{"id":4005,"date":"2009-06-16T09:58:32","date_gmt":"2009-06-16T07:58:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4005"},"modified":"2009-06-17T09:07:22","modified_gmt":"2009-06-17T07:07:22","slug":"hinweise-des-tages-911","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4005","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4005#h01\">Toxisches Volumen&rdquo; der Landesbanken bleibt v&ouml;llig unklar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h02\">Bankkunden immer noch beraten und verkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h03\">Deutsche Bank erwartet f&uuml;nf Millionen Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h04\">Moralspritze f&uuml;r die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h05\">Gesetzliche Regelungen f&uuml;r T&auml;tigkeiten ausscheidender Minister gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h06\">Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der Abwrackpr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h07\">Union verspricht Steuergeschenke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h08\">Mogelpackung Reichensteuer: Wie der SPD-Kanzlerkandidat die Reichen schonen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h09\">Steuerhinterziehung: Der verkaufte Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h10\">Altersvorsorge: Sparer trotzen Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h11\">Lohnzur&uuml;ckhaltung &ndash; hat nichts gebracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h12\">Auch Bauernverband plante verdeckte Meinungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h13\">&ldquo;SED und Stasi inszenierten die 68er-Revolte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h14\">1,5 Millionen Jugendliche ohne Berufsabschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h15\">Arm, arbeitslos und ohne Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h16\">Studenten starten Bildungsstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h17\">Tipp: Neu eingestellt in Sozialpolitik aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4005&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Toxisches Volumen&rdquo; der Landesbanken bleibt v&ouml;llig unklar<\/strong><br>\nBank-Experten k&ouml;nnen noch nicht einsch&auml;tzen, wie hoch das Volumen der in &ldquo;Bad Banks&rdquo; auszulagernden Gesch&auml;ftsfelder und &ldquo;toxischen Papiere&rdquo; der Landesbanken ist. Die Deutsche Bundesbank wies in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Haushaltsausschusses zum Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU\/CSU und SPD zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung (16\/13156) am Montag darauf hin, die Summe der strukturierten Wertpapiere, die von den Banken (mit Ausnahme der Landesbanken) in Zweckgesellschaften ausgelagert werden k&ouml;nnten, werde auf 200 bis 230 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. In dem Gesetzentwurf ist noch keine M&ouml;glichkeit f&uuml;r die Landesbanken vorgesehen, ihre toxischen Papiere oder einige ihrer Gesch&auml;ftsfelder in Zweckgesellschaften auszulagern. &Uuml;ber die Einf&uuml;gung einer solchen M&ouml;glichkeit in den Entwurf wollen die Koalitionsfraktionen beraten. Die Bundesbank vertrat dazu die Ansicht, da nicht bekannt sei, welche Felder die Eigent&uuml;mer der Landesbanken auslagern w&uuml;rden, sei es auch nicht m&ouml;glich, eine Summe zu nennen. \n<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte, dass die Koalition wieder nur auf ein freiwilliges Modell setze. Daher werde man auch in Zukunft nicht wissen, welchen &ldquo;Giftm&uuml;ll&rdquo; die Banken noch in ihren Kellern h&auml;tten. Es bestehe die Gefahr, dass das Rettungspaket nicht angenommen werde. Der Umfang der faulen Papiere k&ouml;nne sogar viermal so hoch sein wie die genannten 200 bis 230 Milliarden, bef&uuml;rchtet der DGB. Die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wies Vermutungen zur&uuml;ck, dass die toxischen Papiere grunds&auml;tzlich nichts mehr wert seien. Gleichwohl sehe man einen erheblichen Druck in der Finanzbranche. Wie die Bundesbank hielt sich auch die BaFin mit einer Einsch&auml;tzung der Lage der Landesbanken zur&uuml;ck. Vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung wurde auf akuten Handlungsbedarf f&uuml;r den gesamten Finanzmarkt hingewiesen. Man werde mit verst&auml;rkten Eigenkapitalanforderungen zu rechnen haben. Von einem weiteren Wertverlust von Papieren sei auszugehen. Als Beispiele wurden neben US-amerikanischen Papieren Kreditkartenverbriefungen und Finanzierungen aus dem Automobilbereich genannt. <\/p>\n<p>Der Gesetzentwurf und die geplanten &Auml;nderungen f&uuml;r die Landesbanken wurden besonders vom Sparkassen- und Giroverband kritisiert. Dessen Pr&auml;sident Heinrich Haasis erkl&auml;rte, die Sparkassen st&uuml;nden zu ihrer Verantwortung f&uuml;r die Landesbanken, die ihnen zum Teil geh&ouml;ren. In den letzten Jahren h&auml;tten die Sparkassen einen zweistelligen Milliardenbetrag an die Landesbanken gegeben, der zum Teil verloren sei. Als &ldquo;sehr erschreckend&rdquo; bezeichnete Haasis den Plan, unterschiedliche Haftungen f&uuml;r Aktiengesellschaften und Landesbanken einzuf&uuml;hren. W&auml;hrend sich die Haftung bei Aktienbanken auf die zur Aussch&uuml;ttung anstehenden Gewinne beschr&auml;nke, werde f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Banken eine gesamtschuldnerische Haftung eingef&uuml;hrt. Das w&uuml;rden die Sparkassen nicht verkraften. Haasis verlangte eine Gleichstellung mit den Aktienbanken. Sonst w&uuml;rde man die Stabilit&auml;t der Sparkassen riskieren.<br>\nThorsten Polleit (Barclays Bank) wies darauf hin, dass der geplante Abschlag von zehn Prozent f&uuml;r Papiere, die in Bad Banks ausgelagert werden sollen, das Eigenkapital reduzieren werde. Der Verband &ouml;ffentlicher Banken pr&auml;sentierte dazu eine Beispielrechnung: Bei einem Volumen der auszulagernden Papiere von 20 Milliarden w&uuml;rde die 10-Prozent-Regelung zu einem Verlust von zwei Milliarden Euro f&uuml;hren. Das k&ouml;nne f&uuml;r eine Landesbank schon sehr kritisch sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_180\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Um wie viel unklarer muss dann das &bdquo;toxische Volumen&ldquo; der Privatbanken sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankkunden immer noch beraten und verkauft<\/strong><br>\nBeraten und verkaufen die Banken und Finanzdienstleister angesichts dieser klaren Kundenw&uuml;nsche also solider als bisher &ndash; wie es &uuml;brigens auch neue Gesetze fordern? Bei der Frage muss Achim Tiffe vom Institut f&uuml;r Finanzdienstleistungen fast lachen, Erich Paetz vom Bundesministerium f&uuml;r Verbraucherschutz spricht vom &ldquo;eher kreativen Umgang der Branche mit Gesetzen&rdquo;, und Thomas Johrberg von der gemeinn&uuml;tzigen GLS Bank nennt es eine &ldquo;systemisch angelegte Verantwortungslosigkeit&rdquo;, die beim Verkauf von Finanzprodukten herrscht. &ldquo;Was da passiert, hat nichts mit Beratung zu tun&rdquo;, sagt Verbrauchersch&uuml;tzer Niels Nauhauser kopfsch&uuml;ttelnd. So kann man es auch tats&auml;chlich nicht nennen: Berater schwatzen Kunden Produkte auf, die nicht nur meilenweit von dem entfernt sind, was die urspr&uuml;nglich wollten. Sondern die auch Risiken bergen, von denen Kunden in Verkaufsgespr&auml;chen gar nichts erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubBD6B20C3D01A48D58DA92331B0A80BC3\/Doc~E6866F741D7644D08BEA4E1B249AEF815~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Bank erwartet f&uuml;nf Millionen Arbeitslose<\/strong><br>\nDie weltweite Wirtschaftskrise wird den deutschen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten deutlich h&auml;rter treffen als bisher: Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank rechnet schon im Winter mit f&uuml;nf Millionen Arbeitslosen. &ldquo;Das Schlimmste liegt noch vor uns.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630413,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Norbert Walter ist zwar als Schwarzmaler bekannt, aber in der Tendenz d&uuml;rfte er richtig liegen. Wie die Einlassungen des neuen Pr&auml;sidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, zeigen ist das Ziel solcher Katastrophenmeldungen immer das gleiche: Weitere Strukturreformen und vor allem weitere Steuerentlastungen der Unternehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Moralspritze f&uuml;r die Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Krise ist da, wo bleibt die Moral? Kann eine Wirtschaft &uuml;berhaupt wertfrei funktionieren? Und ver&auml;ndert die Finanzkrise tats&auml;chlich unser wirtschaftliches Handeln nachhaltig? Mehr als zwei Jahrzehnte hatte Peter Ulrich den ersten und bisher einzigen Lehrstuhl f&uuml;r Wirtschaftsethik in der Schweiz inne. Nun wurde er Anfang Mai emeritiert. Im Gespr&auml;ch mit Roger de Weck erl&auml;utert Peter Ulrich, wie es der Wirtschaftsethik gelingen k&ouml;nnte, dem N&uuml;tzlichkeitsdenken der &Ouml;konomen etwas entgegenzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tvprogramm.sf.tv\/details\/3F23A786-B504-4797-9320-B04F88105FF6\">Schweizer Fernsehen (eine knapp einst&uuml;ndige Videoaufzeichnung)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetzliche Regelungen f&uuml;r T&auml;tigkeiten ausscheidender Minister gefordert<\/strong><br>\nExperten sprechen sich f&uuml;r eine gesetzliche Regelung des &Uuml;bergangs ausscheidender Minister und Staatssekret&auml;re in Unternehmen aus. Ein &ldquo;freiwilliger Verhaltenskodex&rdquo;, so ihre Einsch&auml;tzung w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Innenausschusses am Montagnachmittag, reiche nicht aus. Grundlage des Hearings bildeten jeweils drei Antr&auml;ge der Linksfraktion (16\/846, 16\/9484, 16\/8453) und der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/948, 16\/8762, 16\/13174) sowie ein Antrag der FDP-Fraktion (16\/677) zum Umgang mit Lobbyismus.\n<p>F&uuml;r eine Karenzzeit von drei Jahren, die zwischen dem Ausscheiden aus dem Dienst und der Aufnahme einer T&auml;tigkeit, die in Zusammenhang mit dem fr&uuml;heren Amt steht, sprach sich Jochen B&auml;umel von &ldquo;Transparency Deutschland&rdquo; aus. Vergleichbare Regelungen gebe es bereits f&uuml;r Beamte, Richter und Soldaten, sagte B&auml;umel. N&ouml;tig seien die Regelungen, da in der Vergangenheit Minister und Staatssekret&auml;re nach ihrem Ausscheiden innerhalb kurzer Zeit in Unternehmen gewechselt seien, bei denen der Anschein nicht vermieden worden sei, dass es einen Zusammenhang zwischen im Amt getroffenen Entscheidungen und der aufgenommenen T&auml;tigkeit gibt. W&auml;hrend es Beamten grunds&auml;tzlich untersagt werden kann, bis zu f&uuml;nf Jahren nach dem Ausscheiden eine solche Besch&auml;ftigung aufzunehmen, gebe es bei leitenden Beamten, die um ihre Entlassung ersucht haben um eine neue T&auml;tigkeit aufzunehmen, eine &ldquo;Regelungsl&uuml;cke&rdquo;, sagte der ehemalige Staatssekret&auml;r, Johann Hahlen.<\/p>\n<p>Auf das Problem der &ldquo;herausgekauften&rdquo; Beamten verwies auch der Staatsrechtler Ulrich Battis von der Humboldt Universit&auml;t Berlin. Wer ohne Anspr&uuml;che auf Versorgungsbez&uuml;ge ausscheide, falle nicht mehr unter das Beamtenrecht. Daher sollte es auch bei diesen F&auml;llen eine Karenzzeit geben. Dies sollte ausdr&uuml;cklich nicht f&uuml;r parlamentarische Staatsekret&auml;re gelten, die wie ganz normale Abgeordnete zu behandeln seien und ihren Beruf aus&uuml;ben d&uuml;rften, sagte Battis. Der ehemalige Staatssekret&auml;r Hahlen regte an, auch Minister, die nach ihrer Dienstzeit wieder als Abgeordnete t&auml;tig sind, nach Artikel 12 des Grundgesetzes, die freie Berufswahl zu erm&ouml;glichen. Dem widersprach Professor Hans Meyer von der Juristischen Fakult&auml;t der Humboldt Universit&auml;t Berlin: Die Anwendung von Artikel 12 sei in diesem Falle eine &ldquo;abenteuerliche Rechtskonstruktion&rdquo;. Ehemalige Minister h&auml;tten eine besondere Dienstpflicht und seien daher auch gesondert zu behandeln. Meyer sprach sich auch gegen die von Battis geforderte unterschiedliche Behandlung von beamteten und parlamentarischen Staatssekret&auml;ren aus. Beide m&uuml;ssten mit einer Karenzzeit von zwei Jahren belegt werden, sagte er. Dass es derzeit eine Karenzzeitregelung in Deutschland nicht gibt, sei ein &ldquo;deutscher Sonderweg&rdquo;, sagte der Reporter des Magazins &ldquo;Stern&rdquo;, Hans-Martin Tillack. Laut der &ldquo;Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung&rdquo; sei die &Uuml;bergangsregelung umso wichtiger je h&ouml;herrangig ein Amtstr&auml;ger ist. In Deutschland sei dies genau anders herum, kritisierte Tillack.<\/p>\n<p>Ebenfalls bef&uuml;rwortet wurde von der Mehrheit der Sachverst&auml;ndigen die Einf&uuml;hrung eines verpflichtenden Lobbyregisters. Die B&uuml;rger h&auml;tten ein Recht zu wissen, welche Akteure in welchem Interesse und mit welchem Budget Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen versuchen, sagte Heide Klein von der Organisation &ldquo;LobbyControl&rdquo;. Aus Sicht von &ldquo;Transparency Deutschland&rdquo; sollte es zuk&uuml;nftig Ministerialbeamten untersagt sein, Gespr&auml;chstermine mit nicht registrierten Lobbyisten wahrzunehmen. Die Professoren Battis und Meyer sprachen sich ebenfalls f&uuml;r ein verpflichtendes statt eines freiwilligen Registers aus und machten deutlich, dass ihrer Ansicht nach sowohl die Definition als auch die Abgrenzung von Lobbyisten keine Probleme bereiten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_179\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wetten, dass es solche Regelungen auf absehbare Zeit nicht geben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der Abwrackpr&auml;mie <\/strong><br>\nZum Stichtag 7. Mai 2009 lagen dem Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 1 400 208 Antr&auml;ge auf eine Umweltpr&auml;mie vor. Auf Basis dieser Antragszahlen erg&auml;be sich eine Inanspruchnahme des F&ouml;rderprogramms von 3 500 520 000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090616_antwort_auswirkungen_abwrackpr%C3%A4mie.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 772 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Am meisten profitierte VW mit 15%, danach Opel mit 11%, Ford mit 8%, Skoda mit gut 7%, Toyota mit gut 5%, Renault mit knapp 4,5%. Peugeot mit gut 4%<\/em><\/p>\n<p>Ziemlich wenig Audi, BMW und Mercedes Benz und fast gar nichts Porsche.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Union verspricht Steuergeschenke<\/strong><br>\nMonatelang haben sie gestritten, nun l&ouml;st sich die Auseinandersetzung in Wohlgefallen auf: CDU und CSU gehen mit dem Versprechen von Steuersenkungen in den Wahlkampf &ndash; Kosten und Finanzierungsfragen bleiben jedoch unklar.\n<p>Vereinbart wurde nun eine &ldquo;Streckung des Tarifverlaufs&rdquo; in der Einkommensteuer, um die kalte Progression zu verhindern. Das soll in zwei Schritten erreicht werden. So ist geplant, den Eingangssatz von 14 auf 13 und schlie&szlig;lich auf 12 Prozent zu senken. Zugleich soll der Betrag, ab dem der H&ouml;chststeuersatz von 42 Prozent f&auml;llig wird, von 52.000 Euro auf 60.000 Euro erh&ouml;ht werden. <\/p>\n<p>Au&szlig;erdem ist an eine Gl&auml;ttung des sogenannten Mittelstandsbauchs gedacht. Im Gegensatz zu einem linearen Einkommensteuertarif werden verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringe Einkommen heute &uuml;berproportional belastet. Zudem will die Union das gegenw&auml;rtige System der Erhebung der Mehrwertsteuer &uuml;berpr&uuml;fen. Das gilt als Zugest&auml;ndnis an die CSU, die eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes in der Hotellerie und Gastronomie m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Wahlkampf-Union-verspricht-Steuergeschenke\/527071.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von der Senkung des Eingangssatzes profitieren alle, von der Anhebung des Stichbetrages f&uuml;r den H&ouml;chststeuersatz und von der Gl&auml;ttung des Mittelstandsbauchs nur die Besserverdienenden.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die &uuml;berholten Rezepte der Union<\/strong><br>\nDie Unionsparteien versprechen im Wahlkampf breite Steuersenkungen. Das ist ein kapitaler Fehler: Die W&auml;hler haben den Glauben an einfache Rezepte lange verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Leitartikel-Die-%FCberholten-Rezepte-der-Union\/527395.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mogelpackung Reichensteuer: Wie der SPD-Kanzlerkandidat die Reichen schonen will<\/strong><br>\nDie von der SPD im Wahlprogramm propagierte Reichensteuer ist eine Mogelpackung. Sie w&uuml;rde gerade mal zwei Milliarden Euro bringen. Eine Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer in H&ouml;he von nur einem Prozent br&auml;chte dagegen 16 Mrd. Euro. Aber der SPD-Spitzenkandidat Steinmeier wehrt sich dagegen. Er will im Wahlkampf nicht &uuml;ber Steuererh&ouml;hung reden. Immer mehr SPD-Politiker wollen auf dem kommenden Wahlparteitag Steinmeier dazu bringen, seinen Kurs zu &auml;ndern und die Verm&ouml;genssteuer ins Wahlprogramm aufzunehmen. Durch den Verzicht auf die Verm&ouml;genssteuer entgingen dem Staat seit 1996 circa 100 Mrd. Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2009\/0611\/pdf\/reichensteuer.pdf\">ARD Monitor (Text, PDF) [PDF &ndash; 79 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2009\/0611\/steuern.php5\">ARD Monitor (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der verkaufte Staat<\/strong><br>\nF&uuml;r den fr&uuml;heren Steuerfahnder Rudolf Schmenger, der infolge allzu erfolgreicher Pr&uuml;fungen bei der Commerzbank in Frankfurt am Main nach direkter Intervention der Konzernspitze beim hessischen Finanzministerium im M&auml;rz 2003 zun&auml;chst kaltgestellt wurde, geht es bei der Frage der Steuergerechtigkeit in Deutschland nicht um Fehler im System, sondern um das System selbst. Zum einen sorgten die Steuergesetze mit ihren unz&auml;hligen Sonderregeln und Ausnahmetatbest&auml;nden daf&uuml;r, dass sich einzelne Gruppen gezielt auf Kosten anderer bedienen k&ouml;nnten, so Schmenger. Doch selbst die Anwendung des geltenden Steuerrechtes werde gezielt unterlaufen oder gar unterbunden. So behindern die meisten Bundesl&auml;nder standhaft eine bundeseinheitliche Steuerverwaltung, um den &raquo;Standortvorteil&laquo; einer &auml;u&szlig;erst laxen Kontrolle nicht zu gef&auml;hrden. Nach &uuml;bereinstimmenden Sch&auml;tzungen von Experten fehlen in Deutschland rund 3000 Steuerfahnder, um die auf einen zweistelligen Milliardenbetrag gesch&auml;tze Summe der j&auml;hrlich hinterzogenen Steuern wenigstens deutlich reduzieren zu k&ouml;nnen. Laut Schmenger kostet ein Steuerfahnder den Staat inklusive Pensionsr&uuml;ckstellungen 60000 bis 80000 Euro pro Jahr, sorge aber f&uuml;r durchschnittliche Steuermehrerl&ouml;se von 1,5 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-16\/044.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altersvorsorge: Sparer trotzen Krise<\/strong><br>\n12,4 Millionen Menschen sorgen mit einer Riester-Rente f&uuml;r das Alter vor. Diese Zahl meldet das Bundessozialministerium. Allein in den Monaten Januar bis M&auml;rz schlossen rund 275.000 Sparer einen Riester-Vertrag &uuml;ber eine Zusatzrente neu ab. Die Riester-Rente eignet sich vor allem wegen der staatlichen Zulagen f&uuml;r Familien. Die Zulagen kommen aus Brandenburg von der Zentralen Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen. Zum Zahltermin 15. Mai 2009 hat sie laut Bundessozialministerium rund 1,6 Milliarden Euro Zulagen an Riester-Sparer ausgezahlt. Das sei die h&ouml;chste Summe, die bisher zu einem Zahlungstermin f&ouml;rderf&auml;higen Altersvorsorge-Vertr&auml;gen gutgeschrieben wurde. Insgesamt habe die Zulagenstelle bis Mitte Mai Zulagen in H&ouml;he von mehr als 5,3 Milliarden Euro an Riester-Sparer &uuml;berwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Neue-Riester-Rente-Zahlen.html?session=ebb7edb4e6b97a259e37766ad3d3b20c\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man bedenkt, dass diese Zulagen im Wesentlichen an die Versicherer gehen, kann man sich leicht ausmalen, warum f&uuml;r die Riester-Rente so viel Propaganda gemacht wird. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lohnzur&uuml;ckhaltung &ndash; hat nichts gebracht<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkungen zu verschiedenen Beitr&auml;gen zu diesem Thema von Volker Bahl:<\/strong><\/em><br>\n<em>\n<ul>\n<li>Verschiedene Blickwinkel auf die deutsche Lohnzur&uuml;ckhaltung &ndash; Begrifflich habe ich es schwer, so einfach von &ldquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo; zu sprechen, da dies eigentlich unterstellt hier hat jemand ( d.h. die Gewerkschaften ) absichtlich die L&ouml;hne runtergehalten.\n<\/li>\n<li>Ich halte es da eher mit der Annahme politisch &ldquo;induzierter&rdquo; Schw&auml;chung der Gewerkschaften zum Zwecke eines Lohndumping &ndash; oder zu deutsch politisch gewollte Lohndr&uuml;ckerei.<br>\nAber jenseits dieser Definitionsschwierigkeiten &uuml;ber die &ndash; gerade im internationalen Vergleich &ndash; &uuml;berm&auml;&szlig;ig gesunkenen L&ouml;hne in Deutschland im letzten Jahrzehnt bringt Thomas von der Vring (Bremen) eine saubere Analyse der binnenwirtschaftlichen Auswirkungen dieser Lohndr&uuml;ckerei und widerlegt diese These , die den zur Lohnsenkung durchgef&uuml;hrten Reformen zugrunde lag, es k&ouml;nnten dadurch Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden (vor allem Sinn\/Ifo)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_95553.html\">boeckler.de<\/a>\n<\/li>\n<li>nach der ganz einfachen Regel, wo weniger konsumiert wird, lohnen sich eben auch keine Investitionen (= Arbeitspl&auml;tze) &ndash; und das Geld wird vor allem ins Ausland geschafft.<br>\nEs ist sicher verdienstvoll diese Lohnsenkung auch einmal systematisch von dieser binnenwirtschaftlichen Seite betrachtet zu haben.<br>\nMichael Dauderst&auml;dt von der FES legt es eher auf den au&szlig;enwirtschaftlich-europ&auml;ischen Aspekt an, wie dieses Lohnsenkungsprogramm bei uns &ndash; oft k&ouml;nnen sie gar nicht diese asoziale Spirale nach unten den Deutschen nachmachen &ndash; die &ldquo;anderen&rdquo; in Europa quasi zwingt in H&ouml;he von Hunderten von Milliarden &ldquo;Konjunkturprogramme&rdquo; f&uuml;r Deutschland aufzubringen &ndash; und Deutschland erkauft sich dieses Lohndumping mit der st&auml;rksten Zunahme sozialer Ungleichheit in allen OECD-Staaten. Diese auf Lohnzur&uuml;ckhaltung basierende &ldquo;Beggar-thy-neighbour&rdquo;-Politik l&auml;sst dann die anderen L&auml;nder &ouml;konomisch und sozial leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/06240.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 122KB]<\/a>\n<\/li>\n<li>Zwischendrin &ndash; wieder vor allem binnenwirtschaftlich orientiert &ndash; steht die Memo-Gruppe, die die enorme Schw&auml;chung der Binnennachfrage durch diese Politik (hier wird die Agenda 2010 auch beim Namen genannt) durch diese Lohnsenkung hervorhebt. Die Sch&auml;dlichkeit dieses &ldquo;Deutschen Modells&rdquo; einer vor allem exportorientierten Entwicklungsstrategie wird dadurch deutlich gemacht. (vor allem S. 3 bis 4)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/docs\/memo09-kurz.pdf\">Uni Bremen [PDF &ndash; 772 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li>Mir selbst ging es &uuml;ber diesen rein &ouml;konomischen Sachverhalt hinaus auch gerade um die institutionelle Schw&auml;chung der Tarifautonomie in Deutschland &ndash; und damit auch in Europa als &ldquo;Fernwirkung&rdquo;. Nicht zuletzt angeregt durch Paul Krugman (&ldquo;Die gro&szlig;e Kompression&rdquo;) wollte ich &ldquo;zur&uuml;ck&rdquo; zu einer institutionellen St&auml;rkung der Gewerkschaften und ihrer Durchsetzungsmacht frei nach dem Motto : <a href=\"?p=3877\">&ldquo;Es lebe die Tarifautonomie &ndash; das zentrale gewerkschaftliche Grundrecht&rdquo;!<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p><\/em><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auch Bauernverband plante verdeckte Meinungsmache<\/strong><br>\nNicht nur die Deutsche Bahn hat versucht, handfeste wirtschaftliche Interessen getarnt als individuelle Meinung von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern in den Medien oder dem Internet zu platzieren und damit die &ouml;ffentliche Meinungsbildung zu steuern. Der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung liegt ein Dokument vor, das zeigt: Der Deutsche Bauernverband hat offenbar internetaffine Mitglieder dazu aufgefordert, sich aktiv in Internet-Foren zugunsten des Bauernverbandes zu beteiligen. W&auml;hrend DBV-Generalsekret&auml;r Helmut Born erkl&auml;rt, der Verein habe seine Mitglieder lediglich aufgefordert, &ldquo;sich engagiert in diese Internet-Debatte einzubringen (&hellip;)&rdquo;, scheint das, was der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung vorliegt &ndash; eine interne Email &ndash; doch eine andere Sprache zu sprechen: Wie eine Referentin f&uuml;r Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in dieser Email erkl&auml;rt, sei es Ziel der &ldquo;Internet Task-Force&rdquo;, &ldquo;Diskussionen und Meinungsbildung gegen den Bauernverband fr&uuml;hzeitig zu entdecken, aktiv einzugreifen oder selbst auch Themen positiv zu besetzen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/06\/auch-bauernverband-plante-verdeckte-meinungsmache\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.neue-oz.de\/service\/_test\/druck\/druckversion.php?pfad=\/information\/_aktuelles\/20090615_bauernverband1.html\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;SED und Stasi inszenierten die 68er-Revolte&rdquo;<\/strong><br>\nSeit der Enth&uuml;llung &uuml;ber die Stasi-T&auml;tigkeit des ehemaligen Polizisten Karl-Heinz Kurras, der Benno Ohnesorg erschoss, wird neu &uuml;ber die Studentenbewegung von 1967\/68 debattiert. Im Interview mit WELT ONLINE betont Historiker Peter Horvath seine Erkenntnis: SED und Stasi inszenieren die 68er-Revolte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article3926843\/SED-und-Stasi-inszenierten-die-68er-Revolte.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Springers Welt versucht alles, um von der damaligen Hetze der Zeitungen des Axel Springer Verlages gegen die Studentenbewegung abzulenken und Ursachen und Folgen umzudrehen. Bild und die BZ hatten Ende der 60er Jahre wesentlich zur damaligen Pogromstimmung gegen die protestierenden Studenten beigetragen. Nun betreibt man nachtr&auml;gliche Legendenbildung, wonach SED und Stasi die 68er-Bewegung inszeniert haben sollen. Selbstverst&auml;ndlich hat sich die SED dort wo es ihr opportun erschien an die au&szlig;erparlamentarische Opposition angeh&auml;ngt. Dort wo die SED einen tats&auml;chlichen Einfluss aus&uuml;bten, n&auml;mlich bei der SED und der DKP f&uuml;hrten diese Gruppierungen innerhalb der Studentenbewegung allenfalls ein Schattendasein. Der &bdquo;Historiker&ldquo; Horvath hat von der Studentenbewegung nichts begriffen, er hat noch nicht einmal gesehen, wie unterschiedlich die Str&ouml;mungen innerhalb des angeblich von der FDJ unterwanderten SDS gewesen sind. Die ideologischen, philosophischen und gesellschaftstheoretischen Quellen, aus denen sich die 68er-Bewegung gespeist hat, waren so zahlreich und vielf&auml;ltig, wie die Gruppierungen selbst.<br>\nZu den unterschiedlichen Str&ouml;mungen innerhalb der APO siehe  <a href=\"?p=2873\">2008 &ndash; 40 Jahre 68er<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>1,5 Millionen Jugendliche ohne Berufsabschluss<\/strong><br>\nWer eine Lehrstelle sucht, hat es in Deutschland schwer: Laut einem Gutachten f&uuml;r die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung haben 1,5 Millionen junge Erwachsene von 20 bis 29 Jahren keinen Berufsabschluss. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent an dieser Altersgruppe.\n<p>32 Prozent dieser Ungelernten haben keinen Hauptschulabschluss, nahezu 40 Prozent ausl&auml;ndische Wurzeln, listen die Wissenschaftler vom Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) in ihrem Gutachten auf. Unter den 1,5 Millionen Ungelernten befinden sich allerdings nicht nur schlechte Sch&uuml;ler. 38 Prozent haben in ihrem Abschlusszeugnis einen besseren Notendurchschnitt als 3,0.<\/p>\n<p>Eine wesentliche Ursache f&uuml;r die hohe Zahl der Ungelernten sehen die Wissenschaftler in dem seit Jahren zu knappen Lehrstellenangebot. Der tats&auml;chliche Bedarf an Ausbildungspl&auml;tzen werde viel zu niedrig eingesch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630594,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Arm, arbeitslos und ohne Bildung<\/strong><br>\nBei Migranten sind Arbeitslosigkeit und Kriminalit&auml;tsrate doppelt so hoch wie in der Gesamtbev&ouml;lkerung: Der j&uuml;ngste Integrationsbericht der Bundesregierung zeigt, dass trotz einiger Fortschritte noch gewaltige L&uuml;cken zwischen den Lebenswelten in Deutschland klaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-629715,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Was f&uuml;r eine journalistische Meisterleistung! In einer urspr&uuml;nglichen Fassung dieses Beitrags wurde das Scheitern des Nationalen Integrationsplans von 2007 festgestellt &ndash; mit statistischen Daten der Jahre 2005 bis 2007. In der jetzigen Fassung des Artikels wird der Fehler klargestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Redaktion ern&uuml;chtert &uuml;ber Zeitkontinuum<\/strong><br>\nGrandios! Ein neuer Bericht der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung zur Integration von Migranten zeigt auf, dass die Redaktion von &ldquo;Spiegel Online&rdquo; lieber nicht &uuml;ber die mangelnde Schulbildung ausl&auml;ndischer Mitb&uuml;rger schreiben sollte.<\/p>\n<p>Der &ldquo;Spiegel Online&rdquo;-Artikel mit dem n&uuml;chternen Titel &bdquo;Arm, arbeitslos und ohne Bildung&ldquo; wird eingeleitet mit folgenden Zeilen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bildblog.de\/wp-content\/spiegel_integrationsplan.gif\" alt=\"Zeilen\"><\/p>\n<p>Da sich der Bericht der Bundesregierung jedoch vollst&auml;ndig auf Zahlen aus den Jahren 2005 bis 2007 st&uuml;tzt (steht im selben Artikel), hat &ldquo;Spiegel Online&rdquo; also tats&auml;chlich herausgefunden, dass es der &ldquo;Nationale Integrationsplan&rdquo; von 2007 nicht vermochte, seine ehrgeizigen Ziele bereits in den Jahren vor seiner Verabschiedung zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/8658\/redaktion-ernuechtert-ueber-zeitkontinuum\/\">BildBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studenten starten Bildungsstreik<\/strong><br>\nIn &uuml;ber 60 St&auml;dten haben Sch&uuml;ler und Studenten heute mit einem Bildungsstreik begonnen und wird f&uuml;nf Tage dauern. Der Streik wird sich aus Blockaden, Besetzungen und symbolischen Bank&uuml;berf&auml;llen zusammensetzen. Die Sch&uuml;ler und Studenten wollen mit diesen Mitteln auf die schweren Probleme im deutschen Bildungssystem aufmerksam machen. Der nahezu bundesweite Protest wird vom Deutschen Gewerkschafts Bund (DGB) und weiteren Organisationen unterst&uuml;tzt. Die Studiengeb&uuml;hren, die zeitlich verk&uuml;rzte Oberstufe beim achtj&auml;hrigen Gymnasium und dass die Studieng&auml;nge von Master bzw. Bachelor umgestellt werden sollen sind die Hauptgr&uuml;nde des f&uuml;nf Tage dauernden Bildungsstreiks.\n<p>Der H&ouml;hepunkt des Protestes wird am Mittwoch stattfinden und zwar in 80 St&auml;dten wo 150.000 Demonstranten erwartet werden. Das Bildungssystem in Deutschland gilt im internationalen Vergleich nicht als sonderlich gut. Die unteren Schichten haben kaum Aufstiegsm&ouml;glichkeiten da die Voraussetzungen f&uuml;r ein Studium sehr hoch sind und ein Studiengang mit den Studieng&auml;nger nun noch teurer ist als vorher. Eine umfassende Reform des deutschen Bildungssystems sollte allen B&uuml;rgern unabh&auml;ngig vom Einkommen die gleichen Chancen auf eine gute Berufschance bieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studium-informationen.de\/nachrichten\/studium-allgemeines\/studenten-starten-bildungsstreik.html\">Studium Informationen.de<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong><a name=\"h17\"><\/a>Aufruf der GEW zur Unterst&uuml;tzung des Bildungsstreiks<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary49787\/Flugi-Bildungsstreik.pdf\">GEW [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp: Neu eingestellt in Sozialpolitik aktuell<\/strong>\n<ul>\n<li>Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosigkeit &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nIntegration in Deutschland. Erster Integrationsindikatorenbericht (Integrationsbeauftragte)\n<\/li>\n<li>Kontrovers &ndash; Das aktuelle Thema: Umsetzung und Auswirkungen von Hartz IV\/SGB II:<br>\nPraxis und neue Entwicklungen bei 1-Euro-Jobs (Deutscher Gewerkschaftsbund)\n<\/li>\n<li>&Ouml;konomische Grundlagen und Finanzierung des Sozialstaates &ndash; Links zu externen Datenquellen:<br>\nAllgemeine Wirtschaftspolitik: Lange Reihen. Wachstum &ndash; Demografie &ndash; &Ouml;konometrie (BMWI)\n<\/li>\n<li>Kontrovers &ndash; das aktuelle Thema: Umsetzung und Auswirkungen von Hartz IV\/SGB II:<br>\nBedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Alleinerziehende es besonders schwer haben (IAB)\n<\/li>\n<li>Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosigkeit &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nSGB II. Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende. Zahlen, Daten, Fakten. Jahresbericht 2008 (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit)\n<\/li>\n<li>Gesundheitswesen, Kranken- und Pflegeversicherung &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nUmsetzungsbericht des Beirats zur &Uuml;berpr&uuml;fung des Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs (Beirat zur &Uuml;berpr&uuml;fung des Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs)\n<\/li>\n<li>Einkommen, Einkommensverteilung, Armut &ndash; Links zu externen Datenquellen:<br>\nSozialberichterstattung der amtlichen Statistik (Statistische &Auml;mter des Bundes und der L&auml;nder)\n<\/li>\n<li>Kontrovers &ndash; Das aktuelle Thema: Neue Armut in Deutschland:<br>\nDer erste Armutsatlas f&uuml;r Regionen in Deutschland (Deutscher Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband)\n<\/li>\n<li>Das aktuelle Thema &ndash; Rente mit 67:<br>\nRente mit 67 &ndash; Erh&ouml;htes Risiko von Einkommenseinbu&szlig;en und Altersarmut (Netzwerk f&uuml;r eine gerechte Rente)<\/li>\n<\/ul><\/li>\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">www.sozialpolitik-aktuell.de<\/a>\n<\/p><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4005#h01\">Toxisches Volumen&rdquo; der Landesbanken bleibt v&ouml;llig unklar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h02\">Bankkunden immer noch beraten und verkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h03\">Deutsche Bank erwartet f&uuml;nf Millionen Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h04\">Moralspritze f&uuml;r die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h05\">Gesetzliche Regelungen f&uuml;r T&auml;tigkeiten ausscheidender Minister gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h06\">Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der Abwrackpr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h07\">Union verspricht Steuergeschenke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4005#h08\">Mogelpackung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4005\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4005\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}