{"id":40036,"date":"2017-09-12T08:15:32","date_gmt":"2017-09-12T06:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036"},"modified":"2017-09-12T08:15:32","modified_gmt":"2017-09-12T06:15:32","slug":"hinweise-des-tages-2957","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h01\">Die AfD ist keine islamkritische Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h02\">Macron &ndash; Der bessere Sch&auml;uble<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h03\">EU rechnet mit Trumps Wirtschaftspolitik ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h04\">Angela Merkel will &uuml;ber Altersarmut nicht mal reden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h05\">Gastgewerbe: Viel Arbeit f&uuml;r wenig Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h06\">Mini-Jobwunder: Unser blaues Wunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h07\">Prima Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h08\">Die Ignoranz der Autobosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h09\">Vom Frontstaat zur Transitzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h10\">Trotz Krise &ndash; Waffenexporte in Millionenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h11\">Die Amerikanisierung der Berliner Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h12\">Netzpolitik bei der AfD: Zwei Kreuze und neun Gr&uuml;nde dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h13\">Blaupause f&uuml;r den Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h14\">Wenn die CDU mit AfD und NPD stimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h15\">FDP begleicht seit Jahren Schulden nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h16\">Campfire-Festival &ndash; Journalismus f&uuml;r jedermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40036#h17\">Saudi-Arabien: Neue Vorw&uuml;rfe wegen Unterst&uuml;tzung der 9\/11-Anschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die AfD ist keine islamkritische Partei<\/strong><br>\nDie AfD sch&uuml;rt Hass gegen Fl&uuml;chtlinge. Die AfD sch&uuml;rt Hass gegen Muslime. Und die AfD verkauft diesen Hass als Islamkritik. Doch damit betreibt die AfD Etikettenschwindel. Mit rationaler, emanzipatorischer Islamkritik hat die AfD nichts am Hut. Die angebliche Islamkritik der AfD ist eine Maske ihrer Fremdenfeindlichkeit.<br>\nDabei ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem real existierenden Islam dringend geboten. Islamisten und islamische Fundamentalisten sind nicht erst dann gef&auml;hrlich, wenn sie zu terroristischer Gewalt greifen. In orthodox-islamischen Communities auch in Deutschland werden Frauen unterdr&uuml;ckt, werden Frauen und M&auml;nner h&auml;ufig daran gehindert, ihre Lebenspartner selbst auszusuchen und manchmal ermordet, wenn sie es trotzdem tun. In orthodox-islamischen Communities auch in Deutschland werden Schwule unterdr&uuml;ckt und verfolgt, wird gegen Juden und den Staat Israel gehetzt.<br>\nDeshalb brauchen wir eine anti-islamistische, eine islamkritische Bewegung, die derartigen Menschenrechtsverletzungen entgegentritt, die &uuml;ber diese Strukturen aufkl&auml;rt und dagegen k&auml;mpft. Es ist dringend n&ouml;tig, Kulturrelativismus und Multikulti-Sch&ouml;nrednerei &uuml;ber Bord zu werfen. Islamisch begr&uuml;ndete Menschenrechtsverletzungen d&uuml;rfen nicht toleriert werden. Nicht nur den Salafisten und den Anh&auml;ngern des Islamischen Staates, sondern auch den orthodoxen, ultrakonservativen bis islamistischen Islamverb&auml;nden muss die Rote Karte gezeigt werden. [&hellip;]<br>\nAber um islamische Menschenrechtsverletzungen geht es der AfD nicht, das t&auml;uscht diese Partei nur vor. W&auml;hrend Islamkritiker Menschenrechtsverletzungen anprangern, ist f&uuml;r die AfD ihre angebliche &ldquo;Islamkritik&rdquo; nur Vorwand f&uuml;r rassistische Kampagnen gegen Fl&uuml;chtlinge. Islamkritik darf kein Selbstzweck sein, sondern muss sich gegen islamische Frauenunterdr&uuml;ckung, gegen islamische Homophobie, gegen islamischen Antisemitismus richten. Tats&auml;chlich teilen AfD und andere Rechte aber in wesentlichen Punkten die menschenfeindlichen Weltbilder von Islamisten und ultrakonservativen Muslimen, sie begr&uuml;nden sie nur anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hpd.de\/artikel\/afd-keine-islamkritische-partei-14764\">hpd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macron &ndash; Der bessere Sch&auml;uble<\/strong><br>\nDie Griechen feiern den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten bei seinem Athen-Trip wie einen Superstar. Anders als die Deutschen sind die Franzosen hier nach der Eurokrise noch beliebt. Nun verspricht Macron Investitionen.<br>\nDer neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident gilt in Griechenland zudem als Superstar: jung wie der eigene Regierungschef Alexis Tsipras, nicht von einer jahrzehntelangen politischen Karriere befleckt &ndash; und als Vertreter des m&auml;chtigsten Club-Med-Landes in der EU augenscheinlich ein Gegengewicht zu den strengen Deutschen. Auch wenn Macrons Beharren auf wachstumsf&ouml;rdernde Reformen eher an Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble erinnert als an den linken Tsipras.<br>\nApropos Tsipras: Die Chemie zwischen dem Griechen und dem Franzosen stimmte sofort. &ldquo;Mein lieber Emmanuel!&rdquo;, &ldquo;mein lieber Alexis!&rdquo;. Umarmungen. Gel&auml;chter. Macrons Beliebtheit steigerte sich noch, als er am Donnerstag eine feierliche Grundsatzrede &uuml;ber die Demokratie hielt, in unmittelbarer Sichtweite der Akropolis.<br>\nEr begann sie sogar auf Griechisch &ndash; &ldquo;mit dem niedlichsten franz&ouml;sischen Akzent!&rdquo;, wie eine Twitter-Nutzerin verz&uuml;ckt anmerkte. Und er huldigte dem Ruhm Athens, Wiege der Demokratie und so weiter. Stehende Ovationen.<br>\nEr werde Griechenlands Reformbem&uuml;hungen weiter unterst&uuml;tzen, sagte Macron und versprach, dass Frankreich in Griechenland investieren wolle. Tsipras sprach davon, dass Griechenland nun nach sieben Jahren Rezession endlich &ldquo;ein neues Kapitel aufgeschlagen&rdquo; habe. &ldquo;Sie werden Investitionen in Griechenland nicht bereuen&rdquo;, versicherte Tsipras dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten. Und Wirtschaftsminister Dimitri Papadimitriou sagte dem SPIEGEL: &ldquo;Die Franzosen werden schon sehr bald massiv investieren &ndash; in den Tourismus, Energie, Infrastruktur und weiteren Branchen.&rdquo;<br>\nDas franz&ouml;sische Interesse ist durchaus echt. Der Energiekonzern Total f&ouml;rdert mit einem Konsortium bei Korfu und Kreta &Ouml;l und Gas. Der Mischkonzern Suez hat ein Auge auf die Wasserversorgung von Athen und Thessaloniki geworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-in-griechenland-der-bessere-schaeuble-a-1166842.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn die verzweifelten Menschen in Griechenland hier nicht einer schrecklichen T&auml;uschung unterliegen. Allein das neoliberale Programm, das Macron in Frankreich durchsetzen will sollte den griechischen B&uuml;rger verdeutlichen, dass von Macron hier nichts zu erwarten ist. Schon gar nicht wird sich Macron gegen Merkel und Sch&auml;uble stellen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Wie weit geht Macron?<\/strong><br>\nSozialhilfe, Rente, Wohnungspolitik &ndash; Frankreichs Pr&auml;sident muss das Land dringend reformieren. Eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme: Der Anreiz zum Arbeiten ist zu schwach.<br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron will in seinem Reformeifer nicht nachlassen. In den kommenden Tagen k&ouml;nnte er nach franz&ouml;sischen Pressemeldungen einen Sonderbeauftragten f&uuml;r die Rentenreform ernennen, der vom kommenden Jahr an eine der schwierigsten Baustellen bearbeiten soll: die &Uuml;berf&uuml;hrung von Dutzenden staatlicher Rentenversicherungen in ein gemeinsames Punktesystem, bei dem ein eingezahlter Euro bei allen Versicherten zu den gleichen Leistungen f&uuml;hren soll. Dar&uuml;ber hinaus ist Macron auch entschlossen, die teure, aber ineffiziente Wohnungspolitik umzubauen und die weitgehend unwirksamen staatlichen Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen einzuschr&auml;nken.<br>\nDoch wird der in den Umfragen angeschlagene Macron auch die Energie f&uuml;r ein weiteres heikles Thema aufbringen &ndash; das Lohnabstandsgebot zwischen Sozialhilfe und staatlichem Mindestlohn? Ein solches Gebot existiert in Frankreich nicht, doch es r&uuml;ttelt an einer Grundsatzfrage der Sozialpolitik: Warum eine Arbeit annehmen, wenn das Geld quasi von allein hereinkommt?<br>\nMacron ist sich der Problematik bewusst und will die Annahme einer Arbeit stimulieren. &bdquo;Das Arbeiten muss sich auszahlen&ldquo;, pl&auml;diert er. Seine Vorschl&auml;ge sind bisher nicht pr&auml;zise ausgearbeitet, doch so viel ist klar: Der Pr&auml;sident will mindestens einen der bestehenden staatlichen Lohnzusch&uuml;sse ausweiten und gleichzeitig die Niedrigverdiener auf Niveau des staatlichen Mindestlohns von Steuern und Sozialabgaben entlasten. So w&auml;chst nach seinen Pl&auml;nen der Abstand zu den verschiedenen Sozialhilfen, die nach Ablauf des Arbeitslosengeldes greifen, und das Arbeiten wird attraktiver.<br>\nEinen &auml;hnlichen Weg haben indes schon fr&uuml;here Regierungen beschritten &ndash; mit begrenztem Erfolg. Frankreich diskutiert das Thema seit vielen Jahren. Schon im Jahr 2000 r&uuml;ttelte ein Bericht der &Ouml;konomen Guy Laroque und Bernard Salani&eacute; vom staatlichen Statistikamt Insee die Franzosen wach. 57 Prozent der Arbeitslosen in einer freiwilligen Stichprobe seien &bdquo;freiwillig&ldquo; arbeitslos, berichteten sie. Die hohe Zahl wurde wegen Mess- und Methodenproblemen rasch in Frage gestellt, doch die Debatte blieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/reformstau-in-frankreich-wie-weit-geht-macron-15189795.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Beitrag zeigt, die neoliberale Propaganda in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; geht einfach unvermindert weiter. In diesem Artikel der FAZ lassen sich wieder sehr sch&ouml;n all die neoliberalen Phrasen nachlesen, die bereits zur Durchsetzung der Agenda 2010 die Begleitmusik lieferten. So kann es f&uuml;r Neoliberale keine Arbeitslosigkeit geben, wenn, dann ist diese &ldquo;freiwillig&rdquo;, da die Erwerbslosen sich einfach weigern, zu marktg&auml;ngigen L&ouml;hnen zu arbeiten. Dass es f&uuml;r die Lohnh&ouml;he eine nat&uuml;rliche Schranke gibt, die in den Kosten f&uuml;r die Aufrechterhaltung der eigenen Arbeitsf&auml;higkeit liegen, sprich Nahrung, Kleidung, Gesundheitsvorsorge und Unterkunft, interessiert Neoliberale nicht bzw. es wird behauptet die Produktivit&auml;t bestimmter T&auml;tigkeiten sei so gering, dass diese nicht einmal die eigenen Reproduktionskosten erwirtschafteten, also keinen h&ouml;heren Lohn erwarten k&ouml;nnten. Deshalb sind Neoliberale auch Todfeinde des Sozialstaates, da durch Lohnersatz- oder Transferleistungen die L&ouml;hne nicht unter deren Niveau gedr&uuml;ckt werden k&ouml;nnen und so die Menschen angeblich von der Arbeitsaufnahme abgehalten werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU rechnet mit Trumps Wirtschaftspolitik ab<\/strong><br>\nHandel, Steuern, Schulden: Europ&auml;er und Amerikaner liegen in jeder wichtigen Wirtschaftsfrage &uuml;ber Kreuz. In einem internen Vermerk gehen Spitzenbeamte der EU-L&auml;nder nach SPIEGEL-Informationen hart mit dem US-Kurs ins Gericht.<br>\nVor allem in Trumps Bestrebungen f&uuml;r mehr Protektionismus sehen die Mitglieder eine Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft. &ldquo;Dessen Auswirkungen k&ouml;nnten viel sch&auml;dlicher ausfallen als bislang gedacht&rdquo;, hei&szlig;t es nach SPIEGEL-Informationen in einem internen Papier des Ausschusses, in dem Spitzenbeamte aus den Finanzministerien der Mitgliedsl&auml;nder versammelt sind, um eine gemeinsame Haltung der EU zu wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen zu finden.<br>\nSorgen bereiten den Europ&auml;ern die Ausgabepl&auml;ne der Trump-Regierung. Weil &ldquo;sich die Schulden schon jetzt nicht auf einem nachhaltigen Pfad bewegen&rdquo;, berge der Kurs &ldquo;kurzfristige Risiken f&uuml;r die Weltkonjunktur&rdquo;. Beunruhigt sind die Spitzenbeamten aus den europ&auml;ischen Finanzministerien auch, weil Geldgeber die USA in j&uuml;ngster Zeit meiden. &ldquo;Der R&uuml;ckgang bei internationalen Investitionen stellt eine m&ouml;gliche Verletzlichkeit dar&rdquo;, schreiben sie mit Blick auf die USA. Die Pl&auml;ne, bei einer Steuerreform vor allem obere Einkommen zu entlasten, &ldquo;wird die Herausforderungen eher versch&auml;rfen als lindern, vor denen die US-Wirtschaft steht&rdquo;.<br>\nAuch die Pl&auml;ne zur Einschr&auml;nkung der Krankenversicherung, sto&szlig;en bei den Europ&auml;ern auf Widerspruch. &ldquo;In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die Vereinigten Staaten mit Blick auf die Gesundheitsversorgung im OECD-Vergleich schon jetzt nur sehr d&uuml;rftig abschneiden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-eu-rechnet-mit-us-wirtschaftspolitik-ab-a-1166740.html\">spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist nat&uuml;rlich Theaterdonner es geht der EU, vermutlich prim&auml;r Deutschland mit seinem erneut gesteigerten Export&uuml;berschuss, um das Gesch&auml;ft. Man m&ouml;chte nat&uuml;rlich nicht, dass die USA ihren Markt abschotten. Andererseits ist es nicht vermessen von den USA zu fordern diese sollten weiterhin einfach ihre katastrophale Handelsbilanz von gut 500 Milliarden Dollar pro Jahr aufrechterhalten? Hier prallen einfach unterschiedliche wirtschaftliche Interessen auf einander nicht mehr, nicht weniger. Um Werte, Prinzipien und die Weltwirtschaft geht es dabei nicht. Der Gipfel, die USA f&uuml;r ihre hohen Schulden zu kritisieren. Dabei sollte klar sein, der Export&uuml;berschuss Deutschlands sind die Schulden der anderen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Angela Merkel will &uuml;ber Altersarmut nicht mal reden&rdquo;<\/strong><br>\nWarum kommt die SPD nicht aus dem Umfragetief? Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel gibt im Interview mit t-online.de-Chefredakteur Florian Harms Antworten &ndash; und spricht &uuml;ber die &ldquo;Nazis&rdquo; von der AfD.<br>\nHerr Gabriel, der Spitzenkandidat ihrer Partei, Martin Schulz, macht einen sehr intensiven Wahlkampf. Trotzdem kommt die SPD in den Umfragen nicht aus dem Tief heraus. Woran liegt&lsquo;s?<br>\nSigmar Gabriel: Martin Schulz macht einen bewundernswerten Wahlkampf, er hat damit zu k&auml;mpfen gehabt, dass drei Landtagswahlen &ndash; im Saarland, in Schleswig Holstein, in Nordrhein-Westfalen &ndash; f&uuml;r die SPD verloren gegangen sind. Damit ist die SPD auf die schiefe Ebene geraten und muss nun bergauf k&auml;mpfen. Das macht Martin Schulz mit gerader Haltung und den richtigen Themen.<br>\nIm TV-Duell konnte er mit seinen Themen aber kaum gegen die Kanzlerin punkten. Was hat er falsch gemacht?<br>\nDas sehe ich ganz anders. Er will im Gegensatz zu Angela Merkel nicht den R&uuml;stungshaushalt Deutschlands verdoppeln, sondern die Bildungsausgaben. Seine Vorschl&auml;ge gegen die wachsende Altersarmut sind klar, Angela Merkel will dar&uuml;ber nicht mal reden. Und statt die Fl&uuml;chtlingskrise zu verschweigen, hat der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz klar Vorschl&auml;ge zur Begrenzung und Verteilung der Fl&uuml;chtlingszuwanderung gemacht und vor allem f&uuml;r wesentlich mehr Anstrengungen zur Integration. Zum TV-Duell kann man eigentlich nur das sagen, was der fr&uuml;here ZDF-Chefredakteur Brender dazu gesagt hat: dass es nicht angeht, dass das Kanzleramt die Bedingungen des Duells diktiert. Und dass es schlimm ist, dass sich die Fernsehsender dem gebeugt haben. [&hellip;]<br>\nIm Februar haben Sie gesagt: &bdquo;Es gibt ein gro&szlig;es W&auml;hlerpotenzial, das bereit ist, SPD zu w&auml;hlen, aber nicht als Koalitionspartner der Union.&ldquo; Ich habe den Eindruck: Sieben Monate sp&auml;ter und zwei Wochen vor der Bundestagswahl ist nicht viel zu sehen von einem solchen Potenzial. Erreicht die SPD Menschen nicht mehr?<br>\nDie Ereignisse der letzten Wochen, die unterdr&uuml;ckte Debatte &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise und die Terroranschl&auml;ge in europ&auml;ischen St&auml;dten haben dazu gef&uuml;hrt, dass sich viele Menschen offenbar mit dem Gedanken tragen, die AfD zu w&auml;hlen. Es gibt eine Menge Menschen, die den Eindruck haben, dass &uuml;ber ihre Sorgen &ndash; Fl&uuml;chtlinge, innere Sicherheit und die Angst um den Arbeitsplatz &ndash; im Wahlkampf nicht geredet wird. Wenn wir Pech haben, senden diese Menschen bei der Wahl ein Signal der Unzufriedenheit, das schlimme Folgen haben wird. Dann haben wir zum ersten Mal nach Ende des Zweiten Weltkriegs im deutschen Reichstag wieder echte Nazis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/bundestagswahl\/id_82127344\/sigmar-gabriel-im-interview-wir-muessen-endlich-umsteuern-.html%20\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Wir m&uuml;ssen endlich umsteuern&rdquo;, &ldquo;[wir haben] Vorschl&auml;ge gegen die wachsende Altersarmut&rdquo; &ndash; das sagt der langj&auml;hrige Vorsitzende der SPD, die in den letzten 19 Jahren 15 Jahre lang regiert oder mitregiert hat, nach eigenen Worten ganz erfolgreich, und jetzt gegen alles das Politik zu machen verspricht, was sie in den letzten 19 Jahren versaut hat und nicht &auml;ndern wollte. (Das niedrige Rentenniveau und die wachsende Altersarmut sind das direkte Resultat von SPD-Politik, vor der und deren Auswirkung schon im Jahr 2000 gewarnt worden ist.) &ldquo;Niemand darf den Eindruck haben, dass wir [kein] Geld f&uuml;r eine anst&auml;ndige Rente oder f&uuml;r die Sanierung unserer Schulen [haben].&rdquo; &ndash; Dieser &ldquo;Eindruck&rdquo; ist aber nun berechtigt, und die angebliche Notwendigkeit zu dieser sch&auml;dlichen Politik vermittelt die SPD mit krasser Austerit&auml;t und Unterst&uuml;tzung von Steuergeschenken an Unternehmen und Million&auml;rserben, Schuldenbremsen und &ldquo;Schwarzer Null&rdquo;. &ldquo;drei Landtagswahlen [sind] f&uuml;r die SPD verloren gegangen&rdquo; &ndash; vermutlich einfach so, ohne Beteiligung der jeweiligen Landesregierungen und der SPD-Spitze. Ausfl&uuml;chte, Bagatellisierungen, Distanzierung von der eigenen Politik: das soll &ldquo;klare Kante&rdquo; sein???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gastgewerbe: Viel Arbeit f&uuml;r wenig Geld<\/strong><br>\nViele Arbeitspl&auml;tze in der Berufsgruppe &raquo;Tourismus, Hotel und Gastst&auml;tten&laquo; sind prek&auml;r und unsicherer. Fast zwei Drittel der Besch&auml;ftigten arbeiten in Teilzeit oder in einem Minijob. Das Lohnniveau ist niedrig. Ein Drittel der Besch&auml;ftigten ist auf Hartz IV angewiesen. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Klaus Ernst und der Fraktion DIE LINKE.<br>\nVon den 755.540 sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten Berufsgruppe &raquo;Tourismus, Hotel und Gastst&auml;tten&laquo; arbeiten 415.000 in Vollzeit (55 Prozent) und 341.000 in Teilzeit (45 Prozent). Gleichzeitig ist die Zahl der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten sehr hoch: 480.000 Besch&auml;ftigte arbeiten in einem Minijob &ndash; in Relation zu den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten der Branche mehr als jede\/r Zweite (63  Prozent). In der Gesamtwirtschaft sind es demgegen&uuml;ber weniger als 16 Prozent. Die Arbeitspl&auml;tze sind durch prek&auml;re und unsichere Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse gekennzeichnet. Der Anteil befristeter Neueinstellungen an allen Neueinstellungen liegt bei 60 Prozent (+10 Prozent zu 2013). Gestiegen ist auch die Leiharbeit in der Branche. Rund die H&auml;lfte der beendeten Leiharbeitsverh&auml;ltnisse dauerten dabei drei Monate und l&auml;nger.  Aufgrund der hohen Anzahl von Minijobbende in der Branche muss jede\/r Zehnte (9,7 Prozent) seinen Lohn durch aufstockende Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) erg&auml;nzen. Und selbst bei den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten sind es noch immer 5,5 Prozent, die &bdquo;aufstocken&ldquo; m&uuml;ssen &ndash; deutlich mehr als in der Gesamtwirtschaft (1,9 Prozent). Laut Antwort der Bundesregierung beliefen sich die Leistungen im Jahr 2015 insgesamt auf fast eine Milliarde Euro.<br>\nDie L&ouml;hne im Gastgewerbe sind im Vergleich mit dem Lohnniveau der Gesamtwirtschaft besonders niedrig: Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst betr&auml;gt mit 12,71 Euro nur etwas mehr als die H&auml;lfte des in der Gesamtwirtschaft gezahlten durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes (22,98 Euro). Viele verdienen deutlich weniger. Eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r liefert die Bundesregierung gleich mit: Nur f&uuml;r einen kleinen Teil der Besch&auml;ftigten wurden von den Tarifpartnern Eckentgelte festgelegt.<br>\nKlaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:<br>\n&bdquo;Die L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe sind vielfach prek&auml;r und Ausdruck einer verfehlten Arbeitsmarktgesetzgebung der letzten Jahre. Auch wegen der unzureichenden H&ouml;he des gesetzlichen Mindestlohns. Dieser liegt mit 8,84 Euro weit unter der offiziell anerkannten Niedriglohnschwelle. Deshalb ist es auch wirklichkeitsfremd, wenn die Bundesregierung uns antwortet, sie habe beim Mindestlohn gehandelt und nun auf die Zust&auml;ndigkeit der Sozialpartner verweist. DIE LINKE fordert einen Mindestlohn von 12 Euro. Damit w&auml;re den Besch&auml;ftigten des Tourismus-, Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbes sehr geholfen. Ein Mindestlohn von 12 Euro ist in Tarifverhandlungen R&uuml;ckenwind. So aber m&uuml;ssen viele Besch&auml;ftigte auch in dieser Branche ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken. Die Gesellschaft subventioniert diese Branche mit Steuergeldern durch die Hintert&uuml;r. So ist die Wirtschaftslage nur gut f&uuml;r die Arbeitgeber dieser Branche, nicht aber f&uuml;r die Besch&auml;ftigten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/gastgewerbe-viel-arbeit-fuer-wenig-geld\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mini-Jobwunder: Unser blaues Wunder<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel verkauft sich als Kontinuit&auml;t und Bollwerk gegen Populisten. Nach ihrer Wiederwahl geht es allerdings weiter so. Und es wird noch schlimmer. In Wirklichkeit ist ihre Politik das Einfallstor f&uuml;r rechtspopulistische Bewegungen.<br>\nNun geht die gro&szlig;e Vorsitzende des bundesdeutschen Weiter-so-Komitees nochmals einen Schritt weiter. Die Mini-Jobs, die wolle man in der kommenden Legislaturperiode n&auml;mlich liberalisieren. Die steuerfreie Obergrenze soll dynamisch gestaltet, d.h. sie soll an die Lohnentwicklung gekoppelt werden. Laut DGB m&uuml;sste sie dann bereits f&uuml;r kommendes Jahr bei etwa 500 Euro und nicht mehr bei 450 Euro liegen.<br>\nAusgerechnet der Mini-Job also, dieses Instrument der kollektiven Prekarisierung am Arbeitsmarkt, bei dem so oft kein bezahlter Urlaub gew&auml;hrt wird (bei knapp 35 Prozent laut DGB), bei dem es recht h&auml;ufig keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt (DGB: 31 Prozent), bei dem Feiertagszulagen eingespart werden (DGB: 40 Prozent) und der oftmals noch immer unter Mindestlohnniveau entgolten wird (DGB: 14 Prozent), soll nun weiter ausgebaut werden. Neben dieser Ausbeutung steht ja noch etwas anderes auf dem Plan: Arbeitgeber sparen sich Nebenkosten und der Faktor Arbeit wird ganz ohne Abgaben bedient. Krankenversichert ist man dann zum Beispiel auch weiterhin nicht. Was f&uuml;r ein Anreiz zum Ausbau des Niedriglohnsektors bei gleichzeitig weiterer Entwertung menschlicher Arbeitskraft.<br>\nDas ist das gro&szlig;e Problem mit dem Weiter-so-Kurs. Sich hinstellen und so tun, als wolle man all die Abgeh&auml;ngten und Unzufriedenen wieder einfangen und deren Probleme ernstnehmen, dann aber gleichzeitig die etwaigen Stellschrauben justieren, die ganz wesentlich zu einem solchen Lebensgef&uuml;hl gef&uuml;hrt haben, das widerspricht jeder Zukunftszuversicht. Hier formiert sich eben mal wieder nicht das Bollwerk gegen &Uuml;berreaktionen besorgter B&uuml;rger: Hier forciert man die Unzufriedenheit und &ouml;ffnet das Einfallstor f&uuml;r rabiate Sachwalter der kalten Wut.<br>\nDiese Frau und ihre Weiter-so-Entourage haben nichts kapiert. Sie sorgen f&uuml;r Nachschub an Wut und n&auml;hren dieses eine Lebensgef&uuml;hl so vieler da drau&szlig;en: Zu kurz gekommen zu sein. Denen das ausreden zu wollen und sie gleichzeitig zur Sittlichkeit zu ermahnen, das ist keine politische Gestaltung, sondern zeugt vom Versagen selbiger. Erst wollen die was fressen, dann kann man ihnen moralisch kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2017\/09\/mini-jobwunder-unser-blaues-wunder\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Prima Klima<\/strong><br>\nNichts sollte die Harmonie tr&uuml;ben: Cem &Ouml;zdemir warb bei Wolfgang Sch&auml;uble f&uuml;r die Gr&uuml;nen als Koalitionspartner &ndash; ohne jede Kritik. [&hellip;]<br>\nWer dem Duell der KanzlerkandidatInnen Angela Merkel und Martin Schulz schon bescheinigt hat, nur ein Duett gewesen zu sein, den wird das Zusammentreffen von Cem &Ouml;zdemir und Wolfgang Sch&auml;uble am Sonntagabend in der ARD noch ratloser zur&uuml;ckgelassen haben. Denn der gr&ouml;&szlig;te Unterschied zwischen den beiden scheint zu sein, dass der eine in Baden und der andere in W&uuml;rttemberg geboren wurde.<br>\nEs gibt viele Themen, &uuml;ber die ein oppositioneller Gr&uuml;ner mit einem regierenden Christdemokraten ein spannendes Gespr&auml;ch h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Zumindest die Wahlprogramme der beiden Parteien vermitteln den Eindruck, dass es vielleicht unter Umst&auml;nden m&ouml;glicherweise da doch noch gewisse Differenzen geben k&ouml;nnte.<br>\nAber &Ouml;zdemir machte lieber auf prima Klima. Europa? Fl&uuml;chtlinge? B&uuml;rgerrechte? Soziale Gerechtigkeit? Die &bdquo;solidarische B&uuml;rgerversicherung f&uuml;r alle&ldquo; oder die &bdquo;Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Superreiche&ldquo;, von denen im gr&uuml;nen Wahlprogramm die Rede ist? Was wohl Sch&auml;uble davon h&auml;lt, innerhalb der n&auml;chsten 20 Jahre aus der industriellen Massentierhaltung auszusteigen, wie es im &bdquo;Zehn-Punkte-Plan f&uuml;r gr&uuml;nes Regieren&ldquo; gefordert wird? Kein Wort davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Schwarz-Gruen-bei-Anne-Will\/!5446318\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> War von &Ouml;zdemir ernsthaft etwas anderes zu erwarten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Ignoranz der Autobosse<\/strong><br>\nAbgasskandal, fragw&uuml;rdige Absprachen, Diesel-Fahrverbote: Vor der IAA ist die Stimmung in der Autobranche so mies wie nie. In den Konzernen brodelt es &ndash; doch den F&uuml;hrungsspitzen fehlt die Einsicht.<br>\nJ&uuml;ngst argumentierte ein Vorstand eines deutschen Autokonzerns intern, er verstehe die Aufregung nicht, das sei alles aufgebauscht, die Absatzzahlen seien doch gut, das Unternehmen und die ganze Industrie gar nicht so schlecht aufgestellt. Das sei doch das wirklich Wichtige. Dass Autos auf der Stra&szlig;e mehr Abgase aussto&szlig;en, sei kein Geheimnis gewesen. Und diese angeblichen Absprachen zwischen Konzernen, das seien eben viele Graubereiche, gar nicht so kritisch.<br>\nDie Schuld an der Krise der Autobranche suchen die Chefs der Konzerne lieber bei anderen.\n<ul>\n<li>Als im September 2015 die Manipulationen von VW an Dieselmotoren bekannt wurden, tat der Konzern das zun&auml;chst als Handlung Einzelner ab. Nun wird klar, dass weit mehr Mitarbeiter in die Machenschaften verwickelt waren. Dennoch macht VW weiter auch andere verantwortlich.<\/li>\n<li>Daimler-Chef Dieter Zetsche wiederum prangerte VW &ouml;ffentlich an: Der Konzern besch&auml;dige die ganze Branche. Sp&auml;ter musste er selbst Abgastricks im eigenen Konzern eingestehen.<\/li>\n<li>BMW weist Manipulationen und Kartellvergehen weit von sich &ndash; das mag stimmen, dennoch befanden es die M&uuml;nchener wie jeder andere Autohersteller als normal, dass Autos die Abgasgrenzwerte nur im Labor einhielten und auf der Stra&szlig;e weit &uuml;berschritten. So machten sie sich mitschuldig an der Glaubw&uuml;rdigkeitskrise, in der nun die ganze Branche steckt. Da hilft es nichts, wenn bei BMW intern vor allem Volkswagen beschuldigt wird: &ldquo;Wenn VW nicht manipuliert h&auml;tte, h&auml;tten wir nicht diese f&uuml;r alle kritische Diskussion&rdquo;, hei&szlig;t es im bayerischen Konzern. Nun sei Schadensbegrenzung n&ouml;tig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den Etagen unterhalb der Vorstandsriegen ist die Selbstgef&auml;lligkeit der Sorge gewichen. Viele F&uuml;hrungskr&auml;fte, so berichten Firmenkenner, h&auml;tten ein schlechtes Gef&uuml;hl durch die produzierten Diesel-Dreckschleudern und auch wegen ihrer Absprachen mit der Konkurrenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/iaa-2017-die-ignoranz-der-bosse-spaltet-die-konzerne-a-1166589.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vom Frontstaat zur Transitzone<\/strong><br>\nBereits zum zweiten Mal in diesem Jahr unterst&uuml;tzt die Bundeswehr den Transit einer kompletten US-Brigade mit schwerem Ger&auml;t zu gegen Russland gerichteten Man&ouml;vern in Osteuropa. In diesen Tagen wird das 2nd Armored Brigade Combat Team (ABCT) der 1st Infantry Division aus Fort Riley (Kansas) nach Europa verlegt, um die Streitkr&auml;fte von sieben ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen NATO-Staaten f&uuml;r Operationen gegen Russland zu optimieren und die milit&auml;rische Kooperation mit ihnen zu trainieren. Der Transport des ben&ouml;tigten Kriegsger&auml;ts &ndash; zum Beispiel &uuml;ber 2.500 Panzer, Haubitzen, gepanzerte Fahrzeuge und Container &ndash; wird zum Teil &uuml;ber Bremerhaven und die norddeutsche Ebene abgewickelt. Die Bundeswehr-Streitkr&auml;ftebasis tr&auml;gt personell, infrastrukturell und logistisch dazu bei. Z&auml;hlt man die vier NATO-Bataillone hinzu, die in den baltischen Staaten und in Polen stationiert sind, dann haben gut 8.000 NATO-Soldaten gegen Russland Stellung bezogen &ndash; in gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher N&auml;he zu dessen Grenze. Hinzu kommen die schnell einsetzbare NATO-&ldquo;Speerspitze&rdquo; (5.000 Soldaten), eine US-Division von 15.000 bis 20.000 Soldaten, die mit Hilfe von in Deutschland, Belgien und den Niederlanden eingelagertem Kriegsger&auml;t in k&uuml;rzester Zeit an Russlands Westgrenze verlegt werden kann, sowie die Streitkr&auml;fte der ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen NATO-Mitgliedstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59671\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Trotz Krise &ndash; Waffenexporte in Millionenh&ouml;he<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat seit Jahresbeginn Waffenexporte an die T&uuml;rkei im Wert von mehr als 25 Millionen Euro bewilligt &ndash; trotz der diplomatischen Krise mit Ankara. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor.<br>\nTrotz der Krise mit Ankara hat die Bundesregierung seit Jahresbeginn den Export von R&uuml;stungsg&uuml;tern mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Millionen Euro in die T&uuml;rkei genehmigt. Allerdings k&ouml;nnte der Wert der genehmigten R&uuml;stungsausfuhren in das NATO-Partnerland verglichen mit den ersten acht Monaten 2016 deutlich gesunken sein. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Gr&uuml;nen-Abgeordneten &Ouml;zcan Mutlu hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<br>\nIn diesem Jahr wurden bis Ende August 99 Genehmigungen zur Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern mit einem Wert von insgesamt 25,36 Millionen Euro erteilt, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Das tats&auml;chliche Gesamtvolumen k&ouml;nnte allerdings deutlich h&ouml;her liegen, da die Bundesregierung bei drei weiteren Genehmigungen keine Angaben zu deren Wert machte. Zwischen Januar und August 2016 seien dagegen 158 Genehmigungen f&uuml;r Ausfuhren mit einem Gesamtwert von 69,32 Millionen Euro erteilt worden, hie&szlig; es in der Antwort des Ministeriums weiter.<br>\nMutlu forderte einen Stopp deutscher Waffenexporte in die T&uuml;rkei. &ldquo;Da die Gesch&auml;fte munter weiterlaufen, nimmt Ankara Drohungen oder &Auml;hnliches aus Berlin nicht mehr ernst&rdquo;, sagte der Parlamentarier. &ldquo;Die Bundesregierung muss ihren Worten endlich Taten folgen lassen, um deutsche Staatsb&uuml;rger in der T&uuml;rkei zu sch&uuml;tzen.&rdquo; Mutlu bezog sich auf inhaftierte Deutsche wie den &ldquo;Welt&rdquo;-Korrespondenten Deniz Y&uuml;cel und den Menschenrechtler Peter Steudtner, die unter Terrorvorw&uuml;rfen ohne Anklage in der T&uuml;rkei in Untersuchungshaft sitzen.<br>\nUnter den R&uuml;stungsexport-Posten aus dem laufenden Jahr, deren Wert das Ministerium ver&ouml;ffentlichte, sind die mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten zwei Antr&auml;ge aus der Kategorie &ldquo;Bomben, Torpedos und Flugk&ouml;rper&rdquo;. Sie schlagen mit insgesamt knapp 18 Millionen Euro zu Buche. Dabei handelt es sich nach Angaben der Bundesregierung im Wesentlichen um Raketenabwehrsysteme f&uuml;r Marineschiffe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/tuerkei-waffenexporte-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Amerikanisierung der Berliner Republik<\/strong><br>\n&Uuml;bel, diese konzernabh&auml;ngigen Amis! Schlimm, diese lobbyzerfressenen EU-B&uuml;rokraten! Diese herablassenden Klagen h&ouml;rt man gerne in Deutschland &ndash; und vergisst dabei, wie traurig es mittlerweile hierzulande um die Unabh&auml;ngigkeit der Politik steht.<br>\nBei aller Entr&uuml;stung, die wir Deutschen zu Recht &uuml;ber die Undurchdachtheiten, Torheiten und Fiesheiten empfinden, die Donald Trump tagt&auml;glich auf die Weltb&uuml;hne zaubert, m&uuml;ssen wir uns unbedingt vor einem &Uuml;berma&szlig; an Selbstgerechtigkeit h&uuml;ten. Denn der dank Trump naheliegende Gedanke der &Uuml;berlegenheit des deutschen Modells l&auml;sst sich mit einer unangenehmen Tatsache nicht in Einklang bringen: der zunehmenden Amerikanisierung des Politikbetriebes in der Berliner Republik.<br>\nDiese &ldquo;Amerikanisierung&rdquo; manifestiert sich in zweierlei Weise: erstens im systematischen Aushebeln des Gemeinwohls im politischen Alltagsgesch&auml;ft durch industrielle Partikularinteressen. Und zweitens im permanenten Bestreben der Berliner Galionsfiguren, diese unsch&ouml;ne Entwicklung durch Gef&uuml;hlsduselei und pure Ank&uuml;ndigungspolitik zu &uuml;bert&uuml;nchen. [&hellip;]<br>\nDaher m&uuml;ssen sich amerikanische Politiker und Parteien auf permanente Geldsuche zur Selbstfinanzierung begeben. Das schafft Abh&auml;ngigkeiten. Kein Wunder, dass sich die Spendenempf&auml;nger vor allem in parlamentarischen Ausschusssitzungen dann damit revanchieren, dass sie bestimmte Gesetzgebungsvorhaben entweder vorantreiben oder blockieren &ndash; je nachdem, was ihre Geldgeber sehen wollen. Denn selbstverst&auml;ndlich agieren US-Wirtschaftsverb&auml;nde smart. Sie vergeben Spenden vor allem an Abgeordnete, die in den Aussch&uuml;ssen sitzen, in denen &uuml;ber Regulierungsma&szlig;nahmen verhandelt wird, die die jeweilige Industrie betreffen. [&hellip;]<br>\nIm Sinn des Gebens und Nehmens flie&szlig;t bei uns ja aktuell kein Geld. Das erfolgt meistens erst sp&auml;ter, wenn Abgeordnete nach ihrer Mandatszeit dann in sehr viel lukrativere Verbandst&auml;tigkeiten wechseln. Mit diesen werden sie dann f&uuml;r mitunter lange Jahre des vorauseilenden parlamentarischen Gehorsams gegen&uuml;ber bestimmten Verbandsinteressen belohnt.<br>\nDas pr&auml;gnanteste Beispiel f&uuml;r diese Zersetzung einer am &ouml;ffentlichen Wohl orientierten Demokratie bleibt hierf&uuml;r der Verband deutscher Automobilhersteller (VDA). Dabei geht es nicht einmal so sehr um das Wirken von dessen Pr&auml;sidenten und Paradelobbyisten Matthias Wissmann, der ja in letzter Zeit gegen&uuml;ber seinen Industriebossen sogar Z&uuml;ge der Wahrhaftigkeit an den Tag gelegt hat.<br>\nSehr viel irritierender ist das Verhalten der Bundeskanzlerin. Sie agiert mit Blick auf die Automobilindustrie im Moment so, dass man fast den Eindruck haben k&ouml;nnte, sie bewerbe sich f&uuml;r Wissmanns Nachfolge.<br>\nVon ihr kommt so gut wie kein Wort zu den Interessen der betrogenen Verbraucher, au&szlig;er dass sie davon spricht, dass es seitens der Industrie &ldquo;unverzeihliche Fehler&rdquo; gegeben habe. In Wirklichkeit verzeiht sie aber enorm: Mit aller Kraft verhindert sie das, was im Interesse der gesamten Nation liegt (und auch die gerichtlich drohenden Fahrverbote abwenden k&ouml;nnte) &ndash; n&auml;mlich die Verpflichtung der Konzerne zur kostenfreien Hardware-Nachr&uuml;stung der Dieselfahrzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lobbyismus-wie-deutschland-amerikanisiert-wird-gastbeitrag-a-1166454.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist ja sch&ouml;n, da&szlig; hier nicht so getan wird, als schwebte Merkel &uuml;ber den Dingen, da&szlig; auch ihr Name mal mit Lobbyismus und Korruption in den offensichtlichen Zusammenhang gestellt wird. Aber der Artikel greift doch viel zu kurz: Korruption und die Bedienung von Unternehmerinteressen gibt es bei Merkel von Anfang an, noch vor dem Amt als Bundeskanzlerin, und nicht nur bei der Autoindustrie. Denken wir an die Interessen der Finanzwirtschaft, die Banken und Versicherungen, die wieder und wieder gerettet wurden (nicht nur in der Finanzkrise von 2008 und bei der angeblichen Griechenlandrettung), das Lohn- und Sozialdumping zugunsten der Exportwirtschaft, die forcierte Aufr&uuml;stung, die nur der R&uuml;stungsindustrie dient, und die wiederholte Bevorzugung der Reichen bei Erbschafts- und Verm&ouml;gensteuer. Merkel ist die personifizierte Korruption und kann doch dank lammfrommer Medien gleichzeitig das Bild der rechtschaffenen Regentin zugunsten der Allgemeinheit aufrecht erhalten. Besser war es aber bei Schr&ouml;der eigentlich auch nicht, und auch Kohl war im Sumpf von Spenden und Partikularinteressen verstrickt; auch insofern greift der Essay viel zu kurz bzw. tut so, als w&auml;ren das alles ganz neue Ph&auml;nomene.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Netzpolitik bei der AfD: Zwei Kreuze und neun Gr&uuml;nde dagegen<\/strong><br>\nDie AfD behauptet, sie wolle &bdquo;die Rechtsstaatlichkeit&ldquo; retten. Ein Blick ins Wahlprogramm und in die Landesparlamente verdeutlicht: Das Gegenteil ist der Fall. Datenschutz schw&auml;chen, &Uuml;berwachung ausbauen und Pressefreiheit abbauen geh&ouml;ren zu ihrer Agenda. [&hellip;] Es gibt viele Gr&uuml;nde, die AfD nicht zu w&auml;hlen. Netzpolitik ist einer davon. Denn ausgerechnet die Partei, die mit Slogans wie &bdquo;Die Rechtsstaatlichkeit muss wiederhergestellt werden&ldquo; in den Wahlkampf zieht, hat leider eine recht gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftige Vorstellung davon, was in der vernetzten Demokratie Recht und was Unrecht sein soll. Es folgen einige gute Gr&uuml;nde, warum ich meine zwei Kreuze lieber woanders machen werde. [&hellip;]<br>\nDie Geschichte hat gezeigt, dass es eine denkbar schlechte Idee w&auml;re, einen schl&uuml;sselfertigen &Uuml;berwachungsstaat an Nationalisten zu &uuml;bergeben. Dass die AfD bei der Aufarbeitung des Nationalsozialismus auf allen Ebenen den Rotstift ansetzen will, passt hier leider ins Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/netzpolitik-bei-der-afd-zwei-kreuze-und-neun-gruende-dagegen\/\">Katharina Nocun auf netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Blaupause f&uuml;r den Bund<\/strong><br>\nNach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen im Mai dieses Jahres wurde die bis dahin amtierende Regierungskoalition von SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen von einem &raquo;schwarz-gelben&laquo; Kabinett unter Ministerpr&auml;sident Armin Laschet (CDU) abgel&ouml;st. Schon die ersten Initiativen von CDU und FDP machten deutlich, wo das neue Regierungsb&uuml;ndnis seine politischen Schwerpunkte zu setzen gedenkt. So revidierte die neue Landesregierung direkt nach ihrem Start eine Reihe &raquo;rot-gr&uuml;ner&laquo; Regierungsentscheidungen. Die nach langem Ringen eingef&uuml;hrte Kennzeichnungspflicht f&uuml;r Polizeibeamte wurde ebenso kassiert wie die Frauenf&ouml;rderung im &ouml;ffentlichen Dienst. Zudem leiteten CDU und FDP die Abschaffung der &raquo;Hygieneampel&laquo; f&uuml;r Gastronomiebetriebe ein und ebneten den Weg daf&uuml;r, die Schlie&szlig;ung weiterer F&ouml;rderschulen f&uuml;r Menschen mit Handicap zu verhindern. Das wurde von Betroffenen als Angriff auf die Inklusion gedeutet. Am schwersten d&uuml;rfte jedoch die Aufr&uuml;stung im Bereich der sogenannten inneren Sicherheit wiegen. So verst&auml;ndigte sich das Kabinett in der vergangenen Woche darauf, im von ihm verabschiedeten Nachtragshaushalt f&uuml;r dieses Jahr zus&auml;tzliche 1,5 Millionen Euro f&uuml;r mehr Polizisten zur Verf&uuml;gung zu stellen. Hinzu kommen drei weitere Millionen Euro f&uuml;r die Ausstattung der Polizei und 1,2 Millionen Euro, die das Land in 118 neue Stellen investieren will, die ma&szlig;geblich beim Verfassungsschutz geschaffen werden sollen.<br>\nUnterdessen warten die derzeit 951.272 erwerbslosen Menschen in NRW auf geeignete Ma&szlig;nahmen, wieder Chancen auf einen Job zu haben. Um den Arbeitsmarkt in NRW ist es keineswegs so gut bestellt, wie die amtierende Landesregierung &ndash; da unterscheidet sie sich kaum von ihren Vorg&auml;ngern &ndash; den Menschen weismachen will. W&auml;hrend die Zahl der Vollzeitstellen aktuell lediglich um 1,1 Prozent gestiegen ist, hat die der Teilzeitstellen um 4,6 Prozent zugenommen. Auch die Leiharbeitsbranche ist mit einer Steigerungsrate von 6,9 Prozent auf inzwischen 207.000 Besch&auml;ftigte in dem bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland auf Rekordniveau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/317945.blaupause-f%C3%BCr-den-bund.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn die CDU mit AfD und NPD stimmt<\/strong><br>\nDirk Hilbert wollte erst zum Schluss das Wort ergreifen. Doch dann konnte der Dresdner Oberb&uuml;rgermeister und FDP-Politiker sich w&auml;hrend der Sitzung des Stadtrats nicht zur&uuml;ckhalten: &ldquo;Das, was ich hier jetzt erlebt habe, war keine Sternstunde unserer Stadt-Demokratie.&rdquo; Wenn nicht mal das h&ouml;chste Gremium in Dresden eine gemeinsame Auffassung dar&uuml;ber habe, wo die Gefahren l&auml;gen, dann sei das bedenklich. &ldquo;Es gab historische Analogien, die manchmal &auml;hnlich angefangen haben, wie das, was wir heute erleben. Das m&ouml;chte ich ungern erleben.&rdquo;<br>\nHilberts Kommentar war eine lange und teilweise unterirdische Debatte vorausgegangen. Die s&auml;chsische CDU schlug sich bei der Frage der Demokratief&ouml;rderung in der Stadt auf die Seite von AfD und NPD. &ldquo;Das Erm&auml;chtigungsgesetz wurde 1933 auch ganz demokratisch beschlossen&rdquo;, sagte au&szlig;erdem ein CDU-Stadtrat. Es war eine Debatte, die die Bem&uuml;hungen der Stadt Dresden &uuml;berschattet, sich als tolerant zu pr&auml;sentieren. Und nicht mehr als Pegida-Hochburg.<br>\nHilbert hatte am Donnerstagabend im Stadtrat ein Programm zur Abstimmung gestellt, das Projekte f&ouml;rdern soll, die sich f&uuml;r ein besseres Zusammenleben in der Stadt einsetzen. Titel: &ldquo;Wir entfalten Demokratie. Lokales Handlungsprogramm f&uuml;r ein vielf&auml;ltiges und weltoffenes Dresden&rdquo;. Das Papier war in einem langwierigen Prozess entstanden. Der Oberb&uuml;rgermeister hatte im vergangenen Jahr wiederholt mit insgesamt 70 Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung &uuml;ber die Situation in Dresden und m&ouml;gliche L&ouml;sungen beraten.<br>\nHerausgekommen ist ein klares Bekenntnis zur Bek&auml;mpfung von Rassismus und Extremismus. Das Programm geht dabei auch explizit auf Pegida ein. Die Demonstranten werden als rechtspopulistische Emp&ouml;rungsbewegung bezeichnet, die die Ausbreitung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Bev&ouml;lkerung sichtbar gemacht habe.<br>\n&ldquo;Verschwendung von Steuergeldern&rdquo;, &ldquo;Zur&uuml;stung zum B&uuml;rgerkrieg&rdquo; und &ldquo;Umerziehung&rdquo;, urteilten dagegen Vertreter der AfD bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Die Kommentare waren erwartbar, genauso wie die Ablehnung seitens der rechtsextremen NPD. Was weniger erwartbar war: Die CDU stellte sich mit teils heftigen &Auml;u&szlig;erungen auf die Seite der Gegner. Am weitesten ging dabei Georg B&ouml;hme-Korn: &ldquo;Uns&auml;glich&rdquo; nannte der Stadtrat das Papier. An den Oberb&uuml;rgermeister gewandt sagte er, dieser solle sich abgrundtief sch&auml;men. Das Wesentliche sei nicht Demokratie, sondern Werte. Demokratie sei zu weilen hohl und auch gef&auml;hrlich. Dann folgte die Analogie zum Erm&auml;chtigungsgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/diskussion-im-stadtrat-wenn-die-cdu-mit-afd-und-npd-stimmt-1.3659664\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP begleicht seit Jahren Schulden nicht<\/strong><br>\nDie FDP, Partei der Besserverdiener und Leistungstr&auml;ger, spart auf Kosten der Solidargemeinschaft. Die fr&uuml;here Bundestagsfraktion der Liberalen dr&uuml;ckt sich nach SPIEGEL-Informationen vor Zahlungen f&uuml;r die Betriebsrenten ihrer Mitarbeiter.<br>\nWenn es darum geht, Forderungen aufzustellen, macht der FDP keine Partei etwas vor: Leistungstr&auml;ger m&uuml;ssen belohnt werden, Griechenland soll sich an seine Verpflichtungen halten, niemand sollte ausschlie&szlig;lich auf Kosten der Solidargemeinschaft leben.<br>\nDoch wenn es darum geht, die berechtigten Forderungen anderer zu erf&uuml;llen, nehmen es die Liberalen mit ihrer Verantwortung offenbar nicht so genau. Nach Informationen des SPIEGEL schuldet die fr&uuml;here FDP-Bundestagsfraktion einer Rentenkasse mindestens knapp sechs Millionen Euro &ndash; f&uuml;r die laufenden und k&uuml;nftigen Betriebsrenten fr&uuml;herer Mitarbeiter der 2013 aus dem Parlament ausgeschiedenen Fraktion.<br>\nDie offenbar schwach ausgepr&auml;gte Zahlungsmoral &uuml;berrascht in einer Partei, deren Vorsitzender Christian Lindner gerne von ehrlicher Kaufmannschaft schw&auml;rmt und j&uuml;ngst sagte: &ldquo;Mir ist es wichtig, dass nach klaren Regeln gespielt wird. Und auch, dass der, der Fehler macht, daf&uuml;r haftet.&rdquo;<br>\nDie liberale Bundestagsfraktion gibt es eigentlich seit vier Jahren gar nicht mehr &ndash; bei der Wahl am 22. September 2013 flog die Partei mit gerade einmal 4,8 Prozent der Stimmen zum ersten Mal seit ihrer Gr&uuml;ndung aus dem deutschen Parlament. Einen Monat sp&auml;ter war auch die Fraktion Geschichte &ndash; allerdings ist sie immer noch nicht aufgel&ouml;st.<br>\nDie FDP-Bundestagsfraktion versichert ihre Mitarbeiter seit 1961 bei der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK), einer im Vergleich zur Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder eher kleinen Organisation, bei der aber auch die meisten Mitarbeiter der Bundestagsfraktionen von Union und SPD Kunden sind. Mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag wurden die Fraktionsmitarbeiter entlassen &ndash; die Fraktion h&auml;tte daraufhin Abschl&auml;ge f&uuml;r die von den Besch&auml;ftigten erworbenen Rentenanspr&uuml;che zahlen m&uuml;ssen.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen beendete die FDP-Fraktion ihre Mitgliedschaft in der RZVK nicht. Die RZVK bestand allerdings auf den vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen und erstellte &uuml;ber das &ldquo;Mitglied Nr. 215104 (FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, Berlin)&rdquo; ein vertrauliches Gutachten. Demnach war zum Stichtag 31.12.2013 ein &ldquo;Ausgleichsbetrag zuz&uuml;glich zwei Prozent Verwaltungskosten&rdquo; in H&ouml;he von 5.871.946 Euro f&auml;llig &ndash; zahlbar laut Satzung der RZVK innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung. Die FDP aber zahlte nicht &ndash; bis heute hat sie keinen Cent der Schuld beglichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fdp-ex-bundestagsfraktion-begleicht-schulden-nicht-a-1167041.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Campfire-Festival &ndash; Journalismus f&uuml;r jedermann<\/strong><br>\nDas Rechercheb&uuml;ro Correctiv und das Institut f&uuml;r Journalistik organisierten auf dem Campus der Technischen Universit&auml;t Dortmund das Campfire-Festival f&uuml;r Journalismus und Neue Medien. Das Dortmunder Zeltdorf stand offen &ndash; f&uuml;r jedermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/campfire-festival-journalismus-fuer-jedermann.2907.de.html?dram:article_id=395592\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36631\">Correctiv<\/a> und das Institut f&uuml;r Journalistik der TU Dortmund, das von Henrik M&uuml;ller aka &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38642\">Prof. Dr. Boom<\/a>&ldquo; geleitet wird veranstalten einen offenen Campus? Na da haben sich ja die Richtigen gefunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Saudi-Arabien: Neue Vorw&uuml;rfe wegen Unterst&uuml;tzung der 9\/11-Anschl&auml;ge<\/strong><br>\nSaudische Botschaft soll bereits 1999 einen Testversuch (&ldquo;dry run&rdquo;) f&uuml;r die Entf&uuml;hrung von Flugzeugen finanziert oder auch beauftragt haben.<br>\nDer Kongress hatte im September des letzten Jahres ein Veto des damaligen US-Pr&auml;sidenten Barack Obama gegen das Gesetz &ldquo;Justice Against Sponsors of Terrorism Act&rdquo; (JASTA) aufgehoben, um es Angeh&ouml;rigen der Anschlagsopfer zu erm&ouml;glichen, Ziviklagen wegen Terrorunterst&uuml;tzung gegen Staaten in den USA zu f&uuml;hren. Gemeint ist damit Saudi-Arabien. Daf&uuml;r hatte sich auch der damalige Pr&auml;sidentschaftskandidat und jetzige Pr&auml;sident Donald Trump ausgesprochen, was er wegen seiner nun gr&ouml;&szlig;eren N&auml;he zu Saudi-Arabien nun bedauern k&ouml;nnte.<br>\nObama hatte zuvor sein Veto eingelegt, so seine Begr&uuml;ndung, weil er f&uuml;rchtete, dass das Gesetz, das die Immunit&auml;t von saudischen Regierungsvertretern aufheben kann, gegen die USA gewendet werden k&ouml;nnte. Das ist allerdings nicht ganz abwegig, schlie&szlig;lich k&ouml;nnten anderen Staaten den USA oder Regierungsvertretern wie Geheimdienstmitarbeitern oder Soldaten ebenfalls vorwerfen, Terrorismus zu unterst&uuml;tzen. Die EU hatte auch von dem Gesetz abgeraten, die Wahrung der Immunit&auml;t sei ein Kern der Diplomatie und ein Pfeiler des internationalen Rechts. Auch hier f&uuml;rchtet man, dass andere Staaten mit dem Verweis auf den Pr&auml;zedenzfall gegen die USA und ihre Nato-Verb&uuml;ndeten vorgehen k&ouml;nnten. Als das Gesetz eingef&uuml;hrt wurde, drohte Saudi-Arabien mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen in H&ouml;he von 750 Milliarden US-Dollar, lie&szlig; es aber dann doch sein.<br>\nDie erste Massenklage von Familienangeh&ouml;rigen und Versicherungen gegen Saudi-Arabien wurden 2003 eingereicht. Im M&auml;rz 2017 legten 1500 Menschen, die beim Anschlag verletzt wurden, und 850 Angeh&ouml;rige von Opfern am Manhattan Federal Court eine weitere Klage gegen Saudi-Arabien ein. Der Vorwurf lautet, die Monarchie habe &ldquo;der al-Qaida-Terrororganisation materielle Unterst&uuml;tzung und Ressourcen zukommen lassen und die 9\/11-Anschl&auml;ge erm&ouml;glicht&rdquo;. Saudi-Arabien hat einen Antrag bei dem Bundesgericht in New York eingereicht, die Klage fallen zu lassen. Die Kl&auml;ger haben bis November Zeit, darauf zu reagieren.<br>\nSaudi-Arabien stand von Anfang an im Verdacht, in die Anschlagspl&auml;ne verwickelt zu sein oder zumindest die Attent&auml;ter gef&ouml;rdert zu haben. Nicht nur kamen 15 der 19 Selbstmordattent&auml;ter in den Flugzeugen aus Saudi-Arabien und gab es 2001 einen Konflikt &uuml;ber die Nahost-Politik zwischen beiden Staaten, es konnten auch einige Flugzeuge mit saudi-arabischen Staatsangeh&ouml;rigen, darunter auch Angeh&ouml;rige der bin Laden-Familie, nach den Anschl&auml;gen aus den USA ausfliegen, einige m&ouml;glicherweise auch in der Zeit, als der Flugraum f&uuml;r Privatflugzeuge noch gesperrt war. 2004 war best&auml;tigt worden, dass es sich um 162 saudische Staatsangeh&ouml;rige gehandelt hat, zwischen 14. und 24.9.2001 flogen weitere 142 Saudis mit gecharterten Maschinen in ihre Heimat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zivilklage-gegen-Saudi-Arabien-Neue-Vorwuerfe-wegen-Unterstuetzung-der-9-11-Anschlaege-3826168.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40036"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40036\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40039,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40036\/revisions\/40039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}