{"id":3995,"date":"2009-06-10T10:04:55","date_gmt":"2009-06-10T08:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3995"},"modified":"2009-06-10T10:04:55","modified_gmt":"2009-06-10T08:04:55","slug":"hinweise-des-tages-908","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3995","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=3995#h01\">Deutsche Exporte: &ldquo;St&auml;rkster Einbruch der Nachkriegszeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h02\">Auftragseingang im Maschinenbau abgest&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h03\">Warum der deutsche Export gnadenlos abschmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h04\">&Uuml;berstunden schrumpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h05\">Die Stunde der Sparsamen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h06\">Das rundum sorglos Paket der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h07\">Miethaifischiger Exmanager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h08\">Wirtschaftsweise kn&ouml;pfen sich Regierung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h09\">Staatsknete f&uuml;r die Agrarindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h10\">LobbyControl: Offener Brief an den Bundestag &ndash; &bdquo;Sorgen Sie f&uuml;r Konsequenzen aus dem PR-Skandal der Deutschen Bahn!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h11\">Europawahl 2009 in Deutschland in Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h12\">Franz Walter: &bdquo;Die SPD wird keine Volkspartei mehr werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h13\">Zu BILD: Geringe Wahlbeteiligung als Sinnbild einer gl&uuml;cklichen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h14\">Ein Haus voller Narren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h15\">Kommunalwahlen: Der braune Aufbau Ost geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h16\">46 &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften im Bildungsbereich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h17\">Tipp: Lehndorff, Steffen (Hrsg.)Abriss, Umbau, Renovierung?<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3995&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Exporte: &ldquo;St&auml;rkster Einbruch der Nachkriegszeit&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutschen Unternehmen verkauften Waren im Wert von 63,8 Milliarden Euro ins Ausland &ndash; und damit 28,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.\n<p><em>&ldquo;Das ist der st&auml;rkste Einbruch der Nachkriegszeit&rdquo;<\/em>, sagte ein Statistiker.<\/p>\n<p>Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Ausfuhren mit 4,8 Prozent unerwartet deutlich. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem kalender- und saisonbereinigten Minus von 0,1 Prozent gerechnet.<\/p>\n<p>Die Einfuhren sanken im April um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten ein Plus von 0,2 Prozent vorhergesagt. Insgesamt wurden Waren im Wert von 54,4 Milliarden Euro importiert. Das waren 22,9 Prozent weniger als im April 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/967\/471507\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auftragseingang im Maschinenbau abgest&uuml;rzt<\/strong><br>\nDer deutsche Maschinenbau hat im April bei den Auftragseing&auml;ngen den st&auml;rksten Einbruch seiner Geschichte erlebt. Gegen&uuml;ber dem allerdings ausgesprochen guten Vorjahresmonat brachen die Order real um 58 Prozent ein, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.\n<p>Das Inlandsgesch&auml;ft sank um 52 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage musste die Schl&uuml;sselbranche ein Minus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau hinnehmen. Im Vergleich der drei Monate Februar bis April, der weniger von kurzfristigen Schwankungen beeinflusst wird, lag das Minus gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum bei 47 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~ECDE2BB17A279444CBB17F4DA81EC7C3A~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum der deutsche Export gnadenlos abschmiert<\/strong><br>\nDeutschland muss deshalb eine neue Balance zwischen einer starken Exportwirtschaft und einer st&auml;rkeren Binnennachfrage finden. M&ouml;glichkeiten hierf&uuml;r stehen genug zur Auswahl: Die Palette an Vorschl&auml;gen reicht von Konsumschecks f&uuml;r jedermann &uuml;ber eine Absenkung der Mehrwertsteuer f&uuml;r bestimmte Produkte, Freibetr&auml;ge in der Sozialversicherung bis hin zur Wiedereinf&uuml;hrung der Eigenheimzulage, um die deutsche Bauindustrie wieder zu st&auml;rken. Das Problem an all diesen Vorschl&auml;gen ist nur: Sie kosten den Staat viel Geld, das er momentan nicht hat. \n<p>Wirkungsvoller w&auml;ren deshalb h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse. Sie m&uuml;ssen allerdings so hoch sein, dass sie nicht wie im vergangenen Jahr direkt von der Inflation wieder aufgefressen werden. H&ouml;here L&ouml;hne w&uuml;rden auch nicht gleich, wie vielfach bef&uuml;rchtet, die deutsche Exportwirtschaft abw&uuml;rgen &ndash; daf&uuml;r sind die deutschen Produkte viel zu gut und viel zu gefragt auf dem Weltmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3891179\/Warum-der-deutsche-Export-gnadenlos-abschmiert.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein lucidum intervallum in der erzkonservativen Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Uuml;berstunden schrumpfen<\/strong><br>\nDie schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten hat die Zahl der bezahlten &Uuml;berstunden in Deutschland im ersten Quartal 2009 auf einen Tiefstand sinken lassen. Pro Kopf seien von Januar bis M&auml;rz im Schnitt nur noch 8,4 verg&uuml;tete &Uuml;berstunden geleistet worden &ndash; so wenig wie nie zuvor, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1785412_Tiefstand-ueberstunden-schrumpfen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Stunde der Sparsamen<\/strong><br>\nOffenbar gibt es Arbeitspl&auml;tze und Arbeitspl&auml;tze: gut bezahlte f&uuml;r M&auml;nner, hinter denen starke Gewerkschaften stehen; und erb&auml;rmlich bezahlte f&uuml;r Frauen, oft in Teilzeit oder auf 400-Euro-Basis. Eine Klientel, die weder f&uuml;r Gewerkschaften noch f&uuml;r Politiker von gro&szlig;em Interesse ist. Sollen die Frauen doch zu Hause bleiben und ihre M&auml;nner arbeiten lassen. Das Rollenverst&auml;ndnis der 50er-Jahre eben.\n<p>Die Regierung hat schnell erkannt, dass die politische Rendite einer Arcandor-Rettung gering ist. Die &ouml;ffentliche Meinung hat sich gedreht. Wer soll das alles bezahlen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/die-stunde-der-sparsamen\/?type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unser Leser G.K. schreibt: &bdquo;Nebenbei bemerkt:<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &uuml;bernimmt nun f&uuml;r 3 Monate die Zahlung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter an die in Insolvenz gegangenen Unternehmensteile von Arcandor.&ldquo;<br>\nDer Betrag der daf&uuml;r bezahlt werden muss d&uuml;rfte sicherlich &auml;hnlich hoch liegen, wie die B&uuml;rgschaft, die nun verweigert wurde. Aber diese Kosten d&uuml;rfen ja die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber mit ihren Beitr&auml;gen zur Arbeitslosenversicherung aufbringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das rundum sorglos Paket der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/strong><br>\nAm Anfang stand die gute Absicht. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit legte ein Programm f&uuml;r Unternehmen auf, das WeGebAU-Programm. Das hat nichts mit dem Bau von Wegen zu tun, sondern steht f&uuml;r Weiterbildung Geringqualifizierter und besch&auml;ftigter &Auml;lterer in &bdquo;Unternehmen&ldquo;. Daf&uuml;r wurden Millionen von Euro zur Verf&uuml;gung gestellt. So weit so gut, aber in Zeiten der Krise hat die Bundesregierung die Bedingungen gelockert, und jetzt langen etliche Unternehmen beherzt hin. Gerne auch jenseits der Geringqualifizierten und der &Auml;lteren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=4796236\/8ptyfr\/index.html\">ARD Report Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=4796236\/pv=video\/gp1=4950846\/nid=233454\/1i610dv\/index.html\">ARD Report Mainz (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Miethaifischiger Exmanager<\/strong><br>\nEx-Vorstandschef Thomas Middelhoff hat den Arcandor-Konzern ordentlich heruntergewirtschaftet. Jetzt droht ihm ein Ermittlungsverfahren, weil er ordentlich mitkassiert hat.<br>\nSicher nicht besenrein&rdquo; habe er den Arcandor-Konzern mit seinen Marken Karstadt, Quelle und Thomas Cook &uuml;bergeben, r&auml;umte der Exvorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff zwei Monate nach seinem erzwungenen Abgang im Februar 2009 ein.\n<p>Heute klingt der seltene Anflug von Selbstkritik des Topmanagers wie ein schlechter Witz: Arcandor steht unmittelbar vor der Pleite &ndash; und die Staatsanwaltschaft Essen pr&uuml;ft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den 56-J&auml;hrigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/miethaifischiger-exmanager\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise kn&ouml;pfen sich Regierung vor<\/strong><br>\nDie f&uuml;nf Wirtschaftsweisen haben in ungew&ouml;hnlich scharfen Worten der Bundesregierung die Leviten gelesen und ihr vorgeworfen, sich Kompetenzen anzuma&szlig;en, die sie nicht hat. &ldquo;Die Politik sollte die mit der ,Rettung? von Opel eingeleitete Strategie keinesfalls fortsetzen&rdquo;, fordert der Sachverst&auml;ndigenrat in einer Erkl&auml;rung, die auch der als gewerkschaftsnah geltende &Ouml;konom Peter Bofinger unterschrieben hat.\n<p>Mit Opel sei ein &ldquo;gef&auml;hrlicher Pr&auml;zedenzfall&rdquo; geschaffen worden, warnt der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einer von der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; zitierten Erkl&auml;rung. Verfahre der Staat weiter so, drohten verheerende Folgen zulasten der Steuerzahler, so die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen. Den Steuerzahlern w&uuml;rden hohe Risiken aufgeb&uuml;rdet, ohne an m&ouml;glichen k&uuml;nftigen Gewinnen restrukturierter Firmen beteiligt zu sein. &ldquo;Die Gefahr ist gro&szlig;, dass sich der Staat mit der Drohung hoher Arbeitsplatzverluste n&ouml;tigen l&auml;sst&rdquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wirtschaftsweise-knoepfen-sich-regierung-vor;2341658\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo blieb eigentlich dieser Appell als es darum ging, mit Bankenrettungsschirme jedenfalls auch die Casino-Spieler zu sch&uuml;tzen oder wenn es darum geht &uuml;ber die Badbanks Garantien f&uuml;r die toxischen Papiere zu &uuml;bernehmen. Man mag die Rettung von Opel f&uuml;r falsch halten, aber Sprache ist verr&auml;terisch: &bdquo;Die Gefahr ist gro&szlig;, dass sich der Staat mir der Drohung hoher Arbeitsplatzverluste n&ouml;tigen l&auml;sst&ldquo;. Die Spekulanten d&uuml;rfen den Staat wohl n&ouml;tigen. Es gibt eben zweierlei Klassen, diejenigen die Geld und Verm&ouml;gen haben, f&uuml;r deren Verlust darf der Staat sich verschulden, f&uuml;r diejenigen, die nur ihren Arbeitsplatz haben aber nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsknete f&uuml;r die Agrarindustrie<\/strong><br>\nLange geheim gehalten, jetzt ver&ouml;ffentlicht: die Liste der Empf&auml;nger von EU-Exportbeihilfen. Vor allem die Gro&szlig;konzerne profitieren, die mit Dumpingpreisen auf den Weltmarkt dr&auml;ngen.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Empf&auml;nger war im Haushaltsjahr 2004\/2005 aber kein Landwirt, sondern Europas gr&ouml;&szlig;ter Zuckerhersteller, die S&uuml;dzucker AG in Mannheim. Das Unternehmen erhielt 82 Millionen Euro. Darauf folgt mit 60,8 Millionen Euro das Hamburger Agrarhandelshaus August T&ouml;pfer. Es geh&ouml;rt zu dem US-Multi Archer Daniels Midland, der in Deutschland vor allem als Lieferant von Agrodiesel bekannt ist. Die ehemalige Zuckersparte des d&auml;nischen Lebensmittelkonzerns Danisco steht auf dem dritten Platz der Rangliste mit 24,6 Millionen Euro. Ein gro&szlig;er Teil der Subventionen ging auch an Molkereien oder H&auml;ndler, die Milchpulver ins Ausland verkaufen, etwa den &ldquo;Milram&rdquo;-Hersteller Nordmilch. Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Molkerei liegt mit 22 Millionen Euro auf dem vierten Platz. 2003\/2004 kassierte das Unternehmen sogar 52 Millionen Euro. Auch sonst finden sich auf den Listen bekannte Namen: Der S&uuml;&szlig;warenproduzent August Storck (&ldquo;Nimm2&rdquo; oder &ldquo;Merci&rdquo;) strich 5,6 Millionen ein. \n<p>Insgesamt wurden allein &uuml;ber die deutschen Beh&ouml;rden im Haushaltsjahr 2004\/2005 rund 435,3 Millionen Euro aus Br&uuml;ssel gezahlt. Seitdem ist der Betrag kr&auml;ftig gesunken, auf zuletzt 97,7 Millionen Euro. Doch f&uuml;r dieses Jahr erwarten Experten einen drastischen Anstieg. Der Grund ist, dass die EU auf Betreiben vor allem der deutschen Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) die zwischenzeitlich gestoppten Exportsubventionen f&uuml;r Milchprodukte wieder eingef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/staatsknete-fuer-die-agrarindustrie\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>LobbyControl: Offener Brief an den Bundestag &ndash; &bdquo;Sorgen Sie f&uuml;r Konsequenzen aus dem PR-Skandal der Deutschen Bahn!&ldquo; <\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn hat bislang die Herausgabe von schriftlichen Unterlagen zu der PR-Aff&auml;re verweigert. Sie legte weder den Untersuchungsbericht der KPMG, noch den T&auml;tigkeitsbericht der mit der verdeckten PR beauftragten Agentur EPPA offen. Auch eine komplette &Uuml;bersicht aller verdeckten PR-Ma&szlig;nahmen aus dem Jahr 2007 legte sie bisher nicht vor. Zun&auml;chst hie&szlig; es, es werde eine Zusammenfassung des KPMG-Berichtes geben &ndash; dann wurde jedoch auch dieser als nicht ver&ouml;ffentlichungsf&auml;hig deklariert. Als Begr&uuml;ndung verweist sie auf die Pers&ouml;nlichkeitsschutz-Rechte des entlassenen Generalbevollm&auml;chtigten f&uuml;r Marketing und Kommunikation. Diese seien h&ouml;her zu bewerten als das &ouml;ffentliche Interesse an der schriftlichen Offenlegung des KPMG-Berichtes.\n<p>Auch ein Gespr&auml;ch zwischen Deutsche Bahn AG, KPMG und LobbyControl am vergangenen Freitag brachte nicht die gew&uuml;nschte Offenlegung. Eine l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung, wie sie Bahnchef Grube angek&uuml;ndigt hatte, s&auml;he anders aus. Deshalb ist nun die Politik gefragt, die notwendige Aufkl&auml;rung durchzusetzen und f&uuml;r die Zukunft verpflichtende Transparenzregeln zu schaffen. Wir m&ouml;chten Sie daher bitten, sich f&uuml;r die n&ouml;tigen politischen Konsequenzen aus der PR-Aff&auml;re der Bahn einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/offener-brief_pr-deutsche-bahn.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 107 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europawahl 2009 in Deutschland<\/strong><br>\nNochmals alle Ergebnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/news\/2009\/europawahl-2009.htm\">Wahlrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Franz Walter: &bdquo;Die SPD wird keine Volkspartei mehr werden&ldquo;<\/strong><br>\nDie Formel vom &bdquo;Mobilisierungsproblem&ldquo; ist das Sedativ der SPD seit zehn Jahren. Die SPD aber hat ein Abkopplungsproblem. Gro&szlig;e Teile ihrer fr&uuml;heren Kernschichten machen nicht mehr mit, haben sich von Politik und Partei g&auml;nzlich gel&ouml;st und abgewandt. Die lassen sich durch ein paar scheinradikale Plakate nicht mehr in Bewegung setzen.<br>\nEine Volkspartei ist die SPD schon seit Jahren nicht mehr. &Uuml;brigens: Sie wird es auch nicht.<br>\n mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3887205\/Die-SPD-wird-keine-Volkspartei-mehr-werden.html\">Die Welt.Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Franz Walter dieses Interview gerade mit der &bdquo;Welt&ldquo; macht, empfinde ich als ziemlich schofel. Zugegeben er hat schon fr&uuml;her den Kurs der SPD als verheerend kritisiert, aber dass in einem Blatt, das die SPD nun st&auml;ndig in die linke Ecke zu stellen versucht, nun auch noch einen SPD-Kritiker von Links den Abgesang singen l&auml;sst, ist nur noch boshaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu BILD: Geringe Wahlbeteiligung als Sinnbild einer gl&uuml;cklichen Demokratie<\/strong><br>\nErst leitet Blome, abgestumpfte Speerspitze springerscher Meinungsmache, seine zehn S&auml;tze mit Sorgenmiene ein, r&uuml;ckt die schlechte Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl ins Licht, nennt es eine bittere Wahrheit, nur um letztlich daraus die Quintessenz zu erzielen, dass eben jenes Fernbleiben von der Wahlurne ein Ausdruck von St&auml;rke und Optimismus sei. Wenn nicht einmal jeder zweite zur Wahl geht, dann ist das keine demokratische Katastrophenstimmung, nein, es ist realgewordene Zufriedenheit, Sinnbild einer gl&uuml;cklichen Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/06\/de-dicto.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Haus voller Narren<\/strong><br>\nNicht Konservative oder Gr&uuml;ne sind die wirklichen Sieger, sondern die &ldquo;Sonstigen&rdquo; &ndash; und die stehen zumeist rechts.<br>\nEigentlich h&auml;tte Hans-Gert P&ouml;ttering in der Wahlnacht strahlender Laune sein m&uuml;ssen. Schlie&szlig;lich geht die Europ&auml;ische Volkspartei des CDU-Politikers mit europaweit 36 Prozent der Stimmen als Sieger aus dieser Europawahl hervor. \n<p>Doch die Frage eines schwedischen Reporters traf den Pr&auml;sidenten des EU-Parlaments an einer sehr empfindlichen Stelle: Wie weit die Wahlbeteiligung noch sinken m&uuml;sse, bevor das EU-Parlament wieder dazu &uuml;bergehe, nationale Delegationen nach Br&uuml;ssel zu entsenden, wollte der Journalist wissen. 57&nbsp;Prozent der Wahlberechtigten waren n&auml;mlich zu Hause geblieben, noch einmal zwei Prozent mehr als vor f&uuml;nf Jahren. <\/p>\n<p>Verdreifacht hat sich die Gruppe der &ldquo;Sonstigen&rdquo;, die im scheidenden Parlament zu wenig Gemeinsamkeiten aufbrachten, um eine eigene Fraktion zu bilden&hellip;In D&auml;nemark, Finnland, Italien und den Niederlanden verzeichneten ausl&auml;nderfeindliche Parteien starken Zuwachs. In Ungarn, Rum&auml;nien und Bulgarien siegten Rechtsextremisten und EU-Gegner. Auch zwei britische Rechtsextreme sitzen erstmals im EP. Rein rechnerisch k&ouml;nnte dieses Gemisch f&uuml;r eine rechtsextreme Fraktion ausreichen. <\/p>\n<p>Auch die Umsetzung des Lissabon-Vertrags k&ouml;nnte sich durch das Wahlergebnis in Gro&szlig;britannien weiter verz&ouml;gern. Falls es dort vorgezogene nationale Neuwahlen gibt und die Konservativen erwartungsgem&auml;&szlig; gewinnen, will Parteichef David Cameron ein Referendum &uuml;ber den Lissabon-Vertrag abhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/ein-haus-voller-narren\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kommunalwahlen: Der braune Aufbau Ost geht weiter<\/strong><br>\nDie NPD hat bei den Kommunalwahlen in Ostdeutschland Dutzende Mandate gewonnen. Zwar konnten die Neonazis nicht so viele Stimmen holen, wie sie erhofft hatten, doch profitierten sie von der weggefallenden F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde. Die NPD setzt ihren Aufbau Ost systematisch fort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/npd146.html\">Tagsschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>46 &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften im Bildungsbereich<\/strong><br>\nIm Bildungsbereich gibt es derzeit nach Angaben der Bundesregierung 46 &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften (&Ouml;PP). Der Schwerpunkt der &Ouml;PP liege damit im Bildungsbereich, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16\/12964) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16\/12766). Von den Projekten bef&auml;nden sich derzeit &ldquo;elf Projekte in der Betriebsphase, sechs Projekte im teilweisen Betrieb und neun Projekte in der Investitions- beziehungsweise Bauphase&rdquo;. Neun Projekte sind Schulen, die bereits in Betrieb sind. \n<p>Ziel der &Ouml;PP-Vorhaben sei die effiziente Bereitstellung &ouml;ffentlicher Infrastruktur, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. 2007 seien 13 Projekte mit 327 Millionen Euro gef&ouml;rdert worden, 2008 zehn Projekte mit 254 Millionen und 2009 bisher drei Projekte mit 133 Millionen Euro.<\/p>\n<p>&Ouml;PP-Projekte umfassten insbesondere Planungs-, Finanzierungs- und Betriebsleistungen sowie technisches und logistisches Geb&auml;udemanagement, schreibt die Regierung. Sponsoringpartnerschaften sind nach Angaben der Regierung keine &Ouml;PP-Vorhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_174\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r die Bundesregierung eine Erfolgsbilanz, das dicke Ende f&uuml;r den Steuerzahler wird nach aller Erfahrung folgen. Warum sollte eigentlich das sale and lease back beim Staat besser funktionieren, als bei Arcandor?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tipp: Lehndorff, Steffen (Hrsg.)Abriss, Umbau, Renovierung?<br>\nStudien zum Wandel des deutschen Kapitalismusmodells<\/strong>\n<p>&bdquo;Die gegenw&auml;rtige Krise ist nicht nur von au&szlig;en &uuml;ber Deutschland hereingebrochen, sie kommt auch von innen&ldquo;. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Publikation aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen, die den Umbruch im deutschen Kapitalismusmodell im Vorfeld der gegenw&auml;rtigen Weltwirtschaftskrise thematisiert.<\/p>\n<p>Ausgehend vom Bonmot der Bundeskanzlerin, Deutschland solle &bdquo;gest&auml;rkt aus dieser Krise hervorgehen&ldquo;, wird der Frage nachgegangen, mit welchen St&auml;rken und Schw&auml;chen der deutsche Kapitalismus in die Krise hineingegangen ist. Im Anschluss an die Analyse der wichtigsten Ver&auml;nderungen im &bdquo;Modell Deutschland&ldquo; in den zur&uuml;ckliegenden zwei Jahrzehnten werden f&uuml;nf Branchen unter die Lupe genommen, an denen besonders interessante Aspekte des Aufbrechens der traditionellen Verkn&uuml;pfung von wirtschaftlichem und sozialem Erfolg studiert werden k&ouml;nnen: die Automobilindustrie, der Einzelhandel, der Bauarbeitsmarkt, die Altenpflege und der &Ouml;ffentliche Personennahverkehr.<\/p>\n<p>Abschlie&szlig;end wird die deutsche Entwicklung in den europ&auml;ischen Zusammenhang gestellt und die viel diskutierte Frage behandelt, ob wir gegenw&auml;rtig eine &bdquo;R&uuml;ckkehr des Staates&ldquo; erleben. Mit Verweis auf die Erfahrungen nordeurop&auml;ischer L&auml;nder pl&auml;diert der Herausgeber f&uuml;r eine &bdquo;St&auml;rkung des Staates als regulierender und umverteilender Institution sowie als Investor und Dienstleister im gesamtgesellschaftlichen Interesse.&ldquo; Eine solche Neuorientierung habe nichts mit &bdquo;Staatsgl&auml;ubigkeit&ldquo; zu tun, hebt Lehndorff hervor, sondern sei die &uuml;berf&auml;llige &bdquo;Abkehr vom marktgl&auml;ubigen Staat&ldquo;.<\/p>\n<p>244 Seiten | (2009) EUR 19.80 | ISBN 978-3-89965-325-0<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=3995#h01\">Deutsche Exporte: &ldquo;St&auml;rkster Einbruch der Nachkriegszeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h02\">Auftragseingang im Maschinenbau abgest&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h03\">Warum der deutsche Export gnadenlos abschmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h04\">&Uuml;berstunden schrumpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h05\">Die Stunde der Sparsamen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h06\">Das rundum sorglos Paket der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h07\">Miethaifischiger Exmanager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h08\">Wirtschaftsweise kn&ouml;pfen sich Regierung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3995#h09\">Staatsknete f&uuml;r die<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3995\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3995","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3995"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3995\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}