{"id":3984,"date":"2009-06-04T09:23:42","date_gmt":"2009-06-04T07:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3984"},"modified":"2009-06-04T09:23:42","modified_gmt":"2009-06-04T07:23:42","slug":"hinweise-des-tages-904","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3984","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=3984#h01\">Krisenbank &ndash; wie erfolgreich ist die &ldquo;Enteignung&rdquo; der Hypo Real Estate?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h02\">&raquo;Kein unbelastetes Personal f&uuml;r solche Positionen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h03\">attac: Gl&auml;ubiger der Hypo Real Estate zur Verantwortung ziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h04\">Sachsen m&uuml;ssen nicht nur b&uuml;rgen sondern erstmals f&uuml;r SachsenLB zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h05\">Staatshilfen: Nach dem Dammbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h06\">Opel-Rettung soll auch Auto-Industrie von Russland helfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h07\">Welche Interessen die Banken an Arcandor haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h08\">Ein Firmenj&auml;ger sch&uuml;rt im CD-Werk Existenz&auml;ngste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h09\">Der Postbank-Chef und sein Ein-Euro-Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h10\">Antwort der Bundesregierung zur Riester-F&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h11\">Hessischer Datenschutzbeauftragter schaltet im Fall Deutsche Bank Generalstaatsanwalt ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h12\">Daimler r&auml;umt weitere Datenmissbrauchsf&auml;lle ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h13\">Datensucht als Ersatz f&uuml;r Gesinnungskontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h14\">Die H&auml;lfte der B&uuml;rger sieht politische Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h15\">Konzerne dr&uuml;ckten Sicherheitsstandards im Atomm&uuml;lllager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h16\">&ldquo;Wer soll das bezahlen?&rdquo; &ndash; Bofinger und Polleit im Streitgespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h17\">Friederike Spieker\/G&uuml;nther Grunert: Weltwirtschaftskrise und kein Ende?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h18\">Meinhard Miegel: 2015 &ndash; das Jahr der finalen Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h19\">Wie flei&szlig;ig ist Silvana Koch-Mehrin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h20\">P&ouml;ttering sch&uuml;tzt EU-Luxuspension&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h21\">Bildungsgewerkschaft zum Hochschulpakt II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h22\">Neues von Wirtschaft und Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h23\">Du bist Deutschland, Du hast Angst<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3984&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krisenbank &ndash; wie erfolgreich ist die &ldquo;Enteignung&rdquo; der Hypo Real Estate?<\/strong><br>\nAuf der Hauptversammlung der krisengesch&uuml;ttelten Hypo Real Estate soll die &Uuml;bernahme der Bank durch den Bund beschlossen werden. Manche sprechen von einer Enteignung, tats&auml;chlich ist es ein sogenannter &ldquo;squeeze out&rdquo;. Plusminus &uuml;ber Hintergr&uuml;nde und Folgen.<br>\n&hellip; Im Gegensatz zu den Altaktion&auml;ren kommen die Gl&auml;ubigerbanken bei der HRE-&Uuml;bernahme mit einem &ldquo;blauen Auge&rdquo; davon. Ihre Kredite k&ouml;nnen dank der &ouml;ffentlichen Finanzspritzen von mehr als 100 Milliarden Euro zur&uuml;ckgezahlt werden. Wer genau unter den davon profitierenden Gl&auml;ubigern ist, bleibt Staatsgeheimnis. Fest steht nur: Es sind die Gro&szlig;en in der deutschen Finanzbranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/2500436?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">Das Erste Plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Wie haben wir immer gesagt: eine Regierung in den F&auml;ngen der Finanzindustrie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Kein unbelastetes Personal f&uuml;r solche Positionen&laquo;<\/strong><br>\nFast alle F&uuml;hrungskr&auml;fte von Banken haben bei den Finanzgesch&auml;ften mitgepokert. Auch der neue HRE-Chef. Gespr&auml;ch mit Axel Troost.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-04\/042.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>attac: Gl&auml;ubiger der Hypo Real Estate zur Verantwortung ziehen<\/strong><br>\n<strong>Bund soll nur Forderungen in &ouml;ffentlichen Interesse erf&uuml;llen<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Bundesregierung aufgefordert, umgehend die Gl&auml;ubiger der vor der Verstaatlichung stehenden Hypo Real Estate offenzulegen und nur Verbindlichkeiten zu erf&uuml;llen, die im &ouml;ffentlichen Interesse sind. &ldquo;Es ist ein Skandal, dass Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck auf Wunsch der Banker von Anfang an vermieden hat, die Verbindlichkeiten der HRE zu pr&uuml;fen&rdquo;, sagte Werner R&uuml;gemer, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac. &ldquo;Die Allgemeinheit, die bisher mehr als 120 Milliarden Euro f&uuml;r die Rettung der HRE aufbringen musste, wei&szlig; weder, wie die Bank in diese Lage gekommen ist, noch wer genau ihre Gl&auml;ubiger sind und worauf deren Forderungen gr&uuml;nden.&rdquo;<br>\nDie angebliche Systemrelevanz der HRE ist Attac zufolge keineswegs bewiesen. Der Begriff werde offenbar vor allem benutzt, um die Rettung der HRE auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler alternativlos erscheinen zu lassen. Bekannt ist lediglich, dass die Gl&auml;ubiger des maroden Immobilienfinanzierers in erster Linie andere Banken sind; Hauptgl&auml;ubiger ist die Deutsche Bank. &ldquo;Wir fordern die Bundesregierung dringend auf zu pr&uuml;fen, welche Kredite zu welchen Konditionen an die HRE vergeben und ob dabei die Kreditrichtlinien eingehalten wurden&rdquo;, sagte Werner R&uuml;gemer. &ldquo;Es kann nicht angehen, dass die Allgemeinheit Aber-Milliarden aufbringen soll, die Gl&auml;ubiger der HRE aber aus der Verantwortung entlassen werden.&rdquo;<br>\nAttac forderte die Bundesregierung auch auf, sofort den Vorstandsvorsitzenden der HRE, Axel Wieandt auszutauschen, der erst im Herbst direkt von der Deutschen Bank auf diesen Posten gewechselt ist.<br>\nDies bedeute eine inakzeptable Interessenkollision.<br>\nDie HRE m&uuml;sse mindestens so lange in &ouml;ffentlicher Hand bleiben, bis die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ihr Geld zur&uuml;ckerhalten haben.<br>\nEine Reprivatisierung zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt m&uuml;sse ausgeschlossen werden. Detlev von Larcher vom Attac-Koordinierungskreis: &ldquo;Eine Sozialisierung der Verluste ohne Sozialisierung der sp&auml;teren Gewinne darf es nicht geben.&rdquo;<br>\nQuelle: Pressemitteilung Attac Deutschland vom 3. Juni 2009 <em>(bisher nicht verlinkt)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sachsen m&uuml;ssen erstmals f&uuml;r SachsenLB zahlen<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist nur eine B&uuml;rgschaft&ldquo;. Das war einer DER S&auml;tze des vergangenen Jahres. Immer wieder haben Bund und L&auml;nder darauf hingewiesen, dass eine B&uuml;rgschaft nicht bedeuten muss, dass der Steuerzahler die volle Summe auch zahlen muss. Das stimmt nat&uuml;rlich, aber manchmal kommt es eben doch vor. Nun muss das Land Sachsen erstmals einspringen, und das gleich in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/sachsen-muessen-erstmals-fuer-sachsenlb-zahlen;2322645\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Staatshilfen: Nach dem Dammbruch<\/strong><br>\nTrotz aller Beteuerungen dr&auml;ngt sich erneut der Eindruck auf, dass die Kanzlerin die Widerst&auml;nde gegen Hilfen und die Rufe nach Rettung gewichten wird, nicht die Argumente pro und contra. Wieder k&ouml;nnte nicht das wirtschaftspolitisch sinnvolle Argument entscheiden, sondern die Sorge um die W&auml;hler. 50 000 Arcandor-Mitarbeiter schlagen ebenso zu Buche wie 25 000 Opelaner. Die SPD trifft einen empfindlichen Punkt, wenn sie von ver&ouml;deten Innenst&auml;dten spricht.<br>\nDie im Grundsatz klaren Kriterien haben Union und SPD im Parteienwettbewerb zermahlen. Die Politik ist in diesem Wahljahr nicht dazu in der Lage, sachlich &uuml;ber Hilfszusagen zu entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/handelsblatt-kommentar\/staatshilfen-nach-dem-dammbruch;2320230\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Kommentar ist nicht wegen seines Inhalts bemerkenswert, sondern weil die Sprache das eingeschr&auml;nkte Weltbild dieser &ouml;konomistischen Sicht belegt. Wir sind gewiss nicht dagegen, dass bei Staatshilfen vor allem auch wirtschaftliche Argumente eine Rolle spielen m&uuml;ssen, vor allem, ob die Hilfen dazu beitragen k&ouml;nnen, ob sich ein Unternehmen dauerhaft auf dem Markt halten kann oder auch, dass l&auml;ngerfristig keine Wettbewerbsverzerrungen gef&ouml;rdert werden. Wogegen wir uns allerdings wenden, das ist, dass der Verlust von tausenden von Arbeitspl&auml;tzen nicht mehr als &bdquo;sachliches&ldquo; Argument in einen Abw&auml;gungsprozess einflie&szlig;en k&ouml;nnen soll. Was hei&szlig;t eigentlich &bdquo;das wirtschaftspolitisch sinnvolle Argument&ldquo;? Spielt in der wirtschaftspolitischen Betrachtung die Rettung von Arbeitspl&auml;tzen und damit der Erhalt von Einkommen und der Arbeit als wesentliches Element des Lebensinhalts der Arbeitnehmer eigentlich keine Rolle? Ist es volkswirtschaftlich &bdquo;sinnvoll&ldquo;, in einer Krisensituation erst &uuml;ber eine Pleite Kapital und Arbeitspl&auml;tze unwiederbringlich zu vernichten? Wer bezahlt eigentlich die sozialen Kosten dieser Zerst&ouml;rung?<br>\nWichtiger als der Hersagen solcher lehrbuchm&auml;&szlig;igen Dogmen, w&auml;ren n&uuml;chterne Abw&auml;gungen &uuml;ber die entscheidende Fragen, wie und unter welchen Bedingungen mit solchen Hilfen tats&auml;chlich die &bdquo;&ouml;konomische&ldquo; &Uuml;berlebensf&auml;higkeit eines Unternehmens gesichert werden k&ouml;nnte und wie der volkswirtschaftliche Schaden und die Zerst&ouml;rung von Lebensperspektiven viele arbeitenden Menschen auf ein Mindestma&szlig; beschr&auml;nkt werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Opel-Rettung soll auch Auto-Industrie von Russland helfen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/russlandonline.ru\/mainmore.php?tpl=Auto&amp;iditem=480\">Russland online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Welche Interessen die Banken an Arcandor haben <\/strong><br>\nBei Arcandor engagiert sind vor allem die Commerzbank, die BayernLB und die Royal Bank of Scotland. &bdquo;Eine Staatsb&uuml;rgschaft w&auml;re das entscheidende Argument, um die Kreditlinien zu verl&auml;ngern&ldquo;, hei&szlig;t es im Umfeld des Konsortiums. Sollte der Handels- und Touristikkonzern in die Insolvenz gehen, m&uuml;ssten die Banken den Wert ihrer Kredite drastisch abschreiben. Das w&uuml;rde die Bilanz der Institute belasten. Da alle drei infolge der Finanzkrise bereits angeschlagen sind, k&ouml;nnen sie sich das kaum leisten. Dennoch beharren sie darauf, dass auch die weiteren beteiligten Institute einen &bdquo;signifikanten Beitrag&ldquo; leisten.<br>\nDas betrifft zun&auml;chst die Eigent&uuml;mer der Privatbank Sal. Oppenheim. Das K&ouml;ln-Luxemburger Institut hat im vergangenen Herbst &uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung knapp 30 Prozent an Arcandor &uuml;bernommen und diese anschlie&szlig;end in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Die Oppenheim-Gesellschafter, vor allem Angeh&ouml;rige der wohlhabenden Familien v. Oppenheim und Ullmann, sollen bereit sein, &uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung noch einmal bis zu 100 Millionen Euro nachzuschie&szlig;en.<br>\nZu Oppenheim gibt es noch eine zweite Verbindung. Gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Josef Esch aufgelegte Fonds besitzen f&uuml;nf Karstadt-Warenh&auml;user. In die Fonds hat auch Thomas Middelhoff investiert, der ehemalige Vorstandschef von Arcandor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/welche-interessen-die-banken-an-arcandor-haben-398415\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein Firmenj&auml;ger sch&uuml;rt im CD-Werk Existenz&auml;ngste <\/strong><br>\nDie Mitarbeiter im CD-Werk an der Klusriede in Langenhagen sind einiges gewohnt, was Besitzerwechsel angeht. Immer wieder mal ging das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten in neue H&auml;nde. Jetzt sollen die Arbeiter auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten.<br>\nDie Rechnung von Robert L. Chapmann, Herrscher &uuml;ber die Entertainment Distribution Company (EDC) und damit &uuml;ber das Langenhagener Werk, geht so: Entweder die Mitarbeiter verzichten auf 20 Prozent ihres Gehaltes, damit ihm die Millionen, die er als Sozialkosten f&uuml;r die Schlie&szlig;ung seines Werkes in England zahlen muss, nicht selber auf der Tasche liegen. Oder es drohen Konsequenzen. Wie die genau aussehen, hat der Hedgefonds-Manager noch nicht gesagt, aber die M&auml;nner und Frauen im Werk malen es sich lebhaft aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Region\/Im-Norden\/Langenhagen\/Ein-Firmenjaeger-schuert-im-CD-Werk-Existenzaengste\">HAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dabei muss man wissen, dass solche Firmenj&auml;ger von Rot-Gr&uuml;n und Schwarz-Rot extra und steuerbeg&uuml;nstigt eingeladen wurden, ihr Unwesen hierzulande zu treiben. Die Steuerbefreiung existiert immer noch. Ein Beleg daf&uuml;r, dass es die Bundesregierung nicht ernst meint mit der Bek&auml;mpfung der Finanzkrise. Denn gerade jetzt sind solche Firmenj&auml;ger wieder unterwegs. Sie kaufen Schn&auml;ppchen, investieren wenig und &uuml;berh&auml;ufen die Betriebe mit Schulden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verzicht des Postbank-Chefs<\/strong><br>\nPostbank-Chef Wolfgang Klein gab im M&auml;rz zum Besten, er wolle f&uuml;r einen Euro arbeiten. Das populistische Kalk&uuml;l kam mitten in der Finanzkrise gut an. Doch nun entpuppt sich die Initiative des smarten Bankers, mit der Klein offenbar von einem heftig kritisierten Millionen-Sonderbonus ablenken wollte, als beispiellose Manager-Farce. Inzwischen muss der 45-J&auml;hrige bei der Postbank, wo wohl bald die Deutsche Bank das Sagen haben wird, aus verschiedenen Gr&uuml;nden seinen Hut nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nz-online.de\/artikel.asp?art=1028476&amp;kat=6\">N&uuml;rnberger Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion die Linke:<\/strong><br>\n<strong>Riester-F&ouml;rderung &ndash; Subventionierung der Versicherungswirtschaft ohne praktische rentenerh&ouml;hende Wirkung f&uuml;r die Riester-Sparenden<\/strong><br>\nNur ein vergleichsweise geringer Teil der staatlichen F&ouml;rderungen zur Riester- Rente kommt tats&auml;chlich den einzelnen Riester-Sparenden zugute. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftswissenschaftler Prof.Dr .Klaus Jaeger von der Freien Universit&auml;t Berlin.<br>\nAntwort: Die Bundesregierung sieht es grunds&auml;tzlich nicht als ihre Aufgabe an, wissenschaftliche Ver&ouml;ffentlichungen in Fachzeitschriften auf ihre sachliche und fachliche Angemessenheit zu pr&uuml;fen und &ouml;ffentlich zu bewerten.<br>\nDie angesprochene Untersuchung basiert nach eigener Aussage des Autors lediglich auf der Grundlage eines einzelnen Angebots eines einzelnen Unternehmens.<br>\nAllgemeing&uuml;ltige Urteile hinsichtlich der Richtigkeit oder der Effizienz der so genannten Riester-F&ouml;rderung lassen sich daraus nicht ziehen. Diesen Anspruch erhebt der Autor aber auch nicht.<br>\nZudem ber&uuml;cksichtigt die Studie wesentliche Leistungsmerkmale dieses Angebots, so die &Uuml;berschussbeteiligung, nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/129\/1612952.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 60 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&uuml;rden Sie nach dieser regierungsoffiziellen Antwort einen Riester-Vertrag abschlie&szlig;en? Weder werden die Aussagen der Studie zur&uuml;ckgewiesen noch eine konkrete Antwort auf die (berechtigten) Fragen gegeben. Es wird ausgewichen, auf andere Antworten verwiesen und etwa auf die nicht nachvollziehbare &bdquo;&Uuml;berschussbeteiligung&ldquo; verwiesen.<br>\nDabei handelt es sich bei dem in der Studie zugrunde gelegten Versicherungsangebot nicht um das Angebot eines x-beliegigen Anbieters, sondern um einen von den Verbrauchstest als gut bewerteten.<br>\nDer Rettungsanker in der Argumentation der Bundesregierung ist die &bdquo;&Uuml;berschussbeteiligung&ldquo;. Die Gesamtverzinsung einer Lebensversicherung ergibt sich aus der sog. garantierten Verzinsung addiert um die &Uuml;berschussbeteiligung. Diese &Uuml;berschussbeteiligung ist in den letzten Jahren jedoch um dramatisch gesunken. Das lag an der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung und entsprechender Verluste auf dem Aktienmarkt. Jedenfalls ist die Riester-Rente, wie alle anderen Lebensversicherungen auch vom entweder von der Zinsentwicklung bei Anleihen oder von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, die sich auf Dauer (mit Spekulationsausschl&auml;gen) auch in den Aktiengewinnen widerspiegelt, abh&auml;ngig. Die kapitalgedeckte Rente ist somit in gleicher Weise von einer prosperierenden Wirtschaft abh&auml;ngig wie die umlagefinanzierte gesetzliche Rente.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hessischer Datenschutzbeauftragter schaltet im Fall Deutsche Bank Generalstaatsanwalt ein<\/strong><br>\nDie Spitzelaff&auml;re bei der Deutschen Bank ist nach Angabe des M&uuml;nchner Kirch-Anwaltes und CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler jetzt auch ein Fall f&uuml;r die Justiz. Der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch habe am Dienstag die hessische Generalstaatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte Gauweiler der SZ. Das habe ihm Ronellenfitsch mitgeteilt. Aus dem hessischen Justizministerium hie&szlig; es, dass bislang keine Strafanzeige vorliege. Ronellenfitsch und Generalstaatsanwalt Hans-Josef Blumensatt waren f&uuml;r eine Stellungnahme nicht erreichbar.<br>\nDie Deutsche Bank hatte vor zehn Tagen mitgeteilt, dass die Abteilung Konzernsicherheit m&ouml;glicherweise gegen rechtliche Vorgaben versto&szlig;en habe. Wie es hie&szlig;, soll IT-Vorstandschef Hermann-Josef Lamberti &uuml;berwacht worden sein. Auch ein Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat und ein Aktion&auml;rsvertreter seien bespitzelt worden. Die Deutsche Bank hatte zuerst die Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde Bafin und dann auch das Regierungspr&auml;sidium Darmstadt, nicht aber die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Das Institut wollte die Einschaltung der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/H5m38o\/2916596\/Justiz-prueft-Spitzelaffaere.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Daimler r&auml;umt weitere Datenmissbrauchsf&auml;lle ein<\/strong><br>\nDer Daimler-Konzern hat weitere F&auml;lle von Datenmissbrauch in seinem Bremer Mercedes-Werk einger&auml;umt. Der Datensch&uuml;tzer des Daimler-Konzerns hatte eine umfangreiche Datenpr&uuml;fung im Werk Bremen veranlasst, nachdem Radio Bremen vor f&uuml;nf Wochen &uuml;ber die illegale Speicherungen von Krankendaten bei Mercedes-Benz berichtet hatte.<br>\nIn sieben Abteilungen sind insgesamt neun Listen gefunden worden, auf denen widerrechtlich Krankheitsdaten von Mitarbeitern aufgeschrieben worden waren. Nach den Bremer Funden soll die Pr&uuml;fung jetzt ausgeweitet werden. Man werde Untersuchungen an allen zw&ouml;lf Daimler-Standorten in Deutschland durchf&uuml;hren, erkl&auml;rte der Datenschutzbeauftragte des Konzerns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/politik\/nachrichten\/politikwirtschaftdatenskandalmercedes102.html\">Radio Bremen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Inzwischen eigentlich keines Hinweises auf den NachDenkSeiten mehr wert, denn offenbar wurden in allen gr&ouml;&szlig;eren Unternehmen widerrechtlich Daten von Mitarbeitern oder auch Au&szlig;enstehenden gesammelt.<br>\nAber der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags lehnt neue Gesetze gegen &Uuml;berwachung abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter ab. Trotz ausufernder &Uuml;berwachung von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten h&auml;lt er <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/grundrechte\/komm\/andaten2.pdf\">&bdquo;die derzeitige Rechtslage f&uuml;r sachgerecht und geboten&ldquo; [PDF &ndash; 58 KB]<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Datensucht als Ersatz f&uuml;r Gesinnungskontrolle. Die Dimension der &Uuml;berwachung, Kontrolle und Einsch&uuml;chterung im Betrieb<\/strong><br>\n&bdquo;Arbeitnehmerdatenschutz &ndash; oder besser gesagt dessen Fehlen &ndash; ist momentan ein gro&szlig;es Thema: E-Mail-&Uuml;berwachung, Speicherung von Krankendaten, Aussp&auml;hen von Kontakten etc. Egal, ob unter dem Vorwand der Spionage- und Korruptionsabwehr (Airbus, Telekom, Bahn), als systematische Kontrolle aller Angestellten und vor allem der (potenziellen) Betriebsr&auml;te bis in das Privatleben (Lidl, Schlecker, Bahn, Siemens, Telekom) oder als vorsorgliches Sammeln von K&uuml;ndigungsgr&uuml;nden selbst bei sensitiven Daten wie Krankheitsarten (Lidl, Daimler und Drogeriekette M&uuml;ller) &ndash; die Skandale brechen nicht ab. Die Unternehmen spionieren ihre Lohnabh&auml;ngigen deutschlandweit aus. Die aufgef&uuml;hrten Beispiele stellen nur die Spitze des Eisberges dar, weil sie eindeutig belegbar an die &Ouml;ffentlichkeit drangen und zugleich auf deren &ndash; launisches &ndash; Interesse stie&szlig;en. Dass britische Firmen, wie der Guardian enth&uuml;llt, schwarze Listen &uuml;ber potenzielle Angestellte f&uuml;hren, kann in Zeiten, in denen jeder erstmal gegoogelt wird (und viele z.B. beim LabourNet deshalb ihre ver&ouml;ffentlichten Unterschriften gegen Kriege oder Nazis entfernt haben wollen), nicht verwundern: Vorbeugen ist billiger als Entlassen. Mit immer umfassenderem Zugriff auf das Arbeitsverm&ouml;gen wird auch die Kontrolle umfassend und das Misstrauen offenbar fl&auml;chendeckend&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak539\/38.htm\">analyse &amp; kritik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Krise ruiniert Ruf von Unternehmen<\/strong><br>\nUnternehmen zahlen Bestechungsgelder, um Gesetzgebung und Regulierung zu beeinflussen. Diese Auffassung vertritt mehr als die H&auml;lfte der Befragten, die an der weltweiten, repr&auml;sentativen Meinungsumfrage f&uuml;r das Korruptionsbarometer 2009 teilgenommen haben, das Transparency International am Mittwoch in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlichte. Vor f&uuml;nf Jahren waren es lediglich rund 42 Prozent der Teilnehmer, die Unternehmen f&uuml;r korrupt hielten.<br>\nF&uuml;r das Korruptionsbarometer wurden 73.000 Menschen aus 69 L&auml;ndern befragt. In diesem Jahr war Deutschland nicht Teil der Umfrage.<br>\nDie Ergebnisse der weltweiten Umfrage korrespondierten aber mit der &ouml;ffentlichen Meinung in Deutschland, sagte Sylvia Schenk, die Vorsitzende von Transparency Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Korruption-Krise-ruiniert-Ruf-von-Unternehmen\/522023.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mich wundert, dass erst die H&auml;lfte der Befragten glaubt, dass Unternehmen mit korrumpierenden Methoden Gesetzgebung und Regulierung beeinflussen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu ein aktuelles Beispiel:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Konzerne dr&uuml;ckten Sicherheitsstandards im Atomm&uuml;lllager<\/strong><br>\nHarte Vorw&uuml;rfe gegen die deutsche Atomaufsicht: In den siebziger Jahren soll die Beh&ouml;rde enger mit Energiekonzernen zusammengearbeitet haben als bisher bekannt. Das belegen Dokumente, die SPIEGEL ONLINE vorliegen. So haben Unternehmen niedrigere Sicherheitsstandards f&uuml;r Atomm&uuml;ll gefordert &ndash; mit Erfolg.<br>\nEigentlich sollte sie unabh&auml;ngig sein, doch die Gesellschaft f&uuml;r Strahlenforschung (GSF) hat sich offenbar von der Atomlobby beeinflussen lassen. Auf Druck der Energiekonzerne hat die GSF im Jahr 1975 ihre Sicherheitsstandards f&uuml;r die Einlagerung von Atomm&uuml;ll gesenkt. Das belegt ein Schriftwechsel zwischen Stromkonzernen, GSF und Bundesinnenministerium, den die Umweltschutzorganisation Greenpeace ausgewertet hat und der SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nDemnach durften F&auml;sser, die in das Endlager angeliefert wurden, ab Dezember 1975 f&uuml;nfmal mehr Radioaktivit&auml;t enthalten als urspr&uuml;nglich vorgesehen. Die Energiekonzerne verlangten au&szlig;erdem von der GSF Zugest&auml;ndnisse bei den Betonabschirmungen der F&auml;sser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,628204,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Wer soll das bezahlen?&rdquo;<\/strong><br>\nDie Folgen der Finanzkrise sind bedrohlich, zwei Szenarien denkbar: Verliert das Geld massiv an Wert, kommt die gro&szlig;e Inflation? Oder droht der Welt die Deflation, ein l&auml;hmender Preisverfall? Die &Ouml;konomen Peter Bofinger und Thorsten Polleit streiten &uuml;ber die Stabilit&auml;t der W&auml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-628148,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist wieder einmal vor allem deshalb interessant, weil die Antworten des Chef&ouml;konomen Polleit zeigen, zu welchem bodenlosen Niveau die Ausbildung von Volkswirten in Deutschland f&uuml;hren kann. &bdquo;Der 41- J&auml;hrige hat in M&uuml;nster Wirtschaftswissenschaften studiert und 1995 dort promoviert. Seit 2003 ist Polleit Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance &amp; Management.&ldquo; Das sagt schon fast alles. Er stellt wirklich die Geldmenge der Wirtschaftsleistung gegen&uuml;ber und meint der Vergleich der Bestandsgr&ouml;&szlig;e Geldmenge mit der Stromgr&ouml;&szlig;e Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) lasse irgendwelche R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Preisentwicklung zu. Wenn ein solcher Vergleich von Oma Emma gemacht wird, dann sollte man gn&auml;dig damit umgehen. In diesem Fall ist es ein Zeichen des &uuml;berall erkennbaren Niedergangs an Sachverstand.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Nicht nachvollziehbar ist mir die Lobeshymne von Bofinger auf die EZB.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Friederike Spieker\/G&uuml;nther Grunert: Weltwirtschaftskrise und kein Ende?<\/strong><br>\nMit dieser Systemfrage kon&shy;frontiert beteuern Experten, es handele sich nicht um eine die grunds&auml;tzliche Existenzbe&shy;rechtigung der Marktwirtschaft in Frage stellende Krise, son&shy;dern nur um eine Gratwande&shy;rung zwischen kurzfristiger Hilfe durch den Staat und langfristiger St&auml;rkung eines in sich eigentlich stabilen Systems einzelwirt&shy;schaftlicher Akteure. Dessen derzeitige offenkundige Instabili&shy;t&auml;t sei gerade nicht durch Markt&shy;kr&auml;fte verursacht, sondern durch falsche Staatseingriffe wie eben die amerikanische Geldpolitik zur Jahrtausendwende, Re&shy;gulierungsfehler vor allem der angels&auml;chsischen Staaten im Finanzsektor, aber auch durch Devisenmarktinterventionen wie die Chinas, das auf Unterbe&shy;wertung seiner W&auml;hrung setzt.<br>\nDoch das Vertrauen der Bev&ouml;l&shy;kerung in diese Erkl&auml;rungsk&uuml;ns&shy;te zur Verteidigung der Marktwirtschaft ist im Schwinden be&shy;griffen. Denn, so fragt sich der Normalb&uuml;rger, wie ist es zu dem angeblich fehlerhaften Handeln der verschiedenen Staaten ge&shy;kommen?<br>\nEin Sammelsurium an Ma&szlig;nahmen, deren Beliebig&shy;keit schon darin zum Ausdruck kommt, dass alle paar Wochen v&ouml;llig widerspr&uuml;chliche Aussa&shy;gen von Seiten der Verantwort&shy;lichen gemacht werden, zeigt die Verwirrung und Ratlosigkeit unserer Wirtschaftspolitiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/3071.nibis.de\/inhalte\/PU\/1_2009\/Spiecker-Grunert_Weltwirtschaft.pdf\">Politik unterrichten 1\/2009 [PDF &ndash; 1.67 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.A.:<\/strong> Was diesen Aufsatz gegen&uuml;ber vielen anderen Beitr&auml;gen zum gleichen Thema (die h&auml;ufig nur summarisch eine Reihe mehr oder minder plausibler Krisenursachen auflisten) auszeichnet, ist, dass er die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise auf Grundlage eines h&ouml;chst interessanten theoretischen Ansatzes untersucht, der den Zusammenhang zwischen Geld\/Kredit und Sachinvestitionen (I vor S) in das Zentrum der Analyse stellt, d. h. die Funktionsweise des Investitionsprozesses in einer monet&auml;ren Marktwirtschaft. Das Ganze ist dabei allgemeinverst&auml;ndlich geschrieben und auch die L&ouml;sungsvorschl&auml;ge, die die Autorin und der Autor unterbreiten, sind meiner Meinung nach sehr gut durchdacht und &uuml;berzeugend. Kurzum: Der Aufsatz ist wirklich rundum lesenwert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Meinhard Miegel: 2015 &ndash; das Jahr der finalen Krise<\/strong><br>\nWir sollten uns als Gesellschaft, vielleicht sogar als Menschheit eingestehen: Wir haben uns &uuml;bernommen. Die Versorgungs- und Entsorgungskapazit&auml;ten der Erde reichen nicht aus, um einer vorerst weiter explodierenden Weltbev&ouml;lkerung den angestrebten Lebensstandard zu erm&ouml;glichen. Wir sind hier Opfer einer Ideologie immerw&auml;hrender wirtschaftlicher Wachstumsm&ouml;glichkeiten&hellip;Wachstum, Wachstum. Dieser Wachstumswahn ist jetzt mit der Wirklichkeit kollidiert.<br>\nIn dieser Krise wackeln Unternehmen und Banken. Und in der n&auml;chsten, die jetzt vorbereitet wird, werden Unternehmen, Banken und Staaten wackeln. Dann kann nur noch der liebe Gott Rettungsschirme aufspannen.<br>\nDie Schnitzel auf den Tellern werden kleiner. Vielleicht genie&szlig;en wir sie aber nicht zuletzt deshalb umso mehr. Die allermeisten k&ouml;nnen doch auf vieles verzichten, ohne es auch nur zu bemerken.<br>\nIch sch&auml;tze, um das Jahr 2015. Manche meinen, dann k&auml;me so etwas wie ein finaler Crash. Doch final oder nicht final &ndash; wir sollten auf wirklich tiefgreifende Ver&auml;nderungen vorbereitet sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E87241300EC114CE0A9E2B298CF5F4BCB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was hat eigentlich die Finanzblase oder der B&ouml;rsenwahn mit Wachstum zu tun? Vgl. Albrecht M&uuml;ller <a href=\"?p=3689\">&ldquo;Mit Kapitalbeschaffung hat der Verlauf der B&ouml;rse am allerwenigsten zu tun&rdquo;<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.R:<\/strong> P&uuml;nktlich&nbsp;zur Europawahl und zum begonnen habenden Wahlkampf f&uuml;r den September pr&auml;sentiert die FAZ nach Monaten medialer Enthaltsam-keit von &ldquo;Deutschlands bekanntestem Zukunftsforscher&rdquo; ein entlarvendes Interview mit dem Untergangspropheten erst des deutschen Volkes, dann des umlagefinanzierten Rentensystems, Meinhard Miegel zum 70.! Wenn sich der Zukunftsforscher zun&auml;chst auf die Nation beschr&auml;nkte, so gilt seine Sorge nun dem Planeten, dessen Zerbersten er f&uuml;r das Jahr 2015 weissagt. Die jetzige Krise, sie ist offenbar zu gering, hat er nie avisiert.<br>\nBei Weltuntergang m&ouml;chte er aber nicht fehlen.<br>\nErst der Bundespr&auml;sident: &ldquo;Wir haben alle &uuml;ber unsere&nbsp;Verh&auml;ltnisse gelebt!&rdquo; Nun&nbsp;Meinhard Miegels &ldquo;Ethos des schrumpfenden Schnitzels&rdquo;!<br>\nDass der Mensch nicht vom Brot allein lebe, sagen wohl auch die Religionen(s.u.), aber ohne Brot (cf. Rentner, Alleinerziehende, Hartz-IV-Empf&auml;nger, 3 Millionen armer Kinder etc.) kann der Mensch nicht zu &ldquo;innerem Reichtum&rdquo; gelangen, der uns nun als neue Lebensanlage von Herrn Miegel empfohlen wird(s.u.). W.Clement, Peter Hartz, Ron Sommer, C.Zumwinkel etc. werden ob dieses Zynismus&rsquo; Beifall klatschen!<\/em><\/p>\n<p><em>Geradezu sozialrevolution&auml;r nimmt sich dagegen das Gerechtigkeitsdenken des neuen Bischofs von M&uuml;nster aus, Dr. Felix Genn:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Eine Gemeinschaft, angefangen von der kleinsten Gemeinschaft Ehe und Familie, dem Stadtteil, der Stadt bis hin zum Land bleibt nur am Leben, wenn immer wieder neu Gerechtigkeit angestrebt und geschaffen wird. Wenn aber die Unterschiede wachsen, wenn gleiche Arbeit nicht mehr zum gleichen Lohn f&uuml;hrt, wenn Arbeitgeber das Zigfache ihrer Arbeitnehmer verdienen, wenn jemand unverschuldet seine Arbeit verliert, dann w&auml;chst der gesellschaftliche Spaltpilz, dann manifestiert sich die gespaltene Gesellschaft, dann folgen Neid und Misstrauen. Es besteht die Gefahr, sich in der Politik nach dem starken Mann zu sehnen, der alles wieder gleich und gerade macht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/kirchensite.de\/bistumshandbuch\/b\/genn-zitate\/\">kirchensite.de online mit dem Bistum M&uuml;nster<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin G.Sch.:<\/strong> Das ist jetzt also die neueste Masche:<br>\nSie haben gemerkt, dass die Menschen das durchschauen, die Krise, und wem sie n&uuml;tzt. Und dass sie die Zeche bezahlen m&uuml;ssen. Also gibt man ihnen Recht, redet ihnen nach dem Mund und macht einen auf moralisch! Streut ihnen weiter Sand ins Auge &uuml;ber die wahren Ursachen (Oligarchie oder Neuer Feudalismus oder wie man das nennen m&ouml;chte). Und &ndash; tut weiter das Gegenteil.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wie flei&szlig;ig ist Silvana Koch-Mehrin?<\/strong><br>\nAnfang Mai erging die einstweilige Verf&uuml;gung des Hamburger Landgerichts, die vorigen Freitag aufgehoben wurde. Wenige Tage vorher hatte das Parlament auf der offiziellen Webseite die ausgewiesene Pr&auml;senzquote unter Ber&uuml;cksichtigung von 59 Tagen Mutterschutz und von 22 Tagen, an denen die Abgeordnete offenbar nicht auf den Anwesenheitsliste verzeichnet war, aber an Abstimmungen im Plenum teilgenommen hat, auf 62 Prozent erh&ouml;ht. Da Frau Koch-Mehrin in einer von zwei vorgelegten eidesstattlichen Versicherungen auf ihre &bdquo;Pr&auml;senzquote von 75 Prozent&ldquo; verwiesen hat, wird nun gefragt, inwieweit die Abgeordnete eine falsche Aussage gemacht haben k&ouml;nnte.<br>\nDiejenigen, die nun von einer Verengung der Debatte auf Pr&auml;senzquoten sprechen, pflegen anzuf&uuml;hren, die eigentliche Arbeit der Abgeordneten werde anderswo geleistet, nicht zuletzt in den Parlamentsaussch&uuml;ssen. Hier schneidet Frau Koch-Mehrin nach einer der F.A.Z. vorliegenden Auswertung offizieller Protokolle des Parlaments durch Fraktionsmitarbeiter der Europ&auml;ischen Volkspartei und der Europ&auml;ischen Demokraten (EVP-ED) schlecht ab. &bdquo;Im Haushaltsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments hat sie vier von f&uuml;nf Sitzungstagen geschw&auml;nzt, im Haushaltskontrollausschuss sogar neun von zehn Sitzungstagen&ldquo;, sagte der Vorsitzende der CDU\/CSU-Abgeordneten, Werner Langen, der F.A.Z.<br>\nDie FPD-Politikerin geh&ouml;rt dem Haushaltsausschuss als Mitglied und dem Haushaltskontrollausschuss als stellvertretendes Mitglied an. Die in der EVP-ED-Fraktion ausgewerteten Anwesenheitslisten lassen darauf schlie&szlig;en, dass Frau Koch-Mehrin an drei von 37 Sitzungstagen des Haushaltsausschusses zwischen dem 1. April 2008 und dem 27. April 2009 als pr&auml;sent vermerkt war. Aus dem B&uuml;ro der FDP-Politikerin hie&szlig; es am Mittwoch auf Anfrage, man werde umgehend bei der Verwaltung des Parlaments die Daten zur Pr&auml;senz von Frau Koch-Mehrin abfragen und sie, soweit sie vorl&auml;gen, gerne zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nTrotz der Belastung als Abgeordnete und dreifache Mutter hat Frau Koch-Mehrin zwischen 2005 und 2008 f&uuml;r &bdquo;Beitr&auml;ge und Vortr&auml;ge&ldquo; Nebeneink&uuml;nfte in H&ouml;he von 81.400 Euro erzielt. Entsprechende, von ihr unterzeichnete Erkl&auml;rungen sind im Parlament &ouml;ffentlich einzusehen. Auf ihrer Internetseite sowie auf der offiziellen Parlamentswebseite der Abgeordneten ist hingegen nur der Eintrag f&uuml;r 2008 (insgesamt 14.000 Euro) aufgef&uuml;hrt. Wer auf ihrer pers&ouml;nlichen Homepage auf die Links zu den Informationen &uuml;ber fr&uuml;here Jahre klickt, erntet einen Widerspruch: &bdquo;Seite nicht gefunden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06AF\/Doc~EAF23FE848FB342629F84718A76687EEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neben den Nebeneink&uuml;nften ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass Koch-Mehrin als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Unternehmensberatung Conseill&eacute; + Partners und als Partnerin der Br&uuml;sseler Agentur &ldquo;Policy Action Ltd.&rdquo; sicherlich nicht kostenlos t&auml;tig ist. Koch-Mehrin ist die Karikatur des FDP-Spruchs &bdquo;Leistung muss sich wieder lohnen&ldquo;.<br>\nEin Lob auf FAZ, dass sie nachsetzt. Vgl. auch <a href=\"?p=3980#h23\">Hinweise v. 2.6.2009 Ziffer 23<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Sch&ouml;ne und das Biest von der ARD<\/strong><br>\nKurz vor der Europawahl liegen die Nerven blo&szlig;. Ein interner Brief belegt: Die FDP k&auml;mpft gegen unliebsame Berichterstattung &uuml;ber Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin. Generalsekret&auml;r Niebel schrieb wutentbrannt dem ARD-Chef Peter Boudgoust.<br>\nDieses Schreiben, das sueddeutsche.de vorliegt, ist ein seltener Beleg.<br>\nEs beweist, wie Politik versucht, Einfluss auf Journalisten und die politische Berichterstattung zu nehmen. Und das in einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender, der zu Staatsferne und Unabh&auml;ngigkeit strikt verpflichtet ist.<br>\nLeif, der auch der Journalistenvereinigung &ldquo;Netzwerk Recherche&rdquo; vorsteht, hat in der Aufzeichnung Koch-Mehrin mit der FAZ-Story zu den Pr&auml;senszeiten konfrontiert: Koch-Mehrin habe demnach &ldquo;sehr oft geschw&auml;nzt&rdquo;, w&auml;hrend er &Ouml;zdemir bescheinigte: &ldquo;Sie haben weniger oft geschw&auml;nzt.&rdquo;<br>\nNiebel muss das in Rage gebracht haben: Das sei &ldquo;unsaubere Recherche&rdquo;, poltert er in dem Brief. Die FDP habe die FAZ-Berichterstattung per Pressemitteilung richtiggestellt, die FAZ habe sich korrigiert. Es sei &ldquo;nicht hinzunehmen&rdquo;, dass ein &ldquo;herbeirecherchierter Themenblock in Bezug auf die Arbeitsleistung von Frau Dr. Koch-Mehrin weder angek&uuml;ndigt noch in irgendeiner Art und Weise im Vorlauf zur Sendung kommuniziert worden war&rdquo;. Seine Conclusio: &ldquo;unkorrekte Arbeitsweise&rdquo;.<br>\nWas Niebel verschweigt: Die FAZ hatte nicht die eigene Berichterstattung berichtigt, sondern lediglich die Position von Koch-Mehrin im Internetangebot der FAZ ausf&uuml;hrlicher wiedergegeben. Und was er da noch nicht wissen konnte war, dass sich die FAZ vor dem Hamburger Landgericht gegen die einstweilige Verf&uuml;gung erst einmal erfolgreich wehren konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/255\/470799\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>Und weil es gerade zum Thema EU-Parlamentarier passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>P&ouml;ttering sch&uuml;tzt Luxuspension&auml;re<\/strong><br>\nPublikumswirksam hatte das EU-Parlament Ende April verlangt, die Namen der Abgeordneten zu ver&ouml;ffentlichen, die vom umstrittenen Pensionsfonds profitieren. Jetzt boykottiert die Parlamentsspitze unter Pr&auml;sident Hans-Gert P&ouml;ttering (CDU) die Umsetzung des Transparenzbeschlusses.<br>\nDie Spitze des Europaparlaments unter seinem Pr&auml;sidenten Hans-Gert P&ouml;ttering (CDU) boykottiert einen Mehrheitsbeschluss, die Namen der Mitglieder des umstrittenen Pensionsfonds der Abgeordnetenkammer zu ver&ouml;ffentlichen. Am 23. April hatte das Parlamentsplenum publikumswirksam verlangt, die Namen der ehemaligen und noch amtierenden Abgeordneten publik zu machen, die in dem Fonds mitmachen. Nach bisherigem Stand geht es dabei um insgesamt 1114 EU-Politiker. Unter P&ouml;tterings F&uuml;hrung entschied das Pr&auml;sidium in seiner Sitzung Anfang Mai jedoch, die Frage der Ver&ouml;ffentlichung nicht einmal zu diskutieren.<br>\nDer umstrittene Fonds garantiert seinen Mitgliedern zur Zeit eine monatliche Pension von bis zu 5575 Euro, gr&ouml;&szlig;tenteils finanziert vom Steuerzahler. Weil sich die Fondsmitglieder mit riskanten Aktiengesch&auml;ften verspekuliert hatten, klafft in der Pensionskasse momentan ein versicherungsmathematisches Defizit von etwa 120 Millionen Euro. Das Parlamentspr&auml;sidium hatte zuletzt im April dennoch bekr&auml;ftigt, dass die Pensionsanspr&uuml;che der Fondsmitglieder vom Parlament und damit den Steuerzahlern getragen werden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/img.stern.de\/politik\/deutschland\/:Europaparlament-P%F6ttering-Luxuspension%E4re\/702450.html\">stern online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bildungsgewerkschaft zum Hochschulpakt II<\/strong><br>\nEinen Tag vor der entscheidenden Konferenz der Regierungschefs des Bundes und der L&auml;nder hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder appelliert, endlich gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die Finanzierung zus&auml;tzlicher Studienpl&auml;tze zu geben. &ldquo;Schon auf ihrem Bildungsgipfel im Oktober 2008 in Dresden hatten Bund und L&auml;nder 275.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze versprochen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und L&auml;ndern hat bereits vor acht Wochen die Fortsetzung des Hochschulpakts unterschriftsreif ausgehandelt. Die Regierungschefs m&uuml;ssen jetzt endlich den Weg frei machen&rdquo;, forderte Andreas Keller, das f&uuml;r Hochschule und Forschung verantwortliche Vorstandsmitglied der Bildungsgewerkschaft, in Frankfurt am Main.<br>\n&ldquo;W&auml;hrend Bund und L&auml;nder in den letzten Monaten nicht geizten, wenn es um die Rettung von Banken oder die Sanierung der Automobilindustrie ging, bekommen die Finanzminister pl&ouml;tzlich Skrupel, wenn sie ihre Zusagen f&uuml;r die Bildung einl&ouml;sen sollen&rdquo;, kritisierte Keller. Er spielte damit auf die Forderung von Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) an, die Entscheidung &uuml;ber den Hochschulpakt erst nach der Bundestagswahl im September zu f&auml;llen. &ldquo;Eine Vertagung in den Herbst k&auml;me einer Verschiebung auf den Sankt Nimmerleins-Tag gleich. Die Politiker m&uuml;ssen vor der Wahl Farbe bekennen, welche Priorit&auml;t f&uuml;r sie die Zukunftschancen junger Menschen haben&rdquo;, erkl&auml;rte der GEW-Hochschulexperte.<br>\nDennoch sei es richtig, dass sich die Regierungschefs unmittelbar nach der Bundestagswahl im Herbst erneut mit dem Thema Hochschulpakt befassten, erkl&auml;rte Keller. Er erinnerte daran, dass die geplanten 275.000 zus&auml;tzlichen Studienpl&auml;tze allenfalls die zus&auml;tzliche Nachfrage der doppelten Abitur- sowie der geburtenstarken Jahrg&auml;nge abfedern k&ouml;nne. &ldquo;Wenn wir die im internationalen Vergleich sehr niedrige Studienanf&auml;ngerquote von unter 40 Prozent deutlich steigern wollen, brauchen wir mindestens 370.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze. Dem &lsquo;Hochschulpakt II&rsquo; muss daher so bald als m&ouml;glich ein &lsquo;Hochschulpakt III&rsquo; folgen, der einen bedarfsgerechten und nachhaltigen Ausbau der Hochschulen sicherstellt&rdquo;, forderte der GEW-Sprecher.<br>\n&ldquo;Es w&auml;re ein Skandal, wenn die Hochschulen die Zeche f&uuml;r Banker und Automanager zahlen m&uuml;ssten&rdquo;, erkl&auml;rte Keller. Er k&uuml;ndigte an, dass die GEW die Unterfinanzierung von Schulen und Hochschulen beim bundesweiten Bildungsstreik vom 15. bis 19. Juni 2009 thematisieren werde. Der Gewerkschaftstag der GEW hatte im April in N&uuml;rnberg die Unterst&uuml;tzung der Aktionen von Studierenden, Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Milliarden_fuer_die_Banken_kein_Geld_fuer_neue_Studienplaetze.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Neues von Wirtschaft und Schule<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kostenlose Unterrichtsmaterialien zum Thema Energie<\/strong><br>\nDer Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stellt kostenlose Unterrichtsmaterialien f&uuml;r Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Energie f&uuml;r die Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Kostenlose_Unterrichtsmaterialien_zum_Thema_Energie.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutscher Arbeitgeberpreis f&uuml;r Bildung 2009<\/strong><br>\nJunge Menschen brauchen wirtschaftliche Grundkenntnisse und Kompetenzen, um m&uuml;ndige Wirtschafts- und Staatsb&uuml;rger zu werden. Die Vermittlung &ouml;konomischer Inhalte muss daher fest im Bildungssystem verankert sein. &Ouml;konomische Bildung ist ein Kernbereich zeitgem&auml;&szlig;er Allgemeinbildung. Sie bef&auml;higt zur sicheren Orientierung im Wirtschaftssystem und zu verantwortlichem wirtschaftlichen Handeln. Sie regt zur eigenverantwortlichen und sachkundigen Entwicklung von Lebens-, Ausbildungs- und Berufspl&auml;nen an. Mit Unterst&uuml;tzung der Deutschen Telekom AG wird f&uuml;r jede ausgezeichnete Initiative ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgelobt. Bewerbungen k&ouml;nnen ab sofort bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) eingereicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Deutscher_Arbeitgeberpreis_fuer_Bildung_2009.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Schul\/Bank-Team des Bankenverbandes: Werkbuchreihe: Wie? Wirtschaft erleben &ndash; Teil 3<\/strong><br>\nDas Arbeitsbuch &ldquo;Wie? Wirtschaft erleben 3&rdquo; vom Bankenverband vermittelt Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern der Klassenstufen 9 und 10 auf rund 90 Seiten Wissen &uuml;ber die Soziale Marktwirtschaft und die Rolle des Staates im Wirtschaftsgeschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/Werkbuchreihe__Wie__Wirtschaft_erleben_-_Teil_3.html\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Du bist Deutschland, Du hast Angst<\/strong><br>\nWie stark das Video &ldquo;Du bist Terrorist&rdquo; den Nerv getroffen hat, zeigt eine neue Klagedrohung: Jemand f&uuml;rchtet, durch den Film mit Terror in Verbindung gebracht zu werden.<br>\nMindestens einen der im Video gezeigten Namen gibt es tats&auml;chlich, kein Wunder allerdings. Google findet 16.900 Seiten aus Deutschland mit ihm darin, das Telefonbuch kennt ihn 233 Mal &ndash; eine ganze Menge also. Trotzdem f&uuml;hlte sich ein ganz bestimmter Mensch angesprochen. Er soll hier nicht explizit genannt werden, um nicht noch einen Zusammenhang zwischen ihm, dem Video und dem Terrorismus herzustellen. Er ist offenbar schon besorgt genug.<br>\nSein Anwalt, Michael Potthast, sagt: &ldquo;Mein Mandant ist viel in den USA und er sagt, sie seien dort nahezu hysterisch, wenn es um Terrorismus geht. Er hat Angst, dass er Nachteile erf&auml;hrt.&rdquo; Man habe daher um &Auml;nderung gebeten. Potthast sagt, es sei bewusst keine &ldquo;strafbewehrte Unterlassung&rdquo;, und es w&uuml;rden auch keine Anwaltskosten in Rechnung gestellt. Man wolle nur, dass der Name ge&auml;ndert werde oder der Film verschwinde. Doch wie stark muss Tante Elfriede von der Terrorhysterie angesteckt sein, um so etwas zu bef&uuml;rchten?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/23\/dubistterrorist-angst\">Die Zeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yz2fzGILVfk&amp;feature=player_embedded\">Video:&nbsp;Du bist Terrorist! &ndash; Eine Kampagne gegen Terroristen. [HD]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=3984#h01\">Krisenbank &ndash; wie erfolgreich ist die &ldquo;Enteignung&rdquo; der Hypo Real Estate?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h02\">&raquo;Kein unbelastetes Personal f&uuml;r solche Positionen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h03\">attac: Gl&auml;ubiger der Hypo Real Estate zur Verantwortung ziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h04\">Sachsen m&uuml;ssen nicht nur b&uuml;rgen sondern erstmals f&uuml;r SachsenLB zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h05\">Staatshilfen: Nach dem Dammbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3984#h06\">Opel-Rettung soll<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3984\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3984\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}