{"id":39660,"date":"2017-08-17T08:36:44","date_gmt":"2017-08-17T06:36:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660"},"modified":"2017-08-17T08:36:44","modified_gmt":"2017-08-17T06:36:44","slug":"hinweise-des-tages-2939","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h01\">EZB-Geldpolitik: &ldquo;N&auml;chster Crash k&uuml;ndigt sich an&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h02\">In 1939, I didn&rsquo;t hear war coming. Now its thundering approach can&rsquo;t be ignored<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h03\">Hartz-IV-Aufstocker: Staat subventioniert Niedrigeinkommen j&auml;hrlich mit Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h04\">Anteil atypischer Besch&auml;ftigung unver&auml;ndert bei 21 %<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h05\">Mindestlohn bringt Sachsen mehr Vor- als Nachteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h06\">Karlsruhe klagt Schweizer wegen Spionage an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h07\">Neoliberaler Prototyp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h08\">&raquo;Sicherste L&ouml;sung w&auml;re die Stillegung der Anlage&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h09\">Kampf um Alternativen zur R&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h10\">Illegale Exporte Deutscher Elektroschrott verseucht Nigeria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h11\">Europ&auml;ische Werte (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h12\">Grund- und Menschenrechte zur Disposition gestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h13\">Abgasskandal: Vier Ma&szlig;nahmen, die Verflechtungen von Autoindustrie und Politik k&uuml;nftig verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h14\">Ausnahmezustand in deutschen Gef&auml;ngnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h15\">Merkel und die YouTuber bei &bdquo;#DeineWahl&ldquo;: die sch&ouml;ne neue Werbewelt f&uuml;r die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB-Geldpolitik: &ldquo;N&auml;chster Crash k&uuml;ndigt sich an&rdquo;<\/strong><br>\nB&uuml;&uuml;sker: Frau Wagenknecht, Sie waren immer eine Kritikerin des Anleihekaufprogramms der EZB. Sehen Sie sich jetzt durch das Verfassungsgericht best&auml;tigt?<br>\nWagenknecht: Ja, das Urteil ist auf jeden Fall eine klare R&uuml;ge an die Bundesregierung, die ja diesen Kurs immer gedeckt hat, und ich finde auch wichtig, dass in dem Urteil noch mal deutlich gemacht wurde, die EZB &uuml;berschreitet ihr Mandat, sie mischt sich in die Wirtschaftspolitik der einzelnen L&auml;nder ein. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie macht ja Auflagen daf&uuml;r, dass sie Anleihen kauft. Ich w&uuml;rde allerdings die Akzente etwas anders setzen nat&uuml;rlich als die Kl&auml;ger das getan haben. Mein Problem ist mehr, dass es sich eigentlich gar nicht um Staatsfinanzierung, sondern weit mehr um Bankenfinanzierung handelt. [&hellip;]<br>\nAlso man sollte ja nicht so tun, als sei das nur Draghi, der das macht, sondern das ist ja durchaus mit dem Wohlwollen, mit der Unterst&uuml;tzung der Bundesregierung. Auch die Bundesrepublik &uuml;brigens profitiert ja davon. Also auch Bundesanleihen werden gekauft. Deswegen sind die Zinsen ja so extrem niedrig, und wenn Sch&auml;uble jedes Jahr jetzt seinen ausgeglichenen Haushalt pr&auml;sentiert, dann kann er immer gleich einen Dankesbrief an Herrn Draghi mit verfassen, weil das ist der wesentliche Grund, dass die Zinsen so niedrig sind. F&uuml;r den deutschen Sparer, gerade f&uuml;r deutsche Kleinsparer ist es aber genau das Problem, dass sie faktisch enteignet werden, weil die Zinsen unter der Inflation liegen, die wir zurzeit in Deutschland haben, und das Hauptproblem ist, es l&ouml;st nichts. Also wir haben durch dieses Kaufprogramm eine unglaubliche Geldflut. Wir haben Blasen auf vielen Verm&ouml;gensm&auml;rkten, insbesondere auch auf den Immobilienm&auml;rkten. Die EZB kauft ja auch nicht nur Staatsanleihen, sie kauft auch Unternehmensanleihen. Also sie kauft inzwischen alles, was nicht wind- und wetterfest ist, und das hei&szlig;t nat&uuml;rlich, dass unglaublich viel Geld in den Finanzkreislauf gepumpt wird, aber es gibt keine entsprechende Wertsch&ouml;pfung, und damit k&uuml;ndigt sich der n&auml;chste Crash und die n&auml;chste Finanzkrise an. Also das ist die direkte Konsequenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ezb-geldpolitik-naechster-crash-kuendigt-sich-an.694.de.html?dram:article_id=393577\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Karlsruhe zur EZB: Was hinter der spektakul&auml;ren Entscheidung steckt<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht macht Ernst: Die Europ&auml;ische Zentralbank d&uuml;rfe viel, aber nicht alles. Mit seiner Entscheidung will das Gericht die Kollegen in Luxemburg auf Trab bringen. [&hellip;]<br>\nDie Karlsruher Richter machen das geschickt, sie locken die Kollegen in Luxemburg mit deren eigenen Worten. Bei seiner Entscheidung zum sogenannten OMT-Programm Draghis, also dem Programm zur Euro-Rettung, formulierte der EuGH seinerzeit allerlei Voraussetzungen und Einschr&auml;nkungen. Diese von Luxemburg formulierten Voraussetzungen machte dann Karlsruhe in seinem finalen Urteil zum OMT-Programm zum verbindlichen Katalog. Diesen Katalog hat Karlsruhe jetzt in seiner Beurteilung des Anleihenprogramms angewandt &ndash; und festgestellt, dass das Anleihenprogramm diesem Katalog nicht entspricht. Mit diesem Zeugnis schickt Karlsruhe die ganze Chose wieder nach Luxemburg. Die Richter dort werden einige Schwierigkeiten haben, sich da wieder herauszuwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/karlsruhe-zur-ezb-karlsruhe-zur-ezb-was-hinter-der-spektakulaeren-entscheidung-steckt-1.3628138\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In 1939, I didn&rsquo;t hear war coming. Now its thundering approach can&rsquo;t be ignored<\/strong><br>\nA chill of remembrance has come over me during this August month. It feels as if the 2017 summer breeze is being scattered by the winds of war blowing from across our world towards Britain, just like they were in 1939.<br>\nIn the Middle East, Saudi Arabia eviscerates Yemen with the same ferocity as Mussolini did to Ethiopia when I was child in 1935. The hypocrisy of Britain&rsquo;s government and elite class ensures that innocent blood still flows in Syria, Iraq and Afghanistan. Theresa May&rsquo;s government insists that peace can only be achieved through the proliferation of weapons of war in conflict zones. Venezuela teeters towards anarchy and foreign intervention while in the Philippines, Rodrigo Duterte &ndash; protected by his alliance with Britain and the US &ndash; murders the vulnerable for the crime of trying to escape their poverty through drug addiction.<br>\nBecause I am old, now 94, I recognise these omens of doom. Chilling signs are everywhere, perhaps the biggest being that the US allows itself to be led by Donald Trump, a man deficient in honour, wisdom and just simple human kindness. It is as foolish for Americans to believe that their generals will save them from Trump as it was for liberal Germans to believe the military would protect the nation from Hitler&rsquo;s excesses.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/aug\/14\/1939-second-world-war-fascist-thundering-approach-hitler\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz-IV-Aufstocker: Staat subventioniert Niedrigeinkommen j&auml;hrlich mit Milliarden Euro<\/strong><br>\n2016 erhielten Erwerbst&auml;tige vom Staat Hartz-IV-Leistungen in H&ouml;he von 10,78 Milliarden Euro. Die Zahlungen an Hartz-IV-Aufstocker sind gegen&uuml;ber dem Vorjahr somit um rund 250 Millionen Euro gestiegen, wie aktuelle Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zeigen. Nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns m&uuml;ssen nun vor allem sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken.<br>\nIm Jahr 2016 zahlte der Staat insgesamt knapp 10,78 Milliarden Euro, um Aufstocker-Haushalte auf Hartz-IV-Niveau zu heben. Das sind rund 250 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr &ndash; obwohl die Zahl der Haushalte mit mindestens einem Aufstocker abgenommen hatte. Im ersten Mindestlohnjahr 2015 waren die Zahlungen an Aufstocker nach Jahren erstmals wieder zur&uuml;ckgegangen (O-Ton berichtete).<br>\nDer Anstieg der Zahlungen an Aufstocker l&auml;sst sich nicht allein mit den Erh&ouml;hungen der Hartz-IV-S&auml;tze erkl&auml;ren. So erhielten Aufstocker-Haushalte in 2016 durchschnittlich 831 Euro pro Monat &ndash; 49 Euro mehr als im Vorjahr. Seit 2015 wurde der monatliche Hartz-IV-Regelsatz j&auml;hrlich jedoch nur um jeweils f&uuml;nf Euro angehoben. (&hellip;)<br>\nSeit Einf&uuml;hrung des Mindestlohns im Jahr 2015 wird deutlich: Immer weniger Aufstocker haben einen Minijob. Im Dezember 2014 war noch fast jeder zweite Aufstocker geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. Bis Januar 2017 ging ihre Zahl jedoch von rund 570.000 auf knapp 383.000 zur&uuml;ck. Anteilig sind nun deutlich mehr sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte abh&auml;ngig von Hartz-IV-Leistungen. Obwohl die Zahl der Aufstocker insgesamt im gleichen Zeitraum immer weiter gesunken war, mussten im Januar 2017 immer noch rund 570.000 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte ihr Gehalt mit Leistungen aus der Grundsicherung aufstocken.<br>\nDer Mindestlohn scheint also nachhaltig zu einer Verschiebung der Arbeitszeit und der Einkommen gef&uuml;hrt zu haben. Aus Minijobbern sind m&ouml;glicherweise sozialversicherungspflichtig-besch&auml;ftigte Aufstocker geworden, aus sozialversicherungspflichtig-besch&auml;ftigten Aufstockern Erwerbst&auml;tige, die nun ganz ohne Hartz-IV-Leistungen auskommen. M&ouml;glich ist aber auch, dass vor allem geringf&uuml;gige Jobs komplett gestrichen wurden &ndash; und die Menschen nun (wieder) vollst&auml;ndig abh&auml;ngig von Hartz-IV-Leistungen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-aufstocker-staat-subventioniert-niedrigeinkommen-jaehrlich-mit-milliarden-euro\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hier hat insbesondere die SPD auf ganzer Linie versagt. Wenn es ihr in den letzten etwa 18 Jahren ernsthaft um soziale Gerechtigkeit gehen w&uuml;rde, h&auml;tte sie nicht w&auml;hrend der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der-Fischer-Regierung &ldquo;einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt&ldquo;, so Kanzler Gerhard Schr&ouml;der in Davos auf dem <a href=\"http:\/\/www.gewerkschaft-von-unten.de\/Rede_Davos.pdf\">Weltwirtschaftsforum 2005<\/a>. Und der nachtr&auml;glich, von der jetzigen schwarz-roten Merkel-Regierung eingef&uuml;hrte gesetzliche Mindestlohn enth&auml;lt nicht lediglich viele Ausnahmen: Er ist au&szlig;erdem viel zu niedrig.<\/em><br>\n<em>Mit diesem Milliarden-Betrag f&ouml;rdert der Staat Arbeitgeber. Muss das sein? K&ouml;nnen sie keine Geh&auml;lter und L&ouml;hne bezahlen, die das Aufstocker-Prinzip &uuml;berfl&uuml;ssig machen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Anteil atypischer Besch&auml;ftigung unver&auml;ndert bei 21 %<\/strong><br>\nJeder f&uuml;nfte Erwerbst&auml;tige zwischen 15 bis 64 Jahren ging 2016 einer atypischen Besch&auml;ftigung nach (20,7 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, blieb der Anteil der atypisch Besch&auml;ftigten in den letzten drei Jahren damit nahezu unver&auml;ndert (2015: 20,8 %, 2014: 20,9 %). Der Anteil der Normalarbeitsverh&auml;ltnisse lag 2016 mit 69,2 % ebenso in etwa auf dem Vorjahresniveau (2015: 68,7 %). Auf Selbstst&auml;ndige entfielen 9,9 % und auf unbezahlt mithelfende Familienangeh&ouml;rige 0,3 %.<br>\nZu den Erwerbsformen der atypischen Besch&auml;ftigung z&auml;hlen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in ihrer Hauptt&auml;tigkeit eine geringf&uuml;gige oder befristete Besch&auml;ftigung aus&uuml;ben, in Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden arbeiten oder bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt sind.<br>\nDie absolute Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten vergr&ouml;&szlig;erte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 121 000 Personen auf 7,7 Millionen. Durch den gleichzeitigen Anstieg um 808 000 Personen auf 25,6 Millionen Erwerbst&auml;tige in Normalarbeitsverh&auml;ltnissen blieb der Anteil der atypisch Besch&auml;ftigten an allen Erwerbst&auml;tigen jedoch konstant.<br>\nInnerhalb der atypischen Besch&auml;ftigung entwickelten sich die einzelnen Erwerbsformen unterschiedlich: Der Anteil der befristeten Besch&auml;ftigung nahm leicht zu auf 7,2 %. Der Anteil der in Zeitarbeit t&auml;tigen Personen stieg etwas an auf 2,0 %. Bei der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung gab es hingegen einen R&uuml;ckgang auf 5,9 %. Zudem sank der Anteil der Teilzeitbesch&auml;ftigten bis zu 20 Wochenstunden auf 13,0 %.<br>\nBetrachtet werden hierbei Erwerbst&auml;tige, die 15 bis 64 Jahre alt sind und sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Die Zahl dieser sogenannten Kernerwerbst&auml;tigen stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % auf 37,1 Millionen Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/08\/PD17_281_12211.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Prek&auml;re Besch&auml;ftigung: Wenn der Lohn nicht reicht<\/strong><br>\nDie 5-j&auml;hrige Ella tr&auml;umt von neuen Kleidern, ihre Mutter w&auml;re schon dankbar f&uuml;r einen Job, mit dem sie sich und ihre Tochter ern&auml;hren kann. Ella und ihre Mutter sind kein Einzelfall. Viele Menschen k&ouml;nnen von Teilzeitstelle oder Mini-Job nicht mehr leben.<br>\nWenn ich gro&szlig; bin, dann werde ich Prinzessin, sagt Ella. Gemeinsam mit ihrer Mutter D&ouml;rte Riem steht die F&uuml;nfj&auml;hrige vor der Potsdamer Arbeitsagentur. Die eine tr&auml;umt von einem Schloss und sch&ouml;nen Kleidern, die andere einfach von einer Arbeit, von der sie und ihre Tochter leben k&ouml;nnen. Mehrere Jahre jobbte D&ouml;rte Riem im Callcenter. Viel Geld verdiente sie dort nie, musste immer aufstocken. Jetzt ist sie alleinerziehend &ndash; ein neuer Job muss her.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Als ich alleinstehend war, noch kein Kind hatte, da war das alles o.k. Aber mit ihr jetzt geht das nicht. Man verdient auch mit 40 Stunden kein Geld in der Call-Center-Branche. Das ist ja so wenig Geld, was man da kriegt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>900 Euro netto, allein 700 gingen f&uuml;r die Miete weg, erz&auml;hlt die 44-J&auml;hrige.<br>\nUm gen&uuml;gend Geld zu verdienen und trotzdem noch Zeit f&uuml;r ihre Tochter zu haben, will D&ouml;rte Riem neu anfangen: Sie hat eine Trainerausbildung gemacht und will in die Erwachsenenbildung wechseln. Wenn auch nicht gleich in Vollzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/prekaere-beschaeftigung-wenn-der-lohn-nicht-reicht.976.de.html?dram:article_id=393548\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Normalarbeitsverh&auml;ltnis wieder st&auml;rken<\/strong><br>\nJutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, bilanziert: &bdquo;20 Jahre Reformen am Arbeitsmarkt haben f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung gar nichts gebracht.&ldquo; Das Arbeitsvolumen sei gleich geblieben, sagt Jutta Krellmann:  &bdquo;Es gibt heute genau so viel Arbeit wie 1994, doch mehr Menschen teilen sich den gleichen Umfang &ndash; aber zu deutlich schlechteren Bedingungen.&ldquo; Heute leiden, sagt Krellmann, viele Besch&auml;ftigte und besonders Berufseinsteiger, unter erzwungener Teilzeit,  Minijobs, Befristungen, Leiharbeit: &bdquo;Regul&auml;re Vollzeit-Jobs kennen viele junge Leute nur noch aus Erz&auml;hlungen. Wir m&uuml;ssen mit dieser Entwicklung brechen und gute Arbeit reorganisieren: Arbeit muss sicher, tariflich bezahlt und mitbestimmt sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/normalarbeitsverhaeltnis-wieder-staerken\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn bringt Sachsen mehr Vor- als Nachteile<\/strong><br>\nSachsen ist besonders stark von den Auswirkungen des Mindestlohns betroffen &ndash; und die sind &uuml;berwiegend positiv. Das zumindest besagt eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.<br>\nDer Mindestlohn hat in Sachsen nicht die negativen Effekte ausgel&ouml;st wie bef&uuml;rchtet. Wie eine Studie zeigt, sind mit der Einf&uuml;hrung keine Arbeitspl&auml;tze vernichtet worden. &bdquo;F&uuml;r die Besch&auml;ftigten gab es reale Lohnzuw&auml;chse. Die Unternehmen reagierten mit geringf&uuml;gigen Preiserh&ouml;hungen sowie mehr sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung statt Mini-Jobs.&ldquo; So fasst der DGB eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zusammen.<br>\nDas sei vor allem von Arbeitgeberseite so nicht erwartet worden, sagt Sachsens DGB-Vize Markus Schlimbach. Antje Weyh vom IAB best&auml;tigt: &bdquo;In der &ouml;ffentlichen Diskussion um die Einf&uuml;hrung des fl&auml;chendeckenden Mindestlohns galt Sachsen als besonders stark von den Auswirkungen betroffenes Bundesland.&ldquo; Laut Studie gaben 44 Prozent der befragten s&auml;chsischen Betriebe an, dass sie 2015 wegen der Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes die Verg&uuml;tung in ihrem Unternehmen auf 8,50 Euro pro Stunde erh&ouml;ht haben. Im restlichen Ostdeutschland waren das nur 36 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz.de\/Mitteldeutschland\/Wirtschaft\/Mindestlohn-bringt-Sachsen-mehr-Vor-als-Nachteile\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Mindestlohn rauf auf 12 Euro<\/strong><br>\n&bdquo;Die positive Auswirkung des Mindestlohns auf die Tarifgeh&auml;lter im Niedriglohnbereich begr&uuml;&szlig;e ich&ldquo;, sagt Klaus Ernst, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. &bdquo;Das zeigt, wie &uuml;berf&auml;llig die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns war. Leider ist der Mindestlohn noch immer deutlich zu gering. Trotz Mindestlohn m&uuml;ssen gerade in Ballungszentren viele Besch&auml;ftigte aufstocken. Menschen, die ihr Leben lang zum aktuellen Mindestlohn arbeiten w&uuml;rden, landen selbst bei Vollzeitarbeit in Altersarmut. Ein Mindestlohn muss f&uuml;r das Mindeste im Leben reichen. Das tut nur ein Mindestlohn von 12 Euro, wie ihn DIE LINKE fordert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/mindestlohn-rauf-auf-12-euro\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Karlsruhe klagt Schweizer wegen Spionage an<\/strong><br>\nIn der Schweizer Spionage-Aff&auml;re hat der Generalbundesanwalt Daniel M. angeklagt. Er soll deutsche Steuerfahnder ausgekundschaftet haben, die mit dem Ankauf von Steuer-CDs zu tun hatten.<br>\nDie Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen 54-j&auml;hrigen Schweizer wegen der Verdachts der geheimdienstlichen Agentent&auml;tigkeit erhoben. Daniel M. soll im Auftrag des Schweizer Geheimdiensts die nordrhein-westf&auml;lische Finanzverwaltung und einige ihrer Mitarbeiter ausgesp&auml;ht haben, wie die Karlsruher Beh&ouml;rde mitteilte.<br>\nHintergrund der Anklage ist der Kauf sogenannter Steuer-CDs. Die Informationen darauf waren zuvor Schweizer Banken entwendet worden. Bis zum Fr&uuml;hjahr hatten allein Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen f&uuml;r insgesamt elf Datentr&auml;ger 17,9 Millionen Euro an Informanten gezahlt. Im Gegenzug h&auml;tten sie dem Fiskus aber bis zu sieben Milliarden Euro zus&auml;tzlich durch Nachforderungen und Selbstanzeigen gesichert, hie&szlig; es damals aus dem Finanzministerium in D&uuml;sseldorf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/steuer-spionage-in-nrw-karlsruhe-klagt-mutmasslichen-spion-an-a-1163131.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Fabio De Masi via Facebook<\/strong><br>\n&ldquo;Die Anklage ist richtig. Es darf null Toleranz gegen&uuml;ber Spionage im Auftrag der Schweizer Steuermafia geben. Die Vorw&uuml;rfe gegen den mutma&szlig;lichen Spion Daniel M. offenbaren auch, dass im politischen Establishment der Schweiz kein Umdenken stattgefunden hat. Noch wichtiger als die Strafverfolgung von Spionen ist es jedoch, die Schlupfl&ouml;cher im Schweizer K&auml;se des Doppelbesteuerungsabkommen mit den Eidgenossen zu schlie&szlig;en.<br>\nDer Bankdatenaustausch h&auml;lt die Schweiz nicht von schmutzigen Tricks ab. In der Schweiz werden seit der Unternehmenssteuerreform II unter dem Stichwort Kapitalr&uuml;ckzahlungsreserven Dividenden in erheblichen Umfang von der Steuer befreit. Reiche Deutsche nutzen dieses Schlupfloch offenbar erheblich, wie die Statistik nahelegt.<br>\nDas Bundesministerium der Finanzen verneint jedoch bislang Handlungsbedarf. Damit deckt Finanzminister Sch&auml;uble die verlotterte Praxis eines Landes, dass unsere Steuerfahnder bespitzelt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/683254011874301\">Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neoliberaler Prototyp<\/strong><br>\nEntgegen den Verhei&szlig;ungen seiner Verfechter hat NAFTA vielleicht den Konzernen, aber ganz sicher nicht den betroffenen Bev&ouml;lkerungen eine Verbesserung ihrer Lage gebracht. Jetzt soll das nordamerikansiche Freihandelsabkommen neu verhandelt werden<br>\nDas nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA&sup1;, das jahrelang &ndash; zumindest hierzulande &ndash; kaum bekannt war bzw. wenig beachtet wurde, ist durch US-Pr&auml;sident Donald Trump in den letzten Monaten wieder ins Gespr&auml;ch gekommen. Seine Drohung, die Vereinbarung aufzuk&uuml;ndigen und zwischen den Vereinigten Staaten und deren s&uuml;dlichen Nachbarn eine Mauer zu errichten, haben auch Mexiko und Kanada veranlasst, &uuml;ber &shy;NAFTA erneut nachzudenken. Dort war seither ebenfalls h&auml;ufiger zu vernehmen, das Abkommen sei &uuml;berholt und m&uuml;sse modifiziert werden. In dieser Woche finden nun in Washington Neuverhandlungen &uuml;ber die Freihandelsvereinbarung zwischen den drei L&auml;ndern statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316452.neoliberaler-prototyp.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Sicherste L&ouml;sung w&auml;re die Stillegung der Anlage&laquo;<\/strong><br>\nIn Gronau werden 20.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid gelagert. Gespr&auml;ch mit Matthias Eickhoff<br>\nDas Aktionsb&uuml;ndnis &raquo;M&uuml;nsterland gegen Atomanlagen&laquo; setzt sich f&uuml;r die Schlie&szlig;ung der Urananreicherungsanlage Gronau ein. Auch eine Lagerhalle f&uuml;r Uranm&uuml;ll wollen Sie dichtmachen. Was genau wird dort aufbewahrt?<br>\n&Uuml;ber 20.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid werden dort unter freiem Himmel in &shy;Containern gelagert. Das sind unvorstellbare Mengen. Dazu kommt Uran, das noch angereichert werden soll &ndash; denn die Anlage ist weiterhin in Betrieb und produziert j&auml;hrlich rund 6.000 Tonnen Uranm&uuml;ll. Neben dem Freilager steht eine leere Lagerhalle. Eigentlich sollte diese schon 2014 in den Betrieb gehen. Doch vom Betreiber Urenco hie&szlig; es vor zwei Wochen, das werde &raquo;nicht priorit&auml;r angegangen&laquo;.<br>\nDabei geh&ouml;rte diese Halle zum Lagerungskonzept der letzten 15 Jahre. Dort sollte eigentlich abgereichertes Uran &ndash; Uranoxid &ndash; gelagert werden. Jetzt hat Urenco f&uuml;r uns &uuml;berraschend, aber mit Zustimmung der Bundesregierung das bestehende Lagerungskonzept aufgek&uuml;ndigt. Das Uranoxid, das bislang aus Gronau nach Frankreich ausgelagert wurde, wurde nun an das Urenco-Schwesterunternehmen in Gro&szlig;britannien weitergegeben. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Schlie&szlig;ung der Anlage haben Sie am 6. August, dem 72. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima, demonstriert. Gibt es eine Verbindung zwischen dem Ereignis und Ihrem Kampf in Gronau?<br>\nBei der Urananreicherung l&auml;sst sich auch atomwaffenf&auml;higes Material herstellen. Im Gr&uuml;ndungsdokument der Urenco wurde festgehalten, dass Uran nicht f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke angereichert werden soll, sondern &raquo;nur&laquo; f&uuml;r zivile. Die Bundesregierung hat diese urspr&uuml;ngliche Vorgabe aufgeweicht: Urenco soll sich als Zulieferer am Atomwaffenprogramm der USA beteiligen. Das ist absolut unverantwortlich, gerade angesichts der weltweiten Krisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316435.sicherste-l%C3%B6sung-w%C3%A4re-die-stillegung-der-anlage.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampf um Alternativen zur R&uuml;stung<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungsbranche verdient zum Teil gutes Geld &ndash; und die Aussichten sind gl&auml;nzend angesichts der wachsenden Verteidigungsanstrengungen weltweit. Dennoch hofft die IG Metall, mehr Unternehmen f&uuml;r eine Konversion in zivile Produktion zu gewinnen.<br>\nStuttgart &ndash; Vielfach verwoben sei die Industrie im Land mit dem Waffengesch&auml;ft, hat j&uuml;ngst Andreas Seifert, Autor des R&uuml;stungsatlas Baden-W&uuml;rttemberg, festgestellt. Der von der T&uuml;binger Informationsstelle Militarisierung herausgegebene und nach zehn Jahren runderneuerte Atlas zeigt auf, dass mehr als 120 Firmen an gut 70 Standorten an R&uuml;stung beteiligt sind. Eine Branche im Wandel: Fr&uuml;her waren es vor allem Firmen der metallverarbeitenden Industrie, heute wird die Innovationskraft eher in elektronische oder optronische Bauteile investiert. K&uuml;nftig werde die Softwareentwicklung immer wichtiger.<br>\nWachsende R&uuml;stungsausgaben weltweit f&uuml;llen den Unternehmen die Kassen, sichern aber auch Arbeitspl&auml;tze. So steckt die IG Metall mehr denn je in der Zwickm&uuml;hle, all ihren Anspr&uuml;chen gerecht zu werden. Denn politisch ist sie gegen das Kriegsgesch&auml;ft. &bdquo;Das Kernproblem der deutschen Wehrindustrie ist, dass sie zugleich zu klein und zu gro&szlig; ist: Zu gro&szlig;, um ausschlie&szlig;lich die Bundeswehr zu best&uuml;cken und zu klein, um zugleich die B&uuml;ndnispartner mit auszustatten&ldquo;, sagt der Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Weil es auf europ&auml;ischer Ebene keine richtige Koordinierung gebe, werde verschiedentlich das Heil im Export gesucht. Die IG Metall sei aber klar gegen den Export zumal in politisch kritische L&auml;nder. Er d&uuml;rfe nur in europ&auml;ische L&auml;nder und Nato-Staaten gehen. Und selbst da m&uuml;sse man genau hinschauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.das-kriegsgeschaeft-boomt-kampf-um-alternativen-zur-ruestung.32fca034-7234-496c-bd6d-1f8aaf977fbe.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Illegale Exporte Deutscher Elektroschrott verseucht Nigeria<\/strong><br>\nTausende Tonnen gebrauchter K&uuml;hlschr&auml;nke und Elektronik werden aus Deutschland nach Nigeria verschifft, illegal. Mehr als 500.000 Nigerianer leben von einem Handel, der ihre Heimat vergiftet.<br>\nDie Billstra&szlig;e, ungef&auml;hr f&uuml;nf Kilometer vom Hamburger Hafen entfernt gelegen, ist Knotenpunkte eines weltweiten Milliardenhandels. Vor den Gesch&auml;ften werden t&auml;glich alte Stereoanlagen und vergilbte K&uuml;hlschr&auml;nke in Minivans verladen. Aus seinem Lager verkauft Muhammad Aziz seit elf Jahren gebrauchte Elektroger&auml;te. Die meisten seiner Kunden fliegen aus Westafrika ein. &ldquo;Die Afrikaner kaufen vor allem K&uuml;hlschr&auml;nke. Es ist hei&szlig; dort unten&rdquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/nigeria-wie-elektroschrott-aus-deutschland-das-land-verseucht-a-1155116.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oh ha, mal etwas kritischer Journalismus auf SPON und dar&uuml;ber wie der &ldquo;Westen&rdquo; auch hier Afrika ausbeutet. Durchaus m&ouml;glich, dass sich Menschen, deren Heimat verseucht ist, auf den Weg nach Europa machen, um dort ein besseres Leben zu finden. Es k&ouml;nnte auch Anlass sein &uuml;ber die kapitalistische Konsum- und Wegwerf&ouml;konomie mit ihrem horrenden Ressourcenverbrauch nachzudenken. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nigerianer stellen &uuml;brigens bei den Fl&uuml;chtlingen, die &uuml;ber das Mittelmeer gen Norden nach Europa kommen, die mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Nationalit&auml;t dar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Werte (II)<\/strong><br>\nEine steigende Zahl an Todesopfern in der nordafrikanischen W&uuml;ste und gravierende Verst&ouml;&szlig;e gegen internationales Recht begleiten die Bem&uuml;hungen der Bundesregierung um die Abschottung der EU gegen Fl&uuml;chtlinge aus Afrika. Die Bestrebungen Berlins, die Grenze zwischen Libyen und Niger abzuriegeln, f&uuml;hren zu einer Verlagerung der Fluchtrouten auf gef&auml;hrlichere Wege und zur Zunahme des Fl&uuml;chtlingssterbens in der Sahara. Ein weiterer Anstieg der Todesopfer wird auch im Mittelmeer bef&uuml;rchtet, seit Italien und die libysche Marionettenregierung in Tripolis begonnen haben, Seenotretter an ihrer T&auml;tigkeit vor der libyschen K&uuml;ste zu hindern. Parallel unterst&uuml;tzt die Bundesregierung die Internierung von Fl&uuml;chtlingen in Libyens Haftlagern, die f&uuml;r brutale Gewalt bis hin zum Mord an Gefangenen ber&uuml;chtigt sind. Man m&uuml;sse in den Lagern &ldquo;humanit&auml;re Standards&rdquo; durchsetzen, &auml;u&szlig;ert Bundeskanzlerin Angela Merkel und greift dazu auf die Dienste der International Organization for Migration (IOM) und des UNHCR zur&uuml;ck. Die Aktivit&auml;ten laufen auf ein mehrgliedriges Fl&uuml;chtlingsabwehrsystem mit zwei Abschottungsringen und einem Netzwerk von Lagern hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59651\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein menschenverachtender Pakt<\/strong><br>\nDie EU toleriert das Sterben im Mittelmeer nicht nur &ndash; sie provoziert es. Und l&auml;sst Libyen die Drecksarbeit erledigen<br>\nF&uuml;r den libyschen General Chalifa Haftar d&uuml;rfte es einer der gr&ouml;&szlig;ten Deals seiner Karriere sein: Der Milit&auml;r verlangte am Wochenende 20 Milliarden Euro von der Europ&auml;ischen Union, damit die libysche K&uuml;stenwache weiterhin Migranten daran hindert nach Europa zu gelangen. &Uuml;ber 100 Millionen zahlt die EU dem desolaten Staat bereits f&uuml;r die Grenzsicherung zu Wasser. Vergangenen Donnerstag hat die international anerkannte libysche Regierung in der Hauptstadt Tripolis &ouml;ffentlich die Ausdehnung ihres Seenotrettungszone angek&uuml;ndigt. Diese umfasst nun wohl ein Gebiet von bis zu 70 Meilen vor der libyschen K&uuml;ste, weit mehr als die zuvor geltende 12-Meilen-Zone. Die allermeisten Seenotrettungen fallen in dieses nun libyscher Hoheit unterstellte Areal. Dass Libyen das Gebiet &uuml;ber seine Seegrenzen hinaus auf internationale Gew&auml;sser zur sogenannten Search-and-Rescue-Zone ausdehnt, ist nicht un&uuml;blich. Mehr als ungew&ouml;hnlich ist jedoch, dass der Kommandeur der K&uuml;stenwache in Tripolis verlauten lie&szlig;, kein fremdes Schiff d&uuml;rfe in diese eindringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/anne-hoehn\/ein-menschenverachtender-pakt\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grund- und Menschenrechte zur Disposition gestellt<\/strong><br>\nIn den vergangenen Wochen gab es zwei Entwicklungen, die sich weitab voneinander abspielten und scheinbar wenig miteinander zu tun haben: Die Rede ist einerseits vom G20-Gipfel in Hamburg, den Demonstrationen dort und dem Vorgehen der Polizei. Und andererseits von Fl&uuml;chtlingen, die sich von Libyen aus aufmachen (wollen) nach Europa.<br>\nWas den beiden Ereignisstr&auml;ngen gemein ist?! Es geht bei beiden Ereignissen um die legitime Wahrnehmung fundamentaler Rechte. Um die berechtigte Kritik an bestehenden Umst&auml;nden. Um die Tatsache, dass Politik und Sicherheitsbeh&ouml;rden die Ursachen der kritisierten Probleme ignorieren. Und gemeinsam mit Meinungsmachern aus einflussreichen Medien die Kritiker (z.B. Demonstranten) und andere Beteiligte (z.B. Seenotrettungsorganisationen) diffamieren und als angeblich eigentliche Schuldige f&uuml;r die Probleme diskreditieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/grund-und-menschenrechte-zur-disposition-gestellt-5996\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Abgasskandal: Vier Ma&szlig;nahmen, die Verflechtungen von Autoindustrie und Politik k&uuml;nftig verhindern<\/strong><br>\nBeim Abgasskandal ist deutlich geworden, dass die Politik immer wieder ihre sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die Hersteller gehalten hat. Eine Ursache des Abgasskandals sind die engen Verflechtungen zwischen Politik und Autolobby.<br>\nWir zeigen in unserem Video, wie Lobbyregulierung dem entgegenwirken kann.<br>\nIn unserem LobbyCheck lesen Sie mehr zu unserem Vier-Punkte-Planen gegen die Verflechtungen von Autoindustrie und Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/08\/abgasskandal-vier-massnahmen-die-verflechtungen-von-autoindustrie-und-politik-kuenftig-verhindern\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Zombie-Technologie<\/strong><br>\nDie aktuelle Debatte &uuml;ber manipulierte Abgaswerte und die Folgen zeigt: Die Autoindustrie steuerte von Anfang an in eine Sackgasse.<br>\nAbgaswerte, Dieselmotoren und kriminelle Manipulationen der deutschen Automobilkonzerne sind &ndash; entgegen dem lauten medialen Echo &ndash; nicht das Problem. Das Problem hei&szlig;t &bdquo;Personenkraftwagen&ldquo;, euphemistisch lackiert &bdquo;Automobil&ldquo;. So langsam merkt jeder, dass es mit dem &bdquo;Selbstbeweglichen&ldquo; so eine Sache ist. Von Schnellstra&szlig;en durchpfl&uuml;gte St&auml;dte werden ebenso unbewohnbar wie Orte entlang der Autobahnen. Das Problemvolumen, das der Autoverkehr verursacht, w&auml;chst so dynamisch wie die Kollateralsch&auml;den &ndash; von volkswirtschaftlichen Kosten bis zu privaten Gesundheitssch&auml;den und &ouml;kologischen Folgen.<br>\nEs wird deutlich, dass die Pkw-Technologie von Anfang an in eine wirtschaftliche, technische und soziale Sackgasse steuerte, was man in der anf&auml;nglichen Euphorie lange nicht merken wollte oder durfte. Die Sackgasse ist das erst verkannte, dann verleugnete und zuletzt mit allerlei Palliativmittelchen und halbgaren &bdquo;L&ouml;sungsvorschl&auml;gen&ldquo; f&uuml;r noch abwendbar gehaltene Endziel aller Zombie-Technologien. Das gilt ebenso f&uuml;r die Energieerzeugung mit Kernkraftwerken, die Gentechnologie oder das industrielle Agrar-Business.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Menschen-und-Autos\/!5432678\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ausnahmezustand in deutschen Gef&auml;ngnissen<\/strong><br>\nAn die &Ouml;ffentlichkeit dringt nur etwas, wenn Drastisches passiert: Suizide, Hungerstreiks, Schmuggelskandale. Aber auch der Alltag in Deutschlands Gef&auml;ngnissen ist oft Ausnahmezustand: Personalnot, Drogen, Gewalt, mangelnde medizinische Versorgung. Auch Antifolterkommissionen mahnen immer wieder. Der Podcast blickt hinter die Mauern deutscher Gef&auml;ngnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/drogen-und-gewalt-ausnahmezustand-in-deutschen-gefaengnissen-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Merkel und die YouTuber bei &bdquo;#DeineWahl&ldquo;: die sch&ouml;ne neue Werbewelt f&uuml;r die Kanzlerin<\/strong><br>\nIn der Spitze verfolgten etwas &uuml;ber 57.000 Menschen das Live-Interview, das Bundeskanzlerin Angela Merkel vier YouTubern gab. Die jeweils zehnmin&uuml;tigen Gespr&auml;che der Kanzlerin mit Itscoleslaw, Alexi Bexi, Ischtar Iksi und MrWissen2go waren unspektakul&auml;r. Es ist das Event an sich, das den Gespr&auml;chswert schuf und von dem sich alle Beteiligten einen Werbe-Effekt versprechen d&uuml;rften.<br>\nProduziert wurde das Format &bdquo;#DeineWahl&ldquo; von Studio71, dem Multiplattform-Netzwerk von ProSiebenSat.1 (P7S1). Hinter der Interview-Aktion stehen also keine &bdquo;kleinen YouTuber&ldquo;, sondern ein gro&szlig;er TV-Konzern, der durchaus auch handfeste eigene Interessen verfolgt. Zuletzt sorgte das P7S1-Vorstandsmitglied Conrad Alberti f&uuml;r Schlagzeilen, als er einen Anteil an den &ouml;ffentlichen Rundfunkbeitr&auml;gen auch f&uuml;r Privatsender forderte. Ein Format wie &bdquo;#DeineWahl&ldquo; k&ouml;nnte insofern auch medienpolitisch irgendwann in die Waagschale geworfen werden.<br>\nDann w&auml;re da noch YouTube, bzw. der dahinter stehende Google-Konzern Alphabet. Am Tag des Interviews platzierte Google auf seiner Startseite direkt unter dem Sucheingabefeld einen &bdquo;Programmhinweis&ldquo; auf das Interview. Vermutlich w&auml;re das der begehrteste Werbeplatz im Internet. Wenn er denn zu buchen w&auml;re. Der Such-Konzern pr&auml;sentiert sich hier wie selbstverst&auml;ndlich als die Plattform der Wahl (pun intended) f&uuml;r den politischen Diskurs mit der jungen Zielgruppe.<br>\nUnd die Kanzlerin selbst profitiert mitten im Wahlkampf nat&uuml;rlich auch. Zwar konnten die YouTuber formal die Bedingungen des Interviews diktieren. Es d&uuml;rfte Merkel und ihren Beratern aber nicht schwergefallen sein, hier einen Blankoscheck auszustellen. Ganz anders als beim &bdquo;TV Duell&ldquo; &uuml;brigens, bei dem jeder noch so kleine &Auml;nderungswunsch der Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 von Merkel abgeschmettert wurde, um ja eine m&ouml;glichst gro&szlig;e Kontrolle zu behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/16\/merkel-und-die-youtuber-bei-deinewahl-die-schoene-neue-werbewelt-fuer-die-kanzlerin\/\">meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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