{"id":39820,"date":"2017-08-29T08:28:06","date_gmt":"2017-08-29T06:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820"},"modified":"2017-08-29T08:28:06","modified_gmt":"2017-08-29T06:28:06","slug":"hinweise-des-tages-2947","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h01\">Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h02\">Corbyn entmachtet Brexit-Gegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h03\">Trump und Afghanistan: &laquo;Wir t&ouml;ten nur noch Terroristen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h04\">EU-Fl&uuml;chtlingspolitik in Afrika &ndash; Die Vorfeldkontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h05\">In der &bdquo;Tabu-Falle&ldquo; der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h06\">Club der Milliard&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h07\">Wohnen wie auf der M&uuml;llhalde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h08\">Lasst uns endlich in Ruhe!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h09\">Nach Dieselgate &ndash; Braucht Deutschland die Sammelklage?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h10\">Merkel auf Wahlkampftour &ndash; Passt schon!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h11\">Dr. Merkels Schlaflabor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h12\">Schwarz-Braun macht mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39820#h13\">B&ouml;se, weil man zu sehr nicht b&ouml;se sein m&ouml;chte?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Scholz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Olaf Scholz entlarvt Gerhard Schr&ouml;der als Verschw&ouml;rungstheoretiker<\/strong><br>\nDonnerwetter, das h&auml;tten wir nicht gedacht. In der Talkshow &ldquo;Anne Will&rdquo; gestern Abend entlarvt der Hamburger B&uuml;rgermeister Olaf Scholz den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der als Verschw&ouml;rungstheoretiker.<br>\nAls Sahra Wagenknecht die Agenda 2010 f&uuml;r die Ungleichheit in Deutschland verantwortlich macht, auf die Verdreifachung der Leiharbeit hinweist und sagt, dank Schr&ouml;der und der SPD sei die Armutsquote so hoch wie nie, antwortet Scholz: &bdquo;Niedriglohnsektor gibt es in allen Industriel&auml;ndern&ldquo;. Als Folge der Globalisierung. &bdquo;Da war nicht irgendwer, der das politisch entschieden hat. Das glauben nur Verschw&ouml;rungstheoretiker wie Trump in den USA und Wagenknecht.&ldquo; So kann man sich ins Knie schie&szlig;en. Wie sagte noch Gerhard Schr&ouml;der in Davos: &ldquo;Wir m&uuml;ssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&rdquo;<br>\nOlaf Scholz war von 2002 bis 2004 Generalsekret&auml;r der SPD und von 2007 bis 2009 Arbeitsminister! Scholz geh&ouml;rt zur &ldquo;F&uuml;hrungselite&rdquo; der SPD. An diesem Beispiel zeigt sich der trostlose Zustand der einst so stolzen Arbeiterpartei. Bei solch programmatischen Dumpfbacken als geistige Vorhut ist Hopfen und Malz verloren.<br>\nDer Milliard&auml;r Warren Buffet triumphierte: &ldquo;Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt.&ldquo; Der Niedriglohnsektor ist das Ergebnis dieses &bdquo;Klassenkampfes&ldquo;, der nicht zuletzt deshalb von den Milliard&auml;ren gewonnen wird, weil die ehemaligen &bdquo;Arbeiterparteien&ldquo; die Seiten gewechselt haben und ins Arbeitgeberlager &uuml;bergewechselt sind. In den USA waren es die Demokraten mit den korrupten Clintons, in Gro&szlig;britannien die Labour Party unter F&uuml;hrung von Blair, in Deutschland die SPD<br>\nmit dem Kanzler Schr&ouml;der und in Frankreich die Parti Socialiste mit dem Pr&auml;sidenten Hollande, die sich dem Zeitgeist des Neoliberalismus unterworfen haben.<br>\nNur wenn ein junger Corbyn in der SPD aufsteht und die jetzige &ldquo;F&uuml;hrungselite&ldquo; der Sozialdemokraten abl&ouml;st, kann sich das Blatt wieder wenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1525851127476349\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der ach so seri&ouml;se Olaf Scholz<\/strong><br>\nDie Unterstellungen, mit denen Olaf Scholz in der Sendung Anne Will am gestrigen Sonntag arbeitete, um die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht, zu attackieren, sind wenig &uuml;berraschend. Als<br>\nArbeitsminister war Olaf Scholz im Kabinett Merkel I von 2007 bis 2009 zust&auml;ndig f&uuml;r das Frisieren der Arbeitslosenzahlen. Scholz ist weder ein K&auml;mpfer f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit noch ein Sozialdemokrat.<br>\nAm 4. Juli 2009 sagte der damalige Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales, Olaf Scholz:<br>\n&bdquo;Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik ver&ouml;ffentlicht. &hellip; Ich glaube, dass man sich auf die Seriosit&auml;t dieses Prozesses verlassen kann. Wer anders rechnen wolle, k&ouml;nne ja &bdquo;seine Zahl ver&ouml;ffentlichen &ndash; und dazu ein Flugblatt drucken.&ldquo;<br>\nSeitdem ver&ouml;ffentlicht die Linke Monat f&uuml;r Monat die tats&auml;chlichen Arbeitslosenzahlen, weil Scholz in seiner Zeit als Arbeitsminister eine Sonderregelung durchsetzte, wonach bestimmte Gruppen von Arbeitslosen nicht mehr als arbeitslos zu z&auml;hlen seien. Eine Reihe von &bdquo;linken&ldquo; Verschw&ouml;rungstheoretikern vermuteten schon damals die Absicht der Sch&ouml;nf&auml;rberei. Andere stellten gar absurderweise einen Zusammenhang zum Wahlkampf 2009 her.<br>\nHeute ist das nat&uuml;rlich auch alles eine Verschw&ouml;rungstheorie und so eine Sendung wie Monitor geh&ouml;rt vermutlich ebenfalls zum Kreis der Verschw&ouml;rer, weil sie in der letzten Woche &uuml;ber die Z&auml;hlweise in der<br>\nArbeitsmarktstatistik kritisch berichtet hatte. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger wird darin als Kronzeuge genannt. Der ist vermutlich auch ein Verschw&ouml;rungstheoretiker, na klar, schreibt er ja st&auml;ndig etwas anderes in Fr&uuml;hjahrs- und Herbstgutachten hinein als die vier Kollegen, die sich ungestraft Sachverst&auml;ndige nennen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170828der-ach-so-serioese-olaf-scholz\">TauBlog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Scholz, als gro&szlig;e Hoffnung der SPD f&uuml;r 2021 gehandelt, aktuell wegen der G20-Krawalle aber etwas ramponiert, hat mit seinen &Auml;u&szlig;erungen den gesamten Wahlkampf der SPD mit einem Schlag desavouiert und das Thema Gerechtigkeit als Schmierentheater entlarvt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offener Brief an Olaf Scholz (Erster B&uuml;rgermeister Hamburg, SPD)<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Scholz<br>\nIch beziehe mich auf die Sendung vom 27. August 2017 &bdquo;Anne Will &ndash;Wahlkampfthema soziale Gerechtigkeit &ndash; Malt Rot-Rot hier schwarz?&ldquo;.<br>\nZun&auml;chst war ich froh, in einem tiefen Sessel gesessen zu haben, damit ich nicht so tief gefallen w&auml;re. Aber irgendwie habe ich es geschafft mich darin zu halten. Auch wenn es f&uuml;r mich pers&ouml;nlich sehr schwer war. Gerne erl&auml;utere ich es.<br>\nSie selbst bemerkten zu Beginn, dass es nicht f&uuml;r alle die &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; gebe und z&auml;hlen ab Minute 3:20 die klaren Missst&auml;nde auf: 40 Prozent der Besch&auml;ftigten im unteren Lohnbereich, Mietenexplosion, magere Rentenbescheide, Kitageb&uuml;hren oder einen fehlenden Ausbildungsplatz. So weit, so gut. Es gibt immer ein Haben und ein Soll. Und trotzdem schreibe ich Ihnen einen offenen Brief.<br>\nHerr Scholz, Sie leben an der Realit&auml;t vorbei und tun dieses bewusst. Es ist Ihnen &uuml;berhaupt nicht daran gelegen der Realit&auml;t ins Auge zu sehen und f&uuml;r &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; zu sorgen. Nun ist dieser Begriff weitl&auml;ufig und wie Sie, als auch die neoliberalen-wirtschaftsabh&auml;ngigen PolitikerInnen gerne argumentieren: Subjektiv. In meinen Augen ist Reichtum subjektiv. Manche f&uuml;hlen sich mit 3.000 Euro netto arm, manche reich. Armut ist jedoch tats&auml;chlich. Wenn im bundesweiten Durchschnitt rund 690 Euro Sozialleistungen (Hartz IV) zur Verf&uuml;gung stehen, von denen die Miete ebenso bezahlt werden muss, ist der Geldbeutel oder das Konto faktisch leer. &Uuml;ber sechs Millionen Menschen sind vom Hartz-IV-Regime abh&auml;ngig. Davon rund 1,7 Millionen Kinder (Quelle: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &ndash; Stand Juli 2017). Die Zahl der LeiharbeiterInnen stieg signifikant mit der Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 an. Derzeit liegt diese Zahl bei knapp 1 Million, was ein Anstieg zu 2005 um 252 Prozent ist. Ich k&ouml;nnte Ihnen nun weitere Zahlen auflisten. Aber, was soll&rsquo;s. Diese kennen Sie ganz genau. Und trotzdem behaupten Sie, der Niedriglohn sei nicht politisch eingef&uuml;hrt wurden.<br>\nDie Agenda 2010, Sie als ehemaliger Arbeitsminister, Ex-Bundeskanzler Schr&ouml;der, eine SPD, die sich bis heute f&uuml;r die Agenda 2010 auf die Schulter klopft &ndash; all dieses ist nicht politisch gewollt? Die Muppet-Show h&auml;tte es nicht besser darstellen k&ouml;nnen. Und weil alles nicht wahr sein darf und die Argumente, die Einsicht fehlt, wird mal schnell die Keule der Verschw&ouml;rungstheorie rausgeholt. Ganz ganz armselig. Als in der Vergangenheit gehandelter Kanzlerkandidat eine diskussionsentw&uuml;rdigende Darstellung. Allerdings w&auml;re so schnell klar gewesen: Mit der SPD wird und kann es keine &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; geben. Der derzeitige Schulzzug eiert noch vielmehr herum. Oder sind Sie gar Schulz in den R&uuml;cken gefallen? Hoppla, Verschw&ouml;rungstheorie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inge-hannemann.de\/offener-brief-an-olaf-scholz-erster-buergermeister-hamburg-spd\/\">Inge Hannemann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corbyn entmachtet Brexit-Gegner<\/strong><br>\nSowohl die EU-Gegner als auch die EU-Bef&uuml;rworter werden genau hinh&ouml;ren, wenn Jeremy Corbyn in der Rolle als Labour-Parteichef seine Gastrede auf dem TUC-Kongress halten wird. F&uuml;r ihn ist es einmal mehr eine Chance, sein linkes Programm mit jenem der regierenden Tories zu kontrastieren und um Unterst&uuml;tzung aus der Gewerkschaftsbewegung zu werben. Doch eine spannende Frage wird sein, wie sich Corbyn zum Brexit und zur Position der Labour Partei in dieser Frage &auml;u&szlig;ern wird.<br>\nEs ist eine alles andere als fertige Position. Die Mehrheit der Labour-Fraktion im Londoner Unterhaus steht f&uuml;r den weichest m&ouml;glichen Brexit mit Verbleib Gro&szlig;britanniens im gemeinsamen Markt. Damit ginge auch eine Beibehaltung der seit Thatcher auf der Insel institutionalisierten neoliberalen Politik einher.<br>\nDoch Corbyn hat sich in den vergangenen Wochen wieder seiner traditionellen EU-skeptischen Haltung angen&auml;hert. Ende Juli warf er sechs Abgeordnete aus seinem Schattenkabinett und verbannte sie somit von der Frontbank der Oppositionsseite im Unterhaus. Der Grund: Die sechs hatten einen &ndash; von insgesamt 51 Labour-Abgeordneten gestellten &ndash; Erg&auml;nzungsantrag zum Brexit-Gesetzentwurf der Regierung unterst&uuml;tzt, der einen Verbleib Gro&szlig;britanniens im gemeinsamen Markt fordert. In Fernsehinterviews tritt Corbyn seitdem gegen den Verbleib im gemeinsamen Markt auf. Die gro&szlig;en sozialen Auseinandersetzungen auf der Insel der vergangenen Wochen hatten oberfl&auml;chlich nichts mit dem Brexit zu tun. Bei den Streikbewegungen von M&uuml;llleuten in Birmingham, Reinigungskr&auml;ften in London, Assistenzlehrern in Durham oder dem Kabinenpersonal bei British Airways ging es um Niedrigl&ouml;hne, Arbeitszeiten und Prekarisierung. Das gewerkschaftslinke National Shop Stewards Network NSSN mobilisiert mit der Forderung nach Lohnerh&ouml;hungen im &ouml;ffentlichen Dienst zum TUC-Kongress. Und bei der Gro&szlig;demonstration gegen den Parteitag der regierenden Konservativen in Manchester am 1. Oktober geht es um den Kampf gegen Einsparungen und Privatisierungen beim staatlichen Gesundheitswesen NHS. Und doch ist der Brexit im Hintergrund stets pr&auml;sent. Die derzeit stattfindenden Streiks sind Ausdruck derselben Stimmungslage, die daf&uuml;r sorgte, dass alle Industrieregionen Englands f&uuml;r den Brexit stimmten. Eine Stimmungslage, wonach fast 40 Jahre neoliberale Politik in Gro&szlig;britannien genug seien und es nun Zeit f&uuml;r einen grundlegenden Politikwechsel sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1061917.corbyn-entmachtet-brexit-gegner.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump und Afghanistan: &laquo;Wir t&ouml;ten nur noch Terroristen&raquo;<\/strong><br>\nDer ohnehin nicht gerade feinsinnige US-Pr&auml;sident hat seinen Politik-Ansatz jetzt nochmals vergr&ouml;bert. &bdquo;Kein Staatsaufbau mehr in Afghanistan. Wir t&ouml;ten nur noch Terroristen!&ldquo;, sagte er und k&uuml;ndigte eine Erweiterung der Truppenkontingente in dem geschundenen Land an. Wie viel Leid diese &Auml;nderung der &bdquo;Afghanistan-Strategie&ldquo; wieder verursachen wird, kann nur jemand erahnen, der genau hinschaut, die Einzelschicksale in Rechnung stellt und sich mit der Geschichte des Landes auskennt. Immer wieder in der Vergangenheit bestimmten wirtschaftliche Interessen die &bdquo;humanit&auml;re&ldquo; Agenda des Westens. Immer wieder war die Antwort auf gescheiterte Kriege: noch mehr Krieg.<br>\nIn Europa ist die Erinnerung an den drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg zwischen 1618 und 1648 gegenw&auml;rtig. Zu Beginn des Krieges lebten etwa 18 Millionen Menschen im Kriegsgebiet. An die 6 Millionen starben direkt durch Waffengewalt im Krieg, durch Hunger und Seuchen. Afghanistan befindet sich seit 35 Jahren im direkten Krieg. Die Auswirkungen der Kolonialherrschaft gehen noch weiter zur&uuml;ck.<br>\nDiese Kriege wurden und werden von unterschiedlichen M&auml;chten gef&uuml;hrt. Mal waren es kapitalistische L&auml;nder, allen voran die USA und Gro&szlig;britannien, dann die kommunistische Sowjetunion, dazwischen fundamentalistische Islamisten und Gruppen wie die Taliban. Alle versuchten und versuchen weiter,  diesem Land ihr politisches System aufzudr&uuml;cken.<br>\nVon den gesch&auml;tzten 16 Millionen Afghanen Ende der 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurden etwa  zwei Millionen im Widerstandskampf gegen die sowjetischen Besatzer, dem darauf folgenden B&uuml;rgerkrieg und dem Krieg der USA und NATO umgebracht. Der B&uuml;rgerkrieg  wurde durch die fundamentalistischen Gruppierungen mit Hilfe ausl&auml;ndischer Kr&auml;fte entfesselt. Unz&auml;hlige Menschen wurden im Krieg durch den Gebrauch von abgereichertem Uran verst&uuml;mmelt, Kinder mit kaum vorstellbaren Deformationen geboren. F&uuml;nf Millionen Menschen sind in die Fl&uuml;chtlingslager in den Iran und nach Pakistan geflohen. Ein weiterer Teil floh in die westlichen L&auml;nder. Ein gro&szlig;er Teil der im Land verbliebenen Bev&ouml;lkerung wurde in Folge des in f&uuml;nfunddrei&szlig;ig Jahren nicht enden wollenden Krieges, insbesondere aber in den letzten Jahren fundamentalistischer K&auml;mpfe, intern umgesiedelt.<br>\n1992 kamen die islamischen Fundamentalisten an die Macht, einige Zeit sp&auml;ter die Taliban. Wie kam es zur Konzentration der islamischen Fundamentalisten in Afghanistan?<br>\n1980 begann die Invasion der Sowjets in Afghanistan. In der Zeit des Ost-West Konfliktes sollte das pro kommunistische Regime Karmal durch die Sowjets gest&uuml;tzt werden. Strategisches und Interesse an den Ressourcen spielten auch hier eine Rolle.<br>\n1979 begannen die USA mit der gr&ouml;&szlig;ten Geheimoparation in der Geschichte der CIA. Der &Ouml;ffentlichkeit wurde diese Geheimoperation als Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch verkauft. Tats&auml;chlich aber hatte die Rekrutierung von radikalen Muslimen bereits vorher begonnen, wie Brzensinski, damals Sicherheitsberater von Jimmy Carter, best&auml;tigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/trump-und-afghanistan-wir-toeten-nur-noch-terroristen\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Fl&uuml;chtlingspolitik in Afrika &ndash; Die Vorfeldkontrolle<\/strong><br>\n&Uuml;ber Asylantr&auml;ge soll k&uuml;nftig schon in Afrika entschieden werden. Das beschlossen die vier gr&ouml;&szlig;ten EU-L&auml;nder am Montagabend in Paris &ndash; unter gro&szlig;z&uuml;giger Einbeziehung Libyens und der Sahel-Staaten. [&hellip;]<br>\nEingeladen waren zudem die Pr&auml;sidenten der Sahel-L&auml;nder Niger und Tschad sowie der Ministerpr&auml;sident der libyschen &Uuml;bergangsregierung, der freilich nur in einem winzigen Teil seines Landes etwas zu sagen hat. Gleichwohl sollen die drei Afrikaner wichtige Rollen in der neuen Migrationsstrategie der europ&auml;ischen &ldquo;Big Four&rdquo; spielen: die Vorfeldkontrolle. [&hellip;]<br>\nDas soll sich &auml;ndern, mit &ldquo;Migrationspartnerschaften&rdquo; und mit viel Geld und viel Equipment aus Europa. Luft&uuml;berwachung, schnelle Fahrzeuge, mit modernster Technik und Bewaffnung, Entwicklungshilfe, die Jobs schaffen und somit den &ouml;konomischen Ausfall der Schleuser-Branche ausgleichen.<br>\nM&ouml;glichst viele Migranten sollen dann schon vor Ort in gro&szlig;e Auffanglager gebracht werden. Dort soll dann &ldquo;auf der Grundlage des UNHCR&rdquo;, also nach den Regeln des Fl&uuml;chtlingskommissars der Vereinten Nationen, sofort gepr&uuml;ft werden, wer Anspruch auf Asyl hat und wer nicht. Die Gl&uuml;cklichen d&uuml;rfen legal weiterreisen &ndash; die anderen, die meisten, m&uuml;ssen zur&uuml;ck in ihre Heimat ziehen. Wie das rechtlich und praktisch ablaufen soll, wei&szlig; keiner. Aber Frankreich-Pr&auml;sident Macron jubelte nach dem Pariser &ldquo;Migrationsgipfel&rdquo; schon: &ldquo;&Uuml;ber Asylantr&auml;ge wird k&uuml;nftig in Afrika entschieden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/fluechtlinge-gipfel-in-paris-wie-die-eu-ihr-fluechtlingsproblem-auslagern-will-a-1164996.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ja, &uuml;ber das im deutschen Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl und die Anwendung der Genfer Fl&uuml;chltingskonvention durch die Bundesrepublik entscheiden wohl schon bald zutiefst korrupte L&auml;nder im Herzen Afrikas, in denen die Menschenrechtssituation prek&auml;r ist und die selbst mit Hunderttausenden Fl&uuml;chtlingen aus den Konfliktregionen Mali und Nigeria zu tun haben. Man mag kaum glauben, dass eine derartige Politik in den vier &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten EU-L&auml;ndern&ldquo; beim W&auml;hler derart gut ankommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Das Elend wird in die W&uuml;ste verlagert<\/strong><br>\nDie Ergebnisse des Pariser Fl&uuml;chtlingsgipfels werden das Elend nicht bek&auml;mpfen, sondern nur verlagern, meint Georg Restle. Kanzlerin Merkel opfert V&ouml;lker- und Menschenrechte, um die Fl&uuml;chtlingszahlen zu dr&uuml;cken. Die deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik ist eine Schande.<br>\nIch gebe zu: Ich sch&auml;me mich! Ich sch&auml;me mich f&uuml;r diese Fl&uuml;chtlingspolitik, die da in Paris verhandelt wurde. Eine Politik, die von der deutschen Bundeskanzlerin wesentlich mitbestimmt wird &ndash; und die eine einzige Schande ist &ndash; f&uuml;r dieses Land und f&uuml;r diesen Kontinent.<br>\nEs ist eine Schande, dass auch die Bundesregierung es offensichtlich billigt, dass libysche Milizen Fl&uuml;chtlinge in Lager verfrachten, wo sie weiterhin misshandelt, gefoltert und vergewaltigt werden. Der Vorschlag, diese Lager unter die Obhut der UN zu stellen ist ein schlechter Witz, in einem Land das vom B&uuml;rgerkrieg zerrissen ist und nicht mal eine richtige Regierung hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/fluechtlingsgipfel-167.html\">Georg Restle auf tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>In der &bdquo;Tabu-Falle&ldquo; der AfD<\/strong><br>\nDer gezielte Tabubruch z&auml;hlt bei der AfD zur erkl&auml;rten Wahlkampfstrategie. Der Fall &Ouml;zo&#287;uz zeigt: Ein allgemeiner Aufschrei nutzt am Ende den Falschen. Gefragt sind eigene Themen und die inhaltliche Konfrontation.<br>\nSie hat wieder zugeschnappt: Die Tabu-Falle, mit der Rechtspopulisten im Allgemeinenund Politiker der AfD im Besonderen Medien und &Ouml;ffentlichkeit erst anlocken, um sich sp&auml;ter an deren Aufmerksamkeit regelrecht zu laben. Dass mit Alexander Gauland diesmal der erfahrenste Politiker einer noch immer relativ jungen Partei den K&ouml;der auswarf, darf niemanden ernsthaft &uuml;berraschen. Gauland ist seit Jahrzehnten auf der politischen B&uuml;hne unterwegs, war dar&uuml;ber hinaus 14 Jahre lang Herausgeber der &bdquo;M&auml;rkische Allgemeinen Zeitung&ldquo; (MAZ). Wenn einer wei&szlig;, wie Schlagzeilen gemacht werden, dann er.<br>\nDer medialen Ersch&uuml;tterung, die seine Aussage in Richtung Staatsministerin Aydan &Ouml;zo&#287;uz ausl&ouml;sen w&uuml;rde, war sich Gauland dementsprechend bewusst. Mehr noch, er hat sie fest einkalkuliert. Einem beinahe Unfall gleicht es da, dass au&szlig;er der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; zun&auml;chst niemand &uuml;ber Gaulands Wortwahl w&auml;hrend einer Veranstaltung im th&uuml;ringischen Eichsfeld zu berichten wusste. Ohne Journalisten keine Schlagzeile, diese von der vermeintlich mit der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; auf Kriegsfu&szlig; stehenden AfD auf perfide Weise genutzte Logik h&auml;tte beinahe nicht gegriffen.<br>\nSo aber geschah, was immer passiert in solchen F&auml;llen: Ob &bdquo;Schie&szlig;befehl&ldquo;, &bdquo;erinnerungspolitische Wende&ldquo; oder &bdquo;Merkels Tote&ldquo; &ndash; die AfD haut einen raus und alle springen drauf an. Vier Wochen vor der Bundestagswahl gelang es der in Umfragen bei rund zehn Prozent stehenden AfD so einmal mehr, die bundespolitische Berichterstattung zu dominieren. Das TV-Fernduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem wahlk&auml;mpfenden SPD-Herausforderer Martin Schulz ging im allgemeinen &bdquo;Gauland-&Ouml;zo&#287;uz-Strudel&ldquo; beinahe unter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/gauland-attacke-oezoguz-tabu-falle-afd\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider muss man der SPD hier wieder, wie so oft, ein ordentliches Ma&szlig; an Heuchelei unterstellen. Wer seinen politischen Hauptgegner immer noch in der LINKEN sieht und sich daf&uuml;r feiert, wie nach der f&uuml;r die SPD desastr&ouml;sen Landtagswahl in Schleswig-Holstein, die LINKE aus dem Landtag herausgehalten zu haben, muss sich &uuml;ber oben genanntes nicht unbedingt wundern.<\/em><br>\n<em>Die Feststellung, dass die Berichterstattung der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nicht unerheblich zur Popularit&auml;t der AfD beitr&auml;gt ist allerdings korrekt. Dass es nicht am Willen eines konsequenten Ausschlusses mangelt, zeigt eben das Beispiel der LINKEN, die durch die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; mit einem medialem Bann belegt ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Club der Milliard&auml;re<\/strong><br>\nF&uuml;r 6,4 Millionen Bezieher von Hartz IV und Sozialgeld hat die Regierung im Bundeshaushalt 2017 21 Milliarden Euro veranschlagt. Fast doppelt so viel Geld soll der reichste Deutsche besitzen. Das berichtete das Wirtschaftsmagazins Bilanz aus dem Hause Springer am Freitag. Lidl-Gr&uuml;nder Dieter Schwarz verf&uuml;gt demnach &uuml;ber ein Gesamtverm&ouml;gen von etwa 37 Milliarden Euro.<br>\nAllein im vergangenen Jahr setzte die Schwarz-Gruppe 94 Milliarden Euro um. Deren Gr&uuml;nder f&uuml;hrt mit seinem Verm&ouml;gen laut Bericht einen &raquo;Club&laquo; von 195 Milliard&auml;ren in Deutschland an. Ihm dicht auf den Fersen sind demnach die Reimanns (Jacobs, Kosmetik), die Schaefflers (Maschinenbau, Reifen), die Aldi-Familien sowie die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt. Damit sei die Zahl der Milliard&auml;re weitergewachsen. 2016 h&auml;tten 170 Familien &uuml;ber ein so hohes Verm&ouml;gen verf&uuml;gt.<br>\nAllerdings bef&auml;nden sich darunter auch 13 Gro&szlig;familien, deren Verm&ouml;gen sich auf mehrere Haushalte verteile. Ganz oben st&uuml;nden die Pharmaunternehmer Boehringer (gut 41 Milliarden Euro) und die in derselben Branche t&auml;tige Familie Merck (34 Milliarden Euro). &Uuml;ber mehr als acht Milliarden Euro verf&uuml;gen der Auflistung zufolge die Besitzer der Unternehmen Henkel, Porsche, Siemens und Freudenberg. Das Magazin f&uuml;hrte insgesamt die 1.000 reichsten Familien in der Bundesrepublik auf. Zusammen besitzen diese demnach Verm&ouml;gen von etwa 1,1 Billionen Euro &ndash; mehr als ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Die letzten zw&ouml;lf Monate seien &raquo;eine gute Zeit f&uuml;r die wohlhabenden Familien in Europas gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft&laquo; gewesen, jubelt das Magazin. Sie h&auml;tten ihre Aktivposten um fast zw&ouml;lf Prozent erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317045.club-der-milliard%C3%A4re.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wohnen wie auf der M&uuml;llhalde<\/strong><br>\nRamona gibt nicht auf. Die junge Frau mit den sorgf&auml;ltig rosalackierten Fingern&auml;geln ist vor drei Jahren aus Ungarn gekommen, um in Frankfurt zu arbeiten. Sie brauchte eine g&uuml;nstige Bleibe und zog in ein Zimmer in R&ouml;delheim. Nun blickt sie trotzig hoch zum Haus ihrer Vermieter. Sie will sich nicht vertreiben lassen. Der Streit zwischen Ramona, die ihren Nachnamen nicht nennen will, und den Vermietern eines heruntergekommenen Altbaus in R&ouml;delheim beginnt vor ein paar Monaten. In dem sandfarbenen Geb&auml;ude lebten damals auf vier Etagen in 20 Zimmern um die 30 Menschen. Noch heute wohnen in je zwei Zimmern Familien mit kleinen Kindern. Die Zimmer werden einzeln vermietet, angeblich f&uuml;r bis zu 650 Euro im Monat. Ramona zahlt 250 Euro f&uuml;r ihres, wie sie sagt.<br>\nDas Haus ist nicht sch&ouml;n, und Ramona f&uuml;hlt sich nicht wohl, aber sie kann die Miete mit ihrem mageren Gehalt als Kellnerin stemmen. Sie w&uuml;rde eigentlich gern wegziehen. Das Haus ist vernachl&auml;ssigt: Putz br&ouml;ckelt &uuml;berall von den W&auml;nden, was von Toiletten und Duschen auf halber Treppe &uuml;brig ist, riecht unangenehm. In den Zimmern gibt es keine B&auml;der. Briefk&auml;sten sind zerst&ouml;rt, aus dem Klingelschild an der Stra&szlig;e ragen Kabel hervor. Die T&uuml;r l&auml;sst sich nicht abschlie&szlig;en. Ihr Zimmer mag Ramona gar nicht zeigen, so unangenehm scheint es ihr zu sein. Seit 15 Jahren sei an dem Haus nichts mehr gemacht worden. Ein anderer Mieter, ein alter Mann aus Bulgarien, erz&auml;hlt, dass in seinem Zimmer der Boiler von der Wand f&auml;llt und vieles andere defekt ist. Er zahlt im Monat 350 Euro.<br>\nVor einigen Monaten k&uuml;ndigten die Vermieter, ein Paar aus R&ouml;delheim, allen Bewohnern wegen Eigenbedarfs. Rechtlich ist diese K&uuml;ndigung fragw&uuml;rdig, da das Mehrfamilienhaus kaum von einer Familie allein bewohnt werden wird. Die Mieter vermuten, dass die Besitzer das Haus sanieren und danach teurer vermieten wollen. Obwohl acht Mieter mit Hilfe eines Anwalts Widerspruch gegen die K&uuml;ndigung eingelegt haben, halten die Vermieter an der K&uuml;ndigung fest. Um die Bewohner aus dem Haus zu dr&auml;ngen, stellten sie am 16. August das Warmwasser ab und entfernten die Armaturen in den Duschen im Treppenhaus. Die Bewohner hatten von da an keine Gelegenheit mehr, sich zu waschen. &bdquo;Ich dusche mich mit dem Wasserkocher &ndash; im Jahr 2017&ldquo;, sagt Ramona.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/frankfurt\/mietshaus-in-frankfurt-wohnen-wie-auf-der-muellhalde-15167237.html?GEPC=s5\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lasst uns endlich in Ruhe!<\/strong><br>\nVersteckter Rassismus ist unter europ&auml;ischen Politikern weit verbreitet. Doch afrikanische L&auml;nder m&uuml;ssen sich nichts bieten lassen.<br>\nWenn man bedenkt, dass bis in die erste H&auml;lfte  des 20. Jahrhunderts auch hierzulande eine hohe  Kinderzahl eher die Regel war, aber Europa eben seine &uuml;berz&auml;hlige Bev&ouml;lkerung in die klassischen Auswanderungsl&auml;nder, vulgo Kolonien entsorgte zum verheerenden Schaden f&uuml;r die indigene Bev&ouml;lkerung, dann erkennt man die rassistische Haltung hinter der Warnung vor der Bev&ouml;lkerungsexplosion. Die findet nat&uuml;rlich nur in armen L&auml;ndern stattt, hierzulande sorgt man sich um zu wenige Kinder und bejubelt h&ouml;here Geburtenzahlen. Dabei haben die hiesigen neuen Erdenb&uuml;rger schon bei ihrer Geburt einen gr&ouml;&szlig;eren &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck als jedern Afrikaner.<br>\n&bdquo;Afrikas Herausforderung heute ist viel tiefer, n&auml;mlich eine zivilisatorische&ldquo;, sagte der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron in Hamburg nach dem G20-Gipfel im Juli, als ein Journalist aus der Elfenbeink&uuml;ste von ihm wissen wollte, inwiefern sich Frankreich an Deutschlands Marshallpl&auml;nen f&uuml;r Afrika zu beteiligen gedenke. In seiner &uuml;blichen forschen Art blaffte Macron: &bdquo;In einem Land, das immer noch sieben bis acht Kinder pro Frau z&auml;hlt, k&ouml;nnen Sie Milliarden Euro ausgeben, Sie werden nichts stabilisieren.&ldquo;<br>\nMacron, die vermeintliche Lichtgestalt aller Progressiven, ist eben auch nur ein franz&ouml;sischer Pr&auml;sident. Vor zehn Jahren hatte sein Vorvorg&auml;nger Nicolas Sarkozy vor verbl&uuml;fften Professoren in Senegal eine Grundsatzrede zu Afrika mit dem Hinweis gekr&ouml;nt, dass &bdquo;der afrikanische Mann noch nicht in die Geschichte eingetreten&ldquo; sei.  Sarkozy sprach vom Mann, Macron von der Frau, aber auf Sarkozys Griff in die hegelianische Mottenkiste &ndash; Afrika als Kontinent ohne Kultur und Geschichte &ndash; folgt nun Macrons Griff zum rassistischen Klischee des oder der Schwarzen als ungez&uuml;geltes Biest, dessen Triebe man erst mal zivilisieren m&uuml;sse, damit Stabilit&auml;t einkehre.<br>\n(..)  Macrons Argument zur&uuml;ckzuweisen ist ja auch relativ einfach. Seine Zahlen sind falsch. Zivilisation und Fruchtbarkeitsraten sind zwei verschiedene Dinge. Und wenn man mehr Familienplanung will, muss man nicht Frauen beschimpfen, sondern Frauenrechte st&auml;rken, in Bildung investieren und vor allem den Einfluss der katholischen Kirche brechen, die einst von Frankreich nach Afrika geholt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Afrika-Bild-in-Europa\/!5436885\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach Dieselgate &ndash; Braucht Deutschland die Sammelklage?<\/strong><br>\nDie VW-Abgasaff&auml;re bringt eine alte Forderung neu auf den Tisch: Sammelklagen f&uuml;r Verbraucher, die durch Fehlverhalten von Unternehmen gesch&auml;digt werden. Robert Peres &uuml;ber die deutsche Angst vor &ldquo;amerikanischen Verh&auml;ltnissen&rdquo;.<br>\nDieses Mal ist es der VW-Skandal, der die Diskussion um den kollektiven Rechtsschutz wieder entfacht hat. Der Skandal und die Erkenntnis, dass Einzelklagen bei einer Vielzahl gleichgelagerter F&auml;lle ineffizient sind, die Gerichte verstopfen und dazu f&uuml;hren, dass viele Anspruchsinhaber schon im Vorfeld aufgeben und somit keine ad&auml;quate Rechtsdurchsetzung m&ouml;glich ist.<br>\nOft geht es um kleinere Betr&auml;ge, wenn etwa der Stromversorger &uuml;berh&ouml;hte Rechnungen schickt. Aber manchmal geht es um auch erhebliche Schadenssummen, wie zum Beispiel bei der Pleite des Energieunternehmens Prokon oder eben j&uuml;ngst Dieselgate, von dem tausende Anleger und Autobesitzer betroffen sind. W&auml;hrend aber vor dem Langericht Braunschweig am Mittwoch das erste Sammel-Verfahren von Aktion&auml;ren startete, welche wegen der gefallenen Kurse gegen VW klagen, m&uuml;ssen andere gesch&auml;digte Verbraucher ihr Recht alleine vor Gericht erstreiten. Das ist oft teuer, langwierig und nicht immer von Erfolg gekr&ouml;nt.<br>\nNeu ist die Idee nicht, politisch gab es seit jeher und gibt es weiterhin Gegenwind f&uuml;r die Sammelklage, auch der Deutsche Richterbund sieht keine Notwendigkeit f&uuml;r ihre Einf&uuml;hrung von Sammelklagen.<br>\nIn den USA gibt es eine solche Klagem&ouml;glichkeit durch die sog. &ldquo;Class action&rdquo;, nicht aber in Deutschland. Hier gibt es die Verbandsklage, die haupts&auml;chlich im Umweltbereich eingesetzt wird. Im Zivilrecht d&uuml;rfen Verb&auml;nde lediglich auf Unterlassung klagen.<br>\nDas deutsche Recht kennt auch keine Gruppenbetroffenheit. Bei uns muss jeder Kl&auml;ger individuell den Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden und seiner Betroffenheit darlegen und beweisen. Einzige Ausnahme: Das angesprochene sog. KapMuG-Verfahren f&uuml;r Anleger. Dabei werden zehn oder mehr gleichgelagerte F&auml;lle in einem Musterverfahren verhandelt und am Ende sollen dann auch diejenigen davon profitieren, die sich dem Ergebnis anschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/sammelklage-verbraucher-vw-amerika\/\">Legal Tribune<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Merkel auf Wahlkampftour &ndash; Passt schon!<\/strong><br>\nDas Wahlprogramm der Union hei&szlig;t Angela Merkel. Auch bei ihrem Auftritt in Fulda ist die Kanzlerin ganz sie selbst: wenig konkrete Aussagen, daf&uuml;r viel Eigenlob. Trotzdem wird sie gefeiert. Woran liegt das? [&hellip;]<br>\nDie Kanzlerin, noch mit leichter Urlaubsbr&auml;une und in rosafarbenem Blazer, ist auch an diesem Tag zwar keine flammende Rednerin, aber immerhin ist ihre Botschaft pr&auml;gnant: &bdquo;F&uuml;r ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben&ldquo;, steht auf ihrem Rednerpult. F&uuml;r Merkel ist das schon der Ist-Zustand oder in ihren Worten: &bdquo;Wir stehen gerade sehr gut da.&ldquo; Wem Deutschland das zu verdanken hat? F&uuml;r die Kanzlerin liegt die Antwort auf der Hand: Die Union habe in den vergangenen zw&ouml;lf Jahren viel erreicht.<br>\nMerkel f&uuml;hrt einen regelrechten Wohlf&uuml;hl-Wahlkampf, bei dem sie ganz auf ihre Erfahrung aus zw&ouml;lf Jahren Kanzlerschaft, ihren Amtsbonus, setzt. Das Wahlkampfmotto der CDU &ndash; ein optimistisches, schwarz-rot-gold-unterlegtes &bdquo;Weiter so&ldquo;. Auf mich k&ouml;nnen sie sich verlassen, will Merkel den W&auml;hlern vermitteln. Deutschland geht es gut und ich werde weiterhin daf&uuml;r sorgen, dass es auch so bleibt.<br>\nNat&uuml;rlich gebe es in Deutschland auch noch Handlungsbedarf, r&auml;umt Merkel dann ein: schnelleres Internet auch an Schulen, mehr Wohnungen und mehr Geld f&uuml;r Familien. Soll hei&szlig;en: Uns geht es gut &ndash; es darf uns aber gerne auch noch besser gehen. Merkel will sich k&uuml;mmern. Mit dieser Haltung ist sie auch 2013 in den Wahlkampf gestartet, ihr minimalistischer Slogan damals: &bdquo;Sie kennen mich.&ldquo;<br>\nJa, man kennt Merkel &ndash; und deswegen hat auch niemand vermutet, dass sie mit konkreten Aussagen oder gar Visionen aufwartet. Die niedrigen Erwartungen werden auch diesmal nicht entt&auml;uscht. Wie sie die aufgez&auml;hlten Probleme l&ouml;sen und Deutschland &bdquo;zukunftsfit&ldquo; machen will? Antworten darauf bleibt Merkel schuldig. Bestes Beispiel: die Diesel-Aff&auml;re. Es sei in der Automobilindustrie viel falsch gemacht worden und die Branche m&uuml;sse nun ihren Beitrag leisten, um die Fehler wiedergutzumachen, sagt Merkel. Wichtig sei, den Wandel zu alternativen Antrieben zu unterst&uuml;tzen: Man m&uuml;sse einen &bdquo;guten &Uuml;bergang in die neue Zeit organisieren, bei dem Menschen ihren Arbeitsplatz behalten&ldquo;. Wie das gehen soll? Auch darauf geht Merkel nicht ein. Allerdings versprach die Kanzlerin immerhin, Fahrverbote vermeiden zu wollen. &bdquo;Wir als Bundesregierung haben daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass diejenigen, die sich in gutem Glauben ein Auto gekauft haben, nicht mit Fahrverboten bestraft werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/warum-wird-angela-merkel-im-wahlkampf-so-gefeiert-15169174.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sogar der FAZ f&auml;llt auf, wie armselig und inhaltsleer Merkel Wahlkampf f&uuml;hrt. Die Frage ist nur, warum w&auml;hlen die Deutschen die vorgebliche Inhaltsleere, die gleichzeitig als eine hart neoliberale Politik im Innern, merkantilistischen Wirtschaftskrieg nach au&szlig;en und ein immer militaristischeres Auftreten in Wahrheit das Gegenteil der Interessen der meisten Menschen verk&ouml;rpert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dr. Merkels Schlaflabor<\/strong><br>\nNach zw&ouml;lf Jahren im Amt agiert die Kanzlerin ohne Bodenhaftung. Angela Merkel klammert sich an die Macht &ndash; und kein Wahlkampfget&ouml;se soll den Schlaf der B&uuml;rger st&ouml;ren.<br>\nWaffe: S&auml;bel, Distanz: 100 Meter, Werfen verboten. So s&auml;he das Fernsehduell im Bundestagswahlkampf aus, wenn Angela Merkel es sich aussuchen k&ouml;nnte. Sie ist die Kanzlerin, ohne sie w&auml;re kein Duell m&ouml;glich. Also kann sie es sich aussuchen.<br>\nMerkel und ihre Leute haben die Sender erpresst. Das ist erb&auml;rmlich. Aber immerhin sind die Umst&auml;nde, unter denen das TV-Duell nun zustande kommen wird, vielsagend: Nach fast zw&ouml;lf Jahren im Amt ist bei der Kanzlerin von einer irgendwie besseren, weiblichen Politik nichts &uuml;brig. Merkel scheut die offene Auseinandersetzung, die Macht ist ihr zum Selbstzweck geworden und sie klammert sich ans Amt wie jeder Mann vor ihr.<br>\nNur einmal treffen die Kanzlerkandidaten direkt aufeinander: im TV-Duell. Darum ist diese Sendung, die am 3. September ausgestrahlt wird und der vermutlich 15 Millionen Menschen folgen werden, so wichtig. Aber nicht die Sender &ndash; die hier immerhin die deutsche &Ouml;ffentlichkeit repr&auml;sentieren &ndash; geben die Bedingungen vor, sondern Merkel und ihre Vertrauten. Der fr&uuml;here ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat dazu im SPIEGEL gesagt: &ldquo;Das Kanzleramt verlangt ein Korsett f&uuml;r die Kanzlerin, in dem sie sich nicht bewegen muss. Und zugleich eines f&uuml;r Schulz, in dem er sich nicht bewegen darf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-angela-merkel-klammert-sich-an-die-macht-kolumne-a-1164891.html\">Jakob Augstein auf SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schwarz-Braun macht mobil<\/strong><br>\nEs ist ein fatales Signal: Mitten im Wahlkampf haben deutsche Konservative in aller Offenheit gemeinsame Sache mit einer Partei gemacht, in der Rechtsextremisten, in der Nazis ihre politische Heimat gefunden haben. Dieser braune Dammbruch, der sich im sachsen-anhaltischen Landtag abspielte, d&uuml;rfte nur den Vorschein der autorit&auml;ren Transformation der Bundesrepublik bilden, die von der Rechten innerhalb und au&szlig;erhalb des Staatsapparates forciert wird.<br>\nDie AfD-Fraktion im Landtag von Magdeburg entschloss sich, das rechtlich umstrittene Verbot des linksradikalen Portals linksunten.indymedia durch Innenminister de Maizi&egrave;re mit einer eigenen parlamentarischen Initiative zu flankieren. Als ob das ehemalige Land der Fr&uuml;haufsteher am Rande der kommunistischen Revolution taumelte, brachte die AfD eine Enquete-Kommission zur &ldquo;Untersuchung von Linksextremismus&rdquo; auf den parlamentarischen Weg. Das Kalk&uuml;l der Rechtspopulisten in Magdeburg ist evident: Sie wollten die repressive Kampagne des Innenministers schlicht unterst&uuml;tzen, sie weiter ins antidemokratische Extrem treiben.<br>\nDie Gr&uuml;nen, die SPD und die Linkspartei stimmten gegen das Vorhaben: Wenn die AfD &uuml;ber &ldquo;Linksextremisten&rdquo; spreche, dann meine sie in Wirklichkeit &ldquo;Andersdenkende&rdquo;, warnte der SPD-Abgeordnete R&uuml;diger Erben am vergangenen Donnerstag. Der parlamentarische Vorsto&szlig; der AfD zielte in Wahrheit darauf, &ldquo;zivilgesellschaftliche Akteure einsch&uuml;chtern, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren&rdquo;. Die AfD wiederum behauptete, sie wolle pr&uuml;fen &ldquo;wie eng das linke Netz gespannt ist zwischen der sogenannten Zivilgesellschaft und der militanten Antifa&rdquo;. Die AfD ist in Sachsen Anhalt immer wieder bem&uuml;ht, das Phantom einer Staatsbedrohung durch Antifaschisten zum Leben zu erwecken, etwa mit kleinen Fanfaren im Landtag.<br>\nWas eigentlich eine routinem&auml;&szlig;ige Abstimmung werden sollte, bei der die Koalition aus CDU, SPD und Gr&uuml;nen gegen den AfD-Antrag stimmte, weitete sich zum Skandal: Teile der CDU brachen alle diesbez&uuml;glichen Parteibeschl&uuml;sse sowie Koalitionsabsprachen und stimmten f&uuml;r die Initiative der AfD. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die AfD der Unterst&uuml;tzung der CDU gar nicht bedurfte. Die ins Extrem strebenden Rechtspopulisten verf&uuml;gen im Landtag von Magdeburg &uuml;ber gen&uuml;gend Stimmen, um eine Enquete-Kommission ins Leben zu rufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schwarz-Braun-macht-mobil-3814152.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>B&ouml;se, weil man zu sehr nicht b&ouml;se sein m&ouml;chte?<\/strong><br>\nGoogle hat auf seiner Videoplattform YouTube die Zensur versch&auml;rft: Videos, die als &ldquo;kontrovers&rdquo; eingestuft werden, k&ouml;nnen nun nicht mehr eingebettet und gelikt werden. Au&szlig;erdem werden sie &ldquo;demonetarisiert&rdquo; &ndash; das hei&szlig;t, es gibt f&uuml;r sie keinen Werbeeinnahmenanteil mehr, der bei bekannten Produzenten wie Sargon of Akkad oder Diamond and Silk angesichts der Aufrufzahlen durchaus betr&auml;chtlich gewesen sein d&uuml;rfte. Als kontrovers gelten Google unter anderem Beitr&auml;ge des langj&auml;hrigen republikanischen Kongressabgeordneten und Pr&auml;sidentschaftsbewerbers Ron Paul, in denen dieser die US-Politik in Afghanistan und gegen&uuml;ber WikiLeaks kritisiert. Auch Beitr&auml;ge zu naturwissenschaftlichen Themen k&ouml;nnen betroffen sein, wenn sie sich beispielsweise mit den biologischen Grundlagen menschlicher Intelligenz befassen.<br>\nDie Ma&szlig;nahme hat in Sozialen Medien Bef&uuml;rchtungen verst&auml;rkt, die seit der Entlassung James Damores in gr&ouml;&szlig;erem Umfang ge&auml;u&szlig;ert werden (vgl. Monopole und Meinungsfreiheit). Der inzwischen unter anderem vom Moralphilosophen Peter Singer und von der New York Times verteidigte ehemalige Google-Angestellte betont in Interviews immer wieder, dass er nicht &ldquo;Diversit&auml;t&rdquo; als Unternehmensziel kritisierte, sondern eine &ldquo;Intoleranz gegen&uuml;ber Ideen und Tatsachen, die nicht zu einer bestimmten Ideologie passen&rdquo;. Solch ein Umgang mit der Meinungsfreiheit von Arbeitnehmern l&auml;sst viele Google-Nutzer einen problematischen Umgang mit ihrer eigenen Meinungsfreiheit bef&uuml;rchten. Dem Psychologen Jordan B. Peterson nach m&uuml;ssen Nutzer das nicht einmal merken, wenn man so einen Umgang entsprechend geschickt in Infrastrukturen integriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Boese-weil-man-zu-sehr-nicht-boese-sein-moechte-3814439.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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