{"id":39873,"date":"2017-09-01T08:33:17","date_gmt":"2017-09-01T06:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873"},"modified":"2017-09-01T08:33:17","modified_gmt":"2017-09-01T06:33:17","slug":"hinweise-des-tages-2950","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h01\">Aufr&uuml;stung ablehnen und Atomwaffen aus Deutschland abziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h02\">Gabriel glaubt offenbar nicht mehr an SPD als st&auml;rkste Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h03\">Die Bundesregierung l&auml;sst im August wieder fast eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h04\">Tarifvertr&auml;ge hebeln gesetzliche Schutzbestimmungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h05\">Ran an die Firmenerben, Spitzenverdiener und Kapital-Million&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h06\">Steuerpolitik der FDP: Alter Wein in neuen Schl&auml;uchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h07\">Franz&ouml;sische Regierung stellt Arbeitsmarkt-Reform vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h08\">Brexit-Verhandlungen in Br&uuml;ssel: Scheidung mit Hindernissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h09\">Erd&ouml;l, Kaffee, Victoriabarsch: Was f&uuml;r ein Lebensgef&uuml;hl!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h10\">Neue Zahlen vom Pentagon: 11.000 statt 8.400 US-Soldaten in Afghanistan (Update)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h11\">Op&eacute;ration Sentinelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h12\">China reagiert auf &Auml;u&szlig;erungen Gabriels &uuml;ber &bdquo;Ein-Europa-Prinzip&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39873#h13\">Zu guter Letzt: Seltsam: Wahlkampf &ouml;de, obwohl sich CDU- und SPD-Programm auf Seite 87 unterscheiden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung ablehnen und Atomwaffen aus Deutschland abziehen<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch haben einen Antrag initiiert, den DIE LINKE zur Sondersitzung des Bundestages am 5. September einbringen wird und der sich f&uuml;r den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und gegen das Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO ausspricht.<br>\nDie Zustimmung der Bundesregierung zu den Pl&auml;nen der NATO, dass alle Mitgliedsstaaten ihren R&uuml;stungshaushalt auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erh&ouml;hen &ndash; f&uuml;r Deutschland hei&szlig;t das eine Kostenerh&ouml;hung von 37 Milliarden Euro auf sch&auml;tzungsweise rund 70 Milliarden Euro &ndash; ist am Bundestag vorbei, ohne ein Mandat des Parlaments, erfolgt. Die Bundesregierung hat bisher keine Verhandlungen mit den USA aufgenommen, um den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland zu bef&ouml;rdern.<br>\nMit dem Antrag soll die Bundesregierung aufgefordert werden, ihre Zustimmung zum Beschluss der NATO, die R&uuml;stungsausgaben auf zwei Prozent des BIP zu erh&ouml;hen, &ouml;ffentlich und gegen&uuml;ber den NATO-Partnern zur&uuml;ckzuziehen. Au&szlig;erdem soll die Bundesregierung umgehend mit den USA Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, die in B&uuml;chel stationierten US-Atomwaffen schnellstm&ouml;glich aus der Bundesrepublik abzuziehen.<br>\nMit ihren Unterschriften unter die Erkl&auml;rung des NATO-Gipfels von Wales vom 16. September 2014 bekannten sich Au&szlig;enminister Steinmeier (SPD) und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) im Namen der Gro&szlig;en Koalition zu einer Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2024. Diese gravierende Vorfestlegung w&uuml;rde massive sicherheitspolitische Konsequenzen in Europa mit sich bringen, und gleichzeitig tief in die Bundeshaushaltsf&uuml;hrung der kommenden Jahre eingreifen. Trotzdem ist der Bundestag mit dieser Selbstverpflichtung der derzeitigen Regierung nie befasst worden.<br>\nInteressant wird sein, wie sich die SPD-Fraktion zum neuen Antrag der Linksfraktion verh&auml;lt. 2015 stimmten die Sozialdemokraten noch gegen den Antrag der Linksfraktion, Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Bundesau&szlig;enminister Gabriel hat gerade die Forderung seines Parteichefs Schulz nach einem Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland unterst&uuml;tzt. Er sei &rdquo;der &Uuml;berzeugung, dass es wichtig ist, dass wir endlich wieder &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung reden&ldquo;, so Gabriel. Am 5. September kann die SPD im Bundestag nicht nur reden, sondern handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/aufruestung-ablehnen-und-atomwaffen-aus-deutschland-abziehen\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em>Dazu noch einmal <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39796\">der Hinweis auf die Veranstaltung<\/a> der Partei die Linke in Hannover am heutigen Antikriegstag. &bdquo;Schickt die NATO(-Gelder) in Rente&ldquo; mit Konstantin Wecker und Albrecht M&uuml;ller.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170825_am_v.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"450px\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gabriel glaubt offenbar nicht mehr an SPD als st&auml;rkste Partei<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Sigmar Gabriel h&auml;lt die Fortsetzung der gro&szlig;en Koalition f&uuml;r sinnlos. Mit einer Begr&uuml;ndung, die das Wahlziel von SPD-Kanzlerkandidat Schulz als unrealistisch erscheinen l&auml;sst. Wenig sp&auml;ter relativiert er seine Worte.<br>\nGabriel hat Berichten widersprochen, wonach er nicht mehr an einen Wahlsieg seiner SPD bei der Bundestagswahl am 24. September glaube. &bdquo;Wer so etwas behauptet, redet Unsinn&ldquo;, erkl&auml;rte Gabriel am Donnerstag per Pressemitteilung. Das Rennen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz sei &bdquo;v&ouml;llig offen&ldquo;. Gabriel verwies auf eine Allensbach-Umfrage aus der vergangenen Woche, wonach fast die H&auml;lfte der W&auml;hler noch unentschieden sei. Schulz werde beim TV-Duell mit Merkel am Sonntag seine Chance vor einem Millionenpublikum nutzen.<br>\nIn einem live im Internet &uuml;bertragenen Interview mit der Zeitschrift &bdquo;Spiegel&ldquo; hatte Gabriel zuvor indirekt gesagt, dass die SPD nach seiner Einsch&auml;tzung bei der Bundestagswahl nicht mehr vor der Union st&auml;rkste Partei werden k&ouml;nne. &bdquo;Eine gro&szlig;e Koalition ist deshalb nicht sinnvoll, weil damit die SPD nicht den Kanzler stellen kann&ldquo;, sagte er. Den Kanzler kann die SPD in einem solchen B&uuml;ndnis nur stellen, wenn sie st&auml;rker als CDU und CSU zusammen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/die-plaene-der-parteien\/bundestagswahl-sigmar-gabriel-glaubt-nicht-mehr-an-die-spd-15176720.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Sigmar Gabriel f&auml;llt Martin Schulz in den R&uuml;cken<\/strong><br>\nSigmar Gabriel glaubt wie die Mehrheit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler nicht mehr daran, dass die SPD st&auml;rkste Partei wird. &bdquo;Eine Gro&szlig;e Koalition ist deshalb nicht sinnvoll, weil damit die SPD nicht den Kanzler stellen kann&ldquo;, sagte er jetzt dem &bdquo;Spiegel&ldquo;.<br>\nEs ist etwas anderes, wenn die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler das glauben, oder der zur Loyalit&auml;t verpflichtete ehemalige Vorsitzende der SPD das sagt &ndash; und damit dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz in den R&uuml;cken f&auml;llt. Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte die SPD in einer &bdquo;Gro&szlig;en Koalition&ldquo; wie bisher den Au&szlig;enminister stellen. Und wenn Sigmar Gabriel vor der Bundestagswahl so tut, als lehne er die &bdquo;Gro&szlig;e Koalition&ldquo; ab, wei&szlig; jeder, was das bei Siggi Pop bedeutet: Nach der Bundestagswahl k&uuml;mmert ihn sein Geschw&auml;tz von gestern nicht mehr.<br>\nDer LINKEN sprach Gabriel, nachdem er sie eine Zeitlang umschmeichelt hatte, zur Abwechslung mal wieder die Regierungsf&auml;higkeit ab und beweist damit wieder einmal mehr, welch ein Muster an Geradlinigkeit und Best&auml;ndigkeit er ist. Regierungsf&auml;hig ist f&uuml;r Gabriel und Genossen nur eine Partei, die an der Agenda 2010 festh&auml;lt, die Ungleichheit in Deutschland vergr&ouml;&szlig;ert, Aufr&uuml;stung, Waffenexporte und Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr bef&uuml;rwortet und die die V&ouml;lker Europas dem&uuml;tigenden Spardiktate unterst&uuml;tzt.<br>\nUm noch eins draufzusetzen wirft er der LINKEN AfD-N&auml;he vor. Da Siggi sicherlich wie sein Vorbild Gerhard Schr&ouml;der keine Programme liest, wei&szlig; er nicht, dass die SPD mit der Versch&auml;rfung des Asylgesetzes, der Mitverantwortung f&uuml;r Merkels Abschottungspolitik durch Zusammenarbeit mit zweifelhaften Diktatoren, mit Kriegseins&auml;tzen der Bundeswehr, mit Waffenexporten in Krisengebiete, mit der Ablehnung von Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuer und mit der Zustimmung zu Rentenk&uuml;rzungen, Sozialabbau und Lohndr&uuml;ckerei wie die &uuml;brigen neoliberalen Parteien eine ungleich gr&ouml;&szlig;ere N&auml;he zur AfD hat als die Partei DIE LINKE. Leider hat der Ex-Wirtschaftsminister bis zum heutigen Tage nicht begriffen, dass der deutsche Exportnationalismus die Axt an die europ&auml;ische Einigung legt und die Rechte in Europa st&auml;rkt.<br>\nZudem wirft Gabriel der LINKEN Antisemitismus vor, wahrscheinlich immer noch traumatisiert von seinem heftig kritisierten Besuch im Gaza-Streifen, bei dem er die israelische Politik mit dem Apartheidsregime S&uuml;dafrikas verglich.<br>\nF&uuml;r den in die Defensive geratenen Martin Schulz gilt: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.<br>\nNach der zu erwartenden Niederlage der SPD kann man nur hoffen, dass die Sozialdemokraten endlich eine F&uuml;hrung abl&ouml;sen, die, wenn sie so weiter macht, ihrer Partei ein &auml;hnliches Schicksal bereitet, wie Francois Hollande der franz&ouml;sischen Parti Socialiste bei der letzten Parlamentswahl (7,4 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1528853930509402\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Bundesregierung l&auml;sst im August wieder fast eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln<\/strong><br>\nOffizielle Arbeitslosigkeit im August 2017: 2.544.845<br>\nNicht gez&auml;hlte Arbeitslose verbergen sich hinter:\n<ul>\n<li>&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und\/oder ALG II: 163.507<\/li>\n<li>Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 83.275<\/li>\n<li>F&ouml;rderung von Arbeitsverh&auml;ltnissen: 7.005<\/li>\n<li>Fremdf&ouml;rderung: 236.892<\/li>\n<li>Bundesprogramm Soziale Teilhabe am #Arbeitsmarkt: 14.220<\/li>\n<li>berufliche #Weiterbildung: 142.561<\/li>\n<li>Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 192.204<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungszuschuss (f&uuml;r schwer vermittelbare Arbeitslose): 2.432<\/li>\n<li>Kranke Arbeitslose (&sect;146 SGB III): 69.082<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht gez&auml;hlte Arbeitslose gesamt: 911.178<br>\nTats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im August 2017: 3.456.023<br>\nHandeln statt tricksen!<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170901-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/posts\/10155001412973434\">die Linke im Bundestag via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich August 2017<\/strong><br>\n4,664 Millionen Arbeitsuchende: davon 2,545 Millionen als Arbeitslose registrierte Arbeitsuchende und 2,119 Millionen gem&auml;&szlig; amtlicher Statistik nichtarbeitslose Arbeitsuchende. 4,387 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB: Arbeitslosengeld II). 139.000 weniger registrierte Arbeitslose, 69.000 mehr erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II) als im August 2016. In allen westdeutschen L&auml;ndern mehr erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB), in allen ostdeutschen L&auml;ndern weniger als im August 2016. (Zum ELB-L&auml;ndervergleich siehe im Download Seite 8) Zum L&auml;nder- und Rechtskreisvergleich im August 2017 siehe die BIAJ-Kurzmitteilung vom 31. August 2017: Download_BIAJ20180831 (PDF: zwei Text- und sechs Tabellenseiten)<br>\nBremische Erg&auml;nzung: Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: Bremen Stadt und Land und Bremerhaven im August 2017: Download_BIAJ20170831HB (PDF: eine Seite)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/965-arbeitsuchende-arbeitslose-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-laendervergleich-august-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tarifvertr&auml;ge hebeln gesetzliche Schutzbestimmungen aus<\/strong><br>\nDas galt lange als sicher: Wer nach Tarif bezahlt wird, der hat Gl&uuml;ck, dem geht es gut! Anders als in den Unternehmen, die sich dem Tarif verweigern und in denen nur die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden. Doch viele Leiharbeiter mussten in der Vergangenheit feststellen, die gesetzlichen Mindeststandards sind besser als die Bedingungen, denen die Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen zugestimmt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-31-08-2017\/tarifvertraege-hebeln-gesetzliche-schutzbestimmungen-aus.html\">Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Arbeitsministerin Andrea Nahles verkauft die geschaffene M&ouml;glichkeit, gesetzliche Mindeststandards zu unterlaufen, so: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Die Sozialpartnerschaft ist f&uuml;r mich Herzst&uuml;ck unserer sozialen Marktwirtschaft. Deshalb geben wir den Sozialpartnern Spielraum. Durch Tarifvertrag &ndash; also zusammen, nicht alleine &ndash; k&ouml;nnen sie den Einsatz von Leiharbeit, abweichend von den Grundregeln des Gesetzes, gestalten und aushandeln. Das setzt einen neuen Anreiz, sich tariflich zu binden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dabei wird deutlich, dass es der Ministerin nicht um eine reale Verbesserung von Arbeitsbedingungen geht, sondern lediglich darum, Regierunghandeln in einem guten Licht dastehen zu lassen. Es w&auml;re ja toll, wenn die SPD k&uuml;nftig damit werben k&ouml;nnte, eine h&ouml;here Tarifbindung erm&ouml;glicht und damit dem Eindruck nach, auch eine Verbesserung f&uuml;r Arbeitnehmer erreicht zu haben, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht stimmt. Die Geschichte &auml;hnelt dann vermutlich der m&auml;rchenhaften Erz&auml;hlung von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ran an die Firmenerben, Spitzenverdiener und Kapital-Million&auml;re<\/strong><br>\nIn Deutschland herrschen gravierende soziale Unterschiede. Die kommende Regierung sollte Mittel- und Geringverdiener entlasten &ndash; und Reiche st&auml;rker heranziehen.<br>\nDeutschland im Sommer 2017, ein paar Schlaglichter: Trotz guter Konjunktur bleibt fast jeder sechste B&uuml;rger von Armut gef&auml;hrdet, meldet das Statistische Bundesamt. 40 Prozent der Besch&auml;ftigten im Lande verdienen real zum Teil deutlich weniger als vor 20 Jahren, meldet das Wirtschaftsministerium. Und wer ist im Angesicht dieser N&ouml;te der gr&ouml;&szlig;te Empf&auml;nger von Subventionen in der Bundesrepublik, und das mit Abstand? Firmenerben. Ihnen werden n&auml;chstes Jahr sechs Milliarden Euro Steuern erlassen, meldet die Bundesregierung. Im Deutschland des Sommers 2017 herrschen ganz offensichtlich gravierende soziale Unterschiede. Sie haben sich in den vergangenen 20 Jahren versch&auml;rft, durch Globalisierung, neue Technologien und eine Politik zugunsten der Besserverdiener.<br>\nAber das muss ja nicht so bleiben. Es gibt eine Menge Dinge, die eine neue Bundesregierung f&uuml;r mehr Gerechtigkeit tun kann &ndash; wenn sie denn m&ouml;chte. Angesichts des Fachkr&auml;ftemangels liegt es auf der Hand, dass mehr Deutsche der Armut entgehen w&uuml;rden, wenn sie f&uuml;r bessere Jobs qualifiziert w&auml;ren. Doch daf&uuml;r m&uuml;sste das Bildungssystem umgekrempelt werden, in dem der Aufstieg schwerer f&auml;llt als in anderen Industriestaaten. W&auml;hrend, nur ein Beispiel, drei Viertel der Kinder deutscher Akademiker studieren, tut dies nur jedes vierte Arbeiterkind. Schon die fr&uuml;he Trennung zwischen Gymnasium und anderen Schularten zementiert soziale Unterschiede. Und Kindern aus bildungsfernen Schichten w&uuml;rde ganz simpel mehr Geld helfen &ndash; Geld f&uuml;r intensive Kita-Betreuung, Beratung und ausreichend Nachhilfe. (&hellip;)<br>\nEs wird &uuml;berall in den Industriestaaten mehr Zeit und geschicktere Wahlk&auml;mpfer brauchen, um die neoliberalen Mythen zu entzaubern. Um wieder das Bewusstsein daf&uuml;r zu sch&auml;rfen, dass zu viel Ungleichheit eine Gesellschaft auseinanderrei&szlig;t. Der Frust vieler B&uuml;rger ist ja schon deutlich zu sehen. Von diesem Frust profitieren an den Wahlurnen allerdings bisher nur Rechtspopulisten wie Donald Trump und die AfD, die keine ernsthaften L&ouml;sungen anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ungleichheit-in-deutschland-ran-an-die-firmenerben-spitzenverdiener-und-kapital-millionaere-1.3646077\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.Z.:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel in der SZ. Die in Deutschland existierende Armut und Gr&uuml;nde f&uuml;r Abstiegs&auml;ngste werden benannt. Alternativen werden &ndash; zumindest teilweise &ndash; aufgezeigt. Auch auf die Gr&uuml;nde f&uuml;r die derzeitige Situation wird, wenn auch nur kurz, eingegangen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.P.:<\/strong> Sch&ouml;n mal eine klare Benennung der Probleme in Deutschland zu lesen mit einer extremen Forderung. Ein Gl&uuml;ck, dass dies kein Linker geschrieben hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant, aber war die Situation im Wahljahr 2013 oder fr&uuml;her nicht &auml;hnlich? Gab es damals keine &ldquo;gravierenden sozialen Unterschiede&rdquo;? H&auml;tten nicht bereits fr&uuml;her Firmenerben, Kapital-Million&auml;re und Spitzenverdiener herangezogen werden k&ouml;nnen &ndash; oder m&uuml;ssen -, um mehr soziale Gerechtigkeit hierzulande herstellen zu k&ouml;nnen? Bis auf die Linkspartei war und ist offensichtlich keine andere Partei ernsthaft dazu bereit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerpolitik der FDP: Alter Wein in neuen Schl&auml;uchen<\/strong><br>\nEines muss man Christian Lindner lassen: Es ist ihm gelungen, der dahinsiechenden FDP nicht nur neues Leben einzuhauchen, sondern ihr auch den Ruf einer modernen, aufgeschlossenen Partei zu verschaffen. Den Ruf einer Partei, die mit den Fehlern und Unzul&auml;nglichkeiten der Vergangenheit gebrochen habe und nun ein freundlicheres Gesicht zeige. Aber stecken hinter dieser politisch aufgeh&uuml;bschten Oberfl&auml;che auch erneuerte Inhalte, etwa in der Steuerpolitik?<br>\nIn Deutschland verteilen sich direkte und indirekte Steuern h&ouml;chst ungleich auf die verschiedenen Einkommensgruppen: Die untere H&auml;lfte der Haushalte bezieht 24 Prozent des gesamten Bruttoeinkommens und zahlt lediglich knapp vier Prozent der direkten Steuern (zu direkten Steuern geh&ouml;ren insbesondere Einkommen-, Abgeltungs- und Unternehmenssteuern). Dem stehen die oberen zehn Prozent der Haushalte gegen&uuml;ber, die bei einem Einkommensanteil von 32 Prozent fast 60 Prozent der direkten Steuern tragen. Beim obersten einen Prozent belaufen sich Einkommensanteil und direkte Steuerbelastung auf etwa zehn und 26 Prozent. Insgesamt f&auml;llt die Belastung mit direkten Steuern in Abh&auml;ngigkeit vom Einkommen also deutlich progressiv aus: Hohe Einkommen werden st&auml;rker belastet, niedrige weniger oder gar nicht.<br>\nEin g&auml;nzlich anderes Bild liefern die indirekten Steuern (also die Konsumsteuern, insbesondere die Umsatzsteuer): Die untere H&auml;lfte der Haushalte wird mit 36 Prozent des Einkommens indirekt besteuert, w&auml;hrend das deutlich gr&ouml;&szlig;ere Gesamteinkommen der oberen zehn Prozent lediglich mit knapp 20 Prozent indirekt besteuert wird. Dies hat eine ganz wesentliche Ursache: Je gr&ouml;&szlig;er das Haushaltseinkommen ist, desto mehr Mittel flie&szlig;en in die Verm&ouml;gensbildung und nicht in den Konsum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2090\">annotazioni<\/a>\n<p><strong>dazu: Datenanalyse: FDP steht der AfD am n&auml;chsten<\/strong><br>\nVor allem die FDP steht der Alternative f&uuml;r Deutschland sehr nahe, die Linkspartei hat die geringsten inhaltlichen &Uuml;berschneidungen mit der Rechtsau&szlig;enpartei. Das zeigt eine Datenauswertung der Berliner Morgenpost zum am Mittwoch vorgestellten &raquo;Wahl-O-Mat&laquo;. In dem interaktiven Tool der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung, das Unentschlossenen bei der Wahlentscheidung helfen soll, werden 38 Thesen zu wichtigen politischen Themen abgefragt. Die Datenjournalisten der Morgenpost haben nun die von den Parteien angegebenen Positionen mit den 38 Themen verglichen.<br>\nDas Ergebnis in Bezug auf die N&auml;he zur AfD: Die FDP steht der Rechtsau&szlig;enpartei mit 64 Prozent am n&auml;chsten. Dahinter kommen CDU\/CSU mit einer &Uuml;bereinstimmung von 57 Prozent. Immerhin noch eine &Uuml;bereinstimmung von 45 Prozent mit der AfD weist demnach die SPD auf. Gr&uuml;ne und Linkspartei hingegen h&auml;tten die geringste &Uuml;bereinstimmung (37 beziehungsweise 33 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1062286.datenanalyse-fdp-steht-der-afd-am-naechsten.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Regierung stellt Arbeitsmarkt-Reform vor<\/strong><br>\nPremier Philippe hat Details zur umstrittenen Arbeitsmarktreform in Frankreich pr&auml;sentiert, das erste gro&szlig;e wirtschaftspolitische Vorhaben der Macron-Regierung. Kernpunkt: mehr Flexibilit&auml;t f&uuml;r Arbeitgeber. (&hellip;)<br>\nVor allem in folgenden Punkten soll demnach das Arbeitsrecht flexibler ausgestaltet werden:\n<ul>\n<li>Unternehmen und ihre Belegschaften sollen sich leichter auf Arbeitszeiten und die Bezahlung je nach Auftragslage einigen k&ouml;nnen &ndash; statt wie bisher auf Branchenebene.<\/li>\n<li>Die H&ouml;he von Abfindungen soll begrenzt werden, die Arbeitgeber zahlen m&uuml;ssen, wenn sie im Streit &uuml;ber Entlassungen vor Gericht Ex-Mitarbeitern unterliegen. Im Gegenzug wird die Untergrenze f&uuml;r Abfindungen erh&ouml;ht.<\/li>\n<li>Die Entsch&auml;digungen f&uuml;r ungerechtfertigte K&uuml;ndigungen werden gedeckelt.<\/li>\n<li>Die bisher drei verschiedenen Gremien der Arbeitnehmervertretung in Unternehmen werden zusammengelegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ver&auml;nderung des strengen und von den Gewerkschaften hoch gesch&auml;tzten Arbeitsrechts ist ein erster Test daf&uuml;r, ob Pr&auml;sident Emmanuel Macron seine angek&uuml;ndigten Wirtschaftsreformen umsetzen kann.<br>\nMinisterpr&auml;sident Edouard Philippe warb bei der Vorstellung mit Arbeitsministerin Muriel P&eacute;nicaud eindringlich f&uuml;r die Reform. Es sei das Ziel, &ldquo;verlorene Jahre und verpasste Chancen einzuholen&rdquo;, sagte er. Dabei sei es &ldquo;wahrscheinlich einfacher gewesen und weniger riskant, die Symptome zu behandeln, anstatt sie zu heilen&rdquo;. Die &Auml;nderungen seien n&ouml;tig, um die Arbeitslosenrate zu senken, die laut der EU-Statistikbeh&ouml;rde zuletzt bei 9,8 Prozent lag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frankreich-arbeitsmarktreform-ministerpraesident-edouard-philippe-stellt-plaene-vor-a-1165493.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Jetzt braucht Macron mehr als Jupiter-All&uuml;ren<\/strong><br>\nEmmanuel Macron will, dass seine gro&szlig;e Reform allen n&uuml;tzt. Das Vorhaben verlangt den Arbeitnehmern viel ab. Der Kampf um Frankreichs Agenda hat begonnen. [&hellip;]<br>\nNach dem Sommer geht es f&uuml;r Macron ums Ganze. Seine Regierung ver&ouml;ffentlichte am Donnerstag 36 detaillierte Ma&szlig;nahmen, mit denen sie den franz&ouml;sischen Arbeitsmarkt umkrempeln will. Es ist die erste gro&szlig;e Macron-Reform. Sie soll Schluss machen mit einer ganzen Reihe historischer Errungenschaften der franz&ouml;sischen Arbeiterbewegung, um das Land in den Mainstream der seit der Finanzkrise 2007 zurechtgestutzten westeurop&auml;ischen Sozialstaaten einzureihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-08\/frankreich-emmanuel-macron-sozialstaat-reform\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ja, noch mehr Einschnitte in Arbeitnehmerrechte und Sozialstaat, damit sich Frankreich &rdquo; in den Mainstream der seit der Finanzkrise 2007 zurechtgestutzten westeurop&auml;ischen Sozialstaaten ein[&hellip;]reihen&rdquo; kann. Die neoliberale Presse von ZEIT &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-die-arbeitsmarktreformen-werden-konkret-a-1165518.html\">SPIEGEL<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/emmanuel-macron-nimmt-arbeitsrecht-reform-in-angriff-15177144.html\">FAZ<\/a> bis hin zur <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Macron-lockert-franzoesisches-Arbeitsrecht\/!5441266\/\">taz<\/a> jubelt. <\/em><br>\n<em>&ldquo;Jetzt bedeutet das: den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit in den K&ouml;pfen zu &uuml;berwinden.&rdquo; &ndash; Der (Interessen-)Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit wird aber in der Realit&auml;t fortbestehen. Oder schwebt dem Autor eine Art Arbeitsfront vor? Die &ldquo;Reform&rdquo; soll allen n&uuml;tzen, indem erst einmal die Arbeitnehmer &ldquo;Opfer bringen&rdquo;, w&auml;hrend die Unternehmenssteuern gesenkt werden? Und wer profitiert, wenn demn&auml;chst die &ldquo;Sozialkosten&rdquo; statt aus den &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; (also den L&ouml;hnen) aus Steuermittel bezahlt werden? Und was passiert, wenn, wie in Deutschland, die (angeblich viel zu hohen) Steuern auf Unternehmensgewinne wie vorgesehen gesenkt werden, w&auml;hrend gleichzeitig die Maastricht-Schuldenkriterien und die Schuldenbremsen auf EU-Ebene eingehalten werden sollen? Entweder werden dann, wie in Deutschland, die staatlichen Investitionen heruntergefahren oder der Sozialstaat weiter ruiniert oder beides. &ldquo;[Die Reform] soll die hohe Arbeitslosigkeit verringern.&rdquo; &ndash; So behauptet es die Propaganda. Aber weder kann die Arbeitslosigkeit durch Zerst&ouml;rung der kaufkr&auml;ftigen Nachfrage erh&ouml;ht werden, noch gibt es ein anderes Ziel als die Vergr&ouml;&szlig;erung der Kapitalgewinne.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hat jemand ernsthaft etwas anderes von diesem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten und seiner Regierung erwartet? Es scheint als wollen sie Arbeitslosigkeit f&ouml;rdern und nicht bek&auml;mpfen: Schlie&szlig;lich sollen auch die Bedingungen bei K&uuml;ndigungen zugunsten der Arbeitgeber ver&auml;ndert werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Immer die gleiche neoliberale Leier: mehr Flexibilit&auml;t f&uuml;r Arbeitgeber. Schon seltsam, dass diese &ldquo;Reformen&rdquo; immer ausschlie&szlig;lich zu Lasten der arbeitenden Menschen gehen und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen verschlechtern. Was ist daran fortschrittlich? Von kritischer Reflektion keine Spur. Die Durchsetzung der neoliberalen Agenda wird bejubelt. Hier zeigen die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; wieder, wo sie stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brexit-Verhandlungen in Br&uuml;ssel: Scheidung mit Hindernissen<\/strong><br>\nDie Verhandlungen zwischen der EU und Gro&szlig;britannien gestalten sich schwierig. Vor allem Londons finanzielle Verpflichtungen ab 2019 sind strittig.<br>\nDie Scheidung zwischen Gro&szlig;britannien und der EU l&auml;uft aus dem Ruder. Auch bei der dritten Verhandlungsrunde habe man in den wesentlichen Fragen keine Fortschritte erzielt, sagte EU-Chefunterh&auml;ndler Michel Barnier am Donnerstag in Br&uuml;ssel. Deshalb sei nun der gesamte Zeitplan in Gefahr. Vor allem &uuml;ber die Finanzen gibt es Streit.<br>\nDie EU fordert, dass Gro&szlig;britannien seine finanziellen Verpflichtungen auch nach dem Brexit im M&auml;rz 2019 erf&uuml;llt. So soll London auch k&uuml;nftig der Ukraine oder den AKP-Staaten in Afrika, der Karibik und im Pazifik helfen. &bdquo;Die europ&auml;ischen Steuerzahler sollten nicht f&uuml;r Gro&szlig;britannien bezahlen m&uuml;ssen&ldquo;, fordert Barnier. &bdquo;Das w&auml;re unfair.&ldquo;<br>\nDer britische Brexit-Minister David Davis widersprach. &bdquo;Wir haben eine andere Rechtsauffassung&ldquo;, sagte er nach den viert&auml;gigen, spannungsgeladenen Verhandlungen in Br&uuml;ssel. Auch seine Regierung sei den Steuerzahlern rechenschaftspflichtig. Deshalb k&ouml;nne London sich nicht &uuml;ber 2019 hinaus finanziell engagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Brexit-Verhandlungen-in-Bruessel\/!5441236\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erd&ouml;l, Kaffee, Victoriabarsch: Was f&uuml;r ein Lebensgef&uuml;hl!<\/strong><br>\nDie Industriestaaten betrachten die Welt als ihren Vorhof, aus dem sie sich bedienen k&ouml;nnen &ndash; und beg&uuml;nstigen dadurch den Terrorismus<br>\nNach Terroranschl&auml;gen h&ouml;rt man das oft: Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht verbieten. Ist das nun Standhaftigkeit oder eine Drohung? Denn unsere Art zu leben kommt nicht nach, sie kommt vor dem Terror. Nach dem Anschlag in Barcelona hat auch FDP-Chef Christian Lindner die sozialen Netzwerke mit einer Stellungnahme begl&uuml;ckt. Wenn auch der Terror &raquo;der freien Welt den Krieg&laquo; erkl&auml;re, so seien wir doch st&auml;rker, beteuerte er per Meme und leitete das Bildchen mit den Worten ein, dass es eine Verpflichtung sei, &raquo;unsere Lebensweise zu verteidigen&laquo;. Da ist sie wieder, die Floskel von der Lebensart, die die US-Amerikaner schon vor Jahrzehnten anwandten, um Kriege fernab der Heimat als einen Kampf um den &raquo;way of life&laquo; zu deklarieren. Schon in Vietnam ging es angeblich nur darum. Von wegen Eind&auml;mmung des Dominoeffektes und so &ndash; Vietnam war der erste aller Lebensgef&uuml;hlskriege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1062288.erdoel-kaffee-victoriabarsch-was-fuer-ein-lebensgefuehl.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Zahlen vom Pentagon: 11.000 statt 8.400 US-Soldaten in Afghanistan (Update)<\/strong><br>\nDie USA haben in Afghanistan derzeit rund 11.000 Soldaten im Einsatz und damit deutlich mehr als die bislang &ouml;ffentlich bekannte Zahl von 8.400 US-Soldaten. Diese Zahl nannte Generalleutnant Kenneth McKenzie, der Direktor des Joint Staff, am (heutigen) Mittwoch bei einer Pressekonferenz im US-Verteidigungsministerium. Zuvor hatte Verteidigungsminister James Mattis nach Angaben des Ministeriums angeordnet, im Interesse der Transparenz die tats&auml;chlichen Zahlen der eingesetzten Soldaten offenzulegen, zun&auml;chst in Afghanistan.<br>\nDie konkreten Zahlen f&uuml;r die Eins&auml;tze im Irak und in Syrien sollen sp&auml;ter bekanntgegeben werden. Dass die USA deutlich mehr Soldaten an den Hindukusch geschickt haben als bekannt, hatte bereits vor einer Woche das Wall Street Journal unter Verweis auf Quellen im Pentagon berichtet. In den &ouml;ffentlichen Zahlen waren unter anderem die Einheiten nicht erfasst, die nur kurzfristig in das Einsatzland geschickt wurden.<br>\nMit der neuen Offenheit des Pentagon war allerdings noch keine Angabe zu der erwarteten Truppenaufstockung der USA in Afghanistan verbunden, wie sie nach der Rede von US-Pr&auml;sident Donald Trump am 22. August erwartet worden war. Dazu werde es zu gegebener Zeit Informationen geben, sagte eine Pentagon-Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/08\/neue-zahlen-vom-pentagon-11-000-statt-8-400-us-soldaten-in-afghanistan\/#more-28259\">Augen geradeaus!<\/a>\n<p><strong>dazu: Unter Ausschluss des Westens<\/strong><br>\nIm Jahr 2012 bem&uuml;hte Kabul sich erfolgreich um den Beobachterstatus bei der Shanghai Cooperation Organization (SCO), einem von Russland und China dominierten asiatischen B&uuml;ndnis, das sich vor allem als Zusammenschluss gegen den Terrorismus begreift, aber auch ein milit&auml;risches Standbein aufbaut. Manche sehen es klar in Opposition zur NATO. Ende M&auml;rz 2014 erkl&auml;rte der damalige afghanische Pr&auml;sident Hamid Karsai dann nach dem Krim-Referendum, sein Land respektiere &raquo;den freien Willen der Bev&ouml;lkerung der Krim&laquo;. Wie kam es, dass er es wagte, dem Westen, von dem er doch vollkommen abh&auml;ngig war, zu trotzen? Seine &raquo;Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit westlichen Regierungen&laquo; habe ihn veranlasst, sich in diesem Punkt klar auf die Seite Russlands zu schlagen, berichtete Karsai sp&auml;ter. Im Juli 2015 beschlossen sein Nachfolger Aschraf Ghani und der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin eine engere Antiterrorkooperation. Im Februar 2016 lieferte Moskau 10.000 Kalaschnikows und gro&szlig;e Mengen Munition nach Afghanistan. Im Mai 2016 folgte ein Beschluss &uuml;ber eine weitere Vertiefung der Milit&auml;rkooperation.<br>\nMitte Februar 2017 hat der Kreml seine erste eigene Afghanistan-Konferenz veranstaltet: Die Regierungen Afghanistans, Russlands, Chinas, Pakistans, Indiens und Irans diskutierten in der russischen Hauptstadt &uuml;ber M&ouml;glichkeiten, den Krieg zu beenden. Nicht vertreten waren die USA und die EU. In Vorbereitung auf die Konferenz hatte der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow die Auffassung ge&auml;u&szlig;ert, man werde an Gespr&auml;chen mit den Taliban nicht vorbeikommen, wenn man wirklich Frieden wolle. In Washington nimmt man die russischen Bem&uuml;hungen durchaus ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317319.unter-ausschluss-des-westens.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Op&eacute;ration Sentinelle<\/strong><br>\nWie Frankreichs Anti-Terror-Krieg nach Hause kommt (&hellip;)<br>\nSeit Januar 2015 l&auml;uft in Frankreich der inl&auml;ndische Anti-Terror-Einsatz &bdquo;Op&eacute;ration Sentinelle&ldquo; (zu Deutsch: Wache bzw. Wachposten). Zwischen 7.000 und 10.000 Soldaten, je nach Gef&auml;hrdungslage, sollen potentielle Anschlagsziele und Risikozonen im st&auml;dtischen Raum sch&uuml;tzen; dabei soll ihre alleinige Pr&auml;senz gem&auml;&szlig; der vom Verteidigungsministerium ausgegebenen Devise &bdquo;Prot&eacute;ger, dissuader, rassurer&ldquo; (Sch&uuml;tzen, abschrecken, beruhigen) zur St&auml;rkung des allgemeinen Sicherheitsgef&uuml;hls beitragen.<br>\nEin solcher Inlandseinsatz ist in Frankreich kein Novum. Bereits zwischen 1986 und 1987 fand ein &auml;hnlicher Einsatz statt, die Operation &bdquo;Garde aux fronti&egrave;res&ldquo;, in deren Rahmen 2.000 Soldaten f&uuml;r die Dauer von drei Monaten zum Schutz der Grenzen beordert wurden. Angeordnet wurde der Einsatz im September 1986 vom damaligen Pr&auml;sidenten Francois Mitterand auf dem H&ouml;hepunkt einer Anschlagsserie &ndash; 13 Attacken zwischen Februar 1985 und September 1986 &ndash; die mit dem Bombenanschlag in der Rue de Rennes, bei dem sieben Menschen get&ouml;tet und 55 verletzt wurden, ihren H&ouml;hepunkt fand.<br>\nDie aktuelle &bdquo;Op&eacute;ration Sentinelle&ldquo; ist im Grunde genommen die Ausweitung eines st&auml;ndigen Einsatzes im Rahmen des franz&ouml;sischen Anti-Terror-Plans &bdquo;Vigipirate&ldquo;, welcher seit 1991[1] offiziell zum Ziel hat, die Sicherheitskr&auml;fte des Innenministeriums beim Schutz als gefahrenanf&auml;llig eingestufter Zonen und Orte zu unterst&uuml;tzen. Die Dimension des Sentinelle-Einsatzes ist jedoch eine v&ouml;llig andere, da das Kontingent innerhalb von nur wenigen Tagen von durchschnittlich 750 Soldat_innen auf 10.000 auf dem gesamten Staatsgebiet hochgesetzt wurde &ndash; eine bereits im Wei&szlig;buch 2008 f&uuml;r entsprechende F&auml;lle vorgesehene Maximalzahl, welche 10% der Gesamttruppenst&auml;rke des franz&ouml;sischen Heeres bzw. 15% ihrer Einsatzkr&auml;fte entspricht; zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges &uuml;bersteigt damit die Gesamtzahl der im Inland eingesetzten Heereskr&auml;fte die Zahl jener im Auslandseinsatz. Die oftmals gezogene Parallele zum Algerienkrieg ersch&ouml;pft sich nicht allein in der numerischen Dimension dieses Einsatzes. So wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r den seit 2015 andauernden Ausnahmezustand erst zu Beginn des Algerienkriegs 1955 geschaffen. Auch in der F&uuml;nften Republik blieb die au&szlig;erordentliche Ma&szlig;nahme ihrer kolonialen Provenienz fest verhaftet: 1985 beim Unabh&auml;ngigkeitsaufstand in Neukaledonien, 2005 erstmals in den Banlieues des franz&ouml;sischen Mutterlandes, seit 2015 auch in den Gro&szlig;st&auml;dten im Krieg gegen den islamistischen Terrorismus. Flankiert wird die Ma&szlig;nahme von einer zunehmenden Militarisierung des Inneren, die in der &bdquo;Op&eacute;ration Sentinelle&ldquo; ihren vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/08\/30\/wie-frankreichs-anti-terror-krieg-nach-hause-kommt\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China reagiert auf &Auml;u&szlig;erungen Gabriels &uuml;ber &bdquo;Ein-Europa-Prinzip&rdquo;<\/strong><br>\nChina hat auf die &Auml;u&szlig;erungen des deutschen Au&szlig;enministers Sigmar Gabriel &uuml;ber das &bdquo;Ein-Europa-Prinzip&rdquo; reagiert.<br>\nDie Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Hua Chunying, erkl&auml;rte am Donnerstag in Beijing, China fordere eine objektive und offene Betrachtung der Beziehungen zwischen der Volksrepublik und Europa. Europa solle au&szlig;erdem seine Null-Summen-Mentalit&auml;t ablegen. Es d&uuml;rften keine unverantwortlichen &Auml;u&szlig;erungen oder Aktionen get&auml;tigt werden, die das Vertrauen und die Zusammenarbeit sch&auml;digten.<br>\nGabriels &Auml;u&szlig;erungen seien schockierend, erkl&auml;rte Hua weiter. China unterst&uuml;tze nach wie vor den Integrationsprozess in Europa. Wie die Deutsche Welle berichtete, habe Sigmar Gabriel gefordert, dass China das &bdquo;Ein-Europa-Prinzip&rdquo; respektiere und eine Differenzierung Europas ablehne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2017\/08\/31\/1s268783.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn Herr Gabriel sich tats&auml;chlich so ge&auml;u&szlig;ert haben sollte, k&ouml;nnte gefragt werden, ob er in letzter Zeit nicht lediglich an Gewicht, sondern auch Verstand verloren hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Seltsam: Wahlkampf &ouml;de, obwohl sich CDU- und SPD-Programm auf Seite 87 unterscheiden<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Irgendwie will in diesen Wahlkampf kein Schwung kommen: Am 24. September w&auml;hlt Deutschland den neuen Bundestag, doch von einem echten Kampf der politischen Inhalte ist wenig zu sp&uuml;ren &ndash; und das, obwohl sich die Programme von CDU und SPD auf Seite 87 klar unterscheiden. [&hellip;]<br>\nEin Blick auf die besagte Stelle macht unverkennbar deutlich, wie weit die politischen Einstellungen von CDU und SPD voneinander abweichen: &ldquo;Wir wollen (&hellip;) Familien beim Erwerb von Wohneigentum mehr helfen als bisher. [Daher] werden wir ein Baukindergeld (&hellip;) neu einf&uuml;hren&rdquo;, erkl&auml;rt die CDU. Die SPD dagegen k&uuml;ndigt an: &ldquo;Den Erwerb von Wohneigentum f&uuml;r Familien (&hellip;) werden wir durch ein Familienbaugeld erleichtern.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAllersp&auml;testens nach der Wahl rechnet der Politologe endg&uuml;ltig mit aufsehenerregenden Konflikten, die die Gesellschaft politisieren. N&auml;mlich dann, wenn CDU und SPD gezwungen sein werden, trotz dieser riesigen inhaltlichen Gr&auml;ben eine Koalition zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/08\/laaaaaangweilig.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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