{"id":40017,"date":"2017-09-11T08:35:25","date_gmt":"2017-09-11T06:35:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017"},"modified":"2017-09-11T08:35:25","modified_gmt":"2017-09-11T06:35:25","slug":"hinweise-des-tages-2956","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h01\">Tausende protestieren gegen Drohnenangriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h02\">Ich bin kein russischer Spion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h03\">&bdquo;Schwerwiegend und absolut nicht hinnehmbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h04\">Wie weit soll diese AfD-Arschkriecherei noch gehen, Herr Lindner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h05\">Sahra Wagenknecht im Interview: &bdquo;Dieser Wahlkampf ist doch wirklich ein Trauerspiel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h06\">Wie weit geht Macron?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h07\">Sahra Wagenknecht: &bdquo;Wirtschaft ist daf&uuml;r da, dass gute Arbeitspl&auml;tze entstehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h08\">Uniklinik: Pfleger leiden &ndash; Patienten auch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h09\">CDU-Plan: Halbe Million regul&auml;r Besch&auml;ftigte sollen Minijobber werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h10\">Finanzinvestoren greifen nach deutscher Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h11\">Neue Maut-Panne belastet Dobrindt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h12\">Software zur Auswertung der Bundestagswahl unsicher und angreifbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h13\">&raquo;Jegliche kriegerische Handlung ist mir zuwider&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h14\">Hunderte t&uuml;rkische Amtstr&auml;ger beantragten Asyl in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h15\">Migrationsdebatte mit Ressentiments<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h16\">Die Angst vor der 23-Prozent-H&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h17\">Die Linkspartei verhindert Rot-Rot-Gr&uuml;n &ndash; &bdquo;Wagenknecht hetzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40017#h18\">Wenn Million&auml;re fragen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tausende protestieren gegen Drohnenangriffe<\/strong><br>\nFriedensaktivisten haben rund um die US Air Base Ramstein gegen die Rolle des US-Milit&auml;rflugplatzes beim Einsatz von Kriegsdrohnen protestiert. Laut Veranstalter bildeten etwa 5.000 Teilnehmer eine kilometerlange Menschenkette.<br>\nDie Polizei sprach dagegen am Samstagnachmittag von etwa 3.000 Teilnehmern. Die Air-Base-Gegner waren am Vormittag von einem Friedenscamp in Kottweiler-Schwanden nach Ramstein marschiert. Dort fanden am Haus des B&uuml;rgers und am Denkmal f&uuml;r die Opfer der Flugschau-Katastrophe Kundgebungen statt. Anschlie&szlig;end wurde am Nachmittag von beiden Orten aus jeweils eine Menschenkette zur Air Base gebildet. Die Aktion ist der H&ouml;hepunkt einer Protestwoche gegen die US-Milit&auml;rbasis Ramstein. (&hellip;)<br>\nDie Protestwoche f&uuml;r eine Schlie&szlig;ung der Air Base findet zum dritten Mal statt. In der Kampagne &ldquo;Stopp Air Base Ramstein&rdquo; engagieren sich Teilnehmer aus Friedensinitiativen, sozialen Bewegungen, der Wissenschaft sowie der Politik.<br>\nZuletzt hatte die bundesweite Kampagne die Atomkrieg-Drohungen von US-Pr&auml;sident Donald Trump gegen Nordkorea scharf kritisiert. Sie forderte die Bundesregierung auf, &ldquo;&ouml;ffentlich den USA jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Kriegsvorbereitung zu verweigern&rdquo;.<br>\nNach US-Angaben werden Relaisstationen in Ramstein f&uuml;r die Weiterleitung von Signalen f&uuml;r Drohnenangriffe in Asien und Afrika verwendet. Eine Sprecherin der Air Base betonte, dass von Ramstein aus keine Drohnen operieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rp\/hoehepunkt-der-aktionswoche-in-ramstein-tausende-protestieren-gegen-drohnenangriffe\/-\/id=1682\/did=20217810\/nid=1682\/j4bopd\/\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ich bin kein russischer Spion<\/strong><br>\nDer von Union und SPD verfasste Teil im Abschlussbericht des NSA-Untersuchungsausschusses lese sich wie eine &ldquo;&Uuml;bung im kreativen Schreiben&rdquo;, sagt Edward Snowden in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL. Statt aufzukl&auml;ren und die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes strenger zu regulieren, h&auml;tten die Deutschen einfach das Gesetz so gelockert, &ldquo;dass es nicht mehr gebrochen wird&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEs sei den Regierungsparteien darum gegangen, &ldquo;allzu besch&auml;mende Enth&uuml;llungen&rdquo; zu unterbinden, so Snowden. &ldquo;Versprechen ans Wei&szlig;e Haus haben f&uuml;r die Bundesregierung wohl Gesetzescharakter.&rdquo;<br>\nUm seine Aussage vor dem Ausschuss zu verhindern, h&auml;tten die Regierungsparteien behauptet, er sei nur gegen die Zusicherung von Asyl bereit zur Auskunft gewesen. &ldquo;Das ist eine L&uuml;ge&rdquo;, beteuert Snowden.<br>\nDer Whistleblower, der seit vier Jahren im Exil in Moskau lebt, wehrt sich in dem Interview gegen Verd&auml;chtigungen, er arbeite f&uuml;r die Geheimdienste seines Gastlandes. &ldquo;Nein, ich bin kein russischer Spion&rdquo;, sagt der 34-J&auml;hrige.<br>\nSo hatte zum Beispiel Hans-Georg Maa&szlig;en, der Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz, von einer hohen &ldquo;Plausibilit&auml;t&rdquo; dieser Annahme gesprochen. &ldquo;Er hatte ja nicht mal den Mumm zu behaupten, ich sei ein Spion&rdquo;, so Snowden &uuml;ber Maa&szlig;en. &ldquo;Ich hoffte, dass wir als offene Gesellschaften die Tage hinter uns gelassen haben, in denen Geheimagenten ihre Kritiker einfach denunzieren konnten.&rdquo;<br>\nIn dem Gespr&auml;ch bezweifelte Snowden auch, dass Russland allein f&uuml;r die Hackerangriffe auf die Demokratische Partei in den USA vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen verantwortlich war. Das FBI habe keine Beweise vorgelegt, obwohl er vermute, dass es sie gebe, sagt der Whistleblower.<br>\n&ldquo;Die NSA wei&szlig; wohl ziemlich genau, wer bei Clinton die Eindringlinge waren. Aber ich vermute, dass sie in den Systemen noch andere Angreifer entdeckt hat, da waren vielleicht sechs oder sieben Gruppen am Werk.&rdquo; Er glaube, dass eine &ldquo;ganz bestimmte Geschichte&rdquo; &uuml;ber Russland erz&auml;hlt werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/edward-snowden-ich-bin-kein-russischer-spion-a-1166721.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Schwerwiegend und absolut nicht hinnehmbar&ldquo;<\/strong><br>\nIm Interview mit der F.A.S. kritisiert die Kanzlerin den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan scharf und droht mit Konsequenzen. An die Deutschen &auml;u&szlig;ert sie einen Wunsch. [&hellip;]<br>\nDie Kanzlerin wies darauf hin, dass man aus der Geschichte lernen k&ouml;nne, dass man sich nicht einfach abfinden d&uuml;rfe mit Unrecht. &bdquo;Wenn ich jetzt zum Beispiel so h&ouml;re, die russische Annexion der Krim m&uuml;sse man einfach akzeptieren, dann &uuml;berlege ich: Was w&auml;re denn passiert, wenn man damals so mit uns in der DDR umgegangen w&auml;re, nach dem Motto, ist ja klar, dass Deutschland geteilt bleibt, daran wird sich nichts mehr &auml;ndern?&ldquo; Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hatte Anfang August in einem Interview ge&auml;u&szlig;ert, man m&uuml;sse die Annexion der Krim als &bdquo;dauerhaftes Provisorium&ldquo; akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/im-f-a-s-interview-kritisiert-merkel-erdogan-scharf-15191472.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Wegen Krim-Vergleich &ndash; Russischer Sicherheitspolitiker &uuml;bt Kritik an Merkel<\/strong><br>\nDas Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen F&ouml;derationsrat (Parlamentsoberhaus) Alexej Puschkow hat via Twitter die j&uuml;ngste Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;ber die Wiedervereinigung der Krim mit Russland heftig kritisiert.<br>\n&bdquo;Zu Merkels Kenntnis: Wenn man etwas mit der Wiedervereinigung Deutschlands vergleicht, muss damit gerade die Wiedervereinigung der Krim mit Russland nach einer k&uuml;nstlichen Trennung verglichen werden&ldquo;, sagte der Sicherheitspolitiker.<br>\n&#8203;Er betonte dabei, dass sich die Bundeskanzlerin nicht mit falschen Vergleichen besch&auml;ftigen sollte. Stattdessen sollte sie sich an die Rolle Moskaus beim Fall der Berliner Mauer erinnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170910317381631-krim-vergleich-russland-puschkow-kritik-merkel\/\">Sputnik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie weit soll diese AfD-Arschkriecherei noch gehen, Herr Lindner?<\/strong><br>\nDie FDP wird ja momentan, verst&auml;rkt kurz vor der Wahl, von den Medien in unertr&auml;glicher Weisen nach vorne gevotet. Ganz im Gegensatz zu anderen nicht im Parlament vertretenen Parteien l&auml;chelt Lindner smart und stoppelb&auml;rtig auf allen Kan&auml;len, so als wollte die Presse auch den letzten, der&rsquo;s noch nicht kapiert hat, darauf sto&szlig;en, dass sie denselben Kapitalinteressen dient, von der auch die &bdquo;Freidemokraten&ldquo; beseelt sind. Relativ neu ist, dass Linder in der Tradition des seligen J&uuml;rgen M&ouml;llemann nun auch rechts wildert und durch &bdquo;H&auml;rte&ldquo; gegen Fl&uuml;chtlinge sein br&auml;unlichgelbes Profil zu sch&auml;rfen sucht. Konstantin Wecker setzt eine Botschaft der Menschlichkeit dagegen: unteilbare Menschenrechte f&uuml;r alle.<br>\nLiebe Freunde,<br>\nnun hat sich Christian Lindner also auch in die unselige Linie der Gaulands und H&ouml;ckes &amp; Co. Eingereiht.<br>\nOder will er sie rechts &uuml;berholen?<br>\n&bdquo;Es gibt kein Menschenrecht, sich seinen Standort auf der Welt selbst auszusuchen&ldquo;, meinte der studierte Philosoph und Reserveoffizier und l&auml;sst sich daf&uuml;r von der BILD feiern.<br>\nHerr Lindner, h&auml;tten Sie das auch im Nazideutschland zu den Millionen Juden gesagt, die dem Terror entfliehen wollten?<br>\nSie haben Philosophie studiert? Dann haben Sie doch sicher Hannah Arendt gelesen?<br>\n&bdquo;(&hellip;) Es ist, als ob eine globale, durchg&auml;ngig verwebte zivilisatorische Welt Barbaren aus sich selbst heraus produzierte, indem sie in einem inneren Zersetzungsproze&szlig; ungez&auml;hlte Millionen von Menschen in Lebensumst&auml;nde st&ouml;&szlig;t, die essentiell die gleichen sind wie die wilder Volksst&auml;mme oder au&szlig;erhalb aller Zivilisation lebender Barbaren&ldquo;, schreibt sie in &bdquo;Elemente und Urspr&uuml;nge totaler Herrschaft&ldquo;.<br>\nDie FDP will ja den Fl&uuml;chtlingen den Weg zum Arbeitsmarkt und zur Ausbildung vereinfachen bzw. erm&ouml;glichen. Klingt ja erst mal nicht schlecht.<br>\nAber Sie sagten w&ouml;rtlich, Herr Lindner: &bdquo;Wenn man unsere Kriterien nicht erf&uuml;llt, muss man gehen.&ldquo; Man halte sich vor Augen, wer Ihrer Meinung nach nicht w&uuml;rdig ist in Deutschland zu leben: Die &Auml;rmsten der Armen:<br>\nMenschen, die nicht arbeitsf&auml;hig, also erwerbst&auml;tig sind (k&ouml;rperlich oder seelisch Kranke, Alte, Kinder), Menschen, die arbeitslos sind, Menschen, die von ihrem Einkommen ihre Familie nicht ern&auml;hren k&ouml;nnen und Menschen, die ein gewisses sprachliches Niveau &ndash; nur die deutsche Sprache betreffend! &ndash; nicht erreichen. (Da m&uuml;sste man etliche Deutsche sofort abschieben&hellip;)<br>\nWas sind denn bitte Menschenrechte f&uuml;r Sie? Nur die Rechte, die Menschen wie Sie gewillt sind, ihnen zu verleihen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/wie-weit-soll-diese-afd-arschkriecherei-noch-gehen-herr-lindner\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht im Interview &bdquo;Dieser Wahlkampf ist doch wirklich ein Trauerspiel&ldquo;<\/strong><br>\nSteht die Linke deshalb zurzeit in den Umfragen ganz gut da?<br>\nVielen W&auml;hlern ist klar, dass sie klassisch sozialdemokratische Positionen heute nur noch mit der Linken w&auml;hlen k&ouml;nnen. Wir wollen den Niedriglohnsektor eind&auml;mmen, die gesetzliche Rente st&auml;rken, eine Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r Superreiche. Als Schulz nominiert wurde, hatte ich gehofft, dass die SPD wieder sozialdemokratisch wird und zu ihrem Markenkern zur&uuml;ckkehrt. Dann g&auml;be es jetzt eine realistische Alternative zu Merkel. Die SPD hat sich anders entschieden. Jetzt geht es darum, dass es wenigstens eine starke Opposition gibt, die soziale Forderungen auf die Tagesordnung setzt. Und wenn wir sehr stark abschneiden, k&ouml;nnte das auch ein Weckruf an die SPD sein, der sie davon abh&auml;lt, nach ihrer Wahlniederlage mit fliegenden Fahnen in die n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition zu gehen.<br>\nAber nach einer linken Politik scheint es gar keine echte Nachfrage zu geben. Die Umfragen weisen fast 60 Prozent f&uuml;r die konservativen und rechten Parteien aus.<br>\nIch denke eher, die Wechselstimmung ist verflogen, weil die meisten Menschen die Hoffnung auf einen echten Wechsel aufgegeben haben. Ich habe heute fr&uuml;h mit einem Nachbarn aus unserem Dorf gesprochen. Er sagt, dass zum Beispiel bei dem TV-Duell das, was ihn interessiert, so gut wie keine Rolle spielte. Er ist Rentner. Er macht sich Sorgen um seine Tochter, die sich mit befristeten Jobs durchs Leben hangelt, und um seine Enkel und deren Zukunft. Unsichere Jobs, steigende Mieten, marode Schulen, das bewegt doch viele. Es gibt Umfragen, laut denen sich 60 bis 70 Prozent mehr soziale Gerechtigkeit w&uuml;nschen. Sie w&uuml;nschen sich eine Regierung, die sich nicht damit abfindet, dass Wenige riesige Verm&ouml;gen anh&auml;ufen und Viele jeden Euro immer &ouml;fter umdrehen m&uuml;ssen. Immerhin 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben nach den Zahlen des DIW heute weniger Einkommen als Ende der 90er. Da zu behaupten, alles l&auml;uft gro&szlig;artig, halte ich f&uuml;r Realit&auml;tsverweigerung.<br>\nNur warum ist Rot-Rot-Gr&uuml;n dann zehn Prozent von einer Mehrheit entfernt?<br>\nErstens haben die Menschen gemerkt, dass diese Mehrheit von der SPD nie genutzt wurde, weder 2005 noch 2013. Sie erleben, dass die Gr&uuml;nen sich mehr und mehr auf die Union zubewegen. Und woher soll eine Wechselstimmung kommen, wenn der Herausforderer der Kanzlerin gar nicht f&uuml;r eine andere Politik steht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/bundestagswahl2017\/sahra-wagenknecht-im-interview--dieser-wahlkampf-ist-doch-wirklich-ein-trauerspiel--28373708\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie weit geht Macron?<\/strong><br>\nDoch wird der in den Umfragen angeschlagene Macron auch die Energie f&uuml;r ein weiteres heikles Thema aufbringen &ndash; das Lohnabstandsgebot zwischen Sozialhilfe und staatlichem Mindestlohn? Ein solches Gebot existiert in Frankreich nicht, doch es r&uuml;ttelt an einer Grundsatzfrage der Sozialpolitik: Warum eine Arbeit annehmen, wenn das Geld quasi von allein hereinkommt? Das ist keine pauschale Verurteilung von Arbeitslosen, sondern die berechtigte Frage nach den Anreizen f&uuml;r den Antritt einer Besch&auml;ftigung, die sich in jedem Land stellt.<br>\nMacron ist sich der Problematik bewusst und will die Annahme einer Arbeit stimulieren. &bdquo;Das Arbeiten muss sich auszahlen&ldquo;, pl&auml;diert er. Seine Vorschl&auml;ge sind bisher nicht pr&auml;zise ausgearbeitet, doch so viel ist klar: Der Pr&auml;sident will mindestens einen der bestehenden staatlichen Lohnzusch&uuml;sse ausweiten und gleichzeitig die Niedrigverdiener auf Niveau des staatlichen Mindestlohns von Steuern und Sozialabgaben entlasten. So w&auml;chst nach seinen Pl&auml;nen der Abstand zu den verschiedenen Sozialhilfen, die nach Ablauf des Arbeitslosengeldes greifen, und das Arbeiten wird attraktiver. (&hellip;)<br>\nEinen &auml;hnlichen Weg haben indes schon fr&uuml;here Regierungen beschritten &ndash; mit begrenztem Erfolg. Frankreich diskutiert das Thema seit vielen Jahren. Schon im Jahr 2000 r&uuml;ttelte ein Bericht der &Ouml;konomen Guy Laroque und Bernard Salani&eacute; vom staatlichen Statistikamt Insee die Franzosen wach. 57 Prozent der Arbeitslosen in einer freiwilligen Stichprobe seien &bdquo;freiwillig&ldquo; arbeitslos, berichteten sie. Die hohe Zahl wurde wegen Mess- und Methodenproblemen rasch in Frage gestellt, doch die Debatte blieb.<br>\nDie Regierung von Fran&ccedil;ois Fillon unter Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy f&uuml;hrte im Jahr 2009 ein Aufstocker-Modell ein. Um den abrupten Wegfall der Sozialhilfe RMI zu verhindern, sollte ein Berufsanf&auml;nger 62 Prozent der staatlichen Unterst&uuml;tzung behalten d&uuml;rfen, damit sich das Arbeiten lohne. Die Reform war nicht v&ouml;llig erfolglos, doch sie blieb hinter den Erwartungen zur&uuml;ck. &bdquo;In Wirklichkeit behielt ein Empf&auml;nger nicht 62 Prozent, sondern nur 27 Prozent der staatlichen Unterst&uuml;tzung, denn an anderer Stelle entfiel oder sank die Hilfe, vor allem beim Wohngeld&ldquo;, berichtet Antoine Bozio, &Ouml;konom an der Paris School of Economics. Ein Beispiel: Heute verf&uuml;gt ein arbeitsloses Paar mit zwei Kindern unter 14 Jahren &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von 1523 Euro. Bei einem Berufst&auml;tigen auf Niveau des staatlichen Mindestlohns kommt die gleiche Familien auf ein verf&uuml;gbares Einkommen von 2211 Euro, wie die Sozialbeh&ouml;rden vorrechnen. (&hellip;)<br>\nDen Rat des Rechnungshofs einer Zusammenfassung der Hilfen will Macron in der Tendenz befolgen, wenn man seinen Ank&uuml;ndigungen im Wahlkampf glaubt. Die Kombination von Arbeitslohn und Staatshilfen soll dabei bleiben. &bdquo;Tendenziell kann dies nat&uuml;rlich die Arbeitgeber verleiten, die L&ouml;hne niedrig zu halten. Doch das gilt als das kleinere &Uuml;bel&ldquo;, berichtet der &Ouml;konom Emmanuel Jessua von der Pariser Beratungsgesellschaft Coe-Rexecode.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/reformstau-in-frankreich-wie-weit-geht-macron-15189795.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ungebeten und ungefragt gibt die FAZ wirtschaftspolitischen Expertenrat nach Frankreich, und nat&uuml;rlich, wenig &uuml;berraschend, kommen die Ideen alle aus der neoliberalen Mottenkiste: &ldquo;Reformstau&rdquo;, &ldquo;freiwillige Arbeitslosigkeit&rdquo; (der neoklassische Konsens schlechthin!), Senkung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe (und niemals bessere L&ouml;hne), um das &ldquo;Lohnabstandsgebot&rdquo; wieder herzustellen (?), Kombil&ouml;hne. &bdquo;Tendenziell kann dies nat&uuml;rlich die Arbeitgeber verleiten, die L&ouml;hne niedrig zu halten.&rdquo;, selbstverst&auml;ndlich w&uuml;rden Unternehmer nie auf solche unethischen Ideen kommen, wie es in Deutschland die Regel ist. Vielleicht sollte die FAZ anhand der eigenen Zahlen mal ihre Vorurteile hinterfragen: die vierk&ouml;pfige Familie mit arbeitslosen Eltern erh&auml;lt &ldquo;ein monatliches Nettoeinkommen von 1523 Euro&rdquo;. Unklar bleibt, inwieweit Wohngeld o. &auml;. gezahlt wird; wenn nicht, l&auml;ge der Satz deutlich unter Hartz IV in Deutschland (<a href=\"http:\/\/rtlnext.rtl.de\/cms\/hartz-iv-das-steht-ihnen-zu-116529.html\">ca. 1.200 Euro plus Kosten der Unterkunft<\/a>). Wo da das Lohnabstandsverbot verletzt sein soll (als Nettoeinkommen auf Mindestlohnniveau werden 2.211 Euro angegeben), verstehe ich nicht. Bei solch &uuml;ppigen Sozialleistungen kann man nat&uuml;rlich noch viel wegschneiden. Die unglaublich teuren Steuergeschenke an Unternehmen (20 Milliarden Euro im Jahr), eine Gr&ouml;&szlig;enordnung mehr als die m&ouml;glichen Einsparungen (?) bei den Aller&auml;rmsten, werden von der FAZ nat&uuml;rlich nicht in Frage gestellt. Agenda 2010 und Hartz IV auf franz&ouml;sisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Wirtschaft ist daf&uuml;r da, dass gute Arbeitspl&auml;tze entstehen&ldquo;<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht: &ldquo;Ist die Wirtschaft daf&uuml;r da, dass die Menschen gut leben oder dass eine kleine Schicht, die Aktien hat &ndash; das sind in Deutschland nicht einmal 10 Prozent &ndash; sehr reich wird? Ich finde, die Wirtschaft ist daf&uuml;r da, dass gute Arbeitspl&auml;tze entstehen, von denen auch Menschen ordentlich leben k&ouml;nnen. Und diese ganze Lohndr&uuml;ckerei, die wir hier erleben &ndash; vor allem bei gro&szlig;en Unternehmen, gar nicht so sehr bei kleinen, also bei kleinen ist es ja oft so, dass der Gr&uuml;nder arbeitet, dass er teilweise sich selber ausbeutet, aber bei gro&szlig;en Unternehmen, gerade die die meisten Spielr&auml;ume haben, werden auf brutale Weise die Rechte der Besch&auml;ftigten beschnitten, werden &Uuml;berstunden abverlangt. Und ich finde, das ist ein Modell, das wir &uuml;berwinden m&uuml;ssen.&rdquo; [Quelle: Bild. Das vollst&auml;ndige Interview k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fpolitik%2Finland%2Fsahra-wagenknecht%2Farm-ist-wer-seinen-kindern-kein-eis-kaufen-kann-53150826.bild.html&amp;h=ATN9g31HoVs-0EJd7WnPdqOyIrwciVC9EVBK9IKsgsS-wjpnSiUWGvSAC9mkQvF1DmrGuVd4HZTUAFrrX2Rj9LFbERybPA87a9e6DGxBxwReKSVsFseXjN0pgo-eJSfradLj-EVUdYvoJ-jg41pNYQu5-8L2ikQ9TY4Bf8Em49Mr-Yb73dUlAg-P3lx7AnKXVyORLnGNFU4Js7tVeL1Lu6I4DJZX8eJ1BxKVwFkirFOj_tttRIrBiItswzG_en5-J1QeOiP5OFP87YmG0Me5coTu3RIwFfsqhCNoqg\">ansehen und lesen<\/a>.]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/videos\/10155024906783434\/?hc_ref=ARSmktYzC6OGhucZy7bqG5qsboaP2A4DwEzQC2SmzoA4iyRp2clt6K9uYSUnzD27Sjc&amp;pnref=story\">Die Linke. im Bundestag via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Uniklinik: Pfleger leiden &ndash; Patienten auch?<\/strong><br>\nAussagen mit Sprengkraft. Und sie sind nicht neu: Bereits im Dezember hatte diese Zeitung &uuml;ber die Problematik berichtet. Die Gesch&auml;ftsleitung teilte seinerzeit mit, dass sie schon seit zwei Jahren im Dialog mit der Gewerkschaft Verdi zu Fragen der Arbeitsbedingungen in Kontakt stehe. 2015 habe es eine Mitarbeiterbefragung zu psychischen und physischen Belastungen gegeben. Nach der Auswertung habe man mit ersten Ver&auml;nderungsschritten begonnen.<br>\nDann wird der Patient eben nicht gewaschen<br>\nEin Pfleger<br>\nDoch davon scheinen die Mitarbeiter nichts zu merken. Im Gegenteil: &raquo;Es wird immer schlimmer&laquo;, sagt der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Rainer Burger. Als Beleg f&uuml;hrt er die gestiegene Zahl der &Uuml;berlastungsanzeigen an. &raquo;In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl fast verdoppelt. In diesem Jahr werden es wohl deutlich &uuml;ber 500 sein.&laquo; &Uuml;berlastungsanzeigen sind gesetzlich vorgeschriebene Formulare, in denen Mitarbeiter auf Probleme am Arbeitsplatz hinweisen k&ouml;nnen. Dieser Zeitung wurden 16 solcher B&ouml;gen anonym zugespielt. Allesamt stammen aus der Station IMC, Innere Medizin. Allesamt haben ein H&auml;kchen im Feld &raquo;Personalmangel&laquo; gesetzt. Alle Anzeigen haben den gleichen Tenor: &raquo;Ich kann meine Arbeit nicht ordnungsgem&auml;&szlig; machen und meine Patienten ad&auml;quat versorgen.&laquo;<br>\nWir glauben nicht mehr, dass sich dadurch etwas &auml;ndert<br>\nEin Pfleger<br>\nVermutlich w&auml;ren es noch viel mehr Anzeigen, wenn die Pflegekr&auml;fte nicht schon v&ouml;llig desillusioniert w&auml;ren. &raquo;Sie zeigen l&auml;ngst nicht mehr jeden Missstand an, sondern nur noch, wenn sie sich &uuml;ber l&auml;ngeren Zeitraum h&auml;ufen&laquo;, sagt Burger. M&uuml;ller nickt zustimmend. &raquo;Wir glauben nicht mehr daran, dass sich dadurch etwas bessert. Wir f&uuml;llen die B&ouml;gen nur noch aus, um uns juristisch abzusichern.&laquo; Denn andernfalls k&ouml;nnte das Personal bei einer durch eine &Uuml;berlastung herbeigef&uuml;hrte Sch&auml;digung des Patienten haftbar gemacht werden.<br>\nDer Pflegenotstand ist kein exklusives Problem der Gie&szlig;ener Uniklinik. In vielen Krankenh&auml;usern des Landes klagen Mitarbeiter &uuml;ber Personalmangel, zu gro&szlig;e Belastungen und zu wenig Zeit, um sich um die Patienten zu k&uuml;mmern. Im europaweiten Vergleich des Patienten\/Pfleger-Verh&auml;ltnisses ist Deutschland laut Burger sogar Schlusslicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.giessener-allgemeine.de\/regional\/stadtgiessen\/art71,311551#HP-Slider1\">Gie&szlig;ener Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.W.:<\/strong> Pflegenotstand, Personalmangel, ein von &lsquo;gr&uuml;n-rot-schwarz-gelb&rsquo; politisch durch und durch kommerzialisiertes (DRG) Gesundheitssystem, unter dem fr&uuml;her oder sp&auml;ter die Allermeisten leiden. Das sind Probleme die politisch mit an erster Stelle angesprochen und gel&ouml;st werden m&uuml;&szlig;en!<\/em><br>\n<em>In den leitenden Quatschmedien-Talk-Runden stattdessen ein weiter so,&rdquo;uns&rdquo; geht&rsquo;s ja so gut. Und Trump, Erdogan, Russland, Venezuela, der Islam, die &lsquo;notwendigen&rsquo; R&uuml;stungsausgaben,&hellip; sind ja auch so viel wichtiger als eine gute Gesundheitsversorgung der Bev&ouml;lkerung. Das wiegt schwerer als Fakenews oder herbeigeredete Cyberattaken, dient aber wohl dem Macherhalt der Herrschenden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CDU-Plan: Halbe Million regul&auml;r Besch&auml;ftigte sollen Minijobber werden<\/strong><br>\nUnion ebnet Weg zur Minijob-Republik<br>\nIm Regierungsprogramm von CDU\/CSU wirken die Pl&auml;ne der Union f&uuml;r die Zukunft der Minijobs fast wie ein Versprechen f&uuml;r steigende L&ouml;hne: &ldquo;Wir realisieren den mitwachsenden Minijob.&rdquo; Statt 450 Euro sollen k&uuml;nftig bis zu 550 Euro m&ouml;glich sein. Doch f&uuml;r die Betroffenen ist das keine gute Nachricht &ndash; im Gegenteil.<br>\nDenn die Pl&auml;ne von CDU\/CSU bedeuten: Die Minijob-Grenze wird von 450 auf ca. 550 Euro angehoben. Und das bedeutet: Wer bisher zwischen 451 und 550 Euro verdient ist heute kein Minjobber, sondern regul&auml;r Besch&auml;ftigter mit voller Sozialversicherung. Nach den Pl&auml;nen der Union w&uuml;rden diese Menschen aber zu Minijobbern &ndash; ohne vollen Schutz der Sozialversicherungen.<br>\nMehr als 500.000 Menschen w&auml;ren betroffen<br>\nEine Auswertung des DGB hat gezeigt: Derzeit arbeiten 507.091 Menschen f&uuml;r 451 bis 550 Euro im Monat. Diese Menschen w&uuml;rden nach den CDU\/CSU-Pl&auml;nen von regul&auml;r Besch&auml;ftigten zu Minijobbern.<br>\nF&uuml;r den DGB ist klar: Das Zwei-Klassen-Besch&auml;ftigungssystem mit den heutigen Minijobs ist ungerecht. Es muss reformiert und nicht noch weiter ausgeweitet werden. Dazu hat der DGB ein Reformkonzept vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++79fbd5e8-9471-11e7-9609-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette Analyse des DGB zu den Minijob-Pl&auml;nen von CDU\/CSU k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++200632a0-9475-11e7-b4d4-525400e5a74a\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzinvestoren greifen nach deutscher Autobahn<\/strong><br>\nDass die Bundesregierung immer mehr Autobahnen privat finanzieren lassen will &ndash; Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lie&szlig; daran in den vergangenen Jahren keine Zweifel. Dobrindts Lieblings-Rezept f&uuml;r die Sanierung der maroden Infrastruktur hei&szlig;t &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften, kurz &Ouml;PP. Private Firmen bauen, und betreiben neue Autobahnen. Im Gegenzug erhalten sie vom Staat &uuml;ber Jahre festgelegte Verg&uuml;tungen.<br>\nEs sollte eigentlich ein Modell zum Nutzen aller sein: Autofahrer bekommen ausgebaute Fernstra&szlig;en, der Staat vermeidet hohe Ausgaben und Unternehmen bekommen stabile Renditen. Doch die drohende Pleite des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Autobahnbetreibers A 1 Mobil macht seit einigen Wochen deutlich, dass ganz offensichtlich nicht alle davon profitieren, wenn die &ouml;ffentliche Hand Kernaufgaben an Private &uuml;bertr&auml;gt. Auch f&uuml;r die Bundesregierung selbst kann die Sache noch teuer werden, denn die Betreiber fordern wegen ausgebliebener Einnahmen inzwischen vor Gericht stattliche 778 Millionen Euro vom Bund. Und sie k&ouml;nnten dabei &auml;u&szlig;erst professionelle Unterst&uuml;tzung bekommen.<br>\nNach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung wollen sich Hedgefonds im gro&szlig;en Stil in den Streit einschalten. Nach Angaben aus Finanzkreisen haben bereits 20 bis 30 Finanzinvestoren ihr Interesse daran angemeldet, Forderungen der Gl&auml;ubigerbanken zu &uuml;bernehmen &ndash; und damit auch die offene Rechnung vom Staat einzutreiben. So sollen etwa der US-Investor Aurelius Capital Management und Davidson Kempner Engagements erw&auml;gen. Die Unternehmen &auml;u&szlig;erten sich bis Redaktionsschluss nicht zu den Angaben. Auch das Bundesverkehrsministerium wollte auf Fragen zu &ldquo;Fremdkapitalgebern&rdquo; nicht antworten.<br>\nSteigen Finanzinvestoren ein, drohen der Regierung bei dem millionenschweren Rechtsstreit in Zukunft &auml;u&szlig;erst unangenehmen Gegner. Aurelius und Davidson Kempner etwa hatten in den vergangenen Jahren in einem spektakul&auml;ren Rechtsstreit um die R&uuml;ckzahlung von Staatsschulden mit der Regierung von Argentinien Milliardenzahlungen ausgefochten und das Land zu einem rigiden Sparkurs gezwungen. Argentiniens Pr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner bezeichnete Fondsmanager jahrelang als &ldquo;Aasgeier&rdquo;, &ldquo;Blutsauger&rdquo; und &ldquo;Finanzterroristen&rdquo;. Die einst wegen des hohen Tempos beim Ausbau als Prestigeprojekt gefeierte A 1-Gesellschaft k&ouml;nnte damit auch zum Musterfall daf&uuml;r werden, wie &ouml;ffentliche Infrastruktur zum Spielball aggressiver Finanzinvestoren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/autobahn-finanzinvestoren-greifen-nach-deutscher-autobahn-1.3658328\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bravo, hier manifestiert sich ein weiterer Irrsinn der Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur, man liefert sich letztendlich den Spekulanten und der Finanzindustrie aus. Den politisch Verantwortlichen kann es egal sein, die Zeche zahlen wie immer die B&uuml;rger. Leider muss man auch hier wieder auf die SPD zur&uuml;ckkommen. Diese hat im Bundestag der Grundgesetz&auml;nderung bez&uuml;glich der &Uuml;berf&uuml;hrung der Autobahnen in eine bundeseigene Betreibergesellschaft auf privatrechtlicher Basis zugestimmt. Beim Thema Privatisierung ist die SPD ganz vorne mit dabei, wie etwa die sogenannte, von Sigmar Gabriel (SPD) eingesetzte, &ldquo;Expertenkommission zur St&auml;rkung von Investitionen in Deutschland&rdquo; zeigt, die Vorschl&auml;ge erarbeiten sollte, wie verst&auml;rkt private Investoren zur Finanzierung kommunale Infrastruktureinrichtungen gewonnen werden k&ouml;nnen. Damit wird deutlich, die SPD ist keine politische Alternative und ist das die soziale Gerechtigkeit, die Herr Schulz meint, wenn das Steuergeld der B&uuml;rger an Finanzspekulanten verschleudert wird? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider haben die SPD und Bundesl&auml;nder mit Beteiligung der Linkspartei, so z.B. auch Th&uuml;ringens linker Ministerpr&auml;sident der Privatisierung der Autobahnen zugestimmt. Haben sie alle wirklich nichts von der drohenden Pleite des hiesigen Autobahnbetreibers und den daraus eventuell folgenden Konsequenzen gewu&szlig;t?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Maut-Panne belastet Dobrindt<\/strong><br>\nDem Steuerzahler entgehen viele Millionen Euro, weil der Bund privaten Autobahnbetreibern zu hohe Einnahmen &uuml;berweist. Es k&ouml;nnte schwierig werden, das Geld zur&uuml;ckzufordern.<br>\nEine millionenschwere Abrechnungspanne beim Eintreiben der Maut kommt Deutschlands Steuerzahler teuer zu stehen. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung flie&szlig;en privaten Autobahnbetreibern seit fast zwei Jahren zu hohe Einnahmen aus der Lkw-Maut zu. Dem Bundeshaushalt sind den Angaben aus Regierungskreisen zufolge bereits Mittel in zweistelliger Millionenh&ouml;he entgangen, weil das Abrechnungssystem nicht zwischen kleinen 7,5-Tonnen- und gro&szlig;en Zw&ouml;lf-Tonnen-Lkw unterscheiden kann.<br>\nDas Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt (CSU) best&auml;tigte Probleme. Verg&uuml;tungen w&uuml;rden nur unter Vorbehalt gezahlt, teilte ein Sprecher Dobrindts mit. Betroffen sind die meisten der gro&szlig;en, bislang f&uuml;r den Verkehr freigegebenen &ouml;ffentlich-privaten Autobahnprojekte. Mehrere Betreiber lehnen R&uuml;ckforderungen aus Berlin jedoch ab. Der Bund trage die Verantwortung f&uuml;r die korrekte Abrechnung, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lkw-maut-neue-maut-panne-belastet-dobrindt-1.3660054\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Software zur Auswertung der Bundestagswahl unsicher und angreifbar<\/strong><br>\nDer Chaos Computer Club ver&ouml;ffentlicht in einer Analyse gravierende Schwachstellen einer bei der Bundestagswahl verwendeten Auswertungssoftware. Im Bericht wird eine Vielfalt erheblicher M&auml;ngel und Schwachstellen aufgezeigt. Praktisch anwendbare Angriffstools werden im Sourcecode ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nDas Ergebnis der Sicherheitsanalyse ist ein Totalschaden f&uuml;r das Software-Produkt. Der CCC ver&ouml;ffentlicht die Ergebnisse in einem mehr als zwanzig Seiten umfassenden Bericht. [0] Die technischen Details und die zum Ausnutzen der Schw&auml;chen verfasste Software k&ouml;nnen in einem Repository eingesehen und zeitsouver&auml;n nachgespielt werden. [1]<br>\n&bdquo;Elementare Grunds&auml;tze der IT-Sicherheit werden in dieser Software nicht beachtet. Die Menge an Angriffsm&ouml;glichkeiten und die Schwere der Schwachstellen &uuml;bertraf unsere schlimmsten Bef&uuml;rchtungen&ldquo;, sagte Linus Neumann, an der Analyse beteiligter Sprecher des CCC.<br>\nEin niederschmetterndes Ergebnis der Analyse ist, dass es gar kein vielbeschworenes staatlich finanziertes Hacker-Team braucht, um den vollst&auml;ndigen Auswertungsvorgang zu &uuml;bernehmen. Der fehlerhafte Update-Mechanismus von &bdquo;PC-Wahl&ldquo; erm&ouml;glicht eine one-click-Kompromittierung, die gepaart mit der mangelhaften Absicherung des Update-Servers eine komplette &Uuml;bernahme erleichtert. Aufgrund der &uuml;berraschend trivialen Natur der Angriffe muss zudem davon ausgegangen werden, dass die Schwachstellen nicht allein dem CCC bekannt waren.<br>\n&bdquo;Eine ganze Kette aus eklatanten Schwachstellen vom Update-Server des Herstellers, &uuml;ber die Software selbst bis hin zu den exportierten Wahlergebnissen, erm&ouml;glicht uns die Demonstration von gleich drei praktisch relevanten Angriffsszenarien&ldquo;, so Neumann weiter.<br>\nDie Software kann bereits zur Erfassung der Ausz&auml;hlungsergebnisse in Wahllokalen und zu deren &Uuml;bertragung an die jeweiligen Gemeinden verwendet werden. Auf Ebene der Kreiswahlleiter wird dieselbe Software verwendet, um die Ergebnisse zusammenzurechnen und dann wiederum an den Landeswahlleiter zu &uuml;bermitteln. Auch dort kommt in einigen Bundesl&auml;ndern erneut &bdquo;PC-Wahl&ldquo; zum Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2017\/pc-wahl\">Chaos Computer Club<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Aussage sagt eigentlich alles &uuml;ber den Zustand von Merkels &bdquo;Neuland&ldquo; aus: &bdquo;Elementare Grunds&auml;tze der IT-Sicherheit werden in dieser Software nicht beachtet. Die Menge an Angriffsm&ouml;glichkeiten und die Schwere der Schwachstellen &uuml;bertraf unsere schlimmsten Bef&uuml;rchtungen&ldquo;. Konsequenzen f&uuml;r politisch verantwortliche Entscheidungstr&auml;ger? Offenbar keine! Zur Not werden wohl die Russen die Bundestagswahl gehackt haben, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Jegliche kriegerische Handlung ist mir zuwider&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Helga Picht. Zum 69. Jahrestag der Gr&uuml;ndung der Demokratischen Volksrepublik Korea am 9. September<br>\nWas bewog Sie, sich ausgerechnet intensiv mit Korea zu befassen und sogar Koreanistik zu studieren?<br>\nAls jemand, der 1934 geboren wurde, geh&ouml;re ich zu der schwindenden Generation, die den deutschen Faschismus und den von ihm angezettelten Zweiten Weltkrieg mit all seinen blutigen Verm&auml;chtnissen unmittelbar erlebt hat. In einer Arbeiterfamilie geboren, verbrachte ich meine fr&uuml;he Kindheit &ndash; allerdings fast ohne Vater, der als Autoschlosser schon 1938 &raquo;eingezogen&laquo; worden war &ndash; in der Waldgastst&auml;tte &raquo;Monplaisir&laquo; in Schwedt an der Oder. Als meine Mutter 1942 zur Arbeit in einer Uniformschneiderei &raquo;dienstverpflichtet&laquo; wurde, zog ich in die kleine Hinterhofwohnung meiner Gro&szlig;eltern. Sie habe ich in guter Erinnerung als Menschen, die nur von dem Verbrecher Hitler sprachen. Vor allem meiner Gro&szlig;mutter bin ich zu tiefstem Dank verpflichtet, weil sie mich fr&uuml;h lehrte, Menschen respektvoll zu begegnen und sie selbst tats&auml;chlich christliche N&auml;chstenliebe praktizierte.<br>\nDie Erfahrungen, die ich als Elfj&auml;hrige auf der Flucht aus meiner Heimatstadt bis ins weiter westlich gelegene Prenzlau machen musste, und die R&uuml;ckkehr in das zu 80 Prozent zerst&ouml;rte Schwedt lie&szlig;en mich die damals in ganz Deutschland vorherrschende &Uuml;berzeugung &raquo;Nie wieder Krieg!&laquo; vollumf&auml;nglich nachvollziehen. Der n&auml;chste gro&szlig;e Krieg, den meine Generation erleben musste, war der Koreakrieg, der zwischen 1950 und 1953 die ganze Welt ersch&uuml;tterte, und selbst laut US-amerikanischen Angaben vier Millio&shy;nen Menschen das Leben kostete, da&shy;runter zwei Millionen Koreaner &ndash; zum gr&ouml;&szlig;ten Teil Zivilisten. Der amerikanische Ostasienhistoriker Bruce Cumings kommt am Ende seines Buches &raquo;Korea&rsquo;s Place in the Sun&laquo; zu dem Schluss: &raquo;Der kalte Krieg war nirgends so eisig wie hier (&hellip;) und er ist noch nicht zu Ende.&laquo;<br>\nBis 1952 in der Einheitsschule und der Freien Deutschen Jugend (FDJ) antifaschistisch erzogen, wuchs mein Interesse an Geschichte und fremden Sprachen. Deshalb bewarb ich mich nach dem Abitur 1952 f&uuml;r das Studium der Sinologie an der Humboldt-Universit&auml;t Berlin. Die Aufnahme war an das Studium einer zweiten ostasiatischen Sprache gekn&uuml;pft. So entschieden sich einige von uns &ndash; nicht zuletzt unter dem Einfluss weltweiter Solidarit&auml;t mit dem um seine Existenz k&auml;mpfenden Nordkorea &ndash; f&uuml;r die koreanische.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317927.jegliche-kriegerische-handlung-ist-mir-zuwider.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hunderte t&uuml;rkische Amtstr&auml;ger beantragten Asyl in Deutschland<\/strong><br>\nSeit dem gescheiterten Putschversuch in der T&uuml;rkei haben bislang Hunderte Amtstr&auml;ger aus der T&uuml;rkei einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Das berichtet Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re.<br>\nDie t&uuml;rkische Regierung entlie&szlig; nach dem gescheiterten Putschversuch vom Juni 2016 Zehntausende Beamte, viele wurden verhaftet. Hunderte Amtstr&auml;ger stellten nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re seitdem einen Asylantrag in Deutschland.<br>\nDarunter seien 250 Personen mit t&uuml;rkischem Diplomatenpass und 365 sogenannte Dienstpassinhaber, sagte der CDU-Politiker der &ldquo;Rhein-Zeitung&rdquo;. Er berufe sich dabei auf Zahlen, die bis Ende August 2017 vorlagen. Darin seien auch die Familienangeh&ouml;rigen von Diplomaten und Dienstpassinhabern enthalten.<br>\nF&uuml;r de Maizi&egrave;re ist dies &ldquo;eine beachtliche, aber auch nicht extrem hohe Zahl&rdquo;. Das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge behandele jeden dieser F&auml;lle &ldquo;wie alle anderen auch, nach Recht und Gesetz&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/hunderte-tuerkische-amtstraeger-beantragten-asyl-in-deutschland-a-1167024.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist eigentlich ein Unding, dass mehrere Hundert Amtstr&auml;ger eines Landes, mit dem man zusammen in der NATO die &bdquo;demokratischen Werte&ldquo; verteidigen will, hierzulande &ndash; sicherlich vollkommen korrekt &ndash; als politisch Verfolgte gelten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Migrationsdebatte mit Ressentiments<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik dreht sich im deutschen Wahlkampf vor allem um schnellere Abschiebungen und abgeriegelte Grenzen. Am Freitag hat sich nun Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Zusammenschluss von Migrationsforschern zu Wort gemeldet: Er fordert eine moderne Zuwanderungspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/flucht-zuwanderung\/einwanderung-migrationsdebatte-mit-ressentiments-a-1347626\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Absenkung der Leistungen und weniger Rechtsschutz f&uuml;r Asylbewerber? Der Bundesinnenminister schielt politisch nach rechts &ndash; und &ldquo;&uuml;bersieht&rdquo; das Bundesverfassungsgericht?<\/strong><br>\nMit dem Hinweis darauf, dass wir in zwei Wochen die Bundestagswahl haben und nunmehr in die &ldquo;hei&szlig;e&rdquo; Phase des Wahlkampfs eingetreten sind, in dem noch mal &uuml;berall versucht wird, potenzielle W&auml;hlerstimmen anzugraben, k&ouml;nnte man sich bei der folgenden Meldung zur&uuml;cklehnen und diese zu ignorieren versuchen: De Maizi&egrave;re will Leistungen f&uuml;r Asylbewerber k&uuml;rzen. &raquo;Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re fordert eine europaweite Angleichung bei Fl&uuml;chtlingen. Die deutschen Leistungen seien &ldquo;im EU-Vergleich ziemlich hoch&rdquo;&laquo;, wird da berichtet. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) will eine Angleichung der Leistungen f&uuml;r Asylbewerber in Europa. In Deutschland seien diese Leistungen &ldquo;im EU-Vergleich ziemlich hoch&rdquo;, wird der Minister mit Bezug auf diesen Artikel zitiert: De Maizi&egrave;re f&uuml;r niedrigere Asylbewerberleistungen. &ldquo;Das ist Teil des Sogeffekts nach Deutschland.&rdquo; Der Innenminister &raquo;r&auml;umte ein, dass auch die Lebenshaltungskosten in Deutschland h&ouml;her seien als in anderen EU-L&auml;ndern wie beispielsweise in Rum&auml;nien. Im Rahmen einer EU-weiten Angleichung der staatlichen Leistungen f&uuml;r Asylbewerber halte er &ldquo;entsprechende Kaufkraftzuschl&auml;ge f&uuml;r einzelne Staaten&rdquo; f&uuml;r denkbar.&laquo; Aber eben weniger als die heute bekommen. Und noch eine zweite Schneise wird von ihm geschlagen: Er fordert &raquo; eine EU-weite Angleichung der Asylverfahren und einen einheitlichen Rechtsschutz.&laquo; Die Richtung, die hier eingeschlagen werden soll, ist klar: De Maizi&egrave;re beklagte, dass in Deutschland besonders viele abgelehnte Asylbewerber gegen die Entscheidung Klage vor Gericht einlegten. &ldquo;Bei uns k&ouml;nnen abgelehnte Asylbewerber &uuml;ber diverse rechtliche Klagewege ihre Abschiebung hinausz&ouml;gern, deutlich mehr als anderswo.&rdquo;<br>\nNun k&ouml;nnte man sich der Einsch&auml;tzung unterwerfen, dass das alles ein mehr als durchsichtiges Wahlkampfman&ouml;ver sei, mit dem der Bundesinnenminister potenzielle W&auml;hler aus der AfD-Ecke k&ouml;dern will nach dem Motto: Seht ihr, auch die Union wird die Daumenschrauben gegen&uuml;ber den Asylbewerbern anziehen, ihr m&uuml;sst nicht die AfD w&auml;hlen.<br>\nMan k&ouml;nnte sich aber auch aufregen und die Frage aufwerfen, was sich ein Bundesinnenminister, der ja der Verfassung und der Verfassungsrechtsprechung verpflichtet ist, erlaubt. Hat er nicht die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu befolgen? Oder hat er die in diesem Fall vielleicht &ldquo;&uuml;bersehen&rdquo;, was allerdings erhebliche Zweifel an seiner Kompetenz aufwerfen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/09\/forderung-nach-absenkung-der-leistungen-fuer-asylbewerber.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Angst vor der 23-Prozent-H&uuml;rde<\/strong><br>\n21 Prozent. Die SPD um Kanzlerkandidat Martin Schulz ist im aktuellen DeutschlandTrend von miesen 23 Prozent auf noch miesere 21 Prozent abgerutscht. Das TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel hat also nicht die erhoffte Trendwende gebracht &ndash; im Gegenteil. Der Abw&auml;rtstrend h&auml;lt unvermindert an. Zwei Wochen vor der Wahl rennt der Schulz-SPD die Zeit davon.<br>\nH&ouml;chste Zeit also, sich Gedanken zu machen &uuml;ber das Danach. Wie weiter am 25. September? Den Zahlen des DeutschlandTrends zufolge ist die SPD noch stark genug als geschw&auml;chter Juniorpartner an der Seite der Merkel-Union. Aber ist das klug?<br>\nAls Frank-Walter Steinmeier 2009 versuchte, aus der Gro&szlig;en Koalition heraus, Merkel abzul&ouml;sen, holte er das schlechteste Ergebnis in der SPD-Geschichte &ndash; 23 Prozent. Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck erreichte 2013 mit 25,7 Prozent immerhin einen Achtungserfolg, als er die SPD aus der Opposition heraus in den Bundestagswahlkampf f&uuml;hrte, um Schwarz-Gelb abzul&ouml;sen. (&hellip;)<br>\nSchwarz-Rot ist zwar nicht sonderlich beliebt, aber laut Umfragen weniger unbeliebt als andere Konstellationen. Merkel w&auml;re einer Neuauflage wohl nicht abgeneigt, in ihrer Partei h&auml;lt sich die Begeisterung allerdings in Grenzen. Bei der SPD sieht man eine neue Gro&szlig;e Koalition noch kritischer. Die Partei hat im aktuellen Regierungsb&uuml;ndnis zwar etwa in der Rentenpolitik einiges erreicht. In den Umfragen zahlt sich das aber nicht aus. Und insbesondere der linke SPD-Fl&uuml;gel hat arge Bauchschmerzen mit der Rolle des ewigen Juniorpartners unter Merkel.<br>\nWeitere m&ouml;gliche Folge einer erneuten GroKo: Die AfD k&ouml;nnte die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei werden. Der ARD-DeutschlandTrend sieht sie derzeit bei elf Prozent. Damit w&auml;re die AfD drittst&auml;rkste Kraft, noch vor Linkspartei, FDP und Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/btw17\/spd-tief-koalitionsoptionen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass die SPD ihren derzeitigen Kurs endg&uuml;ltig als Irrtum erkennt und wirklich aufgibt. Bitte lesen Sie dazu erneut Albrecht M&uuml;llers Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39547\">In sieben Wochen wird Bilanz gezogen. Dann ist Schluss mit Martin Schulz und der gesamten SPD-F&uuml;hrung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Linkspartei verhindert Rot-Rot-Gr&uuml;n &ndash; &bdquo;Wagenknecht hetzt&ldquo;<\/strong><br>\nWenige Wochen vor der Bundestagswahl teilt Arbeitsministerin Nahles aus. Sie wirft der Linkspartei vor, eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition unm&ouml;glich zu machen und wettert gegen den &ldquo;Talkshow-Sozialismus&rdquo; von Sarah Wagenknecht.<br>\nBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wirft der Linkspartei vor, Rot-Rot-Gr&uuml;n unm&ouml;glich zu machen. Im Interview mit der WirtschaftsWoche sagte Nahles: &bdquo;Uns ist es nicht gelungen, das Linksb&uuml;ndnis zu einem Projekt zu machen. Das liegt nicht an der SPD. Es ist Die Linke, vor allem Sahra Wagenknecht, die gegen die SPD hetzt, wo sie nur kann. Man hat den Eindruck, Hauptfeind der Linken ist nicht der Kapitalismus, sondern die Sozialdemokratie.&ldquo;<br>\nSolange die Linkspartei von dieser Haltung nicht abr&uuml;cke, sei das Dreierb&uuml;ndnis keine Option: &bdquo;Ich ertrage diesen Talkshow-Sozialismus von Frau Wagenknecht nicht, der immer das Maximale fordert und nie das Machbare in die Tat umsetzen will&ldquo;, sagte Nahles der WirtschaftsWoche. &bdquo;Die Linke muss sich bewegen &ndash; in Richtung Wirklichkeit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/app.wiwo.de\/politik\/deutschland\/andrea-nahles-die-linkspartei-verhindert-rot-rot-gruen-wagenknecht-hetzt\/20295984.html%20\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bericht aus Berlin &uuml;ber Frau Nahles und ein Linksb&uuml;ndnis<\/strong><br>\n&ldquo;Uns ist es nicht gelungen, das Linksb&uuml;ndnis zu einem Projekt zu machen&rdquo;, gibt Andrea Nahles (SPD) zu Protokoll. Welche Konsequenzen hat das f&uuml;r die Linkspartei? Antworten morgen im &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo;, 18.30 Uhr im Ersten<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/berichtausberlin\/photos\/a.336327036386326.86572.296432197042477\/1699752970043719\/?type=3&amp;theater\">Bericht aus Berlin via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Konnte sich Frau Nahles &uuml;berhaupt jemals ein B&uuml;ndnis mit der Linkspartei in einer gemeinsamen Regierungskoalition vorstellen? Warum ist das Linksb&uuml;ndnis eigentlich nicht zu einem Projekt geworden? K&ouml;nnte es auch daran liegen, dass diese SPD-Spitze einen inhaltlich falschen Kurs f&auml;hrt? H&auml;tte der Kurs, der seit Gerhard Schr&ouml;der &bdquo;gefahren&ldquo; wird, nicht korrigiert werden m&uuml;ssen? Dann w&auml;re sehr wahrscheinlich insbesondere das Aufzeigen von Alternativen zur Unionskanzlerin Merkel, aber auch zu anderen konservativen und neoliberalen Kr&auml;ften hierzulande viel leichter gefallen &ndash; beispielsweise in der Arbeits- und Rentenpolitik sowie beim Thema Gesundheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wenn Million&auml;re fragen<\/strong><br>\nDas Stichwort &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; fiel erst nach einer Stunde. Da waren zwei Drittel des Kanzlerduells schon vorbei. Kein Wunder<br>\nDas Stichwort &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; fiel erst um 21:13 Uhr. Da waren zwei Drittel des Kanzlerduells schon vorbei. Sandra Maischberger wandte sich Martin Schulz zu: &bdquo;Deutschland boomt&ldquo;, sagte sie, &bdquo;es gibt ein Wirtschaftswachstum, das sich gewaschen hat &hellip;, und doch sagen Sie, es geht ein tiefer Riss durch unsere Gesellschaft. Leben Sie vielleicht in einem anderen Land, mit anderen Nachbarn?&ldquo;<br>\nW&auml;re Martin Schulz schlagfertig gewesen, h&auml;tte er diese unversch&auml;mte Frage sofort auf die vier Moderatoren zur&uuml;ckschnellen lassen: Ob nicht sie es seien, die hier in einer sozialen Filterblase lebten, in einem Wohlstands-M&auml;rchenland mit schicken Villen und G&auml;rten und bestens beleumundeten Nachbarn? Denn es fragten ja keine normalen Journalisten, sondern saturierte Million&auml;re, die mit Armen, Arbeitslosen, prek&auml;r Besch&auml;ftigten, Alleinerziehenden oder Fl&uuml;chtlingen kaum in Ber&uuml;hrung kommen d&uuml;rften. Sie profitierten als gut ausgebildete Kinder der 1960er Jahre vom Aufstieg eines Landes, in dem sie &ndash; gleich der Kanzlerin &ndash; &bdquo;gut und gerne leben&ldquo;. (&hellip;)<br>\nAlle vier sind erfolgreiche Unternehmer in eigener Sache. Das ist auch gar nicht zu kritisieren. Bei ihren Vorg&auml;ngern Stefan Raab und Anne Will war es 2013 nicht anders. Aber fragen wird man schon d&uuml;rfen, ob es thematisch nicht zu extremen Verzerrungen kommt, wenn sich die Fragesteller biographisch kaum unterscheiden, wenn sie alle den gleichen sozialen Status und das gleiche Alter aufweisen und mehr verdienen als Kanzlerin und Herausforderer zusammen.<br>\nDass die vier Million&auml;rsfrager wenig Interesse zeigten, ein &bdquo;Randthema&ldquo; wie soziale Gerechtigkeit zu vertiefen, versteht sich von selbst. Es dauerte nur wenige Minuten, dann wechselten sie zu Diesel und Maut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/wenn-millionaere-fragen-2\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag bringt auf den Punkt woran die Berichterstattung der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; krankt, die journalistische Elite betrachtet die Verh&auml;ltnisse in Deutschland aus der Perspektive der oberen Mittelschicht und der Oberschicht. So kann diese &uuml;berhaupt nicht verstehen wie jemand soziale Polarisierung und zunehmende Armut beklagt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40017","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40017"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40020,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40017\/revisions\/40020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}