{"id":39881,"date":"2017-09-03T09:30:30","date_gmt":"2017-09-03T07:30:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881"},"modified":"2017-09-04T08:35:10","modified_gmt":"2017-09-04T06:35:10","slug":"hinweise-der-woche-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h01\">Aufr&uuml;stung ablehnen und Atomwaffen aus Deutschland abziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h02\">At least 41 million people affected in floods in India, Bangladesh and Nepal, UN says<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h03\">EU-Fl&uuml;chtlingspolitik in Afrika &ndash; Die Vorfeldkontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h04\">A1-Privatisierungs-Skandal: Die Gier des Finanz-Zombies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h05\">Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h06\">Armut <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h07\">Abkehr von der Lebensstandardsicherung: Absenkung des Rentenniveaus: Neue WSI-Berechnungen illustrieren Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h08\">Datenskandal bei der Polizei: Offenbar zehntausende Unschuldige gespeichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h09\">Indymedia-Betreiber klagen vor Bundesgericht gegen Beh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h10\">Von Santiago Maldonado keine Spur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h11\">&raquo;Feuert auf sie! T&ouml;tet sie alle!&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h12\">Frau Bundeskanzlerin, empfinden Sie sich selbst auch als langweilig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881#h13\">Das Letzte: Abenteuer-Camps sollen Jugendliche zur Bundeswehr locken<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung ablehnen und Atomwaffen aus Deutschland abziehen<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch haben einen Antrag initiiert, den DIE LINKE zur Sondersitzung des Bundestages am 5. September einbringen wird und der sich f&uuml;r den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und gegen das Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO ausspricht.<br>\nDie Zustimmung der Bundesregierung zu den Pl&auml;nen der NATO, dass alle Mitgliedsstaaten ihren R&uuml;stungshaushalt auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erh&ouml;hen &ndash; f&uuml;r Deutschland hei&szlig;t das eine Kostenerh&ouml;hung von 37 Milliarden Euro auf sch&auml;tzungsweise rund 70 Milliarden Euro &ndash; ist am Bundestag vorbei, ohne ein Mandat des Parlaments, erfolgt. Die Bundesregierung hat bisher keine Verhandlungen mit den USA aufgenommen, um den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland zu bef&ouml;rdern.<br>\nMit dem Antrag soll die Bundesregierung aufgefordert werden, ihre Zustimmung zum Beschluss der NATO, die R&uuml;stungsausgaben auf zwei Prozent des BIP zu erh&ouml;hen, &ouml;ffentlich und gegen&uuml;ber den NATO-Partnern zur&uuml;ckzuziehen. Au&szlig;erdem soll die Bundesregierung umgehend mit den USA Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, die in B&uuml;chel stationierten US-Atomwaffen schnellstm&ouml;glich aus der Bundesrepublik abzuziehen.<br>\nMit ihren Unterschriften unter die Erkl&auml;rung des NATO-Gipfels von Wales vom 16. September 2014 bekannten sich Au&szlig;enminister Steinmeier (SPD) und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) im Namen der Gro&szlig;en Koalition zu einer Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2024. Diese gravierende Vorfestlegung w&uuml;rde massive sicherheitspolitische Konsequenzen in Europa mit sich bringen, und gleichzeitig tief in die Bundeshaushaltsf&uuml;hrung der kommenden Jahre eingreifen. Trotzdem ist der Bundestag mit dieser Selbstverpflichtung der derzeitigen Regierung nie befasst worden.<br>\nInteressant wird sein, wie sich die SPD-Fraktion zum neuen Antrag der Linksfraktion verh&auml;lt. 2015 stimmten die Sozialdemokraten noch gegen den Antrag der Linksfraktion, Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Bundesau&szlig;enminister Gabriel hat gerade die Forderung seines Parteichefs Schulz nach einem Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland unterst&uuml;tzt. Er sei &rdquo;der &Uuml;berzeugung, dass es wichtig ist, dass wir endlich wieder &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung reden&ldquo;, so Gabriel. Am 5. September kann die SPD im Bundestag nicht nur reden, sondern handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/aufruestung-ablehnen-und-atomwaffen-aus-deutschland-abziehen\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>At least 41 million people affected in floods in India, Bangladesh and Nepal, UN says<\/strong><br>\n&sbquo;We live in a global world and there is a lot going on out there at the moment but people should know about what is happening here,&lsquo; Red Cross worker says.<br>\nMore than 40 million people have been affected by devastating floods and landslides in South Asia, UN humanitarian agencies have said.<br>\nTorrential monsoon rains have killed at least 1,200 people and left millions fleeing their homes in India, Bangladesh and Nepal over the last fortnight. [&hellip;]<br>\nAccording to the latest figures form the UN, more than 32 million people have been affected in India, 6.9 million in Bangladesh and 1.7 million in Nepal, bringing the total to around 41 million people.<br>\nHundreds of thousands of people have found refuge in emergency shelters, with numbers expected to grow.<br>\nFigures from the Red Cross released on Tuesday put the numbers of affected people in Bangladesh even higher, at 8.6 million, with over 3.5 million homes damaged or destroyed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/asia\/india-floods-bangladesh-nepal-millions-affected-says-un-a7920721.html\">The Independent<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Tausende tote Inder sind den deutschen Medien &uuml;brigens nur eine Randnotiz wert, w&auml;hrend der Hurrikan Harvey in Houston tagelang Topmeldung ist. Man k&ouml;nnte es auch mit der Rockband Rammstein sagen &hellip; &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Rr8ljRgcJNM\">We&rsquo;re all living in Amerika<\/a>.&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Fl&uuml;chtlingspolitik in Afrika &ndash; Die Vorfeldkontrolle<\/strong><br>\n&Uuml;ber Asylantr&auml;ge soll k&uuml;nftig schon in Afrika entschieden werden. Das beschlossen die vier gr&ouml;&szlig;ten EU-L&auml;nder am Montagabend in Paris &ndash; unter gro&szlig;z&uuml;giger Einbeziehung Libyens und der Sahel-Staaten. [&hellip;]<br>\nEingeladen waren zudem die Pr&auml;sidenten der Sahel-L&auml;nder Niger und Tschad sowie der Ministerpr&auml;sident der libyschen &Uuml;bergangsregierung, der freilich nur in einem winzigen Teil seines Landes etwas zu sagen hat. Gleichwohl sollen die drei Afrikaner wichtige Rollen in der neuen Migrationsstrategie der europ&auml;ischen &bdquo;Big Four&ldquo; spielen: die Vorfeldkontrolle. [&hellip;]<br>\nDas soll sich &auml;ndern, mit &bdquo;Migrationspartnerschaften&ldquo; und mit viel Geld und viel Equipment aus Europa. Luft&uuml;berwachung, schnelle Fahrzeuge, mit modernster Technik und Bewaffnung, Entwicklungshilfe, die Jobs schaffen und somit den &ouml;konomischen Ausfall der Schleuser-Branche ausgleichen.<br>\nM&ouml;glichst viele Migranten sollen dann schon vor Ort in gro&szlig;e Auffanglager gebracht werden. Dort soll dann &bdquo;auf der Grundlage des UNHCR&ldquo;, also nach den Regeln des Fl&uuml;chtlingskommissars der Vereinten Nationen, sofort gepr&uuml;ft werden, wer Anspruch auf Asyl hat und wer nicht. Die Gl&uuml;cklichen d&uuml;rfen legal weiterreisen &ndash; die anderen, die meisten, m&uuml;ssen zur&uuml;ck in ihre Heimat ziehen. Wie das rechtlich und praktisch ablaufen soll, wei&szlig; keiner. Aber Frankreich-Pr&auml;sident Macron jubelte nach dem Pariser &bdquo;Migrationsgipfel&ldquo; schon: &bdquo;&Uuml;ber Asylantr&auml;ge wird k&uuml;nftig in Afrika entschieden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/fluechtlinge-gipfel-in-paris-wie-die-eu-ihr-fluechtlingsproblem-auslagern-will-a-1164996.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ja, &uuml;ber das im deutschen Grundgesetz verankerte Recht auf Asyl und die Anwendung der Genfer Fl&uuml;chltingskonvention durch die Bundesrepublik entscheiden wohl schon bald zutiefst korrupte L&auml;nder im Herzen Afrikas, in denen die Menschenrechtssituation prek&auml;r ist und die selbst mit Hunderttausenden Fl&uuml;chtlingen aus den Konfliktregionen Mali und Nigeria zu tun haben. Man mag kaum glauben, dass eine derartige Politik in den vier &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten EU-L&auml;ndern&ldquo; beim W&auml;hler derart gut ankommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Das Elend wird in die W&uuml;ste verlagert<\/strong><br>\nDie Ergebnisse des Pariser Fl&uuml;chtlingsgipfels werden das Elend nicht bek&auml;mpfen, sondern nur verlagern, meint Georg Restle. Kanzlerin Merkel opfert V&ouml;lker- und Menschenrechte, um die Fl&uuml;chtlingszahlen zu dr&uuml;cken. Die deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik ist eine Schande.<br>\nIch gebe zu: Ich sch&auml;me mich! Ich sch&auml;me mich f&uuml;r diese Fl&uuml;chtlingspolitik, die da in Paris verhandelt wurde. Eine Politik, die von der deutschen Bundeskanzlerin wesentlich mitbestimmt wird &ndash; und die eine einzige Schande ist &ndash; f&uuml;r dieses Land und f&uuml;r diesen Kontinent.<br>\nEs ist eine Schande, dass auch die Bundesregierung es offensichtlich billigt, dass libysche Milizen Fl&uuml;chtlinge in Lager verfrachten, wo sie weiterhin misshandelt, gefoltert und vergewaltigt werden. Der Vorschlag, diese Lager unter die Obhut der UN zu stellen ist ein schlechter Witz, in einem Land das vom B&uuml;rgerkrieg zerrissen ist und nicht mal eine richtige Regierung hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/fluechtlingsgipfel-167.html\">Georg Restle auf tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>A1-Privatisierungs-Skandal: Die Gier des Finanz-Zombies<\/strong><br>\nAm 30. September 2013 treffen unter anderem Vertreter der Unicredit Bank AG eine brisante Entscheidung, die Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vier Jahre lang geheim halten wird. Am Wochenende deckte die Berliner Zeitung den Vorgang auf. An dem entscheidenden Tag vor vier Jahren drohen die Herren des Konsortiums A1 Mobil den Vertretern des Verkehrsministeriums damit, dass sie den Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland wegen ihrer angespannten Finanzlage k&uuml;ndigen k&ouml;nnten. Ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Vorgang, denn die rund eine Milliarde schwere Beziehung sollte noch 25 Jahre w&auml;hren.<br>\nAb 2013 lautete die Strategie: Ein Ausstieg aus dem bisherigen Vertrag, eine &Auml;nderung musste her. Ihre Argumentation: Die Finanzkrise stelle etwas Unkalkulierbares dar, eine Art Naturkatastrophe, von &bdquo;h&ouml;herer Gewalt&ldquo; soll die Rede gewesen sein. Solche Risiken seien nicht vertraglich fixiert gewesen. Da sollte der Staat aushelfen. Nach Informationen der Berliner Zeitung fordert das Konsortium von der &ouml;ffentlichen Hand nun neben den Mauteinnahmen eine monatliche Zahlung von knapp 2,49 Millionen Euro bis 2038. Zusammen also rund 645 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/a1-privatisierungs-skandal-die-gier-des-finanz-zombies-28239586\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Freifahrt in die Pleite<\/strong><br>\nAutobahnen werden immer &ouml;fter von privaten Betreibern gebaut. Der Staat erhofft sich hohe Einsparungen. Aber die Rechnung geht nicht auf.<br>\nWenn man von neun Millionen Euro knapp eine Million sparen kann, klingt das nach einer Menge Geld. Zumal es in diesem Fall nicht blo&szlig; um wenige Millionen geht, sondern um ein Vielfaches davon. Neun Millionen Euro kostet jeder Kilometer Autobahnstrecke in Deutschland, der neu gebaut, ausgebaut oder von vier auf sechs Spuren erweitert wird, jedenfalls wenn es der Staat tut. Das ist eine Menge Geld f&uuml;r eine Regierung &ndash; und viel Arbeit.<br>\nPrivate Unternehmen schaffen jeden Kilometer f&uuml;r gut acht Millionen Euro, f&uuml;r zehn Prozent weniger. Warum also nicht den Autobahnbau demjenigen &uuml;berlassen, der es billiger kann, der Privatwirtschaft n&auml;mlich? So lautete das politische Kalk&uuml;l der vergangenen Jahre. Und Politiker wie Wirtschaftsforscher lobten die Idee als gro&szlig;en Gewinn f&uuml;r alle. Das k&ouml;nnte ein teurer Irrweg sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/film\/2017-08\/autobahnen-privatisierung-einsparungen-staat\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier wird alles noch mal detailliert aufgelistet und werden Ross und Reiter benannt: das Lobby-Institut der deutschen Wirtschaft, die Versicherungswirtschaft, die korrumpierte Politik.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Betriebsmodell f&uuml;r Wasserstra&szlig;en: Dobrindts private Kan&auml;le<\/strong><br>\nSeit Jahren steckt Deutschland zu wenig Geld in seine Wasserstra&szlig;en. Nun erw&auml;gt Verkehrsminister Dobrindt, den Ausbau mithilfe privater Investoren voranzutreiben. Kritiker bef&uuml;rchten ein Desaster wie beim Autobahnbau.<br>\nDer Staat bestellt neue Infrastruktur, private Unternehmen planen, bauen und pflegen sie: Dieses Prinzip, auch bekannt als &ouml;ffentlich-private Partnerschaft (&Ouml;PP), steht seit vergangener Woche wieder in der Kritik. Da wurde bekannt, dass eine private Betreibergesellschaft der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen den Bund auf bis zu 640 Millionen verklagt und zugleich mit Insolvenz droht. Es w&auml;re nicht das erste Mal, dass eine Kooperation mit der Privatwirtschaft entgegen allen Versprechen teurer wird.<br>\nTrotz solcher Erfahrungen erw&auml;gt die Bundesregierung, &Ouml;PP-Projekte k&uuml;nftig auch f&uuml;r Wasserstra&szlig;en zu nutzen. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Demnach plant die Regierung an den Bundeswasserstra&szlig;en &bdquo;eine st&auml;rkere Einbeziehung von Dritten in die Planung und Baudurchf&uuml;hrung sowie die Nutzung der Bandbreite der vorhandenen Vergabeverfahren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/alexander-dobrindt-erwaegt-oepp-modelle-fuer-wasserstrassen-a-1165082.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Weil &Ouml;PP im Stra&szlig;enverkehr immer nur in Katastrophen zulasten der Steuerzahler und der Nutzer geendet ist, wird das Modell gro&szlig;z&uuml;gig auf die restliche Infrastruktur ausgedehnt? Demokratie hei&szlig;t Macht auf Zeit, und eine Regierung, die so offen b&uuml;rgerfeindlich und scheinbar korrupt agiert, kann auch abgew&auml;hlt werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist vor dem Hintergrund des A1 Desasters so irre, das kann man nicht so stehen lassen. Oder es ist ein Fall von unglaublicher politischer Korruption. W&auml;re nach dem schon erw&auml;hnten A1 Desaster eine Steilvorlage f&uuml;r den Wahlkampf der SPD. Geht aber leider nicht, da die SPD selbst die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums massiv bef&ouml;rdert hat, etwa durch die sogenannte &bdquo;Fratzscher-Kommission&ldquo; des Herren Gabriel (SPD). So viel wieder einmal zur Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD. Aber diese Behauptung ist sicher wieder eine &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;, wie wir nun wissen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Bundesregierung l&auml;sst im August wieder fast eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln<\/strong><br>\nOffizielle Arbeitslosigkeit im August 2017: 2.544.845<br>\nNicht gez&auml;hlte Arbeitslose verbergen sich hinter:\n<ul>\n<li>&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und\/oder ALG II: 163.507<\/li>\n<li>Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 83.275<\/li>\n<li>F&ouml;rderung von Arbeitsverh&auml;ltnissen: 7.005<\/li>\n<li>Fremdf&ouml;rderung: 236.892<\/li>\n<li>Bundesprogramm Soziale Teilhabe am #Arbeitsmarkt: 14.220<\/li>\n<li>berufliche #Weiterbildung: 142.561<\/li>\n<li>Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 192.204<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungszuschuss (f&uuml;r schwer vermittelbare Arbeitslose): 2.432<\/li>\n<li>Kranke Arbeitslose (&sect;146 SGB III): 69.082<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht gez&auml;hlte Arbeitslose gesamt: 911.178<br>\nTats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im August 2017: 3.456.023<br>\nHandeln statt tricksen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170901-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/posts\/10155001412973434\">die Linke im Bundestag via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tarifvertr&auml;ge hebeln gesetzliche Schutzbestimmungen aus<\/strong><br>\nDas galt lange als sicher: Wer nach Tarif bezahlt wird, der hat Gl&uuml;ck, dem geht es gut! Anders als in den Unternehmen, die sich dem Tarif verweigern und in denen nur die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden. Doch viele Leiharbeiter mussten in der Vergangenheit feststellen, die gesetzlichen Mindeststandards sind besser als die Bedingungen, denen die Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen zugestimmt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-31-08-2017\/tarifvertraege-hebeln-gesetzliche-schutzbestimmungen-aus.html\">Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Arbeitsministerin Andrea Nahles verkauft die geschaffene M&ouml;glichkeit, gesetzliche Mindeststandards zu unterlaufen, so: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Sozialpartnerschaft ist f&uuml;r mich Herzst&uuml;ck unserer sozialen Marktwirtschaft. Deshalb geben wir den Sozialpartnern Spielraum. Durch Tarifvertrag &ndash; also zusammen, nicht alleine &ndash; k&ouml;nnen sie den Einsatz von Leiharbeit, abweichend von den Grundregeln des Gesetzes, gestalten und aushandeln. Das setzt einen neuen Anreiz, sich tariflich zu binden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dabei wird deutlich, dass es der Ministerin nicht um eine reale Verbesserung von Arbeitsbedingungen geht, sondern lediglich darum, Regierunghandeln in einem guten Licht dastehen zu lassen. Es w&auml;re ja toll, wenn die SPD k&uuml;nftig damit werben k&ouml;nnte, eine h&ouml;here Tarifbindung erm&ouml;glicht und damit dem Eindruck nach, auch eine Verbesserung f&uuml;r Arbeitnehmer erreicht zu haben, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht stimmt. Die Geschichte &auml;hnelt dann vermutlich der m&auml;rchenhaften Erz&auml;hlung von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Niedriglohnsektor: Deutschland, deine Sklaven<\/strong><br>\nOnkel Toms H&uuml;tte kann auch irgendwo am Neckar stehen. Sklavenhandel, so eine Stuttgarter Arbeitsrechtlerin, Sklavenhandel gibt es n&auml;mlich immer noch, sogar dort, wo Deutschland am reichsten ist. Bei Paketdiensten, im Baugewerbe, in der Geb&auml;udereinigung, der Pflege sowie der Gastronomie arbeiten Menschen h&auml;ufig unter Bedingungen, die es so eigentlich gar nicht geben d&uuml;rfte. Nat&uuml;rlich sind sie keine Sklaven im strengen Sinne des Wortes, obwohl es auch Leibeigenschaft gerade da noch gibt, wo genau dieser Leib verkauft werden soll. Nein, ich rede hier nicht von jenem internationalen Menschenhandel, der mit verheerenden Auswirkungen die Prostitution bestimmt, ich meine die Arbeitsverh&auml;ltnisse, die auf den ersten Blick ganz normal aussehen. Nur dass die Arbeitnehmer hier eben oft miserabel bezahlt sind, dass sie um &Uuml;berstunden und Lohn betrogen werden, dass sie gar keinen oder nur einen befristeten Vertrag haben. Ausbeutung in ihrem schlechtesten Sinne eben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/niedriglohnsektor-deutschland-deine-sklaven.1005.de.html?dram:article_id=394443\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von Armutsgef&auml;hrdungsquoten und bedenklichen Entwicklungen hinter den gro&szlig;en Zahlen<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko war &ndash; gemessen an der Armutsgef&auml;hrdungsquote &ndash; im Jahr 2016 in den s&uuml;dlichen Bundesl&auml;ndern Baden-W&uuml;rttemberg mit 11,9 Prozent und Bayern mit 12,1 Prozent am geringsten. Das bundesweit h&ouml;chste Armutsrisiko wies Bremen mit 22,6 Prozent auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 Prozent. So findet man das am Anfang einer dieser typisch-trockenen Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes: Armutsgef&auml;hrdung in den Bundesl&auml;ndern weiter unterschiedlich, so ist die &uuml;berschrieben. Die neuen Zahlen zur &bdquo;Armutsgef&auml;hrdungsquote&ldquo; wurden in vielen Medien aufgegriffen. Gl&uuml;ckliches Baden-W&uuml;rttemberg &ndash; so die &Uuml;berschrift im Handelsblatt. Zugleich wird dort aber auch gleich am Anfang des Beitrags darauf hingewiesen: &raquo;Insgesamt verharrt die Armut in Deutschland auf hohem Niveau.&laquo; Und dem Artikel kann man au&szlig;erdem entnehmen: &raquo;Als von Armut bedroht gilt danach jemand, dessen Einkommen 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) unterschreitet. Im Bundesdurchschnitt verharrt die Armutsgef&auml;hrdungsquote bei 15,7 Prozent &ndash; so hoch wie 2015. In den Jahren davor ist sie stetig gestiegen.&laquo; Andere Schlagzeilen von heute: Armut in Berlin: Fast jeder F&uuml;nfte von Armut bedroht, so der in Berlin erscheinende Tagesspiegel: &raquo;In Berlin lebt fast jeder F&uuml;nfte am Rand des Existenzminimums. Berlin liegt dabei an vierter Stelle nach Bremen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/08\/armutsgefaehrdungsquoten-und-bedenkliche-entwicklungen.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/08\/PD17_298_122.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170830-hdt-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Armut verharrt auf H&ouml;chststand: Parit&auml;tischer kritisiert fehlendes Engagement der Bundesregierung<\/strong><br>\nAls Armutszeugnis f&uuml;r die Bundesregierung wertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Armutsquoten. Der Verband weist darauf hin, dass eine notwendige Trendwende noch immer nicht in Sicht sei und die Armutsquote auch in 2016 mit 15,7 Prozent auf dem h&ouml;chsten Niveau seit der Wiedervereinigung verharrt. Der Verband fordert von der k&uuml;nftigen Regierung, einen Masterplan zur Bek&auml;mpfung der Armut in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.<br>\nZwar gebe es durchaus positive Entwicklungen in einigen L&auml;ndern, vor allem in den Stadtstaaten und in Ostdeutschland, doch sorge der auff&auml;llige Anstieg in einwohnerstarken Fl&auml;chenstaaten wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen daf&uuml;r, dass die Armutsquote bundesweit nicht sinkt. F&uuml;r die besonders von Armut betroffenen Gruppen bleibe dagegen alles im Wesentlichen unver&auml;ndert, wie der Parit&auml;tische feststellt. Erwerbslose, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund sind nachwievor die Hauptrisikogruppen. Die st&auml;rksten Zuw&auml;chse zeigten sich bei Haushalten mit Kindern sowie bei Menschen ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit. Der Verband geht davon aus, dass sich in diesen Zahlen auch bereits Gefl&uuml;chtete wiederfinden, die 2015 nach Deutschland kamen.<br>\n&bdquo;Insgesamt spiegeln die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes das Versagen der Bundesregierung in der Armutsbek&auml;mpfung wider. Es ist einfach eine Schande, wenn immer mehr Kinder in Deutschland in Armut leben m&uuml;ssen&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &bdquo;&Uuml;berraschen muss die schlechte Armutsentwicklung nicht, angesichts der Tatsache, dass das Wort Kinderarmut im letzten Koalitionsvertrag nicht einmal vorkam. Die Gro&szlig;e Koalition war auf dem armutspolitischen Auge blind, mindestens aber jedoch extrem kurzsichtig.&ldquo; Der Parit&auml;tische fordert die im Wahlkampf stehenden Parteien auf, sich zu den aktuellen Befunden des Statistischen Bundesamtes klar zu positionieren. &bdquo;Der Koalitionsvertrag der n&auml;chsten Regierung muss zwingend einen Masterplan zur Armutsbek&auml;mpfung enthalten&ldquo;, fordert Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/armut-verharrt-auf-hoechststand-paritaetischer-kritisiert-fehlendes-engagement-der-bundesregierung\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung und Andrea Nahles haben bei der Armutsbek&auml;mpfung kl&auml;glich versagt<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdungsquote verharrt im Jahr 2016 unver&auml;ndert gegen&uuml;ber dem Vorjahr auf dem H&ouml;chststand von 15,7 Prozent, wie das Bundesamt f&uuml;r Statistik heute mitteilte. Auf 20,7 Prozent ist die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre gestiegen &ndash; jedes f&uuml;nfte Kind, jeder f&uuml;nfte Jugendliche unter 18 Jahren ist damit von Armut bedroht. Fast 57 Prozent der Erwerbslosen leben in Einkommensarmut, ebenso 43,6 Prozent der Alleinerziehenden, darunter insbesondere Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/start\/presse\/detail\/bundesregierung-und-andrea-nahles-haben-bei-der-armutsbekaempfung-klaeglich-versagt\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Club der Milliard&auml;re<\/strong><br>\nF&uuml;r 6,4 Millionen Bezieher von Hartz IV und Sozialgeld hat die Regierung im Bundeshaushalt 2017 21 Milliarden Euro veranschlagt. Fast doppelt so viel Geld soll der reichste Deutsche besitzen. Das berichtete das Wirtschaftsmagazins Bilanz aus dem Hause Springer am Freitag. Lidl-Gr&uuml;nder Dieter Schwarz verf&uuml;gt demnach &uuml;ber ein Gesamtverm&ouml;gen von etwa 37 Milliarden Euro.<br>\nAllein im vergangenen Jahr setzte die Schwarz-Gruppe 94 Milliarden Euro um. Deren Gr&uuml;nder f&uuml;hrt mit seinem Verm&ouml;gen laut Bericht einen &raquo;Club&laquo; von 195 Milliard&auml;ren in Deutschland an. Ihm dicht auf den Fersen sind demnach die Reimanns (Jacobs, Kosmetik), die Schaefflers (Maschinenbau, Reifen), die Aldi-Familien sowie die BMW-Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt. Damit sei die Zahl der Milliard&auml;re weitergewachsen. 2016 h&auml;tten 170 Familien &uuml;ber ein so hohes Verm&ouml;gen verf&uuml;gt.<br>\nAllerdings bef&auml;nden sich darunter auch 13 Gro&szlig;familien, deren Verm&ouml;gen sich auf mehrere Haushalte verteile. Ganz oben st&uuml;nden die Pharmaunternehmer Boehringer (gut 41 Milliarden Euro) und die in derselben Branche t&auml;tige Familie Merck (34 Milliarden Euro). &Uuml;ber mehr als acht Milliarden Euro verf&uuml;gen der Auflistung zufolge die Besitzer der Unternehmen Henkel, Porsche, Siemens und Freudenberg. Das Magazin f&uuml;hrte insgesamt die 1.000 reichsten Familien in der Bundesrepublik auf. Zusammen besitzen diese demnach Verm&ouml;gen von etwa 1,1 Billionen Euro &ndash; mehr als ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Die letzten zw&ouml;lf Monate seien &raquo;eine gute Zeit f&uuml;r die wohlhabenden Familien in Europas gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft&laquo; gewesen, jubelt das Magazin. Sie h&auml;tten ihre Aktivposten um fast zw&ouml;lf Prozent erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317045.club-der-milliard%C3%A4re.html\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ran an die Firmenerben, Spitzenverdiener und Kapital-Million&auml;re<\/strong><br>\nIn Deutschland herrschen gravierende soziale Unterschiede. Die kommende Regierung sollte Mittel- und Geringverdiener entlasten &ndash; und Reiche st&auml;rker heranziehen.<br>\nDeutschland im Sommer 2017, ein paar Schlaglichter: Trotz guter Konjunktur bleibt fast jeder sechste B&uuml;rger von Armut gef&auml;hrdet, meldet das Statistische Bundesamt. 40 Prozent der Besch&auml;ftigten im Lande verdienen real zum Teil deutlich weniger als vor 20 Jahren, meldet das Wirtschaftsministerium. Und wer ist im Angesicht dieser N&ouml;te der gr&ouml;&szlig;te Empf&auml;nger von Subventionen in der Bundesrepublik, und das mit Abstand? Firmenerben. Ihnen werden n&auml;chstes Jahr sechs Milliarden Euro Steuern erlassen, meldet die Bundesregierung. Im Deutschland des Sommers 2017 herrschen ganz offensichtlich gravierende soziale Unterschiede. Sie haben sich in den vergangenen 20 Jahren versch&auml;rft, durch Globalisierung, neue Technologien und eine Politik zugunsten der Besserverdiener.<br>\nAber das muss ja nicht so bleiben. Es gibt eine Menge Dinge, die eine neue Bundesregierung f&uuml;r mehr Gerechtigkeit tun kann &ndash; wenn sie denn m&ouml;chte. Angesichts des Fachkr&auml;ftemangels liegt es auf der Hand, dass mehr Deutsche der Armut entgehen w&uuml;rden, wenn sie f&uuml;r bessere Jobs qualifiziert w&auml;ren. Doch daf&uuml;r m&uuml;sste das Bildungssystem umgekrempelt werden, in dem der Aufstieg schwerer f&auml;llt als in anderen Industriestaaten. W&auml;hrend, nur ein Beispiel, drei Viertel der Kinder deutscher Akademiker studieren, tut dies nur jedes vierte Arbeiterkind. Schon die fr&uuml;he Trennung zwischen Gymnasium und anderen Schularten zementiert soziale Unterschiede. Und Kindern aus bildungsfernen Schichten w&uuml;rde ganz simpel mehr Geld helfen &ndash; Geld f&uuml;r intensive Kita-Betreuung, Beratung und ausreichend Nachhilfe. (&hellip;)<br>\nEs wird &uuml;berall in den Industriestaaten mehr Zeit und geschicktere Wahlk&auml;mpfer brauchen, um die neoliberalen Mythen zu entzaubern. Um wieder das Bewusstsein daf&uuml;r zu sch&auml;rfen, dass zu viel Ungleichheit eine Gesellschaft auseinanderrei&szlig;t. Der Frust vieler B&uuml;rger ist ja schon deutlich zu sehen. Von diesem Frust profitieren an den Wahlurnen allerdings bisher nur Rechtspopulisten wie Donald Trump und die AfD, die keine ernsthaften L&ouml;sungen anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ungleichheit-in-deutschland-ran-an-die-firmenerben-spitzenverdiener-und-kapital-millionaere-1.3646077\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.Z.:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel in der SZ. Die in Deutschland existierende Armut und Gr&uuml;nde f&uuml;r Abstiegs&auml;ngste werden benannt. Alternativen werden &ndash; zumindest teilweise &ndash; aufgezeigt. Auch auf die Gr&uuml;nde f&uuml;r die derzeitige Situation wird, wenn auch nur kurz, eingegangen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.P.:<\/strong> Sch&ouml;n mal eine klare Benennung der Probleme in Deutschland zu lesen mit einer extremen Forderung. Ein Gl&uuml;ck, dass dies kein Linker geschrieben hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abkehr von der Lebensstandardsicherung: Absenkung des Rentenniveaus: Neue WSI-Berechnungen illustrieren Konsequenzen<\/strong><br>\nWenn das Rentenniveau wie bislang vorgesehen gesenkt wird, wird es auch f&uuml;r qualifizierte Besch&auml;ftigte mit mittlerem Einkommen schwieriger, sich eine gesetzliche Rente deutlich oberhalb der Grundsicherungs- oder der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle zu erarbeiten. Das gilt insbesondere, wenn man statt des traditionellen Konzepts des &bdquo;Eckrentners&ldquo; mit 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst k&uuml;rzere Versicherungsverl&auml;ufe zugrunde legt, die heute und wahrscheinlich auch in Zukunft realistischer sind &ndash; insbesondere bei Frauen. Dass die Ver&auml;nderungen erheblich sein werden, illustrieren neue Modellrechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Drei von mehreren in einer Kurzstudie dargestellten Beispielen:\n<ul>\n<li>Beim aktuellen Rentenniveau (rund 48 Prozent, gemessen am Durchschnittsentgelt) erh&auml;lt eine Person, die als Alten- oder Krankenpfleger\/in nach dem Tarifvertrag des &Ouml;ffentlichen Dienstes bezahlt wird, nach gut 25 Beitragsjahren eine Rente, die h&ouml;her ist als die Grundsicherung im Alter. W&uuml;rde heute dagegen bereits das f&uuml;r das Jahr 2045 prognostizierte Rentenniveau von knapp unter 42 Prozent gelten, h&auml;tte die Pflegerin \/ der Pfleger erst nach rund 29 Beitragsjahren einen Rentenanspruch oberhalb der Grundsicherung, die 2015 bei durchschnittlich 747 Euro im Monat lag.<\/li>\n<li>Ein Rentner mit 45 Beitragsjahren in Vollzeit muss beim aktuellen Rentenniveau im Durchschnitt 11,42 Euro pro Stunde brutto verdienen, um die Grundsicherungsschwelle zu &uuml;berschreiten. G&auml;lte schon das f&uuml;r 2045 prognostizierte Rentenniveau, w&auml;ren daf&uuml;r mindestens 13,06 Euro n&ouml;tig. Bei 35 Beitragsjahren in Vollzeit stiege der notwendige Stundenlohn von aktuell 14,68 Euro auf 16,79 Euro.<\/li>\n<li>Soll die gesetzliche Rente &uuml;ber der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle liegen, die nach den neuesten vorliegenden Daten von 2015 bei 942 Euro Monatseinkommen f&uuml;r einen Alleinstehenden liegt, fallen die notwendigen Stundenl&ouml;hne noch deutlich h&ouml;her aus: Nach heutigem Stand und bei 45 Beitragsjahren in Vollzeit m&uuml;ssen im Durchschnitt 14,40 Euro verdient werden. Beim Rentenniveau des Jahres 2045 w&auml;ren es 16,47 Euro. Rechnet man mit 40 Beitragsjahren in Vollzeit, betragen die n&ouml;tigen Stundenl&ouml;hne sogar 16,20 bzw. 18,53 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_110461.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Datenskandal bei der Polizei: Offenbar zehntausende Unschuldige gespeichert<\/strong><br>\nDurch die Recherchen rund um die G20-Presseakkreditierungen kommt heraus, dass offenbar zehntausende Menschen in Deutschland ungerechtfertigt in polizeilichen Datenbanken gespeichert werden. Es geht l&auml;ngst nicht mehr nur um ein paar Journalisten.<br>\n&Uuml;ber den Umweg des Skandals um den Entzug von 32 Presseakkreditierungen beim G20-Gipfel in Hamburg kommt jetzt heraus, dass offenbar zehntausende Menschen ungerechtfertigt in Datenbanken des Bundeskriminalamtes (BKA), der L&auml;nderpolizeien und der Verfassungsschutz&auml;mter gespeichert sind. Von den betroffenen Journalisten sind mittlerweile 23 Personen &uuml;ber die Gr&uuml;nde des massiven Eingriffs in die Pressefreiheit informiert worden. Schon jetzt ist klar, dass es beim Entzug der Akkreditierungen zu Fehlern und falschen Bewertungen kam. Neben einer Namensverwechslung waren &ndash; teils veraltete &ndash; Eintragungen in polizeiliche und geheimdienstliche Datenbanken Grund f&uuml;r die Beschneidung der Pressefreiheit.<br>\nDie F&auml;lle von f&uuml;nf betroffenen Journalisten zeigen, wie problematisch die Datenbanken sind und wie leicht Menschen ins (politische) Visier von Beh&ouml;rden geraten k&ouml;nnen. Wenn in mindestens f&uuml;nf von 23 F&auml;llen bei Journalisten solch massive Fehler enthalten sind, d&uuml;rften bundesweit zehntausende Menschen von einer Stigmatisierung durch polizeiliche Datenbankeintr&auml;ge betroffen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/datenskandal-bei-der-polizei-offenbar-zehntausende-ungerechtfertigt-gespeichert\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum werden Journalisten erst munter, wenn sie selbst betroffen sind?!<\/strong><br>\nJetzt auf einmal ist die Aufregung gro&szlig;. Jetzt, wo sich herausstellt, dass Informationen &uuml;ber Journalisten, man stelle sich das vor! JOURNALISTEN!, die H&uuml;ter der B&uuml;rgerrechte, in polizeilichen Informationssystemen zu Unrecht gespeichert wurden, dass falsche Informationen gespeichert wurden oder urspr&uuml;nglich einmal richtige Informationen nicht gel&ouml;scht wurden. Da erbebt die Szene und berichtet jetzt mit &uuml;berschwappender Emp&ouml;rung als die gro&szlig;e Neuigkeit, dass es einen &bdquo;Datenskandal&ldquo; bei der Polizei gibt und dass offenbar zehntausende Unschuldige gespeichert sind.<br>\nMit Verlaub, verehrte Kollegen, sowohl unter den Journalisten als auch aus dem netzpolitischen Lager: Das ist ziemlich scheinheilig! Und was Sie da berichten, ist bei weitem nicht der gr&ouml;&szlig;te Skandal im Bereich der polizeilichen Informationstechnik! Doch all diese Skandale haben &bdquo;die Medien&ldquo; bisher geflissentlich ignoriert, tot geschwiegen und ausgesessen. Kleine Aufz&auml;hlung gef&auml;llig?!<br>\nBei der Polizei gibt es nicht nur EINEN Datenskandal, sondern eine ganze F&uuml;lle, weil das Gros der polizeilichen Informationssysteme, die hier eine Rolle spielen, gar nicht in der Lage ist, die gesetzlich geforderten Anforderungen an den Datenschutz und die Kennzeichnung von Informationen mitzuf&uuml;hren und auszuwerten. Als jemand der fast zwei Jahrzehnte lang als Entwickler solcher Systeme gearbeitet hat, w&uuml;rde ich so weit gehen zu sagen, dass kein einziges der in der Bundesrepublik eingesetzten polizeilichen Informationssysteme derzeit die gesetzlichen Anforderungen erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/warum-werden-journalisten-erst-munter-wenn-sie-selbst-betroffen-sind\">Police-IT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Indymedia-Betreiber klagen vor Bundesgericht gegen Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nDie vermeintlichen Betreiber von linksunten.indymedia haben am Mittwoch mehrere Klagen eingereicht. Vor dem Bundesverwaltungsgericht wendeten sich die Betroffenen gegen das angewendete &raquo;Konstrukt eines Vereins&laquo; durch das Bundesinnenministerium. Parallel dazu gehen die Beschuldigten vor dem Verwaltungsgericht Freiburg juristisch gegen die Hausdurchsuchungen Ende letzter Woche vor. (&hellip;)<br>\nDer Rechtsanwalt Sven Adam bezweifelt in einer Pressemitteilung zur Klage die Einordnung von &raquo;Linksunten Indymedia&laquo; als Verein. Au&szlig;erdem sei nicht ersichtlich, ob die Betroffenen der Untersuchungen tats&auml;chlich mit dem linken Nachrichtenportal in Verbindung stehen. Die beantragte Akteneinsicht solle Klarheit bringen. &raquo;Aus den uns bislang vorliegenden Unterlagen ist nicht ersichtlich, wie das Bundesinnenministerium die Einordnung von linksunten.indymedia.org als Verein belegen will geschweige denn was die Betroffenen der Durchsuchungen damit zu tun haben sollen&laquo;, so Adam. Sein Verdacht: Das Bundesinnenministerium &raquo;missbrauche&laquo; das Vereinsrecht, um gegen ein &raquo;unliebsames&laquo; Nachrichtenportal vorzugehen.<br>\nMit der zweiten Klage vor dem Amtsgericht Freiburg soll zun&auml;chst einmal die &raquo;schnelle Herausgabe&laquo; der w&auml;hrend der Durchsuchungen beschlagnahmen Habseligkeiten der Betroffenen, wie etwa Computer und Mobiltelefone, erwirkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1062169.indymedia-betreiber-klagen-vor-bundesgericht-gegen-behoerden.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Rechtsstaatlich fragw&uuml;rdiges Verbot<\/strong><br>\nReporter ohne Grenzen kritisiert das Vorgehen des Bundesinnenministeriums beim Verbot der als linksextremistisch eingestuften Website linksunten.indymedia.org als rechtsstaatlich gef&auml;hrliche Entwicklung.<br>\n&bdquo;Aufrufe zu Gewalt sind inakzeptabel &ndash; sie m&uuml;ssen gel&ouml;scht und ihre Urheber bestraft werden. Aber Pressefreiheit gilt auch f&uuml;r unbequeme, ja selbst f&uuml;r schwer ertr&auml;gliche Ver&ouml;ffentlichungen&ldquo;, sagte ROG-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Christian Mihr. &bdquo;Um gegen strafbare Inhalte auf linksunten.indymedia vorzugehen, h&auml;tte es weniger einschneidende Mittel gegeben. Dass die Bundesregierung ein trotz allem journalistisches Online-Portal durch die Hintert&uuml;r des Vereinsrechts komplett verbietet und damit eine rechtliche Abw&auml;gung mit dem Grundrecht auf Pressefreiheit umgeht, ist rechtsstaatlich &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig. International ist das ein bedenkliches Signal und liefert repressiven Regimen in aller Welt einen Vorwand, es den deutschen Beh&ouml;rden gleichzutun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/presse\/pressemitteilungen\/meldung\/rechtsstaatlich-fragwuerdiges-verbot\/\">Reporter ohne Grenzen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Santiago Maldonado keine Spur<\/strong><br>\nEin Aktivist, der sich f&uuml;r die Rechte der indigenen Mapuche einsetzt, wird bei einer R&auml;umungsaktion von Polizeikr&auml;ften verschleppt.<br>\nSantiago Maldonado bleibt verschwunden. Der 28-J&auml;hrige war bei einer R&auml;umungsaktion in der argentinischen Provinz Chubut von Polizeikr&auml;ften verschleppt worden. Mehrere Augenzeugen berichteten, wie Maldonado von Polizisten in ein Fahrzeug gesperrt und abtransportiert worden war. Mit ihren Protestaktionen k&auml;mpft die Mapuchegemeinschaft Lof Cushamen in Chubut um die R&uuml;ckgabe ihrer angestammten L&auml;ndereien, die sich heute im Besitz der Holding Tierras Sud Argentino befinden, besser bekannt unter dem Namen des Textilherstellers Benetton. Maldonado, selbst kein Mapuche, hatte sich den Protesten angeschlossen. Seit der R&auml;umungsaktion am 1. August fehlt von ihm jede Spur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Opposition-in-Argentinien\/%215437153\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Keine Emp&ouml;rung weit und breit. Gesch&auml;he das in Venezuela und tr&auml;fe vor allem Wohlsituierte, die Berichte w&uuml;rden sich &uuml;berschlagen. Aber der Kampf von ein paar am liebsten zum Aussterben verdammten Indios erregt doch keine westliche Wertegemeinschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Feuert auf sie! T&ouml;tet sie alle!&laquo;<\/strong><br>\nIm Koreakrieg (1950&ndash;53) ver&uuml;bten die US-amerikanischen Besatzungstruppen und ihre Verb&uuml;ndeten unter der Zivilbev&ouml;lkerung Massaker wie das von No Gun Ri. Jahrzehntelang wurden die Verbrechen tabuisiert<br>\nDer seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ungel&ouml;ste Korea-Konflikt beweist gerade wieder seine Gef&auml;hrlichkeit. Jederzeit kann es dort zu einer milit&auml;rischen Eskalation zwischen der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea und den USA kommen, in die unmittelbar auch andere L&auml;nder wie China, Russland oder Japan einbezogen w&auml;ren. Anders, als es &uuml;berwiegend dargestellt wird, waren bisher insbesondere Seoul und Washington nicht an einer Friedensordnung f&uuml;r die Koreanische Halbinsel interessiert. Wie verzerrt die Berichterstattung &uuml;ber diese ist, zeigt sich auch an einem geradezu tabuisierten Thema: den Kriegsverbrechen der USA w&auml;hrend des Koreakriegs, dessen verheerende Folgen bis heute nicht &uuml;berwunden sind. (jW)<br>\n&raquo;Ich w&uuml;rde sagen, dass fast die ganze Halbinsel Korea ein einziger Schutthaufen ist&laquo;, erkl&auml;rt Emmett O&rsquo;Donnell. Mit dem Unterton des Bedauerns, als sei er gerade arbeitslos geworden, f&uuml;gt der US-amerikanische Luftwaffengeneral hinzu: &raquo;Alles ist zerst&ouml;rt. Nichts Nennenswertes ist stehengeblieben. Kurz bevor die Chinesen in den Krieg eintraten, wurden von unseren Bombern keine Angriffe mehr geflogen. Es gab in Korea halt keine Ziele mehr.&laquo; Drei lange Jahre, von Ende Juni 1950 bis Ende Juli 1953, setzt die US-Luftwaffe in Korea systematisch und fl&auml;chendeckend Napalm gegen Mensch und Natur ein. St&auml;dte und D&ouml;rfer sind davon ebenso betroffen wie ehedem dichtbewaldete Bergh&auml;nge, aus denen bald nur noch verdorrte Baumst&uuml;mpfe in den Himmel ragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317292.feuert-auf-sie-t%C3%B6tet-sie-alle.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frau Bundeskanzlerin, empfinden Sie sich selbst auch als langweilig?<\/strong><br>\n80 Fragesteller haben sich schon w&auml;hrend des Eingangsstatements gemeldet. Doch ausgerechnet die Pluralit&auml;t des Formats ist auch seine Schw&auml;che: Denn jeder Journalist m&ouml;chte der Kanzlerin unbedingt die Frage stellen, die er sich vorher &uuml;berlegt hat. So gibt es ein Themenhopping. Merkel muss keine Nachfragen f&uuml;rchten, es wird nicht &bdquo;nachgebohrt&ldquo; und schon gar nicht &bdquo;gegrillt&ldquo;, wie es in angels&auml;chsischen L&auml;ndern in solchen Situationen &uuml;blich ist. Als &bdquo;Meute&ldquo; werden die Hauptstadtjournalisten seit einem ber&uuml;hmten Dokumentarfilm von Herlinde Koelbl oft beschrieben, aber an diesem Morgen sind sie keine Raubtiere. Im Gegenteil: Bisweilen spielt Merkel sogar mit ihnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article168120057\/Frau-Bundeskanzlerin-empfinden-Sie-sich-selbst-auch-als-langweilig.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Langweilig? Merkel ist es nicht allein<\/strong><br>\nMerkels Sommer-Pressekonferenz war langweilig. Routiniert spulte sie ihre Meinung zu den Themen ab, die im Moment als Aufreger-Themen gehandelt werden: Diesel-Skandal; Deals mit afrikanischen Staaten, damit weniger Fl&uuml;chtlinge nach Europa kommen; Umgang mit Erdogan; Zusammenarbeit der CDU mit der AfD; Gauland-&Auml;u&szlig;erungen usw. Sie juxte, dass sie jetzt auch den Namen Schulz erw&auml;hnt habe. Und offenbarte an dieser Stelle ihr doppeltes Gesicht: Hinter aufgesetzter Bescheidenheit und Freundlichkeit verbirgt sie ihre Arroganz. Die wichtigsten Themen, die die Menschen bewegen &ndash; Lohnentwicklung, Rentenentwicklung, Entwicklung der sozialen Sicherungssysteme &ndash; wurden in der Pressekonferenz der Frau, die die Richtlinienkompetenz besitzt, nicht aufgerufen.<br>\nViele Journalisten kritisieren, dass der Wahlkampf langweilig sei und Merkel die W&auml;hler einlulle. Wie die SPD &uuml;bersehen sie dabei, dass sie selbst daran gro&szlig;en Anteil haben.<br>\nDie SPD kann Merkel nicht kritisieren, weil sie alle gro&szlig;en Fehlentscheidungen &ndash; Lohndumping, Rentenk&uuml;rzungen, Abbau der sozialen Sicherungssysteme, Ver&auml;rgerung der europ&auml;ischen Nachbarn, Aufgabe der Ost- und Entspannungspolitik, Waffenexporte, Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr, um nur die wichtigsten zu nennen &ndash; mit zu verantworten hat. Mit dem Satz, die SPD war doch daran beteiligt, wischt Merkel fast jede Wahlkampf-Attacke der Sozialdemokraten vom Tisch.<br>\nUnd die Journalisten? Der Spiegel-Reporter J&uuml;rgen Leinemann hat einmal gesagt: &bdquo;Jeder Bundeskanzler besitzt in der Bundespressekonferenz eine absolute Mehrheit&ldquo;. So ist es. Selbst wenn die Merkel schamlos l&uuml;gt (&bdquo;Ich unterst&uuml;tze nie einen Krieg. Ich habe auch den Irak-Krieg nicht unterst&uuml;tzt&ldquo;, als sie nach ihrer Unterst&uuml;tzung des Irak-Krieges gefragt wurde) schweigt das Pressekorps.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1527773537284108\/?type=3&amp;theater&amp;notif_t=notify_me_page&amp;notif_id=1503920150096864\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Ex-ZDF-Chefredakteur Brender wirft Merkel Erpressung vor<\/strong><br>\nDer ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender erhebt Vorw&uuml;rfe gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), das TV-Duell am 3. September durch massiven Druck ihrer Vertrauten zu einem reinen Kanzlerformat gemacht zu haben. &bdquo;Die Einigung ist unter Erpressung durch das Kanzleramt zustande gekommen&ldquo;, sagt Brender in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL. &bdquo;Solche Vereinbarungen nennt man sittenwidrig.&ldquo;<br>\nDie Absicht dahinter sei glasklar. &bdquo;Das Kanzleramt verlangt ein Korsett f&uuml;r die Kanzlerin, in dem sie sich nicht bewegen muss. Und zugleich eines f&uuml;r Schulz, in dem er sich nicht bewegen darf&ldquo;, so Brender: &bdquo;Als Fernsehformat ist das eine Missgeburt.&ldquo; Merkel mache einen Wahlkampf &bdquo;im Schlafmodus&ldquo;. Ein Fernsehduell, &bdquo;das Funken schl&auml;gt, w&uuml;rde dabei nur st&ouml;ren&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDas Duell Anfang September ist das einzige direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Schulz in diesem Wahlkampf. In den Verhandlungen &uuml;ber die Modalit&auml;ten war es nach Ostern zu einem Konflikt zwischen den Sendern, der SPD und Vertretern aus dem Kanzleramt gekommen.<br>\nMerkels Vertraute Eva Christiansen und Regierungssprecher Steffen Seibert hatten den Wunsch der Sender nach zwei Duellen sowie andere Vorschl&auml;ge zur &Auml;nderung des Formats abgelehnt und erkennen lassen, notfalls einem Duell fernzubleiben. Die beiden Politiker werden im TV-Studio in Berlin-Adlershof von vier Moderatoren befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-ex-zdf-chefredakteur-brender-wirft-kanzlerin-erpressung-vor-a-1164679.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Abenteuer-Camps sollen Jugendliche zur Bundeswehr locken<\/strong><br>\nSoldat spielen in den Schulferien: Im Kampf um Rekruten setzt die Bundeswehr auf Schnupperwochen f&uuml;r Jugendliche &ndash; mit Erfolg. Die Linke attackiert &bdquo;knallharte Werbepraktiken&ldquo;. Sie bef&uuml;rchtet die Verletzung von Kinderrechten. [&hellip;]<br>\nMit aufwendig produzierten Videos wirbt die Truppe in sozialen Netzwerken f&uuml;r &bdquo;Schnupperwochen&ldquo; und Abenteuercamps in den Schulferien. Die Zielgruppe laut Eigenwerbung: 15- bis 18-J&auml;hrige, die noch unentschlossen sind, was sie beruflich einmal machen wollen und sich mit dem Gedanken an eine Laufbahn bei der Bundeswehr tragen. Sie k&ouml;nnen kostenfrei an den mehrt&auml;tigen Camps teilnehmen und den &bdquo;attraktiven Arbeitgeber Bundeswehr&ldquo; aus der N&auml;he erleben, wie es etwa im Video zum &bdquo;Heidecamp&ldquo; am Standort Sch&ouml;newalde\/Holzdorf hei&szlig;t.<br>\nEine Strategie, die offenbar verf&auml;ngt. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die der WELT vorliegt. Die Nachfrage nach den Ferien-, Kennenlern-, IT- und Abenteuercamps ist betr&auml;chtlich: Mehr als 1000 Jugendliche haben seit 2012 Jahr f&uuml;r Jahr teilgenommen. Im vergangenen Jahr waren es 1544, und allein in den ersten sieben Monaten 2017 sogar bereits 2066 Teilnehmer. Angebote gab es an Standorten der Marine und Luftwaffe, vor allem aber beim Heer, etwa bei Panzereinheiten, Gebirgsj&auml;gern, im Sanit&auml;tsdienst oder bei den neu geschaffenen IT-Bataillonen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article168155238\/Abenteuer-Camps-sollen-Jugendliche-zur-Bundeswehr-locken.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39881\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39881","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39881"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39881\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39913,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39881\/revisions\/39913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}