{"id":40142,"date":"2017-09-18T08:25:09","date_gmt":"2017-09-18T06:25:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142"},"modified":"2017-09-18T08:25:09","modified_gmt":"2017-09-18T06:25:09","slug":"hinweise-des-tages-2961","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h01\">&bdquo;Wieso ist die SPD so hasenf&uuml;&szlig;ig?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h02\">Verdeckte AfD-Wahlwerbung: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;ten intransparenten Geldfl&uuml;sse der letzten Jahre&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h03\">&Ouml;sterreichs Rente auch in Deutschland? Blo&szlig; nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h04\">Viel Geld, wenig Effekte &ndash; So absurd ist Familienf&ouml;rderung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h05\">&bdquo;Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, wir finden keine Fahrer mehr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h06\">Nur leere Versprechen an Langzeitarbeitslose?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h07\">St&auml;rkung der Betriebsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h08\">Kinder und Jugendliche: Armutsgef&auml;hrdungs- und SGB-II-Quoten &ndash; L&auml;ndervergleich 2006 bis 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h09\">Lauterbach-Whitewashing? Campact! greift ins Klo!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h10\">Zulassungsbeh&ouml;rde schrieb bei Glyphosat-Bewertung vom Hersteller ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h11\">Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h12\">Die US-Koalition begeht schwerste Kriegsverbrechen in der IS-Hauptstadt Raqqa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h13\">&bdquo;Die Feinde sind immer die Linken und die Ausl&auml;nder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h14\">Tausende demonstrieren gegen versch&auml;rftes Asylrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h15\">Sterbender in Bankfiliale in Essen &ndash; &ldquo;Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h16\">Debatte SPD und Hartz IV &ndash; Nichts &uuml;brig f&uuml;r die Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40142#h17\">Wurden FDP-Inhalte wirklich vermisst?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Wieso ist die SPD so hasenf&uuml;&szlig;ig?&ldquo;<\/strong><br>\nnterview Der Grandseigneur der Linken, Oskar Lafontaine, &uuml;ber die Bedingungen f&uuml;r eine neue Politik jenseits der Gro&szlig;en Koalition<br>\nder Freitag: Was w&auml;re anders geworden, wenn Sie Kanzler geworden w&auml;ren?<br>\nLafontaine: Da k&ouml;nnte ich jetzt viel erz&auml;hlen. Die deutsche Einheit w&auml;re anders verlaufen, wenn ich die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tte, das zu gestalten. Ganz entscheidend ist, dass der Abbau des Sozialstaates mit mir nicht zu machen gewesen w&auml;re.<br>\nWelche Fehler h&auml;tten Sie als Kanzler vermieden?<br>\nEin wichtiger Fehler war die W&auml;hrungsunion. Im Saarland war die Wirtschaft in den franz&ouml;sischen Markt integriert und es w&auml;re unvern&uuml;nftig gewesen, die saarl&auml;ndische Wirtschaft von einem Tag auf den anderen auf den deutschen Markt zu verweisen. Also hat man eine &Uuml;bergangsphase von vier Jahren gew&auml;hlt und hat auch noch den Franc als Zahlungsmittel dort gelassen.<br>\nDas war klug &hellip;<br>\nRichtig, weil damit die Wirtschaft Zeit hatte, sich umzustellen. Mit Blick auf die DDR-Wirtschaft musste doch klar sein: Wenn man so eine schwache Wirtschaft mit der h&auml;rtesten W&auml;hrung der Welt konfrontiert, ist das ein brutaler Fehler mit schlimmen Folgen. Wenn man einer schwachen Wirtschaft eine harte W&auml;hrung aufdr&uuml;ckt, dann macht man sie platt. (&hellip;)<br>\nWarum schaffen die Rechten etwas, was Linken nicht gelungen ist, n&auml;mlich etablierte Parteien vor sich herzutreiben, den &ouml;ffentlichen Diskurs zu bestimmen?<br>\nMan kann das am besten in Frankreich beobachten. Dort ist der Parti Socialiste inzwischen marginalisiert. Weil er, wie alle traditionellen europ&auml;ischen Arbeiterparteien, die Seiten gewechselt hat. Und der Front National versprach: Wir sch&uuml;tzen euch vor den Gef&auml;hrdungen der Globalisierung. Das ist das gro&szlig;e Problem! Jetzt k&ouml;nnen wir die Parallele zu Deutschland ziehen. Die SPD war jahrzehntelang der Ansprechpartner der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer &ndash; hat aber seit Schr&ouml;der die Seite gewechselt.<br>\nMartin Schulz&rsquo; Steuerkonzept sieht so aus: Entlastung f&uuml;r die Mitte, moderate Erh&ouml;hung f&uuml;r die Wohlhabenden, eine Reichensteuer. Klingt gut, oder?<br>\nDas klingt gut, ist aber nur ein Schrittchen in die richtige Richtung. Das reicht noch nicht, wenn man wirklich etwas ver&auml;ndern will. Vor der letzten Wahl haben die Sozis erz&auml;hlt, sie wollten die Verm&ouml;genssteuer einf&uuml;hren. Gabriel hat sp&auml;ter gesagt, dass das nicht so gemeint gewesen w&auml;re. Sie haben ein Erbschaftssteuergesetz mit verabschiedet, bei dem man Milliarden-Verm&ouml;gen praktisch ohne Besteuerung weitergeben kann.<br>\nAlso Umverteilung von Milliarden?<br>\nKein Mensch kann so viel arbeiten, dass er ein Milliarden-Verm&ouml;gen anh&auml;uft. Das ist immer &bdquo;geraubtes&ldquo; Verm&ouml;gen! Umverteilung ist ein v&ouml;lliges falsches Wort! Es muss hei&szlig;en: R&uuml;ckverteilung. (&hellip;)<br>\nEine simple Rechnung lehrt, dass Rot-Rot-Gr&uuml;n nur eine Chance h&auml;tte, wenn die SPD &uuml;ber 30 Prozent kommt. Das geht aber nicht mit Schr&ouml;der-Politik. Es ist absurd! Die SPD hat die H&auml;lfte ihrer W&auml;hlerinnen und W&auml;hler und auch ihrer Mitglieder verloren und will nicht dazulernen!<br>\nWieso ist das so?<br>\nIch wei&szlig; es nicht.<br>\nDas kann nicht sein! Wenn Sie das nicht wissen, wer soll das sonst erkl&auml;ren k&ouml;nnen?<br>\nIch verstehe wirklich nicht, wieso man immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand rennt. Ich kann nur Erkl&auml;rungsans&auml;tze liefern: Die sind so tief im neoliberalen Denken gefangen, dass sie den Ausweg nicht mehr finden.<br>\nHabe ich Sie jetzt provoziert?<br>\nAch Quatsch. Ich bin &uuml;berzeugt, die k&ouml;nnen gar nicht mehr sozialdemokratisch denken! Die sind immer weiter nach rechts ger&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/wieso-ist-die-spd-so-hasenfuessig?utm_content=buffer213a1&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer%E2%80%9C\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verdeckte AfD-Wahlwerbung: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;ten intransparenten Geldfl&uuml;sse der letzten Jahre&ldquo;<\/strong><br>\nLobbyControl ver&ouml;ffentlicht 10 Fakten zur intransparenten Wahlkampfhilfe f&uuml;r die AfD<br>\nAnonyme Geldgeber unterst&uuml;tzen die AfD seit Langem mit millionenschweren Wahlkampfhilfen. Auch bei der Bundestagswahl profitiert die Partei wieder von verdeckter Wahlwerbung. So startete gestern ein AfD-Unterst&uuml;tzer-Verein eine deutschlandweite Plakatoffensive. Im Hintergrundpapier &bdquo;Geheime Millionen und der Verdacht illegaler Parteispenden&ldquo; fasst LobbyControl die wesentlichen Fakten zusammen. Demnach hat die verdeckte AfD-Wahlwerbung bislang mindestens sechs Millionen Euro gekostet. Dazu kommen die Ausgaben f&uuml;r die jetzt angelaufene Plakataktion. Der Verein spricht von &bdquo;mehreren tausend Plakaten&ldquo;. Soweit bekannt, sind es die gr&ouml;&szlig;ten intransparenten Geldfl&uuml;sse zugunsten einer einzelnen Partei der letzten Jahre.<br>\nEin zentraler Akteur der AfD-Unterst&uuml;tzung ist der &bdquo;Verein zur Erhaltung der Rechtstaatlichkeit und der b&uuml;rgerlichen Freiheiten&ldquo;, der seit Monaten Plakate und Anzeigen schaltete, sowie Gratis-Bl&auml;tter und einen &bdquo;Deutschland-Kurier&ldquo; in Millionenauflage verteilte. Der zentrale Akteur hinter diesem Verein ist die bei Europas Rechtspopulisten beliebte Schweizer Werbeagentur Goal AG. Profitiert haben neben der Partei aber auch AfD-Spitzenpolitiker wie J&ouml;rg Meuthen und Marcus Pretzell. In diesen F&auml;llen besteht der dringende Verdacht illegaler Parteispenden.<br>\n&bdquo;Anonyme Kr&auml;fte versuchen, mit einer millionenschweren Kampagne die deutschen Wahlen zu beeinflussen und umgehen dabei das Transparenzgebot des Grundgesetzes&ldquo;, kritisiert Ulrich M&uuml;ller von LobbyControl. &bdquo;Das ist eine massive Verletzung der demokratischen Standards hierzulande und nicht hinnehmbar.&ldquo;<br>\nDer Fall zeigt erneut den dringenden Reformbedarf im deutschen Parteienrecht. Die verdeckte AfD-Wahlwerbung nutzt eine Gesetzesl&uuml;cke. W&auml;hrend Parteien Spenden ab 10.001 Euro offenlegen m&uuml;ssen, gibt es f&uuml;r Wahlwerbung durch Dritte keine Transparenzpflichten. Die Finanziers des Wahlwerbe-Vereins k&ouml;nnen dadurch verborgen bleiben. &bdquo;Dieses Schlupfloch muss dringend geschlossen werden. Wir m&uuml;ssen wissen, mit welchem Geld Parteien in ihrem Wahlk&auml;mpfen unterst&uuml;tzt werden. Wenn der Fall der AfD-Wahlwerbung Schule macht, sind der massiven und unkontrollierten Beeinflussung von Wahlen durch externe Akteure T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet&ldquo;, so M&uuml;ller.<br>\nDas Hintergrundpapier von LobbyControl zeigt auf, dass die Gelder aller Wahrscheinlichkeit nach von anonymen Gro&szlig;spendern stammt. Die Behauptung des Vereins, es stamme von seinen &bdquo;vielen Unterst&uuml;tzern&ldquo;, ist unwahrscheinlich. Nach Informationen von LobbyControl gab es in den letzten Monaten keine Spendenaufrufe an die &bdquo;Unterst&uuml;tzer&ldquo; des Wahlwerbe-Vereins.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/09\/verdeckte-afd-wahlwerbung-die-groessten-intransparenten-geldfluesse-der-letzten-jahre\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das 8-seitige Hintergrundpapier &uuml;ber die AfD k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/wp-content\/uploads\/Hintergrundpapier_Verdeckte_Wahlhilfe_AfD.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichs Rente auch in Deutschland? Blo&szlig; nicht!<\/strong><br>\nEine W&auml;hlerin will im Fernsehen von Kanzlerin Merkel wissen, warum es hierzulande keine &ldquo;B&uuml;rgerversicherung&rdquo; gibt wie im Nachbarland. Der Grund: Damit w&auml;re rein gar nichts gewonnen. [&hellip;]<br>\nEs stimmt, die &ouml;sterreichischen Renten sind im Durchschnitt wesentlich h&ouml;her als die deutschen, das Land hat auch eine einheitliche Pensionsversicherung. Nur haben die beiden Dinge nichts miteinander zu tun.<br>\nDer Preis, den die &Ouml;sterreicher f&uuml;r ihre hohen Renten zahlen, ist eine der h&ouml;chsten Abgabenquoten der Welt. Zus&auml;tzlich werden sie als Steuerzahler herangezogen: 14 Prozent des Bundeshaushalts (in Deutschland 10,3 Prozent) gehen an die Pensionskasse. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist dies das F&uuml;nffache dessen, was die Wiener Regierung f&uuml;r Universit&auml;ten ausgibt. Und weil der Steueranteil immer weiter steigt, halten die meisten Experten, darunter die des Internationalen W&auml;hrungsfonds, das &ouml;sterreichische System f&uuml;r nicht nachhaltig. Deshalb debattiert das Nachbarland &uuml;ber Pensionsreformen in Permanenz.<br>\nW&uuml;rde man der Linken mit ihrer Begeisterung f&uuml;r &Ouml;sterreich folgen und eine &ldquo;Erwerbst&auml;tigenversicherung&rdquo; einf&uuml;hren, in die auch Freiberufler, Beamte und Bundeskanzlerinnen einzahlen, dann w&auml;re f&uuml;r die Rente &uuml;berhaupt nichts gewonnen, im Gegenteil. Weil Beamte im Durchschnitt eine h&ouml;here Lebenserwartung haben als der Rest der Bev&ouml;lkerung, sind sie relativ teure Ruhest&auml;ndler. Zudem w&auml;re der Staat auf Jahre hinaus doppelt belastet. Er m&uuml;sste weiter die Altersbez&uuml;ge der bisherigen Beamten zahlen und gleichzeitig die Sozialbeitr&auml;ge f&uuml;r die neuen. Das w&auml;re zwar nur ein &Uuml;bergangsph&auml;nomen, aber eines, das 50 Jahre dauern kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/rentendebatte-im-wahlkampf-oesterreichs-rente-auch-in-deutschland-bloss-nicht-1.3667986\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Der Preis, den die &Ouml;sterreicher f&uuml;r ihre hohen Renten zahlen, ist eine der h&ouml;chsten Abgabenquoten der Welt.&rdquo; &ndash; Der zentrale Satz, und eine v&ouml;llige Tautologie. Wer hohe Renten will, mu&szlig; einen hohen Anteil des BSP reservieren und hohe Beitr&auml;ge bezahlen &ndash; und bekommt daf&uuml;r hohe Renten. Warum ist damit &ldquo;nichts gewonnen&rdquo;, wenn offensichtlich viel gewonnen ist? Piper schreibt selbst, &ldquo;die &ouml;sterreichischen Renten sind im Durchschnitt wesentlich h&ouml;her als die deutschen&rdquo;. Aber wozu sauber argumentieren, wenn eine armselige Polemik f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung reicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Viel Geld, wenig Effekte &ndash; So absurd ist Familienf&ouml;rderung in Deutschland<\/strong><br>\nElterngeld, Kindergeld, kostenlose Mitversicherung in der Krankenkasse: Familien in Deutschland werden mit vielen Milliarden Euro unterst&uuml;tzt. Das Geld bewirkt aber oft das Gegenteil dessen, wof&uuml;r es gedacht ist.<br>\nKaum ein Land in Europa gibt so viel f&uuml;r Familien aus wie Deutschland, so steht es jedenfalls in vielen Ver&ouml;ffentlichungen, die die niedrige Geburtenrate hierzulande beklagen.<br>\nTats&auml;chlich gibt der Staat eine Menge Geld f&uuml;r die F&ouml;rderung von Familien aus, insgesamt wohl rund 200 Milliarden Euro pro Jahr. Genau ist das kaum festzustellen, weil kaum jemand klar sagen kann, welche der weit mehr als 160 familienpolitischen Leistungen, Subventionen, F&ouml;rdermittel mitgez&auml;hlt werden sollten und k&ouml;nnten &ndash; und welche sich in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben.<br>\nF&uuml;r den internationalen Vergleich d&uuml;rfte vor allem eine Gr&ouml;&szlig;e sinnvoll sein: der Anteil der staatlichen Ausgaben f&uuml;r Familien an der Wirtschaftsleistung des Landes, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Daran zeigt sich, dass die wechselnden Bundesregierungen zwar immer neue Ma&szlig;nahmen beschlossen oder bekannte F&ouml;rderungen wie das Kindergeld erh&ouml;hten, die Quote jedoch weitgehend gleich blieb: Im Jahr 2001 lag sie laut Industriel&auml;nderclub OECD bei 2,9 Prozent, 2013 war sie nach kleinen Schwankungen minimal auf 3,0 Prozent gestiegen. Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundestagswahl-2017-wo-deutschland-in-der-familienfoerderung-versagt-a-1158928.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich finde es ziemlich logisch, die Mehrkosten, die Eltern f&uuml;r Kinder entstehen, von der ganzen Gesellschaft mitbezahlen zu lassen. Was ist daran absurd, Kindergeld zu zahlen oder Kinder kostenlos in der GKV mitzuversichern? Genannt wird, da&szlig; Kindergeld nicht an Familien im Hartz-IV-Bezug ausgezahlt wird; das k&ouml;nnte man aber &auml;ndern. &ldquo;Die Zahl der von Armut bedrohten Kinder ist seit Mitte der Siebzigerjahre stark gestiegen.&rdquo; &ndash; Das ist das Ergebnis von Massenarbeitslosigkeit, Hartz IV und gezielter Verarmung, aber ganz sicher nicht von Kindergeldzahlungen. &ldquo;Auch die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangeh&ouml;rigen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist mit 27 Milliarden Euro extrem teuer &ndash; und k&ouml;nnte verheiratete Frauen tendenziell davon abhalten, einen sozialversicherungspflichtigen Job anzunehmen, und stattdessen dazu anregen, nur zu jobben.&rdquo; &ndash; Stimmt ja: als Presseorgan der Arbeitgeberverb&auml;nde mu&szlig; der SPIEGEL sich melden, wenn die Reservearmee, die Arbeitslosenzahl unter 4 Millionen zu fallen droht. W&uuml;rde man alle diese sozialstaatlichen Ma&szlig;nahmen aber einstellen, dann m&uuml;&szlig;ten noch mehr Familien und noch mehr Kinder in Armut leben, oder die Geburtenrate w&uuml;rde noch st&auml;rker sinken. Was will der SPIEGEL eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, wir finden keine Fahrer mehr&ldquo;<\/strong><br>\nDer Online-Handel boomt. Doch es mangelt an LKW-Fahrern, die den Menschen die Waren nach Hause bringen wollen. Die Logistiker buhlen oft vergeblich um Fachkr&auml;fte &ndash; und die Folgen sind betr&auml;chtlich. [&hellip;]<br>\nDer Fahrermangel w&auml;chst sich zum zentralen Problem der Logistik aus. Selbst deutlich h&ouml;here Stundenl&ouml;hne oder Geldgeschenke zum Jobanfang helfen mancherorts nicht mehr weiter. Betroffene Firmen rechnen damit, dass demn&auml;chst Waren nicht mehr zur Verf&uuml;gung stehen werden.<br>\nAuf 50.000 Rentner kommen 10.000 Neuanf&auml;nger<br>\nDie Lobbyverb&auml;nde schlagen Alarm. Laut einer aktuellen Studie der Weltbank, die von der K&uuml;hne Logistics University angefertigt wurde, fehlen in ganz Europa Lkw-Fahrer. &bdquo;Gegenw&auml;rtig sind EU-weit die Probleme in Deutschland und Gro&szlig;britannien am Gr&ouml;&szlig;ten&ldquo;, hei&szlig;t es in der Analyse. [&hellip;]<br>\nAuch mehr Geld helfe derzeit nicht weiter. &bdquo;Wir werden bei den L&ouml;hnen in Richtung des Niveaus der IG Metall gehen&ldquo;, sagt Krage. Statt 2000 Euro Bruttomonatslohn, wie es noch vor einem Jahr &uuml;blich war, fingen Fahrer heute mit 2500 bis 3000 Euro eine neue Stelle an. [&hellip;]<br>\nVorgeschriebene Pause auf &ouml;den Industriearealen<br>\nDoch an der Attraktivit&auml;t hapert es ganz gewaltig. So beklagen die Lobbyisten zum Beispiel den &bdquo;schlechten pers&ouml;nlichen Umgang an den Be- und Entladerampen von Industrie und Handel&ldquo;. Im Alltag kommen Lkw-Fahrer auf &uuml;berf&uuml;llten Lagerpl&auml;tzen an, auf denen in Spitzenzeiten mehr als 100 Ladungen auf Abfertigung warten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article168723196\/Der-Arbeitsmarkt-ist-leergefegt-wir-finden-keine-Fahrer-mehr.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn jemand seinen Angestellten (f&uuml;r diesen harten Job) einen Hungerlohn von 2.000 Euro brutto zahlt, von dem man kaum oder nicht alleine leben, aber definitiv keine Familie ern&auml;hren kann, dann hat er keinen Fachkr&auml;ftemangel. &ldquo;Auch mehr Geld helfe derzeit nicht weiter.&rdquo; &ndash; Solange die Leibeigenschaft in Deutschland noch nicht vollst&auml;ndig wieder eingef&uuml;hrt worden ist, gibt es in einer Marktwirtschaft nur Lohn und Arbeitsbedingungen als Steuerungsinstrumente. Bei aktuell mindestens 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland sollte es ein Leichtes sein, Arbeitskr&auml;fte zu finden. Wozu &uuml;berhaupt diese Jammerei der Arbeitgeberverb&auml;nde? Im &Uuml;brigen w&auml;re eine Abnahme &ndash; oder wenigstens geringere Zunahme  des Lkw-Verkehrs aus &ouml;kologischen und Verkehrslenkungsgr&uuml;nden nur zu begr&uuml;&szlig;en. Da&szlig; dann davor gewarnt wird, da&szlig; schlimmstensfalls Amazon nicht mehr lieferf&auml;hig w&auml;re: l&auml;cherlich. In einer Marktwirtschaft sind Unternehmen selbstverantwortlich, oder nicht?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn der Mangel wirklich so gro&szlig; ist, dann k&ouml;nnen die Logistik-Konzerne ja verst&auml;rkt ausbilden. Und hiermit meine ich vor allem, dass sie Arbeitslosen (auch Langzeitarbeitlosen), die gerne als LKW-Fahrer arbeiten w&uuml;rden, doch ganz einfach den f&uuml;r Privatleute viel zu teuren LKW-F&uuml;hrerschein finanzieren k&ouml;nnten. Der Arbeitgeber zahlt die Ausbildung und bietet einen langfristigen Job, der Arbeitnehmer bindet sich f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum an den neuen Arbeitgeber. So einfach k&ouml;nnte es sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nur leere Versprechen an Langzeitarbeitslose?<\/strong><br>\nAndrea Nahles fordert im Wahlkampf von der Union zwei Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Eingliederung Langzeitarbeitsloser. Doch als Ministerin hat sie daf&uuml;r gesorgt, dass die Mittel de facto gek&uuml;rzt worden sind.<br>\n&bdquo;Der Mitteleinsatz f&uuml;r die Eingliederung Arbeitssuchender wird um 1,4 Milliarden Euro angehoben.&ldquo; So steht es im Koalitionsvertrag von Union und SPD von 2013. Erreicht werden sollte dieses Ziel nicht durch eine Erh&ouml;hung des entsprechenden Haushaltstitels selbst. Stattdessen sollten jedes Jahr in anderen Aufgabenbereichen Einsparungen in H&ouml;he von bis zu 350 Millionen Euro, sogenannte Haushaltsreste, dem Haushaltstitel &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; im Folgejahr gut geschrieben werden, um so schrittweise auf die 1,4 Milliarden Euro Erh&ouml;hung zu kommen.<br>\nTats&auml;chlich passiert ist jedoch etwas anderes: Die Jobcenter haben seit 2013 jedes Jahr bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik sogar mehr als 350 Millionen Euro eingespart. Im Ergebnis kam es damit nicht zu einer Erh&ouml;hung des Eingliederungstitels, sondern es wurden nur immer wieder die gleichen 350 Millionen Euro ins n&auml;chste Jahr weitergereicht. Nur 2015 gab es Haushaltsreste in H&ouml;he von 38,2 Millionen Euro zus&auml;tzlich aus dem Haushaltsmittel f&uuml;r &bdquo;Zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r Bildungsma&szlig;nahmen&ldquo;. Dies ergibt sich aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen, die dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/politik\/deutschland\/andrea-nahles-nur-leere-versprechen-an-langzeitarbeitslose\/20328862.html?ticket=ST-767407-WvRWlTYZXYliafQjuAhy-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>St&auml;rkung der Betriebsrente<\/strong><br>\nWarum ein neues Gesetz die gesetzliche Rente schw&auml;cht<br>\nEilig, kurz vor der Bundestagswahl und nahezu unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit hat unsere Bundesregierung etwas beschlossen, das schwerwiegende Folgen f&uuml;r uns alle hat: Weniger Rente f&uuml;r Alle, im Schnitt 30 Euro pro Monat. Dabei klingt der Name des Gesetzes an sich ganz anders: Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz. Das soll uns eigentlich vor Altersarmut bewahren, verspricht die Regierung, bewirkt aber das genaue Gegenteil. (&hellip;)<br>\nEigentlich hat eine Betriebsrente Vorteile f&uuml;r Arbeitnehmer. Und so funktioniert die Entgeltumwandlung: Verdient ein Arbeitnehmer zum Beispiel 3.000 Euro und zahlt davon 100 Euro in einen Betriebsrenten-Vertrag ein, mindert dies sein Bruttogehalt. Das hei&szlig;t: Er muss nur noch 2.900 Euro versteuern.<br>\nArbeitsministerin Andrea Nahles will erreichen, dass alle Arbeitnehmer eine solche Betriebsrente abschlie&szlig;en. Was sie verschweigt: Das wird zu Lasten der gesetzlichen Rente gehen.<br>\nF&uuml;r den Arbeitsmarktexperten Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, ist das ein echter Skandal: &ldquo;Wir haben heute in der Rentenversicherung bereits weit &uuml;ber drei Milliarden Beitragsausf&auml;lle durch die Entgeltumwandlung, die heute fehlen. Und alle zuk&uuml;nftigen Rentner m&uuml;ssen diesen Ausflug einiger in die Entgeltumwandlung &uuml;ber geringere gesetzliche Renten mitfinanzieren.&rdquo;<br>\nDenn wer Entgeltumwandlung macht, zahlt neben geringeren Steuern auch weniger in die gesetzliche Rente ein: Verdient ein Arbeitnehmer 3.000 Euro, zahlt er rund 560 Euro in den gesetzlichen Rententopf. Zwackt er aber 100 Euro f&uuml;r die Entgeltumwandlung ab, zahlt er nur noch 540 Euro. Und wenn das k&uuml;nftig viele machen, schrumpft der Inhalt des Topfs, aus dem alle Rentner bezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/betriebsrenten-102.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben sich mehrfach gegen die Privatisierungen der Rente ausgesprochen und stattdessen f&uuml;r die St&auml;rkung der gesetzlichen Rente &ndash; nach dem Vorbild &Ouml;sterreichs &ndash; pl&auml;diert. Bitte lesen Sie dazu u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38635\">Betriebsrente oder Betrugsrente? Aufkl&auml;rung in der heute show statt im Heute Journal\/Heute Nachrichten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kinder und Jugendliche: Armutsgef&auml;hrdungs- und SGB-II-Quoten &ndash; L&auml;ndervergleich 2006 bis 2016<\/strong><br>\nIn 2016 galten 20,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland als arm bzw. armutsgef&auml;hrdet (Mikrozensus), insgesamt 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren. (Tabelle 1 und 3) In den L&auml;ndern reichte die Armutsgef&auml;hrdungsquote in dieser Altersgruppe in 2016 von 13,1 Prozent in Bayern bis 36,6 Prozent im Land Bremen.<br>\n14,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen lebte 2016 in Familien (oder allein), die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gem&auml;&szlig; SGB II (Hartz IV) erhielten, nahezu 2,0 Millionen (1,967 Millionen) Kinder und Jugendliche. (Tabelle 2 und 4) In den L&auml;ndern reichte diese SGB II-Quote in 2016 von 7,0 Prozent in Bayern bis 31,2 Prozent in Berlin.<br>\nDie absolute Zahl der armutsgef&auml;hrdeten Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland (Tabelle 3) &uuml;berstieg die absolute Zahl der Kinder und Jugendlichen in den sogenannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Tabelle 4) im Jahr 2016 um 725.000. (Tabelle 6)<br>\nSiehe dazu und zur Entwicklung in den Jahren von 2006 bis 2016 die BIAJ-Materialien vom 16. September 2017: Download_BIAJ20170916 (PDF: 5 Seiten mit sieben Tabellen)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/971-kinder-und-jugendliche-armutsgefaehrdungs-und-sgb-ii-quoten-laendervergleich-2006-bis-2016.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lauterbach-Whitewashing? Campact! greift ins Klo!<\/strong><br>\nUnterst&uuml;tzt campact! nun die SPD? Nein, so campact!:<br>\n&ldquo;F&uuml;r uns ist klar: Campact war, ist und bleibt parteipolitisch strikt neutral. Deswegen rufen wir nicht zur Wahl der SPD oder einer anderen Partei auf. Stattdessen machen wir uns eine Besonderheit des Wahlrechts zu Nutze. Bei der Bundestagswahl hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen: Die Erststimme bestimmt, wer als Abgeordneter aus dem Wahlkreis Leverkusen\/K&ouml;ln IV in den Bundestag einzieht &ndash; ein progressiver Kandidat wie Karl Lauterbach oder der CDU-Kandidat Helmut Nowak.&rdquo;<br>\nAuf den ersten Blick k&ouml;nnte man geneigt sein dieser Vorstellung zuzustimmen.Allerdings wissen nicht nur die die campact!-Macher von der g&auml;ngigen Praxis im Bundestag mit der eigenen Fraktion zu stimmen (Fraktionsdisziplin). Da nun campact! Lauterbach mit dem Begriff &bdquo;progressiv&ldquo; geadelt hat, ist dies bei Lauterbach offenbar nicht der Fall?<br>\nIm Gegenteil: Sowohl in der 17., als auch in der 18. Legeslatur hat Karl Lauterbach kein einziges mal gegen die SPD-Fraktion (bei 167 bzw. 116 Abstimmung) gestimmt. Daf&uuml;r wurde Lauterbach offenbar sogar zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden (seit Ende 2013) &bdquo;gek&uuml;rt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12083\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zulassungsbeh&ouml;rde schrieb bei Glyphosat-Bewertung vom Hersteller ab<\/strong><br>\nDas deutsche Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) hat signifikante Teile seiner Bewertung des Totalherbizids Glyphosat aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichten heute die britische Tageszeitung The Guardian und weitere Medien.<br>\nDie Bewertung des BfR war die entscheidende Vorarbeit f&uuml;r die europ&auml;ischen Beh&ouml;rden EFSA und ECHA: Deren Schlussfolgerung, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend sei, beruht in erster Linie auf dem Bewertungsbericht des BfR und liefert die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die geplante Wiederzulassung des Wirkstoffs in der EU.<br>\nDoch wie jetzt bekannt wurde, hat das BfR die Bewertung von wissenschaftlichen Studien &uuml;ber die krebserzeugende, fruchtbarkeitssch&auml;digende und DNA-sch&auml;digende Wirkung von Glyphosat &uuml;ber viele Seiten wortgleich aus dem Zulassungsantrag von Monsanto &uuml;bernommen. Genau diese Stellen sind nach europ&auml;ischem Recht entscheidend f&uuml;r die Frage, ob Glyphosat wieder zugelassen werden darf oder verboten werden muss.<br>\nDazu Sophia Guttenberger, Referentin f&uuml;r Landwirtschaft beim Umweltinstitut M&uuml;nchen: &ldquo;Wenn das BfR seine Bewertung an vielen Stellen eins zu eins beim Hersteller abschreibt, dann kommt es seiner Aufgabe der unabh&auml;ngigen Risikobewertung nicht nach. Die Entscheidung, ob Glyphosat in der EU wieder zugelassen wird, ist keine Lappalie. Sie hat Auswirkungen auf den Gesundheitsschutz von rund 500 Millionen Menschen in Europa. Wir erwarten von einer Bundesbeh&ouml;rde eine kritische Pr&uuml;fung des Zulassungsantrags, kein copy-and-paste.&rdquo;<br>\nAn zus&auml;tzlicher Brisanz gewinnt das &ldquo;Glyphosat-Plagiat&rdquo; des BfR durch eine Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage des Bundestagsabgeordneten Harald Ebner: In der von Staatssekret&auml;r Peter Bleser (Bundeslandwirtschaftsministerium) gezeichneten Antwort hei&szlig;t es, dass die komplette Bewertung des BfR aus der Feder von MitarbeiterInnen des Bundesinstituts stamme. Dies stellt sich nun als offensichtlich falsch heraus.<br>\n&ldquo;Entweder wei&szlig; die Bundesregierung nicht, was das BfR treibt, oder sie hat den Bundestag und die &Ouml;ffentlichkeit bewusst belogen. Das Vertrauen in das Zulassungsverfahren droht in beiden F&auml;llen wie ein Kartenhaus zusammenzufallen. Wir fordern jetzt personelle Konsequenzen an der Spitze der Bundesbeh&ouml;rde. BfR-Pr&auml;sident Hensel sollte seinen Hut nehmen. Nur durch einen Neuanfang kann das BfR wieder Vertrauen gewinnen,&rdquo; so Guttenberger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/115731\/3736308\">Umweltinstitut M&uuml;nchen e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen<\/strong>\n<ul>\n<li>Auff&auml;llig viele CDU\/CSU-Abgeordnete aus dem Agrarausschuss des Bundestags besetzen Posten in Agrarfirmen und Finanzkonzernen.<\/li>\n<li>Die Frage ist nun: Wie unabh&auml;ngig kann ein Abgeordneter sein, der sowohl politische als auch wirtschaftliche Interessen vertritt. Was die Deutschen essen, wie Millionen Nutztiere gehalten werden, oder wie viel Chemie auf Feldern landen darf? Wer erfahren will, wo solche Fragen hierzulande ma&szlig;geblich mitentschieden werden, der muss sich auf den Weg nach Berlin machen. Dort sitzt in einer Seitenstra&szlig;e des Machtzentrums um Kanzleramt und Reichstag der Deutsche Bauernverband. Der DBV ist die gr&ouml;&szlig;te Lobbyorganisation der Landwirte, Dachverband von 18 Landesbauernverb&auml;nden, seine Pr&auml;sidenten sind meist popul&auml;rer als die Bundeslandwirtschaftminister. Constantin Heereman, der k&uuml;rzlich verstorben ist, hat in seinem Amt drei Kanzler &uuml;berlebt, legend&auml;r auch sein Nachfolger Gerd Sonnleitner. Joachim Rukwied, seit f&uuml;nf Jahren an der Spitze des DBV, ist nicht so prominent, aber sehr umtriebig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Etwa 90 Prozent der 300 000 landwirtschaftlichen Betriebe sind im DBV organisiert. &ldquo;Wertegemeinschaft und gesellschaftliche Kraft&rdquo;, so stellt er sich dar, und das ist ziemlich untertrieben: Keinem anderen Wirtschaftsverband in Deutschland wird so gro&szlig;er, so unmittelbarer Einfluss auf die Politik zugeschrieben. Schlie&szlig;lich geht es beim Ringen um Regeln f&uuml;r die Produktion von Fleisch, Milch, Obst oder Gem&uuml;se um ein Milliardengesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/report-hegen-und-pflegen-1.3668000\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die US-Koalition begeht schwerste Kriegsverbrechen in der IS-Hauptstadt Raqqa<\/strong><br>\nAnfang Juni begann der Sturm auf Raqqa durch die von Kurden gef&uuml;hrten Syrian Democratic Forces (SDF) am Boden in Allianz mit unabl&auml;ssigen US-Luftschl&auml;gen. Die Koalition begeht bei der &bdquo;Befreiung&ldquo; der Stadt schwerste Kriegsverbrechen: Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte, Krankenh&auml;user, ganze Wohnviertel und Raqqas Altstadt werden zerst&ouml;rt. Wei&szlig;er Phosphor wird auf Wohnh&auml;user abgeworfen. Die Zur&uuml;ckgebliebenen sind buchst&auml;blich eingesperrt und werden von s&auml;mtlichen Kriegsparteien aufgerieben.<br>\nIm M&auml;rz 2013 nahm ein im Westen oft euphemistisch als &bdquo;gem&auml;&szlig;igte Rebellen&ldquo; bezeichnetes B&uuml;ndnis die strategisch wichtig im zentralen Norden Syriens gelegene Stadt Raqqa ein. Die Leitung der Operation oblag den Extremisten der Ahrar al-Scham &ndash; den mit rund 20.000 K&auml;mpfern zu der Zeit st&auml;rksten Dschihadistengruppe in Syrien. Raqqa wurde damit zur gr&ouml;&szlig;ten Stadt im Nahen Osten unter Kontrolle radikaler Dschihadisten (von Riad einmal abgesehen). Kurze Zeit sp&auml;ter wurde Raqqa vom Islamischen Staat &uuml;berrannt und gilt seither als die inoffizielle Hauptstadt des selbsternannten Kalifats, als Dreh- und Angelpunkt des IS-Terrors und Zentrum seines B&uuml;rokratieapparats. Die initialen Eroberer der Ahrar al-Scham wurden und werden massiv von Saudi-Arabien und der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt &ndash; mit Waffen, Geld, Logistik. Dieser Umstand kann nicht genug betont werden: &bdquo;unsere&ldquo; engsten Verb&uuml;ndeten in Ankara und Riad legten den Grundstein f&uuml;r vier Jahre Schreckensherrschaft und Terrorlogistik des IS in Raqqa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/die-us-koalition-begeht-schwerste-kriegsverbrechen-in-der-is-hauptstadt-raqqa\/\">JusticeNow<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Die Feinde sind immer die Linken und die Ausl&auml;nder&ldquo;<\/strong><br>\nEin junger Polizist spricht &uuml;ber Rassismus und Korpsgeist in der Polizei.<br>\nAnfang Januar 2017 &ndash; unter dem Eindruck der Polizeikontrollen in der K&ouml;lner Silvesternacht &ndash; haben zwei junge Menschen jetzt von ihren Erfahrungen mit Racial Profiling in Deutschland berichtet. Kurz darauf erreichte uns folgende E-Mail:<br>\n&bdquo;Mit Interesse und Erschrecken habe ich gestern Ihren Bericht [&hellip;] gelesen. Um es vorwegzunehmen &ndash; ich bin Polizeibeamter [&hellip;] und zu diesem Thema kann ich Ihnen eine ganze Menge berichten. Als &sbquo;Linker&rsquo; in der Polizei geh&ouml;re ich zu einer fast nicht existenten Spezies in diesem System. Aus diesem Grund habe ich vielleicht auch ein anderes Auge auf das Handeln meiner Kollegen.&ldquo;<br>\nDer Absender, der anonym bleiben muss und hier Robert hei&szlig;en soll, kommt aus S&uuml;ddeutschland, ist zwischen 30 und 40 Jahre alt und bereits seit vielen Jahren im Polizeidienst. Wir haben ihn Zuhause besucht, in seinem Wohnzimmer ein langes und intensives Gespr&auml;ch mit ihm gef&uuml;hrt und ihn als sensiblen, aufrichtigen und vertrauensw&uuml;rdigen Menschen kennengelernt, den sein Gewissen qu&auml;lt und dem es wichtig ist, das Richtige zu tun. Er hat uns von Kollegen erz&auml;hlt, die sagen, dass sie &bdquo;Bimbos jagen&ldquo; gehen, von rassistischen Witzen und von gewaltt&auml;tigen &Uuml;bergriffen durch Polizisten.<br>\nWir k&ouml;nnen seine Vorw&uuml;rfe nicht belegen, ebensowenig k&ouml;nnen wir die beschuldigten Kollegen damit konfrontieren, weil wir Robert dadurch enttarnen w&uuml;rden, was negative Auswirkungen auf sein berufliches wie auch auf sein Privatleben h&auml;tte. Das Beamtengesetz verpflichtet ihn, &uuml;ber Interna zu schweigen, andernfalls drohen berufliche Konsequenzen. Zudem herrscht innerhalb der Polizei ein inoffizieller &bdquo;Code of Silence&ldquo;, der es verbietet, Kollegen nach au&szlig;en hin zu kritisieren. Robert w&uuml;rde als Verr&auml;ter ge&auml;chtet werden.<br>\nDarum haben wir uns dazu entschlossen, Roberts subjektive Sicht auf die Dinge im Wortlaut wiederzugeben (Namen, Orte und Situationen, die unseren Gespr&auml;chspartner eindeutig identifizierbar machen, haben wir ausgelassen bzw. verfremdet). Das Protokoll seiner Aussagen bietet einen interessanten und seltenen Einblick in das Innere der deutschen Polizei. Erg&auml;nzend haben wir mit Rafael Behr, Professor f&uuml;r Polizeiwissenschaften, &uuml;ber die ungeschriebenen Regeln von Polizisten, Probleme mit Rassismus innerhalb der Polizei und Roberts Gewissenskonflikt gesprochen (hier geht es zum Interview).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jetzt.de\/politik\/rassismus-in-der-polizei-ein-junger-polizist-berichtet\">jetzt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tausende demonstrieren gegen versch&auml;rftes Asylrecht<\/strong><br>\nGegen Rassismus und Asylrechtsversch&auml;rfung, f&uuml;r Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung &ndash; mehr als 10.000 Menschen sind am Samstag durch Berlin gezogen. Die meisten kamen zu einer Demo gegen h&auml;rtere Asylgesetze.<br>\nRund 7.500 Menschen, darunter viele Fl&uuml;chtlinge, Migranten und linke Gruppen aus ganz Deutschland, sind laut Veranstalterangaben am Samstag mit einer &ldquo;antirassistischen Parade&rdquo; durch Berlin gezogen. Unter dem Motto &ldquo;We&rsquo;ll Come United&rdquo; zogen die Demonstranten durch das Regierungsviertel zum Kreuzberger Oranienplatz. Mit der Parade sollte eine Woche vor der Bundestagswahl denjenigen eine laute Stimme gegeben werden, die sonst nicht geh&ouml;rt werden, erkl&auml;rten die Veranstalter.<br>\nUm 13 Uhr war das &ldquo;Welcome-United&rdquo;-B&uuml;ndnis gegen Asylrechtsversch&auml;rfung am Bundesinnenministerium losgezogen. &ldquo;30 Busse mit Gefl&uuml;chteten aus der ganzen Republik sind zur Demo gekommen. Wir rechnen mit vielen tausend Teilnehmern&rdquo;, hatte ein Sprecher am Samstagmittag erkl&auml;rt. Bis auf wenige St&ouml;rer blieb es ruhig. (&hellip;)<br>\nNach einer Zwischenkundgebung am Berliner Lustgarten f&uuml;r sexuelle Selbstbestimmung wurde der Abschluss auf dem Oranienplatz mit einem Konzert gefeiert. Veranstalter der Demonstration waren unter anderem die Hilfsorganisation medico International, Attac Deutschland, der Republikanische Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein (RAV) und viele Fl&uuml;chtlingsr&auml;te aus den Bundesl&auml;ndern. Die Seenotretter-Organisation Sea Watch begleitete die Parade mit einem gro&szlig;en Schlauchboot auf der Spree.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2017\/09\/demonstrationen-linke-buendnisse-berliner-innenstadt.html\">rbb24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sterbender in Bankfiliale in Essen &ndash; &ldquo;Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt&rdquo;<\/strong><br>\nDrei Menschen stehen am Montag in Essen vor Gericht, weil sie in einer Bankfiliale &uuml;ber einen Sterbenden hinwegstiegen. Ihre Tat wurde zum Symbol f&uuml;r eine gef&uuml;hlskalte Gesellschaft. [&hellip;]<br>\nDas alles nimmt eine &Uuml;berwachungskamera auf, ebenso die Szenen danach: Vier Menschen betreten in den folgenden Minuten die Bank, steigen zum Teil &uuml;ber den Rentner hinweg, erledigen ihre Bankgesch&auml;fte und verlassen die Filiale wieder, ohne sich um den Mann zu k&uuml;mmern. Erst der f&uuml;nfte Kunde ruft den Notarzt, der 20 Minuten nach dem Zusammenbruch des Mannes in der Bank eintrifft. Eine Woche sp&auml;ter stirbt der Rentner im Krankenhaus an den Folgen einer Sch&auml;del-Hirn-Verletzung. [&hellip;]<br>\nZwei Angeklagte sagten bislang aus, dass sie den Rentner f&uuml;r einen Obdachlosen gehalten hatten &ndash; tats&auml;chlich hatten damals h&auml;ufiger Obdachlose dort geschlafen. Allerdings lag der Mann in der Mitte des Raumes, war ordentlich gekleidet und hatte keine Habseligkeiten wie Plastikt&uuml;ten, einen Schlafsack oder &auml;hnliches dabei. Deshalb h&auml;lt Staatsanw&auml;ltin J&uuml;rgens die Aussagen f&uuml;r Schutzbehauptungen. Bei einer Verurteilung droht den Angeklagten eine Geldbu&szlig;e und bis zu einem Jahr Haft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/sterbender-in-bankfiliale-in-essen-ich-habe-noch-nichts-vergleichbares-erlebt-1.3670785\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Debatte SPD und Hartz IV &ndash; Nichts &uuml;brig f&uuml;r die Armen<\/strong><br>\nDie SPD wirbt mit sozialer Gerechtigkeit. F&uuml;r Arbeitslose machen die Genossen aber kaum Angebote und bringen sich so um W&auml;hlerstimmen.<br>\nDer Wahltag r&uuml;ckt n&auml;her, und wieder einmal sieht es d&uuml;ster aus f&uuml;r die deutsche Sozialdemokratie. Vielerorts wird ger&auml;tselt, warum die SPD es trotz engagierter Wahlkampagne und einem charismatischen Kandidaten nicht schafft, sich aus dem Umfragetief zu befreien. An Schulz&rsquo; Wahlkampfthema kann es eigentlich nicht liegen. Laut einer Yougov-Umfrage vom August finden W&auml;hler fast aller gro&szlig;en Parteien mehrheitlich, dass soziale Ungerechtigkeit ein sehr gro&szlig;es Problem in Deutschland ist &ndash; das gilt auch f&uuml;r Nichtw&auml;hler und Unentschlossene.<br>\nDie W&auml;hler m&uuml;ssten den Sozialdemokraten also in Scharen zulaufen. Dennoch liegt die SPD laut aktuellen Umfragen bei mageren 23 Prozent. Das liegt daran, dass sie das Thema soziale Gerechtigkeit nicht glaubw&uuml;rdig besetzen kann. Denn einen wichtiger Teil der W&auml;hler l&auml;sst sie au&szlig;er Acht: Arbeitslose und Abgeh&auml;ngte.<br>\nSinnbildlich daf&uuml;r war Schulz&rsquo; Rede am Nominierungsparteitag Ende Juni. Der SPD-Chef sprach von &bdquo;den Menschen, die in unserem Land hart arbeiten&ldquo;, von &bdquo;Leistungstr&auml;gerinnen und Leistungstr&auml;gern&ldquo;. Damit machte er klar, dass er sich politisch nur an die sogenannte Mitte richtet. Eine &bdquo;sozial gerechte&ldquo; Politik orientiert sich aber an den Schw&auml;chsten. In seiner fast eineinhalbst&uuml;ndigen Rede erw&auml;hnte Schulz weder Langzeitarbeitslose noch die fast 1,2 Millionen Hartz-IV-Aufstocker, die so wenig verdienen, dass sie trotz Arbeit nicht ohne Sozialleistungen &uuml;berleben k&ouml;nnen. Nur aus vorherigen &Auml;u&szlig;erungen l&auml;sst sich Schulz&rsquo; Haltung zum Thema Hartz IV ableiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-SPD-und-Hartz-IV\/!5444702\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wurden FDP-Inhalte wirklich vermisst?<\/strong><br>\nEine letzte Chance: Die FDP will nach vier Jahren unbedingt wieder in den Bundestag gew&auml;hlt werden. Aber wof&uuml;r eigentlich?<br>\nAn diesem Sonntag versammeln sich die Liberalen zu ihrem &bdquo;a.o. Bundesparteitag&ldquo;. A.o. steht f&uuml;r au&szlig;erordentlich &ndash; und diesmal, vier Jahre nach dem Rauswurf der FDP aus dem Bundestag, d&uuml;rfte es sich tats&auml;chlich um einen Parteitag au&szlig;erhalb der bisherigen Ordnung handeln. Das Ereignis, innerparteilich liebevoll &bdquo;Feldgottesdienst&ldquo; genannt, soll jetzt noch mal viele gute Bilder produzieren &ndash; um die FDP am Wahlsonntag zur&uuml;ck an die Macht zu bef&ouml;rdern.<br>\nUnd Macht bedeutet: zur&uuml;ck an den Kabinettstisch. Da mag Christian Lindner in Interviews noch so oft betonen, kraftvolle Oppositionsarbeit sei etwas ganz Wunderbares. Fakt ist, dass die FDP nur diesen einen Versuch hat, sich als politisch gel&auml;uterte Verhei&szlig;ung neu zu profilieren. Und diese Chance wird sie nutzen, vorausgesetzt, die W&auml;hler geben sie ihr.<br>\nUm die zehn Prozent der Umfrageergebnisse deuten darauf hin. Aber, die Frage muss erlaubt sein: Wof&uuml;r eigentlich? F&uuml;rs Nachdenken? F&uuml;r eine coole Digital-Hipster-Kampagne? Oder wurden die politischen Inhalte der FDP wirklich schmerzlich vermisst?<br>\nJenen, denen die schwarz-gelbe Regierungszeit zwischen 2009 und 2013 noch pr&auml;sent ist, d&uuml;rfte mulmig werden. Selten hat sich eine Partei derart an ihrem k&uuml;hlherzigen Personal statt an ihrer eigenen Arbeit berauscht. Entwicklungsminister Dirk Niebel versorgte Parteifreunde mit gut bezahlten Jobs. Au&szlig;enminister Guido Westerwelle bezichtigte Hartz-IV-Bezieher &bdquo;sp&auml;tr&ouml;mischer Dekadenz&ldquo;. Und Parteichef (und Vizekanzler und Wirtschafts- und gleich auch noch Gesundheitsminister) Philipp R&ouml;sler forderte 20.000 arbeitslos gewordene Schlecker-Mitarbeiterinnen auf, &bdquo;schnellstm&ouml;glich eine Anschlussverwendung selber zu finden&ldquo;. Eigenverantwortung wurde bei der FDP eben schon immer gro&szlig; geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-FDP-und-Bundestagswahl\/!5446481\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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