{"id":39749,"date":"2017-08-24T08:15:32","date_gmt":"2017-08-24T06:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749"},"modified":"2017-08-24T13:53:21","modified_gmt":"2017-08-24T11:53:21","slug":"hinweise-des-tages-2944","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h01\">Autobahn-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h02\">Bohren ohne Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h03\">Die Liebe der &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h04\">Jackson Hole: Neue Wege in der Geldpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h05\">Geerbtes und geschenktes Verm&ouml;gen 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h06\">&raquo;Es gibt kein Recht auf Wohnen in der Innenstadt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h07\">Beh&ouml;rdenwillk&uuml;r gebremst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h08\">Auffallend erfolgreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h09\">Software-Updates f&uuml;r Dieselautos helfen kaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h10\">Wartepause f&uuml;r den Kauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h11\">Hessen: Bundeswehr finanziert KiTa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h12\">Trump am Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h13\">Narzissmus und Macht in der Politik: Das Beispiel Donald Trump (1\/3)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h14\">US-Atombomben raus aus Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h15\">Waffen f&uuml;r den Reset<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h16\">Rechtsextremismus: Tote, die nicht z&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39749#h17\">Unser vorbildlicher Umgang mit rechter Gewalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Autobahn-Privatisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Teurer Mist<\/strong><br>\nDer Europaabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament, Fabio De Masi, kommentiert die Klage des Betreiberkonsortiums A1 Mobil im Streitwert von 640 Millionen Euro gegen die Bundesrepublik Deutschland:<br>\n&bdquo;A1 Mobil klagt weil ihnen die Rendite aus der LKW-Maut zu gering ausf&auml;llt. Dies zeigt, dass Autobahnprivatisierungen und &Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaften (&Ouml;PP) ein Verlustgesch&auml;ft f&uuml;r die Steuerzahler sind. Die langfristigen haushaltspolitischen Risiken werden im Unterschied zur &ouml;ffentlichen Kreditaufnahme verschleiert.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die Privatisierung von Autobahnen ist auch ein Element des Juncker-Plans (EFSI). Banken und Versicherungen sollen offensichtlich im Umfeld niedriger Zinsen eine Renditegarantie erhalten. Sinnvoller w&auml;re es aber, bei Niedrigzinsen mehr &ouml;ffentlich zu investieren.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die Autobahn-Privatisierung wurde in Deutschland vom einstigen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Fratzscher-Kommission initiiert. Die Gesetzes&auml;nderung der Gro&szlig;en Koalition &ndash; Einf&uuml;hrung der PKW-Maut und Gr&uuml;ndung einer Infrastrukturgesellschaft &ndash; beg&uuml;nstigen trotz aller Beteuerungen Privatisierungen. Die gesamte Bundesregierung muss daher nun die politische Verantwortung f&uuml;r Klagen wie von A1 Mobil &uuml;bernehmen. Die Infrastruktur &ndash; die von Generationen von Steuerzahlern finanziert wurde &ndash; geh&ouml;rt in &ouml;ffentliche Hand, nicht zu Deutscher Bank &amp; Allianz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11461.autobahn-privatisierung-teurer-mist.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39731#h08\">Autobahn-Privatisierung erleidet herben R&uuml;ckschlag<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Da ist es also schon im &ldquo;Normalbetrieb&rdquo; einer Autobahn m&ouml;glich, die Bundesrepublik auf Schadenersatz zu verklagen, falls sich die selbstgesteckten Vorstellungen der privaten Finanziers in Sachen Rendite nicht erf&uuml;llen. In diesem Falle wird die Ursache im R&uuml;ckgang des G&uuml;terverkehrs durch den Einbruch der Wirtschaft nach 2008 gesehen &ndash; was nichts weiter ist, als ein v&ouml;llig normales unternehmerisches Risiko.<\/em><br>\n<em>Um wie viel teurer w&uuml;rde es wohl werden, falls sich die Politik zu der in Sachen Umweltschutz und mit Blick auf die CO2-Ziele einzig vern&uuml;nftigen Entscheidung durchringen sollte, G&uuml;ter vorrangig mit der Bahn transportieren zu lassen und sich somit per demokratisch legitimiertem Beschluss sowohl das Verkehrsaufkommen als auch die Mauteinnahmen reduzieren? Das hei&szlig;t doch schlichtweg: Derartige Vertr&auml;ge verhindern f&uuml;r die n&auml;chsten 30 Jahre jegliche gestalterische Verkehrspolitik! Und zu allem &Uuml;berfluss soll diese &ldquo;Erfolgsmodell&rdquo; auch noch ausgeweitet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konsortium mit Bunte aus Papenburg klagt gegen Bund <\/strong><br>\nDer renommierte &Ouml;konom Holger M&uuml;hlenkamp von der Deutschen Universit&auml;t f&uuml;r Verwaltungswissenschaften in Speyer hat Kritik an den &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften des Bundes (&Ouml;PP) beim Bau von Autobahnen ge&uuml;bt. Das Insolvenzrisiko werde bei &Ouml;PP-Projekten &bdquo;von Politik und Lobbyisten regelm&auml;&szlig;ig verniedlicht&ldquo;, sagte M&uuml;hlenkamp gegen&uuml;ber unserer Redaktion. Dabei k&ouml;nne es &bdquo;nicht &uuml;berraschen&ldquo;, dass sich dieses Risiko nun beim ausgebauten A-1-Autobahnabschnitt zwischen Hamburg und Bremen zu realisieren scheine. Denn zum einen bestehe &bdquo;bei Privaten grunds&auml;tzlich ein Insolvenzrisiko&ldquo;. Zum anderen w&uuml;rden die Risiken langfristiger Kostensteigerungen bei &Ouml;PP-Projekten &bdquo;in den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen regelm&auml;&szlig;ig nicht abgebildet und politisch untersch&auml;tzt&ldquo;.<br>\nM&uuml;hlenkamp warnte, dass das &Ouml;PP-Projekt auf der sogenannten &bdquo;Hansalinie&ldquo; zu einem schlechten Gesch&auml;ft f&uuml;r die Steuerzahler zu werden drohe. &bdquo;Vermutlich wird man nachtr&auml;glich die Konditionen f&uuml;r das Konsortium so verbessern, dass die Rendite-Erwartungen der Privaten erf&uuml;llt werden&ldquo;, sagte er. Das sei beim ebenfalls als &Ouml;PP verwirklichten Warnowtunnel in Rostock auch passiert. A1 mobil sei &bdquo;in einer guten Nachverhandlungsposition, weil der Bund die Autobahn auf jeden Fall weiterf&uuml;hren muss und die politischen Kosten eines &Ouml;PP-Scheiterns sehr hoch sind&ldquo;, erkl&auml;rte M&uuml;hlenkamp. Dies w&uuml;ssten auch die Betreiber.<br>\nZudem gehe M&uuml;hlenkamp davon aus, dass die Mitglieder des Betreiberkonsortiums in jedem Fall einen vertraglichen Anspruch auf Lkw-Maut-Zahlungen &uuml;ber die gesamte Laufzeit von 30 Jahren haben. &bdquo;Der Bund wird nicht in der komfortablen Lage sein, kein Geld mehr an das Konsortium zu zahlen&ldquo;, sagte der &Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/papenburg\/artikel\/941254\/konsortium-mit-bunte-aus-papenburg-klagt-gegen-bund\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Der Bund hat das Risiko der Insolvenz &uuml;bersehen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Ausbau der A1 wurde in Teilen im Rahmen einer &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) umgesetzt, also von einem Privatunternehmen. Das steht nun vor der Insolvenz und fordert vom Bund Millionenbetr&auml;ge. Ein vorhersehbares Risiko, sagte der Verwaltungswissenschaftler Holger M&uuml;hlenkamp im Dlf. &Ouml;PP haben laut ihm nur wenige Vorteile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/privatisierter-autobahnausbau-der-bund-hat-das-risiko-der.694.de.html?dram:article_id=394135\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Am Ende haften nur die B&uuml;rger f&uuml;r den Crash<\/strong><br>\nWie in einem zweitklassigen Drehbuch tritt ein, wovor Kritiker seit jeher bei Privatisierungen warnen: Die Autobahn-Betreibergesellschaft &bdquo;A1 Mobil&ldquo; ger&auml;t ins Schlingern und ruft nach dem rettenden Staat. Genau genommen: Sie erpresst den Staat. Denn diesem bleibt nichts anderes &uuml;brig, als notfalls einzuspringen.<br>\nZwar hat er sich bei dieser 70 Kilometer langen Autobahnstrecke aus seiner Verantwortung verabschiedet und Bau, Erhalt und Betrieb der Gesellschaft &bdquo;A1 Mobil&ldquo; &uuml;bereignet. Eine Autobahn aber l&auml;sst sich nicht schlie&szlig;en, nur weil die Gewinnerwartungen eines Konsortiums nicht erf&uuml;llt werden. Diese Sicherheit macht &ouml;ffentliche Infrastruktur gerade zu so einem begehrten Anlageprodukt.<br>\nUnd um dieses Erpressungspotenzial wissen alle Beteiligten sehr genau. Sie handeln solche Vertr&auml;ge nicht ohne Grund hinter verschlossenen T&uuml;ren aus; es sollen in diesem Fall Dutzende Ordner sein. Nur in der Geheimschutzstelle k&ouml;nnen Parlamentarier diese Vertr&auml;ge einsehen, bei denen das Eigentum der Allgemeinheit als &ouml;konomische Kennziffer in einer Rechnung auftaucht, die nur wenige Gewinner kennt: Manager, Aktion&auml;re und Politiker, die nach ihrer aktiven parlamentarischen T&auml;tigkeit gerne bei solchen Konzernen andocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/meinung\/kommentar-autobahn-privatisierung-am-ende-haften-nur-die-buerger-fuer-den-crash-28215856\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Autobahn A1 &ndash; Hansalinie &ndash; in Finanzn&ouml;ten<\/strong><br>\nDie Hansalinie, Autobahn zwischen Hamburg und Bremen, ist f&uuml;r die Betreibergesellschaft ein Verlustgesch&auml;ft &ndash; sagt diese. Sie suchte daher Verhandlungen mit dem Bund &uuml;ber eine andere Erl&ouml;sverteilung f&uuml;r die Einnahmen aus der LKW-Maut. Denn sonst drohe in kurzer Zeit die Insolvenz, sagt die Gesellschaft. Der Bund scheint das aussitzen zu wollen. Schlie&szlig;lich ist bald Bundestagswahl. Den hohen Einsatz f&uuml;r dieses Poker&ldquo;spiel&ldquo; wird wieder einmal der Steuerzahler aufzubringen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/autobahn-a1-hansalinie-in-finanznoeten-6042\">Cives<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit mir als Kanzler wird es eine Autobahnprivatisierung nicht geben!<\/strong><br>\nEine private Betreibergesellschaft der A1 zwischen Bremen und Hamburg droht gerade pleitezugehen. Es war richtig, dass sich die SPD in dieser Wahlperiode gegen den Privatisierungswahn von CDU und CSU durchgesetzt hat. Und nur eine starke SPD kann weitere Privatisierungspl&auml;ne verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/martinschulz\/posts\/10155208841833462:0\">Martin Schulz via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Martin Schulz werden offenbar wichtige Informationen vorenthalten. Erstens wird er nicht Kanzler. Zweitens hat seine SPD dem &bdquo;Privatisierungswahn&ldquo; bei der Neuordnung der Bund-L&auml;nder-Finanzen im Juni bereits zugestimmt. Angeschoben hat das sogar sein Vorg&auml;nger im Amt des SPD-Parteichefs und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Jahr 2014 mit der Einsetzung einer Expertenkommission (Fratzscher Kommission). Damals gab Gabriel der M&auml;rkischen Allgemeinen sogar ein <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/74338\/2808889\">Interview<\/a>, in dem S&auml;tze fielen wie: &ldquo;Wir m&uuml;ssen dringend &uuml;ber neue Modelle reden, wie wir privates Kapital mobilisieren k&ouml;nnen, um die &ouml;ffentliche Infrastruktur zu verbessern.&rdquo; oder &ldquo;Ich kann mir unter anderem gut vorstellen, dass wir Lebensversicherungskonzernen attraktive Angebote machen, sich an der Finanzierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur zu beteiligen.&ldquo; Gabriels Ziel war also, die &ouml;ffentliche Infrastruktur weiter als bislang schon zu einem Anlageobjekt zu machen, was schlie&szlig;lich auch gelungen ist, durch zahlreiche Grundgesetz&auml;nderungen, die die Gro&szlig;e Koalition vor Ablauf der Legislaturperiode vorgenommen hat. Dass h&auml;tte Schulz, der im Juni schon Parteichef und Spitzenkandidat war, verhindern m&uuml;ssen. Dann h&auml;tte es vielleicht auch was mit der Kanzlerschaft werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bohren ohne Plan<\/strong><br>\nDie Gesteinsformationen sind bei dem Gleisdesaster in Rastatt weitgehend andere als bei Stuttgart 21, die Geisteshaltung ist dieselbe: Die Verantwortlichen der Deutschen Bahn haben im Rheintal wie in der Landeshauptstadt riskant umgeplant. Und sie wollten auf Skeptiker nicht h&ouml;ren &ndash; mit unabsehbaren Konsequenzen.<br>\nIm Abwiegeln hat die Deutsche Bahn Routine. &ldquo;Mit den Bauma&szlig;nahmen in Stuttgart sind die in Rastatt nicht vergleichbar&rdquo;, behauptet in einer d&uuml;rren schriftlichen Antwort die inzwischen in Berlin eingerichtete Taskforce der DB. In Stuttgart sei &ldquo;eine viel gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;berdeckung gegeben&rdquo;. Zudem entst&uuml;nden die Tunnel in der Landeshauptstadt beispielsweise ohne Tunnelvortriebsmaschine und ohne Vereisung.<br>\nProbleme gibt es dennoch auch bei den Bauarbeiten f&uuml;r den Tiefbahnhof jede Menge. Zum Beispiel im Feuerbacher Tunnel, wo Acrylatgel und Polyurethan in den Berg gespritzt werden, damit der reichlich vorhandene Gipskeuper nicht mit Wasser in Verbindung kommt und zu quellen beginnt. Nicht einmal Trinkflaschen sind den Mineuren erlaubt. Die beiden Chemikalien dichten kleinste Risse und feinste Poren ab. &ldquo;Damit kann man flie&szlig;endes Wasser abstellen&rdquo;, sagte der von der Bahn beauftragte Tunnelbau-Experte Walter Wittke vor gut einem Jahr, als er wieder einmal vor Ort versuchen musste, Zweifel zu zerstreuen.<br>\nAus gutem Grund war gerade dieser S-21-Abschnitt in der Machbarkeitsstudie von 1995 ganz anders angelegt: zwei R&ouml;hren mit je zwei Gleisen auf einer geringere Geschwindigkeiten zulassenden Trasse. Im Raumordnungsverfahren gingen die jeweils zweiten Gleise versch&uuml;tt, und noch vor der Planfeststellung wurde auch der Verlauf ver&auml;ndert. Jetzt f&uuml;hrt die Strecke ausgerechnet unter den Projektfans im Hauptquartier der IHK Stuttgart in der J&auml;gerstra&szlig;e durch. Nur gut zwei Meter trennen dort den Stra&szlig;enasphalt vom Tunneldach. Das zum Thema &ldquo;viel gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;berdeckung&rdquo;. Das IHK-Nachbargeb&auml;ude, die 15 000 Tonnen schwere alte Bundesbahndirektion, wird gerade f&uuml;r 50 Millionen Euro aufgepf&auml;hlt &ndash; die Seitenfl&uuml;gel der betagten Immobilie wurden zwar wegen Stuttgart 21 abgerissen, der Rest steht aber unter Denkmalschutz und darf stehen bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/334\/bohren-ohne-plan-4552.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Liebe der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlich ausgetragene Kontroverse im Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) (hier und hier) &uuml;ber staatliche Industriepolitik hat viel Staub aufgewirbelt. Insbesondere die implizite Aussage der Mehrheit, Peter Bofinger sei kein Profi, wird landauf landab zitiert. Komischerweise hat offenbar niemand den Satz richtig gelesen, in dem Bofinger eine Laiensicht unterstellt wird. Der lautet n&auml;mlich:\n<blockquote><p>\n&laquo;Laien verwechseln h&auml;ufig die Liebe von &Ouml;konomen zum Markt mit einer Liebe zu einzelnen Marktakteuren. Einem Profi sollte das nicht passieren.&raquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Liebe der &Ouml;konomen! Bisher kannten wir die Liebe der Matrosen, aber wen oder was sollte ein &Ouml;konom lieben? Dieser eine Satz sagt in der Tat mehr &uuml;ber die Vorstellungen und die Einstellungen der Mehrheit des SVR aus, als alle ihre dicken Gutachten. Die vier Professoren, um die es hier geht, sind n&auml;mlich allesamt vom deutschen Staat bezahlte (und als Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrates noch einmal zus&auml;tzlich vom Steuerzahler bezahlte) Wissenschaftler, deren Aufgabe nichts anderes ist, als unvoreingenommen die wirtschaftliche Lage zu analysieren und daraus im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages Schlussfolgerungen abzuleiten, die von der Politik mittelbar oder unmittelbar verwendet werden k&ouml;nnen.<br>\nWer verliebt ist, kann aber nicht unvoreingenommen sein. Wie k&ouml;nnen diese &Ouml;konomen, wenn sie verliebt in das Marktsystem sind, der Aufgabe nachkommen, die selbst von einem der ihren, Professor Hans-Werner Sinn, als die st&auml;ndige Suche nach Fehlern im Marktsystem charakterisiert wird? (hier). Wir haben es hier offensichtlich nicht mit Sozialwissenschaftlern zu tun, die mit wissenschaftlichen Methoden versuchen, die Welt angemessen zu deuten, sondern mit Verliebten, die ihre Gef&uuml;hle nicht b&auml;ndigen k&ouml;nnen und deswegen immer zum gleichen Ergebnis kommen, n&auml;mlich dem, dass der Markt immer recht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/die-liebe-der-oekonomen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jackson Hole: Neue Wege in der Geldpolitik<\/strong><br>\nDer Europaabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament kommentiert das diesj&auml;hrige Notenbankertreffen in Jackson Hole. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Die unzureichenden &ouml;ffentlichen Investitionen trotz Niedrigzinsen bremsen das Wachstum der Produktivit&auml;t. Die Arbeitsmarktreformen in der EU hemmen die Lohnentwicklung, auch in L&auml;ndern mit niedrigerer Arbeitslosigkeit wie Deutschland, und kastrieren die Geldpolitik. Die EZB verfehlt dadurch permanent ihr Inflationsziel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1655.jackson-hole-neue-wege-in-der-geldpolitik.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geerbtes und geschenktes Verm&ouml;gen 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen<\/strong><br>\nDie von den Finanzverwaltungen veranlagten Verm&ouml;gens&uuml;bertragungen aufgrund von Erbschaften und Schenkungen sind im Jahr 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erreichten sie nach einem R&uuml;ckgang von 6,2 % im Jahr 2015 wieder den H&ouml;chststand des Jahres 2014. [&hellip;]<br>\nNach Anwendung der Steuers&auml;tze, die je nach Verwandtschaftsverh&auml;ltnis und H&ouml;he des steuerpflichtigen Erwerbs unterschiedlich ausfallen, wurde von den Finanzverwaltungen im Jahr 2016 Erbschaftsteuer in H&ouml;he von 5,7 Milliarden Euro (+ 29,5 %) festgesetzt. Dies entspricht einem Anteil von 13,1 % des geerbten Verm&ouml;gens. Die festgesetzte Schenkungsteuer stagniert seit dem Jahr 2013 bei 1,1 Milliarden Euro. Ihr Anteil am geschenkten Verm&ouml;gen betrug im Jahr 2016 lediglich 1,7 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/08\/PD17_291_736.html;jsessionid=F7FCC42D40491B18F4EE6813B5FAFA2B.cae4\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Ungleichheit w&auml;chst: Erbschaften in Deutschland erreichen Rekordniveau<\/strong><br>\n2016 wurden laut Statistischem Bundesamt 43,6 Milliarden Euro vererbt, fast 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei handelte es sich vor allem um Wertpapiere und Bankguthaben. Steuerpflichtig waren davon auf Grund von Freibetr&auml;gen und Steuerverg&uuml;nstigungen und anderen Abrechnungen nur rund 60 Prozent. Die Erbschaftsteuereinnahmen beliefen sich mit  5,7 Milliarden Euro auf 13 Prozent des geerbten Volumens.<br>\nNoch krasser waren die Verh&auml;ltnisse bei den Schenkungen, die sich auf 65,2 Milliarden Euro summierten, &uuml;ber die H&auml;lfte davon Betriebsverm&ouml;gen. Steuerpflichtig waren davon nach Berechnungen der Statistiker lediglich knapp 18 Prozent. Die festgesetzte Schenkungsteuer betrug nur 1,7 Prozent des verschenkten Verm&ouml;gens. Beides, Erbschaften und Schenkungen, addiert, belief sich die Steuerbelastung auf schmale 6,3 Prozent.<br>\nDie von den Statistikern genannten Zahlen d&uuml;rften aber nur einen kleineren Teil des gesamten &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens ausmachen. Denn das Bundesamt weist nur die steuerlich veranlagten F&auml;lle aus. &Uuml;ber den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Erbf&auml;lle ist wegen der hohen Freibetr&auml;ge nichts bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/ungleichheit-waechst-erbschaften-in-deutschland-erreichen-rekordniveau-28214398\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Es gibt kein Recht auf Wohnen in der Innenstadt&laquo;<\/strong><br>\nWie bitte? Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Mythen der Wohnungsdebatte. Teil 7 der nd-Serie &raquo;Muss die Miete immer teurer werden?&laquo;<br>\nDer drastische Mietanstieg in vielen St&auml;dten sowie Konflikte um Verdr&auml;ngung haben die Wohnungsfrage zur&uuml;ck in die politischen Debatten und auf die Stra&szlig;e gebracht. Wie in kaum einem anderen Bereich unseres Alltags prallen hier existenzielle soziale Bed&uuml;rfnisse und &ouml;konomische Interessen einer marktf&ouml;rmig organisierten Wirtschaft aufeinander. Eine soziale Wohnungsversorgung &ndash; das zeigen die letzten 150 Jahre der kapitalistischen Urbanisierung &ndash; muss fast immer gegen private Gewinninteressen durchgesetzt werden. Wir stellen in dieser Serie in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung g&auml;ngige Behauptungen in den gegenw&auml;rtigen wohnungspolitischen Auseinandersetzungen auf den Pr&uuml;fstand. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich gibt es keinen juristischen Anspruch, in bestimmten Teilen der Stadt zu wohnen. In Deutschland gibt es nicht einmal ein gesetzlich garantiertes Recht auf Wohnen. Insofern sind die gegen ein Recht auf innerst&auml;dtisches Wohnen gerichteten Aussagen als Polemik zu verstehen. Mit ihnen sollen Positionen und Initiativen, die die Verdr&auml;ngungsprozesse in vielen St&auml;dten kritisieren und sich diesen entgegenstellen, diskreditiert werden. Anspr&uuml;che auf eine sichere, angemessene und dauerhaft finanzierbare Wohnung lassen sich allerdings aus der Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte von 1948 und aus dem von Deutschland ratifizierten UN-Sozialpakt von 1966 ableiten. Es k&auml;me nun darauf an, in den gegenw&auml;rtigen Debatten stark zu machen, dass Wohnen mehr ist als ein Dach &uuml;ber dem Kopf.<br>\nWie existenziell wichtig Nachbarschaftsbeziehungen und das unmittelbare soziale Umfeld insbesondere f&uuml;r &auml;rmere Haushalte sowie kranke, &auml;ltere und andere in ihrer Mobilit&auml;t eingeschr&auml;nkte Menschen sind, ist schon l&auml;nger bekannt und wird von wissenschaftlichen Studien immer wieder best&auml;tigt. Ein erzwungener Umzug ist oft mit dem Verlust von vertrauten Strukturen, sozialen Netzwerken und anderen Ressourcen verbunden, die f&uuml;r die Bew&auml;ltigung des Alltags unerl&auml;sslich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061570.es-gibt-kein-recht-auf-wohnen-in-der-innenstadt.html\">Andrej Holm, Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Beh&ouml;rdenwillk&uuml;r gebremst<\/strong><br>\nBundesverfassungsgericht: Erwerbslose d&uuml;rfen nicht wegen eines puren Verdachts der Gefahr der Obdachlosigkeit ausgesetzt werden [&hellip;]<br>\nDer Beschluss d&uuml;rfte dem Mann im konkreten Fall allerdings nicht mehr helfen. Er hatte die Beschwerde bereits 2012 eingereicht. Die Verfassungsrichter lie&szlig;en sich also f&uuml;r ihren Beschluss f&uuml;nf Jahre Zeit. Er stellt dennoch eine klare Ansage an Beh&ouml;rden und Gerichte dar, die Wohnen in ihrer Praxis offenbar nicht als Bestandteil des Existenzminimums ansehen. Anw&auml;lte kritisieren bereits seit Jahren, dass Jobcenter h&auml;ufig Leistungen aufgrund blo&szlig;er Annahmen k&uuml;rzen. Betroffene m&uuml;ssten dann regelm&auml;&szlig;ig selbst das Gegenteil beweisen, was aber oft gar nicht m&ouml;glich sei.<br>\nGegen&uuml;ber junge Welt hatten sowohl die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) als auch das SPD-gef&uuml;hrte Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales mehrfach deutlich gemacht, dass Wohnen f&uuml;r sie nicht zum physischen Existenzminimum geh&ouml;re. In einer &uuml;bermittelten Tabelle beziffern sie letzteres mit 205 Euro. Diesen Betrag gestehen sie vollst&auml;ndig sanktionierten Personen in Form von Lebensmittelgutscheinen maximal pro Monat noch zu. Doch auch dies ist keine Pflicht-, sondern eine Kann-Leistung, die au&szlig;erdem beantragt werden muss. Die Miete ist in diesem Minimum vom Minimum nicht enthalten. Betroffenen stehe es schlie&szlig;lich frei, &raquo;nachtr&auml;glich ihren Pflichten nachzukommen&laquo;, erkl&auml;rte etwa Ende Juni BA-Sprecher Paul Ebsen. In einem solchen Fall k&ouml;nnten die Beh&ouml;rden die Wohnkosten nachtr&auml;glich &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316911.beh%C3%B6rdenwillk%C3%BCr-gebremst.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auffallend erfolgreich<\/strong><br>\nSie geh&ouml;rten zu den Schwerstarbeitern am Kabinettstisch und machten sich beim Koalitionspartner nicht nur Freunde. Sie waren hartn&auml;ckig. Erfolgreich. Und sie sind mit der Politik noch lange nicht fertig. Die Ministerinnen Andrea Nahles und Manuela Schwesig &ndash; eine Bilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/btw17\/bilanz-schwesig-nahles-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Ich bin auf jeden Fall anderer Meinung als die Tagesschau. Die Bilanz von Frau Nahles kann man doch keinesfalls als erfolgreich beschreiben. Vielleicht ist die Bilanz f&uuml;r Frau Nahles privat erfolgreich. Die Geringverdiener in unserer Gesellschaft werden anderer Meinung sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Software-Updates f&uuml;r Dieselautos helfen kaum<\/strong>\n<ul>\n<li>Das Umweltbundesamt hat berechnet, welche Auswirkungen Software-Updates und Umtauschpr&auml;mien f&uuml;r Dieselautos auf die Luftqualit&auml;t h&auml;tten.<\/li>\n<li>Die Autohersteller hatten diese Ma&szlig;nahmen beim Diesel-Gipfel Anfang August beschlossen. So soll die Stickoxid-Belastung in deutschen St&auml;dten sinken.<\/li>\n<li>Das Ergebnis der Berechnungen ist jedoch ern&uuml;chternd: In kaum einer Stadt w&uuml;rde sich die Luftqualit&auml;t verbessern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Qu&auml;lend langsam rollen die Autos nach Feierabend &uuml;ber die Landshuter Allee in M&uuml;nchen. Immer wieder m&uuml;ssen die Fahrer bremsen und erneut anfahren &ndash; und ihre Wagen pusten dabei ordentlich Abgase in die Umgebung. Wer hier zu Fu&szlig; oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, merkt: Die Luft ist schlecht. Tats&auml;chlich werden an der Landshuter Allee die EU-Grenzwerte f&uuml;r Stickstoffdioxid regelm&auml;&szlig;ig deutlich &uuml;berschritten. Das Umweltbundesamt hat diese Stra&szlig;e deshalb als Beispiel genommen, um zu pr&uuml;fen: W&uuml;rden die auf dem Diesel-Gipfel beschlossenen Software-Updates die Luft wirklich besser machen, so wie es die Autohersteller versprochen hatten? Die Antwort des Umweltbundesamtes lautet ganz klar: nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/abgasaffaere-software-updates-fuer-dieselautos-helfen-kaum-1.3637636\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung darf in Dieselaff&auml;re nicht weiter tricksen<\/strong><br>\n&bdquo;Umweltministerin Barbara Hendricks scheint beim Dieselgipfel gar nicht anwesend gewesen zu sein. Anders kann man ihre jetzige Kritik an den Beschl&uuml;ssen des Gipfels nicht interpretieren. Hendricks sollte aufh&ouml;ren, die Menschen hinters Licht zu f&uuml;hren. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln, die Enteignung der Besitzer von Dieselfahrzeugen verhindern und die Autoindustrie zur Bezahlung einer Umr&uuml;stung zwingen, die den Schadstoffaussto&szlig; deutlich reduziert. Technisch w&auml;re das m&ouml;glich, und die h&ouml;heren Kosten sind von Unternehmen, die in den letzten 5 Jahren &uuml;ber 100 Milliarden Euro Gewinn gemacht haben, auch problemlos zu stemmen&rdquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung handelt in der Dieselaff&auml;re unverantwortlich. Erst knickt sie vor den Autokonzernen ein. Jetzt versucht sie, die &Ouml;ffentlichkeit zu t&auml;uschen. Die Konzerne m&uuml;ssen in Haftung f&uuml;r die Umr&uuml;stung genommen werden. Unternehmensspenden an die Parteien sind zu verbieten, denn sie gef&auml;hrden demokratische Grundprinzipien und Verbraucherrechte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-darf-in-dieselaffaere-nicht-weiter-tricksen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wartepause f&uuml;r den Kauf<\/strong><br>\nDer Monsterdeal des Chemieriesen Bayer, der sich die US-Firma Monsanto einverleiben will, muss warten. Kommen wird er aber, so oder so.<br>\nBayer muss sich gedulden. So schnell, wie der Vorstand den Kauf der US-Firma Monsanto &uuml;ber die B&uuml;hne bringen will, geht es nicht. Trotz der versch&auml;rften Pr&uuml;fung, die die EU-Kommission am Dienstag eingeleitet hat, wird die &Uuml;bernahme aber vermutlich irgendwann zustande kommen. Sein Gesch&auml;ft mit einigen Produkten mehr als bisher geplant muss &bdquo;Baysanto&ldquo; dann wohl absto&szlig;en. Die Marktmacht gegen&uuml;ber Landwirten und Verbrauchern, sowie der Einfluss auf die Agrarpolitik f&auml;llt etwas geringer aus. An der grunds&auml;tzlichen Richtung der herrschenden Entwicklung &auml;ndert das aber nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Bayer-und-Monsanto\/%215441429\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: EU pr&uuml;ft Fusion eingehend<\/strong><br>\nDie Br&uuml;sseler Wettbewerbsbeh&ouml;rde leitet eine &bdquo;eingehende Pr&uuml;fung&ldquo; der geplanten Fusion zwischen der Bayer AG und Monsanto ein.<br>\nDie geplante &Uuml;bernahme des US-Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Herstel&shy;lers Monsanto durch die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen ist noch nicht in trockenen T&uuml;chern. Am Dienstag leitete EU-Kommissarin Margrethe Vestager eine zus&auml;tzliche, &bdquo;eingehende Pr&uuml;fung&ldquo; an. &bdquo;Die Kommission ist besorgt dar&uuml;ber, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb&ldquo; unter anderem &bdquo;in Bereichen wie Pestiziden und Saatgut beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnte&ldquo;, erkl&auml;rte sie. Der fusionierte Konzern w&auml;re der gr&ouml;&szlig;te Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln weltweit. Mit gut 60 Mil&shy;liarden Euro handelt es sich um den teuersten &Uuml;bernahmeversuch durch eine Firma mit Sitz in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/%215435855\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hessen: Bundeswehr finanziert KiTa<\/strong><br>\nDie Gemeinde Burgwald im nordhessischen Waldeck-Frankenberg baut laut HNA ihre evangelische Kindertagesst&auml;tte aus &ndash; in Kooperation mit der Bundeswehr, die nicht nur 20.000&euro; f&uuml;r die Ausbaukosten beisteuert, sondern sich auch an den laufenden Betriebskosten beteiligen will. Uneigenn&uuml;tzig ist diese Beteiligung f&uuml;r die Bundeswehrangeh&ouml;rigen der Burgwaldkaserne ganz und gar nicht: &bdquo;&sbquo;Wir haben Bedarf an Betreuungspl&auml;tzen f&uuml;r Kinder von Bundeswehrangeh&ouml;rigen. Wir hatten deshalb sogar eine Ausschreibung von Kitapl&auml;tzen vorgenommen. Doch keiner hat sich gemeldet&lsquo;, schilderte T&ouml;pper. So habe sich die Bundeswehr direkt an die Gemeinde Burgwald gewandt und sei dort auf Kooperationsbereitschaft gesto&szlig;en.&ldquo; Bereits seit einigen Jahren besuchen Kinder von Soldat_innen diese KiTa, auch wenn die Eltern nicht in Burgwald wohnhaft sind und f&uuml;r sie wurde die &Ouml;ffnungszeit &ndash; angepasst an ihre Dienstzeit &ndash; auf 6.30 Uhr morgens vorverlegt. Dies ist eines der vielen Beispiele von Militarisierung ziviler R&auml;ume durch die Bundeswehr. Mit Steuerngeldern wird ein KiTa ausgebaut, um auf die Bed&uuml;rfnisse der Soldat_innen einzugehen, wodurch ihnen ein Sonderrecht &uuml;ber andere in Deutschland wohnhaften Menschen, die an der defizit&auml;ren KiTa-Struktur leiden, einrichtet. Wie Thomas Mickan (siehe IMI-Analyse 2014\/026) in Bezug auf die Sicherung von Belegpl&auml;tzen in KiTas durch die Bundeswehr bereits schrieb: &bdquo;Definitionsgem&auml;&szlig; muss dies als Militarisierung verstanden werden, wenn hier vor allem Milit&auml;rangeh&ouml;rige per Gesetz, Verordnung oder Regierungshandeln Privilegien gegen&uuml;ber der Allgemeinheit erhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/23\/hessen-bundeswehr-finanziert-kita\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump am Hindukusch<\/strong><br>\nJetzt verteidigt auch US-Pr&auml;sident Trump unsere Freiheit am Hindukusch. Wer an Trumps Wahlversprechen, die US-Truppen aus Afghanistan zur&uuml;ckzuziehen, geglaubt hat, wird jetzt eines besseren belehrt. Der gro&szlig;m&auml;ulige Trump lernt: Nicht er regiert das Land, sondern die Wall Street, die er an die Kette legen wollte, und der milit&auml;risch-industrielle Komplex, vor dem schon Eisenhower warnte, bestimmen wie bei den vorherigen Pr&auml;sidenten die Richtung der US-Politik. Ziel: Eroberung von Rohstoffen und Absatzm&auml;rkten &ndash; notfalls mit milit&auml;rischen Mitteln.<br>\nAfghanistan und Syrien sind Drehscheiben, wenn es um die Weiterleitung der Rohstoff-Vorr&auml;te dieser Region geht. Deshalb entdecken dort die USA ihre &bdquo;moralische Verpflichtung, f&uuml;r Demokratie und Frauenrechte einzutreten&ldquo;. Am besten hat der inhaftierte Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange die US-Au&szlig;enpolitik karikiert. Als die USA drohten, in Venezuela milit&auml;risch zu intervenieren, weil der Pr&auml;sident die Demokratie abbaue, riet er Venezuela, doch die saudi-arabische Verfassung zu &uuml;bernehmen, um die USA zufriedenzustellen.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden geht nach wie vor von der st&auml;rksten Milit&auml;rmacht, den USA, aus, die die Welt mit &uuml;ber 800 Milit&auml;rstationen &uuml;berzogen haben und viele Kriege mit Millionen Toten gef&uuml;hrt haben, um Rohstoff-Zugang und Absatzm&auml;rkte zu sichern.<br>\nZusatzbemerkung f&uuml;r Ein&auml;ugige: Der russische Oligarchen-Kapitalismus ist nicht besser. Nur verf&uuml;gt er &uuml;ber weitaus weniger milit&auml;rische Macht (Ausgaben f&uuml;r Milit&auml;r 2016: USA: 611 Milliarden Dollar, Russland: 69,2 Milliarden Dollar) Deshalb gilt das Zitat Helmut Schmidts: &bdquo;F&uuml;r den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1520634937997968\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Narzissmus und Macht in der Politik: Das Beispiel Donald Trump (1\/3)<\/strong><br>\n&bdquo;Die Aus&uuml;bung von Macht wird dann problematisch, wenn die Leitungsfunktion vom pathologischen Narzissmus der F&uuml;hrungsperson bestimmt wird. Wenn der F&uuml;hrer seine Macht dazu benutzt, seine unbewussten narzisstischen Konflikte auszuagieren oder abzuwehren.&ldquo; Es fehlt uns nicht an kurzatmiger Entr&uuml;stung &uuml;ber die jeweils aktuellen Fehlleistungen des US-Pr&auml;sidenten; vielmehr vermissen wir in der Berichterstattung meist tiefer gehende Analysen der Motive und der Wesensart Donald Trumps. Der Psychoanalytiker und Verleger Hans-J&uuml;rgen Wirth schlie&szlig;t diese L&uuml;cke, indem er sich vor allem der inneren Biografie des Pr&auml;sidenten zuwendet. In diesem ersten Teil fragt er vor allem nach dem Einfluss von Psychopathologie auf politisches Handeln. Was will jemand kompensieren, wenn er nach der Macht greift?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/narzissmus-und-macht-in-der-politik-das-beispiel-donald-trump-13\">Hinter den Schlagzeilen &ndash; Teil 1<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/narzissmus-und-macht-in-der-politik-das-beispiel-donald-trump-23\">Hinter den Schlagzeilen &ndash; Teil 2<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/narzissmus-und-macht-in-der-politik-das-beispiel-donald-trump-33\">Hinter den Schlagzeilen &ndash; Teil 3<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Atombomben raus aus Deutschland?<\/strong><br>\nUS-Atombomben raus aus Deutschland: Das fordert nun SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Kanzlerin Merkel sieht das nicht so, wie die Sprecherin der Bundesregierung heute klarstellte. Solange Deutschland nuklear bedroht werde, m&uuml;sse die Abschreckung sein. Tilo wollte vom SPD-gef&uuml;hrten Ausw&auml;rtiges Amt wissen, ob die Forderung des SPD-Chefs mit Sigmar Gabriel abgestimmt wurde. Sch&auml;fer wei&szlig; es nicht, geht aber davon aus. Wie viele US-Atombomben es in Deutschland gibt, will und kann man nicht beantworten&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 23. August 2017<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UIUS1KPh6BU\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r den Reset<\/strong><br>\nGeheimtreffen zwischen Ukraine-Beauftragten der USA und Russlands. Riskantes Spiel des Westens<br>\nDen ganzen Ukraine-Konflikt g&auml;be es nicht ohne die globale Gegnerschaft zwischen den USA und Russland. Diese Erkenntnis dr&auml;ngt sich wieder einmal auf, nachdem die beiden M&auml;chte offenbar beschlossen haben, den &raquo;Minsk-Prozess&laquo; in die eigenen H&auml;nde zu nehmen. Am vergangenen Wochenende haben sich nach belarussischen Angaben die Ukraine-Beauftragten Moskaus und Washingtons, Wladislaw Surkow und Kurt Volker, in Minsk zu einem Gespr&auml;ch hinter verschlossenen T&uuml;ren getroffen. Ob dabei mehr herauskam als das Lob f&uuml;r ein &raquo;sachliches und konstruktives&laquo; Treffen, ist bisher nicht bekannt. Aber die USA, die sich seinerzeit ganz bewusst aus der Aushandlung des Waffenstillstands f&uuml;r den Krieg im Donbass herausgehalten haben, um sich auch gegen&uuml;ber ihren europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten alle Optionen der Eskalation offenzuhalten, sind jetzt offenbar unzufrieden mit dem Stand des allm&auml;hlich &raquo;einfrierenden&laquo; Konflikts.<br>\nDass das nicht gleichbedeutend ist mit einer Bereitschaft, das Scheitern des Frontalangriffs ihrer Kiewer Proteg&eacute;s auf das Donbass einzugestehen, macht die Trump-Administration durch die Ank&uuml;ndigung von Waffenlieferungen an die Ukraine deutlich. Geplant ist, Kiew mit &raquo;defensiven&laquo; panzerbrechenden und Flugabwehrwaffen auszustatten. Die Bezeichnung dieser Systeme als &raquo;defensiv&laquo; ist dabei schiere Augenwischerei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316833.waffen-f%C3%BCr-den-reset.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rechtsextremismus: Tote, die nicht z&auml;hlen<\/strong><br>\nViele Opfer rechter Gewalt erscheinen nicht in den Statistiken des Bundeskriminalamts.<br>\nZahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen werfen den Beh&ouml;rden vor, die rechten Gewalttaten zu verharmlosen.<br>\nF&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Opfer ist eine offzielle Anerkennung wichtig, um eine Verarbeitung zu erm&ouml;glichen.<br>\nEs war nicht das erste Mal, dass aus der Wohnung &uuml;ber ihm laute Nazi-Musik dr&ouml;hnte. Helmut Sackers wollte keinen faschistischen Gesang um sich haben, nicht das Horst-Wessel-Lied h&ouml;ren, aber die Strophen der Nazi-Parteihymne schallten un&uuml;berh&ouml;rbar durch den Plattenbau in Halberstadt. Am Abend des 29. April 2000 rief Helmut Sackers die Polizei und drohte dem Neonazi Andreas S. mit einer Anzeige, sollte er noch einmal gezwungen werden, diese Musik zu h&ouml;ren. Einige Stunde sp&auml;ter lag der Fr&uuml;hrentner tot auf einer Treppenstufe in dem Plattenbau. Andreas S. hatte mit einem Messer vier Mal auf den 60-J&auml;hrigen eingestochen.<br>\nObwohl Andreas S. offensichtlich ein Neo-Nazi war, obwohl Helmut Sackers Zivilcourage zeigte, als er gegen die rechte Musik einschritt und obwohl sein Tod in Medien und Politik hohe Wellen schlug: Sackers ist nach offiziellen Angaben des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamtes kein Opfer rechter Gewalt. Der Fall zeigt exemplarisch, wie fragw&uuml;rdig die Z&auml;hlmethodik der Beh&ouml;rden ist. Bis heute, auch 25 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen, als Hunderte Verblendete und Rechtsextreme ein Fl&uuml;chtlingswohnheim in Mecklenburg-Vorpommern belagerten, mit Molotowcocktails bewarfen und den Tod der Bewohner in Kauf nahmen. Der Politik warf man 1992 vor, rechte Gewalt und Rechtsextremismus nicht ernst zu nehmen. Ein Vorwurf, den einige Organisationen beim Blick auf die staatliche Erfassung von rechtsextremer Gewalt auch heute noch formulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechtsextremismus-tote-die-nicht-zaehlen-1.3634762\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Unser vorbildlicher Umgang mit rechter Gewalt<\/strong><br>\nNach dieser haneb&uuml;chenen Stellungnahme von US-Pr&auml;sident Trump konnte man tats&auml;chlich nur mit dem Kopf sch&uuml;tteln. Der Eindruck best&auml;rkte sich, dass da einer m&auml;chtige Wahrnehmungsprobleme, ja unter Umst&auml;nden was am Str&auml;u&szlig;chen hat. Ja, nat&uuml;rlich war das mal wieder ein Skandal. Wie kann es bitte sein, dass der erste Mann seines Staates sich hinstellt und rechtsextreme Gewalt leugnet, obgleich es Bilder und Mitschnitte genug gab, die diesen Umstand als Fakt darlegten? Das ist f&uuml;rwahr skandal&ouml;s. Und dass die breite Medienlandschaft das dann auch genau so eingestuft hat, ist v&ouml;llig richtig. Donald Trump ist ein Pr&auml;sident der Rassisten und Hetzer. Und dass er das ist, damit kokettiert er gerne.<br>\nBei uns geht es da schon ein bisschen zivilisierter zu. Mit solchen Attributen w&uuml;rde hier kein Politiker gl&auml;nzen wollen &ndash; ja, selbst unsere Rassisten leugnen noch, dass sie welche sind. Wenn rechtsextreme Gewalt dann doch offenbar wird, leugnet man sie nicht, man packt Plattit&uuml;den aus, spricht von &raquo;r&uuml;ckhaltloser Aufkl&auml;rung&laquo;, &raquo;Nie wieder!&laquo; und &raquo;Verantwortung vor der Geschichte&laquo;. Nach Aufdeckung des NSU solidarisierte sich das gesamte &ouml;ffentliche Leben mit den Hinterbliebenen jener Opfer, die dieselbe &Ouml;ffentlichkeit vorher noch als schweigsame Mitwisser in einer Serie von &raquo;D&ouml;ner-Morden&laquo; betrachtete. Aber immerhin, als dann die Wahrheit ans Licht kam, schob man sie nicht weg &ndash; man stellte sich der Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061466.unser-vorbildlicher-umgang-mit-rechter-gewalt.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p><strong>dazu: UN legen Rassismus-Beschwerde gegen USA ein<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der UN-Ausschuss f&uuml;r die Beseitigung der Rassendiskriminierung hat die USA aufgefordert, sich klarer von rassistischen &Auml;u&szlig;erungen und Verbrechen zu distanzieren.<\/li>\n<li>Die Vereinten Nationen reagieren damit auf die Aussage des US-Pr&auml;sidenten Donald-Trump, sowohl Neonazis als auch Gegendemonstranten seien f&uuml;r die gewaltsamen Ausschreitungen in Charlottesville verantwortlich gewesen, bei denen eine Frau get&ouml;tet wurde.<\/li>\n<li>Es passiert &auml;u&szlig;erst selten, dass der UN-Ausschuss Beschwerden gegen Regierungen einlegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-charlottesville-un-legen-rassismus-beschwerde-gegen-usa-ein-1.3638176\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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