{"id":39726,"date":"2017-08-22T13:58:30","date_gmt":"2017-08-22T11:58:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39726"},"modified":"2018-12-30T17:48:47","modified_gmt":"2018-12-30T16:48:47","slug":"brasilien-michel-temers-pluenderung-des-staates-und-das-schweigen-der-medien-und-maerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39726","title":{"rendered":"Brasilien &#8211; Michel Temers Pl\u00fcnderung des Staates und das Schweigen der Medien und &#8220;M\u00e4rkte&#8221;"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170822_temer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>&bdquo;Fassungslos erlebten wir am vergangenen 2. August 2017 den moralischen Tod Brasiliens. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde ein Pr&auml;sident beim Begehen von Verbrechen ertappt, doch die scheinheiligen Volksvertreter stimmten seinem weiteren, straflosen Verbleib im h&ouml;chsten Amt der Staatsmacht zu, f&uuml;r dessen Aus&uuml;bung er nicht die Vollmachten des Volkes erhalten hat. Im Gegenteil, sie lie&szlig;en ihn im Amt gegen den Willen der &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit der Menschen. Seitdem blutet das Land w&uuml;rdelos dahin und die gr&uuml;ngelbe Nationalflagge flattert ergraut vor Scham.&ldquo; Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nMit diesen packenden Worten er&ouml;ffnete der brasilianische Soziologie-Professor Aldo Fornazieri eine seiner j&uuml;ngsten, w&ouml;chentlichen Kolumnen auf dem digitalen Nachrichtendienst GGN (&bdquo;Ora&ccedil;&atilde;o f&uacute;nebre para o Brasil&rdquo; &ndash; GGN, 08.08.2017). Fornazieris Bildsprache mag ungefr&uuml;hst&uuml;ckten Lesern dramatisch &uuml;berzeichnet klingen. Ist sie aber nicht. <\/p><p>W&auml;hrend der samt acht Ministern seines Kabinetts und der H&auml;lfte des Parlaments wegen schwerer Korruption angeklagte Staatschef sich ein Ausgaben-Bacchanal zur Sicherung seines Amtsverbleibs erlaubt, wurden in den ersten zw&ouml;lf Monaten seiner katastrophalen Amtszeit nach <a href=\"https:\/\/infogbucket.s3.amazonaws.com\/arquivos\/2016\/03\/22\/atlas_da_violencia_2016.pdf\">offiziellen Angaben<\/a> des Instituts f&uuml;r Angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA) tats&auml;chlich 59.500 Menschen, darunter vor allem junge Afrobrasilianer, in Brasilien ermordet &ndash; von Verkehrstoten abgesehen, waren weibliche Opfer von m&auml;nnlicher Gewalt oder in der Hand von selbsternannten Hinrichtungsmilizen und im Kugelhagel der Polizei.<\/p><p>Die schauerliche Gewalt geht einher mit dem Zusammenbruch der staatlichen Institutionen und dem wirtschaftlichen Absturz. Im ersten Amtsjahr Temers schrumpfte das brasilianische Inlandsprodukt (BIP) um 3,6 Prozent. F&uuml;r 2017 prognostiziert der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) ein k&auml;rgliches Wachstum von maximal 0,3 Prozent. <\/p><p>Mit der Begr&uuml;ndung, radikale Reformen der Arbeits- und Rentengesetze w&uuml;rden neuen, wirtschaftlichen Aufschwung bewirken (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37489\">siehe NDS-Artikel vom 20.03.2017<\/a>), spannte die Regierung einheimische und internationale Medien und B&ouml;rsenmakler f&uuml;r eine Wachstumsprognose von mindestens 2,5 Prozent f&uuml;r 2018 ein. Doch die Temer-Regierung t&auml;uschte die sogenannten &bdquo;M&auml;rkte&rdquo;. Dem widerspricht die Vorhersage des IWF, der seine prim&auml;re Wachstumserwartung f&uuml;r 2018 bereits <a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\/en\/publication\/global-economic-prospects\">von 1,7% auf 1,3% zusammenstrich<\/a>.<\/p><p>Die sozialen Auswirkungen von Temers neoliberalem Schockprogramm sind haarstr&auml;ubend. Nach j&uuml;ngsten offiziellen Angaben vom April 2017 schoss die Arbeitslosigkeit 2017 auf 13,6 Prozent in die H&ouml;he und erfasste 14 Millionen Menschen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten werden die brasilianischen Mindestlohnempf&auml;nger zum Jahresende 2017 ca. 2,70 Euro weniger als im Vorjahr als &bdquo;Gehaltserh&ouml;hung&ldquo; erhalten. Mit umgerechnet 253 Euro z&auml;hlt der brasilianische Mindestlohn zu den niedrigsten S&auml;tzen Lateinamerikas. Die soziale Degradierung der 40 Millionen Mindestlohnempf&auml;nger scheint einer perversen Logik zu gehorchen. <\/p><p>Die Wachstumsrechnung Temers und seines Wirtschaftsministers Henrique Meirelles geht vor allem deshalb nicht auf, weil der Staat &ndash; wie zuvor auch die Administration Dilma Rousseff &ndash; seit Jahren sich im Einnahmetief bewegt. Nach Sch&auml;tzungen der Nationalen Gewerkschaft der Finanzministeriums-Anw&auml;lte (Sinprofaz) bel&auml;uft sich die Steuerhinterziehung seit dem 1. Januar 2017 auf umgerechnet 35 Milliarden Euro, doch summierten sich die hinterzogenen Steuern der letzten Jahre, soziale Pflichtabgaben inklusive, auf umgerechnet schwindelerregende 500 Milliarden Euro.<\/p><p><strong>Steuergeschenke und Schmierung des Parlaments<\/strong><\/p><p>Das brasilianische Pr&auml;sidialsystem hat gro&szlig;e Vor- und Nachteile f&uuml;r einen gew&auml;hlten Staatschef. Zum Nachteil geh&ouml;rt die schwierige Bildung von Parlamentsmehrheiten, zum Vorteil die Vielfalt zentralistischer Machtbefugnisse wie zum Beispiel die Verteilung sogenannter &bdquo;parlamentarischer Etat-Zusatzbewilligungen&ldquo; (&bdquo;Emendas parlamentares&ldquo;). Muss der Pr&auml;sident um Mehrheiten bangen oder ist er an der Durchpeitschung einer Gesetzesvorlage interessiert, kommt es zu ansehnlichen Gesch&auml;ften in der brasilianischen Politik, mit der au&szlig;erplanm&auml;&szlig;igen Zuwendung gewaltiger Staatsmittel von der Exekutive an die Legislative.<\/p><p>So Mitte vergangenen Julis am Vorabend der Sitzungen des Rates f&uuml;r Verfassung und Justiz der Abgeordnetenkammer geschehen, der &uuml;ber die Abstimmung &uuml;ber Temers Absetzung beriet. Innerhalb weniger Tage verprasste der Angeklagte Michel Temer umgerechnet 4 Milliarden Euro Staatsgelder mit der Vergabe von &bdquo;Etat-Zusatzbewilligungen&ldquo; an Kommunen und Wahlbezirke, deren parlamentarische Vertreter ihm bei der bevorstehenden Abstimmung &uuml;ber einen Amtsenthebungsantrag die Treue halten sollten (&bdquo;Antes da CCJ, Temer distribuiu R$ 15 bilh&otilde;es em programas e emendas&ldquo; &ndash; Zeitschrift Valor Econ&ocirc;mico, 16.07.2017).<\/p><p>Nicht genug erlie&szlig; Temer gleichzeitig eine au&szlig;erordentliche Bestimmung, womit steuerlich hochverschuldeten Gro&szlig;grundbesitzern in den kommenden Jahren umgerechnet 2,8 Milliarden Euro an Abz&uuml;gen erlassen werden. Samt Mahngeb&uuml;hren und Zinsen bel&auml;uft sich das Steuergeschenk auf umgerechnet 4,8 Milliarden Euro. Hauptnutznie&szlig;er sind der sogenannte &bdquo;Block der Landwirte&ldquo; (&bdquo;Bancada Ruralista&ldquo;) mit 89 Gro&szlig;grundbesitzern und der amtierende Landwirtschaftsminister Blairo Maggi selbst, genannt &bdquo;der Soja-K&ouml;nig&ldquo;.<\/p><p>Diese Rechnung ging auf: mit 263 gegen 227 Stimmen und zwei Enthaltungen votierte die Mehrheit der ebenfalls mehrheitlich wegen Korruption angeklagten Abgeordneten gegen die von der Generalstaatsanwaltschaft geforderte sofortige Amtsenthebung Michel Temers.<\/p><p>Die Abstimmung verlieh den gefl&uuml;gelten Worten des US-amerikanischen Linguisten und politischen Aktivisten, Noam Chomsky, prophetischen Gehalt, als er vor einem Jahr schimpfte, Pr&auml;sidentin &bdquo;Dilma Roussef wurde von einer Diebesbande ihres Amtes enthoben&ldquo;.<\/p><p><strong>Das Finanzloch <em>oder<\/em> Die &bdquo;M&auml;rkte&rdquo; putschten mit<\/strong><\/p><p>Mit der Beschw&ouml;rung eines erschwindelten wirtschaftlichen Aufschwungs, den er vorher bei zwei &ouml;ffentlichen Fernsehauftritten zu seiner Verteidigung gegen die gegen ihn erhobenen Anklagen in den Vordergrund r&uuml;ckte, versuchte Temer mit erprobtem Machiavellismus der &Ouml;ffentlichkeit den Straferlass abzugewinnen und es gelang ihm vor den Augen der gleichen, staunenden &Ouml;ffentlichkeit und mit Duldung der Justiz, auf freche Weise dem Parlament den Freispruch abzukaufen.<\/p><p>Dabei half ihm der Ex-Bankier von Bank Boston und amtierender Wirtschaftsminister, Henrique Meirelles. Dieser hatte 2016 versprochen, die &ouml;ffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen, doch er hielt sein Wort nicht. Anfang August k&uuml;ndigte Meirelles ein Loch zus&auml;tzlicher Verschuldung von umgerechnet 55 Milliarden Euro bis 2020 an. <\/p><p>Trotz der alarmierenden Zahlen wird Meirelles mit respektierlicher Toleranz von den &bdquo;M&auml;rkten&rdquo; behandelt. Und zwar auffallend schonend, denn noch am selben Tag der Bekanntmachung der ausufernden Neuverschuldung stellte die US-amerikanische Rating-Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s Brasilien eine &bdquo;Vertrauensnote&ldquo; aus. Die gleiche Agentur agitierte im September 2015 gegen die Wirtschaftspolitik von Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff, deren Kreditw&uuml;rdigkeit sie herabstufte, weil im Etat eine vergleichsweise bescheidene Verschuldung von umgerechnet 9 Milliarden Euro klaffte. <\/p><p>F&uuml;r Andr&eacute; Perfeito, Chef-&Ouml;konom des Wirtschaftsberatungs-Unternehmens Gradual ist dies ein deutlicher Beweis f&uuml;r weiter nichts als &bdquo;politische Affinit&auml;t&ldquo; und er urteilt hart: &bdquo;Der Markt glaubt, h&ouml;here Defizite sind sicherer in den H&auml;nden Meirelles, als niedrigere Defizite es in den H&auml;nden Rousseffs waren. Und er glaubt auch, dass das Wirtschaftsteam die Kraft hat, um Anpassungen durchzusetzen. Der Witz dabei ist, dass es mit den Anpassungen nicht klappen wird. Was diese Regierung als Pakt auszuhandeln versucht, entbehrt der Nachhaltigkeit und wird von einer Nachfolge-Regierung nicht beibehalten werden; noch weniger deshalb, weil es von einer Regierung mit 5-prozentiger Zustimmung kommt&rdquo;.<\/p><p><strong>Warum ist Temer noch an der Macht?<\/strong><\/p><p>Die Frage, die sich die 95 Prozent der Brasilianer stellen, die Michel Temer ablehnen, ist, warum er noch nicht abgesetzt wurde, schien es doch so leicht, die bar jeder Korruption verd&auml;chtigte Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff von ihrem Amt zu verjagen. Wie behauptet sich ein Staatschef mit der niedrigsten W&auml;hlerzustimmung in der Geschichte der brasilianischen Republik, der durch einen parlamentarischen Putsch an die Macht gehievt wurde, der &ouml;ffentliche Auftritte meidet, vor Volksn&auml;he fl&uuml;chtet und die Vizepr&auml;sidenten-Residenz in einen Schutzbunker verwandelt hat? Auf diese Fragen allerdings werden die Leserin und der Leser im medialen Mainstream kaum eine Antwort finden &ndash; er schweigt.<\/p><p>Temers Hauptst&uuml;tze ist jene politisch-&ouml;konomische Koalition, die den Sturz Dilma Rousseffs organisierte. Sie setzt sich zusammen aus der korrupten Mehrheit des Parlaments, Bankern, dem Agrobusiness, den m&auml;chtigen evangelikalen Sekten und ihren Vertretern im Parlament sowie den gro&szlig;en Kommerzmedien. Sie sind vereint um Temers &bdquo;Reformen&ldquo; der politischen Regression und der Beschneidung sozialer Rechte. <\/p><p>&bdquo;Und warum wird Temer nicht wie jede unbrauchbare Fracht &uuml;ber Bord geworfen?&ldquo;, hinterfragt Roberto Amaral, ehemaliger Minister f&uuml;r Wissenschaft und Technologie in der Regierung Lula. &bdquo;Unter anderem deshalb nicht, weil die Abl&ouml;sung des Wachmannes von Dingen abh&auml;ngt wie der derzeitigen Apathie der Stra&szlig;en, der Angst der Parlamentarier, von Staatsanw&auml;lten und Richtern gejagt zu werden und vom &acute;Faktor Lula&acute;&ldquo;, kommentiert Amaral. Mit &acute;Faktor Lula&acute; ist die Favorisierung des Altpr&auml;sidenten in s&auml;mtlichen W&auml;hlerbefragungen ein Jahr vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen von 2018 &ndash; sollten sie wirklich stattfinden &ndash; gemeint. <\/p><p>Schlie&szlig;lich will die politische Koalition, die gegen Dilma Rousseff putschte, sicherstellen, dass &ndash; von der Wahrung des demokratischen Scheins bei einer Amtsenthebung abgesehen &ndash; als Nachfolger Temers nur ein &bdquo;Temer 2&ldquo; in Frage kommt, der die sogenannten &acute;Reformen&acute; konsequent weiterf&uuml;hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170822_temer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>&bdquo;Fassungslos erlebten wir am vergangenen 2. August 2017 den moralischen Tod Brasiliens. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde ein Pr&auml;sident beim Begehen von Verbrechen ertappt, doch die scheinheiligen Volksvertreter stimmten seinem weiteren, straflosen Verbleib im h&ouml;chsten Amt der Staatsmacht zu, f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39726\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,20,127,30],"tags":[1613,319,2056,317,473,1943,325,1976,402],"class_list":["post-39726","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-brasilien","tag-lohnentwicklung","tag-lula-da-silva-luiz-inacio","tag-mindestlohn","tag-ratingagenturen","tag-rousseff-dilma","tag-staatsschulden","tag-temer-michel","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39726"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48126,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39726\/revisions\/48126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}