschen Republiken 1949. Eine solche Geschichtsarbeit zielt auf Wiederaneignung und Herstellung eines Bewusstseins &uuml;ber die wirkliche Bedeutung der Betriebsr&auml;te und Gewerkschaften ab.<br>\nDen Ans&auml;tzen f&uuml;r autorit&auml;re und rechtsradikale Antworten auf die Krise und ihre Ursachen muss entgegengesteuert werden. Wir pl&auml;dieren f&uuml;r eine Kampagne zur politisch-&ouml;konomischen Bildung, um den Einbruch von demokratischem Bewusstsein hin zu autorit&auml;ren L&ouml;sungsangeboten oder -strukturen zu verhindern.<br>\nVerteidigung der rechtstaatlichen Demokratie.<br>\nWeil es sich um eine globale Krise handelt, sollten die Gewerkschaften Informationen &uuml;ber K&auml;mpfe und Bewegungen auf der ganzen Welt sammeln und zirkulieren lassen. Wir sollten Internationalismus konkret machen: kein Streik, keine Kampagne ohne internationale Basisbeteiligung, von Kollege zu Kollege, um das globale oder europ&auml;ische Ausma&szlig; der neoliberalen Offensive deutlich zu machen.<br>\nWas uns in der aktuellen Diskussion fehlt, ist die Perspektive der Aneignung: F&uuml;r uns ist verwunderlich, warum angesichts der langj&auml;hrigen Erfahrungen insbesondere der betrieblichen und basisgewerkschaftlichen Aktivisten mit Co-Management und Sanierungsplanungen die nach Art. 14 und 15 des Grundgesetzes m&ouml;gliche demokratische Sozialisierung der Unternehmen &uuml;berhaupt keine Rolle spielt. Selbstverwaltung wird nirgendwo gefordert und zum Kernst&uuml;ck einer breiten radikaldemokratischen Mobilisierungskampagne gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/49b5b5c016db5\/1.html\">Sozialistische Positionen<\/a><\/li>\n<li><strong>Als die Menschenrechte schie&szlig;en lernten  &ndash; Kosovo-Krieg 1999<\/strong><br>\nVor zehn Jahren fand der Kosovokrieg statt, der damals sehr umstritten war. Ein Blick zur&uuml;ck auf die wichtigsten Argumente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/969\/469526\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 19.05.2009<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Franziska Augstein macht mit Recht und verdienstvoller Weise auf das 10-j&auml;hrige und traurige Jubil&auml;um des Kosovo-Krieges aufmerksam.<br>\nIhren Text muss ich um zwei Gedanken erg&auml;nzen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Zum ersten wurde nicht nur das Kosovo, sondern auch das Kernland Serbiens, also zum Beispiel Belgrad und andere St&auml;dte einschlie&szlig;lich wichtiger Br&uuml;cken und Fabriken bombardiert und zerst&ouml;rt.<\/em><\/li>\n<li><em>Zum zweiten fehlt der Hinweis auf ein wichtiges Motiv dieses Krieges und der Beteiligung Deutschlands: Der Krieg, die Bomben und das Leid dienten dazu, den Out of area-Einsatz der Bundeswehr praktisch einzu&uuml;ben. Deshalb wurde die noch nicht ins Amt gew&auml;hlte aber von den W&auml;hlern mit der Mehrheit versehene Spitze von Rot-gr&uuml;n, Gerhard Schr&ouml;der und Joschka Fischer, von Pr&auml;sident Clinton im Oktober 1998 noch vor ihrer Wahl zum Kanzler und Vizekanzler im Deutschen Bundestag zur Beteiligung am Bombardement verpflichtet.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bernhard Nagel: Europ&auml;isch Marktfreiheiten, Koalitionsfreiheit und Sozialstaatsprinzip<\/strong><br>\nDer EuGH hat den Anwendungsbereich der Marktfreiheiten, insbes. der Niederlassungs-, Kapitalverkehrs- und Dienstleistungsfreiheit,unter Bezugnahme auf seine in der Cassis-de-Dijon-Entscheidung zur Warenverkehrsfreiheit entwickelten Kontrolle der sog. unterschiedslosen Behandlung so sehr ausgeweitet, dass der Schutz wichtiger Grundrechte wie des Streikrechts, ja sogar der Menschenw&uuml;rde beeintr&auml;chtigt ist. Einen allgemeinen Schutz des Sozialstaatsprinzips kennt der EuGH ohnehin nicht. Mit den Entscheidungen Viking, Laval, R&uuml;ffert und Luxemburg will der EuGH ohne gemeinschaftsrechtliche Legitimation dem Streikrecht, der Tarifautonomie und den sozialstaatlichen Schutznormen der Mitgliedsstaaten auch dort Grenzen setzen, wo diese wie in Deutschland in der Verfassung Vorrang genie&szlig;en. Dort, wo diese Rechte und Schutznormen ohnehin bislang nur k&uuml;mmerlich gewachsen sind, etwa in vielen der mittel- und osteurop&auml;ischen Staaten, l&ouml;sen die EuGH-Entscheidungen politische Reflexwirkungen aus und bedrohen die Entwicklung von Gewerkschafts- und Tarifrechten. Dies ist ein unter Berufung auf Cassis-de-Dijon selbstgeschaffenes Recht des EuGH, das nicht mehr durch die Bestimmungen des EG-Vertrages gedeckt ist, denn dort ist nichts zum Verh&auml;ltnis der Grundrechte der Mitgliedstaaten zu den EU-Marktfreiheiten ausgesagt. Der EuGH entscheidet letztinstanzlich. Gegen seine Entscheidungen gibt es keine Rechtsmittel mehr. Eine &Auml;nderung der Rspr. ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Ihre Fortsetzung ist aber nicht l&auml;nger hinnehmbar. Erforderlich ist daher eine grundlegende Reform der europ&auml;ischen Institutionen und eine Pr&auml;zisierung der Vorgaben, an die sich der EuGH zu halten hat, d. h. des Vorrangs von Grundrechten wie Streikfreiheit und Menschenw&uuml;rde sowie des Sozialstaatsprinzips gegen&uuml;ber den Marktfreiheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090525_Nagel_Europaeische_Marktfreiheiten.pdf\">Arbeit und Recht (AuR) 5\/2009 [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Studierenden der Universit&auml;t Augsburg &uuml;ber ihre Wahrnehmung der Effekte von Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nIm gesamtuniversit&auml;ren Durchschnitt sprechen sich 63,6 Prozent grunds&auml;tzlich gegen und lediglich 36,4 Prozent f&uuml;r Studienbeitr&auml;ge aus. Die Ablehnung ist in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;t mit 53,5 Prozent am niedrigsten und in der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakult&auml;t mit 73,2 Prozent am h&ouml;chsten.<br>\nUnter der Voraussetzung, dass sie Studienbeitr&auml;ge bezahlen m&uuml;ssen, haben die Augsburger Studentinnen und Studenten eine relativ homogene Meinung &uuml;ber die Beitragsh&ouml;he, die angemessen w&auml;re: 90,4 Prozent pl&auml;dieren hier f&uuml;r 0 bis 350 Euro pro Semester, wobei knapp ein Drittel (64,4 Prozent) von diesen, wenn?s denn sein muss &ndash; zwischen 200 und 350 Euro akzeptieren w&uuml;rden. Die tats&auml;chlich pro Semester erhobenen 500 Euro halten nur 4,3 Prozent f&uuml;r angemessen und mit einem dar&uuml;ber hinausgehenden Betrag w&auml;ren nur 2,7 Prozent einverstanden, von denen ? allerdings nur nebenbei bemerkt &ndash; wiederum die H&auml;lfte angibt, sie w&uuml;rde auch 1000 und mehr Euro bezahlen. F&uuml;r Beitragsh&ouml;hen, die innerhalb des vom Hochschulgesetz markierten Spielraums von 300 bis 500 Euro liegen, pl&auml;dieren insgesamt wiederum lediglich 7,3 %.<br>\nDass die H&ouml;he des aktuell erhobenen Beitrags auf nur geringe Akzeptanz st&ouml;&szlig;t, wird aus einer anderen Perspektive best&auml;tigt: Von den &ndash; allerdings nur &ndash; 15,5 Prozent, die die Frage, ob sie sich nochmals f&uuml;r ein Studium an der Universit&auml;t Augsburg entscheiden w&uuml;rden, mit Nein beantworten, wird als einer von 18 Gr&uuml;nden von 74,5 Prozent &ndash; und damit mit Abstand am h&auml;ufigsten &ndash; angef&uuml;hrt, dass im Verh&auml;ltnis zum Angebot die Studienbeitr&auml;ge zu hoch seien.<br>\nGesamtuniversit&auml;r meinen 44,9 Prozent der Befragten, dass sich die Studienbedingungen an ihrer jeweiligen Fakult&auml;t sp&uuml;rbar ver&auml;ndert h&auml;tten, und 54,8 Prozent sind mit diesen Ver&auml;nderungen, die von der Gesamtheit mit der Schulnote 3,6 beurteilt werden, alles in allem zufrieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news316022\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Unis d&uuml;rfen Geb&uuml;hren f&uuml;r Eignungstests nehmen<\/strong><br>\nBrandenburger Hochschulen d&uuml;rfen nach Auskunft von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) Geb&uuml;hren f&uuml;r Eignungstests vor dem Studium nehmen. Dies seien keine Studiengeb&uuml;hren im engeren Sinne, antwortete Wanka auf eine parlamentarische Anfrage. Derzeit verlangen zwei m&auml;rkische Hochschulen Geld f&uuml;r die sogenannten Eignungsfeststellungspr&uuml;fungen. Die Universit&auml;t Potsdam nimmt 20 Euro f&uuml;r Anmeldetests in den F&auml;chern Sport und Musik. Die Hochschule f&uuml;r Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg fordert 25 Euro f&uuml;r das Zulassungsverfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.welt.de\/?module=dpa&amp;id=21324714\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: 70 Prozent der Deutschen w&uuml;rden K&ouml;hler w&auml;hlen. &ndash; Wie das?<\/strong><br>\n<a href=\"?p=3957\">So fragten wir am Freitag<\/a> vor der Wahl in der Bundesversammlung und f&uuml;hrten dies u.a. auf die massive Medienkampagne f&uuml;r K&ouml;hler zur&uuml;ck, die dessen politische Positionen v&ouml;llig ausblendete. Wenn Sie die Pressestimmen nach der Wahl lesen, dann k&ouml;nnen Sie feststellen, dass die unkritische Zustimmung zu K&ouml;hlers Positionen weitergeht.\n<blockquote><p>Ein Wirtschaftsfachmann im Pr&auml;sidialamt. Toll. In den letzten zwanzig Jahren waren &Ouml;konomen die einzig unverbeulten Ideologen<\/p><\/blockquote>\n<p>.. hei&szlig;t es in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN<\/p>\n<blockquote><p>Der Deutsche mag ein wenig risikofreudiger geworden sein in den vergangenen 60 Jahren, aber im Prinzip bleibt er dann doch ganz gerne bei Persil: Da wei&szlig; man, was man hat. In diesem Fall einen Bundespr&auml;sidenten, f&uuml;r den man sich zun&auml;chst mal von Herzen freuen kann &hellip;<\/p><\/blockquote>\n<p>(Berliner Morgenpost)<\/p>\n<blockquote><p>Es ist nichts falsch an ihm, er hat nichts falsch gemacht<\/p><\/blockquote>\n<p>&hellip; stellt der ebenfalls in Berlin erscheinende TAGESSPIEGEL &auml;hnlich n&uuml;chtern fest.<\/p>\n<blockquote><p>Gestern wurde er nicht als Wegbereiter einer Koalitionsoption gew&auml;hlt, sondern als &uuml;ber die Parteigrenzen hinweg respektiertes und in der Bev&ouml;lkerung &uuml;beraus beliebtes Staatsoberhaupt.<\/p><\/blockquote>\n<p>(L&uuml;becker Nachrichten)<\/p>\n<blockquote><p>Es war von der SPD und Frau Schwan nicht klug, gegen Horst K&ouml;hler anzutreten, der eine ordentliche erste Amtszeit absolviert hat und im Volk beliebt ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>(Welt am Sonntag)<\/p>\n<p>&Uuml;ber diese Lobhudeleien k&ouml;nnte man hinwegsehen, wenn dahinter nicht ein Motiv st&uuml;nde. Dieses Motiv kann ich nur darin sehen, dass der Meinungsmainstream K&ouml;hler lobt, weil er in ihm einen Repr&auml;sentanten und Garanten des &bdquo;Weiter-so&ldquo; sieht. Oder wie unsere Unterst&uuml;tzerin Margareth Gorges schreibt: &bdquo;Somit ist auch das letzte neutrale Amt in diesem Staate an die Lobby verloren gegangen.&ldquo;<\/p>\n<p>Heribert Prantl schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Dieser neue alte Pr&auml;sident wird ein anderer Pr&auml;sident sein m&uuml;ssen. Die Wahl von 2009 ist nicht einfach eine Wiederwahl K&ouml;hlers, sie ist nicht einfach eine Wiederholung seiner Wahl von 2004. Sie kann es nicht sein, sie darf es nicht sein.<br>\nZwischen seiner letzten Wahl 2004 und der Wiederwahl liegen nicht einfach nur f&uuml;nf Jahre; dazwischen liegt eine ganze politische Epoche, eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zeitenwende. Das Land ist ein anderes geworden, die Krise wird es weiter ver&auml;ndern. Also wird sich auch der Pr&auml;sident dieses Landes noch viel mehr &auml;ndern m&uuml;ssen, als er dies schon getan hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/11\/469566\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach allem was K&ouml;hler bisher gesagt und wof&uuml;r er eingetreten ist, d&uuml;rfte die Hoffnung Prantls vergeblich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter Letzt: Ein Spot des &Ouml;GB, des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes, zur Europawahl<\/strong><br>\nBissig und witzig, lohnt sich, drauf zu schauen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/film.waehledeineuropa.at\/?key=89wzzhc63851644krac481063&amp;marker=37981\">&Ouml;GB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li>HRE-Pr&uuml;fbericht listet gravierende Risikom&auml;ngel auf<\/li>\n<li>Deutsche Bank: Verwirrung statt Vertrauen<\/li>\n<li>Sinn: Deutsche Banken im Durchschnitt pleite &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Backenbarts<\/li>\n<li>Drastische Verm&ouml;gensverluste f&uuml;r Dax-Konzerne<\/li>\n<li>Francis Fukuyama: Das Desaster kommt erst noch<\/li>\n<li>Rh&ouml;n-Klinikum angesichts der sich abzeichnenden Privatisierungswelle ab 2010 bereitet der Vorstand eine Kapitalerh&ouml;hung vor<\/li>\n<li>60 Jahre<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3961\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3961","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3961\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}