{"id":39836,"date":"2017-08-30T08:40:24","date_gmt":"2017-08-30T06:40:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836"},"modified":"2017-08-30T09:15:38","modified_gmt":"2017-08-30T07:15:38","slug":"hinweise-des-tages-2948","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h01\">A1-Privatisierungs-Skandal: Die Gier des Finanz-Zombies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h02\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber das &bdquo;Mutti&ldquo;-Image der Kanzlerin: &bdquo;Merkel hat eine gro&szlig;e F&auml;higkeit zu verbergen, wie sie wirklich ist&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h03\">Interview zur Finanzkrise &ldquo;Politik macht auf Dauer krank&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h04\">Macron will nahbarer werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h05\">Urteil im ersten G20-Prozess &ndash; Lange Haftstrafe f&uuml;r Flaschenwerfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h06\">Civilians on the Battlefield: Szenario<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h07\">Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h08\">Exportregime sind Biester eigener Art<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h09\">Niedriglohnsektor: Deutschland, deine Sklaven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h10\">Erbschaftssteuer: Statistik zeigt enorme Privilegierung gro&szlig;er Betriebsverm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h11\">Zwei Drittel der Erwerbslosen im Hartz-IV-System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h12\">Normalfall: Arbeiten ohne Tarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h13\">Russland will Sorge vor Gro&szlig;man&ouml;ver zerstreuen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h14\">&bdquo;Die israelische Gesellschaft ist krank&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h15\">Afghanistan: Da sollte Deutschland nicht mitmachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h16\">Deutscher Lehrerverband: &ldquo;Es fallen jede Woche rund eine Million Unterrichtsstunden aus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h17\">Rechtsstaatlich fragw&uuml;rdiges Verbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39836#h18\">Zu guter Letzt: So stellen sich Gr&uuml;ne die Zukunft des Autos vor &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>A1-Privatisierungs-Skandal: Die Gier des Finanz-Zombies<\/strong><br>\nAm 30. September 2013 treffen unter anderem Vertreter der Unicredit Bank AG eine brisante Entscheidung, die Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vier Jahre lang geheim halten wird. Am Wochenende deckte die Berliner Zeitung den Vorgang auf. An dem entscheidenden Tag vor vier Jahren drohen die Herren des Konsortiums A1 Mobil den Vertretern des Verkehrsministeriums damit, dass sie den Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland wegen ihrer angespannten Finanzlage k&uuml;ndigen k&ouml;nnten. Ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Vorgang, denn die rund eine Milliarde schwere Beziehung sollte noch 25 Jahre w&auml;hren.<br>\nAb 2013 lautete die Strategie: Ein Ausstieg aus dem bisherigen Vertrag, eine &Auml;nderung musste her. Ihre Argumentation: Die Finanzkrise stelle etwas Unkalkulierbares dar, eine Art Naturkatastrophe, von &bdquo;h&ouml;herer Gewalt&ldquo; soll die Rede gewesen sein. Solche Risiken seien nicht vertraglich fixiert gewesen. Da sollte der Staat aushelfen. Nach Informationen der Berliner Zeitung fordert das Konsortium von der &ouml;ffentlichen Hand nun neben den Mauteinnahmen eine monatliche Zahlung von knapp 2,49 Millionen Euro bis 2038. Zusammen also rund 645 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/a1-privatisierungs-skandal-die-gier-des-finanz-zombies-28239586\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Freifahrt in die Pleite<\/strong><br>\nAutobahnen werden immer &ouml;fter von privaten Betreibern gebaut. Der Staat erhofft sich hohe Einsparungen. Aber die Rechnung geht nicht auf.<br>\nWenn man von neun Millionen Euro knapp eine Million sparen kann, klingt das nach einer Menge Geld. Zumal es in diesem Fall nicht blo&szlig; um wenige Millionen geht, sondern um ein Vielfaches davon. Neun Millionen Euro kostet jeder Kilometer Autobahnstrecke in Deutschland, der neu gebaut, ausgebaut oder von vier auf sechs Spuren erweitert wird, jedenfalls wenn es der Staat tut. Das ist eine Menge Geld f&uuml;r eine Regierung &ndash; und viel Arbeit.<br>\nPrivate Unternehmen schaffen jeden Kilometer f&uuml;r gut acht Millionen Euro, f&uuml;r zehn Prozent weniger. Warum also nicht den Autobahnbau demjenigen &uuml;berlassen, der es billiger kann, der Privatwirtschaft n&auml;mlich? So lautete das politische Kalk&uuml;l der vergangenen Jahre. Und Politiker wie Wirtschaftsforscher lobten die Idee als gro&szlig;en Gewinn f&uuml;r alle. Das k&ouml;nnte ein teurer Irrweg sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/film\/2017-08\/autobahnen-privatisierung-einsparungen-staat\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier wird alles noch mal detailliert aufgelistet und werden Ross und Reiter benannt: das Lobby-Institut der deutschen Wirtschaft, die Versicherungswirtschaft, die korrumpierte Politik.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Betriebsmodell f&uuml;r Wasserstra&szlig;en: Dobrindts private Kan&auml;le<\/strong><br>\nSeit Jahren steckt Deutschland zu wenig Geld in seine Wasserstra&szlig;en. Nun erw&auml;gt Verkehrsminister Dobrindt, den Ausbau mithilfe privater Investoren voranzutreiben. Kritiker bef&uuml;rchten ein Desaster wie beim Autobahnbau.<br>\nDer Staat bestellt neue Infrastruktur, private Unternehmen planen, bauen und pflegen sie: Dieses Prinzip, auch bekannt als &ouml;ffentlich-private Partnerschaft (&Ouml;PP), steht seit vergangener Woche wieder in der Kritik. Da wurde bekannt, dass eine private Betreibergesellschaft der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen den Bund auf bis zu 640 Millionen verklagt und zugleich mit Insolvenz droht. Es w&auml;re nicht das erste Mal, dass eine Kooperation mit der Privatwirtschaft entgegen allen Versprechen teurer wird.<br>\nTrotz solcher Erfahrungen erw&auml;gt die Bundesregierung, &Ouml;PP-Projekte k&uuml;nftig auch f&uuml;r Wasserstra&szlig;en zu nutzen. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Demnach plant die Regierung an den Bundeswasserstra&szlig;en &ldquo;eine st&auml;rkere Einbeziehung von Dritten in die Planung und Baudurchf&uuml;hrung sowie die Nutzung der Bandbreite der vorhandenen Vergabeverfahren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/alexander-dobrindt-erwaegt-oepp-modelle-fuer-wasserstrassen-a-1165082.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Weil &Ouml;PP im Stra&szlig;enverkehr immer nur in Katastrophen zulasten der Steuerzahler und der Nutzer geendet ist, wird das Modell gro&szlig;z&uuml;gig auf die restliche Infrastruktur ausgedehnt? Demokratie hei&szlig;t Macht auf Zeit, und eine Regierung, die so offen b&uuml;rgerfeindlich und scheinbar korrupt agiert, kann auch abgew&auml;hlt werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist vor dem Hintergrund des A1 Desasters so irre, das kann man nicht so stehen lassen. Oder es ist ein Fall von unglaublicher politischer Korruption. W&auml;re nach dem schon erw&auml;hnten A1 Desaster eine Steilvorlage f&uuml;r den Wahlkampf der SPD. Geht aber leider nicht, da die SPD selbst die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums massiv bef&ouml;rdert hat, etwa durch die sogenannte &ldquo;Fratzscher-Kommission&rdquo; des Herren Gabriel (SPD). So viel wieder einmal zur Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD. Aber diese Behauptung ist sicher wieder eine &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo;, wie wir nun wissen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber das &bdquo;Mutti&ldquo;-Image der Kanzlerin: &bdquo;Merkel hat eine gro&szlig;e F&auml;higkeit zu verbergen, wie sie wirklich ist&ldquo;<\/strong><br>\nWenn wir schon bei N&auml;he sind: Finden Sie eigentlich, Angela Merkel sei eine starke Frau?<br>\nSie f&uuml;hrt dieses Land seit 12 Jahren: Da kann man nicht sagen, sie sei ein Totalausfall. Sie hat sich erfolgreich an der Macht gehalten. Ich finde allerdings ihre Bilanz negativ, wie sie dieses Land ver&auml;ndert hat. Aber sie ist eine sehr machtbewusste und politisch versierte Frau. Merkel verfolgt schonungslos ihre Interessen und ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, andere beiseite zu r&auml;umen. Ganz im Gegensatz zu dem &ouml;ffentlichen Bild von ihr: Ohnehin frage ich mich bis heute, ob der Titel &sbquo;Mutti&lsquo; nicht von ihren eigenen Leuten kreiert wurde. Er ist genial, weil Merkel alles andere als eine Mutti ist. Sie hat Widersacher in der CDU in einer Art weggebissen, die so gar nichts Muttihaftes hat. Aber ihr &ouml;ffentliches Image ist: treusorgend f&uuml;r andere. Merkel hat eine gro&szlig;e F&auml;higkeit zu verbergen, wie sie wirklich ist. [&hellip;]<br>\nSie ist ja ohne wirkliches Programm angetreten. Ihre F&auml;higkeit ist eher, sensorisch zu pr&uuml;fen, um am Ende jene &ouml;ffentliche Anerkennung zu behalten, die Voraussetzung f&uuml;r den Machterhalt ist. Sie ist sehr flexibel: Ihre Vorstellung davon, wie Deutschland zu ver&auml;ndern ist, hat sie stets schrittweise an den Mainstream angepasst.<br>\nPolitische Antworten auf Gewalt und terroristische Ph&auml;nomene gewinnen gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung: Wie ist denn Ihre Haltung zum Umgang mit dem Grundkonflikt zwischen dem tiefen Bed&uuml;rfnis nach Freiheit auf der einen und jenem nach Sicherheit auf der anderen Seite?<br>\nDas ist der Balanceakt: Wenn Sicherheit um den Preis einer nicht mehr freien Gesellschaft erreicht wird, ist der Preis zu hoch: Viele Einschr&auml;nkungen der Freiheit werden mit Sicherheit begr&uuml;ndet, obwohl sich bei genauer Betrachtung die Sicherheit nicht erh&ouml;ht. In den letzten Monaten haben wir eine Reihe von Gesetzen in diese Richtung verabschiedet. Oft mutiert Sicherheit auch zum vorgeschobenen Argument f&uuml;r den Abbau von Freiheit.<br>\nAndere Dinge w&uuml;rden die Sicherheit viel mehr erh&ouml;hen als &Uuml;berwachung oder Staatstrojaner. Ich glaube, man kann innere Sicherheit und soziale Sicherheit nicht trennen, das belegen empirisch auch viele Untersuchungen: Werden Gesellschaften zu ungleich, wird Spaltung zu gro&szlig;, verhalten sich Menschen anders und die Kriminalit&auml;t steigt. Oder die Au&szlig;enpolitik: W&auml;ren wir an Kriegen nicht beteiligt, w&auml;ren wir auch nicht Zielscheibe islamistischer Terroristen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/29\/sahra-wagenknecht-ueber-das-mutti-image-der-kanzlerin-merkel-hat-eine-grosse-faehigkeit-zu-verbergen-wie-sie-wirklich-ist\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Interview zur Finanzkrise &ldquo;Politik macht auf Dauer krank&rdquo;<\/strong><br>\nHerr De Masi, warum verlassen Sie das Europaparlament und kandidieren f&uuml;r den Bundestag?<br>\nIn Br&uuml;ssel hat Deutschland die Hosen an. Wenn man die europ&auml;ische Idee retten will, muss man Deutschland ver&auml;ndern.<br>\nEigentlich hei&szlig;t es, die Musik spielt in Br&uuml;ssel.<br>\nAber getanzt wird nach Merkels Pfeife. Das EU Parlament kann Gesetze nicht selbst auf den Weg bringen. Wir haben kein Initiativrecht. Wir k&ouml;nnen nur Gesetze der Kommission ab&auml;ndern. Dann m&uuml;ssen wir uns mit den EU-Mitgliedsstaaten einigen. Da spielt Deutschland die erste Geige.<br>\nIn Deutschland hat Sahra Wagenknecht die Br&uuml;cken in die Luft gejagt, die zur SPD f&uuml;hren k&ouml;nnten. Will die Linke nur Opposition?<br>\nSahra Wagenknecht sagt seit Jahren, die SPD k&ouml;nne sofort den Kanzler stellen, wenn sie in die Infrastruktur investiert, wieder Ordnung auf dem Arbeitsmarkt herstellt, Millionenverm&ouml;gen besteuert und Deutschland auf eine Entspannungspolitik in der Tradition Willy Brandts verpflichtet. Die Wahl gewinnen m&uuml;ssen die Sozialdemokraten aber schon selbst. Wir k&ouml;nnen nichts daf&uuml;r, dass Martin Schulz trotz Bart nicht Jeremy Corbyn ist. Wenn es aber keine Mehrheiten gibt und kein erkennbares sozialdemokratisches Programm, finde ich die Debatte langweilig. Es gab in den letzten vier Jahren eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag. Bei der Ehe f&uuml;r Alle wurde sie zu Recht genutzt &ndash; warum nicht beim Verbot der sachgrundlosen Befristungen oder f&uuml;r mehr Steuergerechtigkeit ?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/interview-zur-finanzkrise--politik--macht-auf-dauer-krank--28242852\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macron will nahbarer werden<\/strong>\n<ul>\n<li>Nach mehr als hundert Tagen im Amt k&auml;mpft Macron mit sinkenden Zustimmungswerten in der Bev&ouml;lkerung.<\/li>\n<li>Nun lockert er seine Kommunikationsstrategie des Schweigens: Macron will seine Pl&auml;ne k&uuml;nftig &ouml;fter den Franzosen erkl&auml;ren.<\/li>\n<li>Seine au&szlig;enpolitische Agenda stellte er am Dienstag vor. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Zustimmungswerte des franz&ouml;sischen Staatschefs sinken und sinken. Sie sind derzeit sogar schlechter als die seines Vorg&auml;ngers Fran&ccedil;ois Hollande zum selben Zeitpunkt damals. Das liegt an den geplanten Reformen von Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht, die im Volk auf wenig Gegenliebe sto&szlig;en, aber auch an Macrons Kommunikationsstrategie des Schweigens. Kein unautorisiertes Wort soll den &Eacute;lys&eacute;e-Palast verlassen. Den etablierten Medien gibt Macron so gut wie keine Interviews, nur ausgew&auml;hlte Journalisten bekommen Zugang. Ziel soll sein, den Aussagen des Staatschefs mehr Gewicht zu verleihen, in dem man sie rarer macht. [&hellip;]<br>\nUm den Jupiter ein bisschen menschlicher zu machen, hat Macron zudem auf ein altbew&auml;hrtes Mittel gesetzt: ein Haustier. Nemo geh&ouml;rt seit Montag zu &Eacute;lysee-Familie. Der Hund wurde benannt nach der Romanfigur Kapit&auml;n Nemo &ndash; weil der Pr&auml;sident die Werke von Jules Verne liebe, sagte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-macron-will-nahbarer-werden-1.3644797\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was macht man, wenn das Volk die neoliberalen Reformen ablehnt? Ganz klar, man legt sich einen s&uuml;&szlig;en Hund zu, dann klappt es auch mit den Zustimmungswerten. Das ist so durchschaubar und absurd, dass es sicher sogar funktionieren wird. Macron sollte nur aufpassen, dass er &bdquo;Nemo&ldquo; auch wegsperrt, wenn Merkel einmal im &Eacute;lysee vorbeischaut. Die hat n&auml;mlich angeblich eine Hundephobie, wie Wladimir Putins behaarter Freund Koni <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20160111307005411-Putin-wusste-nichts-von-merkels-hundeangst\/\">vor zehn Jahren feststellen musste<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Urteil im ersten G20-Prozess &ndash; Lange Haftstrafe f&uuml;r Flaschenwerfer<\/strong><br>\nEs ist das erste Urteil im Zusammenhang mit den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg &ndash; und es fiel hart aus. Der Richter verurteilte einen 21-J&auml;hrigen zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft. Grundlage des vergleichsweise hohen Strafma&szlig;es ist eine Gesetzesversch&auml;rfung. [&hellip;]<br>\nDie Staatsanw&auml;ltin hatte ein Jahr und neun Monate gefordert, die Verteidigerin Freispruch. Die rund 40 Zuschauer reagierten geschockt auf das Urteil. Es war der erste Prozess im Zusammenhang mit den G20-Krawallen Anfang Juli in Hamburg. [&hellip;]<br>\nDer Richter begr&uuml;ndete sein &uuml;berraschend hartes Urteil auch mit einer Gesetzesversch&auml;rfung zum Schutz von Amtstr&auml;gern bei Diensthandlungen. Diese sei vor dem G20-Gipfel am 30. Mai in Kraft getreten. &ldquo;Polizisten sind kein Freiwild f&uuml;r die Spa&szlig;gesellschaft oder &ndash; wie Freizeitforscher das verharmlosend nennen &ndash; f&uuml;r erlebnisorientierte Gewaltt&auml;ter&rdquo;, sagte der Richter. Wegen &uuml;beraus milder Urteile in der Vergangenheit sei der Strafrahmen vom Gesetzgeber heraufgesetzt worden.<br>\nDie Verteidigerin hatte in ihrem Pl&auml;doyer erkl&auml;rt, dass die Identit&auml;t des Angeklagten nicht zweifelsfrei gekl&auml;rt sei. Er habe in einer Gruppe von unter 15 Personen gestanden. Die Embryonalhaltung sei eine Schutzreaktion gewesen. Ihr nicht vorbestrafter Mandant habe sich aus Angst zusammengekr&uuml;mmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/g20-prozess-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers G.S.:<\/strong> Das Urteil ist sehr wackelig und v&ouml;llig &uuml;berzogen! Das hat mit dem Schutz von Polizisten nichts mehr zu tun, das ist Repression gegen eine protestierenden Teile der Gesellschaft! Das Demonstrationsrecht wird immer mehr ausgeh&ouml;hlt, die Pressefreiheit beginnt eingeschr&auml;nkt zu werden, nicht nur mit der Schere im Kopf, in weiten Teilen der Politik vollzieht sich eine Erblindung auf dem rechten Auge und die Presselandschaft  jubelt zum gro&szlig;em Teil unserem Justizminister v&ouml;llig unkritisch hinterher! Unertr&auml;glich! <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Innenministerkonferenz, auf deren Empfehlung die Strafversch&auml;rfung basiert, sch&auml;rfere Strafen f&uuml;r rechtsextreme Taten <a href=\"http:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/nachrichten\/vermischtes\/aktuelles_berichte\/Gewalt-gegen-Fluechtlinge-IMK-Chef-gegen-schaerfere-Strafen-fuer-Rechtsextreme;art29854,2907475\">kategorisch ablehnt<\/a>. Kann man da schon von &bdquo;Gesinnungsjustiz&ldquo; sprechen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Stunde der Hardliner<\/strong><br>\nEin hartes Durchgreifen der Justiz gegen randalierende Gipfelgegner hatten Hamburgs Erster B&uuml;rgermeister Olaf Scholz (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) am 8. Juli gefordert, als der G-20-Gipfel in der Hansestadt zu Ende ging. Hamburgs Justiz l&auml;sst sich das nicht zweimal sagen. Noch immer sitzen 28 Gipfelgegner mit fragw&uuml;rdigen Begr&uuml;ndungen in Untersuchungshaft. Am Montag stand der erste Gefangene vor Gericht. Das Urteil: Zwei Jahre und sieben Monate Haft. Au&szlig;erdem wurde eine DNA-Entnahme angeordnet. &raquo;Hammerurteil gegen G20-Chaot&laquo; frohlockte die Bild auf ihrer Internetseite. Die Verteidigung will dagegen Rechtsmittel einlegen.<br>\nIm Saal 300 des Strafjustizgeb&auml;udes war der 21 Jahre alte Niederl&auml;nder Peike S. von seinen Unterst&uuml;tzern mit Beifall empfangen worden. Die Kampagne &raquo;United we stand!&laquo;, die &raquo;G-20-Gefangene&laquo; unterst&uuml;tzt, hatte zuvor am Eingang eine Solidarit&auml;tskundgebung mit rund 30 Teilnehmern abgehalten.<br>\nDie Staatsanw&auml;ltin z&auml;hlte gut ein halbes Dutzend Paragraphen auf, gegen die Peike S. versto&szlig;en haben soll, von gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bis zu schwerem Landfriedensbruch.<br>\nSchnell wurde deutlich, dass die Beweislage d&uuml;nn war. S. wurden zwei Flaschenw&uuml;rfe gegen einen Berliner Polizisten vorgeworfen. Davon gibt es weder Videos noch Fotos, die Anklage beruhte nur auf Aussagen des betroffenen Beamten einer Einsatzhundertschaft und eines Kollegen. Dass Amtsrichter Johann Krieten den Vorsitz hat, war f&uuml;r Hamburgs linke Szene kein gutes Zeichen. Das lasse &raquo;ein &uuml;berhartes Urteil&laquo; bef&uuml;rchten, hatte &raquo;United we stand!&laquo; am Montag erkl&auml;rt: Krieten habe sich schon mehrfach als Hardliner pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317192.stunde-der-hardliner.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Civilians on the Battlefield: Szenario<\/strong><br>\nVor einiger Zeit wurde berichtet, die Arbeitsagentur vermittle f&uuml;r &bdquo;Civilians on the Battlefield&ldquo; &bdquo;Statisten&ldquo;, die an Kriegs&uuml;bungen des US-Milit&auml;rs teilnehmen (siehe IMI-Aktuell 2017\/181). Nun hat eine taz-Autorin (via Bpb-Newsletter) an einer solchen &Uuml;bung teilgenommen: &bdquo;F&uuml;r die &Uuml;bung werden Leute gesucht, die neben Englisch auch Russisch, Polnisch oder Tschechisch sprechen. Erstaunlich, mit welcher Nonchalance Leute rekrutiert werden, um ein Szenario gegen Russland zu proben [&hellip;]. In Hasla leben laut dem Szenario 10.000 Einwohner [&hellip;] Es gibt Nato-nahe und Skolkan-nahe Medien, Fake News und ein eigenes Twitter im Intranet. Skolkan ist ein B&uuml;ndnis aus den L&auml;ndern Bothnia, Lindsey, Otso und Arnland. Es fiel im vergangenen Herbst in Estland ein, also Nato-Gebiet, wodurch der B&uuml;ndnisfall eintrat. Lettland, Litauen, Polen und Tschechien sind bereits in Feindeshand. Nun stehen die Skolkan-Truppen in Bayern, die Nato muss endlich was tun. [&hellip;] Nach ein paar Tagen Vorbereitung beginnt das Szenario, neun Tage Krieg. &Uuml;ber uns kreisen pausenlos Drohnen, Milit&auml;rfahrzeuge rollen vorbei, nicht alles Panzer. [&hellip;] In unserer Spielwelt h&auml;lt die Friedensbewegung in der Universit&auml;tsstadt Raversdorf Mahnwachen ab, klagt unter #notmyarmy das Vorgehen der Nato-Truppen an und wird dabei von den Skolkan-nahen Medien vereinnahmt. Die echte Friedensbewegung ist eine gute Vorlage. [&hellip;] Der Lohn: 88,40 Euro brutto f&uuml;r zehn Stunden Arbeit am Tag. Wer gegen Regeln verst&ouml;&szlig;t oder fr&uuml;her abbricht, zahlt 150 Euro Strafe. Fr&uuml;her gab es 120 Euro pro Tag, erz&auml;hlen mir altgediente Statisten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/29\/civilians-on-the-battlefield-szenario\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von Armutsgef&auml;hrdungsquoten und bedenklichen Entwicklungen hinter den gro&szlig;en Zahlen<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko war &ndash; gemessen an der Armutsgef&auml;hrdungsquote &ndash; im Jahr 2016 in den s&uuml;dlichen Bundesl&auml;ndern Baden-W&uuml;rttemberg mit 11,9 Prozent und Bayern mit 12,1 Prozent am geringsten. Das bundesweit h&ouml;chste Armutsrisiko wies Bremen mit 22,6 Prozent auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 Prozent. So findet man das am Anfang einer dieser typisch-trockenen Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes: Armutsgef&auml;hrdung in den Bundesl&auml;ndern weiter unterschiedlich, so ist die &uuml;berschrieben. Die neuen Zahlen zur &ldquo;Armutsgef&auml;hrdungsquote&rdquo; wurden in vielen Medien aufgegriffen. Gl&uuml;ckliches Baden-W&uuml;rttemberg &ndash; so die &Uuml;berschrift im Handelsblatt. Zugleich wird dort aber auch gleich am Anfang des Beitrags darauf hingewiesen: &raquo;Insgesamt verharrt die Armut in Deutschland auf hohem Niveau.&laquo; Und dem Artikel kann man au&szlig;erdem entnehmen: &raquo;Als von Armut bedroht gilt danach jemand, dessen Einkommen 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) unterschreitet. Im Bundesdurchschnitt verharrt die Armutsgef&auml;hrdungsquote bei 15,7 Prozent &ndash; so hoch wie 2015. In den Jahren davor ist sie stetig gestiegen.&laquo; Andere Schlagzeilen von heute: Armut in Berlin: Fast jeder F&uuml;nfte von Armut bedroht, so der in Berlin erscheinende Tagesspiegel: &raquo;In Berlin lebt fast jeder F&uuml;nfte am Rand des Existenzminimums. Berlin liegt dabei an vierter Stelle nach Bremen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/08\/armutsgefaehrdungsquoten-und-bedenkliche-entwicklungen.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/08\/PD17_298_122.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Armut verharrt auf H&ouml;chststand: Parit&auml;tischer kritisiert fehlendes Engagement der Bundesregierung<\/strong><br>\nAls Armutszeugnis f&uuml;r die Bundesregierung wertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Armutsquoten. Der Verband weist darauf hin, dass eine notwendige Trendwende noch immer nicht in Sicht sei und die Armutsquote auch in 2016 mit 15,7 Prozent auf dem h&ouml;chsten Niveau seit der Wiedervereinigung verharrt. Der Verband fordert von der k&uuml;nftigen Regierung, einen Masterplan zur Bek&auml;mpfung der Armut in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.<br>\nZwar gebe es durchaus positive Entwicklungen in einigen L&auml;ndern, vor allem in den Stadtstaaten und in Ostdeutschland, doch sorge der auff&auml;llige Anstieg in einwohnerstarken Fl&auml;chenstaaten wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen daf&uuml;r, dass die Armutsquote bundesweit nicht sinkt. F&uuml;r die besonders von Armut betroffenen Gruppen bleibe dagegen alles im Wesentlichen unver&auml;ndert, wie der Parit&auml;tische feststellt. Erwerbslose, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund sind nachwievor die Hauptrisikogruppen. Die st&auml;rksten Zuw&auml;chse zeigten sich bei Haushalten mit Kindern sowie bei Menschen ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit. Der Verband geht davon aus, dass sich in diesen Zahlen auch bereits Gefl&uuml;chtete wiederfinden, die 2015 nach Deutschland kamen.<br>\n&bdquo;Insgesamt spiegeln die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes das Versagen der Bundesregierung in der Armutsbek&auml;mpfung wider. Es ist einfach eine Schande, wenn immer mehr Kinder in Deutschland in Armut leben m&uuml;ssen&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &bdquo;&Uuml;berraschen muss die schlechte Armutsentwicklung nicht, angesichts der Tatsache, dass das Wort Kinderarmut im letzten Koalitionsvertrag nicht einmal vorkam. Die Gro&szlig;e Koalition war auf dem armutspolitischen Auge blind, mindestens aber jedoch extrem kurzsichtig.&ldquo; Der Parit&auml;tische fordert die im Wahlkampf stehenden Parteien auf, sich zu den aktuellen Befunden des Statistischen Bundesamtes klar zu positionieren. &bdquo;Der Koalitionsvertrag der n&auml;chsten Regierung muss zwingend einen Masterplan zur Armutsbek&auml;mpfung enthalten&ldquo;, fordert Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/armut-verharrt-auf-hoechststand-paritaetischer-kritisiert-fehlendes-engagement-der-bundesregierung\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung und Andrea Nahles haben bei der Armutsbek&auml;mpfung kl&auml;glich versagt<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdungsquote verharrt im Jahr 2016 unver&auml;ndert gegen&uuml;ber dem Vorjahr auf dem H&ouml;chststand von 15,7 Prozent, wie das Bundesamt f&uuml;r Statistik heute mitteilte. Auf 20,7 Prozent ist die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre gestiegen &ndash; jedes f&uuml;nfte Kind, jeder f&uuml;nfte Jugendliche unter 18 Jahren ist damit von Armut bedroht. Fast 57 Prozent der Erwerbslosen leben in Einkommensarmut, ebenso 43,6 Prozent der Alleinerziehenden, darunter insbesondere Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/start\/presse\/detail\/bundesregierung-und-andrea-nahles-haben-bei-der-armutsbekaempfung-klaeglich-versagt\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut auf Rekordhoch<\/strong><br>\n&bdquo;Der Anstieg von Kinderarmut auf nun erstmalig &uuml;ber 20 Prozent belegt das sozialpolitische Versagen der gro&szlig;en Koalition&ldquo;, kommentiert Norbert M&uuml;ller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, die heute vom statistischen Bundesamt vorgelegten neuen Berechnung von Mikrozensus zur Armutsentwicklung. M&uuml;ller weiter:<br>\n&bdquo;Wachsende Wirtschaft und Erwerbsarbeitszahlenrekorde auf der einen Seite, Familienarmut, Niedriglohnsektor, Hartz IV auf der anderen Seite &ndash; unserer Gesellschaft droht eine Zementierung der sozialen Spaltung. Leidtragende sind hier insbesondere die Kinder, die keinen Einfluss darauf haben, wo und wie sie aufwachsen m&uuml;ssen. Kinder sind daher besonders auf einen funktionierende Sozialstaat und eine gute &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge angewiesen.<br>\nDIE LINKE fordert eine Kindergrundsicherung und einen Ausbau der Kinder- und Jugendhilfe um Armut nachhaltig zu reduzieren und allen Kindern eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erm&ouml;glichen. Es ist Zeit f&uuml;r einen Politikwechsel, es muss gehandelt werden anstatt die Dinge sch&ouml;n zu reden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kinderarmut-auf-rekordhoch\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Exportregime sind Biester eigener Art<\/strong><br>\nDie Einsicht in die Existenz unterschiedlicher makro&ouml;konomischer Regime verschiebt unsere Aufmerksamkeit graduell von der dysfunktionalen Wirtschaftspolitik im Euro zum Euro selbst.<br>\nWer Ph&auml;nomene wie die Eurokrise verstehen will, muss sich mit drei analytischen Ebenen besch&auml;ftigen. Da haben wir erstens die Mikro-Ebene der Handlungsorientierungen individueller und kollektiver Akteure. Zweitens gibt es oberhalb dessen eine Makro-Ebene eigenlogischer &ndash; nicht aus der Mikro&ouml;konomie ableitbarer &ndash; volkswirtschaftlicher Zusammenh&auml;nge. Kontroverser, als ich es erwartet h&auml;tte, wurde auf Makroskop in den vergangenen Wochen das F&uuml;r und Wider der Beachtung der dritten Ebene diskutiert: der zwischen Mikro und Makro gelegenen Meso-Ebene, bei der es um die von Land zu Land unterschiedliche institutionelle und organisationale Verfasstheit von Volkswirtschaften geht. Braucht man diese Meso-Ebene? Und wie sinnvoll ist es speziell, die Wirtschaftsregime bestimmter L&auml;nder als exportorientiert zu charakterisieren?<br>\nDer Ausgangspunkt der Besch&auml;ftigung mit Institutionen und Organisationen ist die Einsicht in eine gewisse Dauerhaftigkeit &ouml;konomischer Verhaltensmuster. Entscheidungen zwischen Handlungsalternativen fallen nicht im luftleeren Raum, sondern stets im Kontext historisch geerbter struktureller Gegebenheiten, die Verhalten zwar nicht vollst&auml;ndig determinieren, die Entscheidungsfindung aber vorstrukturieren. Solche Institutionen sind beispielsweise Budgetregeln, die Verfasstheit der Arbeitsbeziehungen oder etwa die Reichweite der Notenbankautonomie; lenken wir den Blick von den Institutionen zu den Organisationen, geht es beispielsweise um die St&auml;rke und Beschaffenheit der Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/08\/exportregime-sind-biester-eigener-art\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Niedriglohnsektor: Deutschland, deine Sklaven<\/strong><br>\nOnkel Toms H&uuml;tte kann auch irgendwo am Neckar stehen. Sklavenhandel, so eine Stuttgarter Arbeitsrechtlerin, Sklavenhandel gibt es n&auml;mlich immer noch, sogar dort, wo Deutschland am reichsten ist. Bei Paketdiensten, im Baugewerbe, in der Geb&auml;udereinigung, der Pflege sowie der Gastronomie arbeiten Menschen h&auml;ufig unter Bedingungen, die es so eigentlich gar nicht geben d&uuml;rfte. Nat&uuml;rlich sind sie keine Sklaven im strengen Sinne des Wortes, obwohl es auch Leibeigenschaft gerade da noch gibt, wo genau dieser Leib verkauft werden soll. Nein, ich rede hier nicht von jenem internationalen Menschenhandel, der mit verheerenden Auswirkungen die Prostitution bestimmt, ich meine die Arbeitsverh&auml;ltnisse, die auf den ersten Blick ganz normal aussehen. Nur dass die Arbeitnehmer hier eben oft miserabel bezahlt sind, dass sie um &Uuml;berstunden und Lohn betrogen werden, dass sie gar keinen oder nur einen befristeten Vertrag haben. Ausbeutung in ihrem schlechtesten Sinne eben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/niedriglohnsektor-deutschland-deine-sklaven.1005.de.html?dram:article_id=394443\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erbschaftssteuer: Statistik zeigt enorme Privilegierung gro&szlig;er Betriebsverm&ouml;gen<\/strong><br>\nAttac legt Vorschl&auml;ge f&uuml;r gerechte Reform der Erbschaftssteuer vor<br>\nAktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes best&auml;tigen die Kritik von Attac an der ungerechten Erbschaftssteuer: Je h&ouml;her das vererbte oder verschenkte Betriebsverm&ouml;gen ist, desto niedriger f&auml;llt die prozentuale Steuerbelastung der Erben aus. Attac fordert daher eine echte Reform der Erbschaftssteuer, die den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts gerecht wird, Betriebsverm&ouml;gen angemessen zu besteuern.<br>\nDie Auswertung des Bundesamtes zeigt, dass bei Verm&ouml;gens&uuml;berg&auml;ngen ab 20 Millionen Euro der tats&auml;chliche Steuersatz bei nur 3,4 Prozent liegt. Gesetzlich vorgesehen sind 20 Prozent. Noch extremer sind die Daten bei Schenkungen &ndash; also dann, wenn der Verm&ouml;gens&uuml;bergang bereits vor dem Tod der Eigent&uuml;mer geregelt wird. Bei Schenkungen von mehr als 20 Millionen Euro bezahlen die Erben nur 0,7 Prozent Steuern. Mit insgesamt 37 Milliarden Euro machten diese hohen Schenkungen 2016 rund ein Drittel der gesamten erfassten Verm&ouml;gens&uuml;berg&auml;nge aus. (&hellip;)<br>\nAttac hat w&auml;hrend des Gesetzgebungsverfahrens wiederholt kritisch auf die fortdauernde Privilegierung gro&szlig;er Betriebsverm&ouml;gen hingewiesen. Wir haben einen Alternativvorschlag entwickelt, dessen Grunds&auml;tze lauten:\n<ul>\n<li>Besteuerung nach Leistungsf&auml;higkeit, also Beibehaltung der progressiven Steuerbelastung (je h&ouml;her das erhaltene Verm&ouml;gen, umso h&ouml;her der Steuersatz)<\/li>\n<li>Abschaffung der Privilegierung des &Uuml;bergangs von gro&szlig;en Verm&ouml;gen<\/li>\n<li>Entlastung von kleinen Erbschaften und Schenkungen, die derzeit am st&auml;rksten belastet werden. Dazu verhilft ein personenbezogener Freibetrag f&uuml;r jeden Leistungsempf&auml;nger von zwei Millionen (insgesamt im Leben). Der bisherige Freibetragswildwuchs ist abzuschaffen.<\/li>\n<li>&Uuml;ber Ratenzahlungen und Stundungen k&ouml;nnen Schwierigkeiten im Unternehmensbereich oder bei der Aufteilung von Verm&ouml;gen aufgefangen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/erbschaftssteuer-statistik-zeigt-enorme-privilegierung-grosser-betriebsvermoegen\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zwei Drittel der Erwerbslosen im Hartz-IV-System<\/strong><br>\nZu viele Arbeitnehmer werden nach dem Verlust des Jobs ins Hartz-IV-System durchgereicht. Der DGB fordert deshalb in einem 6-Punkte-Plan die St&auml;rkung der Arbeitslosenversicherung und verbesserte Sozialleistungen. Es brauche bessere Weiterbildung und &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r diejenigen, die heute nahezu chancenlos seien, so DGB-Vorstand Buntenbach in der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++97979a4a-8bc7-11e7-b469-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den Sechs-Punkte-Plan des DGB zur Umgestaltung des Hartz-IV-Systems k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/++edit++\/++co++bc395a90-8bc8-11e7-8d03-525400e5a74a\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Normalfall: Arbeiten ohne Tarifvertrag<\/strong><br>\nNur noch gut die H&auml;lfte der Arbeitnehmer wird nach einem Branchentarifvertrag besch&auml;ftigt. Die Bundesregierung sieht dennoch keine &bdquo;Erosion des Systems&ldquo;.<br>\nArbeiten ohne Tarifvertrag wird zum Normalfall. W&auml;hrend vor 20 Jahren noch mehr als zwei Drittel der Besch&auml;ftigten in Deutschland unter einen Branchentarifvertrag fielen, waren es im vergangenen Jahr in den westdeutschen L&auml;ndern nur mehr 51 Prozent, in den ostdeutschen lediglich 36 Prozent. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Frankfurter Rundschau vorliegt.<br>\nDer Langzeitvergleich macht deutlich, wie stark die Tarifbindung in den vergangenen zwei Jahrzehnten abgenommen hat. 1995 wurden nach Angaben des N&uuml;rnberger Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) noch 72 Prozent der westdeutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach einem Branchentarifvertrag besch&auml;ftigt und bezahlt. 2009 war der Anteil laut Bundesregierung auf 56 Prozent gesunken. Mit 51 Prozent markiert das Jahr 2016 nun einen neuen Tiefpunkt. Im Osten ging der Anteil der Branchentarifvertragsbesch&auml;ftigten noch st&auml;rker zur&uuml;ck, n&auml;mlich von zwei Dritteln zur Mitte der 90er Jahre auf gut ein Drittel (36 Prozent) im vergangenen Jahr.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-normalfall-arbeiten-ohne-tarifvertrag-a-1340380\">FR Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/immer-weniger-beschaeftigte-durch-tarifvertrag-oder-betriebsrat-geschuetzt\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Russland will Sorge vor Gro&szlig;man&ouml;ver zerstreuen<\/strong><br>\nNach 2013 wird Russland in diesem Jahr wieder eine gro&szlig;e Milit&auml;r&uuml;bung an der Ostgrenze des atlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnisses Nato abhalten. Am &ldquo;Zapad&rdquo;-Man&ouml;ver in Wei&szlig;russland werden 13.000 Soldaten beider L&auml;nder mit 700 Fahrzeugen, Booten und Flugger&auml;ten teilnehmen.<br>\nBei einer Pressekonferenz in Moskau wies Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin den Vorwurf zur&uuml;ck, das Man&ouml;ver diene als Sprungbrett f&uuml;r einen Einmarsch in Polen, Litauen oder der Ukraine. Es handle sich vielmehr um eine rein defensive &Uuml;bung. Die Zahl der eingesetzten Kr&auml;fte und Fahrzeuge befinde sich in Einklang mit internationalen Vereinbarungen, sagte Fomin.<br>\n2014 war eine spontane Milit&auml;r&uuml;bung Russlands an der Grenze zur Ukraine dem Einmarsch verdeckter russischer Kr&auml;fte in das Land vorausgegangen. Die Nato geht bislang davon aus, dass deutlich mehr Soldaten an der f&uuml;r September anberaumten &ldquo;Zapad&rdquo;-&Uuml;bung teilnehmen werden. Die Rede war sogar von bis zu 100.000 Mann. Ben Hodges, Befehlshaber &uuml;ber die US-Streifkr&auml;fte in Europa, hatte gewarnt, die &Uuml;bung k&ouml;nne als &ldquo;trojanisches Pferd&rdquo; dienen, um russische Kr&auml;fte nach Wei&szlig;russland zu verlegen und sie dort zu lassen.<br>\nDem trat der wei&szlig;russische Vize-Verteidigungsminister Oleg Belokonev entgegen. Er sagte bei der Pressekonferenz mit Fomin, Truppen und Material w&uuml;rden nach Ende der &Uuml;bung wieder aus Wei&szlig;russland abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/zapad-manoever-russland-kuendigt-13-000-soldaten-bei-uebung-an-a-1165100.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sollte es nicht merk-w&uuml;rdig bzw. nachdenklich stimmen, wenn NATO-Staaten, die seit vielen Jahren Russland einkreisen bzw. immer n&auml;her an dessen Grenzen sto&szlig;en, sich nun durch ein gro&szlig;es Man&ouml;ver Russlands bedroht f&uuml;hlen? Und dennoch wundert sich insbesondere die USA, wenn Nordkorea sich durch US-Man&ouml;ver mit S&uuml;dkorea bedroht f&uuml;hlt? Offensichtlich gelten f&uuml;r Man&ouml;ver, an denen die USA beteiligt sind andere Kriterien, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Die israelische Gesellschaft ist krank&ldquo;<\/strong><br>\nAvraham Burg &uuml;ber Erinnerungskultur in Israel und die Rolle der Geschichte in der heutigen Politik.<br>\nAvraham Burg ist israelischer Schriftsteller und ehemaliger Politiker. 2007 ver&ouml;ffentlichte er sein kontroverses Buch Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust l&ouml;sen muss, in dem er schrieb, das Erbe des Holocaust sei fehlinterpretiert und manipuliert worden. Karl G&auml;rber sprach mit ihm &uuml;ber den Einfluss des Buches und &uuml;ber die Rolle der Geschichte in der heutigen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/geschichtspolitik\/artikel\/detail\/die-israelische-gesellschaft-ist-krank-2253\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Afghanistan: Da sollte Deutschland nicht mitmachen<\/strong><br>\nEs gibt in Afghanistan keine milit&auml;rische L&ouml;sung. Donald Trump will sie trotzdem mit unzul&auml;nglichen Mitteln erzwingen. Der Sieg, den er anstrebt, ist unerreichbar. [&hellip;]<br>\nDie erste Frage, die sich aufdr&auml;ngt, lautet ganz einfach: Wie sollen 4.000 Mann mehr das schaffen, was die 100.000 Mann nicht vollbracht haben, die vor f&uuml;nf Jahren in Afghanistan standen? Weshalb sollte jetzt die Stabilisierung Afghanistans gelingen, die seit 2001 nicht funktioniert hat? Wieso sollten nun die afghanischen Streitkr&auml;fte aus einer von Profiteuren und Deserteuren geplagten Armee zu einer schlagkr&auml;ftigen Truppe werden?<br>\nDie zweite Frage, auf die Trump keine Antwort gibt: Wie lange will er eigentlich bleiben? Anders als Obama bindet er den Abzug aus Afghanistan nicht an bestimmte Fristen, sondern macht ihn abh&auml;ngig von den conditions on the ground &ndash; den Verh&auml;ltnissen im Land. Er erl&auml;utert jedoch nicht n&auml;her, welche Verh&auml;ltnisse er sich vorstellt, welche Dauer des Engagements er f&uuml;r akzeptabel h&auml;lt und welche Kosten f&uuml;r zumutbar. Ein Ende des Krieges, der jetzt schon 16 Jahre dauert, r&uuml;ckt damit in weite Ferne. Denn nichts berechtigt zu der Annahme, dass das Ziel je zu erreichen ist, das Trump ebenso wie seine beiden Vorg&auml;nger anstrebt: &ldquo;to empower the Afghans to deliver their own security&rdquo; &ndash; die Afghanen in den Stand zu setzen, selbst f&uuml;r ihre Sicherheit aufzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-08\/afghanistan-donald-trump-militaereinsatz-soldaten\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erfreulich kritisch f&uuml;r eine eher transatlantische Zeitung. Man kann es nicht oft genug wiederholen: &ldquo;Es gibt in Afghanistan keine milit&auml;rische L&ouml;sung. [&hellip;] Wie sollen 4.000 Mann mehr das schaffen, was die 100.000 Mann nicht vollbracht haben, die vor f&uuml;nf Jahren in Afghanistan standen?&rdquo; Noch konsequenter w&auml;re es aber dann, den Totalabzug der deutschen Truppen aus Afghanistan zu fordern, aber das geht nat&uuml;rlich nicht, weil es im politischen Raum nur die b&ouml;se populistische Linkspartei tut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutscher Lehrerverband: &ldquo;Es fallen jede Woche rund eine Million Unterrichtsstunden aus&rdquo;<\/strong><br>\nLaut dem Pr&auml;sidenten des Deutschen Lehrerverbandes f&auml;llt viel mehr Unterricht aus, als offiziell bekannt ist. Das Problem werde von den Bundesl&auml;ndern verschleiert.<br>\nZEIT ONLINE: Laut den offiziellen Statistiken der Kultusministerien fallen an den Schulen nur rund zwei Prozent des Unterrichts aus. Glauben Sie das?<br>\nHeinz-Peter Meidinger: Nein, ich gehe davon aus, dass es eher acht Prozent sind. Anders ausgedr&uuml;ckt: In Deutschland f&auml;llt jede Woche rund eine Million Unterrichtsstunden aus.<br>\nZEIT ONLINE: Wie kommen Sie auf diese gewaltige Zahl?<br>\nMeidinger: Durch eine Umfrage unter unseren Mitgliedern, vor allem unter Schulleitern. Das ist aber nur eine Sch&auml;tzung. Es ist nicht leicht, den Unterrichtsausfall genau zu beziffern.<br>\nZEIT ONLINE: Warum nicht?<br>\nMeidinger: Zum einen ist die Abgrenzung schwierig. Was ist denn genau Unterrichtsausfall? Wenn die Stunde ersatzlos ausf&auml;llt, ist das eindeutig. Aber wie nennt man es, wenn der Englischlehrer die Mathematiklehrerin vertritt? Und was ist, wenn in einem Halbjahr zum Beispiel Chemieunterricht gar nicht gegeben werden kann, weil keine Fachlehrkraft verf&uuml;gbar ist? Das wird in der Statistik gar nicht erfasst, ist aber ein sehr &auml;rgerlicher Totalausfall.<br>\nZEIT ONLINE: Die Ministerien m&uuml;ssten so eine Statistik aber f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\nMeidinger: Sicher. Deshalb fordere ich auch, dass die Kultusminister damit aufh&ouml;ren, das Thema Unterrichtsausfall statistisch zu verschleiern. Vor allem brauchen wir grunds&auml;tzlich mehr Lehrkr&auml;fte, um den Unterricht planm&auml;&szlig;ig erteilen zu k&ouml;nnen.<br>\nZEIT ONLINE: Das ist f&uuml;r einen Lehrerlobbyisten keine &uuml;berraschende Forderung.<br>\nMeidinger: Aber trotzdem berechtigt, denn erst bei einer Lehrerversorgung von 105 bis 110 Prozent kann der Unterricht zu 100 Prozent erteilt werden. Schlie&szlig;lich sind immer welche krank, auf Klassenreise oder auf einer Fortbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2017-08\/deutscher-lehrerverband-heinz-peter-meidinger-praesident\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mehr Lehrer als im Optimalfall unbedingt n&ouml;tig? Nicht in Deutschland. Da wird &ldquo;gespart&rdquo; auf Teufel komm raus, um den Unternehmen immer noch mehr Steuergeschenke machen zu k&ouml;nnen, und ist das Lehrerangebot auf Kante gen&auml;ht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rechtsstaatlich fragw&uuml;rdiges Verbot<\/strong><br>\nReporter ohne Grenzen kritisiert das Vorgehen des Bundesinnenministeriums beim Verbot der als linksextremistisch eingestuften Website linksunten.indymedia.org als rechtsstaatlich gef&auml;hrliche Entwicklung.<br>\n&bdquo;Aufrufe zu Gewalt sind inakzeptabel &ndash; sie m&uuml;ssen gel&ouml;scht und ihre Urheber bestraft werden. Aber Pressefreiheit gilt auch f&uuml;r unbequeme, ja selbst f&uuml;r schwer ertr&auml;gliche Ver&ouml;ffentlichungen&ldquo;, sagte ROG-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Christian Mihr. &bdquo;Um gegen strafbare Inhalte auf linksunten.indymedia vorzugehen, h&auml;tte es weniger einschneidende Mittel gegeben. Dass die Bundesregierung ein trotz allem journalistisches Online-Portal durch die Hintert&uuml;r des Vereinsrechts komplett verbietet und damit eine rechtliche Abw&auml;gung mit dem Grundrecht auf Pressefreiheit umgeht, ist rechtsstaatlich &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig. International ist das ein bedenkliches Signal und liefert repressiven Regimen in aller Welt einen Vorwand, es den deutschen Beh&ouml;rden gleichzutun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/presse\/pressemitteilungen\/meldung\/rechtsstaatlich-fragwuerdiges-verbot\/\">Reporter ohne Grenzen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: So stellen sich Gr&uuml;ne die Zukunft des Autos vor &hellip;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-03.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/peter_simone\/status\/900297626536509440\">Simone Peter via Twitter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei den gr&uuml;nen Dienstwagen handelt es sich um zwei BMW 740E iPerformance, die neben dem Elektromotor noch einen 258 PS starken Benziner-Motor haben. Da die Reichweite des Elektromotors stolze 45 Kilometer betr&auml;gt, kann man das wohl getrost unter &bdquo;Feigenblatt&ldquo; verbuchen. Ohne Extras kosten die Feigenbl&auml;tter &uuml;brigens stolze 96.600 Euro pro St&uuml;ck. Aber Hauptsache das gr&uuml;ne Fahrrad findet auf dem Dachgep&auml;cktr&auml;ger Platz. So sieht Symbolpolitik aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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