{"id":39694,"date":"2017-08-18T16:34:21","date_gmt":"2017-08-18T14:34:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694"},"modified":"2017-08-18T16:34:21","modified_gmt":"2017-08-18T14:34:21","slug":"hinweise-des-tages-ii-308","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h01\">Wir haben Fragen zum Google-Wahlkampfgeschenk an die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h02\">&bdquo;Das ist wirklich ein Trauerspiel&ldquo; &ndash; Sahra Wagenknecht nimmt sich Martin Schulz vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h03\">75. Geburtstag von Friede Springer &ndash; &bdquo;Daf&uuml;r danke ich dem lieben Gott!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h04\">Gehalt von Air-Berlin-Chef abgesichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h05\">Neoliberalism: the idea that swallowed the world<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h06\">Unsere Kinder sind kein Wirtschaftsfaktor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h07\">Der Mindestlohn bringt ein bisschen mehr Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h08\">Scheinselbstst&auml;ndigkeit &ndash; Bundestag muss 3,5 Millionen Euro nachzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h09\">Minamata-Konvention: Weltweiter Kampf gegen hochgiftiges Quecksilber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h10\">Chaos am D&uuml;sseldorfer Flughafen: Der gro&szlig;e Stau vor dem Abflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h11\">Noch keine Atombombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h12\">Kampf um die Arktis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h13\">Trumps Pressekonferenz: Lehrstunde in Nazi-Verharmlosung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h14\">Trumps wei&szlig;es Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h15\">Fl&uuml;chtlinge in Niger: Endstation T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h16\">Berlin und Paris wollen Milit&auml;r in Sahelzone aufr&uuml;sten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h17\">&bdquo;Noch zwei, drei Anschl&auml;ge. Das mobilisiert unsere W&auml;hler&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h18\">zu guter Letzt: Trump erf&uuml;llt sein Wahlversprechen und bringe den Nahen Osten zusammen &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir haben Fragen zum Google-Wahlkampfgeschenk an die Kanzlerin<\/strong><br>\nAlle sind gl&uuml;cklich mit dem tollen und frischen Auftritt der Kanzlerin bei den Youtubern. Bekommen jetzt alle Parteien eine kostenlose Wahlkampfunterst&uuml;tzung von Google &amp; Co?<br>\nWas f&uuml;r ein sch&ouml;ner PR-Termin. Die Kanzlerin kann sich auf allen Kan&auml;len jung und modern zeigen. Sie kann die sonst schwer zu fassende Zielgruppe der Jugendlichen erreichen, ohne sich kritischen Fragen stellen zu m&uuml;ssen. Das Youtube-Netzwerk Studio71, das ProSiebenSat1 geh&ouml;rt, kann einige seiner sogenannten Influencer noch besser am Markt platzieren und ihren Marktwert erh&ouml;hen. Immerhin sind sie ja so relevant, dass die Kanzlerin mit ihnen reden m&ouml;chte.<br>\nDie CDU hat keine Arbeit mit diesem medienwirksamen Wahlkampftermin. Alles ist perfekt organisiert vom Bundeskanzleramt. Die CDU hat exklusiv eine sch&ouml;ne Wahlkampfm&ouml;glichkeit, denn andere Politiker oder Herausforderer sind bislang in diesem Format nicht vorgesehen. Google kann Youtube als m&ouml;gliche Plattform f&uuml;r politische Debatte pr&auml;sentieren und nutzt f&uuml;r die Bewerbung sogar einen prominenten Textlink auf der eigenen Startseite. Die ist &ndash; durch das Monopol im Suchmaschinenmarkt &ndash; eine der meistbesuchten Webseiten in Deutschland. Da ist es schon fast etwas peinlich, dass nur wenige Menschen den Livestream verfolgt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/wir-haben-fragen-zum-google-wahlkampfgeschenk-an-die-kanzlerin\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>passend dazu: 1,1 Millionen YouTube-Views gegen 38.000 bei Facebook-Live: Merkel kanzlert Gabriel im Webduell ab<\/strong><br>\nDer bislang lahmende Online-Wahlkampf feierte am gestrigen Mittwoch endlich einen ersten H&ouml;hepunkt. Am Mittag stellte sich die Kanzlerin den Fragen von vier YouTubern, und am Nachmittag gab Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel Buzzfeed ein Interview via Facebook-Live. Bei einem Vergleich der Zuschauerzahlen liegt Angela Merkel jedoch meilenweit vor dem SPD-Politiker, was wohl auch der massiven Unterst&uuml;tzung durch Google geschuldet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/17\/11-millionen-youtube-views-gegen-38-000-bei-facebook-live-merkel-kanzlert-gabriel-im-webduell-ab\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Rolle der digitalen Medien im Wahlkampf und der damit verbundenen Macht der Gro&szlig;konzerne aus dem Silicon Valley, wird uns als Thema noch begleiten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass &bdquo;klassische Format&ldquo; im Grunde nur noch von der &auml;lteren Generation wahrgenommen werden. Das gro&szlig;e Sommerinterview im ZDF mit Martin Schulz wurde zwar von 3,7 Millionen Menschen eingeschaltet &ndash; darunter waren jedoch nur 96.000 Zuschauer unter 49 Jahren!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Das ist wirklich ein Trauerspiel&ldquo; &ndash; Sahra Wagenknecht nimmt sich Martin Schulz vor<\/strong><br>\nIst der Wahlkampf schon gelaufen? Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, sagt Nein. Mit scharfen Attacken auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verbindet sie die Forderungen, den Sozialstaat wiederherzustellen, Kungelei mit der Wirtschaft zu unterbinden, Abr&uuml;stung statt Aufr&uuml;stung zu betreiben und wieder enger mit Russland zusammenzuarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/938361\/sahra-wagenknecht-nimmt-sich-martin-schulz-vor\">Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>75. GEBURTSTAG VON FRIEDE SPRINGER &ndash; &bdquo;Daf&uuml;r danke ich dem lieben Gott!&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;75 Jahre alt zu werden ist kein Verdienst, ich hatte viel Gl&uuml;ck im Leben. Aber auch Trauer, ungl&uuml;ckliche Tage, Krankheit und schlechte Tage. Aber immer hatte ich treue Freunde, die mir zur Seite standen. Daf&uuml;r danke ich dem lieben Gott.&ldquo; (Friede Springer)<br>\nViele dieser treuen Freunde waren unter den 250 G&auml;sten, die am Dienstag im Journalisten-Club des Berliner Verlagshauses feierten: den 75. Geburtstag von Friede Springer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/unterhaltung\/leute\/friede-springer\/feiert-ihren-75-geburtstag-52870250.bild.html\">BILD<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170818-Springer.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Oh wie sch&ouml;n. Ein St&auml;ndchen f&uuml;r die Oligarchin &ndash; von Gauck, Schwarzer und Merkel (fast) Hand in Hand. So wird Macht gemacht!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gehalt von Air-Berlin-Chef abgesichert<\/strong><br>\nTrotz der Insolvenz muss sich Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann keine Sorgen um sein Gehalt machen. Das ist durch eine Bankgarantie abgesichert.<br>\nDie Gl&auml;ubiger von Air Berlin m&uuml;ssen nach dem Insolvenzantrag um ihr Geld bangen. Der Chef der Fluggesellschaft, Thomas Winkelmann, hat diese Sorge nicht. Zur Absicherung der Verpflichtungen aus seinem bis Januar 2021 laufenden Vertrag gibt es eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro. Darauf hat der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Michael Kunert, am Mittwoch hingewiesen.<br>\nWinkelmann hat laut dem j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftsbericht f&uuml;r den Fall einer ordentlichen K&uuml;ndigung Anspruch auf sein vertragliches Grundgehalt. Es liegt bei 950.000 Euro im Jahr und kann sich durch Boni verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/air-berlin-insolvenz-gehalt-von-thomas-winkelmann-abgesichert-a-1163201.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Beger:<\/strong> Dazu muss man wisen, dass Winkelmann ein &bdquo;Lufthansa-Mann&ldquo; ist, bei dem ohnehin schon gemunkelt wurde, dass er Air Berlin f&uuml;r eine m&ouml;glichst g&uuml;nstige &Uuml;bernahme durch die Lufthansa vorbereiten soll. Warten wir mal ab, wie &bdquo;gesichert&ldquo; die Geh&auml;lter der &uuml;brigen Mitarbeiter sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39663\">Air-Berlin-Insolvenz &ndash; was wird da hinter den Kulissen gemauschelt?<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neoliberalism: the idea that swallowed the world<\/strong><br>\nThe word has become a rhetorical weapon, but it properly names the reigning ideology of our era &ndash; one that venerates the logic of the market and strips away the things that make us human.<br>\nLast summer, researchers at the International Monetary Fund settled a long and bitter debate over &ldquo;neoliberalism&rdquo;: they admitted it exists. Three senior economists at the IMF, an organisation not known for its incaution, published a paper questioning the benefits of neoliberalism. In so doing, they helped put to rest the idea that the word is nothing more than a political slur, or a term without any analytic power. The paper gently called out a &ldquo;neoliberal agenda&rdquo; for pushing deregulation on economies around the world, for forcing open national markets to trade and capital, and for demanding that governments shrink themselves via austerity or privatisation. The authors cited statistical evidence for the spread of neoliberal policies since 1980, and their correlation with anaemic growth, boom-and-bust cycles and inequality.<br>\nNeoliberalism is an old term, dating back to the 1930s, but it has been revived as a way of describing our current politics &ndash; or more precisely, the range of thought allowed by our politics. In the aftermath of the 2008 financial crisis, it was a way of assigning responsibility for the debacle, not to a political party per se, but to an establishment that had conceded its authority to the market. For the Democrats in the US and Labour in the UK, this concession was depicted as a grotesque betrayal of principle. Bill Clinton and Tony Blair, it was said, had abandoned the left&rsquo;s traditional commitments, especially to workers, in favour of a global financial elite and the self-serving policies that enriched them; and in doing so, had enabled a sickening rise in inequality.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/news\/2017\/aug\/18\/neoliberalism-the-idea-that-changed-the-world\">Stephen Metcalf im Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unsere Kinder sind kein Wirtschaftsfaktor<\/strong><br>\nWir haben uns schon viel zu sehr an die misanthropische Haltung gew&ouml;hnt, nach der der Mensch dem Gedeihen der &bdquo;Wirtschaft&ldquo; zu dienen habe. Aber es ist ganz und gar nicht in Ordnung, dass die FAZ mit einem St&uuml;ck zur Bildungspolitik ihren Wirtschaftsteil aufmacht und die Chefkorrespondentin f&uuml;r Wirtschaftspolitik in der Welt &uuml;ber Bildungspolitik schreibt, als h&auml;tte diese keine anderen Ziele als Bed&uuml;rfnisse der Unternehmen zu errf&uuml;llen.<br>\nWenn das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Arbeitgeber-PR-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) dar&uuml;ber schreibt, was aus Arbeitgebersicht in der Bildungspolitik gut l&auml;uft, und was nicht, dann ist das legitim. Wenn eine gro&szlig;e &uuml;berregionale Zeitung wie die Welt deshalb so tut, als sei Bildungspolitik eine Unterabteilung der Wirtschaftspolitik, und diese Forderungen unkritisch &uuml;bernimmt und propagiert, ohne jeden  Perspektivwechsel zu den Zielen der Menschen und m&ouml;glichen Zielkonflikten, dann ist das deutlich weniger legitim. Es sei den, die Zeitung versteht sich als Sachwalterin der Interessen der Arbeitgeber, und nicht der Leser oder der B&uuml;rger des Landes. Dann sollten die Leser das wissen.<br>\nAuch f&uuml;r die Frankfurter Allgemeine ist offenbar &bdquo;Die Bildungspolitik verfehlt ihre Ziele&ldquo; selbstverst&auml;ndlich ein Wirtschaftsthema, das von einem Wirtschaftsredakteur im Wirtschaftsteil zu behandeln ist. Auch die FAZ referiert kritiklos-wohlwollend Forderungen von IW und INSM, ohne jede Andeutung, dass die Bildungspolitik auch noch andere Ziele haben k&ouml;nnte, als beide Elternteile f&uuml;r Erwerbsarbeit frei zu machen und Arbeitskr&auml;fte heranzuziehen, die passend ausgebildet und sozialisiert sind. Auch dass Bildungsministerin Wanka die Digitalisierung der Schulen im Zeitplan sieht, ist f&uuml;r die FAZ ein Thema f&uuml;r den Wirtschaftsteil. Die n&auml;chste Bundesregierung sollte zur Vermeidung unn&ouml;tiger Reibungsverluste das Bildungsministerium dem Wirtschaftsministerium zuschlagen &ndash; und die Bundesl&auml;nder sollten ebenso verfahren.<br>\nDoch halt: Immerhin f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung ist Bildungspolitik noch etwas f&uuml;r das Politikressort. Es gibt noch Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/875-bildung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Mindestlohn bringt ein bisschen mehr Gerechtigkeit<\/strong><br>\nIn Niedriglohnbranchen n&auml;hern sich die Einkommen an. Weil mit dem Gehalt aber auch die Anforderungen steigen, gibt es immer gr&ouml;&szlig;ere Probleme bei der Besetzung einfacher Stellen. Und die Bew&auml;hrungsprobe steht noch aus.<br>\nDie Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns hat Auswirkung auf das Tarifgef&uuml;ge in Deutschland. Wie Berechnungen des Statistischen Bundesamts zeigen, ist der Unterschied zwischen hohen und niedrigen L&ouml;hnen seit 2014 in einigen Branchen deutlich geschrumpft. Das gilt vor allem f&uuml;r Wirtschaftszweige, in denen zuvor teilweise Stundenl&ouml;hne von weniger als 8,50 Euro &uuml;blich waren.<br>\nAm st&auml;rksten wurden die Geh&auml;lter im Gastgewerbe gestaucht, wo die Differenz zwischen Gut- und Niedrigverdienern um mehr als sieben Prozent zur&uuml;ckging. Zumal es in diesem Wirtschaftsbereich zuvor Tarifgruppen gegeben hatte, in denen niedrigere Stundenl&ouml;hne gezahlt wurden. [&hellip;]<br>\nDie gesetzliche Lohnuntergrenze hat aber nicht nur die Geh&auml;lter der direkt Betroffenen nach oben gedr&uuml;ckt, sondern auch die dar&uuml;ber liegenden Lohngruppen steigen lassen. Dass sich die Lohnunterschiede verringert haben, sei ein positiver Effekt, sagt Arbeitsmarktexperte Weber. Weil die Arbeitgeber h&ouml;here L&ouml;hne zahlen m&uuml;ssten, stellten sie nun auch h&ouml;here Anforderungen an die Arbeitnehmer. &bdquo;Die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns hat die Art der Jobs ver&auml;ndert: Sie sind jetzt langfristiger orientiert und anspruchsvoller&ldquo;, sagt Weber: &bdquo;Der Mindestlohn unterst&uuml;tzt somit eine st&auml;rkere Produktivit&auml;tsentwicklung, die zuvor durch die Aufbl&auml;hung des Niedriglohnsektors gelitten hatte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article167747179\/Der-Mindestlohn-bringt-ein-bisschen-mehr-Gerechtigkeit.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die unglaubliche Arbeitgeberpropagandistin Dorothea Siems, die ja wieder und wieder vor dem Mindestlohn als Arbeitsplatzvernichter und marktwirtschaftsfremd gewarnt hat (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article125899936\/Diesen-Mindestlohn-wird-Deutschland-teuer-bezahlen.html\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article151735467\/Gefaehrliches-Misstrauen-der-Deutschen-in-die-Marktwirtschaft.html\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article149831853\/Fluechtlingen-hilft-der-Mindestlohn-nicht.html\">hier<\/a>), scheint ihren Frieden zu schlie&szlig;en, weil die Besch&auml;ftigung nicht gelitten hat, die Produktivit&auml;tsentwicklung steigt und &ndash; man h&ouml;here und staune &ndash; mehr Gerechtigkeit herrscht. Aber nur fast. Hier wird behauptet, der Armuts-Mindestlohn w&uuml;rde die Arbeitgeber zwingen, jetzt so hohe Anforderungen an ihre Arbeitnehmer zu stellen, dass sie keine mehr finden&hellip; mit anderen Worten, von 4 Millionen Arbeitslosen ist fast keiner 8,84 Euro in der Stunde wert. Ich frage mich tats&auml;chlich, wie lange selbst eine wirtschaftsliberale Zeitung wie die WELT dulden kann, dass Millionen unserer Mitmenschen derma&szlig;en beleidigt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Scheinselbstst&auml;ndigkeit &ndash; Bundestag muss 3,5 Millionen Euro nachzahlen<\/strong><br>\nDer Bundestag hat einem Zeitungsbericht zufolge jahrelang Scheinselbstst&auml;ndige besch&auml;ftigt. Ein Sprecher des Parlaments sagte, nach einem Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg w&uuml;rden aber noch Rechtsmittel gepr&uuml;ft. Nach einem Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung wurden f&uuml;r mehr als 100 Mitarbeiter beim Besucherdienst und in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit jahrelang keine Sozialbeitr&auml;ge entrichtet. Die Bundestagverwaltung h&auml;tte deshalb fast 3,5 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeitr&auml;gen an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nachzahlen m&uuml;ssen.<br>\nNach den Erkenntnissen der Pr&uuml;fer der Rentenversicherung h&auml;tte der Bundestag die Mitarbeiter nicht als Freiberufler sondern als Angestellte besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. Dabei handelt es sich um Besucherf&uuml;hrer im Reichstagsgeb&auml;ude wie auch Besucherbetreuer und mobile Arbeitskr&auml;fte, die etwa bei Messen und Wanderausstellungen &uuml;ber die Arbeit des Parlaments informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/scheinselbststaendigkeit-bundestag-muss-3-5-millionen-euro-nachzahlen-28181100\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Minamata-Konvention: Weltweiter Kampf gegen hochgiftiges Quecksilber<\/strong><br>\nQuecksilber ist hochgiftig, kann zu schwersten Gesundheitssch&auml;den wie L&auml;hmungen, Missbildungen, Nervensch&auml;den, sogar zum Tod f&uuml;hren. Weltweit soll der Aussto&szlig; des Schwermetalls nun mit einem v&ouml;lkerrechtlichen Vertrag einged&auml;mmt werden &ndash; der Minamata-Konvention. 128 Staaten haben sie unterzeichnet.<br>\nWie gef&auml;hrlich Quecksilber ist, wurde in den 50er Jahren in der japanischen Hafenstadt Minamata deutlich. Ein Chemiekonzern hatte dort quecksilberhaltiges Wasser ins Meer geleitet. Tausende Menschen und Tiere wurden mit dem Schwermetall vergiftet. Bis zu 3000 Menschen starben.<br>\nJacob Duer ist beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen der Hauptkoordinator der nun in Kraft getretenen, nach der Stadt Minamata benannten Konvention. Er beschreibt die Gef&auml;hrlichkeit von Quecksilber. &ldquo;Es hat eine sehr negative und giftige Wirkung auf das Nervensystem, es kann einen Einfluss auf das Verdauungs- und das Immunsystem haben und in gr&ouml;&szlig;eren Mengen auch auf Lungen, Nieren, Haut und Augen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Quecksilber eingestuft als eine der zehn giftigsten Chemikalien mit Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/minamata-konvention-weltweiter-kampf-gegen-hochgiftiges.697.de.html?dram:article_id=393565\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Chaos am D&uuml;sseldorfer Flughafen: Der gro&szlig;e Stau vor dem Abflug<\/strong><br>\nLange Warteschlangen, gestresste Besch&auml;ftigte: Deutschlands drittgr&ouml;&szlig;ter Flughafen hat zu wenig Personal an seinen Sicherheitsschleusen. Endlose Schlangen vor den Sicherheitsschleusen, wegen &Uuml;berf&uuml;llung geschlossene Flugsteige, genervte Flugg&auml;ste, &uuml;berarbeitete Kontrolleure, verpasste Fl&uuml;ge: Am D&uuml;sseldorfer Flughafen herrscht derzeit Chaos. Jetzt schl&auml;gt das Sicherheitspersonal Alarm. &bdquo;Ein fehlerfreies Arbeiten k&ouml;nnen die Besch&auml;ftigten unter diesen Umst&auml;nden nicht mehr garantieren&ldquo;, warnt Verdi-Sekret&auml;r &Ouml;zay Tarim. &bdquo;In einem so hochsensiblen Bereich ist das ein Sicherheitsrisiko.&ldquo;<br>\nAls Colin Sch&auml;fer am Samstagmorgen zum D&uuml;sseldorfer Flughafen kam, staunte er nicht schlecht. &bdquo;Das habe ich noch nie erlebt&ldquo;, sagt der 42-J&auml;hrige. Aus gesch&auml;ftlichen Gr&uuml;nden fliege er h&auml;ufig, aber das sei &bdquo;wirklich einmalig&ldquo; gewesen. Auf einem Foto, das Sch&auml;fer mit seinem Handy gemacht hat, sind die riesigen Schlangen vor den gerade mal zwei ge&ouml;ffneten Sicherheitsschleusen zu sehen. [&hellip;]<br>\nSchon zu Beginn der nordrhein-westf&auml;lischen Schulferien hatte die Dienstleistungsgwerkschaft Verdi eindringlich auf die dramatischen Personalengp&auml;sse an den Sicherheitsschleusen hingewiesen. Doch auch einen Monat sp&auml;ter hat sich die Situation an Deutschlands drittgr&ouml;&szlig;ten Flughafen nicht entspannt.<br>\nWie bundesweit ist auch in D&uuml;sseldorf die Fluggastkon&shy;trol&shy;le in den 1990er Jahren privatisiert worden. Es handelt sich zwar nach wie vor hoheitliche Sicherheitsaufgabe des Staates, die in der Verantwortung der Bundespolizei liegt. Doch mit der praktischen Umsetzung kann sie private Sicherheitsunternehmen beauftragen, im D&uuml;sseldorfer Fall die Firma K&ouml;tter Aviation Security SE &amp; Co. KG. Die Bundespolizei fordert von dort das Personal an, was sie f&uuml;r n&ouml;tig h&auml;lt, um das Passagieraufkommen zu bew&auml;ltigen. Das Problem sind jedoch die langen Vorplanungen. So sorgen seit Jahren schon nicht nur in D&uuml;sseldorf Fehlkalkulationen f&uuml;r fatale Engp&auml;sse.<br>\nRund 400 Besch&auml;ftigte sind derzeit f&uuml;r K&ouml;tter am D&uuml;sseldorfer Flughafen einsatzbereit. &bdquo;Das sind etwa 70 Kr&auml;fte zu wenig&ldquo;, rechnet Gewerkschaftssekret&auml;r Tarim vor. Statt der empfohlenen Standzeit von zwei Stunden w&uuml;rden die Mitarbeiter deshalb im Akkord bis zu sechs Stunden durchkontrollieren &ndash; und das reicht in den Sto&szlig;zeiten trotzdem nicht. &bdquo;Das geht auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Mitarbeiter&ldquo;, &auml;rgert sich Tarim. Schon jetzt l&auml;ge der Krankenstand bei 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Chaos-am-Duesseldorfer-Flughafen\/!5440007\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wo man in Deutschland hinschaut &ndash; in diesem Fall ein besonders sicherheitsrelevanter Bereich, aber auch in Pflegeheimen und Krankenh&auml;usern, in der Schule und in den Kinderg&auml;rten -, &uuml;berall Austerit&auml;t, Personaleinsparungen und Niedrigl&ouml;hne. Und dann wird bei minimalen Lohnerh&ouml;hungen weiter vor dem &ldquo;Verlust der Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft&rdquo; gewarnt und auf der anderen Seite frech behauptet, Deutschland ginge es so gut wie nie, Deutschland  w&auml;re ein Hochlohnland mit guter sozialer Absicherung&hellip;. Warum kommen die Propaganda-Organisationen der Arbeitgeberverb&auml;nde und die Politiker damit durch, wenn doch jeder sieht, wie schlecht es den Menschen und der Infrastruktur geht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Noch keine Atombombe<\/strong><br>\nChinas Regierung reagiert im Handelsstreit mit den USA gelassen. Auch weil die beiden L&auml;nder stark voneinander abh&auml;ngig sind<br>\nW&auml;hrend US-Pr&auml;sident Donald Trump China mit Strafz&ouml;llen droht, zeigen die Zahlen seines Finanzministers wachsende Abh&auml;ngigkeiten zwischen den beiden L&auml;ndern. Seit dem Juni ist demnach die Volksrepublik wieder der gr&ouml;&szlig;te Gl&auml;ubiger der USA. Offenbar haben die chinesischen Beh&ouml;rden den g&uuml;nstigen Wechselkurs genutzt, um sich mit sogenannten Treasuries einzudecken, wie US-Staatsanleihen genannt werden. Das mutma&szlig;en zumindest Beobachter, die die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Demnach h&auml;lt die Volksrepublik 1,147 Billionen US-Dollar und die autonome Region Hongkong, die Bestandteil Chinas ist, aber &uuml;ber eine unabh&auml;ngige W&auml;hrung und Wirtschaftspolitik verf&uuml;gt, weitere 203 Milliarden US-Dollar.<br>\nChina hat den weltweit mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Devisenschatz. Seit Beginn des letzten Jahrzehnts war dieser &shy;drastisch angestiegen und erreichte im ersten Halbjahr 2014 seinen bisherigen H&ouml;chststand von umgerechnet vier Billionen US-Dollar (3,4 Billionen Euro nach derzeitigem Kurs). Danach ging er bis zum Jahresende 2016 auf drei Billionen US-Dollar zur&uuml;ck und ist seitdem wieder leicht angestiegen. Letzteres ist vermutlich die Folge strikterer Kontrollen, die den Abfluss von Kapital aus dem Land in den vergangenen Monaten verringert hat. Anders als zum Beispiel Japan, das seine Devisenreserven von umgerechnet etwa 1,2 Billionen US-Dollar zu gut 90 Prozent in US-Treasuries angelegt hat, hat die Volksrepublik ihren Schatz diversifiziert und h&auml;lt auch viele Euros, Schweizer Franken, japanische Yen und andere W&auml;hrungen wichtiger Handelspartner. Deren Anteil an den chinesischen Reserven hat in den vergangenen Jahren eher zugenommen, w&auml;hrend US-Papiere eher abgesto&szlig;en wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316577.noch-keine-atombombe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kampf um die Arktis<\/strong><br>\nDeutsche Milit&auml;rs betrachten &ouml;konomische Aktivit&auml;ten Chinas in Gr&ouml;nland und Island als urs&auml;chlich f&uuml;r k&uuml;nftige Kriege. Sollte sich die Volksrepublik als &ldquo;raumfremde Gro&szlig;macht&rdquo; in der Arktis &ldquo;festsetzen&rdquo;, werde dies &ldquo;milit&auml;rische Auseinandersetzungen heraufzwingen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer aktuellen offizi&ouml;sen Publikation. Zum Beleg verweist der Autor, ein Reserveoffizier der Bundeswehr, unter anderem auf Bergbauinvestitionen Chinas in Gr&ouml;nland und auf von Beijing vermeintlich verfolgte Pl&auml;ne, dort gezielt chinesische Fachkr&auml;fte anzusiedeln. Die hierin zum Ausdruck kommende &ldquo;ethnische Form der Einflussnahme&rdquo; und das Bekenntnis der Volksrepublik zum Schutz der &ldquo;souver&auml;nen Rechte der indigenen Bev&ouml;lkerung&rdquo; stellten eine &ldquo;Kampfansage an den Westen&rdquo; dar, hei&szlig;t es. In Bezug auf Island kritisiert der Milit&auml;r insbesondere den Bau eines Hafens im Nordosten des Inselstaates, der angeblich von einem chinesischen Unternehmen finanziert werde. Schaffe sich die Volksrepublik auf diese Weise eine &ldquo;regionale Hauptumschlagbasis&rdquo; f&uuml;r die in der Arktis gef&ouml;rderten Rohstoffe, dann sei sie gegen&uuml;ber den &ldquo;europ&auml;isch-atlantischen Anrainern&rdquo; in einer &ldquo;vorteilhaften geopolitischen Ausgangsposition&rdquo;, erkl&auml;rt der Autor, der bereits von einer &ldquo;schleichenden chinesischen Landnahme&rdquo; am Polarkreis spricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59653\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trumps Pressekonferenz: Lehrstunde in Nazi-Verharmlosung<\/strong><br>\nNach dem Attentat in Charlottesville bedient sich Donald Trump der g&auml;ngigen Diskussionstricks der Neonazis. So, wie der amerikanische Pr&auml;sident in seiner Pressekonferenz sprach, wird im Internet schon lange argumentiert. [&hellip;]<br>\nLange vor der US-Wahl entdeckte ich einen damals noch witzigen Tweet. Er lautete: &ldquo;Trump ist, als w&uuml;rde sich die Kommentarspalte im Internet in einen Menschen verwandeln und als Pr&auml;sident kandidieren.&rdquo; Inzwischen ist die Dimension dieses Vergleichs erkennbar.<br>\nDenn bei der Pressekonferenz zu den Ereignissen von Charlottesville verwendete Trump exakt die Kommunikationsmuster, mit denen die &ldquo;Alt Right&rdquo; (ein Euphemismus f&uuml;r Rechtsextremisten und Neonazis) seit langer Zeit im Netz operiert. Nat&uuml;rlich verbergen sich dahinter wiederum oft uralte Diskussionstricks, von altgriechischer Rhetorik bis zu Schopenhauers Eristik. Aber ob als Strategie oder aus einem Gesp&uuml;r heraus: Donald Trump hat die debattengest&auml;hlte Online-Kommunikation der &ldquo;Alt Right&rdquo; in eine Pressekonferenz verwandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/donald-trump-nach-charlottesville-lehrstunde-in-nazi-verharmlosung-kolumne-a-1163074.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trumps wei&szlig;es Amerika<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump verteidigt vehement wei&szlig;e Rassisten und Neonazis. Damit stellt er sich gegen die Linie seiner eigenen Partei und spaltet das Land. Die Republikaner k&ouml;nnen sich nun die Form ihres Unterganges aussuchen.<br>\n&bdquo;Jetzt kann ich ihm nicht mehr ganz folgen&ldquo;, staunte sogar Guy Benson, Moderator beim erzkonservativen Kabelsender Fox News. Gerade zuvor hatte Donald Trump bei einer Pressekonferenz am Dienstag die wei&szlig;en Rassisten und Neo-Nazis verteidigt, die am letzten Wochenende in Charlottesville demonstriert hatten. Ja, es h&auml;tten nicht nur &bdquo;white supremacists&ldquo; gegen den Abriss des Denkmals f&uuml;r den S&uuml;dstaaten-General und Rassisten Robert Lee protestiert, sondern einige &bdquo;sehr anst&auml;ndige Leute&ldquo;, hob der US-Pr&auml;sident mehrfach hervor. &bdquo;Sie haben gebr&uuml;llt, ,Juden werden uns nicht verdr&auml;ngen&lsquo;, sagte der fassungslose Fox-Moderator: &bdquo;Das gibt es nichts Gutes dar&uuml;ber zu sagen.&ldquo;<br>\nMit dieser Einsch&auml;tzung war sich Fox-News ausnahmsweise mal einig mit allen anderen Sendern, die Pr&auml;sident Donald Trump stets &ndash; so auch in dieser Pressekonferenz &ndash; als Fake-News beschimpft. W&uuml;rde Fox nun wom&ouml;glich dem Pr&auml;sidenten tats&auml;chlich &bdquo;nicht mehr ganz folgen&ldquo; und endlich auch dessen Politik und rituellen Beleidigungen seiner Kritiker kritisch betrachten? Keineswegs! Schon ein paar Stunden sp&auml;ter, in der Hauptabendsendung, brachte Tucker Carlson den Sender wieder auf Trump-Linie und meinte, der Pr&auml;sident habe zu Recht &bdquo;gegen die Medien zur&uuml;ckgeschossen&ldquo;. Zudem verwies Carlson beispielhaft auf Sklavenhalter in der Geschichte wie Thomas Jefferson und Platon &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++ffa0c87a-8265-11e7-a0fb-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge in Niger: Endstation T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste<\/strong><br>\nSie fallen vom Pritschenwagen und verdursten &ndash; in der T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste sterben laut Experten drei Mal so viele Migranten wie auf dem Mittelmeer. Die Internationale Organisation f&uuml;r Migration (IOM) will deshalb in der Region in Niger Rettungsaktionen starten.<br>\nMeistens schauen die Menschen zurzeit aufs Mittelmeer, wenn es um das Drama der Fl&uuml;chtlinge geht, die von Afrika nach Europa wollen. Die Mitarbeiter der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM) blicken aber auch auf die T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste im westafrikanischen Staat Niger. Dort laufen wichtige Fluchtrouten Richtung Libyen zusammen, von wo aus die Menschen versuchen, ans Mittelmeer und dann weiter nach Norden zu gelangen.<br>\nIn der T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste sterben viele Migranten. Viele werden von ihren Schleppern im Stich gelassen. Andere fallen schlicht vom Pritschenwagen und verdursten in der W&uuml;ste. Die IOM sch&auml;tzt, dass in der T&eacute;n&eacute;r&eacute;-W&uuml;ste drei Mal so viele Migranten umkommen wie auf dem Mittelmeer. Sie versucht deshalb gemeinsam mit den nigrischen Beh&ouml;rden Rettungsaktionen zu fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/niger-fluechtlingsroute-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Berlin und Paris wollen Milit&auml;r in Sahelzone aufr&uuml;sten<\/strong><br>\nDie EU will Migranten aus Afrika am besten noch auf dem Kontinent stoppen. Deutschland und Frankreich wollen daf&uuml;r das Milit&auml;r vor Ort unterst&uuml;tzen &ndash; mit Waffen, Munition und Fahrzeugen.<br>\nDie Hilfe Deutschlands und Frankreichs f&uuml;r eine Polizei- und Milit&auml;rtruppe westafrikanischer Staaten geht offenbar weiter als bisher bekannt. Wie aus einem internen Dokument des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes (EAD) hervorgeht, wollen die Regierungen Berlin und Paris nicht nur bei Ausbildung und Infrastruktur der 5000-k&ouml;pfigen &ldquo;G5 Sahel Joint Force&rdquo; helfen, sondern auch Waffen, Munition und milit&auml;rische Fahrzeuge liefern.<br>\nMali, Niger, Tschad, Mauretanien und Burkina Faso haben den Aufbau des Verbands Anfang des Jahres beschlossen, der Uno-Sicherheitsrat stimmte im Juni zu. Die EU will 50 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung stellen. Die Truppe soll bis September einsatzf&auml;hig sein und afrikanische L&auml;nder &ldquo;in die Lage versetzen, ihre Sicherheit und ihre Stabilit&auml;t zu verteidigen und sich gegen den Terror und die organisierte Kriminalit&auml;t zu wehren&rdquo;, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Ende Juli bei einem Besuch mit ihrer franz&ouml;sischen Amtskollegin Florence Parly in Nigers Hauptstadt Niamey.<br>\nDoch laut dem EAD-Dokument soll der Verband auch gegen Schlepper k&auml;mpfen und zur R&uuml;ckf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen in ihre Heimatl&auml;nder beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/migration-deutschland-und-frankreich-ruesten-sahel-zone-auf-a-1163368.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Deutsche Waffen f&uuml;r Despoten. Solange man &bdquo;uns&ldquo; die Fl&uuml;chtlinge vom Hals h&auml;lt, schauen wir offenbar lieber nicht so genau hin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Noch zwei, drei Anschl&auml;ge. Das mobilisiert unsere W&auml;hler&ldquo;<\/strong><br>\nDer Autor Leif Tewes hat ein Jahr lang undercover bei der AfD recherchiert und liefert haarstr&auml;ubende Innenansichten aus einem hessischen Kreisverband.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/landespolitik\/hessischer-afd-kreisverband-noch-zwei-drei-anschlaege-das-mobilisiert-unsere-waehler-a-1332808\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Trump erf&uuml;llt sein Wahlversprechen und bringe den Nahen Osten zusammen &hellip;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170818-zgL.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jk_rowling\/status\/898195696221917185\">J.K. 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