{"id":40162,"date":"2017-09-19T08:30:23","date_gmt":"2017-09-19T06:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162"},"modified":"2017-09-19T08:30:23","modified_gmt":"2017-09-19T06:30:23","slug":"hinweise-des-tages-2962","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h01\">Die Mutter der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h02\">&ldquo;Hart aber fair&rdquo; zur Wahl &ndash; Im Brummton b&uuml;rgerlicher Gem&uuml;tlichkeit gegen die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h03\">Nur f&uuml;r gro&szlig;e Jungs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h04\">Wie die Schere schlie&szlig;en?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h05\">Armutsproduktion mit System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h06\">Diese 12 Firmen sind die gr&ouml;&szlig;ten Steuertrickser in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h07\">Die neue Supermacht: Die Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h08\">DGB prangert hohe Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h09\">Ausgebremst &ndash; Deutsche Autobauer sind sich selbst der Feind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h10\">Kanzlerin umgebettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h11\">Wo der Drohnenkrieg der USA im Schatten tobt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h12\">Wer unsere Gesichter wirklich will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40162#h13\">Zu guter Letzt &ndash; Die Gipfelst&uuml;rmerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Mutter der AfD<\/strong><br>\nWenn eines Tages Bilanz gezogen wird &uuml;ber diese Kanzlerin und ihre Amtszeit, dann wird dies auf der Soll-Seite stehen bleiben: Angela Merkel ist die Mutter der AfD. Sie hatte die Wache, als die Nazis in den Bundestag kamen. Allein daf&uuml;r w&uuml;rde Angela Merkel die Abwahl verdienen. Aber mit Merkel ist es wie mit dem FC Bayern M&uuml;nchen &ndash; es wird gew&auml;hlt und am Ende ist sie immer im Amt. Wem soll man also seine Stimme geben, wenn man der Kanzlerin die Quittung geben will? Oder lohnt es sich &uuml;berhaupt, zur Wahl zu gehen?<br>\nNun, da die braune Ernte eingefahren wird, lohnt es sich, an all die Tagel&ouml;hner zu erinnern, die in den vergangenen Jahren eifrig den Boden ged&uuml;ngt haben, auf dem der Mist gewachsen ist.<br>\nThilo Sarrazin, nat&uuml;rlich, der Pate der rechten Revolution, mit dessen halsbrecherischen Statistiken ein schmieriger Muslimhass in Deutschland sein b&uuml;rgerliches Gesicht bekam.<br>\nDas Magazin &ldquo;Cicero&rdquo;, in dem der Regisseur Oskar Roehler seine &ldquo;Wutrede eines Entt&auml;uschten&rdquo; schreiben darf, in der er Merkel vorwirft, keine &ldquo;Wurzeln in meinem Land&rdquo; zu haben. Roehler verfilmt gerade ein Buch des Autors Thor Kunkel, der seinerseits inzwischen f&uuml;r die Werbekampagne der AfD verantwortlich ist.<br>\nR&uuml;diger Safranski, der freundliche Volkszornversteher, der gesagt hat: &ldquo;Die Politik hat die Entscheidung getroffen, Deutschland zu fluten&rdquo; &ndash; und damit die Menschen meinte, die vor dem B&uuml;rgerkrieg hierher gefl&uuml;chtet sind. Safranski bekam neulich in der Frankfurter Paulskirche, mithin der Wiege der deutschen Demokratie, den Ludwig-B&ouml;rne-Preis. Die Laudatio hielt Christian Berkel, ein in Berlin ber&uuml;hmter Schauspieler, der im Hause Springer wohlgelitten ist.<br>\nBeim Springer-Verlag wiederum &ndash; der jede N&auml;he zur AfD weit von sich weisen w&uuml;rde &ndash; ist der Publizist Henryk M. Broder besch&auml;ftigt, der mit seinem Blog &ldquo;Achse des Guten&rdquo; eine Spielwiese f&uuml;r Rechtsausleger eingerichtet hat. Zum Beispiel f&uuml;r Vera Lengsfeld, die mal f&uuml;r die CDU im Bundestag sa&szlig;, nun aber gemeinsam mit Frauke Petry &ouml;ffentlich auftritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-2017-angela-merkel-die-mutter-der-afd-kolumne-a-1168481.html\">Jakob Augstein auf SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die AfD oder deren Anh&auml;nger und W&auml;hler pauschal als Nazis zu bezeichnen ist nicht hilfreich und zu einfach, damit hat sich Jens Berger bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40053\">an anderer Stelle<\/a> auseinandergesetzt. Richtig ist es allerdings einmal explizit auf jene hinzuweisen, die aus dem gutb&uuml;rgerlichen Lager den Boden f&uuml;r die AfD bereitet haben. Das beinhaltet nicht nur Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, sondern auch das ver&auml;chtliche herabsehen auf Erwerbslose, Hartz IV Bezieher und alle in vermeintlich schlechterer sozialer Position. Wer &uuml;ber die Verrohung des B&uuml;rgertums mehr erfahren will, der sollte sich mit den Arbeiten (&ldquo;Deutsche Zust&auml;nde&rdquo;) des Bielefelder Soziologen und Erziehungswissenschaftlers Wilhelm Heitmeyer intensiv auseinandersetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Hart aber fair&rdquo; zur Wahl &ndash; Im Brummton b&uuml;rgerlicher Gem&uuml;tlichkeit gegen die AfD<\/strong><br>\nFrank Plasberg lie&szlig; &uuml;ber Sicherheit und Zuwanderung diskutieren. Es ging um den Zynismus im Kleingedruckten der AfD. Und Cem &Ouml;zdemir verwandelte sich bei einer Frage in einen Pudding.<br>\nGut, machen wir zur Wahl einen &ldquo;B&uuml;rgercheck&rdquo;, was immer das ein soll. In Gottes Namen, dann reden wir halt ausnahmsweise mal &uuml;ber die Frage, &ldquo;was sich &auml;ndern muss bei Sicherheit und Zuwanderung&rdquo; in Deutschland. Aufs Geratewohl geraten: Mehr Sicherheit, weniger Zuwanderung? Ist es das? Das ist es, mehr oder weniger.<br>\nEingangs fragt Moderator Frank Plasberg die Positionen zum Familiennachzug ab. Alice Weidel (AfD) rechnet vor, man m&uuml;sse pro Person &ldquo;von vier bis f&uuml;nf Menschen&rdquo; ausgehen. Das seien dann summa summarum bis zu zwei Millionen. Seitlich grummelt der Gr&uuml;ne Cem &Ouml;zdemir rein: &ldquo;V&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn.&rdquo; Es gehe nur um den Kern der Familie, f&uuml;hrt er aus, Frau, Mann, Eltern oder Kinder &ndash; nicht die komplette Sippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/hart-aber-fair-zu-sicherheit-und-zuwanderung-lassen-sie-mich-doch-die-frage-stellen-a-1168593.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Frank Plasberg bleibt sich treu und hievt noch mal kurz vor den Wahlen die AfD-Themen in die Prime TIme. Nat&uuml;rlich mit AfD-Weidel und BILD-Blome auf dem Podium. Und am Sonntagabend werden sich alle wieder scheinheilig fragen, woher die vielen Stimmen f&uuml;r den rechten Rand stammen. Ja woher wohl? Dazu macht Plasberg bestimmt seine n&auml;chste Sendung<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nur f&uuml;r gro&szlig;e Jungs<\/strong><br>\nFreie Kabinenwahl und saubere Handt&uuml;cher: Beim FDP-Parteitag wurde ein Ort nur selten aufgesucht: die Damentoilette. Warum wohl?<br>\nDer Parteitag der Liberalen am Sonntag war nicht nur ein Aufbruchsignal Richtung Regierungsbeteiligung. Sondern auch ein gutes St&uuml;ck Selbstvergewisserung. Manche Dinge &ndash; das ist eine Botschaft dieses Wochenendes &ndash; &auml;ndern sich bei uns nicht. Dazu z&auml;hlt, dass die FDP eine M&auml;nnerpartei ist und bleibt.<br>\nMan kann das nicht nur leicht daran ablesen, dass bei FDP-Parteitagen die Damentoiletten quasi unbenutzt wirken. Freie Kabinenwahl und ausreichend saubere Handt&uuml;cher bei einer Gro&szlig;veranstaltung, sowas gibt&rsquo;s nur bei den Liberalen. Auch im Plenum finden sich M&auml;nner in allergr&ouml;&szlig;ter Mehrheit. Sie lauschen ihrem Vorsitzenden, der im Slimfit-Anzug &uuml;ber die B&uuml;hne tigert und rhetorisch alles aufbietet, was ein guter Motivationsguru zu bieten hat. Im Pr&auml;sidium und im Publikum ein paar wenige Frauen. [&hellip;]<br>\nKein Wunder, der 60.000-Mitglieder-Partei geh&ouml;ren immer noch nur nur 22 Prozent Frauen an. Das unterbietet nur noch die AfD mit 16 Prozent. Aber wie es so ist bei Gruppen: Je wichtiger ein Thema genommen wird, desto schneller geht es intern damit voran. Und Frauen, Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen, sind mehr als nur ein wohlfeiles Goodie f&uuml;r einen Teil einer Gruppe. Sie ver&auml;ndern Inhalte, Sprache, Kultur. Sie machen w&auml;hlbar f&uuml;r andere Frauen. SPD und CDU haben das erkannt und arbeiten seit langem daran. Gr&uuml;nen und Linkspartei muss man zu dem Thema nichts mehr erkl&auml;ren.<br>\nBei der FDP ist das anders. Dieser Parteitag war genauso frauenarm wie all die anderen zuvor. Erst wenn es ans Gruppenfoto zum Schluss geht, sind dann pl&ouml;tzlich doch wieder Frauen im Bild. Man konnte das sch&ouml;n beobachten im Berliner Estrel-Hotel. Die M&auml;nner str&ouml;mten mit ihrem Vorsitzenden nach vorn an den B&uuml;hnenrand, Schultern wurden geklopft, Oberarme get&auml;tschelt. Erst dann wurden die Frauen dazugeholt. Katja Suding, Nicola Beer, Marie-Agnes Strack-Zimmermann &ndash; die Partei hat ja kluge Frauen. Ach, die kennen Sie nicht? Kein Wunder. Die FDP bleibt sich eben treu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Damentoilette-der-FDP\/!5448945\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was f&uuml;r eine peinliche &ldquo;Analyse&rdquo;. Als w&auml;re die Politik von Merkel dadurch besser, da&szlig; sie eine Frau ist. Hat sich die Lage der Frauen in Deutschland durch Merkel verbessert, oder ist gerade Erwerbs- und Altersarmut nicht weiterhin weiblich? Haben nicht auch die M&auml;nner durch Merkel Lohn, Rente und Sozialstaat verloren? Das Geschlecht des Parteivorsitzenden ist mir egal &ndash; ich w&auml;hle FDP nicht, weil ihre Politik unserer Volkswirtschaft und dem Gro&szlig;teil der Menschen schadet. W&uuml;rde FDP-Politik durch mehr weibliche Mitglieder, die &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo;, &ldquo;privat geht vor Staat&rdquo; und Sozialabbau forderten, besser? Machen die &ndash; laut Autorin, nicht meine Meinung &ndash; &ldquo;kluge[n] Frauen&rdquo; der FDP, allesamt stramm neoliberal, die FDP irgendwie w&auml;rmer oder sozialer? W&auml;re das AfD-Programm w&auml;hlbarer mit mehr als 16 Prozent Frauenanteil? Machen die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel (die AfD hat im Gegensatz zur FDP quotiert), die wirtschaftsliberal und rassistisch daherkommt, oder eine knallharte Frauke Petry die AfD freundlicher?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Schere schlie&szlig;en?<\/strong><br>\nDie Hans-B&ouml;ckler-Stiftung attestiert Deutschland in einer Studie gro&szlig;e Ungleichheit. Das bremse auch die Wirtschaft, sagen die Autoren und mahnen Reformen von Mindestlohn bis Grundsteuer an. Doch die sind umstritten.<br>\nDie Ungleichheit in Deutschland ist seit den 1990er Jahren gewachsen. Das ist nicht nur aus sozialpolitischer Sicht schlecht, sondern schadet auch der Wirtschaft, hei&szlig;t es in der Studie &ldquo;Was tun gegen die Ungleichheit&rdquo; der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nUngleichheit bremse das Wirtschaftswachstum aus, zum Beispiel, weil untere Einkommensklassen dann weniger konsumierten oder in Bildung investierten, schreiben die Autoren der Studie. Auf Basis dieser Grundannahmen formulieren sie politische Handlungsempfehlungen, um die Ungleichheit zu bek&auml;mpfen.<br>\nDie Forscher des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung haben die Bev&ouml;lkerung in drei Einkommensgruppen eingeteilt: Die untere Schicht hat dabei weniger als 70 Prozent des mittleren Einkommens zur Verf&uuml;gung, die obere mindestens 150 Prozent. Alle anderen geh&ouml;ren zu Mittelschicht. [&hellip;]<br>\nDoch bereits die Grundpr&auml;misse, dass Ungleichheit das Wachstum hemmt, stehe empirisch auf sehr wackeligen F&uuml;&szlig;en, sagt Judith Niehues, die beim Institut der deutschen Wirtschaft zum Thema Einkommensverteilung forscht. &ldquo;Einkommensunterschiede stellen ja einen zentralen Leistungsanreiz dar&rdquo;, so Niehues.<br>\nDr. Judith Niehues, Leiterin Methodenentwicklung Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln | Bildquelle: Quelle: Institut der deutschen WgalerieDr. Judith Niehues, Leiterin Methodenentwicklung Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln<br>\nUnd selbst wenn man der Grundannahme folge, dass Ungleichheit dem Wirtschaftswachstum schadet: Die politischen Handlungsempfehlungen der B&ouml;ckler-Stiftung w&uuml;rden nicht unbedingt dazu beitragen, diese zu reduzieren, sagt Niehues.<br>\nDa ist zum Beispiel der Mindestlohn. Laut den Autoren der Studie muss er angehoben werden. Deutschland hinke im internationalen Vergleich hinterher. Niehues widerspricht: Ein h&ouml;herer Mindestlohn trage nicht dazu bei, die Ungleichheit zu verringern. Schlie&szlig;lich werde er kontextunabh&auml;ngig allen Arbeitnehmern gezahlt &ndash; auch denen, die ihn gar nicht n&ouml;tig haben, weil sie anderweitig finanziell gut abgesichert sind. Sprich: Der Millionenerbe bek&auml;me genauso Mindestlohn, wenn er kellnern geht, wie der Bauarbeitersohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/boeckler-ungleichheit-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so. Da der Mindestlohn auch f&uuml;r den Million&auml;rssohn gilt, tr&auml;gt er nicht zur Minderung der Ungleichheit bei? Und so ein Unsinn steht bei der Tagesschau als &bdquo;Expertenantwort&ldquo; auf die IMK-Studie. Es ist wirklich zum Haareraufen. Wie weit will die Tagesschau eigentlich noch gehen, um unter dem Deckmantel der &bdquo;Ausgeglichenheit&ldquo; groteske Propganda zu machen. Als n&auml;chstes k&ouml;nnen ja Klimawandelleugner den Wetterbericht kommentieren &hellip; unseri&ouml;ser als die IW-Expertin sind die auch nicht mehr. Die Fahnenstange ist erreicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Drei-S&auml;ulen-Konzept gegen Ungleichheit und Armut<\/strong><br>\nDie soziale Schere zwischen Arm und Reich hat sich deutlich ge&ouml;ffnet. Was die Politik dagegen tun kann, zeigt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. IMK-Direktor Prof. Dr. Gustav A. Horn entwickelt darin gemeinsam mit seinen Forscherkollegen Jan Behringer, Dr. Sebastian Gechert, Dr. Katja Rietzler und Dr. Ulrike Stein konkrete Vorschl&auml;ge, mit denen sich die Ungleichheit hierzulande wirksam reduzieren l&auml;sst. Dabei setzen die Forscher drei Schwerpunkte: Es gelte, die wirtschaftlich Starken mehr zu beteiligen, die Mitte zu st&auml;rken und Armut zu bek&auml;mpfen. &bdquo;Viele Menschen empfinden die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse als ungerecht, wie Umfragen zeigen. Damit liegen sie auch richtig&ldquo;, sagt Gustav Horn. &bdquo;Es ist Zeit, die Ungleichheit wieder zu reduzieren. Das sichert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es verbessert Deutschlands wirtschaftliche Chancen f&uuml;r die Zukunft. Ein polarisiertes Land kann auf Dauer nicht erfolgreich sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_110797.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armutsproduktion mit System<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 wird weiterhin als Erfolgsmodell gepriesen. Auch Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron glaubt daran. Dabei w&auml;ren die Fakten leicht recherchierbar.<br>\nBei den Befragungen der Kandidaten der zur Wahl stehenden Parteien in ARD und ZDF nerven weniger die vorgestanzten Phrasen von Angela Merkel, Martin Schulz oder Cem &Ouml;zdemir. Damit muss man rechnen. &Auml;rgerlich bis peinlich sind vor allem die Auftritte der Moderatoren.<br>\nAnstatt Merkel und Martin Schulz danach zu fragen, was sie gegen die wachsende soziale Ungleichheit und die Altersarmut zu tun gedenken, interessierte sich Sandra Maischberger daf&uuml;r, ob sie am Tag des &bdquo;Duells&ldquo; schon in der Kirche gewesen seien.<br>\nAls Sarah Wagenknecht tags darauf in der Runde von Sprechern der kleinen Parteien darauf hinwies, dass die gesetzliche Durchschnittsrente in &Ouml;sterreich wegen ihrer breiteren Finanzierungsbasis um 800 Euro h&ouml;her ausf&auml;llt als bei uns, fuhr ihr Sonya Mikich &uuml;ber den Mund. Das sei irref&uuml;hrend, weil in &Ouml;sterreich die Renten besteuert w&uuml;rden. Als ob das in Deutschland nicht auch der Fall w&auml;re!<br>\n&Ouml;sterreich hat wie wir eine aus Sozialabgaben finanzierte gesetzliche Rentenversicherung (GRV), allerdings mit einer konsequenteren Realisierung des Solidarit&auml;tsprinzips (vgl. Makroskop vom 25.4.2017). Dieses beschr&auml;nkt sich in unserem Sozialversicherungssystem weitgehend auf die unteren und mittleren Einkommensgruppen der Arbeitnehmer, w&auml;hrend in &Ouml;sterreich so gut wie alle B&uuml;rger in die Rentenkasse einzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/09\/armutsproduktion-mit-system\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Makroskop-Team hat anl&auml;sslich der Bundestagswahl alle Artikel bis zum 24.09.2017 freigeschaltet. Bitte nutzen Sie das Lese-Angebot.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diese 12 Firmen sind die gr&ouml;&szlig;ten Steuertrickser in der EU<\/strong><br>\nGro&szlig;e Unternehmen mit Milliarden-Ums&auml;tzen zahlen oft deutlich weniger Steuern als ihre Angestellten. Denn der arbeitenden Bev&ouml;lkerung werden die Steuern direkt vom Lohnzettel abgezogen. Konzerne wenden dagegen allerhand Tricks an, um Gewinne zu verschleiern und so wenig Steuern wie m&ouml;glich zu zahlen.<br>\nEin Steuervermeidungs-Klassiker ist das Prinzip des Kleinrechnens und Verschiebens von Gewinnen in Niedrigsteuerl&auml;nder und Steuers&uuml;mpfe. Wie verschiebt man einen in &Ouml;sterreich erwirtschafteten Gewinn etwa zum Finanzplatz Zypern mit einem Steuersatz von lediglich 12,5 Prozent? Man gr&uuml;ndet eine Tochterfirma mit Sitz in einem Niedrigsteuerland. Diese verrechnet dem Mutterkonzern, der die tats&auml;chliche Wertsch&ouml;pfung betreibt, &uuml;berteuerte Leistungen. Etwa Geb&uuml;hren f&uuml;r Lizenzen, Marken- oder Namensrechte, technisches Know-how oder die Lieferung von Rohstoffen. Dadurch schm&auml;lern sich die Gewinne des Mutterkonzerns und wandern zur Tochterfirma im Niedrigsteuerland. Der zu versteuernde Betrag verkleinert sich massiv. Den Staaten entgehen dadurch Milliarden.<br>\nDie gro&szlig;en, international t&auml;tigen Steuerberatungs- und Wirtschaftspr&uuml;fungskanzleien wie PricewaterhouseCoopers, Ernst &amp; Young, Deloitte oder KPMG. Auf ihren Internetseiten werben sie mit &bdquo;Ma&szlig;nahmen zur Optimierung von Steuerzahlungen von Gro&szlig;kunden&ldquo;. Richard Murphy, Professor f&uuml;r internationale politische &Ouml;konomie an der City University of London, sieht in dieser Beihilfe eine Gef&auml;hrdung f&uuml;r die Demokratie.<br>\nAllein im letzten Quartal 2015 verbuchte Disney einen Rekordgewinn von 2,9 Milliarden Dollar. Doch wie im Disney-M&auml;rchen wird Unm&ouml;gliches m&ouml;glich: Disney zahlt Steuerraten von zum Teil unter einem Prozent. Denn Disney verlagerte seine Gewinne nach Luxemburg, wo der Konzern eine interne Bank gr&uuml;ndete, die ihre Gewinne mit weniger als einem Prozent versteuerte. Die B&uuml;ros von insgesamt f&uuml;nf Disney-Ablegern befinden sich im Parterre eines Luxemburger Wohnhauses, in der ein Belgier als f&uuml;nffacher Direktor der Firmen fuhrwerkt. Eine Einzelperson administriert Gesellschaften, durch die Milliarden flie&szlig;en.<br>\nMcSteuerflucht: Jede Mitarbeiterin zahlt mehr Steuern als McDonald&rsquo;s selbst. Franz&ouml;sische Beh&ouml;rden ermitteln gegen den Fastfood-Megakonzern wegen des Verdachts auf Steuerbetrug. McDonald&rsquo;s soll Gewinne in Frankreich nach Luxemburg verschoben haben. Es geht um 75 Millionen Euro j&auml;hrlich. Auch die EU-Kommission leitete ein Verfahren gegen McDonald&rsquo;s ein, da der Konzern sowohl in Luxemburg als auch in den USA &bdquo;praktisch keine K&ouml;rperschaftssteuern auf seine Gewinne gezahlt hat&ldquo;.<br>\nLaut Financial Times hat der US-Internetkonzern Google 2012 Lizenzeinnahmen von 8,8 Milliarden Euro &uuml;ber Irland und die Niederlande in den Steuersumpf Bermudas verschoben. Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland sei dadurch auf ca. 5 Prozent gesunken. In Frankreich ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und f&uuml;hrte 2016 eine Razzia im Pariser B&uuml;ro von Google durch. Es geht um m&ouml;gliche Steuernachzahlungen in der H&ouml;he von 1,6 Milliarden Euro. In Italien geht es um eine Steuernachzahlung von 200 Mio. Euro, die Google Italia als &bdquo;Geb&uuml;hren&ldquo; an den Mutterkonzern &uuml;berwies. Dazu kommen Steuern auf nicht angegebene Gewinne in H&ouml;he von 100 Mio. Euro. Insgesamt schuldet Google Italien damit 227,5 Mio. Euro.<br>\n2012 zahlte Amazon in Deutschland f&uuml;r einen Gesamtumsatz von 6,8 Milliarden Euro nur 3 Mio. Euro K&ouml;rperschaftssteuer. Im gleichen Jahr leitete Amazon Deutschland 118 Mio. der hier gemachten Gewinne nach Luxemburg &ndash; so wurden diese Gewinne steuerfrei. Deutschland sind dadurch 35,4 Mio. Euro verloren gegangen. Seit 1. Mai 2015 zahlt Amazon zwar Steuern auf die in Deutschland gemachten Gewinne, die Einnahmen sind allerdings bescheiden. Denn Amazon verkleinert seine Gewinne k&uuml;nstlich anhand von Tochtergesellschaften, die hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r die Nutzung von Patenten und Markenrechten verrechnen und so die Gewinne schm&auml;lern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/12-firmen-groessten-steuertrickser-eu\/\">Kontrast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier tauch immer wieder der Name Luxemburg als Europas gr&ouml;&szlig;te Steueroase auf. Ein Werk des aktuellen EU-Kommissionspr&auml;sidenten Juncker. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Europ&auml;ische Union muss gegen Steuertricks von Facebook, Apple, Amazon und Co. Vorgehen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union muss st&auml;rker gegen die Steuertricks der digitalen &Ouml;konomie vorgehen. Das fordert Attac anl&auml;sslich der Tagung des EU-Finanzministerrates (ECOFIN) am heutigen Freitag und morgigen Samstag in Tallinn.<br>\nAttac begr&uuml;&szlig;t den Vorsto&szlig; der Finanzminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens zur Einf&uuml;hrung einer &ldquo;Ausgleichssteuer&rdquo;, die zumindest einen Teil der enormen Einnahmeverluste durch die mangelhafte Besteuerung digitaler Unternehmen wie Facebook, Apple, Amazon und Co. kompensieren k&ouml;nnte.<br>\nGleichzeitig fordert Attac endlich umfassendere Reformen hin zu einer starken Gesamtkonzernsteuer (GKKB) und Mindeststeuers&auml;tzen, welche die Steuertricks der Konzerne wirkungsvoll unterbinden w&uuml;rden.<br>\n&ldquo;Die derzeitigen Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die digitale &Ouml;konomie stammen aus dem vergangenen Jahrhundert. Sie sind angesichts der &ouml;rtlich nahezu ungebundenen Gesch&auml;fte dieser Unternehmen v&ouml;llig &uuml;berholt. Die gr&ouml;&szlig;ten internationalen Konzerne sind mittlerweile Digitalunternehmen wie Facebook, Apple oder Amazon. Dadurch gehen riesige Summen an Steuergeld verloren, die dringend f&uuml;r die Finanzierung des Gemeinwesens vor Ort gebraucht werden&rdquo;, sagt Karl-Martin Hentschel von der Attac-Arbeitsgruppe Steuern.<br>\nAttac kritisiert die M&auml;ngel der Konzernbesteuerung schon seit langem und engagiert sich f&uuml;r eine starke Gesamtkonzernsteuer. Bei dieser m&uuml;ssen transnationale Konzerne eine einheitliche Bilanz vorlegen, so dass die Gewinne den Staaten entsprechend der wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten der Konzerne zugeordnet und besteuert werden k&ouml;nnen. Das Verschieben der Gewinne in Steueroasen w&uuml;rde so unterbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/europaeische-union-muss-gegen-steuertricks-von-facebook-apple-amazon-und-co-vorgehen\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die neue Supermacht: Die Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nDass &ldquo;Geld die Welt regiert&rdquo; wird von niemandem mehr ernsthaft bestritten. Die Art und Weise, wie es seine Macht aus&uuml;bt, hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten allerdings erheblich ver&auml;ndert. Hielt sich vor allem das gro&szlig;e Geld fr&uuml;her eher diskret im Hintergrund, so hat es diese Zur&uuml;ckhaltung weitgehend aufgegeben und sonnt sich heutzutage geradezu im Rampenlicht &ndash; vor allem in Gestalt der &ldquo;Finanzm&auml;rkte&rdquo;.<br>\nKaum eine Nachrichtensendung, in der nicht danach gefragt wird, was denn die Finanzm&auml;rkte zu dieser oder jener Entscheidung sagen. Werden wichtige politische Weichen gestellt, so wird zuerst einmal &uuml;berlegt, wie denn die Finanzm&auml;rkte darauf reagieren k&ouml;nnten. Wollen Politiker oder Wirtschaftler Vorschl&auml;ge der Konkurrenz in ein schlechtes Licht r&uuml;cken, verweisen sie einfach auf deren negative Auswirkungen auf die Finanzm&auml;rkte.<br>\nDie Finanzm&auml;rkte scheinen zum Ma&szlig; aller Dinge geworden zu sein. Wieso? Was hat ihnen so viel Macht verliehen? Wer ist f&uuml;r diese Entwicklung verantwortlich? Werfen wir einen kurzen Blick auf ihre Geschichte: Der Aufstieg des Finanzkapitals, aus dem die heutigen Finanzm&auml;rkte hervorgegangen sind, begann im 19. Jahrhundert. Damals sorgten die Banken durch das Verleihen von Geld &ndash; die Kreditvergabe &ndash; daf&uuml;r, dass die Industrie durch Investitionen wachsen konnte. Nach und nach gewannen sie durch die Einnahme von Zinsen immer mehr Macht und Einfluss, bis sie mit Beginn des 20. Jahrhunderts &ndash; von der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbemerkt &ndash; das wirtschaftliche und politische Geschehen aus dem Hintergrund zu lenken und zu leiten begannen.<br>\nGetrieben vom Hunger nach immer h&ouml;heren Profiten entstand ein zunehmend sch&auml;rferer internationaler Wettbewerb. Er gipfelte in kriegerischen Konflikten, die von den Banken wiederum zur Kreditvergabe genutzt wurden. Nach zwei Weltkriegen &uuml;bernahmen die vor allem durch diese Kreditvergabe zur Weltmacht aufgestiegenen Finanzinstitute der New Yorker Wall Street die globale F&uuml;hrung. Auf der Konferenz von Bretton Woods wurde 1944 von der Politik ein W&auml;hrungssystem ins Leben gerufen, das ganz und gar auf die Bed&uuml;rfnisse der Wall Street zugeschnitten war und die gesamte Welt der Herrschaft des US-Dollars unterwarf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-neue-Supermacht-Die-Finanzmaerkte-3831329.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DGB prangert hohe Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten an<\/strong><br>\nEine Woche vor der Bundestagswahl prangert der Deutsche Gewerkschaftsbund an, dass immer mehr Besch&auml;ftigte wegen steigender Mieten aus den Innenst&auml;dten verdr&auml;ngt werden. &raquo;In vielen St&auml;dten m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten 40 oder gar bis zu 50 Prozent ihres verf&uuml;gbaren Einkommens f&uuml;r die Miete berappen &ndash; das geht nicht. Wohnen darf kein Luxus sein&laquo;, erkl&auml;rte Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell in der &raquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&laquo;. Er bezog sich auf eine neue Studie der Humboldt-Universit&auml;t im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die am Montag pr&auml;sentiert werden soll.<br>\nDanach m&uuml;ssen gut eine Million Haushalte mit rund 1,6 Millionen Menschen in 77 untersuchten Gro&szlig;st&auml;dten sogar mehr als die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r die Miete aufwenden. &raquo;Etwa 1,3 Millionen Gro&szlig;stadt-Haushalte haben nach Abzug der Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Regels&auml;tze liegt&laquo;, halten die Autoren fest. &Uuml;ber Jahrzehnte gepflegte sozialpolitische Ans&auml;tze, beim Wohnen &raquo;Einkommensunterschiede zu mildern und einen Beitrag zur sozialen Koh&auml;sion zu leisten, haben sich weitgehend aufgel&ouml;st&laquo;, schreiben sie. &raquo;Die Wohnbedingungen sind damit nicht nur ein Spiegel bestehender Ungleichheit, sondern tragen auch selbst durch die hohe Mietkostenbelastung zu einer wachsenden Ungleichheit bei.&laquo;<br>\nK&ouml;rzell forderte, die Mietpreisbremse zugunsten der Mieter zu versch&auml;rfen. &raquo;In das Gesetz m&uuml;ssen Sanktionsm&ouml;glichkeiten rein, um Verst&ouml;&szlig;e der Vermieter ahnden zu k&ouml;nnen.&laquo; Der Gewerkschafter spricht sich zudem f&uuml;r einen Rechtsanspruch auf Mietauskunft aus. &raquo;Wer eine Wohnung mieten will, muss vom Vermieter erfahren k&ouml;nnen, wie viel zuvor f&uuml;r die Wohnung gezahlt wurde.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1064083.dgb-prangert-hohe-mieten-in-den-grossstaedten-an.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: So viel kostet Wohnen in Ihrer Stadt<\/strong><br>\nWohnen wird in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten zum Armutsrisiko. Viele Menschen zahlen mehr als die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r Miete. Diese Grafiken zeigen, wo es am teuersten ist.<br>\nDie Einkommen in attraktiven Metropolen und Ballungsr&auml;umen sind in der Regel auch deutlich h&ouml;her als in strukturschwachen Regionen, aber die Entwicklungen haben sich abgekoppelt. W&auml;hrend die Kaufkraft nur noch langsam steigt, legen die Wohnkosten stark zu. F&uuml;r eine Einsch&auml;tzung, wie teuer das Wohnen ist, hilft also der Vergleich von Einkommen zu Immobilienkosten.<br>\nIn 36 von 418 deutschen St&auml;dten und Landkreisen liegt der Wohnkostenanteil pro Haushalt schon bei durchschnittlich 20 Prozent und mehr. Einschlie&szlig;lich der Nebenkosten von 10 bis 15 Prozent geht in diesen Regionen ein gutes Drittel des Einkommens nur f&uuml;r die Unterkunft drauf. Weil es sich bei den Daten von Immobilienscout24 um Neuvermietungen handelt, gelten die Zahlen nat&uuml;rlich nur f&uuml;r jene, die umziehen wollen oder m&uuml;ssen.<br>\nHamburger wenden fast ein Viertel f&uuml;r Miete oder Immobilienkredit auf, M&uuml;nchner zahlen in einigen Stadtteilen inklusive der Nebenkosten weit mehr als die H&auml;lfte f&uuml;r ihre Wohnung. &ldquo;In den Metropolen sieht man, dass die Teilung der Gesellschaft in Arm und Reich zunimmt. In die Innenst&auml;dte ziehen nur noch Menschen, die sich das leisten k&ouml;nnen&rdquo;, &hellip;.. Die Bev&ouml;lkerung tauscht sich allm&auml;hlich aus &ndash; es bleibt nur, wer einen g&uuml;nstigen, alten, langfristigen Mietvertrag hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/immobilien-so-viel-kostet-wohnen-in-ihrer-region-a-1166687.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, auf wen oder was sich diese Daten &uuml;berhaupt beziehen. Bei einem Nettomedianeinkommen von 1.753 Euro pro Monat l&auml;gen die 10% und 20%-Grenzen der SPON-&ldquo;Studie&ldquo; ungef&auml;hr bei 180 Euro f&uuml;r preiswerte Regionen und 360 Euro f&uuml;r teure Regionen. Schauen Sie ruhig mal im Netz, ob Sie zu diesen Mietpreisen &uuml;berhaupt eine Wohnung finden. Zumindest bei Neuvermietungen w&uuml;rde ich die Grenzen instinktiv eher doppelt so hoch ansetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausgebremst &ndash; Deutsche Autobauer sind sich selbst der Feind<\/strong><br>\nBlitzendes Blech, garniert mit sch&ouml;nen Frauen und beschallt von Branchenmanagern, die noch jedes banale Alltagsw&auml;gelchen anpreisen, als h&auml;tten sie gerade das Auto neu erfunden. Eigentlich ist auf der 67. Internationalen Automobil-Ausstellung alles wie immer. Und das ist be&auml;ngstigend. &ldquo;Gr&ouml;&szlig;te Ver&auml;nderung seit Jahrzehnten&rdquo;, &ldquo;radikaler Wandel&rdquo; oder jetzt zu treffende &ldquo;lebenswichtige Entscheidungen&rdquo;: In so gut wie jeder Prognose &uuml;ber die kommenden Jahre der Autoindustrie fallen Formulierungen wie diese &ndash; und da ist der Dieselskandal nicht mal eingepreist. Die Frage ist auch gar nicht mehr, wann dieser Wandel kommt &ndash; er l&auml;uft bereits. Tesla oder die Post mit ihrem Streetscooter sind die Vorboten, und es stimmt nachdenklich, dass beide Projekte von den deutschen Autobauern einst als unm&ouml;glich (Tesla) respektive unter ihrer W&uuml;rde (Post) bel&auml;chelt wurden. &Uuml;berheblichkeit ist eher selten ein Begleiter von Erfolg. Doch es ist nicht das fehlende Know-how der Mitarbeiter, sndern der zu schwache Wille zum Wandel in den Vorst&auml;nden, der die deutsche Autoindustrie ausbremst. Und es ist schon erstaunlich, wie wenig sie, die ertappten Trickser, mit ihrem selbstverliebten Auftreten daf&uuml;r tun, Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen. Wie irrational. Legen Studien doch nahe, dass etwa beim automatisierten Fahren gerade Vertrauen und Glaubw&uuml;rdigkeit der Schl&uuml;ssel sein werden, ohne den Erfolge nicht m&ouml;glich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.6632761\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kanzlerin umgebettet<\/strong><br>\nEs geschehen noch Zeichen und Wunder. Erstmals musste sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf zu ihrer Politik der sozialen Elendsverwaltung verhalten. In Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen sei die Arbeitsbelastung zu hoch. &raquo;Deshalb m&uuml;ssen und werden wir auch den Personalschl&uuml;ssel noch mal &uuml;berpr&uuml;fen&laquo;, sagte sie am Samstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Binz auf R&uuml;gen.<br>\nWahrscheinlich w&uuml;rde sich die &raquo;eiserne Kanzlerin&laquo; lieber die Zunge abbei&szlig;en, als f&uuml;r Neueinstellungen zu werben. Doch Verdi ist es gelungen, das Thema in den Wahlkampf einzubringen. Der Kampf f&uuml;r eine Aufstockung des Pflegepersonals gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, davon allein 70.000 in der Pflege, kritisiert die Gewerkschaft. Die Ausbeutung des Personals ist ein gef&auml;hrliches Spiel. In einer von Verdi durchgef&uuml;hrten Umfrage unter Klinikbesch&auml;ftigten hatten bereits im M&auml;rz 2015 rund 55 Prozent der Befragten erkl&auml;rt, dass sie erforderliche Leistungen bei der Versorgung der Patienten &raquo;manchmal&laquo; oder &raquo;oft&laquo; weggelassen h&auml;tten. Sie m&uuml;ssten entscheiden, welche Leistungen sie ihren Patientinnen vorenthielten. Dabei seien sie gezwungen, ihr Berufsethos zu verletzen, hei&szlig;t es im damals ver&ouml;ffentlichten &raquo;Nachtdienstreport&laquo;. In manchen N&auml;chten sei eine Pflegerin oder ein Pfleger f&uuml;r mehr als hundert Patienten verantwortlich. Es bleibe nicht einmal die vorgeschriebene Zeit, sich die H&auml;nde eine halbe Minute lang zu desinfizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318354.kanzlerin-umgebettet.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von Personalmangel d&uuml;rften inzwischen auch viele andere Bereiche &ndash; insbesondere des &Ouml;ffentlichen Dienstes &ndash; betroffen sein: U.a. Kitas,  Polizei und Schulen. Interessant im Zusammenhang mit der Situation in der Pflege ist <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-krankenpfleger-gegen-kanzlerin-100.html\">dieser Monitor-Beitrag<\/a> anl&auml;&szlig;lich der Kanzlerin in der ARD-Wahlarena.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wo der Drohnenkrieg der USA im Schatten tobt<\/strong><br>\nIn der Provinz Khost im Osten Afghanistans geh&ouml;ren Drohnenangriffe der USA seit 2001 zum Alltag. Tausende Menschen wurden so aus der Luft get&ouml;tet. Die Befehle werden auch &uuml;ber die Basis Ramstein in Deutschland geleitet. Die Folgen im Land sehen wenige.<br>\nAbdul Hadis Haus liegt mitten in der Stadt Khost. Die Atmosph&auml;re in dem Viertel ist laut und lebendig. Autos fahren die Stra&szlig;e entlang, Menschen schlendern zum Basar. Khost ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt im Osten Afghanistans an der Grenze zu Pakistan.<br>\nEine rund vierst&uuml;ndige Autofahrt von Kabul ausgehend ist notwendig, um das Zentrum der Stadt zu erreichen. Fr&uuml;her war der Weg fast doppelt so lang. Doch in den letzten Jahren wurden neue Stra&szlig;en gebaut, die die Reise erleichtern.<br>\nAls Abdul Hadi die T&uuml;r aufmacht, wirkt er sch&uuml;chtern. Er serviert Tee und wundert sich, dass ihn jemand nur aufgesucht hat, um mit ihm &uuml;ber seinen Vater, Hajji Delay, zu sprechen.<br>\nDelay wurde im Mai 2014 durch einen US-amerikanischen Drohnenangriff get&ouml;tet. Eine Hellfire-Rakete  traf den Wagen Delays, der vollkommen ausbrannte &ndash;  er und vier weitere Insassen waren sofort tot. Sie waren allesamt Zivilisten.<br>\nWie viele Afghanen, die sich ein Auto &ndash;  zumeist einen Toyota Corolla &auml;lteren Jahrgangs &ndash; leisten konnten, verdiente der 45-j&auml;hrige Hajji Delay seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer. An jenem Tag war er mit seinem Fahrg&auml;sten auf dem Weg in  den naheliegenden Distrikt Ali Sher.<br>\nSeit Beginn des NATO-Einsatzes im Jahr 2001 geh&ouml;ren Drohnenangriffe zum Alltag in Afghanistan. Tausende solcher Angriffe fanden seit jeher im Land statt. Laut dem Bureau of Investigative Journalism, einer in London ans&auml;ssigen Journalisten-Gruppierung, die den US-Drohnenkrieg beobachtet, ist Afghanistan das &ldquo;am meiste von Drohnen bombardierte Land der Welt&rdquo;.<br>\nWen die Drohnen t&ouml;ten, ist oft unbekannt<br>\nDie Drohnen, so hei&szlig;t es, sind pr&auml;zise Waffensysteme, die ausschlie&szlig;lich &ldquo;Terroristen&rdquo; t&ouml;ten. Doch die Realit&auml;t ist eine andere. In den allermeisten F&auml;llen sind die Identit&auml;ten der Opfer v&ouml;llig unbekannt.<br>\nAllein f&uuml;r den Zeitraum Januar 2015 bis August 2017 z&auml;hlt das Bureau in London &uuml;ber 4.000 Todesopfer und &uuml;ber 260 get&ouml;tete Zivilisten. Die absolute Mehrheit der Drohnenopfer bleibt unbekannt. Sie sind namen- und gesichtslos &ndash; und oftmals Zivilisten wie Hajji Delay.<br>\n2012 wurde bekannt, dass laut dem Wei&szlig;en Haus jede m&auml;nnliche Person im &ldquo;wehrf&auml;higen Alter&rdquo; im Umfeld eines Drohnenangriffs als &ldquo;feindlicher Kombattant&rdquo; gilt. Nach dieser Definition ist fast jeder Afghane, auch Abdul Hadis Vater, ein Terrorist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/khost-in-afghanistan-wo-der-drohnenkrieg-der-usa-im.979.de.html?dram:article_id=395846\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Basis in Ramstein ist einer der wichtigsten Relaispunkte f&uuml;r den weltweiten Drohnenkrieg der USA. Hat man hierzu je ein Wort der Kritik von Merkel geh&ouml;rt, die ja so gerne die Trump-Gegnerin in der &Ouml;ffentlichkeit mimt? Nein! Damit ist Merkel f&uuml;r jeden Drohnenmord mitverantwortlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wer unsere Gesichter wirklich will<\/strong><br>\nEine neue Technik h&auml;lt Einzug in Millionen Hosentaschen, und mit ihr die Angst. Diese Woche stellte Apple das iPhone X vor. Es l&auml;sst sich nicht nur mit einem Zahlencode entsperren, sondern auch, indem der Besitzer sein Gesicht vor das Telefon h&auml;lt. &ldquo;Face ID&rdquo; nennt der Konzern das. Die M&ouml;glichkeit, Gesichter automatisch zu erkennen, macht rasante Fortschritte, weil Kameras immer pr&auml;ziser werden und Algorithmen Bilder immer besser erkennen k&ouml;nnen. Das verunsichert viele.<br>\nDie Pr&auml;sentation des neuen iPhone f&auml;llt zusammen mit der hitzigen Debatte &uuml;ber k&uuml;nstliche Intelligenz. Deshalb kommt es zu einem Missverst&auml;ndnis: Apples Entsperrsystem ist Fachleuten zufolge erst einmal unproblematisch. Sie nennen die Technik Gesichtsverifikation: Das Gesicht einer Person wird mit einem 3-D-Modell abgeglichen, das nur auf dem Ger&auml;t gespeichert ist. So kann das iPhone die Frage beantworten: &ldquo;Ist das der rechtm&auml;&szlig;ige Nutzer dieses Telefons oder nicht?&rdquo; Bei Face ID k&ouml;nne er &ldquo;kein praktisch relevantes Missbrauchspotenzial erkennen. Gesichtserkennung im &ouml;ffentlichen Raum halte ich dagegen f&uuml;r h&ouml;chst problematisch&rdquo;, sagt Florian Gallwitz, Informatiker und Experte f&uuml;r Mustererkennung an der Ohm-Hochschule N&uuml;rnberg. Er meint Gesichtsidentifikation, wie sie die Polizei am Berliner Bahnhof S&uuml;dkreuz testet: Videokameras erfassen Gesichter, Software gleicht sie mit einer Datenbank von Portr&auml;tfotos ab.<br>\nW&auml;hrend Apple Gesichter dezentral speichert, sammelt der Staat sie zentral &ndash; und immer mehr Beh&ouml;rden d&uuml;rfen darauf zugreifen. Im Juli erm&ouml;glichte die Koalition Bundesnachrichtendienst, Milit&auml;rischem Abschirmdienst, Verfassungsschutz von Bund und L&auml;ndern sowie Zoll- und Steuerfahndern, automatisiert und reibungslos auf alle Passfotos zuzugreifen. Das war vorher nur in Ausnahmef&auml;llen m&ouml;glich. Die Rechtsgrundlage f&uuml;r den Einsatz von Software zur Gesichtserkennung muss erst noch geschaffen werden. Andrea Vo&szlig;hoff, Bundesbeauftragte f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit, kritisiert: &ldquo;Die neuen Zugriffsm&ouml;glichkeiten auf Fotos in Kombination mit der immer weiter ausgeweiteten Video&uuml;berwachung machen k&uuml;nftig alle B&uuml;rger an &uuml;berwachten Orten leicht identifizierbar.&rdquo; Die Beh&ouml;rden h&auml;tten nun Zugriff auf einen riesigen Satz Gesichter, &uuml;ber den sie Software laufen lassen k&ouml;nnten, die f&uuml;r den Menschen unsichtbare Eigenschaften erkenne. Diese Variante der Gesichtserkennung wirkt am unheimlichsten: Selbstlernende Algorithmen werten unz&auml;hlige Fotos aus und k&ouml;nnen solche Muster erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/biometrie-und-gesichtserkennung-wer-unsere-gesichter-wirklich-will-1.3668498\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt &ndash;  Die Gipfelst&uuml;rmerin<\/strong><br>\nIn Neuseeland sah alles nach einem klaren Sieg der Konservativen aus &ndash; bis die Sozialdemokraten nur zwei Monate vor der Wahl Jacinda Ardern an ihre Spitze w&auml;hlten. Die Newcomerin konnte die Umfragewerte ihrer Partei verdoppeln und l&ouml;st im Land derzeit eine regelrechte &ldquo;Jacindamania&rdquo; aus.<br>\nSie ist Gelegenheits-DJ und nicht religi&ouml;s, trinkt Whisky, lebt mit einem bekannten Fernsehmoderator zusammen und ist mit nur 37 Jahren die j&uuml;ngste Vorsitzende, die je Labour in Neuseeland angef&uuml;hrt hat. Jacinda Ardern ist das moderne Gesicht einer Traditionspartei &ndash; und ein politisches Ph&auml;nomen. In nur wenigen Wochen gelang es ihr, Labours W&auml;hlerschaft zu verdoppeln, mit Ardern an der Spitze legte ihre Partei unerh&ouml;rte 23 Prozentpunkte zu und zog an den Konservativen vorbei. Nicht, weil Ardern die Regierung schlecht machte, sondern weil ihr viele Neuseel&auml;nder zutrauen, es besser zu machen.<br>\n&ldquo;Wir wollen ein Neuseeland, in dem jeder ein Dach &uuml;ber dem Kopf und eine erf&uuml;llende Arbeit hat&rdquo;, sagt Jacinda Ardern. &ldquo;Ein Land, in dem Bildung nichts kostet, Einwanderung streng kontrolliert und der Klimawandel ernst genommen wird. Ein Land, in dem Kinder von Kreativit&auml;t und nicht von Armut umgeben sind, und das weltweit f&uuml;hrenden Umweltschutz betreibt.&rdquo;<br>\nAlle lieben Jacinda: &ldquo;Mehr Flair als der junge Tony Blair&rdquo; oder &ldquo;Neuseelands weiblicher Justin Trudeau&rdquo;, schw&auml;rmen die Medien. Ardern ist kompetent, direkt und glaubw&uuml;rdig &ndash; ein frischer Wind. Neben ihr sieht der 55-j&auml;hrige Premier Bill English, ein solider, aber staubtrockener Polit-Verwalter, buchst&auml;blich alt aus. Ardern ist es gelungen, zehntausende Erst-, Jung- und fr&uuml;here Nichtw&auml;hler zu mobilisieren &ndash; vor allem Frauen. In Neuseeland grassiert &ldquo;Jacindamania&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/neuseeland-vor-den-wahlen-die-gipfelstuermerin.799.de.html?dram:article_id=396020\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was kann die SPD daraus lernen? Mit Offenheit, Ehrlichkeit, einer klaren Position und einer Person die diese glaubw&uuml;rdig vermittelt, kann man auch aus einer scheinbar aussichtslosen Lage heraus Erfolg haben. Mit Politapparatschiks &aacute; la Schulz, die sich im Grunde ihres Herzens den herrschenden Eliten mehr verbunden f&uuml;hlen als den Menschen, gelingt dies nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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