{"id":40080,"date":"2017-09-14T08:19:10","date_gmt":"2017-09-14T06:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080"},"modified":"2017-09-14T08:22:06","modified_gmt":"2017-09-14T06:22:06","slug":"hinweise-des-tages-2959","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h01\">Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h02\">Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h03\">Privatisierung der Reha: Das Ende der Kur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h04\">&ldquo;Keine Durchschlagskraft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h05\">Auszubildende und sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im L&auml;ndervergleich 2008 bis 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h06\">Das ist Europas neue Reservearmee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h07\">Emmanuel Macron: Der tollk&uuml;hne Pr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h08\">St&auml;rkung der Betriebsrente: Warum ein neues Gesetz die gesetzliche Rente schw&auml;cht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h09\">Amazon &lsquo;pays 11 times less corporation tax than traditional booksellers&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h10\">Ein Richter schreibt an &bdquo;seinen&ldquo; CDU-Kandidaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h11\">Skandal&ouml;s willf&auml;hriger Tagesschaubericht &uuml;ber resistente Keime im H&uuml;hnerfleisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h12\">Programmbeschwerde: ARD versucht FDP in Bundestag zu hieven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h13\">&bdquo;Merkel, die Eidbrecherin&ldquo;: AfD z&uuml;ndet n&auml;chste Stufe im Negativ-Campaigning &ndash; wom&ouml;glich mit Unterst&uuml;tzung eines Trump-Beraters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h14\">Alice Weidel lie&szlig; Asylbewerberin schwarz f&uuml;r sich arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h15\">Parteien unter der Lupe &ndash; 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40080#h16\">Das Letzte: Bilanz Hermann Gr&ouml;he: Der leise Minister<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mieten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mietkosten belasten Menschen in Gro&szlig;st&auml;dten immer st&auml;rker<\/strong><br>\nVier von zehn Haushalten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten m&uuml;ssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die Miete ausgeben. Das entspricht etwa 5,6 Millionen Haushalten, wie eine am Mittwoch vorgestellte Untersuchung der 77 deutschen Gro&szlig;st&auml;dte mit mehr als 100.000 Einwohnern durch die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ergab. In gut einer Million Haushalte geht sogar mehr als die H&auml;lfte des Einkommens f&uuml;r die Miete drauf.<br>\nDie mittlere Mietbelastung in den Gro&szlig;st&auml;dten liegt bei 27 Prozent, wie die Studie ergab. Dabei gibt es hohe Unterschiede in den St&auml;dten: W&auml;hrend die Mieter in Chemnitz durchschnittlich nur 20,9 Prozent ihres Nettoeinkommens f&uuml;r Miete und Nebenkosten aufwenden m&uuml;ssen und dort auch die Quadratmeterpreise im Vergleich am geringsten sind, liegt die Belastung in Bonn bei 30,3 Prozent. Diesem Spitzenwert n&auml;hern sich auch Neuss (30,1 Prozent), K&ouml;ln (29,3 Prozent), D&uuml;sseldorf (29,2 Prozent) und Bremen (29,1 Prozent).<br>\nVergleichsweise weniger ihres Einkommens aufwenden m&uuml;ssen Verbraucher au&szlig;er in Chemnitz auch in Heidelberg (21,4 Prozent), Wolfsburg (21,9 Prozent) sowie in den ostdeutschen St&auml;dten Leipzig, Dresden und Jena (jeweils knapp 23 Prozent).<br>\nDie Forscher stellten zudem gravierende Unterschiede zwischen reicheren und &auml;rmeren Haushalten bei der Belastungsquote fest: W&auml;hrend Haushalte mit h&ouml;herem Einkommen durchschnittlich 17,2 Prozent davon f&uuml;r die Bruttokaltmiete aufwenden m&uuml;ssen, sind es bei den Haushalten an der Armutsgrenze 39,7 Prozent. In 54 der 77 untersuchten St&auml;dte m&uuml;sse zudem durch wachsende Einwohnerzahlen von einem &raquo;angespannten Wohnungsmarkt&laquo; ausgegangen werden. F&uuml;r ihre Studie untersuchte die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung Daten des Mikrozensus 2014.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1063620.mietkosten-belasten-menschen-in-grossstaedten-immer-staerker.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110740.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Studie verdeutlicht auch die Nutzlosigkeit der sog. Mietpreisbremse. Deutlich geworden ist au&szlig;erdem, dass insbesondere die SPD bei diesem Thema eindeutig &ldquo;gepennt&rdquo; hat. W&auml;re es ihr in den letzten vier Jahren ernsthaft um mehr Gerechtigkeit gegangen, h&auml;tte sie z.B. mit einer rot-rot-gr&uuml;nen Mehrheit f&uuml;r Entlastungen vor allem bei den Haushalten mit niedrigerem Einkommen sorgen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung Mietpreise machen viele Berliner arm<\/strong><br>\nDer Wert ist bedenklich. Berliner m&uuml;ssen im Mittel f&uuml;r ihre Mietwohnung knapp &uuml;ber 27 Prozent ihres Einkommens ausgeben. Das liegt &uuml;ber dem Mittelwert von 77 Gro&szlig;st&auml;dten, wie eine noch nicht ver&ouml;ffentlichte Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ermittelt. Vielen Haushalten bleibt nach der Miet&uuml;berweisung weniger Geld als der Hartz-IV-Satz bietet. Fachleute sind alarmiert und fordern mehr Investitionen in den Wohnungsbau f&uuml;r Geringverdiener.<br>\nDie 90 Seiten starke Studie enth&auml;lt Daten aus dem Mikrozensus zu Haushaltseinkommen, Wohnstandards, Mieth&ouml;hen, Geb&auml;udealter und Wohnungsgr&ouml;&szlig;en f&uuml;r   die 77 Gro&szlig;st&auml;dte, die 2014 mehr als 100 000 Einwohner z&auml;hlten: Von Berlin mit einer Bev&ouml;lkerung von damals 3,47 Millionen bis Siegen mit 100 325 Einwohnern. Die Studienautoren der Humboldt-Uni und der Frankfurter Goethe-Universit&auml;t &ndash; darunter der Berliner Stadtsoziologe und Ex-Staatssekret&auml;r Andrej Holm &ndash; setzten dabei die    Nettoeinkommen der 25,37 Millionen Gro&szlig;stadtbewohner ins Verh&auml;ltnis zu den Mietniveaus vor Ort.<br>\nErgebnis: W&auml;hrend die Bewohner in den 77 St&auml;dten im Mittel 26,8 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die Miete ohne Heizung und Warmwasser aufzubringen haben, m&uuml;ssen die Berliner bereits 27,2 Prozent daf&uuml;r zahlen. Die Mietbelastung in der Hauptstadt ist damit h&ouml;her als in Stuttgart (27 Prozent).  Zwar sind die Mieten in Stuttgart h&ouml;her als in Berlin, doch wegen der niedrigeren Einkommen in Berlin ergibt sich eine h&ouml;here Belastung der Bewohner der Hauptstadt. H&ouml;her noch als in Berlin liegt die Mietbelastung mit 28 Prozent in Frankfurt am Main, M&uuml;nchen (28,3 Prozent), Hamburg (28,6 Prozent) und K&ouml;ln (29,3 Prozent). Am geringsten ist sie mit 20,9 Prozent in Chemnitz, am h&ouml;chsten mit 30,3 Prozent in Bonn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/studie-der-hans-boeckler-stiftung--mietpreise-machen-viele-berliner-arm-28401022\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Wohnungsmarkt in Dortmund: Arm werden per Mieterh&ouml;hung<\/strong><br>\nNach M&uuml;nchen und Hamburg, K&ouml;ln und Berlin wird jetzt auch das Ruhrgebiet teuer. Trotzdem wollen CDU und FDP Mieterrechte einschr&auml;nken.<br>\nF&uuml;r die MieterInnen der LEG Wohnen NRW GmbH in Dortmund war es ein Schock: In den Briefk&auml;sten ihrer H&auml;user zwischen Sonnenplatz, Neuem Graben und der Gro&szlig;en Heimstra&szlig;e landete im Mai Post des Vermieters. Zwar sollte die betont positiv klingen: &bdquo;Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu k&ouml;nnen, dass wir an Ihrem Haus Modernisierungsarbeiten durchf&uuml;hren werden&ldquo;, schrieb die Tochter der b&ouml;rsennotierten LEG Immobilien AG an die BewohnerInnen des H&auml;userblocks in unmittelbarer N&auml;he des angesagten Dortmunder Kreuzviertels.<br>\nGleichzeitig aber k&uuml;ndigte die ehemals gemeinn&uuml;tzige Landesentwicklungsgesellschaft, die 2008 von der schwarz-gelben NRW-Landesregierung des CDU-Ministerpr&auml;sidenten J&uuml;rgen R&uuml;ttgers privatisiert worden ist, massive Mieterh&ouml;hungen an: Zwischen 30 und 47 Prozent sollen die Mieten je nach Wohnungsgr&ouml;&szlig;e steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wohnungsmarkt-in-Dortmund\/!5444629\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dramatische Erh&ouml;hungen. Die genannten Mieten w&auml;ren vielleicht um das teure D&uuml;sseldorf herum &ldquo;normal&rdquo;, aber nicht im armen Dortmund. Verkauft hat die Wohnungsbaugesellschaft also 2008 Schwarz-Gelb &ndash; ob die Mieterh&ouml;hungen vor der Landtagswahl 2017 eingegangen sind? Genau vor diesen Entwicklungen ist gewarnt worden. Fairerweise muss man sagen, dass auch die SPD, Gr&uuml;ne und leider auch DIE LINKE. in Regierungsverantwortung massenhaft &ouml;ffentliche Wohnungsbaugesellschaften verkauft haben &ndash; Schwarz-Gelb verkl&auml;rt aber den Notstand und das Drama zur &ldquo;Marktwirtschaft&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>H&auml;userkampf<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;wo, 1948 gegr&uuml;ndet als gemeinn&uuml;tzige Fl&uuml;chtlings-Wohnbaugenossenschaft, will drei ihrer &auml;ltesten H&auml;user abrei&szlig;en. Die Mieterin Mary Schwarz k&auml;mpft mit aller Kraft dagegen. Andrej Holm, wohnungspolitischer Berater der Linken, fordert derweil eine neue Gemeinn&uuml;tzigkeit. Denn die Fl&uuml;wo ist kein Einzelfall.<br>\n&ldquo;Ich habe in der DDR gek&auml;mpft, jetzt k&auml;mpfe ich hier wieder&rdquo;, sagt Mary Schwarz, die in einer Wohnung der Fl&uuml;wo-Genossenschaft in Stuttgart-Degerloch wohnt. 1982 kam sie in den Westen und nach kurzem Zwischenstopp in Esslingen nach Degerloch. &ldquo;Da habe ich mich wie in einem Paradies gef&uuml;hlt&rdquo;, erinnert sie sich und f&uuml;gt hinzu: &ldquo;Nach der Wende ging&rsquo;s bergab.&rdquo;<br>\nDamals hat sie 203,80 DM f&uuml;r ihre 42-Quadratmeter-Wohnung bezahlt. 2001 teilte ihr die Genossenschaft mit, dass das Haus, in dem sie wohnte, abgerissen werden solle, und bot ihr eine Ersatzwohnung an: gleich auf der anderen Stra&szlig;enseite, wo sie heute noch wohnt. 55 Quadratmeter f&uuml;r 750 DM oder 359 Euro: fast das Dreifache bezogen auf den Quadratmeter und wegen der gr&ouml;&szlig;eren Wohnfl&auml;che noch mehr.<br>\nAlle drei Jahre sind Mieterh&ouml;hungen bis zur orts&uuml;blichen Vergleichsmiete erlaubt, in Gebieten, in denen es zu wenige Wohnungen gibt, um maximal 15 Prozent. Und seit Mary Schwarz in der neuen Wohnung lebt, kamen sie auch, alle drei Jahre so sicher wie das Amen in der Kirche. Heute bezahlt sie 555 Euro im Monat. Verglichen mit ihrer ersten Wohnung 1982 das f&uuml;nffache und viermal so viel pro Quadratmeter.<br>\nMary Schwarz lebt von einer kleinen Rente. Nach Abzug der Miete bleiben ihr keine 300 Euro im Monat zum leben. Eine Zweizimmerwohnung f&uuml;r 900 Euro in den Neubauten gegen&uuml;ber k&ouml;nnte sie sich heute nicht mehr leisten. Bisher hat sie alles hingenommen, wie alle, die hier wohnen. Ihre Nachbarin macht mehrere Jobs, deren Mann arbeitet in Schichtarbeit, um sich die Wohnung leisten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/337\/haeuserkampf-4586.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Waffenlieferungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heikle Fracht aus Ramstein<\/strong>\n<ul>\n<li>Die US-Regierung hat offenbar Waffen &uuml;ber den Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Ramstein an syrische Rebellen liefern lassen.<\/li>\n<li>Eine Genehmigung hatte sie daf&uuml;r nach Angaben der Bundesregierung nicht.<\/li>\n<li>Demnach haben die USA seit 2010 keine Lieferungen nach Syrien oder in dessen Nachbarl&auml;nder beantragt.<\/li>\n<li>Eine serbische Tageszeitung berichtete jedoch bereits Ende 2015 &uuml;ber entsprechende Transporte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-waffenlieferungen-heikle-fracht-aus-ramstein-1.3663289\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Ramstein &ndash; Herrschaft des Unrechts<\/strong><br>\nDrohnenmorde, Waffenlieferungen, Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger<br>\nAls Horst Seehofer im letzten Jahr von der &bdquo;Herrschaft des Unrechts&ldquo; sprach, dachte er nicht an Ramstein. Er kritisierte, dass Angela Merkel ohne R&uuml;cksprache mit den europ&auml;ischen Nachbarn die Grenzen &ouml;ffnete, indem sie das Dublin-Abkommen au&szlig;er Kraft setzte.<br>\nRamstein ist Relaisstation f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenmorde und Anlaufstelle f&uuml;r die illegale Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger. Jetzt hat die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; berichtet, dass von Ramstein aus die syrische Opposition gegen Assad mit Waffen beliefert wurde, was mit deutschem Recht nicht vereinbar ist.<br>\nWie schon bei den v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohnenmorden und der Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger, geht die Bundesregierung auch bei den illegalen Waffenlieferungen wieder auf Tauchstation, l&uuml;gt und sagt, sie habe &ldquo;keine Erkenntnisse&rdquo;. Die Mitglieder der Bundesregierung sind wohl so besch&auml;ftigt, dass sie keine Zeit haben, Zeitungen zu lesen, die ihnen &ldquo;Erkenntnisse&rdquo; vermitteln w&uuml;rde.<br>\nWer dem Unrechtsstaat USA, der nur das Recht des St&auml;rkeren kennt und der nach dem Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen Toten um den Erdball gezogen hat, 14.000 Hektar auf deutschen Boden in Ramstein zur Verf&uuml;gung stellt, muss damit rechnen, dass zumindest dort Horst Seehofer in vollem Umfang best&auml;tigt wird. Wo die US-Streitkr&auml;fte ihr Unwesen treiben, herrscht das Unrecht.<br>\nDer Bundesregierung m&ouml;chte man eine Weisheit Marc Aurels ins Stammbuch schreiben: &bdquo;Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befielt es.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1540682099326585\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Syrien: US-Waffenkan&auml;le<\/strong><br>\nEine Untersuchung des Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und des Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) hat neue Kan&auml;le f&uuml;r US-Waffenlieferungen nach Syrien aufgedeckt. Demzufolge soll nach dem Scheitern des weithin bekannten Pentagon Aufr&uuml;stungsprogramms f&uuml;r syrische Rebellen, die entweder aufgerieben wurden oder zum Gegner &uuml;berliefen, im Herbst 2015 ein neues Programm aufgelegt worden sein. Dabei sollen massenweise Waffen aus osteurop&auml;ischen L&auml;ndern aufgekauft &uuml;ber die T&uuml;rkei, Jordanien und Kuwait nach Syrien geschleust werden: &bdquo;Arms factories across the Balkans and Eastern Europe &ndash; already working at capacity to supply the Syrian war &ndash; are unable to meet the demand. In response, the US Department of Defense (DoD) has turned to new suppliers like Kazakhstan, Georgia, and Ukraine for additional munitions [&hellip;]. The Pentagon is buying the arms through two channels: the Special Operations Command (SOCOM), which oversees special operations across all services of the US military, and the Picatinny Arsenal, a little-known US Army weapons facility in New Jersey. The munitions are being transported by both sea and air from Europe to Turkey, Jordan and Kuwait. [&hellip;] More than $900 million has been contracted to be spent by 2022, and nearly $600 million more has been budgeted or requested by the Trump administration. This brings the grand total of the Pentagon&rsquo;s intended spending on its Syrian allies to $2.2 billion.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/09\/13\/syrien-us-waffenkanaele\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Militarisierung: Segel setzen!<\/strong><br>\nVor einem Jahr drehte sich die &bdquo;Rede zur Lage der Europ&auml;ischen Union&ldquo; von Kommissionschef Jean-Claude Juncker noch prim&auml;r darum, Ma&szlig;nahmen zur Militarisierung der EU anzuschieben (siehe IMI-Analyse 2016\/34). In seiner diesj&auml;hrigen Rede ist dieser Themenbereich kaum vorhanden, augenscheinlich ist man einstweilen zufrieden, mehrere weitreichende Initiativen &ndash; insb. Hauptquartier, R&uuml;stungshaushalt und St&auml;ndige Strukturierte Zusammenarbeit &ndash; auf die Schiene gesetzt zu haben und will sich nun auf deren Implementierung konzentrieren. Insofern passt f&uuml;r den Milit&auml;rbereich auch seine Schlussbemerkung &bdquo;Segel setzen, und jetzt den g&uuml;nstigen Wind nutzen.&ldquo; Konkret ist nur folgende Passage in der Rede zu finden: &bdquo;Im Verteidigungsbereich sind weitere Anstrengungen vonn&ouml;ten. Die Schaffung eines europ&auml;ischen Verteidigungsfonds steht auf der Tagesordnung; die Permanente Strukturierte Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich ist auf gutem Weg. Bis 2025 brauchen wir eine funktionierende Europ&auml;ische Verteidigungsunion.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/09\/13\/eu-militarisierung-segel-setzen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Vorschriften f&uuml;r Waffenexporte: &ldquo;Ohne diese Ma&szlig;nahmen werden die EU-Exportvorschriften weiter l&ouml;chrig wie ein Fischernetz bleiben&ldquo;<\/strong><br>\nSabine L&ouml;sing, friedenspolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE im Europaparlament, in der gestrigen Plenardebatte &uuml;ber den Bericht &lsquo;Waffenexporte und die Umsetzung des Gemeinsamen Standpunkts 2008\/944\/GASP&rsquo;:<br>\n&bdquo;Seit Jahren explodieren die R&uuml;stungsexporte der EU-Staaten. Insofern bin ich sehr froh, dass im Bericht Schritte vorgeschlagen werden, die geeignet sind, um diesen Wahnsinn wenigstens etwas zu begrenzen. Ich h&auml;tte mir allerdings schon an manchen Stellen noch etwas mehr Substanz gew&uuml;nscht, damit wir wirklich zu Fortschritten in diesem Bereich gelangen.&ldquo;<br>\nDa sich kaum ein EU-Mitgliedstaat an die acht Kriterien des EU-Verhaltenskodex h&auml;lt, forderte Sabine L&ouml;sing:<br>\n&bdquo;Was wir also dringend ben&ouml;tigen sind drei Dinge &ndash; leider macht der Bericht nur zum ersten Aspekt detaillierte Vorschl&auml;ge und bleibt zu den beiden anderen zu vage. Erstens braucht es eine einheitliche und endlich vollst&auml;ndige und rasche Berichtspflicht der Mitgliedstaaten. Zweitens ist es n&ouml;tig, dass die Einhaltung der acht Kriterien von unabh&auml;ngiger Seite &uuml;berpr&uuml;ft wird. Und schlie&szlig;lich drittens sind auch Sanktionsmechanismen f&uuml;r L&auml;nder erforderlich, die notorisch gegen die Exportvorschriften versto&szlig;en. Ohne diese Ma&szlig;nahmen werden die EU-Exportvorschriften weiter l&ouml;chrig wie ein Fischernetz bleiben und europ&auml;ische Waffen Kriege und Konflikte in aller Welt anheizen.&ldquo;<br>\nMit Blick auf die Mitverantwortung der Gro&szlig;en Koalition in Berlin:<br>\n&bdquo;Die deutsche Bundesregierung hat beispielsweise im Jahr 2015 4.256 Lizenzen f&uuml;r die Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern in 83 Staaten erteilt, die hinsichtlich des EU-Verhaltenskodex als problematisch einzustufen sind. (1) Selbst Saudi-Arabien kann sich trotz v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieges im Jemen auf deutsche Waffenlieferungen verlassen. W&auml;hrend saudischen Luftangriffen Schulen, Krankenh&auml;user und Wohnviertel zum Opfer fallen, exportierte Deutschland 2016 Waffen im Wert von fast 530 Millionen Euro an das autokratische K&ouml;nigreich. Wenn sich die SPD angesichts dieser Zahlen als Friedenspartei profilieren will, ist das heuchlerisch. Die einzige konsequente Antikriegspartei ist zurzeit DIE LINKE, wir stehen f&uuml;r eine Beendigung aller R&uuml;stungsexporte ein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11495.eu-vorschriften-f%C3%BCr-waffenexporte-ohne-diese-ma%C3%9Fnahmen-werden-die-eu-exportvorschriften-weiter-l%C3%B6chrig-wie-ein-fischernetz-bleiben.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsexporte: Preisfrage<\/strong><br>\nBei Lagebeschreibung.de, einem neuen Blog, der sich mit Fragen der internationalen Politik besch&auml;ftigt, erschien ein interessantes Interview mit Olaf L. M&uuml;ller, Professor f&uuml;r Philosophie und Wissenschaftsphilosophie an der Humboldt-Universit&auml;t Berlin. Als einer der wenigen Beobachter weist er v&ouml;llig korrekt auf den Sachverhalt hin, dass eine einheimische R&uuml;stungsindustrie mit niedrigen St&uuml;ckpreisen zwingend auf R&uuml;stungsexporte angewiesen ist. Auch wenn seine daraus abgeleiteten Forderung, stattdessen national h&ouml;here Preise zu bezahlen, aus friedenspolitischer Sicht doch etwas in die falsche Richtung f&uuml;hrt, kommen seine Ausf&uuml;hrungen dem Kern der Debatte doch deutlich n&auml;her als die meisten aktuellen Beitr&auml;ge zum Thema: &bdquo;Die Preise f&uuml;r unsere eigenen Waffen w&auml;ren exorbitant hoch, wenn wir den Export in Drittstaaten nicht erlauben w&uuml;rden. Das hei&szlig;t, wir subventionieren unseren eigenen Waffenbedarf durch eine laxe Waffenexportpolitik. [&hellip;] Nun w&auml;re es nicht opportun, unsere Waffenindustrie zu zerst&ouml;ren; damit w&auml;re die Mehrheit politisch nicht einverstanden. Stattdessen sollte der Bund die entgangenen Profite einfach durch h&ouml;here Preise kompensieren. Im Ergebnis steigen unsere Beschaffungskosten, aber die Exporte k&ouml;nnen auf null reduziert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/09\/12\/ruestungsexporte-preisfrage\/\">Infomrationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatisierung der Reha: Das Ende der Kur<\/strong><br>\nAggressive Investoren haben die Rehabilitation als Gesch&auml;ftsfeld entdeckt. Leidtragende sind Besch&auml;ftigte und Patienten<br>\nDas Spannungsfeld zwischen Arbeit und Arbeitsunf&auml;higkeit, Wiedereingliederung und Berufsunf&auml;higkeit wird &ouml;ffentlich bislang kaum beachtet. Gleichwohl findet in den Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation eine fortschreitende Privatisierung statt &ndash; mit verheerenden Folgen. Sie verl&auml;uft &auml;hnlich wie im Fall von Autobahnen, Br&uuml;cken, Wasserwerken und anderen &ouml;ffentlichen Einrichtungen und Geb&auml;uden. Auch im Reha-Bereich z&auml;hlen Immobilien zu den begehrtesten Filetst&uuml;cken. Kurkliniken werden bei der &Uuml;bernahme durch einen Hedgefonds sofort verkauft und &uuml;ber langfristige Vertr&auml;ge teuer zur&uuml;ckgemietet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/privatisierung-der-reha-das-ende-der-kur\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Keine Durchschlagskraft&rdquo;<\/strong><br>\nDie Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation h&auml;lt derzeit ihren Bundesgewerkschaftstag in Augsburg ab. Die Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung des Bistums kritisiert ihre Wirksamtkeit.<br>\nB&ouml;ses findet, wer im Internet nach &ldquo;christliche Gewerkschaften&rdquo; sucht: In zahlreichen Artikeln ist da die Rede von Zwielicht, Tricksereien und Arbeitnehmer-Verrat, von &ldquo;Lohndr&uuml;ckern im Namen Gottes&rdquo;. Zu Recht? Ja, meint Erwin Helmer. Der Di&ouml;zesanpr&auml;ses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Augsburg findet: &ldquo;Diese sogenannten christlichen Gewerkschaften verhalten sich unsolidarisch.&rdquo;<br>\nHelmer &auml;u&szlig;ert sich mit Blick auf den derzeit stattfindenden Bundesgewerkschaftstag der Christlichen Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT) aus Essen, der noch bis Mittwoch im bistumseigenen Haus Sankt Ulrich in Augsburg vonstattengeht. Der Diakon erkl&auml;rt sein Urteil so: &ldquo;Die christlichen Gewerkschaften stimmen oft Tarifvertr&auml;gen zu, die meistens schlechtere L&ouml;hne, weniger Urlaubstage und Zuschl&auml;ge sowie mehr Arbeitszeit beinhalten als Vertr&auml;ge des Deutschen Gewerkschaftsbunds, des DGB.&rdquo;<br>\nWarum sie das tun? F&uuml;r die Antwort holt Helmer aus: &ldquo;Die christlichen Gewerkschaften entstanden Ende des 19. Jahrhunderts in Abgrenzung zu sozialdemokratisch und sozialistisch ausgerichteten freien Gewerkschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg gr&uuml;ndeten sie sich 1954 aus demselben Grund neu.&rdquo; Doch die christlichen Gewerkschaften h&auml;tten seither nie genug Mitglieder gewonnen, um Arbeitnehmerinteressen etwa mit Streik durchsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/themen\/kirche-und-politik\/2017-09-12\/arbeitnehmer-bewegung-aeussert-kritik-christliche-gewerkschaften?amp\">Domradio<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auszubildende und sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im L&auml;ndervergleich 2008 bis 2016<\/strong><br>\n4,9 Prozent: Die Ausbildungsquote, der Anteil der Auszubildenden an den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, sank von 6,5 Prozent Ende 2008 erstmals unter f&uuml;nf Prozent, auf 4,9 Prozent Ende 2016. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden (Besch&auml;ftigungsstatistik) sank von Ende 2008, trotz eines geringf&uuml;gigen Anstiegs in 2016, um 228.000 (12,7 Prozent) auf 1,576 Millionen Ende 2016 (&ldquo;darunter&rdquo; 1,321 Millionen Auszubildende gem&auml;&szlig; Berufsbildungsstatistik, 18,1 Prozent weniger als Ende 2008). Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten stieg im entsprechenden Zeitraum um 3,949 Millionen (14,2 Prozent) auf 31,849 Millionen.<br>\nIn den L&auml;ndern reicht die Ausbildungsquote am betrieblichen Ausbildungsort (Arbeitsort) Ende 2016 von 5,8 Prozent in Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis 3,3 Prozent in Berlin. Ende 2008 reichte die (neu berechnete) Ausbildungsquote in den L&auml;ndern von 8,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 5,1 Prozent in Hamburg.<br>\nDie gesamten BIAJ-Materialien vom 12. September 2017 mit den Bundes- und L&auml;nderdaten zu den Ausbildungsquoten (am Arbeitsort), den Auszubildenden (gem&auml;&szlig; Besch&auml;ftigungs- und Berufsbildungsstatistik) und den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten (Ende 2008 bis Ende 2015), differenziert nach Geschlecht, finden Sie hier: Download_BIAJ20170912 (PDF: 6 Seiten &ndash; eine Text- und 5 Tabellen-Seiten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/968-auszubildende-und-sozialversicherungspflichtig-beschaeftigte-im-laendervergleich-2008-bis-2016.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das ist Europas neue Reservearmee<\/strong><br>\nDie Deregulierung der Arbeitsm&auml;rkte dr&auml;ngt Millionen Europ&auml;er in Armut. Investigate Europe beweist: Die Prekarisierung wurde absichtlich herbeigef&uuml;hrt.<br>\nDie Not mit den miesen Jobs hat viele Gesichter. Mal sind es Werkvertr&auml;ge ohne Kranken- und Sozialversicherung, mal sind es Teilzeitjobs, die nicht zum Leben reichen. Mal m&uuml;ssen sich die Betroffenen von einem befristeten Vertrag zum n&auml;chsten hangeln, oder sie m&uuml;ssen als Scheinselbstst&auml;ndige und Leiharbeiter ihr Dasein fristen. Die Methoden unterscheiden sich je nach Land und nationaler Gesetzgebung (siehe Beispiele rechte Spalte), doch die Konsequenz ist immer dieselbe: Zig Millionen EU-B&uuml;rger m&uuml;ssen sich mit unsicheren und gering entlohnten Jobs durchschlagen, die ihnen keine Lebensperspektive bieten &ndash; mit wachsender Tendenz. Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron will den Trend sogar verst&auml;rken. Seine Regierung erlaubt Arbeitgebern k&uuml;nftig, Arbeitskr&auml;fte nur noch f&uuml;r einzelne Projekte anzuheuern, die jederzeit k&uuml;ndbar sind. Gleichzeitig sollen die landesweit g&uuml;ltigen Tarifvertr&auml;ge verschwinden, die bisher Schutz vor solchen Praktiken boten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/arbeitsmarkt-das-ist-europas-neue-reservearmee\/20301470.html\">Harald Schumann und Elisa Simantke im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Emmanuel Macron: Der tollk&uuml;hne Pr&auml;sident<\/strong><br>\nMacron wollte erst Frankreich, dann die EU reformieren. Daf&uuml;r hat er riskante Pl&auml;ne, aber kaum Verb&uuml;ndete. Es ist im Interesse Deutschlands, dass er nicht scheitert.<br>\nWird es ihm gelingen? Erst gr&uuml;ndlich das eigene Land reformieren, dann eine Reform der EU vorantreiben: Das ist die Methode, die Emmanuel Macron w&auml;hrend des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampfes angek&uuml;ndigt hat. Quasi eine Umpolung der Strategie seines Vorg&auml;ngers. [&hellip;]<br>\nMacrons Strategie ist da erfolgversprechender. Von den gestrigen Protesten unbeeindruckt, will er am Arbeitsmarkt, am Renten- und Sozialversicherungssystem und den Steuern herumfeilen, bis sie besser in die heutige Welt passen. Die Franzosen hatten ihn nicht unbedingt daf&uuml;r gew&auml;hlt, sondern um Marine Le Pen als Pr&auml;sidentin zu verhindern. Immerhin gaben sie ihm, wie es &uuml;blich ist, in den nachfolgenden Parlamentswahlen eine Mehrheit. Ein Pr&auml;sident, der die Nationalversammlung nicht hinter sich wei&szlig;, ist schwach und einen schwachen Mann an der Spitze wollten die Franzosen nun auch wieder nicht. [&hellip;]<br>\nAls franz&ouml;sischer Staatspr&auml;sident wird Macron sich an Charles de Gaulle erinnern. De Gaulle war zun&auml;chst ein unbedeutender, nur auf Zeit ernannter General. Im Juni 1940 stand er als Einziger auf und rief Frankreich zum Kampf gegen die Deutschen, vor denen seine Vorgesetzten und seine Regierung bereits kapituliert hatten. Mit dem Kopf durch die Wand! Das geht manchmal durchaus. Diesmal auch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-09\/emmanuel-macron-reformen-europa-frankreich-5-vor-8\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahnsinn. &ldquo;Von den gestrigen Protesten unbeeindruckt, will er am Arbeitsmarkt, am Renten- und Sozialversicherungssystem und den Steuern herumfeilen, bis sie besser in die heutige Welt passen.&rdquo; &ndash; Mit anderen Worten, die Globalisierung zwingt die Franzosen, Arbeitnehmerrechte mit F&uuml;&szlig;en zu treten, die L&ouml;hne und die Unternehmenssteuern zu senken, den K&uuml;ndigungsschutz zu schleifen und das Wohngeld f&uuml;r Bed&uuml;rftige um 5 Euro pro Monat zu senken sowie bei den Kommunen an Infrastruktur und Sozialleistungen zu &ldquo;sparen&rdquo;. Mit volkswirtschaftlicher Vernunft hat das nichts zu tun, und das deutsche Lohndumping wird nicht einmal erw&auml;hnt. Am Rande: wenn &ldquo;die Globalisierung&rdquo; (ein weiterhin unbestimmter Begriff) tats&auml;chlich solche neoliberalen Ma&szlig;nahmen erzw&auml;nge, warum argumentiert Randow nicht dagegen? Weil die euphemistisch &ldquo;Reformen&rdquo; genannten Ma&szlig;nahmen &ldquo;alternativlos&rdquo; sind? Man will eine Front-National-Regierung, vor der doch immer gewarnt wird, also auf Biegen und Brechen erzwingen. Und dieser Irrsinn wird mit dem heldenhaften Widerstand gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg verglichen. So verkommen sind also die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Jubelarien f&uuml;r das neoliberale Programm Macrons ziehen sich durch die gesamten deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Ein weiterer signifikanter Beleg daf&uuml;r, dass die deutschen Leitmedien klar die Perspektive und Interessen der deutschen Oligarchie vertreten. Nicht der Hauch einer objektiven Berichterstattung. Der Zynismus dabei, gerade die Zeit vergie&szlig;t in ihrer aktuellen Ausgabe wieder Krokodilstr&auml;nen (&ldquo;Warum r&uuml;ckt das Land eher nach rechts als nach links?&rdquo;) &uuml;ber die Folgen der neoliberalen Politik, die sie seit Jahren selbst propagiert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wie Macron sein Land spaltet<\/strong><br>\nFrankreichs neuer Staatschef Macron war mit dem Versprechen angetreten, sein Land zu einen. Doch nun spaltet er die franz&ouml;sische Gesellschaft &ndash; mit seiner Arbeitsmarktreform und b&ouml;sen Worten. Erst hat Macron seine &ldquo;Loi travail&rdquo; durch das Parlament gepeitscht &ndash; im Eiltempo, ohne das &uuml;bliche Gesetzgebungs-Verfahren. Nun beschimpft er Kritiker und Gegner als &ldquo;Faulenzer&rdquo; und &ldquo;Zyniker&rdquo;. Die b&ouml;sen Worte fielen schon am Freitag, bei Macrons Besuch in Athen. Doch sie z&uuml;nden erst jetzt, da die Gewerkschaft CGT ihren ersten Aktionstag gegen die Flexibilisierung der Arbeit abh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/wie-macron-sein-land-spaltet\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>St&auml;rkung der Betriebsrente: Warum ein neues Gesetz die gesetzliche Rente schw&auml;cht<\/strong><br>\nEilig, kurz vor der Bundestagswahl und nahezu unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit hat unsere Bundesregierung etwas beschlossen, das schwerwiegende Folgen f&uuml;r uns alle hat: Weniger Rente f&uuml;r Alle, im Schnitt 30 Euro pro Monat. Dabei klingt der Name des Gesetzes an sich ganz anders: Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz. Das soll uns eigentlich vor Altersarmut bewahren, verspricht die Regierung, bewirkt aber das genaue Gegenteil. [&hellip;]<br>\nFazit: Das neue Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz: Gro&szlig;e Versprechen, wenig dahinter. Prof. Dr. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, hat dazu eine klare Meinung: &ldquo;Die Arbeitnehmer sind die klaren Verlierer und insofern wird sich das nochmal, ja, als ein bitterer Treppenwitz der Geschichte herausstellen, dass so ein Gesetz von einer sozialdemokratischen Ministerin auf den Weg und durchs Parlament gebracht wurde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/betriebsrenten-102.html\">plusminus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amazon &lsquo;pays 11 times less corporation tax than traditional booksellers&rsquo;<\/strong><br>\nNew report follows recent evidence that a Bedford branch of Waterstones pays business rates 17 times higher than a nearby business unit of the web giant<br>\nThe UK&rsquo;s bookshops pay 11 times what Amazon does in corporation tax, according to a report from the Centre for Economics and Business Research.<br>\nThe Bookselling Britain report was unveiled at the Booksellers Association&rsquo;s annual conference in Birmingham on Tuesday, revealing that bookshops contribute an estimated &pound;540m to the UK economy, and pay an estimated &pound;131m in tax, including &pound;12m in corporation tax. This equates to 91p per &pound;100 of turnover, the report said, which is 11 times the 8p rate that Amazon pays, according to the CEBR. Amazon&rsquo;s most recent accounts show that Amazon UK Services saw turnover rise to almost &pound;1.5bn in 2016, while corporation tax payments dropped from &pound;15.8m to &pound;7.4m year on year.<br>\nThe discrepancy was condemned by the Booksellers Association&rsquo;s Giles Clifton, head of corporate affairs. &ldquo;The BA has already highlighted the unequal treatment meted out by the business-rates system to British booksellers, the staggering 17 times differential between what the Waterstones on Bedford High Street pays in comparison with the Amazon business unit a short distance away,&rdquo; said Clifton.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/books\/2017\/sep\/12\/amazon-pays-11-times-less-corporation-tax-than-traditional-booksellers\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Richter schreibt an &bdquo;seinen&ldquo; CDU-Kandidaten<\/strong><br>\nZun&auml;chst zu Ihrer Bitte um private Spenden: Ich glaube Ihnen schlichtweg nicht, dass Sie Ihren Wahlkampf aus eigenen Mitteln finanzieren. Den Medien kann man entnehmen, dass die Kassen Ihrer Partei von der Wirtschaft gef&uuml;llt werden. Nicht umsonst wehrt sich die CDU gegen ein sch&auml;rferes Lobbyregister und Transparenz. Also ver&ouml;ffentlichen Sie bitte, wie Ihr Wahlkampf tats&auml;chlich finanziert wird. Und sparen Sie doch der Umwelt zuliebe an Hochglanzbrosch&uuml;ren und an gro&szlig;en Plakaten, die den Blick auf die tats&auml;chlichen Probleme verstellen.<br>\n&Uuml;berhaupt zur Umwelt:<br>\nDie spielt in Ihren 10 Punkten (abgesehen von bezahlbarem Strom) keinerlei Rolle. Welches Armutszeugnis! Lesen Sie als Katholik doch einmal die beeindruckende Enzyklika &bdquo;Laudato si&ldquo; von Papst Franziskus und setzen Sie dessen Forderungen in die politische Praxis um. Und erkl&auml;ren Sie mir doch bitte, weshalb Ihre von Ihnen gepriesene Bundeskanzlerin und Ihre christliche Partei f&uuml;r den Einsatz des Giftes Glyphosat sind, das die g&ouml;ttliche Sch&ouml;pfung zerst&ouml;rt und die Gesundheit von Mensch und Tier gef&auml;hrdet.<br>\nUnd zu einzelnen Ihrer 10 Punkte:<br>\nWarum bek&auml;mpft die CDU nicht die Fl&uuml;chtlingsursachen, sondern die Fl&uuml;chtlinge? Glauben Sie wirklich, die Flucht von Millionen Menschen verhindern zu k&ouml;nnen, wenn die CDU f&uuml;r Waffenexporte in Kriegsgebiete, Zerst&ouml;rung der einheimischen Landwirtschaft durch EU-Dumpingpreise und nicht ausgewogene Handelsabkommen, Nichteinhaltung der Klimaziele aus dem Pariser Abkommen in Deutschland und Festsetzung der Fl&uuml;chtlinge in Lagern von Diktaturen sorgt?<br>\nWo bitte sehen Sie ein modernes Verkehrsnetz im Bereich des Schienenverkehrs? Eine Bahn, die Strecken und Weichen abbaut, riskante Gro&szlig;projekte durchf&uuml;hrt, die sie nicht beherrscht &ndash; siehe Rastatt &ndash; und den Ausbau zahlreicher Strecken vernachl&auml;ssigt (z. B. G&auml;ubahn, S&uuml;dbahn, Murrbahn usw.)? Und wo ist das schnelle Internet im l&auml;ndlichen Raum? Oder &uuml;berhaupt in Deutschland (siehe neueste Statistik zum internationalen Vergleich)?<br>\nWie wollen Sie Sicherheit f&uuml;r alle B&uuml;rger garantieren? Durch gro&szlig;fl&auml;chige Beschn&uuml;ffelung von rechtschaffenen Menschen?<br>\nWie vertr&auml;gt sich die Gerechtigkeit f&uuml;r alle Generationen (worunter Sie interessanterweise nur finanzielle Aspekte bringen) mit &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften, die zwar die Haushalte kurzfristig entlasten m&ouml;gen, aber laut Bundesrechnungshof unwirtschaftlich sind und kommende Generationen teuer zu stehen kommen werden?<br>\nWie stellen Sie sich eine zukunftssichere Altersversorgung angesichts sinkender Renten und drohender Altersarmut vor? Wie wollen Sie bei Steuerentlastung f&uuml;r alle die Einnahmeverluste ausgleichen? Einsparungen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/ein-richter-schreibt-an-seinen-cdu-kandidaten\/\">K21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese berechtigten Fragen k&ouml;nnten auch anderen KandidatInnen &ndash; auch anderer Parteien &ndash; gestellt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Skandal&ouml;s willf&auml;hriger Tagesschaubericht &uuml;ber resistente Keime im H&uuml;hnerfleisch<\/strong><br>\nGest&uuml;tzt auf eine Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen berichtete die Tagesschau am Mittwoch von dem Skandal, dass in der tierqu&auml;lerischen Massengefl&uuml;gelhaltung in gro&szlig;em Ma&szlig;stab antibiotikaresistente Keime gez&uuml;chtet werden, die jedes Jahr vielen Menschen den Tod bringen und den Krankenh&auml;usern riesige Probleme bereiten. (&hellip;) Wer nun aber erwartet h&auml;tte, dass der Landwirtschaftsminister sich vor der Kamera rechtfertigen m&uuml;sste, wegen seiner Verantwortung f&uuml;r diese Riesensauerei, oder wenigstens erkl&auml;ren m&uuml;sste, was er nun endlich dagegen tun will, der sah sich bitter entt&auml;uscht. Vielmehr durfte Christian Schmidt, der seit dreieinhalb Jahren die Verantwortung tr&auml;gt, wie ein unbeteiligter Experte treuherzig in die Kamera blickend sagen, dass es zu viel sei, wenn jede zweite Probe mit solchen resistenten Keimen belastet sei. &bdquo;Eigentlich sollte gar keine Probe belastet sein&ldquo;, sagte er noch und f&uuml;gte ebenso klug wie nichtssagend hinzu: &bdquo;Wir haben immer eine gewisse Keimbelastung.&ldquo; Dann wurde abgeschnitten.<br>\nUnter journalistischen Gesichtspunkten ist es dreiste Arbeitsverweigerung dem geb&uuml;hrenzahlenden Zuschauer gegen&uuml;ber, wenn man den Verantwortlichen f&uuml;r einen Skandal so in die Kamera sprechen l&auml;sst und keine kritische Frage stellt. Das ist kein Journalismus mehr, das ist reine Vorwahl-Hofberichterstattung. Pfui Teufel. Und am Ende wurden wir dann zu allem &Uuml;berfluss noch belehrt, dass wir uns sch&uuml;tzen k&ouml;nnten, indem wir H&uuml;hnerfleisch vor der Zubereitung gut waschen. Als ob damit dem Problem multiresistenter Keime beizukommen w&auml;re und die Regierung aus dem Schneider w&auml;re, wenn nur jeder sch&ouml;n reinlich ist. Unfassbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/891-resistente-keime\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Programmbeschwerde: ARD versucht FDP in Bundestag zu hieven<\/strong><br>\nDer ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigamund der vorherige Vorsitzende der ver.di Betriebsgruppe beim NDR, Frank Klinkhammer, haben beim Rundfunkrat Beschwerde gegen eine Bevorzugung der FDP in ARD-Sendungen eingereicht. Gleichzeitig kritisieren die beiden eine Unterrepr&auml;sentanz der Linken. Sie sehen darin den Versuch die FDP im Interesse der &bdquo;konservativen Eliten&ldquo; in den Bundestag zu hieven. [&hellip;]<br>\nwir haben wiederholt in Programmbeschwerden kritisiert, dass ARD-aktuell ohne zwingenden journalistischen Grund die FDP und ihren Vorsitzenden bei der Berichterstattung unangemessen favorisiert, obwohl beide nicht im Bundestag vertreten sind. Der Anlass unserer Beschwerde war die unangemessen breite Berichterstattung &uuml;ber das FDP-Dreik&ouml;nigstreffen. ARD-aktuell Chef Dr. Gniffke widersprach uns mit dem Argument, dass seine Redaktion auch den anderen Parteien entsprechende Aufmerksamkeit zuwende: [&hellip;]<br>\nDas ist weit neben der Realit&auml;t, Dr. Gniffke tr&auml;gt hier wissentlich Unwahres vor. Wie wenig seine Redaktion andere &bdquo;Parteien gleichm&auml;&szlig;ig zu Wort kommen l&auml;sst&ldquo; hat sich bereits zum Zeitpunkt unserer Beschwerde gezeigt. Weder &uuml;ber die entsprechenden Neujahrsveranstaltungen der Gr&uuml;nen, der Linken oder der AFD wurde berichtet. Lediglich die CSU kam umfassend zu Wort.<br>\nIn der TT-Sendung vom 4.9.2017 dann zum wiederholten Mal der Giffkesche FDP-Drall: Obwohl bei vielen wichtigen Nachrichten mit Sendezeit geknausert wird, wurde dem FDP-Vorsitzenden erneut ungew&ouml;hnlich viel Sendezeit einger&auml;umt. Abgesehen von der auffallend anspruchslosen und weitgehend inhaltsleeren Moderation (&ldquo; wer wird Dritter&ldquo;) des Beitrages durch Frau Miosga, fiel auf, dass der anschlie&szlig;ende Beitrag &uuml;ber Christian Lindner und seine Partei nahezu die gleiche Sendel&auml;nge hatte wie der Bericht &uuml;ber die Debattensendung mit den anderen f&uuml;nf Parteienvertretern zusammen. Ein journalistischer Grund f&uuml;r diese Bevorzugung war nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/programmbeschwerde-ard-versucht-fdp-in-bundestag-zu-hieven\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Merkel, die Eidbrecherin&ldquo;: AfD z&uuml;ndet n&auml;chste Stufe im Negativ-Campaigning &ndash; wom&ouml;glich mit Unterst&uuml;tzung eines Trump-Beraters<\/strong><br>\nEiniges deutet darauf hin, dass die us-amerikanische Agentur Harris Medie f&uuml;r die AfD die n&auml;chste Stufe im Internet-Wahlkampf gez&uuml;ndet hat. Die k&uuml;rzlich online gegangene Webseite und Facebook-Seite &ldquo;Merkel, die Eidbrecherin&rdquo; setzt voll auf so genanntes Negative Campaigning und wird von der AfD verantwortet. Laut dem Rechercheb&uuml;ro Correctiv wurde die Domain &uuml;ber die gleiche US-Firma angemeldet, die auch Harris Media nutzt. Harris Media war w&auml;hrend des j&uuml;ngsten US-Wahlkampfs auch f&uuml;r Donald Trump t&auml;tig. [&hellip;]<br>\nie Seite wurde laut Correctiv am 1. September registriert, eine dazugeh&ouml;rige Facebook-Seite am 7. September. Die Anmeldung erfolgte laut Correctiv &uuml;ber die gleiche US-Firma, &uuml;ber die Harris Media seine Domains registriert. Ein weiteres Indiz, dass Harris hinter der Seite steckt sei, dass sich der AfD-Kampagnenleiter zum Zeitpunkt der Registrierung in den USA aufgehalten habe. Harris Media ist die Agentur des rechtskonservativen Vincent Harris, der bereits Donald Trump und die national-populistische Pro-Brexit-Partei UKIP in Gro&szlig;britannien unterst&uuml;tzte und seit kurzem auch f&uuml;r die AfD arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/09\/13\/merkel-die-eidbrecherin-afd-zuendet-naechste-stufe-im-negativ-campaigning-womoeglich-mit-unterstuetzung-eines-trump-beraters\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und Fake News verbreitet die AfD mit dieser Seite auch noch. Die von der AfD <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article207803205\/Was-kostet-ein-Fluechtling.html\">selbst angegebene Quelle<\/a> spricht von Kosten pro Fl&uuml;chtling von bis zu 15.000 Euro pro Jahr &ndash; bei der AfD werde daraus bis zu 15.000 Euro pro Monat.<\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170914-hdt-01_.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170914-hdt-01-small_.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alice Weidel lie&szlig; Asylbewerberin schwarz f&uuml;r sich arbeiten<\/strong><br>\nAfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat nach ZEIT-Recherchen illegal eine Syrerin im Haushalt besch&auml;ftigt. Ihr Anwalt bestreitet das. [&hellip;]<br>\nWie die ZEIT aus dem privaten Umfeld Weidels erfuhr, bezahlte die AfD-Spitzenkandidatin den Frauen das Gehalt bar auf die Hand &ndash; 25 Franken pro Stunde, was f&uuml;r Schweizer Verh&auml;ltnisse &uuml;blich ist. Es gab demnach weder einen schriftlichen Anstellungsvertrag noch wurden die Frauen um Rechnungsstellung gebeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-09\/afd-alice-weidel-asylbewerberin-schwarzarbeit\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Alice Weidel war fr&uuml;her bei Goldman Sachs und ist Mitglied der ultra-neoliberalen Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. In solchen Kreisen gilt der Betrug am Staat und die Umgehung der Sozialkassen als &bdquo;Notwehr&rdquo;. Ich bezweifele, dass Frau Weidel da &uuml;berhaupt ein Unrechtsempfinden hat. Interessanter d&uuml;rfte da f&uuml;r ZEIT-Leser schon die Information sein, dass in der Schweiz ein Stundenlohn von 25 Franken f&uuml;r Putzfrauen sogar bei Schwarzarbeit vollkommen normal ist. Das ist auch korrekt, <a href=\"http:\/\/www.gav-service.ch\/Contract.aspx?stellaNumber=185001&amp;versionName=3\">liegen die Mindestl&ouml;hne<\/a> f&uuml;r angestellte Raumpflegerinnen doch je nach Qualifikation im Schnitt bei &uuml;ber 20 Franken pro Stunde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Parteien unter der Lupe &ndash; 1<\/strong><br>\nMan hat so gar nicht den Eindruck, dass in Deutschland die n&auml;chste Bundestagswahl ansteht. Doch am 24. September wird tats&auml;chlich gew&auml;hlt. Daher wollen wir den Menschen drau&szlig;en im Lande mit unseren Wahlpr&uuml;fsteinen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben.<br>\nWir sind von einigen Lesern gebeten worden, f&uuml;r die anstehende Bundestagswahl eine Wahlempfehlung auszusprechen. Da wir aber parteipolitisch ungebunden sind und uns zur Neutralit&auml;t verpflichtet f&uuml;hlen, wollen wir das nicht tun. Daf&uuml;r werden wir &ndash; anhand einiger auf makro&ouml;konomischen &Uuml;berlegungen basierenden wirtschaftspolitischen Forderungen &ndash; die Wahlprogramme der CDU\/CSU, der SPD, der Gr&uuml;nen, der FDP, der Linken und der AfD etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wir tun das, &auml;hnlich wie der DGB, anhand von Wahlpr&uuml;fsteinen.<br>\nStreng wissenschaftlich, versteht sich, werden wir dabei die &Uuml;bereinstimmung mit unseren Thesen auf einer Skala zwischen 100 und 0 bewerten. Diese Bewertungen werden dann aggregiert und als Rangliste der Parteien auf der Basis der Summe der Bewertungen am Freitag, den 22. September (2 Tage vor der Wahl) ver&ouml;ffentlicht. Ihnen k&ouml;nnen wir damit hoffentlich eine Entscheidungshilfe f&uuml;r die Wahl des kleinsten &Uuml;bels geben.<br>\nIn unserem ersten Teil widmen sich unsere Wahlpr&uuml;fsteine Themen aus dem Bereich des Geld-und Finanzsystems.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/wahlpruefsteine-1\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Parteien unter der Lupe &ndash; 2<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/parteien-unter-der-lupe-2\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Bilanz Hermann Gr&ouml;he: Der leise Minister<\/strong><br>\nMit Trillerpfeifen und Transparenten ziehen im Mai 2014 bundesweit Hebammen durch die Innenst&auml;dte. Sie schwenken gro&szlig;e Banner: &ldquo;Rettet unseren Beruf&rdquo; ist in dramatischen Worten zu lesen. Das Geschrei gab es, weil freiberufliche Geburtshelferinnen Probleme hatten, eine Berufshaftpflicht abzuschlie&szlig;en: Die Geburtshilfe komme zum Erliegen, so die &uuml;berzogene Drohung. Der Gesundheitsminister vermittelte lautlos im Hintergrund, gab dem Druck der Hebammen nach. Seitdem unterst&uuml;tzt die Solidargemeinschaft sie beim Abschluss von Versicherungen gegen Kunstfehler &ndash; eine wohl einmalige Umverteilung von Risiken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/btw17\/bilanz-groehe-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Besonders perfide ist, den Protest der Hebammen als &ldquo;Geschrei&rdquo; abzutun und die Subvention der ambulanten Geburtshilfe als &ldquo;wohl einmalige Umverteilung von Risiken&rdquo; zu bekritteln. Als ob nicht z.B.  bei Atomindustrie und industrieller Landwirtschaft ganz andere Geldstr&ouml;me selbstverst&auml;ndlich w&auml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-40080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40080"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40084,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40080\/revisions\/40084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}