{"id":4018,"date":"2009-06-24T10:00:27","date_gmt":"2009-06-24T08:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4018"},"modified":"2009-06-24T20:50:34","modified_gmt":"2009-06-24T18:50:34","slug":"hinweise-des-tages-917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4018","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4018#h01\">Lucas Zeise: Transatlantische Totalpleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h02\">Attac verurteilt Blockade des UN-Finanzgipfels durch Industrienationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h03\">Konjunktur: Weltbank k&uuml;rzt Prognosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h04\">Hypo Real Estate drohen weitere Millionen-Verluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h05\">Bankenkrise k&ouml;nnte Steuerzahler in Europa zwei Billionen Euro kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h06\">Weber droht deutschen Banken mit harter Gangart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h07\">Ungebremste Gier &ndash; Banken weiter au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h08\">Heiner Flassbeck: Was sozial ist, schafft Arbeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h09\">Abgabenquote in der EU27 im Jahr 2007 bei 39,8% des BIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h10\">1. Quartal 2009: Reall&ouml;hne sinken um 0,4% <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h11\">Ausfuhr 1. Quartal 2009: &ndash;&nbsp;21,2% zum Vorjahresquartal <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h12\">Harvard-Professor sagt deutschen Absturz voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h13\">Der Karstadtkl&uuml;ngel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h14\">Es ist angerichtet: Tafeln in Deutschland! Kritik an der Verselbst&auml;ndigung einer Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h15\">&bdquo;Arbeitsmarktpolitik&ldquo; in der Depression &ndash; Sanierungsstrategien in der Arbeitslosenversicherung 1927-1933<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h16\">Ein Herz f&uuml;r Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h17\">Sekte sind immer die anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h18\">SPD-Chef Hoppe tritt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h19\">Alterssicherung in OECD-L&auml;ndern leidet unter Wirtschaftskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h20\">Warum die Rente mit 67 die SPD in Bedr&auml;ngnis bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h21\">Hilft mehr Bildung gegen Armut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h22\">Die HU beugt sich dem Druck der Studierenden &ndash; Streik zeigt erste Wirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h23\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Mitternachtsspitzen WDR 20. Juni 2009<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4018&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Transatlantische Totalpleite<\/strong><br>\nV&ouml;llig ungebremst hat sich die Finanzlobby in Fragen des Derivatehandels durchgesetzt. Keine Spur davon, dass Credit Default Swaps verboten werden, wie es etwa der Gro&szlig;zocker George Soros fordert. Nicht einmal die B&ouml;rsenpflicht f&uuml;r Derivate wird erwogen. Die zentrale Gegenpartei soll&rsquo;s richten. Die Regierung will nur darauf hinwirken, dass der gr&ouml;&szlig;ere Teil des Derivatehandels &uuml;ber diese im Aktienhandel mittlerweile &uuml;bliche &ldquo;Wertpapierzentralbank&rdquo; abgewickelt wird. Damit wird das Spielkasino noch gef&ouml;rdert. Die Spieler brauchen sich um das Kontrahentenrisiko nicht mehr zu k&uuml;mmern &ndash; und k&ouml;nnen umso riskanter spielen. \n<p>Der Kern von Obamas Vorschl&auml;gen ist die Vereinheitlichung der Bankenaufsicht. Das ist im bisher chaotischen US-System bitter n&ouml;tig. Aber leider bleiben die Pl&auml;ne auch da k&uuml;mmerlich. Die beiden Marktaufsichtsbeh&ouml;rden SEC und CFTC, die eine zust&auml;ndig f&uuml;r normale Wertpapiere, die andere f&uuml;r Derivate (bei unklarer Abgrenzung), werden weder beseitigt noch zusammengelegt. Beide Beh&ouml;rden haben eklatant versagt, was sich bei der SEC im Skandalfall Madoff &uuml;berdeutlich gezeigt hat. Bei den Banken werden zwei Aufsichtsinstanzen zusammengelegt (wenigstens das), und die Rolle der Notenbank Fed wird weiter gest&auml;rkt. Als ob das nicht schon schlimm genug w&auml;re, weil man den Bock zum G&auml;rtner macht, so r&auml;tselt man vor allem, was diese neue Aufsicht anders machen soll als bisher. <\/p>\n<p>Den H&ouml;hepunkt unsinniger Pseudoregulierung kann man jedoch in der EU besichtigen. Dort hei&szlig;t Bankenaufsicht die Schaffung neuer Gremien. Zwar gebietet es die Logik, dass der einheitliche Binnen- und Finanzmarkt eine einheitliche Bankenaufsicht braucht. <\/p>\n<p>Die Einzelstaaten bestehen aber dennoch darauf, ihre Banken weiter selber zu beaufsichtigen, denn im Eventualfall zahlen sie auch selber. Beides haben sie in der Krise gezeigt. Da gab es keine europ&auml;ischen Banken mehr, sondern nur noch nationale. Jetzt musste ein Kompromiss her. Also wird das Gremium der versammelten nationalen Bankenaufseher zu einer richtigen Beh&ouml;rde gemacht. Sie wird im absoluten Ausnahmefall mit ein ganz klein wenig Weisungsbefugnis gegen&uuml;ber einer nationalen Aufsicht ausgestattet. Nat&uuml;rlich darf diese Weisung, wie die Regierungschefs nach der Beschlussfassung reihenweise betonten, das betreffende Land nichts kosten. <\/p>\n<p>Und weil es so sch&ouml;n ist, setzen die Regulierungsk&uuml;nstler noch eins drauf. Sie schaffen einen &ldquo;europ&auml;ischen Ausschuss f&uuml;r Systemrisiken&rdquo;. Der soll die Finanzstabilit&auml;t &uuml;berwachen, fr&uuml;h vor Risiken warnen und Empfehlungen abgeben. Wer sitzt in diesem Systemrisikorat? Die Chefs der 27 nationalen EU-Notenbanken, der Pr&auml;sident und der Vizepr&auml;sident der EZB sowie die Chefs der gerade aufgewerteten neuen Beh&ouml;rden. Er &auml;hnelt also dem EZB-Rat und d&uuml;rfte genauso unentschlossen den Ereignissen hinterherlaufen. Kann man die zaghaften Reformvorschl&auml;ge der USA wenigstens noch mit &ldquo;ungen&uuml;gend&rdquo; benoten, so f&auml;llt einem f&uuml;r die der EU nur das W&ouml;rtchen &ldquo;grotesk&rdquo; ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Transatlantische-Totalpleite\/530513.html?p=2\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>BASF-Chefkontrolleur Voscherau: &ldquo;Macht des Systems ist ungebrochen&rdquo;<\/strong><br>\nBASF-Aufsichtsratschef Eggert Voscherau wirft der Politik Versagen bei der Bew&auml;ltigung der Finanzkrise vor. &ldquo;Die Macht des Systems ist ungebrochen, nichts von Substanz ist bisher geschehen, um eine Wiederholung zu vermeiden&rdquo;, sagte Voscherau. <\/p>\n<p>Bisher sei keines der riskanten Finanzinstrumente verboten, es gebe noch immer Kreditverbriefungen und spekulative Versicherungsscheine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1808901_BASF-Chef-Voscherau-Macht-des-Systems-ist-ungebrochen.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Attac verurteilt Blockade des UN-Finanzgipfels durch Industrienationen<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac verurteilt die Blockadehaltung der Industrienationen gegen&uuml;ber dem am Mittwoch beginnenden UN-Finanzgipfel und fordert sie auf, zu einer globalen L&ouml;sung der Krise im Interesse aller Menschen beizutragen. &ldquo;Es ist ein Skandal, dass die Industriel&auml;nder angesichts der globalen Krisen ein solch wichtiges Treffen boykottieren. Die G8-L&auml;nder reden von radikalen &Auml;nderungen, die erfolgen m&uuml;ssen. Wenn es aber konkret wird, wollen sie am liebsten unter sich bleiben und sie &ndash; notgedrungen &ndash; gerade mal bereit, die Schwellenl&auml;nder in der G20 mit an den Tisch zu lassen&rdquo;, sagte Kerstin Sack vom Attac-Koordinierungskreis. Die Hauptleidtragenden der Finanz- und Wirtschaftskrise seien aber die Menschen in den L&auml;ndern des S&uuml;dens.\n<p>Lediglich 30 Staats- und Regierungschefs werden beim UN-Gipfel erwartet &ndash; alle aus Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern. F&uuml;r Deutschland nimmt statt der Bundeskanzlerin die Entwicklungsministerin teil, andere Industriel&auml;nder schicken lediglich Mitarbeiter ohne Entscheidungsbefugnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/06\/23\/attac-verurteilt-blockade-des-un-finanzgipfels-durch-industrienationen\/?cHash=7979c93f7a\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konjunktur: Weltbank k&uuml;rzt Prognosen<\/strong><br>\nDer Zufluss von privatem Kapital galt in den vergangenen Jahren als wichtige S&auml;ule f&uuml;r Wirtschaftswachstum und Armutsbek&auml;mpfung in Entwicklungsl&auml;ndern. Die Geldstr&ouml;me machen ein Vielfaches der Entwicklungshilfe der Industrienationen aus, die insgesamt etwa 100 Milliarden Dollar pro Jahr betr&auml;gt. Nun alarmiert das Stocken der Kapitalbewegungen die Weltbank: Der Einbruch k&ouml;nnte eine neue Welle der Instabilit&auml;t f&uuml;r die globale Wirtschaft ausl&ouml;sen, die bereits in der Rezession steckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1807127_Konjunktur-Weltbank-kuerzt-Prognosen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hypo Real Estate drohen weitere Millionen-Verluste<\/strong><br>\nDas Minus bei der Hypo Real Estate nimmt kein Ende: Auch im zweiten Quartal steht die angeschlagene Immobilienbank vor Einbu&szlig;en im dreistelligen Millionenbereich. Gepr&uuml;ft wird, ob problematische Kredite in eine eigenen Bad Bank ausgelagert werden.\n<p>Um ihr Gesch&auml;ft neu auszurichten, will die HRE problematische Kredite und Best&auml;nde von Wertpapieren, die keine strategische Bedeutung haben, in eine eigenst&auml;ndige Gesellschaft zur Abwicklung auslagern, wie das Unternehmen mitteilte. Daf&uuml;r wolle die HRE das Modell zur Einrichtung einer sogenannten Bad Bank nutzen, das eigentlich den angeschlagenen Landesbanken helfen soll, ihre Bilanzen von Wertpapierschrott zu s&auml;ubern und ihr Gesch&auml;ft zu verschlanken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-632032,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt einer Anmerkung noch ein paar weitere S&auml;tze aus dem Beitrag:<br>\nSeit kurzem ist die HRE zu 90 Prozent in staatlicher Hand. Insgesamt komme die HRE bei ihrer Neuausrichtung &ldquo;gut voran&rdquo;, teilte das Institut mit. Die Sozialpl&auml;ne f&uuml;r den Abbau der H&auml;lfte der knapp 2000 Arbeitspl&auml;tze im Unternehmen seien bereits abgeschlossen. Das Institut will sich von den weltweit 1000 betroffenen Mitarbeitern bis 2013 trennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bankenkrise k&ouml;nnte Steuerzahler in Europa zwei Billionen Euro kosten<\/strong><br>\nDas entspr&auml;che einem Sechstel der gesamteurop&auml;ischen Wirtschaftsleistung von rund zw&ouml;lf Billionen Euro, wie aus einem am Dienstag in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlichten Bericht hervorgeht. Die von den 27 EU-Staaten geschn&uuml;rten Hilfspakete f&uuml;r die Banken belaufen sich demnach auf 44 Prozent der gesamteurop&auml;ischen Wirtschaftsleistung, das sind &uuml;ber f&uuml;nf Billionen Euro.\n<p>&Uuml;berwiegend handele es sich dabei um B&uuml;rgschaften, schreibt die Kommission. Im besten Fall w&uuml;rden nur wenige davon tats&auml;chlich in Anspruch genommen. Im schlimmsten Fall aber werde sich der Schaden f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte auf 16,5 Prozent der gesamteurop&auml;ischen Wirtschaftsleistung belaufen, das w&auml;ren 1,9 Billionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pr-inside.com\/de\/bankenkrise-koennte-steuerzahler-in-r1340638.htm\">PR-inside<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weber droht deutschen Banken mit harter Gangart<\/strong><br>\nScharfe Worte von Axel Weber: Der Bundesbank-Pr&auml;sident hat die deutschen Kreditinstitute dazu aufgefordert, die Zinssenkungen der EZB endlich an ihre Kunden weiterzugeben &ndash; um g&uuml;nstige Kredite m&ouml;glich zu machen. Ansonsten m&uuml;ssten sich die Banken wohl auf Zwangsma&szlig;nahmen einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3983920\/Weber-droht-deutschen-Banken-mit-harter-Gangart.html;jsessionid=C4A73E4E2D51C98367DABC4B69C72842#vote_3984259\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ungebremste Gier &ndash; Banken weiter au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nBanken raten ihren Kunden offenbar weiterhin zu undurchschaubaren und riskanten Geldanlagen, trotz der Erfahrungen aus der Finanzkrise. Die Bundesregierung habe zwar mehr Kontrolle versprochen, doch bisher sei nichts passiert, kritisiert Manfred Westphal von der Verbraucherzentrale Bundesverband. Und bei den Banken wachse der Verkaufsdruck auf die Mitarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/16\/0,1872,7597264,00.html\">ZDF Frontal21<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Es ist alles noch viel schlimmer geworden&rdquo;<\/strong><br>\nGewerkschafter kritisiert Verhalten der Banken in der Krise<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/6\/0,1872,7597254,00.html\">ZDF Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Was sozial ist, schafft Arbeit!<\/strong><br>\nNiemand denkt daran, eine unabh&auml;ngige Kommission einzusetzen, die sich nur der einen Frage verpflichtet f&uuml;hlt: Wie konnte es dazu kommen? Au&szlig;er ein paar nichtssagenden Floskeln &uuml;ber die amerikanische Geldpolitik oder das globale &Uuml;ber-die-Verh&auml;ltnisse-Leben hat man nichts dar&uuml;ber geh&ouml;rt, wie der globalen Wirtschaft ohne &auml;u&szlig;ere Einwirkung praktisch &uuml;ber Nacht die Statik abhandenkommen konnte.\n<p>Offenbar wollen die Protagonisten der Marktwirtschaft den Kapitalismus um jeden Preis sch&uuml;tzen, weil sie f&uuml;rchten, dass die anderen ihn bei dieser Gelegenheit um jeden Preis zerst&ouml;ren wollen. Es ist wieder das alte Lied: Markt gegen Staat!<\/p>\n<p>Einzelwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Logik widersprechen sich schon da, wo die Arbeitsteilung beginnt&hellip;Genau hier, bei der Entlohnung von Arbeit, wurde die arbeitsteilige Marktwirtschaft in den vergangenen f&uuml;nfzehn Jahren in Deutschland mehr als anderswo fundamental in Frage gestellt&hellip;In einzelwirtschaftlicher Sicht kann man durch G&uuml;rtel-enger-Schnallen die Krise zu &uuml;berwinden suchen. Gesamtwirtschaftlich ist das aussichtslos, weil die Kosten des einen die Ertr&auml;ge eines anderen Unternehmens sind.<\/p>\n<p>Gesamtwirtschaftlich ist es auch sinnlos, die Arbeiter dazu zu bewegen, auf die Teilhabe an den gemeinsam erarbeitenden Zuw&auml;chsen des Systems, den Produktivit&auml;tsfortschritt, zu verzichten, wie das die deutsche Wirtschaftspolitik seit Mitte der neunziger Jahre getan hat. Weil geringere L&ouml;hne immer unmittelbar weniger Nachfrage nach den von Kapital und Arbeit gemeinsam erarbeiteten G&uuml;tern bedeutet, erreicht man damit weder mehr Besch&auml;ftigung noch eine Umverteilung hin zu den Investoren.<\/p>\n<p>Ein Land kann durch Lohnsenkung, also eigenes Unter-den-Verh&auml;ltnissen-Leben, nur dann seine Situation kurzfristig verbessern, wenn es gelingt, andere L&auml;nder dazu zu bewegen, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu leben.<\/p>\n<p>Wirklicher Wettbewerb freilich ist nicht Wetteifer darum, wer seinen B&uuml;rgern gr&ouml;&szlig;eres Leid abverlangen kann, sondern ist Wettbewerb um Ideen f&uuml;r neue Produkte oder neue Produktionstechnologien.<\/p>\n<p>Kasinokapitalismus ist die explizite Aufk&uuml;ndigung eines arbeitsteiligen, der Marktwirtschaft impliziten Versprechens: Sparen, der Verzicht auf Konsum, ist nur sinnvoll, wenn der Schuldner verspricht, die Ersparnisse produktiv zu verwenden. Versprechen auf Wetten sind L&uuml;gen &ndash; nicht f&uuml;r jeden, aber f&uuml;r alle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E883F36486D784F5AB4A053AF120B0577~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Denklogik &auml;ndert sich eben komplett, wenn man sich aus den Denkblockaden einzelwirtschaftlichen Denkens befreit. Aber in gesamtwirtschaftlichen Kategorien zu denken, ist in der Politik und vor allem auch in den Wirtschaftsredaktionen weitgehend abhanden gekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abgabenquote in der EU27 im Jahr 2007 bei 39,8% des BIP<\/strong><br>\nKontinuierlicher R&uuml;ckgang der Spitzens&auml;tze der Einkommen- und K&ouml;rperschaftsteuern seit 2000. Deutschland liegt unter dem Durchschnitt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-22062009-AP\/DE\/2-22062009-AP-DE.PDF\">Eurostat [PDF &ndash; 209 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Blick auf die Tabellen lohnt sich. Danach liegt das Steueraufkommen in Prozent des BIP 2007 in Deutschland mit 39,5 % unter dem EU27-Schnitt von 39,8% (EU16 = 40,4%). Irland (31,2%), Griechenland (32,1%), GB (36,3%), Luxemburg (36,7%), Portugal (36,8%), Spanien (37,1), Niederlande (38,9%) haben ein niedrigeres Steueraufkommen. &Ouml;sterreich (42,1%), Finnland (43%), Frankreich (43,3%), Italien (43,3%), Belgien (44%), Schweden 48,3%) und D&auml;nemark (48,7%) haben ein h&ouml;heres Steueraufkommen als Deutschland.<\/em><\/p>\n<p>Die h&ouml;chsten Spitzeneinkommensteuers&auml;tze wurden 2008 in D&auml;nemark (59,0%), Schweden (56,4%) und Belgien (53,7%) verzeichnet.<\/p>\n<p>Noch interessanter ist, dass Deutschland mit einem impliziten Steuersatz auf Arbeit mit 39% deutlich &uuml;ber dem EU27-Durchschnitt von 34,4% liegt, beim impliziten Steuersatz auf Kapital mit 24,4% aber erheblich unter dem EU27-Schnitt von 28,7% (EU16 = 29,8%) liegt. Nur in den baltischen Staaten, in Irland und in den Niederlanden wird Kapitalverm&ouml;gen niedriger besteuert. In D&auml;nemark liegt der Steuersatz auf Kapital mit 44,9% fast doppelt so hoch, selbst im wirtschaftsliberalen GB liegt er mit 42,7% erheblich h&ouml;her.<\/p>\n<p>Die st&auml;rksten R&uuml;ckg&auml;nge bei den Regels&auml;tzen auf K&ouml;rperschaftssteuern wurden in Bulgarien und in Deutschland (von 51,6% auf 29,8%) verzeichnet.<\/p>\n<p>Aber die Unternehmerverb&auml;nde und etwa der Wirtschaftsweise Wiegard verlangen noch weiteres Steuersenkungen f&uuml;r die Unternehmen.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>1. Quartal 2009: Reall&ouml;hne sinken um 0,4% <\/strong><br>\nNach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die Reall&ouml;hne im ersten Quartal 2009 um 0,4% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies ist das Ergebnis des erstmalig berechneten Reallohnindex, bei dem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegen&uuml;ber gestellt wird. Das Sinken der Reall&ouml;hne resultiert haupts&auml;chlich aus dem schwachen Anstieg der Verdienste (+&nbsp;0,4%). Ursache daf&uuml;r war vor allem der R&uuml;ckgang der Sonderzahlungen, die im Vergleich zum ersten Quartal 2008 um&nbsp;7,9% abnahmen. Die Grundverg&uuml;tung, das hei&szlig;t die Bruttomonatsverdienste ohne Sonderzahlungen, stieg im gleichen Zeitraum um 1,5%.\n<p>Auf die H&ouml;he und Entwicklung der Bruttomonatsverdienste sowie auf die Arbeitszeit hatte im ersten Quartal 2009 der verbreitete Einsatz von Kurzarbeit bedeutenden Einfluss. So sank die bezahlte Wochenarbeitszeit im Vergleich zum ersten Quartal 2008 im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich um 1,6%. Besonders stark von Kurzarbeit betroffen war das Verarbeitende Gewerbe &ndash; dort ging die bezahlte Wochenarbeitszeit um 4,2% auf durchschnittlich 36,8 Stunden zur&uuml;ck. Dies zeigte sich in diesem Wirtschaftszweig auch im R&uuml;ckgang der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste um 2,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Kurzarbeit f&uuml;hrte also gleicherma&szlig;en zu einem Sinken der Arbeitszeit und der Bruttomonatsverdienste. <\/p>\n<p>Ein vollzeitbesch&auml;ftigter Arbeitnehmer verdiente im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im ersten Quartal 2009 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3&nbsp;108 Euro im Monat. Die h&ouml;chsten Verdienste erzielten die Besch&auml;ftigten in den Wirtschaftszweigen Information und Kommunikation (4&nbsp;137&nbsp;Euro), Energieversorgung (4&nbsp;128&nbsp;Euro) und Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (4&nbsp;096&nbsp;Euro). Dagegen wurden die niedrigsten Bruttomonatsverdienste im Gastgewerbe (1&nbsp;882 Euro), im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (2&nbsp;067 Euro) und im Baugewerbe (2&nbsp;501 Euro) gezahlt.<\/p>\n<p>Verluste beim durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst mussten im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal neben den bereits erw&auml;hnten Arbeitnehmern im Verarbeitenden Gewerbe (&ndash;&nbsp;2,3%) auch die Arbeitnehmer im Baugewerbe (&ndash;&nbsp;1,3%)&nbsp;hinnehmen. Geringe Verdienstzuw&auml;chse hatten Besch&auml;ftigte im Gastgewerbe (+&nbsp;1,3%) und im Handel (+&nbsp;1,5%). Die h&ouml;chsten Verdienststeigerungen verzeichneten Arbeitnehmer im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 5,9%, gefolgt von den Besch&auml;ftigten der Energieversorgung mit 5,1% und der &Ouml;ffentlichen Verwaltung mit 4,8%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/06\/PD09__231__623,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber nach den Kaffeesatzlesern von der <a href=\"http:\/\/www.gfk.com\/group\/press_information\/press_releases\/004226\/index.de.html\">Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung<\/a> steigt angeblich die Verbraucherlaune.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausfuhr 1. Quartal 2009: &ndash;&nbsp;21,2% zum Vorjahresquartal <\/strong><br>\nNach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die deutschen Gesamtausfuhren im ersten Quartal 2009 um 21,2% gegen&uuml;ber dem entsprechenden Vorjahresquartal 2008 auf 199,0 Milliarden Euro.\n<p>&nbsp;Exporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU gingen mit &ndash; 19,6% (auf 71,7&nbsp;Milliarden Euro) etwas weniger stark zur&uuml;ck als die Gesamtausfuhren. Besonders die Ausfuhren nach China (&ndash;&nbsp;3,3% auf 7,6&nbsp;Milliarden Euro), in die Schweiz (&ndash;&nbsp;7,3% auf 9,0&nbsp;Milliarden Euro) und nach Indien (&ndash;&nbsp;8,0% auf 1,8&nbsp;Milliarden Euro) waren in geringerem Ma&szlig; von den allgemein zu beobachtenden R&uuml;ckg&auml;ngen betroffen.<\/p>\n<p>&Uuml;berdurchschnittlich stark eingebrochen sind die Ausfuhren in die T&uuml;rkei (&ndash;&nbsp;38,7% auf 2,5&nbsp;Milliarden Euro) und nach Russland (&ndash;&nbsp;31,4% auf 5,2&nbsp;Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten fielen um&nbsp;26,4% auf 13,8&nbsp;Milliarden Euro und nach Japan um 22,4% auf 2,6&nbsp;Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die Versendungen in die EU-Mitgliedsl&auml;nder verringerten sich um 22,0% auf 127,3&nbsp;Milliarden Euro. In die nicht zur Eurozone z&auml;hlenden L&auml;nder der EU gingen Waren f&uuml;r insgesamt 39,0&nbsp;Milliarden Euro (&ndash;&nbsp;25,9%), in die Eurozone f&uuml;r 88,3&nbsp;Milliarden Euro (&ndash;&nbsp;20,2%). Relativ geringe R&uuml;ckg&auml;nge zeigten die Versendungen nach &Ouml;sterreich (&ndash;&nbsp;10,1% auf 12,1&nbsp;Milliarden Euro) und D&auml;nemark (&ndash;&nbsp;10,2% auf 3,6&nbsp;Milliarden Euro). Spanien (&ndash;&nbsp;37,0% auf 7,7&nbsp;Milliarden Euro) und Ungarn (&ndash;&nbsp;35,7% auf 2,9&nbsp;Milliarden Euro) nahmen hingegen deutlich weniger deutsche Waren ab als im ersten Quartal 2008.<br>\n&nbsp;<br>\nDie deutschen Gesamteinfuhren verringerten sich im ersten Quartal 2009 um 14,7% auf 172,2&nbsp;Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/06\/PD09__230__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Harvard-Professor sagt deutschen Absturz voraus<\/strong><br>\nDer Finanzhistoriker Niall Ferguson sieht f&uuml;r Deutschland schwarz: Die eigentliche Krise kommt erst noch, meint der Harvard-Professor. Er erkl&auml;rt, warum es um die deutsche Wirtschaft schlechter als um die US-&Ouml;konomie stehe &ndash; und wieso die Deutschen die Krise anderer Euro-Staaten mitbezahlen.\n<blockquote><p><strong>WELT ONLINE:<\/strong> Herr Ferguson, die B&ouml;rsen spielen eine Erholung der Weltwirtschaft. Sehen Sie auch den Silberstreif am Horizont? <\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Niall Ferguson:<\/strong> Nein. Ich glaube &uuml;berhaupt nicht an den Silberstreif. Der Aktienmarkt verh&auml;lt sich jetzt ganz &auml;hnlich wie in den Jahren nach 1929, als auf den scharfen Einbruch zun&auml;chst eine starke Gegenbewegung folgte. Danach aber ging es erst richtig abw&auml;rts. Auch andere Wirtschaftsindikatoren zeichnen die Entwicklung von damals fast eins zu eins nach. Ich denke zwar nicht, dass wir auf eine neue Gro&szlig;e Depression zusteuern, da Regierungen und Geldpolitiker ganz anders reagiert haben als damals. Aber es w&auml;re vermessen anzunehmen, dass wir schon jetzt die Erholung erleben. <\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>WELT ONLINE:<\/strong> Wie steht es um Deutschland?\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Niall Ferguson:<\/strong> Auf jeden Fall schlechter als um die USA. Was den deutschen Finanzsektor anbelangt, befinden wir uns auf dem Stand des Jahres 1931, also vor der spektakul&auml;ren Pleite der Danat-Bank. Besondere Gefahren f&uuml;r die deutschen Geldh&auml;user kommen aus der Eurozone und aus Osteuropa. Wenn dort ein Land bankrottgehen sollte &ndash; und das n&auml;chste Argentinien sehe ich im Osten &ndash;, droht Deutschland ein neues Danat-Fiasko (&hellip;)\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n<strong>Niall Ferguson:<\/strong> Die Krise ist von Amerika ausgegangen, aber sie trifft andere Staaten h&auml;rter als die USA. Das h&auml;ngt mit dem Kollaps des Welthandels nach der Lehman-Insolvenz zusammen. Deutschlands Industrie ist in hohem Ma&szlig;e mit der Weltwirtschaft verflochten, und der internationale Handel macht keine Anstalten, sich zu erholen. Aus diesem Grund d&uuml;rfte die deutsche Wirtschaft dieses Jahr um sechs Prozent schrumpfen und damit mehr als doppelt so stark wie die amerikanische.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article3979428\/Harvard-Professor-sagt-deutschen-Absturz-voraus.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Martin Wolf, Kehrt die 1929-er Krise zur&uuml;ck?<\/strong><br>\nZusammenfassung wesentlicher Inhalte eines am 23.Juni 2009 in der Pariser Tageszeitung Le Monde erschienen Artikels. Original-Titel: &bdquo;Crise de 1929, le retour?&ldquo; (nach einer &Uuml;bersetzung aus dem Englischen von Gilles Bertot). Autor: Martin Wolf, Financial Times-Redakteur.&nbsp;&Uuml;bertragen von Gerhard Kilper&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Wolf zitiert in seinem Artikel die beiden &nbsp;Wirtschaftshistoriker Barry Eichengreen (Berkeley-Universit&auml;t, Kalifornien) und Kevin O&rsquo;Rourke (Trinity College, Dublin). Diese kommen in einem historischen Krisenvergleich zum Schluss, die heutige Weltwirtschaftskrise gleiche punktgenau der 1929-er Krise. So sei in den klassischen Industriel&auml;ndern die industrielle Produktion &auml;hnlich stark geschrumpft, der R&uuml;ckgang des Welthandelsvolumens sei aktuell sogar st&auml;rker gewesen, in einem Jahr so gro&szlig; wie in der 1929-er Krise in zwei Jahren und die B&ouml;rsen seien heute weltweit trotz zwischenzeitlicher Erholung st&auml;rker eingebrochen als damals.<\/p>\n<p>Die beiden Wirtschaftshistoriker stellen fest, die heutige Krise gleiche in ihren Ausma&szlig;en nicht nur der ersten, sie k&ouml;nne sogar noch schlimmer werden. <\/p>\n<p>Bei der Krisenbek&auml;mpfung sehen jedoch beide zwei gravierende Unterschiede: in der ersten Krise sei der Leit-Zinssatz der sieben f&uuml;hrenden Industriel&auml;nder nie unter 3% gefallen, w&auml;hrend er heute weltweit bei nahe 0 angekommen sei, selbst die Europ&auml;ische Zentralbank habe ihn auf 1% gesenkt. Das gleiche gelte f&uuml;r die umlaufende Geldmenge. Sie sei im Laufe der ersten Krise geschrumpft, habe jedoch in der gegenw&auml;rtigen stark zugenommen (was Zweifel an der Richtigkeit der monetaristischen Erkl&auml;rung der 1929-er Krise aufkommen lasse). Die &ouml;ffentliche Verschuldung in den 1930-er Jahren sei durchschnittlich unter 4% des Bruttoinlandsprodukts geblieben, w&auml;hrend die USA heute fast ein Haushaltsdefizit von&nbsp; 14% aufwiesen. Ob die eingeleiteten Ankurbelungsma&szlig;nahmen greifen, k&ouml;nne allerdings erst die k&uuml;nftige Entwicklung zeigen.<\/p>\n<p>Nach Wolfs Einsch&auml;tzung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Erholung der Weltwirtschaft dieses Mal sehr viel l&auml;nger als allgemein angenommen, n&auml;mlich noch Jahre dauern wird. Daher sollten auf l&auml;ngere Sicht noch sehr viel aggressivere finanz- und geldpolitische Ma&szlig;nahmen ergriffen werden. <\/p>\n<p>Wolf sieht zwei konjunkturpolitische Gefahrenmomente: <\/p>\n<ul>\n<li>Die Ankurbelungsma&szlig;nahmen werden, wie in den 1930-er Jahren und im Japan der 1990-er Jahre, zu fr&uuml;h zur&uuml;ckgefahren und l&auml;uten eine neue Rezession ein, weil die vom privaten Sektor ausgehenden Nachfrageimpulse zu schwach sind\n<\/li>\n<li>Die &ouml;ffentlichen Ankurbelungsma&szlig;nahmen werden zu lange aufrechterhalten und l&ouml;sen inflation&auml;re Tendenzen aus. Dies k&ouml;nne Zweifel am staatlichen Schulden-Management insbesondere der USA aufkommen lassen und am Ende zu einer sich ausbreitenden Stagflation f&uuml;hren.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach Wolf lebt derjenige ganz sicher in Illusionen, der glaubt, wir st&uuml;nden schon am Anfang eines soliden, vom privaten Sektor getragenen wirtschaftlichen Aufschwungs. Der Weg zur dauerhaften Erholung werde noch lang, schwierig und unsicher werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/opinions\/article\/2009\/06\/23\/crise-de-1929-le-retour_1209688_3232.html\">Le Monde<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Karstadtkl&uuml;ngel<\/strong><br>\nNicht nur Thomas Middelhoff, sondern auch Madeleine Schickedanz und andere Aufsichtsr&auml;te profitierten von Mietgesch&auml;ften mit Karstadt-Filialen.<br>\n2002 sicherten sich Thomas Middelhoff und seine Frau Cornelie Fondsanteile an vier Karstadt-Immobilien. Heute sind die Warenh&auml;user insolvent, wom&ouml;glich auch wegen zu hoher Mieten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) emp&ouml;rt sich &uuml;ber &bdquo;zweifelhafte Mietvertr&auml;ge&ldquo;. Kabinettskollegin Brigitte Zypries (SPD) bittet die Justiz um Aufkl&auml;rung, und seit einer Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen. Der Vorwurf: Untreue. Der Verdacht: ein Interessenkonflikt Middelhoffs, der von Mai 2005 bis Februar 2009 Karstadt-Chef war. Der Anleger Middelhoff profitierte von Mietvertr&auml;gen, die dem Kaufhausmanager zu schaffen machten.\n<p>Doch in dieser Zwickm&uuml;hle steckte Middelhoff keineswegs allein. Auch diverse andere Akteure des Handelskonzerns sind an den Immobilienfonds beteiligt.<\/p>\n<p>Vor allem Vertreter der Eigent&uuml;mer verdienten mit. Das belegen Grundbucheintragungen aus Potsdam und Leipzig, die dem Tagesspiegel vorliegen. Demnach sind neben den Middelhoffs auch ehemalige und aktuelle Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim, teilweise mit ihren Ehefrauen, sowie Vertreter weiterer Gremien der Bank an mindestens zwei der f&uuml;nf Immobilien pers&ouml;nlich beteiligt, die der Oppenheim-Esch-Fonds an den Karstadt-Mutterkonzern Arcandor vermietet. Unter den Anlegern in Leipzig befindet sich zum Beispiel auch Matthias Graf von Krockow, Sprecher der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter von Sal. Oppenheim. Die Privatbank wollte sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern. Sal. Oppenheim h&auml;lt derzeit 25 Prozent der Arcandor-Anteile.<\/p>\n<p>Damit wird deutlich, dass einigen Personen rund um den Essener Gro&szlig;konzern die hohen Mietlasten der f&uuml;nf H&auml;user gar nicht so unrecht gewesen sein d&uuml;rften. In der &ouml;ffentlichen Diskussion um Staatshilfe spielte diese Verquickung nie eine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Thomas-Middelhoff-Schickedanz-Karstadt-Arcandor;art271,2829347\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es ist angerichtet: Tafeln in Deutschland! Kritik an der Verselbst&auml;ndigung einer Bewegung<\/strong><br>\nLebensmitteltafeln kommen immer mehr in Mode. Gleichzeitig sind Tafeln ein &auml;u&szlig;erst ambivalentes Ph&auml;nomen. Vom 11. bis 13. Juni 2009 fand die Jahrestagung des &ldquo;Bundesverbands Deutsche Tafel e.V.&rdquo; &ndash; begleitet von einem angemessenen Medienecho &ndash; statt. Fast zeitgleich erscheint der erste wissenschaftliche Sammelband zu Tafeln. Ein guter Zeitpunkt also, um &uuml;ber den Zusammenhang zwischen der Strukturentwicklung der Tafeln und deren diagnostischer Einordnung nachzudenken. \n<p>Es gibt keinen positiven Zusammenhang zwischen der Existenz von Tafeln und Armut in diesem Land. Armut entsteht vor und neben allen Tafeln, egal nach welchem Prinzip diese arbeiten. Tafeln verhindern keine Armut. Tafeln werden aber zunehmend Teil der Hilfsindustrie und besch&auml;ftigen sich zunehmend mit sich selbst. Und damit verstetigen sie den status quo der Armut. Tafeln d&uuml;rfen aber nicht nur zur &ldquo;Heimat der Helfer&rdquo; und zum &ldquo;Umschlagplatz f&uuml;r Hoffnungen&rdquo; der Kunden werden. Helfen darf nicht zum Selbstzweck verkommen. Es geht um Wachsamkeit f&uuml;r das eigentlich Problem: Armut als Skandal in einem der reichsten L&auml;nder der Welt.<\/p>\n<p>In einem Gespr&auml;ch mit einer sog. &ldquo;Kundin&rdquo;, brachte diese die Funktion der Tafeln markant auf den Punkt: &ldquo;Tafeln sind die angenehmere Abh&auml;ngigkeit&rdquo;, so ihre Worte. Tafeln sind also, in der hilflosen Gesellschaft und im Vergleich mit der &ldquo;kalten&rdquo; (weil b&uuml;rokratischen und unpers&ouml;nlichen) Hilfe, lediglich &ldquo;das kleinere &Uuml;bel&rdquo;, so die Kundin weiter. Tafeln versuchen, so viel ist sicher, eine Form der direkten Begegnung. Auf der Ebene von Angesicht zu Angesicht mag das gelingen. Doch die typische Struktur einer jeden einzelnen Tafel verhindert, quer zu allen individuellen Bem&uuml;hungen einzelner Helfer, die Konstitution echter Menschenw&uuml;rde. Wenn aber das, was Tafeln erreichen, nicht mehr ist, als ein &ldquo;Qu&auml;ntchen Gl&uuml;ck&rdquo; oder eine &ldquo;angenehmere Abh&auml;ngigkeit&rdquo;, dann ist das, gemessen am kollektiv betriebenen Aufwand, zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30562\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Arbeitsmarktpolitik&ldquo; in der Depression &ndash; Sanierungsstrategien in der Arbeitslosenversicherung 1927-1933<\/strong><br>\nErgebnis dieser konsequent angelegten Krisenbew&auml;ltigungsstrategie war ein &ndash; selbst unter das vormalige Niveau der Armenf&uuml;rsorge hinausgehender &ndash; Leistungsabbau bei gleichzeitiger Verschiebung der Finanzierungslasten weg von der Versicherung hin zu den an F&uuml;rsorgeprinzipien orientierten Unterst&uuml;tzungseinrichtungen. Die Arbeitslosenversicherung war ihres Versicherungscharakters weitgehend beraubt: Immer mehr Arbeitslose wurden ausgesteuert, so dass 1932 nicht einmal zwei F&uuml;nftel der registrierten 5,6 Mio. Arbeitskr&auml;fte Anspruch auf Arbeitslosenunterst&uuml;tzung hatten. Mit der gleichzeitigen Absenkung des Leistungsniveaus um fast 50% und der Einf&uuml;hrung einer Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung nach 6 Wochen fand die Hinwendung zum F&uuml;rsorgeprinzip ihren Abschluss. \n<p>R&uuml;ckblickend kann die Sanierung der Weimarer Arbeitslosenversicherung als eine Politik angesehen werden, die sich Erfolge von einem finanziellen und sozialpolitischen R&uuml;ckzug des Staats aus der Arbeitsmarktpolitik versprach. Dem Erfolg f&uuml;r den Fiskus stand am Ende ein soziales und politisches Debakel gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/mittab\/1982\/1982_3_MittAB_Adamy_Steffen.pdf\">IAB &ndash; Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem Jahr 1982, Seite 276 [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Geschichte wiederholt sich, wenn man nicht daraus lernt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Herz f&uuml;r Kinder<\/strong><br>\nW&auml;hrend die SPD den Erzieherinnen im Wahlkampf ihre Solidarit&auml;t ausspricht, gehen Kommunalpolitiker der Partei mit aller arbeitsrechtlichen H&auml;rte gegen Streikende vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/25\/kita-streik-wahlkampf\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sekte sind immer die anderen<\/strong><br>\nWahrscheinlich grassiert in jeder politischen Partei ein F&uuml;nkchen Sektentum, irgendwie f&uuml;hlt man sich immer als eingeschworene Gemeinschaft, die trotz aller Fl&uuml;gelk&auml;mpfe eine gemeinsamen Nenner besitzt: das Parteibuch. Warum man nun ausgerechnet der LINKEN vorwirft, sie sei eine &ldquo;Partei der Sektierer und Spinner&rdquo;, bleibt ein offenes, in den Medien nicht tiefgr&uuml;ndig erl&auml;utertes R&auml;tsel. Wer, wenn auch noch so gemildert und im Rahmen der herrschenden Regeln wie im Wahlprogramm der LINKEN, an den Geldbeutel der Besserverdienenden herantastet, der wird pathologisiert. Das war nie anders, wurde von den Jakobinern ebenso praktiziert wie sp&auml;ter von Stalin. Die Macht macht sich diese Methode oft zunutze, das ist also alter K&auml;se.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/06\/in-nuce.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>SPD-Chef Hoppe tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNach langem Richtungsstreit in der Partei ist der Chef der Kasseler SPD zur&uuml;ckgetreten. Bernd Hoppe habe mit einer E-Mail seinen sofortigen R&uuml;ckzug verk&uuml;ndet, best&auml;tigte der SPD- Unterbezirk am Dienstag. In der nur zweizeiligen Mail erkl&auml;rt Hoppe lediglich seinen R&uuml;cktritt und dankt f&uuml;r die Zusammenarbeit, Gr&uuml;nde nennt er nicht. Auch auf dpa-Nachfrage wollte sich Hoppe nicht n&auml;her &auml;u&szlig;ern: &ldquo;Das Kapitel ist f&uuml;r mich abgeschlossen.&rdquo; Allerdings gilt ein interner Fl&uuml;gelstreit als Ursache f&uuml;r den R&uuml;cktritt des Parteilinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/1808939_Kassel-SPD-Chef-Hoppe-tritt-zurueck.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eigentlich wirklich keines Hinweises wert. W&auml;re allerdings Hoppe bei der Linken, so w&uuml;rde es im Bl&auml;tterwald wieder rauschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Alterssicherung in OECD-L&auml;ndern leidet unter Wirtschaftskrise<\/strong><br>\nKapitalgedeckte Systeme und private Pensionsfonds haben weltweit erhebliche Verluste zu verzeichnen. Gleichzeitig setzen Wirtschaftskrise und steigende Arbeitslosigkeit auch die umlagefinanzierte &ouml;ffentliche Altersvorsorge unter Druck. Dies geht aus dem j&uuml;ngsten Bericht der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Alterssicherung in den OECD-L&auml;ndern hervor, der am Dienstag in Paris ver&ouml;ffentlicht wurde.\n<p>Private Pensionsfonds haben in den OECD-L&auml;ndern im vergangenen Jahr 23 Prozent ihres Wertes oder 5,4 Billionen US-Dollar verloren. Die gr&ouml;&szlig;ten Verluste wurden in Irland, Australien und den USA verzeichnet. In allen drei L&auml;ndern war ein besonders gro&szlig;er Teil des Kapitals in Aktien investiert. Auch die umlagefinanzierten Systeme sind von der Krise betroffen, vor allem in L&auml;ndern, die schon vor der Krise einen gro&szlig;en Teil des Volkseinkommens auf Renten aufgewendet haben. So wird sich in Italien, &Ouml;sterreich, Frankreich oder Griechenland durch die Rezession der Druck f&uuml;r weitere Rentenreformen oder auch Rentenk&uuml;rzungen erh&ouml;hen.<\/p>\n<p>Insgesamt sind von der Wirtschaftskrise vor allem &auml;ltere Arbeitnehmer, die kurz vor der Verrentung stehen, und Rentenbezieher betroffen.<\/p>\n<p>Verglichen mit anderen L&auml;ndern ist die Alterssicherung in Deutschland von der globalen Wirtschaftskrise bislang wenig betroffen. Grund daf&uuml;r sind die bislang noch vergleichsweise gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Sicherung der betrieblichen Renten wie der Riestervorsorge durch verschiedene Schutzmechanismen.<\/p>\n<p>Allerdings kann das gesetzliche System bei steigender Arbeitslosigkeit unter Druck geraten. F&uuml;r die betrieblichen Renten hat sich der Pensionssicherungsverein als stabil erwiesen. Allerdings d&uuml;rften die Beitr&auml;ge f&uuml;r die Unternehmen stark steigen, sollten eines oder mehrere gro&szlig;e Unternehmen mit abgesicherten Betriebsrenten in Konkurs gehen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die soziale Situation von Rentnern heute in Deutschland besser als in den meisten anderen OECD-L&auml;ndern. Weniger als zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber 65 Jahren lebte 2005 in Deutschland unter der Armutsgrenze nach OECD-Definition (mit weniger als 50 Prozent des Haushaltsmedianeinkommens). Im OECD-Schnitt waren es 13,3 Prozent.<\/p>\n<p>Mit den Rentenreformen der vergangenen Jahre, die vor allem eine langfristige finanzielle Stabilisierung des Systems zum Ziel hatten, wurden in Deutschland die Ersatzraten der gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;r alle Einkommensgruppen reduziert. Wer heute als junger Mensch ins Arbeitsleben eintritt und &uuml;ber die gesamte Erwerbskarriere unterdurchschnittlich verdient, dem wird durch die gesetzliche Rente ein so geringer Anteil seines Einkommens ersetzt wie in keinem anderen OECD-Land. Da es gleichzeitig immer mehr unterbrochene Erwerbsbiografien gibt, besteht ein erhebliches Risiko, dass in den kommenden Jahren die Altersarmut in Deutschland erheblich zunimmt.<br>\nWer etwa in Deutschland &uuml;ber seine gesamte Erwerbskarriere die H&auml;lfte des Durchschnittseinkommens verdient, dem werden nach 45 Beitragsjahren aus der gesetzlichen Rente 43,0 Prozent seines Bruttoeinkommens ersetzt. Im OECD-Schnitt sind es unter vergleichbaren Bedingungen dagegen 71,9 Prozent.<\/p>\n<p>Die freiwillige private Altersvorsorge erreicht in Deutschland eine der h&ouml;chsten Deckungsraten innerhalb der OECD. Dabei gelingt es Deutschland, vor allem durch eine vergleichsweise gro&szlig;z&uuml;gige staatliche F&ouml;rderung, Geringverdiener f&uuml;r die freiwillige private Vorsorge zu gewinnen. So ist bei dieser Gruppe die Beteiligung an privater Vorsorge mehr als doppelt so hoch als in &auml;hnlichen Systemen in den USA oder in Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/documentprint\/0,3455,de_34968570_35008930_43049062_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/090623_oecd_pensions_at_a_glance.pdf\">OECD: Pensions at a glance [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man die Interpretation der Ergebnisse aus 30 L&auml;ndern richtig einordnen will, muss man wissen, dass die wirtschaftsnahe OECD grunds&auml;tzlich f&uuml;r Privatisierung eintritt &ndash; auch der sozialen Sicherungssysteme. &bdquo;Um einen R&uuml;ckfall und eine Revision der zur&uuml;ckliegenden Reformen zu verhindern, wird es wichtig sein, das Vertrauen in die private Altersvorsorge wiederherzustellen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Einleitung. So erkl&auml;rt sich auch das Pl&auml;doyer f&uuml;r die Beibehaltung der &bdquo;Diversifizierung&ldquo; der Altersvorsorge, die in den vergangen Jahren stattgefunden habe (also eben die Einf&uuml;hrung der Riester-Rente). Dass etwa die Riester-Rente ihre Attraktivit&auml;t und ihre Absicherung vor allem durch Milliarden-Subventionen aus Steuermitteln erf&auml;hrt und letztlich sogar zur Minderung der gesetzlichen Rente f&uuml;hrt, wird dabei vernachl&auml;ssigt. Aufgrund dieser &ldquo;vergleichweise gro&szlig;z&uuml;gigen staatlichen F&ouml;rderung&ldquo; ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass die freiwillige private Altersvorsorge &bdquo;eine der h&ouml;chsten Deckungsraten innerhalb der OECD&ldquo; erreicht. Anderseits zeigt Tabelle 1.2, dass die freiwillige private Vorsorge in Deutschland nur etwas &uuml;ber ein Viertel der gesamten Altersvorsorge ausmacht. Nicht zu vergessen, dass die freiwillige private Altersvorsorge mit dem Einkommen steigt und gerade bei den niedrigen Einkommen nicht viel bringt. <\/em><\/p>\n<p>Als &bdquo;Reform&ldquo;-Vorschl&auml;ge f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Rentensysteme f&auml;llt der OECD nichts Besseres ein als f&uuml;r die Zukunft weitere Einschnitte vorzunehmen. F&uuml;r die privaten Renten werden bessere Regulierung, effektivere Verwaltung und klarere Informationen &uuml;ber Risiken und ein Automatismus des Umsteuerns auf weniger riskante Anlageformen gefordert.<br>\nAber selbst bei dieser grunds&auml;tzlichen Parteinahme f&uuml;r die private Altersvorsorge ist es bemerkenswert, dass festgestellt wird, dass das Vertrauen in die private Rente in einem historischen Tief sei und dass es in einigen L&auml;ndern Rufe gebe von einem gemischten Altersversorgungssystem zu einem &ouml;ffentlichen zur&uuml;ckzukehren. Dies nicht zuletzt weil  die privaten Pensionsfonds in den OECD-L&auml;ndern nahezu ein Viertel ihres Wertes verloren haben, w&auml;hrend die umlagefinanzierten Systeme bisher weitgehend stabil blieben. Dass die gesetzliche Rente bei steigender Arbeitslosigkeit unter Druck ger&auml;t, wenn nicht politisch eingegriffen wird, ist systemlogisch. Das gilt aber in noch viel h&ouml;herem Ma&szlig;e f&uuml;r die kapitalgedeckte Rente &ndash; wie sollten Arbeitslose private Vorsorge betreiben k&ouml;nnen?<\/p>\n<p>Eine vernichtende Kritik an den Renten-&bdquo;Reformen&ldquo; der letzten Jahre ist der Befund, dass derjenige, der in Deutschland &uuml;ber seine gesamte Erwerbskarriere die H&auml;lfte des Durchschnittseinkommens verdient, nach 45 Beitragsjahren aus der gesetzlichen Rente nur 43 Prozent seines Bruttoeinkommens bezieht, w&auml;hrend es im OECD-Schnitt unter vergleichbaren Bedingungen 71,9 Prozent (in D&auml;nemark 124%, Luxemburg 99%, Kanada 76,5% und selbst in den USA immerhin noch 50,3 %) sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090624_statistik.jpg\" alt=\"Statistik\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E2A6E661BEA38452491F6A6098CAAC207~ATpl~Ecommon~SMed.html\">FAZ<\/a><br>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Warum die Rente mit 67 die SPD in Bedr&auml;ngnis bringt<\/strong><br>\n<em>&bdquo;Ich gehe davon aus, dass die Rente mit 67 wegen steigender Arbeitslosenzahlen in der Wirtschaftskrise nicht in Kraft treten kann&ldquo;<\/em>, sagte Pronold. Er erinnerte an die gesetzliche &Uuml;berpr&uuml;fungsklausel, die ab 2010 angewendet werden soll. In der sahen die Gegner schon immer einen Hebel, um die ungeliebte Anhebung des Rentenalters doch noch kippen zu k&ouml;nnen.\n<p>Da die SPD-F&uuml;hrung zum &uuml;berraschenden Vorsto&szlig; aus Bayern auf Distanz ging, ruderte der bislang nicht als Arbeitsmarkt- und Rentenexperte in Erscheinung getretene Pronold zur&uuml;ck: Er stelle die Rente mit 67 keineswegs grunds&auml;tzlich infrage, versicherte er im &bdquo;Handelsblatt&ldquo; vom Dienstag. Doch da war die Lawine schon losgetreten, und noch ist unklar, wie sie zu stoppen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/warum-die-rente-die-spd-in-bedraengnis-bringt;2387243\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>M&uuml;nteferings Rente mit 67 verfolgt die SPD <\/strong><br>\n(27)Parteichef Franz M&uuml;ntefering hat sie durchgesetzt, aber gl&uuml;cklich geworden ist die SPD mit der Rente mit 67 nicht. Jetzt stellt sie der SPD-Linke Florian Pronold wieder offiziell infrage. Ist sein Einwand sinnvoll in Zeiten einer Krise mit steigenden Arbeitslosenzahlen? Oder macht Pronold einfach nur Wahlkampf?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3975841\/Muenteferings-Rente-mit-67-verfolgt-die-SPD.html\">Welt.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Freundes:<\/strong> Schau dir das mal an, wie welt.de hier im (sogenannten) redaktionellen Teil Werbung f&uuml;r die Riester-Rente macht, das ist ja nur noch peinlich. Journalisten als Marktschreier und by the way: W&auml;hrend man den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen den Weg ins Internet versperren will, machen die Verleger inzwischen so was &Auml;hnliches wie Fernsehen. (Siehe das Video am Schluss das Beitrags)<\/em><\/p>\n<p><strong>Hat mein Abgeordneter f&uuml;r Netzsperren gestimmt?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hatmeinabgeordneterfuernetzsperrengestimmt.de\/\">Ebenda<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Hilft mehr Bildung gegen Armut?<\/strong><br>\nChristoph Butterwegge ist &uuml;berzeugt: Die materielle Lage bestimmt nach wie vor den Bildungsdrang, nicht umgekehrt: &bdquo;Es ist ein Widerspruch unserer Zeit, dass man Bildung immer mehr zu einer Ware herabw&uuml;rdigt und sie gleichwohl als politische Wunderwaffe im Kampf gegen die Armut begreift. Eine gute Bildung weitet zwar den geistigen Horizont und erleichtert den beruflichen Aufstieg, sie beseitigt aber nicht das Problem einer Armut, die in den gesellschaftlichen Strukturen wurzelt. Eine bessere (Aus-)Bildung erh&ouml;ht die Konkurrenzf&auml;higkeit eines Heranwachsenden auf dem Arbeitsmarkt, ohne Erwerbslosigkeit und Armut als gesellschaftliche Ph&auml;nomene zu beseitigen. Hierf&uuml;r bedarf es in einem Land, das trotz der Weltwirtschaftskrise und ihrer Folgen noch nie so reich war wie heute, weiterhin der Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Verm&ouml;gen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Pro-Contra-Hilft-Bildung-Armut\/704108.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Die HU beugt sich dem Druck der Studierenden &ndash; Streik zeigt erste Wirkung<\/strong><br>\nHeute fanden die Sitzungen des Konzils und des Akademischen Senats statt. In der Konzilssitzung ging es um den Rechenschaftsbericht des Pr&auml;sidiums; spannend wurde es dann aber erst richtig im Akademischen Senat, dem &uuml;ber 100 Studierende beiwohnten.\n<p>Erster Tagesordnungspunkt waren die Forderungen des bundesweiten Bildungsstreiks mit den 4 &Uuml;berpunkten soziale &Ouml;ffnung der Hochschulen, Abschaffung des BA\/MA-Systems in seiner bisherigen Form, Demokratisierung der Hochschulen und Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen sowie die auf der Vollversammlung beschlossenen Forderungen f&uuml;r die HU. Beiden umfangeichenen Forderungskatalogen wollte die Professorenmehrheit des AS nicht pauschal zustimmen.<\/p>\n<ol>\n<li>&bdquo;Die Abschaffung von Funktionsst&ouml;rungsattesten&ldquo; wurde einstimmig angenommen! Hier geht es um die Praxis das Studierende &Auml;rzte von ihrer Schweigepflicht entbinden sollen, damit diese bei Vers&auml;umen einer Pr&uuml;fung dem Pr&uuml;fungsamt genaue Symptome mitteilen k&ouml;nnen.\n<\/li>\n<li>&bdquo;Der Akademische Senat findet es w&uuml;nschenswert Anwesenheitslisten abzuschaffen. Dies soll in einer verfassungs- und gesch&auml;ftsordnungskonformen Form bis zum Wintersemester 2009\/10 geschehen.&ldquo; Der Antrag musste in dieser Weise umformuliert werden, weil der Senat es nicht direkt beschlie&szlig;en kann, da hierf&uuml;r die Allgemeinen Studien- und Pr&uuml;fungsordnungen umformuliert werden m&uuml;ssen. Auch dieser Antrag wurde angenommen, mit 12 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen.\n<\/li>\n<li> &bdquo;Der Akademische Senat beschlie&szlig;t die &Uuml;berarbeitung aller BA\/MA-Studieng&auml;nge bis zum WS 2010\/11, bei denen dies rechtlich m&ouml;glich ist und dr&auml;ngt bei jenen, wo dies nicht der Fall ist auf Ver&auml;nderung (z.B. Lehramt). Die &Uuml;berarbeitung geschieht unter folgenden Ma&szlig;gaben:\n<ul>\n<li>Reduzierung des Workloads (bei 2 Enthaltungen) <\/li>\n<li>verbesserte Studierbarkeit (einstimmig) <\/li>\n<li>Einf&uuml;hrung eines Moduls (mind. 10 SP) &bdquo;Wahlfreiheit&ldquo; (Studium genarale) in allen Studienf&auml;chern (9 Ja-, 6 Nein-Stimmen, 6 Enthaltungen). Umgesetzt werden soll dies in Kommissionen in den Instituten, die zur H&auml;lfte mit Studierenden besetzt sind, sofern solche entsprechenden Gremien noch nicht vorhanden sind.\n<\/li>\n<li>&Uuml;berpr&uuml;fung der Pr&uuml;fungsmodalit&auml;ten (einstimmig)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Der einzig negativ beschiedene Antrag sah das Vorhalten von 50 Master-Pl&auml;tzen f&uuml;r 50 Bachelor-Pl&auml;tze vor, also die Garantie eines sicheren Masterplatzes f&uuml;r alle BachelorabsolventInnen. Es wurde argumentiert, dass daf&uuml;r weniger Bachelor-Pl&auml;tze angeboten werden m&uuml;ssten, daher ist der Antrag bei Zustimmung der 3 Stimmen durch die StudierendenverteterInnen abgelehnt worden.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/hu-berlin.linke-sds.org\/spip.php?article318\">sds<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\n<strong>Volker Pispers &ndash; Mitternachtsspitzen WDR 20. Juni 2009<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6RCXKfXNkzs\">YouTube<\/a>\n<p><strong>Der kleine Unterschied<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090624_karikatur.jpg\" alt=\"Karikatur\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4018#h01\">Lucas Zeise: Transatlantische Totalpleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h02\">Attac verurteilt Blockade des UN-Finanzgipfels durch Industrienationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h03\">Konjunktur: Weltbank k&uuml;rzt Prognosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h04\">Hypo Real Estate drohen weitere Millionen-Verluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h05\">Bankenkrise k&ouml;nnte Steuerzahler in Europa zwei Billionen Euro kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h06\">Weber droht deutschen Banken mit harter Gangart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4018#h07\">Ungebremste Gier &ndash; Banken weiter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4018\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4018","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4018"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4018\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}