{"id":3985,"date":"2009-06-05T09:13:17","date_gmt":"2009-06-05T07:13:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3985"},"modified":"2014-01-28T10:13:06","modified_gmt":"2014-01-28T09:13:06","slug":"institut-der-deutschen-wirtschaft-soziale-umverteilung-von-oben-nach-unten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3985","title":{"rendered":"Institut der deutschen Wirtschaft: Soziale Umverteilung von oben nach unten?"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer geradezu trotzigen Provokation rechtzeitig zum Vorwahlkampf bestreitet das <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/Portals\/0\/pdf\/pressemappe\/2009\/pm_040609_Statement.pdf\">IW [PDF &ndash; 11 KB]<\/a> nicht nur die f&uuml;r jedermann sp&uuml;rbare, immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich, es widerspricht auch allen Befunden und Studien, wonach in den letzten Jahren die Reichen immer reicher und die Armen immer &auml;rmer geworden sind. Dass der Sozialstaat von unten nach oben verteile, dass sei nur ein Vorurteil, meint Michael H&uuml;ther, der Chef das arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p>&bdquo;Vorurteil 1: Sozialstaat verteilt von unten nach oben.<br>\nDas Gegenteil ist der Fall. Die 10 Prozent der Haushalte mit den h&ouml;chsten Markteinkommen zahlten 2003 auch die h&ouml;chsten Abgaben&hellip; Insgesamt beziehen die Haushalte in den unteren vier Zehnteln mehr als 72 Prozent aller Transfers, zahlen aber nur gut 12 Prozent aller Zwangsabgaben. Umgekehrt schultern die Nettofinanciers ab dem 5. Zehntel rund 88 Prozent der Einkommenssteuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;ge, bekommen aber lediglich knapp 28 Prozent aller staatlichen Geldtransfers&ldquo;, hei&szlig;t es im Statement des Direktors des IW, Michael H&uuml;ther auf der Pressekonferenz vom 4. Juni 2009 anl&auml;sslich der Vorstellung einer von der informedia-Stiftung, Gemeinn&uuml;tzige Stiftung f&uuml;r Gesellschaftswissenschaften und Publizistik K&ouml;ln, gef&ouml;rderten Studie. <\/p><p>Wie kann das IW aber zu einem Urteil kommen, das allen bisherigen Befunden widerspricht?<\/p><p>Die IW-Studie widerspricht etwa einer Untersuchung der gewiss wirtschaftsfreundlichen OECD, die ermittelt hat, dass in Deutschland die relative Armut in den vergangenen Jahren st&auml;rker gewachsen ist als im <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/3\/28\/41531752.pdf\">OECD-Schnitt [PDF &ndash; 68 KB]<\/a>. Sie widerspricht allen <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/coremedia\/generator\/26896\/lebenslagen__in__deutschland__der__3__armuts__und__reichtumsbericht__der__bundesregierung.html\">Reichtums-Armutsberichten der Bundesregierung<\/a> oder allen Verteilungsberichten etwa des <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/2008\/04\/04_verteilungsbericht.htm\/\">DGB<\/a> oder des <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/55868\/07-13-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 348 KB]<\/a>, wonach gerade in den letzten Jahren <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1663126_Die-Reichen-werden-reicher.html\">die Reichen immer reicher wurden<\/a> und das reichste Zehntel der Bev&ouml;lkerung inzwischen &uuml;ber mehr als 60 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens von 6,6 Billionen Euro verf&uuml;gt. <\/p><p>Die IW-Studie ist nicht komplett im Internet ver&ouml;ffentlicht, ich kann mich also nur auf den Redetext von H&uuml;ther bei deren Vorstellung beziehen. Man m&uuml;sste bei den Erl&auml;uterungen an vielen Stellen einhaken, ich will mich auf nur wenige Einw&auml;nde beschr&auml;nken:<\/p><p>Die IW-Studie ber&uuml;cksichtigt nur die &bdquo;Markteinkommen&ldquo;, und auch die nur bis 18.000 Euro (&bdquo;Spitzenverdiener mit monatlich mehr als 18.000 Euro netto (bleiben) au&szlig;en vor&ldquo;). Au&szlig;erdem l&auml;sst sie die Entwicklung der Prim&auml;rverteilung bzw. die Entwicklung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung, au&szlig;er Betracht. &bdquo;Von der Wohlstandsverteilung darf nicht zwingend auf Umverteilungsbedarf geschlossen werden&ldquo;, hei&szlig;t es dazu abwiegelnd auf Seite 19.<\/p><p>So bleibt au&szlig;er Betracht, dass aufgrund der seit den 90er Jahren stagnierenden (Real-)L&ouml;hne die Lohnquote an der Einkommensverteilung von 68 % im Jahre 1992 auf 64,6% im Jahre 2007 zugunsten der Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommensbeziehern abgest&uuml;rzt.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090605_abstuz_lohnquote.jpg\" alt=\"Absturz Lohnquote\"><br>\nQuelle: <a href=\"?p=3209\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><p> &bdquo;Die untere H&auml;lfte der Haushalte mit den niedrigeren Markteinkommen schultert gerade einmal 10 Prozent des Einkommenssteueraufkommens, die obere H&auml;lfte tr&auml;gt dagegen 90 Prozent&hellip; Allein das oberste Zehntel, also die Spitzenverdiener, trugen 2003 nach der Auswertung der EVS-Daten fast 38 Prozent der gesamten Einkommenssteuerlast&ldquo; hei&szlig;t es in der IW-Studie.<\/p><p>Das ist die altbekannte Behauptung, mit der auch schon Schr&ouml;der und Steinbr&uuml;ck ihre sozial ungerechte Steuerpolitik zu besch&ouml;nigen versuchten.<br>\nDabei wird &bdquo;&uuml;bersehen&ldquo;, dass auf das oberste Einkommens-Dezil mehr als 40 Prozent des Markteinkommens entf&auml;llt und dass der Anteil dieser Einkommensgruppe am Gesamteinkommen deutlich angestiegen ist. So etwa das <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/55868\/07-13-1.pdf\">DIW S. 195 [PDF &ndash; 348 KB]<\/a>.<\/p><p>Die reichsten 10 % der &uuml;ber 17j&auml;hrigen Personen in Deutschland besitzen fast 60 % des gesamten Verm&ouml;gens. Die reichsten 20% kommen sogar auf 80% des Verm&ouml;gens. Auf das oberste Prozent allein entfallen sogar mehr als 20 % des gesamten Verm&ouml;gens.  Mehr als zwei Drittel der Deutschen verf&uuml;gt dagegen &uuml;ber kein oder ein nur sehr <a href=\"upload\/pdf\/081110_Hinweise_Bontrup.pdf\">geringes individuelles Netto-Verm&ouml;gen [PDF &ndash; 42.7 KB]<\/a>    <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20080410_02.gif\" alt=\"Bild 2\"><\/p><p>Das Nettogesamtverm&ouml;gen (ohne Sachverm&ouml;gen) der Deutschen &uuml;ber 17 Jahre betr&auml;gt auf Basis der Daten aus dem SOEP f&uuml;r 2002 4,5 Billionen Euro. Dem Brutto-Verm&ouml;gen von 6,5 Millionen Euro stehen Verbindlichkeiten, d. h. Schulden der privaten Haushalte, in H&ouml;he von 1,1 Billionen Euro, gegen&uuml;ber. Den gr&ouml;&szlig;ten Bestandteil machen der Grund- und Immobilienbesitz mit 4,5 Billionen Euro aus (vgl. DIW Berlin Wochenbericht Nr. 45\/2007, Seite 667).<br>\nSomit verf&uuml;gt jeder Bundesb&uuml;rger &uuml;ber 17 Jahre &uuml;ber ein Nettogesamtverm&ouml;gen im Durchschnitt (arithmetisches Mittel) in H&ouml;he von knapp 81.000 Euro). Der Median oder der Zentralwert des Verm&ouml;gens, der eine Grenze zwischen zwei H&auml;lften bezeichnet, liegt hingegen &uuml;ber 15.000 Euro. Das hei&szlig;t, die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung verf&uuml;gt &uuml;ber weniger als 15.000 Euro Verm&ouml;gen.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20080410_03.gif\" alt=\"Bild 03\"><\/p><p>Quelle: <a href=\"?p=3136%20\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><p>Das Nettogesamtverm&ouml;gen (ohne Sachverm&ouml;gen) der Deutschen &uuml;ber 17 Jahre betr&auml;gt auf Basis der Daten aus dem SOEP f&uuml;r 2002 4,5 Billionen Euro. Dem Brutto-Verm&ouml;gen von 6,5 Millionen Euro stehen Verbindlichkeiten, d. h. Schulden der privaten Haushalte, in H&ouml;he von 1,1 Billionen Euro, gegen&uuml;ber. Den gr&ouml;&szlig;ten Bestandteil machen der Grund- und Immobilienbesitz mit 4,5 Billionen Euro aus (vgl. DIW Berlin Wochenbericht Nr. 45\/2007, Seite 667).<\/p><p>Somit verf&uuml;gt jeder Bundesb&uuml;rger &uuml;ber 17 Jahre &uuml;ber ein Nettogesamtverm&ouml;gen im Durchschnitt (arithmetisches Mittel) in H&ouml;he von knapp 81.000 Euro). Der Median oder der Zentralwert des Verm&ouml;gens, der eine Grenze zwischen zwei H&auml;lften bezeichnet, liegt hingegen &uuml;ber 15.000 Euro. Das hei&szlig;t, die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung verf&uuml;gt &uuml;ber weniger als 15.000 Euro Verm&ouml;gen.<\/p><p>Die Angaben des IW zum Einkommenssteueraufkommen m&ouml;gen vielleicht sogar statistisch korrekt sein, es ist aber &ndash; vorsichtig gesagt &ndash; eine ziemlich suggestive Verengung des Blickfelds, wenn man bei der Frage nach einer gerechten Verteilung ausschlie&szlig;lich auf die Einkommensteuer abhebt. Diese macht n&auml;mlich nur rund ein Drittel der gesamten Steuereinnahmen aus. Rund 46 % machen die Umsatz- und Verbrauchssteuern aus, die jeder &ndash; Einkommensbezieher &ndash; ob arm oder reich &ndash; in gleicher H&ouml;he bezahlen muss.<\/p><p>Immerhin kann auch die IW-Studie &uuml;ber folgendes nicht hinwegsehen: &bdquo;Erwirtschafteten die Haushalte mit den zweith&ouml;chsten Markteinkommen 1993 noch das 19,5-fache dessen, was Haushalte der zweitniedrigsten Gruppe verdient haben, so wuchs der Abstand bis 1998 auf das 24,5-Fache. Danach &ouml;ffnete sich die Kluft zwar etwas langsamer, aber das Verh&auml;ltnis stieg weiter bis 2003 auf das 26,8-Fache. Insgesamt hat die Spreizung der Markteinkommen zwischen diesen beiden Zehnteln von 1993 bis 2003 um 38 Prozent zugenommen&ldquo;.<\/p><p>Nach Abzug von Einkommenssteuern und Sozialbeitr&auml;gen sowie unter Einbeziehung<br>\nstaatlicher Geldtransfers kommt die IW-Studie zu einem erstaunlichen und erkl&auml;rungsbed&uuml;rftigen Ergebnis: &bdquo;Waren die Markteinkommen des 9. Zehntels im Jahr 2003 noch 26,8 Mal h&ouml;her als im 2. Zehntel, so ist diese Differenz bei den Nettoeinkommen, also nach staatlicher Umverteilung, auf das 2,6-Fache geschrumpft.&ldquo; <\/p><p>Ohne weitere Angaben ist dieses Ergebnis nicht nachvollziehbar, denn 1993 gab es noch einen Spitzensteuersatz von 53 Prozent, der 2003 auf 48,5 Prozent gesenkt wurde. Auch die Beitragsbemessungsgrenzen wurden nicht wesentlich ver&auml;ndert.<\/p><p>Doch selbst wenn die Berechnung f&uuml;r 2003 noch richtig w&auml;re, so w&uuml;rde sie nach der Senkung des Spitzensteuersatzes auf 42 Prozent im Jahre 2005 sicher nicht mehr zutreffen.<\/p><p>Die zweifelhafte Qualit&auml;t der Studie zeigt sich an einem f&uuml;r die Skeptiker der Umverteilung von unten nach oben typischen und gravierenden Fehler: &bdquo;Armut ist eine relative Gr&ouml;&szlig;e. Wer nach der statistischen Konvention weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, gilt als einkommensarm.<\/p><p>Diese Definition f&uuml;hrt aber zu kaum nachvollziehbaren Effekten: Stellen Sie sich einmal vor, bei ansonsten unver&auml;ndert verteilten Einkommen knackt ein bislang einkommensarmer B&uuml;rger den Jackpot im Lotto und rutscht ob seiner neuen Verm&ouml;genseink&uuml;nfte nun &uuml;ber die bisherige Armutsschwelle. Statistisch muss das mittlere Einkommen neu berechnet werden.&ldquo; Hei&szlig;t es auf S.11. <\/p><p>Und gerade das ist eine Milchm&auml;dchenrechnung. Das mittlere Einkommen ist der Median und nicht das Durchschnittseinkommen. Das Durchschnittseinkommen w&uuml;rde sich durch solche Lottogewinne ggf. etwas verschieben k&ouml;nnen. Das mittlere Einkommen oder der Median entsprechend der Definition der Europ&auml;ischen Union ist jedoch eine statistische Gr&ouml;&szlig;e, die gerade solche Ausrei&szlig;er vermeidet (eine ausf&uuml;hrlichere Erkl&auml;rung finden Sie auf <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/8055\/mittellose-milchmaedchen\/\">BILD-Blog<\/a>)<\/p><p>Was m&uuml;ssen das f&uuml;r Wissenschaftler sein und was sind solche Berechnungen wert, wenn so banale statistische Fehler gemacht werden.<\/p><p>Die IW-Studie ist ein politisches Pamphlet, in dem das vorgegebene politische Ziel &ndash; n&auml;mlich die Umverteilung von unten nach oben zu bestreiten oder gar den Eindruck zu erwecken, das Gegenteil sei der Fall &ndash; mit zweifelhaften statistischen Daten belegt werden soll. Man kann eben auch mit Statistik l&uuml;gen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer geradezu trotzigen Provokation rechtzeitig zum Vorwahlkampf bestreitet das <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/Portals\/0\/pdf\/pressemappe\/2009\/pm_040609_Statement.pdf\">IW [PDF &ndash; 11 KB]<\/a> nicht nur die f&uuml;r jedermann sp&uuml;rbare, immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich, es widerspricht auch allen Befunden und Studien, wonach in den letzten Jahren die Reichen immer reicher und die Armen immer &auml;rmer geworden sind. Dass der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3985\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,145,137,11,132],"tags":[551,550,552,291],"class_list":["post-3985","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-sozialstaat","category-steuern-und-abgaben","category-strategien-der-meinungsmache","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-huether-michael","tag-iw","tag-lohnquote","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3985"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20350,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3985\/revisions\/20350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}