{"id":39861,"date":"2017-08-31T14:36:47","date_gmt":"2017-08-31T12:36:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39861"},"modified":"2024-09-24T08:26:31","modified_gmt":"2024-09-24T06:26:31","slug":"der-korea-konflikt-beharrliche-bunkermentalitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39861","title":{"rendered":"Der Korea-Konflikt &#8211; Beharrliche Bunkermentalit\u00e4ten."},"content":{"rendered":"<p>Der Politikwissenschaftler &amp; Publizist mit den Schwerpunkten Ost- und S&uuml;dostasien <strong>Dr. Rainer Werning<\/strong> blickt zur&uuml;ck auf einen wichtigen Teil der Entstehungsgeschichte des jetzigen Konfliktes. Man merkt dem Text an, dass den Autor das Geschehen von heute wie von damals umtreibt. Diese sp&uuml;rbare pers&ouml;nliche Betroffenheit muss kein Schaden sein. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><div style=\"clear:right;\"><\/div><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1297\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-39861-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=39861-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170901_Der_Korea_Konflikt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Auch nach knapp sechseinhalb Dekaden nach dem Ende des Koreakrieges (1950-53), des ersten &bdquo;hei&szlig;en Konflikts&ldquo; im Kalten Krieg, ist eine dauerhafte Friedensregelung auf der Halbinsel noch immer nicht in Sicht. Das Kriegsende auf der Halbinsel wurde am 27. Juli 1953 in dem Grenzort Panmunjom besiegelt &ndash; doch lediglich durch ein von Vertretern Nordkoreas, der VR China und von US-Gener&auml;len im Auftrag der Vereinten Nationen unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen, das bis heute nicht in einen Friedensvertrag &uuml;berf&uuml;hrt wurde. S&uuml;dkoreas starker Mann, Rhee Syngman, verweigerte seine Unterschrift und bef&uuml;rwortete stattdessen die Fortsetzung der Kampfhandlungen. Bis heute bleibt die Sicherheitslage entlang des 38. Breitengrades &auml;u&szlig;erst prek&auml;r. Es ist dies die weltweit bestbewachte und h&ouml;chstmilitarisierte Region.<\/p><p><strong>Von Rainer Werning<\/strong><\/p><p>Sehnlichst hatten die Koreaner gehofft, das Ende des Zweiten Weltkrieges werde ihnen nach 36-j&auml;hriger Kolonialherrschaft (1910-45) endlich die Freiheit bescheren. Doch bereits vor Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch Japan am 2. September 1945 hatten sich die Siegerm&auml;chte USA und die Sowjetunion darauf verst&auml;ndigt, Korea entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen aufzuteilen und das Land auf unbestimmte Dauer, zumindest aber f&uuml;nf Jahre lang, treuh&auml;nderisch zu verwalten.<\/p><p>N&ouml;rdlich des 38. Breitengrades, so war es zwischen Washington und Moskau vereinbart worden, hatte die Rote Armee das Sagen und protegierte den antijapanischen Partisanenverband des sp&auml;teren Pr&auml;sidenten Kim Il-Sung. S&uuml;dlich des 38. Breitengrades kontrollierten die USA das politische Geschehen. Washington verhalf dort dem eigens aus US-amerikanischem Exil nach Seoul eingeflogenen Dr. Rhee Syngman zur Macht &ndash; entgegen dem Willen der damals &uuml;berall in Korea rasch entstandenen Volkskomitees. Diese waren &ndash; erstmalig in der Geschichte des Landes &ndash; Ausdruck einer breiten Massenbewegung, deren vorrangiges Ziel darin bestand, die eigenen Belange selbstbestimmt und demokratisch zu regeln. F&uuml;hrend in dieser Bewegung waren Nationalisten, Konservative, Sozialisten und Kommunisten unterschiedlicher Couleur, die auf jeweils eigene Weise gegen die japanische Kolonialmacht opponiert oder im Partisanenkampf milit&auml;risch Widerstand geleistet hatten und die nunmehr &uuml;ber widerstreitende Ideen und Ideologien hinaus ein zentrales Anliegen einte &ndash; das koloniale Erbe schnellstm&ouml;glich zu beseitigen und die Weichen f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges und demokratisches Korea zu stellen.<\/p><p>Es waren die Volkskomitees, die diese Vision verfolgten, mit Kriegsende die Verwaltung des Landes &uuml;bernahmen und auf ihrer am 6. September 1945 tagenden Repr&auml;sentativversammlung in Seoul die gesamtnationale <em>Volksrepublik<\/em> Korea proklamierten und deren Regierung w&auml;hlten. Diese f&uuml;hlte sich folgenden zentralen Zielen verpflichtet: Durchf&uuml;hrung einer umfassenden Land- und Agrarreform, Nationalisierung gro&szlig;industrieller Komplexe sowie die Durchsetzung des Achtstundentags, eines Minimumlohns und Preiskontrollen bei wichtigen Nahrungsmitteln und Mieten. Diese Forderungen waren au&szlig;erordentlich popul&auml;r und wurden landesweit unterst&uuml;tzt. Dennoch litt diese Republik unter zwei Geburtsfehlern; ihr blieb die internationale Anerkennung versagt, und sie war kurzlebig.<\/p><p><strong>&bdquo;Befriedung&ldquo; statt Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend Einheiten der Roten Armee bereits Mitte August 1945 in Korea einmarschierten und &ndash; wie zuvor mit den USA vereinbart &ndash; am 38. Breitengrad Halt machten, landete erst am 8. September 1945 die 7. US-Infanteriedivision in Incheon an der Westk&uuml;ste Koreas an. Von der gerade gebildeten koreanischen Regierung nahmen die Besatzungstruppen unter F&uuml;hrung von General John R. Hodge keine Notiz. Statt dessen entstand s&uuml;dlich des 38. Breitengrads die <em>United States Army Military Government in Korea<\/em>, die US-amerikanische Milit&auml;rregierung in Korea &ndash; kurz: <em>USAMGIK<\/em>. Sie bestimmte, was die Koreaner fortan zu tun und zu lassen hatten. Im ersten Generalbefehl  der USAMGIK wurde die Bev&ouml;lkerung aufgerufen, deren Anweisungen strikt zu befolgen. Die Menschen in der Hauptstadt Seoul staunten nicht schlecht, als dann auch noch anstelle der koreanischen Flagge das Sternenbanner gehisst wurde.<\/p><p>Kein Mitglied der US-amerikanischen Milit&auml;rregierung in Korea sprach Koreanisch. Die Volkskomitees waren f&uuml;r die neuen Besatzer von Anfang an ein Dorn im Auge und galten &ndash; so w&ouml;rtlich &ndash; als &bdquo;akute Bedrohung und kommunistisch unterwandert.&ldquo; Es k&uuml;mmerte sie auch nicht, dass in diesen Komitees hoch angesehene Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens wie Yo Un-Hyong, Kim Ku und Kim Kyu-Sik eine herausragende Stellung einnahmen. Tragischer noch: Die Sicherheitskr&auml;fte der USAMGIK und Rhee Syngmans rekrutierten sich mehrheitlich aus pro-japanischen Kollaborateuren. &bdquo;Als wir hier die Polizei &uuml;bernahmen&ldquo;, erkl&auml;rte dazu der US-amerikanische Chef der s&uuml;dkoreanischen Polizeidivision, Oberst William H. Maglin, &bdquo;waren unter den 20.000 Mann 12.000 Japaner. Was wir taten, war Folgendes: Wir schickten die Japs nach Hause, stockten die Zahl der Koreaner auf und bauten einen Apparat auf, in den s&auml;mtliche jungen M&auml;nner integriert wurden, die der Polizei vorher geholfen hatten. Einige fragten sich, ob es klug sei, von den Japanern ausgebildetes Personal einfach zu &uuml;bernehmen. Doch wir d&uuml;rfen nicht vergessen: Viele Leute sind geborene Polizisten. Wenn sie unter den Japanern einen guten Job verrichteten, warum nur sollten sie dann nicht auch f&uuml;r uns einen guten Job tun? Es w&auml;re doch unfair gewesen, sie nur deshalb davonzujagen, weil sie fr&uuml;her einmal unter den Japanern gedient hatten.&ldquo; (<em>zit. nach: Gayn 1948: 391<\/em>)<\/p><p>Als ein Mitte November 1945 tagender Kongress der Volksrepublik es ablehnte, sich selbst aufzul&ouml;sen, erkl&auml;rte General Hodge ihn kurzerhand f&uuml;r ungesetzlich. Auf Initiative der USAMGIK konstituierte sich Mitte Februar 1946 ein sogenannter Parlamentarischer Demokratischer Rat, dessen Vorsitz Rhee Syngman &uuml;bertragen wurde, der w&auml;hrend des Pazifischen Krieges in Washington die Korea-Kommission geleitet hatte. Obgleich er die koreanische Nachkriegsrealit&auml;t nicht kannte, avancierte Rhee mit aktiver amerikanischer R&uuml;ckendeckung zur Galionsfigur konservativer, rechter Kr&auml;fte &ndash; Gro&szlig;grundbesitzer, Adelige, Staatsb&uuml;rokraten und Sicherheitskr&auml;fte &ndash;, die meist mit der fr&uuml;heren Kolonialmacht Japan zusammengearbeitet hatten. Rhee Syngman genoss deshalb von Anfang an wenig Sympathien. Selbst unter Mitarbeitern der USAMGIK stie&szlig; Rhees Auftreten und sein zunehmend autorit&auml;rer F&uuml;hrungsstil auf Kritik. &bdquo;Rhee Syngmans R&uuml;ckkehr fand im allgemeinen wenig Beachtung, obwohl er offenbar vom ersten Augenblick an die Gunst der kollaborationistischen Gruppen gewonnen hatte&ldquo;, urteilte beispielsweise Alfred Crofts, ein Mitglied der USAMGIK. Und er fuhr fort: &bdquo;Vor der Landung der Amerikaner konnte eine politisch rechtsgerichtete Partei, die in der Vorstellung des Volkes mit der Kolonialherrschaft assoziiert wurde, nicht bestehen. Doch kurz danach sollten wir wenigstens drei konservative Parteicliquen unterst&uuml;tzen.&ldquo;<\/p><p>Im September 1946 erlie&szlig;en die US-Beh&ouml;rden Haftbefehl gegen namhafte kommunistische F&uuml;hrer. Diese setzten sich daraufhin in den n&ouml;rdlichen Landesteil ab. &Uuml;berhaupt: Alle, die im s&uuml;dlichen Landesteil in der Kunst- und Kulturszene, im Literatur- und akademischen Betrieb und als kritische Intellektuelle &ndash; von Sozialisten und Kommunisten ganz zu schweigen &ndash; Rang und Namen hatten, zogen es aufgrund des zunehmend repressiver werdenden Klimas in den folgenden Monaten vor, sich n&ouml;rdlich des 38. Breitengrads niederzulassen. Im S&uuml;den eskalierten Widerstand und gewaltsame Proteste, die sich in erster Linie dagegen richteten, dass pro-japanische Kollaborateure in Amt und W&uuml;rden belassen und die Bauern gezwungen wurden, zus&auml;tzliche (Ernte-)Abgaben an die Beh&ouml;rden zu leisten. Dissens und Demonstrationen wurden von US-Truppen und vor allem rechten paramilit&auml;rischen Schl&auml;gertrupps niedergekn&uuml;ppelt. Dazu z&auml;hlte unter anderen die notorische &bdquo;Nordwest-Jugend&ldquo;, die als S&ouml;hne von im Norden enteigneten Grundbesitzern und pro-japanischen Kollaborateuren auf Rache sannen und unter den Fittichen der USAMGIK ihr Unwesen treiben konnten. Zur zus&auml;tzlichen &Uuml;berwachung und Einsch&uuml;chterung der Bev&ouml;lkerung entstanden sogenannte &bdquo;strategische Weiler&ldquo;, zentrale Sammelstellen, in die sich die Menschen zu Zehntausenden begeben und sich einer &bdquo;vorsorglichen Untersuchung und Inhaftierung&ldquo; (<em>yebi geumsok<\/em>) unterziehen mussten, um nicht als &bdquo;Umst&uuml;rzler&ldquo; zu gelten.<\/p><p><strong>Separatwahlen und fortschreitende Entfremdung<\/strong><\/p><p>Im November 1947 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, die sich damals mehrheitlich aus den Vertretern pro-amerikanischer Staaten zusammensetzte, die Gr&uuml;ndung einer Provisorischen Kommission f&uuml;r Korea. Als Reaktion auf diese Internationalisierung der Korea-Frage verweigerte die Sowjetunion Vertretern der Kommission die Einreise in den von ihr kontrollierten Norden. Im Gegenzug propagierten Washington und die Korea-Kommission die Durchf&uuml;hrung separater Wahlen zur Nationalversammlung im s&uuml;dlichen Landesteil. Dort fanden schlie&szlig;lich am 10. Mai 1948 unter UN-Aufsicht die Wahlen statt, die allerdings von den meisten Parteien als &bdquo;Schandwahlen&rdquo; boykottiert wurden. Betrug, massive Stimmenthaltung, Schl&auml;gereien und Benachteiligung der Opposition kennzeichneten sie. Die Wahlen waren alles andere als frei; die so genannten ungebildeten Bev&ouml;lkerungsschichten durften an ihnen ohnehin nicht teilnehmen.<\/p><p>Im Vorfeld der Wahlen hatten sich &uuml;berdies Terrorbanden blutige Gefechte geliefert, die &uuml;ber 500 Menschenleben kosteten. Und die wenigen Wahlbeobachter der UN, etwa drei Dutzend, waren au&szlig;erstande, ihrer Aufgabe auch nur ann&auml;hernd gerecht zu werden. Trotzdem best&auml;tigte die UN-Vollversammlung Rhee Syngman wenig sp&auml;ter als Wahlsieger und dr&uuml;ckte ihm und der von seiner Regierung am 15. August 1948 ausgerufenen <em>Republik Korea<\/em> den Stempel der Legitimit&auml;t auf. W&ouml;rtlich hie&szlig; es in der UN-Resolution vom Dezember 1948, dass &bdquo;die Regierung Rhee Syngman gesetzm&auml;&szlig;ig ist, die &uuml;ber den Teil Koreas, den die Provisorische Kommission zu inspizieren imstande war, wirksame Machtbefugnisse aus&uuml;bt, dass diese Regierung aus Wahlen hervorgegangen ist, die einen g&uuml;ltigen Ausdruck des freien Willens der W&auml;hler in jenem Teil Koreas darstellen, und dies die einzige derartige &ndash; das hei&szlig;t: gesetzm&auml;&szlig;ige und frei gew&auml;hlte &ndash; Regierung in Korea ist.&ldquo;<\/p><p>Landesweit hatten diese Wahlen einen Sturm der Entt&auml;uschung und Entr&uuml;stung entfacht. Zahlreiche gesamtkoreanische Konferenzen von Parteien und gesellschaftlichen Organisationen hatten wiederholt und eindringlich davor gewarnt, separate Wahlen abzuhalten, und gefordert, dass s&auml;mtliche im Lande stationierte ausl&auml;ndische Truppen abgezogen werden m&uuml;ssten. Andernfalls drohe die w&auml;hrend der japanischen Okkupation immerhin gewahrte nationale Einheit gesprengt und das Land auf Dauer geteilt zu werden. Eine berechtigte Bef&uuml;rchtung; als Reaktion auf die Ereignisse im S&uuml;den fanden im August 1948 im Norden Wahlen zur Obersten Volksversammlung statt. Sie verliefen weitaus weniger turbulent als im S&uuml;den, doch frei und fair waren auch sie nicht. Wer sich an den Urnen im Sinne der Herrschenden nicht botm&auml;&szlig;ig verhielt, dem entzogen die Beh&ouml;rden kurzerhand den Bezugsschein f&uuml;r Lebensmittelrationen. Am 9. September zog die Regierung in der Hauptstadt Pj&ouml;ngjang nach, und Kim Il-Sung rief dort die <em>Demokratische Volksrepublik Korea<\/em> aus.<\/p><p>Die politische Lage blieb in all diesen Monaten vor allem im S&uuml;den extrem angespannt. Die Menschen dort waren unzufrieden &uuml;ber die anhaltend miserablen sozialen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse. &Uuml;berall mangelte es an Nahrungsmitteln, Kleidung und Unterk&uuml;nften. Die alten, wieder zur Macht gelangten Gro&szlig;grundbesitzer beuteten die Bauern schamlos aus; Pachtabgaben bis zu 70 Prozent des Ernteertrags waren nicht selten. H&auml;ufig auch wurden P&auml;chter kurzerhand von ihren Parzellen vertrieben. Protest und Widerstand wurden umgehend und unerbittlich unterdr&uuml;ckt. Willige Instrumente der Repression waren nebst ehemaligen japanischen Kollaborateuren vor allem aus dem n&ouml;rdlichen Landesteil gefl&uuml;chtete Gro&szlig;grundbesitzer samt ihren Schergen. Dieser Repression fielen Zehntausende zum Opfer, die F&uuml;hrung fortschrittlicher und linker Bewegungen im S&uuml;den der Halbinsel wurde nahezu physisch liquidiert.<\/p><p><strong>Aufbruchstimmung im Norden<\/strong><\/p><p>Anders verlief die Entwicklung im n&ouml;rdlichen Teil der Halbinsel. Dort lie&szlig; die sowjetische Besatzungsmacht die Volkskomitees im Wesentlichen gew&auml;hren und warf ihr politisches Gewicht f&uuml;r die vormals im Grenzgebiet zur Mandschurei und der Sowjetunion operierende antijapanische Partisanentruppe um Kim Il-Sung in die Waagschale, die lediglich als eine von mehreren solcher Verb&auml;nde aktiv war. Bereits im Fr&uuml;hjahr 1946 hatte der Norden ein sozialpolitisches Signal gesetzt, als eine weitreichende Bodenreform &uuml;ber 700.000 besitzlosen Bauernfamilien zu Landbesitz verhalf &ndash; zum Verdruss der fr&uuml;heren Grundbesitzer. Die sahen in Nordkorea keine Zukunft f&uuml;r sich. Scharenweise wanderten sie in den S&uuml;den ab, wo sich zahlreiche S&ouml;hne dieser Entt&auml;uschten bei den Sicherheitskr&auml;ften bewarben oder mit gleichgesinnten Jugendlichen paramilit&auml;rische Schl&auml;gertrupps formierten. F&uuml;r Kim und seine Gefolgsleute bedeutete die &uuml;beraus popul&auml;re Bodenreform zus&auml;tzlich einen enormen Legitimationsgewinn (was seinerzeit selbst USAMGIK-Vertreter offen eingestanden), zumal eine &auml;hnliche Reform im S&uuml;den der Halbinsel ausblieb. Vor allem kam der nordkoreanischen F&uuml;hrung zugute, dass sie nicht im Entferntesten mit dem Makel von pro-japanischer Kollaboration und politischer Repression behaftet war. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wurden dominiert von Personen, die gegen das japanische Kolonialjoch gek&auml;mpft hatten &ndash; ein scharfer Kontrast zu den alt-neuen Eliten im S&uuml;den, die es, gest&uuml;tzt auf die Bajonette der USAMGIK, erneut und schnell geschafft hatten, Macht und Pfr&uuml;nde unter sich aufzuteilen. Ein Personenkult um Kim Il-Sung existierte damals noch nicht.<\/p><p><strong>Erst Teilung &hellip;<\/strong><\/p><p>Beide Staaten beanspruchten jeweils f&uuml;r sich, legitimer Sachwalter des <em>einen<\/em> Korea zu sein. Sah sich die Regierung in Seoul als &bdquo;Vorposten der freien Welt und im Feldzug gegen den Kommunismus&ldquo;, w&auml;hnte sich die Regierung in Pj&ouml;ngjang als &bdquo;Basis der koreanischen Revolution und als Bollwerk nationaler Befreiung&ldquo;. Notfalls, so die schrille Propaganda in beiden Hauptst&auml;dten, werde man mit Gewalt die Einheit wiederherstellen. Bewaffnete Provokationen und Konfrontationen entlang der Demarkationslinie am 38. Breitengrad waren an der Tagesordnung und h&auml;uften sich seit der Jahreswende 1949\/50. Noch herrschte ein labiles Gleichgewicht, wenngleich selbst US-Au&szlig;enminister Dean Acheson mehrfach ger&uuml;gt hatte, wie launisch und unkalkulierbar S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident handelte. Dieser hatte sich mehrfach &ouml;ffentlich damit gebr&uuml;stet, f&uuml;r einen Waffengang ger&uuml;stet zu sein und &bdquo;im Marsch gen Norden Pj&ouml;ngjang innerhalb von drei Tagen zu erobern.&ldquo; &bdquo;Ich f&uuml;hle sehr&ldquo;, schrieb Rhee beispielsweise in einem vom 30. September 1949 datierten Brief an Dr. Robert Oliver von der Penn State University im US-amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania, &bdquo;dass jetzt der beste psychologische Zeitpunkt gekommen ist, eine aggressive Ma&szlig;nahme zu ergreifen. (&hellip;) Wir werden einige von Kim Il-Sungs Leuten in die Berge vertreiben und dort aushungern. Dann werden wir in einer hundertprozentig besseren Ausgangslage sein.&ldquo;<\/p><p>Diese Einsch&auml;tzung teilten hochrangige Offiziere der s&uuml;dkoreanischen Armee. S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident war unbeliebt und h&auml;tte sich in Friedenszeiten nicht lange an der Macht halten k&ouml;nnen. F&uuml;r ihn wie auch f&uuml;r Tschiang Kai-Shek im benachbarten Taiwan, schrieb der US-amerikanische Journalist Isidor F. Stone, h&auml;tte Frieden beider politisches Ende bedeutet. Der verschlagene Rhee wusste nur zu gut, dass im Falle einer Eskalation milit&auml;rischer Auseinandersetzungen US-Truppen in das Geschehen eingreifen und ihm R&uuml;ckhalt verschaffen w&uuml;rden. Gleicherma&szlig;en h&auml;tte Frieden, so jedenfalls die damalige Mehrheitsmeinung in Washington, den Plan erschwert, die alten Achsenm&auml;chte, vor allem Japan und Westdeutschland, in einen neuen antisowjetischen Kreuzzug einzubinden.<\/p><p>Gleicherma&szlig;en ging die F&uuml;hrung um Kim Il-Sung davon aus, dass sich vor allem nach der Proklamation der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 in Peking (Beijing) durch Mao Tse-tung (Mao Zedong) die Ausgangslage f&uuml;r einen unter ihrer &Auml;gide gef&uuml;hrten Befreiungskrieg sp&uuml;rbar verbessert hatte. Mittlerweile ist verb&uuml;rgt, dass Kim Il-Sung seit 1949 sowohl Stalin als auch Mao um logistische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein solches Unterfangen bat (<em>Cold War International History Project of the Woodrow Wilson International Center, Washington, D.C.<\/em>). Auf der Grundlage ge&ouml;ffneter russischer Archive hat Kim Il-Sung 1949\/50 mehrere Geheimreisen in die Sowjetunion und die VR China unternommen, um Stalin und Mao zu &uuml;berzeugen, dass der Zeitpunkt g&uuml;nstig sei, gegen die Truppen des S&uuml;dens offensiv vorzugehen und das Regime Rhee Syngmans zu st&uuml;rzen. Erst im Fr&uuml;hjahr 1950 gab man in Moskau wie in Beijing gr&uuml;nes Licht f&uuml;r eine derartige Intervention. F&uuml;r das Kalk&uuml;l Kim Il-Sungs d&uuml;rfte unter anderem die &Auml;u&szlig;erung von US-Au&szlig;enminister Dean Acheson mitausschlaggebend gewesen sein, wonach sich der US-amerikanische Verteidigungsg&uuml;rtel (&bdquo;defensive perimeter&rdquo;) lediglich von den Al&euml;uten &uuml;ber Japan sowie &uuml;ber die Ry&#363;ky&#363;-Inseln bis zu den Philippinen erstrecken w&uuml;rde &ndash; Korea mithin implizit &bdquo;au&szlig;en vor&ldquo; lie&szlig;. Rhee Syngman hingegen spekulierte &ndash; zu Recht &ndash; darauf, dass Washington ihm und seinem Regime im Falle einer Eskalation bewaffneter Auseinandersetzungen milit&auml;risch zur Seite stehen w&uuml;rde. So wartete man sowohl in Seoul als auch in Pj&ouml;ngjang auf den geeigneten Moment beziehungsweise auf entsprechend provokante Aktionen der Gegenseite, um eine neue Phase einer gro&szlig;angelegten milit&auml;rischen Offensive einzuleiten.<\/p><p>Der S&uuml;den ver&uuml;bte mehrfach milit&auml;rische Angriffe n&ouml;rdlich des 38. Breitengrads, derer sich s&uuml;dkoreanische Offiziere &ouml;ffentlich br&uuml;steten.<br>\nEin Ziel dieser Attacken war die Halbinsel Ongjin, die, wenn sie eingenommen worden w&auml;re, den Truppen Rhee Syngmans einen direkten und raschen Zugang zu Pj&ouml;ngjang erm&ouml;glicht h&auml;tte. Vieles spricht daf&uuml;r, dass im Nordwesten der Demarkationslinie &ndash; nahe der Stadt Haeju &ndash; s&uuml;dkoreanische Vorst&ouml;&szlig;e auf erbitterten nordkoreanischen Widerstand stie&szlig;en und nordkoreanische Verb&auml;nde ihrerseits Vorst&ouml;&szlig;e unternahmen und mehr und mehr milit&auml;rische Kontingente in dieser Region massierten. Einige Autoren verweisen in diesem Zusammenhang auf Meldungen des United States Armed Forces Radio Service aus Seoul, wonach Haeju Anfang Juni 1950 von s&uuml;dkoreanischen Einheiten eingenommen worden war. Gleiches vermeldete die <em>New York Herald Tribune<\/em> unter Berufung auf Milit&auml;rkreise in der s&uuml;dkoreanischen Hauptstadt.<\/p><p>Vor allem galten die in fraglichem Gebiet operierende 1. Division und das 17. (Infanterie-)Regiment, eine Spezialeinheit antikommunistischer Hardliner, unter dem Befehl des sp&auml;teren ersten Viersternegenerals S&uuml;dkoreas, Paik Sun-Yup, und Brigadegenerals Kim Sok-Won als &bdquo;draufg&auml;ngerische&ldquo; Kampfeinheiten. Paik hatte seine milit&auml;rischen Sporen in der Armee des Vasallenstaates Mandschukuo verdient, w&auml;hrend Kim zuvor der Kaiserlich-Japanischen Armee als Generalmajor gedient hatte. Nur zu gern h&auml;tte Rhee Syngman Letzteren zum Armeechef ernannt, was der US-Generalstab letztlich vereitelte. F&uuml;r diesen war Kim unberechenbar und dragonerhaft; mehrfach hatte Kim &ouml;ffentlich als sein oberstes Ziel verk&uuml;ndet, &bdquo;in Haeju zu fr&uuml;hst&uuml;cken, in Pj&ouml;ngjang zu Mittag zu essen und das Abendessen in Wonsan (nordkoreanische Hafenstadt an der Ostk&uuml;ste &ndash; <em>RW<\/em>) einzunehmen.&ldquo; (Deane 1999: 86)<\/p><p><strong>&hellip; dann Krieg<\/strong><\/p><p>Im Morgengrauen des 25. Juni 1950 &uuml;berquerten dann nordkoreanische Panzereinheiten die Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrads. Ohne nennenswerte Gegenwehr r&uuml;ckten sie in Seoul ein und stie&szlig;en binnen weniger Tage sogar bis kurz vor die Hafenstadt Busan im S&uuml;den vor. Rhees Truppen mangelte es an Motivation und Kampfkraft; scharenweise desertierten seine Soldaten und liefen zur anderen Seite &uuml;ber.<\/p><p>Die Stimmung jener Tage hatten ehemalige Mitglieder der USAMGIK wie folgt beschrieben: &bdquo;Die russischen Panzer der Invasoren h&auml;tten in den Bergen von einer entschlossenen Verteidigung leicht aufgehalten werden k&ouml;nnen. Die kommunistische Doktrin machte wenig Eindruck auf eine Bev&ouml;lkerung, der die gr&auml;sslichsten Berichte nordkoreanischer Fl&uuml;chtlinge bekannt waren. Andererseits begr&uuml;&szlig;ten Millionen von S&uuml;dkoreanern die Aussicht auf Wiedervereinigung des Landes, selbst unter den Bedingungen der Kommunisten. Diese Menschen hatten die Brutalit&auml;t der Polizei, geistige Unterdr&uuml;ckung und politische S&auml;uberungen erlebt. Nur wenige waren bereit, f&uuml;r Kriegsgewinnler und Schieber zu k&auml;mpfen oder f&uuml;r Rhee Syngman zu sterben. Nur zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung von Seoul verlie&szlig;en die Stadt; zahlreiche Truppen desertierten, und Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens, darunter Kim Kyu-Sik, liefen zu den Nordkoreanern &uuml;ber.&ldquo; (<em>Crofts 1960 &amp; Robinson nach Scher 1973<\/em>)<\/p><p>Noch am 25. Juni 1950 brachten die USA den Vorschlag f&uuml;r eine Korea-Resolution in den UN-Sicherheitsrat ein. Die damals von den USA dominierten Vereinten Nationen unternahmen keinen Versuch, wenigstens die nordkoreanische Seite anzuh&ouml;ren und stimmten umgehend der Forderung Washingtons zu, mit einem eigenen Truppenkontingent Rhee Syngman zu unterst&uuml;tzen und &bdquo;die Aggression Nordkoreas&ldquo; zu stoppen. Ein Akt, der dadurch erleichtert wurde, weil die Sowjetunion den Sicherheitsrat seit Januar 1950 boykottierte &ndash; aus Protest gegen die Weigerung Tschiang Kai-Sheks, seinen Sitz im Sicherheitsrat an die Volksrepublik China abzutreten. Ein Veto blieb demzufolge aus und die USA bekamen am 27. Juni 1950 ein UN-Mandat, in Korea einzugreifen.<\/p><p>US-Pr&auml;sident Harry S. Truman hatte allerdings bereits ohne Einwilligung der Vereinten Nationen Besatzungstruppen in Japan nach S&uuml;dkorea verlegt, deren L&ouml;wenanteil fest davon &uuml;berzeugt war, dass ihm in Korea allenfalls ein wenige Wochen dauerndes &bdquo;Abenteuer&ldquo; bevorstand und deshalb lediglich leichtes Gep&auml;ck mitzunehmen sei (<em>Downing 1999<\/em>). So standen dem S&uuml;den Koreas die USA bei, die ihrerseits das Kommando &uuml;ber eine aus 15 Staaten bestehende UN-Streitmacht innehatten. Die UN-Truppen sollten de jure als multilateraler Schirm der US-Intervention in Korea fungieren. Faktisch aber blieben deren Truppen dem US-Befehl unterstellt &ndash; sehr zum Verdruss des damaligen UN-Generalsekret&auml;rs Trygvie Lie.<\/p><p>W&auml;hrend seinerzeit in westlichen Hauptst&auml;dten argumentiert wurde, Nordkorea habe einen &bdquo;&Uuml;berraschungsangriff&ldquo; durchgef&uuml;hrt, fragte der r&uuml;hrige US-Publizist Isidor F. Stone, wie sich unbemerkt etwa 70.000 Mann und mindestens 70 Panzer an vier verschiedenen Orten gleichzeitig in Marsch setzen konnten, wo doch noch hochrangige US-Politiker und -Milit&auml;rs wenige Tage zuvor den 38. Breitengrad inspiziert hatten. Und, so Stone weiter, wie und warum vermochte US-Pr&auml;sident Truman binnen k&uuml;rzester Zeit, bereits am 27. Juni, die Entscheidung zu treffen, dass die US-Streitkr&auml;fte sofort in das Kriegsgeschehen eingreifen sollten? &Uuml;berhaupt war es ein Politikum, dass im aufgew&uuml;hlten antikommunistischen Klima des in Washington grassierenden McCarthyismus die New Yorker Monthly Review Press Stones Buch <em>The Hidden History of the Korean War<\/em> (Die verborgene Geschichte des Koreakrieges) 1952 ver&ouml;ffentlichte, nachdem zuvor &uuml;ber zwanzig andere Verleger abgewinkt hatten. &Auml;hnlich erging es dem Opus <em>This Monstrous War<\/em> aus der Feder des investigativen australischen Publizisten Wilfred G. Burchett. Diesem 1953 erschienenen kritischen Koreabuch widerfuhr allerdings das &bdquo;Pech&ldquo;, dass das eigens in die USA verschiffte Kontingent an Exemplaren direkt nach der Anlandung konfisziert und vernichtet wurde &ndash; es passte nicht in die Zeit der McCarthy-&Auml;ra.<\/p><p>Wie eine Feuerwalze rollten die Kriegsmaschinerien beider Seiten mehrfach &uuml;ber die koreanische Halbinsel hinweg &ndash; mal in Nord-S&uuml;d-Richtung, dann wiederum in S&uuml;d-Nord-Richtung. Als diese Truppen unter dem Befehl von General Douglas MacArthur, dem Oberkommandierenden der US-Streitkr&auml;fte im Fernen Osten, den Yalu, den Grenzfluss zwischen Nordkorea und der Volksrepublik China, erreichten, lie&szlig; das in Beijing die Alarmglocken schrillen. Die chinesische F&uuml;hrung schickte am 19. Oktober 1950 <em>Freiwilligenverb&auml;nde<\/em> nach Nordkorea, um dort, so die offizielle Version, &bdquo;Krieg zum Widerstand gegen die USA und zur Hilfe f&uuml;r Korea&ldquo; zu f&uuml;hren. Auf diese Weise galt es, die erst wenige Monate zuvor errungene Souver&auml;nit&auml;t der Volksrepublik zu wahren und im Sinne des Reziprozit&auml;tsprinzips den nordkoreanischen Genossen\/innen nunmehr ihrerseits politisch und milit&auml;risch beizustehen, von denen noch bis vor Kurzem einige Zehntausende auf Seiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee in der Mandschurei gek&auml;mpft hatten. Au&szlig;erdem unterst&uuml;tzte die Sowjetunion Nordkorea mit Panzern und anderem Milit&auml;rger&auml;t und Moskau stellte China zinsg&uuml;nstige Kredite bereit. Zum sp&auml;teren Zeitpunkt stimmte Stalin auch dem Einsatz von MIG-15-Bomberpiloten zu, deren Existenz w&auml;hrend der Kriegshandlungen strikter Geheimhaltung unterlag.<\/p><p><strong>Am Rande eines Dritten Weltkriegs<\/strong><\/p><p>In pausenlosen Eins&auml;tzen klinkte die US Air Force aus B-29-Bombern ihre t&ouml;dliche Fracht aus und beschr&auml;nkte sich nicht nur auf gro&szlig;fl&auml;chiges Dauerbombardement. Vor allem war es der bis April 1951 amtierende Oberbefehlshaber der kombinierten US- und UN-Streitkr&auml;fte, General Douglas MacArthur, der &uuml;berdies mit dem Einsatz atomarer und chemischer Waffen gedroht hatte. &bdquo;In postum ver&ouml;ffentlichten Interviews behauptete MacArthur&ldquo;, notierte der US-amerikanische Koreaexperte und an der University of Chicago lehrende Geschichtsprofessor, Bruce Cumings, &bdquo;einen Plan ausgearbeitet zu haben, mit dem er den Krieg innerhalb von zehn Tagen gewonnen h&auml;tte: &sbquo;Ich h&auml;tte mehr als 30 Atombomben &uuml;ber das gesamte Grenzgebiet zur Mandschurei abgeworfen.&rsquo; Anschlie&szlig;end h&auml;tte er am Yalu, dem Grenzfluss zwischen Nordkorea und China, eine halbe Million nationalchinesischer Soldaten &ndash; die sich nach ihrer Niederlage 1949 aus dem kommunistischen China nach Taiwan abgesetzt hatten &ndash; eingesetzt und dann zwischen dem Japanischen und dem Gelben Meer einen mit radioaktivem Kobalt verseuchten Landg&uuml;rtel geschaffen. Da Kobalt zwischen 60 und 120 Jahre aktiv bleibt, w&auml;re dann &sbquo;mindestens 60 Jahre lang keine Invasion &uuml;ber Land nach S&uuml;dkorea von Norden aus m&ouml;glich gewesen&rsquo;. MacArthur war &uuml;berzeugt davon, dass die Russen angesichts dieser extremen Strategie nichts unternommen h&auml;tten: &sbquo;Mein Plan war bombensicher.&rsquo;&rdquo; (<em>Cumings 2004<\/em>)<\/p><p>Die &bdquo;Pulverisierung&ldquo; &ndash; das hei&szlig;t: die atomare Verw&uuml;stung &ndash; grenznaher chinesischer St&auml;dte, um angeblich den Krieg in Korea abzuk&uuml;rzen: das ging selbst US-Pr&auml;sident Harry S. Truman zu weit. Nach einem Krisentreffen mit MacArthur auf der Pazifikinsel Wake gab Truman am 11. April 1951 vor der internationalen Presse die Absetzung MacArthurs bekannt und schloss seine Erkl&auml;rung mit den Worten: &bdquo;Wir bem&uuml;hen uns, einen Dritten Weltkrieg zu verhindern.&ldquo; (<em>Address by President Truman About Policy in the Far East<\/em>) Fortan hatte General Matthew B. Ridgway das Sagen, w&auml;hrend es f&uuml;r MacArthur, dessen Biograph William Manchester ihn sp&auml;ter einen &bdquo;egomanischen amerikanischen C&auml;sar&ldquo; nannte, die tiefste Dem&uuml;tigung seines Lebens bedeutete.<\/p><p>&bdquo;Als Nachruf auf diesen entfesselten Luftkrieg&ldquo;, schrieb Cumings mit Bezug auf die John Foster Dulles Papers (Oral History Curtis LeMay, 28. April 1966), &bdquo;sei noch die Schilderung seines Erfinders, (des Chefs des Strategischen Luftkommandos, SAC &ndash; <em>RW<\/em>) General Curtis LeMay, zitiert. &Uuml;ber den Beginn des Krieges sagte er 1966 in einem Interview: &sbquo;Wir schoben beim Pentagon sozusagen eine Mitteilung unter der T&uuml;r durch, die in etwa lautete: ,Lasst uns doch f&uuml;nf der gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte in Nordkorea niederbrennen &ndash; sie sind nicht besonders gro&szlig; -, und damit d&uuml;rfte die Angelegenheit dann beendet sein.&rsquo; Nun, als Antwort kam das emp&ouml;rte Geschrei von vier, f&uuml;nf Leuten: ,Ihr werdet eine Menge Nichtkombattanten t&ouml;ten&rsquo;, und: ,Nein, das ist zu schrecklich.&rsquo; Doch dann haben wir innerhalb von etwa drei Jahren jede Stadt in Nordkorea und auch in S&uuml;dkorea niedergebrannt. Tja, &uuml;ber einen Zeitraum von drei Jahren kann man das offenbar goutieren, aber ein paar Menschen zu t&ouml;ten, damit das gar nicht erst passiert, das k&ouml;nnen viele Leute eben nicht verkraften.&rdquo;(<em>Cumings 1990<\/em>)<\/p><p>Erst nach z&auml;hen, immer wieder unterbrochenen Verhandlungen kam es am 27. Juli 1953 in dem unwirtlichen Ort Panmunjom auf der H&ouml;he des 38. Breitengrads zum Waffenstillstandsabkommen. Die Demarkationslinie entsprach in etwa derjenigen, wie sie vor Kriegsbeginn verlaufen war. Unterzeichnet wurde das Abkommen lediglich von Emiss&auml;ren Nordkoreas und der Volksrepublik China sowie den beiden US-amerikanischen Gener&auml;len William K. Harrison und Mark W. Clark im Auftrag der Vereinten Nationen. S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident Rhee Syngman hingegen weigerte sich nicht nur, das Abkommen zu unterschreiben. Er wollte den Krieg fortsetzen. Erst als die US-Regierung einem bilateralen Sicherheitspakt zustimmte, ihr in S&uuml;dkorea stationierter Oberbefehlshaber auch die Kommandogewalt &uuml;ber die s&uuml;dkoreanischen Truppen &uuml;bernahm und der s&uuml;dkoreanischen Seite betr&auml;chtliche Wirtschafts-, Finanz- und Milit&auml;rhilfe in Aussicht gestellt wurden, erkl&auml;rte sich auch Rhee bereit, die Waffenstillstandsklauseln wenigstens zu respektieren. Entlang der entmilitarisierten Zone (<em>DMZ<\/em>) sorgte fortan eine Waffenstillstandskommission (<em>Military Armistice Commission, MAC<\/em>) daf&uuml;r, dass der fragile Frieden gewahrt wurde. Dieser Kommission geh&ouml;rten Beobachter neutraler Staaten (Schweden und die Schweiz f&uuml;r S&uuml;dkorea, Polen und die Tschechoslowakei f&uuml;r Nordkorea) an, die jeweils auf der entsprechenden Seite der Grenze stationiert waren.<\/p><p><strong>Verm&auml;chtnisse des Krieges<\/strong><\/p><p>Wie so h&auml;ufig in seiner Geschichte wurde Koreas Lage dem Land zum Verh&auml;ngnis. Eingekeilt zwischen den &uuml;berm&auml;chtigen Nachbarn China und der Sowjetunion (Russland) und nur durch eine schmale Meerenge vom besiegten Japan entfernt, wo die US-Streitkr&auml;fte das Sagen hatten, bildete die koreanische Halbinsel im &auml;u&szlig;ersten S&uuml;dosten des asiatischen Kontinents einen geo- und milit&auml;rstrategisch bedeutsamen Br&uuml;ckenkopf, der insbesondere w&auml;hrend des beginnenden West-Ost-Konflikts zur Nahtstelle des Kalten Krieges wurde. Gegen Kriegsende handelte Washington gem&auml;&szlig; dem Kalk&uuml;l: Wenn schon nicht das ganze Korea, so sollte wenigstens dessen s&uuml;dlicher Teil zusammen mit Japan fest in den milit&auml;r-politischen Einflussbereich der USA integriert und in ein Bollwerk gegen die Sowjetunion und die junge Volksrepublik China verwandelt werden.<\/p><p>Der bereits erw&auml;hnte US-Publizist I. F. Stone zitierte in diesem Zusammenhang General James A. Van Fleet, der als Oberbefehlshaber der 8. US-Armee anl&auml;sslich des Korea-Besuchs einer philippinischen Delegation im Januar 1952 erkl&auml;rt hatte: &bdquo;Korea hat sich als ein Segen erwiesen. Es musste ein Korea geben, ob nun hier oder anderswo in der Welt.&ldquo; F&uuml;r die USA, wo dieser Krieg anfangs &bdquo;Korean Conflict&ldquo; (Koreanischer Konflikt) genannt und sp&auml;ter als &bdquo;Polizeiaktion&ldquo; beziehungsweise &bdquo;begrenzter Krieg&ldquo; deklariert wurde, bedeutete der Krieg eine tiefe Z&auml;sur. Er markierte n&auml;mlich den Beginn der Herausbildung eines weltumspannenden Netzwerks von Luftwaffenst&uuml;tzpunkten und Marinebasen und eines stets machtvoller werdenden milit&auml;risch-industriellen Komplexes. Der Krieg best&auml;rkte aus Sicht der USA auch die Notwendigkeit der bereits 1947 entworfenen Truman-Doktrin mitsamt drastisch erh&ouml;hten Milit&auml;rausgaben, um fortan &uuml;berall dort zu intervenieren, wo es galt, tats&auml;chliche oder vermeintliche sowjetische Einflusssph&auml;ren zun&auml;chst &bdquo;einzud&auml;mmen&ldquo; (<em>policy of containment<\/em>) und sp&auml;ter &bdquo;zur&uuml;ckzudr&auml;ngen&ldquo; (<em>roll-back<\/em>). Regional gewann diese Politik bereits ein Jahr nach Ende des Koreakrieges an Konturen, als am 8. September 1954 in der philippinischen Hauptstadt Manila unter US-amerikanischer &Auml;gide die SEATO als &bdquo;s&uuml;dostasiatisches Pendant&ldquo; zur NATO aus der Taufe gehoben wurde.<\/p><p>&bdquo;Eine f&uuml;nf Jahre w&auml;hrende Revolution und Konterrevolution eskalierte zum Koreakrieg, ein letzter und grausamer Schritt zur Zerschlagung der Arbeiter- und Bauernrevolution, die auf die Niederlage der Japaner im Zweiten Weltkrieg folgte.&rdquo; (<em>Kim 2000<\/em>) So komplex die innerkoreanischen Konfliktkonstellationen und daraus resultierende schroffe Klassengegens&auml;tze (vor allem zwischen der armen l&auml;ndlichen, b&auml;uerlichen Bev&ouml;lkerung und Gro&szlig;grundbesitzern) nach 1945 auf der Halbinsel waren, so kompliziert gestaltete sich in den Nachkriegsjahren in Folge der von den Siegerm&auml;chten USA und Sowjetunion gezogenen Trennlinie entlang des 38. Breitengrads eine gesamtkoreanische Sozial- und Wirtschaftspolitik. H&ouml;chst unterschiedliche Ideologien und Perspektiven in Nord wie S&uuml;d sowie eben solche Behandlungen ehemals pro-japanischer Kollaborateure beg&uuml;nstigten zus&auml;tzlich eine tiefe Spaltung der Gesellschaft, deren Machtzentren in Seoul und Pj&ouml;ngjang jeweils f&uuml;r sich exklusiv politischen F&uuml;hrungsanspruch reklamierten.<\/p><p>Die ungel&ouml;sten Klassengegens&auml;tze sch&uuml;rten einen zunehmend erbittert ausgetragenen B&uuml;rgerkrieg, der vom Sommer 1950 bis Sommer 1953 internationalisiert wurde. Was Washington zuvor als &bdquo;imagin&auml;re Linie&ldquo; entlang des 38. Breitengrads konzipiert hatte, wurde in Korea indes nicht als eine die Nation durchschneidende Trennlinie verstanden oder gar akzeptiert. In diesem Zusammenhang hob Bruce Cumings (unter anderem mit Verweis auf den US-amerikanischen B&uuml;rgerkrieg) hervor, dass schwerlich &bdquo;Koreaner in koreanisches Territorium einmarschieren&ldquo; und dieses &bdquo;besetzen&ldquo; konnten. Bis heute besteht der Konflikt als Relikt des Kalten Krieges mit einer etwa 240 Kilometer langen und vier Kilometer breiten, besch&ouml;nigend so genannten &bdquo;demilitarisierten Zone&ldquo; fort. Doch de facto ist dies die weltweit bestbewachte, h&ouml;chstmilitarisierte und konflikttr&auml;chtigste Region, wo sich noch immer waffenstarrend &uuml;ber eine Million Soldaten, inklusive mehrerer Tausend US-amerikanischer GIs, gegen&uuml;berstehen. W&auml;hrend der Krieg in S&uuml;dkorea schlicht &bdquo;6-25&ldquo; genannt wird, was sich auf das Datum des &bdquo;Ausbruchs&ldquo; beziehen soll, gilt er in Nordkorea als &bdquo;Vaterl&auml;ndischer Befreiungskrieg&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Vom 25. Juni 1950 bis zum 27. Juli 1953 (die Zeitspanne der offenen Kriegshandlungen &ndash; <em>RW<\/em>)&ldquo;, hie&szlig; es in dem am 23. Juni 2001 in New York verk&uuml;ndeten Urteil des <em>Korea International War Crimes Tribunal<\/em> unter dem Vorsitz des ehemaligen US-Justizministers Ramsey Clark &bdquo;kamen nach konservativen westlichen Sch&auml;tzungen &uuml;ber 4,6 Millionen Koreaner ums Leben, einschlie&szlig;lich drei Millionen Zivilisten im Norden und 500.000 Zivilisten im S&uuml;den der Halbinsel.&ldquo; Zirka 40.000 UN-Soldaten (davon 36.000 US-Amerikaner) verloren in Korea ihr Leben. Wenngleich in der Vergangenheit die Opferzahlen der chinesischen Freiwilligenverb&auml;nde mit weit &uuml;ber 300.000 Personen angegeben wurden, bezifferten chinesische Beh&ouml;rden diese Ende Oktober 2010 mit lediglich 183.108 Soldaten und Offizieren &ndash; unter ihnen auch Mao Zedongs &auml;ltester Sohn Mao Anying &#65279;(<em>180,000 Chinese volunteers died in Korean War &ndash; Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua vom 27. Oktober 2010<\/em>).<\/p><p>In keinem Waffengang nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der zivilen Opfer so hoch wie im Koreakrieg. Ganze Landstriche waren auf Jahre verw&uuml;stet, Deiche gezielt von amerikanischen Kampfbombern gesprengt worden. S&auml;mtliche gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dte glichen Ruinenlandschaften. Allein in der Hauptstadt Pj&ouml;ngjang waren bei Kriegsende nur knapp ein halbes Dutzend H&auml;user halbwegs unversehrt geblieben. In Korea wurden mehr Napalmbomben abgeworfen als sp&auml;ter in Vietnam. Und ihre Wirkung war verheerender, weil es im Norden Koreas mehr Ballungszentren mit einer gr&ouml;&szlig;eren Bev&ouml;lkerungsdichte und mehr innerst&auml;dtische Industrieanlagen gab als in Nordvietnam. &bdquo;Unmittelbar nach der Befreiung begann der Kalte Krieg&ldquo;, erinnerte Hwang Sok-Yong, S&uuml;dkoreas bedeutendster zeitgen&ouml;ssischer Schriftsteller, in Gespr&auml;chen mit dem Autor im Sommer 2005, &bdquo;der eigentlich bis zu Beginn der 1990er Jahre andauerte. Und mit dem Krieg kam die Teilung unseres Landes. Das Tragischste war, dass das allt&auml;gliche Leben stets durch Unterdr&uuml;ckung und Bevormundung gepr&auml;gt war und unsere Familien zerrissen blieben. Nord- und S&uuml;dkoreaner mussten jahrelang auf rauchenden Kanonenrohren ihren Reis kochen.&ldquo;<\/p><p>Profiteure des Krieges waren paradoxerweise die Hauptaggressoren des Zweiten Weltkriegs &ndash; Japan und (West-)Deutschland. In jenen Jahren sorgte der Krieg f&uuml;r eine signifikante Steigerung des Wirtschaftswachstums (vor allem in der Investitions- und Konsumg&uuml;terindustrie), was im beschaulichen Bonn den Begriff &bdquo;Korea-Boom&ldquo; unter &Ouml;konomen und Politikern gleicherma&szlig;en zur Lieblingsvokabel des einsetzenden Wirtschaftswunders werden lie&szlig;. So konnten bislang unausgelastete Kapazit&auml;ten im Maschinen- und Fahrzeugbau genutzt sowie chemische und elektrotechnische Produkte aufgrund einer gesteigerten Nachfrage viel rascher und in gr&ouml;&szlig;erem Umfang als in Friedenszeiten umgesetzt werden. Gegen&uuml;ber dem Jahr 1950 verdoppelte sich 1952 allein das BRD-Exportvolumen von ann&auml;hernd 8,5 Mrd. DM auf knapp 17 Mrd. DM.<\/p><p>Gleichzeitig f&uuml;hrten die &bdquo;Ereignisse&ldquo; in Korea dazu, dass sich in der jungen Bundesrepublik Deutschland sowie in zahlreichen L&auml;ndern des Westens der Antikommunismus zur Staatsideologie auswuchs. So endete schlie&szlig;lich im Sommer 1956 das von der Adenauer-Regierung im November 1951 eingeleitete Rechtsverfahren gegen die Kommunistische Partei Deutschland (KPD) nach knapp f&uuml;nfj&auml;hrigem juristischem Tauziehen mit einem vom 1. Senat des Bundesgerichtshofes verk&uuml;ndeten KPD-Verbot. &Uuml;berdies forcierte der Koreakrieg die Westintegration der BRD und die von alten Militaristen ersehnte Wiederbewaffnung und Aufstellung einer neuen Armee &ndash; der Bundeswehr.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Diese, in den beiden letzten Abs&auml;tzen angesprochenen Zusammenh&auml;nge sehe ich aus eigener Erfahrung nicht so eng. Der Koreakrieg spielte nur eine Nebenrolle bei der damaligen ideologischen Aufr&uuml;stung und der eingeleiteten Wiederbewaffnung. Eine viel gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielte der nach wie vor vorhandene Einfluss von Nazis und der von ihnen und davor schon einge&uuml;bte Antikommunismus.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Quellen\/Literatur<\/strong><\/p><ul>\n<li>Bechtol, Bruce E. (2006): <em>Paradigmenwandel des Kalten Krieges: Der Koreakrieg 1950-1953<\/em>, in: Greiner, Bernd\/M&uuml;ller, Christian Th.\/Walter, Dierk (Hg.): Hei&szlig;e Kriege im Kalten Krieg. Hamburg, S.141&ndash;166.<\/li>\n<li>Burchett, Wilfred G. (1953): <em>This Monstrous War<\/em>. Melbourne.<\/li>\n<li>Crofts, Alfred (1960): <em>The Case of Korea: Our Falling Ramparts<\/em>, in: The Nation (New York), 25 June, S. 544-8.<\/li>\n<li>Cumings, Bruce (1981\/1990): <em>The Origins of the Korean War<\/em>. Princeton, NJ. 2 vols. &ndash; hier vor allem Bd. 2, S. 753 f.<\/li>\n<li>&mdash; (2004): <em>Der Vernichtungsfeldzug der US Air Force: Napalm &uuml;ber Nordkorea<\/em>, in:  Le Monde diplomatique. 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Diese sp&uuml;rbare pers&ouml;nliche Betroffenheit muss kein Schaden sein. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n<div style=\"clear:right;\"><\/div>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39861\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,20,171],"tags":[1519,912,2148,379,1497,1268,1792,2104,2069,317,1485,309,1983,2147,639,2131,1556],"class_list":["post-39861","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-buergerkrieg","tag-bodenreform","tag-china","tag-japan","tag-kalter-krieg","tag-kolonialismus","tag-kriegsopfer","tag-militaerstuetzpunkte","tag-mindestlohn","tag-nordkorea","tag-repressionen","tag-suedkorea","tag-sowjetunion","tag-uno","tag-unternehmenssozialisierung","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39861"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121793,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39861\/revisions\/121793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}