{"id":3982,"date":"2009-06-03T09:27:17","date_gmt":"2009-06-03T07:27:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3982"},"modified":"2009-06-03T09:27:18","modified_gmt":"2009-06-03T07:27:18","slug":"hinweise-des-tages-903","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3982","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=3982#h01\">Euro-Arbeitslosenquote auf Zehn-Jahres-Hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h02\">Zeitarbeit kaum noch gefragt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h03\">&bdquo;Observation&ldquo; von Hartz-IV-Empf&auml;ngern durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h04\">DGB und Linke erkl&auml;ren Dumpingl&ouml;hnen den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h05\">72 Prozent der CDU-W&auml;hler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r alle L&auml;nder der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h06\">Billigl&ouml;hne und Streikverbot &ndash; Christen als Arbeitgeber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h07\">Opel-Besch&auml;ftigte: Verraten und verkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h08\">Bahn-Aff&auml;re: Spuren verwischen statt Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h09\">Lebensmittel-Lobby half bei Kita-Standards nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h10\">Zeitbombe Rentensystem: Altersarmut als Normalfall?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h11\">Schulbedarfspaket auch bei Kinderzuschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h12\">Wiesheu bleibt als Berater bei der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h13\">Merkel stellt sich gegen Arcandor-Hilfegesuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h14\">Krawall bei HRE-Aktion&auml;ren <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h15\">Ulrich Beck: &ldquo;Europa ist in gro&szlig;er Gefahr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h16\">Merkel und zu Guttenberg Gastredner bei der PR-Agentur INSM<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h17\">Petition: Erg&auml;nzung des Zentrums gegen Vertreibung vom 09.04.2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h18\">Gericht: Eltern m&uuml;ssen Studiengeb&uuml;hren und Semesterbeitrag zus&auml;tzlich zum Unterhalt zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h19\">Wie ehrlich sind Wissenschaftler?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h20\">Jede Schule ein kleines Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h21\">Einfach mal die Klappe halten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h22\">Obama beruf Sonia Sotomayor in das oberste Gericht der USA<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3982&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Arbeitslosenquote auf Zehn-Jahres-Hoch<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone im Fr&uuml;hjahr auf den h&ouml;chsten Stand seit fast zehn Jahren getrieben. Vor allem Spanien leidet unter den Folgen der Krise. Auch in Deutschland steig die Erwerbslosenquote. Und ein Ende ist laut Experten noch lange nicht absehbar.\n<p>In den 16 L&auml;ndern, die den Euro als W&auml;hrung benutzen, waren im April 14,58 Mio. Menschen ohne Arbeit, wie das Europ&auml;ische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Br&uuml;ssel mitteilte. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote kletterte von 8,9 auf 9,2 Prozent und erreichte damit den h&ouml;chsten Wert seit September 1999.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/euro-arbeitslosenquote-auf-zehn-jahres-hoch;2319289\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zeitarbeit kaum noch gefragt<\/strong><br>\nExperten erwarten einen Umsatzeinbruch in der Branche von 40 Prozent. Bislang wurden die kleinen Anbieter von der Abbauwelle verschont &ndash; doch diese m&uuml;ssen sich nun auf einen Verdr&auml;ngungswettbewerb einstellen.\n<p>&ldquo;Alle m&uuml;ssen raus&rdquo; und &ldquo;15 Prozent auf alle Hilfs- und Fachkr&auml;fte&rdquo;: Zeitarbeitsfirmen wie S+F aus Olpe schrecken nicht mehr vor Rabattaktionen zur&uuml;ck, die man bislang allenfalls von Discountern kannte. S+F hat die umstrittene Werbung zwar inzwischen zur&uuml;ckgezogen und sich bei den Mitarbeitern entschuldigt. Solche Aktionen haben aber einen realen Hintergrund: Nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre steht der Zeitarbeitsbranche wegen der Wirtschaftskrise eine Marktbereinigung ins Haus, in der nur die St&auml;rksten &uuml;berleben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/zeitarbeit-kaum-noch-gefragt;2319373\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Observation&ldquo; von Hartz-IV-Empf&auml;ngern durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/strong><br>\nBei Verdacht auf einen besonders schwerwiegenden Leistungsmissbrauch und wenn eine anderweitige Aufkl&auml;rung nicht m&ouml;glich ist, d&uuml;rfen Au&szlig;endienstmitarbeiter heimliche Beobachtungen durch Mitarbeiter oder beauftragte Dritte heimliche Beobachtungen von Hartz-IV-Beziehern und deren Wohnungen durchf&uuml;hren, die ansonsten Polizeibeh&ouml;rden oder Nachrichtendiensten vorbehalten sind. (Randziffer 6.11 der Weisung der Bundesagentur) \n<p>Pr&uuml;fanl&auml;sse sind u.a. die Ermittlung des tats&auml;chlichen Aufenthalts, die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wohnfl&auml;che, die Verwertbarkeit von Verm&ouml;gen, die Abgrenzung von Bedarfsgemeinschaften etc.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/zentraler-Content\/A01-Allgemein-Info\/A015-Oeffentlichkeitsarbeit\/Publikation\/pdf\/Gesetzestext-06-SGB-II-Traeger-Grundsicherung.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 186 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal ganz abgesehen von den rechtsstaatlichen, insbesondere datenschutzrechtlichen Bedenken, stelle man sich einmal den Aufschrei vor, wenn solche Observationen der Finanzbeh&ouml;rden gegen&uuml;ber Steuerhinterziehern erlaubt w&uuml;rden. Nach Angaben von Finanzminister Steinbr&uuml;ck sch&auml;digen sie den Fiskus mit 100 Milliarden jedenfalls erheblich mehr als sog. Sozialhilfebetr&uuml;ger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>DGB und Linke erkl&auml;ren Dumpingl&ouml;hnen den Krieg<\/strong><br>\nEs ist eine Kampfansage an den Kapitalismus: In einem gemeinsamen Positionspapier haben die Linkspartei und der Deutsche Gewerkschaftsbund ein arbeitnehmerfreundliches Europa gefordert. Zentraler Punkt ist der Kampf gegen Dumpingl&ouml;hne. Der DGB weist jedoch den Vorwurf zur&uuml;ck, er betreibe Wahlwerbung f&uuml;r die Linken.\n<p>Der DGB und die Linkspartei forderten zudem Staatshilfen an Unternehmen von Gegenleistungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten abh&auml;ngig zu machen. &ldquo;Die Altaktion&auml;re und Eigent&uuml;mer d&uuml;rfen nicht geschont werden&rdquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki der &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo;.<\/p>\n<p>&ldquo;Bevor Steuermittel flie&szlig;en, m&uuml;ssen sie gezwungen werden, alle finanziellen Ressourcen zu mobilisieren.&rdquo; Staatliche B&uuml;rgschaften und Beteiligungen m&uuml;ssten zudem mit dem Ausbau der Mitbestimmung durch die Arbeitnehmer einhergehen. Auch seien eine Standort- und Besch&auml;ftigungssicherung &ldquo;notwendige Voraussetzungen&rdquo; f&uuml;r staatliche Hilfsleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3845354\/DGB-und-Linke-erklaeren-Dumpingloehnen-den-Krieg.html\">Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>72 Prozent der CDU-W&auml;hler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r alle L&auml;nder der EU<\/strong><br>\nEine von den Gewerkschaften NGG und ver.di in Auftrag gegebene Umfrage von Infratest\/Dimap kommt zu einem &uuml;berraschenden Ergebnis: 72% der CDU-W&auml;hler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r alle L&auml;nder der EU. Insgesamt sprechen sich 79% der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler f&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland aus. Immer mehr Menschen erleben durch eigene Betroffenheit, durch Kontakte im Freundes- oder Bekanntenkreis und durch die Medien, welche dramatischen Folgen die Niedriglohnpolitik in Deutschland hat. Diese Menschen erwarten Unterst&uuml;tzung gegen Dumpingl&ouml;hne, so der Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Franz-Josef M&ouml;llenberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngg.net\/meldung_meinung\/presse\/presse_2009\/2009_06_01_cdu_mindestlohn\/\">NGG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Billigl&ouml;hne und Streikverbot &ndash; Christen als Arbeitgeber<\/strong><br>\nArbeitskampf &ndash; bei christlichen Arbeitgebern sollte es soweit eigentlich nicht kommen. Ist aber nicht so. Beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche wird gestreikt &ndash; wegen Lohndr&uuml;ckerei. Und der christliche Arbeitgeber? Der spricht seinen Mitarbeitern das Streikrecht ab &ndash; und beruft sich auf das Grundgesetz, das den Kirchen Selbstbestimmung garantiert, auch arbeitsrechtlich. Doch es brodelt in der Diakonie, denn die gilt als r&uuml;cksichtsloser Arbeitgeber. Und schl&auml;gt in Bethel und im Johanneswerk in Bielefeld ganz unchristlich zur&uuml;ck, berichtet Gregor Witt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7010588,00.pdf\">ZDF Frontal21 [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verraten und verkauft<\/strong><br>\nEs gibt keine &raquo;L&ouml;sung&laquo; bei der Opel-Krise. Im Gegenteil: Allem Rettungsgerede zum Trotz hat sich die Lage beim Autobauer am Pfingstwochenende versch&auml;rft. Die Opel-Besch&auml;ftigten wurden verraten und &ndash; auch im &uuml;bertragenen Sinn &ndash; verkauft. Und die &Ouml;ffentlichkeit wird verdummt. Tats&auml;chlich wurde nichts verbindlich vereinbart. Am Pfingstwochenende gab es anstelle eines belastbaren Opel-Konzepts nur ein drei Seiten d&uuml;nnes &raquo;Memorandum of Understanding&laquo;, eine rechtlich unverbindliche Absichtserkl&auml;rung, an der die Bundesregierung, der klinisch bereits tote GM-Konzern und der &ouml;sterreichisch-kanadische Autozulieferer Magna beteiligt sind. F&uuml;r die rechtlich verbindlichen Vertr&auml;ge soll es laut Bundesregierung ein &raquo;Closing im September&laquo; geben. Vertragsabschlu&szlig; kurz vor der Bundestagswahl &ndash; oder eventuell am Ende danach?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-02\/057.php?print=1\">jungewelt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob der Abbau weltweiter &Uuml;berkapazit&auml;ten von 20% bis 30% in der Autobranche ohne deutsche Arbeitsplatzverluste erfolgen kann, d&uuml;rfte ziemlich illusion&auml;r sein. Insofern d&uuml;rfte ein Belegschaftsabbau von 8500 Jobs, darunter 2600 in Deutschland, ein geringer Preis f&uuml;r den Erhalt von Opel sein. Falls es dazu kommen sollte, und hier legt Winfried Wolf die Finger in die offene Wunde des Opeldeals, pr&auml;ziser dieser Absichtserkl&auml;rung eines Deals. Was der Chef von General Motors Europe, Carl-Peter Forster, best&auml;tigt, indem er formulierte, f&uuml;r ihn sei Opel damit &bdquo;im Moment absolut gerettet&ldquo;. Er schr&auml;nkte dann aber ein: &bdquo;Wir haben den ersten Schritt getan in eine neue Zukunft, aber die Zukunft ist noch nicht da.&ldquo; Noch gebe es nur eine Absichtserkl&auml;rung, unterschriftsreif seien die Vertr&auml;ge noch nicht.<\/em><\/p>\n<p>W&auml;hrend die Spitzen von Union und SPD den Durchbruch feiern, die Presse &uuml;ber die Differenzen von Merkel und zu Gutenberg spekuliert oder gemeinsam mit den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen in Politik und Wirtschaft den schweren &bdquo;ordnungspolitischen&ldquo; Fehler monieren, bleibt es einem linken Analytiker wie Wolf &uuml;berlassen, dieses &bdquo;Memorandum of Understanding&ldquo; einfach zu lesen und auseinanderzunehmen. Ob nun die Intervention des Staates bei Opel zu rechtfertigen ist oder nicht, es wurde auf jeden Fall schlecht verhandelt. So bleibt z.B. der gr&ouml;&szlig;te Markt der Welt, die USA, f&uuml;r Opel ebenso verschlossen wie vorerst China und Kanada. Soll Russland es bringen oder Indien?<\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Magna muss vorerst nicht zahlen<\/strong><br>\nOpel hat am Dienstag, anders als urspr&uuml;nglich geplant, auch die erste Tranche &uuml;ber 300 Mio. Euro aus dem staatlichen &Uuml;berbr&uuml;ckungskredit erhalten. Damit entlastet der Staat den austro-kanadischen Autozulieferer und &uuml;bernimmt das finanzielle Risiko der &Uuml;berbr&uuml;ckungsfinanzierung komplett. Die Regierung vollzieht damit einen abrupten Kurswechsel: Vor wenigen Tagen hatte sie einen Beitrag des Investors zur Bedingung f&uuml;r einen Zuschlag gemacht. Magna selbst h&auml;lt einen R&uuml;ckzug von der Mitwirkung an der Opel-Rettung noch immer f&uuml;r m&ouml;glich, wie der Konzern mitteilte. Der neue Opel-Treuhand-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Alfred Hagebusch betonte, die Gespr&auml;che mit Magna w&uuml;rden am Mittwoch fortgesetzt. Der Investorenprozess k&ouml;nnte sich aber noch bis zu sechs Monate hinziehen. Die Bundesregierung sorgt bereits f&uuml;r den Fall vor, dass es nicht zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss zwischen GM und Magna kommt. Am Dienstag trafen sich Vertreter des chinesischen Interessenten BAIC mit Regierungsvertretern. Auch habe die Fiat-F&uuml;hrung der Bundesregierung signalisiert, dass sie weiter Interesse an einem Einstieg bei Opel habe, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/magna-muss-vorerst-nicht-zahlen;2320339\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Soviel zur Verk&uuml;ndigung der Opelrettung&nbsp; durch unsere Regierungsspitze &ndash; echte Kompetenzbolzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bahn-Aff&auml;re: Spuren verwischen statt Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nSpuren verwischen statt Aufkl&auml;rung scheint das Motto bei einigen Beteiligten der PR-Aff&auml;re der Deutschen Bahn AG zu sein. Berlinpolis hat inzwischen seine Webseite www.zukunftmobil.de gesperrt, &uuml;ber die sie 2007 verdeckte PR f&uuml;r die Deutsche Bahn AG machten. Das ist der zweite Schritt, um die eigene Verwicklung in die Bahn-Aff&auml;re zu verbergen. Am letzten Freitag hatte Berlinpolis ein vermeintliches Dementi publiziert, was aber auf zweiten Blick keines ist (siehe unsere Analyse). Im Englischen wird diese Taktik seit der Watergate-Aff&auml;re als &ldquo;non-denial denial&rdquo; bezeichnet (siehe Erkl&auml;rung auf sourcewatch.org).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/06\/bahn-affare-spuren-verwischen-statt-aufklarung\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lebensmittel-Lobby half bei Kita-Standards nach<\/strong><br>\nSchmelzk&auml;se und Mayonnaise, k&uuml;nstliche Aromen und S&uuml;&szlig;stoffe: Die Lebensmittelindustrie hat nach SPIEGEL-Informationen bei der Zusammenstellung neuer Standards f&uuml;r Kita-Essen mitgemischt &ndash; und daf&uuml;r gesorgt, dass auch umstrittene Inhaltsstoffe weiter eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-627439,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zeitbombe Rentensystem: Altersarmut als Normalfall?<\/strong><br>\nmit \n<ul>\n<li>Albrecht M&uuml;ller &ndash; Autor und Publizist <\/li>\n<li>Prof. Eckart Bomsdorf &ndash; Rentenstatistiker und Demografie-Experte von der Universit&auml;t K&ouml;ln <\/li>\n<li>Bernd Katzenstein &ndash; Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/funkhausgespraeche\/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1[showUid]=3945593&amp;cHash=25c1505681\">WDR-H&ouml;rfunk (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20090528_2100.mp3\">WDR-H&ouml;rfunk (Audio-Podcast, mp3, ca. 55 min., ca. 25 MB)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Hintergrundinformation zum Deutschen Institut f&uuml;r Altersvorsorge: &bdquo;Ziel des Instituts ist es, Chancen und Risiken der staatlichen Altersversorgung bewusst zu machen und die private Initiative zu f&ouml;rdern. Gesellschafter des Instituts sind die Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Bauspar AG, DWS Investment GmbH und Deutscher Herold AG, Kooperationspartner ist die Deutsche Bank Privat- und Gesch&auml;ftskunden AG.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schulbedarfspaket auch bei Kinderzuschlag<\/strong><br>\nDas Schulbedarfspaket von 100 Euro pro Schuljahr soll k&uuml;nftig auch jenen Familien zugute kommen, die bereits den Kinderzuschlag beziehen. Im Rahmen des B&uuml;rgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung soll voraussichtlich noch vor der Sommerpause eine entsprechende Regelung in Kraft treten, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/12972) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16\/12763). Ferner soll die Beschr&auml;nkung auf Schulbesuche bis zur 10. Klasse aufgehoben und auch Sch&uuml;lern an berufsbildenden Schulen das Schulbedarfspaket gew&auml;hrt werden, hei&szlig;t es in der Antwort. &ldquo;Diese nicht zur Existenzsicherung geh&ouml;rende Leistung verdeutlicht nachdr&uuml;cklich die Bedeutung, die der Bildung beizumessen ist&rdquo;, lautet die Begr&uuml;ndung der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_168\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wiesheu bleibt als Berater bei der Bahn<\/strong><br>\nTrotz seines Ausscheidens aus dem Bahn-Vorstand bleibt der fr&uuml;here bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu offenbar in Diensten des Staatskonzerns. Der CSU-Politiker, der bislang f&uuml;r die Lobbyarbeit in Deutschland zust&auml;ndig war, will als Berater f&uuml;r das internationale Gesch&auml;ft weiterarbeiten und erh&auml;lt seine Vorstandsbez&uuml;ge weiter bis Ende 2010. Er werde f&uuml;r das Unternehmen bis zum Ablauf seines bisherigen Vorstandsvertrags Ende 2010 t&auml;tig sein, sagte Wiesheu der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; (Dienstagausgabe). Bis dahin behalte er einen Beratervertrag, seine Vorstandsgeh&auml;lter w&uuml;rden so lange weitergezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/artikel\/0,2828,628064,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Merkel stellt sich gegen Arcandor-Hilfegesuch<\/strong><br>\nNach langem hin und her in der Debatte um eine staatliche B&uuml;rgschaft f&uuml;r den Handelskonzern Arcandor hat sich nun die Bundeskanzlerin zu Wort gemeldet. Und ihre Haltung ist eindeutig: Eine staatliche Rettung von Arcandor nach dem Vorbild von Opel werde es nicht geben.\n<p>&bdquo;Ich bleibe dabei, dass wir im Fall von Opel einen besonderen Fall hatten&ldquo;, sagte sie am Dienstag in Berlin. &bdquo;Ich sehe keinen zweiten solchen Fall&ldquo;. F&uuml;r alle anderen F&auml;lle sei ein klares Prozedere eingef&uuml;hrt, das nicht von der &bdquo;ersten Sekunde an politikabh&auml;ngig&ldquo; sei. Sie habe die feste Absicht, dass das Verfahren f&uuml;r Staatsb&uuml;rgschaften eingehalten werde. Dies gelte auch f&uuml;r Arcandor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/merkel-stellt-sich-gegen-arcandor-hilfegesuch;2319344\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Krawall bei HRE-Aktion&auml;ren<\/strong><br>\nTurbulente Hauptversammlung, w&uuml;tende Proteste: Die &uuml;briggebliebenen Aktion&auml;re der Hypo Real Estate rebellieren gegen die Komplettverstaatlichung ihres maroden Instituts. Oberstes Feindbild ist Finanzminister Steinbr&uuml;ck, ein Hauch von Revolution h&auml;ngt &uuml;ber dem Treffen der Kapitalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,628166,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Revolution der Kapitalisten richtet sich eben nie gegen die Kapitalisten. Wo waren die Aufforderungen, den fr&uuml;heren Vorstand und den Aufsichtsrat zur Verantwortung zu ziehen? Jetzt darf der Steuerzahler die verbliebenen Aktion&auml;re auch noch auszahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ulrich Beck: &ldquo;Europa ist in gro&szlig;er Gefahr&rdquo;<\/strong><br>\nZun&auml;chst muss man festhalten: Wir haben durch die Finanzkrise erfahren m&uuml;ssen, dass auch das Modell der freien Marktwirtschaft, wie wir es im Westen nach 1989 weltweit versucht haben einzuf&uuml;hren, Selbstzerst&ouml;rungen produziert. H&auml;ufig wird das als Neoliberalismus gekennzeichnet. &Uuml;ber diesen Begriff kann man streiten. Aber Europa ist wesentlich nach diesem Modell gebaut worden. \n<p>Dringend notwendig ist jetzt eine Abkehr von der Priorit&auml;t des Neoliberalismus und hin zu der Vision eines sozialen Europas. Ich spreche von einer EU, die f&uuml;r die B&uuml;rger eine Perspektive der sozialen Sicherheit entwickelt. Hier ist ein Umdenken und ein Umprogrammieren notwendig. So k&ouml;nnten sich die Menschen st&auml;rker mit Europa identifizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/452\/470003\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass Ulrich Beck eine Perspektive f&uuml;r ein soziales Europa einfordert und gleichzeitig den EU-Reformvertrag begr&uuml;&szlig;t, ist ein Widerspruch in sich. Auch Beck unterschl&auml;gt die inhaltliche Auseinandersetzung &uuml;ber diesen Vertrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Merkel und zu Guttenberg Gastredner bei der PR-Agentur INSM &ndash; ein Kommentar<\/strong><br>\n&bdquo;Erfolg made in Germany: Die soziale Marktwirtschaft&ldquo; war der Titel einer Diskussionsveranstaltung der arbeitgeberfinanzierten Propaganda-Agentur <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/\">Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)<\/a>  standesgem&auml;&szlig; im Hotel Adlon in Berlin. Merkel hielt die Grundsatzrede, zu Guttenberg sprach das Schlusswort. Eingeladen hat der Kuratoriumsvorsitzende der INSM und das fr&uuml;here Aufsichtsratsmitglied der HRE Hans Tietmeyer, den Merkel zum Leiter der Kommission der internationalen Finanzm&auml;rkte machen wollte.\n<p>Diskutiert haben u.a. der GoldmanSachs-Berater und Vorsitzende der Expertengruppe &bdquo;Neue Finanzarchitektur&ldquo; <a href=\"?p=3521\">Ottmar Issing<\/a>. Keine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zur INSM hatte auch der Chefredakteur des Handelsblatts Bernd Ziesemer.<\/p>\n<p>Es geh&ouml;rt schon ein geh&ouml;riges Ma&szlig; an Zynismus dazu, wenn die sich ausdr&uuml;cklich selbst zum Neoliberalismus bekennende INSM, die propagandistisch alles versucht hat, die Zerst&ouml;rung der sozialen Marktwirtschaft voranzutreiben, dies nun auch noch als Erfolgsmodell propagiert. Das ist so, als wenn die Fleischerinnung sich als weltweites Vorbild f&uuml;r die Vegetarier aufspielt. Sozial reden und radikalen Sozialabbau vorantreiben. Soziale Marktwirtschaft verk&uuml;nden und Marktliberalismus durchsetzen. <\/p>\n<p>Der Auftritt von Merkel und zu Guttenberg zeigt wie weit der Lobbyismus ins Zentrum der politischen Macht vorgedrungen ist, wenn man die Kanzlerin und den Wirtschaftsminister als Werbtr&auml;ger vor seinen Karren spannen kann. <\/p>\n<p>&bdquo;Es ist eine internationale Krise, die ausgegangen ist von einer internationalen Krise der Finanzm&auml;rkte. Eine solche Krise h&auml;tte es nicht gegeben, wenn wir weltweit die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft angewandt h&auml;tten&ldquo;, sagte die Kanzlerin in einem Video, indem sie sich gar noch <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/nn_46996\/Content\/DE\/Podcast\/2009\/2009-05-30-Video-Podcast\/2009-05-30-video-podcast.html\">stolz auf ihren Auftritt zeigt<\/a>.<\/p>\n<p>Nach wie vor tut die Kanzlerin also so, als h&auml;tte sie selbst mit ihrer Politik nichts zur Krise beigetragen. Das ist das L&uuml;genkonstrukt, mit dem das Weiter-so betrieben wird.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Petition: Erg&auml;nzung des Zentrums gegen Vertreibung vom 09.04.2009<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag m&ouml;ge beschlie&szlig;en, dass das &bdquo;Zentrum gegen Vertreibung&ldquo; erg&auml;nzt wird um das Thema der Vertreibung der K&uuml;nstler und anderer Intellektueller ab 1933. Diese L&ouml;sung entspreche den wahren historischen Vorg&auml;ngen und w&uuml;rde der Zusammenarbeit mit einst vom Deutschen Reich okkupierten L&auml;ndern gerecht. \n<p>Die gro&szlig;en Vertreibungen begannen bereits ab 1933 mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten. K&uuml;nstler u. a. Intellektuelle, Wissenschaftler, Politiker, Gewerkschafter und sogar Sportler wurden als erste vertrieben. Stellvertretend f&uuml;r Hunderttausende der Besten aus der deutschsprachigen und damit abendl&auml;ndischen Kultur seien hier nur genannt: <\/p>\n<p>Dichter wie Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Alfred D&ouml;blin, Else Lasker-Sch&uuml;ler, Stefan Zweig; Maler wie Max Ernst, Paul Klee, Komponisten wie Arnold Sch&ouml;nberg, Paul Hindemith, Kurt Weill, Theaterleute wie Therese Giehse und Erwin Piscator, Dirigenten wie Otto Klemperer, Bruno Walter oder Paul Abraham, Philosophen wie Hannah Arendt, Wissenschaftler wie Albert Einstein und Lise Meitner, Filmemacher wie Billy Wilder, Juristen wie Fritz Bauer, Historiker wie Fritz Stern, Mediziner wie Sigmund Freud, Gewerkschafter wie Max Brauer und Josef Ladig, aber auch Politiker wie Willy Brandt, Henry Kissinger, Josef Burg, Teddy Kollek, Nahum Goldmann, Georg Weidenfeld, Otto Braun oder Joseph Wirth. <\/p>\n<p>Viele mussten unter Zur&uuml;cklassen aller Habe fliehen, weil sie mit Verhaftung, Folter und Tod rechnen mussten. Als j&uuml;dische Mitb&uuml;rger oder politisch Verfolgte mussten sie in anderen Staa-ten ein Exil suchen, das mit der Besetzung durch die Wehrmacht oftmals auch nicht mehr sicher war. Die Geschichte des Exils (und der Verfolgung, auch des &bdquo;Inneren Exils&ldquo;) ist eine Geschichte von pers&ouml;nlichen Schicksalen, die mehr sagen als abstrakte Zahlen. Es war Kalk&uuml;l der Nazis, diese oftmals echten Patrioten und Demokraten aus ihrer Heimat f&uuml;r immer zu ver-treiben. Ihre Werke wurden verbrannt und als &bdquo;entartet&ldquo; ge&auml;chtet. Ihre Biografien sollten aus dem Ged&auml;chtnis der Nation getilgt werden. Sie wurden, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wieder zur&uuml;ckgerufen von der Bundesrepublik Deutschland. Doch gerade sie sind es, auf die wir stolz sein k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Dokumentation und Pr&auml;sentation der Werke und der Schicksale dieser ersten Vertriebenen im Rahmen eines Zentrums der verfolgten K&uuml;nste sollte nationale Verpflichtung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/index.php?action=petition;sa=details;petition=3714\">Petition: Allgemeine Kulturpflege &ndash; Erg&auml;nzung des Zentrums gegen Vertreibung vom 09.04.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gericht: Eltern m&uuml;ssen Studiengeb&uuml;hren und Semesterbeitrag zus&auml;tzlich zum Unterhalt zahlen<\/strong><br>\nDas Unterhaltsrecht war schon immer kompliziert. Mit der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren in verschiedenen Bundesl&auml;ndern ergab sich die Frage, ob die Eltern diese zus&auml;tzlich zum ansonsten f&uuml;r Studierende festgelegten Unterhalt leisten m&uuml;ssen oder nicht. Das Oberlandesgericht Koblenz hat nun entschieden, dass die Eltern die Geb&uuml;hren zus&auml;tzlich leisten m&uuml;ssen (finanzielle Leistungsf&auml;higkeit der Eltern nat&uuml;rlich vorausgesetzt).\n<p>F&uuml;r andere Studierende, deren Eltern sich ebenfalls weigern, zus&auml;tzlich zum Unterhalt auch die Studiengeb&uuml;hren (und Verwaltungskostenbeitrag etc.) zu tragen, obwohl sie ausreichend leistungsf&auml;hig sind, ist dadurch noch nichts entschieden. Zwar k&ouml;nnen sie mit dem Urteil im R&uuml;cken eher auf Erfolg hoffen. Aber eine Garantie ist das nicht.<br>\nKein Gericht ist an das Urteil des OLG Koblenz wirklich gebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-904-studiengebuehren-unterhalt.php\">studis online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wie ehrlich sind Wissenschaftler?<\/strong><br>\nWahrscheinlich manipulieren Wissenschaftler bei ihren Ver&ouml;ffentlichungen &ouml;fter die Daten, als man meinen w&uuml;rde, so eine neue Studie.<br>\nDurchschnittlich gaben 1,97 Prozent der Wissenschaftler zu, dass sie zumindest einmal Daten ver&auml;ndert oder fabriziert hatten, um das Ergebnis ihrer Studie zu verbessern oder die Ergebnisse den Anforderungen des Geldgebers anzupassen. Man darf annehmen, dass es wohl mehr sein werden, da bei Wissenschaftlern Objektivit&auml;t und Ehrlichkeit als Werte hoch angesetzt sind &ndash; und dies von ihnen auch vorausgesetzt wird. 33,7 Prozent r&auml;umten ein, dass sie andere fragw&uuml;rdige Tricks eingesetzt haben, beispielsweise Informationen zu verschweigen, die den eigenen Ergebnissen widersprechen, oder Beobachtungen oder Daten nicht einzubeziehen, weil die Wissenschaftler das Gef&uuml;hl hatten, dass sich nicht richtig sein k&ouml;nnen. Fanelli weist auf Umfragen hin, in denen nur wenige Prozent der Befragten sagten, dass sie Daten ver&auml;ndert h&auml;tten, aber sehr viel mehr einr&auml;umten, dass sie zur Verbesserung der Ergebnisse schon auch mal Daten ausw&auml;hlen oder nicht verwenden w&uuml;rden. \n<p>Wenn es um die Kollegen geht, sind die Wissenschaftler freim&uuml;tiger (oder misstrauischer?). 14 Prozent sagen, sie w&uuml;rden einen Kollegen kennen, der Daten fabriziert, ver&auml;ndert oder verf&auml;lscht hat, bei anderen fragw&uuml;rdigen Schummeleien sagen dies sogar 72 Prozent.<\/p>\n<p>Auff&auml;llig ist, dass offenbar nach den von Fanelli ausgewerteten Umfragen in den medizinischen Forschungsbereichen, wozu klinische und pharmakologische Studien geh&ouml;ren, am meisten manipuliert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30434\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Jede Schule ein kleines Unternehmen<\/strong><br>\nIngrid Lohmann erkl&auml;rt, wie die Bertelsmann-Stiftung Schulen nach Marktkriterien umbaut.<br>\nNeueren Datums ist das Bertelsmann-Projekt &ldquo;Eigenverantwortliche Schule und Qualit&auml;tsvergleiche in Bildungsregionen&rdquo;, das 2005 mit Starthilfe der Landesregierung Niedersachsen in Angriff genommen wurde: Rund 130 allgemeinbildende Schulen haben sich dort &ldquo;auf den Weg der Eigenverantwortlichkeit&rdquo; begeben. Und 1.255 Schulen in s&auml;mtlichen 16 Bundesl&auml;ndern benutzen kaum ein Jahr sp&auml;ter &ldquo;Selbstevaluation in Schulen&rdquo;, das softwaregest&uuml;tzte Instrument zur &ldquo;Qualit&auml;tsverbesserung von Schulen&rdquo; &ndash; nat&uuml;rlich von Bertelsmann. \n<p>Wer darauf hinweist, dass dabei von Freiwilligkeit oder gar Autonomie der Schulen keine Rede sein kann, gilt als ewiggestrig. Denn l&auml;ngst machen die Landesregierungen ihre Mittelzuweisungen und den &ldquo;guten Ruf&rdquo; einer Schule von der Teilnahme an Bertelsmann-Projekten abh&auml;ngig, und l&auml;ngst sitzen Bertelsmann-Repr&auml;sentanten in den Kultusministerien der Bundesl&auml;nder, um daf&uuml;r zu sorgen, dass die frisch gewonnene f&ouml;derale Eigenst&auml;ndigkeit auch in Schulangelegenheiten die richtige Richtung nimmt. Ob Schulleitungen wollen oder nicht: Entweder sie beteiligen sich an einem Bertelsmann-Projekt oder die jeweiligen Landesregierungen &ndash; eingeklemmt zwischen der Politik der &ldquo;leeren Kassen&rdquo; und den Qualit&auml;tsbeweisen, die auch ihnen inzwischen permanent abgefordert werden &ndash; zwingen sie dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2006\/31\/06310801.php\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.R.:<\/strong>Ich selbst habe die Anf&auml;nge des&nbsp;Eintritts der Schulp&auml;dagogik&nbsp;in ihre &ldquo;selbstverschuldete Bertelsmann-H&ouml;rigkeit&rdquo; ab Mitte der 90er Jahre erlebt, als die neuen Zauberw&ouml;rter Evaluierung und Lernstandserhebungen Einzug hielten; zum Zwecke des vor allem internationalen Vergleichs, um vor allem immer praxis-orientierter (wenn es die Steigerung denn gibt)\/wirtschaftsn&auml;her auf die Unterrichtsinhalte Einfluss zu nehmen: nur so war die Einebnung der  K&ouml;pfe zu bewirken. Die Schule als Unternehmen, der Unterricht als Markt, wo den Kunden-Sch&uuml;lern vornehmlich&nbsp;dem vordergr&uuml;ndigen Broterwerb dienende Kenntnisse angepriesen werden, jede differenzierende Nachdenklichkeit und tiefere Begr&uuml;ndungslogik ausschlie&szlig;end! Die sich anschlie&szlig;enden Lernstandserhebungen und internationalen, scheinbar objektiven &ldquo;PISA-Testbatterien&rdquo; im Auftrag der OECD (Herr A.Schleicher!) k&uuml;ndeten dann vom jeweiligen nationalen &ldquo;Ranking&rdquo;. Je schlechter der Platz, desto&nbsp;mehr&nbsp;mussten sch&ouml;pferische Freir&auml;ume(so vor allem die Musik, Literatur etc.) dem Verwertungsgebot in k&uuml;rzester Zeit weichen: G8 ist hier fl&auml;chendeckend als von kaum jemandem in Frage gestellt zu bewundern! Nicht weniger das Zentralabitur, das nun die Beteiligung der Sch&uuml;ler an der Festlegung der Unterrichtsinhalte, die doch entscheidend sind f&uuml;r den Bildungsgang, ausschlie&szlig;t. Der Wettlauf der Sch&uuml;ler zum Arbeitsmarkt verhindert das ehemals vornehmste Ziel der Aufkl&auml;rung, die Erziehung zum und die Bef&ouml;rderung des Selbstdenken(s). Wie war ich erstaunt, als mein Studienseminar von McKinsey zur Pr&auml;sentation eines der ersten PISA-Tests eingeladen wurde. Festredner war der Bildungsforscher Prof. J&uuml;rgen Baumert, der mit mathematischer Plausibilit&auml;t&nbsp;Nutzen und Frommen der Unausweichlichkeit standardisierter Testverfahren im Rahmen der schulischen Ausbildung(von Bildung war nicht mehr die Rede) begr&uuml;ndete. Meine anf&auml;nglichen Zweifel an dieser Hinwendung zur ausschlie&szlig;lichen &ldquo;Verwertungsp&auml;dagogik&rdquo; wagte ich schon bald nicht mehr zu &auml;u&szlig;ern, da ich auf wenig Zuh&ouml;rer stie&szlig;. Ich bin also dabei gewesen, bei dieser Bildungszeitenwende. <\/em><\/p>\n<p>Allerdings bin ich der Auffassung, dass die Konstituierung einer kritischen Gegen&ouml;ffentlichkeit, Ihr nobles Ziel der nds, neben der Universit&auml;t auch und vor allem die Schule aufkl&auml;rend einbeziehen muss. In den Kollegien muss doch die Frage diskutiert werden, wer eigentlich diesen institutionellen Umbau zu verantworten hat? Wer hat ein Interesse daran, dass nicht mehr Sokrates\/Kant die Garanten unserer Freiheit des Selbstdenkens sein sollen, sondern Dieter Hundt et alii uns nun die (Hin-) Richtziele vorgeben? Diese Aufkl&auml;rungsarbeit lie&szlig;e sich wohl nur in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft ins Werk setzen. Die Sch&uuml;ler als zuk&uuml;nftige Leser der nds m&uuml;ssen gewonnen werden, die Bedeutung jener haben die Herren der Industrie f&uuml;r ihre Ziele vor ca. 20 Jahren erkannt.<br>\nWie lie&szlig;e sich diese Zielgruppe erreichen?<\/p>\n<p>Siehe zum Thema Unternehmen-Schule auch Institut <a href=\"http:\/\/www.unternehmen-schule.de\/profil\">Unternehmen &amp; Schule<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck zeigen uns viele Mails, dass schon ziemlich viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler und vor allem auch Lehrerinnen und Lehrer die NachDenkSeiten lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Einfach mal die Klappe halten!<\/strong><br>\nDass diejenigen, die die Ellenbogengesellschaft als handfestes, spielend umzusetzendes Ziel am Ende des Reformhorizontes herbeisehnten und -schrieben &ndash; der sich an Machtgel&uuml;sten anbiedernde Journalismus also -, immer wieder Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft vermengten und durcheinanderbrachten, und dabei glaubten, eine Staats&ouml;konomie betreibt man wie ein privates Mittelstandsunternehmen, ist freilich keine Neuheit, wurde hundertfach von Albrecht M&uuml;ller und anderen seri&ouml;sen &Ouml;konomen angeprangert. Und dass solche Journalisten, die diesen Irrtum aufsa&szlig;en, ihre Fehlannahmen auch noch mit vorlauter Chuzpe und sophistischer Besserwisserei vertraten, kann auch nicht gerade als neueste Eigenart des schreibenden Standes angesehen werden. &Auml;rgerlich ist es aber allemal und immer wieder, trotz aller Tradition, die dieses journalistische Halbwissen in den letzten Jahren erlangte.\n<p>Damit geh&ouml;rt das Zur&uuml;ckgreifen auf vorgekaute Elitenmeinung, das Aufschreiben der Thesen, die man einem vorsetzt und die so bequem abzuschreiben sind, auch weiterhin zum guten Ton des Journalismus &ndash; mit wenigen Ausnahmen nat&uuml;rlich. Auch ein Grund, warum die Unabh&auml;ngigkeit des Bloggers Demokratie verspricht, einen demokratischeren Umgang mit Information (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/06\/einfach-mal-die-klappe-halten.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Obama beruf Sonia Sotomayor in das oberste Gericht der USA<\/strong><br>\nPr&auml;sident Barack Obama hat die in einfachen Verh&auml;ltnissen in der New Yorker Bronx aufgewachsene, puertoricanischst&auml;mmige Juristin dazu auserkoren. Sotomayor lehrt seit &uuml;ber zehn Jahren Rechtswissenschaften an der Universit&auml;t New York und gilt als linksliberal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/my.barackobama.com\/page\/content\/introducingsotomayor\/\">my.barackobama<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=3982#h01\">Euro-Arbeitslosenquote auf Zehn-Jahres-Hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h02\">Zeitarbeit kaum noch gefragt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h03\">&bdquo;Observation&ldquo; von Hartz-IV-Empf&auml;ngern durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h04\">DGB und Linke erkl&auml;ren Dumpingl&ouml;hnen den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h05\">72 Prozent der CDU-W&auml;hler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn f&uuml;r alle L&auml;nder der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3982#h06\">Billigl&ouml;hne und Streikverbot &ndash; Christen als Arbeitgeber<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3982\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3982\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}