{"id":39717,"date":"2017-08-22T08:32:19","date_gmt":"2017-08-22T06:32:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717"},"modified":"2017-08-22T08:32:19","modified_gmt":"2017-08-22T06:32:19","slug":"hinweise-des-tages-2942","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h01\">So machen Sie das Beste aus dem aktuellen Terroranschlag!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h02\">Nach der Bundestagswahl: Das &bdquo;Transferuni&ouml;nchen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h03\">Kanzleramt genehmigt Mitarbeitern Nebenjob f&uuml;r CDU-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h04\">&bdquo;Es ist kein Europa, in dem man sich wohlf&uuml;hlt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h05\">Bei der Pleite von Air Berlin blamiert sich die Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h06\">Deutlich mehr Steuereinnahmen: Der Staat schwimmt in Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h07\">Deutsche Post am Limit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h08\">Die sp&auml;te Kritik der Bundesarbeitsministerin am Regierungsentwurf fu&#776;r den Bundeshaushalt 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h09\">Rastatt-Desaster der Bahn wirft Schlaglicht auf S21-Risiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h10\">NATO-Russland: Neutrale Zone?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h11\">Assad: Das westliche Projekt ist in Syrien gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h12\">Der Untergang des Benjamin Netanjahu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h13\">Wallraff: De Maizi&egrave;re soll Interpol-Listen offenlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h14\">Wenn der Staat M&ouml;rder in Uniform deckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h15\">CSU-Chef fordert bundesweiten Objektschutz durch die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h16\">Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband kritisiert AFD-Asylkonzept als menschenverachtend und absurd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h17\">Wie Journalisten zu Gewaltt&auml;tern (gemacht) werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h18\">Die gro&szlig;e &ldquo;Repolonisierung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39717#h19\">Diversity produziert eine angstbesetzte intellektuelle Einfalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So machen Sie das Beste aus dem aktuellen Terroranschlag!<\/strong><br>\nEin Schnellkurs in 11 Schritten f&uuml;r Politiker. Barcelona, Paris, London, Nizza, Berlin, Br&uuml;ssel, New York, M&uuml;nchen, W&uuml;rzburg &ndash; die Landkarte ist dicht bes&auml;t mit Schaupl&auml;tzen des Terrors. Wegen der schnellen Folge der Katastrophen in den letzten Jahren ist es f&uuml;r Politiker nicht immer leicht, angemessen zu reagieren. Die gute Nachricht: Sie m&uuml;ssen Ihre Grundaussagen zum Anschlag nicht jedes Mal neu erfinden. Bestimmte Argumentationsstrategien haben sich bew&auml;hrt und k&ouml;nnen &ndash; in Varianten &ndash; wiederverwertet werden.<br>\n1.Erwecken Sie den Eindruck, dass au&szlig;er den Opfern des j&uuml;ngsten Anschlags niemand gestorben ist.<br>\n2.Beschimpfen Sie Menschen mit einer differenzierten Meinung als Bagatellisierer und Relativierer.<br>\n3.Verd&auml;chtigen und beleidigen Sie Muslime pauschal.<br>\n4.Behaupten Sie, dass nach dem j&uuml;ngsten Anschlag nichts mehr so sei wie zuvor.<br>\n5.Treiben Sie nun all die Einschr&auml;nkungen von Menschen- und B&uuml;rgerrechten voran, nach denen Sie sich ohnehin schon lange sehnen.<br>\n6.Machen Sie klar, dass Sicherheit von nun an das alles &uuml;berragende Thema sei, dem sich alles andere zu beugen habe &ndash; Freiheit und Menschw&uuml;rde inklusive.<br>\n7.Schlie&szlig;en Sie Vergebung und Vers&ouml;hnung aus, schlie&szlig;lich repr&auml;sentieren Sie das christliche Abendland.<br>\n8.Geben Sie niemals irgendeinen Fehler aus der Vergangenheit oder die Wirkungslosigkeit einer Ma&szlig;nahme zu.<br>\n9.Besch&auml;ftigen Sie sich auf keinen Fall mit den Motiven und der Biografie der Terroristen.<br>\n10.Machen Sie klar, dass von den Anschl&auml;gen alle B&uuml;rger gleicherma&szlig;en betroffen sind.<br>\n11.Erw&auml;gen Sie unter den m&ouml;glichen Gegenma&szlig;nahmen vor allem jene, die der R&uuml;stungs- und Sicherheitsindustrie die gr&ouml;&szlig;ten Profite verspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/so-machen-sie-das-beste-aus-dem-aktuellen-terroranschlag\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach der Bundestagswahl: Das &bdquo;Transferuni&ouml;nchen&ldquo;<\/strong><br>\nIn unguter Tradition wird wird die Europapolitik einmal mehr aus dem Wahlkampf herausgehalten. Sowohl CDU\/CSU als auch die SPD planen einen Einstieg in die Transferunion, warten mit der Konkretisierung ihrer Pl&auml;ne jedoch ab, bis die Bundestagswahl vor&uuml;ber ist.<br>\nWissend um die geringe Unterst&uuml;tzung EU-fiskalischer Pl&auml;ne in der Bev&ouml;lkerung wollen die gro&szlig;en Parteien der AfD keine Wahlkampfmunition geben. Diese Vorgehensweise mag aus parteitaktischer Perspektive zwar rational sein, ist jedoch weder dazu geeignet, die gro&szlig;e Distanz zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien und gro&szlig;en Bev&ouml;lkerungsgruppen in der Europapolitik zu verringern, noch der fragilen demokratischen Legitimit&auml;t der Europ&auml;ischen Union aufzuhelfen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Progressive klingt das Stichwort &bdquo;Transferunion&ldquo; ja erst einmal gut. Die Unterst&uuml;tzung der &ouml;konomisch und sozial Schw&auml;cheren ist unbestritten eine wichtige Verpflichtung. Das gilt umso mehr, wenn der Nutzen einer gemeinsamen Unternehmung so ungleich verteilt ist wie bei der Eurozone, bei der Deutschland der wesentliche Profiteur ist, zu Ungunsten der s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten. Und zus&auml;tzliche fiskalische Mittel w&auml;ren in S&uuml;deuropa hilfreich, etwa f&uuml;r die Finanzierung einer Innovationspolitik, die dem fortgeschrittenen Prozess der Deindustrialisierung entgegen wirkt.<br>\nDiskutiert werden derzeit eine Reihe unterschiedlicher Optionen f&uuml;r Ans&auml;tze einer Transferunion innerhalb der Eurozone, von einer paneurop&auml;ischen Arbeitslosenversicherung &uuml;ber verschiedene Modelle von Eurobonds oder Eurokreditverbriefungen (&bdquo;European Safe Bonds\/Esbies&ldquo;) sowie einer paneurop&auml;ischen Einlagensicherung f&uuml;r Banken bis hin zu direkten Transfers aus einem eigenen steuerfinanzierten Haushalt der Eurozone (&bdquo;Fiskalkapazit&auml;t&ldquo; oder &bdquo;makro&ouml;konomische Stabilisierungsfunktion&ldquo;). Allerdings ist selbst der extrem europhile SPD-Kanzlerkandidat Schulz derzeit nicht bereit, sehr viel politisches Kapital mit diesen Initiativen zu verbinden. Konkretisiert werden sie erst nach der Bundestagswahl und den Wahlen zum Nationalrat in &Ouml;sterreich, ggf. auch erst nach der Bestimmung des n&auml;chsten italienischen Parlaments, es geht hier um eine eher mittelfristige Strategie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/nach-der-bundestagswahl-das-transferunioenchen\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das erfolgt auch vor dem Hintergrund einer recht aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber die EZB-Geldpolitik, dessen Richter dieses Thema nach Luxemburg weiter gereicht haben. Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39660#h01\">hier<\/a> darauf hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kanzleramt genehmigt Mitarbeitern Nebenjob f&uuml;r CDU-Wahlkampf<\/strong><br>\nMehrere Mitarbeiter des Kanzleramtes arbeiten im Rahmen des Bundestagswahlkampfes auch f&uuml;r die CDU-Bundesgesch&auml;ftsstelle. Im Rahmen eines Minijobs. Das Kanzleramt genehmigte diese Nebent&auml;tigkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article167826584\/Kanzleramt-genehmigt-Mitarbeitern-Nebenjob-fuer-CDU-Wahlkampf.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Niema Movassat (MdB, die Linke)<\/strong><br>\nDie CDU betreibt im Wahlkampf illegale Parteienfinanzierung. Mitarbeiter des Kanzleramtes werden auf 450 &euro;-Basis von der CDU &ldquo;nebenberuflich&rdquo; besch&auml;ftigt, um im Wahlkampf zu helfen. Die CDU l&auml;sst die Grenzen zwischen dem Regierungsapparat und Partei verwischen. Dabei haben sich Beh&ouml;rden, Ministerien und auch das Kanzleramt nicht in den Wahlkampf einzumischen. Offenbar begreift die Merkel-Partei den Staat als Beute, den sie nun f&uuml;r ihre Zwecke nutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Movassat.Niema\/posts\/674040796125893\">Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Merkels Kanzleramt schickt eigene Leute als &ldquo;Mini-Jobber&rdquo; zur CDU f&uuml;r den Wahlkampf<\/strong><br>\nDrei Mitarbeiter aus dem Kanzleramt arbeiten w&auml;hrend des Wahlkampfs auch noch als Mini-Jobber bei der CDU: Das hat Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, heute best&auml;tigt. Schon 2009 und 2013 sei dies in einem Fall so gewesen. Die Kanzlerin nutzt zudem die Flugbereitschaft der Bundeswehr im Wahlkampf. Die CDU bezahle die Fl&uuml;ge, versichert Seibert. Wie viel das genau kostet, wie viel die &ldquo;CDU-Minijobber auf &euro;450-Basis&rdquo; verdienen und wie viel sie f&uuml;r die CDU arbeiten, blieb heute aber offen&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 21. August 2017 &ndash;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y-er3d3LTlY\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Es ist kein Europa, in dem man sich wohlf&uuml;hlt&ldquo;<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen uns gegen die EU und die Macht Deutschlands wehren, meint unser Autor Costas Lapavitsas im Interview mit dem italienischen Historiker Steven Forti.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/es-ist-kein-europa-dem-man-sich-wohlfuehlt\/\">Costas Lapavitsas bei Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bei der Pleite von Air Berlin blamiert sich die Bundesregierung<\/strong><br>\nSie zeigt einen erschreckenden Mangel an Fachwissen und greift in ein Insolvenzverfahren ein. Dabei l&auml;sst sie sich ausgerechnet von der Lufthansa vor den Karren spannen. [&hellip;]<br>\nWas Spohr plant &ndash; Transfer von m&ouml;glichst vielen Flugzeugen, Start- und Landezeiten und Mitarbeitern ohne die teuren Air-Berlin-Tarifvertr&auml;ge &ndash; ist durchaus legitim. Es gibt aber auch ein Problem dabei: Es ist geradezu ersch&uuml;tternd anzusehen, wie sich die Bundesregierung von der Lufthansa vor den Karren spannen l&auml;sst und die Einzelinteressen eines Unternehmens vor diejenigen der Allgemeinheit und der Gl&auml;ubiger von Air Berlin stellt. Sie zeigt dabei einen erschreckenden Mangel an Fachwissen und greift so nebenbei in ein Insolvenzverfahren ein, mit dem sie eigentlich nur als Gl&auml;ubiger wegen des &Uuml;berbr&uuml;ckungskredits zu tun haben sollte. Dass Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Matthias Machnig (SPD) Ryanair-Chef Michael O&rsquo;Leary auffordert, er k&ouml;nne sich bei ihm melden, wenn er einen Teil von Air Berlin kaufen wolle, spricht B&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/pleite-von-air-berlin-bei-der-pleite-von-air-berlin-blamiert-sich-die-bundesregierung-1.3634846\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Deutschland first ist das Motto. Protektionismus ist halt nur dann verp&ouml;hnt, wenn er von Trump kommt. Ich bin ja nur mal gespannt, was die EU-Kommission zu dieser ganzen Farce sagt. Denn die Sch&uuml;tzenhilfe der Bundesregierung f&uuml;r die Lufthansa ist eine ganz offene Subventionierung eines einheimischen Konzerns zu Lasten der europ&auml;ischen Konkurrenz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutlich mehr Steuereinnahmen: Der Staat schwimmt in Geld<\/strong><br>\nIm Juni waren die Steuereinnahmen erstmals seit Monaten gesunken. Jetzt zeigt sich: Das war nur vor&uuml;bergehend so. Der Trend sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/steuereinnahmen-der-staat-schwimmt-in-geld-15160872.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 9 Prozent mehr im Vorjahresvergleich sind ja, wie die FAZ selber schreibt, nur eine Momentaufnahme. Wenn man die Wortwahl aber ernst nimmt, dass der Staat im Geld schwimmt: warum sind dann weiterhin Schulen, Stra&szlig;en, die &ouml;ffentliche Verwaltung und viele andere Aspekte des &ouml;ffentlichen Lebens so grauenhaft unterfinanziert, und soll das nach dem Willen von Union und SPD auch so bleiben? Sollte der Staat nicht sinnvollerweise den jahr(zehnt)elangen Investitionsstau beheben? Warum wird nicht wenigstens das BaF&ouml;g um ein paar Euro angehoben? Besser kann das Geld doch gar nicht angelegt werden, schon gar nicht bei unter 1 Prozent Verzinsung (bzw. Zinsen) auf Staatsschulden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Post am Limit<\/strong><br>\nNach au&szlig;en hin gibt sich die Deutsche Post AG modern und innovativ. Doch hohe Gewinnversprechen an die Aktion&auml;re setzen den Konzern unter Druck. Auch die Konkurrenz macht der Post zu schaffen.<br>\nWichtige Kunden wie Amazon k&uuml;ndigen eigene Vertriebssysteme an. Wie aber wirkt sich dieser Druck auf Kunden und Mitarbeiter aus? &ldquo;ZDFzoom&rdquo; zeigt, mit welchen Mitteln und auf wessen Kosten die Deutsche Post versucht, ihre Marktposition zu halten und auszubauen.<br>\nWeniger Briefe, daf&uuml;r aber immer mehr P&auml;ckchen und Pakete &ndash; das ist der Trend in der Branche. Der Post bereitet die Konkurrenz gerade im Paketgesch&auml;ft Sorgen. Einer der gr&ouml;&szlig;ten Kunden &ndash; Amazon &ndash; plant, seine Waren teilweise selbst auszuliefern.<br>\nGleich mehrere Briefzusteller berichten dem Filmautor von zunehmender Arbeitsbelastung und gesundheitlichen Problemen. Dass der Zeitdruck immer gr&ouml;&szlig;er werde und das Pensum an manchen Tagen nicht zu schaffen sei, f&uuml;hren viele auf die Gr&ouml;&szlig;e der Zustellbezirke zur&uuml;ck. Insider berichten, dass eine interne Software unter dem K&uuml;rzel IBIS den Effizienzdruck immer mehr steigere. Die Folge: Auszuliefernde Post bleibe liegen. Fakt ist: Die Unzufriedenheit bei den Kunden der Post nimmt zu. P&auml;ckchen und Briefe, die zu sp&auml;t oder an die falsche Adresse geliefert werden, schaden dem Image der Post.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-deutsche-post-am-limit-100.html\">ZDF Zoom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die sp&auml;te Kritik der Bundesarbeitsministerin am Regierungsentwurf fu&#776;r den Bundeshaushalt 2018<\/strong><br>\nAm 28. Juni 2017 (!) beschloss das Bundeskabinett (!) den Regierungsentwurf fu&#776;r den Bundes- haushalt 2018. Am 9. August 2017 informierte das Bremer Institut fu&#776;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) u.a. auch u&#776;ber die in diesem Regierungsentwurf der gro&szlig;en Koalition (Groko III) geplanten Ku&#776;rzungen der Bundesmittel fu&#776;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; und weitere Ku&#776;rzun- gen im Aufgabengebiet &bdquo;aktive Arbeitsmarktpolitik&ldquo; (Funktion 253).1<br>\nAm 14. August 2017 berichteten die Su&#776;ddeutsche Zeitung und danach diverse andere Medien u&#776;ber die geplanten Ku&#776;rzungen.2 In diesen Presseberichten war dann erstmals etwas u&#776;ber die Kritik der Bundes- ministerin fu&#776;r Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD), an den Ku&#776;rzungen zu lesen &ndash; 47 Tage nach dem Beschluss dieser Ku&#776;rzungen durch das Bundeskabinett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/2017-08-15_spaete-nahles-kritik-bundeshaushalt-2018.pdf\">BIAJ Kurzmitteilungen [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rastatt-Desaster der Bahn wirft Schlaglicht auf S21-Risiken<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn die Deutsche Bahn AG sich au&szlig;erstande sieht, weniger als hundert Meter Tunnelstrecke in einem relativ erprobten Untergrund sicher durchzuf&uuml;hren &ndash; wie soll sie dann 17,6 Kilometer Tunnelbaustrecken im nicht erprobten, deutlich risikoreicheren Anhydrit bei Stuttgart 21 sicher realisieren k&ouml;nnen?&ldquo;, fragt die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Sabine Leidig, mit Blick auf die Sperrung der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden. &bdquo;Diese Sperrung wirft ein ebenso bezeichnendes wie d&uuml;steres Licht auf die Deutsche Bahn AG und das Gro&szlig;projekt Stuttgart 21.&ldquo; Leidig weiter:<br>\n&bdquo;Offensichtlich hat die Deutsche Bahn AG mit extremem Risiko und unsachgem&auml;&szlig; die Tunnelarbeiten vorangetrieben. Dabei hatte sie im Vorfeld dieser Arbeiten betont, dass an dieser Stelle ein &acute;absolut sicheres&acute; und zugleich &acute;neuartiges Tunnelbauverfahren&acute; &ndash; das einer Vereisung des Bodens &ndash; zur Anwendung kommt. Just Vergleichbares wird auch bei den Tunnelbauarbeiten f&uuml;r Stuttgart 21 gesagt: Wenn die Deutsche Bahn AG bei Rastatt eine kurze Tunnelstrecke unter nicht bebautem Gebiet nicht meistern kann, wie soll sie dann 60 Kilometer S21-Tunnelstrecken unter der Landeshauptstadt Stuttgart, in der mehr als 600.000 Menschen leben, solide und dauerhaft sicher durchf&uuml;hren k&ouml;nnen? Es ist doch der immer noch geheim gehaltene Bericht, den KPMG und Ernst Basler + Partner f&uuml;r den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG erstellten und der seit November 2016 ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit gelangte, in dem es explizit hei&szlig;t, dass die S21-Tunnelbauten in Anhydrit mit hohen und nicht absch&auml;tzbaren Risiken verbunden sind.<br>\nDIE LINKE fordert erneut die umgehende Ver&ouml;ffentlichung des KPMG-Basler-Berichts sowie die Diskussion desselben im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG und im Gemeinderat der Stadt Stuttgart jeweils unter Hinzuziehung von unabh&auml;ngigen Fachleuten und des Bundesrechnungshofs, ein sofortiges Moratorium bei S21 &ndash; Baustopp f&uuml;r alle S21-Arbeiten und die seri&ouml;se Pr&uuml;fung seitens der DB AG, der Stadt Stuttgart und des baden-w&uuml;rttembergischen Landtags der Alternativen zu Stuttgart 21 &ndash; wie sie in der Untersuchung &sbquo;Umstieg 21&lsquo; im Sommer 2016 vom Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 entwickelt wurden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rastatt-desaster-der-bahn-wirft-schlaglicht-auf-s21-risiken\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NATO-Russland: Neutrale Zone?<\/strong><br>\nDer US-Sicherheitsexperte Michael O&rsquo;Hanlon steht nicht im Verdacht, sonderlich pazifistische Neigungen zu haben (siehe etwa seine Vorschl&auml;ge zur Eskalation des Afghanistan-Krieges: IMI-Analyse 2016\/24). Bei der Vorstellung seines neuen Buches &bdquo;Beyond NATO: A New Security Architecture for Eastern Europe&rdquo; wartete er allerdings mit einem bedenkenswerten Vorschlag zur De-Eskalation der Beziehungen mit Russland auf, indem er f&uuml;r eine neutral Zone pl&auml;dierte: &bdquo;O&rsquo;Hanlon outlined his proposal to lower tensions with Russia: a permanent zone of neutrality in which the currently non-aligned states&mdash;Finland, Sweden, Georgia, Ukraine, Moldova, Belarus, Armenia, Azerbaijan, Cyprus, and Serbia (and perhaps other neutral Balkan countries)&mdash;will never join NATO or a Russian equivalent.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/21\/nato-russland-neutrale-zone\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Assad: Das westliche Projekt ist in Syrien gescheitert<\/strong><br>\nDer syrische Pr&auml;sident erkl&auml;rt in einer Rede zur Zukunft Syriens eine klare &ldquo;Ostorientierung&rdquo;<br>\nEs ist ein eklatanter Kontrast. Zwischen dem Papier eines US-Think-Tanks und der Rede Baschar al-Assad zur Zukunft Syriens liegen Welten. Zwar r&auml;umt das Atlantik-Counci-Papier ein, dass es nicht sicher sei, in welchem Ausma&szlig; die USA am Wiederaufbau Syriens beteiligt sein wird, aber man mahnt dort schon einmal an, dass es priorit&auml;r darum gehen m&uuml;sse, den Fokus auf die syrische Zivilgesellschaft zu richten, um das Land zu &ldquo;stabilisieren&rdquo;.<br>\nJeder, der lesen kann, wei&szlig;, welche W&uuml;nsche hinter den Empfehlungen des Atlantic Councils stecken, die Mitwirkung der Zivilgesellschaft an der Regierungsarbeit zu st&auml;rken. Der Atlantik Council-Denkbunker ist seit jeher Unterst&uuml;tzer eines Umsturzes in Syrien. So bedeutet der Vorschlag lediglich einen Umweg, um zu bewirken, was auf anderem Weg nicht gelang, die Beschneidung der Macht Assads. Auf lange Frist bleibt es beim Ziel, Assad von der Regierung zu entfernen. Nun halt durch den Aufbau einer Opposition &uuml;ber das Governance-Paradigma. Ganz anders stellt sich die Lage aus Sicht des syrischen Pr&auml;sidenten dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Assad-Das-westliche-Projekt-ist-in-Syrien-gescheitert-3808661.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Untergang des Benjamin Netanjahu?<\/strong><br>\nDer israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu steht im Verdacht, in drei verschiedene F&auml;lle von Korruption und Bestechung verwickelt zu sein &ndash; einer darunter im Zusammenhang mit einem Milliarden-R&uuml;stungsdeal mit dem deutschen U-Boot-Bauer ThyssenKrupp. Um seinen Untergang abzuwenden, mobilisiert Netanjahu verzweifelt weit rechtsau&szlig;en und treibt Israel damit gef&auml;hrlich nahe an einen Erdogan-&auml;hnlichen Totalitarismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/der-untergang-des-benjamin-netanjahu\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wallraff: De Maizi&egrave;re soll Interpol-Listen offenlegen<\/strong><br>\nDogan Akhanli ist nicht der erste kritische Geist, den die T&uuml;rkei in Spanien festsetzen l&auml;sst. G&uuml;nter Wallraff fordert, Berlin m&uuml;sse sich Einblick in die Fahndungsgesuche verschaffen und die Listen offenlegen. Akhani selbst vermutet, dass Ankara ihn zum Schweigen bringen will. Die EU-Kommission warf unterdessen der T&uuml;rkei vor, Interpol f&uuml;r politische Zwecke zu missbrauchen.<br>\nDer Enth&uuml;llungsjournalist G&uuml;nter Wallraff hat die Bundesregierung aufgefordert, sich bei Interpol Einblick in die t&uuml;rkischen Fahndungsgesuche zu verschaffen. Wallraff sagte MDR AKTUELL, Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re m&uuml;sse herausfinden, wer noch auf dieser Liste stehe. Die Rede sei von einigen Hundert, die der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan verfolge. Deshalb m&uuml;ssen auch deutsche Staatsb&uuml;rger im Ausland mit einer Verhaftung rechnen.<br>\nWallraff sagte weiter, der Bundesinnenminister sei qua Amt zust&auml;ndig f&uuml;r Interpol. De Maizi&egrave;re habe deshalb das Recht zu fordern, dass die Fahndungslisten offengelegt w&uuml;rden. Wallraff verlangte: &ldquo;Und dann erwarte ich von ihm, dass er in seiner deutlichen Art Interpol in die Schranken weist und klar macht, dass das in Zukunft zu unterlassen ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/wallraff-interpol-liste-offenlegen-100.html\">MDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn der Staat M&ouml;rder in Uniform deckt<\/strong><br>\nVergangene Woche geriet ein Fall mal wieder in die Schlagzeilen, der mich seit 2011 besch&auml;ftigt: Der Feuertod von Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau. Der an H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en gefesselte Asylbewerber verbrannte im Januar 2005 in einer gefliesten Schlichtzelle binnen 20 Minuten bis zur Unkenntlichkeit. Von der feuerfest umh&uuml;llten Matratze blieb nur Schutt &uuml;brig.<br>\nSelbstmord, meint die Staatsanwaltschaft Dessau. Unm&ouml;glich, sagen Anw&auml;lte und Unterst&uuml;tzer der Familie. Nun r&uuml;ckte die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen-Anhalt mit der Sprache heraus: Bereits im Juni habe sie den Fall aus Dessau abgezogen und den Staatsanw&auml;lten im 50 Kilometer entfernten Halle &uuml;bertragen. Nach zw&ouml;lfeinhalb Jahren Ermittlungen ins Leere. Der Grund: Gutachter zweifeln daran, dass der 36j&auml;hrige beim Brandausbruch noch gelebt hat.<br>\n&raquo;Lasst den Fall doch endlich ruhen&laquo;, wettern Kommentatoren zur aktuellen Berichterstattung. Die Spekulationen kosteten nur immer mehr Geld. Behauptet wird: Die Polizei bringe keine hilflosen Personen so einfach um. Schlie&szlig;lich habe der Mann aus Sierra Leone zuvor betrunken Frauen angequatscht, weil er mit ihrem Handy telefonieren wollte. Da sei er halt selbst Schuld. Wie bitte? In was f&uuml;r einer Gesellschaft lebe ich? Was sind das f&uuml;r Menschen, die Polizisten einen Freifahrtschein zum Morden ausstellen wollen?<br>\nDas erschreckt mich. Zumal es keine Spekulationen sind. Ich bin seit sechs Jahren an dem Fall dran. Ich habe mit Sachverst&auml;ndigen, Feuerwehrleuten und externen Brandermittlern gesprochen. Ich habe alle Gutachten studiert und Tausende Seiten Ermittlungsakten gelesen.<br>\nSchwarz auf wei&szlig; ist in den Akten belegt, wie Polizisten Beweismittel wie am Flie&szlig;band verschwinden lie&szlig;en: Polizeijournale, Dienstpl&auml;ne, Kaufbelege f&uuml;r Matratzen, Brandschutt, eine Handfessel, ein Fahrtenbuch, Videoaufzeichnungen vom Tatort. Mediziner erkl&auml;ren die offizielle Todesversion f&uuml;r unhaltbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-21-8-2017-wenn-der-staat-moerder-in-uniform-deckt\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CSU-Chef fordert bundesweiten Objektschutz durch die Bundeswehr<\/strong><br>\nDer bayerische Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer findet harte Worte gegen den Terrorismus. Zugleich macht er einen Vorschlag, wie man die deutsche Polizei entlasten k&ouml;nne. Und bringt dabei die Bundeswehr ins Spiel. (&hellip;)<br>\nNur wenn der Staat stark sei, k&ouml;nne man dem Terrorismus begegnen. Man d&uuml;rfe da keine R&uuml;cksicht auf eine &bdquo;schwierige Jugend oder strenge Lehrer nehmen.&ldquo; Terroristen m&uuml;ssten &bdquo;gejagt, verfolgt und unsch&auml;dlich gemacht&ldquo; werden.<br>\nWelche Art von Terroristen er damit meinte, lie&szlig; er allerdings offen. Denn einen betr&auml;chtlichen Teil der anschlie&szlig;enden Zeit arbeitete er sich an den Krawallen beim G-20-Gipfel ab, f&uuml;r die bekannterma&szlig;en Linksextremisten verantwortlich waren. &bdquo;Wir hatten auch mal so einen Gipfel. Einen G-7-Gipfel&ldquo;, so Seehofer in Anspielung auf das Siebenertreffen in Elmau im Jahr 2015.<br>\nAuf jeden Demonstranten seien damals drei Polizisten gekommen, einige Demonstranten h&auml;tten sich dar&uuml;ber bei ihm beschwert. &bdquo;Wenn ihr nicht mehr mobilisieren k&ouml;nnt, kann ich ja nichts daf&uuml;r&ldquo;, habe er ihnen geantwortet. Das Publikum feierte ihn f&uuml;r diese Anekdote. Die Botschaft dahinter: Wer seine Polizei verk&uuml;mmern l&auml;sst, muss sich &uuml;ber rechtsfreie R&auml;ume nicht wundern. Dass in Hamburg immer noch ermittelt wird, ob die Polizei die Grenzen des gesetzlich Erlaubten &uuml;berschritten hat, erw&auml;hnte er nicht. (&hellip;)<br>\nAber er machte Vorschl&auml;ge, wie man die Polizei entlasten k&ouml;nne: Zum Beispiel, indem man Teile ihrer Aufgaben an die Bundeswehr &uuml;bertrage. &bdquo;Wenn es um den Objektschutz geht, um die Sicherheit auf Pl&auml;tzen, auf denen sich viele Leute aufhalten, dann sollten das gut ausgebildete Bundeswehrsoldaten &uuml;bernehmen, damit die Polizei ihre eigentlichen Aufgaben wahrnehmen kann&ldquo;, so Seehofers Vorschlag.<br>\nDer geht freilich weit &uuml;ber das hinaus, was selbst innerhalb seiner Partei spruchreif ist. Denn schon der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wenn es um Terrorlagen geht, ist umstritten. Nicht jeder Politiker w&uuml;nscht sich ein Stadtbild wie in Frankreich und Belgien, wo der Tarnfleck an &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen, Bahnh&ouml;fen und Kaufh&auml;usern omnipr&auml;sent ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article167826714\/CSU-Chef-fordert-bundesweiten-Objektschutz-durch-die-Bundeswehr.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Urspr&uuml;nglich und &uuml;ber viele Jahrzehnte war die Bundeswehr lediglich f&uuml;r Verteidigungszwecke erlaubt worden &ndash; abgesehen von kollektiven Eins&auml;tzen im Rahmen der Uno bzw. eines B&uuml;ndnisfalls der NATO, der gl&uuml;cklicherweise nie eintrat. Nun soll sie immer mehr Aufgaben im Inneren erhalten. Ist das wirklich w&uuml;nschenswert oder nicht doch eher Anlass zur Sorge?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband kritisiert AFD-Asylkonzept als menschenverachtend und absurd<\/strong><br>\nAls &bdquo;neuerlichen kalkulierten Tabubruch&ldquo; bezeichnet der Parit&auml;tische Gesamtverband die Forderung der AFD nach einer Abschaffung des individuellen Asylrechts. Die Partei treibe mit ihrem heute vorgestellten Asylkonzept die europ&auml;ische Debatte um die Auslagerung des Fl&uuml;chtlingsschutzes auf eine gef&auml;hrliche Spitze, warnt der Parit&auml;tische. Statt militaristischer Kleinstaaterei, einer weiteren Abschottung Europas und der Schaffung von Internierungslagern in Afrika, seien endlich legale und gefahrenfreie Zugangswege in die EU zu gew&auml;hrleisten, fordert der Verband.<br>\n&ldquo;Die Forderung nach der Abschaffung des individuellen Asylrechts stellt einen neuerlichen kalkulierten Tabubruch dar, wie er f&uuml;r die AFD mittlerweile typisch ist. Ebenso verh&auml;lt es sich mit der Schlie&szlig;ung der deutschen Grenze, die nichts anderes als das praktische Ende der Freiz&uuml;gigkeit in der EU bedeuten w&uuml;rde&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. Die asylpolitischen Vorschl&auml;ge der AFD seien teils menschenverachtend, teils absurd, in jedem Fall aber Gift f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt.<br>\n&bdquo;Der Parit&auml;tische wendet sich ganz ausdr&uuml;cklich gegen eine solche Politik der Internierungslager und die Auslagerung des Fl&uuml;chtlingsschutzes vor Europas Grenzen. Globale Probleme wie das der Fl&uuml;chtlinge erfordern ein humanes Handeln der gesamten EU und keine militaristische Kleinstaaterei&ldquo;, so Schneider. Das individuelle Asylrecht sei unantastbar und in jedem Falle zu erhalten. &bdquo;Was wir brauchen sind keine verantwortungslose Abschottung, sondern sichere legale Zugangswege in die EU und die solidarische Verteilung unter deren Mitgliedern&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-wohlfahrtsverband-kritisiert-afd-asylkonzept-als-menschenverachtend-und-absurd\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Journalisten zu Gewaltt&auml;tern (gemacht) werden<\/strong><br>\nTrotz des Aufgebots von rund 20.000 Polizisten ist es den Polizeibeh&ouml;rden beim G20-Gipfel nicht gelungen, die Sicherheit von Hamburger B&uuml;rgern und Demonstrationsteilnehmern und die Unversehrtheit des Eigentums von Anwohnern und Gesch&auml;ftsinhabern zu gew&auml;hrleisten. Viel Aufwand wurde im Vorfeld in Datenbanken &uuml;ber angeblich linke Gewaltt&auml;ter gesteckt. (Falsche) Eintr&auml;ge dort haben bis zu 32 Journalisten den Entzug der Akkreditierung noch w&auml;hrend des Gipfels eingebracht.<br>\nWir erl&auml;utern aus fachlicher und technischer Sicht, wie Informationen im polizeilichen Staatschutz gewonnen bzw. generiert werden und zu welchen Entscheidungen und polizeilichen Aktivit&auml;ten solche &sbquo;Erkenntnisse&lsquo; f&uuml;hren. Denn es besteht die Gefahr, dass die Informationen in diesen Datenbanken eine kriminalfachliche Kompetenz und strafprozessuale &sbquo;Beweislage&lsquo; vorgaukeln, die mit den Tatsachen wenig bis gar nichts mehr zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/wie-journalisten-zu-gewalttaetern-gemacht-werden\">Police-IT<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Risiko f&uuml;r die Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nVon keinem der vor dem G20-Gipfel beschuldigten Journalisten ging eine Gefahr aus. Von Bundespresseamt und BKA hingegen schon.<br>\nKe mehr bekannt wird, aus welchen Gr&uuml;nden Journalisten ihre Akkreditierung beim Hamburger G20-Gipfel entzogen wurde, desto absurder wird es. Sechs Wochen nach dem bizarren Treffen an der Alster haben sich zwar immer noch keine verurteilten Straft&auml;ter oder linksradikalen &bdquo;Leiter von Schwarzen Bl&ouml;cken&ldquo; finden lassen, die laut Bundesregierung angeblich auf der Schwarzen Liste gestanden h&auml;tten. Auch der von ihr behauptete rechtsextreme &bdquo;Reichsb&uuml;rger&ldquo; hat sich als R&auml;uberpistole erwiesen. Daf&uuml;r wird inzwischen immer offensichtlicher, wie h&ouml;chst problematisch die Sicherheitsbeh&ouml;rden im Bund und in den L&auml;ndern mit Journalisten umgehen.<br>\nEs ist alleine schon ein Skandal, dass bis heute der Mehrzahl der 32 Betroffenen nicht mitgeteilt worden ist, was das Bundeskriminalamt konkret gegen sie an Staatsschutz&ldquo;erkenntnissen&ldquo; zusammengetragen hat. Die wenigen F&auml;lle, in denen bislang Auskunft gegeben wurde, zeichnen ein d&uuml;steres Bild: Namensverwechselungen, gerichtskundige Falschbeschuldigungen, fatale Fehlausk&uuml;nfte, unrechtm&auml;&szlig;ig gespeicherte Daten &ndash; auf solch aberwitziger Basis hat das BKA dem Bundespresseamt empfohlen, Journalisten in ihren Arbeitsm&ouml;glichkeiten einzuschr&auml;nken. Und das Bundespresseamt ist der Empfehlung eilfertig ohne eigene Pr&uuml;fung gefolgt.<br>\n&bdquo;Es ist nicht meine Rolle, mir einzelne F&auml;lle anzuschauen&ldquo;, hat dazu Regierungssprecher Steffen Seibert lapidar in der Bundespressekonferenz verk&uuml;ndet. Aber ebenso wenig kann und darf es der ehemalige ZDF-Redakteur als seine Aufgabe sehen, willf&auml;hrig den Ruf und die berufliche Existenzgrundlage von Kollegen aufs Spiel zu setzen. Genau das ist jedoch geschehe<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-G20-Akkreditierungen\/!5440377\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e &ldquo;Repolonisierung&rdquo;<\/strong><br>\nPolens Rechtspopulisten wollen den Einfluss ausl&auml;ndischer Massenmedien beschneiden &ndash; und gehen auf Konfrontationskurs zu deutschen Konzernen. Drohen Nationalisierungen?<br>\nGeht es Deutschlands Mediengiganten in Polen bald an den Kragen? Eine Hexenjagd sei derzeit &ouml;stlich der Oder im Gange, titelte vor kurzem das Handelsblatt. Eine Hexenjagd auf deutsche Medienkonzerne, die ja bekanntlich die Essenz von Unschuld, Freiheit und Demokratie verk&ouml;rperten.<br>\nUnd wenn sich jemand im deutschen Medienzirkus mit Hexenjagden auskennt, dann ist es sicherlich Springerchef Mathias D&ouml;pfner &ndash; zuletzt haben ja seine Boulevardbl&auml;tter ihre diesbez&uuml;glichen Kompetenzen w&auml;hrend der G20-Proteste in Hamburg hinreichend unter Beweis gestellt, als Springerbl&auml;tter in b&ouml;ser alter Tradition dem Polizeistaat eine breite Schneise freizuschreiben versuchten.<br>\nMan verfolge &ldquo;die Debatte &uuml;ber die Medienpolitik in Polen sehr genau&rdquo;, zitierte das Handelsblatt D&ouml;pfner, doch sei in letzter Zeit die Rhetorik &ldquo;der regierungsfreundlichen Medien und der Regierung sehr viel sch&auml;rfer&rdquo; gegen&uuml;ber den deutschen Zeitungskonzernen geworden. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich konnte deutsches Kapital nach der Systemtransformation eine herausragende Stellung auf dem polnischen Medienmarkt erringen (Deutsch-Mittelost). Der Springer Verlag ist mit dem auflagenst&auml;rksten Boulevardblatt und Bild-Klon Fakt dem popul&auml;ren Internatsportal Onet, der kaczynskikritischen Wochenzeitung Newsweek Polska sowie dem Wirtschaftsblatt Forbes in Polen vertreten. Die Welt-Kopie Dziennik wurde schon vor l&auml;ngerer Zeit abgesto&szlig;en.<br>\nW&auml;hrend Springer, Burda und Bauer Polens Medienmarkt mit den &uuml;blichen Hochglanzmagazinen &uuml;berfluteten, hat die Verlagsgruppe Passau eine erfolgreiche Spartenexpansion betrieben, mit der dieser mittelst&auml;ndische Verlag eine Monopolstellung in Polens Regionen erringen konnte. Nahezu alle polnischen Regionalbl&auml;tter befinden sich bereits im Besitz der Passauer. 20 polnische Regionalzeitungen werden von der Polska Press der Passauer kontrolliert. Die &ldquo;Deutschen&rdquo; w&uuml;rden somit nahezu 90 Prozent der Regionalmedien in Polen kontrollieren, meldeten konservative polnische Portale schon 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-grosse-Repolonisierung-3806116.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Diversity produziert eine angstbesetzte intellektuelle Einfalt<\/strong><br>\nWer das Drama um den Google-Programmierer Revue passieren l&auml;sst, findet diese Haltung auf beiden Seiten wieder. Die Emp&ouml;rten des ersten Akts haben in James Damore kein Individuum, sondern einen weissen Mann wahrgenommen, also einen Vertreter einer historisch privilegierten Gruppe. H&auml;tte eine Frau Googles F&ouml;rderprogramme, die sich exklusiv an Frauen richten, kritisiert, w&auml;ren die Reaktionen anders ausgefallen. Kritik h&auml;tte es vielleicht auch gegeben, aber sie w&auml;re viel milder ausgefallen. Auf der Seite der Kontraemp&ouml;rten galt das gleiche Prinzip. Hier wurde jeder Einwand gegen Damores Text als ideologisches Blendwerk abgeb&uuml;gelt.<br>\nDie Vielfalt, die sich Diversity nennt, hat eine angstbesetzte intellektuelle Einfalt produziert. Widerspruch ist nicht erw&uuml;nscht. Selbst wenn er, wie in James Damores Schreiben an seine Kollegen, mit den Worten beginnt: &laquo;Ich sch&auml;tze Diversity.&raquo; Sein Rauswurf d&uuml;rfte den Druck noch erh&ouml;hen. Google ist nicht irgendein Unternehmen. Der Konzern ist das Herz des Silicon Valley. Dort entscheiden sie, wie der Rest von uns kommuniziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/google-und-james-damore-diversity-hat-eine-angstbesetzte-intellektuelle-einfalt-produziert-ld.1311537\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39717"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39720,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39717\/revisions\/39720"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}