{"id":39798,"date":"2017-08-25T16:30:33","date_gmt":"2017-08-25T14:30:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798"},"modified":"2017-08-25T16:30:33","modified_gmt":"2017-08-25T14:30:33","slug":"hinweise-des-tages-ii-309","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h01\">&ldquo;Linksunten.indymedia&rdquo;: Innenministerium verbietet linksextreme Plattform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h02\">Was Sie schon immer &uuml;ber Gesichtserkennung wissen wollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h03\">Jobwunder durch HartzIV und Co.?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h04\">Boomende Konjunktur beschert deutschem Staat Rekord&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h05\">Arbeit im Callcenter schadet Bewerbern mehr als Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h06\">Mindestsicherung im Alter: Gute Absicht, b&ouml;se Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h07\">Katastrophengebiet Klassenzimmer &ndash; Jetzt aktiv werden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h08\">No alternative to austerity? That lie has now been nailed<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h09\">Die EU muss vor der eigenen T&uuml;r kehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h10\">Finanzlobby verspricht Zehntausende neue Jobs f&uuml;r Region Frankfurt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h11\">Vom deutschen Euro zur deutschen EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h12\">Warum der IS bald in neuer Form erscheinen k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h13\">Prostitution: Die L&uuml;ge von den gl&uuml;cklichen Sexarbeiterinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h14\">Lobbyismus: Politiker und Wirtschaftsvertreter auf Du und Du<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h15\">Der Anfang vom Ende des Rechtsstaats?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h16\">Sarrazin, Rasse und die Ethnie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39798#h17\">Das Letzte: Finanz-Managerin behauptet: &bdquo;Bargeld diskriminiert die Armen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Linksunten.indymedia&rdquo;: Innenministerium verbietet linksextreme Plattform<\/strong><br>\nDas Bundesinnenministerium hat nach SPIEGEL-Informationen die Internetseite &ldquo;linksunten.indymedia.org&rdquo; verboten. Die Seite gilt als einflussreichstes Medium der linksextremen Szene in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-website-linksunten-indymedia-von-innenministerium-verboten-a-1164429.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut unglaublich! Die hysterische Berichterstattung der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &uuml;ber die G20 Krawalle in Hamburg war offenbar das Pr&auml;ludium daf&uuml;r. Sich hier einfach das staatliche Verhalten bez&uuml;glich des NSU oder des Oktoberfestanschlages in Erinnerung rufen. Da Faschisten f&uuml;r gew&ouml;hnlich nichts gegen die &ouml;konomischen Macht- und Besitzverh&auml;ltnisse haben, kann man da schon einmal ein Auge zudr&uuml;cken. Der deutschen Oligarchie wurde unter den Nazis bekanntlich kein Haar gekr&uuml;mmt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &ldquo;Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte&ldquo; &ndash; Martin Niem&ouml;ller<\/em><\/p>\n<p><em>Man muss ja nicht in allen Punkten die teils ziemlich verqueren Inhalte der Indymedia teilen. Aber ein Verbot erscheint unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Indymedia-Verbot ist willk&uuml;rliche Zensur<\/strong><br>\n&bdquo;Das Verbot von indymedia.linksunten ist ein illegitimer Akt der Zensur&ldquo;, erkl&auml;rt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zur heute ergangenen Verbotsverf&uuml;gung des Bundesinnenministeriums gegen die linke Internetplattform. Jelpke weiter: &bdquo;Das indymedia.linksunten-Projekt steht f&uuml;r eine linke, antikapitalistische Gegen&ouml;ffentlichkeit. Diese in ihrer Reichweite und internen Diskussionen einzuschr&auml;nken, betrachte ich als willk&uuml;rliche Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit.<br>\nAuch mir gef&auml;llt nicht alles auf dieser Seite. Aber das Verbot ist ein Akt der Zensur und der Einsch&uuml;chterung. Jeder, der in Zukunft beschuldigt wird, indymedia.linksunten fortzuf&uuml;hren, muss mit Strafe rechnen &ndash; und zwar nicht f&uuml;r den Inhalt einzelner Beitr&auml;ge auf der Seite, sondern allein daf&uuml;r, &uuml;berhaupt an diesem linken Projekt mitzuwirken. Das Verbot ist zugleich eine Drohung gegen&uuml;ber allen anderen Medien, in denen heutzutage noch revolution&auml;re und antikapitalistische Positionen diskutiert werden. Die linke Szene in Deutschland als Ganzes soll eingesch&uuml;chtert werden.<br>\nMit dem Verbot will Innenminister de Maizi&egrave;re die Union als vermeintlich entschlossene K&auml;mpferin gegen Extremismus in Szene setzen. Diese Entschlossenheit l&auml;sst er allerdings vermissen, wenn es darum geht, fl&uuml;chtlingsfeindliche Hetze in seinen eigenen Reihen zur&uuml;ckzuweisen. Es ist schon sehr bemerkenswert, dass rassistische Parteien wie NPD oder AfD ihre Hetze v&ouml;llig legal betreiben k&ouml;nnen, eine linksradikale Plattform aber verboten wird. Der Kampf gegen Linke ist dem b&uuml;rgerlichen Staat ganz offenbar wichtiger als derjenige gegen Rassisten und Nazis. Damit folgt de Maizi&egrave;re einer unseligen Tradition in der deutschen Geschichte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2017\/08\/indymedia-verbot-ist-willkuerliche-zensur\/\">Ulla Jelpke<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>CDU stimmt mit AfD f&uuml;r &raquo;Linksextremismus&laquo;-Enquete<\/strong><br>\nRechtsau&szlig;enpartei in Sachsen-Anhalt nutzt Landtag f&uuml;r &raquo;Rufmord&laquo;-Kampagne gegen Zivilgesellschaft \/ Gr&uuml;ne: Rechte Ideologie soll verharmlost werden<br>\nDer &Auml;rger &auml;u&szlig;ert sich in einem knappen Satz. &raquo;Dar&uuml;ber wird zu reden sein&laquo;, sagt Conny L&uuml;ddemann, die Fraktionschefin der Gr&uuml;nen im Landtag von Sachsen-Anhalt. Zuvor hatten gro&szlig;e Teile der CDU-Fraktion, mit der Gr&uuml;ne und SPD eine Koalition bilden, gemeinsame Sache mit der AfD gemacht und dieser zur Einsetzung einer Enquetekommission zum Thema Linksextremismus verholfen &ndash; obwohl ihre Zustimmung nicht n&ouml;tig gewesen w&auml;re: Die auch nach drei Austritten noch 22-k&ouml;pfige AfD-Fraktion verf&uuml;gt allein &uuml;ber die erforderliche Zahl von Abgeordneten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061688.cdu-stimmt-mit-afd-fuer-linksextremismus-enquete.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was Sie schon immer &uuml;ber Gesichtserkennung wissen wollten<\/strong><br>\nDer Bundesinnenminister macht aktuell Wirbel um die Gesichtserkennung. Damit SIE besser informiert sind als der Minister, hier die wichtigsten Fakten zur Funktionsweise, den M&ouml;glichkeiten, den (vielen) Voraussetzungen, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit das wirklich funktioniert &ndash; und was ja m&ouml;glicherweise hinter dem politischen Wunsch nach Video&uuml;berwachung und Gesichtserkennung steckt &ndash; vor allem, wenn ihn Minister vom Schlage eines De Maizi&egrave;re bzw. Herrmann vortragen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/was-sie-schon-immer-ueber-gesichtserkennung-wissen-wollten\">Police-IT<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;&hellip; und Zitronenfalter falten Zitronen &hellip;&ldquo;<\/strong><br>\nDer Bundesinnenminister sah heute, nach der Besichtigung eines Testprojekts f&uuml;r Gesichtserkennung, einen &bdquo;unglaublichen Sicherheitsgewinnn f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung&ldquo;. Die notwendigen, zahlreichen Voraussetzungen, bis das wie vorgesehen funktioniert, fielen unter den Tisch.<br>\nWie w&auml;re es, Herr Minister, wenn die Polizei endlich mal digital funken k&ouml;nnte in gro&szlig;en Bahnh&ouml;fen oder wenn Bund und L&auml;nder Informationen miteinander teilen k&ouml;nnten, statt sie viermal neu abzuschreiben?! Bevor Sie weiter solchen Phantasien nachh&auml;ngen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/und-zitronenfalter-falten-zitronen-6079\">Cives<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jobwunder durch HartzIV und Co.?<\/strong><br>\nImmer wieder verkaufen Politiker die Agenda2010 als deutsches Erfolgsmodell zur Senkung der Arbeitslosigkeit. Dabei zeigen neue Studien: Der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit seit Mitte der 2000er Jahre ist weniger auf die Hartz-Reformen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, sondern vielmehr auf die gestiegene Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Unternehmen und die gute konjunkturelle Entwicklung. Daf&uuml;r sind die gesellschaftlichen Sch&auml;den der Hartz-Reformen enorm: die prek&auml;re Besch&auml;ftigung w&auml;chst, die Altersarmut steigt. Immer mehr Menschen geraten trotz Arbeit ins gesellschaftliche Abseits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/jobwunder-durch-hartz-vier-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Boomende Konjunktur beschert deutschem Staat Rekord&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDie Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig: Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr den h&ouml;chsten &Uuml;berschuss seit der Wiedervereinigung erzielt.<br>\nDas kr&auml;ftige Wirtschaftswachstum und die historisch g&uuml;nstige Lage auf dem Arbeitsmarkt haben dem deutschen Staat im ersten Halbjahr 2017 einen Rekord&uuml;berschuss beschert. Bund, L&auml;nder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich 18,3 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das teilte das Statistische Bundesamt anhand vorl&auml;ufiger Daten mit. [&hellip;]<br>\nSprudelnde Steuern und Sozialbeitr&auml;ge sorgten von Januar bis einschlie&szlig;lich Juni des laufenden Jahres f&uuml;r gut gef&uuml;llte Staatskassen. Und die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einsch&auml;tzung von Volkswirten auf Wachstumskurs &ndash; angetrieben von der Konsumlust vieler Verbraucher und steigenden Investitionen vieler Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/boomende-konjunktur-beschert-deutschem-staat-rekordueberschuss-a-1164478.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Statt sich an solchen Jubelmeldungen zu berauschen, die hier als Propagandameldungen unters Volk gebracht werden, k&ouml;nnte der SPIEGEL richtigerweise festhalten, dass die deutsche Infrastruktur (Stra&szlig;en, Bahn, Schulen, &ouml;ffentliche Verwaltung&hellip;) gezielt und mit Absicht chronisch unterfinanziert wird und dass der &Uuml;berschuss in den Sozialversicherungen Ergebnis von viel zu niedrigen Renten- und Arbeitslosengeldzahlungen ist. Dass die Sondersituation im &Uuml;brigen auch das Ergebnis der sehr niedrigen Zinszahlungen auf die Staatsverschuldung ist und das mickrige Wirtschaftswachstum von vielleicht 1,8 Prozent des BSP &uuml;berhaupt nur dadurch entsteht, dass sich das Ausland wieder &ndash; wie in den Jahren vorher &ndash; mit 8 bis 9 Prozent des BSP f&uuml;r deutsche Waren verschuldet. Mit anderen Worten, kratzt man ein bisschen an der Oberfl&auml;che, dann berichtet der Artikel nicht &uuml;ber eine erfolgreiche, sondern &uuml;ber eine verheerende Wirtschafts- und Sozialpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeit im Callcenter schadet Bewerbern mehr als Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nH&auml;ufige Jobwechsel und Arbeiten etwa in einem Callcenter machen sich im Lebenslauf schlechter als Arbeitslosigkeit: Zu diesem Schluss kommen Soziologen der Universit&auml;t Basel. Die Forscher haben die Jobchancen junger Erwachsener untersucht. Dazu befragten sie Personalabteilungen und -vermittler. Erste Analysen der schweizerischen Daten verwiesen darauf, dass die Bedeutung von Arbeitslosigkeit in der Diskussion zu Arbeitsmarktchancen &uuml;bersch&auml;tzt werde, teilte die Uni Basel am Donnerstag mit.<br>\nArbeitslose zu befristeten oder ausbildungsfremden Besch&auml;ftigungen zu dr&auml;ngen, um sie m&ouml;glichst rasch in die Arbeitswelt zur&uuml;ckzubringen, kann demnach sogar schaden: Die Forscher warnen davor, dass solche Besch&auml;ftigungen f&uuml;r die Betroffenen zu &laquo;beruflichen Sackgassen&raquo; werden k&ouml;nnten. Heute werde bei Arbeitslosen mit einem berufsbildenden Abschluss wie einer Berufslehre versucht, diese m&ouml;glichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sagt Christian Imdorf, der die Studie gemeinsam mit Max Bergman leitet. &laquo;Doch eine m&ouml;glichst schnelle Integration ist nicht immer unbedingt nachhaltig.&raquo;<br>\nArbeitslose m&uuml;ssten oft auch Stellen ausserhalb ihres angestammten Berufsfeldes annehmen. F&uuml;r die langfristigen Berufschancen w&auml;re es aber empfehlenswerter, sich im gelernten Beruf weiterzubilden. (&hellip;)<br>\nZwar beurteilten die Rekruteure in der Schweiz Lebensl&auml;ufe mit k&uuml;rzeren und l&auml;ngeren Arbeitslosigkeitsphasen kritischer als Lebensl&auml;ufe ohne solche Angaben. Allerdings wurden anderen Formen von Erwerbsunsicherheit wie dequalifizierende Arbeit oder h&auml;ufige Stellenwechsel problematischer eingesch&auml;tzt als Arbeitslosigkeit, wie aus der Studie hervorgeht. Diese Befunde h&auml;tten sich auch in Bulgarien, Griechenland und Norwegen best&auml;tigt.<br>\nAllerdings unterscheiden die Personalb&uuml;ros in der Schweiz h&auml;ufig zwischen Personen mit einer Berufslehre und Personen mit einem Hochschulabschluss. So werden vor allem Abg&auml;nger einer Berufslehre, die in einem Call Center gearbeitet haben oder arbeitslos waren, negativer eingesch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-arbeit-im-callcenter-schadet-bewerbern-mehr-als-arbeitslosigkeit-ld.1312452\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mindestsicherung im Alter: Gute Absicht, b&ouml;se Folgen<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber Leistungsziele und Reformbedarfe im deutschen Alterssicherungssystem ist seit einigen Jahren recht einseitig auf Armutsvermeidung fokussiert und l&auml;sst das eigentlich zentrale Ziel weitgehend au&szlig;er Acht, im Ruhestand einen ann&auml;hernd lebensstandardsichernden Lohnersatz zu gew&auml;hrleisten.<br>\nVielfach wird in diesem Sinne f&uuml;r einen Ausbau der Mindestsicherung im Alter pl&auml;diert, der aber insbesondere bei einem weiteren R&uuml;ckgang des Rentenniveaus fatale Folgen h&auml;tte: Mindestleistungen mit bestenfalls geringen Zugangsh&uuml;rden und lohnbezogene gesetzliche Renten w&uuml;rden sich noch st&auml;rker aufeinander zubewegen, so dass schlie&szlig;lich selbst jahrzehntelange substanzielle Beitragszahlungen kaum noch lohnenswert w&auml;ren und faktisch zu einer weiteren Steuer mutieren w&uuml;rden. Ein solches Szenario d&uuml;rfte allerdings keine allgemeine Akzeptanz finden und w&auml;re wohl Wegbereiter f&uuml;r eine steuerfinanzierte Grundrente auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Eigentlich wohlmeinende Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r einen besseren Schutz vor Altersarmut laufen damit Gefahr, einer Reduktion der sozialstaatlichen Leistungsf&auml;higkeit das Wort zu reden &ndash; auf jahrzehntelang bew&auml;hrte Lebensstandardsicherung w&uuml;rde blo&szlig;e Armutsvermeidung folgen.<br>\nStatt Leistungen der Grundsicherung im Alter deutlich auszuweiten oder gar eine gesetzliche Mindestrente zu schaffen, muss das Rentenniveau wieder im Mittelpunkt von Debatte und Politik stehen. Notwendig ist eine Stabilisierung und schlie&szlig;lich wieder Anhebung des &bdquo;Nettorentenniveaus vor Steuern&ldquo; auf mindestens 50 Prozent, damit langfristig auf lohnbezogene Beitr&auml;ge lebensstandardsichernde Renten folgen k&ouml;nnen. Betriebliche und private Vorsorge sind erkennbar nicht in der Lage, die Absicherungs- und Akzeptanzproblematik fl&auml;chendeckend zu l&ouml;sen &ndash; an einer wieder starken beitragsorientierten gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;hrt dauerhaft kein Weg vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/politik\/rente-gesundheit-pflege\/mindestsicherung-im-alter.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Katastrophengebiet Klassenzimmer &ndash; Jetzt aktiv werden!<\/strong><br>\nSchimmelige W&auml;nde, bauf&auml;llige Geb&auml;ude und viel zu wenig Personal: An vielen deutschen Schulen wird das Lernen und Unterrichten zu einer Herausforderung. Jahrelang wurde zu wenig investiert, leere Stellen werden schon heute oft mit Quereinsteigern ohne entsprechende Ausbildung besetzt. Und in den n&auml;chsten Jahren werden die Sch&uuml;lerzahlen weiter stark steigen, schreibt der DGB klartext.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170825-Bild_01.gif\" alt=\"Katastrophengebiet Klassenzimmer\" title=\"Katastrophengebiet Klassenzimmer\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++45461cb0-896c-11e7-a826-525400e5a74a\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>No alternative to austerity? That lie has now been nailed<\/strong><br>\nFor years we&rsquo;ve been told that only deep cuts can save our economy. Portugal&rsquo;s socialist-led government has proved the opposite<br>\nPortugal&rsquo;s success is both inspiring and frustrating. All that human misery in Europe &ndash; and for what? What of Greece, where over half of young people languished in unemployment, where health services were decimated, where infant mortality and suicide increased? What of Spain, where hundreds of thousands were evicted from their homes? What of France, where economic insecurity fuelled the rise of the far right?<br>\nPortugal and Britain offer lessons for social democracy too. In the aftermath of the bankers&rsquo; crash, social democratic parties embraced austerity. The result? Political collapse. In Spain, support for the socialists fell from 44% to the low 20s as the radical left Podemos ate into their vote. In Greece, Pasok almost disappeared as a political force. In France, the Socialists achieved little over 6% in the first round of this year&rsquo;s presidential elections. And in the Netherlands this year, the Labour party slumped from a quarter of the vote to less than 6%.<br>\nBy contrast, the two social democratic parties that have broken with austerity &ndash; in Portugal and Britain &ndash; are now performing better than almost all their sister parties. Indeed, polls show Portugal&rsquo;s Socialists now 10 points clear of the country&rsquo;s rightwing party.<br>\nEurope&rsquo;s austerity has been justified with the mantra &ldquo;there is no alternative&rdquo;, intended to push the population into submission: we have to be grownups, and live in the real world, after all. Portugal offers a powerful rebuke. Europe&rsquo;s left should use the Portuguese experience to reshape the European Union and bring austerity across the eurozone to a halt. In Britain, Labour can feel more emboldened in breaking with the Tories&rsquo; economic order. Throughout Europe&rsquo;s lost decade, millions of us held that there was indeed an alternative. Now we have the proof.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/aug\/24\/austerity-lie-deep-cuts-economy-portugal-socialist\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die EU muss vor der eigenen T&uuml;r kehren<\/strong><br>\nVor einem Jahr lie&szlig;en die &bdquo;Panama Papers&ldquo; aufhorchen. Wie kann Europa Geldw&auml;sche, Steuerhinterziehung und Korruption verhindern?<br>\nDie Panama Papers offenbarten Briefkastenfirmen der Superreichen, M&auml;chtigen und Kriminellen. Diese verschleierten mit der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca ihre Identit&auml;t durch Scheindirektoren der Firmen &ndash; etwa f&uuml;r Geldw&auml;sche, Steuerhinterziehung, Korruption sowie Terrorfinanzierung. Denn die Konzentration von Verm&ouml;gen schafft kriminelle Energie. Der isl&auml;ndische Premier und der spanische Industrieminister traten zur&uuml;ck. Gegen die Gr&uuml;nder der Kanzlei Mossack Fonseca wird wegen Geldw&auml;sche ermittelt. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat gar den Datensatz der Panama Papers erworben.<br>\nIm renommierten Schattenfinanzindex des Netzwerkes Steuergerechtigkeit befindet sich Deutschland unter den &bdquo;Top Ten&ldquo; &ndash; noch vor Panama. Der Anti-Mafia-Staatsanwalt von Palermo, Roberto Scarpinato, meint gar, w&auml;re er ein Mafioso, w&uuml;rde er in Deutschland investieren.<br>\nDeutschland ist ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche im Immobiliensektor &ndash; etwa &uuml;ber den Erwerb und Verkauf von Anteilen an Objektgesellschaften &ndash; wie Immobilien von Superm&auml;rkten. Damit l&auml;sst sich die Grunderwerbsteuer umgehen. Es fehlt ein Firmenstrafrecht, damit Staatsanw&auml;lte nicht vor den Anw&auml;lten von Deutscher Bank &amp; Co. kapitulieren und Vorst&auml;nde einfacher haftbar werden. Beim Umsatzsteuerbetrug dominieren wenige Akteure. Solche Karusselle dienen auch der Terrorfinanzierung. Banken unter Kontrolle des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; haben etwa weiter Zugang zum Swift-System f&uuml;r internationale Transaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/gastbeitraege\/gastbeitrag-die-eu-muss-vor-der-eigenen-tuer-kehren-a-1337067\">Fabio De Masi in der Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzlobby verspricht Zehntausende neue Jobs f&uuml;r Region Frankfurt<\/strong><br>\nFrankfurt am Main und die gesamte Rhein-Main-Region k&ouml;nnen durch den Brexit auf Zehntausende neue Arbeitspl&auml;tze au&szlig;erhalb des Bankensektors hoffen. Das haben Wissenschaftler der Otto Beisheim School of Management im Auftrag der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance berechnet.<br>\nDie Studie kommt zu dem Schluss, dass in der gesamten Region im besten Falle bis zu 88.000 neue Stellen au&szlig;erhalb der Finanzbranche entstehen k&ouml;nnten. Sie k&ouml;nnten demnach etwa in der Immobilienbranche, im Bereich wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen, aber auch in der verarbeitenden Industrie oder im Kfz-Handel geschaffen werden.<br>\nDenn aufgrund des geplanten Austritts Gro&szlig;britanniens aus der EU erwarten die Studienautoren, dass einige Banken ihre Standorte von London aus nach Frankfurt verlagern. Das f&uuml;hre auch zu zus&auml;tzlichen Jobs au&szlig;erhalb des Bankgewerbes. &ldquo;Die Rechenmodelle zeigen, dass durch einen initialen Schock, also die zus&auml;tzlichen Jobs in der Finanzindustrie durch den Brexit, der langfristige Wachstumspfad ver&auml;ndert wird&rdquo;, sagte Mitautor Moritz Noll. Die Wachstumseffekte auf dem Arbeitsmarkt k&ouml;nnten noch deutlich h&ouml;her sein, als es der Ersteffekt vermuten lasse. Es sei &ldquo;noch Luft nach oben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/finanzlobby-verspricht-zehntausende-neue-jobs-ausserhalb-des-bankensektors-a-1164489.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klingt eher nach einem Versprecher denn nach einem ernsthaften Versprechen. Au&szlig;erdem kann der Eindruck entstehen, dass die Macher der Studie den Brexit begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rden und hierzulande &ndash; wohl eher unberechtigte &ndash; Hoffnungen wecken wollen. Und sollte der Brexit doch nicht oder zumindest nicht in der offenbar erwarteten Form erfolgen und die vielen Arbeitspl&auml;tze nicht entstehen, w&auml;re der Schuldige wohl gleich mitpr&auml;sentiert: Die Briten. Das kann es doch wohl nicht wirklich sein, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vom deutschen Euro zur deutschen EZB<\/strong><br>\nDie Bundesregierung versucht mit Bundesbank-Chef Jens Weidmann einen der lautesten Kritiker der bisherigen expansiven Geldpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) an deren Spitze zu hieven. Weidmann hat die monet&auml;re Linie der EZB, die mit Niedrigzinsen und massiven Anleihek&auml;ufen die in zahlreichen Krisenl&auml;ndern desastr&ouml;sen sozio&ouml;konomischen Folgen des deutschen Austerit&auml;tsdiktats abzufedern sucht, stets erbittert bek&auml;mpft. Die vehemente Ablehnung seiner m&ouml;glichen EZB-Pr&auml;sidentschaft im krisengebeutelten S&uuml;den der Eurozone hofft Berlin mit personellen Rochaden und einem ersten strukturellen Zugest&auml;ndnis &uuml;berwinden zu k&ouml;nnen: mit der Einf&uuml;hrung von Eurobonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59659\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum der IS bald in neuer Form erscheinen k&ouml;nnte<\/strong><br>\nMossul gilt als &ldquo;befreit&rdquo;. Doch vernichtet ist der Islamische Staat noch lange nicht. In neuer Form k&ouml;nnte er schon bald wieder auftauchen, meint der aus Afghanistan stammende Journalist Emran Feroz.<br>\nSeit Ende Juli wird von der &ldquo;Befreiung&rdquo; Mossuls gesprochen. Der sogenannte Islamische Staat (IS) wurde von den Amerikanern und ihren Verb&uuml;ndeten in der irakischen Stadt zerbombt und vernichtet. Ein Grund zur Freude ist dies jedoch nicht. Ja, den IS in Mossul gibt es praktisch nicht mehr. Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass er sehr bald wieder in Erscheinung tritt. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind bekannt: Es sind jene, die den IS bereits zum ersten Mal entstehen lie&szlig;en.<br>\nIm Kampf gegen den IS hat sich der Westen n&auml;mlich abermals falsche Verb&uuml;ndete ausgesucht. Bei diesen handelt es sich gro&szlig;teils um brutale, sektiererische Milizen und Soldaten, deren Vorgehen sich nicht gro&szlig; von jenem der IS-Extremisten unterscheidet. Sie foltern, sie vergewaltigen und sie t&ouml;ten. Ironischerweise werden diese Kr&auml;fte medial oft und einfach als &ldquo;irakische Sicherheitskr&auml;fte&rdquo; bezeichnet. Doch von Sicherheit fehlt jede Spur, auch im post-IS Mossul.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/islamistischer-terror-warum-der-is-bald-in-neuer-form.1005.de.html?dram:article_id=394280\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prostitution: Die L&uuml;ge von den gl&uuml;cklichen Sexarbeiterinnen<\/strong><br>\nEine Journalistin des britischen The Spectator recherchierte drei Jahre lang in Bordellen auf der ganzen Welt. Heute demontiert sie das M&auml;rchen von den &bdquo;gl&uuml;cklichen Sexarbeiterinnen&ldquo;. Ihre Schlu&szlig;folgerung: Prostitution ist eine moderne Sklaverei. Wer behaupte, Prostituierte seien &bdquo;gl&uuml;cklich und zufrieden&ldquo; mit ihrem &bdquo;Job&ldquo; und es gar nicht anders wollten, weil sie &bdquo;selber so g* darauf sind), der sei entweder ein Ignorant oder ein Profiteur.<br>\nDie Prostituierten, die &bdquo;freiwillig&ldquo; und &bdquo;aus freien St&uuml;cken&ldquo; sich daf&uuml;r entscheiden, ihren K&ouml;rper zu verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und obendrein auch noch &bdquo;zufrieden&ldquo; sind mit ihrem &bdquo;Beruf&ldquo;, die &bdquo;gibt es nicht&ldquo; so Julie Bindel. Die Autorin einer Reportage f&uuml;r den Spectator sammelte Informationen &uuml;ber die Prostitution und Prostituierte in &uuml;ber 40 Staaten. Sie f&uuml;hrte 250 Interviews und weitere 50 mit &bdquo;&Uuml;berlebenden&ldquo; des &bdquo;Sexbusiness&ldquo;. Das Gegenteil von ihre w&uuml;rden nur jene erz&auml;hlen, die mit dem Sex anderer Gesch&auml;fte machen wollen. Es sei &bdquo;erb&auml;rmlich&ldquo;, da&szlig; diese L&uuml;ge auch von &bdquo;seri&ouml;sen&ldquo; Medien verbreitet werde. Weil es ein &bdquo;gro&szlig;es Business&ldquo; ist, weil es Kunden in allen Etagen gibt und wohl auch, weil man gerne h&auml;tte, da&szlig; es so w&auml;re.<br>\n&bdquo;Es ist aber nicht so&ldquo;, so Bindel.<br>\nViele von den Prostituierten und ehemaligen Prostituierten haben ihr von der Gewalt erz&auml;hlt und vom Alkohol- und Drogenkonsum, der Hand in Hand mit der Prostitution gehe, &bdquo;um es zu ertragen&ldquo;. Bindels Schlu&szlig;folgerung ist eindeutig: Was manche heuchlerisch &bdquo;Sexarbeit&ldquo; nennen, ist in Wirklichkeit eine Form der modernen Sklaverei.<br>\nEine der Entdeckungen, die von der Journalistin gemacht wurde und die sie besonders beunruhigt: Jene, die mit besonderem Nachdruck die Legalisierung und Liberalisierung der Prostitution fordern, sind auch jene, die von diese Gesch&auml;ft am meisten profitieren. Es sind die Zuh&auml;lter, Bordellbetreiber und deren Kunden (bis hinauf in Politik und Medien), die sich f&uuml;r freiz&uuml;gigere Gesetze stark machen, und das nicht selten verdeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.katholisches.info\/2017\/08\/die-luege-von-den-gluecklichen-sexarbeiterinnen\/\">Katholisches<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Leserin kommentiert &ndash; bezogen auf die Situation in Deutschland &ndash; u.a.:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Seit vielen Jahren gibt es in aller Regelm&auml;&szlig;igkeit Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, sowie Reportagen im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk, die die unmenschliche Situation beschreiben. Trauig, dass bis heute nichts gegen das Rot-Gr&uuml;ne-Gesetz von 2002 unternommen wird. Auch traurig erw&auml;hnen zu m&uuml;ssen, dass seitens der Kirche auch nichts gegen das liberalste Prostitutionsgesetz der Welt unternommen wird. Letzte Woche gab es einen <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/-gum-90fnu\">Artikel<\/a> in der FAZ &uuml;ber Einsamkeit katholischer Priester im Alter, dort wird ein Priester zitiert, der offen zugibt ins Bordell zu gehen. Das Frauen als Sexsklaven in Deutschland gehalten werden, wird nicht nur in der Mitte unserer Gesellschaft akzeptiert und wohlwollend von zahlreichen M&auml;nnern genutzt, sondern wohl auch von zahlreichen Priestern.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>dazu: <strong>Altersarmut in S&uuml;dkorea: Anschaffen mit Ende 70<\/strong><br>\nEigentlich ist es Tradition in S&uuml;dkorea: Die Jungen versorgen die Alten. Immer h&auml;ufiger aber fehlt der jungen Generation dazu die Bereitschaft &ndash; und vor allem das Geld. Viele Rentnerinnen sehen f&uuml;r sich nur eine L&ouml;sung: Sie gehen anschaffen &ndash; selbst mit Ende 70.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/seoul-rentnerinnen-prostitution-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lobbyismus: Politiker und Wirtschaftsvertreter auf Du und Du<\/strong><br>\nNicht nur Politiker bev&ouml;lkern das Berliner Regierungsviertel. Dort haben auch jede Menge Interessenvertreter der Wirtschaft ihre B&uuml;ros. Doch wer arbeitet f&uuml;r wen? Ein Namensregister gibt es nicht &ndash; auch weil sich vor allem Politiker von CDU und CSU massiv dagegen gewehrt haben. [&hellip;]<br>\nLange arbeitet f&uuml;r Lobbycontrol. Die Organisation will, dass transparent wird, welche Interessenvertreter wie und wann Einfluss nehmen auf politische Prozesse in Berlin und Br&uuml;ssel. Grunds&auml;tzlich ist Interessenvertretung erst einmal nichts Schlimmes. Sie ist sogar notwendig, denn Politiker sind keine Experten f&uuml;r jedes Thema und m&uuml;ssen wissen, welche Auswirkungen h&auml;tte ein neues Gesetz zum Beispiel auf eine Branche, auf Arbeitnehmer, Verbraucher, die Umwelt. Deshalb werden Experten eingeladen oder Verb&auml;nde k&ouml;nnen Stellung nehmen zu einem Gesetzesvorhaben.\n<blockquote><p>&ldquo;Das ist das, was Lobbyisten auch immer gerne sagen, dass sie Dolmetscher sind zwischen der Welt der Politik und der Welt der Wirtschaft.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine zu harmlose Umschreibung findet Timo Lange. Problematisch wird es n&auml;mlich dann, wenn eine Gruppe, wie zum Beispiel die Autoindustrie, ihre Interessen besser durchsetzen kann als andere, weil sie etwa mehr Geld hat f&uuml;r mehr Lobbyisten. Oder wenn gar nicht klar ist, wessen Interessen jemand vertritt, der als Experte oder Rechtsberater auftritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lobbyismus-politiker-und-wirtschaftsvertreter-auf-du-und-du.862.de.html?dram:article_id=394266\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Anfang vom Ende des Rechtsstaats?<\/strong><br>\nIm Juli wurde vom bayrischen Landtag die unbefristete Vorbeugehaft f&uuml;r &ldquo;Gef&auml;hrder&rdquo; beschlossen. Auch wer keine Straftat begangen hat, kann dort k&uuml;nftig unbefristet festgehalten werden. Dieses Gesetz ist der Anfang vom Ende des Rechtsstaats, warnt der Publizist Konstantin Sakkas. Justitia regnorum fundamentum &ndash; die Gerechtigkeit ist das Fundament der K&ouml;nigreiche: Das war nicht etwa das Motto der atlantischen Revolution, sondern des Kaisers Franz I. von &Ouml;sterreich, des letzten Herrschers des Heiligen R&ouml;mischen Reiches, Schirmherrn des Wiener Kongresses und H&uuml;ters der Reaktion. Er regierte von 1792 bis 1835. Gerechtigkeit und Gleichheit waren seit je die Grundwerte europ&auml;ischer Politik, auch wenn wir Europ&auml;er, und wir Deutsche insbesondere, diese Werte im 20. Jahrhundert mit F&uuml;&szlig;en getreten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/unbefristete-vorbeugehaft-der-anfang-vom-ende-des.1005.de.html?dram:article_id=394176\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sarrazin, Rasse und die Ethnie<\/strong><br>\nThilo Sarrazin hat Bestseller geschrieben &ndash; und damit provoziert. Seine These ist &ldquo;einmal Unterschicht, immer Unterschicht&rdquo;, was genetisch bedingt sei. Damit schuf er, so Experten, den Grundstock des Denkens der Neuen Rechten.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion ist immer wieder eine Konfusion wahrnehmbar, was unter Rassismus zu verstehen ist. Das f&auml;ngt schon mit dem Begriff Rasse an. Einerseits ist schon der Begriff Rasse im &ouml;ffentlichen Sprachgebrauch &ndash; besonders in Deutschland seit der Befreiung von der Naziherrschaft &ndash; verp&ouml;nt. Andererseits steht im Grundgesetz aus dem Jahr, dass niemand wegen seiner Rasse benachteiligt oder bevorzugt werden w&uuml;rde. Auch nach der deutschen Wiedervereinigung &uuml;bernahmen Landesverfassungen in den neuen Bundesl&auml;ndern &ndash; so im Freistaat Bayern &ndash; die Formulierung, dass niemand wegen seiner Rasse benachteiligt oder bevorzugt werden d&uuml;rfe.<br>\nWer auf die Geschichte des Rassismus zur&uuml;ckblickt, wird einige &Uuml;berraschungen erleben. Ausgerechnet der Klassiker der deutschen Aufkl&auml;rung und Humanist Immanuel Kant war der erste, der geographischen Gruppierungen von Menschen als &ldquo;Rassen&rdquo; bezeichnete. Die Menschengruppen, die Immanuel Kant Rassen zuordnete, wurden hierarchisch angeordnet. Wobei seiner Einsch&auml;tzung nach nur die europ&auml;ische Rasse zur Selbstverwirklichung f&auml;hig sei. Rassentheorien blieben aber im Meinungsstreit noch lange umstritten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts gelang es Rassentheoretikern, wissenschaftlich ernst genommen zu werden. Mit dem Rassismus der Nazis schien der Begriff Rasse in der Nachkriegszeit in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit erledigt zu &ndash; jedenfalls in der Mitte der Gesellchaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/neugier-genuegt\/thilo-sarazin-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber in der SPD durfte Herr Sarrazin trotz seiner abstrusen Thesen bleiben. Das ist peinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Finanz-Managerin behauptet: &bdquo;Bargeld diskriminiert die Armen&ldquo;<\/strong><br>\nEine Mastercard-Managerin behauptet, dass die Zahlung per Karte nicht nur f&uuml;r reiche, sondern auch f&uuml;r arme Menschen von Vorteil ist. Ann Cairns, die im Vorstand des Kreditkarteninstituts sitzt, sagte der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;: &bdquo;Bargeld diskriminiert die Armen&ldquo;. Die landl&auml;ufige Meinung lautet, dass Kreditkarten eher f&uuml;r wohlhabende Menschen n&uuml;tzlich sind. Sie m&uuml;ssen nicht haargenau auf die Betr&auml;ge achten, die sie ausgeben, und bevorzugen eine schnelle Zahlweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.businessinsider.de\/mastercard-managerin-behauptet-bargeld-diskriminiert-die-armen-2017-8\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Bargeld diskriminiert die Armen&ldquo;, sagt Mastercard-Vorstandsmitglied Ann Cairns. Das ist der blanke Zynismus und zeigt die menschenverachtende Denkweise in den Vorstandsetagen der Finanzindustrie. Gerade der exzessive Gebrauch von Kreditkarten hat in den USA die Verschuldung von Privathaushalten explodieren lassen und wie im Beitrag bereits erw&auml;hnt, mit Kreditkarten verliert man schnell die &Uuml;bersicht &uuml;ber seine finanzielle Situation. F&uuml;r Menschen, die mit jedem Euro oder Dollar Haushalten m&uuml;ssen eine Katastrophe und der Weg in die Schuldenfalle.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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