{"id":39672,"date":"2017-08-18T08:26:56","date_gmt":"2017-08-18T06:26:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672"},"modified":"2017-08-18T08:26:56","modified_gmt":"2017-08-18T06:26:56","slug":"hinweise-des-tages-2940","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h01\">Kranich auf Raubzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h02\">Vorw&auml;rts zur &ldquo;Rente mit 70&rdquo;? Eine gro&szlig;e Koalition von &ldquo;Top-&Ouml;konomen&rdquo; und die Untiefen der Rasenm&auml;hermethode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h03\">Nachhilfe f&ouml;rdert Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h04\">Schulprivatisierung &ndash; bisher nur eine kleine Rebellion in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h05\">Der Schienen-Gau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h06\">Aus Gefolgschaft gegen&uuml;ber den USA l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h07\">Korea: Dt. Marschflugk&ouml;rper<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h08\">Fl&uuml;chtlinge: Hohle Worte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h09\">T&uuml;rkisches Milit&auml;r f&uuml;r Waldbr&auml;nde im Nordosten verantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h10\">The Story of Charlottesville Was Written in Blood in the Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h11\">Trumps Stabschef John F. Kelly General Frust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h12\">Brasiliens Staatsstreich von Rechtsau&szlig;en &ndash; der letzte Akt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h13\">Tod eines Offizieranw&auml;rters: Erstes Obduktionsergebnis &amp; neue Einzelheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h14\">Mehr Mitte! Wie bitte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h15\">Absurdes Wahlsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h16\">Die Linke hat sich selbst zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h17\">Studie: Mehrarbeit lohnt sich oft nur f&uuml;r Gutverdiener<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kranich auf Raubzug<\/strong><br>\nLufthansa greift nach insolventer Fluglinie Air Berlin. Bundesregierung unterst&uuml;tzt Ausweitung des Niedriglohnsektors<br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kann sich in den Urlaub verabschieden. Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode hat er noch die deutschen Monopole gerettet. Erst animierte er Pkw-Fahrer mit Pr&auml;mien, neue Karossen der im Dieselkartell zusammengeschlossenen Autobauer zu kaufen. Jetzt will er der Lufthansa den Himmel &uuml;ber Europa sichern. &raquo;Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr&laquo;, sagte er der Rheinischen Post (Donnerstagausgabe). [&hellip;]<br>\nDem Flugbetreiber mit dem Kranich auf der Heckflosse wird die Beute serviert. Wie sich das f&uuml;r die Besch&auml;ftigten anf&uuml;hlen d&uuml;rfte, davor warnte die Flugbegleitergewerkschaft UFO am Donnerstag. Nach deren Wissen soll das fliegende Personal Air Berlins nicht direkt &uuml;bernommen werden, sondern m&uuml;sste sich bei der aufkaufenden Airline als Berufsanf&auml;nger neu bewerben, sagte Tarifvorstand Nicoley Baublies gegen&uuml;ber dpa. Das gelte auch f&uuml;r die Lufthansa-Tochter Eurowings, die sich nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung einen Gro&szlig;teil der Air-Berlin-Flotte sichern will. F&uuml;r Flugbegleiter mit jahrelanger Betriebszugeh&ouml;rigkeit w&uuml;rde ein Wiedereinstieg als Berufsanf&auml;nger Einkommensverluste von bis zu 80 Prozent bedeuten, sagte Baublies. Die Vertr&auml;ge sollten dann m&ouml;glicherweise befristet sein, was weitere Risiken beinhalte. &raquo;Die Bieter wollen nur das Blech, und die Leute k&ouml;nnen sehen, wo sie bleiben&laquo;, kritisierte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316537.kranich-auf-raubzug.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em>Hinweis: Lesen Sie dazu auch Jens Berges <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39663\">gestrigen Beitrag<\/a> auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts zur &ldquo;Rente mit 70&rdquo;? Eine gro&szlig;e Koalition von &ldquo;Top-&Ouml;konomen&rdquo; und die Untiefen der Rasenm&auml;hermethode<\/strong><br>\nErneut werden wir in diesen Tagen Zeugen dieses je nach Stimmungslage als putzig oder entnervend zu bezeichnenden Vorgehens: Top-&Ouml;konomen sprechen sich f&uuml;r Rente mit 70 aus: &raquo;F&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler &uuml;ben scharfe Kritik an den Wahlprogrammen: Statt Geschenke zu versprechen, sollten die Parteien die B&uuml;rger auf ein h&ouml;heres Rentenalter ab 2030 vorbereiten&laquo;, so Birgit Marschall in ihrem Artikel.<br>\nUm wen handelt es sich hier, wenn von &ldquo;f&uuml;hrenden Wirtschaftswissenschaftlern&rdquo; gesprochen wird? Zum einen um Michael H&uuml;ther, Direktor des Arbeitgeber-Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). H&uuml;ther ist seit 2001 Honorarprofessor an der privaten EBS Universit&auml;t f&uuml;r Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel. Er ist in den Medien sehr pr&auml;sent, aber sicher das Gegenteil eines unabh&auml;ngigen Wirtschaftsforschers. Und das er beim hier interessierenden Thema f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters pl&auml;diert, &uuml;berrascht angesichts der Stakeholder des von ihm geleiteten Instituts nicht wirklich, sondern geh&ouml;rt zu seiner Jobbeschreibung.<br>\nAber H&uuml;ther bekommt Flankenschutz von einem anderen &ldquo;Top-&Ouml;konom&rdquo;, der ebenfalls immer wieder in den Medien pr&auml;sent ist &ndash; und diese Personalie mag den einen oder anderen &uuml;berraschen: &ldquo;Die Politik muss sich endlich ehrlich machen und den Menschen sagen: Die Lebensarbeitszeit wird weiter steigen m&uuml;ssen.&rdquo; Mit diesen Worten wird der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, in dem Artikel zitiert. Fratzscher wurde in der einschl&auml;gigen Presse schon mal als &ldquo;Claqueur der SPD&rdquo; bezeichnet, so die abwertende &Uuml;berschrift eines Artikels von Rainer Hank in der FAZ. vom 25. Juni 2017. Bereits 2014 befasste sich die FAZ mit der (parteipolitischen) Berater-Karriere von Fratzscher: Gabriels Geheimwaffe, so war der damalige Artikel &uuml;berschrieben, als Sigmar Gabriel noch als Bundeswirtschaftsminister unterwegs war: &raquo;Marcel Fratzscher ist zum neuen Chef&ouml;konomen der Bundesregierung aufgestiegen. Mit Flei&szlig; und einem untr&uuml;glichen Gesp&uuml;r f&uuml;r Macht.&laquo; (&hellip;)<br>\nDen Arbeitnehmern sollte klar werden, dass es sich bei den immer wieder vorgetragenen und von vielen Medien wiedergek&auml;uten Argument, &ldquo;die&rdquo; Lebenserwartung steige doch kontinuierlich und &ldquo;wir&rdquo; beziehen immer l&auml;nger Rente, also k&ouml;nne &ldquo;man&rdquo; doch auch etwas l&auml;nger arbeiten, um ein &uuml;beraus vergiftetes Argument handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/08\/rente-mit-70-und-deren-untiefen.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: Weitere Forscher f&uuml;r Rente mit 70<\/strong><br>\nIW-Studie spricht sich f&uuml;r schnelle Anhebung des Rentenalters von 2031 bis 2043 aus.<br>\nK&ouml;ln\/Offenbach (sth). Immer mehr Wissenschaftler fordern eine weitere Erh&ouml;hung des Rentenalters nach 2030. Wenige Tage, nachdem sich die Institutsleiter Marcel Fratzscher (DIW) und Michael H&uuml;ther (IW) f&uuml;r die schrittweise Einf&uuml;hrung der Rente mit 70 ausgesprochen hatten (ihre-vorsorge.de vom 09.08.2017), hat das arbeitgebernahe IW seine Position durch eine neue Studie untermauert. Danach w&uuml;rde ein Rentenalter von 70 Jahren nicht nur den Rentenbeitrag deutlich langsamer steigen lassen, sondern auch das Rentenniveau langfristig &uuml;ber 45 Prozent halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=18278&amp;cHash=72868b2c28c9e27d07d36dd8c85836e6\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Das arbeitgebernahe IW empfiehlt mal wieder die Erh&ouml;hung des Rentenalters. Die &ldquo;Studie&rdquo; argumentiert besonders perfide, dass die Rentenk&uuml;rzungsfaktoren im Status Quo das Rentenniveau zu stark d&auml;mpfen w&uuml;rden und dass (nur) eine Erh&ouml;hung des Rentenalters dies aufhalten k&ouml;nne. Ganz selbstverst&auml;ndlich nimmt das IW in seiner &ldquo;Studie&rdquo; an, &ldquo;&hellip;dass die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in Umfang und Entlohnung bestehen bleiben, also bei l&auml;ngerer Lebensarbeitszeit beispielsweise keine Reduzierung der Arbeitszeit in den &auml;lteren Lebensjahren vorgenommen wird. Entsprechend werden die Jahresentgeltprofile der h&ouml;heren Lebensalter verl&auml;ngert.&rdquo; (IW-Report &middot; 25\/2017, S. 15), Alle arbeiten also zu gleichen Konditionen einfach ein paar Jahre l&auml;nger? Was ist mit Menschen, die in belastenden Berufen circa ab 55 massive Gesundheitsprobleme bekommen und zwischen Krankengeld, ALG I, ALG II und Grundsicherung hin- und hergeschoben werden? Sie sind dann keine &ldquo;&Auml;quivalenzbeitragszahler&rdquo; mehr. Mithin wird die &ldquo;Rente mit 70&rdquo; weder Rentenniveau noch Beitragssatz stabilisieren k&ouml;nnen. Sie sorgt nur f&uuml;r h&ouml;here Arbeitslosenraten und den totalen sozialen Absturz im sp&auml;ten Erwerbsleben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nachhilfe f&ouml;rdert Ungleichheit<\/strong><br>\nMit der Verbreitung &ouml;ffentlicher Schulen in der Neuzeit wurden Privatlehrer zum kuriosen Randph&auml;nomen. Seit einiger Zeit erlebt der Privatunterricht in Form der Nachhilfe abseits staatlicher Aufsicht allerdings ein Comeback: in Form von Nachhilfestunden, zuletzt befeuert durch den sogenannten Pisa-Schock. Die meiste Nachhilfe bekommt der Nachwuchs h&ouml;herer Schichten &ndash; deren Angeh&ouml;rige h&auml;ufig von Abstiegs&auml;ngsten geplagt sind, die sie auf ihre Kinder projizieren. Das zeigt eine Untersuchung der Bildungsforscher Klaus Birkelbach sowie Rolf und Birte Dobischat f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Wissenschaftler haben eine Vielzahl von Forschungsarbeiten ausgewertet sowie eine Umfrage unter Nachhilfefirmen durchgef&uuml;hrt.<br>\nWie viele Kinder gehen zu kommerziellen Instituten wie Studienkreis oder Kumon oder zur Abiturientin aus der Nachbarschaft, weil sie sich mit Hausaufgaben und Klausuren schwertun oder die Eltern nicht mit den Noten zufrieden sind? Eine offizielle Nachhilfestatistik gibt es nicht. Sicher ist dennoch: Seit den 1970er-Jahren hat die Zahl zugenommen. [&hellip;]<br>\nNach Sch&auml;tzungen werden jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro f&uuml;r Nachhilfestunden ausgegeben. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Wachstum des Nachhilfemarktes sehen die Bildungsforscher in zunehmender Unzufriedenheit der Eltern mit dem &ouml;ffentlichen Schulsystem, gestiegenem Leistungsdruck, einem versch&auml;rften Wettbewerb um aussichtsreiche Bildungswege und in der Folge einem gestiegenen Ehrgeiz der Eltern. Letzteren geht es weniger um die Lerninhalte als um gute Zeugnisse, so die Studie. Es sind auch l&auml;ngst nicht mehr nur die Versetzungsgef&auml;hrdeten, die zur Nachhilfe angemeldet werden, sondern immer h&auml;ufiger Dreier-Kandidaten. Eingebettet sei diese Entwicklung in einen allgemeinen Trend zu &bdquo;Kommerzialisierung und Privatisierung an den R&auml;ndern der Bildungslandschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/107575_107600.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schulprivatisierung &ndash; bisher nur eine kleine Rebellion in Berlin<\/strong><br>\nEs rumort in einigen Berliner Stadtbezirken. Die vom Senat im April und Juni beschlossenen Vorlagen und Entw&uuml;rfe zur Schulbauoffensive Phase I und Phase II schlagen erste Wellen. Aber vielleicht ist es auch nur ein Sturm im Wasserglas, und am Ende zahlen die Berlinerinnen und Berliner f&uuml;r Schulsanierung und -neubau ebenso drauf wie die B&uuml;rgerInnen in anderen St&auml;dten: in Halle oder Magdeburg, in Kaiserslautern, Witten, in Frankfurt am Main oder im Landkreis Offenbach (siehe dazu den Beitrag von Herbert Storn, GEW BV Frankfurt). Dort versprach man sich von neuen Wegen wie &ouml;ffentlich-privater Partnerschaften (&Ouml;PP) nicht nur die Aufhebung des Investitionsstaus im Schulbereich, sondern auch moderne Schulen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen. Am Ende blieben Mehrkosten und Ern&uuml;chterung. Aber wer lernt schon gern aus den Fehlern anderer?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/schulprivatisierung-bisher-nur-eine-kleine-rebellion-in-berlin\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Schienen-Gau<\/strong><br>\nDer Zugverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden steht auf unbefristete Zeit still. Die Bahn spricht von einem &ldquo;technischen Defekt&rdquo;, Bauarbeiter berichten: Beim Tunnelbau sei es zum Einsturz gekommen. Experten sehen erschreckende Parallelen zu Stuttgart 21. [&hellip;]<br>\nDie Deutsche Bahn hat ihre Bauarbeiten in Rastatt bereits vor vier Jahren begonnen. Die gesamte Stadt soll untertunnelt werden, damit Reisende komfortabler von Karlsruhe bis nach Basel kommen. G&uuml;ter verkehren weiterhin &uuml;berirdisch. Tunneldecke und Erdoberfl&auml;che trennen dabei an den d&uuml;nnsten Stellen gerade einmal drei Meter. Am Samstag Mittag, am 12. August, kam es, wie die Bahn mitteilt, zu &ldquo;technischen St&ouml;rungen&rdquo;: &Uuml;ber eine L&auml;nge von etwa zehn Metern verbogen sich die Gleise bei Niederb&uuml;hl und sackten circa 40 Zentimeter in die Tiefe. Die rund 20 Kilometer lange Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden ist seitdem f&uuml;r unbestimmte Zeit gesperrt. [&hellip;]<br>\nDoch nicht nur der Personenverkehr leidet unter der Streckensperrung. Laut dem Netzwerk Europ&auml;ischer Eisenbahnen, einem Zusammenschluss von Privatunternehmen im G&uuml;terverkehr, sei die &ldquo;wichtigste Schlagader des transeurop&auml;ischen Schieneng&uuml;terverkehrs&rdquo; betroffen. Allein f&uuml;r die G&uuml;terbahnen entstehe nach ihren Sch&auml;tzungen durch ausbleibende Ums&auml;tze ein Schaden von circa zw&ouml;lf Millionen Euro pro Woche. Hinzukommen Kosten f&uuml;r den Schienenersatzverkehr, die Unterbringung Betroffener und schlie&szlig;lich die Reparaturma&szlig;nahmen selbst. [&hellip;]<br>\nNach Angaben der Bahn ist es aktuell noch zu fr&uuml;h, eine Schadenssumme, auch nur eine ungef&auml;hre Gr&ouml;&szlig;enordnung, seri&ouml;s zu beziffern. Zudem ist derzeit unklar, wie viel Zeit die Reparaturarbeiten beanspruchen werden. Zun&auml;chst peilte der Konzern eine Zeitspanne von etwa zehn Tagen an. Wie allerdings Stadtarbeiter an der Rastatter Baustelle hinter vorgehaltener Hand berichten, sei ein Tunnelbohrer versch&uuml;tt gegangen. Soll hei&szlig;en: Teile des Tunnel seien eingest&uuml;rzt und die Maschine liege begraben unter Erdmassen. Diese m&uuml;sse nun erst geborgen werden, danach werde man den gesamten Tunnel sichern und erneuern m&uuml;ssen. Dass die Reparaturarbeiten bis Ende des Monats abgeschlossen werden k&ouml;nnen und die Z&uuml;ge noch im August wieder rollen, h&auml;lt hier keiner f&uuml;r realistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/schaubuehne\/333\/der-schienen-gau-4546.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aus Gefolgschaft gegen&uuml;ber den USA l&ouml;sen<\/strong><br>\nIm Interview mit dem SWR hat die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Sahra Wagenknecht, die Bundesregierung aufgefordert, sich aus der &bdquo;Gefolgschaft&ldquo; zu den USA zu l&ouml;sen und weitere Schritte hin zu Abr&uuml;stung und zur &Auml;chtung von Atomwaffen zu unternehmen. Angesichts eines US-Pr&auml;sidenten Trump m&uuml;sse Europa und in Deutschland eine eigenst&auml;ndige Politik betreiben und d&uuml;rfe sich nicht l&auml;nger unterordnen. Trumps Politik sei in einer Welt, die vor Waffen und Atomwaffen starre, au&szlig;erordentlich gef&auml;hrlich.<br>\nVor dem Hintergrund eines drohenden Konflikts zwischen Nordkorea und den USA sagte Sahra Wagenknecht, das j&uuml;ngste Einlenken der nordkoreanischen F&uuml;hrung sei weniger auf die martialischen Drohungen des US-Pr&auml;sidenten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren als auf die Bem&uuml;hungen Chinas. Von einem Triumph f&uuml;r Trump k&ouml;nne jedenfalls keine Rede sein. Die Politik des US-Pr&auml;sidenten heize Konflikte an und destabilisiere die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/aus-gefolgschaft-gegenueber-den-usa-loesen\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Peking und Moskau dringen nach vorl&auml;ufigem Einlenken Kims auf Friedensgespr&auml;che<\/strong><br>\nDas russische Au&szlig;enministerium teilte nach einem Telefongespr&auml;ch zwischen den Au&szlig;enministern Sergej Lawrow und Wang Yi mit, es sei dabei um M&ouml;glichkeiten gegangen, &ldquo;aus der Konfrontationsspirale auf der koreanischen Halbinsel herauszukommen&rdquo;.<br>\nNach den Worten von US-Au&szlig;enminister Rex Tillerson ist Washington &ldquo;weiterhin&rdquo; an einem Dialog mit Nordkorea interessiert. Der Ball befinde sich allerdings in Kims Feld. Tillerson hatte zuvor bereits gemeinsam mit Pentagon-Chef Jim Mattis Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Als Bedingung f&uuml;r Verhandlungen nannte er aber Belege f&uuml;r Nordkoreas guten Willen &ndash; etwa die &ldquo;sofortige Einstellung von Provokationen&rdquo; wie Atomwaffen-, Raketen- und andere R&uuml;stungstests.<br>\nKim erkl&auml;rte am Dienstag, er sehe zun&auml;chst davon ab, Raketen in Richtung von Guam abzufeuern, dem Standort zahlreicher US-Milt&auml;rst&uuml;tzpunkte. Er wolle das Verhalten Washingtons erst &ldquo;noch etwas l&auml;nger beobachten&rdquo;.<br>\nZugleich rief Kim die US-Regierung auf, alle Provokationen gegen sein Land &ldquo;sofort&rdquo; zu stoppen. Andernfalls werde Nordkorea Raketen in Richtung der Insel Guam abfeuern. Die F&uuml;hrung in Pj&ouml;ngjang verlangt von den USA unter anderem, keine gemeinsamen Milit&auml;rman&ouml;ver mit S&uuml;dkorea und Japan in der Konfliktregion zu unternehmen.<br>\nWashington h&auml;lt jedoch an der allj&auml;hrlichen Gro&szlig;&uuml;bung zusammen mit der s&uuml;dkoreanischen Armee ab kommenden Montag fest. Peking und Moskau hatten vorgeschlagen, von gro&szlig; angelegten Milit&auml;rman&ouml;vern vorerst abzusehen.<br>\nKim erkl&auml;rte laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA, zur Entsch&auml;rfung der gespannten Lage und zur Vermeidung eines &ldquo;gef&auml;hrlichen milit&auml;rischen Konflikts&rdquo; m&uuml;ssten die USA als erste &ldquo;eine geeignete Option&rdquo; unterbreiten und darauf Taten folgen lassen.<br>\nPj&ouml;ngjang hat die Milit&auml;rman&ouml;ver in der Vergangenheit immer wieder verurteilt und im Gegenzug f&uuml;r ein Ende der &Uuml;bungen ein Moratorium f&uuml;r weitere Atom- und Raketentests angeboten.<br>\nBeobachter werteten Kims j&uuml;ngste &Auml;u&szlig;erungen als Zeichen der Deeskalation. Auch China sprach von einem &ldquo;Wendepunkt&rdquo; in dem Konflikt. Jetzt sei die Zeit gekommen, um &ldquo;zu Friedensgespr&auml;chen zur&uuml;ckzukehren&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Au&szlig;enministeriums in Peking.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/afp\/Neuigkeiten\/peking-und-moskau-dringen-nach-vorlaeufigem-einlenken-kims-auf-friedensgespraeche\">ARTE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Korea: Dt. Marschflugk&ouml;rper<\/strong><br>\nAngesichts der Kriegsgefahr um die koreanische Halbinsel berichtet die Deutsche Welle &uuml;ber Waffenexporte deutscher Hersteller nach S&uuml;dkorea. Besonders nachgefragt seien Marschflugk&ouml;rper des Typs &bdquo;Taurus&ldquo;, der von einer Tochtergesellschaft der MBDA hergestellt wird, einer der wichtigsten deutschen Firmen f&uuml;r Explosivwaffen mit Sitz in Schrobenhausen nahe Ingolstadt. Die Taurus-Raketen seien darauf spezialisiert, im Tiefflug auch hochentwickelte Luftabwehsysteme zu durchdringen. 177 St&uuml;ck seien schon geliefert und weitere 90 Exemplare zugesagt, so die deutsche Welle.<br>\nDoch auch ansonsten habe sich S&uuml;dkorea im ersten Halbjahr 2016 zum viertgr&ouml;&szlig;ten Kunden der deutschen R&uuml;stungsindustrie (im Ausland) aufgeschwungen: &bdquo;The sales encompass a broad spectrum of weapons systems, including, but not limited to, submarine parts, combat ships, missiles, missile defense systems, rocket parts, components for combat tanks and armored howitzers.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/17\/korea-dt-marschflugkoerper\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge: Hohle Worte<\/strong><br>\nEuropa will Afrika angeblich helfen &ndash; doch anstatt die Ursachen der Massenflucht zu bek&auml;mpfen, zieht man Z&auml;une.<br>\nVor wenigen Tagen gingen an Europas K&uuml;ste, in einer Bucht mit wei&szlig;en Villen und wei&szlig;em Strand, ein paar Urlauber spazieren. Sie trugen Bikinis und bunte Badehosen, h&uuml;pften in die Brandung, planschten im Meer. Die Sonne schien, die Wellen rauschten. Dann kam ein Schlauchboot angeschwemmt, mit afrikanischen Fl&uuml;chtlingen an Bord. Die sprangen aus dem Boot, st&uuml;rzten hastig an den Touristen vorbei, retteten sich an Land. Es sah aus, als st&uuml;rmten sie den Badestrand. Oder als liefen sie um ihr Leben.<br>\nDie Szene ist auf einem Video festgehalten, jemand hat es mit seinem Handy gefilmt und ins Netz gestellt. Seitdem verbreiten sich die verwackelten Bilder tausendfach. Es sind genau die Bilder, die Europas Regierungschefs nicht brauchen k&ouml;nnen. In Italien nicht, wo die meisten Fl&uuml;chtlinge ankommen. Und auch nicht in Deutschland, wo die meisten Fl&uuml;chtlinge hinwollen. In beiden L&auml;ndern m&ouml;chte ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung keine Bootsfl&uuml;chtlinge aus Afrika. In beiden L&auml;ndern wird bald gew&auml;hlt. [&hellip;]<br>\nBislang haben die EU-Staaten ihr Geld vor allem in Projekte gesteckt, die nicht die Gr&uuml;nde f&uuml;r Auswanderung im Blick haben, sondern lediglich Migration erschweren. Z&auml;une wurden gezogen, elektronische Passerkennungssysteme installiert, Patrouillenjeeps gesponsert. Aus europ&auml;ischer Sicht hat das den Grenzschutz gest&auml;rkt. Aus afrikanischer Sicht hat es in manchen Gegenden die Wirtschaft geschw&auml;cht: weil Wanderarbeiter keine Freiz&uuml;gigkeit mehr genie&szlig;en, weil der Handel gehemmt und nun noch mehr geschmuggelt und bestochen wird. Ein Versprechen haben die Europ&auml;er bislang kaum eingel&ouml;st: mehr Menschen einen legalen Weg nach Europa anzubieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/34\/fluechtlinge-fluchtroute-libyen-italien-spanien-afrika-hilfe-europa-abschottung\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Bulgarischer Grenzschutz: Mehr Milit&auml;r und &ldquo;notfalls Waffengewalt&rdquo;<\/strong><br>\nBulgarien will seine Grenze zur T&uuml;rkei mit weiteren Truppen in Kompaniest&auml;rke gegen illegale Migranten absichern. Verteidigungsminister Karakatschanow will die EU-Au&szlig;engrenze au&szlig;erdem &ldquo;notfalls mit Waffengewalt&rdquo; verteidigen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/bulgarien-grenze-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&uuml;rkisches Milit&auml;r f&uuml;r Waldbr&auml;nde im Nordosten verantwortlich<\/strong><br>\nBombardierungen auf kurdische Gebiete vernichten tausende Hektar W&auml;lder. Viele D&ouml;rfer in der Region sind akut gef&auml;hrdet<br>\nAngesichts der Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise &uuml;ber 45 Grad toben derzeit in vielen L&auml;ndern S&uuml;deuropas heftige Waldbr&auml;nde. In der T&uuml;rkei sorgt der Erdogans Milit&auml;r daf&uuml;r, dass die W&auml;lder in den kurdischen Gebieten brennen und raubt damit Mensch und Tier die Lebensgrundlage. Die gleichzeitigen Repressionen gegen die kurdische Bev&ouml;lkerung erinnern an die 1980\/90er Jahre. In der Provinz Tunceli (kurdisch: Dersim) brennen die W&auml;lder. &ldquo;Aus Milit&auml;rhubschraubern wurden Brandbomben und leicht entz&uuml;ndliche Stoffe &uuml;ber die W&auml;lder Dersims abgeworfen. Gro&szlig;e Waldbr&auml;nde sind die Folge, in die die lokale Feuerwehr nicht eingreifen darf&rdquo;, berichtet die t&uuml;rkische Gemeinde. [&hellip;]<br>\nViele D&ouml;rfer in der Region sind akut gef&auml;hrdet. Gleichzeitig hindert das t&uuml;rkische Milit&auml;r die Bewohner mit allen Mitteln daran, die Br&auml;nde zu l&ouml;schen. Staatliche L&ouml;schfahrzeuge oder L&ouml;schflugzeuge werden erst recht nicht eingesetzt und internationale Hilfe, etwa durch Nato-Partner, ist auch nicht in Sicht, da die T&uuml;rkei bewusst keine Unterst&uuml;tzung anfordert. Die t&uuml;rkische Regierung rechtfertigt alle ihre Ma&szlig;nahmen mit &ldquo;Terrorbek&auml;mpfung&rdquo; und nimmt dabei offensichtlich auch die Zerst&ouml;rung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt mit ihren mehr als 400 endemischen Arten in Kauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkisches-Militaer-fuer-Waldbraende-im-Nordosten-verantwortlich-3806581.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>The Story of Charlottesville Was Written in Blood in the Ukraine<\/strong><br>\nWhat I find interesting about the current discussion around what many are referring to as the emboldening of the radical white supremacist right is how easy it is to mobilize opposition against the crude and overt white supremacists we saw in Charlottesville. So easy, in fact, that it&rsquo;s really a distraction from the more difficult and dangerous work that needs to be done to confront the real right-wing power brokers.<br>\nThe white supremacy that some of us see as more insidious is not reflected in the simple, stereotypical images of the angry, Nazi-saluting alt-righter or even Donald Trump. Instead, it is the normalized and thus invisible white supremacist ideology inculcated into cultural and educational institutions and the policies that stem from those ideas. That process doesn&rsquo;t just produce the storm troopers of the armed and crazed radical right but also such covert true believers as Robert Ruben from Goldman Sachs, Hillary Clinton, Barack Obama, Tony Blair and Nancy Pelosi &ndash; &ldquo;decent&rdquo; individuals who have never questioned for a moment the superiority of Western civilization, who believe completely in the White West&rsquo;s right and responsibility to determine which nations should have sovereignty and who should be the leaders of &ldquo;lesser&rdquo; nations. And who believe that there is no alternative to the wonders of global capitalism even if it means that billions of human beings are consigned permanently to what Fanon called the &ldquo;zone of non-being.&rdquo;<br>\nThis is the white supremacy that I am concerned with. And while I recognize the danger of the violent right-wing movement, I am more concerned with the right-wing policies that are being enacted into law and policy by both Democrats and Republicans at every level of government.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2017\/08\/17\/the-story-of-charlottesville-was-written-in-blood-in-the-ukraine\/\">Counterpunch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Zurzeit besch&auml;ftigen mich die Aussagen und Haltungen rund um Charlottesville. Im Begriff, &lsquo;OurRevolution&rsquo; einen Leserbrief zu schreiben, bin ich auf diesen Artikel von Ajamu Baraka aufmerksam geworden, in dem er im Kern auch meine Gedanken zum Ausdruck bringt. Dem gewohnten und relativ leicht nachzuvollziehendem Ritual, dass individuelle und gesellschaftliche Protestpotential auf die Alt-Right, white-supremacists oder Nazis zu konzentrieren (hier w&uuml;rde man noch um die Pegida-Bewegung erg&auml;nzen) bewegt den Fokus vom eigentlichen &Uuml;bel weg &ndash; dem neoliberalen Extremismus. Baraka nennt dies eine &lsquo;global structure&rsquo; einer &lsquo;white supremacist Pan-European, colonial\/capitalist patriarchy&rsquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trumps Stabschef John F. Kelly General Frust<\/strong><br>\nEr sollte Trump b&auml;ndigen. Doch nach zwei Wochen im Amt ist Stabschef Kelly schon ern&uuml;chtert. Der Streit mit Nordkorea und die Reaktionen auf Charlottesville haben dem General gezeigt, wie wenig er bei seinem Chef ausrichten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-und-sein-stabschef-john-f-kelly-general-frust-a-1163242.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die deutschen Mainstreammedien kennen nach wie vor nur ein Thema: Trump, Trump, Trump und Trump. Nur ganz nebenbei, in sechs Wochen ist Bundestagswahl. Von Wahlkampf, von einer kontroversen Debatte politischer Themen ist weit und breit nichts zu bemerken. Ist das gezielte Wahlhilfe f&uuml;r Merkel wenn von allen anderen Themen abgelenkt wird? Und in sechs Wochen ist Merkel wieder Bundeskanzlerin und keiner hat es gemerkt und keiner will es gewesen sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brasiliens Staatsstreich von Rechtsau&szlig;en &ndash; der letzte Akt<\/strong><br>\nDilma Rousseff wurde gest&uuml;rzt und die korruptesten Figuren des Kapitals eingesetzt &ndash; an deren Spitze die Oligarchensch&ouml;pfung Michel Temer &ndash;, um das brasilianische Politestablishment vor Korruptionsuntersuchungen zu sch&uuml;tzen und den Interessen der heimischen Plutokraten sowie der internationalen Finanz zu dienen. Die Hoffnungen des letzten Jahrzehnts von Hunderten Millionen Menschen wurde von den Dieben und L&uuml;gnern der herrschenden Klasse niedergetrampelt und ausgel&ouml;scht &ndash; meint Glenn Greenwald.<br>\nTranslated by Jakob Reimann for JusticeNow! and Die Freiheitsliebe with permission from The Intercept.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/brasiliens-staatsstreich-von-rechtsaussen-der-letzte-akt\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tod eines Offizieranw&auml;rters: Erstes Obduktionsergebnis &amp; neue Einzelheiten<\/strong><br>\nNach dem Tod eines Offizieranw&auml;rters in Munster, der nach einem Marsch am 19. Juli zusammengebrochen war, gibt es ein erstes Obduktionsergebnis: Todesursache war letztlich eine Blutvergiftung (Sepsis), was allerdings die Frage offen l&auml;sst, was die Ursache f&uuml;r den Zusammenbruch und diese Blutvergiftung war. Dar&uuml;ber hinaus wurden am (heutigen) Donnerstag weitere Einzelheiten der Vorg&auml;nge im Juli bekannt &ndash; unter anderem, dass die Offizieranw&auml;rter k&ouml;perlich st&auml;rker beansprucht wurden als bisher bekannt. Dabei ging es anscheinend auch um Strafma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/08\/tod-eines-offizieranwaerters-obduktionsergebnis\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr Mitte! Wie bitte?<\/strong><br>\nIn den letzten Monaten tauchte ein Begriff wieder vermehrt in politischen Diskussionen auf, der im Zuge der Verteilungsdebatten der letzten Jahre eher in den Hintergrund getreten ist: der Begriff der &bdquo;Mitte&ldquo;. Mehr oder weniger jede politische Partei in &Ouml;sterreich reklamiert f&uuml;r sich, die Interessen der Mitte zu vertreten. Doch wer ist eigentlich diese &bdquo;Mitte&ldquo; und wie l&auml;sst sich progressive Politik in ihrem Namen machen? (&hellip;)<br>\nIm gesellschaftlichen Diskurs wird die &bdquo;Mitte&ldquo; meist als sehr positiv aufgeladener Begriff verwendet. Sie ist, wie es der deutsche Soziologe Berthold Vogel ausdr&uuml;ckt, ein &bdquo;Produkt normativer Ordnungsvorstellungen&ldquo;. Das hei&szlig;t, dass die Mitte mit ganz spezifischen Vorstellungen von Gesellschaft verbunden ist. Man verbindet mit ihr etwa die Vorstellungen einer &bdquo;integrierten Gesellschaft&ldquo;, einer &bdquo;Wohlstandsgesellschaft&ldquo; oder einer &bdquo;Aufstiegsgesellschaft&ldquo;. (&hellip;)<br>\nAuch in Zeiten zunehmender sozialer Ungleichheit wirken diese Vorstellungen weiter nach. Die Mitte wirkt als eine Art Sehnsuchtsprojekt, zu dem jeder und jede geh&ouml;ren will: Die &Auml;rmeren, weil sie nicht ganz unten in der Gesellschaft stehen wollen, die Reicheren, weil sie dadurch ihre privilegierte Stellung in der Gesellschaft verstecken k&ouml;nnen. Dies zeigt sich sehr gut bei der sozialen Selbsteinsch&auml;tzung der &Ouml;sterreicherInnen: Rund 70 Prozent gaben bei der bislang gr&ouml;&szlig;ten Befragung zum Verm&ouml;gen der &Ouml;NB &ndash; dem Household Finance and Consumption Survey &ndash;an, dass sie sich eher in der Mitte der Gesellschaft einordnen w&uuml;rden. Dabei untersch&auml;tzten sich die Reichsten um einiges st&auml;rker, als sich die &Auml;rmsten &uuml;bersch&auml;tzten.<br>\nDies offenbart einerseits, wie wirkungsm&auml;chtig das Konzept der Mitte in &Ouml;sterreich weiterhin ist, andererseits aber auch, wie diffus die gesellschaftliche Einsch&auml;tzung dar&uuml;ber ist, wer zur Mitte geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/mehr-mitte-wie-bitte\/#more-17883\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Beitrag k&ouml;nnte ohne gro&szlig;e Probleme auf Deutschland &uuml;bertragen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Absurdes Wahlsystem<\/strong><br>\nSeit mehreren Wochen stellt sich das demoskopische Feuilleton eine Frage: Reicht es f&uuml;r Schwarz-Gelb oder nicht? Mehrheit &ndash; ja oder nein? Alles war zuletzt dabei: Vom Jubelruf des b&uuml;rgerlichen Lagers, weil es wom&ouml;glich doch reicht &ndash; bis hin zum Abgesang, weil man doch denkbar knapp daran scheitert. Dabei ist dieses analytische Spielchen mit der eventuellen Mehrheit irgendwo zwischen Euphemismus und Fatalismus angesiedelt. Denn Mehrheit im Sinne von mehrheitlich ist damit nicht gemeint &ndash; dass man trotzdem so tut, einfach &uuml;ber die fehlende Wahlmoral &ndash; oder besser -bereitschaft &ndash; hinweggeht, zeigt auch, dass man Mehrheiten heute durchaus als Minderheitenvotum toleriert.<br>\nDer ARD-Deutschlandtrend kennt auch eine Mehrheit: Die H&auml;lfte aller Bundesb&uuml;rger wolle n&auml;mlich eine unionsgef&uuml;hrte Regierung. Das Problem an dieser Einsch&auml;tzung ist allerdings, dass der Deutschlandtrend etwas verwechselt: Er erkl&auml;rt die Mitwirkenden an dieser Sonntagsfrage gleich zu allen Bundesb&uuml;rgern. Repr&auml;sentativ nennt man dieses Prinzip. Aber ungef&auml;hr 30 Prozent aller Wahlberechtigten gehen gar nicht erst ins Wahllokal. Wenn man sich so ansieht, mit welchem Elan in diesem Jahr Wahlkampf bestritten wird, muss man fast f&uuml;rchten: Es werden noch mehr Abstinenzler. Wie kann man da also nur behaupten, dass die halbe Republik weiterhin von der Union regiert werden will, wenn doch offenbar fast ein Drittel von gar niemanden mehr regiert werden will?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1060867.absurdes-wahlsystem.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Linke hat sich selbst zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDonald Trumps Sieg hat meine linksliberalen Gesinnungsgenossen endlich aufger&uuml;ttelt. Sie netzwerken, marschieren, nehmen an B&uuml;rgerversammlungen teil. Da wird hitzig dar&uuml;ber diskutiert, wie man 2020 das Weisse Haus und vielleicht zuvor schon das Parlament zur&uuml;ckerobern k&ouml;nnte.<br>\nAber unsere Hoffnungen sind uns meilenweit voraus &ndash; und das ist gef&auml;hrlich. Es ist an der Zeit zuzugeben, dass der amerikanische Linksliberalismus in einer tiefen Krise steckt: einer Krise der Phantasie und der Ambition seinerseits, einer Krise der Verbundenheit und des Vertrauens seitens der breiteren &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDie Frage lautet: Warum? Warum sind gerade diejenigen, die behaupten, f&uuml;r den grossen amerikanischen Demos zu sprechen, so gleichg&uuml;ltig, wenn es darum geht, an dessen Gef&uuml;hle zu r&uuml;hren und sein Vertrauen zu gewinnen? Warum haben die Linksliberalen im Wettbewerb um eine amerikanische Vision einfach aufgegeben? [&hellip;]<br>\nDer Sozialismus hatte f&uuml;r individuelle Anerkennung keine Zeit gehabt. Im Sturmschritt der Revolution entgegenpreschend, teilte man die Welt schlicht in ausbeuterische Kapitalisten und ausgebeutete Arbeiter auf. Die Linksliberalen des New Deal interessierte individuelle Identit&auml;t genauso wenig; sie dachten und sprachen im Namen von Gleichberechtigung und gleichem sozialem Schutz f&uuml;r alle. Sogar die Gruppen, die in den 1950er und 1960er Jahren mit einem Identit&auml;tsanspruch antraten &ndash; Afroamerikaner, Frauen, Homosexuelle &ndash;, appellierten an uns als Mitmenschen und Mitb&uuml;rger und beriefen sich nicht auf ihr Anderssein. Sie versuchten, die Menschen zu einen, und nicht, sie gegeneinander auszuspielen.<br>\nDas klassische demokratische Konzept, Menschen unterschiedlichster Herkunft hinter ein einziges gemeinsames Anliegen zu scharen, ist einer Pseudopolitik gewichen, die sich in Selbstbespiegelung und Selbstbehauptung ersch&ouml;pft. Und was diese Tendenz am Leben h&auml;lt, ist die Tatsache, dass sie an den Colleges und Universit&auml;ten kultiviert wird, wo die linksliberale Elite ihre Ausbildung erh&auml;lt. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/identitaetspolitik-die-linke-hat-sich-selbst-zerstoert-ld.1311079\">Mark Lilla in der NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studie: Mehrarbeit lohnt sich oft nur f&uuml;r Gutverdiener<\/strong><br>\nDie Lohnerh&ouml;hung hat netto nichts gebracht? Das Problem kennen viele &ndash; vor allem aber Leute, die ohnehin ein schmales Einkommen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/bertelsmann-mehrarbeit-lohnt-sich-nicht-fuer-geringverdiener-a-1163243.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn die Bertelsmann Stiftung als gr&ouml;&szlig;ter und einflussreichster neoliberaler Think Tank wieder mit einer &ldquo;Studie&rdquo; kommt, hei&szlig;t es aufpassen. Gerade die Bertelsmann Stiftung war wesentlich an der Ausgestaltung der Agenda 2010 mitbeteiligt, die eben dazu gef&uuml;hrt hat, dass es in Deutschland &ldquo;einen der besten Niedriglohnsektoren &hellip; in Europa gibt&ldquo;. Dies nun zu beklagen ist zynisch. Zudem ist die Frage, ob das Eintreten f&uuml;r Menschen aus dem Niedriglohnbereich nicht nur Vorwand ist um Steuersenkungen zu propagieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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