{"id":4007,"date":"2009-06-17T09:13:15","date_gmt":"2009-06-17T07:13:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4007"},"modified":"2009-06-17T09:13:16","modified_gmt":"2009-06-17T07:13:16","slug":"hinweise-des-tages-912","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4007","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4007#h01\">Das Porsche-Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h02\">Die Bilanzwillk&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h03\">&ldquo;Systematisch Schrottimmobilien finanziert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h04\">Bundesregierung zur Rettung der HRE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h05\">Gericht verbietet Commerzbank Extrageb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h06\">Bonuszahlungen: Die Kassen klingeln wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h07\">Nouriel Roubini : &bdquo;Die EZB untersch&auml;tzt die Krise&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h08\">Die Wegguck-Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h09\">Industriestaaten suchen Exit-Strategie f&uuml;r Konjunkturprogramme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h10\">Betriebsrenten: Schlecht vorgesorgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h11\">Experten kritisieren geplante Rentengarantie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h12\">Datenbank l&uuml;ftet Geheimnis der EU-Agrarsubventionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h13\">H&auml;ufig gestellte Fragen und Antworten des Betriebsrates von Opel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h14\">Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Private<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h15\">Pr&uuml;fbericht zur Telekom-Spitzelaff&auml;re enth&uuml;llt brisante Details <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h16\">Koalition versagt beim Datenschutz, Parlamentarier kapitulieren vor Schreckgespenstern der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h17\">Lobbyfirma Eutop l&auml;sst Artikel entfernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h18\">Internetsperren verhindern keine Straftaten, aber Strafverfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h19\">Blog vs. Journalismus: Die f&uuml;nfte Gewalt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h20\">Der Kandidat und seine Tafelrunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h21\">Bildungsstreik: Mit der Gesamtsituation unzufrieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h22\">Memorandum: Wie es um die Bildung in Deutschland steht und was getan werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h23\">Thomas Barth: Professoren-Protest gegen 10 Jahre &ldquo;Bologna-Prozess&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h24\">Bundestagswahl 2009 &ndash; Forderungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) an die Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h25\">CHE und Partner gewinnen EU-Ausschreibung zur Entwicklung eines weltweiten Rankings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h26\">Tipp: Andrea Liesner, Ingrid Lohmann (Hrsg.): Bachelor bolognese<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h27\">OECD stellt internationale Lehrerstudie TALIS vor: Zu wenige finanzielle Anreize, aber zu viele Probleme f&uuml;r Lehrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h28\">Studie: Lehrermangel wird immer gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h29\">TV-Tip: Mitternachtsspitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h30\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: SPD-Debakel<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4007&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Porsche-Dilemma<\/strong><br>\nIm Gesch&auml;ftsjahr 2007\/2008 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 8,6 Mrd. Euro. Davon kam 1 Mrd. Euro aus dem Autogesch&auml;ft, der Rest &uuml;berwiegend aus Wertpapiergesch&auml;ften.<br>\nOptionsgesch&auml;fte in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung sind bei Automobilunternehmen die Ausnahme. Porsche war mit seiner Strategie im abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr so erfolgreich, dass der Gewinn h&ouml;her als der Umsatz lag. Die Tatsache, dass Porsche nicht nur mit Optionen auf VW-Aktien, sondern auch auf Dax-Werte handelt, brachte dem Unternehmen den Ruf eines Spekulanten ein (&hellip;)\n<p>&ldquo;Es brennt lichterloh.&rdquo; So kommentierte Ende Mai ein Kenner der Materie die Lage Porsches. Denn der Stuttgarter Autohersteller hat offenbar mit Banken komplexe Finanzkonstruktionen &uuml;ber rund 20 Prozent der Anteile am Volkswagen-Konzern abgeschlossen, die zum gro&szlig;en Teil im Juni aufgel&ouml;st werden k&ouml;nnten und dann einen enormen Finanzierungsbedarf bei Porsche ausl&ouml;sen w&uuml;rden (&hellip;)<\/p>\n<p>Um wie viel Geld es letztendlich geht, ist nur dem Porsche-Management bekannt. Mal war von rund 2,5 Mrd. Euro die Rede &ndash; mal sogar von einem niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag. Porsche war die Optionsgesch&auml;fte urspr&uuml;nglich eingegangen, um seinen Anteil an VW auf mehr als 75 Prozent auszubauen (&hellip;)<\/p>\n<p>Der Freitag dieser Woche ist der Tag der Wahrheit f&uuml;r Porsche: Am 19. Juni werden 670.000 Verkaufsoptionen auf VW-Aktien f&auml;llig, wobei jede Option 100 Aktien umfasst. Sie decken 23 Prozent des Stammkapitals von Europas gr&ouml;&szlig;tem Autobauer ab, und damit h&ouml;chstwahrscheinlich mehr Aktien, als sich &uuml;berhaupt noch im Streubesitz befinden. Dieses hohe Verh&auml;ltnis d&uuml;rfte in der Geschichte des deutschen Leitindex Dax einmalig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Gef%E4hrliche-VW-Optionen-Das-Porsche-Dilemma\/527068.html?p=2#a1\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Bilanzwillk&uuml;r<\/strong><br>\nUm den Banken in der Krise zu helfen, verw&auml;ssern die Regierungen die Bilanzierungsstandards. Dass dabei Transparenz und Vergleichbarkeit verloren gehen, st&ouml;rt sie nicht. Nachdem die Krise viele M&auml;rkte lahmgelegt hatte und es keine Marktpreise mehr gab, mussten Definitionen her, mit denen sich der Fair Value in gest&ouml;rten M&auml;rkten bestimmen l&auml;sst. Heraus kam die L&ouml;sung, die betroffenen Banken selbst dar&uuml;ber entscheiden zu lassen, was der unverk&auml;ufliche Schrott in ihren Bilanzen wert ist. \n<p>Die Willk&uuml;r dieses Vorgehens liegt auf der Hand. F&uuml;r die Betroffenen ist es ein Geschenk, das einer Lizenz zum Gelddrucken gleichkommt. <\/p>\n<p>In Europa wurden diese Gestaltungsm&ouml;glichkeiten in modifizierter Form weitgehend &uuml;bernommen. Manche Institute machen davon Gebrauch, andere nicht&hellip;Ein direkter Vergleich der (beiden) Banken wird dadurch unm&ouml;glich, eine belastbare Aussage &uuml;ber die Qualit&auml;t der Ergebnisse erst recht.<\/p>\n<p>Ein Wertverlust ist aber nun mal ein Wertverlust und muss in der Bilanz abgebildet werden. Deshalb ist es richtig, Wertminderungen bei zum Verkauf verf&uuml;gbaren Finanzinstrumenten vom Eigenkapital abzuziehen, wenn sie nicht tats&auml;chlich verkauft werden. Wohin es f&uuml;hren kann, wenn man dies nicht tut, l&auml;sst sich bei der Hypo Real Estate besichtigen.<br>\nDer Immobilienfinanzierer war Ende 2008 de facto pleite, durfte aber wegen seiner amtlich festgestellten Systemrelevanz nicht bankrottgehen. Um die Schlie&szlig;ung zu vermeiden, rechnete man den Verlust des vergangenen Jahres von 5,4 Mrd. Euro bei der Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten einfach nicht an. Begr&uuml;ndung: Es lag noch kein testierter Jahresabschluss vor. <\/p>\n<p>Wenn so etwas zur Regel werden sollte, dann sind das tr&uuml;be Aussichten &ndash; auch f&uuml;r die Steuerzahler. Denn wenn die B&uuml;rger schon mit ihrem Geld die Banken retten, sollten sie wenigstens wissen, wie es um die Institute bestellt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Die-Bilanzwillk%FCr\/527638.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung M.M.:<\/strong> Das ist nicht in allen Punkten hundertprozentig korrekt beschrieben, die Auswirkungen sind aber richtig dargestellt. Auf eine Besonderheit wurde nicht eingegangen, die aber noch viel schlimmere Auswirkungen in den Bankbilanzen hat. Es wurde die M&ouml;glichkeit geschaffen, den Fair Value toxischer Papiere, f&uuml;r die kein aktiver Markt mehr besteht, nach zwei Methoden zu ermitteln:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li>Ansatz mit dem Wert vergleichbarer Papiere (die Risiken eines CDO-Papiers, in dem eine Vielzahl von Forderungen unterschiedlicher Qualit&auml;t geb&uuml;ndelt sein k&ouml;nnen, soll dieser Fiktion zufolge mit den Risiken eines anderen CDO-Papiers vergleichbar sein; daher soll dieser Wertansatz gerechtfertigt sein)\n<\/li>\n<li>Ansatz mit einem modellierten Wert (z.B. mit dem Barwert der zuk&uuml;nftig aus dem Wertpapier zu erwartenden Zahlungsstr&ouml;me)<br>\nBeide Wertans&auml;tze gehen nach dem Prinzip Hoffnung vor, dass die toxischen Papiere irgendwann wieder an Wert gewinnen. Die Bank m&uuml;sste dann aber auch &uuml;ber gen&uuml;gend Kapital verf&uuml;gen, die Papiere bis zur Endf&auml;lligkeit oder gar dar&uuml;ber hinaus zu halten. Merrill Lynch musste im Juli 2008 CDOs von nominell 31 Milliarden US-Dollar zum Preis von 6,7 Milliarden US-Dollar absto&szlig;en.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die in den Bankbilanzen ausgewiesenen Verm&ouml;genswerte sind weit von objektivierbaren Werten entfernt. Stattdessen sind die Bilanzen zu einem Produkt von finanzmathematischer Willk&uuml;r verkommen. Um den Anschein von Willk&uuml;r zu verschleiern, wurden viele Seiten Papier bedruckt, die den finanzmathematischen Modellen einen Rahmen vorgeben. Letztendlich bleibt es aber bei einer Willk&uuml;r, auf der auch die Ermittlung von bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern basiert.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Systematisch Schrottimmobilien finanziert&rdquo;<\/strong><br>\nEhemaliger Banker beschreibt Methoden der Hypo-Bank\n<p>Die Vorg&auml;ngerbanken der Hypo Real Estate, wie die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, haben nach Angaben eines ehemaligen Mitarbeiters systematisch Immobilien zu hoch bewertet. Durch die falschen Bewertungen sei der deutsche Pfandbriefmarkt heute teilweise nicht ausreichend besichert, sagt Marian Vesely im Interview mit Frontal21. F&uuml;r die Verpflichtungen aus den Pfandbriefen soll nun der Steuerzahler haften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/14\/0,1872,7594158,00.html\">ZDF Frontal21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Professor Karl-Joachim Schmelz:<\/strong> Zutreffend werden die gr&ouml;&szlig;eren Zusammenh&auml;nge hergestellt und dargelegt.<\/em><\/p>\n<p>Erg&auml;nzend darf ich darauf hinweisen und insoweit fr&uuml;here Nachrichten &uuml;ber die gro&szlig;e Bedeutung von &bdquo;Rechtsprechung als systemische Kontrollinstanz&ldquo; weiterf&uuml;hren:<\/p>\n<p>H&auml;tte der XI. BGH-Zivilsenat (unter dem damaligen Vorsitzenden Nobbe) seine verfassungsrechtliche Aufgabe erf&uuml;llt und nicht seit Ende der 1990&rsquo;er Jahre mit seiner &sbquo;Schrottimmobilien&rsquo;-Rechtsprechung das Recht &uuml;ber die Grenze des Unertr&auml;glichen hinaus zugunsten der Banken verbogen, w&auml;re die Bombe schon damals hochgegangen. H&auml;tte der XI. BGH-Zivilsenat n&auml;mlich die HYPO-Bank dem bis dahin geltenden Recht gem&auml;&szlig; zu Schadenersatz verurteilt, w&auml;ren dem deutschen Steuerzahler nicht nur 100 Milliarden Euro Belastungen erspart geblieben (es werden mit Sicherheit noch viel mehr), sondern der Skandal h&auml;tte schon damals zu einer versch&auml;rften &Uuml;berpr&uuml;fung der &sbquo;Banken-Praxis&rsquo; gef&uuml;hrt. Das h&auml;tte auch Auswirkungen darauf gehabt, wie und in welchem Ausma&szlig; Deutschland von der &sbquo;Finanzkrise&rsquo; ge- und betroffen wurde (&hellip;)<\/p>\n<p>Die gro&szlig;e Frage, die sich mir stellt:<\/p>\n<p>Die sp&auml;te &sbquo;Tochter&rsquo; der HYPO-Bank, die HRE wird vom Staat &sbquo;gerettet&rsquo;. Wer rettet die Opfer der HYPO-Bank, die jetzt von der HRE wegen ihrer uns&auml;glichen &sbquo;Schrottimmobilien&rsquo;-Kredite kujoniert und mit Zwangsversteigerungen (nicht der Schrottimmobilien, sondern ihrer Familienheime) bedroht werden ?<br>\nNoch lebt die Mehrzahl der HYPO-Gesch&auml;digten. Sind diese Mitb&uuml;rger nur &sbquo;Kollateralsch&auml;den&rsquo; der Exzesse wildgewordener Banker, auf deren Party Politiker, Aufseher und manche Richter munter mitgetanzt haben?<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung zur Rettung der HRE<\/strong><br>\nOhne die Rettung der Hypo Real Estate (HRE) w&auml;re es zu einer erheblichen Verunsicherung der Investoren im Pfandbriefmarkt gekommen. Au&szlig;erdem w&auml;ren die negativen Folgen eines Zusammenbruchs f&uuml;r den deutschen Bankenmarkt v&ouml;llig unkalkulierbar gewesen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/13161) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/12934). Nach Angaben der Bundesregierung betrug die Summe der von der HRE herausgegebenen Hypothekenpfandbriefe Ende des letzten Jahres 23,6 Milliarden Euro. Insgesamt hatten die deutschen Hypothekenbanken Hypothekenpfandbriefe mit einem Nennwert in H&ouml;he von 204,4 Milliarden Euro herausgegeben. Die zur HRE geh&ouml;rende DEPFA Deutsche Pfandbrief AG hatte zum Ende des letzten Jahres &ouml;ffentliche Pfandbriefe mit einem Nennwert von 42,1 Milliarden Euro herausgegeben. Die HRE Bank gab in diesem Segment Pfandbriefe mit einem Nennwert von 22,5 Milliarden Euro heraus. Insgesamt hatten die deutschen Pfandbriefbanken Ende vergangenen Jahres &ouml;ffentliche Pfandbriefe mit einem Nennwert in H&ouml;he von 558 Milliarden Euro herausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_181\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gericht verbietet Commerzbank Extrageb&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Commerzbank darf von Kunden, die ihren Dispo-Kredit &uuml;berzogen haben, keine Zusatzgeb&uuml;hren von f&uuml;nf Euro je &Uuml;berweisung verlangen. Dieses Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 13. Mai (Az.: 2-02 O 3\/09) wurde erst jetzt von der Hamburger Verbraucherzentrale &ouml;ffentlich gemacht.\n<p>Wer als Kunde einen einger&auml;umten Dispositionskredit &uuml;berzieht, bekommt nach den Beobachtungen der Verbraucherzentrale meist nicht sofort eine Kreditk&uuml;ndigung. Vielmehr werde eine weitere &Uuml;berziehung geduldet und mit einem erh&ouml;hten Zinssatz belegt; bei der Commerzbank zur Zeit 18,74 Prozent. Damit liege das Institut &bdquo;im Spitzenfeld&ldquo; der deutschen Banken, so die Verbraucherzentrale. Dar&uuml;ber hinaus verlangt die Bank in ihren allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen noch ein Entgelt von f&uuml;nf Euro f&uuml;r vom Kunden veranlasste Transaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article3935485\/Gericht-verbietet-Commerzbank-Extragebuehren.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bonuszahlungen: Die Kassen klingeln wieder<\/strong><br>\nViele Investmentbanken erwirtschafteten dank Schuldenhandel und Kapitalerh&ouml;hungen im ersten Jahresquartal immense Eink&uuml;nfte und werden auch im Folgequartal gut davon leben. Ein Gro&szlig;teil dieser Gewinne entsteht durch die Deals zur Bek&auml;mpfung der selbst verursachten Bankenkrise. Doch so funktioniert das Investment-Karussell eben. Nach 50-prozentigen Einkommensverlusten in 2008 ist Goldman Sachs derzeit auf dem besten Weg, mit dem Jahreseinkommen von 38 Mrd. Dollar in 2006 gleichzuziehen. JP Morgan br&uuml;stet sich mit der Rekordmarke von neun Prozent des europ&auml;ischen Investment-Markts, Stand Ende Mai. Die Star-Broker erwarten sicherlich eine Belohnung f&uuml;r diese Resultate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/breakingviews\/bonuszahlungen-die-kassen-klingeln-wieder;2364625\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Casino ist wieder ge&ouml;ffnet, so als w&auml;re nichts gewesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nouriel Roubini : &bdquo;Die EZB untersch&auml;tzt die Krise&ldquo;<\/strong><br>\nDie EZB sorgt sich wie in der Vergangenheit zu sehr um die Inflation allein. Und die europ&auml;ischen Staaten stellen zu wenig Geld bereit. Besonders Deutschland k&ouml;nnte mehr Steuergeld investieren. Deutschland k&ouml;nnte es sich leisten, tut es aber nicht &ndash; aus Angst, das falsche Signal f&uuml;r die schw&auml;cheren Nachbarn am Rand auszusenden. L&auml;nder wie Griechenland, Italien, Portugul oder Spanien w&uuml;rden aber so einen Stimulus aus Deutschland am meisten brauchen.\n<p>Wird Europa am Ende st&auml;rker getroffen als die USA?<\/p>\n<p>Das ist schon jetzt der Fall. Im ersten Quartal 2009 lagen die USA annualisiert knapp 6,0 Prozent im Minus, in Deutschland waren es minus 10,0 Prozent. Das liegt an der verz&ouml;gerten Reaktion auf die Krise, aber auch an Deutschlands Abh&auml;ngigkeit vom Welthandel.<br>\nWie steht es um die europ&auml;ischen Banken?<\/p>\n<p>Viele schreiben nicht genug ab oder tun es nicht ausreichend schnell. Das Vorgehen beim Aufr&auml;umen der Bankbilanzen ist in Europa zur&uuml;ckhaltender. Das liegt auch daran, dass bei vielen die Probleme noch gar nicht vollst&auml;ndig offen liegen. Das k&ouml;nnte ausgerechnet dann passieren, wenn die Arbeitslosenquote in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern die Marke von zehn Prozent erreicht. Das w&uuml;rde die Schw&auml;cheren in gro&szlig;e Probleme bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2361638,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Wegguck-Kanzlerin<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel untersch&auml;tzt die gegenw&auml;rtige Krise. Das ist besonders bedauerlich, denn sie m&uuml;sste gerade jetzt handeln, um zu verhindern, dass es f&uuml;r Deutschland noch schlimmer kommt.\n<p>Das Grund&uuml;bel der Krise aus deutscher Sicht sind die strukturell hohen Export&uuml;bersch&uuml;sse. Dadurch ist das Land anf&auml;lliger f&uuml;r Schwankungen in der Weltkonjunktur. Und schlimmer noch: Die Export&uuml;bersch&uuml;sse haben auf Umwegen die Banken geschw&auml;cht. Da Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse nichts anderes sind als ein &Uuml;berschuss an nationalen Ersparnissen (das Leistungsbilanzdefizit ist die Differenz zwischen national Erspartem und Investiertem), ist es kein Wunder, dass gerade deutsche Banken so tief im Schlamassel h&auml;ngen. Sie haben die &uuml;bersch&uuml;ssigen Ersparnisse in ausl&auml;ndische Wertpapiere investiert. China tat das ebenso. Nur haben die Chinesen etwas konservativer gezockt, indem sie US-Staatsanleihen kauften. Die erste strukturelle Ma&szlig;nahme, die wir in Deutschland daher treffen m&uuml;ssen (und in China auch), ist eine Reduzierung der Exportabh&auml;ngigkeit und eine Politik zur St&auml;rkung des inl&auml;ndischen Konsums. Sonst geht es uns wie Japan seit den 90er-Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-M%FCnchau-Die-Wegguck-Kanzlerin\/527846.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sollte aber eine St&auml;rkung des inl&auml;ndischen Konsums ohne weitere Konjunkturprogramme m&ouml;glich sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Industriestaaten suchen Exit-Strategie f&uuml;r Konjunkturprogramme<\/strong><br>\nDroht der Welt nach der Krise eine Mega-Inflation? Die G-8-Finanzminister machen sich Sorgen und beraten nun dar&uuml;ber, wie man mit staatlichen Milliardenhilfen richtig Schluss macht, ohne dass massive Geldentwertung droht. Doch die Interessen der Industriestaaten gehen weit auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-630602,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Nach diesem Beitrag mache ich mir endg&uuml;ltig ernsthafte Sorgen um dieses Land. Sowohl G8 als auch IWF haben es bis jetzt noch nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten, die Ursachen dieser Krise zu analysieren bzw. in Zukunft zu unterbinden. Stattdessen unverbl&uuml;mte Rufe nach der Mehrwertsteuererh&ouml;hung, Angst machen vor der Hyperinflation und nicht zuletzt immer und immer wieder betonen, dass man gro&szlig;e Konjunkturpakete auf den Weg gebracht und damit Schlimmeres verhindert hat. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betriebsrenten: Schlecht vorgesorgt<\/strong><br>\nEine Studie zeigt, wie unprofessionell einige Dax-30-Konzerne ihre Pensionsverm&ouml;gen verwalten. Fast alle Pensionskassen haben im vergangenen Jahr Geld verloren. Auch im Langzeitvergleich erzielen viele schlechte Renditen. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung exklusiv f&uuml;r manager magazin. Die Wirtschaftskrise hat die Pensionsverm&ouml;gen vieler Dax-Mitglieder stark in Mitleidenschaft gezogen. \n<p>Bis auf die Telekom und die Deutsche Bank erzielten im vergangenen Jahr alle Unternehmen bei ihren Rentenanlagen Verluste. Am schlimmsten erwischte es jedoch die vermeintlichen Finanzexperten der Deutschen B&ouml;rse, die ein krachendes Minus von fast 37 Prozent verkraften mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/0,2828,621376,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Experten kritisieren geplante Rentengarantie<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung geplante Rentengarantie zur Verhinderung krisenbedingter K&uuml;rzungen ist bei Experten auf Vorbehalte gesto&szlig;en. Die Fachleute sehen unkalkulierbare Risiken.<br>\nKritik gab es in der Anh&ouml;rung des Bundestagsausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Dienstag vor allem wegen finanzieller Risiken der Schutzklausel. &Uuml;ber die Rentengarantie entscheidet das Parlament an diesem Freitag. Damit soll auch f&uuml;r den Fall sinkender L&ouml;hne eine Rentenk&uuml;rzung unter allen Umst&auml;nden verhindert werden. Eine r&uuml;ckl&auml;ufige Lohnentwicklung hat es seit Einf&uuml;hrung der dynamischen Rente im Jahr 1957 noch nicht gegeben. Die Deutsche Rentenversicherung Bund &auml;u&szlig;erte Bedenken: Sollten die Annahmen der Bundesregierung zur Erholung der Wirtschaft zutreffen, werde die Garantie nicht zu h&ouml;heren Beitragss&auml;tzen f&uuml;hren. Sollten aber die Wirtschaftsinstitute mit ihren pessimistischeren Annahmen richtig liegen, dann k&ouml;nnten h&ouml;here Beitr&auml;ge n&ouml;tig werden, sagte der Pr&auml;sident der Rentenversicherung, Herbert Rische, laut Pressedienst des Bundestages. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde wandte ein, die Schutzklausel berge unn&ouml;tige Risiken f&uuml;r die Rentenkassen und gef&auml;hrde die gesetzlich angepeilten Beitragssatzobergrenzen. Auch d&uuml;rfe der Gesetzgeber die Kosten der Garantie nicht wie geplant im Fall des Falles allein den Beitragszahlern aufb&uuml;rden. Der Mannheimer &Ouml;konom Axel B&ouml;rsch-Supan kritisierte die Rentengarantie als &bdquo;einseitige Umverteilungsma&szlig;nahme&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2364897,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Axel B&ouml;rsch-Supan, Versicherungsvertreter mit Professorentitel, ist dem aufmerksamen Nachdenkseiten-Publikum sicher ein Begriff. Sein Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und Demographischer Wandel (MEA) wird u.A. von der Versicherungswirtschaft finanziert. Ansonsten lesen wir in diesem Artikel nur oberfl&auml;chliches BlaBla &uuml;ber die Ansichten nicht n&auml;her definierter Experten und Fachleute aus nicht n&auml;her bekannten Kreisen.<br>\nQuelle 2: <a href=\"?p=1628\">Nachdenkseiten vom 24.08.2006<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Datenbank l&uuml;ftet Geheimnis der EU-Agrarsubventionen<\/strong><br>\nDeutschland hat nach jahrelangem Streit mit der Europ&auml;ischen Union Informationen &uuml;ber die Empf&auml;nger von EU-Agrarsubventionen in Deutschland ver&ouml;ffentlicht. Die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung stellte auf der Internetseite agrar-fischerei-zahlungen.de eine Datenbank online, in der die meisten Empf&auml;nger der Agrarhilfen recherchierbar sind. Noch nicht eingestellt sind die Zahlungen des EU-Fischereifonds.\n<p>Doch nicht nur die EU-Hilfen f&uuml;r die Fischereiwirtschaft fehlen, auch die Agrar-Datenbank ist unvollst&auml;ndig. Bayern weigert sich, die Zahlungsempf&auml;nger im Freistaat preiszugeben. Die EU erw&auml;gt deswegen ein Strafverfahren gegen Deutschland vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH). &ldquo;Wenn ein Bundesland nicht ver&ouml;ffentlicht, werden wir uns nicht scheuen, ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten&rdquo;, sagte der Sprecher von Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, Michael Mann.<\/p>\n<p>Insgesamt umfasst der EU-Agraretat j&auml;hrlich mehr als 50 Milliarden Euro &ndash; Deutschland zahlt rund neun Milliarden Euro ein und erh&auml;lt 5,4 Milliarden Euro zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/agrarbsubventionen104.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p>Hier die bislang bekannten Top 10 der Empf&auml;nger (ohne Bayern):<\/p>\n<ol>\n<li>S&uuml;dzucker AG, Mannheim: 34.365.579,87 Euro<\/li>\n<li>Land Schleswig-Holstein: 10.277.767,82 Euro<\/li>\n<li>Emsland St&auml;rke GmbH, Emlichheim\/Niedersachsen: 8.124.878,77 Euro<\/li>\n<li>August T&ouml;pfer &amp; Co. (gmbh &amp; Co) KG, Hamburg: 7.393.378,99 Euro<\/li>\n<li>Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), Bonn: 5.828.023,93 Euro<\/li>\n<li>Doux Gefl&uuml;gel, Grimmen\/Vorpommern: 4.691.352,57 Euro<\/li>\n<li>Landesamt f&uuml;r Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LVLF), Brandenburg: 4.416.449,07 Euro<\/li>\n<li>AVEBE Kartoffelst&auml;rkefabrik, Dallmin\/Brandenburg: 4.279.487,81 Euro<\/li>\n<li>Osterhuber Agrar GmbH Gut Ferdinandshof, Wilhelmsburg\/Mecklenburg-Vorpommern: 4.038.552,87 Euro<\/li>\n<li>Gausepohl Fleisch GmbH, Dissen\/Niedersachsen: 3.632.751,66 Euro<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/25\/eu-agrar-subventionen-liste-deutschland\">Die Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Versuchen Sie mal die Liste der Empf&auml;nger auf den Portalen der Bundesregierung zu erreichen. Man m&uuml;sste da genauer von Verschleierung statt von &bdquo;Transparenz&ldquo; sprechen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Agrarsubventionen: Die feinen Bauern <\/strong><br>\nAuf der Liste werden, so viel ist jetzt schon sicher, nicht nur die normalen Bauern und Agrargesellschaften stehen, sondern eine Reihe von Unternehmerpers&ouml;nlichkeiten, die sich aus Idealismus, Nostalgie oder aus verm&ouml;gensstrategischen Gr&uuml;nden ein bisschen Landwirtschaft zugelegt haben.<\/p>\n<p>Zu den Gro&szlig;landwirten mit mehreren Hektar geh&ouml;rt auch der Mitbegr&uuml;nder des Finanzdienstleisters MLP, Bernd Term&uuml;hlen, der Betriebe entlang der Ostsee erworben hat. Als besonders lukrativ, was &ouml;ffentliche Zuwendungen angeht, k&ouml;nnten sich seine &Auml;cker in Polen erweisen. Von 2013 an werden dort die Subventionen auf westeurop&auml;isches Niveau anghoben. Zu den Subventionsempf&auml;ngern geh&ouml;ren auch Konzerne wie RWE, die das Geld automatisch f&uuml;r die Renaturierungsgebiete fr&uuml;herer Braunkohlereviere erhalten. Selbst Golfclubs d&uuml;rfen auf Geld aus Br&uuml;ssel hoffen. Einer der gr&ouml;&szlig;ten Nutznie&szlig;er d&uuml;rfte der einzige Bauer an der B&ouml;rse sein: Die KTG AG bewirtschaftet rund 20.000 Hektar in Deutschland und 5000 in Litauen. Die deutsche Landwirtschaft erh&auml;lt insgesamt 5,4 Milliarden Euro EU-Subventionen pro Jahr.<\/p>\n<p>In Gro&szlig;britannien findet sich auf der Empf&auml;ngerliste &bdquo;Her Majesty the Queen of England&ldquo; wieder. Elisabeth II, eine der reichsten Frauen Europas, bekam f&uuml;r 2008 mehr als eine halbe Million Euro f&uuml;r ihre Farm in Sandringham, teilt die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde mit. Ihr Sohn Charles bezog f&uuml;r seine zwei Farmen 210.000 Euro<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E920A5408BB0D40EE92E435EDC441A5F5~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>H&auml;ufig gestellte Fragen und Antworten des Betriebsrates von Opel<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/auto\/gm-opel\/allg\/info_080609bochum.pdf\">Labournet [PDF &ndash; 210 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Private Krankenversicherung<\/strong><br>\nIm Wortlaut<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/entscheidungen\/rs20090610_1bvr070608.html\">Bundesverfassunsgericht<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>WSI: Einheitliche Wettbewerbsordnung f&uuml;r Krankenversicherungen steigert Effizienz und Gerechtigkeit<\/strong><br>\nDie Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach die Bestimmungen zum Basistarif in der Privaten Krankenversicherung (PKV) verfassungsgem&auml;&szlig; sind, unterst&uuml;tzt Ans&auml;tze, sowohl die Effizienz als auch die Gerechtigkeit im deutschen Gesundheitswesen zu steigern. Die international fast einmaligen Wettbewerbsverzerrungen auf dem deutschen Krankenversicherungsmarkt lassen sich aber nur abstellen, wenn Gesetzliche (GKV) und Private Krankenversicherung einer einheitlichen Wettbewerbsordnung unterliegen. Darauf weist Dr. Simone Leiber hin, Sozialversicherungsexpertin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_95557.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pr&uuml;fbericht zur Telekom-Spitzelaff&auml;re enth&uuml;llt brisante Details <\/strong><br>\nRen&eacute; Obermann, der Chef der Deutschen Telekom, profiliert sich als Aufr&auml;umer in der Spitzelaff&auml;re. Tats&auml;chlich wusste die Konzernspitze aber viel fr&uuml;her viel mehr, als sie bisher zugegeben hat. Das legen Dokumente und ein streng vertraulicher Pr&uuml;fbericht nahe, der erstmals die Rekonstruktion der Ereignisse seit Obermanns Antritt erlaubt. Unstrittig ist &ndash; das zeigt die Auswertung des gesamten Oppenhoff-Berichts &ndash; zumindest eines: Im Telekom-Konzern gab es, angef&uuml;hrt von Klaus Trzeschan, dem Leiter der f&uuml;r Sonderermittlungen zust&auml;ndigen Abteilung KS 3, eine verschworene Truppe, f&uuml;r die der Zweck offensichtlich jedes Mittel heiligte. In einer Art Kadavergehorsam reichte offenbar ein Wink des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und\/oder des damaligen Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke aus, um die Spitzelmaschinerie anzuwerfen. Der WirtschaftsWoche ist es gelungen, anhand der Aussagen von Betroffenen und aus Original-Dokumenten die vermeintliche Aufarbeitung der Spitzelaff&auml;re unter Obermann zu rekonstruieren. Herausgekommen ist das Tagebuch einer Aufarbeitung, die durch Opportunismus und Halbherzigkeit auf halbem Weg stehen blieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/pruefbericht-zur-telekom-spitzelaffaere-enthuellt-brisante-details-399735\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob die Medien so nachgebohrt h&auml;tten, wenn sie nicht selbst betroffen gewesen w&auml;ren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Koalition versagt beim Datenschutz, Parlamentarier kapitulieren vor Schreckgespenstern der Wirtschaft<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition hat beim Datenschutz versagt. Das kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), nachdem der am Montag ausgehandelte Kompromiss zur Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes durchgesickert ist. \n<p>Mit dem ausgehandelten Kompromiss sind auch weiterhin untergeschobene Einwilligungen zur Nutzung und Weitergabe pers&ouml;nlicher Daten in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen m&ouml;glich. Die in fr&uuml;heren Entw&uuml;rfen noch enthaltene separate Einwilligung wurde aus dem Gesetz gestrichen. Auch bei der angek&uuml;ndigten Abschaffung des Listenprivilegs sind die Koalition&auml;re vor der Lobby der Direktmarketing- und Versandhandelsverb&auml;nde eingeknickt. Urspr&uuml;nglich hatte die Regierung die Losung ausgeben, den nach dem Listenprivileg m&ouml;glichen Datenhandel ohne Zustimmung der Verbraucher g&auml;nzlich zu verbieten. Nun wird die Nutzung listenf&ouml;rmiger Daten in einer Vielzahl von F&auml;llen m&ouml;glich sein. Zudem wird es weder ein generelles Koppelungsverbot noch das Verbandsklagerecht bei Datenschutzverst&ouml;&szlig;en geben. Durch die vorgesehenen &Uuml;bergangs- und Evaluationsfristen wird es au&szlig;erdem mindestens drei Jahre dauern, bis dieses &bdquo;vermurkste Gesetz&ldquo; wieder neu angefasst wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1167\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eutop l&auml;sst Artikel entfernen<\/strong><br>\n&bdquo;Lobbyfirma soll &uuml;berh&ouml;hte Honorare an Politiker gezahlt haben &ndash; Telekom unter Druck&ldquo; so lautete die &Uuml;berschrift eines Artikels bei Spiegel Online vom 21. Mai. Darin hie&szlig; es, die M&uuml;nchener Beratungsfirma Eutop habe &uuml;ber Jahre hinweg Politiker mit lukrativen Honoraren f&uuml;r Vortr&auml;ge gek&ouml;dert. Auf diese Weise habe man die betreffenden Personen an das Unternehmen binden wollen. Einer der Geldgeber der Eutop sei die Telekom gewesen. Als Quelle nannte Spiegel Online ein Dokument aus den Ermittlungsakten der Bonner Staatsanwaltschaft. Dieser Artikel wurde nun aus dem Online-Angebot entfernt. Grund sind Unterlassungsanspr&uuml;che der Eutop International GmbH und deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Klemens Joos. Doch damit nicht genug, auch Verweise auf den Artikel sollen verschwinden. Auch Lobbycontrol erh&auml;lt durch die Kanzlei Schertz Bergmann &bdquo;Gelegenheit, die Ank&uuml;ndigung des Beitrags sowie den Link&ldquo; innerhalb von 24 Stunden zu entfernen. Der Bericht enthalte zahlreiche falsche Tatsachenbehauptungen. Belege daf&uuml;r legte die Kanzlei dem Schreiben nicht bei. Lobbycontrol kann nicht pr&uuml;fen, ob die Vorw&uuml;rde berechtigt sind und hat den Verweis deshalb entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/06\/eutop-lasst-artikel-entfernen\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Internetsperren verhindern keine Straftaten, aber Strafverfahren<\/strong><br>\nDie Regierung versucht, eine Zensurinfrastruktur auf der Basis fadenscheiniger Argumente zu etablieren.<br>\nW&auml;hrend die Diskussion bei den Fachleuten durchaus weiter gef&uuml;hrt wurde, schalten die Regierungsparteien bis heute auf stur. Es wurden nur halbherzig einzelne Argumente der Zensurgegner aufgegriffen, wobei diese auch nicht in ihrer Tragweite vollends verstanden bzw. vors&auml;tzlich von den Bef&uuml;rwortern ignoriert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30533\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Blog vs. Journalismus: Die f&uuml;nfte Gewalt?<\/strong><br>\nOhnehin dem &ouml;ffentlichen Urteil zug&auml;nglich wie wenig andere Berufe, sieht sich der Journalismus einer zuvor nicht gekannten &Uuml;berpr&uuml;fung seines Tuns gegen&uuml;ber &ndash; durch die Blogs im Internet. Die &ldquo;vierte Gewalt&rdquo;, dem Selbstverst&auml;ndnis nach Kontrollinstanz der M&auml;chtigen, wird nun selbst kontrolliert, und das oft sch&auml;rfer, als es das Gros der Journalisten gegen&uuml;ber der &ldquo;Obrigkeit&rdquo; tut. Und nicht selten zu Recht. Denn den Redakteuren in ihren B&uuml;ros sitzen Tausende vor ihren Computern zuhause gegen&uuml;ber, die auf dem einen oder anderen Gebiet Fachleute sind, w&auml;hrend der Autor eines Artikels oft eher der versierte Vermittler ist als der Experte. Die Entlassungen im Verlagsbereich, die Ausd&uuml;nnung der Personaldecke tun ein &Uuml;briges, den allseits und immer wieder in Sonntagsreden beschworenen Ausweg aus der Zeitungskrise zu verbauen und die Qualit&auml;t weiter zu senken.\n<p>Ein unsch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r hat jetzt Stefan Niggemeier aufgetan, ehemals Medienjournalist bei der FAZ, nun als freier Autor einer der ernst zu nehmenden Blogger. Unter dem Motto &ldquo;Geht sterben&rdquo; hat er j&uuml;ngst einen grotesken Auswuchs der &Uuml;berforderung von Journalisten und \/ oder Sparsamkeit bei Verlagen demonstriert. Die k&ouml;nnen sich bei der Deutschen Presse-Agentur unter anderem ein Komplett-Paket bestellen, den dpa-feed: F&uuml;r die Online-Ausgaben der Zeitungen werden aktuelle Nachrichtenbl&ouml;cke eingekauft und automatisch auf die Web-Site gehoben. Und so geschah es auch vor gut einer Woche, am 7. Juni. Da meldete dpa: &ldquo;Frank Schirrmacher erh&auml;lt Ludwig-B&ouml;rne-Preis&rdquo;. Und unter dieser &Uuml;berschrift stand dann: &ldquo;Beyonc&eacute; hat sich im April mit ihrem neuen Film ,Obsessed&rsquo; an die Spitze der US-Kinocharts gespielt. Der Thriller erinnert stark an ,Eine verh&auml;ngnisvolle Aff&auml;re&rsquo; von 1987.&rdquo; Dazu ein Bild Schirrmachers, der seine Laudatorin Necla Kelek umarmt. Diese abstruse Kombination fand sich in gleich 13 (!) Online-Auftritten deutscher Zeitungen und Zeitschriften: Von der S&uuml;ddeutschen Zeitung &uuml;ber die Lausitzer Rundschau bis zu stern.de und Zeit-online. Bei einigen war das K&uuml;rzel &ldquo;dpa&rdquo; vor dem Text stehen geblieben, bei anderen war es entfernt worden, , die Augsburger Allgemeine aber setzte &ldquo;az&rdquo; als K&uuml;rzel vor die Meldung: Da muss also jemand hingesehen haben und doch blind gewesen sein f&uuml;r das eklatante Auseinanderklaffen von Bild und Text.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1798003&amp;em_loc=91&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/&amp;em_ivw=kul_med\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/geht-sterben-7\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sind die NachDenkSeiten der FR in letzter Zeit zu sehr auf die H&uuml;hneraugen getreten, dass wir dort nicht mehr erw&auml;hnt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Der Kandidat und seine Tafelrunde<\/strong><br>\nAuf dem SPD-Parteitag wurde Frank-Walter Steinmeier f&uuml;r seine Rede gefeiert. Sie ist das Werk eines einflussreichen Teams von Beratern. Mit einigen von ihnen ist der SPD-Kanzlerkandidat seit vielen Jahren befreundet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Die-M%E4nner-hinter-Steinmeier-Der-Kandidat-und-seine-Tafelrunde\/527364.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bildungsstreik: Mit der Gesamtsituation unzufrieden<\/strong><br>\nDer lautstark angek&uuml;ndigte Bildungsstreik gewinnt an Schwung: In Gie&szlig;en blockierten Sch&uuml;ler und Studenten eine Kreuzung, in Berlin besetzten Studenten das FU-Pr&auml;sidium, in M&uuml;nchen zelten Aktivisten vor der LMU auf der Wiese. Bisher sind die Teilnehmerzahlen noch niedrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,630824,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typischer Spiegel-Artikel. Die Forderungen der 230 beteiligten Organisationen werden als diffus und links abgetan.<br>\nJens Wernicke antwortet Mit Marcuse: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Linke ist gespalten! Die Linke war immer gespalten! Nur die Rechte, die nicht f&uuml;r irgendwelche Ideen k&auml;mpfen kann, ist geschlossen!<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Memorandum: Wie es um die Bildung in Deutschland steht und was getan werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nStudis Online freut sich, auch 2009 einen Auszug aus dem Bildungspolitik-Kapitel des diesj&auml;hrigen Memorandum ver&ouml;ffentlichen zu k&ouml;nnen. Darin wird zusammengefasst, wie sich nach Ansicht der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik die Bildungspolitik in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und welche aktuelle Tendenzen sichtbar werden. Abgeschlossen wird der Text mit konkreteren Forderungen zur Bildungsfinanzierung und zur Struktur der Bildungssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/memo2009-bildungspolitik.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><strong>Thomas Barth: Professoren-Protest gegen 10 Jahre &ldquo;Bologna-Prozess&rdquo;<\/strong><br>\nHumboldt in Bologna? Teil 1 &ndash; Das Bologna-Schwarzbuch\n<p>Am 19. Juni 1999 unterzeichneten 29 europ&auml;ische L&auml;nder die Bologna-Erkl&auml;rung und gelobten damit, innerhalb eines Jahrzehnts einen gemeinsamen Hochschulraum zu schaffen. Inzwischen sind schon 46 europ&auml;ische Staaten am &ldquo;Bologna-Prozess&rdquo; beteiligt. Ein Erfolgsmodell?<\/p>\n<p>Wohl kaum. Deutschland ist immer noch Schlusslicht der Industriestaaten bei der Bildungsfinanzierung. Seit gut drei Jahrzehnten fahren die Unis mit ca. 100 Prozent &Uuml;berlast, gerade die Geisteswissenschaften werden finanziell ausgehungert: Seit 1995 gingen dort 660 der ca. 7.000 Professuren verloren. An deutschen Hochschulen plagen sich mittlerweile 600.000 der insgesamt ca. zwei Millionen Studierenden in den verdichteten und berufsbezogen auf Employability getrimmten Kurzstudieng&auml;ngen zu Bachelor und Master. Viele haben dabei den Eindruck, das Recht auf Bildung werde zunehmend durch blo&szlig;e Berufsausbildung ersetzt, listig getarnt durch den Euphemismus &ldquo;Bologna&rdquo; &ndash; als &auml;lteste Universit&auml;t Europas eigentlich ein Symbol f&uuml;r Wissenschaft, Kultur und Bildung. Widerstand gegen Bologna kam bislang vor allem von Professoren und Hochschullehrern, oft jedoch wenig wirksam mangels einer gemeinsamen Linie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30534\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Bundestagswahl 2009 &ndash; Forderungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) an die Parteien<\/strong>\n<ul>\n<li>Chancengleichheit im deutschen Hochschulsystem an erster Stelle!<br>\nDas Deutsche Studentenwerk fordert die Parteien auf, das in der Verfassung veranker-te Gebot der Chancengleichheit zur wichtigsten und dringendsten Aufgabe ihrer Bil-dungs- und insbesondere Hochschulpolitik zu machen. Das deutsche Hochschulsys-tem ist eines der sozial selektivsten weltweit; von 100 Akademiker-Kindern studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition studieren nur 23. Die soziale Selektion beginnt bereits in der Grundschule. Eine klassische Bildungsbiogra-phie in Deutschland unterliegt einer Mehrfachselektion, deshalb erlangen von 100 Grundschulkindern nur 21 einen Hochschulabschluss. In kaum einem anderen Indust-rieland ist der Bildungserfolg so stark an die soziale Herkunft gekoppelt wie in Deutschland.\n<\/li>\n<li>Staatliche Studienfinanzierung modernisieren: BAf&ouml;G ausbauen, Studiengeb&uuml;hren abschaffen! <\/li>\n<li>Bologna weiterentwickeln: Soziale Infrastruktur f&uuml;r Studierende st&auml;rken! <\/li>\n<li>In den Ausbau der Service- und Beratungsangebote investieren <\/li>\n<li>Familienfreundliche Hochschulen, barrierefreies Studium: Bessere Rahmenbedin-gungen f&uuml;r Studierende in besonderen Lebenslagen! <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.studentenwerke.de\/pdf\/Forderungen_Bundestagswahl_2009.pdf\">DSW [PDF &ndash; 84 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>CHE und Partner gewinnen EU-Ausschreibung zur Entwicklung eines weltweiten Rankings<\/strong><br>\nDas CHE hat gemeinsam mit seinen Partnern des CHERPA-Netzwerks eine Ausschreibung der EU-Kommission zur Entwicklung eines alternativen Konzeptes f&uuml;r einen weltweiten Hochschulvergleich gewonnen. In den kommenden 2 Jahren soll gepr&uuml;ft werden, ob weltweite Rankings auf Basis der CHE-Methodik m&ouml;glich sind. \n<p>Im Rahmen des Projektes soll ein Konzept f&uuml;r die Entwicklung eines globalen Hochschulrankings entwickelt werden, das die Schw&auml;chen der existierenden weltweiten Rankings vermeidet und mit Blick auf unterschiedliche nationale Strukturen und Kulturen im Hochschulsektor einen fairen und validen internationalen Vergleich erm&ouml;glicht.<\/p>\n<p>Fachlich unterst&uuml;tzt wird das Vorhaben f&uuml;r den Bereich des Wirtschafts-Rankings von der European Foundation for Management Development (EFMD) und f&uuml;r das Ranking ingenieurwissenschaftlicher Studieng&auml;nge von der European Federation of National Engineering Associations (FEANI).<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun wird das CHE seine Ranking-Ideologie auch noch auf die europ&auml;ische Ebene, ja sogar weltweit ausdehnen. Das vor allem mit dem Ziel, Wettbewerb als Steuerungsinstrument f&uuml;r die Hochschulen zu propagieren. Und das alles gef&ouml;rdert durch die EU und damit aus Steuergeldern.<\/em><\/p>\n<p>Typisch ist die fachliche Unterst&uuml;tzung durch die European Foundation for Management Development. Die EFMD ist eine Stiftung in der sich zahlreiche Unternehmen u.a. Banken, aber auch weltweit operierende Unternehmen von Coca Cola oder Daimler oder Unternehmensberater wie Ernst &amp; Young als Netzwerk auf dem Feld der Managemententwicklung zusammengeschlossen haben und als Lobby <a href=\"http:\/\/www.efmd.org\/index.php\/component\/efmd\/?cmsid=041102igbk\">auf europ&auml;ischer Ebene t&auml;tig ist<\/a>. Die Kriterien an Hand deren die &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo; der wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen gemessen wird,<br>\nkann man sich also schon vorstellen.<\/p>\n<p>Siehe zum CHE-Ranking auch das <a href=\"?p=3932\">CHE-Hochschulranking 2009\/10 ist alles andere als ein Studienf&uuml;hrer<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Tipp: Andrea Liesner, Ingrid Lohmann (Hrsg.): Bachelor bolognese. <\/strong><br>\nErfahrungen mit der neuen Studienstruktur. Opladen: Verlag Barbara Budrich 2009 Auslieferung 17.6., 14,90 EUR.<br>\nVorwort: Konrad Paul Liessmann, Hochschullehrer, Philosophie, Wien<\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>OECD stellt internationale Lehrerstudie TALIS vor: Zu wenige finanzielle Anreize, aber zu viele Probleme f&uuml;r Lehrer<\/strong><br>\nDrei von vier Lehrern meinen, ihnen fehlten Anreize, die Qualit&auml;t ihres Unterrichts zu verbessern. Als gro&szlig;es Problem wird offensichtlich auch das Verhalten der Sch&uuml;ler empfunden: Jeder vierte Lehrer verwendet mindestens 30 Prozent seiner Unterrichtszeit, um &uuml;berhaupt die Basis-Voraussetzungen zum Lernen im Klassenzimmer zu schaffen, so das Ergebnis der OECD-Lehrerstudie TALIS &ldquo;Creating effective teaching and learning environment&rdquo;, die heute in Br&uuml;ssel vorgestellt wurde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/68616\/zu-wenige-finanzielle-anreize-aber-zu-viele-probleme-fuer-lehrer\/\">Bildungsklick<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/090617_oecd_talis_kurzfassung.pdf\">TALIS-International: Executive Summary, GEW [PDF &ndash; 248 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/54\/0,3343,en_2649_39263231_42980662_1_1_1_1,00.html\">Creating Effective Teaching and Learning Environments: First Results from TALIS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Georg Lind:<\/strong> Belohnung kann vieles sein und Anerkennung ist eindeutig nicht finanziell. Aber die Internetzeitung &ldquo;bildungsklick&rdquo; hat in dem Bericht angeblich gelesen, den Lehrern fehle es an finanziellen Anreizen, sonst w&uuml;rden sie besser unterrichten. Das steht so nirgends im Bericht! Und es w&uuml;rde auch nicht stimmen. Nat&uuml;rlich muss hochwertige Arbeit in allen Bereichen der Gesellschaft angemessen bezahlt werden. Aber dar&uuml;ber hinaus, f&uuml;hren finanzielle Anreize kaum zur Steigerung der Arbeits- (Unterrichts-) Qualit&auml;t. Mehr Geld kann keine schlechte Aus- und Fortbildung kompensieren, wie das von vielen Lehrern in der TALIS-Studie beklagt wird. Aber so weit ist der Redakteur wohl nicht mit dem Lesen gekommen.<\/em><\/p>\n<p>Die GEW schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Bekannterma&szlig;en hatte die KMK seinerzeit eine Beteiligung nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten und abgelehnt. Daraufhin hat die GEW im vergangenen Jahr ihre Mitglieder auf der Grundlage der offiziellen TALIS-Frageb&ouml;gen selbst befragt. An der GEW-Online-Befragung nahmen &uuml;ber 3000 Lehrkr&auml;fte und &uuml;ber 300 Schulleiterinnen und Schulleiter teil. Die Ergebnisse f&uuml;r Deutschland werden am Donnerstag in Berlin im Rahmen eines Presseworkshops unter Beteiligung von Prof. Dr. Matthias von Saldern sowie Vertretern der OECD und der TUAC (Trade Union Advisory Commitee der OECD) vorgestellt.<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Studie: Lehrermangel wird immer gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nAn deutschen Schulen werden die Lehrer rar. &Uuml;ber 300 000 P&auml;dagogen werden nach Berechnungen des Bildungsforschers Klaus Klemm allein bis 2015 aus Altersgr&uuml;nden ausscheiden. In den f&uuml;nf Jahren danach gehen weitere 160 000 in Pension. Nach der derzeitigen Zahl der Lehramtsstudenten werden aber im Jahresschnitt nur 26 000 fertig ausgebildete Junglehrer f&uuml;r eine Neueinstellung in den Schulen zur Verf&uuml;gung stehen, schreibt Klemm in seiner Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Der Wissenschaftler sagt einen noch h&auml;rten Wettbewerb der L&auml;nder um die wenigen Junglehrer voraus &ndash; vor allem in den Mangelf&auml;chern Mathematik und Informatik. Der Lehrermangel und umstrittene Abwerbeaktionen der L&auml;nder sind an diesem Donnerstag erneut Thema der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin. Bei der M&auml;rz-Sitzung in Stralsund war ein verbindlicher L&auml;nderbeschluss gegen Werbeaktionen am Widerstand Baden-W&uuml;rttembergs gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/politik\/detail_dpa_21542590.php\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h29\"><\/a><strong>TV-Tip: Mitternachtsspitzen<\/strong><br>\nSamstag, 20. Juni, 21:45 Uhr bis 23:15 Uhr, WDR-Fernsehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h30\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\n<strong>Volker Pispers: SPD-Debakel <\/strong><br>\nDie Republik wird runderneuert. Die Globalisierung rechnet sich, aber rechnet sie sich auch f&uuml;r den B&uuml;rger? F&uuml;r Arbeitspl&auml;tze gilt: Besser frisch gestrichen als nie dagewesen. Einige streichen ihr Wochenendhaus, andere den Sommerurlaub.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4007#h01\">Das Porsche-Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h02\">Die Bilanzwillk&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h03\">&ldquo;Systematisch Schrottimmobilien finanziert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h04\">Bundesregierung zur Rettung der HRE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h05\">Gericht verbietet Commerzbank Extrageb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h06\">Bonuszahlungen: Die Kassen klingeln wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h07\">Nouriel Roubini : &bdquo;Die EZB untersch&auml;tzt die Krise&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h08\">Die Wegguck-Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h09\">Industriestaaten suchen Exit-Strategie f&uuml;r Konjunkturprogramme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4007#h10\">Betriebsrenten: Schlecht vorgesorgt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4007\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4007","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4007"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4007\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}