{"id":4001,"date":"2009-06-15T08:48:58","date_gmt":"2009-06-15T06:48:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4001"},"modified":"2009-06-15T08:50:15","modified_gmt":"2009-06-15T06:50:15","slug":"hinweise-des-tages-910","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4001","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4001#h01\">J&ouml;rg Asmussen: Privat mit der B&ouml;rse verbunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h02\">Debatte Bad-Bank-Gesetz: Erst Geld, dann Hohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h03\">Deutschlands Geldadel profitierte von horrenden Karstadt-Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h04\">Schuldenverbot: Unfug mit Verfassungsrang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h05\">Hit and run<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h06\">Andrea Nahles M&uuml;nteferings Kandidatur voreilig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h07\">Wahlparteitag: Die SPD klatscht sich aus der Ohnmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h08\">&raquo;Es wird bewusst ein Klima der Angst verbreitet&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h09\">Putzdienstleister des Bundestags zahlt weiter Dumping-L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h10\">Arbeitslos und abgezockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h11\">Steigender &Ouml;lpreis gibt R&auml;tsel auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h12\">Sch&auml;biges Spiel um Ghetto-Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h13\">The Cost Conundrum &ndash; what a Texas town can teach us about health care<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h14\">Das diebische System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h15\">Irland: &ldquo;Wir waren Sklaven&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h16\">R&uuml;ckschau: 68, alles Stasi?<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4001&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>J&ouml;rg Asmussen: Privat mit der B&ouml;rse verbunden<\/strong><br>\nFinanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen k&ouml;nne seine Rolle als Aufseher des deutschen Finanzmarkts aus privaten Gr&uuml;nden nur beschr&auml;nkt aus&uuml;ben, berichtete das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL am Samstag vorab. Der Spitzenbeamte sei verheiratet mit der Leiterin der Berliner Repr&auml;sentanz der Deutsche B&ouml;rse AG, Henriette Peucker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/artikel\/0,2828,630322,00.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das muss nicht abf&auml;rben, tut es aber wohl, wie die vielf&auml;ltig dokumentierten Gef&auml;lligkeiten belegen. Siehe n&auml;chster Hinweis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Debatte Bad-Bank-Gesetz: Erst Geld, dann Hohn<\/strong><br>\nKein Jahr in der Firmengeschichte war desastr&ouml;ser. Der offizielle Verlust lag bei 2,4 Milliarden Euro &ndash; und das ist die gesch&ouml;nte Version: Die Allianz taumelte am Abgrund; sie drohte mitgerissen zu werden durch eine Pleite der Dresdner Bank, die ihr damals noch komplett geh&ouml;rte.<br>\nWie kann es also sein, dass die Allianz dennoch riesige Dividenden zahlt? Die Antwort ist schlicht: Letztlich hat der Steuerzahler die Aussch&uuml;ttungen an die Aktion&auml;re finanziert.<br>\nDenn der Allianz gelang ein Coup: Sie wurde die Dresdner Bank rechtzeitig an die Commerzbank los &ndash; und kassierte f&uuml;r ihr v&ouml;llig wertloses Kreditinstitut auch noch 5,1 Milliarden Euro. Zudem konnte die Allianz sicherstellen, dass in den n&auml;chsten 15 Jahren an den Schaltern der fusionierten Commerz-Dresdner-Bank nur Allianz-Produkte verkauft werden. Kein Vertriebsweg k&ouml;nnte sch&ouml;ner sein.<br>\nBanken und Versicherungen beuten das Gemeinwesen skrupellos aus. Dabei hilft die Selbstverachtung der Politiker. Von Ulrike Herrmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/erst-geld-dann-hohn\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschlands Geldadel profitierte von horrenden Karstadt-Mieten<\/strong><br>\nArcandor ist pleite. Ein Grund f&uuml;r den Absturz d&uuml;rften auch hohe Mieten bei der Warenhaustochter Karstadt gewesen sein, die der Konzern an den Projektentwickler Josef Esch zahlen musste. Von den Fonds, die der Troisdorfer Projektentwickler Josef Esch mit der K&ouml;lner Privatbank Sal. Oppenheim f&uuml;r die Vermietung von Immobilien an Karstadt aufgelegt hat, profitierte nach SPIEGEL-Informationen eine handverlesene Gruppe von Angeh&ouml;rigen des deutschen Geldadels. Mit dabei waren beim Start der Fonds &ndash; au&szlig;er Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, seiner Frau Cornelie und anderen &ndash; die Kunstsammlerin Claudia Oetker, der Bofrost-Gr&uuml;nder Josef Boquoi und Maxdata-Gr&uuml;nder Holger Lampatz, der 2006 und 2007 im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle sa&szlig;.<br>\nAuch M&uuml;nchner Oppenheim-Konkurrenten, die Privatbankiers Wilhelm von Finck Junior und Senior, zeichneten Anteile; ebenso die Ehefrau eines Ministerialbeamten aus dem Bundesjustizministerium, der dort f&uuml;r Gesellschaftsrecht zust&auml;ndig ist.<br>\nSie alle gewannen auf Kosten des KarstadtQuelle-Konzerns, der heute Arcandor hei&szlig;t und insolvent ist. In M&uuml;nchen betrug die Garantiemiete 23,2 Prozent vom Umsatz, in Leipzig 19,6 Prozent, in Potsdam 16,4 Prozent und in Karlsruhe 14,5. Schon bei einem Verh&auml;ltnis Umsatz zu Miete von zehn Prozent, so Einzelhandelsexperten, beginne die sogenannte Todeszone, in der ein Warenhaus die Miete gemeinhin nicht mehr erwirtschaften k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630317,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Erinnert ein bi&szlig;chen an die &ldquo;Schweinefonds&rdquo; beim Berliner Bankenskandal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldenverbot: Unfug mit Verfassungsrang<\/strong><br>\nWas halten Sie von dieser Strategie? Firma X verzichtet darauf, eine Produktionsanlage f&uuml;r ein revolution&auml;res Produkt zu bauen. Die Neuheit w&uuml;rde zwar zum Renner und den Reichtum ihrer Erfinder mehren; das Unternehmen spart sich aber lieber die Investition, denn einen Bankkredit will es daf&uuml;r keinesfalls aufnehmen. Schulden sind schlie&szlig;lich etwas Schlimmes.<br>\nKlingt irrsinnig? Ist es auch. Doch leider genie&szlig;t ein vergleichbarer &ouml;konomischer Unfug in Deutschland nun Verfassungsrang, nur dass diese fatale Investitionslogik in Zukunft f&uuml;r die Staatsfinanzen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/unfug-mit-verfassungsrang\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hit and run<\/strong><br>\nKranke Unternehmen zu sanieren ist die Spezialit&auml;t des Vorzeigemanagers Thomas Middelhoff. Doch er saniert nur sich selbst und seine Freunde. Letztes Meisterst&uuml;ck: KarstadtQuelle. Die n&auml;chsten Projekte sind in Vorbereitung<br>\nMethode Middelhoff: Kurzfristig und spektakul&auml;r Geld in die Kasse schaufeln, Erfolge in die Medien posaunen, aber mittel- und langfristige Verpflichtungen eingehen, die das Unternehmen erw&uuml;rgen.<br>\nDie Londoner Frohnatur sanierte sich selbst und wirtschaftete das Unternehmen nach Private- Equity-Methode in wenigen Jahren herunter. Wie bei Bertelsmann stieg er vorzeitig aus.<br>\nDie Zahlungsunf&auml;higkeit des Unternehmens war eigentlich schon lange abzusehen. Bevor die Wahrheit ganz ans Licht kam, k&uuml;ndigte Middelhoff seinen Vertrag vorzeitig und machte sich im Februar 2009 nach knapp vier Jahren aus dem Staub.<br>\nAber ein Plus war sicher: Middelhoffs Bez&uuml;ge stiegen um 47 Prozent. Raffkes unter sich, die ansonsten das Prinzip propagieren, da&szlig; nur &raquo;Leistung belohnt&laquo; werden darf.<br>\nVon Werner R&uuml;gemer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-13\/013.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Was Middelhoff angestellt hat, ist gang und g&auml;be. Hohe Gewinne nicht durch Wertsch&ouml;pfung, sondern durch Verm&ouml;genstransfers und damit verbundene Konstruktionen zum Abzweigen von Geldern f&uuml;r sich oder befreundete Personen und Gruppen. Diese Wege zum schnellen Geld sind auf den NachDenkSeiten und zum Beispiel in &bdquo;Machtwahn&ldquo; ausf&uuml;hrlich beschrieben. Investmentbanking funktioniert &uuml;ber weite Strecken so, die Aufl&ouml;sung der Deutschland AG in Kombination mit der von der Regierung Schr&ouml;der beschlossenen Steuerbefreiung der Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen hat den gleichen Effekt, jede Privatisierung ist so angelegt. Die Spezies verdienen bei der Transaktion mit Provisionen und Beratungen, sie verdienen durch Erwerb von Schn&auml;ppchen, sie verdienen daran, dass mithilfe dieser Transfers Unternehmen und ihre Besch&auml;ftigten bluten m&uuml;ssen, wie im konkreten Fall von Karstadt &uuml;ber die &uuml;berh&ouml;hten Mieten f&uuml;r die ehemaligen Karstadt-H&auml;user.<br>\nJetzt tut das offizielle Berlin so, als sei es weit weg von Middelhoff. Das t&auml;uscht. Die Politik ist eng verflochten mit Personen, die sich in diesem Milieu tummeln. Angela Merkel l&auml;sst sich von Beratern und vom Spitzenpersonal von Goldman Sachs beraten, Friedrich Merz ist beruflich direkt mit Hedgefonds verbunden, eine ganze Riege von ehemaligen Manager und Politikern arbeitet f&uuml;r ausl&auml;ndische Hedgefonds und Private Equity Gruppen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Andrea Nahles: M&uuml;nteferings Kandidatur voreilig<\/strong><br>\nDie stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat Parteichef Franz M&uuml;ntefering vor dem SPD-Parteitag am Sonntag aufgefordert, seinen Anspruch auf eine erneute Kandidatur f&uuml;r das Amt des Parteichefs bis zur Bundestagswahl zur&uuml;ckzustellen.<br>\n&ldquo;Wenn er kandidiert, finde ich das gut. Aber wir haben jetzt die Strecke bis zum 27. September in den Blick zu nehmen und nicht einen Parteitag im November 2009&rdquo;, sagte Nahles dem &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo;. M&uuml;ntefering hatte &uuml;berraschend bekanntgegeben, dass er im November erneut f&uuml;r den Parteivorsitz kandidieren wolle. Ein anderes Amt strebe er nicht an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1794379_Andrea-Nahles-Muenteferings-Kandidatur-voreilig.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Interessant. Vermutlich ist M&uuml;ntefering der gr&ouml;&szlig;te Versager unter den SPD-Vorsitzenden. Selbst in der Zeit von Erich Ollenhauer wuchs der W&auml;hleranteil von Wahl zu Wahl. Mit M&uuml;nte geht&rsquo;s bergab. Aber er ist Spitze bei der Sicherung der Macht. Deshalb erhebt er den Anspruch auf den Vorsitz schon vor der Wahl. Andrea Nahles hat den Trick immerhin bemerkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wahlparteitag: Die SPD klatscht sich aus der Ohnmacht<\/strong><br>\nEs war ein Wahlparteitag mitten im Tief: Doch Kanzlerkandidat Steinmeier geht bei den Genossen unumstritten daraus hervor. Er setzte auf Themen der siebziger und achtziger Jahre und traf damit &uuml;berraschend die Seele der Partei. Daf&uuml;r gab es zumindest im Saal m&auml;chtig Applaus.<br>\nIn Minute 38 seiner Rede hat es Frank-Walter Steinmeier in der tageslichtfreien Halle im S&uuml;dosten Berlins geschafft. Minutenlanger Applaus unterbricht ihn, als er die Bundestagswahl zur Richtungswahl ausruft. Das Feindbild lautet Schwarz-Gelb &ndash; und der Satz, der die Delegierten schlie&szlig;lich sp&uuml;rbar eint, ist denkbar simpel: &ldquo;Schwarz-Gelb darf keine Mehrheit erhalten, weil die Ideologie, die in die Krise gef&uuml;hrt hat, sicherlich nicht die Antwort auf die Krise sein kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mail.tagesschau.de\/red.php?lid=44878&amp;ln=1\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das Problem, das Steinmeier zu umschiffen versucht: sein Kollege und Freund Steinbr&uuml;ck ist genauso wie Union und FDP ein Vertreter der Ideologie, die uns in die Krise gef&uuml;hrt hat. Steinbr&uuml;ck schw&auml;rmte wie seine rechtskonservativen Freunde vom Finanzplatz Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Es wird bewusst ein Klima der Angst verbreitet&laquo;<\/strong><br>\nSPD ber&auml;t Sonntag ihr Wahlprogramm. An der Basis brodelt es &ndash; es formiert sich eine Opposition. Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Denia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-13\/049.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Vor kurzem erst hatten die Linken in der SPD Gelegenheit gehabt, Haltung zu beweisen, und zwar durch ein Nein zur starren Schuldenbremse. Fast alle haben versagt.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der bohrende Stachel der Sozialdemokraten<\/strong><br>\nDie SPD leidet unter einem Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem: Viele Genossen vermissen das Sozialdemokratische in der Partei. In Hannover und Frankfurt haben Gewerkschaftsvertreter jetzt Landesgruppen gegr&uuml;ndet, um die SPD wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/der-bohrende-stachel-der-sozialdemokraten;2351937;0\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Putzdienstleister des Bundestags zahlt weiter Dumping-L&ouml;hne<\/strong><br>\n3,56 Euro &ndash; so viel verdienen Zimmerm&auml;dchen nach SPIEGEL-Informationen pro Stunde bei dem Geb&auml;udereiniger B+K, der auch im Bundestag putzt. Einen Versto&szlig; gegen das Mindestlohngesetz sieht man bei dem Unternehmen nicht. Die Angestellten k&ouml;nnten sich ihr Sal&auml;r ja mit Flaschenpfand aufbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630324,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitslos und abgezockt<\/strong><br>\nBanken kassieren, B&uuml;rger verlieren: Millionen Menschen sind in Deutschland &uuml;berschuldet. Hauptgrund ist Arbeitslosigkeit. Wohlfahrtsverb&auml;nde kritisieren die Kreditinstitute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-13\/056.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steigender &Ouml;lpreis gibt R&auml;tsel auf<\/strong><br>\nDer steigende &Ouml;lpreis k&ouml;nnte darauf hindeuten, dass die Krise allm&auml;hlich ihrem Ende entgegengeht. Doch den Preis treiben auch Spekulationen in die H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/150443.steigender-oelpreis-gibt-raetsel-auf.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sch&auml;biges Spiel um Ghetto-Renten<\/strong><br>\nW&auml;hrend Politik und Opferverb&auml;nde das Urteil des Bundessozialgerichtes zu den Ghettorenten f&uuml;r j&uuml;dische Arbeiter noch bejubeln, will das Bundesarbeitsministerium mehr als 11 400 dieser NS-Opfer die Renten k&uuml;rzen. Sie hatten zuvor aufgrund der unsicheren Rechtslage eine geringf&uuml;gige Entsch&auml;digung erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/150470.schaebiges-spiel-um-ghetto-renten.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>The Cost Conundrum &ndash; what a Texas town can teach us about health care<\/strong><br>\n<em>(Auf deutsch kommentiert von Roger Strassburg)<\/em><br>\nDr. Gawande schaut sich die Stadt McAllen, Texas an. McAllen ist in Hidalgo County, Texas, und hat das niedrigste Haushaltseinkommen der USA, aber die h&ouml;chsten Gesundheitskosten. Das Durchschnittseinkommen betr&auml;gt $12.000 im Jahr, die Gesundheitskosten $15.000. Es wird also pro Kopf $3.000 mehr f&uuml;r die Gesundheitsversorgung ausgegeben, als pro Kopf verdient wird. Gawande will wissen, warum.<br>\nGawande untersucht mehrere statistische Zusammenh&auml;nge und spricht mit &Auml;rzten und Krankenhausverwaltungen. Er vergleicht Hidalgo County mit anderen Gegenden und versucht, anhand der Unterschiede festzustellen, warum die Gesundheitskosten in Hidalgo County doppelt so teuer sind, wie der Durchschnitt.<br>\nIn seinem Artikel beschreibt Dr. Gewande seine &Uuml;berlegungen und seine Untersuchungen. Er vergleicht McAllen mit einer anderen texanischen Stadt, El Paso, die ein &auml;hnliches Bev&ouml;lkerungsprofil ausweist. Ebenfalls vergleicht er die medizinischen Kulturen verschiedener Regionen mit der von McAllen. Er findet heraus, dass verschiedene St&auml;dte und Regionen sich unterschiedlich auf die systembedingte Anreize einstellen. An manchen Orten sei das Profitstreben unter den &Auml;rzten viel st&auml;rker ausgepr&auml;gt, als an anderen. Dazu kommt, dass die Anreize an verschiedenen Orten unterschiedlich sind. Sehr entscheidend sei das Verg&uuml;tungssystem der &Auml;rzte. Z.B. zahlt die weltber&uuml;hmte Mayo Clinic in Rochester Minnesota ihre &Auml;rzte ein Gehalt, anstatt f&uuml;r jede einzelne Prozedur ein Honorar zu zahlen. Bei der Mayo Clinic haben die &Auml;rzte keinen Anreiz, alle m&ouml;glichen Untersuchungen durchzuf&uuml;hren. Stattdessen arbeiten sie zusammen um das Wohl des Patienten. Wo nach Umsatz bezahlt wird, seien die Kosten h&ouml;her, die Qualit&auml;t dagegen nicht unbedingt &ndash; sehr h&auml;ufig ganz im Gegenteil: es werden haupts&auml;chlich kostenintensive Prozeduren verordnet, die nicht unbedingt diejenigen sind, die die Patienten brauchen.<br>\nDieser Artikel zeigt eindeutig, dass der Profit-Anreiz weder zu mehr Qualit&auml;t noch zu Kostenersparnissen im Gesundheitssystem f&uuml;hren. Wenn man es sich nur ein bisschen &uuml;berlegt, ist dieses Ergebnis nicht wirklich &uuml;berraschend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/reporting\/2009\/06\/01\/090601fa_fact_gawande?currentPage=all\">The New Yorker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das diebische System?<\/strong><br>\nWas Sloterdijk letztlich postuliert ist ein Affront gegen&uuml;ber dem Sozialstaat, den er als Diebesstaat bezeichnet wissen will. Umverteilung zur Wahrung sozialen Friedens ist f&uuml;r ihn Diebstahl, indirekt spricht er sich also f&uuml;r einen Staat aus, in dem der st&auml;rkere Wolf den schw&auml;cheren totbei&szlig;t. Sein Vokabular spricht B&auml;nde, untermauert seine Affinit&auml;t zum herrschenden Gedankengut, ist ideologisch gepr&auml;gt. Am Ende wirft er seinen geistesgeschichtlichen Aufsatz sogar noch ins futuristische Gew&auml;sser, spricht von den horrenden Schulden, sieht daher eine schwarze Zukunft, vielleicht auch berechtigt, insofern der Steuerzahler nun auf Jahre hinweg f&uuml;r verhinderte Bankenpleiten arbeiten darf. Aber man wird den Eindruck nicht los, Sloterdijk stehe auf einer FDP-B&uuml;hne &ndash; wobei es bei der heutigen Gleichschaltung egal ist, von welcher Parteienb&uuml;hne man herunterpredigt -, als philosophiere er vom Schuldenabbau mit den liberalen Parteigenossen, dabei empfehlend, den Sozialstaat f&uuml;r ab sofort beendet zu erkl&auml;ren, damit der Schuldenberg endlich abtragbar werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/06\/das-diebische-system.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Irland: &ldquo;Wir waren Sklaven&rdquo;<\/strong><br>\nPriester und Laien haben &uuml;ber Jahrzehnte 15.000 Kinder misshandelt oder vergewaltigt. Nach und nach kommt das Martyrium der Jungen ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDer Alptraum des Jungen begann im Moor, in das die Ordensbr&uuml;der die Heimkinder immer trieben, damit sie Torf stechen, den ganzen Tag lang. John Kelly war damals 13 Jahre alt, und er erinnert sich so gut an seine erste Vergewaltigung wie die anderen Opfer auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-628939,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> W&uuml;rde so etwas in Deutschland passieren, w&auml;re das ein klarer Versto&szlig; gegen Art. 1 des Grundgesetzes (Schutz der W&uuml;rde des Menschen). Da die katholische Kirche von dem Treiben gewusst hat, w&auml;re auch sie als verfassungsfeindlich zu werten. &ndash; Wer diesen Kommentar bis hierher gelesen hat, wird m&ouml;glicherweise innerlich protestieren. Soweit sind wir schon verbogen, dass wir ein solch gro&szlig;es Unrecht hinnehmen, wenn die Organisation, die dahinter steht, entsprechend etabliert ist und als ehrenwert gilt und beispielsweise das ZDF und viele Journalisten au&szlig;erhalb des ZDF in weitem Ma&szlig;e pr&auml;gt. &ndash; Andere Leser werden vielleicht innerlich gegen den ersten Halbsatz meines Kommentars aufbegehren. Recht haben sie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>R&uuml;ckschau: 68, alles Stasi?<\/strong><br>\nJetzt hat auch der Westen Deutschlands seine Stasidebatte. &Uuml;ber 40 Jahre liegen die Studentenproteste von 1968 zur&uuml;ck. Waren sie Teil einer Inszenierung der DDR-Staatssicherheit, von der die Akteure nichts ahnten? Seit bekannt ist, dass der Polizist, der Benno Ohnesorg erschoss, ein bezahlter Stasi-Agent war, steht die Studentenrevolte unter Generalverdacht. Die Protagonisten von einst sind schockiert. Peter Schneider, einer der Wortf&uuml;hrer der Studentendemonstrationen, im Interview mit ttt: &bdquo;Mich hat das umgehauen. Das ist eine echte Sensation. Wer das nicht zugibt, der versperrt sich.&ldquo;<br>\nT&auml;glich werden neue Details der Ereignisse von damals bekannt. So lie&szlig; die DDR den Trauerzug ohne Kontrollen die Staatsgrenze passieren. Vorausgegangen waren Kontakte der Studenten mit der Staatssicherheit. Nur eine Geste der Solidarit&auml;t? Der DDR-Propaganda passte der Tod von Benno Ohnesorg perfekt ins Konzept.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag_dyn~uid,9afs0co2ev6k556c~cm.asp\">ttt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Jetzt sollen sich die 68er auch noch bei Springer entschuldigen? Die Meinungsmache treibt seltsame Bl&uuml;ten. Willf&auml;hrige Zeitzeugen wie Peter Schneider gibt es offensichtlich wie Sand am Meer. Was hat ihn umgehauen? Das soll er doch bitte mal im Detail erkl&auml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4001#h01\">J&ouml;rg Asmussen: Privat mit der B&ouml;rse verbunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h02\">Debatte Bad-Bank-Gesetz: Erst Geld, dann Hohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h03\">Deutschlands Geldadel profitierte von horrenden Karstadt-Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h04\">Schuldenverbot: Unfug mit Verfassungsrang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h05\">Hit and run<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h06\">Andrea Nahles M&uuml;nteferings Kandidatur voreilig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h07\">Wahlparteitag: Die SPD klatscht sich aus der Ohnmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4001#h08\">&raquo;Es<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4001\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4001","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4001"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4001\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}