{"id":4021,"date":"2009-06-26T09:17:18","date_gmt":"2009-06-26T07:17:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4021"},"modified":"2009-06-26T16:22:56","modified_gmt":"2009-06-26T14:22:56","slug":"hinweise-des-tages-919","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4021","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4021#h01\">Demokratie als Mogelpackung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h02\">F&uuml;r alle Zyklen ger&uuml;stet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h03\">Ackermann warnt vor einem Banken-Oligopol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h04\">Robert von Heusinger: Spektakul&auml;re Geldzufuhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h05\">Haben Lebensversicherer die Ertr&auml;ge der Kunden verzockt? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h06\">Dieter Wermuth: Sinn bleibt dabei &ndash; Das Problem seien die L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h07\">Heiner Flassbeck: Finanzm&auml;rkte sind dumm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h08\">Union r&uuml;ckt von Staatssekret&auml;r Asmussen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h09\">Trotz Milliardenverlusten &ndash; Landesbank zahlt Managern Boni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h10\">Was Vertrauen zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h11\">Union pr&uuml;ft Anhebung der Niedrig-Mehrwertsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h12\">Werkzeugmaschinenbau: Produktion f&auml;llt auf Niveau von 1999<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h13\">OECD-Studie: F&uuml;nf Millionen Menschen ohne Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h14\">Das Spiel mit der Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h15\">Deutschland fehlen Fachkr&auml;fte aus Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h16\">DGB-Index Gute Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h17\">Praxisgeb&uuml;hr mit Verfassung vereinbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h18\">Welche Krankheiten k&ouml;nnen wir uns noch leisten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h19\">Regionen ohne Zukunft &ndash; Experten empfehlen Abbau Ost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h20\">EU-Reformvertrag: Mehr oder weniger Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h21\">EU schw&auml;cht Umweltauflagen f&uuml;r Industrie ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h22\">Neuer Job f&uuml;r Joschka Fischer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h23\">Sp&auml;te W&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h24\">Studiengeb&uuml;hren-Umfrage: Campusmaut verhasster denn je<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h25\">Die Bildungsmanager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h26\">Leeres Bildungsgerede &ndash; Studie: Kitaausbau kommt kaum voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h27\">Lehrkr&auml;ftemangel teilweise hausgemacht &ndash; GEW Hessen fordert deutliche Erh&ouml;hung der Ausbildungskapazit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h28\">Die Containerelite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h29\">&bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo; vom 23.06.2009<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><\/p><p>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4021&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Demokratie als Mogelpackung<\/strong><br>\nDirekte Demokratie und B&uuml;rgerrechte sind politische Vokabeln, die sich in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung einer gro&szlig;en Beliebtheit erfreuen. Sie versprechen eine besondere Basisn&auml;he der Politik und implizieren eine egalit&auml;re Konzeption der Gesellschaft, die darauf angelegt ist, m&ouml;glichst alle Staatsb&uuml;rger an den gesellschaftlich relevanten Entscheidungen partizipieren zu lassen. Aber nicht jeder, der gegen die Macht der Parteien agitiert, f&uuml;r Plebiszite wirbt und f&uuml;r eine b&uuml;rgernahe Rekrutierung des politischen Personals eintritt, verfolgt<br>\ndamit fortschrittliche Absichten. Im so genannten Superwahljahr 2009 erschallt der Ruf nach einer &ldquo;demokratischen Revolution&rdquo; (Reginald Gr&uuml;nenberg) und einer radikalen Systemver&auml;nderung sogar vorwiegend aus dem Munde von Personen, die sich in besonderer Weise den Interessen des Kapitals verbunden f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/26\/demokratie-partizipation-wahlrecht\/print\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;r alle Zyklen ger&uuml;stet<\/strong><br>\nDie US-Regierung reformiert die Kontrolle des Finanzmarkts. So verf&uuml;hrerisch es derzeit auch f&uuml;r viele Menschen sein mag, sich der Sicht anzuschlie&szlig;en, r&auml;uberische Konzerne h&auml;tten ohne R&uuml;cksicht auf Verluste den Staat &uuml;bert&ouml;lpelt: Die Wahrheit sieht anders aus. Es ist die staatliche Wirtschaftspolitik, die die Bedingungen schafft, unter denen die Wirtschaft arbeitet. Das derzeit zu beobachtende Umdenken ist nichts weiter als eine Reaktion auf die Krisenerscheinungen. H&auml;ufig genug zeigt sich in ihm lediglich der Wille zur Sozialisierung der Verluste.<br>\nIndem die Regierung Obama die Regulierung der Finanzm&auml;rkte der Fed und dem Finanzministerium unterstellt, verdeutlicht sie vor allem eines: die Flexibilit&auml;t des Staates, die Verh&auml;ltnisse nach den Verwertungsanforderungen in den verschiedenen Zyklen von Konjunktur und Krise einzurichten. Was heute noch verordnete Regulierung ist, k&ouml;nnte morgen schon ihr Gegenteil sein. Wenn es dazu noch eines &ndash; besonders albernen &ndash; Symbols bed&uuml;rfen sollte, dann hat sich Ben Bernanke empfohlen. Bis vor kurzem noch oberster Phrasendrescher f&uuml;r den freien Markt und dessen Segnungen, musste er nun auswendig Gelerntes im Council of Foreign Affairs zum Besten geben, um wenigstens seinen Job zu sichern. Als h&auml;tte er den gleichen Ghostwriter wie Obama bem&uuml;ht, gab er zu Protokoll, es bed&uuml;rfe nun einer Strategie, &raquo;die das Finanzsystem insgesamt reguliert und nicht nur die einzelnen Teile&laquo;. Nur den Gru&szlig; an sein deutsch-schweizerisches Pendant Ackermann hat er vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/26\/35362.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ackermann warnt vor einem Banken-Oligopol<\/strong><br>\nDer Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat davor gewarnt, dass die gro&szlig;en Banken der Welt &ldquo;immer mehr ein Oligopol&rdquo; bilden. Das habe nicht nur Auswirkungen auf den Wettbewerb, sondern erh&ouml;he die Systemrisiken. &ldquo;Es wird nach der Krise einige gro&szlig;e Banken geben, die sich den globalen Kuchen aufteilen &ndash; dadurch gibt es die Gefahr von oligopolistischen Strukturen.&rdquo;  In der Krise gebe es Fusionen von angeschlagenen Finanzinstituten, erkl&auml;rte Ackermann. Daraus folge eine zunehmende Konzentration in der Bankenszene. &ldquo;Die Frage der Zukunft wird sein: Wie gro&szlig; darf eine Bank sein, im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftskraft des Landes, dass sie nicht ,too big to fail&rsquo; ist?&rdquo;<br>\nAckermann stellt f&uuml;r das Bankensystem die Frage: &ldquo;Wie kann man Banken auf eine solche Gr&ouml;&szlig;e reduzieren, dass sie aus dem Markt ausscheiden k&ouml;nnen, ohne das System zu gef&auml;hrden?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubBEFA4EA6A59441D98AC2EC17C392932A\/Doc~ECA71AEB8578E4CAB99C6EB1827675D5E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich spricht hier auch einer, der f&uuml;r seine Bank die Chance verpasst hat, Mitglied dieses Oligopols zu werden, andererseits spricht Ackermann eine Selbstverst&auml;ndlichkeit aus. Banken, die zum Scheitern zu gro&szlig; sind, sind in der Tat zu gro&szlig;. Gerade weil der Staat gravierende Risiken f&uuml;r die gesamte Volkswirtschaft vermeiden will, entstehen durch die garantierte staatliche Rettung f&uuml;r systemische Banken Anreize zu extremen Risiken. Denn das Risiko tr&auml;gt letztlich nicht die Bank, sondern der Steuerzahler. Bemerkenswerterweise hat dieser Tage auch der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, von Banken gesprochen, die zum Scheitern zu gro&szlig; zu seien. W&auml;hrend King solchen Banken h&ouml;here Kapitalanforderungen aufzuerlegen m&ouml;chte, schl&auml;gt die die Schweizer Nationalbank in ihrem Bericht zur Finanzstabilit&auml;t auch Vorkehrungen vor, welche erm&ouml;glichen, eine gro&szlig;e Bank notfalls aufzuspalten und teilweise zu liquidieren. Eine weitere M&ouml;glichkeit best&uuml;nde in eine Gr&ouml;&szlig;enbeschr&auml;nkung der Banken durch strengere Eigenmittelvorschriften, aber auch durch direkte Auflagen beispielsweise durch Beschr&auml;nkung des Marktanteils oder durch Beschr&auml;nkung der Gr&ouml;&szlig;e einer Bank im Verh&auml;ltnis zum BIP. Die Situation der Schweiz ist sicherlich anders als in Deutschland, aber die Bilanzsummen der deutsche Banken betragen immerhin noch das das Dreifache des BIP (Schweiz das Achtfache), w&auml;hrend in den USA, dem Ausgangspunkt der Krise, der Bankensektor etwa so gro&szlig; ist wie das BIP.<br>\nSo einleuchtend solche Vorschl&auml;ge sind, sie sind &uuml;brigens keineswegs neu, sie kommen zu sp&auml;t. Unter den Bedingungen der derzeitigen Globalisierung d&uuml;rfte im Falle eines Zusammenbruchs einer Gro&szlig;bank eine ordentliche Abwicklung eines Konkursverfahrens international derzeit kaum m&ouml;glich sein. &ndash; In der Schweiz haben die Bankenaufsicht wie auch die Wettbewerbsbeh&ouml;rden seinerzeit die Risiken der Fusion von Bankverein und alter UBS nicht wahrhaben wollen. In Deutschland hat die Regierung auch heute noch nichts begriffen und st&uuml;tzt sogar die Fusion von Commerzbank und Dresdner. Im Gegensatz zur Schweiz &ndash; die Eigenmittel der Gro&szlig;banken sollen in guten Zeiten 5 Prozent ihrer Bilanzsumme ausmachen &ndash; wird hierzulande Gr&ouml;&szlig;e nicht teuer gemacht, sondern der Staat schie&szlig;t Eigenkapital zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Spektakul&auml;re Geldzufuhr<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise setzt die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) immer sch&auml;rfere Waffen ein. Ihr Angebot an Banken und Sparkassen, sich erstmals f&uuml;r ein Jahr bei der Notenbank unbegrenzt Geld zu leihen, fand rei&szlig;enden Absatz: 1121 Banken aus der Euro-Zone nahmen das Angebot an. Die Notenbank teilte 442 Milliarden (ausgeschrieben: 442.000.000.000) Euro zum Festzins von einem Prozent zu &ndash; so viel wie noch nie. Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften forderten, dass die Banken die Liquidit&auml;t in Form von mehr Krediten an Unternehmen und Verbraucher weitergeben. Doch das d&uuml;rfte nach einhelliger Meinung von Experten ein Wunsch bleiben. Allerdings d&uuml;rfte diese massive Liquidit&auml;tszufuhr die Zinss&auml;tze weiter dr&uuml;cken, wodurch sich immerhin f&uuml;r die Unternehmen, die noch Kredite bekommen, die Finanzierungskonditionen verbilligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1810703_EZB-Kredite-Spektakulaere-Geldzufuhr.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Haben Lebensversicherer die Ertr&auml;ge der Kunden verzockt? <\/strong><br>\nLebensversicherer sind st&auml;rker bei Schrott-Papieren engagiert, als sie bisher einger&auml;umt haben. Die Gutschriften f&uuml;r die Kunden stehen deshalb auf dem Spiel.<br>\nBeunruhigend: Insgesamt hatten Lebensversicherer laut Finanzaufsicht BaFin Ende 2008 elf Milliarden Euro in ABS angelegt. Nicht nur die Provinzial Rheinland h&auml;lt knapp das Doppelte des Branchenschnitts von 1,6 Prozent: Bei fast jedem achten Lebensversicherer stecken &uuml;ber drei Prozent der Kapitalanlagen in ABS, bei drei Versicherern sogar &uuml;ber f&uuml;nf Prozent.<br>\nSicher ist, dass bei vielen Versicherten k&uuml;nftig weniger ankommen wird. Die Kapitalanlagerendite erreicht schon jetzt oft nicht die den Kunden versprochene Mindestverzinsung &ndash; je nach Vertrag 2,25 bis 4,0 Prozent.<br>\nSelbst solche Miniverzinsungen sind in Gefahr: Etwa 40 Prozent der Anlagen der Versicherer stecken in Anleihen und Schuldscheindarlehen von Banken. Ein Gutteil davon sind Pfandbriefe, die zu 150 Prozent und mehr mit Immobilien gedeckt sind. Jedoch: Zw&ouml;lf Prozent Marktanteil am 840 Milliarden Euro schweren deutschen Pfandbriefmarkt h&auml;lt die skandalgesch&uuml;ttelte Hypo-Real-Estate-Gruppe. Sie allein hat zudem 55 Milliarden Euro an unbesicherten Anleihen ausgegeben, die zu einem Gro&szlig;teil bei Versicherern liegen und bei einer Insolvenz gr&ouml;&szlig;tenteils verloren w&auml;ren. &bdquo;Das ist der wahre Grund daf&uuml;r, dass der Steuerzahler die Hypo Real Estate retten muss. T&auml;te er es nicht, st&uuml;nden Lebensversicherer vor dem Aus, die der Staat kaum st&uuml;tzen kann&ldquo;, so der Banker eines britischen Instituts, der mit deutschen Versicherern t&auml;glich Gesch&auml;fte macht. Dreistellige Milliardenbetr&auml;ge haben Versicherer und Pensionskassen insgesamt in nicht oder nur gering besicherten Bankpapieren stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/haben-lebensversicherer-die-ertraege-der-kunden-verzockt-400597\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dieter Wermuth: Sinn bleibt dabei &ndash; Das Problem seien die L&ouml;hne<\/strong><br>\nIch finde es ziemlich &auml;rgerlich, wie Hans-Werner Sinn am Ende einer krausen Analyse, gespickt mit falschen Zahlen und Behauptungen, in einem Beitrag f&uuml;r die Wirtschaftswoche zu dem Schluss kommt, dass wir zwar eine falsche Wirtschaftsstruktur haben, dass die aber auf dem Wege der Besserung sei, vorausgesetzt die Agenda 2010 wird nicht ausgeh&ouml;hlt, zum Beispiel durch die Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2009\/06\/24\/sinn-bleibt-dabei-das-problem-seien-die-lohne_871\/print\">ZEIT-Blog Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Finanzm&auml;rkte sind dumm<\/strong><br>\nExperten bem&uuml;hen sich, die Erholung der Aktienm&auml;rkte und Rohstoffpreise als den Beginn eines Aufschwung zu deuten. Das f&uuml;hrt in die Irre.<br>\nAuch der &Ouml;lpreis signalisiert in den Augen der Marktbeobachter, dass die Nachfrage anzieht, weil China und Indien besser als erwartet durch die Krise gekommen sind. Dass alle realen Nachfrageindikatoren, die vollen &Ouml;llager und die menschliche Logik einem sagen m&uuml;ssen, dass nach dem st&auml;rksten Einbruch der Weltwirtschaft die Nachfrage noch nicht so stark angezogen haben kann, dass sich der &Ouml;lpreis mal eben verdoppelt &ndash; wer will sich denn mit solchen Kleinigkeiten schon aufhalten?<br>\nDie Aufwertung des ungarischen Forint wiederum hat in der Fantasie der Analysten damit zu tun, dass sich die Wirtschaft in Ungarn gerade berappelt. Dabei m&uuml;sste man eher glauben, dass die Regierung dort mit einem unglaublich brutalen Sparprogramm eine rezessionsgeplagte Wirtschaft endg&uuml;ltig zu Boden wirft. Und dass auch die Preise f&uuml;r<br>\nStaatsanleihen fallen, erkl&auml;rt man an den M&auml;rkten damit, dass Anleger Angst vor der kommenden Inflation haben und Staatsanleihen nur noch dann akzeptieren, wenn die Rendite ihre Inflationserwartung einbezieht.<br>\nNiemand kommt dagegen auf die Idee zu fragen, ob sich die M&auml;rkte nicht wieder einmal, bedingt durch den Herdentrieb, in einer B&auml;renmarktrally befinden &ndash; also in dem Versuch, einen Aufschwung zu antizipieren, den es noch gar nicht gibt. Was auf wunderbare Weise belegt, dass wir auch die Krise nicht einmal im Ansatz verstanden haben.<br>\nH&auml;tten wir verstanden, dass die Finanzmarktakteure in ihrer schlichten Denkweise nur zwei Optionen kennen &ndash; rein ins Risiko oder raus aus dem Risiko -, w&uuml;rden wir aufh&ouml;ren, in die Marktbewegungen eine Rationalit&auml;t hineinzudeuten, die es nicht geben kann. Oder anders: Wenn man ein ganzes Jahr lang beobachtet, dass die t&auml;glichen Bewegungen der Preise an all diesen M&auml;rkten extrem hoch korreliert sind, muss man schon ein sehr schlichtes Gem&uuml;t haben, zu glauben, dass unabh&auml;ngige Ereignisse daf&uuml;r als Erkl&auml;rung dienen k&ouml;nnen.<br>\nNur weil alle diese M&auml;rkte von reiner Spekulation getrieben waren, sind wir nach dem Platzen der Blase so tief in die Krise gest&uuml;rzt. Daraus sollten wir eines gelernt haben: Finanzm&auml;rkte sind dumm. Sie verzerren wichtige Preise, statt richtige Preise zu finden. Wer die M&auml;rkte jetzt wieder rational und unabh&auml;ngig voneinander zu interpretieren versucht,<br>\nmacht sich mitschuldig am n&auml;chsten Einbruch und an der Verl&auml;ngerung der Krise der Realwirtschaft. Dass diese B&auml;renmarktrally bald zu Ende gehen wird, ist sicher. Dass wir gelernt haben, mit wild gewordenen Finanzm&auml;rkten umzugehen, ist dagegen mehr als ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Finanzm%E4rkte-sind-dumm\/531769.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Union r&uuml;ckt von Staatssekret&auml;r Asmussen ab<\/strong><br>\nBei der Aufarbeitung des HRE-Desasters richtet sich die Kritik gegen J&ouml;rg Asmussen: Neue Dokumente zeigen, dass der heutige Staatssekret&auml;r im Finanzministerium fr&uuml;her als bislang bekannt &uuml;ber die Krise bei der M&uuml;nchner Bank informiert war. Selbst die Union geht zunehmend auf Distanz zu ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-631710,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung G.G.:<\/strong>  Unvorbereitet? Das h&auml;tte Herr Dautzenberg schon vor neun Monaten erfahren k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Um Asmussens berufliche Zukunft brauchen wir uns sicher keine Sorgen zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz Milliardenverlusten &ndash; Landesbank zahlt Managern Boni<\/strong><br>\nSie musste Einbu&szlig;en in Milliardenh&ouml;he verkraften und sitzt auf einem Berg riskanter Wertpapiere, f&uuml;r die die Stuttgarter Regierung bei einem Ausfall mit 12 Mrd. Euro einstehen m&uuml;sste. Trotzdem wies die Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg laut Pressebericht Sonderzahlungen f&uuml;r ihre Mitarbeiter an. Profitieren soll davon vor allem die F&uuml;hrung des Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Trotz-Milliardenverlusten-Landesbank-zahlt-Managern-Boni\/531192.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was Vertrauen zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDie Staatsschulden explodieren. N&auml;chstes Jahr werden sie auf ungef&auml;hr 100 Milliarden Euro steigen. Das bedeutet, dass wir ein ungew&ouml;hnlich absurdes Wahlkampfschauspiel erleben werden. Weder die SPD noch die Union trauen sich zu sagen, was sie angesichts dessen tun werden, welche Steuern sie erh&ouml;hen oder welche Sozialleistung sie k&uuml;rzen werden. Besonders heftig betreiben Union und FDP dieses T&auml;uschungsspiel. Auch die Union k&uuml;ndigt in ihrem Wahlprogramm gro&szlig;z&uuml;gig 20 Milliarden Euro teure Steuersenkungen an, ohne zu verraten, woher dieses Geld kommen sollen. Will sie daf&uuml;r die Rente k&uuml;rzen oder den Bundeswehretat? Oder ist diese Steuersenkung sowieso nur eine Luftbuchung? Der katastrophale Haushalt 2010 ist das Ergebnis der globalen Krise. Doch er zeigt noch etwas anderes. Die Steuern f&uuml;r Reiche sind, vor allem unter Rot-Gr&uuml;n, rapide gesenkt worden. Die Steuern auf Kapitalertr&auml;ge bewegen sich hierzulande auf dem Niveau von Tschechien und Slowenien. Das r&auml;cht sich. Klug w&auml;re es, diese Politik zu revidieren, den Spitzensteuersatz ordentlich zu erh&ouml;hen und die Verm&ouml;gensteuer wieder zu beleben. Doch das trauen sich Union und SPD nicht. Nicht vor und nicht nach der Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F06%2F25%2Fa0135&amp;cHash=4b33e9077a\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Union pr&uuml;ft Anhebung der Niedrig-Mehrwertsteuer<\/strong><br>\nNach dem Vorschlag von DIW-Pr&auml;sident Klaus Zimmermann, die Mehrwertsteuer von 19 auf bis zu 25 Prozent anzuheben, um der Staatsverschuldung beizukommen, denkt die Unionsfraktion jetzt angeblich &uuml;ber eine Erh&ouml;hung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes von 7 auf 19 Prozent nach. Dieser gilt auch f&uuml;r Lebensmittel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article1119930\/Union_prueft_Anhebung_der_Niedrig_Mehrwertsteuer.html?print=yes\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Norbert Tessmer:<\/strong> Warum sollen wieder die Menschen exorbitant belastet werden, die keine M&ouml;glichkeit haben etwas beiseite zu legen? Warum werden die Kapitaleink&uuml;nfte nicht entsprechend besteuert? Wo bleibt die Verm&ouml;gensteuer? Was ist mit der Betriebspr&uuml;fung und der Steuerfahndung? Wieso gibt es hier keine Einheitlichkeit?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Werkzeugmaschinenbau: Produktion f&auml;llt auf Niveau von 1999<\/strong><br>\nDer Einbruch im deutschen Werkzeugmaschinenbau wird deutlich st&auml;rker ausfallen als bisher erwartet: Die Produktion sinkt laut Branchenverband VDW im laufenden Jahr um 40 Prozent &ndash; damit w&auml;re sie wieder auf dem Stand von vor zehn Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Werkzeugmaschinenbau-Produktion-f%E4llt-auf-Niveau-von-1999\/531703.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>OECD-Studie: F&uuml;nf Millionen Menschen ohne Job<\/strong><br>\nTrotz einer Konjunkturwende droht Deutschland laut OECD 2010 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf mehr als f&uuml;nf Millionen. Die Wirtschaftsleistung werde nach einem Konjunktureinbruch um 6,1 Prozent in diesem Jahr 2010 um 0,3 Prozent zulegen, sagte die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus. Die Gruppe von 30 Industriestaaten ist damit etwas pessimistischer als die Bundesregierung, die 2010 von einem Wachstum von 0,5 Prozent ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1810704_OECD-Studie-Fuenf-Millionen-Menschen-ohne-Job.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Spiel mit der Realit&auml;t<\/strong><br>\nDie Konservativen inszenieren ein Deutschland ohne Krise. Das m&ouml;gen zwar die W&auml;hler. Die Versprechungen aus dem Wahlprogramm werden sich aber trotzdem nicht erf&uuml;llen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/26\/krise-wahlkampf-cdu-csu-spd\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland fehlen Fachkr&auml;fte aus Osteuropa<\/strong><br>\nDie EU-Kommission bekam k&uuml;rzlich Nachricht von der Bundesregierung: Leider gebe es eine &ldquo;schwerwiegende St&ouml;rung&rdquo; des Arbeitsmarktes, meldete Olaf Scholz Anfang Mai nach Br&uuml;ssel &ndash; und deshalb m&uuml;sse Deutschland sich bis 2011 weiterhin abschotten gegen Arbeitnehmer aus Osteuropa. Mit der lapidaren Nachricht wird einmal mehr klar: Der Arbeitsminister reizt die &Uuml;bergangsregeln nach der Osterweiterung vollst&auml;ndig aus. Neben &Ouml;sterreich ist Deutschland damit das einzige EU-Land, das sich den Osteurop&auml;ern noch weitgehend verschlie&szlig;t. Doch &uuml;ber das Vorgehen von Scholz regt sich immer st&auml;rkere Kritik: Wirtschaftsexperten sehen in der starren Haltung zur Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit einen schweren Fehler. Deutschland drohe mit seiner restriktiven Migrationspolitik zum Verlierer der EU-Osterweiterung zu werden, sagte der Leiter des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, am Mittwoch in Berlin.<br>\nZusammen mit Wissenschaftlern vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) hat Zimmermann die Arbeitsmigration nach der EU-Erweiterung untersucht. Das Fazit: &ldquo;Die L&auml;nder, die sich fr&uuml;h ge&ouml;ffnet haben, haben am ehesten profitiert.&rdquo; Vor allem in England und Irland h&auml;tten sich positive Effekte gezeigt: &ldquo;Die Zuwanderer aus Osteuropa sind in hohem Ma&szlig;e bereit, Arbeit aufzunehmen und sie erf&uuml;llen h&auml;ufig die Bed&uuml;rfnisse, die die lokalen Arbeitsm&auml;rkte ben&ouml;tigen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-632401,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Anmerkung einer Leserin:<\/strong> <em>Da dr&auml;ngen sich 2 Fragen auf:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Gibt es unter den vielen Millionen deutschen Arbeitslosen nicht doch ein paar passende Arbeitskr&auml;fte &ndash; oder will man doch den Lohn (noch mehr) dr&uuml;cken?<\/em><\/li>\n<li><em>Kann es sein, dass es billiger ist, die Leute im Ausland ausbilden zu lassen und sie dann nach Deutschland zu importieren, statt selbst Geld in Bildung\/Ausbildung\/Weiterbildung zu stecken?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> <em>Besonders das IZA ist ein verl&auml;ngerter Schreibtisch der Arbeitgeber-Lobby. Dort schreckt man auch nicht vor Pl&auml;nen zur&uuml;ck, Arbeitslose zu versteigern, um mit den Einnahmen Sozialleistungen gegenzufinanzieren. Aber das alles lesen wir beim Spiegel nicht, der ja immer mal wieder gerne interessengeleitete Studien ohne Hintergrundinformationen wiedergibt.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"?p=3888\">Nachdenkseiten vom 14.04.2009<\/a> (Punkt 8)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DGB-Index Gute Arbeit<\/strong><br>\nNur jeder zweite Besch&auml;ftigte erwartet, unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen seine T&auml;tigkeit bis zum Rentenalter aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen. Mit dieser Einsch&auml;tzung zu ihrer zuk&uuml;nftigen Arbeitsf&auml;higkeit ziehen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Res&uuml;mee ihres Urteils &uuml;ber ihre Arbeitsbedingungen in Deutschland. Das Ergebnis 2009: 12 Prozent haben Gute Arbeit, 33 Prozent Schlechte Arbeit, 55 Prozent Mittelm&auml;&szlig;ige Arbeit. Im Bundesdurchschnitt liegt die Arbeitsqualit&auml;t bei einem Indexwert von 58 im unteren Mittelfeld. Besonders brisant: Fast 80 Prozent der Besch&auml;ftigten sind in den letzten zw&ouml;lf Monaten mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen, 50 Prozent sogar mehrmals. Im Report 2009 werden die Ergebnisse detailliert vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb-index-gute-arbeit.de\/dgb-index_2009\/ergebnisse\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Praxisgeb&uuml;hr mit Verfassung vereinbar<\/strong><br>\nDer Kl&auml;ger, ein fr&uuml;herer Mechaniker und Betriebsrat aus Uttenreuth bei Erlangen, hatte argumentiert, die Praxisgeb&uuml;hr f&uuml;hre in mehrfacher Hinsicht zu Ungleichbehandlung. Sie hebe die parit&auml;tische Finanzierung der Krankenversicherungsbeitr&auml;ge durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf und stelle eine Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat Versicherten dar. Der Vorsitzende Richter Ulrich Hamb&uuml;chen sagte, die Argumente des Kl&auml;gers seien &bdquo;sicher nicht von der Hand zu weisen&ldquo;. Das Gericht konnte aber keine Verletzungen von Grundrechten erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2832699?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mu&szlig; schon Jurist sein, um zu begreifen, dass die Argumente des Kl&auml;gers nicht von der Hand zu weisen seien, aber dennoch juristisch nichts taugen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Welche Krankheiten k&ouml;nnen wir uns noch leisten?<\/strong><br>\nIm Bem&uuml;hen, die Arzneipreise bezahlbar zu halten, wollen die Krankenkassen bei der Erstattung k&uuml;nftig nach einer &bdquo;krankheiten&uuml;bergreifenden Kosten-Nutzen- Analyse&ldquo; vorgehen d&uuml;rfen. Im Klartext: Krankheiten d&uuml;rften gegeneinander abgewogen werden. Um das Geld zur Bek&auml;mpfung schwerer Leiden zu haben, k&ouml;nnten den Versicherten die Arzneikosten f&uuml;r harmlosere Erkrankungen aufgeb&uuml;rdet werden. Und bei seltenen Krankheiten, f&uuml;r die nur eine besonders teure Arznei zur Verf&uuml;gung steht, soll nach dem Wunsch des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgewogen werden, ob der medizinische Nutzen f&uuml;r wenige die hohen Kosten f&uuml;r die Gemeinschaft rechtfertigt &ndash; damit befeuern die Kassen nicht nur die Priorisierungsdebatte unter Medizinern, sie gehen deutlich weiter. &Auml;rztepr&auml;sident J&ouml;rg-Dietrich Hoppe hatte gefordert, dass medizinische Behandlungen k&uuml;nftig einer von Experten festgelegten Rangfolge unterliegen sollten. Was weniger dringlich sei, k&ouml;nne warten &ndash; oder gar nicht mehr erstattet werden. Von der Verweigerung wichtiger Behandlungen aus Kostengr&uuml;nden war keine Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Gesundheitssystem-GKV;art122,2832739?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Weg in die Zweiklassen- Medizin&nbsp; ist mit Kosten-Nutzen- Analysen gepflastert.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gesundheit wird teurer<\/strong><br>\nDen gesetzlich Versicherten drohen im kommenden Jahr Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r ihre Gesundheitsversorgung. Sie rechne mit einem &ldquo;Dammbruch&rdquo;, sobald erste Krankenkassen wegen finanzieller Engp&auml;sse ihren Mitgliedern den Extra-Obolus abverlangen m&uuml;ssten, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, am Mittwoch in Berlin. Nach ihrer Einsch&auml;tzung m&uuml;ssen &ldquo;viele&rdquo; der heute 196 Kassen diesen Schritt gehen, der die Versicherten trifft. Die Mehrbelastung k&ouml;nnte sich auf bis zu 36 Euro pro Monat belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1810709_Krankenkassen-Gesundheit-wird-teurer.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Regionen ohne Zukunft &ndash; Experten empfehlen Abbau Ost<\/strong><br>\nExtrem strukturschwache Regionen in Deutschland sollten nicht mehr gef&ouml;rdert werden, sondern nur noch eine Basisversorgung erhalten. Das ist das Ergebnis einer gro&szlig; angelegten Studie im Auftrag von Aufbau-Ost-Minister Wolfgang Tiefensee &ndash; deren Ver&ouml;ffentlichung aber untersagt ist. In seiner 64 Seiten starken Arbeit zieht das Berlin-Institut f&uuml;r Bev&ouml;lkerung und Entwicklung das Fazit, &ldquo;dass sich F&ouml;rderung kaum von oben nach unten organisieren l&auml;sst&rdquo;. Weder eine aufwendige Infrastruktur noch Berater k&ouml;nnten gegen den Bev&ouml;lkerungsschwund etwas ausrichten: &ldquo;Wenn die Menschen fehlen, die das Schicksal ihrer Heimat in die Hand nehmen, l&auml;sst sich auch durch hohen Mitteleinsatz kaum etwas ausrichten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Regionen-ohne-Zukunft-Experten-empfehlen-Abbau-Ost\/531466.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>EU-Reformvertrag: Mehr oder weniger Demokratie<\/strong><br>\nVerst&ouml;&szlig;t der EU-Reformvertrag von Lissabon gegen das Grundgesetz? Dar&uuml;ber hat das Bundesverfassungsgericht zu urteilen. Vertragsgegner bef&uuml;rchten, er werde zu einem Abbau der Grundrechte, Demokratiedefizit und Sozialdumping f&uuml;hren. Wir lassen zu diesen drei Punkten Bef&uuml;rworter und Gegner des Vertrages argumentieren. Heute: Wird die EU demokratischer?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1811928&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>EU schw&auml;cht Umweltauflagen f&uuml;r Industrie ab<\/strong><br>\nDie Umweltauflagen f&uuml;r die europ&auml;ische Industrie fallen weniger scharf aus als zun&auml;chst geplant. Die EU-Umweltminister einigten sich am Donnerstag in Luxemburg auf abgeschw&auml;chte Vorgaben f&uuml;r den Schadstoffaussto&szlig; der 52.000 europ&auml;ischen Industrieanlagen. Besonders Gro&szlig;britannien und Polen h&auml;tten sich dagegen gesperrt, da&szlig; deutsche Umweltstandards k&uuml;nftig europaweit gelten, hie&szlig; es aus Diplomatenkreisen. In Deutschland schreibt das Immissionsschutzgesetz bereits jetzt strenge Standards vor. Die deutsche Industrie f&uuml;rchtet Wettbewerbsnachteile, wenn Anlagen in anderen L&auml;ndern nicht ebenso strikte Vorschriften einhalten m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-26\/064.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Diese Meldung beinhaltet alles, was wir am realen europ&auml;ischer Integrationsproze&szlig; auszusetzen haben. Die Anpassung von Standards an das niedrigste Niveau eines EU-Mitgliedslandes. Heute trifft es das Klima, morgen Sozialstandards, wenn sie nicht schon durch das restriktiv gehandhabte EU-Wettbewerbsrecht ausgehebelt worden sind. Auch die Reaktion der deutschen Industrie ist schon klassisch: Strenge nationale Standards sind international gesehen Wettbewerbsnachteile. Wir stehen in globaler Konkurrenz zu Standards in Osteuropa, China oder Afrika usw. Und dann droht die Industrie mit Verlagerung, und die die ganzen weichen Standortfaktoren, die internationale Manager allj&auml;hrlich am Standort DE r&uuml;hmen, sind vergessen, wie gute Luft, sauberes Wasser oder soziale Sicherheit. Und irgendwann finden sich Politiker, die dann meinen, unseren Arbeitern oder auch generell den Deutschen geht es ja noch gold im Vergleich zur Nachkriegszeit oder zu China. Wir m&uuml;ssten uns an die globalen Bedingungen anpassen. &ndash; Eigentlich sind ja bald Wahlen, und wir k&ouml;nnten, sollten solche Politiker aussortieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Neuer Job f&uuml;r Joschka Fischer<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Au&szlig;enminister und Spitzenpolitiker der Gr&uuml;nen, Joschka Fischer, hat eine neue Aufgabe, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (26. Juni) im Handel erh&auml;ltlich ist. Fischer soll das Gasprojekt Nabucco politisch und PR-m&auml;&szlig;ig vorantreiben. Er habe dazu einen Beratervertrag in sechsstelliger Gr&ouml;&szlig;enordnung verhandelt, erfuhr manager magazin von Insidern. Der Name Nabucco steht f&uuml;r ein zentrales Zukunftsprojekt der europ&auml;ischen Energieversorgung. Vom Kaspischen Meer aus soll eine 3300 Kilometer lange Pipeline Erdgas nach Westeuropa transportieren, durch die Transitstaaten T&uuml;rkei, Bulgarien, Rum&auml;nien und Ungarn. Das Vorhaben ist politisch hochbrisant, weil es auf eine vom Hauptlieferanten Russland unabh&auml;ngige Gasversorgung abzielt und von den Russen entsprechend torpediert wird. Zudem verfolgen die beteiligten Staaten auch eigene Interessen, die das Projekt immer mal wieder verz&ouml;gern. Die endg&uuml;ltige Investitionsentscheidung soll nun 2010 fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,druck-632587,00.html\">Manager-Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Sp&auml;te W&uuml;rde<\/strong><br>\n64 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es Hoffnung f&uuml;r die letzte noch nicht rehabilitierte Opfergruppe der NS-Justiz: die sogenannten Kriegsverr&auml;ter. Mehr als 150 Abgeordnete aus allen Parteien setzen sich daf&uuml;r ein, die Unrechtsurteile pauschal aufzuheben. &bdquo;Damals sind Soldaten zum Tode verurteilt worden, weil sie kritische Bemerkungen in ihr Tagebuch geschrieben haben. Nun geht es darum, diesen Menschen und ihren Angeh&ouml;rigen posthum die W&uuml;rde zur&uuml;ckzugeben&ldquo;, sagt SPD-Politikerin Christine Lambrecht. Die NS-Justiv verh&auml;ngte wegen &bdquo;Kriegsverrat&ldquo; mehr als 30 000 Todesurteile, 20 000 wurden vollstreckt.<br>\nDer Versuch, einen gemeinsamen Gesetzentwurf mit dem Koalitionspartner hinzubekommen, scheiterte allerdings am Widerstand der CDU\/CSU-Fraktionsspitze &ndash; obwohl selbst Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) keine rechtlichen Einw&auml;nde gegen eine Aufhebung der Urteile hatte. Gegen den Gruppenantrag gibt es nun auch aus der SPD Gegenwind. So schreiben die beiden Rechtspolitiker Joachim St&uuml;nker und Carl-Christian Dressel in einem Brief an ihre Genossen: &bdquo;Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, dass ein Gruppenantrag mit einer etwaigen rot-rot-gr&uuml;nen Bundestagsmehrheit in dieser symbolhaften Frage die Union dazu bringt, diese Konstellation im Wahlkampf auszuschlachten. Wir bitten Euch daher, den Gruppenantrag &ndash; ungeachtet seiner inhaltlichen Richtigkeit &ndash; nicht zu unterzeichnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2832694?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist also moderne Politik. Ich kann das nicht kommentieren, lesen Sie also ruhig und still und lassen diesen Satz auf sich wirken: &bdquo;Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, dass ein Gruppenantrag mit einer etwaigen rot-rot-gr&uuml;nen Bundestagsmehrheit in dieser symbolhaften Frage die Union dazu bringt, diese Konstellation im Wahlkampf auszuschlachten. Wir bitten Euch daher, den Gruppenantrag &ndash; ungeachtet seiner inhaltlichen Richtigkeit &ndash; nicht zu unterzeichnen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren-Umfrage: Campusmaut verhasster denn je<\/strong><br>\nF&uuml;r Deutschlands Unis und Bildungspolitiker ist es eine Ohrfeige: In punkto Studiengeb&uuml;hren fehlt Studenten jedes Vertrauen. Fast drei Viertel sind f&uuml;r die sofortige Abschaffung, fast niemand glaubt an Verbesserungen der Lehre. Das zeigt eine neue Umfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,632548,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Die Bildungsmanager<\/strong><br>\nViele Uni-Pr&auml;sidenten agieren wie Firmenchefs: Sie bauen ihre Institutionen f&uuml;r den Wettbewerb um. Doch die neuen Macher sto&szlig;en auf Widerstand bei Professoren und Studenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,631867,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Warum soll dieser menschengemachte Unsinn nicht aufzuhalten sein? Typisch SPIEGEL: die Welt ist b&ouml;se, aber man kann ja nichts &auml;ndern. Sachzwang ohne Alternative.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Leeres Bildungsgerede &ndash; Studie: Kitaausbau kommt kaum voran<\/strong><br>\nStudie Nummer 999 zum allgemein bekannten Status quo, ebenso viele Presseerkl&auml;rungen folgen auf dem Fu&szlig;e. Es geht wieder einmal um die desolate (Personal-)Situation in deutschen Kinderg&auml;rten. Sofortma&szlig;nahmen sind so wenig zu erwarten wie mittelfristig effizientes Handeln. Am Donnerstag wurde der &raquo;L&auml;ndermonitor fr&uuml;hkindliche Bildungssysteme 2009&laquo; in G&uuml;tersloh ver&ouml;ffentlicht. Verglichen werden Umfang und Qualit&auml;t der entsprechenden Angebote in den Bundesl&auml;ndern. Finanziert wurde die Untersuchung vom Bertelsmann-Konzern in Gestalt der gleichnamigen Stiftung &ndash; was einen Vorteil hat: Sie wird von den meisten Medien breit er&ouml;rtert. Vor sechs Wochen stellte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gemeinsam mit zwei Wohlfahrtsverb&auml;nden eine &auml;hnliche Analyse vor, von der ungef&auml;hr drei Zeitungen Notiz nahmen. Wesentliche Aussagen der G&uuml;tersloher Erhebung: Der von Bundesfamilienministerin von der Leyen versprochene Ausbau der Betreuungsangebote f&uuml;r Kleinkinder kommt im Westen nur langsam voran. Im Osten werden derweil in den Fachreferaten der L&auml;nderministerien wundersch&ouml;ne Bildungsprogramme geschrieben. Die sollen dann von den ohnehin &uuml;berlasteten Erzieherinnen umgesetzt und die Erfolge ausf&uuml;hrlich dokumentiert werden. Neueinstellungen? Fehlanzeige. Gehaltserh&ouml;hungen? Geht nicht, wir haben schlie&szlig;lich Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/06-26\/032.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Lehrkr&auml;ftemangel teilweise hausgemacht &ndash; GEW Hessen fordert deutliche Erh&ouml;hung der Ausbildungskapazit&auml;ten<\/strong><br>\nNach Informationen, die der GEW Hessen vorliegen, sollen von insgesamt 2706 Bewerberinnen und Bewerbern lediglich 1425 (52,66%) ein Angebot zur Aufnahme in den Vorbereitungsdienst f&uuml;r die Lehr&auml;mter (zweite Phase der Lehrerausbildung) erhalten haben. Spitzenreiter bei den abgelehnten Bewerbungen ist das Lehramt f&uuml;r Gymnasien (59,89% Ablehnungen,) dicht gefolgt vom Lehramt an Grundschulen (54,55% Ablehnungen). Lediglich beim Lehramt an beruflichen Schulen wurden alle Bewerberinnen und Bewerber in den Vorbereitungsdienst &uuml;bernommen.<br>\n&ldquo;In diesem Zusammenhang fordert die GEW Hessen erneut die deutliche Erh&ouml;hung der Ausbildungskapazit&auml;ten, so dass alle Bewerberinnen und Bewerbern unmittelbar nach dem ersten Staatsexamen ihre Ausbildung fortsetzen k&ouml;nnen. Hier w&auml;re das Geld jedenfalls wesentlich besser angelegt als in teuren Abwerbekampagnen, die sowieso keinen wirklichen Effekt haben&rdquo;, so Jochen Nagel weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/68818\/gew-hessen-fordert-deutliche-erhoehung-der-ausbildungskapazitaeten\/\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Die Containerelite<\/strong><br>\nDie Phorms AG ist die erste Privatschulkette Deutschlands. Doch wegen der Lehman-Pleite sitzen Sch&uuml;ler in Containern.<br>\nWie sich die Globalisierung an ihren Kindern r&auml;cht. Neu f&uuml;r Deutschland war, mit Schulen Profit machen zu wollen. Bildung als Ware? F&uuml;r viele unvorstellbar. &ldquo;Wenn wir es nicht schaffen, Gewinne zu erzielen, machen wir etwas falsch&rdquo;, sagt Beste. Sie steht vor einem Flipchart und erkl&auml;rt, wie das funktionieren soll. Sie zeichnet ein Dach. Das ist die Phorms AG. Darunter sind mehrere S&auml;ulen, die sieben Schulen, die gemeinn&uuml;tzige GmbHs sind. Es ist eine schlaue Konstruktion. Die Schulen k&ouml;nnen keinen Gewinn machen. Daf&uuml;r aber die AG. Die hat 20 Millionen Euro an Kapital eingesammelt, bei Investoren wie Rolf Schmidt-Holtz, CEO von Sony Music. Diese Millionen leiht die AG den Schulen f&uuml;r den Aufbau &ndash; und bekommt sie sp&auml;ter mit Zinsen zur&uuml;ck. Au&szlig;erdem stellt sie den Schulen Dienste in Rechnung, das Einrichten der Computer etwa. Es ist ein Gesch&auml;ftsmodell, das aber nur funktioniert, weil der Staat Zusch&uuml;sse bezahlt. Je nach Bundesland m&uuml;ssen Privatschulen drei bis f&uuml;nf Jahre warten, dann bekommen sie 70 bis 90 Prozent der Kosten, die f&uuml;r Sch&uuml;ler einer Staatsschule anfallen. Doch in der Krise wird nun deutlich, was bisher nicht bedacht wurde: Wenn Banken schlie&szlig;en m&uuml;ssen, k&ouml;nnen auch Privatschulen pleitegehen. Und so wie der Staat in Not geratene Banken und Firmen auffangen muss, m&uuml;sste er dann die Sch&uuml;ler der Pleiteschulen auffangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F06%2F26%2Fa0058&amp;cHash=377ebb56f4\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h29\"><\/a>Zu guter Letzt:<br>\n<strong>&bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo; vom 23.06.2009<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/781736?inPopup=true\">ZDF-Mediathek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am Sonntag, den 28. wird die Sendung auf 3sat wiederholt. Danach kommt die Wiederholung vom Satiregipfel.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4021#h01\">Demokratie als Mogelpackung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h02\">F&uuml;r alle Zyklen ger&uuml;stet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h03\">Ackermann warnt vor einem Banken-Oligopol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h04\">Robert von Heusinger: Spektakul&auml;re Geldzufuhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h05\">Haben Lebensversicherer die Ertr&auml;ge der Kunden verzockt? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h06\">Dieter Wermuth: Sinn bleibt dabei &ndash; Das Problem seien die L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4021#h07\">Heiner Flassbeck: Finanzm&auml;rkte sind dumm<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4021\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4021","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4021"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4021\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}