{"id":39668,"date":"2017-08-18T08:41:56","date_gmt":"2017-08-18T06:41:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39668"},"modified":"2017-08-21T08:09:26","modified_gmt":"2017-08-21T06:09:26","slug":"stephan-lessenichs-externalisierungsgesellschaft-ein-wortgewaltiger-analyseversuch-ohne-praktische-konsequenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39668","title":{"rendered":"Stephan Lessenichs \u201eExternalisierungsgesellschaft\u201c &#8211; ein wortgewaltiger Analyseversuch ohne praktische Konsequenz"},"content":{"rendered":"<p>Vor 56 Jahren, im Sommersemester 1961, diskutierten Studentinnen und Studenten im Seminar des M&uuml;nchner &Ouml;konomen Hans M&ouml;ller &uuml;ber so genannte externe Effekte des Wirtschaftens, auf Englisch: External Economies and Diseconomies. Sie debattierten auch dar&uuml;ber, was notwendig sei, um externe Kosten bei den Verursachern anfallen zu lassen. Der Staat m&uuml;sse daf&uuml;r sorgen, dass die Produzenten von G&uuml;tern und Dienstleistungen auch die externen Kosten in ihre Preiskalkulationen einrechnen m&uuml;ssen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4890\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39668-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39668-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170818_Rezension_Stephan_Lessenichs_Externalisierungsgesellschaft_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Ein gutes Beispiel waren schon damals die externen Kosten des Automobil- und des Luftverkehrs. LKW belasten die Anrainer einer Ausfallstra&szlig;e mit L&auml;rm und Abgasen; der Luftverkehr belastet das Klima und erzeugt L&auml;rm im Umfeld der Flugh&auml;fen. Auch die Energieerzeugung verursacht Sch&auml;den, die nicht direkt in die Kalkulation der Energieerzeuger eingehen &ndash; so zum Beispiel die Emissionen der Kohlekraftwerke und so insbesondere auch die Entsorgungskosten und die hohen Gesundheitsrisiken der Produktion von Kernenergie. Die Kosten der Atomstromerzeugung werden auf viele weitere Generationen verlagert, also externalisiert.<\/p><p>56 Jahre nach dem M&ouml;ller-Seminar &uuml;ber Externalisierung erscheint nun im Jahr 2017 das Buch eines Professors der gleichen Universit&auml;t, der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t (LMU) in M&uuml;nchen, mit dem Titel &bdquo;Neben uns die Sintflut&ldquo; und dem Untertitel: &bdquo;Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis&ldquo;. Autor ist der Soziologe Stephan Lessenich. <\/p><p>Lessenichs Buch hat eine erstaunliche Aufmerksamkeit gefunden. Seine vielen Vortr&auml;ge sind gut besucht und das Echo darauf ist bemerkenswert. Bevor ich das Buch las, habe ich mir <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Twn470TEXEw\">diese Aufzeichnung<\/a> von Lessenichs Vortrag beim &bdquo;M&uuml;nchner Forum Nachhaltigkeit&ldquo; angeschaut. Ich verlinke darauf, damit Sie sich ein Bild vom Autor machen k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Die wichtigsten Inhalte und Thesen des Buches<\/strong><\/p><p>Das Buch beginnt mit einem Bericht des Autors &uuml;ber den Bruch der D&auml;mme zweier R&uuml;ckhaltebecken von Bergwerken im Oberlauf des Rio Doce, eines 853 km langen Flusses in Brasilien. Dreiviertel dieses Flusses werden von schwermetallhaltigem Schlamm verseucht &ndash; mit allen bitteren Konsequenzen f&uuml;r die Pflanzen- und Tierwelt und die Menschen entlang des Flusses bis zum Meer. Dieses Beispiel wie auch andere Belastungen von L&auml;ndern des S&uuml;dens durch Produktionen f&uuml;r den Norden, wie zum Beispiel der Raubbau an den Urw&auml;ldern des S&uuml;dens und die Chemisierung beim gro&szlig;fl&auml;chigen Sojaanbau, die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die Kinderarbeit in den Fabriken des S&uuml;dens im Dienste der Konsumenten des Norden spielen dann f&uuml;r die Argumentation von Autor Lessenich eine gro&szlig;e Rolle.<\/p><p>Beim weiteren Bericht &uuml;ber die wichtigsten Thesen des Autors greife ich auf Originaltexte zur&uuml;ck:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Geschichte des &bdquo;Ungl&uuml;cks&ldquo; am Rio Doce zu erz&auml;hlen hei&szlig;t, gleich zwei Geschichten erz&auml;hlen zu m&uuml;ssen: die verschr&auml;nkten, verkoppelten, sich kreuzenden Geschichten des Ungl&uuml;cks der einen &ndash; und des Gl&uuml;cks der anderen.<\/p>\n<p>Ebendiese Doppelgeschichte soll hier in den Blick genommen werden. Es geht um den Einblick in Zusammenh&auml;nge, die Einsicht in Abh&auml;ngigkeiten, in globale Beziehungsstrukturen und Wechselwirkungen. Es geht um die andere Seite der westlichen Moderne, um ihr &lt;dunkles Gesicht&gt;, um ihre Verankerung in den Strukturen und Mechanismen kolonialer Herrschaft &uuml;ber den Rest der Welt. Es geht um Reichtumsproduktion auf Kosten und um Wohlstandsgenuss zulasten anderer, um die Auslagerung der Kosten und Lasten des  &lt;Fortschritts&gt;.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Die reichen, hoch industrialisierten Gesellschaften dieser Welt lagern die negativen Effekte ihres Handelns auf L&auml;nder und Menschen in &auml;rmeren, weniger &lt;entwickelten&gt; Weltregionen aus. Die wohlhabenden Industrienationen nehmen diese negativen Auswirkungen nicht nur systematisch in Kauf. Sie rechnen vielmehr mit ihnen und diese rechnen sich f&uuml;r sie. Denn die gesamte sozio&ouml;konomische Entwicklungsstrategie der europ&auml;isch-nordamerikanischen Industriegesellschaft beruht &ndash; und beruhte von Anfang an &ndash; auf dem Prinzip der Entwicklung zulasten anderer. Externalisierung hei&szlig;t in diesem Sinne: Ausbeutung fremder Ressourcen, Abw&auml;lzung von Kosten auf Au&szlig;enstehende, Aneignung der Gewinne im Innern, Bef&ouml;rderung des eigenen Aufstiegs bei Hinderung (bis zur Verhinderung) des Fortschreitens anderer.&ldquo; <\/p>\n<p>&bdquo;Wir leben gut, weil andere schlechter leben. Wir leben gut, weil wir von anderen leben &ndash; von dem, was andere leisten und erleiden, tun und erdulden, tragen und ertragen m&uuml;ssen. Das ist die internationale Arbeitsteilung, &hellip; &ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Grundgedanken werden dann im weiteren Verlauf noch anders beschrieben und variiert. Lessenich bezieht sich zum Beispiel auf eine bei uns g&auml;ngige Parole, wir lebten &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse und wendet diese auf das Verh&auml;ltnis von Nord zu S&uuml;d an und schreibt:<\/p><p>&bdquo;&hellip; Wir leben vor allen Dingen auch &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse anderer. Genau dies beschreibt die soziale Realit&auml;t der Externalisierungsgesellschaft.&ldquo;<\/p><p><strong>Es ist interessant, den Gedanken der Externalisierung auf das Verh&auml;ltnis von Nord zu S&uuml;d, von USA\/Europa zu den L&auml;ndern und V&ouml;lkern des S&uuml;dens anzuwenden. <\/strong><\/p><p>Das ist zun&auml;chst ein durchaus legitimer Gedanke und vieles, was bei einer solchen Anwendung mitenthalten ist, ist ja auch richtig. Die Menschen im S&uuml;den arbeiten unter schlechteren Bedingungen, zumindest in der Regel, ihr Wohlstand ist, ebenfalls in der Regel, nicht so hoch wie der im Norden. Also grob betrachtet kann man feststellen, der Norden lebe &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse des S&uuml;dens. <\/p><p><strong>Bei n&auml;herer Betrachtung merkt man, dass Lessenich &uuml;bertreibt und holzschnittartig argumentiert.<\/strong><\/p><p>Er st&uuml;lpt den Begriff und das Denkschema &bdquo;Externalisierung&ldquo; einer Welt &uuml;ber, die sowohl im Norden als auch im S&uuml;den kompliziert ist. Er st&uuml;lpt sein Schema einer Situation &uuml;ber, die auf die von ihm gepflegte einfache Weise nicht zu begreifen ist. Die Welt des Nordens und die Welt des S&uuml;dens ist von Land zu Land betrachtet sehr unterschiedlich. <\/p><p>Nehmen wir zun&auml;chst einmal die Welt des Nordens: die USA z.B. begreifen sich als Imperium und beuten auf vielf&auml;ltige Weise andere V&ouml;lker, auch ihre Partner im Norden, aus, g&auml;ngeln diese, behandeln sie stellenweise wie Kolonien. Zwischen den USA und Europa findet schon eine eigene Externalisierung statt. Die USA leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse. Sie lassen sich die Kosten ihrer milit&auml;rischen Gewalt &uuml;ber die NATO mitfinanzieren. Gef&uuml;gig sind wir bereit, die eigenen Milit&auml;rausgaben zu erh&ouml;hen. Wir akzeptieren Sanktionen gegen Unternehmen in unseren L&auml;ndern und f&uuml;gen uns den Anweisungen, mit anderen V&ouml;lkern nicht in wirtschaftliche Beziehung zu treten bzw. diese einzufrieren. <\/p><p><strong>Von einem einheitlichen Norden kann also aus vielerlei Gr&uuml;nden nicht die Rede sein.<\/strong><\/p><p>Auch zum Beispiel deshalb nicht, weil die Lebenswelt des Multimilliard&auml;rs und des Monopolisten ganz anders ist als die Welt des Arbeiters, der Rentnerin, der Arbeitslosen und der Verbraucher mit geringen Einkommen. <\/p><p>Die Mehrheit der Menschen zahlt ihren Tribut an Monopole und Oligopole. Wir zahlen an Microsoft, an Facebook, an Twitter, an Amazon usw. Monopolpreise, jedenfalls leiden wir unter ihrer krakenhaften Ausbreitung.<\/p><p>Das Wirtschaften im Norden hat Externalisierungseffekte nicht nur im S&uuml;den, wie im Falle des Bruchs des Staudamms in Brasilien; auch innerhalb des Nordens treten massive Sch&auml;den durch Wirtschaften auf. Die Landwirtschaft ist inzwischen so weit chemisiert, dass die Artenvielfalt bei V&ouml;geln in dramatischer Weise gesunken ist; die Populationen von Insekten sind be&auml;ngstigend zusammengeschrumpft. Dies alles innerhalb kurzer Zeitr&auml;ume. Die Sch&auml;den &ndash; die external diseconomies &ndash; im S&uuml;den sind oft noch schlimmer. Diese Erkenntnis sollte nicht dazu f&uuml;hren, dass die massiven Sch&auml;digungen im Norden unter den Teppich gekehrt werden. Das gilt ganz besonders &ndash; wie oben schon erw&auml;hnt &ndash; f&uuml;r die Belastung von Generationen durch die Nutzung der Kernenergie. <\/p><p><strong>Gravierende Sch&auml;den der Externalisierung der Produktion im Norden treten bei Menschen und in den Gesellschaften des Nordens auf.<\/strong><\/p><p>Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass Superreiche anders leben als die 400.000 Obdachlosen in Deutschland. <\/p><p>Millionen von Menschen sind heute einem Dauerstress in den Betrieben ausgesetzt. In den Betrieben des Nordens, nicht nur in Bangladesch. Wenn der Autor meint, diese Verh&auml;ltnisse seien immer noch um vieles besser, als die Verh&auml;ltnisse in den Produktionsst&auml;tten des S&uuml;dens, dann mag er Recht haben. Aber es kommt schon sehr darauf an, welches Ma&szlig; man anlegt. &bdquo;Als Betriebsrat in meinem Unternehmen sehe ich tagt&auml;glich, wie die Menschen Angst haben. Nackte Angst. Und deshalb zu allem Ja sagen.&ldquo; Das schreibt ein Leser der NachDenkSeiten. Das ist eine Externalisierung, die innerhalb der Gesellschaften des Nordens stattfindet.<\/p><p>Gelegentlich kommt beim Autor das Argument vor, uns gehe es doch einschlie&szlig;lich der hier lebenden Schlechtergestellten um vieles besser als der Mehrheit der Menschen im S&uuml;den. Ob das wirklich immer zutrifft? Die H&auml;lfte der Jugendlichen in Griechenland ist arbeitslos und ohne berufliche Perspektive. &Auml;hnlich sieht es in Spanien, in Italien und anderen L&auml;ndern des zum Norden gez&auml;hlten Kreises der V&ouml;lker aus. Dieser Befund sollte doch eigentlich zeigen, dass man nicht alles &uuml;ber einen Kamm scheren kann.<\/p><p>Der Autor spricht viel von &bdquo;Wir&ldquo;. Dieses &bdquo;Wir&ldquo; aber gibt es nicht, nicht im Norden und auch nicht im S&uuml;den. Lessenich erw&auml;hnt diesen Vorbehalt auch zu Beginn des zuvor verlinkten Videos seines Vortrags. Aber diese Kritik zu erw&auml;hnen, hilft dann nicht weiter, wenn die Kritik im weiteren Verlauf der Analysen und Schlussfolgerungen vom Autor ignoriert wird. So geschieht es im Text des vorliegenden Buches h&auml;ufig. Die weiteren Aussagen werden dann meist so getroffen, als g&auml;be es die Notwendigkeit zur Differenzierung nicht.<\/p><p><strong>Auch die Welt des S&uuml;dens sieht ja durchaus verschieden aus.<\/strong><\/p><p>Es f&auml;ngt damit an, dass fraglich ist, wo man die OPEC-L&auml;nder einordnen will. Wohin geh&ouml;ren Saudi-Arabien und die anderen Golfstaaten? Analysiert man wie der Autor, dann sind die Golfstaaten doch sicherlich Externalisierungsgesellschaften?! Sie laden Kosten bei anderen ab und sie leben von einem zumindest oligopolartigen Besitz von Ressourcen &ndash; Mineral&ouml;l. <\/p><p>Wohin geh&ouml;ren Syrien, Irak und Libyen? Zum S&uuml;den? Zum Norden? Dort herrscht heute das nackte Elend. Dass die Welt im S&uuml;den oft so kaputt ist, hat nicht nur etwas mit der Externalisierung zu tun. Die hier zu besprechende Schw&auml;che des Buches wird auf Seite 27 auf besondere Weise sichtbar:<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170817-Lessenich-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Hier geht der Autor dem Ph&auml;nomen nach, dass die sozialen und &ouml;kologischen Kosten des &bdquo;industriellen Wohlstandskapitalismus&ldquo; &ndash; wie er das nennt &ndash; nicht einfach irgendwo anders anfallen, weit entfernt von den Verursachern, sondern auf diese zur&uuml;ckschlagen. Er spricht von &bdquo;R&uuml;ckkopplungseffekten&ldquo;. Der Wohlstandskapitalismus fordere seinen Tribut typischerweise jenseits seiner Grenzen &ndash; nun aber scheint es allm&auml;hlich so, &bdquo;dass das Imperium zur&uuml;ckgeschlagen wird, dass die Externalisierungsfolgen gleichsam nach Hause zur&uuml;ckkehren.&ldquo; Lessenich zitiert Wolfgang Sch&auml;uble, der im Zusammenhang mit den 2015 ankommenden Fl&uuml;chtlingen von einem &bdquo;Rendezvous mit der Realit&auml;t der Globalisierung&ldquo; gesprochen habe. Lessenich verweist auf die Fl&uuml;chtlingskrise von 2015 und zeigt daran, dass es eben nicht gelingen wird, allein die Vorteile der Globalisierung f&uuml;r die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft zu realisieren, die Nachteile aber von ihnen fernhalten zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Hier wird sichtbar, dass der Autor wichtige Ursachen f&uuml;r das Elend auf der Welt und f&uuml;r das Elend in jenen L&auml;ndern, die er den S&uuml;den nennt, in seiner Gedankenwelt und in seinem Text nicht ber&uuml;cksichtigt. Die von einem Teil des sogenannten Nordens (= Westen) betriebenen Regimewechsel und die Kriege des Westens in L&auml;ndern &uuml;berall auf der Welt und vor allem im S&uuml;den kommen in der Gedankenwelt des Soziologieprofessors Lessenich nicht vor. <\/p><p>Das ist ein gravierender Fehler. Der Autor schreibt der Externalisierung Folgeerscheinungen zu, die andere Ursachen haben. Die Fl&uuml;chtlinge kamen 2015 vornehmlich aus Syrien und dem Irak. Zusammen mit Libyen und auch mit Afghanistan &ndash; also der damaligen Hauptkriegsgebiete &ndash; und dem Balkan machen diese den &uuml;berwiegenden Anteil der damals zugewanderten Fl&uuml;chtlinge und Asylbewerber aus. Die gro&szlig;e Zahl von Fl&uuml;chtlingen allein der Externalisierung und der Globalisierung anzulasten, ist grob falsch.<\/p><p><strong>Was sonst noch bei der Lekt&uuml;re auff&auml;llt &hellip;<\/strong><\/p><p><strong>&hellip; Dass der Norden verschiedene Gesichter hat, dass die Gesellschaft in den n&ouml;rdlichen L&auml;ndern verschieden gestaltet sein kann, und deshalb m&ouml;glicherweise auch bei Anwendung des Externalisierungs-Gedankens verschieden bewertet werden kann, ist dem Autor nicht wichtig.<\/strong><\/p><p>Sozialstaatlich orientiert oder nicht sozialstaatlich, reguliert oder dereguliert, mit starken &ouml;ffentlichen Leistungen oder total privatisiert, mit Monopolen in den H&auml;nden von Privaten oder mit starker Monopol- und Oligopolkontrolle &ndash; diese Unterschiede spielen offensichtlich in diesem Text keine gro&szlig;e Rolle.<\/p><p>Man gewinnt bei der Lekt&uuml;re dieses Buches den Eindruck, der Autor kenne nur den neoliberal gepr&auml;gten Kapitalismus und keinen anderen. Zu dieser Einsch&auml;tzung kann die Vorherrschaft dieser Ideologie verleiten. Wenn man aber nach Therapien sucht, dann ist es leichtfertig, die theoretisch denkbaren und die praktizierten Variationen einer marktwirtschaftlich gepr&auml;gten Wirtschaftsordnung au&szlig;er Acht zu lassen.<\/p><p><strong>&hellip; Dass in einem Buch mit der Basisthese, der Norden lebe auf Kosten des S&uuml;dens, die Berichte der sogenannten Nord-S&uuml;d-Kommission schon in der Literaturliste fehlen und auch sonst nicht beachtet werden<\/strong><\/p><p>Zumindest f&uuml;r etwas &auml;ltere Leserinnen und Leser w&auml;re es interessant zu erfahren, in welcher Beziehung die Erkenntnisse des Autors Lessenich zu dem stehen, was unter dem Vorsitz des fr&uuml;heren Bundeskanzlers Willy Brandt und bei Beteiligung des ehemaligen schwedischen Ministerpr&auml;sidenten Olof Palme ab 1977 erarbeitet und dann 1980 ver&ouml;ffentlicht wurde. <a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Nord-S%C3%BCd-Kommission\">Siehe hier<\/a>.<\/p><p><strong>Das Schema Externalisierung verleitet den Autor dazu, au&szlig;er Acht zu lassen, dass die Volkswirtschaften und Gesellschaften des Nordens zumindest in gro&szlig;en Teilen auf der Wertsch&ouml;pfung innerhalb eines Binnenmarktes aufbauen.<\/strong><\/p><p>Wir importieren viel und exportieren viel, aber je gr&ouml;&szlig;er die Volkswirtschaft ist, umso mehr z&auml;hlt, was innerhalb des Binnenmarktes dieser Volkswirtschaft geschieht. Die USA, Frankreich, Russland, China und die Europ&auml;ische Union insgesamt sind &uuml;ber weite Strecken gepr&auml;gt vom Austausch innerhalb des Binnenmarktes dieser Volkswirtschaften.<\/p><p>Wenn ein Autor behauptet, der Norden lebe auf Kosten des S&uuml;dens, dann h&auml;tte man doch angesichts der Existenz von gro&szlig;en Binnenm&auml;rkten gerne gewusst, in welcher Dimension der Norden auf Kosten des S&uuml;dens lebt.<\/p><p><strong>Wer Spa&szlig; daran hat, sich von der Pflege eines besonderen Jargons mitreisen zu lassen, der ist bei der Lekt&uuml;re dieses Buches gut aufgehoben.<\/strong><\/p><p>Zum Beispiel Seite 52:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die zentralen Begriffe einer Soziologie der Externalisierungsgesellschaft lauten dementsprechend Macht, Ausbeutung und Habitus. Externalisierung l&auml;sst sich erstens nur auf der Grundlage struktureller Machtasymmetrien in der Weltgesellschaft verstehen. Externalisierung ist in diesem Kontext zweitens als mehrdimensionaler, globalisierter Ausbeutungsmechanismus zu begreifen. Und drittens operiert sie alltagspraktisch in Form eines spezifischen Externalisierungshabitus, der den machtstrukturierten Ausbeutungsbeziehungen geschuldet ist und diese best&auml;ndig reproduziert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zum Beispiel Seite 54:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was es allein gibt, sind asymmetrische Weltinnenverh&auml;ltnisse: eine globale Lebenswelt, die durch miteinander in Beziehung stehende Ungleichheiten strukturiert ist, und lokale Sozialr&auml;ume, deren Ungleichheitsstrukturen weltgesellschaftlich eingebettet sind.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zum Beispiel Seite 40 und 41:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;So zutreffend aber die Feststellung einer systemischen Eigenlogik des Kapitalismus sein mag, so irref&uuml;hrend ist doch die Annahme, dass dieser sich &ndash; in einer Art &ouml;konomischem M&uuml;nchhausen-Akt &ndash; am eigenen Schopf aus dem Sumpf allf&auml;lliger Krisen ziehen und gleichsam selbstt&auml;tig auf immer neue H&ouml;hen wirtschaftlicher Entwicklung schwingen k&ouml;nnte. Der Kapitalismus ist kein Perpetuum Mobile, das, einmal in Gang gesetzt, ohne weitere Energiezufuhr ewig in Bewegung bleibt. &hellip;<br>\nDer Kapitalismus kann sich eben nicht aus sich selbst heraus erhalten. Er lebt von der Existenz eines &lt;Au&szlig;en&gt;, das er sich einverleiben kann, er zehrt von allen m&ouml;glichen &ndash; materiellen wie immateriellen &ndash; Formen des ihm zuzuf&uuml;hrenden Brennstoffs, ohne den sein angeblich ewiges Feuer ziemlich rasch erl&ouml;schen w&uuml;rde.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zum Beispiel Seite 47: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wie bereits angedeutet, ist die Externalisierungsgesellschaft die historische Begleiterscheinung eines kapitalistischen Weltsystems, das sich seit Jahrhunderten in wechselnder Gestalt reproduziert. &hellip;<br>\nZum Verst&auml;ndnis der modernen Externalisierungsgesellschaft, ihrer Strukturmerkmale und ihre Prozessdynamiken ist vielmehr eine konsequente Soziologisierung der Analyse angezeigt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Konsequente Soziologisierung der Analyse hilft also weiter?? Ich habe meine Zweifel &ndash; zumal ich nicht verstanden habe, was &bdquo;Konsequente Soziologisierung der Analyse&ldquo; meint.<\/p><p><strong>Was tun?<\/strong><br>\nAls Leser habe ich mich durch das Buch gek&auml;mpft. Wegen der Anh&auml;ufung von soziologischen und anderen Fachausdr&uuml;cken und Fremdw&ouml;rtern und der aus meiner Sicht undifferenzierten Analyse war das nicht leicht. Aber ich wollte noch erfahren, was der Autor zu tun empfiehlt. Auf Seite 195 &ndash; vier Seiten vor dem Ende des Buches &ndash; bin ich dann endlich darauf gesto&szlig;en. Der Autor fordert, man m&uuml;sse vom &bdquo;moralischen Register&ldquo; des &bdquo;Emp&ouml;rt Euch&ldquo; ins &bdquo;politische Register&ldquo; des &bdquo;Tut was!&ldquo; wechseln. Und dann kommen die Vorschl&auml;ge f&uuml;r &bdquo;einige Basiselemente einer radikalen institutionellen Reform der Externalisierungsgesellschaft&ldquo; (Kennzeichnung a. bis f. durch mich, A.M.); sie l&auml;gen &bdquo;auf der Hand&ldquo;:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>&bdquo;von einer mit den Privilegien der Zentrums&ouml;konomien brechenden Revision des Welthandelsregimes&ldquo;,<\/li>\n<li>&bdquo;einer effektiven Besteuerung weltweiter Finanztransaktionen&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;und einem Umbau der reichen Volkswirtschaften in Postwachstums&ouml;konomien&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;bis hin zu einem globalen Sozialvertrag zur Verz&ouml;gerung des Klimawandels bzw. der egalit&auml;ren Bew&auml;ltigung seiner Folgen und einer transnationalen Rechtspolitik, die globale soziale Rechte wirkungsvoll verankert&ldquo;.<\/li>\n<\/ol><p>Weiter hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: <\/p><ol type=\"a\" start=\"5\">\n<li>&bdquo;Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, liefe eine solche Reform auf eine konsequente Politik der doppelten Umverteilung hinaus: im nationalgesellschaftlichen wie im weltgesellschaftlichen Ma&szlig;stab, von oben nach unten und von &lt;innen&gt; nach &lt;au&szlig;en&gt;.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Nur wenn es gelingt, das nationale wie transnationale Institutionenger&uuml;st der Externalisierungsgesellschaft im Sinne eines demokratischen, global-egalit&auml;ren Reformprojekts umzupolen, wird sich nicht nur unser Gewissen aufhellen, sondern auch die soziale Lage gro&szlig;er Bev&ouml;lkerungsmehrheiten rund um die Welt.&ldquo;<\/li>\n<\/ol><p>Ich hatte konkrete und praktische Empfehlungen erwartet, was man zur &Uuml;berwindung der Externalisierungsgesellschaft und damit letztlich auch zur Internalisierung der Kosten und Sch&auml;den tun m&uuml;sse. <\/p><p>Meine Erwartungen waren &uuml;berzogen. <\/p><p>Die &bdquo;Revision des Welthandelsregimes und der damit verbundenen Privilegien der Zentrums&ouml;konomien&ldquo; (a.) ist ein berechtigtes Anliegen. Dies umzusetzen muss man versuchen. Aber man sollte angesichts der Produktivit&auml;tsunterschiede zwischen Nord und S&uuml;d nicht allzu viel davon erwarten. <\/p><p>d. und f. zielen auf eine neue Welt. Darauf k&ouml;nnen wir ewig warten.<\/p><p>Die beiden &bdquo;praktischen&ldquo; Vorschl&auml;ge b. (effektive Besteuerung weltweiter Finanztransaktionen) und c. (Umbau der reichen Volkswirtschaften in Postwachstums&ouml;konomien) sind &uuml;bernommen aus einer Gedankenwelt im Umfeld des Autors, vermutlich, aber irrelevant und nutzlos.<\/p><p>Die Besteuerung weltweiter Finanztransaktionen stammt aus der ehrenwerten Tradition von Attac. Das erh&ouml;ht aber nicht die Effizienz des Konzeptes. Mit einer Transaktionssteuer kann man den eigentlich schlimmen und dominanten Ausw&uuml;chsen der modernen Finanzwelt, den Spekulationen, nicht zu Leibe r&uuml;cken. Eine Transaktionssteuer juckt Spekulanten nicht. Sie ist das Schwarze unter dem Fingernagel gemessen am Spekulationsgewinn beim Handel mit Rohstoffen oder beim Handel mit Aktien oder beim Handel mit &bdquo;kreativen&ldquo; Finanzprodukten. Dass sich der Autor an der Attac-Tradition orientiert, sagt mehr &uuml;ber die Treue zu einer angesehenen Organisation als &uuml;ber das aufgerufene Thema &bdquo;Was tun?&ldquo;<\/p><p>Postwachstums&ouml;konomie ist ein modisches Gew&auml;chs, aus meiner Sicht ohne Sinn im Zusammenhang mit dem Gedanken, wie man mit den Externalisierungen fertig werden sollte. Wachstum ist eine statistische Ziffer. Wenn man die Wunden heilen will, die die Dominanz des Nordens im S&uuml;den geschlagen hat, dann wird man vermutlich ziemlich viel Wachstum &ndash; in den Statistiken gemessen &ndash; verursachen.<\/p><p><strong>Es fehlt die praktische Konsequenz aus der Analyse der Zust&auml;nde, die man Externalisierung nennen kann. Wo bleibt die Internalisierung der externen Kosten?<\/strong><\/p><ul>\n<li>Wo bleiben die Vorschl&auml;ge f&uuml;r notwendige Regulierungen in einer Welt, die von De-Regulierungen gepr&auml;gt und zu ihrem Nachteil ver&auml;ndert worden ist?<\/li>\n<li>Wo die Anwendung des Verursacherprinzips? <\/li>\n<li>Wo bleibt der Vorschlag f&uuml;r eine weltweit einzuf&uuml;hrende Kerosinsteuer?<\/li>\n<li>Wo bleibt die Anlastung der Kosten des Transports mit Lkw, mit Schiffen, mit Flugzeugen?<\/li>\n<li>Wo bleibt der Ansatz zur notwendigen Verkehrsvermeidung? <\/li>\n<li>Wo das Konzept zur Regionalisierung der wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten all &uuml;berall auf der Welt?<\/li>\n<li>Wo bleiben die notwendigen Regulierungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im S&uuml;den wie im Norden?<\/li>\n<li>Wo ist die Forderung danach, bestehende Gesetze auch durchzusetzen? Der Export von Elektroschrott nach Afrika w&uuml;rde verringert, wenn die Einhaltung bestehender Gesetze durchgesetzt w&uuml;rde.<\/li>\n<li>Wo bleibt die Forderung nach Aufl&ouml;sung der Monopole und Oligopole und das Verlangen nach einer weltweit ausge&uuml;bten Wettbewerbskontrolle?<\/li>\n<li>Wo ist die Forderung nach einem weltweiten Stopp der Privatisierung &ouml;ffentlicher Einrichtung und die parallele Forderung nach einer Versorgung aller Menschen mit den notwendigen &ouml;ffentlichen Einrichtungen und G&uuml;tern?<\/li>\n<li>Wo bleibt die Forderung nach einer massiven Einschr&auml;nkung der Chemisierung der Landwirtschaft?<\/li>\n<li>Wo bleibt der Schutz vor Spekulation? Mit Aktien, mit Boden, mit Rohstoffen.<\/li>\n<\/ul><p>Das waren nahezu alles Vorstellungen, die &Ouml;konomen und Sozialwissenschaftler wie auch die damit verbundenen Politikerinnen und Politiker entwickeln konnten, als sie sich vor fast 60 Jahren mit der Externalisierung besch&auml;ftigt haben. Die neoliberalen Ideologen und Praktiker haben diese damaligen Versuche und das Handwerkszeug, diese Regeln der sozialen Gestaltung, diese &bdquo;social technique&ldquo; missachtet. Offenbar ist das alles nicht soziologisch genug und viel zu praktisch.<\/p><p><strong>Bibliographische Angaben:<\/strong><br>\nStephan Lessenich: Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis. Berlin 2016. 224 Seiten. 20 Euro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 56 Jahren, im Sommersemester 1961, diskutierten Studentinnen und Studenten im Seminar des M&uuml;nchner &Ouml;konomen Hans M&ouml;ller &uuml;ber so genannte externe Effekte des Wirtschaftens, auf Englisch: External Economies and Diseconomies. Sie debattierten auch dar&uuml;ber, was notwendig sei, um externe Kosten bei den Verursachern anfallen zu lassen. Der Staat m&uuml;sse daf&uuml;r sorgen, dass die Produzenten von<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39668\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,37,208,176,132,30],"tags":[290,785,1055,1286,1973,1006,2061,687,291],"class_list":["post-39668","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-globalisierung","category-rezensionen","category-umweltpolitik","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-binnennachfrage","tag-finanztransaktionssteuer","tag-fluechtlinge","tag-lessenich-stephan","tag-monopolisierung","tag-regulierung","tag-umweltverschmutzung","tag-ungleichheit","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39668"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39698,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39668\/revisions\/39698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}