{"id":40130,"date":"2017-09-15T16:43:06","date_gmt":"2017-09-15T14:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130"},"modified":"2017-09-15T16:43:06","modified_gmt":"2017-09-15T14:43:06","slug":"hinweise-des-tages-ii-312","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h01\">Zulassungsbeh&ouml;rde schrieb bei Glyphosat-Bewertung vom Hersteller ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h02\">Die EZB enteignet die deutschen Sparer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h03\">Demokratisches Europa? Ist uns doch egal!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h04\">Antieurop&auml;er des Tages: Chinesische Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h05\">AOK-Fehlzeitenreport Immer &ouml;fter ist es die Psyche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h06\">Die Standardrente betr&auml;gt knapp 1200 Euro im Monat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h07\">Wachsender Onlinehandel: Paketdiensten fehlen Tausende Fahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h08\">Schweden: Gro&szlig;man&ouml;ver simuliert &bdquo;Gegner aus dem Osten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h09\">EU-Militarisierung: Mehrheitsentscheid?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h10\">&Uuml;berraschung aus Teheran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h11\">Hebammenkrise in Berliner Krei&szlig;s&auml;len: Wehe, du kommst!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h12\">&ldquo;Warum bin ich der Blitzableiter f&uuml;r so viel Wut?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h13\">Aktionstag &bdquo;Reichtum umverteilen&ldquo;: Zivilgesellschaft fordert st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h14\">Fiktive Wahlkampfreden von Literaten: Wenn Karen Duve Kanzlerin w&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h15\">Lahmer Wahlkampf: Lasst die Griechen mitw&auml;hlen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40130#h16\">Zu guter Letzt: Die Wahrheit: Wahl nach Ma&szlig;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zulassungsbeh&ouml;rde schrieb bei Glyphosat-Bewertung vom Hersteller ab<\/strong><br>\nDas deutsche Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) hat signifikante Teile seiner Bewertung des Totalherbizids Glyphosat aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichten heute die britische Tageszeitung The Guardian und weitere Medien.<br>\nDie Bewertung des BfR war die entscheidende Vorarbeit f&uuml;r die europ&auml;ischen Beh&ouml;rden EFSA und ECHA: Deren Schlussfolgerung, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend sei, beruht in erster Linie auf dem Bewertungsbericht des BfR und liefert die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die geplante Wiederzulassung des Wirkstoffs in der EU.<br>\nDoch wie jetzt bekannt wurde, hat das BfR die Bewertung von wissenschaftlichen Studien &uuml;ber die krebserzeugende, fruchtbarkeitssch&auml;digende und DNA-sch&auml;digende Wirkung von Glyphosat &uuml;ber viele Seiten wortgleich aus dem Zulassungsantrag von Monsanto &uuml;bernommen. Genau diese Stellen sind nach europ&auml;ischem Recht entscheidend f&uuml;r die Frage, ob Glyphosat wieder zugelassen werden darf oder verboten werden muss.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/115731\/3736308\">Presseportal<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2017\/sep\/15\/eu-report-on-weedkiller-safety-copied-text-from-monsanto-study\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die EZB enteignet die deutschen Sparer<\/strong><br>\nWer die EZB heftig kritisiert, sollte wenigstens einige zentrale volkswirtschaftliche Zusammenh&auml;nge kennen. Dass es kein Sparen ohne Schulden gibt, ist der wichtigste.<br>\nIn Deutschland ist es &uuml;blich geworden, die EZB hart zu kritisieren. Anders als bei der Bundesbank, die fast ohne jede deutsche Kritik &uuml;ber Jahrzehnte eine verheerende Politik verfolgt hat, f&uuml;hlt sich bei der mindestens ebenso autonomen EZB das gesamte politische Spektrum, die Mehrzahl der Medien und sogar die deutschen Banken berufen, sch&auml;rfste Kritik zu &uuml;ben. Selbst wenn die eigene intellektuelle Position extrem schwach ist. [&hellip;]<br>\nAlle Sektoren, die Haushalte, die Unternehmen und der Staat sind Nettosparer &ndash; und deswegen ist die Zinssenkung f&uuml;r Deutschland per Saldo eine Belastung. Das stimmt. Wenn es in einem Land nur noch Netto-Sparer gibt, dann m&uuml;ssen die Schuldner in anderen L&auml;nder sitzen. Denn ohne Schulden gibt es nun mal kein Sparen. Wenn Deutschland die Entlastung der Schuldner bei sich zu Hause haben will, dann darf es keine Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse haben und muss eine normale Volkswirtschaft werden.<br>\nDoch wessen Schuld ist eigentlich die einseitige Verteilung von Sparern und Schuldnern in Europa? Die der EZB? Komischerweise ist doch Deutschland stolz darauf, dass es durch Druck auf die L&ouml;hne infolge der Agenda-Politik seine Wettbewerbsf&auml;higkeit stark erh&ouml;ht, die anderen in Europa abgeh&auml;ngt hat und heute der erfolgreichste Exporteur der Welt ist. Und empfiehlt Deutschland nicht den Partnern in der Eurozone genau das gleiche zu tun? [&hellip;]<br>\nDie Draghi-Kritiker tun so, als g&auml;be es ein Recht auf Zinsen in einer Welt, in der niemand mehr Schuldner sein will. Doch wo sollen die Zinsen f&uuml;r die Sparer herkommen, wenn weder der Staat noch die Unternehmen Schulden machen und die bei den Banken aufgenommenen Mittel investieren? W&uuml;rden beispielsweise Bund und L&auml;nder die Schuldenbremse ad acta legen und ein gro&szlig;es Konjunkturprogramm auflegen, sch&uuml;fen sie unmittelbar die Voraussetzungen daf&uuml;r, dass der deutsche Sparer wieder Zinsen bekommt. Will man das nicht, muss man die deutschen Unternehmen dazu bewegen, ihre Sparkonten aufzul&ouml;sen und sich per Saldo zu verschulden, um zu investieren. Wer das alles nicht tut und dennoch die Politik der EZB beklagt, dessen Kritik muss man einfach nicht ernst nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/die-ezb-enteignet-die-deutschen-sparer\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Demokratisches Europa? Ist uns doch egal!<\/strong><br>\nMacrons Aufruf zu einer Neugr&uuml;ndung der EU verhallt in Deutschland ungeh&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nWenn die Bundesb&uuml;rger demn&auml;chst den Bundestag w&auml;hlen, kaufen sie in Sachen EU-Reform die Katze im Sack.<br>\nDas ist unverantwortlich. Denn nat&uuml;rlich haben auch die Kanzlerin und ihre Adlaten sehr konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r die Zukunft der Euro-Zone und der EU. So m&ouml;chte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble den einst aus der Not geborenen Krisenfonds ESM in einen &bdquo;Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds&ldquo; verwandeln, der bei k&uuml;nftigen Krisen allein, also ohne die EZB und den IWF, Notkredite und Sanierungsprogramme f&uuml;r &uuml;berschuldete Euro-L&auml;nder abwickelt.<br>\nAnders als Macron haben Merkel und Sch&auml;uble mit der europ&auml;ischen Demokratie jedoch nichts im Sinn. Geht es nach ihnen, dann wird ihr &bdquo;EWF&ldquo; auch k&uuml;nftig als &bdquo;intergouvernmentale&ldquo; Institution gef&uuml;hrt, wo die Regierungschefs und Finanzminister hinter verschlossenen T&uuml;ren allein entscheiden und kein Parlament deren Beschl&uuml;sse ver&auml;ndern kann.<br>\nWohin das f&uuml;hrt, haben die Iren und Portugiesen, die Zyprer und Griechen bitter erfahren. Unter dem Zwang von Kreditkonditionen nach den Interessen von Banken und Investoren st&uuml;rzten ihre Volkswirtschaften weit tiefer in Rezession und Arbeitslosigkeit als n&ouml;tig. Das Vorgehen der Euro-Gruppe in Griechenland sei &bdquo;ein Skandal&ldquo; gewesen, &bdquo;weil auf diese undemokratische Weise &uuml;ber das Schicksal einer Nation entschieden wurde&ldquo;, befand j&uuml;ngst sogar Pierre Moscovici, der zust&auml;ndige EU-Kommissar.<br>\nDoch all das k&uuml;mmert Deutschlands wahlk&auml;mpfende Kanzlerin nicht, gerade so, als sei die Reform der europ&auml;ischen Verfassung nur ein Hobby des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten. Das wird sich r&auml;chen. L&auml;ngst haben auch die Regierungen in Spanien und Italien umfassende Reformen f&uuml;r die Euro-Zone und das EU-Parlament gefordert. Jede k&uuml;nftige Bundesregierung wird daher Kompromisse f&uuml;r mehr Demokratie und wirtschaftliche Solidarit&auml;t in der EU eingehen m&uuml;ssen. Mangels offener Debatte ist der deutsche Michel darauf aber nicht vorbereitet. Viele Bundesb&uuml;rger glauben immer noch, die R&uuml;ckkehr zu D-Mark und Nationalstaat sei die beste L&ouml;sung. Die AfD wird leichtes Spiel haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/reform-der-europaeischen-union-demokratisches-europa-ist-uns-doch-egal\/20331654.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Bewunderung f&uuml;r Macron muss man nicht teilen, die Tatsache aber, dass die Zukunft der Europ&auml;ischen Union kaum eine Rolle im Bundestagswahlkampf spielt, ist zutreffend.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antieurop&auml;er des Tages: Chinesische Investoren<\/strong><br>\nExklusiv warnte die Zeitung f&uuml;r Deutschland, FAZ, am Donnerstag auf Seite 1: Die Chinesen stehen auf dem Balkan. Das Blatt zitierte eifrig vorab aus einer Studie der Europ&auml;ischen Bank f&uuml;r Wiederaufbau und Entwicklung, die am Donnerstag in Athen vorgestellt werden sollte. Der Skandal: China investiere seit Jahren in die Infrastruktur s&uuml;dosteurop&auml;ischer L&auml;nder. Im Auftrag &raquo;der Partei&laquo; wurde unter anderem eine Schnellbahn von Bukarest nach Belgrad spendiert, deren Plan seit zehn Jahren in Amtsstuben verstaubte. Der Containerumschlag im Hafen von Pir&auml;us, der dem Hongkonger Konsortium Cosco geh&ouml;rt, ist in den ersten f&uuml;nf Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent gewachsen.<br>\nAber Obacht: Mittelfristig drohte den Unternehmen in der Region &raquo;das Risiko exzessiver Abh&auml;ngigkeit von staatlichen chinesischen Investitionen&laquo;. Wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeit in der Euro-Zone? Zuvor undenkbar! Hier gibt es f&uuml;r &raquo;Reformen&laquo; Geld. Die &raquo;Pleitegriechen&laquo; (Bild) sollen Renten und L&ouml;hne k&uuml;rzen und die Infrastruktur privatisieren, sonst dreht ihnen die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) den Geldhahn zu.<br>\nDie Entwicklungsbank klagt, es mangele weiterhin an transparenten Ausschreibungsverfahren. Ach, du je. Was erlauben sich die Kommunisten in Beijing? Wo doch in Griechenland die Wirtschaft nach Prinzipien zum Markte getragen wurde, die vor Transparenz in Spektralfarben leuchteten. Warum sich die &raquo;Troika&laquo; aus EU-Kommission, EZB und Internatio&shy;nalem W&auml;hrungsfonds geringer Beliebtheit bei der Bev&ouml;lkerung erfreut, soll mal einer verstehen.<br>\nDie FAZ berichtete zu guter Letzt, die &raquo;massenhaften Investitionen&laquo; aus der Volksrepublik sollen sich nicht nur &ouml;konomisch auszahlen. Serbien und Griechenland, die gr&ouml;&szlig;ten Abnehmer chinesischer Finanzen, blockierten in der Europ&auml;ischen Uni&thinsp;on sogar chinakritische Erkl&auml;rungen. Es folgt der n&auml;chste Abgesang aufs Abendland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318257.antieurop%C3%A4er-des-tages-chinesische-investoren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>AOK-Fehlzeitenreport Immer &ouml;fter ist es die Psyche<\/strong><br>\nArbeitnehmer fallen immer h&auml;ufiger wegen psychischer Probleme im Job aus. Laut einer AOK-Umfrage stieg die Zahl dieser Krankschreibungen in den vergangenen zehn Jahren um fast 80 Prozent an. Und es dauert in solchen F&auml;llen im Schnitt fast doppelt so lange, bis es den Betroffenen wieder besser geht.<br>\nEiner neuen Untersuchung zufolge fallen Arbeitnehmer im Job immer h&auml;ufiger und auch l&auml;nger aufgrund psychischer Erkrankungen aus. Die Krankschreibungen wegen psychischer Probleme stiegen in den vergangenen zehn Jahren um 79,3 Prozent an, teilte der AOK-Bundesverband mit. Die dadurch verursachten Ausfallzeiten am Arbeitsplatz liegen im Schnitt bei 25,7 Tagen. Im Schnitt fehlt ein gesetzlich Versicherter 11,7 Tage im Jahr wegen einer Erkrankung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fehltage-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.K.:<\/strong> In der Audiodatei am Ende des Berichtes werden die Rezipienten auf eine v&ouml;llig falsche Spur gef&uuml;hrt. Der Beitrag wird eingeleitet, mit dem Risiko besonders belasteter Berufe, wie Lokf&uuml;hrer oder Rettungskr&auml;fte. Das hat mit der Studie &uuml;berhaupt nichts zu tun, denn die Risikoberufsgruppen waren auch schon vor zwanzig Jahren den &auml;hnlichen Belastungen ausgesetzt. Der dramatische Anstieg bezieht sich aber auf alle Arbeitenden Menschen. Durch diese falsch dargestellten Zusammenh&auml;nge, soll wohl verschleiert werden, dass die Arbeitswelt in den vergangenen 25 Jahren mehr und mehr zu einem neoliberalen Kampfplatz geworden ist, bei denen das Wohl der Menschen keine Rolle mehr spielt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Standardrente betr&auml;gt knapp 1200 Euro im Monat<\/strong><br>\nDie Gesellschaft altert, deshalb sinkt das Rentenniveau seit Jahren. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Politik sucht L&ouml;sungen. [&hellip;]<br>\nDie Renten steigen zwar stetig &ndash; jedoch langsamer als die Geh&auml;lter, deshalb sinkt das Rentenniveau. Im Jahr 2000 lag es mit 52,9 Prozent noch f&uuml;nf Prozentpunkte &uuml;ber dem Wert von 2016. Laut Bundesregierung wird das Rentenniveau im Jahr 2030 noch 44,3 Prozent betragen. Der Anteil sinkt, weil die Gesellschaft altert. Dadurch zahlen weniger Berufst&auml;tige in die Rentenkasse ein, w&auml;hrend mehr Rentner daraus Geld erhalten.<br>\nIm Alterssicherungsbericht 2016 warnte die Regierung, dass das Versorgungsniveau der Rentner &ldquo;ohne zus&auml;tzliche Altersvorsorge in den kommenden Jahren deutlich zur&uuml;ckgehen&rdquo; werde. Das gelte vor allem f&uuml;r Menschen, die wenig verdienen. Rund 30 Prozent der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten verf&uuml;gen &uuml;ber keine zus&auml;tzliche Altersvorsorge, unter den Geringverdienern sind es sogar knapp 47 Prozent. &ldquo;Wird in diesem Einkommensbereich nicht zus&auml;tzlich f&uuml;r das Alter vorgesorgt, steigt das Risiko der Bed&uuml;rftigkeit im Alter stark an&rdquo;, hie&szlig; es in der Analyse der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-09\/rente-staat-demografie-rentenniveau\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Von der ZEIT erfahren wir, &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/09\/bundestagswahl-fake-news-manipulation-russland-hacker-cyberkrieg\/seite-4\">Warum Fake-News so gef&auml;hrlich sind<\/a>&ldquo;, gerade im Bundestagswahlkampf. Und dann? &ldquo;Die Gesellschaft altert, deshalb sinkt das Rentenniveau seit Jahren.&rdquo; &ndash; Eine glatte L&uuml;ge; einen solchen Automatismus (mehr Alte =&gt; weniger Rente) gibt es nicht. Das Rentenniveau sinkt, weil die Mehrheits-Politik das so beschlossen hat. Es w&auml;re genauso gut m&ouml;glich, die Rentenbeitr&auml;ge Jahr f&uuml;r Jahr schrittweise zu erh&ouml;hen, um ein konstantes Rentenniveau zu gew&auml;hrleisten, zum Vorteil der Besch&auml;ftigten. Profiteure der Senkung des (parit&auml;tisch finanzierten) Rentenbeitragssatzes sind ausschlie&szlig;lich die Unternehmen. Im &Uuml;brigen sollte die ZEIT mal ihre eigenen (korrekten) Zahlen hinterfragen: 2.500 Euro als Durchschnittsnetto sind schon nicht toll, aber 1.200 Euro, also nicht einmal die H&auml;lfte, als Rente ganz sicher nicht ann&auml;hernd Lebensstandard sichernd. Diese &ldquo;volle&rdquo; Rente ist sowieso nur der theoretische Durchschnitt f&uuml;r die Wenigen mit 45 Jahren Arbeitsbiographie. Realistischer sind weniger als 1.000 Euro im Durchschnitt f&uuml;r M&auml;nner und unter 500 Euro im Durchschnitt f&uuml;r Frauen, d. h. f&uuml;r die meisten Menschen Armutsrenten, von denen man nicht leben kann. &ldquo;unter den Geringverdienern [haben] sogar knapp 47 Prozent [keine zus&auml;tzliche Altersvorsorge]&rdquo; &ndash; ein absolut zynischer Satz, denn wie soll jemand sparen k&ouml;nnen, der seinen Lebensunterhalt knapp oder gar nicht bestreiten kann? &ldquo;Die Politik sucht L&ouml;sungen.&rdquo; &ndash; Keineswegs. Im Gegenteil, die Politik verursacht immer mehr Probleme f&uuml;r die Arbeitgeber. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wachsender Onlinehandel: Paketdiensten fehlen Tausende Fahrer<\/strong><br>\nWeil der Internethandel boomt, werden immer mehr P&auml;ckchen verschickt. Doch neuen Zahlen zufolge sind mehr als 5000 Stellen f&uuml;r Zusteller unbesetzt. Das k&ouml;nnte die Logistikbranche zu Weihnachten vor Probleme stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/online-handel-paketdiensten-fehlen-tausende-fahrer-a-1167808.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und in dieser Situation hat niemand Mitgef&uuml;hl mit den armen Arbeitgebern. Schauen wir doch mal, was andere so <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Nur-ein-Paketdienst-ist-fair-article14003586.html\">&uuml;ber den Job als Auslieferungsfahrer schreiben<\/a>: &ldquo;Hoher Zeitdruck, wenig Lohn &ndash; Nur ein Paketdienst ist fair &hellip;  was [die Tester] fanden, war oft nicht mit dem Arbeitsgesetz zu vereinbaren. So berichteten die Boten von Arbeitstagen mit bis zu 15 Stunden ohne Pause, k&ouml;rperlicher Anstrengung bei Paketen von bis zu 70 Kilogramm und L&ouml;hnen unter dem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.&rdquo; <\/em><br>\n<em>DHL-Angestellte haben mit gerade mal 15 Euro Stundenlohn noch die besten L&ouml;hne. Oder hier <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/deutschland-und-welt_artikel,-vergleich-dhlfahrern-geht-es-vergleichsweise-gut-_arid,1081872.html\">eine Untersuchung von Ver.di<\/a>. Komisch, dass f&uuml;r solche Ausbeuterjobs hart an fr&uuml;hkapitalistischen Zust&auml;nden die Arbeitnehmer nicht Schlange stehen&hellip; Vern&uuml;nftige Arbeitsbedingungen, L&ouml;hne, von denen man leben kann: sozialromantischer Schnickschnack, der nur die Wettbewerbsf&auml;higkeit behindert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schweden: Gro&szlig;man&ouml;ver simuliert &bdquo;Gegner aus dem Osten&ldquo;<\/strong><br>\nVom 11. bis zum 29. September findet in Schweden das Milit&auml;rman&ouml;ver &bdquo;Aurora 17&ldquo; statt. Bei den &Uuml;bungen wird der Kampf gegen einen gro&szlig;en, modernen Gegner aus dem Osten simuliert. An dem Man&ouml;ver nehmen insgesamt neun Nationen teil, darunter auch die Vereinigten Staaten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/57276-schweden-grossmanoever-simuliert-gegner-aus-dem-osten\/\">RT deutsch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/57329-ausverkauf-an-nato-kommunistische-partei-zeigt-oberbefehlshaber-an\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.D.:<\/strong> Vielleicht habe ich es verpasst, aber ich habe in der Tagesschau nichts vom Man&ouml;ver &bdquo;Aurora 17&ldquo;, welches zur Zeit in Schweden unter Einbeziehung von milit&auml;rischen Einheiten aus verschiedenen NATO-L&auml;ndern stattfindet, geh&ouml;rt. Stattdessen wird ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das derzeitige russisch-wei&szlig;russische Man&ouml;ver berichtet und nat&uuml;rlich wird argumentiert, welche Bedrohung Russland f&uuml;r die Baltischen Staaten und f&uuml;r Westeuropa darstellt. Dass das Man&ouml;ver in Schweden von Russland und der dortigen Bev&ouml;lkerung als Bedrohung aufgefasst werden k&ouml;nnte, kann sich der deutsche Mainstream wohl nicht vorstellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Militarisierung: Mehrheitsentscheid?<\/strong><br>\nEin weiterer Aspekt in der &bdquo;Rede zur Lage der Union&ldquo; von Jean-Claude Juncker scheint erw&auml;hnenswert &ndash; die Forderung nach Mehrheitsentscheidungen im Au&szlig;enpolitikbereich. Dort gilt bislang das Konsensprinzip, das offensichtlich geschleift werden soll. F&uuml;r den Milit&auml;rbereich wird derzeit bereits versucht, dies mit dem sog. PESCO-Mechanismus zu erreichen. Nun dehnt Juncker diese Ambitionen auf den gesamten Au&szlig;enbereich aus: &bdquo;Die Europ&auml;ische Union muss sich auch um mehr Gewicht auf der Weltb&uuml;hne bem&uuml;hen. Um mehr Gewicht zu erlangen, muss sie au&szlig;enpolitische Beschl&uuml;sse schneller fassen k&ouml;nnen. Deshalb bitte ich die Mitgliedstaaten zu pr&uuml;fen, welche au&szlig;enpolitischen Beschl&uuml;sse nicht mehr einstimmig, sondern mit qualifizierter Mehrheit gefasst werden k&ouml;nnten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/09\/14\/eu-militarisierung-mehrheitsentscheid\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;berraschung aus Teheran<\/strong><br>\nIran m&ouml;chte am Wiener Atomabkommen auch im Fall eines Ausstiegs der USA &shy;festhalten, obwohl m&ouml;gliche Sanktionen drohen<br>\nIn den n&auml;chsten Wochen wird voraussichtlich entschieden, ob die USA aus dem 2015 in Wien geschlossenen ATomabkommen &ndash; englisch abgek&uuml;rzt JCPOA &ndash; aussteigen. Die Vereinbarungen, an denen auch Russland, China, Frankreich, Deutschland und Gro&szlig;britannien beteiligt sind, verpflichten den Iran, zentrale Teile seines zivilen Atomprogramms f&uuml;r eine jeweils definierte Zahl von Jahren stillzulegen. Im Gegenzug setzten die USA und die EU einige Sanktionen au&szlig;er Kraft oder hoben sie auf. Das gilt aber nur f&uuml;r Strafma&szlig;nahmen, die explizit mit dem iranischen Atomprogramm begr&uuml;ndet wurden. Das Wiener Abkommen stellt es den USA frei, alle anderen Sanktionen gegen den Iran beizubehalten und sogar neue Strafma&szlig;nahmen in die Wege zu leiten.<br>\nEin Gesetz, das der US-Kongress im Jahre 2015 noch vor dem Abschluss der Verhandlungen in Wien beschloss, verlangt von dem Pr&auml;sidenten, dem Parlament alle 90 Tage einen Bericht vorzulegen, der zwei Fragen klar beantworten muss: Erf&uuml;llt der Iran seine Verpflichtungen aus dem Wiener Abkommen? Liegt es im existentiellen Interesse der USA, am Wiener Abkommen und an der damit verbundenen Aussetzung bestimmter Sanktionen festzuhalten?<br>\nSeit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar hat das US-Au&szlig;enministerium im April und im Juli entsprechende Erkl&auml;rungen abgegeben. Der n&auml;chste wahrzunehmende Termin liegt Mitte Oktober. Der US-Pr&auml;sident hat schon im Juli in mehreren Tweets und Interviews mitgeteilt, dass er keine erneute Bekr&auml;ftigung des Wiener Abkommens w&uuml;nscht und dass er sich bisher nur widerstrebend der Meinung seines Au&szlig;enministers Rex Tillerson gebeugt habe. Gleichzeitig soll Trump laut Medienberichten eine Kommission eingesetzt haben, die Argumente f&uuml;r seine Behauptung finden soll, dass der Iran sich nicht an das JCPOA halte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318243.%C3%BCberraschung-aus-teheran.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist leider nicht v&ouml;llig auszuschlie&szlig;en, dass US-Pr&auml;sident Trump gegen die L&auml;nder der &ldquo;Achse des B&ouml;sen&rdquo; Iran und Nordkorea auch sein Milit&auml;r einsetzen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hebammenkrise in Berliner Krei&szlig;s&auml;len: Wehe, du kommst!<\/strong><br>\nIn Berlins Kliniken fehlen Hebammen. Nun treffen sich Politik und Krankenhaustr&auml;ger zum Krisengespr&auml;ch. F&uuml;r unsere Autorin kommt das zu sp&auml;t. [&hellip;]<br>\nDass sich jede Frau, die &uuml;berhaupt in einem Berliner Krei&szlig;saal entbinden kann, gl&uuml;cklich sch&auml;tzen kann, ist mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Denn im Neuk&ouml;llner Krankenhaus fehlen f&uuml;nf bis sieben Hebammen, wie mir eine Hebamme sp&auml;ter erz&auml;hlt, die auf der Station arbeitet, ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Die Hebammen fehlen nicht, weil die Klinik spare, sondern weil sich niemand bewerben w&uuml;rde. Und die letzten, die neu eingestellt wurden, seien ziemlich schnell wieder weg gewesen. Vivantes selbst m&ouml;chte auf meine sp&auml;tere offizielle Anfrage dazu nichts Zitierf&auml;higes &auml;u&szlig;ern.<br>\nDer Hebammenmangel ist nicht neu, sagt Simone Logar. Sie ist zweite Vorsitzende des Berliner Hebammenverbands, arbeitet freiberuflich, und betreut mich nach der Geburt im Wochenbett. Seit etwa zwei Jahren erlebt sie, dass Geb&auml;rende in Berliner Krankenh&auml;usern weggeschickt werden, weil die Krei&szlig;s&auml;le voll sind. Dabei fehle es nicht an Nachwuchs &ndash; ausgebildet w&uuml;rden eigentlich genug junge Kolleginnen. &bdquo;Die Arbeitsbelastung in den Kliniken ist in den letzten Jahren extrem gestiegen. Am Personal wird oftmals gespart, die Arbeitsverdichtung ist so gro&szlig;, dass sich immer weniger Hebammen um immer mehr Geb&auml;rende im Dienst k&uuml;mmern m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nDer Arbeitsdruck steigt<br>\nUnter diesen Umst&auml;nden sind viele Hebammen nicht mehr bereit, in Kliniken zu arbeiten. Sie arbeiten lieber freiberuflich, machen Vor- und Nachsorge und bieten Kurse an. Deswegen bleiben in den Kliniken Stellen unbesetzt &ndash; und f&uuml;r die Kolleginnen dort steigt der Druck noch mehr. Es sei nicht einmal die mittelm&auml;&szlig;ige Bezahlung, die die Hebammen st&ouml;re, sagt Logar. Es seien die Arbeitsbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Erfahrungsbericht-aus-dem-Kreisssaal\/!5442896\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Warum bin ich der Blitzableiter f&uuml;r so viel Wut?&rdquo;<\/strong><br>\nIm Buchladen &ldquo;Politics and Prose&rdquo; in Chevy Chase ist die Welt des b&uuml;rgerlich-liberalen Amerika noch in Ordnung. Hier, im Nordwesten der Hauptstadt Washington, wird Hillary Clintons neues Buch &ldquo;What Happened&rdquo; wie eine Offenbarung gefeiert.<br>\nZu den Eigent&uuml;mern geh&ouml;rt eine ehemalige Redenschreiberin Clintons. Der Laden plant eine gro&szlig;e Buchvorstellung mit der Ex-Kandidatin; gleich am Eingang gibt es freundliche Hillary-Wackelpuppen zu kaufen. Daneben liegen h&uuml;bsche Bildb&auml;nde &uuml;ber die Clintons und die Obamas bereit.<br>\nB&uuml;cher von oder &uuml;ber Donald Trump muss man dagegen lange suchen. Hillary Clinton erzielte in der Gegend bei der Wahl im vergangenen Jahr mehr als 90 Prozent der Stimmen. Hier ist sie immer noch ein Star.<br>\nDas war es dann aber auch mit der Hillary-Begeisterung. Jenseits solcher kleinen, feinen Inseln l&ouml;st das neue Clinton-Buch in den USA eher Emp&ouml;rung aus. Wieder einmal kann sie es keinem recht machen. Clintons politische Feinde bei den Republikanern, etliche Medien, aber auch einige Parteifreunde fallen &uuml;ber sie her, kritisieren wahlweise den Inhalt des Buchs, den Erscheinungstermin (&ldquo;direkt nach dem Hurrikan&rdquo;), ihre gro&szlig;e Werbetour durch 15 St&auml;dte &ndash; oder alles zusammen.<br>\nClintons 500-Seiten-Werk ist vor allem ein R&uuml;ckblick auf das Wahljahr 2016. Nach allem, was man bisher wei&szlig;, enth&auml;lt es zwar auch einige selbstkritische Passagen. Etwa, wenn sie zugibt, zu sp&auml;t erkannt zu haben, dass ihre Kampagne nicht funktioniert.<br>\nAnsonsten teilt sie aber vor allem aus, macht andere f&uuml;r ihre Niederlage verantwortlich: Ex-FBI-Chef James Comey, Wladimir Putin, Bernie Sanders, WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange (um nur einige der Beschuldigten zu nennen). Sie beklagt sich &uuml;ber Sexismus, verurteilt die Ver&ouml;ffentlichung der E-Mails aus ihrem Kampagnenb&uuml;ro. Und attackiert die Medien, die daraus eine riesige Sache gemacht h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/hillary-clinton-ueber-ihr-buch-what-happened-warum-bin-ich-der-blitzableiter-fuer-so-viel-wut-a-1167199.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Clinton war nicht nur die Lieblingskandidatin der Wall Street, sondern auch des linksliberalen Juste Milieu, das &uuml;ber die Gender- und Diversit&auml;tspolitik seine vermeintliche kulturelle &Uuml;berlegenheit und seine Verachtung f&uuml;r die abgestiegene wei&szlig;e Arbeiterklasse transportiert. Das blind ist gegen&uuml;ber den Lebensrealit&auml;ten au&szlig;erhalb der akademischen oberen Mittelschicht und keinerlei Verpflichtung f&uuml;hlen, sich auf Landsleute einzulassen, die anders denken und leben als sie und dann wundert sich Clinton, dass Menschen, welchen auch sie im Wahlkampf nur mit Verachtung gegen&uuml;ber getreten ist, ihren politischen Gegner W&auml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aktionstag &bdquo;Reichtum umverteilen&ldquo;: Zivilgesellschaft fordert st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum<\/strong><br>\nMit einer kreativen Protestaktion und dem klaren Appell an alle Parteien, sich nach der Wahl f&uuml;r den Abbau sozialer Ungleichheit und eine gerechtere Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland einzusetzen, wendet sich das B&uuml;ndnis &bdquo;Reichtum umverteilen &ndash; ein gerechtes Land f&uuml;r alle!&ldquo; eine Woche vor der Bundestagswahl an Politik und &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDer Zusammenschluss von &uuml;ber 30 bundesweit aktiven zivilgesellschaftlichen Organisationen, Sozialverb&auml;nden und Gewerkschaften fordert einen rigorosen steuer- und finanzpolitischen Kurswechsel. Zur Bek&auml;mpfung von Armut und der Finanzierung notwendiger Renten- und Sozialreformen sowie dringend ben&ouml;tigter Investitionen in das Gemeinwesen seien die st&auml;rkere Besteuerung sehr hoher Einkommen, Verm&ouml;gen und Erbschaften sowie der konsequente Kampf gegen Steuerbetrug und Steuerschlupfl&ouml;cher alternativlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reichtum-umverteilen.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailansicht\/ak\/aktionstag-reichtum-umverteilen-zivilgesellschaft-fordert-staerkere-besteuerung-von-reichtum\/\">Reichtum umverteilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fiktive Wahlkampfreden von Literaten: Wenn Karen Duve Kanzlerin w&auml;re<\/strong><br>\nKurz vor dem gro&szlig;en Stichtag beginnt heute unsere Wahlkampf-Reihe im Politischen Feuilleton: Wir haben Literaten gebeten, fiktive Wahlkampfreden zu halten. Zum Auftakt hat die Schriftstellerin Karen Duve Angela Merkel zum Bauernverband sprechen lassen &ndash; und zwar Klartext&hellip;<br>\nSehr geehrter Herr Pr&auml;sident Rukwied,<br>\nsehr geehrte liebe Ehrenpr&auml;sidenten,<br>\nIch wei&szlig;, dies ist ein hartes Jahr f&uuml;r alle Landwirte gewesen. Dauerregen, D&uuml;rre und Ernteausf&auml;lle, beim Obst teilweise bis zu 70 Prozent. Und nat&uuml;rlich ist auch diesmal das Sterben b&auml;uerlicher Kleinbetriebe zu beklagen.<br>\nDoch m&ouml;glicherweise hat das auch eine positive Seite. Nein, meine Herren da hinten, Sie brauchen jetzt gar nicht zu schmunzeln &ndash; ich spreche hier nicht von der Beseitigung l&auml;stiger Konkurrenz. Nicht von ihrem Vorteil spreche ich, sondern von dem meiner Partei, der CDU.<br>\nDas seit Jahrzehnten stattfindende Bauernsterben hat n&auml;mlich auch die W&auml;hlerstimmen aus der Landwirtschaft dezimiert. Und da der Wahlsieg der CDU diesmal so sicher wie noch nie ist, kommt es auf Ihre paar Stimmen &uuml;berhaupt nicht mehr an. Folglich werden wir Sie also auch nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen: Die verkeimten Gefl&uuml;gel- und Schweinest&auml;lle werden geschlossen und Landwirte d&uuml;rfen sich fortan an bestehende Gesetze halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fiktive-wahlkampfreden-von-literaten-wenn-karen-duve.1005.de.html?dram:article_id=395907\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Der Beitrag enth&auml;lt leider nicht den Hinweis, dass vor allem die Politik der C-Parteien die Bauern sukzessive dorthin gebracht hat, wo sie jetzt stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lahmer Wahlkampf: Lasst die Griechen mitw&auml;hlen!<\/strong><br>\nWie w&auml;re es damit, einfach die Griechen noch einzuladen, mit uns zu w&auml;hlen? Das verspr&auml;che eine hei&szlig;e Woche. Zumal der Grieche den Erfahrungen der vergangenen Jahre zufolge ja ohnehin gut daf&uuml;r geeignet ist, hierzulande tiefere Instinkte zu wecken.<br>\nGut, der Vorschlag klingt jetzt erst einmal etwas unkonventionell. Geht das &uuml;berhaupt, werden spitzfindige Leser fragen. Klar, das w&auml;re zu kl&auml;ren. Die Idee an sich hat aber etwas, da werden Sie bei n&auml;herem Nachdenken zustimmen.<br>\nErstens w&auml;re es fair, die Griechen mal bei uns mitbestimmen zu lassen. Schlie&szlig;lich hat unser Finanzminister mitsamt allen Bosbachs, die wir so haben, vor zwei Jahren ja auch mitentschieden, ob die Griechen ihren Austerit&auml;tskurs mit immer neuen K&uuml;rzungen und Steuern weitermachen m&uuml;ssen, um daf&uuml;r neues Geld zu kriegen. De facto wollten die Griechen das zwar im Juli 2015 laut demokratischer Abstimmung nicht mehr &ndash; unser Finanzminister und seine Kollegen aber schon. Sch&auml;uble rules. So eine Art demokratisches Joint-Venture mit deutschem letzten Wort.<br>\nZweitens haben die Griechen &ndash; wenn auch nicht ganz freiwillig &ndash; dazu beigetragen, dass Frau Merkels Kerntruppe heute so erstaunlich beliebt ist und daher jetzt wohl locker wiedergew&auml;hlt wird. Zumindest wenn es um die tolle Bilanz unseres Superfinanzministers geht.<br>\nDenn nach mittlerweile kaum mehr bezweifelten Diagnosen hat das ordentliche Kriseln Griechenlands dazu gef&uuml;hrt, dass immer mehr fliehendes Geld in deutsche Staatsanleihen investiert wurde. Was wiederum dazu gef&uuml;hrt hat, dass, logisch, die Zinsen auf diese Anleihen fielen, sogar teils negativ wurden, der Finanzminister also nichts mehr f&uuml;r die Schulden zahlen musste.<br>\nNach Berechnungen des Hallenser IWH-Instituts hat Wolfgang Sch&auml;uble dadurch mehr als 100 Milliarden Euro gespart. Die Bundesbank kommt, was den staatlichen deutschen Gewinn an der Finanzkrise insgesamt angeht, sogar zu noch deutlich h&ouml;heren Summen. Au&szlig;erdem hat unser Kassenwart noch ordentlich Zinsen f&uuml;r die Kredite an die Griechen eingestrichen. Kein Scherz. Man muss nur einfache Rechenkunst beherrschen, um zum Fazit zu kommen: Ohne die Griechen h&auml;tte Sch&auml;uble nie die schwarze Null erreicht. Wer wei&szlig;, ob er sonst im hiesigen Volke so beliebt w&auml;re, und die Kanzlerin wieder Kanzlerin w&uuml;rde. Ich finde, da k&ouml;nnen die Griechen jetzt auch mal ein bisschen bei uns mitw&auml;hlen &ndash; oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundestagswahl-warum-die-griechen-mitwaehlen-sollten-kolumne-a-1167811.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Wahrheit: Wahl nach Ma&szlig;<\/strong><br>\nOktoberfest und Bundestagswahl werden spontan zusammengelegt. W&auml;hler haben sich zum Anstich auf der Theresienwiese einzufinden.<br>\n&bdquo;Wir rechnen mit einer Wahlbeteiligung von etwa 3 Promille&ldquo;, sagt Josef &bdquo;Hutschi&ldquo; B&auml;rmeier stolz. Der M&uuml;nchner Eventmanager, der sonst eher Pudelschauen und Tupperpartys organisiert, ist mit der Durchf&uuml;hrung der Bundestagswahl beauftragt, die bereits am Wochenende stattfinden soll. Die l&auml;stige B&uuml;rgerpflicht soll in diesem Jahr als politisches Schmankerl beim Oktoberfest serviert werden, das morgen ohnehin er&ouml;ffnet wird.<br>\nDie Politik hat aus dem G20-Gipfel in Hamburg gelernt: Zukunftsentscheidende Mammutveranstaltungen mit Eskalationsrisiko sollen k&uuml;nftig noch volksn&auml;her und un&uuml;bersichtlicher werden, aber vor allem sollen sie &ndash; nach Hamburger Vorbild &ndash; ungen&uuml;gend unvorbereitet stattfinden. Und das m&ouml;glichst in einer Location, an der Gipfel, gewaltbereite Chaoten und partyw&uuml;tige Hundertschaften ohnehin vor Ort sind. Nat&uuml;rlich kam da nur die bayerische Landeshauptstadt zur Zeit des Oktoberfestes in Frage. [&hellip;]<br>\nDurch die launige Musi werden unbelehrbare Krawalltouristen schon vor dem Eingang aussortiert, und falls die Blaskapellen nicht bet&auml;ubend genug wirken, wird Horst Seehofer auf Verdacht Einzelf&auml;lle pr&uuml;fen. Alexander Dobrindt regelt die Zufahrt zu den Parkpl&auml;tzen, und zwar ab Flensburg. F&uuml;r die Anwohner der n&auml;heren Umgebung wird ein Rikscha-Shuttle eingerichtet. Die Doppelspitze der Gr&uuml;nen wird strampelnd wieder von Haus zu Haus tingeln, um den W&auml;hler dort abzuholen, wo er steht. Das Reinigen der etwa 700.000 Dixi-Klos hingegen sollte zun&auml;chst drei Minijobbern obliegen, aber Jens Spahn hat das einfach ordentlicher gelernt.<br>\nUnter dem Motto &bdquo;Mia san das Volk &ndash; Schweinefleisch &uuml;ber alles&ldquo; wird Alexander Gauland f&uuml;r den Haxn-Grill eingeteilt, und J&eacute;r&ocirc;me Boateng darf als guter Nachbar den Spie&szlig; auch einmal umdrehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Wahrheit\/!5444852\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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