{"id":39700,"date":"2017-08-21T08:24:48","date_gmt":"2017-08-21T06:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700"},"modified":"2017-08-21T08:37:54","modified_gmt":"2017-08-21T06:37:54","slug":"hinweise-des-tages-2941","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h01\">Das Gleiche sagen, verschieden klingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h02\">Unsere Kinder sind mehr als ein Wirtschaftsfaktor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h03\">Westliche Politik der Zerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h04\">&Uuml;berfall im Hinterhof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h05\">Air-Berlin-Mitarbeiter m&uuml;ssen sich als Berufsanf&auml;nger neu bewerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h06\">Warum steigen unsere L&ouml;hne nicht mehr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h07\">Arbeitskr&auml;ftemangel ist das Kernproblem!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h08\">Gefangen am unteren Rand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h09\">Leben auf der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h10\">Ohne Plan B ins Schienenchaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h11\">Industriechef gegen Verbot von Verbrennungsmotoren und E-Auto-Quote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h12\">Vorgeschmack auf Stuttgart 21 &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h13\">Unschuldig gesucht: Wie Despoten das Fahndungssystem von Interpol missbrauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h14\">Jewish Antifascist Action Berlin: Der Instrumentalisierung entgegentreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h15\">M&auml;rchen und Schuldzuweisungen zu Anschl&auml;gen in Katalonien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h16\">Entzogene G20-Akkreditierungen Verwechslungen und Jugends&uuml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h17\">Suggestiv, dramatisierend, einseitig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39700#h18\">Absahner des Tages: Joachim Gauck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Gleiche sagen, verschieden klingen<\/strong><br>\nSeehofer gibt im Fernsehen den harten Macher, Merkel verk&ouml;rpert fast zeitgleich die Regierungsraison. Diese Rollenteilung funktioniert wieder, sie macht die Union stark. Unterschiedlicher k&ouml;nnten die beiden TV-Formate nicht sein. Angela Merkel steht an einem Tisch im Studio des Privatsenders RTL. Ein dunkles Halbrund voller Zuschauer, die der Kanzlerin Fragen stellen, der Moderator gibt nur Stichworte. Horst Seehofer dagegen sitzt in einem roten Stuhl; hinter seinem R&uuml;cken tuckern Ausflugsdampfer durch den Sonnenschein &uuml;ber die Spree. Ihm gegen&uuml;ber zwei Profi-Fragesteller der &ouml;ffentlich-rechtlichen ARD.<br>\nDie Kanzlerin redet &uuml;ber eine Stunde, der bayerische Ministerpr&auml;sident bekommt 18 Minuten. Beinahe gleichzeitig geben die Chefs der Unionsparteien CDU und CSU am Sonntagabend gro&szlig;e Interviews. Und bei allen Unterschieden der Formate und der Parteichefs wird deutlich: Die Union ist wieder eine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-08\/angela-merkel-sommerinterview-host-seehofer-rtl-das-erste\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sch&ouml;n, dass die ZEIT nun endlich auch einmal die Strategie der Union hinterfragt. Albrecht M&uuml;ller hatte diese Strategie unter dem Schlagwort &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?s=getrennt+marschieren&amp;Submit.x=0&amp;Submit.y=0\">Getrennt marschieren, vereint schlagen<\/a>&ldquo; schon mehrfach &ndash; und kritischer als die ZEIT &ndash; auf den NachDenkSeiten thematisiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unsere Kinder sind mehr als ein Wirtschaftsfaktor<\/strong><br>\nWir haben uns schon viel zu sehr an die misanthropische Haltung gew&ouml;hnt, nach der der Mensch dem Gedeihen der &bdquo;Wirtschaft&ldquo; zu dienen habe. Aber es ist ganz und gar nicht in Ordnung, dass die FAZ mit einem St&uuml;ck zur Bildungspolitik ihren Wirtschaftsteil aufmacht und die Chefkorrespondentin f&uuml;r Wirtschaftspolitik in der Welt &uuml;ber Bildungspolitik schreibt, als h&auml;tte diese keine anderen Ziele als Bed&uuml;rfnisse der Unternehmen zu errf&uuml;llen.<br>\nWenn das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Arbeitgeber-PR-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) dar&uuml;ber schreibt, was aus Arbeitgebersicht in der Bildungspolitik gut l&auml;uft, und was nicht, dann ist das legitim. Wenn eine gro&szlig;e &uuml;berregionale Zeitung wie die Welt deshalb so tut, als sei Bildungspolitik eine Unterabteilung der Wirtschaftspolitik, und diese Forderungen unkritisch &uuml;bernimmt und propagiert, ohne jeden  Perspektivwechsel zu den Zielen der Menschen und m&ouml;glichen Zielkonflikten, dann ist das deutlich weniger legitim. Es sei den, die Zeitung versteht sich als Sachwalterin der Interessen der Arbeitgeber, und nicht der Leser oder der B&uuml;rger des Landes. Dann sollten die Leser das wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/875-bildung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Westliche Politik der Zerst&ouml;rung<\/strong><br>\nDie milit&auml;rische Intervention in Libyen hat ein unregierbares Land hinterlassen<br>\nFast t&auml;glich ist Libyen als Musterbeispiel eines &raquo;zerfallenen Staates&laquo; in den Schlagzeilen, denn jeden Tag kommen von dort Hunderte Fl&uuml;chtlinge nach Europa. Treffender w&auml;re es allerdings, von einem zerst&ouml;rten Staat zu sprechen. Das w&uuml;rde die Verantwortung andeuten, die die westlichen Staaten tragen, die mit ihrem Krieg gegen die Herrschaft Muammar Al-Ghaddafis einen enormen Schaden in der gesamten Region angerichtet haben. Unmittelbar nach Annahme der Resolution 1973 am 17. M&auml;rz 2011 im UN-Sicherheitsrat, mit der die Einrichtung einer &raquo;Flugverbotszone&laquo; &uuml;ber Libyen verf&uuml;gt wurde, begannen Frankreich und Gro&szlig;britannien mit Bombardements libyscher Milit&auml;reinrichtungen, die in keiner Weise vom Sicherheitsratsbeschluss gedeckt waren. Die Angriffe waren so massiv, dass die beiden Staaten auf die Arsenale der USA zur&uuml;ckgreifen mussten, weil ihnen die Bomben ausgingen. Innerhalb der US-Regierung war das Vorgehen bis zum Tag der Verabschiedung der Resolution 1973 umstritten. Verteidigungsminister Robert Gates widersetzte sich einer milit&auml;rischen Intervention, Au&szlig;enministerin Hillary Clinton optierte daf&uuml;r und setzte sich schlie&szlig;lich durch. Pr&auml;sident Barack Obama erkl&auml;rte den Willen der USA zum &raquo;Regime-Change&laquo;: &raquo;Ghaddafi must go.&laquo; Erst zwei Wochen sp&auml;ter, am 31. M&auml;rz 2011, &uuml;bernahm die NATO die Kriegf&uuml;hrung. Dass im B&uuml;ndnis keineswegs Einigkeit bestand, zeigt die Tatsache, dass sich Deutschland bei der Verabschiedung der Sicherheitsresolution enthielt und nur 14 der insgesamt 28 NATO-Staaten an diesem Krieg teilnahmen. (&hellip;)<br>\nDer Sturz und die Ermordung Ghaddafis haben den Emanzipationsbestrebungen der afrikanischen Staaten einen kr&auml;ftigen Riegel vorgeschoben. Der Westen hat ein Land nachhaltig zerst&ouml;rt, in dem relativer Wohlstand herrschte, und die gesamte Region destabilisiert: Nicht nur in Mali herrscht Chaos, auch die Staatlichkeit Burkina Fasos, der Zentralafrikanischen Republik und Mauretaniens ist bedroht. Algerien wird zwangsl&auml;ufig zu einer Konfliktpartei, und das keimende Pfl&auml;nzchen der Demokratie in Tunesien, wo 1,5 Millionen libysche Fl&uuml;chtlinge leben und im Gebirge an der Grenze zu Algerien seit Jahren dschihadistische Terroristen operieren, l&auml;uft Gefahr, im Strudel von Terrorismus, Militarisierung und ausl&auml;ndischer Einflussnahme zu ersticken. Libyen ist wahrhaft ein Paradebeispiel westlicher Ordnungspolitik, die um kurzfristiger Ziele willen vorhandene Probleme mit milit&auml;rischen Mitteln potenziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316520.westliche-politik-der-zerst%C3%B6rung.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber die deutsche Bundesregierung und die EU m&ouml;chten trotz des anhaltenden Chaos und praktizierten Unrechts &ndash; Menschenrechte werden offenbar massiv verletzt &ndash; mit Libyen Abkommen\/Vereinbarungen erzielen, die im Wesentlichen der Abschottung der gesamten Europ&auml;ischen Union und der Abwehr von Fl&uuml;chtlingen dienen sollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Uuml;berfall im Hinterhof<\/strong><br>\nNie g&auml;rte im Wei&szlig;en Haus die Idee, man m&uuml;sse einem reaktion&auml;ren Caudillo die Sucht nach Gewalt gewaltsam austreiben, um so der Demokratie zu dienen. Im Gegenteil, am 11. September 1973 wurde in Chile der &uuml;beraus demokratiefreundliche, sozialistische Pr&auml;sident Allende durch ein Komplott zwischen den USA und hohen Milit&auml;rs des Andenstaates gest&uuml;rzt.<br>\nAuch ist es noch nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig lange her, dass US-Truppen direkt intervenierten, um linke Regierungen abzur&auml;umen. Ende Oktober 1983 landeten gut 7.000 US-Soldaten auf der kleinen Karibikinsel Grenada (Operation Urgent Fury), die von der progressiven New Jewel Movement unter dem Marxisten Maurice Bishop gef&uuml;hrt wurde. Die USA hatten bis dahin nichts unversucht gelassen, um dessen Regime durch &ouml;konomische Repressionen aus den Angeln zu heben. Sie veranlassten den IWF, Grenada keinen Cent f&uuml;r seine Tourismuswirtschaft zu bewilligen, um so die wichtigste Einnahmequelle zu sch&auml;digen. Bishop wurde als willf&auml;hriger Vasall Fidel Castros, vor allem der Sowjets hingestellt, die im S&uuml;den der Insel eine U-Boot-Basis bauen w&uuml;rden, um sich eine strategische Enklave in der Karibik zu verschaffen. Die Hysterie k&ouml;chelte, bis Anfang 1983 ein Reporter der Washington Post das angebliche St&uuml;tzpunktterrain besuchte, um festzustellen, dass in jener K&uuml;stenzone das Wasser f&uuml;r Unterseeboote viel zu flach sei. Dann aber wurde Bishop durch interne Rivalen gest&uuml;rzt und umgebracht, woraufhin sich die USA berufen f&uuml;hlten, f&uuml;r Ordnung zu sorgen und mit Nicholas Brathwaite einen amerikafreundlichen Premier einzusetzen.<br>\nWozu daran erinnern? Die Annahme w&auml;re &uuml;bertrieben, j&uuml;ngsten Drohungen Pr&auml;sident Trumps &ndash; notfalls werde man in Venezuela milit&auml;risch eingreifen &ndash; w&uuml;rden demn&auml;chst Taten folgen. Was ungeachtet dessen aufmerken l&auml;sst, ist der offensichtliche R&uuml;ckgriff auf ein Muster von Lateinamerika-Politik, das l&auml;ngst verschlissen schien: das Recht auf Einmischung in innere Belange souver&auml;ner Staaten, bei der keine Option ausgeschlossen wird. Als sollten drei Jahrzehnte versenkt werden, in denen sich der Subkontinent seit Mitte der 1980er nicht nur rechter Milit&auml;rdiktaturen entledigt hat, sondern gr&ouml;&szlig;tenteils linke Regierungen in Brasilien, Argentinien, Paraguay, Nicaragua, Uruguay, Bolivien, Venezuela und Ecuador ihren Souver&auml;nit&auml;tsanspruch artikulierten. (&hellip;)<br>\nWie sehr Donald Trump den anachronistischen Desperado gibt, zeigt das Befremden in Kolumbien &uuml;ber sein Interventionsgerede. Daran sollte man nicht einmal denken, mahnt Pr&auml;sident Santos, dem alles andere als Sympathien f&uuml;r Nicol&aacute;s Maduro nachgesagt werden. Nur ist es leider so, wie es Miguel de Cervantes seinen Sancho Panza sagen l&auml;sst: &bdquo;Und wenn ich erst die Herrschaft habe und den Kn&uuml;ppel, dann tu ich, was ich will.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/ueberfall-im-hinterhof\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39680\">Trumps &ldquo;milit&auml;rische Option&rdquo; gegen Venezuela: Von au&szlig;en oder von innen?<\/a>. Passend dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39613#h06\">Regimewechsel in Venezuela? Alte US-Tradition<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Air-Berlin-Mitarbeiter m&uuml;ssen sich als Berufsanf&auml;nger neu bewerben<\/strong><br>\nDie Flugbegleitergewerkschaft Ufo warnt vor sozialen H&auml;rten bei der Zerschlagung der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin.<br>\nNach seinen Informationen solle das fliegende Personal nicht direkt &uuml;bernommen werden, sondern m&uuml;sste sich als Berufsanf&auml;nger neu bewerben, sagte der Ufo-Tarifvorstand Baublies der Deutschen Presse-Agentur. F&uuml;r altgediente Air-Berlin-Flugbegleiter w&uuml;rde ein Wiedereinstieg als Berufsanf&auml;nger Einkommensverluste von bis zu 80 Prozent bedeuten. Die Vertr&auml;ge w&auml;ren dann m&ouml;glicherweise befristet, was weitere Risiken im Fall einer Arbeitslosigkeit beinhalte, betonte Baublies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gewerkschaft-ufo-air-berlin-mitarbeiter-muessen-sich-als.1939.de.html?drn:news_id=781496\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Zeche soll wohl &ndash; wie so oft &ndash; die Arbeitnehmerschaft bezahlen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39694#h04\">Gehalt von Air-Berlin-Chef abgesichert<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39663\">Air-Berlin-Insolvenz &ndash; was wird da hinter den Kulissen gemauschelt?<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum steigen unsere L&ouml;hne nicht mehr?<\/strong><br>\nIn Deutschland herrscht fast Vollbesch&auml;ftigung. Aber die L&ouml;hne steigen allenfalls m&auml;&szlig;ig. Irgendetwas l&auml;uft seit langem gr&uuml;ndlich schief.<br>\nGewerkschaften hatten es noch nie leicht. Entweder sie pressen den Arbeitgebern zu hohe L&ouml;hne ab. Dann sind sie b&ouml;se, weil sie steigende Arbeitslosigkeit zu verantworten haben. Oder aber ihre Lohnabschl&uuml;sse sind zu niedrig. Dann ist es auch nicht recht. Weil ihre Mitglieder sich ungerecht behandelt f&uuml;hlen und fragen, ob der Gewerkschaftsbeitrag gut investiert ist.<br>\nSo war die Welt bis zur Finanzkrise. Der Arbeiter galt als &bdquo;vern&uuml;nftig&ldquo;, wenn er Ma&szlig; zu halten verstand. Spielte er dagegen seine lohnpolitische Macht aggressiv aus, wurde er von der Mehrheit der &Ouml;konomen (an vorderste Stelle von den &Ouml;konomen der Deutschen Bundesbank) gescholten: Das f&uuml;hre zu Inflation, m&uuml;sse eine restriktive Geldpolitik nach sich ziehen &ndash; und am Ende also Arbeitslosigkeit.<br>\nHeute aber herrscht in weiten Teilen Deutschlands nahezu Vollbesch&auml;ftigung. Bis zur Jahresmitte hatten die Unternehmen mit 1,1 Millionen Jobs mehr Arbeitspl&auml;tze zu besetzen als je zuvor, und die Arbeitslosigkeit k&ouml;nnte schon bald auf unter 2,3 Millionen sinken, was ein neuer Tiefstand w&auml;re: Es gab vor nicht allzu langer Zeit schon einmal f&uuml;nf Millionen Arbeitslose. Und auch von Inflation ist heute weit und breit nichts zu sehen. Sollte man da nicht erwarten, dass die Arbeitnehmer beim Lohn gefahrlos ordentlich zulangen k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/trotz-vollbeschaeftigung-warum-steigen-unsere-loehne-nicht-mehr-15148659.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Ver&ouml;ffentlichung des &bdquo;alten&ldquo; Print-Artikels in FAZ-online zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht der Erkenntnis von unzureichenden Lohnerh&ouml;hungen, sondern eine Abfederung der Kritik der vier Wirtschaftsweisen an den Kollegen Bofinger zu verstehen, die heute in der FAS-Print und FAZ-online ver&ouml;ffentlicht wurden. <\/em><br>\n<em>Es ist erstaunlich, dass in der neoliberal gepr&auml;gten FAZ der Satz steht: &bdquo;Der Gewinner bekommt alles.&ldquo; Gewinner ist offensichtlich das Kapital &ndash; der erfolgreiche Unternehmer oder Aktion&auml;r.  Die Erkenntnis scheint &ndash; mit Ausnahme der &bdquo;Die Linke&ldquo; &ndash; in keiner der im Bundestag vertretenen Parteien angekommen zu sein.Schade.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitskr&auml;ftemangel ist das Kernproblem!<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat immer gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Darauf hat Eric Schweitzer, Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), jetzt in einem Radiointerview hingewiesen.<br>\nDer Arbeitskr&auml;ftemangel sei inzwischen das Kernproblem der Unternehmen, sagte Schweitzer heute fr&uuml;h im S&uuml;dwestrundfunk. Andere Themen wie der Brexit oder die Wirtschaftspolitik der USA seien dagegen eher zu vernachl&auml;ssigen.<br>\nNach Einsch&auml;tzung des DIHK-Pr&auml;sidenten gibt es in Deutschland &ldquo;zu viele Langzeitarbeitslose und Menschen ohne Ausbildung und Qualifizierung&rdquo;. Die Zuwanderung helfe nur teilweise, das Problem zu l&ouml;sen. Sie bringe der Wirtschaft nur dann etwas, wenn im Ausland gezielt Menschen f&uuml;r offene Stellen gesucht w&uuml;rden.<br>\nSchweitzer betonte, man m&uuml;sse mehr erfahrene Fachkr&auml;fte davon &uuml;berzeugen, l&auml;nger im Beruf zu bleiben. Au&szlig;erdem gelte es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/wirtschaftspolitik\/news?m=2017-08-14-schweitzer-swr\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es verwundert nicht, dass auch dieser Lobbyverband Interesse an einer l&auml;ngeren Arbeitszeit, einem versp&auml;teten Renteneintrittsalters bekundet und an der Legende vom Fachkr&auml;ftemangel festh&auml;lt. Nur, wenn es tats&auml;chlich einen Mangel an Fachkr&auml;ften geben sollte: Warum sind der gesetzliche Mindestlohn sowie auch s&auml;mtliche anderen L&ouml;hne und Geh&auml;lter verschiedener (Tarif-)Branchen so niedrig?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gefangen am unteren Rand<\/strong><br>\nSehr vielen Deutschen geht es heute deutlich besser &ndash; dem Aufschwung sei Dank. Das Problem ist nur: Wer vor zehn Jahren arm war, ist es wahrscheinlich heute immer noch.<br>\nSelten waren so viele Deutsche mit ihrem pers&ouml;nlichen Leben so zufrieden wie heute. Erstaunlicherweise sind gleichzeitig aber sehr viele Deutsche unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land. Wie kommt es zu diesem vermeintlichen Widerspruch? Lassen sich die Menschen diese Unzufriedenheit lediglich von Politikern oder gar Wissenschaftlern einreden, obwohl die Lage im Land eigentlich hervorragend ist?<br>\nDie Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den Umfragen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) im DIW Berlin (DIW-Wochenbericht 29\/2017) geben die meisten der rund 30.000 Befragten an, derzeit recht zufrieden mit ihrem Einkommen zu sein. Auf einer Skala von 0 bis 10 (von sehr unzufrieden bis sehr zufrieden) liegt der Durchschnittswert bei 6,80 f&uuml;r das eigene Haushaltseinkommen. Interessant ist jedoch, dass die Zufriedenheit mit der &ldquo;Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit in Deutschland&rdquo; deutlich niedriger ist, sie liegt bei 4,81.<br>\nUnbestritten ist, dass sich die wirtschaftliche Lage f&uuml;r viele Menschen in den vergangenen zehn Jahren teils deutlich verbessert hat. Fast sechs Millionen Menschen haben seit 2005 eine Arbeit gefunden, viele davon gute Arbeit, und die Einkommen sind f&uuml;r die Mehrheit der Besch&auml;ftigten gestiegen.<br>\nAber nicht alle haben an diesem Aufschwung teilhaben k&ouml;nnen, nicht wenige wurden abgeh&auml;ngt. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, dass die 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen, also mehr als 30 Millionen Deutsche, heute eine geringere Kaufkraft haben als noch vor 20 Jahren. Zugleich hat sich die Zahl der Menschen kaum verringert, die sich am Rand des Existenzminimums bewegen. Im Jahr 2006 waren es rund acht Millionen. 2015 sind es, trotz eines langj&auml;hrigen Aufschwungs, immer noch rund acht Millionen Menschen, die von Armut bedroht sind. Fast jede vierte alleinerziehende Mutter oder Vater und ihre Kinder sind heute von Armut bedroht, deutlich mehr noch als vor zehn oder 15 Jahren, als es Deutschland wirtschaftlich deutlich schlechter ging. Auch das steht im Armuts- und Reichtumsbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-08\/soziale-ungleichheit-zufriedenheit-deutschland-fratzscher\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Fratzscher ist der gr&ouml;&szlig;te Sch&ouml;nschw&auml;tzer einer f&uuml;r die allermeisten Deutschen schlechten Lage und damit als SPD-Ratgeber und -Propagandist allerbestens geeignet. Schon der durch nichts begr&uuml;ndeten Eingangsbehauptung &ldquo;Unbestritten ist, dass sich die wirtschaftliche Lage f&uuml;r viele Menschen in den vergangenen zehn Jahren teils deutlich verbessert hat.&rdquo; widerspricht er gleich im n&auml;chsten Abschnitt selber mit statistischen Daten: &ldquo;Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, dass die 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen, also mehr als 30 Millionen Deutsche, heute eine geringere Kaufkraft haben als noch vor 20 Jahren. Zugleich hat sich die Zahl der Menschen kaum verringert, die sich am Rand des Existenzminimums bewegen. Im Jahr 2006 waren es rund acht Millionen. 2015 sind es, trotz eines langj&auml;hrigen Aufschwungs, immer noch rund acht Millionen Menschen, die von Armut bedroht sind. Fast jede vierte alleinerziehende Mutter oder Vater und ihre Kinder sind heute von Armut bedroht, deutlich mehr noch als vor zehn oder 15 Jahren, als es Deutschland wirtschaftlich deutlich schlechter ging.&rdquo; Nachweislich bekommen die 90 Prozent der Deutschen mit den niedrigsten Geh&auml;ltern weniger als oder h&ouml;chstens genauso viel wie vor 20 Jahren, und da sind die Rentenk&uuml;rzungen und die in Zukunft radikal zunehmende Altersarmut nicht einmal ber&uuml;cksichtigt. &ldquo;Auf der anderen Seite steht jedoch ein nicht gerade kleiner Teil der Bev&ouml;lkerung, der von Aufschwung und quasi Vollbesch&auml;ftigung nicht profitiert.&rdquo; Statistisch gesehen hat nur eine kleine Minderheit von den &ldquo;Reformen&rdquo; und dem durch massive Auslandsverschuldung finanzierten Aufschwung profitiert, und die h&ouml;hnische Phrase von der &ldquo;quasi Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; sollte sich Fratzscher bei mindestens 4 Millionen Arbeitslosen ernsthaft verkneifen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hinsichtlich der weiteren m&ouml;glichen Ambitionen des Herrn Fratzscher ist dieser NachDenkSeiten-Hinweis interessant: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39672#h02\">Vorw&auml;rts zur &bdquo;Rente mit 70&ldquo;? Eine gro&szlig;e Koalition von &bdquo;Top-&Ouml;konomen&ldquo; und die Untiefen der Rasenm&auml;hermethode<\/a>. Daraus ein Zitat:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Aber zumindest werden die beiden &ldquo;Top-&Ouml;konomen&rdquo; eines erreichen &ndash; ihr Ticket f&uuml;r die geplanten Rentenkommission ist sicher. Im Wahlprogramm der CDU\/CSU zur Bundestagswahl 2017 findet man  nach der Behauptung, die Rente sei bis 2030 sicher und nicht reformbed&uuml;rftig, auf der Seite 43 diese Vertr&ouml;stung:<\/em><br>\n<em>&raquo;Die Weiterentwicklung der Rente nach 2030 soll in einem partei- und fraktions&uuml;bergreifenden gesellschaftlichen Konsens unter Einbeziehung der Tarifpartner geregelt werden. Zu diesem Zweck setzen wir eine Rentenkommission ein, die bis Ende 2019 Vorschl&auml;ge erarbeiten soll.&laquo;<\/em><br>\n<em>Man k&ouml;nnte wetten, dass H&uuml;ther und Fratzscher, die nicht als langj&auml;hrig erfahrene Rentenexperten ausgewiesen sind, wahrscheinlich gerade deshalb mit Sicherheit Platz nehmen werden d&uuml;rfen in der gro&szlig;en Runde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Leben auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nKeine Zeit, kein Komfort und wenig Geld. Die Arbeit als Lastwagenfahrer ist beschwerlich. Von der gro&szlig;en Freiheit ist kaum was zu sp&uuml;ren. Nun kommt auch noch neue Konkurrenz.<br>\nLinks die T&uuml;r, rechts der Beifahrersitz, in seinem R&uuml;cken zwei schmale Pritschen. Maiks mobiles Zuhause ist kleiner als ein Hundezwinger, das hat er schwarz auf wei&szlig;: &bdquo;Jeder Hund, der gr&ouml;&szlig;er ist als f&uuml;nfzig Zentimeter, hat Anspruch auf acht Quadratmeter&ldquo;, sagt der Fernfahrer. So stehe das in der Tierschutz-Hundeverordnung. Maik, 1,90 Meter gro&szlig;, kann keine zwei Schritte machen, ohne sich zu sto&szlig;en. Zumindest dann, wenn er in seinem Lkw unterwegs ist. Und Maik ist fast immer unterwegs. (&hellip;)<br>\nViertel Jahrhundert hinterm Steuer<br>\n&bdquo;Da fahre ich jetzt bestimmt nicht rein&ldquo;, sagt er und springt aus der Fahrerkabine. Drei Minuten sp&auml;ter sitzt er wieder hinter dem Lenkrad: &bdquo;Jetzt wird&rsquo;s lustig.&ldquo; Langsam fahrend, den R&uuml;ckspiegel im Blick, schiebt er den F&uuml;nf-Achser Meter f&uuml;r Meter auf den Betriebshof. Zentimeterarbeit, aber es passt. Kaum hat er geparkt und die Plane am Anh&auml;nger zur Seite gezogen, schnappen sich Gabelstapler die Boxen mit den Eisenringen, eine Unterschrift auf dem Frachtschein, fertig. Der n&auml;chste Kunde wartet. Keine Verschnaufpause, es geht Schlag auf Schlag. Ganz anders, als man sich das Truckerleben vorstellt. &bdquo;Stress und Hektik aushalten zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Maik, &bdquo;das ist mit das Wichtigste.&ldquo; (&hellip;)<br>\n&bdquo;Ich bin gern Zu Hause, da ist Fernfahren Gift&ldquo;, sagt Maik. Er klingt ein bisschen wehm&uuml;tig, wenn er &uuml;ber seine Beziehung spricht. Die ist zerbrochen, er war ja kaum daheim. Seine Kumpel sieht er nur am Wochenende. &bdquo;Und klar&ldquo;, sagt Maik, &bdquo;irgendwann kommst du an den Punkt, wo du dein eigenes Badezimmer vermisst.&ldquo; Viele Entbehrungen &ndash; wenig Lohn, so fasst er seinen Alltag zusammen. Mit weniger als 30 000 Euro Durchschnittsgehalt in der Branche ist das nicht an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem f&auml;hrt der Th&uuml;ringer weiter. Es ist sein Beruf. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Ich habe nichts gegen die Fahrer, aber sie sind es halt gewohnt, robuster zu fahren.&ldquo; Fast jeder zweite Lastwagen wird hierzulande heute von Polen, Rum&auml;nen oder Bulgaren gesteuert, zeigen Statistiken. Die Stimmung zwischen deutschen und ausl&auml;ndischen Fahrern ist gespannt. Denn zum einen dr&uuml;ckt die Konkurrenz aus Osteuropa die L&ouml;hne. (&hellip;)<br>\nWie jeden Abend g&ouml;nnt sich Maik f&uuml;r drei Euro einen warmen Schauer in einem Duschraum, in dem die Abdeckungen der Steckdosen abgerissen sind und das Wasser auf dem Boden steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/lastwagenfahrer-haben-einen-harten-alltag-15156534.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Stre&szlig;job, fast immer unterwegs, Beziehungen f&uuml;hren geht fast nicht, und das alles f&uuml;r nicht mal 30.000 Euro im Jahr bzw. 1.660 Euro netto im Monat. Aber die Arbeitgeber <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/fachkraeftemangel-bei-spediteuren-lkw-fahrer-gesucht-a-1154838.html\">jammern &uuml;ber einen angeblichen Fachkr&auml;ftemangel<\/a>, <a href=\"https:\/\/ver-und-entsorgung-bawue.verdi.de\/themen\/demografie\/++co++f1f0497c-b4f0-11e2-9fd9-52540059119e\">bei Ver.di hat das irgendwas mit Demografie zu tun<\/a> und nat&uuml;rlich nicht mit den indiskutablen, harten Arbeitsbedingungen. &ldquo;Keine Frage: Wenn die Arbeitgeber Arbeitskr&auml;fte brauchen, werden sie auch ungew&ouml;hnliche Wege gehen &ndash; wie die Suche nach Bewerbern in S&uuml;d- oder Osteuropa. Das hei&szlig;t f&uuml;r die Besch&auml;ftigten hier: Fachkr&auml;ftemangel bedeutet auf Dauer noch l&auml;ngst nicht, dass die Einkommen und die Arbeitsbedingungen steigen.&rdquo; Wenn die L&ouml;hne nicht steigen, gibt es definitionsgem&auml;&szlig; keinen Fachkr&auml;ftemangel. Die Gewerkschaft verbreitet also auch nur Unsinn. Den ausgewogensten Beitrag zum Thema bringt ausgerechnet die wirtschaftsliberale FAZ, hier, in der Rubrik &ldquo;Gesellschaft&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ohne Plan B ins Schienenchaos<\/strong><br>\nIm Rahmen der Sperrung der Rheintalstrecke kommen jahrzehntelange Vers&auml;umnisse zutage<br>\nAuch nach einer Woche ist kein Ende der Sperrung der Rheintalstrecke zwischen Karlsruhe und Basel in Sicht. Damit bleibt eine der am st&auml;rksten frequentierten Bahntrassen f&uuml;r den europ&auml;ischen G&uuml;ter- und Personenverkehr blockiert. Die Strecke gilt als Bestandteil des europ&auml;ischen G&uuml;terkorridors Genua-Rotterdam. Ausl&ouml;ser waren Tunnelarbeiten f&uuml;r die neue Hochgeschwindigkeitstrasse Karlsruhe-Basel, in deren Folge die Gleise im s&uuml;dlich von Karlsruhe gelegenen Rastatt auf einer L&auml;nge von etwa acht Metern um einen halben Meter gesenkt wurden.<br>\nDass Bahnstrecken immer wieder durch &raquo;h&ouml;here Gewalt&laquo; unpassierbar sind, kann nie ausgeschlossen werden. In aller Regel kann der Verkehr auf zumutbare Ersatzstrecken ausweichen, bis der Schaden behoben ist. Neu an dem folgenreichen Rastatter Vorfall ist aber, dass die Bahnmanager offenbar kalt erwischt wurden und keinen &raquo;Plan B&laquo; hatten. So legt die versuchte Krisenbew&auml;ltigung schonungslos jahrzehntelange S&uuml;nden der Bahn- und Verkehrspolitik offen.<br>\nF&uuml;r den Personenverkehr hatten die Krisenmanager der Deutschen Bahn (DB) rasch Notl&ouml;sungen auf dem Schirm. Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge von Stuttgart nach Paris wurden &uuml;ber Saarbr&uuml;cken umgeleitet. F&uuml;r Fahrg&auml;ste besteht zwischen Rastatt und Baden-Baden immerhin ein zeitraubender Busersatzverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061035.ohne-plan-b-ins-schienenchaos.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Industriechef gegen Verbot von Verbrennungsmotoren und E-Auto-Quote<\/strong><br>\nKlare Absagen vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI): Die Wirtschaftsvertreter sprechen sich gegen eine Quote f&uuml;r Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren aus. Das seien planwirtschaftliche Instrumente, von denen man nichts halte, sagte BDI-Pr&auml;sident Dieter Kempf den Zeitungen der &ldquo;Funke Mediengruppe&rdquo;.<br>\nHintergrund: Kanzlerin Angela Merkel hatte j&uuml;ngst ein Verbot neuer Dieselautos auf lange Sicht als richtigen Ansatz bezeichnet. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wiederum hatte eine Quote f&uuml;r Elektroautos gefordert.<br>\n&ldquo;Der Staat kann Ziele und Rahmen vorgeben. Angelegenheit der Unternehmen ist es aber, durch Forschung und Entwicklung Technologien zu erarbeiten, die diese Ziele am besten erf&uuml;llen&rdquo;, sagte Kempf. Dabei sei &ldquo;Technologieoffenheit&rdquo; das Zauberwort. &ldquo;Ich bin &uuml;berzeugt, die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung lassen sich nur im engen Zusammenspiel von Zukunftstechnologien und Br&uuml;ckentechnologien wie Diesel, Hybrid, Biokraftstoffen und Erdgas erreichen.&rdquo;<br>\nEin Wegfall der Steuervorteile f&uuml;r Diesel w&auml;re allein aus Klimaschutzgr&uuml;nden nicht klug, so Kempf weiter. &ldquo;Ein Diesel verbraucht 25 Prozent weniger Kraftstoff als ein Benziner, sein CO2-Ausstoss ist bis zu 15 Prozent niedriger.&rdquo; Man brauche den Diesel wegen seiner geringeren CO2-Emissionen als Br&uuml;ckentechnologie, bis alternative Technologien fl&auml;chendeckend den Durchbruch schafften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bdi-chef-dieter-kempf-gegen-verbot-von-verbrennungsmotoren-a-1163648.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wolfgang Ksoll &uuml;ber Lobbyismus<\/strong><br>\nDie Lobbyisten der organisierten Kriminalit&auml;t wollen die Menschen weiter verpesten, um den schnelleren Euro zu machen. Gerade ist man erst aufgefallen, dass die Autoindustrie klandestin zusammen mit dem Staat die B&uuml;rger betrogen und gesundheitlich gesch&auml;digt hat, schon trommelt man weiter, dass man mit der Verpestung fortfahren will. Da wird dann der Die4sel mit dem Benziner verglichen, statt mit dem Elektroauto. So redet man den Standort Deutschland kaputt und schadet der deutschen Industrie erheblich. Die Industrie sollte sich &uuml;berlegen, ob sie den umweltsch&auml;dlichen, brutalen gegen die Bev&ouml;lkerung gerichteten Kurs fortsetzen will oder endlich dem Wettbewerbsdruck aus den USA sich stellen will. Es ist doch schon schlimm genug, dass wir bei der Digitalisierung kapituliert haben. Muss jetzt die Autoindustrie durch Konzepte aus dem 19. Jahrhundert auch geopfert werden? So viel Menschenfeindlichkeit und Lobbyismus gegen Arbeitspl&auml;tze habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Die deutsche Industrie im Selbstmordrausch. Lasst uns den Lemmingen nicht folgen in ihren Suizid.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/woksoll\/posts\/1664738773536644\">Wolfgang Ksoll via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorgeschmack auf Stuttgart 21 &hellip;<\/strong><br>\nWenig &uuml;berrascht zeigt sich das Aktionsb&uuml;ndnis von der Leichtfertigkeit, mit der die Deutsche Bahn offensichtlich Tunnelbauarbeiten unter einer der Hauptstrecke des deutschen Bahnverkehrs betrieben hat. Dass es keinen &bdquo;Plan B&ldquo; gibt f&uuml;r den Fall, dass dabei etwas schiefgeht, zeige die Selbst&uuml;bersch&auml;tzung der DB und, auch hier, das Versagen des aufsichtf&uuml;hrenden Eisenbahnbundesamts, so B&uuml;ndnissprecher Dr. Norbert Bongartz.<br>\nEs war im Vorfeld der Bauarbeiten in Rastatt mit H&auml;nden zu greifen, dass ein Tunnelbau so knapp unter den bestehenden Bahngleisen und in Sandboden hoch riskant ist. Dass die Deutsche Bahn f&uuml;r den Fall von Problemen keine Ausweichm&ouml;glichkeit vorbereitet hat, sondern &ndash; offenbar v&ouml;llig &uuml;berrascht von dem Gleisschaden &ndash; eine der Hauptverkehrsadern &ndash; die Strecke Karlsruhe&ndash;Basel &ndash; auf kaum absehbare Zeit einfach komplett lahmlegen muss, ist unverzeihlich.<br>\nKeinen Pfifferling seien die vollmundigen Beteuerungen der Bahn wert, sie habe die Tunnelbauarbeiten mitten im Stadtgebiet Stuttgarts voll im Griff. Auch wenn in Stuttgart die &Uuml;berdeckung bei den Tunnelbaustellen zumeist deutlich h&ouml;her ist: Angesichts der besonderen geologischen Situation in Stuttgart muss auch hier &uuml;ber die schon bekannten Sch&auml;den hinaus  mit Bauproblemen ganz anderer Gr&ouml;&szlig;enordnung gerechnet werden. (&hellip;)<br>\nIn Stuttgart werde gegen den Grundsatz &bdquo;So wenig Tunnel wie m&ouml;glich, so viel wie n&ouml;tig&ldquo; versto&szlig;en, so Bongartz. Im Unterschied zum Rastatter Tunnelbau, verschlechterten die 60 km Tunnel in Stuttgart den Bahnbetrieb f&uuml;r alle Zukunft erheblich, verlagern in Zeiten von &bdquo;Dieselgate&ldquo; und Klimakatastrophe massenhaft Verkehr auf die Stra&szlig;e und bergen auf ewig das Risiko regelm&auml;&szlig;iger Sperrungen mit &auml;hnlichen Folgen wie in Rastatt.<br>\nJetzt muss Schluss sein mit dem angestrengten Wegschauen und Verdr&auml;ngen von Politik und DB gegen&uuml;ber den Risiken und Probleme von Stuttgart 21. Das Projekt bedarf dringend der ehrlichen Bestandsaufnahme, bevor weiter sinnlos und gef&auml;hrlich Geld verschleudert wird &ndash; zumal es mit &bdquo;Umstieg 21&ldquo; ein weithin anerkanntes Alternativkonzept gibt, das besser und weit kosteng&uuml;nstiger zu realisieren ist und die bisherigen Bauarbeiten mit einbezieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/vorgeschmack-auf-stuttgart-21\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unschuldig gesucht: Wie Despoten das Fahndungssystem von Interpol missbrauchen<\/strong><br>\nWer von Interpol gesucht wird, gilt als besonders kriminell. Doch immer wieder geraten Unschuldige auf die internationale Fahndungsliste. Ein Grund: Despoten nutzen das internationale Fahndungssystem aus, um mit Hilfe fingierter Vorw&uuml;rfe Oppositionelle zu verfolgen. Experten kritisieren: Das Kontrollsystem von Interpol kann solchen Missbrauch nicht zuverl&auml;ssig erkennen und ausschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-unschuldig-gesucht-wie-despoten-das-fahndungssystem-von-interpol-missbrauchen-100.html\">WDR Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jewish Antifascist Action Berlin: Der Instrumentalisierung entgegentreten<\/strong><br>\nVor einigen Monaten ist in Berlin eine neue Antifa-Gruppe gegr&uuml;ndet worden. Nichts besonderes in dieser Stadt, w&uuml;rde man meinen. Doch im speziellen Fall verh&auml;lt es sich etwas anders &ndash; die Gr&uuml;ndung der Jewish Antifa Berlin hat f&uuml;r Aufsehen gesorgt. Ein Gespr&auml;ch mit Aktivist*innen der Organisation.<br>\nWas war eure urspr&uuml;ngliche Motivation dahinter, warum seid ihr nicht einfach einer der in Berlin existierenden antifaschistischen Gruppen beigetreten? Was hat eine autonome Organisation j&uuml;discher Antifaschist*innen notwendig gemacht?<br>\nWir sind eine Gruppe von Menschen mit verschiedenen Hintergr&uuml;nden. Die meisten von uns haben j&uuml;dische Wurzeln und kommen aus Israel oder Deutschland. Unsere Definition als j&uuml;dische Antifa soll nicht bedeuten, dass wir Nicht-J&uuml;d*innen ausschlie&szlig;en wollen. Wir empfanden es vielmehr als Reaktion auf den in der deutschen Linken herrschenden Diskurs &uuml;ber Kritik an der israelischen Besatzung notwendig. In vielen Kreisen der deutschen Linken wird jede Aktion gegen die Politik Israels sofort als antisemitisch gelabelt und manche Menschen unterst&uuml;tzen sogar ganz offen und euphorisch israelische Milit&auml;rkampagnen.<br>\nEine merkw&uuml;rdige Erfahrung, die f&uuml;r viele in der Gruppe gemeinsam war, passierte nachdem wir Deutsch gelernt haben. Wir k&ouml;nnten es kaum glauben, in linken deutschen Zeitungen, rechtsextreme Propaganda aus Israel, l&auml;ngst als L&uuml;gen nachgewiesene Argumente und nationalistische Geschichtsschreibung zu lesen. Manchmal so direkt &uuml;bersetzt, dass man die hebr&auml;ische Quelle in rechten Webseiten finden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=5366#more-5366\">nahost-forum bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>M&auml;rchen und Schuldzuweisungen zu Anschl&auml;gen in Katalonien<\/strong><br>\nDie Attent&auml;ter hatten mehrere gro&szlig;e Bombenanschl&auml;ge geplant, ihr mutma&szlig;licher Kopf ist ein alter Bekannter der Sicherheitskr&auml;fte<br>\nAuch Zufall und Unf&auml;higkeit haben dazu gef&uuml;hrt, dass in Katalonien ein Massaker nach dem Vorbild der islamistischen Anschl&auml;ge im M&auml;rz 2004 verhindert worden ist, bei dem 191 Menschen in der Hauptstadt Madrid ermordet wurden. Dass sich ein Teil der Attent&auml;ter in Alcanar in der Nacht vor den m&ouml;rderischen Vorg&auml;ngen in Barcelona und Cambrils in die Luft gejagt haben, als sie mit Sprengstoff zum Bombenbau hantierten, hat wohl das Schlimmste in Barcelona verhindert. Die Ermittler haben in den Tr&uuml;mmern mehr als 120 Gasflaschen gefunden, mit denen die Sprengwirkung von Bomben vervielfacht werden sollte.<br>\nSie gehen davon aus, dass die islamistischen Terroristen &ldquo;einen oder mehrere Bombenanschl&auml;ge in Barcelona geplant hatten&rdquo;, sagte der Chef der katalanischen Polizei Josep Llu&iacute;s Trapero auf einer Pressekonferenz am Sonntagmittag Das hatte sich l&auml;ngst &uuml;ber die Tatsache aufgedr&auml;ngt, dass der 17-j&auml;hrige Moussa Oukabir Soprano, der schlie&szlig;lich in Cambrils erschossen wurde, zwei Lieferwagen angemietet hatte. Einer davon blieb unbenutzt und wurde nach der m&ouml;rderischen Fahrt im Zentrum von Barcelona unbenutzt gefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Maerchen-und-Schuldzuweisungen-zu-Anschlaegen-in-Katalonien-3808023.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Entzogene G20-Akkreditierungen Verwechslungen und Jugends&uuml;nden<\/strong><br>\nSechs Wochen nach dem G20-Gipfel haben erste Journalisten Bescheid bekommen, warum ihre Akkreditierung entzogen wurde. Was beim Bundeskriminalamt an Daten &uuml;ber sie gespeichert war, erweist sich als toxisches Datengebr&auml;u.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Peinlichkeit musste die Bundesregierung schon eine Woche nach dem Gipfel in Hamburg einr&auml;umen: Unter den Journalisten, die das BKA als Sicherheitsrisiko erkannt hatte, sei auch ein sogenannter Reichsb&uuml;rger, hatte der Sprecher des Innenministeriums verbreitet.<br>\nDabei hatte sich der angebliche Rechtsextremist zu diesem Zeitpunkt l&auml;ngst geoutet: Der NDR-Journalist Christian Wolf war durch eine schlichte Namensverwechslung auf die Schwarze Liste des BKA geraten. Er war nicht der Einzige, der durch pure Schlamperei von der Berichterstattung ausgeschlossen wurde.<br>\nInzwischen haben mindestens zwei weitere Journalisten ein Entschuldigungsschreiben von der Bundesregierung bekommen. Eine offensichtliche Panne gab es auch beim Hamburger Polizeireporter Frank Br&uuml;ndel. Der Journalist, seit 28 Jahren im Beruf, soll nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes bei der Demonstration am 1. Mai als Angeh&ouml;riger einer &ldquo;gewaltbereiten Bewegung&rdquo; festgenommen worden sein &ndash; eine falsche Auskunft, die das BKA aber zun&auml;chst ungepr&uuml;ft &uuml;bernommen hatte. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Professor Singelnstein weisen die Fragen an die Sicherheitsbeh&ouml;rden weit &uuml;ber den Fall der 32 Journalisten hinaus. Der Entzug der Akkreditierung zeige wie in einem Brennglas, &ldquo;wie gef&auml;hrlich der Automatismus ist, der durch die Eintragung in einer Datei entsteht und welche massiven Folgen eine solche haben kann&rdquo;.<br>\nDas gelte umso mehr, wenn auch Belanglosigkeiten oder unrichtige Vorw&uuml;rfe Eingang in Dateien wie &ldquo;gewaltbereite Straft&auml;ter&rdquo; oder &ldquo;politisch motivierte Kriminalit&auml;t&rdquo; f&auml;nden. Tats&auml;chlich wurde einem der Journalisten kurz nach dem Gipfel vom Verteidigungsministerium auch die Akkreditierung zum Gel&ouml;bnis am 20. Juli im Bendlerblock verweigert. Eine Sprecherin des Ministeriums best&auml;tigte entsprechende Recherchen des ARD-Hauptstadtstudios. (&hellip;)<br>\nNoch deutlicher wird der Datenschutz-Experte: &ldquo;Wenn das als politische Kriminalit&auml;t gespeichert wird, hat das stigmatisierende Wirkung&rdquo;, meint Peter Schaar. Das sei besonders kritisch, wenn die betroffene Person lediglich in Aus&uuml;bung der Pressefreiheit an einer Demonstration teilgenommen habe. Die lange Speicherungsdauer widerspreche zudem verfassungsrechtlichen Vorgaben: &ldquo;Das Bundesverfassungsgericht hat erst k&uuml;rzlich festgestellt, dass hier sehr kurze Fristen gelten. Das beinhaltet die Verpflichtung, immer wieder zu pr&uuml;fen, ob die Speicherung noch erforderlich sei &ndash; das kann ich hier &uuml;berhaupt nicht erkennen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/g20-journalisten-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Suggestiv, dramatisierend, einseitig<\/strong><br>\nWie das ZDF im Kampf gegen links auf journalistische Standards verzichtet<br>\nWer oder was ist der schwarze Block, und wie genau zogen die &raquo;Extremisten&laquo; eigentlich durch Altona? Das fragte sich die ebenso besorgte wie voyeuristische Presse nach dem G20-Gipfel. Das bekannte aus einem Bus aufgenommene Video, das eine Gruppe schwarz vermummter Menschen zeigt, die durch Altona ziehen, fehlte auf keiner News-Webseite, in keinem Fernsehbeitrag. Denn: Brennende Autos klicken, lodernde Barrikaden und vermeintliche Molotow-Cocktails machen Quote. Die damit einhergehende mediale Schelte gegen Linke klang aber nach nur wenigen Tagen wieder ab. Stattdessen richtete sich der Fokus der Presse wieder auf die Polizeigewalt sowie die Kritik an der Taktik der Polizei.<br>\nDas ZDF war also ein bisschen sp&auml;t dran, als es am 19. Juli seine Dokumentation &raquo;autonom, radikal, militant?&laquo; ausstrahlte. Die Doku von Rainer Fromm, der sich bisher in vielen seiner Beitr&auml;ge mit der extremen Rechten besch&auml;ftigt hat, erschien im Format ZDFzoom, das sich selbst als &raquo;investigativ&laquo; beschreibt. Beim Thema &raquo;Linksextremismus&laquo; hat Autor Fromm aber einfach mal alle journalistischen Standards, auf die sich die b&uuml;rgerliche Presse geeinigt hat, &uuml;ber Bord geworfen. (&hellip;)<br>\nUm eine allgemeine Gewaltbereitschaft zu belegen, bedient er sich durchgehend der Suggestion. Bei ihm wird das Uneindeutige zum Eindeutigen. Die Bilder zeigen die sich formierende Welcome-to-Hell-Demo, der Sprecher kommentiert: &raquo;Die Stimmung ist aggressiv, Polizisten werden beleidigt.&laquo; Zu sehen ist dabei ein Schild mit der Parole &raquo;Polizei weder Freund noch Helfer&laquo;. Fromm findet das offenbar aufwieglerisch: &raquo;Die Eskalation der Gipfelproteste geht in die erste Runde&laquo;, schallt es drohend aus dem Off. Dass die erste Runde der Eskalation l&auml;ngst gelaufen ist, ignoriert Fromm: Kein Wort verliert er zu den Campverboten im Vorfeld der Gipfeltage, keines zur massiven Gewaltaus&uuml;bung der Polizei w&auml;hrend der Demonstration. Alles was in den Tagen der Demonstrationen eigentlich alle gro&szlig;en Medien thematisiert haben, f&auml;llt hier unter den Tisch. Stattdessen &uuml;bernimmt die Doku durchgehend die Perspektive der Polizei. (&hellip;)<br>\nAm Ende seiner Doku zieht Fromm ein Fazit f&uuml;r alle, die es trotz unz&auml;hliger Suggestionen noch nicht kapiert haben. Der Autor, der sich bis ak-Redaktionsschluss auf Anfrage leider nicht zu Fragen bez&uuml;glich seiner Dokumentation ge&auml;u&szlig;ert hat, appelliert eindringlich an Polizei und Beh&ouml;rden, ein st&auml;rkeres Augenmerk auf linke Gewalt zu legen. Schlie&szlig;lich habe es Anzeichen gegeben, die man eigentlich nicht &uuml;bersehen konnte. Das Banale wird zur Sensation. Dass sich die Sicherheitsbeh&ouml;rden im Vorfeld des Gipfels auf eben diese &raquo;Anzeichen&laquo; berufen haben und damit ihre unz&auml;hligen Rechtsbr&uuml;che zu legitimieren versuchten, wird verschwiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/\/ak_s\/ak629\/39.htm\">analyse &amp; kritik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Absahner des Tages: Joachim Gauck<\/strong><br>\nUm das Funktionieren der Demokratie zu demonstrieren, nehmen sich die Mainstreammedien regelm&auml;&szlig;ig einen Konzernmanager oder abgehalfterten Politiker vor, der es zu bunt treibt. Im aktuellen Spiegel hat es Joachim Gauck erwischt. Das Nachrichtenmagazin berichtet, der Altbundespr&auml;sident nutze das f&uuml;r fr&uuml;here Staatsoberh&auml;upter vorgesehene Budget voll aus. F&uuml;r viel Geld habe er sich neun B&uuml;ros im Bundestagsgeb&auml;ude an der Berliner Dorotheenstra&szlig;e umbauen lassen, besch&auml;ftige dort vier Mitarbeiter f&uuml;r 385.000 Euro im Jahr. Er selbst beziehe weiter den &raquo;Ehrensold&laquo; von 250.000 per annum.<br>\nDas ist angemssen, der Mann hat Gro&szlig;es geleistet. Er hat seinem &uuml;ber&auml;ngstlichen Land so in den Hintern getreten, dass es notgedrungen auf die Weltb&uuml;hne zur&uuml;ckkehrte, &raquo;um jenes Geflecht aus Normen, Freunden und Allianzen zukunftsf&auml;hig zu machen, das uns doch Frieden in Freiheit und Wohlstand in Demokratie gebracht hat&laquo;.<br>\nAber im Ernst: Nat&uuml;rlich hat der &raquo;Garnisonspfaffe&laquo; aus Rostock nie etwas anderes im Auge gehabt als die eigenen Interessen und die der herrschenden Klasse. Warum sollte er sich also anders benehmen als die anderen Gierlappen? So lie&szlig; er, wie J&uuml;rgen Roth in dieser Zeitung zum Abschied des &raquo;erstaunlichen Egomanen&laquo; aus dem Amt urteilte, &raquo;kaum eine Gelegenheit aus, die Gedem&uuml;tigten und &Uuml;berrollten als &rsaquo;hysterisch&lsaquo; zu diskreditieren, ihre &rsaquo;Zukunftsangst&lsaquo; als &rsaquo;Leitkultur der Deutschen&lsaquo; (beziehungsweise &rsaquo;Kultur des Verdrusses&lsaquo;) l&auml;cherlich zu machen, (&hellip;) und die &rsaquo;Frage&lsaquo; in den Raum zu stemmen, &rsaquo;ob Solidarit&auml;t und F&uuml;rsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen&lsaquo;&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316706.absahner-des-tages-joachim-gauck.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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