{"id":40047,"date":"2017-09-12T11:27:05","date_gmt":"2017-09-12T09:27:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40047"},"modified":"2024-09-05T15:07:15","modified_gmt":"2024-09-05T13:07:15","slug":"wie-staatsnah-ist-der-oeffentlich-rechtliche-rundfunk-die-berichterstattung-verfehlt-ihren-verfassungsmaessigen-auftrag-beispiel-venezuela-von-daniela-dahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40047","title":{"rendered":"Wie staatsnah ist der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk? Die Berichterstattung verfehlt ihren verfassungsm\u00e4\u00dfigen Auftrag \u2013 Beispiel Venezuela. Von Daniela Dahn."},"content":{"rendered":"<p>Die Moderation des sogenannten Kanzler-Duells hat demonstriert, dass sich die Fragen und Themen von ARD und ZDF den Privatsendern vollkommen angepasst haben. Da gibt es zweifellos Ausnahmen, besonders auf 3sat, Arte und Phoenix zu sp&auml;ter Stunde. Aber die Nachrichten- und Informationssendungen &ndash; Kerngesch&auml;ft jeden Senders- m&uuml;ssen sich schon fragen lassen, wie &ouml;ffentlich und rechtlich sie eigentlich sind.<\/p><div style=\"clear: right;\"><\/div><p><!--more--><br>\nEntsprechen sie noch den Anforderungen der Kommunikationsfreiheit und der im Rundfunkstaatsvertrag festgehaltenen Bildungs- und Informationsverpflichtung, den Geboten der vielf&auml;ltigen und freien Meinungsbildung, der unabh&auml;ngigen Berichterstattung und Staatsferne? Wer diese Fragen von Vornherein als rein rhetorisch oder gar polemisch abtut, sei an das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 25. M&auml;rz 2014 erinnert. Darin wurde der ZDF-Staatsvertrag wegen des &uuml;berproportionalen staatlichen Einflusses in den Aufsichtsorganen als verfassungswidrig erkl&auml;rt. Die staatsnahen Vertreter im Fernseh- und Verwaltungsrat sollten auf ein Drittel begrenzt werden. Ob die anderen zwei Drittel in der Praxis nun tats&auml;chlich unabh&auml;ngig sind, sei dahingestellt.<\/p><p>Der ARD sind derartige gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fungen bislang erspart geblieben, nicht aber profunde Evaluierungen von sachkundigen Journalisten. Walter van Rossum schrieb einst &uuml;ber &bdquo;Meine Sonntage mit &acute;Sabine Christiansen&acute;&ldquo; und vor zehn Jahren &bdquo;Die Tagesshow &ndash; Wie man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht&ldquo;. Darin beschrieb er an Beispielen, wie die Tagesschau verunklart, verschweigt, in Sprachregelungen erstickt und sich der Lesart der Regierung anpasst. <\/p><p>Der massenhafte Aufstand der Zuschauer und Leser  gegen die sogenannten Qualit&auml;tsmedien begann dann im Fr&uuml;hjahr 2014 angesichts der einseitigen Parteinahme f&uuml;r die antirussischen Kr&auml;fte im Ukraine-Konflikt. Auch die online-Portale der ARD konnten sich vor kritischen Zuschriften oft nur durch Schlie&szlig;ung der Kommentarfunktion retten. Kleinlaut und viertelherzig r&auml;umte der Sender einzelne Fehler ein, im Gro&szlig;en und Ganzen aber sei alles in Ordnung.<\/p><p>Zur Selbstgerechtigkeit der Gro&szlig;-Medien geh&ouml;rt ihr Versuch, Kritik an ihnen vornehmlich rechts zu verorten, bei Pegida, AfD (&bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;) und anderen dubiosen Kr&auml;ften. Statt Einsicht, Diffamierung der Kritiker. Dabei gibt es l&auml;ngst dutzende seri&ouml;se medienkritische B&uuml;cher von Wissenschaftlern, aufkl&auml;rerische Plattformen von investigativen Journalisten, eine Netz&ouml;ffentlichkeit, die gegenh&auml;lt. Selbst Kanzlerin Merkel hat sich voriges Jahr auf der CDU-&bdquo;Media-Night&ldquo; besorgt &uuml;ber den Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust der Medien ge&auml;u&szlig;ert. Es m&uuml;sse uns alle unruhig stimmen, dass 60 Prozent der B&uuml;rger &bdquo;wenig oder gar kein Vertrauen in die Medien&ldquo; h&auml;tten. <\/p><p>Eine Meldung &uuml;ber diese Merkel-Sorge gab es in der ARD nicht. Dabei hatte selbst der Evangelische Pressedienst (epd-Medien) die Gremienaufsicht der Sender l&auml;ngst f&uuml;r reformbed&uuml;rftig erkl&auml;rt. Er empfahl konsequente Politikerferne, mehr Transparenz in der Gremienarbeit, mehr externen Sachverstand und vor allem eine kontinuierliche Programmevaluierung durch die Zivilgesellschaft, z.B. durch Zuschauer oder Media-Watch-Organisationen.<\/p><p>Welche Erfahrungen machen Vertreter dieser Zivilgesellschaft, wenn sie diese Empfehlungen mit viel Sorgfalt und unter erheblichem Einsatz von Zeit und Kraft ernst nehmen? Die  Autoren des im Fr&uuml;hjahr erschienenen Buches  &bdquo;Die Macht um Acht &ndash; Der Faktor Tagesschau&ldquo; haben diesen Versuch unternommen. Volker Br&auml;utigam war selbst zehn Jahre Redakteur bei der Tagesschau, kennt die Spielregeln als Insider. Der Jurist Friedhelm Klinkhammer war 35 Jahre beim NDR, u.a. als IG-Medien- und Gesamtpersonalratsvorsitzender. Und der Journalist Uli Gellermann analysiert auf seiner Website <em>rationalgalerie<\/em> seit Jahren angriffslustig das Politik- und Mediengeschehen. Die Autoren gehen &uuml;ber die bisherigen Formen der kritischen Beispielsammlung hinaus und pr&uuml;fen neben der zu analysierenden Sendung auch die vorgeblich demokratischen M&ouml;glichkeiten der kritischen Teilhabe der Zuschauer. Denn der Rundfunkstaatsvertrag bietet &uuml;ber die allgemeine Beschwerde hinaus die M&ouml;glichkeit einer Eingabe in Form der &bdquo;Programmbeschwerde&ldquo;. Um einen Versto&szlig; gegen die Programmrichtlinien zu r&uuml;gen, muss besonders pr&auml;zise argumentiert werden. <\/p><p>Dabei ist im Vergleich zu anderen Nachrichten-Formaten das Tagesschau-Ensemble noch das ansehnlichste. Die Hauptausgabe um 20:00 Uhr ist mit im Schnitt 9,11 Millionen Zuschauern mit Abstand die meistgesehene Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Als eine Art amtliche Vermittlung von Neuigkeiten empfiehlt es sich, die 15 Minuten zur Kenntnis zu nehmen, will man wissen, was in regierungsnahen Kreisen f&uuml;r wichtig erachtet wird. Auch wenn nicht wenige die Sendung in Hab-Acht-Haltung verfolgen, in der st&auml;ndigen Erwartung, sich auch heute Abend wieder &uuml;ber Einseitigkeiten &auml;rgern zu m&uuml;ssen. Das belegen tagt&auml;glich die Zuschauer-Kommentare auf tagesschau.de Durch die Lekt&uuml;re des erw&auml;hnten Buches wird man f&uuml;r Techniken der Manipulation sensibilisiert und motiviert, diffuses Unbehagen durch eigene Recherchen auszugleichen. <\/p><p>Nehmen wir als beliebiges Beispiel dieser Tage die Berichterstattung &uuml;ber Venezuela. Das Narrativ, wie man heute bedeutungsvoll sagt, ist klar: Diktatur oder Demokratie, Misswirtschaft oder Wohlstand, Gewalt oder Rechtsstaatlichkeit. Dabei geht es hier vielmehr darum, dass die wohlhabende Klasse in Venezuela die Reformen von Ch&aacute;vez zugunsten der Armen nie akzeptiert hat. Es geht also um Verteilungsfragen, um die sozialpolitische Verf&uuml;gung &uuml;ber die Einnahmen aus den reichen &Ouml;lvorkommen, um den bei erneuter Privatisierung zu bef&uuml;rchtenden R&uuml;ckfall in die jahrhundertealte Marginalisierung der Unterschichten. Es geht um die Bef&uuml;rchtung, die rechte Oligarchie k&ouml;nne die &Uuml;berbleibsel der Ch&aacute;vez-Revolution zerst&ouml;ren. Doch derartige Hintergr&uuml;nde sind in der Berichterstattung nicht vorgesehen. <\/p><p>Dass der im Westen verhasste Ch&aacute;vez-Nachfolger Maduro den &bdquo;Wirtschaftskrieg des Unternehmerlagers&ldquo; f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dossier\/venezuela-krise\">schwere Versorgungskrise<\/a> verantwortlich macht, da sie u.a. Tonnen von Lebensmitteln zerst&ouml;rt h&auml;tten, erfahren wir nicht. Zweifellos ist diese Lesart auch nur die halbe Wahrheit, aber bei den Halbwahrheiten der Opposition ist die Berichterstattung weniger zimperlich. Boykotte, Gewalt, Korruption und Verfassungsbruch finden sich leider auf beiden Seiten. Der einstige Vizepr&auml;sident Venezuelas, Jos&eacute; Vicente Rangel, beschreibt es so: &bdquo;Die Hauptverantwortung tr&auml;gt die F&uuml;hrung der Opposition wegen ihrer Besessenheit, mit dem Ch&aacute;vismus Schluss zu machen, den Dialog zu verweigern, die Gewalt auf unverantwortliche Weise zu sch&uuml;ren. Aber ich gebe zu, dass es seitens des Ch&aacute;vismus Exzesse, Arroganz und falsche politische und &ouml;konomische Ma&szlig;nahmen gegeben hat.&ldquo;<\/p><p>Die Folge ist, dass das demokratisch gew&auml;hlte, wenn auch rechtspopulistisch dominierte Parlament die demokratisch gew&auml;hlte Regierung nicht anerkennt und umgekehrt. Das Parlament hat drei Abgeordnete vereidigen lassen, denen Wahlbetrug nachgewiesen wurde. Woraufhin das Oberste Gericht entschieden hat, dass die Entscheidungen des Parlaments ung&uuml;ltig sind, solange diese Abgeordneten nicht abgezogen werden. Daraufhin hat wiederum das Parlament das Oberste Gericht f&uuml;r illegal erkl&auml;rt und das Gerichtsgeb&auml;ude wurde in Brand gesteckt. Wie zuvor schon eine Geburtsklinik und Kinderg&auml;rten. Hat man davon in unseren &ouml;ffentlich-rechtlichen Nachrichten je geh&ouml;rt? <\/p><p>Derzeit repr&auml;sentiert offenbar weder die Regierung noch die Opposition die Mehrheit der Venezolaner. Wie fast alle westlichen Regierungen unterst&uuml;tzt die deutsche dennoch die Opposition &ndash;  Angela Merkel hat eben erst ihre Vertreter als Staatsg&auml;ste empfangen und zu verstehen gegeben, dass die EU nicht abgeneigt ist, sich den Trumpschen Sanktionen gegen die Regierung Maduro anzuschlie&szlig;en. Darin ist sie sich einig mit den Chefs in Frankreich, Spanien und Gro&szlig;britannien. Regierungen d&uuml;rfen parteiisch sein, wenn sie das ihren W&auml;hlern erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Die Medien d&uuml;rfen es gerade deshalb nicht. Sie m&uuml;ssten &uuml;ber alle Seiten objektiv berichten. Wir aber bekommen gar nicht mit, dass hier wieder ein Propagandakrieg l&auml;uft, die andere Seite ist fast v&ouml;llig ausgeblendet, der Zug dieser Geschichte f&auml;hrt nur auf einem Gleis. Die Tagesschau hat sich wiedermal auf die prowestliche Regierungsseite geschlagen. Obwohl die Sendesekunden knapp sind und ausschlie&szlig;lich neuen Informationen vorbehalten sein sollten, wiederholt sie Tag f&uuml;r Tag: Die Opposition f&uuml;rchtet, Pr&auml;sident Maduro werde eine Diktatur einf&uuml;hren. Immer wieder, bis es auch der letzte Zuschauer verinnerlicht hat. <\/p><p>Es gibt gewichtige Anhaltspunkte f&uuml;r solche Bedenken, die m&uuml;ssen hier nicht wiederholt werden, weil sie  permanent dargelegt wurden. Es gibt allerdings auch mindestens so gewichtige Anhaltspunkte dagegen. Von denen hat man in der Tagesschau und in den meisten &bdquo;Leitmedien&ldquo; nichts geh&ouml;rt. Oder nur einmalig an versteckter Stelle, so dass die Redaktion abgesichert ist. Warum erfahren wir nicht, dass Nicol&aacute;s Maduro immer wieder best&auml;tigt, dass Ende n&auml;chsten Jahres wie geplant Pr&auml;sidentschaftswahlen abgehalten werden? Merkw&uuml;rdiger Diktator. Und stimmt es, wie Reuters schon im Juni meldete, dass der Pr&auml;sident ein Referendum &uuml;ber die neue Verfassung angek&uuml;ndigt hat? Das w&auml;re dann immerhin eine Diktatur, &uuml;ber die das Volk das letzte Wort hat. Falls es nicht stimmt, warum fordert niemand zur Befriedung ein solches Referendum? <\/p><p>Stimmt es, wie ein offensichtlich sachkundiger Kommentator auf tagesschau.de schreibt, dass es f&uuml;r die verfassungsgebende Versammlung immerhin 6000 Kandidaten gab, von denen Jede und Jeder mindestens 1200 Unterschriften vorweisen musste, um antreten zu k&ouml;nnen? Dann w&auml;ren bis zu 72000 Venezolaner direkt in die Auswahl der Kandidaten einbezogen gewesen, nicht nur Maduro pers&ouml;nlich, wie in der Berichterstattung unterstellt wird. Vielleicht schaffen die Korrespondenten es nicht, solche Angaben zu &uuml;berpr&uuml;fen. Vielleicht haben sie auch nicht den Auftrag. Das Ergebnis k&ouml;nnte nicht recht ins Diktaturbild passen. <\/p><p>Auch alles, was nicht zum Bild einer einzig f&uuml;r Demokratie stehenden Opposition passt, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/09\/184263\/oppositionspolitiker-venezuela-europa\">wird wegzensiert<\/a>. Held der Berichterstattung ist Oppositionsf&uuml;hrer Leopoldo L&oacute;pez. Nat&uuml;rlich muss &uuml;ber seine erneute Verhaftung berichtet werden. Allerdings w&auml;re es kein Nachteil, wenn man zus&auml;tzlich w&uuml;ste, dass der einstige Harvard-Student schon den Putschversuch gegen den mit gro&szlig;er Mehrheit gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez unterst&uuml;tzte, der nur durch den Widerstand der aufgebrachten Menge verhindert wurde. Auch soll er jetzt seinem Freund Trump eine Liste mit zu sanktionierenden Ch&aacute;visten gegeben haben. Nicht uninteressant ist doch auch, dass die von Merkel geforderte Ausreisegenehmigung f&uuml;r seine Frau derzeit deshalb ausgesetzt ist, weil ein Gericht pr&uuml;ft, was es mit den 200 Millionen Bolivares (etwa 100 000 Euro) auf sich hat, die in ihrem Auto entdeckt wurden.<\/p><p>All das w&uuml;rde zwar nicht Maduros Verst&ouml;&szlig;e gegen Pressefreiheit verst&auml;ndlicher machen, wohl aber die Nervosit&auml;t im Regierungslager. <\/p><p>Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen seien &uuml;ber 100 Menschen umgekommen, hei&szlig;t es immer wieder ganz neutral. Diese Opfer lastet man im Kontext der versimpelten Erz&auml;hlung automatisch  dem Diktator an.  Denn von der Lynchjustiz der Opposition wei&szlig; man nichts. Etwa, dass der Anwalt Jos&eacute; F&eacute;lix Pineda, der f&uuml;r die verfassungsgebende Versammlung kandidierte, von oppositionellen Angreifern in seinem Haus erschossen wurde. Will man sich &uuml;ber die paramilit&auml;rischen Gruppen dieser Opposition informieren, &uuml;ber ihre Waffen und Ku-Klux-Klan-Methoden, mit denen sie einzelne, mutma&szlig;liche Regierungsanh&auml;nger bei lebendigem Leibe angez&uuml;ndet haben, so muss man schon <a href=\"https:\/\/red58.org\/cr%C3%ADmenes-de-odio-derecha-venezolana-quema-viva-a-personas-en-sus-protestas-923cfc58012c\">lateinamerikanische Quellen bem&uuml;hen<\/a>. <\/p><p>Oder wenigstens die <a href=\"http:\/\/www.chicagotribune.com\/news\/nationworld\/ct-venezuela-opposition-militants-20170724-story.html\">Chicago Trib&uuml;ne<\/a>.<\/p><p>Aus dem B&uuml;ro der Generalstaatsanw&auml;ltin, die inzwischen ihr Amt niedergelegt hat, h&auml;tte man erfahren k&ouml;nnen, dass von diesen Opfern nach bisherigen Ermittlungen nur 14 auf das Handeln staatlicher Beh&ouml;rden oder Sicherheitskr&auml;fte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind und die T&auml;ter fast alle bestraft wurden. 27 Tote sind Opfer gewaltsamer Oppositioneller, 14 Pl&uuml;nderer sind bei einem selbstgelegten Brand umgekommen und 44 F&auml;lle sind noch umstritten. <\/p><p>Unterschlagen werden die Pl&auml;ne des Rechtspopulisten Juan Requesens, der aus den Zielen seiner oppositionellen Partei &bdquo;Primero Justicia&ldquo; kein Geheimnis macht: ein Klima der Unregierbarkeit schaffen, Venezuela lahmlegen, ausl&auml;ndische Interventionen bef&uuml;rworten und einer verfassungsgebenden Versammlung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Stunde-Null-Opposition-in-Venezuela-setzt-zum-Showdown-an-3774926.html\">einen &bdquo;heftigen Krieg&ldquo; liefern<\/a>.<\/p><p>In der Tagesschau wird vielmehr die stolze Zahl von angeblich 7,5 Millionen Stimmen f&uuml;r die Opposition mehrfach wiederholt, ohne anzumerken, dass dies ein ganz und gar unbelegbares Ergebnis ist, da die Wahlzettel sofort nach diesem symbolischen Akt vernichtet wurden. Dagegen wissen die Hersteller der Wahlautomaten, die Londoner Firma Smartmatic, ohne die Wahlbeh&ouml;rde konsultiert zu haben, sofort und &bdquo;ohne jeden Zweifel&ldquo;, aber auch ohne jede Beweisf&uuml;hrung, dass die Wahl der Kandidaten f&uuml;r die verfassungsgebende Versammlung gef&auml;lscht wurde. Die Tagesschau greift dies gern und vielfach auf. F&uuml;r die Hinterm&auml;nner ihrer Quelle interessiert sie sich nicht. Etwa f&uuml;r den Vorstandsvorsitzenden von Smartmatic, Mark Malloch-Brown, der auch im Vorstand der Open-Society-Stiftung des <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/08\/181945\/venezuela-wahlbetrug-smartmati\">US-Milliard&auml;rs George Soros sitzt<\/a>.<\/p><p>Diese Stiftung hat sich bekanntlich hervorgetan durch die Unterst&uuml;tzung der &bdquo;Farbenrevolutionen&ldquo; in Georgien und der Ukraine, auch der <a href=\"https:\/\/www.danieladahn.de\/modell-maidan-illegal-aber-legitim\/\">jugoslawischen Regime-Change NGO Otpor<\/a>, die sich offen zu der Strategie bekennt, die Wahlen der zu st&uuml;rzenden Regierung medienwirksam als gef&auml;lscht darzustellen. Malloch-Brown ist auch Vorsitzender der &bdquo;International Crisis Group&ldquo;, in der Vertreter der USA, der EU, Kanadas, Mexikos, Perus und Kolumbiens der Opposition in Venezuela &bdquo;mit Rat und technischer Unterst&uuml;tzung&ldquo; zur Seite stehen. <\/p><p>Wenn die gr&ouml;&szlig;te Erd&ouml;lgesellschaft Lateinamerikas, der Staatsbetrieb Petr&oacute;leos de Venezuela, eine Kooperation mit Russland und China ank&uuml;ndigt, dann erhebt das der einstige Chef der US-&Ouml;lgesellschaft Exxon Mobile und jetzige Au&szlig;enminister Rex Tillerson zum Problem der &bdquo;nationalen Sicherheit&ldquo;. Die Destabilisierungsversuche der CIA in Venezuela sind unter Kennern der Materie kein Tabu, ganz sicher aber in der Tagesschau. Ein Zuschauer belegt auf Tagesschau.de ein Zitat von CIA-Direktor Michael Pompeo: die USA habe gro&szlig;es Interesse sicherzustellen, dass ein wirtschaftlich so f&auml;higes Land wie Venezuela stabil sei. Mit anderen Worten: nicht unter der Kontrolle von Sozialsten. &bdquo;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/SMoncada_VEN\/status\/889470951934611457\">Wir arbeiten deshalb hart daran.<\/a>&ldquo;<\/p><p>So hart, dass der Rat der Wahlexperten Lateinamerikas nicht geh&ouml;rt wird: Das Ergebnis der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung sei &bdquo;wahr und vertrauensw&uuml;rdig&ldquo;, es sei das gleiche System angewandt worden wie 2015, als die Opposition gewann. So hart, dass st&auml;ndig wiederholt wurde, dass sieben Mitglieder der Organisation Amerikanischer Staaten das Wahlergebnis nicht anerkennen, die logische Folge daraus aber, dass n&auml;mlich die &uuml;brigen 28 Mitglieder sie anerkennen, unterschlagen wurde. So hart, dass auch Pr&auml;sident Maduro nicht wahrgenommen wird, wenn er die Opposition wiederholt vergeblich auffordert, das von der Verfassung festgelegte &Uuml;berpr&uuml;fen des Wahlergebnisses nicht weiter zu boykottieren. Wenn Trump dann jenseits jeder Rationalit&auml;t Venezuela mit Krieg droht, fragt kaum noch jemand: Was hat er dort zu suchen? Was will er mitbringen? Selbstbestimmungs- oder V&ouml;lkerrecht offensichtlich nicht.<\/p><p>Am 31. August hat der vielgeschm&auml;hte, da angeblich diktaturverliebte Verfassungskonvent ein Dekret &uuml;ber einen &bdquo;nationalen Dialog zur Stabilisierung der Wirtschaft&ldquo; verabschiedet. &Uuml;ber ein Wirtschaftsmodell, das die Abh&auml;ngigkeit vom Erd&ouml;l weitgehend &uuml;berwindet, sollen sich gemeinsam Gedanken machen Unternehmen und Wirtschaftsvertreter, wie auch Arbeiter und Kommunale R&auml;te. (Ch&aacute;vez war ein Anh&auml;nger des russischen Adligen und Verfechters der R&auml;tedemokratie Kropotkin und hat mit seiner fortschrittlichen Verfassung vom M&auml;rz 2000 erste Strukturen eingef&uuml;hrt.)  Von dieser Aufforderung des Verfassungskonvents &bdquo;an alle, das Land aufzubauen&ldquo;, hat man im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts geh&ouml;rt.<\/p><p>Viele Zuschauer sehen sich von der Tagesschau und anderen Leitmedien nicht hinreichend mit unabh&auml;ngigen und zweifelsfrei recherchierten Informationen versorgt, um sich zu Venezuela eine eigene, begr&uuml;ndete Meinung bilden zu k&ouml;nnen. Das ist das eigentliche Dilemma. Weil es nat&uuml;rlich nicht nur Venezuela betrifft, sondern eigentlich das ganze Weltgeschehen. Es wird ein selektives Angebot von Symptomen serviert, das unerw&uuml;nschte kausale Zusammenh&auml;nge weitgehend ausspart. Und das entgeht den B&uuml;rgern nicht, die den Mainstream-Medien nicht mehr trauen. Nach einer Untersuchung der Universit&auml;t Mainz von Ende 2016 sind drei Viertel der Befragten &uuml;berzeugt, dass die Medien zumindest teilweise &uuml;ber Unerw&uuml;nschtes nicht berichten. Doch l&ouml;st dieser Befund die Unruhe aus, die die Kanzlerin angeblich erwartet? Sind staatlich finanzierte Studien zu dieser demokratiegef&auml;hrdenden Situation in Auftrag gegeben? Ist externer Sachverstand, wie von der epd gefordert,  vielleicht unn&ouml;tig, weil die diensthabenden Journalisten selbstkritisch mit der Situation umgehen? Weit gefehlt. <\/p><p>Fundierte, kritische Analysen m&uuml;ssen gew&ouml;hnlich einzelne Fachleute ohne institutionelle Unterst&uuml;tzung in selbstausbeuterischer Privatinitiative stemmen. Die Autoren der &bdquo;Macht um Acht&ldquo; haben bei der ARD zwischen Mai 2014 und Februar 2017 &uuml;ber 200 wohlrecherchierte Programmbeschwerden eingebracht, zu Themen, in denen &auml;hnlich einseitig berichtet wurde, wie oben am Beispiel Venezuela veranschaulicht. Ihr Fazit: Die Pflicht zu objektiver Berichterstattung wird bei der Tagesschau immer wieder dahingehend missverstanden, das f&uuml;r objektiv zu halten, was die Regierung sagt. Dazu dient eine politisch motivierte Sprachregulierung, das Wording. <\/p><p>Dieser Logik folgen auch die meist in Privatbesitz befindlichen Nachrichtenagenturen. Mehr als 80 Prozent der Tagesschau-Informationen stammen aus gekauftem Agentur-Material. Das sind die marktf&uuml;hrenden westlichen Agenturen, gemieden werden dagegen die gro&szlig;en indischen, chinesischen, lateinamerikanischen, gar afrikanischen Agenturen, von arabischen oder russischen ganz zu schweigen. Wer sich zu weit von der eigenen Darstellung entfernt, betreibt Propaganda. Eine solche Haltung pr&auml;gt zwangsl&auml;ufig Feindbilder. Zitiert wird einer, dem man nicht nachsagen kann, dass er nicht wusste, wovon er spricht, Peter Scholl-Latour: Wir leben im Zeitalter der medialen Massenverbl&ouml;dung. <\/p><p>Wie also reagiert in diesem Zeitalter ein Sender auf 200 Programmbeschwerden von einstigen Kollegen? Eingaben m&uuml;ssen innerhalb eines Monats vom Intendanten beantwortet werden. Doch es kamen nur Floskeln. Und zwar nicht vom Intendanten, sondern vom Chefredakteur, also dem Macher der Sendung: Mit Interesse gelesen&hellip; an Redaktion weitergegeben&hellip; aus Zeitgr&uuml;nden nicht auf alle Mails eingegangen. 200-mal Abwiegeln. <\/p><p>Ist der Beschwerdef&uuml;hrer mit der Antwort nicht zufrieden und begr&uuml;ndet das schriftlich, muss der Rundfunkrat innerhalb von vier Monaten entscheiden, ob ein Versto&szlig; gegen die staatsvertraglichen Programmrichtlinien vorliegt. Das Autorit&auml;re an diesem Gesetz ist: inhaltlich begr&uuml;nden muss diese h&ouml;here Instanz ihre endg&uuml;ltige Entscheidung nicht. Die nicht demokratisch gew&auml;hlten, sondern durch intransparente Beziehungen und interne Abh&auml;ngigkeiten berufenen Vertreter der politischen Klasse im Rundfunkrat haben &bdquo;nach intensiver Diskussion und ausf&uuml;hrlicher Pr&uuml;fung des Sachverhaltes&ldquo; ausnahmslos keinen Versto&szlig; gegen die Grunds&auml;tze der Programmgestaltung gem&auml;&szlig; Staatsvertrag feststellen k&ouml;nnen. Die auf den ersten Blick als demokratisches Angebot erscheinende Mitwirkungsm&ouml;glichkeit der Zuschauer erweist sich somit als reine Farce. Auch die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; haben von den dargestellten Programmverst&ouml;&szlig;en keine Notiz genommen.<\/p><p>Die Autoren sprechen von dreistem Anspruch auf Unfehlbarkeit, aber es ist wohl schlimmer: Die Programm-Redakteure w&uuml;rden sicher auch lieber &uuml;ber brisante Hintergr&uuml;nde berichten, als die ewig gleichen Klischees zu wiederholen. Doch nur wenn sie &ndash; vielleicht sogar unbewusst &ndash; eben diese Klischees bedienen, k&ouml;nnen sie zu Recht davon ausgehen, im Sinne ihrer Auftraggeber alles richtig gemacht zu haben. Das Leugnen von Fehlern ist Unterw&uuml;rfigkeit. Was die Macht erwartet, ist f&uuml;r die eigene Entwicklung allemal wichtiger als die Erwartungen der machtlosen Zuschauer. Deshalb haben sich viele Journalisten freiwillig zu einer Art mehr oder weniger geschickten PR-Agentur der Bosse in Wirtschaft, Politik und Kultur gemacht. Ja, man gewinnt den Eindruck, als horchten sie fast nur auf das Echo der sie f&ouml;rdernden Hierarchien &ndash; dar&uuml;ber hinausgehende Zuschauer und Leser sind gar keine Zielgruppe.<\/p><p>Wenn es f&uuml;r diese Diagnose noch eines Beweises bed&uuml;rfte, lie&szlig;e sich auf eine Studie der IG-Metall nahestehenden Otto-Brenner-Stiftung verweisen. Dort wurden 35 000 Berichte aus SZ, FAZ, Die Welt sowie tagesschau, News-Websites wie tagesschau.de oder spiegel.de und auch von Lokalzeitungen zum Thema Fl&uuml;chtlingskrise untersucht. Fazit: die Medien sind ihrer demokratischen Funktion nicht gerecht geworden. Das berichtete verknappt sogar der faktenfinder von tagesschau.de am 22.7.2017, ohne alle Zahlen zu nennen. Die Hauptakteure des Geschehens, n&auml;mlich Fl&uuml;chtende, Helfer und freiwillige Unterst&uuml;tzer kamen nur in 7,5 Prozent der Beitr&auml;ge zu Wort. Genau 10-mal mehr musste man wiedermal den Politikern und ihren Beh&ouml;rden zuh&ouml;ren. Die Medien spiegelten die Politik, <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/fileadmin\/user_data\/stiftung\/Aktuelles\/AH93\/AH_93_Haller_Web.pdf\">statt sich als neutral hinterfragende Instanz zu verhalten<\/a>.<\/p><p>Und die Politik, einig wie nie, &uuml;ber die ganz Gro&szlig;e Koalition einschlie&szlig;lich Linken und Gr&uuml;nen, verteidigte Willkommenskultur &ndash; was durchaus sympathisch war. Da aber Bedenken und &Auml;ngste medial kaum wahrgenommen wurden, f&ouml;rderte man indirekt andere Antwortgeber: Pegida, AfD, NPD. Deshalb konnte die Stimmung &uuml;ber Nacht kippen, &uuml;ber die Silvesternacht in K&ouml;ln. Als nun allen voran der Innenminister und viele andere Politiker auf Distanz gingen, &uuml;berboten sich pl&ouml;tzlich auch Beitr&auml;ge der eben noch so zugewandten Medien in &uuml;bertriebenen, oft hysterischen, jedenfalls weitgehend unbewiesenen Beschuldigen <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/silvester-in-koln-oder-making-of-apokalypse-2-0-von-walter.media.8307f61fd483d3947b55a7d4d6d04172.pdf\">gegen&uuml;ber jungen &bdquo;Magrebinern&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Was einmal mehr zeigte, dass der weitgehend affirmative Nachrichten-Journalismus Mitte und Ma&szlig; verloren hat. Oder sein vorherrschendes Ma&szlig; Opportunismus ist. Die Studie beklagt, dass die Diktion des Mainstreams die &ouml;ffentliche Meinung so stark pr&auml;gt, dass abweichende Positionen entweder nicht mehr geh&ouml;rt oder aus Angst, ausgegrenzt zu werden, gar nicht mehr ge&auml;u&szlig;ert w&uuml;rden. Diese Furcht vor Isolation f&uuml;hre in eine Schweigespirale. <\/p><p>Die Journalisten stehen vor der durchaus schwierigen Aufgabe, genau so viel Meinungsfreiheit zu demonstrieren, wie Scheinobjektivit&auml;t erfordert, aber durch das Ausblenden von Ursachen und Interessen nicht anzuecken. Gerade durch dieses Taktieren verfehlt die Nachrichtengebung letztlich ihren Programmauftrag. Leser, H&ouml;rer und Zuschauer wandern ab, finden im Netz andere &Ouml;ffentlichkeiten. So sie m&ouml;gen, sto&szlig;en sie trotz allem auch auf M&ouml;glichkeiten zu Mitbestimmung bei der Programmgestaltung in den Rundfunksendern. Etwa die &bdquo;St&auml;ndige Publikumskonferenz&ldquo; oder die &bdquo;Initiative f&uuml;r einen Publikumsrat&ldquo;. Oder eben auf all die Plattformen, die wie diese bew&auml;hrten NachDenkSeiten Informationen bieten, die ansonsten fehlen. Es gibt immer Alternativen. Allerdings nicht nur auf Seiten der Vernunft. Rechtsdemagogen wissen Informationsl&uuml;cken zu nutzen. Dass medial manipulierte, entpolitisierte Menschen leichter zu bevormunden sind, k&ouml;nnte sich insofern als ein folgenschwerer Irrtum der herrschenden Eliten erweisen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Moderation des sogenannten Kanzler-Duells hat demonstriert, dass sich die Fragen und Themen von ARD und ZDF den Privatsendern vollkommen angepasst haben. Da gibt es zweifellos Ausnahmen, besonders auf 3sat, Arte und Phoenix zu sp&auml;ter Stunde. Aber die Nachrichten- und Informationssendungen &ndash; Kerngesch&auml;ft jeden Senders- m&uuml;ssen sich schon fragen lassen, wie &ouml;ffentlich und rechtlich sie<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40047\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,126,20,183,11],"tags":[1546,313,1795,1334,1055,418,1544,1919,2071,2449,1865,1163,315,2155,1029,1932,451,2117,1556,1333,291,244,2121,1540],"class_list":["post-40047","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-ard","tag-oerr","tag-chavez-hugo","tag-erdoel","tag-fluechtlinge","tag-grundgesetz","tag-kampagnenjournalismus","tag-lueckenpresse","tag-maduro-nicolas","tag-medienstaatsvertrag","tag-meinungsfreiheit","tag-meinungspluralismus","tag-merkel-angela","tag-opportunismus","tag-otto-brenner-stiftung","tag-randale","tag-tagesschau","tag-tillerson-rex","tag-usa","tag-venezuela","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-vierte-gewalt","tag-wahlfaelschung","tag-zdf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40047"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120852,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40047\/revisions\/120852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}