{"id":39977,"date":"2017-09-08T08:36:45","date_gmt":"2017-09-08T06:36:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977"},"modified":"2017-09-08T08:36:45","modified_gmt":"2017-09-08T06:36:45","slug":"hinweise-des-tages-2955","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h01\">Der Faktencheck zur Rente in &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h02\">Der europ&auml;ische Lohnskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h03\">Die Relativit&auml;tstheorie der Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h04\">Abstiegs&auml;ngste n&uuml;tzen Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h05\">Milliarden Schulden: Wer bei der Krankenkasse in der Kreide steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h06\">Kampf der EU gegen Steuertricks: Vier Staaten in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h07\">EuGH verdonnert Ungarn und Slowakei zur Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h08\">War das Verbot von &raquo;Linksunten Indymedia&laquo; etwa verboten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h09\">&laquo;Es reicht, Herr de Maizi&egrave;re!&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h10\">Richter unter Zeitdruck: &ldquo;Die Wahrheit wird nicht mehr ermittelt, sondern vereinbart&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h11\">Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele 2020 drastisch <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h12\">Nato: Truppenaufstockung im Baltikum dient der Verteidigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h13\">UN-Giftgasvorw&uuml;rfe an die syrische Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h14\">Washington DC&rsquo;s role behind the scenes in Hollywood goes deeper than you think<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39977#h15\">Die Propaganda-Matrix<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Faktencheck zur Rente in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nEine gute gesetzliche Rente ist m&ouml;glich, wenn alle &ndash; also auch Beamte, Selbst&auml;ndige und Politiker &ndash; fair einzahlen! So habe ich Anfang der Woche in der ARD-Sendung &bdquo;F&uuml;nfkampf&ldquo; argumentiert &ndash; mit dem Verweis auf &Ouml;sterreich, wo die gesetzliche Rente im Durchschnitt 800 Euro h&ouml;her ausf&auml;llt. Die Moderatorin widersprach vehement. Zu Recht? Hier kommt mein Faktencheck f&uuml;r Euch, um zu belegen: &Ouml;sterreich kann bei der Rente durchaus als Beispiel f&uuml;r Deutschland gelten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1848304358520286\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.team-sahra.de\/sites\/default\/files\/Faktencheck.pdf\">Team Sahra [PDF]<\/a>\n<p><strong>dazu: Buchtipp: Die gro&szlig;e Rentenl&uuml;ge &ndash; Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung f&uuml;r alle m&ouml;glich ist<\/strong><br>\nDer Titel wirkt rei&szlig;erisch, aber der Inhalt tr&auml;gt ihn zumindest der Richtung nach &ndash; wobei das Buch selbst deutlich macht, dass es nicht die eine gro&szlig;e L&uuml;ge gibt, sondern ein ganzes Geflecht von L&uuml;gen, mit denen interessierte Kreise aus Wirtschaft, &bdquo;Wissenschaft&ldquo;, Politik und Medien die gesetzliche Rente schlecht machen und f&uuml;r Alternativen werben, an denen die private Finanzwirtschaft verdient.<br>\nDa gibt es das &bdquo;M&auml;rchen von den guten Betriebsrenten&lsquo;&ldquo;, das &uuml;berzeugend entzaubert wird, unter anderem weil die staatliche F&ouml;rderung so gestaltet ist, dass sie die gesetzliche Rente weiter schw&auml;cht. Ganz abseits vom politischen Hickhack der Argumente liefern Holger Balodis und Dagmar H&uuml;hne dar&uuml;ber hinaus auch wertvolle Klarstellungen und Erl&auml;uterungen zu dehnbaren Begriffen wie Rentenniveau, die f&uuml;r alle n&uuml;tzlich sein d&uuml;rften, die nicht schon von Berufs wegen die verwirrenden Regeln und Begrifflichkeiten der Rente beherrschen. Die Autoren skizzieren pr&auml;gnant ihre Vorstellungen von einem funktionst&uuml;chtigen Rentensystem zum Wohle der (Mehrheit der B&uuml;rger) und stellen das dem deutschen weit &uuml;berlegene &ouml;sterreichische System vor, das ihnen in vielem als Vorbild dient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/buchtipps\/886-rentenluege\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der europ&auml;ische Lohnskandal<\/strong><br>\nDie Lohnentwicklung in der Eurozone ist weiter extrem schwach. Es ist ein Skandal, dass die europ&auml;ischen Gewerkschaften zwar&bdquo;pay-rise&ldquo; Kampagnen machen, &uuml;ber die konkreten Ergebnisse ihrer eigenen Verhandlungen aber praktisch nicht reden.<br>\nEs ist nicht einfach, hinsichtlich der Lohnentwicklung in Europa die &Uuml;bersicht zu behalten. Die Verh&auml;ltnisse sind doch von Land zu Land sehr unterschiedlich, sowohl, was die gewerkschaftlichen Strukturen als auch, was die Art der Verhandlungen und die Allgemeing&uuml;ltigkeit der Abschl&uuml;sse angeht. Insofern ist es sehr zu begr&uuml;&szlig;en, dass die EZB, die ja mehr und mehr zu verstehen scheint, wie wichtig die Lohnabschl&uuml;sse f&uuml;r die Inflationsrate sind, einen Tariflohnindex entwickelt hat, anhand dessen man f&uuml;r die gesamte Eurozone die Tariflohnentwicklung zeitnah (der letzte Wert stammt aus dem ersten Quartal 2017) nachvollziehen kann (hier zu finden).<br>\nDas Ergebnis f&uuml;r den Zeitraum von 1995 bis 2017, wie es die unten stehende Abbildung 1 zeigt, ist allerdings katastrophal. Seit dem Ende der gro&szlig;en globalen Rezession sind die ausgehandelten Tarifl&ouml;hne fast nicht mehr jenseits der zwei-Prozent-Grenze gestiegen, die durch das Inflationsziel der EZB von knapp unter zwei Prozent eigentlich als unterste Schwelle f&uuml;r die nominalen Lohnsteigerungen vorgegeben ist. Seit Beginn des Jahres 2015 liegt die Zuwachsrate ziemlich konstant bei 1,5 Prozent. Im vergangenen Jahr war das wegen der vor allem &ouml;lpreisbedingt schwachen Inflationsrate noch ein Reallohnzuwachs. In diesem Jahr wird es real wohl weniger als Null sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/der-europaeische-lohnskandal\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: EZB bremst bei der Zinswende: Draghi gegen die deutsche Angst<\/strong><br>\nEr wird doch wohl nicht&hellip; doch, er wird: EZB-Chef Mario Draghi verschiebt die Zinswende ein weiteres Mal &ndash; und bringt viele Deutsche damit noch mehr gegen sich auf. Welche Argumente hat der Notenbanker?<br>\nAn Aufforderungen mangelte es nicht: &ldquo;Zinswende &ndash; jetzt!&rdquo; titelte die Wirtschaftszeitung &ldquo;Handelsblatt&rdquo; am Donnerstag &ndash; unterst&uuml;tzt von den Gro&szlig;wesiren der deutschen Finanzwelt. Ob Deutsche-Bank-Chef John Cryan, Bundesbank-Pr&auml;sident Jens Weidmann oder dessen Vorg&auml;nger Axel Weber: Sie alle hatten in den vergangenen Tagen mit fast schon verzweifelten Appellen versucht, die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) und deren Chef Mario Draghi zum Umlenken zu bringen.<br>\nSelbst die Richter des Bundesverfassungsgerichts hatten k&uuml;rzlich einen Warnschuss abgegeben &ndash; und &ldquo;gewichtige Gr&uuml;nde&rdquo; f&uuml;r den Verdacht angef&uuml;hrt, die EZB betreibe mit ihren umstrittenen Anleihek&auml;ufen unerlaubte Staatsfinanzierung. All das im Sinne der deutschen Sparer, die endlich wieder Zinsen auf ihre Altersvorsorge haben wollen. [&hellip;]<br>\nWas spricht f&uuml;r die Wende, wie die Deutschen sie fordern?<br>\nDie Wirtschaft brummt: Das sehen sogar die Volkswirte der EZB so. Sie haben ihre Prognose f&uuml;r das Wachstum in der Eurozone f&uuml;r dieses Jahr auf 2,2 Prozent nach oben korrigiert. Damit w&auml;re die Wirtschaft so stark wie zuletzt vor zehn Jahren, unmittelbar vor der Finanzkrise. Die Geldpolitik ist heute aber sogar viel lockerer als w&auml;hrend der Krise. Wenn die EZB nicht bald umschwenkt, f&uuml;rchten die Kritiker, k&ouml;nnte die Wirtschaft in Staaten wie Deutschland sogar &uuml;berhitzen. Der Arbeitsmarkt ist hierzulande ohnehin schon fast leergefegt. [&hellip;]<br>\nDie L&ouml;hne wachsen nur schwach: Das vielleicht gewichtigste Argument gegen eine baldige Zinswende ist der vergleichsweise langsame Anstieg der L&ouml;hne. Bei einer so gut laufenden Wirtschaft wie derzeit in gro&szlig;en Teilen der Eurozone m&uuml;ssten nach &ouml;konomischer Theorie eigentlich l&auml;ngst auch die L&ouml;hne kr&auml;ftig anziehen &ndash; gerade in Deutschland, wo qualifizierte Arbeitskr&auml;fte schon knapp werden. Doch der Anstieg bleibt &auml;u&szlig;erst verhalten. Warum das so ist, k&ouml;nnen auch Experten nicht richtig erkl&auml;ren. F&uuml;r Draghi jedenfalls ist es ein Grund, beim Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik auf die Bremse zu treten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/europaeische-zentralbank-mario-draghi-gegen-die-deutsche-angst-a-1166393.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL unterschreitet in seiner sturen Orthodoxie sogar das niedrige volkswirtschaftliche Niveau der FAZ. Draghi hat genau ein sehr gutes Argument: er macht seinen Job, so gut er kann, und versucht die definierte Preisstabilit&auml;t und die Inflationsrate von knapp zwei Prozent zu erreichen. Aber dann muss man so einen bodenlosen Schwachsinn lesen, dass Zinsen f&uuml;r die Altersvorsorge notwendig w&auml;ren (und nicht gute L&ouml;hne und gute Umlagerenten), dass &ldquo;der Arbeitsmarkt [in Deutschland] schon fast leergefegt w&auml;re&rdquo; (gemeint ist sicher der Arbeitsmarkt f&uuml;r qualifizierte Wirtschaftsjournalisten &ndash; kleiner Scherz am Rande) und &ldquo;Bei einer so gut laufenden Wirtschaft [&hellip;] m&uuml;ssten [&hellip;] eigentlich [&hellip;] auch die L&ouml;hne kr&auml;ftig anziehen &ndash; gerade in Deutschland, wo qualifizierte Arbeitskr&auml;fte [fehlen]. Warum das [nicht passiert], k&ouml;nnen auch Experten nicht richtig erkl&auml;ren.&rdquo; &ndash; sicher dieselben &ldquo;Experten&rdquo;, die seit Jahrzehnten &ldquo;Strukturreformen&rdquo; und die Zerst&ouml;rung des Sozialstaats fordern und bei 10 Prozent Arbeitslosigkeit &ldquo;fast Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; sehen. Nicht Draghis Agieren, sondern dass diese Propaganda auch noch von vielen geglaubt wird, das l&auml;sst einen wirklich verzweifeln.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Leistungsbilanz: Deutschland verteidigt umstrittenen &Uuml;berschussrekord<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump kritisiert ihn ebenso wie die EU-Kommission: Dennoch wird Deutschlands Export&uuml;berschuss laut einer Ifo-Prognose erneut h&ouml;her ausfallen als in jedem anderen Land der Welt &ndash; China inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutschland-verteidigt-umstrittenen-ueberschussrekord-a-1166634.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Deutschland f&auml;hrt eine explizite Niedriglohn- und Sozialdumpingstrategie und beschwert sich gleichzeitig, dass die Zinsen so niedrig sind. <\/em><\/p>\n<p><strong>und: Forscher warnen vor &Uuml;berhitzung der deutschen Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Konjunkturforscher vom Institut f&uuml;r Weltwirtschaft rechnen in diesem Jahr mit starkem Wachstum. Was erst einmal positiv klingt, kann auch zu Risiken f&uuml;hren: &bdquo;Die deutsche Wirtschaft steigert ihre Leistung schneller, als ihr guttut&ldquo;, warnen die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/starke-wirtschaft-forscher-warnen-vor-ueberhitzung-15187476.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher, die Anleihek&auml;ufe der EZB und das niedrige Zinsniveau f&uuml;hren zu steigenden Verm&ouml;genspreisen und bestimmt auch zu Fehlallokationen von &uuml;berz&auml;hligem Geld. Ansonsten kann man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln, wo angebliche &Ouml;konomen bei gerade mal 2 Prozent Wirtschaftswachstum nicht nur den gewohnten &ldquo;Boom&rdquo; sehen, sondern gar eine &Uuml;berhitzung, zumal gleichzeitig Massenarbeitslosigkeit herrscht (mindestens 4 Millionen Arbeitslosen) und die Lohnsteigerungen mit vielleicht 2 Prozent gerade so eben die Zielinflationsrate der EZB erreichen. Ist die deutsche Volkswirtschaft in den Jahren von 1960 bis 1980, bei Wachstumsraten bis 4 oder 5 Prozent und nahe Vollbesch&auml;ftigung, vor &ldquo;&Uuml;berhitzung&rdquo; geschmolzen? Die Warnung vor &Uuml;berhitzung ist l&auml;cherlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Relativit&auml;tstheorie der Armut<\/strong><br>\nLeben wir nicht in einem goldenen Zeitalter? Arm &ndash; wer ist das heute noch? Selbst die Armen sehen aus wie &raquo;Reiche light&laquo;, wie KiK-kosteng&uuml;nstig eingekleidete Besserverdiener. Wer wohnt bei uns schon in Wellblechverschl&auml;gen und fischt sich Lebensmittel aus dem Abfall? Das gibt es in Deutschland gar nicht. Armut ist daher f&uuml;r viele Beobachter gar kein Terminus mehr, den man gebrauchen k&ouml;nnte. Sie ist aus der Mode gekommen, weil der heutige Wohlstand der Armut gar keinen Spielraum mehr l&auml;sst. Wer hungert denn bitte ernstlich? An einer Appendizitis verendet doch bei uns keiner. Armut ist abgeschafft &ndash; Deutschland macht weiter so.<br>\nSo jedenfalls sieht es das Weiter-so-Deutschland. Es h&auml;lt seit Jahren den Sparkurs und macht jeden kritischen Einwand an der Verteilung zu einer Stimme der allgemeinen Verschw&ouml;rungstheorie. Indem man beispielsweise erkl&auml;rt, dass Armut ja gar nicht existiere, weil man die ihr typischen Merkmale, wie wir sie beispielsweise aus unserem Mittelalter oder aber aus Burkina Faso oder Malawi kennen, nicht mehr gegeben sind. Man legt den Ma&szlig;stab einer absoluten Armut an, mit dem unsere relative Armut gar nicht erfasst werden kann. Dieser Vorgang ist nicht nur &uuml;berhebliche Arroganz &ndash; er hat politische Dimension. Auf diese Weise entlastet man die Politik, sich mit der Armuts- bzw. Verteilungsfrage zu besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1063005.die-relativitaetstheorie-der-armut.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abstiegs&auml;ngste n&uuml;tzen Rechten<\/strong><br>\nWer w&auml;hlt Rechtspopulisten? H&auml;ufig sind es Menschen mit Abstiegs&auml;ngsten und der Sorge vor Kontrollverlust. Eine wichtige Rolle spielen dabei Erfahrungen im Arbeitsleben. Das zeigt eine von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts policy matters, das Anfang 2017 knapp 5.000 Personen ab 18 Jahren zu ihren politischen Einstellungen, Wertorientierungen sowie Sichtweisen auf die Arbeitswelt befragt hat. In ihrer Analyse kommen die Meinungsforscher Richard Hilmer, Rita-M&uuml;ller Hilmer und J&eacute;r&eacute;mie Gagn&eacute; sowie Bettina Kohlrausch von der Universit&auml;t Paderborn zu folgenden Ergebnissen:<br>\nDer Aussage &bdquo;Unsere Gesellschaft treibt immer weiter auseinander&ldquo; stimmen 53 Prozent der Befragten zu. &bdquo;In unserer Gesellschaft gibt es noch viel Zusammenhalt&ldquo; sagen nur 23 Prozent. 55 Prozent der Befragten sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder, 49 Prozent um ihre Altersversorgung.<br>\nRund die H&auml;lfte hat das Gef&uuml;hl, dass ihre Interessen durch Politik und Institutionen nicht in ausreichendem Ma&szlig;e vertreten werden. 49 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Politik tue f&uuml;r sie weniger als f&uuml;r andere Gruppen der Bev&ouml;lkerung.<br>\nNeben starken politisch-ideellen Faktoren wie der Ablehnung von Zuwanderung oder geringem Vertrauen in die repr&auml;sentative Demokratie und ihre Institutionen, ist Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenslage ein wesentlicher Treiber, die derzeit st&auml;rkste rechtspopulistische Partei &ndash; die AfD &ndash; zu w&auml;hlen. Dabei kommt es weniger auf die objektive soziale Lage an, sondern vor allem auf die subjektive Wahrnehmung der eigenen Lebenslage. Menschen, die AfD w&auml;hlen oder es in Erw&auml;gung ziehen, befinden sich &uuml;berwiegend nicht in einer finanziell prek&auml;ren Situation, aber sie f&uuml;hlen sich vor m&ouml;glichen Krisen in der Zukunft nicht ausreichend gesch&uuml;tzt: 67 Prozent der AfD-W&auml;hler geben an, dass sie sich Sorgen um ihre pers&ouml;nliche Zukunft machen; in der Gesamtbev&ouml;lkerung liegt der Anteil bei 46 Prozent. (&hellip;)<br>\nEine besonders AfD-affine Gruppe, n&auml;mlich Personen mit einem Einkommen unter 2.500 Euro und mittlerer Bildung, die der Aussage zustimmen &bdquo;Was mit mir passiert, wird irgendwo drau&szlig;en in der Welt entschieden&ldquo;, zeigt wie unter einem Brennglas, dass die konkrete Erfahrung von Mitbestimmung und Sicherheit am Arbeitsplatz f&uuml;r sie einen Unterschied macht: Unterliegt das Arbeitsverh&auml;ltnis dieser Besch&auml;ftigten keinem Tarifvertrag oder sind sie befristet besch&auml;ftigt, so r&uuml;cken sie deutlich wahrscheinlicher in die N&auml;he der AfD als Personen in einem festen bzw. tarifvertraglich geregelten Arbeitsverh&auml;ltnis. &bdquo;Diese Befunde zeigen, dass gerade f&uuml;r diese spezielle Gruppe der unteren Mittelschicht Unsicherheitserfahrungen und mangelnder tarifvertraglicher Schutz treibende Faktoren f&uuml;r die AfD-Wahl sind&ldquo;, schreiben die Wissenschaftler. Die beschriebene Gruppe umfasst rund f&uuml;nf Millionen Wahlberechtigte, von denen gut ein F&uuml;nftel AfD w&auml;hlen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/110647_110653.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Milliarden Schulden: Wer bei der Krankenkasse in der Kreide steht<\/strong><br>\n6,8 Milliarden Euro: Diesen Schuldenberg schieben die gesetzlichen Krankenkassen vor sich her. Und die Politik schaut zu. 6,8 Milliarden Euro, f&uuml;r die alle Versicherten am Ende geradestehen. &ldquo;Plusminus&rdquo; trifft in Berlin Ann Marini, die Sprecherin des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen. Woher kommt dieses Milliarden-Loch? Selbst Ann Marini kann diese Frage nicht beantworten. Sie vermutet, es seien haupts&auml;chlich die Selbstst&auml;ndigen. (&hellip;)<br>\nDie Erntehelfer, zumeist aus Osteuropa, arbeiten im Sommer und Herbst f&uuml;r wenige Wochen in Deutschland. Leiharbeiter helfen bei Amazon im Weihnachtsgesch&auml;ft aus. F&uuml;r alle gilt: Sie bleiben obligatorisch in der gesetzlichen Krankenversicherung, auch wenn sie Deutschland l&auml;ngst wieder verlassen haben. Die Saisonarbeiter werden sogar mit dem H&ouml;chstbeitrag eingestuft. Zur&uuml;ck in ihrer Heimat zahlen sie selbstverst&auml;ndlich keine Beitr&auml;ge in die Krankenversicherung. 2014 wurde die Gruppe der obligatorisch Anschlussversicherten per Gesetz eingef&uuml;hrt. Just seitdem explodieren die Schulden der Kassen. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Solange die Krankenkasse keine Information hat, dass derjenige, der bei ihr gemeldet ist, nicht mehr in Deutschland ist, also quasi nicht mehr existiert, ist sie verpflichtet diesen Menschen weiterzuf&uuml;hren&rdquo;, sagt Marini vom GKV-Spitzenverband zu &ldquo;Plusminus&rdquo;. Die Grundlage f&uuml;r diese Praxis ist ein Gesetz. In Berlin ist das Problem l&auml;ngst bekannt. Dennoch antwortet das Bundesgesundheitsministerium &ldquo;Plusminus&rdquo;:<br>\n&raquo;Das BMG pr&uuml;ft derzeit verschiedene L&ouml;sungsans&auml;tze, wie der Problematik der aufwachsenden Beitragsr&uuml;ckst&auml;nde auch bei der obligatorischen Anschlussversicherung begegnet werden kann.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/hr\/milliardenschulden-wer-bei-krankenkassen-in-der-kreide-steht-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn Politiker in der gesetzlichen Krankenkasse oder alle zusammen in einer B&uuml;rgerversicherung w&auml;ren, w&auml;re eine L&ouml;sung sicher schon l&auml;ngst gefunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kampf der EU gegen Steuertricks: Vier Staaten in der Kritik<\/strong><br>\nDurch Steuertricks von Konzernen gehen EU-Staaten j&auml;hrlich bis zu 70 Milliarden Euro durch die Lappen. Eigentlich sollen die Schlupfl&ouml;cher geschlossen werden, doch Italien, Frankreich, Spanien und Gro&szlig;britannien blockieren. Das zeigen vertrauliche Unterlagen, die NDR, WDR und &ldquo;SZ&rdquo; vorliegen. [&hellip;]<br>\nFabio DeMasi, der f&uuml;r die Linke im Europaparlament sitzt, kritisiert den Vorgang heftig. Die Dokumente zeigten, dass die Code of Conduct Group gescheitert sei und reformiert werden m&uuml;sse. &ldquo;Gro&szlig;britannien versucht seine &Uuml;berseegebiete und Kronkolonien zu sch&uuml;tzen. Das hei&szlig;t, die bereiten sich vor, im Gesch&auml;ft der Steueroasen noch mal richtig kr&auml;ftig mitzumischen.&rdquo;<br>\nDas Bundesfinanzministerium wollte sich auf Anfrage nicht zu den einzelnen Mitgliedsstaaten &auml;u&szlig;ern. Ein Sprecher erkl&auml;rte allerdings, man halte am Zeitplan f&uuml;r die Schwarze Liste bislang fest. Das Ministerium teilte au&szlig;erdem mit, dass es einer m&ouml;glichen Reform der Code of Conduct Group positiv gegen&uuml;ber stehe: &ldquo;Es geht darum, die Arbeiten effektiver und transparenter zu gestalten und die materiellen Kriterien f&uuml;r unfairen Steuerwettbewerb auf einen neuen Stand zu bringen. Die effektive Niedrigbesteuerung ist dabei eines der zentralen Themen, denen sich die Gruppe in Zukunft verst&auml;rkt widmen sollte&rdquo;, sagte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/steuertricks-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EuGH verdonnert Ungarn und Slowakei zur Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nH&ouml;chstrichterlich entschieden: Ungarn und die Slowakei haben es seit Mittwoch auch vom Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) schwarz auf wei&szlig;, dass sie Fl&uuml;chtlinge aufnehmen m&uuml;ssen. Ob und wie sich die Regierungen von Victor Orban in Budapest und Robert Fico in Bratislava dem Luxemburger Urteil beugen werden, ist offen. Und dann sind da noch Polen und Tschechien. Bislang haben die L&auml;nder den Br&uuml;sseler Beschuss vom 22. September 2015, der nun vom EuGH best&auml;tigt wurde, jedenfalls geflissentlich ignoriert.<br>\nDamals, in der Hochphase der Fl&uuml;chtlingskrise, wollte die Mehrheit der EU-Regierungen Italien und Griechenland entlasten. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) stimmte in Br&uuml;ssel mit 22 Amtskollegen f&uuml;r die Umverteilung von 120.000 Fl&uuml;chtlingen in andere L&auml;nder. &bdquo;Europa kann sich nicht leisten, dass diese Sitzung heute ohne Ergebnis auseinandergeht&ldquo;, warnte de Maizi&egrave;re kurz vor dem Sondertreffen. Nur eine Woche zuvor hatte man sich bereits auf die Umverteilung von 40.000 Menschen geeinigt. Auch dieses Mal gab es zwar ein Ergebnis. Doch trotz aller Bem&uuml;hungen um Einigkeit stimmten vier L&auml;nder, darunter Ungarn und die Slowakei, dagegen, w&auml;hrend sich Finnland enthielt. (&hellip;)<br>\nSelbst wenn die Slowakei und Ungarn nun einlenkten, h&auml;tte es die EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker weiterhin mit Polen und Tschechien zu tun, die noch keinen (Polen) oder kaum einen (Tschechien) der 160.000 Fl&uuml;chtlinge aufgenommen haben. Die Kommission gilt als &bdquo;H&uuml;terin der EU-Vertr&auml;ge&ldquo;. Parallel zum EuGH-Prozess hat sie daher selbst das Heft das Handelns in die Hand genommen. Im Juni setzte sie sogenannte Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn, Polen und Tschechien in Gang; die Slowakei mit ihren 16 Unterbringungen wurde verschont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/09\/07\/umsetzung-eugh-ungarn-slowakei-aufnahme\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>War das Verbot von &raquo;Linksunten Indymedia&laquo; etwa verboten?<\/strong><br>\nAm 25. August hat die Polizei in Freiburg vier Wohnungen und die R&auml;ume eines Vereins durchsucht. Die Ma&szlig;nahme stand im Zusammenhang mit dem Verbot der Internetplattform f&uuml;r selbst geschriebene Artikel und Nachrichten &raquo;Indymedia Linksunten&laquo;. Sowohl das Konstrukt, gegen das im Auftrag des Innenministeriums vorgegangen wird, als auch die Art und Weise des Vorgehens wecken gr&ouml;&szlig;te Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit.<br>\nKonstruiert wird ein Verein, der das inkriminierte Portal betreibe &ndash; &raquo;ein Verein im Sinne des weiten Vereinsbegriffs des Vereinsgesetzes&laquo;, wonach es nicht auf die Rechtsform ankomme, wie das Innenministerium am 26. August im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb. &raquo;Dass eine Online-Plattform, die nur Technik zur Verf&uuml;gung stellt, vereinsrechtlich verboten werden kann, ist in meinen Augen einmalig&laquo;, sagte am Dienstag auf Anfrage die L&ouml;rracher Anw&auml;ltin Angela Furmaniak, die zwei von den Hausdurchsuchungen betroffene Personen vertritt. Von Beschuldigten solle hier nicht gesprochen werden, so Furmaniak, denn bisher sei kein Strafverfahren in dieser Sache bekannt. Umso alarmierender ist es, dass die Pressefreiheit betroffen ist. Die &raquo;Reporter Ohne Grenzen&laquo; kritisierten, dass hier die Regierung ein Medium verbiete, wozu sie &uuml;berhaupt nicht befugt sei. (&hellip;)<br>\nEigentlich m&uuml;ssten laut Telemediengesetz zuerst die f&uuml;r die Plattform Verantwortlichen &uuml;ber inkriminierte Inhalte, die offensichtlich nicht von ihnen stammen, informiert werden, bevor sie daf&uuml;r haftbar gemacht werden k&ouml;nnen. Derartiges ist bei &raquo;Linksunten&laquo; nicht geschehen. Das Verbot k&ouml;nnte dem Wahlkampf dienen, vermutet Furmaniak &ndash; zumal sie in der 90-seitigen Verbotsverf&uuml;gung keinen Grund finde, warum gerade jetzt gegen die Plattform zugeschlagen wird und nicht schon vorher. Furmaniak und andere weisen zudem darauf hin, dass hier ein v&ouml;llig anderer Umgang gepflegt wird als mit diskriminierenden und volksverhetzenden &Auml;u&szlig;erungen bei Facebook. Das Innenministerium hatte dazu auf Twitter mehrfach geschrieben, dass Facebook und Twitter sich glaubhaft von rechtswidrigen &Auml;u&szlig;erungen distanziert h&auml;tten.<br>\n&Auml;hnlich rechtsfehlerhaft wie diese Hausdurchsuchungen erscheint die Durchsuchung des politischen Zentrums KTS (Kulturtreff in Selbstverwaltung) in Freiburg, das verschiedenen Gruppen als Anlaufstelle dient. Zwischen den Menschen, die in der Verbotsverf&uuml;gung genannten werden, und der KTS bestehe &raquo;keine formale Beziehung&laquo;, sagte die Anw&auml;ltin des Zentrums, Katja Barth, am Dienstag auf Anfrage. Warum das Politik- und Kulturzentrum dennoch durchsucht wurde, sei nicht mitgeteilt worden, was sie &raquo;hochproblematisch&laquo; finde. Mehr noch: Obwohl beides vorgeschrieben sei, habe es bei der KTS-Durchsuchung weder eine\/n neutrale\/n Zeug_in gegeben, noch sei versucht worden, mit dem Vorstand des KTS-Vereins Kontakt aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1062783.war-das-verbot-von-linksunten-indymedia-etwa-verboten.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Es reicht, Herr de Maizi&egrave;re!&raquo;<\/strong><br>\nRepressionsfreude, mangelnder Respekt vor der Freiheit und den B&uuml;rgerrechten scheint eine Berufskrankheit zu sein unter Innenministern. Thomas de Maizi&egrave;re bildet da keine Ausnahme. Jetzt nahm er pers&ouml;nlich die (h&ouml;chst einseitige) &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; einer Schulklasse &uuml;ber die Auschreitungen beim G-20-Gipfel in die Hand. Seine Hauptbotschaften: Linke Gewalt wurde zu lange bagatellisiert, und bei Aufm&auml;rschen der Rechten sollte man besser daheim bleiben. Konstantin Wecker reicht&rsquo;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/es-reicht-herr-de-maiziere\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Richter unter Zeitdruck: &ldquo;Die Wahrheit wird nicht mehr ermittelt, sondern vereinbart&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Richter ohne Zeit ist wie ein Maurer ohne Kelle&rdquo;: Der fr&uuml;here Bundesrichter Wolfgang Neskovic unterst&uuml;tzt den Freiburger Richter Thomas Schulte-Kellinghaus. Dieser war von seiner Vorgesetzten ermahnt worden, mehr F&auml;lle zu erledigen &ndash; und klagt dagegen vor dem BGH. Eine Justizverwaltung, die einen Richter ma&szlig;regelt, weil er ihrer Auffassung nach zu wenige F&auml;lle erledigt: F&uuml;r den fr&uuml;heren Bundesrichter und parteilosen ehemaligen Linke-Abgeordneten Wolfgang Neskovic ist das ein Angriff auf den Rechtsstaat.<br>\n&ldquo;Wir machen uns um Polen Sorgen und kritisieren den Angriff der polnischen Regierung auf die richterliche Unabh&auml;ngigkeit und &uuml;bersehen gleichzeitig, dass auch hier in Deutschland &ndash; wenngleich unmerklicher und deutlich subtiler &ndash; die richterliche Unabh&auml;ngigkeit in den W&uuml;rgegriff politischer Abh&auml;ngigkeit zu geraten droht&rdquo;, sagte Neskovic im Deutschlandfunk Kultur. Der fr&uuml;here Bundesrichter stellt sich damit hinter den Freiburger Richter Thomas Schulte-Kellinghaus. Dieser hatte gegen eine Ermahnung seiner Vorgesetzten geklagt, mehr Verfahren zu erledigen, weil er dadurch seine richterliche Unabh&auml;ngigkeit bedroht sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/richter-unter-zeitdruck-die-wahrheit-wird-nicht-mehr.1008.de.html?dram:article_id=395280\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele 2020 drastisch<\/strong><br>\nDeutschland wird sein Klimaziel f&uuml;r 2020 einer Studie zufolge viel weiter verfehlen als bislang gedacht.<br>\nStatt den Treibhausgas-Aussto&szlig; bis dahin wie geplant um 40 Prozent gegen&uuml;ber 1990 zu reduzieren, werde Deutschland nur rund 30 Prozent erreichen, hei&szlig;t es in einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts Agora-Energiewende. Die Bundesregierung hatte zwar bereits einger&auml;umt, das 40-Prozent-Ziel sei ohne zus&auml;tzliche CO2-Einsparungen nicht zu erreichen. Allerdings war man nur von einer L&uuml;cke von etwa f&uuml;nf Prozentpunkten ausgegangen. Agora zufolge ist der Grund f&uuml;r die neue Berechnung, dass die Wirtschaft st&auml;rker als erwartet zulege und die Bev&ouml;lkerung wegen der Zuwanderung kr&auml;ftig gewachsen sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/energie-und-umwelt\/news\/studi-deutschland-verfehlt-klimaziele-2020-drastisch\/\">Euroactiv<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.agora-energiewende.de\/fileadmin\/Projekte\/2015\/Kohlekonsens\/Agora_Analyse_Klimaschutzziel_2020_07092016.pdf\">Der Link zur Studie [PDF]<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel ist keine Klimakanzlerin<\/strong><br>\n&bdquo;Die Klimaschutzpolitik der Bundeskanzlerin zerplatzt wie eine Seifenblase. Im Wahljahr st&ouml;&szlig;t Deutschland fast genauso viel Klimagase in die Luft wie 2009; das nationale Klimaschutzziel wird krachend verfehlt. Statt endlich ein Klimaschutzgesetz zu verabschieden, stellt sich Angela Merkel weiter sch&uuml;tzend vor betr&uuml;gerische Automobilkonzerne, verhindert in Br&uuml;ssel starke CO2-Grenzwerte f&uuml;r Autos und s&auml;gt den Ausbau der sauberen Windenergie ab&ldquo;, erkl&auml;rt Eva Bulling-Schr&ouml;ter, klima- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf eine aktuelle Studie zum deutlichen Verfehlen des deutschen Klimaschutzziels 2020. Bulling-Schr&ouml;ter weiter:<br>\n&bdquo;Das Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen in Deutschland gegen&uuml;ber 1990 bis 2020 um 40 Prozent zu senken, wird ohne echte Ma&szlig;nahmen in Industrie, Energiegewinnung, Bauwirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft um bis zu zehn Prozent verfehlt. Entgegen ihres Sauberfrau-Images geht der Kampf gegen den Klimawandel in Deutschland mit der ehemaligen Umweltministerin Merkel seit Jahren bestenfalls im Schneckentempo vorw&auml;rts. F&uuml;r die Erf&uuml;llung des Pariser Klimaabkommens ist der klimapolitische Schlaftablettenkurs nicht ausreichend.<br>\nGerade der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann gro&szlig;e CO2-Minderungen erzielen. Mit der letzten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hat die Gro&szlig;e Koalition das Ausbautempo jedoch massiv gedrosselt, erste Windkraftunternehmen haben bereits die Verlagerung ins Ausland und den Abbau hunderter Arbeitspl&auml;tze angek&uuml;ndigt. Der Ausbau des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene stottert, derweil bleiben Steuerprivilegien von Flugverkehr und Dieselautos unangetastet. Auch die energetische Geb&auml;udesanierung bleibt ein schlafender Riese. Klimaschutz braucht Gesetze, denn allein mit Willenserkl&auml;rungen und Marktglauben wird der Klimawandel nicht aufgehalten. DIE LINKE fordert deshalb ein Kohleausstiegsgesetz und verbindliche Klimaschutzziele per Gesetz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/merkel-ist-keine-klimakanzlerin\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nato: Truppenaufstockung im Baltikum dient der Verteidigung<\/strong><br>\nDie Aufstockung der Nato-Truppen in Baltikum dient ausschlie&szlig;lich der Verteidigung. Dies unterstrich Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Estlands Ministerpr&auml;sident J&uuml;ri Ratas am Mittwoch in Tapa im Norden des Landes.<br>\nAm selben Tag besuchte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg die Truppen der B&uuml;ndnisstaaten in Estland, die nach der Ukraine-Krise als Verst&auml;rkung nach Osteuropa verlegt wurden.<br>\nDie Nato hatte in diesem Jahr die Verst&auml;rkung ihrer Truppenpr&auml;senz in Osteuropa abgeschlossen. Dazu wurden in Polen, Estland, Lettland und Litauen multinationale Kampfverb&auml;nde aus den USA, Deutschland, Gro&szlig;britannien und Kanada stationiert. Die Stationierung l&ouml;ste bei Russland gro&szlig;e Unzufriedenheit aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2017\/09\/07\/1s269094.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Russland ist mit der NATO-Truppenverlegung unzufrieden und f&uuml;hlt sich offenbar bedroht. Durch wen f&uuml;hlen sich eigentlich die NATO-Mitgliedsstaaten bedroht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>UN-Giftgasvorw&uuml;rfe an die syrische Regierung<\/strong><br>\nEs wirkt wie gezieltes Timing, wenn UN-Vertreter die syrische Armee unmittelbar nach der Befreiung von Deir ez-Zor f&uuml;r Giftgas-Attacken verantwortlich machen<br>\nGerade konnte die syrische Armee einen bedeutenden milit&auml;rischen Coup durch das Durchbrechen der Belagerung von Deir ez-Zor verbuchen. Dadurch erlangte sie einen kaum mehr einholbaren Vorsprung bei der Befreiung des Ostteils Syriens gegen&uuml;ber den von den USA unterst&uuml;tzten Verb&auml;nden der YPG\/SFD. Dort befinden sich nicht nur wirtschaftlich relevante &Ouml;lvorkommen, sondern es &ouml;ffnet sich auch eine direkte Landverbindung zu Irak und Iran. Dieser Erfolg wird der Assad-Regierung nun durch die Publizierung des Berichts der UN-Untersuchungskommission f&uuml;r Syrien verg&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UN-Giftgasvorwuerfe-an-die-syrische-Regierung-3823714.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Washington DC&rsquo;s role behind the scenes in Hollywood goes deeper than you think<\/strong><br>\nOn television, we found more than 1,100 titles received Pentagon backing &ndash; 900 of them since 2005, from &lsquo;Flight 93&rsquo; to &lsquo;Ice Road Truckers&rsquo; and &lsquo;Army Wives&rsquo; (&hellip;)<br>\nFiles we obtained, mainly through the US Freedom of Information Act, show that between 1911 and 2017, more than 800 feature films received support from the US Government&rsquo;s Department of Defence (DoD), a significantly higher figure than previous estimates indicate. These included blockbuster franchises such as Transformers, Iron Man, and The Terminator.<br>\nOn television, we found over 1,100 titles received Pentagon backing &ndash; 900 of them since 2005, from Flight 93 to Ice Road Truckers to Army Wives.<br>\nWhen we include individual episodes for long running shows like 24, Homeland, and NCIS, as well as the influence of other major organisations like the FBI and White House, we can establish unequivocally for the first time that the national security state has supported thousands of hours of entertainment.<br>\nFor its part, the CIA has assisted in 60 film and television shows since its formation in 1947. This is a much lower figure than the DoD&rsquo;s but its role has nonetheless been significant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/voices\/hollywood-cia-washington-dc-films-fbi-24-intervening-close-relationship-a7918191.html\">Independent<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Propaganda-Matrix<\/strong><br>\nOb Russland, Syrien oder Donald Trump: Um die geopolitische Bericht&shy;erstattung westlicher Medien zu verstehen, muss man die Schl&uuml;ssel&shy;rolle des amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) kennen.<br>\nIm folgenden Beitrag wird erstmals dargestellt, wie das Netzwerk des Councils einen in sich weitgehend geschlossenen, trans&shy;atlantischen Informations&shy;&shy;kreislauf schuf, in dem nahezu alle relevanten Quellen und Bezugs&shy;punkte von Mitgliedern des CFR und seiner Partner&shy;&shy;organisationen kontrolliert werden.<br>\nAuf diese Weise entstand eine historisch einzigartige Informations&shy;&shy;matrix, die klassischer Regierungs&shy;propaganda autorit&auml;rer Staaten deutlich &uuml;berlegen ist, indes durch den Erfolg unabh&auml;ngiger Medien zunehmend an Wirksamkeit verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/die-propaganda-matrix\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-39977","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39977"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39979,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39977\/revisions\/39979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}