{"id":39767,"date":"2017-08-25T08:27:34","date_gmt":"2017-08-25T06:27:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767"},"modified":"2017-08-25T08:27:34","modified_gmt":"2017-08-25T06:27:34","slug":"hinweise-des-tages-2945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h01\">Air-Berlin-Zerschlagung: Lufthansa-Billigtochter schreibt bereits Stellen f&uuml;r neue Crews aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h02\">Jackson Hole<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h03\">Absenkung des Rentenniveaus: Neue WSI-Berechnungen illustrieren Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h04\">Interview mit Wohlfahrtsverbands-Leiter: &bdquo;Wir brauchen eine 180-Grad-Kehrtwende&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h05\">Jugend&auml;mter nehmen mehr Kinder in Obhut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h06\">Privates Autobahnprojekt: SPD wirft Dobrindt drohende A1-Pleite vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h07\">Fluchtverhinderung durch Aufr&uuml;stung in Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h08\">Wiederaufbau Syriens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h09\">Verfassungsschutz entschuldigt sich bei G20-Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h10\">W&uuml;rdigung: Schnelle Kr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h11\">Mit deutschen Waffen gegen Schiiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h12\">Drohende Umweltsch&auml;den in Amazonasregion: Brasilien gibt riesigen Naturpark f&uuml;r Bergbau frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h13\">BILD und die Fl&uuml;chtlinge ohne Schulabschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39767#h14\">Zu guter Letzt: Drittweltland Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Air-Berlin-Zerschlagung: Lufthansa-Billigtochter schreibt bereits Stellen f&uuml;r neue Crews aus<\/strong><br>\nEurowings bereitet die &Uuml;bernahme von Air-Berlin-Maschinen und ihren Crews vor &ndash; zu deutlich schlechteren Konditionen. Nach SPIEGEL-Informationen wirbt die F&uuml;hrung der Lufthansa-Tochter bei Mitarbeitern f&uuml;r die geplante Expansion.<br>\nDie F&uuml;hrung der Lufthansa-Billigtochter Eurowings stellt schon jetzt die Weichen f&uuml;r eine &Uuml;bernahme von mehreren Dutzend Jets des insolventen Wettbewerbers Air Berlin &ndash; obwohl sie offiziell noch gar nicht den Zuschlag bekommen hat. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus einer internen Mitarbeiterinfo von Matthias Spohr hervor, dem j&uuml;ngeren Bruder von Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Er leitet den Flugbetrieb von Eurowings.<br>\nIn dem Schreiben wirbt der Manager um Verst&auml;ndnis, dass die Firma bereits Stellenausschreibungen f&uuml;r zus&auml;tzliche Crews ver&ouml;ffentlicht hat, auf die sich von Arbeitslosigkeit bedrohte Air-Berlin-Kollegen bewerben k&ouml;nnen &ndash; in der Regel allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen. In einer ersten Phase sollen nach SPIEGEL-Informationen zun&auml;chst 200 Piloten und 400 Flugbegleiter eingestellt werden. Der Stammbelegschaft, versichert Spohr, drohten durch die geplante Aufstockung &ldquo;keine negativen Auswirkungen&rdquo;, stattdessen w&uuml;rden sich die Aufstiegschancen f&uuml;r alle verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/air-berlin-eurowings-schreibt-stellen-fuer-mitarbeiter-insolventer-airline-aus-a-1164378.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Werden wir hier Zeuge eines miesen Spiels unter Beteiligung der Bundesregierung. Steht bereits fest, dass die Lufthansa den Deal macht? Klar, dass dann auch gleich die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die froh sind, wenigstens ihren Job zu behalten, verschlechtert werden. Wie war das mit der sozialen Gerechtigkeit, Herr Schulz?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jackson Hole<\/strong><br>\nDie Zentralbanken sitzen in der Falle<br>\nIn diesen Tagen trifft sich die internationale Finanzelite in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming zur allj&auml;hrlichen geldpolitischen Konferenz der Federal Reserve Bank of Kansas. Unter dem Motto &ldquo;Die F&ouml;rderung einer dynamischen Weltwirtschaft&rdquo; diskutieren f&uuml;hrende Vertreter der internationalen Zentralbanken mit &Ouml;konomen und Topmanagern aus aller Welt die aktuellen Probleme im Finanzsektor.<br>\nAnders als das Motto vermuten l&auml;sst, findet das Treffen vor dem Hintergrund einer sich immer m&uuml;hsamer dahinschleppenden Weltwirtschaft statt, die trotz zehnj&auml;hriger intensiver Bem&uuml;hungen nicht mehr in Gang kommt. Der Grund: Die globale Realwirtschaft wird von einem Finanzsektor ausgesaugt, dessen Manipulation inzwischen ein historisch nie dagewesenes Ausma&szlig; angenommen hat und der mittlerweile vor allem von den Zentralbanken beherrscht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jackson-Hole-3811407.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Absenkung des Rentenniveaus: Neue WSI-Berechnungen illustrieren Konsequenzen<\/strong><br>\nWenn das Rentenniveau wie bislang vorgesehen gesenkt wird, wird es auch f&uuml;r qualifizierte Besch&auml;ftigte mit mittlerem Einkommen schwieriger, sich eine gesetzliche Rente deutlich oberhalb der Grundsicherungs- oder der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle zu erarbeiten. Das gilt insbesondere, wenn man statt des traditionellen Konzepts des &bdquo;Eckrentners&ldquo; mit 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst k&uuml;rzere Versicherungsverl&auml;ufe zugrunde legt, die heute und wahrscheinlich auch in Zukunft realistischer sind &ndash; insbesondere bei Frauen. Dass die Ver&auml;nderungen erheblich sein werden, illustrieren neue Modellrechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Drei von mehreren in einer Kurzstudie dargestellten Beispielen: [&hellip;]<br>\nSoll die gesetzliche Rente &uuml;ber der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle liegen, die nach den neuesten vorliegenden Daten von 2015 bei 942 Euro Monatseinkommen f&uuml;r einen Alleinstehenden liegt, fallen die notwendigen Stundenl&ouml;hne noch deutlich h&ouml;her aus: Nach heutigem Stand und bei 45 Beitragsjahren in Vollzeit m&uuml;ssen im Durchschnitt 14,40 Euro verdient werden. Beim Rentenniveau des Jahres 2045 w&auml;ren es 16,47 Euro. Rechnet man mit 40 Beitragsjahren in Vollzeit, betragen die n&ouml;tigen Stundenl&ouml;hne sogar 16,20 bzw. 18,53 Euro.<br>\n&bdquo;Eine Stabilisierung oder Anhebung des Rentenniveaus ist dringend geboten, um f&uuml;r alle Einkommensgruppen die Lohnersatzfunktion der Renten und damit die Legitimit&auml;t der Rentenversicherung sicherzustellen&ldquo;, schreibt WSI-Alterssicherungsexperte Dr. Florian Blank im Res&uuml;mee seiner Studie. Beides sei akut gef&auml;hrdet, wenn langj&auml;hriger Beitragszahlung keine gesetzliche Rente deutlich &uuml;ber Grundsicherungsniveau oder Armutsgrenze gegen&uuml;bersteht. Damit w&uuml;rde die nach wie vor tragende S&auml;ule des deutschen Alterssicherungssystems weiter besch&auml;digt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110461.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview mit Wohlfahrtsverbands-Leiter: &bdquo;Wir brauchen eine 180-Grad-Kehrtwende&ldquo;<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium schl&auml;gt Alarm, weil die L&ouml;hne immer weiter auseinanderdriften &ndash; das deckt sich mit den Erfahrungen von Dr. Ulrich Schneider, dem Leiter des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes. Er fordert ein Ende der sch&ouml;nen Sonntagsreden.<br>\nDen Kindern soll&rsquo;s mal besser gehen, ist eine der Botschaften, die in Familien von Generation zu Generation weitergegeben werden. Und die sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch Jahrzehntelang f&uuml;r viele erf&uuml;llte. Jetzt gilt dieses Motto offensichtlich nur noch f&uuml;r Besserverdienende. Aus einem internen Papier des Bundeswirtschaftministeriums, &uuml;ber das die SZ berichtet, geht hervor, das in Deutschland die L&ouml;hne in den letzten Jahrzehnten extrem auseinanderdrifteten. Die Wirtschaft wachse, es gebe jedes Jahr neue Exportrekorde, die Arbeitslosigkeit sinke und die L&ouml;hne stiegen, aber gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung profitierten davon &uuml;berhaupt nicht. Im Gegenteil. &bdquo;2015 waren die Bruttol&ouml;hne der unteren 40 Prozent zum Teil deutlich niedriger als 1995&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Ihr Arbeitsentgelt besitze heute au&szlig;erdem weniger Kaufkraft als vor 20 Jahren! Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Matthias Machnig (SPD) schl&auml;gt deshalb in der SZ Alarm. Gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung k&auml;men nicht mehr voran. Und: &bdquo;Den Kindern geht es auf einmal schlechter als ihren Eltern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/interview-mit-wohlfahrtsverbands-leiter-wir-brauchen-eine-180-grad-kehrtwende-8618900.html\">Merkur<\/a>\n<p>dazu: <strong>Andrea droht: Arbeitsministerin ist bald kanzlerf&auml;hig<\/strong><br>\nF&uuml;r diejenigen, die trotz SPD, Gr&uuml;nen, CDU\/CSU und FDP immer noch eine Rente erhalten, hatte Nahles noch einen zweiten Witz: Auf die Frage, ob sie ohne die &raquo;Stabilisierung des Rentenniveaus auf heutigem Stand&laquo; Koalitionsverhandlungen zustimmen w&uuml;rde, meinte sie: &raquo;Ja, das Rentenniveau ist eine zentrale Frage.&laquo; Die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP machten daraus: &raquo;Nahles zieht rote Linie.&laquo; Soll hei&szlig;en: Die n&auml;chste Rentenk&uuml;rzung wird bei eventuellen Koalitionsverhandlungen Thema, und ob Frau Nahles ihr hinterlegtes Veto wiederfindet, wei&szlig; niemand. So gesehen droht sie allen, die jetzt schon wenig haben, im doppelten Sinn: Laut Spiegel hat die SPD intern schon das Vorhaben &raquo;Andrea 2021&laquo; gestartet. Irgendwann h&ouml;rt Angela Merkel ja auf.<br>\nAm Leistungsnachweis f&uuml;rs h&ouml;chste Regierungsamt arbeitet die SPD-Frau unerm&uuml;dlich: Der am Donnerstag vermeldete Anstieg der Sozialhilfeausgaben um 4,5 Prozent, bei Pflegebed&uuml;rftigen um 6,4 Prozent, im Jahr 2016 ist ihr Erfolg. Anders gesagt: Erst wenn der letzte Patient nichts mehr besitzt und f&uuml;r 70j&auml;hrige noch lange nicht Arbeitsschluss ist, erst wenn alle Ersparnisse komplett bei Maschmeyer und Co. gelandet sind, ist das Fundament sozialer Gerechtigkeit im Sinne der SPD einigerma&szlig;en hergestellt. Frau Nahles ist die Garantie, dass weitergehende &Uuml;berlegungen folgen. Niedergangsphantasien kennen keine Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316994.andrea-droht.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jugend&auml;mter nehmen mehr Kinder in Obhut<\/strong><br>\nDie Zahl der Kinder und Jugendlichen, die von Jugend&auml;mtern in Obhut genommen wurden, ist stark angestiegen. Hauptgrund ist die Einreise von unbegleiteten minderj&auml;hrigen Fl&uuml;chtlingen. Die Arbeiterwohlfahrt fordert mehr Hilfe f&uuml;r &uuml;berforderte Familien.<br>\nDie Jugend&auml;mter in Deutschland haben 2016 deutlich mehr Kinder und Jugendliche zeitweilig aus ihren Familien genommen als im Jahr davor. 84.200 M&auml;dchen und Jungen wurden zu ihrem Schutz in Obhut genommen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Die Gesamtzahl der F&uuml;rsorgema&szlig;nahmen hat sich damit seit dem Jahr 2013 fast verdoppelt. Die Arbeiterwohlfahrt rief dazu auf, den Kinderschutz ernster zu nehmen. Viele Familien seien &uuml;berlastet und allein nicht in der Lage, zum Wohle ihrer Kinder beizutragen. Hauptgrund f&uuml;r das weiter hohe Niveau der Inobhutnahmen ist die Einreise von unbegleiteten minderj&auml;hrigen Fl&uuml;chtlingen. 2016 wurden 44.900 junge Fl&uuml;chtlinge in Obhut genommen, 2.600 mehr als im Jahr 2015 (plus 6,2 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/08\/24\/statistik-jugendaemter-kinder-jugendliche-familien\/\">Migazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>ARTE Reportage<\/strong><br>\nNorwegen: So sch&uuml;tzen sie Kinder? \/ S&uuml;dkorea (&hellip;)<br>\n(1): Norwegen: So sch&uuml;tzen sie Kinder?<br>\nJede k&ouml;rperliche Strafe ist in Norwegen streng verboten. Die staatlichen Kindersch&uuml;tzer vom &bdquo;Barnevernet&ldquo; haben offiziell die Anweisung, schon beim leisesten Verdacht auf k&ouml;rperliche oder auch seelische Misshandlung in Familien zu intervenieren. Dabei gehen sie im Namen des Wohles der Kinder sehr weit. Sie entziehen Eltern h&auml;ufig ohne Vorgespr&auml;che ihre Kinder; Ger&uuml;chte von Klapsen auf den Po reichen da schon aus &ndash; oder der Verdacht, dass sie nicht f&auml;hig seien, ihr Kind zu erziehen. Die staatlichen Kindersch&uuml;tzer geben die Kinder in Pflegefamilien und schr&auml;nken die Besuchsrechte der leiblichen Eltern auf ein Minimum ein. 170 norwegische Anw&auml;lte, Psychologen und Sozialp&auml;dagogen klagten in einem offenen Brief &uuml;ber diese Methoden des &bdquo;Barnevernet&ldquo; &ndash; doch die staatlichen Kindersch&uuml;tzer gelten Kritikern inzwischen als eine Art Staat im Staat, unantastbar f&uuml;r jede Kritik. Die ARTE-Reporter begleiteten drei Familien, die um ihre Kinder k&auml;mpfen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/030273-585-A\/arte-reportage\">arte<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Privates Autobahnprojekt: SPD wirft Dobrindt drohende A1-Pleite vor<\/strong><br>\nWegen der Klage einer Betreibergesellschaft an der A1 greifen SPD-Politiker den Bundesverkehrsminister an. Dobrindt habe solche Projekte &ldquo;massiv vorangetrieben&rdquo;. F&uuml;r eine Pleite d&uuml;rfe nicht der Steuerzahler aufkommen.<br>\nWegen der drohenden Insolvenz einer &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) an der A1 &uuml;ben SPD-Vertreter scharfe Kritik an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt(CSU). &ldquo;Sollte das &Ouml;PP-Projekt zwischen Bremen und Hamburg pleitegehen, w&auml;re das ein absolutes Desaster f&uuml;r Verkehrsminister Dobrindt&rdquo;, sagte SPD-Fraktionsvize S&ouml;ren Bartol der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. Dobrindt habe &ldquo;Pl&auml;ne f&uuml;r den Ausbau unserer Autobahnen mit privaten Betreibern massiv vorangetrieben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/a1-spd-macht-dobrindt-fuer-drohende-pleite-verantwortlich-a-1164302.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die SPD-Aussagen enthalten so viele Widerspr&uuml;che&hellip; So wenig ich Dobrindt und seine Politik mag, er ist erst seit Ende 2013 Bundesverkehrsminister und an den Problemen von A1 mobil sicher nicht schuldig. Die Konzession f&uuml;r den Ausbau und die Erhaltung der A1 hat die Firma A1 mobil <a href=\"http:\/\/www.a1-mobil.de\/hintergrund-finanzierung.php#a-modell\">laut Eigenbeschreibung<\/a> am 4. August 2008 erhalten, d. h. der Vertrag ist von der SPD-Gr&uuml;ne-Regierung unter Gerhard Schr&ouml;der und\/oder von der CDU\/CSU\/SPD-Koalition ab Ende 2005 verhandelt worden. Die (Mit)Schuld tr&auml;gt also auf jeden Fall die SPD. Dass anscheinend unw&auml;gbar ist, ob der Bund zahlen muss oder nicht, und ob und wie so etwas vertraglich fixiert ist, ist ebenfalls unglaublich. (K&ouml;nnte A1 mobil auch 10 Milliarden Euro nachfordern? Wenn nein, warum nicht?)<br>\nIn guter Tradition beklagt der Seeheimer Johannes Kahrs dann nicht die &Ouml;PP-Entscheidungen an sich, sondern (nur) die A-Modelle. Passend dazu hat er noch vor der Grundgesetz&auml;nderung im Juli immer <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/autobahnprivatisierung-die-spd-will-es-nicht-gewesen-sein\/\">behauptet<\/a>, diese bedeute keine Autobahnprivatisierung. Interessanterweise ist seine Erkl&auml;rung zu dem Thema vom 18. Mai 2017 nicht mehr auf seiner Homepage zu finden. Warum wohl?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fluchtverhinderung durch Aufr&uuml;stung in Afrika<\/strong><br>\nF&uuml;nf afrikanische Staaten sollen der Europ&auml;ischen Union bei der Fl&uuml;chtlingsabwehr helfen. F&uuml;r diese vorverlagerte Grenzkontrolle werden sie massiv aufger&uuml;stet. Zus&auml;tzlich zur Kooperation mit dem zerr&uuml;tteten Libyen will die EU Fluchtbewegungen damit schon weit vorverlagert in Herkunfts- und Transitstaaten verhindern. (&hellip;)<br>\nEin internes Dokument des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes (EAD), das dem Spiegel vorliegt, gibt &uuml;ber die Pl&auml;ne Aufschluss: Eine Polizei- und Milit&auml;rtruppe der f&uuml;nf westafrikanischen Staaten Mali, Niger, Tschad, Mauretanien und Burkina Faso soll zur Bek&auml;mpfung von Fluchtbewegungen nach Libyen in Stellung gebracht werden. Daf&uuml;r soll die &raquo;G5 Sahel Joint Force&laquo; mit 50 Millionen Euro verst&auml;rkt werden &ndash; das hatte die Europ&auml;ische Kommission bereits Anfang Juli angek&uuml;ndigt.<br>\nFrankreich und Deutschland sollen gar Waffen, Munition und Fahrzeugen in Aussicht gestellt haben, berichtet der Spiegel. Auf Anfrage bestritt das Bundesverteidigungsministerium dies. Man liefere lediglich &raquo;nichtletale Ausr&uuml;stung&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/fluchtverhinderung-durch-aufruestung-in-afrika\/\">Pro Asyl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit etwas Sarkasmus oder Zynismus k&ouml;nnte gesagt werden: So sieht praktische Entwicklungshilfe a la EU heute aus. Bitte lesen Sie dazu erneut Beschluss des EU-Parlaments: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39146#h09\">Entwicklungshilfe f&uuml;rs Milit&auml;r<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>dazu: <strong>Grenzen dicht in Afrika: wie die EU Fl&uuml;chtlinge vom Mittelmeer fernhalten will<\/strong><br>\nQuasi &uuml;ber Nacht hat die libysche K&uuml;stenwache ihr Einflussgebiet bis weit in internationale Gew&auml;sser ausgedehnt. Ausgebildet und unterst&uuml;tzt von der EU bringt diese K&uuml;stenwache jetzt Fl&uuml;chtlinge ins B&uuml;rgerkriegsland Libyen zur&uuml;ck, Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer werden bedroht, es fallen sogar Sch&uuml;sse. Ein offensichtlicher Bruch des V&ouml;lkerrechts. Doch die EU will jetzt noch weiter gehen: Migranten sollen offenbar schon auf dem afrikanischen Kontinent gestoppt werden. MONITOR liegen Dokumente vor, die belegen, dass auch Deutschland umstrittene Regime in Nordafrika mit Waffen und Munition versorgen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/grenzen-dicht-in-afrika-100.html\">Monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wiederaufbau Syriens<\/strong><br>\nTeilnehmer der Internationalen Messe in Damaskus werben mit Infrastrukturprojekten. Auswirkungen von Sanktionen und Krieg verheerend [&hellip;]<br>\nUnter den ersten im internationalen Pavillon sind vor allem die engen Verb&uuml;ndeten Syriens, Russland, China und Iran vertreten. Die blockfreien Staaten Indien, Brasilien und S&uuml;dafrika haben Unternehmen zu der Ausstellung eingeladen. Nicht so die EU, die Golfstaaten oder die USA, die ihre diplomatischen Vertretungen zu Beginn des Krieges geschlossen hatten. Doch auch einzelne deutsche, italienische und franz&ouml;sische Firmen haben den Weg nach Damaskus gewagt. Die deutsche Firma Ostendorf, die hochwertige Kunststoffrohre f&uuml;r die Abwasserentsorgung herstellt, will &raquo;den Markt sondieren&laquo;. Firmen aus Europa, den USA oder vom Golf hatten bis 2011 gute Gesch&auml;fte in Syrien gemacht , doch ihre Regierungen verh&auml;ngten schwere Wirtschaftssanktionen gegen das Land &ndash; der Handel wurde untersagt.<br>\nProdukte der Gas- und &Ouml;lf&ouml;rderindustrie und der Energieversorgung nehmen einen gro&szlig;en Raum ein. Chinesische Firmen zeigen Zementindustrieanlagen und Fertigbauh&auml;user, indische Firmen pr&auml;sentieren pharmazeutische Produkte und Anlagen f&uuml;r die Baumwollverarbeitung sowie f&uuml;r die Stahlindustrie. Der Iran ist mit den meisten St&auml;nden vertreten. Pr&auml;sentiert werden Autos, Busse, Medizintechnik, Reinigungs- und Nahrungsmittel, auch Haushaltsger&auml;te.<br>\nDie materiellen Verluste, die der Krieg seit 2011 Syrien zugef&uuml;gt hat, werden von der Weltbank auf rund 226 Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt. Diese Summe entspricht dem Vierfachen des aktuellen Bruttoinlandsprodukts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/316930.wiederaufbau-syriens.html\">Karin Leukefeld auf junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verfassungsschutz entschuldigt sich bei G20-Journalisten<\/strong><br>\nWarum wurde 32 Journalisten der Zugang zum G20-Gipfel nachtr&auml;glich aberkannt? Noch immer liegt der Mehrheit der Betroffenen keine Antwort der Sicherheitsbeh&ouml;rden vor. Erst drei Medienmacher, die vor mehr als sechs Wochen um Auskunft beim Bundeskriminalamt (BKA) ersuchten, haben inzwischen Post erhalten. Einer von ihnen ist der Hamburger Polizeireporter Frank Br&uuml;ndel. (&hellip;)<br>\nDemnach begr&uuml;ndete sich der Akkreditierungsentzug in Br&uuml;ndels Fall auf einem falschen Eintrag in einer Datenbank des Landeskriminalamtes Hamburg. In dem Eintrag hie&szlig; es, der Journalist sei, neben anderen Personen, anl&auml;sslich der diesj&auml;hrigen &raquo;Revolution&auml;ren 1. Mai Demo&laquo; durch die Polizei festgenommen worden. Ein Hinweis, dass Br&uuml;ndel als Reporter die Demonstration begleitete, ging aus dem Eintrag nicht hervor. Ohnehin waren die im Datensatz gespeicherten Informationmen v&ouml;llig falsch: In Wirklichkeit war der Journalist lediglich von Beamten kontrolliert worden.<br>\nDoch die Fehlinformation l&ouml;ste eine fatale Kettenreaktion aus: Br&uuml;ndel wurde auf Grundlage der LKA-Meldung fortan als &raquo;Verdachtsfall&laquo; in der Datenbank des Verfassungsschutzes gef&uuml;hrt. Ende Juni erfolgte dann die Abfrage des BKA, die wiederum &uuml;ber das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz abgewickelt wurde. Aufgrund des Eintrags entschied das BKA schlie&szlig;lich: Der Journalist bekommt seine bereits erteilte Akkreditierung wieder entzogen. Wie Br&uuml;ndel gegen&uuml;ber dem &raquo;Deutschlandradio&laquo; erz&auml;hlte, bekam er von der Ma&szlig;nahme nur durch einen Zufall mit: &raquo;Ich war immer auf der Stra&szlig;e und habe die Demonstrationen begleitet. Drei, vier Tage sp&auml;ter habe ich einen Anruf von der ARD bekommen und man fragte mich: Sind Sie Herr Frank Br&uuml;ndel? Ich sag: Ja. Wussten Sie, dass Sie auf der Liste stehen?&laquo;<br>\nIn seinem Schreiben klingt es danach, als wolle Vo&szlig; den Fehler sowohl auf das BKA als auch auf das Landkriminalamt abw&auml;lzen. Es wirkt, als habe das Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (LfV) unter enormen Zeitdruck gearbeitet &raquo;An dieser Stelle ein Hinweis: Bei diesem Akkreditierungsverfahren musste das LfV Hamburg innerhalb von 24 Stunden antworten&laquo;, hei&szlig;t es in dem Brief. Und es kommt noch dicker: Vo&szlig; betont, er k&ouml;nne nicht beurteilen, ob die Akkreditierung &raquo;trotz der Erkenntnis&uuml;bermittlung aus Hamburg&laquo; entzogen wurde. Er wissen nicht einmal, ob selbige &uuml;berhaupt zun&auml;chst erteilt worden war. Diesbez&uuml;glich habe es keine R&uuml;ckmeldung seitens der Bundesbeh&ouml;rden gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061582.verfassungsschutz-entschuldigt-sich-bei-g-journalisten.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>W&uuml;rdigung: Schnelle Kr&auml;fte<\/strong><br>\nSo w&uuml;nscht man sich die Heimatfront: W&auml;hrend eine ganze Kompanie des Kommandos Spezialkr&auml;fte (KSK) durch sexistische und m&ouml;glicherweise auch rechtsextreme Handlungen aufgefallen ist (vgl. IMI-Standpunkt 2017\/026), h&auml;ngt der Landkreis Marburg-Biedenkopf demonstrativ und &bdquo;als sichtbares Zeichen unserer Wertsch&auml;tzung, des Respekts und der Solidarit&auml;t mit den Einsatzsoldaten&ldquo; eine gelbe Schleife auf, wie das in Gie&szlig;en erscheinende &bdquo;Sonntag Morgenmagazin&ldquo; mit eindr&uuml;cklichem Bild berichtet. Das Abzeichen der Division Schneller Kr&auml;fte, zu der das KSK geh&ouml;rt, und das einen Greifvogel im Sturzflug darstellt, ist dort schon l&auml;nger &bdquo;zwischen den Wappen der St&auml;dte und Gemeinden des Landkreises Marburg-Biedenkopf&ldquo; angebracht. Nun war das Aufh&auml;ngen der Gelben Schleife ein weiterer Anlass, zu dem der Kreisrat mit &bdquo;breiter Zustimmung&ldquo; seinen R&uuml;ckhalt f&uuml;r die Truppe signalisieren k&ouml;nnte.<br>\nEtwas andere T&ouml;ne kommen derweil vom ehemaligen Wehrbeauftragten des Bundestages, Reinhold Robbe, in der J&uuml;dischen Allgemeinen. Er meint hier, dass &bdquo;bereits die bislang vom Verteidigungsministerium best&auml;tigten Fakten [ausreichen], um festzustellen, dass die geschilderten Rituale und Geschmacklosigkeiten unvereinbar mit den Prinzipien des Staatsb&uuml;rgers in Uniform und der Inneren F&uuml;hrung sind&ldquo;. &bdquo;[W]enn sich die Nazi-Entgleisungen best&auml;tigen sollten&ldquo;, so Robbe, &bdquo;h&auml;tte das KSK ein richtig gro&szlig;es Problem&ldquo;. In diesem Zusammenhang erinnert er auch daran, dass &bdquo;vor 15 Jahren &hellip; der KSK-General Reinhard G&uuml;nzel aus der Bundeswehr entlassen [wurde], weil ihm zur Last gelegt wurde, mit Rechtsradikalen zu sympathisieren.&ldquo;<br>\nErstaunlich aber ist, dass Robbe sich &bdquo;erstaunt&ldquo; gibt, dass gerade das KSK, das &uuml;ber &bdquo;exzellent ausgebildete Soldaten mit einem sehr anspruchsvollen F&auml;higkeitsprofil&ldquo; verf&uuml;ge und &bdquo;als die Elitetruppe der Bundeswehr bezeichnet&ldquo; werde, solche Ausw&uuml;chse zeige.<br>\nEin anderer Zugang ergibt sich aus einem Bericht des MDR (&bdquo;Zeitreise&ldquo;) &uuml;ber fr&uuml;here Erkenntniss zum Rechtsextremismus bei der Bundeswehr, der auf eine Studie der Bundeswehr aus den fr&uuml;hen 1990er Jahren verweist, die warnte, &bdquo;dass die neue Hin- und R&uuml;ckwendung zu vordergr&uuml;ndig milit&auml;rstrategischen Konzeptionen problematisch sei, da sie eine besonders unter Offizieren ohnehin vorhandene Tendenz zur Absonderung, zur Vorstellung einer vom Rest der Gesellschaft getrennten Parallelgesellschaft Milit&auml;r bef&ouml;rdere. Tats&auml;chlich sei &bdquo;die F&uuml;hrungsebene der Bundeswehr alles andere als ein Spiegelbild der bundesrepublikanischen Gesellschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/24\/wuerdigung-schnelle-kraefte\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mit deutschen Waffen gegen Schiiten<\/strong><br>\nSaudi-Arabien, ein bedeutender Kunde deutscher Waffenfirmen, schl&auml;gt Unruhen seiner schiitischen Minderheit milit&auml;risch nieder. Die saudischen Streitkr&auml;fte, die in den vergangenen Wochen in der schiitischen Ortschaft Al Awamiya zahlreiche Regimegegner get&ouml;tet haben, verf&uuml;gen &uuml;ber betr&auml;chtliche Mengen an deutschen Schusswaffen, darunter Sturmgewehre und Maschinenpistolen. Ersatzteile und Munition werden regelm&auml;&szlig;ig aus der Bundesrepublik nachgeliefert. Auch die Streitkr&auml;fte Bahrains, die die schiitische Bev&ouml;lkerungsmehrheit des Landes mit Gewalt niederhalten, besitzen Schusswaffen aus deutscher Produktion. Die Unterdr&uuml;ckung der schiitischen Bev&ouml;lkerungsteile in den Golfstaaten beruht in hohem Ma&szlig; auf dem Bestreben, jeglichen Einfluss des schiitischen Rivalen Iran niederzuhalten &ndash; ein Ziel, das auch von Berlin verfolgt worden ist. Auch Riads Krieg gegen den Jemen, f&uuml;r den die saudischen Streitkr&auml;fte ebenfalls auf deutsche Waffen zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen, richtet sich gegen iranische Einflussm&ouml;glichkeiten. Wie die j&uuml;ngsten schiitischen Unruhen in Saudi-Arabien zeigen, droht der Konflikt die Arabische Halbinsel immer st&auml;rker zu entzweien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59655\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Drohende Umweltsch&auml;den in Amazonasregion: Brasilien gibt riesigen Naturpark f&uuml;r Bergbau frei<\/strong><br>\nDie brasilianische Regierung erlaubt in einer bisher gesch&uuml;tzten Region k&uuml;nftig Bergbau. Das sieht ein Dekret von Pr&auml;sident Michel Temer vor. Der Nationalpark Reserva Nacional do Cobre e Associados (Renca) in den n&ouml;rdlichen Bundesstaaten Amapa und Para umfasst rund 46.000 Quadratkilometer und ist damit gr&ouml;&szlig;er als D&auml;nemark. Dort werden gro&szlig;e Vorkommen an Gold und anderen Mineralien vermutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/amazonas-brasilien-gibt-naturpark-fuer-bergbau-frei-a-1164346.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BILD und die Fl&uuml;chtlinge ohne Schulabschluss<\/strong><br>\nBILD &ldquo;rechtfertigt&rdquo; diese Berechnungsmethode, typisch BILD; wie folgt: &ldquo;Das BIBB h&auml;lt es f&uuml;r &bdquo;nicht unwahrscheinlich&ldquo;, dass die Betroffenen die Angabe verweigerten, weil sie in Wahrheit keinen Abschluss haben.&rdquo; In der angeblich zitierten BIBB-Untersuchung (Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung) hei&szlig;t es: &ldquo;Wenn man in der BA-Statistik die Zahl der Personen ohne Abschluss zu den Personen ohne Angaben hinzurechnet, was aufgrund der besonderen Situation der Personen und des Fluchthintergrundes nicht unwahrscheinlich ist, verf&uuml;gen gut 50 % der Schutzberechtigten &uuml;ber keine (abgeschlossene) Schulbildung.&rdquo;<br>\nAnmerkungen: 1. Die Daten beziehen sich ausschlie&szlig;lich auf die in der Statistik der BA als Arbeitsuchende registrierten Frauen und M&auml;nner &ldquo;im Kontext Fluchtmigration&rdquo; und nicht auf alle nicht erwerbst&auml;tigen und erwerbst&auml;tigen Gefl&uuml;chteten. 2. Das BIBB teilte dem BIAJ auf Anfrage u.a. mit: &ldquo;Die Aussage &bdquo;59 % der Fl&uuml;chtlinge haben keinen Schulabschluss&ldquo; wurde seitens des BIBB so nicht getroffen, da sie sachlich nicht richtig ist.&rdquo; (eMail) 3. Die BA (Pressestelle) teilt u.a. mit: &ldquo;Die Erfassung der Schulbildung erfolgt auf Basis der Angaben der Kundin\/ des Kunden. Ein Nachweis liegt zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht immer vor. Das Fehlen eines Nachweises d&uuml;rfte dennoch neben beispielsweise sprachlichen H&uuml;rden dazu f&uuml;hren, dass keine Schulbildung erfasst wird bzw. werden kann. Der hohe Anteil an Personen ohne Schulabschluss bedeutet also nicht zwingend wirklich das Fehlen von schulischer Bildung, sondern hierbei k&ouml;nnen auch Erfassungsschwierigkeiten eine &ndash; nicht quantifizierbare &ndash; Rolle spielen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-materialien\/961-bild-und-die-fluechtlinge-ohne-schulabschluss.html\">BIAJ Kurzmitteilung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bild-Chef Reichelt vs. die Faktenchecker vom BR: das Problem mit einer Fl&uuml;chtlings-&Uuml;berschrift<\/strong><br>\nBild-Chef Julian Reichelt und Bild-Politikchef Nikolaus Blome wehren sich &ouml;ffentlich auf Twitter gegen einen Bericht des &ldquo;Faktenfuchs&rdquo; vom Bayerischen Rundfunk. Die Faktenchecker hatten den Bild-Aufmacher vom Dienstag (&ldquo;So viele Fl&uuml;chtlinge haben keinen Schulabschluss&rdquo;) kritisiert. Schaut man sich die Fakten an, haben beide Parteien in gewisser Weise recht. Die Bild-Schlagzeile bleibt f&uuml;r sich genommen aber hoch problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/24\/bild-chef-reichelt-vs-die-faktenchecker-vom-br-das-problem-mit-einer-fluechtlings-ueberschrift\">meedia<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Drittweltland Deutschland<\/strong><br>\nNach dem peinlichen Scheitern deutscher Tunnelbauer muss sich Schweiz &uuml;berlegen, ihr Entwicklungshilfebudget aufzustocken, um dringend ben&ouml;tigte Ingenieure zum Einsatz bringen zu k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nDer Warenverkehr in weiten Teilen Europas liegt deswegen darnieder. Ins Bild passt, dass sich in Deutschland derzeit f&uuml;r keinen Politiker so etwas wie eine Verantwortlichkeitsfrage stellt. Wer f&uuml;r die Sch&auml;den bei Dienstleistern und Privatindustrie aufkommt, bleibt damit unklar. Die Schweiz t&auml;te gut daran, Deutschland k&uuml;nftig als Drittweltstaat einzustufen, insbesondere, wenn es dort um Infrastruktur- und Verkehrspolitik geht. Die Schweiz muss sich deshalb &uuml;berlegen, ihr Entwicklungshilfebudget aufzustocken, um so im Krisengebiet vor Ort dringend ben&ouml;tigte Planer und Ingenieure zum Einsatz bringen zu k&ouml;nnen. Nach Deutschland reisen k&ouml;nnten gleich auch ein paar Juristen, die in Berlin die Bedeutung von Unterschriften erkl&auml;ren. Deutschland hat sich 1996 per Staatsvertrag verpflichtet, seinen Neat-Zubringer auf eigenem Territorium fertigzustellen. Rechtzeitig. Der Termin ist verstrichen, ein neuer ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bazonline.ch\/schweiz\/standard\/drittweltland-deutschland\/story\/17089785\">Basler Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39767"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39770,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39767\/revisions\/39770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}