{"id":40117,"date":"2017-09-17T09:30:12","date_gmt":"2017-09-17T07:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117"},"modified":"2017-09-18T08:26:58","modified_gmt":"2017-09-18T06:26:58","slug":"hinweise-der-woche-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h01\">Bundestagswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h02\">Tausende protestieren gegen Drohnenangriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h03\">Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h04\">Vom Frontstaat zur Transitzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h05\">Emmanuel Macron: Der tollk&uuml;hne Pr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h06\">Protektionismus light<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h07\">CDU-Plan: Halbe Million regul&auml;r Besch&auml;ftigte sollen Minijobber werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h08\">St&auml;rkung der Betriebsrente: Warum ein neues Gesetz die gesetzliche Rente schw&auml;cht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h09\">Mieten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40117#h10\">Vorbild Deutschland? Diese 7 Grafiken zeigen, dass sich &Ouml;sterreich besser entwickelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagswahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Satire, die weh tut: das bitterb&ouml;se Plakat der Sonneborn-PARTEI zur Fl&uuml;chtlingspolitik der CDU<\/strong><br>\nDie Satire-Profis von der Partei haben es geschafft, das bislang h&auml;rteste Plakat dieses Wahlkampfes aufzuh&auml;ngen. Der Kreisverband Dresden plakatierte ein Motiv, das vom Layout her an die aktuelle CDU-Kampagne erinnert. Nur: Auf den Foto ist der tote Fl&uuml;chtlingsjunge Aylan Kurdi zu sehen. In Anspielung an den Unions-Slogan hei&szlig;t es dann: &ldquo;F&uuml;r einen Strand, an dem wir gut und gerne liegen&rdquo;. In einer ersten Reaktion l&ouml;schte Facebook erst einmal alle Kopien des Plakates.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170913-Die-Partei-Plakat.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/09\/12\/satire-die-weh-tut-das-bitterboese-plakat-der-sonneborn-partei-zur-fluechtlingspolitik-der-cdu\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zugegeben &hellip; das Bild tut wirklich weh. Und das ist gut so! Wie soll man denn einer &uuml;bers&auml;ttigten Mehrheit, die beim Thema Fl&uuml;chtlinge nur noch an &bdquo;Abwehr&ldquo; denkt, klarmachen, dass es um Menschenleben geht? Alleine auf der zentralen Mittelmeerroute sind in diesem Jahr bereits nachweislich <a href=\"http:\/\/migration.iom.int\/europe\/\">mindestens 2.369 Menschen ersoffen<\/a>. Das ist &bdquo;bitterb&ouml;se&ldquo; und nicht, darauf hinzuweisen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Angela Merkel die Chuzpe besitzt, sich im Wahlkampf als Menschenfreundin darzustellen und die versammelten Top-Journalisten nicht den Mut aufbringen, ihr die Maske vom Gesicht zu rei&szlig;en und sie mit den Folgen ihrer Fl&uuml;chtlingspolitik zu konfrontieren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Zynisch und menschenverachtend&ldquo; &ndash; Facharbeiter landet viralen Hit mit Brief an CDU zu Leiharbeit<\/strong><br>\nDaniel Gr&uuml;neke ist 32 Jahre alt, Vater eines kleinen Sohnes und Konstruktionsmechaniker Schiffbau im Norden Niedersachsens. Seit Jahren erlebt er am eigenen Leib die Auswirkungen von Leiharbeit. Der CDU-Standpunkt zu dem Thema im Wahl-O-Mat irritiert ihn.<br>\nIm eingeschlafenen Wahlkampf der Bundesrepublik scheinen nicht mehr parlamentarische Oppositionsparteien oder Journalisten den Finger auf die sozialen Wunden dieser Republik zu legen, sondern der so genannte Normalb&uuml;rger. So etwa der Auszubildende zum Gesundheits- und Krankenpfleger Alexander Jorde, der bei der ARD-Wahlarena am 11. September Bundeskanzlerin Angela Merkel in die argumentative Ecke dr&auml;ngte, indem er sie mit der harten Realit&auml;t in deutschen Altenheimen konfrontierte und res&uuml;mierte, dass sie in den 12 Jahren ihrer Regierungszeit nicht viel f&uuml;r die Pflege getan hat.<br>\nNun folgt der Brief des Facharbeiters Gr&uuml;neke an die CDU. Ein Zeugnis &uuml;ber Zukunftsangst, am Boden liegende Arbeitnehmerrechte, Bedrohung, N&ouml;tigung und eine immer st&auml;rkere Radikalisierung in der deutschen Arbeiterschaft.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/57298-zynisch-und-menschenverachtend-facharbeiter-brief-an-cdu\/\">RT deutsch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=1534800759922419&amp;set=a.252176098184898.59748.100001775298765&amp;type=3&amp;theater\">Daniel Gr&uuml;neke via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Der junge Pfleger grillt die Kanzlerin besser als alle TV-Duell-Moderatoren&ldquo;: Azubi wird nach ARD-&bdquo;Wahlarena&ldquo; im Netz gefeiert<\/strong><br>\nAm Montagabend fand im Ersten die &bdquo;Wahlarena&ldquo; mit Angela Merkel statt. Die Kanzlerin stellte sich in dem Format den Fragen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Zu Wort kam unter anderem auch ein junger Azubi, der Merkel mit dem gravierenden Fachkr&auml;ftemangel in der Krankenpflege konfrontierte. Dabei lie&szlig; er sich von ihr nicht abwimmeln, gab sich mit keinen Phrasen zufrieden &ndash; und wurde daf&uuml;r von den Zuschauern der Sendung im Netz gefeiert.<br>\n&bdquo;In Artikel 1 des Grundgesetztes steht: Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar&ldquo;, begann der Alexander Jorde seine Frage. Jorde macht eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Er arbeite jetzt seit einem Jahr in Krankenh&auml;usern und Altenheimen, erz&auml;hlt er, und habe erlebt, &bdquo;dass diese W&uuml;rde tagt&auml;glich in Deutschland tausendfach verletzt wird.&ldquo; So m&uuml;ssten Menschen zum Teil stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen, klagt der junge Mann an.<br>\nAngela Merkel wirft er vor, in den zw&ouml;lf Jahren ihrer Amtszeit &bdquo;nicht viel f&uuml;r die Krankenpflege&ldquo; getan zu haben. Die Bundeskanzlerin versprach, sich f&uuml;r die &Uuml;berwindung des Fachkr&auml;ftemangels und eine Verbesserung der Bezahlung einzusetzen. Au&szlig;erdem rief sie die Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger dazu auf, in Tarifverhandlungen &bdquo;selbstbewusst&ldquo; f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne zu k&auml;mpfen. &bdquo;Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist&ldquo;, sagte Angela Merkel zu Alexander Jorde und gab allerdings auch zu: &bdquo;Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass zum Schluss alles zu bester Zufriedenheit ist, aber es wird mehr Standard da reinkommen.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/09\/12\/der-junge-pfleger-grillt-die-kanzlerin-besser-als-alle-tv-duell-moderatoren-azubi-wird-nach-ard-wahlarena-im-netz-gefeiert\/\">Meedia<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ojt1JH1hYl4\">Der Auftritt auf Video (ab 2:55)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich &ndash; ein junger Mann hat mehr Kompetenz in Sachen Pflegepolitik als CDU und SPD zusammen. Ganz nebenbei zeigt der &bdquo;Pflege-Azubi&ldquo; den Damen und Herren Qualit&auml;tsjournalisten auch, wie man die Kanzlerin in die Ecke treiben kann. H&auml;tten die beiden ARD-Profis Alexander Jorde nicht so drastisch abgew&uuml;rgt, w&auml;re daraus sicher noch eine sehr interessante Debatte geworden. Aber so was darf es im harmonies&uuml;chtigen deutschen Fernsehen ja nicht geben. Vielleicht sollte man den lieben Kollegen f&uuml;r ihre Performance die &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/panorama\/20170905317321011-nordkoreas-emotionalste-moderatorin\/\">Ri-Chun-hee-Ged&auml;chtnismedaille<\/a>&ldquo; verleihen ;-)<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Merkel in ZDF-Sendung: &bdquo;Das ist ein Witz, was Sie erz&auml;hlen&ldquo;<\/strong><br>\nZwei Tage nach Herausforderer Martin Schulz hat sich auch Kanzlerin Angela Merkel im ZDF den W&auml;hlern gestellt. Die Bundeskanzlerin wurde teilweise scharf kritisiert. [&hellip;]<br>\nGleich am Anfang geriet sie unter Druck, beim Thema Rente. Eine Frau, die als Krankenhaus-Reinigungskraft arbeitet, schilderte, dass sie trotz 40 Jahren im Beruf als Rentnerin arm sein werde. Sie verstehe nicht, warum es in Deutschland keinen staatlichen Schutz vor Altersarmut gebe. Als es um eine Zusatzsicherung f&uuml;rs Alter ging, verteidigte die CDU-Chefin die umstrittene Riester-Rente. Daraufhin hielt ihr eine weitere Frau im Publikum vor, die Antwort sei eine Unversch&auml;mtheit: &bdquo;Das ist ein Witz, was Sie erz&auml;hlen.&ldquo;<br>\nIn einer anschlie&szlig;enden Fragerunde zum Zustand der Pflege in Deutschland sagte die Kanzlerin einem Altenpfleger aus Paderborn zu, der Einladung in dessen Pflegeeinrichtung zu folgen, um sich selbst ein Bild von den Zust&auml;nden zu machen. Der Mann hatte beklagt, Pfleger und viele &Auml;ltere f&uuml;hlten sich angesichts der Probleme in diesem Bereich von der Politik alleine gelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-bundeskanzlerin-bekommt-in-zdf-wahlsendung-gegenwind-a-1167747.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist seit vielen Jahren &uuml;berf&auml;llig, dass Merkel f&uuml;r ihre asoziale, sch&auml;dliche Politik richtig hart angegangen wird. Die Journalisten trauen sich ja nicht oder wollen nicht. Und die Bemerkung, &bdquo;[es ergibt] keinen Sinn [&hellip;], Krankenh&auml;user oder den Bahnverkehr lahmzulegen&ldquo;, zeugt nur von tiefster Ignoranz und schlimmstem Sch&ouml;nreden. Immerhin hat es vor ein paar Monaten erst genau so <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/WannaCry-Angriff-mit-Ransomware-legt-weltweit-Zehntausende-Rechner-lahm-3713235.html\">einen Angriff<\/a> auf Krankenh&auml;user in Gro&szlig;britannien und die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/WannaCry-Was-wir-bisher-ueber-die-Ransomware-Attacke-wissen-3713502.html\">Bahn-IT<\/a> in Deutschland gegeben. Leugnen, l&uuml;gen, abstreiten, nicht wissen: wieso ist diese Frau im wichtigsten Amt in Deutschland damit 12 Jahre lang durchgekommen??? <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>T&uuml;chtig aufgeregt, wenig &uuml;berlegt<\/strong><br>\nEs geht &bdquo;uns&ldquo; doch so gut. &bdquo;Deutschland boomt&ldquo;, hatte Sandra Maischberger beim TV-Duell im Vorwurfston zu Martin Schulz gesagt, &bdquo;es gibt ein Wirtschaftswachstum, das sich gewaschen hat&hellip;, und doch sagen Sie: Es geht ein tiefer Riss durch unsere Gesellschaft. Leben Sie vielleicht in einem anderen Land, mit anderen Nachbarn?&ldquo;<br>\nWenn Martin Schulz ein mutiger Kandidat w&auml;re, h&auml;tte er geantwortet: Liebe Frau Maischberger, kann es sein, dass Sie das nur deshalb fragen, weil Leute wie Sie und ich, die gut verdienen &ndash; im Fall von Frau Maischberger sogar sehr gut -, gar nicht mehr wissen, wie es den sogenannten normalen Menschen geht? Was sie besch&auml;ftigt? Wovor sie Angst haben? [&hellip;]<br>\nWer sich mit gesellschaftlichen Gr&uuml;nden nicht befassen will, muss auf anthropologische Erkl&auml;rungen ausweichen. Dann wird Rassismus zu einer bedauerlichen menschlichen Konstante erkl&auml;rt, die man zwar bek&auml;mpfen kann, aber nicht beeinflussen. So wird die Auseinandersetzung mit der AfD zu einer unpolitischen Veranstaltung. Die liberale Gesellschaft verf&auml;hrt &uuml;brigens mit der AfD nicht anders als mit dem Terrorismus oder Donald Trump oder allen anderen Ph&auml;nomenen, die ihr zu sehr auf den Leib r&uuml;cken: T&uuml;chtig aufregen, aber um Gottes Willen nicht die Frage zulassen, was das mit uns zu tun hat.<br>\nIn Wahrheit kommt das alles nicht so &uuml;berraschend. Es h&auml;tte schon gen&uuml;gt, den Soziologen Wilhelm Heitmeyer zu lesen, der zwischen den Jahren 2002 und 2011 in seiner Bielefelder Langzeitstudie &bdquo;Deutsche Zust&auml;nde&ldquo; zeigte, was aus einer Gesellschaft wird, in der sich die prek&auml;re Teilhabe an den materiellen G&uuml;tern der Gesellschaft ausbreitet und der Mangel an politischer Partizipation und moralischer Anerkennung zunimmt. Wenn man heute Interviews mit Heitmeyer liest, merkt man: Der Mann hat richtig schlechte Laune. Er hatte gewarnt. Aber man hat nicht auf ihn geh&ouml;rt. Er sagt: &bdquo;Es gab und gibt einen weitverbreiteten politischen Autismus. Die prek&auml;re Zivilit&auml;t wollte man nicht wahrnehmen.&ldquo;<br>\nDie AfD ist der Kollateralschaden einer Politik, zu der sich dieses Land mit voller Absicht entschieden hat. Die Nazis &ndash; das sind wir.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wie-der-politische-autismus-den-aufstieg-der-afd-befoerdert-kolumne-a-1167087.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Datenbank: So viel spenden Konzerne an Parteien<\/strong><br>\nGeld ist f&uuml;r die Autolobby kein Problem &ndash; &uuml;ber 17 Millionen Euro spendeten Automobilhersteller, Zulieferer, Dienstleister und Verb&auml;nde seit 2009 an CDU\/CSU, FDP, SPD und Gr&uuml;ne. Fast vier F&uuml;nftel des Geldes gingen dabei an Schwarz-Gelb. [&hellip;]<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170915-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170915-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nAuch im laufenden Wahlkampf schnellten die Gro&szlig;spenden an Parteien auf Rekordh&ouml;hen. So nahm die FDP seit Jahresbeginn schon doppelt so viel Gro&szlig;spenden von jeweils &uuml;ber 50.000 Euro ein wie im ganzen letzten Bundestags-Wahljahr 2013, n&auml;mlich &uuml;ber 1,6 Millionen Euro. Die Pr&auml;ferenzen der Gro&szlig;spender &ndash; Konzerne, Wirtschaftsverb&auml;nde und hochverm&ouml;gende Einzelpersonen &ndash; sind dabei noch klarer als in vergangenen Wahljahren: &uuml;ber 90 Prozent der Spendensumme ging an Schwarz-Gelb.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/09\/neue-datenbank-so-viel-spenden-konzerne-an-parteien\/\">Lobby Control<\/a>\n<p><strong>dazu: Haie w&uuml;rden Schwarz-Gelb w&auml;hlen<\/strong><br>\nCDU und FDP machen Politik f&uuml;r die Immobilienlobby. Werden sie gew&auml;hlt, sieht es schlecht aus f&uuml;r die Mietpreisbremse.<br>\nNoch eineinhalb Wochen dauert der vielleicht langweiligste Wahlkampf der bundesdeutschen Geschichte. Scheinbar geht es nur noch um die Frage, wer an der Seite von Angela Merkel regieren darf. Dabei geht es f&uuml;r Millionen Mieter in Deutschland um alles.<br>\nKommt es zu Schwarz-Gelb, d&uuml;rften inmitten einer Goldrauschphase f&uuml;r Vermieter die Mieterrechte reduziert werden. Schon jetzt kappt Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen die ohnehin eher symbolische Mietpreisbremse und erleichtert die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Doch Mieter br&auml;uchten heute mehr Schutz als je zuvor. Nach einer aktuellen Studie der B&ouml;ckler-Stiftung zahlen rund 40 Prozent der Haushalte mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens f&uuml;r die Miete. 1,3 Millionen Haushalten bleibt nach den Mietzahlungen nur noch ein monatlicher Betrag unterhalb des Hartz-IV-Satzes. Dabei h&auml;lt der Zuzug in die Gro&szlig;st&auml;dte unvermindert an, die Anlage in Betongold in Zeiten des Niedrigzinses ebenso.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Mietenpolitik-im-Wahlkampf\/%215444535\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Richter schreibt an &bdquo;seinen&ldquo; CDU-Kandidaten<\/strong><br>\nZun&auml;chst zu Ihrer Bitte um private Spenden: Ich glaube Ihnen schlichtweg nicht, dass Sie Ihren Wahlkampf aus eigenen Mitteln finanzieren. Den Medien kann man entnehmen, dass die Kassen Ihrer Partei von der Wirtschaft gef&uuml;llt werden. Nicht umsonst wehrt sich die CDU gegen ein sch&auml;rferes Lobbyregister und Transparenz. Also ver&ouml;ffentlichen Sie bitte, wie Ihr Wahlkampf tats&auml;chlich finanziert wird. Und sparen Sie doch der Umwelt zuliebe an Hochglanzbrosch&uuml;ren und an gro&szlig;en Plakaten, die den Blick auf die tats&auml;chlichen Probleme verstellen.<br>\n&Uuml;berhaupt zur Umwelt:<br>\nDie spielt in Ihren 10 Punkten (abgesehen von bezahlbarem Strom) keinerlei Rolle. Welches Armutszeugnis! Lesen Sie als Katholik doch einmal die beeindruckende Enzyklika &bdquo;Laudato si&ldquo; von Papst Franziskus und setzen Sie dessen Forderungen in die politische Praxis um. Und erkl&auml;ren Sie mir doch bitte, weshalb Ihre von Ihnen gepriesene Bundeskanzlerin und Ihre christliche Partei f&uuml;r den Einsatz des Giftes Glyphosat sind, das die g&ouml;ttliche Sch&ouml;pfung zerst&ouml;rt und die Gesundheit von Mensch und Tier gef&auml;hrdet.<br>\nUnd zu einzelnen Ihrer 10 Punkte:<br>\nWarum bek&auml;mpft die CDU nicht die Fl&uuml;chtlingsursachen, sondern die Fl&uuml;chtlinge? Glauben Sie wirklich, die Flucht von Millionen Menschen verhindern zu k&ouml;nnen, wenn die CDU f&uuml;r Waffenexporte in Kriegsgebiete, Zerst&ouml;rung der einheimischen Landwirtschaft durch EU-Dumpingpreise und nicht ausgewogene Handelsabkommen, Nichteinhaltung der Klimaziele aus dem Pariser Abkommen in Deutschland und Festsetzung der Fl&uuml;chtlinge in Lagern von Diktaturen sorgt?<br>\nWo bitte sehen Sie ein modernes Verkehrsnetz im Bereich des Schienenverkehrs? Eine Bahn, die Strecken und Weichen abbaut, riskante Gro&szlig;projekte durchf&uuml;hrt, die sie nicht beherrscht &ndash; siehe Rastatt &ndash; und den Ausbau zahlreicher Strecken vernachl&auml;ssigt (z. B. G&auml;ubahn, S&uuml;dbahn, Murrbahn usw.)? Und wo ist das schnelle Internet im l&auml;ndlichen Raum? Oder &uuml;berhaupt in Deutschland (siehe neueste Statistik zum internationalen Vergleich)?<br>\nWie wollen Sie Sicherheit f&uuml;r alle B&uuml;rger garantieren? Durch gro&szlig;fl&auml;chige Beschn&uuml;ffelung von rechtschaffenen Menschen?<br>\nWie vertr&auml;gt sich die Gerechtigkeit f&uuml;r alle Generationen (worunter Sie interessanterweise nur finanzielle Aspekte bringen) mit &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften, die zwar die Haushalte kurzfristig entlasten m&ouml;gen, aber laut Bundesrechnungshof unwirtschaftlich sind und kommende Generationen teuer zu stehen kommen werden?<br>\nWie stellen Sie sich eine zukunftssichere Altersversorgung angesichts sinkender Renten und drohender Altersarmut vor? Wie wollen Sie bei Steuerentlastung f&uuml;r alle die Einnahmeverluste ausgleichen? Einsparungen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/ein-richter-schreibt-an-seinen-cdu-kandidaten\/\">K21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese berechtigten Fragen k&ouml;nnten auch anderen KandidatInnen &ndash; auch anderer Parteien &ndash; gestellt werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Programmbeschwerde: ARD versucht FDP in Bundestag zu hieven<\/strong><br>\nDer ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigamund der vorherige Vorsitzende der ver.di Betriebsgruppe beim NDR, Frank Klinkhammer, haben beim Rundfunkrat Beschwerde gegen eine Bevorzugung der FDP in ARD-Sendungen eingereicht. Gleichzeitig kritisieren die beiden eine Unterrepr&auml;sentanz der Linken. Sie sehen darin den Versuch die FDP im Interesse der &bdquo;konservativen Eliten&ldquo; in den Bundestag zu hieven. [&hellip;]<br>\nwir haben wiederholt in Programmbeschwerden kritisiert, dass ARD-aktuell ohne zwingenden journalistischen Grund die FDP und ihren Vorsitzenden bei der Berichterstattung unangemessen favorisiert, obwohl beide nicht im Bundestag vertreten sind. Der Anlass unserer Beschwerde war die unangemessen breite Berichterstattung &uuml;ber das FDP-Dreik&ouml;nigstreffen. ARD-aktuell Chef Dr. Gniffke widersprach uns mit dem Argument, dass seine Redaktion auch den anderen Parteien entsprechende Aufmerksamkeit zuwende: [&hellip;]<br>\nDas ist weit neben der Realit&auml;t, Dr. Gniffke tr&auml;gt hier wissentlich Unwahres vor. Wie wenig seine Redaktion andere &bdquo;Parteien gleichm&auml;&szlig;ig zu Wort kommen l&auml;sst&ldquo; hat sich bereits zum Zeitpunkt unserer Beschwerde gezeigt. Weder &uuml;ber die entsprechenden Neujahrsveranstaltungen der Gr&uuml;nen, der Linken oder der AFD wurde berichtet. Lediglich die CSU kam umfassend zu Wort.<br>\nIn der TT-Sendung vom 4.9.2017 dann zum wiederholten Mal der Giffkesche FDP-Drall: Obwohl bei vielen wichtigen Nachrichten mit Sendezeit geknausert wird, wurde dem FDP-Vorsitzenden erneut ungew&ouml;hnlich viel Sendezeit einger&auml;umt. Abgesehen von der auffallend anspruchslosen und weitgehend inhaltsleeren Moderation (&ldquo; wer wird Dritter&ldquo;) des Beitrages durch Frau Miosga, fiel auf, dass der anschlie&szlig;ende Beitrag &uuml;ber Christian Lindner und seine Partei nahezu die gleiche Sendel&auml;nge hatte wie der Bericht &uuml;ber die Debattensendung mit den anderen f&uuml;nf Parteienvertretern zusammen. Ein journalistischer Grund f&uuml;r diese Bevorzugung war nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/programmbeschwerde-ard-versucht-fdp-in-bundestag-zu-hieven\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><strong>Parteien unter der Lupe<\/strong><br>\nMan hat so gar nicht den Eindruck, dass in Deutschland die n&auml;chste Bundestagswahl ansteht. Doch am 24. September wird tats&auml;chlich gew&auml;hlt. Daher wollen wir den Menschen drau&szlig;en im Lande mit unseren Wahlpr&uuml;fsteinen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben.<br>\nWir sind von einigen Lesern gebeten worden, f&uuml;r die anstehende Bundestagswahl eine Wahlempfehlung auszusprechen. Da wir aber parteipolitisch ungebunden sind und uns zur Neutralit&auml;t verpflichtet f&uuml;hlen, wollen wir das nicht tun. Daf&uuml;r werden wir &ndash; anhand einiger auf makro&ouml;konomischen &Uuml;berlegungen basierenden wirtschaftspolitischen Forderungen &ndash; die Wahlprogramme der CDU\/CSU, der SPD, der Gr&uuml;nen, der FDP, der Linken und der AfD etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wir tun das, &auml;hnlich wie der DGB, anhand von Wahlpr&uuml;fsteinen.<br>\nStreng wissenschaftlich, versteht sich, werden wir dabei die &Uuml;bereinstimmung mit unseren Thesen auf einer Skala zwischen 100 und 0 bewerten. Diese Bewertungen werden dann aggregiert und als Rangliste der Parteien auf der Basis der Summe der Bewertungen am Freitag, den 22. September (2 Tage vor der Wahl) ver&ouml;ffentlicht. Ihnen k&ouml;nnen wir damit hoffentlich eine Entscheidungshilfe f&uuml;r die Wahl des kleinsten &Uuml;bels geben.<br>\nIn unserem ersten Teil widmen sich unsere Wahlpr&uuml;fsteine Themen aus dem Bereich des Geld-und Finanzsystems.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/wahlpruefsteine-1\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht im Interview &bdquo;Dieser Wahlkampf ist doch wirklich ein Trauerspiel&ldquo;<\/strong><br>\nSteht die Linke deshalb zurzeit in den Umfragen ganz gut da?<br>\nVielen W&auml;hlern ist klar, dass sie klassisch sozialdemokratische Positionen heute nur noch mit der Linken w&auml;hlen k&ouml;nnen. Wir wollen den Niedriglohnsektor eind&auml;mmen, die gesetzliche Rente st&auml;rken, eine Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r Superreiche. Als Schulz nominiert wurde, hatte ich gehofft, dass die SPD wieder sozialdemokratisch wird und zu ihrem Markenkern zur&uuml;ckkehrt. Dann g&auml;be es jetzt eine realistische Alternative zu Merkel. Die SPD hat sich anders entschieden. Jetzt geht es darum, dass es wenigstens eine starke Opposition gibt, die soziale Forderungen auf die Tagesordnung setzt. Und wenn wir sehr stark abschneiden, k&ouml;nnte das auch ein Weckruf an die SPD sein, der sie davon abh&auml;lt, nach ihrer Wahlniederlage mit fliegenden Fahnen in die n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition zu gehen.<br>\nAber nach einer linken Politik scheint es gar keine echte Nachfrage zu geben. Die Umfragen weisen fast 60 Prozent f&uuml;r die konservativen und rechten Parteien aus.<br>\nIch denke eher, die Wechselstimmung ist verflogen, weil die meisten Menschen die Hoffnung auf einen echten Wechsel aufgegeben haben. Ich habe heute fr&uuml;h mit einem Nachbarn aus unserem Dorf gesprochen. Er sagt, dass zum Beispiel bei dem TV-Duell das, was ihn interessiert, so gut wie keine Rolle spielte. Er ist Rentner. Er macht sich Sorgen um seine Tochter, die sich mit befristeten Jobs durchs Leben hangelt, und um seine Enkel und deren Zukunft. Unsichere Jobs, steigende Mieten, marode Schulen, das bewegt doch viele. Es gibt Umfragen, laut denen sich 60 bis 70 Prozent mehr soziale Gerechtigkeit w&uuml;nschen. Sie w&uuml;nschen sich eine Regierung, die sich nicht damit abfindet, dass Wenige riesige Verm&ouml;gen anh&auml;ufen und Viele jeden Euro immer &ouml;fter umdrehen m&uuml;ssen. Immerhin 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben nach den Zahlen des DIW heute weniger Einkommen als Ende der 90er. Da zu behaupten, alles l&auml;uft gro&szlig;artig, halte ich f&uuml;r Realit&auml;tsverweigerung.<br>\nNur warum ist Rot-Rot-Gr&uuml;n dann zehn Prozent von einer Mehrheit entfernt?<br>\nErstens haben die Menschen gemerkt, dass diese Mehrheit von der SPD nie genutzt wurde, weder 2005 noch 2013. Sie erleben, dass die Gr&uuml;nen sich mehr und mehr auf die Union zubewegen. Und woher soll eine Wechselstimmung kommen, wenn der Herausforderer der Kanzlerin gar nicht f&uuml;r eine andere Politik steht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/bundestagswahl2017\/sahra-wagenknecht-im-interview--dieser-wahlkampf-ist-doch-wirklich-ein-trauerspiel--28373708\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tausende protestieren gegen Drohnenangriffe<\/strong><br>\nFriedensaktivisten haben rund um die US Air Base Ramstein gegen die Rolle des US-Milit&auml;rflugplatzes beim Einsatz von Kriegsdrohnen protestiert. Laut Veranstalter bildeten etwa 5.000 Teilnehmer eine kilometerlange Menschenkette.<br>\nDie Polizei sprach dagegen am Samstagnachmittag von etwa 3.000 Teilnehmern. Die Air-Base-Gegner waren am Vormittag von einem Friedenscamp in Kottweiler-Schwanden nach Ramstein marschiert. Dort fanden am Haus des B&uuml;rgers und am Denkmal f&uuml;r die Opfer der Flugschau-Katastrophe Kundgebungen statt. Anschlie&szlig;end wurde am Nachmittag von beiden Orten aus jeweils eine Menschenkette zur Air Base gebildet. Die Aktion ist der H&ouml;hepunkt einer Protestwoche gegen die US-Milit&auml;rbasis Ramstein. (&hellip;)<br>\nDie Protestwoche f&uuml;r eine Schlie&szlig;ung der Air Base findet zum dritten Mal statt. In der Kampagne &bdquo;Stopp Air Base Ramstein&ldquo; engagieren sich Teilnehmer aus Friedensinitiativen, sozialen Bewegungen, der Wissenschaft sowie der Politik.<br>\nZuletzt hatte die bundesweite Kampagne die Atomkrieg-Drohungen von US-Pr&auml;sident Donald Trump gegen Nordkorea scharf kritisiert. Sie forderte die Bundesregierung auf, &bdquo;&ouml;ffentlich den USA jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Kriegsvorbereitung zu verweigern&ldquo;.<br>\nNach US-Angaben werden Relaisstationen in Ramstein f&uuml;r die Weiterleitung von Signalen f&uuml;r Drohnenangriffe in Asien und Afrika verwendet. Eine Sprecherin der Air Base betonte, dass von Ramstein aus keine Drohnen operieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rp\/hoehepunkt-der-aktionswoche-in-ramstein-tausende-protestieren-gegen-drohnenangriffe\/-\/id=1682\/did=20217810\/nid=1682\/j4bopd\/\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Waffenlieferungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heikle Fracht aus Ramstein <\/strong>\n<ul>\n<li>Die US-Regierung hat offenbar Waffen &uuml;ber den Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Ramstein an syrische Rebellen liefern lassen.<\/li>\n<li>Eine Genehmigung hatte sie daf&uuml;r nach Angaben der Bundesregierung nicht.<\/li>\n<li>Demnach haben die USA seit 2010 keine Lieferungen nach Syrien oder in dessen Nachbarl&auml;nder beantragt.<\/li>\n<li>Eine serbische Tageszeitung berichtete jedoch bereits Ende 2015 &uuml;ber entsprechende Transporte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-waffenlieferungen-heikle-fracht-aus-ramstein-1.3663289\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Ramstein &ndash; Herrschaft des Unrechts<\/strong><br>\nDrohnenmorde, Waffenlieferungen, Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger<br>\nAls Horst Seehofer im letzten Jahr von der &bdquo;Herrschaft des Unrechts&ldquo; sprach, dachte er nicht an Ramstein. Er kritisierte, dass Angela Merkel ohne R&uuml;cksprache mit den europ&auml;ischen Nachbarn die Grenzen &ouml;ffnete, indem sie das Dublin-Abkommen au&szlig;er Kraft setzte.<br>\nRamstein ist Relaisstation f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenmorde und Anlaufstelle f&uuml;r die illegale Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger. Jetzt hat die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; berichtet, dass von Ramstein aus die syrische Opposition gegen Assad mit Waffen beliefert wurde, was mit deutschem Recht nicht vereinbar ist.<br>\nWie schon bei den v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohnenmorden und der Verschleppung Terrorverd&auml;chtiger, geht die Bundesregierung auch bei den illegalen Waffenlieferungen wieder auf Tauchstation, l&uuml;gt und sagt, sie habe &bdquo;keine Erkenntnisse&ldquo;. Die Mitglieder der Bundesregierung sind wohl so besch&auml;ftigt, dass sie keine Zeit haben, Zeitungen zu lesen, die ihnen &bdquo;Erkenntnisse&ldquo; vermitteln w&uuml;rde.<br>\nWer dem Unrechtsstaat USA, der nur das Recht des St&auml;rkeren kennt und der nach dem Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen Toten um den Erdball gezogen hat, 14.000 Hektar auf deutschen Boden in Ramstein zur Verf&uuml;gung stellt, muss damit rechnen, dass zumindest dort Horst Seehofer in vollem Umfang best&auml;tigt wird. Wo die US-Streitkr&auml;fte ihr Unwesen treiben, herrscht das Unrecht.<br>\nDer Bundesregierung m&ouml;chte man eine Weisheit Marc Aurels ins Stammbuch schreiben: &bdquo;Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befielt es.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1540682099326585\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Syrien: US-Waffenkan&auml;le<\/strong><br>\nEine Untersuchung des Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und des Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) hat neue Kan&auml;le f&uuml;r US-Waffenlieferungen nach Syrien aufgedeckt. Demzufolge soll nach dem Scheitern des weithin bekannten Pentagon Aufr&uuml;stungsprogramms f&uuml;r syrische Rebellen, die entweder aufgerieben wurden oder zum Gegner &uuml;berliefen, im Herbst 2015 ein neues Programm aufgelegt worden sein. Dabei sollen massenweise Waffen aus osteurop&auml;ischen L&auml;ndern aufgekauft &uuml;ber die T&uuml;rkei, Jordanien und Kuwait nach Syrien geschleust werden: &bdquo;Arms factories across the Balkans and Eastern Europe &ndash; already working at capacity to supply the Syrian war &ndash; are unable to meet the demand. In response, the US Department of Defense (DoD) has turned to new suppliers like Kazakhstan, Georgia, and Ukraine for additional munitions [&hellip;]. The Pentagon is buying the arms through two channels: the Special Operations Command (SOCOM), which oversees special operations across all services of the US military, and the Picatinny Arsenal, a little-known US Army weapons facility in New Jersey. The munitions are being transported by both sea and air from Europe to Turkey, Jordan and Kuwait. [&hellip;] More than $900 million has been contracted to be spent by 2022, and nearly $600 million more has been budgeted or requested by the Trump administration. This brings the grand total of the Pentagon&rsquo;s intended spending on its Syrian allies to $2.2 billion.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/09\/13\/syrien-us-waffenkanaele\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vom Frontstaat zur Transitzone<\/strong><br>\nBereits zum zweiten Mal in diesem Jahr unterst&uuml;tzt die Bundeswehr den Transit einer kompletten US-Brigade mit schwerem Ger&auml;t zu gegen Russland gerichteten Man&ouml;vern in Osteuropa. In diesen Tagen wird das 2nd Armored Brigade Combat Team (ABCT) der 1st Infantry Division aus Fort Riley (Kansas) nach Europa verlegt, um die Streitkr&auml;fte von sieben ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen NATO-Staaten f&uuml;r Operationen gegen Russland zu optimieren und die milit&auml;rische Kooperation mit ihnen zu trainieren. Der Transport des ben&ouml;tigten Kriegsger&auml;ts &ndash; zum Beispiel &uuml;ber 2.500 Panzer, Haubitzen, gepanzerte Fahrzeuge und Container &ndash; wird zum Teil &uuml;ber Bremerhaven und die norddeutsche Ebene abgewickelt. Die Bundeswehr-Streitkr&auml;ftebasis tr&auml;gt personell, infrastrukturell und logistisch dazu bei. Z&auml;hlt man die vier NATO-Bataillone hinzu, die in den baltischen Staaten und in Polen stationiert sind, dann haben gut 8.000 NATO-Soldaten gegen Russland Stellung bezogen &ndash; in gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher N&auml;he zu dessen Grenze. Hinzu kommen die schnell einsetzbare NATO-&bdquo;Speerspitze&ldquo; (5.000 Soldaten), eine US-Division von 15.000 bis 20.000 Soldaten, die mit Hilfe von in Deutschland, Belgien und den Niederlanden eingelagertem Kriegsger&auml;t in k&uuml;rzester Zeit an Russlands Westgrenze verlegt werden kann, sowie die Streitkr&auml;fte der ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen NATO-Mitgliedstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59671\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Emmanuel Macron: Der tollk&uuml;hne Pr&auml;sident<\/strong><br>\nMacron wollte erst Frankreich, dann die EU reformieren. Daf&uuml;r hat er riskante Pl&auml;ne, aber kaum Verb&uuml;ndete. Es ist im Interesse Deutschlands, dass er nicht scheitert.<br>\nWird es ihm gelingen? Erst gr&uuml;ndlich das eigene Land reformieren, dann eine Reform der EU vorantreiben: Das ist die Methode, die Emmanuel Macron w&auml;hrend des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampfes angek&uuml;ndigt hat. Quasi eine Umpolung der Strategie seines Vorg&auml;ngers. [&hellip;]<br>\nMacrons Strategie ist da erfolgversprechender. Von den gestrigen Protesten unbeeindruckt, will er am Arbeitsmarkt, am Renten- und Sozialversicherungssystem und den Steuern herumfeilen, bis sie besser in die heutige Welt passen. Die Franzosen hatten ihn nicht unbedingt daf&uuml;r gew&auml;hlt, sondern um Marine Le Pen als Pr&auml;sidentin zu verhindern. Immerhin gaben sie ihm, wie es &uuml;blich ist, in den nachfolgenden Parlamentswahlen eine Mehrheit. Ein Pr&auml;sident, der die Nationalversammlung nicht hinter sich wei&szlig;, ist schwach und einen schwachen Mann an der Spitze wollten die Franzosen nun auch wieder nicht. [&hellip;]<br>\nAls franz&ouml;sischer Staatspr&auml;sident wird Macron sich an Charles de Gaulle erinnern. De Gaulle war zun&auml;chst ein unbedeutender, nur auf Zeit ernannter General. Im Juni 1940 stand er als Einziger auf und rief Frankreich zum Kampf gegen die Deutschen, vor denen seine Vorgesetzten und seine Regierung bereits kapituliert hatten. Mit dem Kopf durch die Wand! Das geht manchmal durchaus. Diesmal auch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-09\/emmanuel-macron-reformen-europa-frankreich-5-vor-8\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahnsinn. &bdquo;Von den gestrigen Protesten unbeeindruckt, will er am Arbeitsmarkt, am Renten- und Sozialversicherungssystem und den Steuern herumfeilen, bis sie besser in die heutige Welt passen.&ldquo; &ndash; Mit anderen Worten, die Globalisierung zwingt die Franzosen, Arbeitnehmerrechte mit F&uuml;&szlig;en zu treten, die L&ouml;hne und die Unternehmenssteuern zu senken, den K&uuml;ndigungsschutz zu schleifen und das Wohngeld f&uuml;r Bed&uuml;rftige um 5 Euro pro Monat zu senken sowie bei den Kommunen an Infrastruktur und Sozialleistungen zu &bdquo;sparen&ldquo;. Mit volkswirtschaftlicher Vernunft hat das nichts zu tun, und das deutsche Lohndumping wird nicht einmal erw&auml;hnt. Am Rande: wenn &bdquo;die Globalisierung&ldquo; (ein weiterhin unbestimmter Begriff) tats&auml;chlich solche neoliberalen Ma&szlig;nahmen erzw&auml;nge, warum argumentiert Randow nicht dagegen? Weil die euphemistisch &bdquo;Reformen&ldquo; genannten Ma&szlig;nahmen &bdquo;alternativlos&ldquo; sind? Man will eine Front-National-Regierung, vor der doch immer gewarnt wird, also auf Biegen und Brechen erzwingen. Und dieser Irrsinn wird mit dem heldenhaften Widerstand gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg verglichen. So verkommen sind also die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Jubelarien f&uuml;r das neoliberale Programm Macrons ziehen sich durch die gesamten deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Ein weiterer signifikanter Beleg daf&uuml;r, dass die deutschen Leitmedien klar die Perspektive und Interessen der deutschen Oligarchie vertreten. Nicht der Hauch einer objektiven Berichterstattung. Der Zynismus dabei, gerade die Zeit vergie&szlig;t in ihrer aktuellen Ausgabe wieder Krokodilstr&auml;nen (&bdquo;Warum r&uuml;ckt das Land eher nach rechts als nach links?&ldquo;) &uuml;ber die Folgen der neoliberalen Politik, die sie seit Jahren selbst propagiert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wie Macron sein Land spaltet<\/strong><br>\nFrankreichs neuer Staatschef Macron war mit dem Versprechen angetreten, sein Land zu einen. Doch nun spaltet er die franz&ouml;sische Gesellschaft &ndash; mit seiner Arbeitsmarktreform und b&ouml;sen Worten. Erst hat Macron seine &ldquo;Loi travail&rdquo; durch das Parlament gepeitscht &ndash; im Eiltempo, ohne das &uuml;bliche Gesetzgebungs-Verfahren. Nun beschimpft er Kritiker und Gegner als &ldquo;Faulenzer&rdquo; und &ldquo;Zyniker&rdquo;. Die b&ouml;sen Worte fielen schon am Freitag, bei Macrons Besuch in Athen. Doch sie z&uuml;nden erst jetzt, da die Gewerkschaft CGT ihren ersten Aktionstag gegen die Flexibilisierung der Arbeit abh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/wie-macron-sein-land-spaltet\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Protektionismus light<\/strong><br>\nDie EU will sich vor chinesischen Investoren sch&uuml;tzen, gleichzeitig aber den Freihandel ausweiten. Das erkl&auml;rte Kommissionspr&auml;sident Juncker. [&hellip;]<br>\nGleichzeitig weitet Br&uuml;ssel die Kampfzone des Freihandels aus. Nach Kanada und Japan sollen nun Abkommen mit Australien und Neuseeland ausgehandelt werden. Mexiko und die s&uuml;damerikanische Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur st&uuml;nden auf der Warteliste, sagte Malmstr&ouml;m. &bdquo;Andere L&auml;nder ziehen sich zur&uuml;ck, wir schauen uns nach neuen M&ouml;glichkeiten um&ldquo;, sagte sie mit einem Seitenhieb auf die USA.<br>\nDabei geht es auch um neue Wege, die nationalen und regionalen Parlamente auszuschalten. Malmstr&ouml;m m&ouml;chte vermeiden, dass sich das Debakel vom Ceta-Abkommen mit Kanada wiederholt, das im vergangenen Herbst kurzzeitig von der belgischen Region Wallonie gestoppt worden war. Daf&uuml;r hat sie sich einen besonderen Trick ausgedacht.<br>\nAb sofort w&uuml;rden Freihandel und Investorenschutz voneinander getrennt, so Malmstr&ouml;m. Die Handelsabkommen werden nach dem &bdquo;EU only&ldquo;-Verfahren &ndash; ohne nationale und regionale Parlamente &ndash; beschlossen. Die Klagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r Investoren sollen anderweitig geregelt werden. Die Kommission forderte die EU-Staaten zu Verhandlungen &uuml;ber einen multilateralen Gerichtshof auf. Das neue Verfahren soll schon bei Australien und Neuseeland angewandt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Handelsabkommen-der-EU\/%215444868\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>CDU-Plan: Halbe Million regul&auml;r Besch&auml;ftigte sollen Minijobber werden<\/strong><br>\nUnion ebnet Weg zur Minijob-Republik<br>\nIm Regierungsprogramm von CDU\/CSU wirken die Pl&auml;ne der Union f&uuml;r die Zukunft der Minijobs fast wie ein Versprechen f&uuml;r steigende L&ouml;hne: &bdquo;Wir realisieren den mitwachsenden Minijob.&ldquo; Statt 450 Euro sollen k&uuml;nftig bis zu 550 Euro m&ouml;glich sein. Doch f&uuml;r die Betroffenen ist das keine gute Nachricht &ndash; im Gegenteil.<br>\nDenn die Pl&auml;ne von CDU\/CSU bedeuten: Die Minijob-Grenze wird von 450 auf ca. 550 Euro angehoben. Und das bedeutet: Wer bisher zwischen 451 und 550 Euro verdient ist heute kein Minjobber, sondern regul&auml;r Besch&auml;ftigter mit voller Sozialversicherung. Nach den Pl&auml;nen der Union w&uuml;rden diese Menschen aber zu Minijobbern &ndash; ohne vollen Schutz der Sozialversicherungen.<br>\nMehr als 500.000 Menschen w&auml;ren betroffen<br>\nEine Auswertung des DGB hat gezeigt: Derzeit arbeiten 507.091 Menschen f&uuml;r 451 bis 550 Euro im Monat. Diese Menschen w&uuml;rden nach den CDU\/CSU-Pl&auml;nen von regul&auml;r Besch&auml;ftigten zu Minijobbern.<br>\nF&uuml;r den DGB ist klar: Das Zwei-Klassen-Besch&auml;ftigungssystem mit den heutigen Minijobs ist ungerecht. Es muss reformiert und nicht noch weiter ausgeweitet werden. Dazu hat der DGB ein Reformkonzept vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++79fbd5e8-9471-11e7-9609-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette Analyse des DGB zu den Minijob-Pl&auml;nen von CDU\/CSU k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++200632a0-9475-11e7-b4d4-525400e5a74a\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>St&auml;rkung der Betriebsrente: Warum ein neues Gesetz die gesetzliche Rente schw&auml;cht<\/strong><br>\nEilig, kurz vor der Bundestagswahl und nahezu unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit hat unsere Bundesregierung etwas beschlossen, das schwerwiegende Folgen f&uuml;r uns alle hat: Weniger Rente f&uuml;r Alle, im Schnitt 30 Euro pro Monat. Dabei klingt der Name des Gesetzes an sich ganz anders: Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz. Das soll uns eigentlich vor Altersarmut bewahren, verspricht die Regierung, bewirkt aber das genaue Gegenteil. [&hellip;]<br>\nFazit: Das neue Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz: Gro&szlig;e Versprechen, wenig dahinter. Prof. Dr. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, hat dazu eine klare Meinung: &bdquo;Die Arbeitnehmer sind die klaren Verlierer und insofern wird sich das nochmal, ja, als ein bitterer Treppenwitz der Geschichte herausstellen, dass so ein Gesetz von einer sozialdemokratischen Ministerin auf den Weg und durchs Parlament gebracht wurde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/betriebsrenten-102.html\">plusminus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mieten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mietkosten belasten Menschen in Gro&szlig;st&auml;dten immer st&auml;rker<\/strong><br>\nVier von zehn Haushalten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten m&uuml;ssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die Miete ausgeben. Das entspricht etwa 5,6 Millionen Haushalten, wie eine am Mittwoch vorgestellte Untersuchung der 77 deutschen Gro&szlig;st&auml;dte mit mehr als 100.000 Einwohnern durch die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ergab. In gut einer Million Haushalte geht sogar mehr als die H&auml;lfte des Einkommens f&uuml;r die Miete drauf.<br>\nDie mittlere Mietbelastung in den Gro&szlig;st&auml;dten liegt bei 27 Prozent, wie die Studie ergab. Dabei gibt es hohe Unterschiede in den St&auml;dten: W&auml;hrend die Mieter in Chemnitz durchschnittlich nur 20,9 Prozent ihres Nettoeinkommens f&uuml;r Miete und Nebenkosten aufwenden m&uuml;ssen und dort auch die Quadratmeterpreise im Vergleich am geringsten sind, liegt die Belastung in Bonn bei 30,3 Prozent. Diesem Spitzenwert n&auml;hern sich auch Neuss (30,1 Prozent), K&ouml;ln (29,3 Prozent), D&uuml;sseldorf (29,2 Prozent) und Bremen (29,1 Prozent).<br>\nVergleichsweise weniger ihres Einkommens aufwenden m&uuml;ssen Verbraucher au&szlig;er in Chemnitz auch in Heidelberg (21,4 Prozent), Wolfsburg (21,9 Prozent) sowie in den ostdeutschen St&auml;dten Leipzig, Dresden und Jena (jeweils knapp 23 Prozent).<br>\nDie Forscher stellten zudem gravierende Unterschiede zwischen reicheren und &auml;rmeren Haushalten bei der Belastungsquote fest: W&auml;hrend Haushalte mit h&ouml;herem Einkommen durchschnittlich 17,2 Prozent davon f&uuml;r die Bruttokaltmiete aufwenden m&uuml;ssen, sind es bei den Haushalten an der Armutsgrenze 39,7 Prozent. In 54 der 77 untersuchten St&auml;dte m&uuml;sse zudem durch wachsende Einwohnerzahlen von einem &raquo;angespannten Wohnungsmarkt&laquo; ausgegangen werden. F&uuml;r ihre Studie untersuchte die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung Daten des Mikrozensus 2014.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1063620.mietkosten-belasten-menschen-in-grossstaedten-immer-staerker.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110740.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Studie verdeutlicht auch die Nutzlosigkeit der sog. Mietpreisbremse. Deutlich geworden ist au&szlig;erdem, dass insbesondere die SPD bei diesem Thema eindeutig &bdquo;gepennt&ldquo; hat. W&auml;re es ihr in den letzten vier Jahren ernsthaft um mehr Gerechtigkeit gegangen, h&auml;tte sie z.B. mit einer rot-rot-gr&uuml;nen Mehrheit f&uuml;r Entlastungen vor allem bei den Haushalten mit niedrigerem Einkommen sorgen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung: Mietpreise machen viele Berliner arm<\/strong><br>\nDer Wert ist bedenklich. Berliner m&uuml;ssen im Mittel f&uuml;r ihre Mietwohnung knapp &uuml;ber 27 Prozent ihres Einkommens ausgeben. Das liegt &uuml;ber dem Mittelwert von 77 Gro&szlig;st&auml;dten, wie eine noch nicht ver&ouml;ffentlichte Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ermittelt. Vielen Haushalten bleibt nach der Miet&uuml;berweisung weniger Geld als der Hartz-IV-Satz bietet. Fachleute sind alarmiert und fordern mehr Investitionen in den Wohnungsbau f&uuml;r Geringverdiener.<br>\nDie 90 Seiten starke Studie enth&auml;lt Daten aus dem Mikrozensus zu Haushaltseinkommen, Wohnstandards, Mieth&ouml;hen, Geb&auml;udealter und Wohnungsgr&ouml;&szlig;en f&uuml;r die 77 Gro&szlig;st&auml;dte, die 2014 mehr als 100 000 Einwohner z&auml;hlten: Von Berlin mit einer Bev&ouml;lkerung von damals 3,47 Millionen bis Siegen mit 100 325 Einwohnern. Die Studienautoren der Humboldt-Uni und der Frankfurter Goethe-Universit&auml;t &ndash; darunter der Berliner Stadtsoziologe und Ex-Staatssekret&auml;r Andrej Holm &ndash; setzten dabei die Nettoeinkommen der 25,37 Millionen Gro&szlig;stadtbewohner ins Verh&auml;ltnis zu den Mietniveaus vor Ort.<br>\nErgebnis: W&auml;hrend die Bewohner in den 77 St&auml;dten im Mittel 26,8 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die Miete ohne Heizung und Warmwasser aufzubringen haben, m&uuml;ssen die Berliner bereits 27,2 Prozent daf&uuml;r zahlen. Die Mietbelastung in der Hauptstadt ist damit h&ouml;her als in Stuttgart (27 Prozent). Zwar sind die Mieten in Stuttgart h&ouml;her als in Berlin, doch wegen der niedrigeren Einkommen in Berlin ergibt sich eine h&ouml;here Belastung der Bewohner der Hauptstadt. H&ouml;her noch als in Berlin liegt die Mietbelastung mit 28 Prozent in Frankfurt am Main, M&uuml;nchen (28,3 Prozent), Hamburg (28,6 Prozent) und K&ouml;ln (29,3 Prozent). Am geringsten ist sie mit 20,9 Prozent in Chemnitz, am h&ouml;chsten mit 30,3 Prozent in Bonn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/studie-der-hans-boeckler-stiftung--mietpreise-machen-viele-berliner-arm-28401022\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Wohnungsmarkt in Dortmund: Arm werden per Mieterh&ouml;hung<\/strong><br>\nNach M&uuml;nchen und Hamburg, K&ouml;ln und Berlin wird jetzt auch das Ruhrgebiet teuer. Trotzdem wollen CDU und FDP Mieterrechte einschr&auml;nken.<br>\nF&uuml;r die MieterInnen der LEG Wohnen NRW GmbH in Dortmund war es ein Schock: In den Briefk&auml;sten ihrer H&auml;user zwischen Sonnenplatz, Neuem Graben und der Gro&szlig;en Heimstra&szlig;e landete im Mai Post des Vermieters. Zwar sollte die betont positiv klingen: &bdquo;Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu k&ouml;nnen, dass wir an Ihrem Haus Modernisierungsarbeiten durchf&uuml;hren werden&ldquo;, schrieb die Tochter der b&ouml;rsennotierten LEG Immobilien AG an die BewohnerInnen des H&auml;userblocks in unmittelbarer N&auml;he des angesagten Dortmunder Kreuzviertels.<br>\nGleichzeitig aber k&uuml;ndigte die ehemals gemeinn&uuml;tzige Landesentwicklungsgesellschaft, die 2008 von der schwarz-gelben NRW-Landesregierung des CDU-Ministerpr&auml;sidenten J&uuml;rgen R&uuml;ttgers privatisiert worden ist, massive Mieterh&ouml;hungen an: Zwischen 30 und 47 Prozent sollen die Mieten je nach Wohnungsgr&ouml;&szlig;e steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wohnungsmarkt-in-Dortmund\/%215444629\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dramatische Erh&ouml;hungen. Die genannten Mieten w&auml;ren vielleicht um das teure D&uuml;sseldorf herum &bdquo;normal&ldquo;, aber nicht im armen Dortmund. Verkauft hat die Wohnungsbaugesellschaft also 2008 Schwarz-Gelb &ndash; ob die Mieterh&ouml;hungen vor der Landtagswahl 2017 eingegangen sind? Genau vor diesen Entwicklungen ist gewarnt worden. Fairerweise muss man sagen, dass auch die SPD, Gr&uuml;ne und leider auch DIE LINKE. in Regierungsverantwortung massenhaft &ouml;ffentliche Wohnungsbaugesellschaften verkauft haben &ndash; Schwarz-Gelb verkl&auml;rt aber den Notstand und das Drama zur &bdquo;Marktwirtschaft&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>H&auml;userkampf<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;wo, 1948 gegr&uuml;ndet als gemeinn&uuml;tzige Fl&uuml;chtlings-Wohnbaugenossenschaft, will drei ihrer &auml;ltesten H&auml;user abrei&szlig;en. Die Mieterin Mary Schwarz k&auml;mpft mit aller Kraft dagegen. Andrej Holm, wohnungspolitischer Berater der Linken, fordert derweil eine neue Gemeinn&uuml;tzigkeit. Denn die Fl&uuml;wo ist kein Einzelfall.<br>\n&bdquo;Ich habe in der DDR gek&auml;mpft, jetzt k&auml;mpfe ich hier wieder&ldquo;, sagt Mary Schwarz, die in einer Wohnung der Fl&uuml;wo-Genossenschaft in Stuttgart-Degerloch wohnt. 1982 kam sie in den Westen und nach kurzem Zwischenstopp in Esslingen nach Degerloch. &bdquo;Da habe ich mich wie in einem Paradies gef&uuml;hlt&ldquo;, erinnert sie sich und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Nach der Wende ging&rsquo;s bergab.&ldquo;<br>\nDamals hat sie 203,80 DM f&uuml;r ihre 42-Quadratmeter-Wohnung bezahlt. 2001 teilte ihr die Genossenschaft mit, dass das Haus, in dem sie wohnte, abgerissen werden solle, und bot ihr eine Ersatzwohnung an: gleich auf der anderen Stra&szlig;enseite, wo sie heute noch wohnt. 55 Quadratmeter f&uuml;r 750 DM oder 359 Euro: fast das Dreifache bezogen auf den Quadratmeter und wegen der gr&ouml;&szlig;eren Wohnfl&auml;che noch mehr.<br>\nAlle drei Jahre sind Mieterh&ouml;hungen bis zur orts&uuml;blichen Vergleichsmiete erlaubt, in Gebieten, in denen es zu wenige Wohnungen gibt, um maximal 15 Prozent. Und seit Mary Schwarz in der neuen Wohnung lebt, kamen sie auch, alle drei Jahre so sicher wie das Amen in der Kirche. Heute bezahlt sie 555 Euro im Monat. Verglichen mit ihrer ersten Wohnung 1982 das f&uuml;nffache und viermal so viel pro Quadratmeter.<br>\nMary Schwarz lebt von einer kleinen Rente. Nach Abzug der Miete bleiben ihr keine 300 Euro im Monat zum leben. Eine Zweizimmerwohnung f&uuml;r 900 Euro in den Neubauten gegen&uuml;ber k&ouml;nnte sie sich heute nicht mehr leisten. Bisher hat sie alles hingenommen, wie alle, die hier wohnen. Ihre Nachbarin macht mehrere Jobs, deren Mann arbeitet in Schichtarbeit, um sich die Wohnung leisten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/337\/haeuserkampf-4586.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vorbild Deutschland? Diese 7 Grafiken zeigen, dass sich &Ouml;sterreich besser entwickelt<\/strong><br>\nWir zeigen in 7 Grafiken, warum man sich Deutschland nicht zum Vorbild nehmen sollte, dass sich &Ouml;sterreich bei Wohlstand, Industrieproduktion und auch der Besch&auml;ftigung besser entwickelt und wo das &bdquo;deutsche Wirtschaftswunder&ldquo; br&ouml;ckelt.<br>\n1.&Ouml;sterreichs Wirtschaft w&auml;chst st&auml;rker<br>\nVergleicht man die Wirtschaftskraft der beiden L&auml;nder, also die Entwicklung des BIP, zeigt sich: In beiden L&auml;ndern wuchs die Wirtschaft, doch &Ouml;sterreich legte st&auml;rker zu. Zwischen 2005 und 2016 hat sich das deutsche BIP um 36,5 Prozent gesteigert, das &ouml;sterreichische um 38,1 Prozent. Auch beim BIP pro Kopf liegt &Ouml;sterreich vorne und hat sich im vergangenen Jahrzehnt besser entwickelt. F&uuml;r Deutschland betrug das BIP pro Einwohner 38.100 Euro (2016), f&uuml;r &Ouml;sterreich 40.000 Euro. [&hellip;]<br>\n5.In Deutschland verf&auml;llt die Infrastruktur<br>\nDeutschland investiert von Jahr zu Jahr weniger in seine Infrastruktur. Hat der Staat 1992 noch 0,73 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Infrastruktur gesteckt, lag der Anteil im Jahr 2015 nur noch bei 0,41 Prozent. Deutschland investiert um 0,9 Prozentpunkte weniger in die &ouml;ffentliche Infrastruktur als &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/vorbild-deutschland-diese-7-grafiken-zeigen-dass-sich-oesterreich-besser-entwickelt\/\">Kontrast.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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