{"id":4009,"date":"2009-06-18T09:15:46","date_gmt":"2009-06-18T07:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4009"},"modified":"2009-06-18T09:15:46","modified_gmt":"2009-06-18T07:15:46","slug":"hinweise-des-tages-913","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4009","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4009#h01\">Heribert Prantl: Was &ldquo;Systemrelevanz&rdquo; wirklich bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h02\">Christoph Butterwegge: Prinzip Reichtumsmehrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h03\">Angriff auf den Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h04\">HRE-Insider &uuml;ber die Krisenbank: &ldquo;Man konnte nur noch beten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h05\">Opposition wirft Asmussen Fehler vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h06\">Obama will Supercop f&uuml;r die Finanzbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h07\">Sal. Oppenheim erw&auml;gt Ausstieg bei Arcandor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h08\">Arcandor-T&ouml;chter beantragen Gl&auml;ubigerschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h09\">Bankberater in der Kritik: &ldquo;Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h10\">Chefvolkswirt von Goldman Sachs: &bdquo;Die Menschen brauchen mehr Einkommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h11\">Streit um Rentengarantie und Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h12\">Koalition beschenkt Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h13\">Interessengeleitete Panikmache gegen die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h14\">Vorsorge: Viele lehnen Riester-Rente ab <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h15\">Bildungsstreik weitet sich aus: 240.000 demonstrieren f&uuml;r ein emanzipatorisches Bildungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h16\">GEW: &bdquo;Gute Bildung und gute Arbeit sind zwei Seiten einer Medaille&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h17\">HRK-Pr&auml;sidentin Wintermantel zum &ldquo;Bildungsstreik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h18\">Deutsche Schulen: &ldquo;Vorsortierung, Sachzw&auml;nge, deutsche Leitkultur&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h19\">Vergessener Vater des Kulturkampfs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h20\">Nochmals zu &ldquo;SED und Stasi inszenierten die 68er-Revolte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h21\">&ldquo;Bild&rdquo;, Diekmann und die &ldquo;taz&rdquo;: Gestatten, Genosse!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h22\">Amazon und die NPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h23\">Internet-Zensur beschlossen: Community sagt alle weiteren Gespr&auml;che mit SPD-Verhandlungsf&uuml;hrer ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4009&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a> <\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Was &ldquo;Systemrelevanz&rdquo; wirklich bedeutet<\/strong><br>\nWas ist das Besondere, was ist das Erkennungszeichen, das ganz Unverwechselbare, Unverzichtbare, ja Kostbare an dem Staat, den Grundgesetz, das Bundesverfassungsgericht und die Zivilcourage seiner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger geschaffen haben?<br>\nEs sind drei Dinge: erstens ein ausgepr&auml;gtes Freiheitsbewusstsein, also ein Stolz auf die B&uuml;rgerrechte. Zweitens: das Bewusstsein von sozialer Gerechtigkeit, also das Grundgef&uuml;hl, dass es einigerma&szlig;en gerecht zugeht in diesem Land. Und drittens: der Glaube daran, dass man in einer Demokratie die Zukunft miteinander gestaltet, dass also die deutsche Demokratie keine Eliteveranstaltung ist. Auf diesen drei S&auml;ulen ruht unser System, und alle drei S&auml;ulen br&ouml;seln und br&ouml;ckeln.<br>\nAus der Marktwirtschaft wurde deshalb ein deutsches Wunder, weil es den Sozialstaat gab. Ohne den Sozialstaat h&auml;tte es nicht nur einmal gekracht in der Republik. Der Sozialstaat hat soziale Gegens&auml;tze entsch&auml;rft.<br>\nDer Sozialstaat besteht n&auml;mlich gerade darin, dass der Mensch, nicht ein System in seinem Mittelpunkt steht. Soziale Unruhen sind dann zu bef&uuml;rchten, wenn die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht mehr daran glauben, dass der Staat f&uuml;r ihre soziale Sicherheit b&uuml;rgt &ndash; weil sie f&uuml;rchten, dass sich der Staat in seinen B&uuml;rgschaften f&uuml;r die Banken verbraucht. In der Krise muss der Sozialstaat mehr bieten als einen Schwimmreifen, den man den Leuten zuwirft, um sie vor dem kompletten Absaufen zu bewahren. Der Sozialstaat muss ein stabiles Schiff sein im aufgew&uuml;hlten Ozean.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_95581.html\">Magazin Mitbestimmung 06\/09<\/a> <em>(Siehe dort auch weitere interessante Beitr&auml;ge)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: Prinzip Reichtumsmehrung<\/strong><br>\n60 Jahre Armut in der BRD: Reichtum wird von der Staatsmacht gef&ouml;rdert, das dadurch wachsende Elend ideologisch verharmlost, verdr&auml;ngt und kriminalisiert.<br>\nArmut hat in (West-)Deutschland selten oder nie den Aufmerksamkeitsgrad gefunden, der ihr eigentlich geb&uuml;hrt. Vielmehr wurde sie mit dem Ziel kleingeredet, die sich tendenziell immer st&auml;rker auspr&auml;gende soziale Ungleichheit zu rechtfertigen. Zuletzt avancierte &raquo;Armut in Deutschland&laquo; zwar von einem Tabu- beinahe zu einem Topthema, das in Talkshows &uuml;ber die Wirkung der sogenannten Hartz-Gesetze, die Benachteiligung von Kindern und Familien, den Zerfall der Mittelschicht, die zu erwartenden Folgen der Weltfinanzkrise oder die Angst vieler Menschen vor einem sozialen Absturz sehr h&auml;ufig er&ouml;rtert wird. Man spricht jetzt zwar viel mehr dar&uuml;ber, nimmt Armut jedoch weiterhin nicht als gesellschaftliches Kardinalproblem wahr bzw. ernst.<br>\nZu den fatalen Folgen der Weltfinanzwirtschaftskrise d&uuml;rften eine auf Rekordniveau steigende Arbeitslosigkeit, die zunehmende Verelendung von Millionen Menschen und eine dramatische Verschuldung aller Gebietsk&ouml;rperschaften des Staates, d.h. &raquo;&ouml;ffentliche Armut&laquo; in einem ungeahnten Ausma&szlig; geh&ouml;ren. Gleichzeitig wird sich der Reichtum noch st&auml;rker bei wenigen Kapitalmagnaten, Finanzinvestoren, Investmentbankern und Gro&szlig;grundbesitzern sammeln, wenn man dem nicht energisch entgegensteuert. W&auml;hrend die das Krisendebakel wesentlich mit verursachenden Spekulanten mittels eines &raquo;Rettungsschirms&laquo; aufgefangen werden, m&uuml;ssen die Mittelschicht, Arbeitslose und Arme jene Suppe, die Banker und B&ouml;rsianer der gesamten Bev&ouml;lkerung eingebrockt haben, vermutlich einmal mehr ausl&ouml;ffeln. Wenn die privaten Banken den f&uuml;r sie b&uuml;rgenden Staat zur Kasse bitten, wird f&uuml;r die sozial Benachteiligten und die wirklich Bed&uuml;rftigen kaum noch Geld &uuml;brigbleiben. Zusammen mit der im Grundgesetz verankerten &raquo;Schuldenbremse&laquo; f&uuml;hren B&uuml;rgschaften und Kredite in Milliardenh&ouml;he zu &uuml;berstrapazierten Haushalten, wodurch sich &raquo;Sparma&szlig;nahmen&laquo; nat&uuml;rlich eher als sonst legitimieren lassen. Die neue Bundesregierung wird vermutlich eine &raquo;Agenda 2020&laquo; auflegen und massive K&uuml;rzungen im Sozialbereich vornehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-18\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Angriff auf den Dollar<\/strong><br>\nDie Schwellenl&auml;nder fordern gemeinsam die Abl&ouml;sung des Dollars als Leitw&auml;hrung<br>\nSelten wurde die Schw&auml;che des US-Dollars so deutlich wie in den letzten Tagen. Im wahrsten Sinne des Wortes f&auml;hrt er &ldquo;monta&ntilde;a rusa&rdquo;, wie man die Achterbahn in Spanien als &ldquo;russisches Gebirge&rdquo; bezeichnet. Je nachdem, wie sich f&uuml;hrende russische Politiker &uuml;ber die Zukunft des Dollars als Leitw&auml;hrung &auml;u&szlig;erten, ging sein Kurs in den Keller oder stieg. Kein Wunder, dass er am Dienstag wieder fiel, als auf dem Treffen der gr&ouml;&szlig;ten Schwellenl&auml;nder erneut Alternativen zum Dollar als Leitw&auml;hrung gefordert wurden. Inzwischen sorgt sich auch die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) um die USA, deren Bonit&auml;t zweifelhaft wird. Der IWF warnt vor Aussagen, wonach das Schlimmste der Finanz- und Wirtschaftskrise vorbei sei.<br>\nAllerdings, so bekr&auml;ftigte auch die russische Regierung, wolle niemand einen Dollar-Crash provozieren. Arkadi Dworkowitsch, der Wirtschaftsberater des russischen Pr&auml;sidenten, erkl&auml;rte: &ldquo;Keiner will den Dollar zum Sturz bringen.&rdquo; Moskau sei an &ldquo;Ersch&uuml;tterungen an den W&auml;hrungsm&auml;rkten&rdquo; nicht interessiert. Letztlich l&auml;uft die Strategie von China und Russland auf eine langsame Entmachtung des Dollars hinaus, um sich selbst keinen Schaden zuzuf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30545\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>HRE-Insider &uuml;ber die Krisenbank: &ldquo;Man konnte nur noch beten&rdquo;<\/strong><br>\nDie Beinahe-Pleite der Hypo Real Estate forcierte in Deutschland die Finanzkrise &ndash; die Bank musste sich in die Obhut des Staates retten. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE berichtet der ehemalige Risiko-Controller St&eacute;phane Wolter, wie die HRE in den Abgrund taumelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,630744,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Opposition wirft Asmussen Fehler vor<\/strong><br>\nIm Visier des HRE-Ausschusses: die Rolle des heutigen Finanzstaatssekret&auml;rs Asmussen. Er habe w&auml;hrend der Rettungsaktion f&uuml;r die angeschlagene Hypo Real Estate zu sp&auml;t in die Gespr&auml;che mit den Privatbanken eingegriffen, sagt die Opposition. Die SPD hingegen sieht keine Verfehlungen.<br>\nDas dramatische Wochenende vom 26. bis 28. September 2008 hatte zuletzt vor rund zwei Wochen in der vertraulichen Sitzung des HRE-Untersuchungsausschusses eine Rolle gespielt. Die Leiterin der Bankenaufsicht der BaFin, Sabine Lautenschl&auml;ger-Peiter, hatte vor dem Gremium erkl&auml;rt, dass seitens der &ouml;ffentlichen Hand keine eigenen Pr&uuml;fungen auf die Werthaltigkeit der HRE erfolgten. Diese seien &ldquo;ausschlie&szlig;lich durch privatwirtschaftliche Verhandlungspartner nach dem 15. September veranlasst&rdquo; worden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,631010,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessanter w&auml;re allerdings die Aufkl&auml;rung, warum die Bundesregierung erst am 29. September 2008 eingriff. Hier wird immer wieder darauf verwiesen, dass dies mit der &Ouml;ffnung der Tokioter B&ouml;rse zusammenhing. Viel spannender ist allerdings, dass am 28. September die Haftung der HypoVereinsbank f&uuml;r Anspr&uuml;che (Risiken) der HRE aus. Am 29. September hat das BMF zusammen mit einigen Finanzinstituten die ersten 35 Milliarden f&uuml;r die HRE zur Verf&uuml;gung gestellt. Von da an haftete dann nicht mehr die HypoVereinsbank, sondern der Steuerzahler. Die Gr&uuml;ndung der HRE ging auf die Auslagerung schlechter Risiken gerade durch die HypoVereinsbank zur&uuml;ck, damit diese Bank risikofrei an die italienische Bank UniCreditGroup verkauft werden konnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Obama will Supercop f&uuml;r die Finanzbranche<\/strong><br>\nDie Notenbank gewinnt mehr Macht und wird zum Oberkontrolleur, die Aufsicht &uuml;ber Hedgefonds wird verst&auml;rkt: US-Pr&auml;sident Obama will Amerikas Finanzaufsicht radikal umkrempeln, um neue Krisen zu vermeiden; es w&auml;re die gr&ouml;&szlig;te Reform seit der Gro&szlig;en Depression. Die Wall Street plant Widerstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630879,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sal. Oppenheim erw&auml;gt Ausstieg bei Arcandor<\/strong><br>\nDie Bank Sal. Oppenheim h&auml;lt mehr als ein Viertel der Arcandor-Aktien. Doch nach dem Insolvenzantrag des Handelskonzerns stellt der Gro&szlig;aktion&auml;r sein Engagement auf den Pr&uuml;fstand. Nun unterstellen die Manager von Sal. Oppenheim der Bundesregierung, sie habe kein Interesse gezeigt, Arcandor zu retten.<br>\nErstmalig auf Distanz geht Sal. Oppenheim zu dem langj&auml;hrigen Immobilienpartner Josef Esch. &bdquo;Wenn &uuml;berhaupt, dann werden wir schauen, wie die Zusammenarbeit ertr&auml;glich gestaltbar ist&ldquo;, hei&szlig;t es. Es gebe keine Planungen f&uuml;r weitere geschlossene Immobilienfonds und wenn, dann sei die Bank &bdquo;nicht auf Herrn Esch&ldquo; festgelegt. Die Oppenheim-Esch-Fonds waren in die Schlagzeilen geraten, weil sie vier Karstadt-Filialen gekauft und zu angeblich &uuml;berh&ouml;hten Preisen wieder an den Konzern vermietet hatten. Auch Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und seine Frau geh&ouml;rten als Sal. Oppenheim-Kunden zu den Zeichnern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/wirtschaft\/article1114098\/Sal_Oppenheim_erwaegt_Ausstieg_bei_Arcandor.html?print=yes\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch Sal. Oppenheim, zuerst macht man zusammen mit dem Oppenheim-Esch-Fonds die windigsten Gesch&auml;fte (z.B. in K&ouml;ln) und dann wenn es schief l&auml;uft steigt man aus. Siehe <a href=\"?p=2099\">&bdquo;K&ouml;ln ist Kasse&ldquo;: Interessante Teilerfolge von Werner R&uuml;gemer vor Gericht gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arcandor-T&ouml;chter beantragen Gl&auml;ubigerschutz<\/strong><br>\nJetzt m&uuml;ssen die Satelliten-Unternehmen dran glauben: Im Sog des insolventen Handelskonzerns Arcandor haben 15 weitere Tochtergesellschaften Insolvenzantr&auml;ge gestellt. Betroffen sind nach Angaben des Handelskonzerns rund 6700 Besch&auml;ftigte.<br>\nDie betroffenen Unternehmen hatten nur einen Auftraggeber: Arcandor. Die Konsequenz war also zwangsl&auml;ufig &ndash; nach den in der vergangenen Woche gestellten Insolvenzantr&auml;gen f&uuml;r die Hauptgesellschaft Arcandor sowie f&uuml;r Karstadt, Quelle und die Versandhandels-Dachgesellschaft Primondo bleiben auch die Tochtergesellschaften auf der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,630983,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bankberater in der Kritik: &ldquo;Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans&rdquo;<\/strong><br>\nUm das gestiegene Misstrauen der Kunden auszugleichen, muss den Berichten zufolge getrickst werden: &ldquo;Da im Investmentbereich nichts mehr l&auml;uft, versucht man unter dem Deckmantel der ganzheitlichen Beratung, Versicherungen zu &lsquo;verticken&rsquo;, das ist das Einzige was z&auml;hlt&rdquo;, schildert ein Banker seine Situation. Ein anderer berichtet, wie &ldquo;auf Teufel komm raus&rdquo; alle Produkte im Depot gedreht w&uuml;rden, weil auch das mehr Provision bedeute. &ldquo;Im Vier-bis-acht-Wochen-Takt&rdquo; werde auf die Anleger &ldquo;eingeredet&rdquo;, ist in einem anderen Bericht zu lesen. &ldquo;Hauptsache die Terminquote stimmt. Ob es passt oder nicht: Nach 30 bis 60 Minuten muss irgendetwas verkauft sein.&rdquo;<br>\nBeim Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes hei&szlig;t es, die Berichte seien &ldquo;nach unseren Kenntnissen nicht repr&auml;sentativ&rdquo;. Carsten Rogge-Strang, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Tarifpolitik der Branchenvereinigung sagt: &ldquo;Dass Mitarbeiter an Zielvorgaben gemessen werden, ist nicht nur im Bankgewerbe, sondern auch in vielen anderen Branchen seit Jahren &uuml;blich. Die Mitarbeiter wissen damit umzugehen.&rdquo; Zudem w&uuml;rden die Boni- und Zielsysteme bei den Banken derzeit konsequent auf Kriterien der Kundenzufriedenheit umgestellt.<br>\nF&uuml;r Finanzexperten wie Rechtsanwalt Julius Reiter gibt es deshalb nur eine wirksame Vorsorge gegen Falschberatung: &ldquo;Sie muss f&uuml;r die Banken teuer werden.&rdquo; Mit anderen Worten: Der Gesetzgeber muss ran.<br>\nDoch das, was die Gro&szlig;e Koalition bislang beschlossen hat, ist nur ein Minimal-Kompromiss. Wenn alles glatt l&auml;uft, wird in dieser Legislaturperiode wenigstens noch ein Gesetz verabschiedet, das die Verj&auml;hrungsfrist bei Falschberatung von drei auf zehn Jahre heraufsetzt. Zudem soll dem Bankkunden nach der Beratung der Vorlage zufolge ein genaues Protokoll ausgeh&auml;ndigt werden.<br>\nVielleicht legen die W&auml;hler darauf aber auch gar nicht mehr allzu viel Wert. Nach dem kurzen Aufruhr der geprellten Lehman-Anleger ist die Wut der Bev&ouml;lkerung anscheinend verraucht &ndash; und die Lust der Kunden am Investieren wieder geweckt. Nach einem katastrophalen Jahr 2008 konnte der Branchenverband BVI schon f&uuml;r April vermelden: Die Deutschen stecken wieder mehr Geld in Aktienfonds. Netto 3,6 Milliarden Euro hatte die Branche in einem Monat eingesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-629732,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Chefvolkswirt von Goldman Sachs: &bdquo;Die Menschen brauchen mehr Einkommen&ldquo; <\/strong><br>\nDeutschland in der Exportfalle: Die Krise l&auml;sst die Wirtschaft viel st&auml;rker schrumpfen als anderswo. Investmentbanker Schumacher empfiehlt eine lang verp&ouml;nte Medizin.<br>\nDeutschland ist zu abh&auml;ngig von Exporten, weil der Konsum zu schwach ist. In den vergangenen acht Jahren haben die Menschen von Jahr zu Jahr kaum mehr Geld in die Gesch&auml;fte getragen. Wachstum kam haupts&auml;chlich aus dem Export &ndash; das erweist sich jetzt als Bumerang.<br>\nDie Menschen brauchen mehr Einkommen. Die Nettol&ouml;hne m&uuml;ssen in den n&auml;chsten Jahren steigen. Sobald die Wirtschaft wieder in normalem Fahrwasser ist &ndash; was allerdings noch eine Weile dauern wird -, m&uuml;ssen die Nettol&ouml;hne mit der Inflation und dem Wachstum der Produktivit&auml;t Schritt halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/konjunktur\/chefvolkswirt-schumacher-die-menschen-brauchen-mehr-einkommen_aid_408625.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu den neuen Wirtschafts-&bdquo;Weisen&ldquo; Christoph M. Schmidt (RWI):<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Exportlastigkeit hat uns sehr gutgetan, der Wohlstand ist best&auml;ndig gewachsen. Es besteht kein Anlass, das deutsche Gesch&auml;ftsmodell zu &auml;ndern.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/konjunktur\/wirtschaftsweiser-schmidt-die-deutschen-loehne-sind-sehr-hoch_aid_408642.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fragt sich nur, wessen Wohlstand best&auml;ndig gewachsen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit um Rentengarantie und Kurzarbeit<\/strong><br>\nDer Plan der Bundesregierung, eine Rentengarantie gesetzlich festzuschreiben, wurde von den Oppositionsfraktionen im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales am Mittwochvormittag heftig kritisiert. Im Ergebnis nahm der Ausschuss den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur &Auml;nderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze (16\/12596) in ge&auml;nderter Fassung mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen an. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, die FDP und ein Unionsabgeordneter stimmten dagegen, die Fraktion Die Linke und eine Unionsabgeordnete enthielten sich. Zuvor war es jedoch zu einem heftigen Disput vor allem &uuml;ber zwei Bestandteile dieses, von der FDP-Fraktion als &ldquo;Omnibusgesetz&rdquo; bezeichnete Vorhaben gekommen: zum einen &uuml;ber die Rentengarantie und zum anderen &uuml;ber eine Regelung zur Kurzarbeit, die die Koalitionsfraktionen in ihren &Auml;nderungsantrag (16 (11) 1429) aufgenommen hatten.<br>\nDie Gr&uuml;nen warfen der Koalition vor, &ldquo;ohne Not&rdquo; an einer tragenden S&auml;ule des Rentenversicherungssystems zu r&uuml;tteln: &ldquo;Sie streuen den Rentnern und Beitragszahlern Sand in die Augen.&rdquo; Es sei unrealistisch, die dadurch entstehenden Finanzierungsl&uuml;cken sp&auml;ter wieder nachzuholen. Vor allem aber kritisierten die Gr&uuml;nen den Zeitpunkt als viel zu verfr&uuml;ht und fragten: &ldquo;Warum warten wir nicht ab bis M&auml;rz 2010, bis uns die Zahlen vorliegen?&rdquo; Erst dann k&ouml;nne man seri&ouml;se Aussagen &uuml;ber die Folgen der Wirtschaftskrise treffen und entsprechende Planungen angehen, hie&szlig; es. Die Linke stellte klar, dass sie eine Rentenschutzklausel zwar grunds&auml;tzlich bef&uuml;rworten k&ouml;nne. Sie verstehe aber nicht, warum man eine solche Klausel als Ewigkeitsklausel formuliere. Denn letztlich sei es weiterhin ein Grundprinzip, dass die Renten den L&ouml;hnen angepasst werden, &ldquo;und wir gehen ja schlie&szlig;lich nicht davon aus, dass die Renten dauernd gek&uuml;rzt werden&rdquo;. Die Fraktion forderte, noch einmal grundlegend &uuml;ber die Rentenformel nachzudenken. Auch f&uuml;r die Liberalen &ldquo;ist es nicht angezeigt, zum jetzigen Zeitpunkt eine solche Rentengarantie abzugeben. &ldquo;Wer zahlt am Ende alles?&rdquo;, fragte die Fraktion und schob die Antwort gleich hinterher: Der Verdacht liege nahe, dass zum einen die Rentner selbst diese Garantie bezahlen werden und zum anderen die jungen Beitragszahler. &ldquo;Das Thema Generationengerechtigkeit wird ad acta gelegt&rdquo;, stellten die Liberalen fest. Die Koalitionsfraktionen hielten dagegen, eine &ldquo;Politik der ruhigen Hand&rdquo; zu verfolgen und den Menschen Sicherheit zu geben. Auch sei die Ewigkeitsklausel nicht so gemeint, &ldquo;dass wir das f&uuml;r alle Zeit bestehen lassen m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_185\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist interessant, welche &Uuml;bereinstimmung da zwischen FDP und Gr&uuml;nen erkennbar wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zur Kurzarbeit auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Koalition beschenkt Konzerne<\/strong><br>\nGro&szlig;e Unternehmen d&uuml;rfen sich freuen: Union und SPD haben die Kurzarbeiterregelung zu ihren Gunsten ge&auml;ndert. S&auml;mtliche Betriebsteile bekommen die Sozialbeitr&auml;ge ab dem sechsten Monaten erstattet, auch wenn nur in einer Konzergesellschaft kurz gearbeitet wird.<br>\nKonzernbetriebsteile bekommen bereits ab dem ersten Tag der Kurzarbeit die Sozialbeitr&auml;ge von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) in voller H&ouml;he ersetzt. Voraussetzung ist, das zuvor in einem anderen Unternehmensbereich mindest sechs Monate kurz gearbeitet wurde. Eine entsprechende &Auml;nderung des Gesetzentwurfs beschloss der Arbeits- und Sozialausschuss des Bundestages am Mittwoch. Die Regelung soll am Freitag verabschiedet werden.<br>\nUrspr&uuml;nglich war lediglich vorgesehen, dass die BA ab dem siebten Monat Kurzarbeit den Arbeitgeberanteil an den Sozialbeitr&auml;gen &uuml;bernimmt. Davon profitieren Unternehmen, in denen seit dem 1. Januar kurz gearbeitet wird. 500 Mio. Euro waren daf&uuml;r vorgesehen. Die vorgesehenen &Auml;nderungen d&uuml;rften teurer werden.<br>\nDas Arbeitsministerium sprach jedoch lediglich von einer Pr&auml;zisierung des Gesetzentwurfs. Es bleibe bei der bisherigen Kostensch&auml;tzung. &ldquo;Das ist eine massive Entlastung der Wirtschaft und ein Signal, dass es um die Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen geht&rdquo;, sagte ein Ministeriumssprecher.<br>\nDas Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung (IAB) d&auml;mpfte zu gro&szlig;e Erwartungen an die Kurzarbeit. &ldquo;Je l&auml;nger die Krise dauert, desto weniger kann Kurzarbeit die Folgen abfedern&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Studie. Das Instrument k&ouml;nne Jobs nicht nachhaltig sichern, wenn dauerhafte Besch&auml;ftigungsperspektiven fehlten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Kurzarbeit-Koalition-beschenkt-Konzerne\/528212.html\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2009\/kb1409.pdf\">Die im Beitrag zitierte IAB-Studie [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interessengeleitete Panikmache gegen die Rente<\/strong><br>\n&bdquo;Wir warnen davor, mit interessengeleiteten Studien Stimmung gegen die gesetzliche Rente zu machen und Panik bei den Rentnerinnen und Rentnern zu verbreiten.&ldquo; Das erkl&auml;rte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t Dr. Bernd Niederland am Mittwoch in Berlin zu dem bekannt gewordenen Gutachten von Prof. Dr. Bernd Raffelh&uuml;schen f&uuml;r die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur Rentenentwicklung. &bdquo;Wenn Professor Raffelh&uuml;schen als bekannter Lobbyist der Versicherungsunternehmen eine solche Studie f&uuml;r die bekannte Lobbyorganisation INSM ver&ouml;ffentlicht, kann leider von Seriosit&auml;t kaum die Rede sein.&ldquo;<br>\nNiederland wies daraufhin, dass zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sicher feststellbar sei, ob und wie die Schutzklausel f&uuml;r die Renten im n&auml;chsten Jahr wirke, welche Krisenfolgen eine Rolle spielten und ob die Beitr&auml;ge erh&ouml;ht werden m&uuml;ssten. &bdquo;Wer mit scheinobjektiven Rechnungen ohne fundierte Grundlagen solche Prognosen aufstellt, muss sich fragen lassen, welchen Interessen er damit dient. Die Interessen der Rentnerinnen und Rentner und der Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sind es jedenfalls nicht.&ldquo;<br>\nDer Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer erinnerte darin, dass die INSM eine eindeutige und erkl&auml;rte Lobbyorganisation der Unternehmen und Arbeitgeber ist und noch immer auf den Umstieg von solidarischen umlagefinanzierten sozialen Sicherungssystemen auf risikobehaftete kapitalgedeckte Sicherungen setzt.<br>\nUnd dies, obwohl sich gerade in der Krise zeige, wie sich Hoffnungen von Sparern in der Finanzmarktkrise in Luft aufl&ouml;sen. &bdquo;Wir warnen auch davor, dass die Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise mit solchen Papieren von ihrer Verantwortung f&uuml;r die Entwicklung ablenken und Stimmung machen f&uuml;r weiteren Sozialabbau.&ldquo;<br>\nDie gesetzliche Rente werde nicht von Rentengarantien und -erh&ouml;hungen bedroht, stellte Niederland klar. &bdquo;Zu den Gefahren f&uuml;r die GRV geh&ouml;ren neben Massenarbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hnen und prek&auml;rer Besch&auml;ftigung u.a. die politisch beschlossenen Ma&szlig;nahmen wie die Senkung des Renteniveaus, die Rente mit 67, die gek&uuml;rzte bzw. gestrichene Anrechnung von Ausbildungszeiten sowie die gek&uuml;rzte Beitr&auml;ge f&uuml;r ALG-II-Bezieher.&ldquo; Wie andere Verb&auml;nde und die Gewerkschaften lehne die Volkssolidarit&auml;t jede weitere Privatisierung der Alterssicherung ab und setze sich f&uuml;r die Weiterentwicklung der Gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbst&auml;tigenversicherung ein.<br>\n&bdquo;Die gesetzliche Rente muss gest&auml;rkt und wieder auf ein sicheres finanzielles Fundament gehoben werden, anstatt sie fortw&auml;hrend kaputt zu reden und zu sparen&ldquo;, betonte Niederland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse___Medien-p-4363\/Presse_aktuell-p-1951\/Interessengeleitete_Panikmache_gegen_die_Rente.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck gibt es inzwischen immer mehr Stimmen, die das Spiel von Raffelh&uuml;schen und der INSM durchschauen. Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Aktionen\/INSM-Studien\/Rentenbeitr-ge-steigen.html\">Gutachten von Prof.Dr. Bernd Raffelh&uuml;schen: Rentenbeitr&auml;ge steigen auf 21,1 Prozent<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung M.B.:<\/strong> Mittlerweile d&uuml;rfte bekannt sein, dass Professor Raffelh&uuml;schen nicht nur Aktivist der Arbeitgeberlobby Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sondern auch Aufsichtsrat beim ERGO-Versicherungskonzern und Berater des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft. Sein Forschungzentrum Generationenvertr&auml;ge an der Universit&auml;t Freiburg wird &uuml;ber einen F&ouml;rderverein von der Versicherungswirtschaft und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finanziert.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"?p=2266\">NachDenkSeiten vom 18.04.2007<\/a> <em>(einige Links sind nicht mehr aktuell)<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-freiburg.de\/fakultaet\/fiwiI\/fzg\/verein\/sponsoren.html\">Generationenvertr&auml;ge (Sponsoren)<\/a><\/p>\n<p><em>Eigentlich w&auml;re es die Aufgabe der Journalisten, nachzurechnen, anstatt die Angaben der Arbeitgeber- und Versicherungslobby ungepr&uuml;ft zu &uuml;bernehmen. Also muss ich das machen. Nun verf&uuml;ge ich nicht &uuml;ber die mathematischen F&auml;higkeiten eines Finanzwissenschaftlers sondern &uuml;ber die Grundrechenarten einschlie&szlig;lich Prozentrechnen und ein bisschen mehr:<\/em><\/p>\n<p><em>Professor Raffelh&uuml;schen geht von einer Beitragserh&ouml;hung auf 20,2% f&uuml;r 2010 bzw. auf 21,1% aus. Bei einem Jahresgehalt von &euro; 30.000,00 w&auml;re das eine j&auml;hrliche Mehrbelastung von &euro; 90,00 (2010) bzw. 210,00 (2011). In einer Zusammenfassung der Studie werden diese Mehrbelastungen ausschlie&szlig;lich mit &bdquo;aufgrund der h&ouml;heren Beitragss&auml;tze&ldquo; begr&uuml;ndet.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/dms\/insm\/textdokumente\/pdf\/untitled\/Rentengutachten\/INSM_Rententricksereien_Zusammenfassung.pdf\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Die Beitragsdifferenz zum aktuellen Beitragssatz (19,9%) betr&auml;gt 0,3% (2010) bzw. 1,2% (2011). Der Rentenversicherungsbeitrag wird parit&auml;tisch bezahlt, also halbe-halbe f&uuml;r Arbeitnehmer\/innen und Arbeitgeber, also 0,15% (2010) bzw. 0,6% (2011). Da komme ich ausgehend von &euro; 30.000,00 auf eine Mehrbelastung von &euro; 45,00 (2010) bzw. &euro; 180,00 (2011).<br>\nWie kann das sein?<br>\n&Auml;u&szlig;erst irritierend finde ich auch, dass weiter unten im INSM-Artikel ein Beitragssatz von 20,4% f&uuml;r 2011 prognostiziert wird.<br>\nHauptzweck der Studie ist wohl, die Leser\/innen mit steigenden Beitragss&auml;tzen zu schockieren und in die Versicherungsb&uuml;ros zu treiben, damit sie eine Riester-Rente abschlie&szlig;en. Wenn Reporter\/innen dann nicht nachrechnen, ist auch nichts mehr zu retten.<br>\nDer Mannheimer Versicherungsvertreter mit Professorentitel Axel B&ouml;rsch-Supan geht sogar von einem Beitragssatz von 22,2% f&uuml;r 2010 aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Kampagne f&uuml;r die Riester-Rente und die private Vorsorge scheint wohl auch n&ouml;tig zu sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vorsorge: Viele lehnen Riester-Rente ab<\/strong><br>\nDie staatlich gef&ouml;rderte Riester-Rente st&ouml;&szlig;t laut Studie bei der Mehrheit der Bundesb&uuml;rger auf Ablehnung. Mehr als 54 Prozent interessieren sich nicht daf&uuml;r oder k&uuml;ndigen ihre Vertr&auml;ge. Besonders gro&szlig; ist die Ablehnung der Riester-Rente in Geringverdiener-Haushalten mit einem monatlichen Gesamteinkommen von unter 1500 Euro, berichtet das Finanzmagazin &bdquo;B&ouml;rse Online&ldquo; unter Berufung auf eine Umfrage im Auftrag der Citibank. Hier liege die Ablehnungsquote bei fast 58 Prozent. Selbst in der Kernzielgruppe der Riester-Rente &ndash; bei den Arbeitnehmern &ndash; interessierten sich rund 44 Prozent nicht f&uuml;r die Privatvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/vorsorge-viele-lehnen-riester-rente-ab_aid_409052.html\">Focus-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsstreik weitet sich aus: 240.000 demonstrieren f&uuml;r ein emanzipatorisches Bildungssystem<\/strong><br>\nAm heutigen Mittwoch, den 17. Juni 2009, demonstrierten bundesweit insgesamt 240.000 Studierende, Sch&uuml;lerInnen, Auszubildende und andere soziale Gruppen. Im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks trugen sie in &uuml;ber 70 St&auml;dten ihre Wut &uuml;ber die Bildungsmisere auf die Stra&szlig;en. Bereits am Montag und Dienstag kam es an 12 Hochschulen zu Besetzungen, in 20 St&auml;dten wurden Protestcamps errichtet. Viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wurden an der Teilnahme von Demonstrationen gehindert.<br>\nOb in Soltau-Fallingbostel (2.000), Stuttgart (15.000), W&uuml;rzburg (3.000), Rostock (3.000),&nbsp; G&ouml;ttingen (10.000), M&uuml;nster (10.000), Dresden (3.500), M&uuml;nchen (5.000), Hamburg (13.000), Heidelberg (7.000),&nbsp; Halle (3000), Berlin (27.000), Marburg (2.500), L&uuml;beck (1.700), D&uuml;sseldorf (7.000), Magdeburg (500), Hannover (10.000), Jena (6.000), Minden (400) oder Konstanz (1.500): Der Bildungsstreik hat fl&auml;chendeckend gegriffen. In Mainz wurde das Abgeordnetenhaus des Landtages gest&uuml;rmt und die Forderungen verlesen. In Bielefeld lag zeitweise die ganze Innenstadt lahm, als das Stra&szlig;enbahndepot und der Jahnplatz blockiert wurden. Das Staatsministerium f&uuml;r Wissenschaft und Kunst in Dresden ist zur Stunde von Bildungsstreikenden besetzt. In vielen St&auml;dten kam es zur Blockade von Verkehrswegen. Das Pr&auml;sidium in G&ouml;ttingen, die Uni Magdeburg und die TU Darmstadt wurden besetzt, w&auml;hrend die anderen Besetzungen weiter anhalten. An Schulen in Heidelberg, M&uuml;nster und Frankfurt wurde bekannt, dass die Schulleitungen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler eingesperrt hielten, um ihnen die Teilnahme an den Demonstrationen zu verwehren. 5.000 Demonstrantinnen und Demonstranten traten vor einem M&uuml;nchner Gymnasium in einen Sitzstreik, um gegen das Demo-Verbot des Rektors zu protestieren.<br>\nDeutschland ist kein Sonderfall. In ganz Europa halten die Proteste f&uuml;r Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit bereits seit Monaten an. Ob in Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland: Alle vereint der Protest gegen den Bologna-Prozess, die zunehmende Privatisierung des Bildungssystems und die Kommerzialisierung von Bildung auf allen Ebenen.<br>\nIn Kindertagesst&auml;tten, Schulen, Berufsschulen und Hochschulen k&auml;mpfen die Betroffenen insbesondere f&uuml;r die soziale &Ouml;ffnung der Bildungseinrichtungen, f&uuml;r die gesetzliche Verankerung der Geb&uuml;hrenfreiheit von Bildung, f&uuml;r ehrliche Mitbestimmung und gegen &nbsp;zunehmenden Konkurrenzdruck.&nbsp;<br>\nJan-Hendrik Matthey vom Mainzer Bildungsstreik-B&uuml;ndnis: &bdquo;Um die gemeinsamen Ziele zu erreichen, bedarf es eines neuen gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins. Deshalb fordern wir alle Generationen auf sich mit ihren Kindern und Enkelkindern zu solidarisieren und sich aktiv am Protest zu beteiligen.&ldquo; &nbsp;<br>\nTrotz der massiven Proteste haben die Kultusministerkonferenz und die zust&auml;ndigen Landesministerinnen und Landesminister nicht die Courage, sich mit den Forderungen des Bildungsstreiks auseinanderzusetzen.<br>\nAm morgigen Donnerstag sollen unter dem Motto &ldquo;Tag des zivilen Ungehorsams&rdquo; weitere Aktionen stattfinden. In Berlin kommt es am Freitag zu einer Kundgebung anl&auml;sslich der stattfindenden Kultusministerkonferenz. Am Samstag gibt es eine NRW-weite Gro&szlig;demonstration: &ldquo;D&uuml;sseldorf lahmlegen!&rdquo;.<br>\nDer Bildungsstreik hat in den vergangenen Tagen durch seine Dezentralit&auml;t zusehends an Dynamik gewonnen, die Aufmerksamkeit in der ganzen Bundesrepublik erregt und &ouml;ffentliche Akzeptanz erfahren. Mit seinen vielf&auml;ltigen Aktionsformen haben die lokalen B&uuml;ndnisse &ldquo;Bildung&rdquo; als Thema der Betroffenen gesetzt und einen gesellschaftspolitischen Diskurs angesto&szlig;en. Jetzt kommt es darauf an, dass die Forderungen des Bildungsstreiks auch umgesetzt werden.<br>\nQuelle: Pressemitteilung des Pressteams Bildungsstreik<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Gute Bildung und gute Arbeit sind zwei Seiten einer Medaille&ldquo;<\/strong><br>\nAndreas Keller, f&uuml;r Hochschulen verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, rief bei der Kundgebung zum Auftakt der Berliner Bildungsstreik-Demonstration Lehrende und Lernende auf, sich in ihren Forderungen gegenseitig zu unterst&uuml;tzen. &bdquo;Wenn die Lehre an Hochschulen mehr und mehr von Lehrbeauftragen und befristet besch&auml;ftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erbracht wird, die nach Gutsherrenart geheuert und gefeuert werden k&ouml;nnen, leiden darunter auch die Studierenden. Viele Lehrauftr&auml;ge und Fristvertr&auml;ge laufen mit der Vorlesungszeit aus &ndash; die Betreuung der Studierenden ist dann nicht gesichert. Die GEW fordert daher eine Verbesserung der Qualit&auml;t der Lehre durch mehr Kontinuit&auml;t in der wissenschaftlichen Arbeit&ldquo;, sagte Keller.<br>\n&bdquo;Der &sbquo;Bildungsstreik&rsquo; hat seinen Namen verdient: Er ist mehr als ein Lehrerstreik, ein Sch&uuml;lerstreik oder ein Studentenstreik. Der &sbquo;Bildungsstreik&rsquo; ist eine gemeinsame Protestbewegung, in der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, Studierende und die Besch&auml;ftigten an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen an einem Strang ziehen &ndash; f&uuml;r eine Kehrtwende in der Bildungspolitik&ldquo;, unterstrich (der GEW-Vorsitzende Ulrich) Th&ouml;ne.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Gute_Bildung_und_gute_Arbeit_sind_zwei_Seiten_einer_Medaille.html\">GEW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary50077\/2009_06_17_Bildungsstreik+-+Rede+Keller.pdf\">Rede des f&uuml;r Hochschulen zust&auml;ndigen Mitglied des GEW-Hauptvorstandes Andreas Keller [PDF &ndash; 40 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>HRK-Pr&auml;sidentin Wintermantel zum &ldquo;Bildungsstreik&rdquo;<\/strong><br>\nZum heutigen H&ouml;hepunkt des bundesweiten Bildungsstreiks sagte die Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel: &ldquo;Ich kann gut nachvollziehen, dass viele Studierende ihre Situation nicht akzeptieren k&ouml;nnen und f&uuml;r eine Verbesserung der Studienbedingungen auf die Stra&szlig;e gehen. Die schlechte Betreuungsrelation stellt in der Tat eine Zumutung dar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und es ist richtig, daf&uuml;r den Staat in die Pflicht zu nehmen.&rdquo;<br>\nAndere Positionen des Bildungsstreiks k&ouml;nne die HRK dagegen nicht teilen: &ldquo;Ich lehne den Versuch ab, den Bologna-Prozess r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Wir sollten die Reform jetzt nicht in Frage stellen. Ihre Erfolge und Vorteile sind deutlich erkennbar: Die Studierenden k&ouml;nnen augrund der strukturierten Programme ihr Studium besser planen. Sie wissen, welche Kompetenzen sie erwerben. Da die Inhalte auf ihre Arbeitsmarktrelevanz gepr&uuml;ft werden, wird der &Uuml;bergang in den Beruf erleichtert. Gerade auch f&uuml;r die Bachelor-Absolventen zeichnen sich inzwischen gute Perspektiven ab. Die Abbrecherquoten sind in vielen F&auml;chern gesunken. Die Mobilit&auml;t zwischen Bachelor- und Masterabschluss ist gestiegen. In einigen Punkten gibt es allerdings noch Nachbesserungsbedarf. Verschulung und zu hoher Pr&uuml;fungsdruck sind aber keine strukturellen Probleme, sondern Herausforderungen, die sich durch eine bessere Studienorganisation bew&auml;ltigen lassen. Die Hochschulen haben das erkannt und entwickeln bereits L&ouml;sungen.&rdquo;<br>\nAuch die von den Streikenden geforderte bedingungslose Abschaffung von Studienbeitr&auml;gen st&ouml;&szlig;t bei Wintermantel auf Ablehnung: &ldquo;Es ist nicht richtig, dass Studienbeitr&auml;ge per se die Chancengleichheit beim Zugang zur Bildung behindern. Ein R&uuml;ckgang der Studierendenzahlen nach Einf&uuml;hrung von Studienbeitr&auml;gen kann nicht festgestellt werden. Die gro&szlig;e Mehrzahl der Studierenden begreift eben Studienbeitr&auml;ge als Chance, die Qualit&auml;t der Lehre zu verbessern.&rdquo;<br>\nZu weiteren Forderungen der Streikenden, wie z.B. den Appell zu mehr Demokratisierung oder den Protest gegen die &Ouml;konomisierung der Bildung, sagte Wintermantel, dass diese Positionen sie sehr an fr&uuml;here ideologische Auseinandersetzungen erinnerten und ihr daher zur L&ouml;sung gegenw&auml;rtiger Herausforderungen unbrauchbar erschienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news320894\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So viele Falschaussagen oder geradezu sophistische Besch&ouml;nigungen zum Bologna-Prozess in geballter Form hat man selten gelesen. Wo sind die Inhalte auf ihre Arbeitsmarktrelevanz gepr&uuml;ft? Ist Employability &uuml;berhaupt das wichtigste Ziel eines Studiums? Die Abbrecherquote mag in einzelnen F&auml;chern, wo sie schon immer niedrig war, gesunken sein, in der Gesamtheit trifft es nicht zu. Wie soll die Mobilit&auml;t zwischen Bachelor- und Masterabschluss gestiegen sein, wenn der &Uuml;bergang quotiert wird? Was hei&szlig;t Verschulung und Pr&uuml;fungsdruck seien keine strukturellen Probleme? Sie waren doch durch den 6-semstrigen Bachelor geradezu strukturell angelegt. Wo entwickeln die Hochschulen L&ouml;sungen?<br>\nWintermantel negiert alle Studien &uuml;ber die Barrieren und die soziale Selektion von Studiengeb&uuml;hren. Wo sind denn die Studierendenzahlen gestiegen? Gerade dort, wo es noch keine Studiengeb&uuml;hren gibt. Nach allen seri&ouml;sen Umfragen lehnen zwei Drittel aller Studierenden Studiengeb&uuml;hren ab. Wer den Appell zu mehr Demokratisierung oder den Protest gegen die &Ouml;konomisierung der Bildung als &bdquo;fr&uuml;here ideologische Auseinandersetzungen&ldquo; diskreditiert belegt, dass er von der Ideologie der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; vereinnahmt ist. Es war schon immer so, dass die Vertreter der herrschenden Ideologie ihre Kritiker als Ideologen zu beschimpfen versucht haben.<br>\nDie Pr&auml;sidentin der HRK belegt mit ihren &Auml;u&szlig;erungen, dass die Hochschulleitungen die Bodenhaftung zu den Angeh&ouml;rigen der Hochschulen verloren hat und zu einer reinen Lobbyorganisation autokratischer Hochschulmanager verkommen ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unsere studierende Leserin J.Sch. schreibt uns dazu:<\/strong> Gerade kam in den Nachrichten auch ein kurzer Bericht &uuml;ber die heutigen Gro&szlig;demonstrationen anl&auml;sslich der Bildungsstreikwoche, der war soweit in Ordnung. Entt&auml;uschend, bitter entt&auml;uschend war allerdings die Reaktion unserer Bildungsministerin Schavan, die doch tats&auml;chlich glaubt, dass wir Studenten die Abschaffung des Bachelor-Systems fordern, denn sie lie&szlig; verlauten, &ldquo;[dass] es in niemandes Interesse sein kann, das Bachelorsystem, dessen internationale Ausrichtung auch f&uuml;r Deutschland n&ouml;tig ist, abzuschaffen&rdquo;. Damit zeigt sie, dass sie rein gar nichts verstanden hat. Wir Studenten wissen sehr wohl, dass wir das Bachelor-System nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig machen k&ouml;nnen und in den Grundz&uuml;gen ist es meiner Meinung nach, mit der ich nicht alleine stehe, durchaus sinnvoll. Allerdings ist es in der derzeitigen Umsetzung eine Katastrophe und deren Ver&auml;nderung ist es, was wir Studenten in dieser Woche und dar&uuml;ber hinaus fordern.<\/em> <\/p>\n<p><em>Denn 1. Von Mobilit&auml;t kann keine Rede sein, manche Professoren raten bereits davon ab sich dem Zirkus eines Uni-Wechsel preiszugeben. Seminare werden nicht anerkannt, es wird immer noch viel zu unterschiedlich gelehrt und studiert. Wie soll man da vern&uuml;nftig f&uuml;r ein oder zwei Semester ins Ausland gehen k&ouml;nnen?<\/em> <\/p>\n<p><em>2. Weniger Studienabbrecher? Kaum glaubhaft, und selbst wenn, liegt es kaum am sch&ouml;nen Studium, dass wir weniger abbrechen. Sondern dass wir nicht nach zwei Semestern noch umschwenken wollen bzw. k&ouml;nnen, weil wir 700 Euro Studiengeb&uuml;hren pro Halbjahr zahlen (plus Kopierkosten die einerseits noch immer von Dozenten eingesammelt werden und die andererseits f&uuml;r eigene Kopien anfallen, plus B&uuml;cher, die mich in meinen zwei Semestern schon 300 Euro gekostet haben etc.) weil die Baf&ouml;gf&ouml;rderdauer auf 6 Semester begrenzt ist, weil es auch hier viele (b&uuml;rokratische) H&uuml;rden zu &uuml;berwinden gibt, weil wir so mit Auswendiglernen besch&auml;ftigt sind, dass manche kaum Zeit haben nach links und rechts  zu gucken.<\/em><\/p>\n<p><em>3. Besagtes Auswendiglernen verdirbt den Spa&szlig; am Studium. Wir pauken nur noch f&uuml;r die Klausuren, alles, was von den Dozenten als &ldquo;nicht klausurrelevant&rdquo; betitelt wird, wird bei Seite gelegt, selbst wenn es uns eigentlich interessiert. Aber es fehlt die Zeit. F&uuml;r eigene Interessen im Studium und in der Freizeit, f&uuml;r wirkliches vertieftes Lernen, f&uuml;r eigenst&auml;ndiges Lernen. Und gerade das ist es doch, was wir im Studium, in unserer Ausbildung, lernen sollen. Ich habe 8 Pr&uuml;fungen innerhalb von 8 Tagen, mit dem Wochenende dazwischen. Auch das Hammerexamen am Schluss des Studiums war diskutabel, aber eine Klausur in wirklich jedem Seminar\/jeder Vorlesung ist absolut unn&ouml;tig und sogar kontraproduktiv. Fragen Sie mich mal nach dem Stoff aus dem 1. Semester, der ist kaum noch vorhanden, das Meiste ging in&rsquo;s Kurzzeitged&auml;chtnis. Wir studieren und lernen nicht mehr f&uuml;r uns, sondern f&uuml;r die Klausuren.<\/em> <\/p>\n<p><em>Damit komme ich zu Punkt 4.:  Wir werden geformt, f&uuml;r die Wirtschaft gedrillt. Nicht die Wirtschaft soll sich uns anpassen, wir sollen als perfekte Arbeitsmaschinen in nur 6 Semestern auf den Arbeitsmarkt gepr&uuml;gelt werden. Belastbar, flexibel, ohne gro&szlig;e Anspr&uuml;che auf Freizeit oder eigenes Denken, das uns ja schon im Studium abhanden gekommen ist bzw. alles daf&uuml;r getan wurde, dass wir es verlernen R&uuml;ckgrat zu zeigen. Ein Professor sagte vor einigen Tagen sehr passend: &ldquo;Mich freut es, dass sich die Studentinnen und Studenten untereinander immer noch so gut verstehen, sich immer noch helfen und gegenseitig unterst&uuml;tzen. Bei dem Konkurrenzdruck, dem Sie ausgesetzt sind, wundert es mich allerdings genauso viel.&rdquo; Das Mastersystem, das ebenfalls am Pranger steht und Hintergrund dieser Aussage war, lasse ich hier au&szlig;en vor, da ich mich damit noch nicht auskenne.<\/em><\/p>\n<p><em>5. Die Verschulung verdirbt die Lust am Ausprobieren. Wir sehen nur noch stur geradeaus, denken nur noch in Modulen, die wir m&ouml;glichst schnell abgearbeitet haben m&uuml;ssen. Gab es im Magister-Studium noch Wahlm&ouml;glichkeiten und Schwerpunktsetzung, so gehen wir als &ldquo;Fachidioten&rdquo; aus unserem Studium heraus. Unsere Wahlm&ouml;glichkeiten wurden stark eingeschr&auml;nkt, unser Studium regelt ein &ldquo;Studiumverlaufsplan&rdquo;, der nicht viel Freiheit l&auml;sst. Einzig in den Schl&uuml;sselqualifikationen bzw. im Optionalbereich k&ouml;nnen wir noch einigerma&szlig;en nach Interessen gucken.<\/em><\/p>\n<p><em>6. Das dies nur einigerma&szlig;en so ist, liegt am Creditpoint-System. 30 &ldquo;Workload-Stunden&rdquo; ergeben 1 Credit. Was bitte ist eine Workload-Stunde? Vor allem: Wie will man den Arbeitsaufwand gerade in den Geisteswissenschaften in derart festgezurrte Rahmen pressen? Lese ich z.B. Kafkas &ldquo;Der Proze&szlig;&rdquo; mal eben schnell in 2 Stunden, oder besch&auml;ftige ich mich damit drei Tage? Wie soll das in Leistungspunkten gewertet werden? Anzuprangern ist auch die ungerechte Verteilung der Credits. Bekommt man z.B. in Germanistik 6 Credits f&uuml;r eine Hausarbeit, so sind es in den Sozialenwissenschaften teilweise 8, manchmal vielleicht aber auch nur 4. Wo bleibt da die viel beschworene Vergleichbarkeit?<\/em><\/p>\n<p><em>Sie sehen, es steckt noch viel im Argen im Bachelorsystem und DAS ist es, was wir Studenten fordern: &Auml;nderungen, vor allem: Verbesserungen! Wir wollen wieder gerne zur Uni gehen, wir wollen nicht mehr von unseren Professoren h&ouml;ren &ldquo;Stellen Sie sich vor, studieren hat mal Spa&szlig; gemacht&rdquo; (habe ich pers&ouml;nlich erlebt), sondern wir wollen selbst Spa&szlig; am Studieren haben. Wir WOLLEN lernen, wir WOLLEN flei&szlig;ig sein und uns anstrengen, da k&ouml;nnen sie jeden Studenten fragen. Aber nicht unter diesen Bedingungen. Und das ist es, was Frau Schavan endlich verstehen sollte, das ist es, wof&uuml;r wir heute auf die Stra&szlig;e gegangen sind und weiterhin auf die Stra&szlig;e gehen werden, wenn sich nichts &auml;ndert.<br>\nDas Bildungssystem und seine Probleme d&uuml;rfen nicht weiter unter den Tisch gekehrt werden, deswegen schreibe ich diese Mail an Sie und an alle NDS-Leserinnen und -Leser und appelliere auch an die Eltern j&uuml;ngerer Kinder, sich jetzt schon mit diesem Problem auseinanderzusetzen und etwaige Protestierende in Ihren Fu&szlig;g&auml;ngerzonen nicht als St&ouml;renfriede zu beschimpfen, sondern uns zu unterst&uuml;tzen, denn wir protestieren nicht nur f&uuml;r uns, sondern vor allem auch f&uuml;r nachfolgende Studentengenerationen, denn Ver&auml;nderungen treten bekanntlich in derart gro&szlig;en Apparaten nur langsam ein.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch einen Auszug aus Jochen Krautz: Ware Bildung. Schule und Universit&auml;t unter dem Diktat der &Ouml;konomie. Kreuzlingen\/M&uuml;nchen: Diederichs\/Hugendubel, 2007<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>3.6 Hochschul-Bolognese: Bachelor, Master, Modularisierung &amp; Co.<\/strong><\/p>\n<p>[&hellip;] Das famose Treffen der Minister in Bologna war letzlich nicht mehr als ein privates Kaffeekr&auml;nzchen. Man traf sich und hat eine Vereinbarung unterzeichnet, wie man sich die Bildungslandschaft in Europa vorstellt. Das k&ouml;nnte jedermann mit ein paar Freunden, Nachbarn und Kollegen auch machen und etwa eine &bdquo;Pforzheimer Erkl&auml;rung zur europ&auml;ischen Bildungspolitik&ldquo; aus der Taufe heben. Das w&auml;re eine interessante Initiative, die Anlass zur Diskussion geben k&ouml;nnte, w&uuml;rde aber niemanden zum Handeln verpflichten. Das d&uuml;rfte so auch nicht sein, weil nicht ein paar B&uuml;rger ganz Europa dazu verpflichten k&ouml;nnen und d&uuml;rfen, die nationalen Bildungswesen umzukrempeln. Genau das geschah aber nach dem Treffen von Bologna, obwohl die dort unterzeichnete Erkl&auml;rung keinerlei rechtliche, hier also v&ouml;lkerrechtliche Verbindlichkeit hatte. (1: Vgl. Schiedermair, Hartmut: Was kommt auf die Universit&auml;ten zu? Die Folgen des Bologna-Prozesses f&uuml;r die deutschen Hochschulen. Bund Freiheit der Wissenschaft, Berlin 2003, S. 13.) Die Minister hatten weder den Auftrag noch die Berechtigung irgendetwas zu unterschreiben, was verpflichtenden Charakter f&uuml;r die einzelnen L&auml;nder h&auml;tte. Das ganze Thema wurde nicht einmal im Parlament diskutiert, geschweige denn zur Abstimmung gestellt. Das hei&szlig;t im Klartext: All die Jahre wurde uns blo&szlig; vorgegaukelt, dass wir eine Verpflichtung h&auml;tten, diese Initiative umzusetzen. Wenn also die verschiedensten Bildungsminister dies immer wieder suggerierten und man davon ausgehen kann, dass sie es besser wussten, waren dies wohl gezielte T&auml;uschungen, um das gew&uuml;nschte Ergebnis durchzusetzen. (S. 144)<\/p>\n<p>[&hellip;] De facto geschieht das Gegenteil von dem, was behauptet wird: Deutsche Studienabschl&uuml;sse, insbesondere die Diplomabschl&uuml;sse der Naturwissenschaftler und Ingenieure, sind weltbekannt als Qualit&auml;tssiegel. Studenten wechseln schon seit dem Mittelalter selbstverst&auml;nlich an ausl&auml;ndische Universit&auml;ten, um dort einige Gastsemester zu studieren. Gerade europ&auml;ische Hochschulen haben immer miteinander kooperiert. Wozu also die zwangsweise Einf&uuml;hrung von Bachelor und Master, Abschl&uuml;sse, von denen in der Bologna-Erkl&auml;rung gar keine Rede ist? (2: Vgl. Keller, Andreas: Von Bologna nach Berlin. Perspektiven eines Europ&auml;ischen Hochschulraums im Rahmen des Bologna-Prozesses am Vorabend des europ&auml;ischen Hochschulgipfels 2003 in Berlin. Expertise im Auftrag von Feleknas Uca (Mitglied des Europ&auml;ischen Parlaments), 2003, <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/texte\/96713.html\">http:\/\/www.bdwi.de\/texte\/96713.html<\/a>, 9.6.07.) Diese neuen Abschl&uuml;sse werden n&auml;mlich in Deutschland so interpretiert, dass der Bachelor ein sechssemestriges Kurzstudium darstellt, auf das dann das Aufbaustudium, der Master, aufgesetzt wird. In England und Amerika umfasst der Bachelor jedoch ein Studium von acht Semestern, bedeutet also eine h&ouml;here Qualifikation. Daher haben die Engl&auml;nder auch sogleich Bedenken angemeldet, den deutschen Abschluss &uuml;berhaupt anzuerkennen. Wo ist da Vergleichbarkeit? (S. 144\/145)<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutsche Schulen: &ldquo;Vorsortierung, Sachzw&auml;nge, deutsche Leitkultur&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r den P&auml;dagogen Huisken fordern Sch&uuml;ler im Bildungsstreik zu wenig, Schule erzieht f&uuml;r ihn zur Dummheit.<br>\nSeit dem Montag l&auml;uft der bundesweite Bildungsstreik 2009 von StudentInnen und Sch&uuml;lerInnen in rund 70 St&auml;dten, der bis zum 19. Juni andauern soll. Bessere Lernbedingungen und Geb&uuml;hrenfreiheit forderten Studenten mit Besetzungen von Hochschulgeb&auml;uden u. a. in Berlin, Hamburg, Hannover und Heidelberg, indessen bereiteten sich die Sch&uuml;ler zur bundesweiten Demonstration am Mittwoch vor. Kleinere Schulklassen, kostenlose Schulb&uuml;cher, weniger Leistungsstress, aber auch Schluss mit Bundeswehrwerbung an ihren Schulen geh&ouml;ren zu ihrem Forderungspaket.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30537\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Vergessener Vater des Kulturkampfs<\/strong><br>\nDer konservative Christ Georg Picht verk&uuml;ndete 1964 die &ldquo;Bildungskatastrophe&rdquo; und forderte das Abitur f&uuml;r alle. Seine Erziehungsutopie wurde zum Projekt einer Generation<br>\nWenngleich Pichts Hauptargument volkswirtschaftlich verk&uuml;rzt lautete, Deutschland werde den &Uuml;bergang zur Wissensgesellschaft nicht bestehen ohne eine drastische Erh&ouml;hung der Abiturientenzahl, ging es ihm nicht in erster Linie um eine akademische Outputsteigerung. Es ging ihm auch nicht nur um mehr soziale Gerechtigkeit, obwohl sein &ldquo;katholisches M&auml;dchen vom Lande&rdquo;, das im Schulsystem der Bundesrepublik keine Chance habe, zu einem gefl&uuml;gelten Wort wurde. Er war vielmehr &uuml;berzeugt, &ldquo;dass die gesamte Struktur unseres Bildungssystems &ndash; sein dreigliedriger Stufenbau, die Trennung von Berufsbildung und Allgemeinbildung, die Verkopplung der Zeugnisse mit einem Berechtigungswesen, das die Klassenstruktur der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zementiert, die Vernachl&auml;ssigung der Erwachsenenbildung und ein durch nichts mehr gedeckter Bildungsbegriff &ndash; den gesellschaftlichen Realit&auml;ten und der geistigen Lage des 20. Jahrhunderts nicht mehr entspricht&rdquo;.<br>\nDamit war das Programm f&uuml;r die Kulturk&auml;mpfe der 1970er-Jahre umrissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wams_print\/article3711170\/Vergessener-Vater-des-Kulturkampfs.html\">Die Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nochmals zu <a href=\"?p=4005#h13\">&ldquo;SED und Stasi inszenierten die 68er-Revolte&rdquo;<\/a><\/strong><br>\nZu dem von der Welt interviewten &bdquo;Historiker&ldquo; Peter Horvath schreibt uns unser Leser T.K.:\n<blockquote><p>Sie erw&auml;hnen ja das uns&auml;gliche Interview der &ldquo;Welt&rdquo; mit einem gewissen Peter Horvath, der dort als &ldquo;Historiker&rdquo; vorgestellt wird und sich zum Einfluss der DDR-F&uuml;hrung auf die 68er-Revolte &auml;u&szlig;ern darf. Ich m&ouml;chte dieses Interview gerne als Kandidaten f&uuml;r die &ldquo;Manipulation des Monats&rdquo; vorschlagen.<br>\nPeter Horvath hat zwar tats&auml;chlich Geschichte studiert und sogar im selben Fach promoviert. Allerdings hat er sich in seiner Dissertation mit dem Thema &ldquo;Online-Datenbanken&rdquo; befasst. Danach hat er von von 1995 bis 1996 einen Lehrauftrag am Lehrstuhl Geschichte der Universit&auml;t Hamburg zum Thema Online-Recherche gehabt. Und damit ist seine wissenschaftliche Karriere auch schon vor&uuml;ber, denn fortan arbeitete er zun&auml;chst als selbst&auml;ndiger &ldquo;Informationsvermittler&rdquo; und sp&auml;ter als stellvertretender Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei der Firma PMG Presse-Monitor GmbH. Publikationen in Fachzeitschriften sind im Internet nicht zu finden.<br>\nOb ihn dieser Lebenslauf zu einem erstklassigen Experten in Sachen 68er-Revolte macht, mag ein jeder selber beurteilen. Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde mich, wenn ich einen &ldquo;Historiker&rdquo; zu diesem Thema interviewen wollte, eher an einen Lehrstuhlinhaber wenden. Aber ich arbeite ja auch nicht als Manipulator &ndash; Entschuldigung, Journalist &ndash; f&uuml;r die Welt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pressemonitor.de\/pdf\/PMG_Biografie_Dr_Peter_Horvath.pdf\">PMG Presse Monitor [PDF &ndash; 268 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&ldquo;Bild&rdquo;, Diekmann und die &ldquo;taz&rdquo;: Gestatten, Genosse!<\/strong><br>\nVom Feind zum Freund: Einst prozessierte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann gegen die linke tageszeitung &ndash; nun steigt er dort ein.<br>\nDiekmanns Marsch durch die linke Institution schreitet weiter fort. Der bekennende konservative Journalist hat sich nun in die Reihe der 8538 Genossen im linken Gesellschafterkreis eingegliedert. Wie viele Anteile zu je 500 Euro Diekmann zeichnete, l&auml;sst er im Unklaren. Es soll sich insgesamt um einen mittleren vierstelligen Betrag handeln. Von einer Liaison zwischen &ldquo;Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter und kleinster Boulevardzeitung&rdquo; spricht Diekmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/347\/467917\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bei Amazon verdient die NPD mit<\/strong><br>\nAmazon hat die NPD in sein sogenanntes Partnerprogramm aufgenommen &ndash; und zahlt der Partei Provisionen f&uuml;r verkaufte B&uuml;cher. Politiker fordern, die Kooperation aufzuk&uuml;ndigen. Bei Amazon sieht man das Ganze unaufgeregt: &bdquo;Es gibt eine Nachfrage daf&uuml;r, die wollen wir befriedigen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bei-amazon-verdient-die-npd-mit;2329728\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Dazu jetzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Amazon beendet Kooperation mit NPD<\/strong><br>\nDer &ouml;ffentliche Druck hat offenbar gewirkt. Nach heftigen Protesten und der Boykottdrohung prominenter Politiker wirft das Internet-Versandhaus Amazon die NPD-Website &bdquo;Nationales Netztagebuch&ldquo; aus dem Partnerprogramm des Konzerns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/rechtsextremismus\/Amazon-NPD-Rechtsextremismus;art2647,2818033\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Internet-Zensur beschlossen: Community sagt alle weiteren Gespr&auml;che mit SPD-Verhandlungsf&uuml;hrer ab<\/strong><br>\nZu dem Beschluss der Koalition, eine Internet-Zensur-Infrastruktur zu errichten, schreibt der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) an den Verhandlungsf&uuml;hrer der SPD, Martin D&ouml;rmann, und die SPD-Bundestagsfraktion in einem offenen Brief.<br>\nSie haben sich von der CDU\/CSU an der Nase herumf&uuml;hren lassen. So wie es Wolfgang Bosbach gesagt hat: Erst einmal nur &uuml;ber Kinderpornografie reden, damit in der &ouml;ffentlichen Diskussion nicht deutlich wird worauf es letztendlich hinaus l&auml;uft. Die Union missbraucht die Opfer ein zweites Mal um eine allgemeine Internet-Zensur-Infrastruktur einzurichten.<br>\nFrau von der Leyen will es weiter dulden, dass sexuell missbrauchte Kinder im Internet zur Schau gestellt werden, sie h&auml;lt nur einen Vorhang davor. Dabei ist l&auml;ngst klar und belegt, dass sich diese ekelhaften Bilder leichter l&ouml;schen als verstecken lassen. Aber um Kinderpornografie geht es ja schon lange nicht mehr.<br>\nSelbst wenn die aktuelle Regierung sich formal auf das Sperren von Kinderpornografie beschr&auml;nkt &ndash; ist die Infrastruktur erst einmal eingerichtet, kann und wird sie f&uuml;r beliebige Inhalte genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ak-zensur.de\/2009\/06\/zensur-beschlossen-brief.html\">Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4009#h01\">Heribert Prantl: Was &ldquo;Systemrelevanz&rdquo; wirklich bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h02\">Christoph Butterwegge: Prinzip Reichtumsmehrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h03\">Angriff auf den Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h04\">HRE-Insider &uuml;ber die Krisenbank: &ldquo;Man konnte nur noch beten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h05\">Opposition wirft Asmussen Fehler vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h06\">Obama will Supercop f&uuml;r die Finanzbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4009#h07\">Sal. 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