{"id":39908,"date":"2017-09-04T08:27:42","date_gmt":"2017-09-04T06:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908"},"modified":"2017-09-04T08:27:42","modified_gmt":"2017-09-04T06:27:42","slug":"hinweise-des-tages-2951","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h01\">Fernsehduell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h02\">Nordkoreas j&uuml;ngste Provokation verst&auml;rkt die Stabilit&auml;t und nicht die unmittelbare Kriegsgefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h03\">Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h04\">Putin warnt vor &ldquo;Konflikt gro&szlig;en Ausma&szlig;es&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h05\">Portugal: Vom Sorgenkind zum Wunderkind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h06\">Merkels Jobm&auml;rchen &ndash; Die Schattenseiten des deutschen Besch&auml;ftigungsbooms<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h07\">Der Organisationsgrad der Arbeitnehmer sinkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h08\">Finanz-Experte &uuml;ber HSH-Debakel &bdquo;Es wurden kriminelle Fehler gemacht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h09\">Ohne Umverteilung geht es nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h10\">Soziale Gerechtigkeit &ndash; Manche sind gleicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h11\">Wie viel Macht haben Gewerkschaften noch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h12\">Wie die Gro&szlig;e Koalition beim Klimaschutz versagt hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h13\">&bdquo;Sachverhalte nicht zukleistern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h14\">Es wird langsam absurd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h15\">Wertverfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h16\">Testlauf f&uuml;r die Postmoderne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h17\">Sozial ist, was sozial ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39908#h18\">zu guter Letzt: &ldquo;Die Partei&rdquo; &uuml;bernimmt 31 Facebook-Gruppen der AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fernsehduell<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine Schmuseveranstaltung<\/strong><br>\nLange habe ich es nicht ausgehalten. Das Fernsehduell zwischen den Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz entpuppte sich als derart langweilig, wie der Wahlkampf schon abl&auml;uft. Da andere Kandidaten ausgeschlossen waren, vollzogen die beiden einen Schmusekurs mit einigen wenigen Dissonanzen, die der Unterhaltung dienen sollten.<br>\nWer hat &ldquo;gewonnen&rdquo;? Nat&uuml;rlich die Amtsinhaberin Merkel, weil der Herausforderer keiner war, das zeigen auch Umfragen. Man nickte sich zu und &auml;u&szlig;erte Gemeinsamkeit. Das kuschlige Duell war eine Bewerbung f&uuml;r eine Wiederauflage der gro&szlig;en Koalition. Scholz wird Au&szlig;enminister und hat hier vor allem eine Position gegen&uuml;ber der T&uuml;rkei gesetzt. Dass Merkel hier schnell mit dem Abbruch der EU-Eintrittsverhandlungen &uuml;bereinstimmte, verst&auml;rkte nur den Eindruck, dass sich hier zwei Machtpolitiker abtasteten, wie sie miteinander auskommen werden.<br>\nJa, und nun? Drei Wochen sind es noch bis zur Wahl. Schon jetzt werden sich viele entscheiden, ob sie &uuml;berhaupt und wen sie mit Briefwahl w&auml;hlen werden. Das Duell d&uuml;rfte die Ratlosigkeit verst&auml;rkt haben, trotz der Alternative f&uuml;r Deutschland keine Alternative zu haben. Best&auml;rkt wird das Duell niemanden haben, aus seiner Ratlosigkeit und Unentschiedenheit eine Wahl zu treffen. Wahrscheinlich wurde die Unlust verst&auml;rkt, sich &uuml;berhaupt an der Wahl zu beteiligen, in der es um kaum etwas geht, zumal die meisten Deutschen offenbar keine radikalen Ver&auml;nderungen wollen und auf das Weiter-so setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Merkel-Schulz-Duell-Eine-Schmuseveranstaltung-3820783.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir haben Koalitionsverhandlungen gesehen&ldquo;<\/strong><br>\nWie war das nun mit dem &bdquo;Duell&ldquo;? Hat Merkel gewonnen oder Schulz? Die Kommentatoren, Spin-Doktoren und Fernsehjournalisten haben sich darauf ihren Reim gemacht. Wir auch. [&hellip;]<br>\nDass Schulz &bdquo;angeschlagen in die Runde geht&ldquo;, &bdquo;den Haken setzt&ldquo;, &bdquo;Merkel zur Seite t&auml;nzelt&ldquo;, solche Bilder verwandeln das TV-Studio in Adlershof in einen imagin&auml;ren Boxring, den es nicht nur aus Fairnessgr&uuml;nden gar nicht geben darf. So verwandeln sich die Vorabberichte und Einspieler in blo&szlig;e PR f&uuml;r die kommende Sendung. Wer aber PR betreibt, ohne ein Gesp&uuml;r f&uuml;r den Bedeutungsraum der eigenen Worte zu zeigen, zerlegt das eigene Produkt, noch bevor es an die Frau oder den Mann gebracht werden kann. Es geht um Argumente, um konkurrierende politische Ideen und Konzepte. [&hellip;]<br>\nAber solche Sendungen vermitteln einen Eindruck vom bisherigen Wahlkampf, der schlie&szlig;lich nicht zuletzt von den Erwartungen des Publikums gepr&auml;gt wird. Diese leben nicht zuletzt von der Erinnerung an die bisweilen mit gro&szlig;er Erbitterung ausgetragenen Konflikte vergangener Zeiten. Man denke nur an die Schlachten um die Ostpolitik im Jahr 1972 oder die zwischen den Kanzlerkandidaten Helmut Schmidt und Franz-Josef Strau&szlig; acht Jahre sp&auml;ter. Im Vergleich dazu ist dieses &bdquo;TV-Duell&ldquo; eine nahezu harmonische Angelegenheit. Von &bdquo;einem Feuerwerk&ldquo; ist nichts zu sehen, um das mit den Worten Thomas Gottschalks zu formulieren. [&hellip;]<br>\n Beruhigend sei auch, dass keiner der Kandidaten auf populistische Parolen und Ausfl&uuml;chte setze und auch dies bei den W&auml;hlern gut ankomme: &bdquo;Das Land sehnt sich nach einer gro&szlig;e Koalition, die Mehrheit der Gesellschaft will keine Polarisierung&ldquo;, sagt Friedman und stellt sich vor, dass &ndash; w&auml;re er gerade vom Mars gekommen und w&uuml;rde sehen, worum es in diesem Land geht -, er sich d&auml;chte: &bdquo;Mein Gott, sind das kleine Probleme.&ldquo; [&hellip;]Friedmans Fazit ist nicht das schlechteste an diesem Abend: &bdquo;Ich habe heute eine Koalitionsverhandlung gesehen&ldquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik\/tv-kritik-der-duell-abend-wir-haben-koalitionsverhandlungen-gesehen-15182265.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD meldet Schulz-Sieg &ndash; Stunden vor TV-Duell<\/strong><br>\nPanne vor dem TV-Duell: In einer Internet-Anzeige vermeldet die SPD den Sieg von Kanzlerkandidat Martin Schulz &uuml;ber Angela Merkel &ndash; und erntet jede Menge Spott. (&hellip;)<br>\nPanne bei der SPD: Sieg von Schulz im TV-Duell gegen Merkel vermeldet<br>\nDer Schlagabtausch hat noch nicht begonnen, da reklamiert die SPD schon den Sieg f&uuml;r sich: &ldquo;TV-Duell: Merkel verliert &ndash; klar gegen Martin Schulz &ndash; spd.de&rdquo; war in einer Google-Anzeige zu lesen, die nach Angaben einer Parteisprecherin von Mitternacht bis etwa 7 Uhr morgens freigeschaltet war. Der SPD-Parteivorstand entschuldigte sich am Sonntag per Twitter f&uuml;r die Panne: &ldquo;Dienstleister ist heute Nacht bei Google peinlicher Fehler unterlaufen. Nicht unser Stil. Verwirrung bitten wir zu entschuldigen.&rdquo;<br>\nViele Twitter-Nutzer lie&szlig;en diese Entschuldigung allerdings nicht gelten: &ldquo;Was will uns der Tweet sagen? Sie haben doch dem &ldquo;Dienstleiter&rdquo; Text mit der Ausrufung des Siegers des TV-Duells in Auftrag gegeben&rdquo;, schrieb der nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sident Armin Laschet (CDU). Das Ganze sei &ldquo;an D&auml;mlichkeit nicht zu toppen&rdquo;.<br>\nTats&auml;chlich ist es &uuml;blich, dass sich die Parteien &ndash; egal wie ein Duell ausgeht &ndash; im Nachhinein immer zum Sieger ausrufen. Dumm nur, dass es diesmal vorzeitig geschah. Andere Reaktionen lauteten denn auch: &ldquo;Die Schuld auf Andere zu schieben zeugt von #Nichtregierungsf&auml;higkeit; #unw&auml;hlbar&rdquo;. Oder: &ldquo;Peinlich ist es eher, schon vor dem Duell eine solche Anzeige zu verfassen. Und das geht doch wohl auf Ihre Kappe?&rdquo; Inzwischen ist die SPD-Anzeige nicht mehr im Netz zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/newsblog-zum-bundestagswahlkampf-2017-partei-werbespots-setzen-auf-kinder-a-1163008.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nordkoreas j&uuml;ngste Provokation verst&auml;rkt die Stabilit&auml;t und nicht die unmittelbare Kriegsgefahr<\/strong><br>\nNordkorea demonstriert mit dem j&uuml;ngsten Atombombentest seine F&auml;higkeit zur atomaren Abschreckung. Das k&uuml;ndet nicht einen bevorstehenden Atomkrieg an, sondern zementiert Kims Schreckensregime.<br>\nKim Jong Un weiss, wie ein kleiner, verarmter Staat von sich reden macht. Just an dem Tag, als in China der mit grossem Propaganda-Aufwand inszenierte Brics-Gipfel er&ouml;ffnet wird, als die USA mit der Bew&auml;ltigung der Folgen des Wirbelsturms in Texas besch&auml;ftigt sind und sich in Europa viele Augen auf das einzige TV-Duell der Kanzlerkandidaten Merkel und Schulz richten, schiebt sich der nordkoreanische Herrscher mit der Detonation der sechsten Atombombe aus Eigenproduktion auf die grosse B&uuml;hne der Welt&ouml;ffentlichkeit. Der Bombentest wird sekundiert durch Propagandabilder von Kim neben einer angeblichen Wasserstoffbombe im Miniaturformat, die in den Gefechtskopf einer Interkontinentalrakete passen soll. Erst vor wenigen Tagen hat Nordkorea zudem mit dem Entsenden einer Rakete hoch &uuml;ber Japan demonstriert, dass auch die Tr&auml;gertechnik f&uuml;r Atombomben grosse Fortschritte gemacht hat. [&hellip;]<br>\nAlles deutet darauf hin, dass Kim genau dieses Ziel erreicht. Der Test einer Bombe mit offensichtlich sehr hoher Sprengkraft macht eine milit&auml;rische Intervention der Grossm&auml;chte noch riskanter und damit unwahrscheinlicher. Er zementiert Kims Regime in Nordkorea. Deshalb ist auch der neueste Atombombentest kein Grund, einen bevorstehenden Atomkrieg zu bef&uuml;rchten. Kim hat alles Interesse daran, den f&uuml;r ihn idealen Zustand der stetig im Bewusstsein der Welt&ouml;ffentlichkeit gehaltenen Abschreckung aufrechtzuerhalten. Ein Atomangriff auf eine der Grossm&auml;chte oder das von den USA protegierte S&uuml;dkorea w&auml;re dagegen selbstm&ouml;rderisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/test-einer-atombombe-nordkoreas-juengste-provokation-verstaerkt-die-stabilitaet-und-nicht-die-unmittelbare-kriegsgefahr-ld.1314136\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Atomwaffen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Droht wieder atomare Aufr&uuml;stung?<\/strong><br>\nIn West- und Ost herrscht mittlerweile der Oligarchen-Kapitalismus. F&uuml;r den gilt, was der US-Pr&auml;sident Theodore Roosevelt schon 1913 sagte: &bdquo;Hinter der angeblichen Regierung thront eine unsichtbare Regierung, die die Menschen nicht anerkennt, ihnen gegen&uuml;ber nicht verpflichtet ist und keinerlei Verantwortung &uuml;bernimmt.&ldquo; Zu dieser &ldquo;unsichtbaren Regierung&rdquo; geh&ouml;ren heute die R&uuml;stungsindustrie, die Finanzindustrie und Energiekonzerne.<br>\nIm Oligarchen-Kapitalismus dient die Au&szlig;enpolitik dem Ziel, Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte zu erobern, notfalls mit milit&auml;rischen Mitteln. Deshalb steigen die R&uuml;stungs-Ausgaben immer weiter. Der westliche Oligarchen-Kapitalismus (USA und Europa) gibt rund 900 Milliarden Dollar f&uuml;r R&uuml;stung aus. Der russische Oligarchen-Kapitalismus rund 69 Milliarden Dollar.<br>\nLogischerweise geht in diesem System von der milit&auml;risch st&auml;rksten Macht, den USA, die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden aus, weil sie ihre dominierende Stellung auf den Rohstoff- und Absatzm&auml;rkten der Welt systembedingt immer weiter ausweiten will. Zu diesem Zwecke haben die Vereinigten Staaten &uuml;ber 800 Milit&auml;rstationen in aller Welt, die in erster Linie zum Ziel haben, Russland einzukreisen und die aufkommende Macht Chinas einzuschr&auml;nken.<br>\nTrump hat jetzt, wie schon sein Vorg&auml;nger, im Auftrag des US-Oligarchen-Kapitalismus die Nato-L&auml;nder aufgefordert, trotz der bereits jetzt bestehenden dr&uuml;ckenden &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber der russischen Milit&auml;rmacht, ihre R&uuml;stungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erh&ouml;hen. Daf&uuml;r m&uuml;ssen immer neue Bedrohungs-Szenarien erfunden und herbeigelogen werden. So wirft jetzt die &uuml;berr&uuml;stete Nato Russland den Bruch des INF-Vertrages von 1987 vor und erw&auml;gt in einem als geheim eingestuften Papier, atomar aufzur&uuml;sten. Nat&uuml;rlich wird diese Politik von st&auml;ndigen L&uuml;gen und Propaganda-Wellen begleitet, die mittlerweile wieder das Ausma&szlig; des Kalten Krieges erreicht haben.<br>\nWir brauchen dringend eine Wiederbelebung der Ost- und Entspannungspolitik des Friedensnobelpreistr&auml;gers Willy Brandt. Im Zentrum dieser Politik standen W&ouml;rter, die heute bezeichnenderweise aus dem internationalen Dialog verschwunden sind, wie Abr&uuml;stung, gemeinsame Sicherheit und vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen.<br>\nAm Samstag, 9. September, findet an der US-Airbase Ramstein eine Demonstration f&uuml;r den Frieden statt. Um 15 Uhr werde ich dort sprechen. Statt atomarer Aufr&uuml;stung m&uuml;ssen die noch in Deutschland lagernden Atomwaffen verschwinden. Der v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenkrieg, der von Ramstein aus gef&uuml;hrt wird, muss beendet und diese Milit&auml;rbasis geschlossen werden. Willy Brandts Verm&auml;chtnis sollte die deutsche Au&szlig;enpolitik bestimmen: &bdquo;Von deutschen Boden darf niemals wieder Krieg ausgehen.&ldquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/aufruf\/\">ramstein-kampagne.eu\/aufruf\/<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=ARSYUwC7CjjJ2ol5uuhDqytf47eNumhgKK8HRFGLRznEChzlSTpWcX4YM3AguJBCj38&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Welcher Staat bedroht Deutschland mit Atombomben? Bundesregierung will&rsquo;s nicht verraten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung&#8203; meint, dass Deutschland von einem Staat mit Atombomben bedroht sei. Tilo wollte heute wissen, welcher Staat das sein soll, der Deutschland nuklear bedrohe. Steffen Seibert wollte es nicht verraten: &ldquo;Ich werde mich dazu nicht weiter auslassen.&rdquo; ? Au&szlig;erdem bem&auml;ngelt die Bundesregierung, dass sich Russland nicht an den INF-Vertrag halte. Ob sich denn die USA an den selben Vertrag halten, wollte das Ausw&auml;rtiges Amt&#8203; aber nicht beantworten ? #Doppelmoral<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=f_RSfdEZzTw%20\">Tilo Jung via You Tube<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomare Mobilmachung<\/strong><br>\nDie USA und ihre NATO-Verb&uuml;ndeten sind dabei, eine neue Runde des atomaren Wettr&uuml;stens zu starten. Ein zentrales Element ist die &raquo;Modernisierung&laquo; der in Europa stationierten Nuklearwaffen. Die westliche Allianz rechtfertigt ihre Absicht mit der Behauptung, auf angebliche russische Verst&ouml;&szlig;e gegen den 1987 zwischen Washington und Moskau geschlossenen INF-Vertrag reagieren zu m&uuml;ssen.<br>\nDas berichtete Spiegel online am Freitag unter Berufung auf den Rechercheverbund von NDR, WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung. Die Journalisten dieser Gruppe st&uuml;tzen ihre Erkenntnisse auf ein Geheimdokument, das in den F&uuml;hrungen der NATO-Staaten kursieren soll. Darin seien 39 m&ouml;gliche Reaktionen auf die angeblichen russischen Verst&ouml;&szlig;e aufgelistet. Neben der Verst&auml;rkung der &raquo;atomaren Abschreckung&laquo; wird dem Bericht zufolge auch &uuml;ber die Installation von mehr Fr&uuml;hwarnsystemen, eine Verst&auml;rkung der U-Boot-Abwehr, den h&auml;ufigeren Einsatz der strategischen Bombenflugzeuge vom Typ &raquo;B-2&laquo; und &raquo;B-52&laquo; &uuml;ber Europa sowie die Erh&ouml;hung der Einsatzbereitschaft atomwaffenf&auml;higer Flugstaffeln der NATO in Europa diskutiert.<br>\nDas Szenario erinnert an die 70er und 80er Jahre. Damals konstruierten der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und andere westliche Politiker einen angeblichen sowjetischen Vorsprung auf dem Gebiet der Nuklearwaffen und forderten eine &raquo;Nachr&uuml;stung&laquo;. Das Ergebnis war der NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979, der mehrere Jahre lang Massenproteste in Deutschland und anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern hervorrief.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317439.atomare-mobilmachung.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6486\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170904_atombomben_kol_b.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Putin warnt vor &ldquo;Konflikt gro&szlig;en Ausma&szlig;es&rdquo;<\/strong><br>\nDie Spannungen rund um Nordkoreas Raketenprogramm wachsen sich aus der Sicht Frankreichs und Russlands zu einer echten Bedrohung aus: Kremlchef Putin weist Trumps Umgang mit der Krise als &ldquo;abwegig und sinnlos&rdquo; zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nPutin reagierte damit auf &Auml;u&szlig;erungen von US-Pr&auml;sident Donald Trump, der Mitte der Woche auf Twitter geschrieben hatte: &ldquo;Reden ist nicht die L&ouml;sung&rdquo;. In den vergangenen Wochen hatte Trump zudem mehrfach mit einem milit&auml;rischen Eingreifen gedroht, unter anderem auch mit der drastischen Formulierungen, Nordkorea riskiere &ldquo;Feuer und Zorn&rdquo; &ndash; eine Wortwahl, die Beobachter als Anspielung auf das nukleare Arsenal der USA werteten.<br>\n&ldquo;Provokationen, Druck und milit&auml;rische und beleidigende Rhetorik sind eine Sackgasse&rdquo;, betonte Putin. Es sei &ldquo;abwegig und sinnlos&rdquo; zu hoffen, dass Nordkorea nur unter Druck seine Raketentests einstellen werde. Der Kremlchef sprach sich f&uuml;r ein rein diplomatisches Vorgehen aus: Nordkorea k&ouml;nne nur ohne Vorbedingungen und ohne Druck zu einem Dialog &uuml;ber die Einstellung seines Atom- und Raketenprogramms bewegt werden, betonte er. (&hellip;)<br>\nPutin &auml;u&szlig;erte sich vor einem Gipfel der vier gro&szlig;en Schwellenl&auml;nder Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC), der am Sonntag im chinesischen Xiamen beginnt. Moskau und Peking schlagen zur Beilegung des Konflikts vor, dass die USA und S&uuml;dkorea k&uuml;nftig auf gemeinsame Milit&auml;rman&ouml;ver verzichten und Nordkorea im Gegenzug seine Raketentests einstellt. &ldquo;Man muss die Probleme der Region mit einem direkten Dialog aller interessierten L&auml;nder l&ouml;sen, ohne jede Vorbedingungen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDer franz&ouml;sische Verteidigungsminister Le Drian nannte die Krise rund um das nordkoreanische Raketenprogramm im Radiosender RTL &ldquo;extrem ernst&rdquo;. Nordkorea setze derzeit alles daran, atomar best&uuml;ckte Raketen zur Einsatzbereitschaft zu bringen. &ldquo;Das wird in einigen Monaten Realit&auml;t sein&rdquo;, sagte Le Drian. Wenn das Land erst in der Lage sei, die USA und Europa mit Nuklearwaffen zu treffen, werde die Lage &ldquo;explosiv&rdquo;. Deshalb m&uuml;sse Nordkorea an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Putin-warnt-vor-Konflikt-grossen-Ausmasses-article20012906.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist es nicht so, dass sich auch die USA direkten Verhandlungen mit Nordkorea verweigern? Erst j&uuml;ngst hatte US-Pr&auml;sident Trump Gespr&auml;che mit der nordkoreanischen Regierung abgelehnt &ndash; mit den Worten &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/welt\/weltpolitik\/913907_Reden-ist-nicht-die-Antwort.html\">Reden ist nicht die Antwort<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Portugal: Vom Sorgenkind zum Wunderkind<\/strong><br>\nNicht mehr als 100 Tage gaben internationale Beobachter der sozialistischen Minderheitsregierung unter Ant&oacute;nio Costa in Portugal. Jetzt arbeitet die Linksregierung schon zwei Jahre erfolgreich und f&uuml;hrt vor Augen wie scheinbar Unm&ouml;gliches bewerkstelligt werden kann: Die Wirtschaft w&auml;chst, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Schulden werden abgebaut. Was ist in diesen zwei Jahren geschehen, in denen Portugal vom Sorgenkind zum Vorzeigeland wurde? Und was kann Europa aus dem Erfolg der portugiesischen Regierung lernen? (&hellip;)<br>\nDas von der EU beschlossene Stablilit&auml;tsprogramm hat Portugal einen rigiden Sparkurs aufgezwungen. Die sozialistische Regierung hat sich allerdings nicht mit den neoliberalen Vorgaben abgefunden. Stattdessen setzt man &ndash; in keynesianischer Art &ndash; auf Investitionen, h&ouml;here Mindestl&ouml;hne und Investitionen in den Sozialstaat.<br>\nUnd die Ergebnisse sind erstaunlich: Die Wirtschaft w&auml;chst &ndash; 2017 aller Voraussicht nach um 2,5% &ndash; und die Arbeitslosigkeit geht zur&uuml;ck: von 12% auf 9%, bei jungen Menschen von 30% auf 23%.<br>\nZus&auml;tzlich investiert die Regierung verst&auml;rkt in den Sozialstaat: Mindestl&ouml;hne werden erh&ouml;ht und in das &ouml;ffentliche Bildung- und Gesundheitssystem wird investiert. Dank der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, lokalen und sozialen Initiativen, die ihre Ideen und Vorstellungen selbst einbringen k&ouml;nnen, hat die Regierung ein solides Fundament f&uuml;r ihre Arbeit geschaffen.<br>\nEntgegen dem Dogma, dass es zum Abbau des Sozialstaates keine Alternative g&auml;be, beweist die portugiesische Regierung, dass sozial ausgewogene Politik nicht nur m&ouml;glich ist &ndash; sondern auch &ouml;konomisch sinnvoll. Erstmals seit vielen Jahren kann jetzt auch das Budgetdefizit reduziert werden: Es ist auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gesunken (auf 2,1%). (&hellip;)<br>\nVor zwei Jahren warnte der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble: &bdquo;Portugal macht einen schweren Fehler&ldquo; und werde bald wieder Hilfe von der EU brauchen. Heute ist das Gegenteil der Fall &ndash; Portugal ist der lebende Beweis, dass man mit dem Austerit&auml;tskurs brechen kann, zugunsten von Investitionen und eines Ausbaus des Wohlfahrtsstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/portugal-vom-sorgen-zum-wunderkind\/\">Kontrast Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und das, obwohl sich die portugiesische Regierung von der neoliberalen Austerit&auml;tspolitk verabschiedet hat. In den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; findet man dazu nichts. Lieber bejubelt man die Durchsetzung der neoliberalen Agenda durch Macron in Frankreich. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nicht &bdquo;obwohl&ldquo;, sondern &bdquo;weil&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein trauriges Gegenspiel zu Portugal sind die Entwicklungen in Griechenland &ndash; trotz einer &bdquo;linken&ldquo; griechischen Regierungspartei und vor allem durch deutschen Einfluss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Merkels Jobm&auml;rchen &ndash; Die Schattenseiten des deutschen Besch&auml;ftigungsbooms<\/strong><br>\nUnter Kanzlerin Merkel wurden in Deutschland Millionen Stellen geschaffen. Doch unter der gl&auml;nzenden Oberfl&auml;che g&auml;ren ungel&ouml;ste Probleme. Denn unter den Bundesb&uuml;rgern sind nicht nur Gewinner.<br>\nIm Sp&auml;tsommer 2017 scheint es in Deutschlands Kantinen ein gro&szlig;es Thema zu geben: Die Personaldecke ist zu d&uuml;nn. Wohin man kommt, &uuml;berall ert&ouml;nt die Klage: F&auml;llt der Kollege, die Kollegin aus, beginnt es an allen Ecken und Enden zu knirschen. Kurzfristig findet sich im Betrieb nicht gen&uuml;gend Personal, um die Arbeit zu &uuml;bernehmen. Dass die d&uuml;nne Personaldecke landauf, landab ein Thema ist, hat seinen Grund: Der deutsche Arbeitsmarkt wirkt vielerorts wie leergefegt. Zahlreiche Unternehmen, aber auch Beh&ouml;rden haben Probleme, schnell genug qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Zahl der unbesetzten Jobs ist auf einen H&ouml;chstwert geklettert: Insgesamt waren im August bundesweit 741.000 Stellen als offengemeldet, und es geht keineswegs nur um die sprichw&ouml;rtlichen IT-Fachkr&auml;fte.<br>\nNicht einmal zwei Jahrzehnte, nachdem der britische &bdquo;Economist&ldquo; Deutschland als den &bdquo;kranken Mann des Euro&ldquo; bezeichnet hatte, erlebt Europas gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft ein veritables Jobwunder. Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich in einer der l&auml;ngsten Aufschwungphasen seiner Geschichte. Die Zeiten von zweistelligen Erwerbslosenraten, wie sie in vielen Industrie-, aber auch in Schwellenl&auml;ndern normal geworden sind, sind hierzulande pass&eacute;. Angela Merkel(CDU) kann den Aufschwung am Arbeitsmarkt im Wahlkampf als einen ihrer gro&szlig;en Erfolge ins Feld f&uuml;hren. Zugleich wei&szlig; das Bundeskanzleramt, dass unter der gl&auml;nzenden Oberfl&auml;che weiter einige ungel&ouml;ste Probleme g&auml;ren. Der deutsche Besch&auml;ftigungsboom hat seine dunklen Seiten. Denn l&auml;ngst nicht alle Bundesb&uuml;rger profitieren gleicherma&szlig;en davon<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article168194999\/Die-Schattenseiten-des-deutschen-Beschaeftigungsbooms.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Anscheinend sind die Probleme inzwischen so gro&szlig; und offensichtlich, da&szlig; sie selbst die konservativ-neoliberale WELT nicht mehr leugnen kann. Im &Uuml;brigen bleiben die Begriffe &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; und &ldquo;moderate Lohnpolitik&rdquo; Euphemismen f&uuml;r &ldquo;Politik f&uuml;r massive Lohnsenkungen&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Organisationsgrad der Arbeitnehmer sinkt<\/strong><br>\nIG Metall, Verdi &amp; Co. ringen mit Strukturproblemen &ndash; aber nicht nur sie. Gewerkschaften in anderen L&auml;ndern geht es &auml;hnlich. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie ein europ&auml;ischer Vergleich zeigt.<br>\nDie deutschen Gewerkschaften k&auml;mpfen mit einem sinkenden Interesse der Arbeitnehmer, sich von ihnen vertreten zu lassen. Sie stehen damit aber nicht allein: Auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern stehen Gewerkschaften vor &auml;hnlichen Herausforderungen &ndash; der Organisationsgrad der Arbeitnehmer geht zur&uuml;ck. Das gilt etwa f&uuml;r D&auml;nemark, f&uuml;r &Ouml;sterreich, die Schweiz; &auml;hnlich ist es in Frankreich, Polen und Tschechien, wie eine noch unver&ouml;ffentlichte Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Sie st&uuml;tzt sich auf Daten des &bdquo;European Social Survey&ldquo;, einer regelm&auml;&szlig;igen Erhebung unter 40.000 B&uuml;rgern aus 21 L&auml;ndern, und liegt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor.<br>\nDer Anteil der organisierten Arbeitnehmer in Deutschland ist diesen Daten zufolge von 18,9 Prozent im Jahr 2002 auf 15,6 Prozent im Jahr 2014 gesunken. F&uuml;r &Ouml;sterreich zeigen sie einen R&uuml;ckgang von 28,9 Prozent auf 25,5 Prozent und f&uuml;r die Schweiz von 15,3 auf 11,3 Prozent. F&uuml;r D&auml;nemark, das wie alle skandinavischen L&auml;nder traditionell einen sehr hohen Organisationsgrad hat, weisen die Daten ein Minus von mehr als acht Punkten (77,7 auf 69,1 Prozent) aus. &Auml;hnliche Tendenzen gibt es in Finnland und Schweden. [&hellip;]<br>\nNur 13,9 Prozent der Besch&auml;ftigten im Dienstleistungsbereich<br>\nIn jedem Fall stelle diese Gruppe der Besch&auml;ftigten f&uuml;r die Gewerkschaften ein wichtiges &bdquo;Rekrutierungspotenzial&ldquo; dar &ndash; zumal gerade diese Besch&auml;ftigten von tarifvertraglichen Regelungen in besonderem Ma&szlig;e profitieren k&ouml;nnten, analysieren die Forscher. Die Durchsetzung solcher Tarifvertr&auml;ge erfordere aber eben auch eine ausreichende Mitgliederst&auml;rke. &bdquo;Dies m&uuml;ssen die Gewerkschaften &uuml;berzeugender vermitteln&ldquo;, empfehlen Dieke und Lesch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/gewerkschaften-es-mangelt-an-nachwuchs-15171084.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ, die sonst immer vor den Blockierern im &uuml;berm&auml;chtigen Gewerkschaftsstaat warnt und z. B. GdL, den Marburger Bund oder die Vereinigung Cockpit, also die wenigen nicht v&ouml;llig machtlosen Gewerkschaften, regelm&auml;&szlig;ig beschuldigt, &ldquo;die Bev&ouml;lkerung in Geiselhaft zu nehmen&rdquo;, n&auml;hert sich der Wirklichkeit: da&szlig; die Gewerkschaften fast &uuml;berall in Europa in den letzten Jahrzehnten massiv Mitglieder verloren haben und schwach sind, besonders auch durch Wirtschaftskrisen, hohe Arbeitslosigkeit und die Zunahme prek&auml;rer Besch&auml;ftigung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanz-Experte &uuml;ber HSH-Debakel &bdquo;Es wurden kriminelle Fehler gemacht&ldquo;<\/strong><br>\nDie Rettung der HSH Nordbank gilt als Milliarden-Grab. Norbert Hackbusch (Linke) hat das Finanz-Debakel seit zehn Jahren intensiv verfolgt, ist auch &uuml;ber seine Partei hinaus als Experte anerkannt. Die MOPO sprach mit ihm &uuml;ber die Krisen-Bank und die verheerenden Folgen der HSH-Pleite.<br>\nMOPO: Herr Hackbusch, wie durchschaut man das HSH-Debakel?<br>\nNorbert Hackbusch: Durchs Volkswirtschaftsstudium habe ich von Grund auf eine Affinit&auml;t zu dem Thema. Gr&uuml;ne und Linke, f&uuml;r die ich in der B&uuml;rgerschaft sa&szlig; und sitze, setzen sich nicht so gerne mit solchen Themen auseinander, deswegen ist die HSH stets schnell bei mir gelandet. Es kann nicht sein, dass dieses Thema nicht kritisch beobachtet wird, nur weil es vielen zu anspruchsvoll ist. (&hellip;)<br>\nWir bekommen seit Jahren positive Gesch&auml;ftsergebnisse pr&auml;sentiert. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass sich die Situation immer weiter verbessert. Das ist aber definitiv nicht so.<br>\nK&ouml;nnen Sie das bitte erkl&auml;ren?<br>\nDie Bilanzen beziehen sich auf das Neu-Gesch&auml;ft der Kernbank. Das verl&auml;uft zwar positiv, ist aber nur ein kleines Segment. Das Altgesch&auml;ft, also die alten Vertr&auml;ge, machen mehr als 90 Prozent der Gesch&auml;ftszahlen aus. Und diese alten Vertr&auml;ge sind das Problem: Sie werden durch die 10 Milliarden Euro an Garantien, die Hamburg und Schleswig-Holstein gegeben haben, abgedeckt &ndash; und tauchen so nicht auf.<br>\nWarum wird das gemacht?<br>\nDas ist ein cleverer Schachzug der HSH-Verantwortlichen, schlie&szlig;lich steht f&uuml;r diesen Herbst der Verkauf der Bank an. Gute Gesch&auml;ftsergebnisse machen die Bank f&uuml;r K&auml;ufer attraktiver.<br>\nAber ein potenzieller K&auml;ufer wird doch auch die negativen Altgesch&auml;fte &uuml;bernehmen m&uuml;ssen &hellip;<br>\nWir stellen fest, dass bei der HSH zwischen positiver Kernbank und negativer Abbaubank getrennt wird. Die Abbaubank besitzt rund 17,2 Milliarden Euro fauler Kredite. Wir bef&uuml;rchten jetzt, dass nur die Kernbank einen neuen K&auml;ufer findet, die Abbaubank jedoch nicht mitverkauft wird. Damit drohen den L&auml;ndern weitere Kosten in Milliardenh&ouml;he!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/finanz-experte-ueber-hsh-debakel--es-wurden-kriminelle-fehler-gemacht--28259520%20\">MOPO<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ohne Umverteilung geht es nicht<\/strong><br>\n&ldquo;Mehr soziale Gerechtigkeit&rdquo; &ndash; gef&uuml;hlt sind daf&uuml;r alle Parteien im Wahlkampf. Meist meinen sie damit Chancengleichheit in der Bildung. F&uuml;r den Sozialwissenschaftler Oliver Nachtwey ist das nicht genug: Ohne Umverteilung k&ouml;nne dadurch sogar die Spaltung vertieft werden.<br>\n&ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo;: mit diesem Slogan wirbt die SPD im Wahlkampf, und auch die anderen Parteien haben sich das Thema soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben &ndash; irgendwie. Doch verbergen sich dahinter auch wirksame Konzepte, um die gesellschaftliche Ungleichheit im reichen Deutschland zu verringern?<br>\nDer Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Oliver Nachtwey vermisst in der Debatte den Umverteilungsaspekt: Zwar zeige der Fokus auf soziale Gerechtigkeit, dass die Politik einen gewissen Handlungsbedarf erkannt habe, sagte er im Deutschlandfunk Kultur. &ldquo;Aber wie sie es ausbuchstabiert, das &auml;rgert mich schon ein bisschen, weil es dann nur um die Chancengleichheit bei der Bildung geht.&rdquo; Das sei zwar ein sinnvolles Element, aber m&uuml;sse mit Umverteilung und sozialer Gerechtigkeit verbunden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/oliver-nachtwey-ueber-soziale-gerechtigkeit-ohne.1008.de.html?dram:article_id=394930\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziale Gerechtigkeit &ndash; Manche sind gleicher<\/strong><br>\nUnten weniger, oben mehr: Die Deutschen verlieren den Glauben an das Leistungsprinzip. Doch kaum eine Partei wagt sich an grundlegende Verteilungsfragen. Warum? [&hellip;]<br>\nDie Deutschen sch&auml;tzen das Leistungsprinzip, und gleichzeitig haben sie erhebliche Zweifel daran, dass es f&uuml;r alle gleicherma&szlig;en gilt. Diese Wahrnehmung ist gef&auml;hrlich. Die Parteien m&uuml;ssten schon im Wahlkampf versuchen, sie zu ver&auml;ndern. Soll das wirklich unm&ouml;glich sein?<br>\nWas spr&auml;che dagegen, das zu &auml;ndern?<br>\nWas spr&auml;che dagegen, die Spreizung zwischen den Einkommen zu verkleinern, also den Mindestlohn zu erh&ouml;hen? Und warum kann dieser nicht auch Menschen einschlie&szlig;en, die in neuen tariffernen Besch&auml;ftigungsformen arbeiten, wie etwa Crowd Worker? Wieso gibt es noch die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau? Warum werden die Angestellten im Sorgesektor nicht angemessen bezahlt? Wieso wird das gesetzliche Rentenniveau von 48 Prozent nicht angehoben?<br>\nDie meisten Befragten der Verm&auml;chtnisstudie, immerhin 60 Prozent, unterst&uuml;tzen die Einf&uuml;hrung eines Maxilohns und eine starke Begrenzung der Bonuszahlungen. Warum verpflichten Unternehmen sich nicht selbst, die interne Lohnspanne zu begrenzen, zum Beispiel durch die Kopplung von Vorstandsgeh&auml;ltern an das Durchschnittseinkommen der Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-08\/soziale-gerechtigkeit-leistungsgerechtigkeit-wahlkampf-parteien-fuenf-und-der-fisch-d17\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nun &ndash; das ist ja nicht ganz richtig. Immerhin wagt sich DIE LINKE &ldquo;an grundlegende Verteilungsfragen&rdquo;. &ldquo;Was spr&auml;che dagegen, die Spreizung zwischen den Einkommen zu verkleinern, also den Mindestlohn zu erh&ouml;hen?&rdquo; &ndash; Nichts nat&uuml;rlich, au&szlig;er den Parteien der Regierungskoalition, SPD und Union, die dieses Armutslohnniveau mit erdr&uuml;ckender Mehrheit beschlossen haben. &ldquo;Warum werden die Angestellten im Sorgesektor nicht angemessen bezahlt?&rdquo; &ndash; Weil sich niemand darum k&uuml;mmert und die Politik &ndash; die oben erw&auml;hnte Gro&szlig;e Koalition &ndash; nichts daf&uuml;r tut. &ldquo;Wieso wird das gesetzliche Rentenniveau von 48 Prozent nicht angehoben?&rdquo; &ndash; Weil das &ndash; man mag es kaum wiederholen &ndash; von einer &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit des Bundestags so beschlossen worden ist. &ldquo;Warum verpflichten Unternehmen sich nicht selbst, die interne Lohnspanne zu begrenzen, zum Beispiel durch die Kopplung von Vorstandsgeh&auml;ltern an das Durchschnittseinkommen der Besch&auml;ftigten.&rdquo; &ndash; Warum sollten Sie, und warum greift die Politik nicht ein? Ein schr&auml;ger Artikel, der eine Menge Probleme aufgreift, aber in rhetorischen Fragen versanden l&auml;&szlig;t. Jutta Allmendinger ist, ohne da&szlig; es hier erw&auml;hnt wird, SPD-Mitglied. Warum setzt sie sich in ihrer Partei nicht daf&uuml;r ein, da&szlig; die hier beschriebenen Zust&auml;nde sich &auml;ndern &ndash; oder soll das hier Wahlwerbung f&uuml;r Martin Schulz sein? Nur kommt der Artikel mindestens 15 oder 20 Jahre zu sp&auml;t, denn mindestens so lange bestehen die angesprochenen Probleme schon.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie viel Macht haben Gewerkschaften noch?<\/strong><br>\nV&ouml;lker, h&ouml;rt die Signale? Von wegen! Die Deutschen scheinen konfliktscheu &ndash; im Schnitt erlebt nur jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte jemals einen Streiktag. Arbeitskampf-Fakten auf einen Blick.<br>\nNur noch f&uuml;r jeden zweiten Arbeitnehmer gilt ein Tarifvertrag &ndash; entweder ein Fl&auml;chenvertrag oder einer der (in der Grafik nicht ber&uuml;cksichtigten) Haustarifvertr&auml;ge. Das ist allerdings erst seit Kurzem so. Jahrzehntelang war es die Norm, dass die Regelungen, die Gewerkschaft und Arbeitgeberverband aushandelten, f&uuml;r eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer galt &ndash; meist einheitlich f&uuml;r ganze Branchen. Doch die sogenannte Tarifbindung nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich ab.<br>\nGrund daf&uuml;r d&uuml;rfte sein, dass viele Arbeitspl&auml;tze inzwischen in Branchen entstehen, in denen Gewerkschaften traditionell schwach sind: Handel, Gastronomie, Gesundheit, Pflege und weitere Dienstleistungen. Inzwischen liegt die Tarifbindung in Deutschland deutlich unter dem Durchschnitt in der EU. Eigentlich ist sie nur noch in den wirtschaftsliberal gepr&auml;gten L&auml;ndern Mittel- und Osteuropas, Irland und Gro&szlig;britannien niedriger. (&hellip;)<br>\nWas Streiks betrifft, sind die Deutschen ausgesprochen konfliktscheu &ndash; was auch erkl&auml;ren k&ouml;nnte, wieso die Arbeitsk&auml;mpfe der Piloten, Lokf&uuml;hrer und Kita-Erzieherinnen im Jahr 2015 die Schlagzeilen beherrschten: Nur was ungew&ouml;hnlich ist, empfinden wir als Nachricht. Tats&auml;chlich summierten sich die wegen Streiks ausgefallenen Arbeitstage in diesem Jahr auch auf einen f&uuml;r Deutschland ungew&ouml;hnlich hohen Wert von 31 &ndash; pro tausend Arbeitnehmern.<br>\nDer Schnitt der vergangenen Jahrzehnte liegt eher um die f&uuml;nf Streiktage pro tausend Arbeitnehmer &ndash; was nichts anderes hei&szlig;t, als dass der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland alle 200 Jahre einmal einen Tag wegen eines Streiks nicht gearbeitet hat. Nimmt man ein durchschnittliches Erwerbsleben von 40 Jahren an, erlebt statistisch also nur jeder f&uuml;nfte Arbeitnehmer &uuml;berhaupt einmal einen wegen Streiks ausgefallenen Arbeitstag. Dazu muss er &uuml;brigens gar nicht selbst streiken &ndash; wenn etwa die Piloten streiken, kann ja auch das restliche Bordpersonal nicht arbeiten.<br>\n&Uuml;brigens: Wie viel die Deutschen im internationalen Vergleich streiken, ist nicht so einfach zu beantworten. Es gibt zwar Statistiken dazu &ndash; die werden aber derart unterschiedlich berechnet, dass sie sich nicht seri&ouml;s vergleichen lassen. Daher verzichten wir an dieser Stelle darauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitskampf-wer-hoert-noch-die-signale-der-gewerkschaften-a-1163759.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klingt in hiesigen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; jedoch anders, wenn z.B. Lokf&uuml;hrer oder Piloten streiken. Jetzt stellt also auch &ldquo;SPON&rdquo; fest, dass es in Deutschland wenig Streiktage gibt. Tats&auml;chlich d&uuml;rften heute 20- bis 30-j&auml;hrige Menschen kaum einen gro&szlig;en Streik hierzulande in Erinnerung haben. Von einem Generalstreik wie 1948 ganz zu schweigen. W&uuml;nschenswert w&auml;ren diese Erfahrungen jedoch schon, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie die Gro&szlig;e Koalition beim Klimaschutz versagt hat<\/strong><br>\nDie Deutschen werden ihr Auto, ihr Haus, ihre Ern&auml;hrung und auch ihre Heizung langfristig umstellen m&uuml;ssen, wenn sie ihre internationalen Klimaschutz-Verpflichtungen einhalten wollen. Der Kohleausstieg etwa wird eines der zentralen Themen in der n&auml;chsten Legislaturperiode werden. In dieser sind gleich mehrere ambitionierte Ziele auf der Strecke geblieben. (&hellip;)<br>\nKlimaexperte Mojib Latif, Professor am Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Ozeanforschung in Kiel, stellt der Gro&szlig;en Koalition jedenfalls kein gutes Zeugnis in der Klimapolitik aus.<br>\n&ldquo;Deutschland selbst hat ja einen ziemlich geringen Anteil von nur einigen wenigen Prozent an den weltweiten Treibhaus-Gasen. Gleichwohl haben wir eine Vorbildfunktion, aber wir kommen nicht vom Fleck im Moment. Seit vielen Jahren stagniert der Treibhaus-Aussto&szlig;. Jetzt, 2017, sieht es so aus, als wenn er wieder steigen w&uuml;rde. Und das hat vor allem drei Gr&uuml;nde. Erstens: Die Energiewende, die klappt nicht richtig. Zweitens: Auch die Verkehrswende kommt nicht voran. Und drittens: Auch eine Agrarwende ist nicht in Sicht.&rdquo; (&hellip;)<br>\nKlima-Experten wie der Mojib Latif bleiben skeptisch: &ldquo;Ich erinnere mich noch sehr gut, als unsere Kanzlerin zur &lsquo;Klimakanzlerin&rsquo; gemacht worden ist, so muss man eigentlich sagen. Das war nach dem Gipfel in Heiligendamm, 2007. Und ich konnte mir damals eigentlich schon ein klammheimliches Lachen nicht verkneifen, denn es war eine Erkl&auml;rung, die eigentlich keinen Inhalt hatte. Und das war jetzt beim G20-Gipfel eigentlich auch nicht anders. Es war ein klarer R&uuml;ckschritt, weil der Austritt der USA festgeschrieben wurde. Und das dann noch als Erfolg zu verkaufen, auch das konnte ich nicht begreifen.&rdquo;<br>\nHinzu kommt, sagt Mojib Latif: &ldquo;Deutschland sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen&rdquo;. Die Bundeskanzlerin findet Donald Trumps Klimapolitik zwar &ldquo;&auml;u&szlig;erst bedauerlich&rdquo;, doch die Kritik an den USA lenkt ab von der eigenen Misere. Gleich mehrere ambitionierte Klimaschutz-Ziele der Gro&szlig;en Koalition bleiben auf der Strecke. Etwa der Plan, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Stra&szlig;e zu bringen. Im gleichen Zeitraum wollten Union und SPD auch den Kohlendioxid-Aussto&szlig; um vierzig Prozent drosseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umweltpolitik-wie-die-grosse-koalition-beim-klimaschutz.724.de.html?dram:article_id=394845%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Welt verschl&auml;ft den Klimaschutz weiter<\/strong><br>\nDie &Uuml;berschwemmungen in S&uuml;dasien und in Texas m&uuml;ssten ein Weckruf sein, beim Klimaschutz endlich anzupacken, meint Georg Ehring. Es gebe allerdings keinen Grund, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Auch Deutschland habe beim Klimaschutz in den letzten acht Jahren komplett versagt. (&hellip;)<br>\nWir haben allerdings keinen Grund, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Gemessen an der harten W&auml;hrung &ldquo;Treibhausgase&rdquo; hat auch Deutschland beim Klimaschutz in den letzten acht Jahren komplett versagt. Im vergangenen Jahr waren die Emissionen ebenso hoch wie 2009. Das war das Jahr, in dem Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Kopenhagener Klimagipfel versprach, dass unser Land seinen fairen Anteil an den Anstrengungen &uuml;bernehmen w&uuml;rde. Doch heute bremst die Bundesregierung beim Ausbau von Sonnen- und Windenergie, blockiert beim Klimaschutz im Verkehr, wehrt sich gegen sch&auml;rfere Umwelt-Auflagen f&uuml;r Kohlekraftwerke und schiebt den Braunkohle-Ausstieg so weit hinaus wie m&ouml;glich.<br>\nDie &Uuml;berschwemmungen in S&uuml;dasien und in Texas m&uuml;ssten ein Weckruf sein, beim Klimaschutz endlich anzupacken und ernst zu machen. Doch Weckrufe hat es schon in gro&szlig;er Zahl gegeben. Die Welt hat weiter geschlafen und es sieht nicht danach aus, als ob sie dieses Mal wach werden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naturkatastrophen-die-welt-verschlaeft-den-klimaschutz.720.de.html?dram:article_id=394947\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Sachverhalte nicht zukleistern&ldquo;<\/strong><br>\nWolfgang Kn&ouml;bl spricht &uuml;ber die Suche nach sch&auml;rferen demokratischen Debatten: Populismus sei als Kategorie zu uneindeutig. [&hellip;]<br>\nWas unterscheidet einen Populisten von einem leidenschaftlichen Demokraten, wie Willy Brandt einer war? Der wusste ja auch sehr wohl zuzulangen in Wahlk&auml;mpfen. M&uuml;ssen nicht auch Volksparteien vereinfachen?<br>\nVolksparteien haben ein breites W&auml;hlerspektrum und zielen auf dieses ab. Und aus diesem Grund allein sind sie zu Vereinfachungen gezwungen. Wahlk&auml;mpfe sind keine soziologischen oder politologischen Seminare. Problematisch wird es erst dann, wenn jemand glaubt, dass seine eigenen Vereinfachungen tats&auml;chlich die Realit&auml;t sind und nicht mehr nur vereinfachte Darstellungen. Bei Willy Brandt war es eher so, dass man das Gef&uuml;hl hatte: Nat&uuml;rlich simplifiziert er. Dennoch hatte er die Ausstrahlung eines intellektuellen Menschen mit beeindruckender Biographie, der allein deshalb schon wusste, wie kompliziert die Dinge eigentlich sind. Und auch das Publikum ahnte das, weil er als Kanzlerkandidat enorme Erfahrungen als Regierender B&uuml;rgermeister von Westberlin vorweisen konnte. [&hellip;]<br>\n[Oskar Lafontaine] erw&auml;hnte zu Recht in Talkshows, dass, wenn er das Thema einer h&ouml;heren Besteuerung f&uuml;r Reiche auf die Tagesordnung bringe, er von anderen Parteien sofort als Populist diffamiert werde. Und das stimmt! Aber wer den neoliberalen Konsens verl&auml;sst, sollte eben nicht sofort als Populist bezeichnet werden. Nat&uuml;rlich muss &uuml;ber h&ouml;here Steuers&auml;tze diskutiert werden k&ouml;nnen. Alles andere f&auml;nde ich absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5442109\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es wird langsam absurd<\/strong><br>\nIndymediaverbot, versch&auml;rftes Demonstrationsrecht: Der Bundesinnenminister setzt im Wahlkampf pl&ouml;tzlich auf den Kampf gegen Linksextremismus. (&hellip;)<br>\nBis Hamburg jedenfalls war das Thema auch f&uuml;r de Maizi&egrave;re kaum eines. Auch er &auml;u&szlig;erte sich zum Linksextremismus, wenn &uuml;berhaupt, nur am Rande. Das Problem schien beherrschbar. Konspirative Radikale wie die &bdquo;militante gruppe&ldquo;, die mit Brandanschl&auml;gen f&uuml;r Unruhe sorgten, wurden schon vor Jahren hochgenommen. Die Zahl linker Straftaten sank im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 9.389 Delikte, die der linken Gewalttaten gar um 20 Prozent.<br>\nAnders auf rechtsextremer Seite, wo die Straftaten leicht auf 23.555 Delikte anstiegen &ndash; auf den H&ouml;chststand seit 15 Jahren. Und Pr&auml;ventionsprojekte gegen Linksextremismus f&uuml;hrten ein Schattendasein. 1,3 Millionen Euro gibt die Bundesregierung daf&uuml;r in diesem Jahr aus &ndash; bei 103,2 Millionen Euro f&uuml;r alle anderen Pr&auml;ventionsma&szlig;nahmen.<br>\nNun aber gab es die G20-Krawalle. Und es ist Wahlkampf.<br>\nDa bekundet auch CDU-Generalsekret&auml;r Peter Tauber, die &bdquo;Rote Flora&ldquo; und ein Hausprojekt in der Rigaer Stra&szlig;e in Berlin h&auml;tten ihren Existenzberechtigung verwirkt. Da bezeichnet Kanzleramtschef Peter Altmaier die Hamburg-Krawalle wortgewaltig als &bdquo;Terror, sonst nichts&ldquo;. Und da paktiert die CDU in Sachsen-Anhalt gar mit der AfD und stimmt f&uuml;r deren Antrag auf eine Enquetekommission zum Linksextremismus. Eine, die auch den Kinder- und Jugendring auf linksextreme Tendenzen untersuchen soll. Es wird also langsam absurd. (&hellip;)<br>\nAuch die am Freitag angek&uuml;ndigte Versch&auml;rfung des Demonstrationsrechts wird auf Widerstand sto&szlig;en. Erst im Juni hatte die Gro&szlig;e Koalition die Strafen f&uuml;r Angriffe auf Polizisten versch&auml;rft. Mindestens drei Monate Freiheitsstrafe gibt es nun, und sei es nur ein Schubser. Bekanntschaft mit dem neuen Gesetz machte diese Woche ein 21-j&auml;hriger G20-Gegner, der bei den Protesten zwei Flaschen auf Polizisten warf: Er wurde zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Strafen die sonst etwa f&uuml;r schweren Raub verteilt werden. Rechtsstaatliche Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit vermittelt das nicht mehr.<br>\nDer neue Vorschlag geht nun noch weiter: Verurteilt werden k&ouml;nnte nun schon, wer sich nur in der N&auml;he von Flaschenw&uuml;rfen befinden w&uuml;rde &ndash; ohne selbst zur Tat zu schreiten. Ganze Demonstrationsz&uuml;ge k&ouml;nnten so in Mithaftung f&uuml;r das Fehlverhalten Einzelner genommen werden. Es w&auml;re eine massive Beutelung des Versammlungsrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-De-Maiziere-gegen-links\/!5441150\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re es nicht besser, der Bundesinnenminister w&uuml;rde sich endlich um die Festnahme rechtsextremer Straft&auml;ter bem&uuml;hen? Denn: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39205#h14\">Mehr als 460 rechtsextreme Straft&auml;ter auf freiem Fu&szlig;<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wertverfall<\/strong><br>\nDie Parteien umwerben im Wahlkampf Besch&auml;ftigte. So pl&auml;diert die CDU &raquo;f&uuml;r gute Arbeit und gute L&ouml;hne&laquo; &ndash; wer wollte da widersprechen. Nach zw&ouml;lf Jahren CDU-gef&uuml;hrter Bundesregierung ist die Lebenswirklichkeit von Erwerbst&auml;tigen allerdings recht unterschiedlich.<br>\nSo hatten nach der letzten Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts rund 7,4 Millionen Vollzeit-Besch&auml;ftigte einen Bruttomonatsverdienst von mehr als 3520 Euro. Viele d&uuml;rften mit dem Gehalt zufrieden sein.<br>\nAndererseits gab es 2015 rund 7,4 Millionen Jobs mit Stundenl&ouml;hnen unter zehn Euro, bei einer vollen Stelle sind das brutto weniger als 1730 Euro im Monat. Gerade die Verg&uuml;tung von Geringverdienern hat im Zeitverlauf deutlich an Wert verloren. (&hellip;)<br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) hat k&uuml;rzlich die Entwicklung der realen Bruttostundenl&ouml;hne von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten genauer untersucht, und zwar von 1995 bis 2015. Die Forscher Alexander Kritikos und Karl Brenke teilten die Besch&auml;ftigten in zehn Einkommensgruppen ein. Das Ergebnis: Die Reall&ouml;hne von Geringverdienern sind &uuml;ber Jahre kr&auml;ftig gesunken, erst seit etwa 2012 steigen sie wieder leicht, dank der geringen Inflation und des Mindestlohns. Diese Zuw&auml;chse haben die Verluste aus der Vergangenheit aber l&auml;ngst nicht ausgeglichen.<br>\nUnterm Strich bedeutet dies: Die Reall&ouml;hne in der untersten Einkommensgruppe waren 2015 rund elf Prozent niedriger als 1995. Diese Menschen konnten sich zuletzt f&uuml;r ihren Stundenlohn also deutlich weniger leisten als 20 Jahre zuvor. Insgesamt haben 40 Prozent der Besch&auml;ftigten Einbu&szlig;en erlitten, in allen vier unteren Einkommensgruppen gab es Verluste.<br>\nArbeiter und Angestellte in den oberen Einkommensgruppen verbuchten hingegen auch preisbereinigt Gehaltszuw&auml;chse, wobei auch diese gemessen am Wirtschaftswachstum und der gestiegenen Produktivit&auml;t nicht sonderlich stark waren. Insgesamt erh&ouml;hten sich die Reall&ouml;hne aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten um zwei Prozent. Das ist eine enorm schwache Entwicklung, wenn man bedenkt, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in dem Zeitraum um mehr als 20 Prozent gestiegen ist.<br>\nDer R&uuml;ckgang der Reall&ouml;hne ist das Ergebnis von politischen Entscheidungen und Unternehmensstrategien. So haben Firmen etliche Aufgaben ausgelagert, die Politik hat den Arbeitsmarkt liberalisiert. Leiharbeiter &uuml;bernahmen f&uuml;r wenig Geld das Montieren von Autos, externe Minijobber &uuml;bernahmen f&uuml;r wenig Geld das Einr&auml;umen von Supermarktregalen. Die Politik hat &uuml;berdies Branchen wie den Verkehrssektor liberalisiert: Neue Unternehmen bieten nun g&uuml;nstige Bus- und Flugreisen. Dies ist m&ouml;glich, weil sie Busfahrer oder Piloten geringer verg&uuml;ten, als dies fr&uuml;her &uuml;blich war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1062496.wertverfall.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Etwas ironisch k&ouml;nnte hinzugef&uuml;gt werden: Vorsicht, seit dem letzten Auftritt von Olaf Scholz in der ARD-Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo; wissen wir, dass Leute, die bei diesen Entwicklungen eine politische Absicht unterstellen, Anh&auml;nger von Verschw&ouml;rungstheorien seien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Testlauf f&uuml;r die Postmoderne<\/strong><br>\nDer Marktf&uuml;hrer experimentiert heimlich mit reduzierter Zustellung: Briefe nur noch an einem, drei oder f&uuml;nf Tagen. Die Gewerkschaft ist emp&ouml;rt.<br>\nDie Post beschwichtigt: Es handele sich nur um einen dreimonatigen Test. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist alarmiert: &bdquo;Bei uns brennt die H&uuml;tte&ldquo;, l&auml;sst sich Bundesvizin Andrea Kocsis zitieren. Pl&auml;ne des Bonner Konzerns, die bundesweite werkt&auml;gliche Zustellpflicht zu modifizieren, beunruhigen die gut organisierten Postboten derzeit kr&auml;ftig.<br>\nBereits Anfang Juli startete die Post unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit ein Pilotprojekt, das die bisherige Form der Briefzustellung grundlegend &auml;ndern k&ouml;nnte. Ausgew&auml;hlte Kunden k&ouml;nnen dabei w&auml;hlen, ob sie Briefe als Sammelzustellung an einem Wochentag, an drei Wochentagen oder an f&uuml;nf Tagen, dann aber an den Arbeitsplatz, geliefert bekommen wollen.<br>\nEs gehe darum, &bdquo;Kundenbed&uuml;rfnisse zu erforschen&ldquo;, sagte ein Postsprecher und best&auml;tigte damit einen Bericht des Bonner Generalanzeigers. Schon vor einem Jahr war der Konzern wegen Pl&auml;nen, die Montagszustellung zu streichen, in die Schlagzeilen geraten. Das wurde damals dementiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Briefzustellung-nicht-mehr-jeden-Werktag\/!5441737\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sozial ist, was sozial ist<\/strong><br>\nDie CDU schreibt auch dieses Jahr in ihr Wahlprogramm: &ldquo;Sozial ist, was Arbeit schafft.&rdquo; &Uuml;ber die tiefbraune Herkunft dieses Slogans &ndash; und seine inhaltliche Verlogenheit<br>\n&ldquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&rdquo;, lautet ein zentraler Slogan im aktuellen Wahlprogramm der CDU. Es gibt derzeit kaum eine CDU- oder CSU-Rede, in der diese Worte nicht fallen.<br>\nMoment mal, den Spruch kennt man doch schon, oder? In der Tat: Angela Merkel (CDU) benutzte ihn schon im Wahlkampf 2002. Edmund Stoiber (CSU) f&uuml;gte 2002 hinzu: &ldquo;Sozial ist in erster Linie, was Arbeit schafft.&rdquo; Und Guido Westerwelle (FDP) sagte: &ldquo;Sozial ist das, was in erster Linie Arbeitspl&auml;tze schafft.&rdquo; Bei der Europawahl 2009 stand im Wahlprogramm der FDP: &ldquo;Denn was Arbeit schafft, ist auch sozial.&rdquo;<br>\nWoher stammt dieser Spruch eigentlich? Im Jahr 2000 hat die neoliberale, von Wirtschaftsverb&auml;nden getragene Denkfabrik Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) massiv mit dem Spruch &ldquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&rdquo; geworben. CDU und FDP haben ihn daraufhin dankbar in ihrem eigenen Repertoire verwurstet, w&auml;hrend die SPD (&ldquo;Arbeit, Arbeit, Arbeit&rdquo;) und die Linke (&ldquo;Arbeit soll das Land regieren&rdquo;) ihrerseits hochkreative Phrasen gedroschen haben. (Achtung Ironie.)<br>\nDass die INSM den Spruch popul&auml;r gemacht hat, ist schon schlimm genug. Noch schlimmer ist, dass er urspr&uuml;nglich aus tiefbraunen Gew&auml;ssern stammt: Alfred Hugenberg, Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und Unterst&uuml;tzer von Adolf Hitler, sagte am 31. Juli 1932 in einer Rundfunkansprache zur Reichstagswahl: &ldquo;Gesunde Wirtschaft bedeutet heute vor allem Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Derjenige ist wirklich und wahrhaft sozial, der Arbeit schafft.&rdquo;<br>\nDer Hugenberg-Konzern kontrollierte damals die H&auml;lfte der deutschen Presse und trug ma&szlig;geblich zum Aufstieg der NSDAP bei. Nach der Machtergreifung der Nazis wurde Hugenberg kurzfristig Hitlers Wirtschaftsminister. Noch bei der Reichstagswahl im M&auml;rz 1933 verbreitete Hugenberg die Parole: &ldquo;Sozial ist, wer Arbeit schafft.&rdquo; Hitler ante portas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sozial-ist-was-sozial-ist-3812537.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: &ldquo;Die Partei&rdquo; &uuml;bernimmt 31 Facebook-Gruppen der AfD<\/strong><br>\nMitglieder der Satire-Partei &ldquo;Die Partei&rdquo; haben sich als AfD-Sympathisanten ausgegeben, sind bis zum Gruppen-Administrator aufgestiegen und haben am Sonntag 31 Facebook-Gruppen der AfD ver&auml;ndert.<br>\nAm Sonntag hat &ldquo;Die Partei&rdquo; 31 bisher geschlossene Facebook-Gruppen der AfD auf &ouml;ffentlich gestellt, nachdem sie die Gruppen seit November 2016 infiltrieren und bis zum Administrator aufgestiegen seien, berichtet die Funke-Mediengruppe (unter anderem WAZ, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost). Zudem habe man die Gruppen teils umbenannt &ndash; etwa &ldquo;Heimat-Liebe&rdquo; in &ldquo;Hummus-Liebe&rdquo; &ndash; und neue Regeln formuliert, etwa &ldquo;Kritik am Gender-Irrsinn muss geschlechtsneutral formuliert werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Die-Partei-uebernimmt-31-Facebook-Gruppen-der-AfD-3820718.html\">Heise<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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