{"id":39613,"date":"2017-08-14T08:33:57","date_gmt":"2017-08-14T06:33:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613"},"modified":"2017-08-14T08:35:42","modified_gmt":"2017-08-14T06:35:42","slug":"hinweise-des-tages-2936","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h01\">Wahlprogrammcheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h02\">Trump, die Medien, und die Geopolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h03\">Trump redet die Welt um Kopf und Kragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h04\">Ex-NSA-Mann: DNC-Leaks kamen von der NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h05\">Ich bin &ldquo;Generation Merkel&rdquo; &ndash; und das ist auch gut so!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h06\">Venezuela: Hart am Rand der parlamentarischen Demokratie oder l&auml;ngst dr&uuml;ber?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h07\">EU-Reform &ndash; Europa, pack es an!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h08\">Paradigmenwechsel in der gewerkschaftlichen Arbeitszeitpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h09\">Pleiten, Pech und Pannen &ndash; plus Profite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h10\">Bundestag besch&auml;ftigte Scheinselbstst&auml;ndige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h11\">Und auf einmal im Krankenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h12\">Die Bundesregierung rechnet die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h13\">Abgasaff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h14\">Sphere of Influence: How American Libertarians Are Remaking Latin American Politics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h15\">Energetische Sanierung zunehmend in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h16\">Europ&auml;ischer Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte weist t&uuml;rkische Beschwerden ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h17\">Notwendiger Eigen-Sinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h18\">Pudding an die Wand nageln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h19\">Beim Olympia-Deal verlieren nur die Geb&uuml;hrenzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h20\">Medienmogul und Minister in NRW<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlprogrammcheck<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170814-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170814-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nDie IG Metall ist eine Einheitsgewerkschaft. Sie gibt keine Empfehlung zur Wahl einer Partei. Lediglich zur Orientierung, an welchen Stellen es programmatische &Uuml;bereinstimmungen zwischen der IG Metall Wiesbaden-Limburg und den politischen Parteien gibt, haben wir eine &Uuml;bersicht erstellt.<br>\nDie Forderungen k&ouml;nnen unterschiedlich gewichtet werden, auch kann eine Wahlentscheidung von anderen Gesichtspunkten abh&auml;ngig gemacht werden: z. B. von der Durchsetzungskraft der jeweiligen politischen Partei, von der Glaubw&uuml;rdigkeit des politischen Personals der Partei, der Koalitionsaussage der Partei und vielem mehr.<br>\nDie AfD haben wir in die Tabelle einbezogen, um aufzuzeigen, dass auch in verteilungspolitischen Fragen keine programmatische &Uuml;bereinstimmung besteht. Unabh&auml;ngig davon ist die AfD aus gewerkschaftlicher Sicht unw&auml;hlbar, weil sie versucht, die Besch&auml;ftigten zu spalten und antigewerkschaftlich handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall-wiesbaden-limburg.de\/aktuelles\/meldung\/zur-bundestagswahl-2017\/\">IG Metall Wiesbaden-Limburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump, die Medien, und die Geopolitik<\/strong><br>\nDie Ausgangslage ist eindeutig: Gem&auml;&szlig; einer Harvard-Studie berichteten die traditionellen westlichen Medien bislang &uuml;berwiegend negativ &uuml;ber die Trump-Pr&auml;sidentschaft: So fielen insgesamt 80%, bei der New York Times 87%, bei CNN 93%, und bei der ARD sogar 98% der wertenden Beitr&auml;ge negativ aus.<br>\nZur Erkl&auml;rung dieser einzigartig negativen Berichterstattung werden im Allgemeinen vier m&ouml;gliche Varianten diskutiert, von denen jedoch keine stichhaltig ist, wie die folgende Analyse zeigt:<br>\n1.Trump sei ein unsympathischer und unf&auml;higer Politiker, &uuml;ber den die Medien kritisch berichten m&uuml;ssen: Diese These scheitert schon daran, dass rund 50% der US-Wahlbev&ouml;lkerung dies offenbar nicht so gesehen haben. Doch selbst wenn die Einsch&auml;tzung zutrifft: Die USA hatten auch in der Vergangenheit Pr&auml;sidenten mit teils fraglichen Qualifikationen, &uuml;ber die ebenso wohlwollend berichtet wurde wie &uuml;ber US-Verb&uuml;ndete, die nicht eben Sympathietr&auml;ger sind. Hinzu kommt, dass dieselben Medien &uuml;ber denselben Trump in der Vergangenheit zumeist positiv berichtet haben.<br>\n2.Die Medien in den USA und in Europa seien eben &raquo;linkslastig&laquo; und w&uuml;rden den konservativen Trump deshalb ablehnen: Diese Erkl&auml;rung steht im Widerspruch zur positiven Berichterstattung &uuml;ber fr&uuml;here republikanische Pr&auml;sidenten und &uuml;ber republikanische Mitbewerber Trumps. Zudem haben gem&auml;&szlig; der Harvard-Studie selbst konservative Medien wie FOX News entgegen einer weitverbreiteten Annahme tendenziell kritisch (52%) &uuml;ber Trump berichtet.<br>\n3.Verantwortlich seien Partikularinteressen einflussreicher Lobbys, etwa der R&uuml;stungs-, &Ouml;l- oder Finanzindustrie oder der &raquo;Israel-Lobby&laquo;: Auch dieser Erkl&auml;rungsversuch kann nicht &uuml;berzeugen, denn keine dieser durchaus potenten Einflussgruppen hat Grund zur Klage &uuml;ber Trump: Trump setzte sich stets f&uuml;r eine Aufr&uuml;stung des US-Milit&auml;rs und der NATO ein und schloss historische Waffengesch&auml;fte mit Verb&uuml;ndeten wie Saudi-Arabien ab. Zudem machte er den CEO des &Ouml;lgiganten Exxon Mobil zu seinem Au&szlig;enminister und setzte sich f&uuml;r die F&ouml;rderung fossiler Energietr&auml;ger ein. &Uuml;berdies holte er zahlreiche Wall-Street-Banker und Finanzmilliard&auml;re in sein Kabinett, und versprach mehr Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Israel sowie eine m&ouml;gliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt.<br>\n4.Ausschlaggebend seien die durch Skandale erzielbaren Zuschauerquoten und Leserzahlen: Tats&auml;chlich sorgte der polarisierende Trump schon immer f&uuml;r hohe Einschaltquoten. Dies gilt indes f&uuml;r beinahe jede Art der Berichterstattung &uuml;ber ihn, keineswegs nur f&uuml;r eine negative. Zudem verfolgt die beobachtete Berichterstattung zweifellos politische und nicht nur medien&ouml;konomische Ziele.<br>\nOffensichtlich vermag keine dieser Varianten die &uuml;berwiegend negative Berichterstattung schl&uuml;ssig zu erkl&auml;ren. Der tats&auml;chliche Grund d&uuml;rfte denn auch tiefer liegen &ndash; und geopolitischer Natur sein: Trump kam mit seiner national orientierten, &raquo;isolationistischen&laquo; Politik den globalen Ambitionen des amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) in die Quere.<br>\nWie in einem fr&uuml;heren Beitrag aufgezeigt wurde, pr&auml;gten der Council on Foreign Relations und seine inzwischen knapp 5000 Mitglieder in Spitzenpositionen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien seit Jahrzehnten die Au&szlig;enpolitik der Vereinigten Staaten. Dabei haben die Council-Strategen nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass das Ziel darin besteht, ein globales, geo&ouml;konomisches Imperium unter amerikanischer F&uuml;hrung zu etablieren (die sogenannte Grand Area Strategy).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/trump-medien-geopolitik\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump redet die Welt um Kopf und Kragen<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident geriert sich als Kriegstreiber, jedenfalls redet er so daher. Aber wann ist die Masse der hetzenden W&ouml;rter so kritisch, dass sie eine atomare Kettenreaktion ausl&ouml;st?<br>\nAls ich am Freitag Donald Trumps neueste Drohungen gegen Nordkorea und seine S&auml;tze &uuml;ber die &ldquo;geladenen und schussbereiten US-Waffen&rdquo; geh&ouml;rt hatte, zog ich Ludwig Quiddes ber&uuml;hmtes Buch &ldquo;Caligula&rdquo; aus meinem B&uuml;cherregal. Diese &ldquo;Studie &uuml;ber r&ouml;mischen C&auml;sarenwahnsinn&rdquo; ist 1894 erschienen; sie war das erfolgreichste politische Buch im wilhelminischen Kaiserreich und erlebte 31 Auflagen bis 1926. Quidde, ein deutscher Historiker und Publizist, erhielt 1927 f&uuml;r sein pazifistisches Engagement den Friedensnobelpreis. In seinem Caligula-Buch hatte er zwar vordergr&uuml;ndig &uuml;ber den r&ouml;mischen Kaiser und dessen Grausamkeiten geschrieben, dahinter verbarg sich aber, unschwer zu entdecken, der gro&szlig;sprecherisch-theatralische deutsche Kaiser Wilhelm II.<br>\nZu den Elementen des C&auml;sarenwahnsinns z&auml;hlte Quidde unter anderem den theatralischen Schein, den Hei&szlig;hunger nach milit&auml;rischen Triumphen und eine Neigung zum Verfolgungswahn. Man kommt beim Bl&auml;ttern im &ldquo;Caligula&rdquo; schon ins Sinnieren; das Buch f&auml;llt einem ja auch nicht ohne Grund ein, wenn es um Trump geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-trump-redet-die-welt-um-kopf-und-kragen-1.3627206\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr lesenswerter Prantl.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ex-NSA-Mann: DNC-Leaks kamen von der NSA<\/strong><br>\nDer vormalige technische Direktor der NSA, William Binney, hat sich in den letzten Tagen mehrfach zur US-Geheimdienstpolitik ge&auml;u&szlig;ert. Binney hatte die NSA 2001 wegen deren nachhaltigen Verletzung der B&uuml;rgerrechte nach 37 Berufsjahren verlassen und h&auml;lt Massen&uuml;berwachung als Instrument der Terrorismusbek&auml;mpfung f&uuml;r untauglich. Die NSA bezeichnet er als die &ldquo;neue Stasi&rdquo;, den ehemaligen Vizepr&auml;sidenten Dick Cheney als &ldquo;Darth Cheney&rdquo;.<br>\nAnl&auml;&szlig;lich eines Vortrags bei der Wiener B&uuml;rgerrechtsorganisation epicenter.works kommentierte Binney gegen&uuml;ber dem Magazin Futurezone die Spannungen zwischen der Geheimdienstwelt und Trump. Binney geht davon aus, dass die Leaks von Trumps Gespr&auml;chen mit ausl&auml;ndischen Pr&auml;sidenten von der NSA stammen. Es sei Standardpraxis, Gespr&auml;che des Pr&auml;sidenten zu verschl&uuml;sseln, jedoch habe die NSA die Schl&uuml;ssel. Die NSA sowie die CIA seien auch daran beteiligt, dass den Russen jetzt alles M&ouml;gliche in die Schuhe geschoben werden solle. So seien die Angriffe auf den E-Mail-Server der Demokratischen Partei kein Hack gewesen, da auf die Daten lokal zugegriffen worden sein m&uuml;sse. Es seien in wenigen Sekunden mehrere Gigabyte an Daten heruntergeladen worden, was ist nur lokal m&ouml;glich sei.<br>\nDie bereits vor Monaten ge&auml;u&szlig;erte Expertise des hochrangigen Ex-NSA-Mannes kann schwerlich als Seemannsgarn abgetan werden. Letzte Woche hielt Binney einen Vortrag auf dem Hackercamp SHA2017 in den Niederlanden, wo er die Methoden der NSA erl&auml;uterte. Binney lebt inzwischen in Rotterdam, wo er mit seinem Ex-NSA-Kollegen Kirk Wiebe eine Sicherheitsfirma gegr&uuml;ndet hat. Wiebe referierte ebenfalls auf dem Hackercamp &uuml;ber die lange Geschichte der Korruption im US-Sicherheitsapparat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Ex-NSA-Mann-DNC-Leaks-kamen-von-der-NSA-3798704.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es passt wohl auch nicht in das Kalk&uuml;l der hiesigen Eliten und &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, &uuml;ber solche Einsch&auml;tzungen &ouml;ffentlichkeitswirksam zu berichten, denn offenbar m&ouml;chten auch sie den Russen und vor allem Pr&auml;sident Putin den &bdquo;schwarzen Peter&ldquo; f&uuml;r vieles Erdenkliche zuschieben.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39457\">Geheimdienstveteranen ziehen Beweise f&uuml;r &bdquo;russischen Hackerangriff&ldquo; in Zweifel<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36395\">US-Nachrichtendienstveteranen bestreiten Behauptungen &uuml;ber Hackerangriffe aus Russland<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ich bin &ldquo;Generation Merkel&rdquo; &ndash; und das ist auch gut so!<\/strong><br>\nDieses Jahr geht die &ldquo;Generation Merkel&rdquo; das erste Mal zur Wahl. Junge Erwachsene also, die sich bewusst nur an Angela Merkel als Bundeskanzlerin erinnern k&ouml;nnen.<br>\n&ldquo;Die Zeit&rdquo; nennt sie von nun an &ldquo;Generation Raute&rdquo;. H&ouml;rt sich gleich viel cooler an. (&hellip;)<br>\nUnter Merkel ist eine Generation in einem stabilen, sich trotzdem wandelnden Land aufgewachsen.<br>\nNat&uuml;rlich hat ihr vieles geholfen, zum Beispiel wurde Deutschlands wirtschaftlicher Aufschwung durch die SPD-Arbeitsmarktreformen und den f&uuml;r Deutschland erfreulich schwachen Euro wahrscheinlich erst m&ouml;glich. (&hellip;)<br>\nDeshalb, liebe Eltern und &auml;ltere Redakteure: H&ouml;rt auf, euch so eitel f&uuml;r eure eigene Haltung auf die Schulter zu klopfen. Und macht es der Generation Merkel nicht zum Vorwurf, wenn wir CDU w&auml;hlen. Das hei&szlig;t n&auml;mlich, dass wir etwas wollen &ndash; und wahrscheinlich, dass eure Renten sicher sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bento.de\/politik\/bundestagswahl-warum-junge-waehler-angela-merkel-als-kanzlerin-wollen-1588119\/\">Bento<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.D.:<\/strong> Die Autorin scheint v&ouml;llig im neoliberalen Propagandarausch gefangen. Zu keinem Zeitpunkt der Nachkriegszeit sahen die Lebensperspektiven f&uuml;r die Mehrheit der junge Menschen so d&uuml;ster aus. Es erwarten sie ein v&ouml;llig enthemmter Arbeitsmarkt, grundgesetzlich festgeschriebene Austerit&auml;t und Altersarmut, und selbst das kann alles noch ganz schnell schlimmer werden, wenn das parasit&auml;re deutsche Export-Modell nicht mehr zieht. Bei Bento nennt sich das dann Stabilit&auml;t. Zum Gl&uuml;ck ist diese Art von Kampagnenjournalismus nicht repr&auml;sentativ f&uuml;r alle jungen Menschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Venezuela: Hart am Rand der parlamentarischen Demokratie oder l&auml;ngst dr&uuml;ber?<\/strong><br>\nNach einer schweren innenpolitischen Krise deren wohl 120 Tote jede Seite der anderen vorh&auml;lt, hat Pr&auml;sident Maduro eine verfassungsgebende Versammlung w&auml;hlen lassen, die selbst ihre Machtbefugnisse erstmal als unbegrenzt ansieht. Der Journalist Harald Neuber, der vor zehn Tagen in einem Interview die umstrittene Wahl der Versammlung verteidigte, r&auml;umt nun im Gespr&auml;ch mit Radio Dreyeckland ein, dass er sich manches so nun auch nicht gedacht h&auml;tte und dass das Parlament faktisch entmachtet wurde, verteidgt aber weiter die chavistische Bewegung. Dabei erinnert Neuber auch an die Erfolge des Chavismus vor der Wirtschaftskrise bei der Bek&auml;mpfung der Armut und dass erst unter Hugo Ch&aacute;vez viele Arme registriert wurden und so erstmals w&auml;hlen gehen konnten. Damals half mehr Demokratie dem Chavismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/audio\/182606\/venezuela-politische-krise\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Regimewechsel in Venezuela? Alte US-Tradition<\/strong><br>\nDiktaturen in Saudi-Arabien oder in &Auml;gypten sind tabu, weil diese L&auml;nder Washington gewogen sind. Anders in Venezuela.<br>\nIm Bestreben, von m&ouml;glichst vielen Staaten umgeben zu sein, die Washington gewogen sind, sorgen die USA gelegentlich einfach f&uuml;r den notwendigen Regimewechsel.<br>\nOhne gr&ouml;ssere Recherchen fallen alleine f&uuml;r die Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mindestens zwei Dutzend oft recht grobschl&auml;chtig von den USA durchgef&uuml;hrte oder angestiftete &laquo;Regimewechsel&raquo; ein: <\/p>\n<ul>\n<li>1953 im Iran und auf den Philippinen,<\/li>\n<li>1954 in Guatemala,<\/li>\n<li>1955 in S&uuml;dvietnam,<\/li>\n<li>1960 in Kongo, <\/li>\n<li>1964 in Brasilien, <\/li>\n<li>1965 in Ghana, Indonesien und der Dominikanischen Republik,<\/li>\n<li>1967 in Griechenland,<\/li>\n<li>1970 in Kambodscha,<\/li>\n<li>1971 in Bolivien,<\/li>\n<li>1973 in Chile,<\/li>\n<li>1975 in Australien und Peru,<\/li>\n<li>1980 in der T&uuml;rkei,<\/li>\n<li>1983 auf Grenada und im Tschad,<\/li>\n<li>1987 auf den Fidschi-Inseln,<\/li>\n<li>1989 in Panama,<\/li>\n<li>1993 in Aserbeidschan,<\/li>\n<li>2001 in Afghanistan,<\/li>\n<li>2003 in Irak,<\/li>\n<li>2004 in Haiti.<\/li>\n<\/ul>\n<p>2009 arrangierte US-Aussenministerin Hillary Clinton wieder einmal einen Regierungswechsel in Honduras, in einem Land, in dem &ndash; wie der amerikanische Diplomat Willard Beaulac schon 1925 schrieb &ndash; &laquo;die Landung von Marines zur Routine geworden&raquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.journal21.ch\/wahlkampfhilfe-made-in-usa\">Journal 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Reform &ndash; Europa, pack es an!<\/strong><br>\nDie EU hat jetzt die Chance, sich zu erneuern &ndash; wenn sie die richtigen Weichen stellt. Was muss jetzt getan werden? Drei gemeinsame Vorschl&auml;ge von vier europ&auml;ischen Wirtschaftsweisen.<br>\nNach Jahren der Niedergeschlagenheit gibt es neue und positive Impulse in Europa. Nach der Wahl Emmanuel Macrons zum franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten und einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung im Euroraum haben die Entscheidungstr&auml;ger in Br&uuml;ssel und den Hauptst&auml;dten die M&ouml;glichkeit, dringend ben&ouml;tigte Reformen voranzutreiben. Gleichzeitig erinnern uns die Entwicklungen in der britischen und US-amerikanischen Politik daran, dass &ldquo;wir Europ&auml;er unser Schicksal in unsere eigene Hand nehmen m&uuml;ssen&rdquo;, wie es die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Kurzem formulierte.<br>\nSolche Gelegenheiten bieten sich nicht oft und w&auml;hren meist nur kurz. Deshalb m&uuml;ssen jetzt Priorit&auml;ten gesetzt werden. Wir halten es f&uuml;r erforderlich, sich in den kommenden Monaten auf drei Reforms&auml;ulen zu konzentrieren: Die Vollendung der W&auml;hrungsunion; den Aufbau einer koh&auml;renten EU-Au&szlig;enpolitik; und das Aussch&ouml;pfen des Binnenmarktpotenzials, um ein starkes und inklusives Wachstum zu erzielen. [&hellip;]<br>\nErste S&auml;ule: ein starker Euro f&uuml;r gute und schlechte Zeiten<br>\nDie Mitglieder der Eurozone sollten diesen Mittelweg ergr&uuml;nden und die Arbeit an konkreten Projekten beginnen. Eine offensichtliche Priorit&auml;t ist die unvollst&auml;ndige Bankenunion. Wir m&uuml;ssen bei der Risikominderung und der Risikoteilung im Bankensektor schleunigst Fortschritte erzielen. Das bedeutet einerseits Staatsschulden in den Bankbilanzen st&auml;rker zu diversifizieren und zu begrenzen, um die toxische Verbindung zwischen Banken und Staaten zu kappen. Andererseits bedeutet es, einen &ldquo;fiscal back-stop&rdquo; zu etablieren, zum Beispiel durch die Einrichtung eines &ldquo;Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds&rdquo; auf der Grundlage des aktuellen ESM. Frankreich und Deutschland sind sich bez&uuml;glich der Reihenfolge der verschiedenen Ma&szlig;nahmen nach wie vor uneinig, auch in Bezug auf die Frage, ob eine sichere Anlageform (Safe Asset) erforderlich ist. Diese Fragen sollten so schnell wie m&ouml;glich gekl&auml;rt werden, denn eine Vervollst&auml;ndigung der Bankenunion ist f&uuml;r die Stabilit&auml;t der W&auml;hrungsunion dringend notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/europa-muss-die-gelegenheit-fuer-reformen-nutzen-a-1162038.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &ldquo;Forderungen&rdquo; werden allesamt sehr weich, verschwurbelt und verklausuliert vorgetragen; im Kern sind es aber die altbekannten neoliberalen H&uuml;te. Im Kapitalmarkt: Einrichtung eines die Haushalte kontrollierenden EWF, Staatsanleihen sollen nicht mehr als risikolos bewertet werden und Staate bei &ldquo;Mi&szlig;wirtschaft&rdquo; in Insolvenz gehen k&ouml;nnen, Kapitalmarktvertiefung durch Verbriefung von Risiken; bei der Au&szlig;enpolitik kritiklose Zustimmung zu den als Freihandelsabkommen getarnten Investitionsschutzvertr&auml;gen mit ISDS sowie eine weltweit agierende EU-Interventionsarmee; und im Binnenmarkt die weitere Deregulierung des Dienstleistungsverkehrs, also ein europ&auml;isches TiSA. Hier und da werden die Forderungen gemildert durch z. B. &ldquo;sozialstaatliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Verlierer dieses Prozesses&rdquo;. Vorgetragen wird der alte neoliberale Sermon in alten Schl&auml;uchen u. a. vom (das ist nicht mehr zu fassen) angeblichen &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;, in Wahrheit Pr&auml;sidenten des arbeitgeberfinanzierten Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael H&uuml;ther, und auch die anderen &Ouml;konomen sind auf der neoliberalen Seite einzuordnen. Sicher, nachdem uns die neoliberale Lehre in all die vielen Krisen gebracht hat, brauchen wir bestimmt noch mehr Deregulierung, noch mehr Konzernmacht und noch mehr Austerit&auml;t im Gewande einer angeblichen und angeblich vern&uuml;nftigen Sparpolitik. F&uuml;r diesen menschenfeindlichen M&uuml;ll zur weiteren Zerst&ouml;rung der EU gibt sich also der SPIEGEL her &ndash; bzw. setzt nur konsequent seine sozialstaats- und demokratiefeindliche Haltung der letzten 25 Jahre fort.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paradigmenwechsel in der gewerkschaftlichen Arbeitszeitpolitik<\/strong><br>\nLange hatten sich die Gewerkschaften auf allgemeine Lohnforderungen und weniger auf die Arbeitszeit konzentriert. Dies scheint sich nun zu &auml;ndern. Die Arbeitszeit steht wiederum im Fokus, auch weil sich die Arbeitnehmer mehr Flexibilit&auml;t w&uuml;nschen.<br>\nNach der Auseinandersetzung um die 35-Stunden-Woche konzentrierte sich die IG Metall weit mehr als ein Jahrzehnt vorrangig auf Lohnforderungen.[ 1 ] Das kann &Ouml;konomen nicht wirklich &uuml;berraschen. Der Grenznutzen von Lohnzuw&auml;chsen liegt &uuml;ber dem weiterer Arbeitszeitverk&uuml;rzungen, wenn man viele Jahre zugunsten k&uuml;rzerer Arbeitszeit auf mehr Geld verzichten musste. Zudem waren die IG Metall und ihre Mitglieder vom Kampf um die 35-Stunden-Woche und den vielen unerw&uuml;nschten Flexibilit&auml;tskompromissen bei der Umsetzung der Arbeitszeitverk&uuml;rzung ersch&ouml;pft. Au&szlig;erdem gab es andere Gro&szlig;projekte, die lange vernachl&auml;ssigt worden waren, wie die in der &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrgenommenen gemeinsamen Entgelttarifvertr&auml;ge f&uuml;r Arbeiter und Angestellte in der Metallindustrie. Die Neueinstufung von mehreren Millionen Besch&auml;ftigten dauerte mehrere Jahre, &uuml;ber die auch die Kosten der Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten verteilt werden mussten.<br>\nJetzt schl&auml;gt das Pendel in die andere Richtung aus. Die IG Metall will die Arbeitszeit wieder zum zentralen Thema der n&auml;chsten Tarifrunde machen. Daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde. Die 35-Stunden-Woche ist in vielen Betrieben ausgeh&ouml;hlt worden. In ihrer gigantischen aktuellen Befragung von fast 700 000 Besch&auml;ftigten, kommt die IG Metall zu dem ern&uuml;chternden Ergebnis, dass mittlerweile nur noch weniger als die H&auml;lfte der Metallbesch&auml;ftigten eine vertragliche Arbeitszeit von 35 Stunden hat. Das sind 6 Prozentpunkte weniger als noch in der Umfrage von 2013. Durch die Nutzung von &Ouml;ffnungsklauseln oder die Flucht aus den Tarifen wurde in vielen Metallbetrieben die 40-, die 42- oder sogar die 44-Stunden-Woche wieder eingef&uuml;hrt. Hinzu kommt ein Anstieg der &Uuml;berstunden. Ebenso ern&uuml;chternd ist das Ergebnis, dass nur noch 47% der Besch&auml;ftigten allgemeine Arbeitszeitverk&uuml;rzungen in der Branche f&uuml;r wichtig halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2017\/08\/paradigmenwechsel-in-der-gewerkschaftlichen-arbeitszeitpolitik\/?utm_source=feed&amp;utm_medium=main\">Gerhard Bosch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pleiten, Pech und Pannen &ndash; plus Profite<\/strong><br>\nDer 1. Juli war ein besonderer Stichtag f&uuml;r niedergelassene &Auml;rzte, Zahn&auml;rzte und Psychotherapeuten. An diesem Tag fiel f&uuml;r sie der Startschuss, um bis sp&auml;testens 1. Juli 2018 ihre Praxen mit neuer Hardware f&uuml;r die sogenannte Telematik-Infrastruktur (TI) auszustatten. Auch Krankenh&auml;user, Kliniken, Rehabilitationszentren und Apotheken sind von der Umstellung betroffen. So will es die Regierungsmehrheit im Bundestag.<br>\nTI ist der Oberbegriff f&uuml;r das Vorhaben, in einem einheitlichen Datennetz alle Akteure des Systems der Krankenversorgung zu erfassen. Die in Praxen, Krankenh&auml;usern, Reha-Einrichtungen, Krankenkassen und Apotheken erfassten Patientendaten sollen mit Hilfe eines Konnektors, einer Art Rooter, &raquo;vernetzt&laquo; werden, wie es verharmlosend hei&szlig;t. In Werbebrosch&uuml;ren ist von der &raquo;schnellen Datenautobahn im Gesundheitswesen&laquo; die Rede.<br>\nDie TI-Vorgeschichte geht zur&uuml;ck auf das vom Bundesgesundheitsministerium unter Ulla Schmidt (SPD) eingebrachte Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vom 14. November 2003. Es folgte im Januar 2005 die Gr&uuml;ndung der Gesellschaft f&uuml;r Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (Gematik). In ihr sind zu gleichen Teilen sowohl die Kostentr&auml;ger (gesetzliche Krankenkassen, private Krankenversicherungen) vertreten als auch die Organisationen der sogenannten Leistungserbringer: Bundes&auml;rztekammer, Bundeszahn&auml;rztekammer, Deutscher Apothekerverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung und Kassenzahn&auml;rztliche Bundesvereinigung. Der technische Vorlauf f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der TI begann mit der Ausschreibung der Erprobungstests der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Ausschreibungs-Gewinner war 2013 der Unternehmensbereich Arvato Systems von Bertelsmann.<br>\nKritik wurde ge&auml;u&szlig;ert, weil mit der Auftragsvergabe an Arvato der Aufbau und Betrieb der TI einem Unternehmen &uuml;bertragen wurde, dem kein seri&ouml;ser Umgang mit den sensiblen Medizin-Daten zuzutrauen ist. Besonders das Interesse zweier Arvato-T&ouml;chter an personenbezogenen Daten machte skeptisch. Die eine Arvato-Tochter, AZ Direkt, bietet Adressmanagement-Services an und ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Adressenh&auml;ndler in der Bundesrepublik. Im Angebot von Arvato Infoscore, der anderen Tochtergesellschaft, sind Dienste f&uuml;r Inkassoservice, Wirtschafts- und Bonit&auml;tsausk&uuml;nfte. Es d&uuml;rfte ein Leichtes sein, Adressen und Krankheitsdaten zusammenf&uuml;hren, um damit Anbieter des Pharmasektors, Versicherungen oder Banken auf potentielle Kunden hinzuweisen oder vor einem Gesch&auml;ftsabschluss mit ihnen zu warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/14-2017&amp;textfile=4015\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundestag besch&auml;ftigte Scheinselbstst&auml;ndige<\/strong><br>\nDer Bundestag hat jahrelang Scheinselbstst&auml;ndige besch&auml;ftigt. Ein Sprecher des Parlaments best&auml;tigte am Freitag in Berlin einen Bericht der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;, wonach f&uuml;r mehr als 100 Mitarbeiter beim Besucherdienst und in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit jahrelang keine Sozialbeitr&auml;ge entrichtet wurden. Die Bundestagverwaltung musste deshalb bislang fast 3,5 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeitr&auml;gen an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nachzahlen.<br>\nNach den Erkenntnissen der Pr&uuml;fer der Rentenversicherung h&auml;tte der Bundestag die Mitarbeiter nicht als Freiberufler, sondern stattdessen als Angestellte besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. Dabei handelt es sich um Besucherf&uuml;hrer im Berliner Reichstagsgeb&auml;ude wie auch Besucherbetreuer und mobile Arbeitskr&auml;fte, die etwa bei Messen und Wanderausstellungen &uuml;ber die Arbeit des Parlaments informieren.<br>\nIn einem Musterfall hatte das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg der Rentenversicherung Recht gegeben: Der Bundestag h&auml;tte demnach eine Honorarkraft als Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig anstellen m&uuml;ssen. Der Mitarbeiter des Bundestags habe &bdquo;kein Unternehmerrisiko&ldquo; getragen und kein &bdquo;eigenes Kapital oder eigene Arbeitsmittel&ldquo; eingesetzt. &bdquo;Gegenstand, Ort und Zeit der T&auml;tigkeit&ldquo; seien einseitig durch die Bundestagsverwaltung vorgegeben. Insofern spreche &bdquo;mehr f&uuml;r eine abh&auml;ngige Besch&auml;ftigung als eine selbstst&auml;ndige T&auml;tigkeit&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Urteil. Eine Revision vor dem Bundesssozialgericht lie&szlig;en die Richter nicht zu.<br>\nDie Bundestagsverwaltung will aber nicht aufgeben. Wie ein Sprecher des Bundestages best&auml;tigte, pr&uuml;ft sie gegenw&auml;rtig, ob nicht doch Revisionsgr&uuml;nde vorliegen und sie eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision einlegen kann.<br>\nWeder Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU), noch die Vizepr&auml;sidentinnen Ulla Schmidt (SPD) und Petra Pau (Linke) wollten sich dem Zeitungsbericht zufolge deshalb zu dem Fall &auml;u&szlig;ern. Die Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Gr&uuml;nen, Katja Keul, sprach sich daf&uuml;r aus, die betroffenen Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig anzustellen. &bdquo;Der Bundestag muss als Arbeitgeber ein Vorbild sein, wenn es darum geht, sich an die eigenen Gesetze zu halten.&ldquo; Dem sei die Bundestagsverwaltung in den beanstandeten F&auml;llen nicht gerecht geworden. &bdquo;Dieses Verhalten hat dem Ansehen des Bundestags erheblich geschadet&ldquo;, sagte Keul der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/inland\/bundestag-beschaeftigte-scheinselbststaendige_aid-2515258\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Wie man aus dem Artikel entnehmen kann, ist das kein neuer Tatbestand. Das aktuelle Gerichtsurteil m&ouml;chte man aber trotzdem nicht akzeptieren.<\/em><br>\n<em>Immer wenn man die Hoffnung hat, dass das bescheidene Niveau eine Talsohle erreicht haben k&ouml;nnte, geht es noch weiter abw&auml;rts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Und auf einmal im Krankenhaus<\/strong><br>\n&bdquo;In welches Krankenhaus soll ich Sie &uuml;berweisen?&ldquo;, fragt die Haus&auml;rztin. Meinen Leibschmerzen muss auf den Grund gegangen werden, mit einer Tablette ist es nicht getan. Ich &uuml;berlege und entscheide mich f&uuml;r ein alteingesessenes, gro&szlig;es Krankenhaus in der N&auml;he meines Wohnorts. Und da &bdquo;gehen Sie gleich zur Rettungsstelle&ldquo;, gibt mir die Haus&auml;rztin auf. Werde ich nicht von ihr eingewiesen und erhalte gleich ein Bett? Nein, jeder Patient muss zuerst in die Notaufnahme. Das war auch schon mal anders, denke ich.<br>\nAngekommen im Krankenhaus, muss ich mich auf eine Wartezeit von sehr langen f&uuml;nf Stunden einrichten. Nicht sch&ouml;n, aber man kennt das ja vom H&ouml;rensagen.<br>\nIn der Anmeldung sitzt, durch eine Scheibe getrennt, eine strenge Mitarbeiterin, der man ansieht, dass ihr Job &uuml;berwiegend aus Beruhigen und Vertr&ouml;sten besteht. Ich werde demn&auml;chst zur Ersteinsch&auml;tzung aufgerufen und solle drau&szlig;en warten, sagt sie. Ersteinsch&auml;tzung klingt gut. Vielleicht lassen sich die f&uuml;nf Stunden durch die richtige Weiterleitung einer Problempatientin doch noch reduzieren? Im Wartebereich weinen Babies, st&ouml;hnen Blessierte oder anderweitig Leidende. Menschen kommen, Menchen gehen. Und tats&auml;chlich. Schon nach einer Viertelstunde nimmt mir ein freundlicher Krankenpfleger Blut ab, befragt mich freundlich &uuml;ber meine Beschwerden und schickt mich in die Gyn&auml;kologie: &bdquo;Dann sehen wir weiter.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIn einer bundesweiten Umfrage hatte ver.di bereits 2013 festgestellt, dass insgesamt 162.000 Stellen in den deutschen Krankenh&auml;usern fehlen, allein 70.000 davon in der Pflege. Ein ver.di-Nachtdienstcheck hatte 2015 dar&uuml;ber hinaus ergeben, dass viele Stationen nachts teils gef&auml;hrlich unterbesetzt sind. In 55 Prozent der F&auml;lle war eine Pflegekraft f&uuml;r 25 Patienten allein zust&auml;ndig. Der ver.di-Fachbereich Gesundheit und soziale Dienste hat daher in diesem Jahr eine Tarifbewegung angesto&szlig;en, deren Ziel ein Tarifvertrag Entlastung ist. Mehr Personal, Belastungsausgleich und verl&auml;ssliche Arbeitszeiten &ndash; das sind die Kernforderungen. &Uuml;berdies fordert ver.di schon seit langem eine gesetzliche Vorgabe zur Personalbemessung in den Krankenh&auml;usern. Damit soll die Politik endlich ihre Verantwortung wahrnehmen &ndash; f&uuml;r die sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten und f&uuml;r die Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/gesundheit\/++co++7f9c3dbc-d67b-11e6-957d-525400940f89\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Bundesregierung rechnet die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n<\/strong><br>\nDer Ideenreichtum von Politik und Wirtschaft bei der Inszenierung des &bdquo;Jobwunders&ldquo; kennt keine Grenzen. Auch im Juli 2017 hat die Bundesregierung die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;nrechnen lassen. Statt der offiziell vermeldeten 2.517.645 sind tats&auml;chlich 3.482.000 Menschen erwerbslos, 964.364 fallen unter den Tisch. (&hellip;)<br>\nDie Pflege verdient mehr. Das ist gut. Der Mindestlohn in der Pflege soll bis Anfang 2020 schrittweise auf 11,35 Euro pro Stunde in Westdeutschland und auf 10,85 Euro in Ostdeutschland erh&ouml;ht werden. Derzeit betr&auml;gt der Satz 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten. Zum 1. Januar 2018 soll er auf 10,55 Euro West beziehungsweise 10,05 Euro Ost steigen. Von knallenden Sektkorken in der Branche wurde nach der stolzen Mitteilung aus dem Bundesarbeitsministerium nichts bekannt. Von einem gro&szlig;en Wurf kann wahrlich keine Rede sein. Dass die B&auml;ume nicht in den Himmel wachsen, liegt nicht am miesen Sommer, sondern an schlechter Politik. Der konkrete Fall verdeutlicht grunds&auml;tzliche Probleme. (&hellip;)<br>\nEs ist gut, dass es in unserem Land endlich Mindestl&ouml;hne gibt. Als wir Anfang des Jahrtausends den Kampf daf&uuml;r aufnahmen, stie&szlig;en wir auf den heftigen Widerstand aller anderen Bundestagsparteien und gro&szlig;er Teile der Gewerkschaften. Inzwischen behauptet Andrea Nahles, die SPD habe damit einen &bdquo;historischen Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik&ldquo; gesetzt. Die Aussage k&ouml;nnte an Wahrheitsgehalt gewinnen, w&auml;re der Mindestlohn so bemessen, dass er weder Hungerlohn in der Gegenwart noch programmierte Altersarmut ist. Daf&uuml;r sollte er heute mindestens 12 Euro betragen. Angesichts der Schwere und Verantwortung der Arbeit in der Pflege w&auml;re hier aktuell ein Mindestlohn von 14,50 &euro; angemessen. Die Pflege verdient mehr! In Vollzeit sollte keine Pflegefachkraft unter 3.000 Euro verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/die-bundesregierung-rechnet-die-arbeitslosenzahlen-schoen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Abgasaff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stoppen wir die Enteignung der Dieselfahrer!<\/strong><br>\nDie Machenschaften der Autokonzerne d&uuml;rfen nicht l&auml;nger politisch gedeckt werden. Und es darf keine Enteignung der Autobesitzer geben. Ein Gastkommentar der Linken-Fraktionschefin im Bundestag.<br>\nUnion und SPD wollen die Enteignung der Besitzer von Dieselautos einfach durchwinken. Alle Bestimmungen des Grundgesetzes zum Schutz des Eigentums werden missachtet. Autokonzerne wie VW haben eben nicht nur ein &ouml;kologisches Desaster mitzuverantworten, sondern belasten zus&auml;tzlich Millionen von Autobesitzern.<br>\nSch&auml;tzungen gehen von einem Schadensvolumen von bis zu 15 Milliarden Euro aus. Durch Abschalteinrichtungen, gef&auml;lschte Verbrauchswerte sowie den mit der Aff&auml;re verbundenen Werteverfall ihrer Autos ist ein massiver materieller Schaden entstanden, den die Unternehmen nicht bereit sind zu beheben.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition hat den Autobauern auf dem j&uuml;ngsten Gipfel zur Dieselaff&auml;re auch noch den R&uuml;cken gest&auml;rkt. Die Einigung, kosteng&uuml;nstig eine Software im Wert von 100 Euro aufzuspielen, die den Schadstoffaussto&szlig; um 25 Prozent reduziert, statt f&uuml;r 1500 Euro Einrichtungen zu verbauen, die 90 Prozent Reduzierung zur Folge h&auml;tten, ignoriert nicht nur den Umweltschutz, sondern l&auml;sst auch die Autobesitzer im Regen stehen, denn diese Scheinl&ouml;sung verhindert eine tats&auml;chliche Entsch&auml;digung.<br>\nEs ist erschreckend, in welchem Ausma&szlig; sich die Parteien, die die Bundesregierung stellen, der Lobby der Autokonzerne beugen. Zwei besonders pikante Beispiele sind dabei der nieders&auml;chsische SPD-Ministerpr&auml;sident Stephan Weil und der ehemalige CDU-Staatsminister Eckart von Klaeden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article167564619\/Stoppen-wir-die-Enteignung-der-Dieselfahrer.html%20\">Sahra Wagenknecht in Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel redet Autobossen ins Gewissen<\/strong><br>\nF&uuml;r Angela Merkel hat am Samstag in Dortmund die hei&szlig;e Phase des Bundestagswahlkampfes begonnen. Bei einer Veranstaltung des CDU-Arbeitnehmerfl&uuml;gels in der Westfalenhalle rief die Kanzlerin die Autobosse dazu auf, das verspielte Vertrauen rasch wieder herzustellen.<br>\n&ldquo;Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt&rdquo;, sagte die Bundeskanzlerin am Samstag zum Start in die hei&szlig;e Phase des Bundestagswahlkampfs bei einer Veranstaltung des CDU-Arbeitnehmerfl&uuml;gels (CDA) in Dortmund. Dies m&uuml;ssten die Unternehmensf&uuml;hrungen nun wieder herstellen. &ldquo;Da muss gehandelt werden.&rdquo; Ehrlichkeit geh&ouml;re zur sozialen Marktwirtschaft.<br>\n&ldquo;Das, was man da unter den Tisch gekehrt hat, oder wo man L&uuml;cken in den Abgastests einfach massiv genutzt hat bis zur Unkenntlichkeit, das zerst&ouml;rt Vertrauen&rdquo;, kritisierte Merkel. Nun k&ouml;nne nicht einfach zur Tagesordnung &uuml;bergegangen werden. &ldquo;Das wird noch viele Diskussionen hervorrufen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWenn Deutschland Automobilstandort Nummer eins bleiben wolle, m&uuml;sse man k&uuml;nftig st&auml;rker etwa auf die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien setzen, das autonome Fahren und die Vernetzung von Mobilit&auml;t weiterbringen. &ldquo;Die Frage, ob die deutsche Automobilindustrie diese Zeichen der Zeit erkannt hat, wird &uuml;ber ihre Zukunft entscheiden. Und damit &uuml;ber Hunderttausende von Arbeitspl&auml;tzen&rdquo;, rief Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/angela-merkel-redet-autobossen-ins-gewissen-aid-1.7008292%20\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel zum Diesel-Skandal, kommt mir vor, wie eine Wahlkampfrede zu einem Bezirksparlament, indem die Bezirke f&uuml;r den Stra&szlig;enstrich neu festgelegt werden sollen und ein Zuh&auml;lter feststellt, das dass &bdquo;Image der Prostituierten in der Bev&ouml;lkerung schlecht sei und die Zuh&auml;lter damit nicht in Verbindung stehen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Es kann nicht bestritten werden, dass die Regierungen seit Kohl &bdquo;Zuh&auml;lter&ldquo; der Autoindustrie waren und sind &ndash; nur dass sie es  in Wahlkampfzeiten anders darstellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sind E-Autos wirklich umweltfreundlicher?<\/strong><br>\nMartin Schulz hat mit seiner Forderung einer Quote f&uuml;r E-Autos f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt. Wie sinnvoll ist so eine Quote? Und sind Elektro-Autos tats&auml;chlich umweltfreundlicher als solche mit Verbrennungsmotor? Ein &Uuml;berblick.<br>\nEine verbindliche E-Mobilit&auml;tsquote f&uuml;r ganz Europa soll nach dem Willen von Martin Schulz den Anteil von E-Autos deutlich erh&ouml;hen. Im Rahmen eines F&uuml;nf-Punkte-Plans f&uuml;r den Automobilstandort Deutschland hat der SPD-Kanzlerkandidat diese Forderung in die Debatte eingebracht. Damit will er der &ldquo;Vertrauenskrise&rdquo; durch den Dieselskandal und der &ldquo;Kultur des T&auml;uschens, Tricksens und Tarnens&rdquo; in der Automobilbranche begegnen.<br>\nDie Debatte ist nicht neu, die geforderte Quote umstritten: Umwelt- und Wirtschaftsministerium &ndash; beide SPD-gef&uuml;hrt &ndash; zeigen sich offen f&uuml;r eine verpflichtende Regelung, das CSU-gef&uuml;hrte Bundesverkehrsministerium hingegen lehnt sie ab. Und auch die EU-Kommission will laut eigener Aussage schadstoffarme Autos f&ouml;rdern, plant jedoch keine Quotenregelung. (&hellip;)<br>\nUnd auch Experten beurteilen eine solche Quote kritisch: &ldquo;Grunds&auml;tzlich geht das in die richtige Richtung, aber sinnvoller w&auml;re stattdessen eine Null-Emissionsquote einzuf&uuml;hren&rdquo;, sagt Stefan Bratzel vom Center of Automotive an der Fachhochschule Bergisch-Gladbach. Zwar liefe das nach momentanem Stand der Technik de facto auf eine E-Auto-Quote hinaus, doch &ldquo;man sollte der Industrie schon die Freiheit lassen, ihren eigenen Weg zu gehen&rdquo;. Alle Technologien in Richtung CO2-freier Stra&szlig;enverkehr seien begr&uuml;&szlig;enswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/e-auto-109.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.-H.S.:<\/strong> Sinnvoll w&auml;re das Nicht-Nutzen von KFZ, dann das Nicht-Nutzen von KFZ mit Verbrennungsmotor zu f&ouml;rdern. Eine F&ouml;rderung von Fahrr&auml;dern, von Pedelecs und von &Ouml;PNV sowie Schienenverkehr muss Vorrang von KFZ jeglicher Art haben. Ein Blick nach London, Paris usw. macht das deutlich. Die Pendlerpauschale in der heutigen Form, die durch zu unterhaltende Infrastruktur, Zersiedelung der Landschaft und sonstige Folgen der Gesellschaft aufb&uuml;rdet geh&ouml;rt (Schritt f&uuml;r Schritt) abgeschafft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sphere of Influence: How American Libertarians Are Remaking Latin American Politics<\/strong><br>\nFor Alejandro Chafuen, the gathering this spring at the Brick Hotel in Buenos Aires was as much a homecoming as it was a victory lap. Chafuen, a lanky Argentine-American, had spent his adult life working to undermine left-wing social movements and governments in South and Central America, and boost a business-friendly version of libertarianism instead.<br>\nIt was a lonely battle for decades, but not lately. Chafuen was among friends at the 2017 Latin America Liberty Forum. The international meeting of libertarian activists was sponsored by the Atlas Economic Research Foundation, a leadership-training nonprofit now known simply as the Atlas Network, which Chafuen has led since 1991. At the Brick Hotel, Chafuen was reveling in recent victories; his years of work were starting to pay off, thanks to political and economic circumstances &mdash; but also because of the network of activists Chafuen has been working for so long to cultivate.<br>\nOver the past 10 years, leftist governments have used &ldquo;money to buy votes, to redistribute,&rdquo; said Chafuen, seated comfortably in the lobby. But the recent drop in commodity prices, coupled with corruption scandals, has given an opportunity for Atlas Network groups to spring into action. &ldquo;When there is an opening, you have a crisis, and there is some demand for change, you have people who are trained to push for certain policies,&rdquo; Chafuen noted, paraphrasing the late Milton Friedman. &ldquo;And in our case, we tend to favor to private solutions to public problems.&rdquo;<br>\nChafuen pointed to numerous Atlas-affiliated leaders now in the spotlight: ministers in the new conservative government in Argentina, senators in Bolivia, and the leaders of the Free Brazil Movement that took down Dilma Rousseff&rsquo;s presidency, where Chafuen&rsquo;s network sprang to life before his very eyes.<br>\n&ldquo;In Brazil, I have been in the street demonstrations, and I&rsquo;m like, &lsquo;Hey, this guy I met when he was 17, 18 &mdash; he is up there on the bus leading this. This is crazy!&rsquo;&rdquo; Chafuen said, excitedly. Those in Atlas&rsquo;s orbit were no less excited to run into Chafuen in Buenos Aires. Activists from various countries stopped Chafuen intermittently to sing his praises as he walked through the hotel. For many, Chafuen, from his perch at Atlas, has served as a mentor, fiscal sponsor, and guiding beacon for a new political paradigm in their country.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/08\/09\/atlas-network-alejandro-chafuen-libertarian-think-tank-latin-america-brazil\/%20\">The Intercept<\/a>\n<p><strong>Dazu: Lee Fang on How a Little-Known U.S. Libertarian Think Tank Is Remaking Latin American Politics<\/strong><br>\nA new investigation published by The Intercept exposes how a libertarian think tank called the Atlas Network is remaking Latin American politics with the help of powerful conservative institutions and funders in the United States, some of whom you may recognize, such as the Koch brothers. The Intercept reports the Atlas Network is behind dozens of prominent groups that have supported right-wing forces in the antigovernment movement in Venezuela, as well as those who ousted Brazilian President Dilma Rousseff. We are joined by The Intercept&rsquo;s Lee Fang, who covers the intersection of money and politics. His new piece is tilted Sphere of Influence: How American Libertarians Are Remaking Latin American Politics.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2017\/8\/11\/lee_fang_on_how_a_little\">Democracy Now!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Energetische Sanierung zunehmend in der Kritik<\/strong><br>\n&ldquo;Wacht auf Verdammte dieser Erde&rdquo;, lautete die Parole einer Protestaktion von Mieterinitiativen und der Politsatiregruppe B&uuml;ro f&uuml;r Ungew&ouml;hnliche Ma&szlig;nahmen vor einigen Monaten. Damals wurde in einer gr&ouml;&szlig;eren &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen, dass immer mehr Mieter in der &ldquo;energetischen Sanierung&rdquo; in erster Linie ein Instrument der Hauseigent&uuml;mer sehen, die Miete zu erh&ouml;hen und Mieter zu vertreiben. Nun haben sie die Best&auml;tigung durch eine Studie des Berliner Mietervereins erhalten.<br>\nAnhand von knapp 200 Modernisierungsank&uuml;ndigungen hat der Berliner Mieterverein in den Zeitr&auml;umen 2012 bis 2013 und 2015 bis 2016 die aufgewendeten Baukosten nach Art der Ma&szlig;nahme sowie die Mietentwicklung nach der Modernisierung untersucht. Der durchschnittliche Mietenanstieg um 2,44 &euro;\/qm bzw. 186,37 &euro; absolut im Monat bedeutet &ndash; gemessen an der durchschnittlichen orts&uuml;blichen Vergleichsmiete im Mietspiegel 2015 &ndash; einen Anstieg von fast 42 %.<br>\nDie Nettokaltmiete steigt im Schnitt nach den Ergebnissen der Kurzstudie von 4,73 &euro;\/qm im Monat auf 7,14 &euro;\/qm im Monat. &ldquo;Die Modernisierung ist aus dem Ruder gelaufen&rdquo;, kritisiert der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Berliner Mietervereins Reiner Wild. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die &lsquo;Volksenergie&rsquo; Solar war den vier herrschenden Energie-Konzernen ein Dorn im Auge &ndash; ebenso wie ihrem neoliberalen Regierungs-Duo&rdquo;, ist Jotter heute &uuml;berzeugt und sieht einen Zusammenhang zu den nun in der Kritik stehenden energetischen Sanierung: &ldquo;Als die Verdr&auml;ngung von Solar aus dem Erneuerbaren Energie-Mix offensichtlich war, fragten Journalisten sichtlich erregt auf der Bundespressekonferenz Merkel und R&ouml;sler: Wie bitte sollt denn nun ohne Solar die Energiewende noch gelingen? Die beiden wie aus der Pistole geschossen: Das kompensieren wir mit energetischer Sanierung und d&auml;mmen in ganz Deutschland die W&auml;nde. Die Gesetze wurden dann so umgestaltet, dass dies letztlich nicht die Hausbesitzer traf, sondern nur die Mieter, die &ndash; durch diese Zwangsgesetzgebung v&ouml;llig entrechtet &ndash; ganz allein die Zeche zahlen m&uuml;ssen. Es wurde auch noch ausgebaut zum Vielfach-Renditebringer und zur Melkkuh f&uuml;r die internationalen Investoren.&rdquo;<br>\nDabei sind die Mieter nach einer Kasseler Untersuchung deutschlandweit nur zu 7% an dem Co2-Aussto&szlig; beteiligt! Wann kommen solche &ldquo;Zwangsgesetze&rdquo; f&uuml;r die restlichen 93 % der Umweltverschmutzer? Das fragen sich auch immer mehr Mieter und auch bei Gericht gibt es erste Erfolge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Energetische-Sanierung-zunehmend-in-der-Kritik-3798624.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte weist t&uuml;rkische Beschwerden ab<\/strong><br>\nEin aktuelles Beispiel sind Nuriye G&uuml;lmen und Semih &Ouml;zakca. Die beiden Akademiker waren im Zuge der S&auml;uberungen entlassen worden und mit der Forderung, die Entlassung aufzuheben, in Ankara &ouml;ffentlich in Hungerstreik getreten. Sie ernteten eine beachtliche Welle der Solidarit&auml;t, bis sie vor rund drei Monaten verhaftet wurden.<br>\nDen Hungerstreik setzen sie seither fort, trotz der Aufforderung des Justizministers, ihn zu beenden. Zwischenzeitlich wurden sie gegen ihren Willen in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Gesundheitszustand soll schlecht sein, es hei&szlig;t, beide k&ouml;nnten nicht mehr laufen. G&uuml;lmen schrieb in einem Brief aus der Haft, jede Nacht k&auml;me mehrmals ein W&auml;rter, um zu kontrollieren, ob sie noch am Leben sei. Die Anw&auml;lte der beiden versuchten mit Verweis auf deren Gesundheitszustand vor dem Europ&auml;ischen Gericht f&uuml;r Menschenrechte (EGMR), die Freilassung zu erwirken. Doch das Gericht sah keinen Handlungsbedarf. Am 2. August, hie&szlig; es, die Haft stelle keine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r das Leben der Gefangenen dar. Damit, so kommentierte Erk Acarer in der BirG&uuml;n, seien den beiden alle T&uuml;ren verschlossen.<br>\nMehrere Demonstrationen f&uuml;r ihre Freilassung in Istanbul wurden von der Polizei mit Gewalt und weiteren Festnahmen niedergeschlagen, zuletzt wurde am Dienstag eine Gruppe von Demonstranten gewarnt, die Polizei werde eingreifen, sollten die Namen der Akademiker genannt werden.<br>\nRund 17.000 Antr&auml;ge gegen ihre Inhaftierung oder Entlassung haben t&uuml;rkische B&uuml;rger bereits beim EGMR gestellt. Bislang v&ouml;llig erfolglos. Die Richter in Stra&szlig;burg meinen, die Betroffenen m&uuml;ssten zuerst innerhalb der T&uuml;rkei durch alle Instanzen gehen. Dass die meisten Verhaftungen und Entlassungen rechtlich substanzlos sind, zugleich aber keine freie und unabh&auml;ngige Justiz mehr existiert, die dem Rechnung tragen k&ouml;nnte, wird einfach ignoriert.<br>\nDer EGMR verwies auch darauf, dass in der T&uuml;rkei im Januar eine Kommission eingesetzt wurde, an die Entlassene sich zur &Uuml;berpr&uuml;fung sollen wenden k&ouml;nnen. Diese Kommission hat bislang noch nicht ihre Arbeit aufgenommen. Und da sie im Wesentlichen aus AKP-nahen Akteuren besteht, darf ihre Objektivit&auml;t bezweifelt werden. Kritiker sehen in ihr eine Alibi-Einrichtung, deren Zweck es ist, den formalen Klageweg vor dem EGMR zu verhindern oder wenigstens hinauszuz&ouml;gern. Der EGMR teilt diese Bedenken nicht und will erst abwarten, wie die Kommission arbeitet. Solange wird er keine Beschwerden aus der T&uuml;rkei mehr annehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Europaeischer-Gerichtshof-fuer-Menschenrechte-weist-tuerkische-Beschwerden-ab-3798609.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> So naiv kann kein Richter am EGMR sein, um an eine Rechtsstaatlichkeit in der T&uuml;rkei im Sinne europ&auml;ische Werte zu glauben. Mit dieser Einstellung ist eine positive Zukunft demokratischer Werte in Europa kaum denkbar &ndash; oder ist dieses auch nicht gewollt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Notwendiger Eigen-Sinn<\/strong><br>\nWer bin ich? Der beschleunigte Kapitalismus erzeugt das Bed&uuml;rfnis nach Identit&auml;t. Deren regressive, nationalistische Auspr&auml;gung ist l&auml;ngst zum gesellschaftlichen Problem geworden &ndash; aber ohne Ich-St&auml;rke wird die Revolution nicht zu machen sein<br>\nAlle Welt ist auf der Suche nach Identit&auml;t. Das Bed&uuml;rfnis nach ihr hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Besessenheit entwickelt. Die Frage &raquo;Wer bin ich doch gleich?&laquo; treibt Linke und Rechte, Homo- und Heterosexuelle, Alte und Junge gleicherma&szlig;en um und wird auf unterschiedlichste Weisen beantwortet. Firmen bieten ihren Mitarbeitern eine &raquo;Corporate Identity&laquo; an, um sie mit dem Betriebsganzen zu verzahnen und das Letzte aus ihnen herauszuholen. Die politische Rechte legt die Leimrute einer &raquo;nationalen Identit&auml;t&laquo; aus, die das vage Gef&uuml;hl der Zugeh&ouml;rigkeit zu einem imagin&auml;ren Ganzen, das man seit rund zweihundert Jahren &raquo;Nation&laquo; nennt, vermitteln soll. &raquo;Ich bin wenigstens ein Deutscher&laquo;, k&ouml;nnen sich jene sagen, die sonst nichts mehr haben. Alle diese Antworten sind partikular und vorl&auml;ufig und werden bald von neuen Zweifeln angenagt. Aus der Verbannung dieses Zweifels r&uuml;hrt der Fanatismus, der den prek&auml;ren Identit&auml;ten innewohnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316235.notwendiger-eigen-sinn.html?sstr=\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pudding an die Wand nageln<\/strong><br>\nMartin Schulz ist bereits der dritte SPD-Kandidat in Folge, der keine neuen Ideen hat. Das ist nicht nur traurig f&uuml;r die Partei, sondern auch f&uuml;r das Land.<br>\nEs ist ein Menetekel f&uuml;r den Ausgang der Bundestagswahl. Amtsinhaberin Merkel verkauft ihr &bdquo;Weiter so&ldquo; mit ein paar sozialpolitischen Zuckerkringeln als Aufbruch &ndash; und gilt schon als Siegerin. Ihr Herausforderer Schulz pr&auml;sentiert im Wochentakt neue Ideen &ndash; und erntet daf&uuml;r nichts als Mitleid. Und Mitleid in der Politik ist ja im Grunde nichts als schlecht kaschierte Verachtung. Wie konnte es f&uuml;r die SPD nur so weit kommen?<br>\nDass Martin Schulz gut f&uuml;nf Wochen vor der Wahl als Verlierer gilt, ist nicht gerecht. Immerhin jedeR vierte W&auml;hlerIn will ihm die Stimme geben, das ist keine Kleinigkeit. Aber eben auch zu wenig, um eine Regierung bilden zu k&ouml;nnen. W&auml;hrend sich die Union aktuell aussuchen k&ouml;nnte, welche Parteien sie in der n&auml;chsten Koalition klein kochen m&ouml;chte, reicht es f&uuml;r die SPD nicht einmal rechnerisch zum Gegenentwurf Rot-Rot-Gr&uuml;n.<br>\nGenau das &ndash; seine viel zu fr&uuml;he Absage an ein linkes Regierungsprojekt &ndash; k&ouml;nnte Martin Schulz nach der Wahl seinen Posten als Parteichef kosten. Noch tragen ihn seine GenossInnen; den eigenen Spitzenkandidaten zu kritisieren k&auml;me schlie&szlig;lich politischem Selbstmord gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Heisse-Wahlkampfphase\/!5433771\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Beim Olympia-Deal verlieren nur die Geb&uuml;hrenzahler<\/strong><br>\nNun also doch: Auch von den n&auml;chsten Olympischen Sommer- und Winterspielen werden Live-Bilder in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein. Im zweiten Anlauf wurden sich die Olympia-Routiniers von ARD und ZDF mit dem Discovery-Konzern, der im Sommer 2015 f&uuml;r 1,3 Milliarden Euro die europ&auml;ischen &Uuml;bertragungsrechte bis 2024 vom Internationalen Olympischen Komitee erworben hatte, &uuml;ber Sublizenzen handelseinig. [&hellip;]<br>\nVerlierer sind all die Geb&uuml;hrenzahler, die sich nicht f&uuml;r Sport interessieren. Sie subventionieren weiter etwas, was sie gar nicht haben wollen. Und dass ARD und ZDF standhaft jede Aussage verweigern, um wie viel Geld es dabei wirklich geht, ist mehr als &auml;rgerlich; es ist kontraproduktiv: So kann niemand beurteilen, ob der Sport den Sendern nicht vielleicht doch zu viel wert ist. Und ob die Kritik an den Schattenseiten dieser ganz besonderen Unterhaltungsindustrie im Zweifel nicht manchmal doch dem Interesse untergeordnet wird, das eigene &ndash; teuer erworbene &ndash; Produkt zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/olympia-bei-ard-und-zdf-beim-olympia-deal-verlieren-nur-die-gebuehrenzahler-1.3624877\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Medienmogul und Minister in NRW<\/strong><br>\nStephan Holthoff-Pf&ouml;rtner ist seit einigen Wochen Medienminister in Nordrhein-Westfalen. Ihm geh&ouml;ren 17 Prozent an einem der gr&ouml;&szlig;ten Medienh&auml;user des Landes. Experten sehen Interessenskonflikte, f&uuml;r die Landesregierung ist das jedoch kein Problem. Eine Kommission pr&uuml;ft nun den Fall.<br>\nEs war der einzige Name, der in Armin Laschets Kabinettspr&auml;sentation keine &Uuml;berraschung mehr war:<br>\n&ldquo;Zum Minister f&uuml;r Bundes- und Europangelegenheiten, Internationales und Medien werde ich berufen Herrn Dr. Stephan Holthoff-Pf&ouml;rtner.&rdquo;<br>\nBereits am Morgen vor der Bekanntgabe hatte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Holthoff-Pf&ouml;rtner als Pr&auml;sident zur&uuml;cktreten werde &ndash; um eben Minister zu werden. Doch dies war nur ein Abschied, denn Holthoff-Pf&ouml;rtner bleibt weiterhin &ndash; obwohl er auf sein Stimmrecht verzichtet &ndash; Anteilseigener der Funke Medien-Gruppe. Rund 17 Prozent h&auml;lt er an einem der gr&ouml;&szlig;ten Medienh&auml;user des Landes, die Anteile sollen einen Wert von 250 Millionen Euro haben.<br>\n&ldquo;Naja, das gibt es ein strukturelles Problem. Ein Minister soll die Interessen des Landes, oder anders formuliert: das Gemeinwohl vertreten. Nun hat jeder Mensch auch eigene Interessen, aber im Normalfall sind diese eigenen Interessen weit entfernt, von dem, was im Gesch&auml;ftsfelds des Ministers zu machen ist.&rdquo;<br>\nSagt Martin Morlok, Rechtsprofessor an der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umstrittene-ernennung-medienmogul-und-minister-in-nrw.862.de.html?dram:article_id=393269\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Wie schon lange in den USA und anderen Oligarchien. Da wird der Bock zum G&auml;rtner gemacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39613","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39613"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39616,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39613\/revisions\/39616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}