{"id":4025,"date":"2009-06-29T09:30:21","date_gmt":"2009-06-29T07:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4025"},"modified":"2009-06-29T09:48:37","modified_gmt":"2009-06-29T07:48:37","slug":"hinweise-des-tages-920","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4025","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4025#h01\">Finanzkrise: Die Augenwischerei der Bankgiganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h02\">Neue Nahrung f&uuml;r den Drachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h03\">Die Deflation ist in Japan zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h04\">Krise verringert Kluft zwischen Armen und Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h05\">Abgaben-Debatte: Was ein Mehrwertsteuer-Schub f&uuml;r Deutschland bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h06\">13 Milliarden Euro die niemand haben will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h07\">Investoren pl&uuml;ndern Kabelkonzern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h08\">Lebensversicherer in Schwierigkeiten:Fast jeder Achte mit toxischen Papieren &ndash; Mutter aller Ursachen: HRE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h09\">Flossen Siemens-Schmiergelder zu Terroristen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h10\">CDU\/CSU-Wahlprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h11\">M&uuml;ntefering wirft Nichtw&auml;hlern Verantwortungslosigkeit vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h12\">Mehr Wettbewerb in die Politik!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h13\">Heribert Prantl: Machtverlust des Parlaments &ndash; Ein verr&uuml;ckte Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h14\">Das Abr&uuml;cken vom Kampf gegen gesellschaftliche Inegalit&auml;t erkl&auml;rt die Wahlniederlage der europ&auml;ischen Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h15\">Warum wir vom Kapitalismus reden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h16\">Joschka Fischer &ndash; Ein Fall politischer Hygiene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h17\">Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im &ouml;ffentlichen Bereich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h18\">Reinhard Mohr: Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h19\">Jugendliche ohne Berufsabschluss &ndash; Handlungsempfehlungen f&uuml;r die berufliche Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h20\">Schavan verspricht Korrekturen beim Bachelor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h21\">Erkl&auml;rung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, des BdWi und der GEW anl&auml;sslich der gemeinsamen Fachtagung &ldquo;Wirtschaftskrise und Zukunft &ouml;ffentlicher Bildung und Wissenschaft&rdquo; am 27. Juni 2009 in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h22\">Thomas M&uuml;nch, Rezension: Konad Paul Liessmann: Theorie der Unbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h23\">NDS-Autor Thorsten Hild mit neuen Songs<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4025&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanzkrise: Die Augenwischerei der Bankgiganten<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend schnell zahlen die gro&szlig;en US-Banken einen Gro&szlig;teil ihrer Staatskredite zur&uuml;ck. Ein Grund zum Feiern ist das aber keineswegs.<br>\nUm das System am Laufen zu halten, pumpte die US-Regierung 700 Milliarden Dollar in das Rettungsprogramm. Amerika muss sich in dramatischem Ausma&szlig; neu verschulden. Da haben die B&uuml;rger noch sehr lange Zeit sehr viel abzustottern. Die US-Banken tun jetzt so, als h&auml;tten sie ihre Schuldigkeit getan und k&ouml;nnten zur&uuml;ck zur Tagesordnung. Doch sie sind so weit davon entfernt wie eh und je.<br>\nUS-Banken haben noch reichlich Z&uuml;ndstoff in den B&uuml;chern stehen. Allein die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Institute halten Kreditderivatekontrakte &ndash; vor allem CDS &ndash; mit einem Volumen von 15,5 Billionen Dollar. Dagegen stehen Assets von gerade einmal 4,8 Billionen Dollar. Insgesamt ist der US-Derivatemarkt mit 200 Billionen Dollar viermal so gro&szlig; wie die Weltwirtschaftsleistung in diesem Jahr.<br>\nDie Finanzh&auml;user wollen aus den F&auml;ngen der Regierung. Solange der Staat Milliarden in die Banken steckte, waren dicke Boni f&uuml;r die Top-Manager nicht vermittelbar. Das gro&szlig;e Jonglieren mit riskanten Finanzvehikeln ging ebenfalls nicht so ohne Weiteres. Also mussten die Steuergelder schnell zur&uuml;ckgegeben werden. Jetzt k&ouml;nnen Goldman Sachs und Co. wieder ihre Spielchen auf den Weltfinanzm&auml;rkten spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/tid-14681\/finanzkrise-die-augenwischerei-der-bankgiganten_aid_411431.html\">Focus Money Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neue Nahrung f&uuml;r den Drachen<\/strong><br>\nDer Immobilien- und Konsumboom der Amerikaner wurde durch die Schwellenl&auml;nder finanziert. Auch in der Krise wird dieses Missverh&auml;ltnis nicht abgebaut. Pekings Stellung wird noch st&auml;rker &ndash; und die Gefahr neuer Turbulenzen w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/:Chinas-Handels%FCberschuss-Neue-Nahrung-f%FCr-den-Drachen\/533145.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel konzentriert sich auf&nbsp; die Au&szlig;enwirtschaftsbeziehungen der USA und China und vernachl&auml;ssigt wie so oft in der Debatte um die Exporterfolge Chinas, dass die EU schon l&auml;ngst der wichtigste Handelspartner Chinas ist. Das Handelsbilanzdefizit der EU gegen&uuml;ber China &uuml;bertrifft das Defizit der USA gegen&uuml;ber den Volkswirtschaften des Pacific Rim bei weitem. Die Aussage, dass der Exportweltmeister Deutschland stark vom Aufstieg der Schwellenl&auml;nder profitierte, ist schlicht falsch. Erstens wickelt&nbsp; Deutschland&nbsp; seinen Handel gr&ouml;&szlig;tenteils mit Europa ab &ndash; es m&uuml;&szlig;te also Exporteuropameister hei&szlig;en &ndash; , zweitens weist auch Deutschland gegen&uuml;ber den L&auml;ndern S&uuml;dostasiens, insbesondere China, ein starkes Defizit auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Deflation ist in Japan zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Preisindex f&auml;llt so stark wie noch nie &ndash; auch deutsche Bundesl&auml;nder melden im Rekordtempo fallende Verbraucherpreise &ndash; und das ist nicht erfreulich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1813269&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krise verringert Kluft zwischen Armen und Reichen<\/strong><br>\nMit der weltweiten Wirtschaftskrise weitet sich der Abstand zwischen Arm und Reich. Glaubt man. Doch so einfach ist das nicht &ndash; in Wirklichkeit hat die Krise die Einkommensunterschiede kr&auml;ftig verringert. W&auml;hrend die Reichen viel Geld verloren haben, profitieren die Transferempf&auml;nger.<br>\nDie Folgen der Krise sp&uuml;ren die Wohlhabenden indes nicht nur bei Verm&ouml;gensverlusten. Auch bei den Einkommen verzeichneten viele 2008 ein dickes Minus. So verdienten die Vorst&auml;nde der 30 gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen 2008 pro Kopf im Durchschnitt 2,3 Millionen Euro. 2007 betrugen die Verg&uuml;tungen in bar oder als Aktien und Optionen im Schnitt noch fast drei Millionen Euro. Dies ist ein R&uuml;ckgang um mehr als 20 Prozent. &bdquo;Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Krise die Unterschiede bei den Markteinkommen verringert hat&ldquo;, sagt der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW), Michael H&uuml;ther. &bdquo;Es gibt eine Entspannung bei der Einkommensverteilung.&ldquo; Der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, spricht von einem &bdquo;Kriseneffekt der Gleichmacherei&ldquo;. Denn der Crash habe zwar viel Kapital vernichtet, die Armen hierzulande aber nicht &auml;rmer gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article1121771\/Krise_verringert_Kluft_zwischen_Armen_und_Reichen.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Thesen von H&uuml;ther (IW) und Zimmermann (DIW)sind an Zynismus kaum noch zu &uuml;berbieten. Da verlieren die Vorst&auml;nde im Durchschnitt 700.000 Euro und landen bei 2,3 Millionen im Jahr und das nennt man dann schon &bdquo;Gleichmacherei&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em> <em>Nochmals DGB-Studie: <a href=\"?p=3980#h10\">Ein-Euro-Jobs verdr&auml;ngen regul&auml;re Arbeit<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung B.L.:<\/strong> Vielen Dank f&uuml;r den Hinweis auf Arbeitsmarkt aktuell zu den &ldquo;Ein-Euro-Jobs&rdquo;.<br>\nZuerst, im folgenden Text werde ich diese so genannten Jobs nicht so nennen, Denn es sind nun mal keine &ldquo;Jobs&rdquo; im Sinne von bezahlter Arbeit.<br>\nEs ist rechtlich inzwischen definiert als eine &ldquo;Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch&auml;digung&rdquo; (im Folgenden abgek&uuml;rzt mit &ldquo;MAE&rdquo;).<br>\nAls diese ab 2005 eingef&uuml;hrt wurden, waren sie gedacht, &ldquo;Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die keine Arbeit finden k&ouml;nnen wieder an Arbeit zu gew&ouml;hnen&rdquo;. Vergleichen sie die damalige Presse, diese Formulierungen sind nicht auf meinem geistigen Kompost gewachsen. &Uuml;ber das Menschenbild, das hinter solchen Formulierungen steckt, m&ouml;chte ich hier nicht n&auml;her eingehen.<br>\nDaf&uuml;r aber auf die heute &uuml;bliche Praxis der MAEs.<br>\nIn diesen, meist im Kultur- und Sozialbereich, aber auch in arbeitsintensiven Bereichen, wie &ouml;ffentliche Gr&uuml;npflege, Hilfskr&auml;fte in &ouml;ffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Verwaltungen, Bibliotheken, Pflegeeinrichtungen, &Auml;mtern finden sich nun in den wenigsten F&auml;llen Menschen, die im Arbeitsagentur-Jargon &ldquo;multiple Vermittlungshemmnisse&rdquo; haben.<br>\nNicht diese kommen in diese Jobs, nein, die kann man dort wirklich nicht brauchen, denn um die m&uuml;sste man sich aufwandreich k&uuml;mmern.<br>\nStatt dessen hat sich die Praxis eingeb&uuml;rgert, MAEs mit durchaus gut qualifizierten Fachkr&auml;ften, durchaus sogar mit akademischen Abschluss, einzusetzen.<br>\nGr&uuml;nde gibt es daf&uuml;r viele. Zwei davon nenne ich Ihnen etwas ausf&uuml;hrlicher:<br>\nGut (aus)gebildete Menschen, die aus strukturellen Gr&uuml;nden keine Arbeit finden und in die MAEs zugewiesen werden, funktionieren besser als die oben erw&auml;hnten &ldquo;M&uuml;hsamen und Beladenen des Arbeitslosenheeres&rdquo;. Denn diese w&auml;ren in keinem Fall in der Lage durchaus komplexe Aufgaben zu &uuml;bernehmen und zu erf&uuml;llen, die sonst von Menschen erledigt werden m&uuml;ssten, f&uuml;r deren Arbeit kein Geld da ist.<br>\nUnd damit sind wir bei Punkt zwei:<br>\nDas liebe Geld, hier die gute Abzocke genannt:<br>\nF&uuml;r die Besch&auml;ftigung in diversen &ouml;ffentlichen Einrichtungen, seien es Kultur wie Stadtmuseen, Kindertheater, oder Sozialarbeit, Stadtteilarbeit, Umweltschutz etc., gibt es so genannte Tr&auml;gerfirmen. (Eine davon und deren Verbindungen in die Sozialverwaltung des Bezirkes hatten sie mal in einem verlinkten Beitrag erw&auml;hnt, die Autorin wurde dann gezwungen, den Beitrag aus Ihrem Blog zu nehmen, per anwaltlicher Unterlassungsdrohung mit exorbitanten Schadensersatzforderungen.)<br>\nDiese Tr&auml;gerfirmen (in Berlin z.B.: AG SPAS, Goldnetz,. BQ, etc.) erhalten pro MAE so genannte Aufwandsentsch&auml;digungen, daraus sollen f&uuml;r die Teilnehmer in diesen &ldquo;Arbeitsgew&ouml;hnungsma&szlig;nahmen&rdquo; die Aufwandsentsch&auml;digung von 1,50 gezahlt werden, weiter enthalten sind Pauschalen f&uuml;r die so genannten Regie- und Sachkosten, die den Tr&auml;gerfirmen entstehen.<br>\nDiese Tr&auml;gerpauschalen sind durchaus nicht gering. Sie belaufen sich in Berlin um Durchschnitt pro Teilnehmer auf ca. 500Euro im Monat, k&ouml;nnen aber f&uuml;r z.B. akademische Teilnehmer schon gerne mal bis 700 &ndash; 800 Euro im Monat betragen.<br>\nDavon gehen f&uuml;r die Teilnehmer der Ma&szlig;nahmen monatlich ca. 190, &mdash; Euro als Aufwandsentsch&auml;digung ab (&euro; 1,50\/Stunde, die Ma&szlig;nahmen sind auf ca.<br>\n30 Wochen- Stunden angelegt, f&uuml;r Fehlzeiten und Feier- und Urlaubstage gibt es kein Geld).<br>\nBleiben, je nach H&ouml;he der Tr&auml;gerpauschale, 300 bis 500 Euro pro Teilnehmer (monatlich!) in der Kasse der Tr&auml;ger, davon sollten die Tr&auml;ger aber ihr Personal, und die Betreuung der Menschen mit den &ldquo;multiplen Vermittlungshemmnissen&rdquo; in den Ma&szlig;nahmen bezahlen.<br>\nDas jedoch ist Makulatur. Es gibt nur wenige Teilnehmer in den MAEs, f&uuml;r die dieses Etikett zutrifft (siehe oben).<br>\nDenn wenn Sie sich mal die Tr&auml;ger genauer anschauen, werden Sie sich wundern, die meiste Arbeit dort, inklusive der Verwaltung (und &ldquo;Betreuung&rdquo;) der Teilnehmer wird von Teilnehmern an den MAEs gemacht. Aber es gibt immer einen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Mit gutem Gehalt nat&uuml;rlich.<br>\nUnd nun raten sie mal, woher das kommt.<br>\nUnd was sie auch noch raten d&uuml;rfen, ist ob Teilnehmer in MAEs in der Arbeitslosenstatistik mitgez&auml;hlt werden.<br>\nDas ist meine kurze Anmerkung zu der g&auml;ngigen Praxis der so genannten &ldquo;Ein-Euro-Jobs&rdquo;. Eine Praxis, die der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend verschwiegen wird.<br>\nIn der Gelder f&uuml;r die Bereicherung von dubiosen Tr&auml;gerfirmen aus dem Steuert&ouml;pfen umgeleitet werden.<br>\nWenn Sie hier zum Ende noch mal die M&uuml;he machen und eine winzige Rechnung aufstellen:<br>\nF&uuml;r einen Single im ALG II-Bezug zahlt der Steuerzahler ca. &euro; 350,&ndash; dazu kommt in Berlin eine Wohnpauschale von ca. &euro; 350,&ndash; und an die Sozialversicherungstr&auml;ger (KV, PV, RV) noch ca. &euro; 200,&ndash;.<br>\nDazu eine Pauschale an die Tr&auml;ger der MAEs von ca. &euro; 500,&ndash; und was haben wir dann: ca. &euro; 1400,&ndash;, die man auch durchaus f&uuml;r einen sozialversicherten, subventionierten Teilzeitjob im Sektor &Ouml;ffentlicher Dienst hinlegen k&ouml;nnte.<br>\nWill man aber nicht. Ist ja zu teuer.<br>\nStattdessen siehe oben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abgaben-Debatte: Was ein Mehrwertsteuer-Schub f&uuml;r Deutschland bedeutet<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Oettinger will die Staatsschulden mit einer Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer dr&uuml;cken &ndash; die Union protestiert lautstark. Auch Wirtschaftsexperten diskutieren einen Abgaben-Schub kontrovers. SPIEGEL ONLINE hat f&uuml;nf Wissenschaftler befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,632879,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Siehe gesonderten <a href=\"?p=4026\">Beitrag von heute zur Mehrwertsteuer<\/a> im Spiegel der Theorie der Marktwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>13 Milliarden Euro die niemand haben will<\/strong><br>\nDie Milliarden aus dem staatlichen Investitionsprogramm kommen nach einem Zeitungsbericht bislang nicht bei den Unternehmen an. Von den insgesamt 13 Milliarden Euro f&uuml;r Investitionen in Infrastruktur oder Schulen h&auml;tten die L&auml;nder bis Donnerstag vergangener Woche lediglich elf Millionen Euro abgerufen, berichtet die Zeitung &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; unter Berufung auf Kreise im Bundesfinanzministerium. &ldquo;Das Geld liegt bereit, es muss nur ausgegeben werden&rdquo;, hei&szlig;e es im Ministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hannover-zeitung.net\/aktuell\/wirtschaft\/121604-13-milliarden-euro-die-niemand-haben-will\">HZ Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und anschlie&szlig;end hei&szlig;t es wieder Konjunkturprogramme bewirken nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Investoren pl&uuml;ndern Kabelkonzern<\/strong><br>\nOrion in Not: Nach FTD-Informationen drohen 1,8 Mrd. Euro langfristige Schulden den von Finanzinvestoren gebildeten Konzern und seine Dachgesellschaft zu erdr&uuml;cken. Mehrere Investoren unter F&uuml;hrung der britischen Private-Equity-Gesellschaft Aletheia hatten seit Ende 2005 mehrere deutsche Kabelnetzbetreiber &uuml;bernommen und daraus den Orion-Konzern gebildet. Um dies zu finanzieren, b&uuml;rdeten sie der Gruppe gewaltige Schulden auf. Mit operativen Gewinnmargen von 40 Prozent l&auml;uft das Kabelgesch&auml;ft von Orion eigentlich gut. Vor allem bei der Tochter Tele Columbus bleibt allerdings wegen der gewaltigen Schulden von den Einnahmen so gut wie nichts &uuml;brig. &ldquo;Die Schulden fressen denen die Haare vom Kopf&rdquo;, hie&szlig; es in informierten Kreisen. Internen Dokumenten zufolge, die der FTD vorliegen, summierten sich die Zinszahlungen bei Orions &uuml;bergeordneter Dachgesellschaft Escaline allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf 77 Mio. Euro &ndash; bei einem Betriebsgewinn von nur 49 Mio. Euro. Tele Columbus m&uuml;sse jedes Jahr Beraterhonorare von rund 20 Mio. Euro schultern, sagte ein Insider. Hinzu k&auml;men weitere Managementgeb&uuml;hren in Millionenh&ouml;he, die an einzelne Escaline-Gesellschafter ausbezahlt worden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:Orions-%DCberlebenskampf-Investoren-pl%FCndern-Kabelkonzern\/533172.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebensversicherer in Schwierigkeiten:Fast jeder Achte mit toxischen Papieren &ndash; Mutter aller Ursachen: HRE<\/strong><br>\nBayrische Beamtenversicherung, N&uuml;rnberger Leben, Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland &ndash; die Liste der Lebensversicherer in Schwierigkeiten wird immer l&auml;nger. Warum sollten Versicherer auch besser durch die Finanzkrise kommen als Banken?<br>\nSchlie&szlig;lich legen auch die Versicherungskonzerne das Geld ihrer Kunden an den internationalen Kapitalm&auml;rkten an. Und um beispielsweise einen garantierten Zins von 3,5 Prozent f&uuml;r Lebensversicherungen zu erwirtschaften, reicht es nicht mehr aus, dass Geld nur in sicheren Staatsanleihen zu investieren. Also haben auch die deutschen Lebensversicherer Ende 2008 insgesamt elf Milliarden Euro in vermeidlich spannendere Papiere wie Asset Backed Securities (ABS) angelegt. Anlagen, in denen sich verschachtelt Kredite befinden und die heute zumindest teilweise besser bekannt sind als toxische Wertpapiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/6\/0,3672,7599366,00.html\">heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Warum wir f&uuml;r die Fehlspekulationen von Versicherungsgesellschaften mit Steuergeldern aufkommen sollen, wie das mit den Garantien und Zahlungen an die HRE und damit zu Gunsten der genannten Versicherungsgesellschaften geschieht, begreife ich immer noch nicht. Das ist &uuml;brigens auch eine doppelte Subvention f&uuml;r die private Altersvorsorge. Denn in den angelegten Geldern stecken mit Sicherheit auch solche, die &uuml;ber Riester- und R&uuml;rup-Vertr&auml;ge sowie &uuml;ber die betriebliche Altersvorsorge von den Versicherungsgesellschaften hereingeholt worden sind. Wir zahlen also sowohl f&uuml;r die steuerliche F&ouml;rderung und die Zulagen sowie die Entgeltumwandlung und jetzt auch noch zur Rettung der Spekulanten. So lassen sich leicht Gesch&auml;fte machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Flossen Siemens-Schmiergelder zu Terroristen?<\/strong><br>\nEine Untersuchungskommission in Bangladesch geht dem Verdacht nach, dass von Siemens gezahlten Schmiergelder an eine islamistische Terror-Organisation geflossen sind. Dem Magazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; zufolge zahlte Siemens etwa 1,7 Millionen Dollar an einen Vertrauten des damaligen Telekommunikationsministers Aminul Haque. Mit den Schmiergeldern sicherte sich Siemens 2004 einen Auftrag in H&ouml;he von 40,9&nbsp;Millionen US-Dollar zum Aufbau eines Mobilfunknetzes.<br>\nWie schon l&auml;nger bekannt ist, hatte Aminul Haque im gleichen Zeitraum Aktionen der Extremistengruppe Jamaat ul-Mudschahidin Bangladesch (JMB) geleitet. Der Ex-Minister ist derzeit fl&uuml;chtig. US-Ermittlern zufolge erhielt Haque einen Teil der Bestechungsgelder pers&ouml;nlich. Offen ist, ob und wie viel dieses Geldes an die Mudschahidin weitergereicht wurde &ndash; diese Frage soll die Kommission in Bangladesch nun kl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Flossen-Siemens-Schmiergelder-zu-Terroristen--\/meldung\/141207\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vergleich der Unions-Programme<\/strong><br>\nVom Umfang ist das jetzige Wahlprogramm von CDU und CSU mindestens doppelt so dick wie das von 2005. Tats&auml;chlich enth&auml;lt es auch im Unterschied zum Vorg&auml;nger-Modell einige neue Bereiche, die meisten Themen werden fortentwickelt.<br>\nAn einigen Stellen werden die alten Positionen im wesentlichen wiederholt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/664102\">SZ<\/a>\n<ul>\n<li><strong>Merkels Fehlstart in den Wahlkampf<\/strong><br>\nF&uuml;r Merkel w&auml;re es schlimm genug, wenn es zum Start des Bundestagswahlkampfs nur um politische Dummheit ginge oder um parteiinterne Intrigen. Aber das Problem sitzt tiefer. Bis hinauf in die Spitze der CDU gibt es Zweifel an den Steuersenkungspl&auml;nen, die am Sonntag beschlossen wurden. Denn die Union will einerseits den B&uuml;rgern Entlastungen versprechen, andererseits aber auch als solide und sparsam gelten. Es ist die Quadratur des Kreises.<br>\nDie Wahlk&auml;mpferin Merkel muss dagegen tun, was die Kanzlerin Merkel gern vermeidet: sich festlegen und Steuererh&ouml;hungen ausschlie&szlig;en. Am Sonntag forderte sie unter Beifall der beiden Parteif&uuml;hrungen, dass alle das Gleiche sagen. Oettinger allerdings weilte gar nicht in Berlin. Da n&uuml;tzte denn auch eine andere Warnung der Kanzlerin in der Sitzung gar nichts: &ldquo;Tuschelt nicht so viel, die Akustik macht das alles vorne h&ouml;rbar.&rdquo; Die W&auml;hler haben in den vergangen Tagen schon mehr geh&ouml;rt, als Merkel lieb sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Agenda-Merkels-Fehlstart-in-den-Wahlkampf\/533144.html?p=1\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Den Sieg erschleichen?<\/strong><br>\nSo konsequent hat auch noch keiner versucht, praktisch programmfrei um die Stimmen der W&auml;hler zu bitten. Was das Regierungsprogramm 2005 vielleicht zu viel an Inhalt enthielt, bietet das Unionsprogramm jetzt zu wenig. Man verspricht ein bisschen Steuersenkung. Ansonsten hei&szlig;t die Botschaft: Alles wird gut, und das meiste wird wie vorher, irgendwo, irgendwie, irgendwann. Dieses Programm des Ungef&auml;hren hat nat&uuml;rlich den Vorteil, dass es nirgendwo aneckt. Keine wichtige W&auml;hlergruppe wird aufgescheucht, der politische Gegner findet nichts, wor&uuml;ber er sich erregen kann. Im Ungef&auml;hren des Programms steckt aber zugleich das Risiko des Experiments. Ein Wahlkampf, dem die Wahlkampfleitung kein Thema aufpr&auml;gt, sucht sich n&auml;mlich gern mal selber eins. Dabei kommt dann rasch so etwas raus wie die Steuer-Kakophonie der letzten Tage. Die ist vielleicht aus Versehen losgebrochen, aber nicht zuf&auml;llig. Das Wahlprogramm, dieses Sammelsurium an Formelkompromissen und Leerstellen, von den Generalsekret&auml;ren von CDU und CSU im Stile eines Vertrages zwischen rivalisierenden Staaten ausgehandelt, l&auml;sst Raum daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite-Union-CDU-CSU-Parteiprogramm;art692,2835146?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&uuml;ntefering wirft Nichtw&auml;hlern Verantwortungslosigkeit vor<\/strong><br>\nDemokratie lebt vom Mitmachen: SPD-Chef M&uuml;ntefering hat mehr politisches Engagement der B&uuml;rger angemahnt. Viele Deutsche kritisierten lieber die Politik, als selbst zu handeln &ndash; dabei sei &ldquo;jeder in der Verantwortung&rdquo;.<br>\nIn Deutschland s&auml;&szlig;en viele Menschen auf der Trib&uuml;ne und behaupteten, es besser machen zu k&ouml;nnen, sagte M&uuml;ntefering der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. &ldquo;Es gibt ein Gef&uuml;hl bei manchen, dass derjenige, der nicht handelt, mit dem, was passiert, nichts zu tun hat&rdquo;, sagte der SPD-Vorsitzende. &ldquo;Aber das ist nicht so. Wer nicht handelt, ist genauso verantwortlich.&rdquo; Deshalb sei seiner Ansicht nach die wichtigste Erkenntnis in der Demokratie: &ldquo;Es gibt kein Entrinnen. Jeder ist in der Verantwortung&rdquo;, sagte M&uuml;ntefering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,632940,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu schelten, sollte M&uuml;ntefering besser einmal danach fragen, warum die Wahlbeteiligung immer mehr abnimmt und vor allem warum es der SPD immer weniger gelingt &bdquo;ihre&ldquo; W&auml;hler zu &bdquo;mobilisieren&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mehr Wettbewerb in die Politik!?<\/strong><br>\nAnfang Mai gab die Bertelsmann Stiftung bekannt, dass nach einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage zwar 77 Prozent der Deutschen die Demokratie f&uuml;r die beste Staatsform f&uuml;r Deutschland halten, aber nur etwas &uuml;ber die H&auml;lfte damit zufrieden ist, wie sie verwirklicht wird &ndash; und die Tendenz sinkt.<br>\nDie fast einhellige Ansicht zum Grundgesetz und weitere Umfragen zeigen auch, dass das Volk das Problem nicht in der Demokratie sieht. Der vertrauen  bedeutend mehr als Parteien und Politikern, wie eine Umfrage  der Leipziger Volkszeitung ergab. D&uuml;e B&uuml;rger  zweifeln laut einer Umfrage der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vielmehr an der Effizienz unseres demokratischen Systems und laut der  Shell Jugendstudie an der F&auml;higkeit von Politikern und Parteien, Probleme wirklich zu l&ouml;sen.<br>\nDiese Ergebnisse erkl&auml;ren auch die sinkende Wahlbeteiligung. Zieht man von dieser die Protest- und Ung&uuml;ltigw&auml;hler und die etlichen dank der F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde unter den Tisch gefallenen Stimmen ab, sieht es noch schlechter aus. Das Vertrauen in die Probleml&ouml;sungskompetenz der Politiker ist derma&szlig;en gering, dass die B&uuml;rger freiwillig auf eine ihrer wenigen Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten, die Wahl, verzichten. Da die Parteien dadurch jedoch nicht an Macht, sondern nur an Legitimation verlieren &ndash; die Anzahl der Mandate und &Auml;mter ist nicht von der Wahlbeteiligung abh&auml;ngig &ndash; besteht f&uuml;r sie keine Veranlassung, daran etwas zu &auml;ndern. Stattdessen fordern Spitzenpolitiker vom W&auml;hler, sich zu &auml;ndern,  wie j&uuml;ngst (5) SPD-Bundesvorsitzender Franz M&uuml;ntefering auf dem Bundeskongress der Jusos.<br>\nDabei w&auml;re der Mentalit&auml;tswandel bei den Politikern selbst vonn&ouml;ten.<br>\nSie m&uuml;ssen begreifen, dass sie in Konkurrenz um Ideen stehen, die sie den B&uuml;rgern vermitteln m&uuml;ssen. Eine Partei, die wei&szlig;, was Finanzhaie, hei&szlig;e Luft und Dumpingl&ouml;hne w&auml;hlen w&uuml;rden, aber offenbar nicht, weshalb man sie w&auml;hlen sollte, sollte die Schuld f&uuml;r die Wahlniederlage nicht beim &ldquo;schwer mobilisierbaren&rdquo; W&auml;hler suchen. Eine andere Partei sollte ihre Ideen nicht mit Begriffen aus der Comicsprache (&ldquo;WUMS!&rdquo;) oder durch Reminiszenzen an die US-Geschichte verh&uuml;llen, noch dazu in Englisch (&ldquo;Green New Deal&rdquo;).<br>\nDas Jammern nach jeder Wahl mit geringer Wahlbeteiligung bleibt unglaubw&uuml;rdig, solange die Parteien dadurch nicht auch an Macht verlieren und ihre wichtigsten Figuren &uuml;ber die Liste abgesichert sind.<br>\nHans Eichel und Peer Steinbr&uuml;ck wurden zu Finanzministern und Sigmar Gabriel zum Umweltminister gek&uuml;rt, nachdem die W&auml;hler sie nicht mehr als Ministerpr&auml;sidenten wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/30\/30595\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Machtverlust des Parlaments &ndash; Ein verr&uuml;ckte Demokratie<\/strong><br>\nGleichwohl ist der deutsche Blick auf Italien durchaus selbstgerecht. Tendenzen der Entdemokratisierung gibt es hierzulande nicht zu knapp; diese haben freilich sehr viel weniger Erregungspotential als in Italien.<br>\nDie deutsche Demokratie leidet, zumal seit der gro&szlig;en Wirtschaftskrise, an Entleerungsgefahr. Die Selbstherrlichkeit der Exekutive, also der Regierung, nimmt zu. Der Einfluss des Parlaments, des zentralen Orts der Demokratie, nimmt in unglaublicher Weise ab.<br>\nEs ist nicht &ldquo;die Politik&rdquo;, die da agiert. Es ist in Deutschland allein die Regierung. Der Bundestag, der demn&auml;chst neu gew&auml;hlt wird, spielt eine immer geringere Rolle. Er hat noch die Aufgabe, Kanzlerin oder Kanzler zu w&auml;hlen. Dann hat er ausgespielt.<br>\nDer Bundestag schluckt &ndash; und stimmt zu bei allem, was ihm von der Bundesregierung vorgesetzt wird, so es ihm &uuml;berhaupt vorgesetzt wird. Das ist auch eine Folge der gro&szlig;en Koalition, aber nicht nur. So war und ist es n&auml;mlich seit langer Zeit bei allen Anti-Terror-Gesetzen.<br>\nSo war und ist es bei allen EU-Gesetzen und Vertr&auml;gen. So war und ist es bei den Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr; hier mussten Parlamentarier gar ihre Zustimmungsrechte erst einmal im Wege der Organklage beim Bundesverfassungsgericht erstreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/75\/476586\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Abr&uuml;cken vom Kampf gegen gesellschaftliche Inegalit&auml;t erkl&auml;rt die Wahlniederlage der europ&auml;ischen Sozialdemokratie<\/strong><br>\nZusammenfassung wesentlicher Inhalte eines am 27.Juni 2009 in der Pariser Tageszeitung Le Monde erschienen Debattenbeitrags. Original-Titel: &bdquo;L&rsquo;abandon de la lutte contre les in&eacute;galit&eacute;s explique l&rsquo;&eacute;chec des socialistes europ&eacute;ens&ldquo; (nach einer &Uuml;bersetzung aus dem Englischen von Isabelle Ch&eacute;vel). Autor: Bo Rothstein, Politikprofessor an der Universit&auml;t G&ouml;teborg.&nbsp;&Uuml;bertragen von Gerhard Kilper&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nAngesichts des Scheiterns neoliberaler Markt-Selbststeuerungs-Ideologie h&auml;tte man bei den Wahlen zum Europaparlament einen Sieg der Sozialdemokraten und Sozialisten erwarten k&ouml;nnen. Nach dem Zusammenbruch des deregulierten Finanzsystems verstand eigentlich jeder, dass die seit einem Vierteljahrhundert vorherrschende neoliberale Ideologie mit ihrem Latein am Ende war.<br>\nLogischerweise h&auml;tte traditionelle sozialdemokratische Programmatik, in der Wirtschaftspolitik (global steuernd) an Keynes orientiert und verbunden mit sozialer Regulierung der M&auml;rkte, den Wahlsieg f&uuml;r die europ&auml;ische Linke bringen m&uuml;ssen. Paradoxerweise hat aber die Rechte gewonnen &ndash; weil ihre politischen F&uuml;hrer in Regierungsverantwortung den Sozialdemokraten zuvor kamen, indem sie linke Programmatik als eigene Krisenbew&auml;ltigungspolitik verkauften.<br>\nAlle Studien zeigen, dass wirtschaftlich-soziale Inegalit&auml;t das Wohlergehen der Gesellschaften global bedroht. Die einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit bekannt gewordenen Arbeiten von Richard Wilkinson und Kate Picket kommen zum Ergebnis, dass soziale Probleme mit dem Inegalit&auml;tsgrad der Gesellschaften zahlreicher und verheerender werden und zwar auch f&uuml;r die Mittelschichten. Das Risiko, psychisch krank zu werden, ist in den&nbsp; inegalsten OECD-L&auml;ndern f&uuml;nfmal h&ouml;her als in den OECD-L&auml;ndern mit geringster sozialer Inegalit&auml;t. F&uuml;r alle Schichten der Bev&ouml;lkerung ist die Lebenserwartung in den L&auml;ndern am h&ouml;chsten, die auch den h&ouml;chsten Grad gesellschaftlicher Gleichheit aufweisen. Ganz grunds&auml;tzlich leidet bei den Indikatoren &bdquo;gesellschaftliches Wohlergehen&ldquo; und &bdquo;Gesundheit&ldquo; nicht nur die Unterschicht, sondern die ganze Gesellschaft unter der Inegalit&auml;t. Ein besonders schlimmes &Uuml;bel f&uuml;r Gesundheit und Lebenserwartung stellt die &ndash; (f&uuml;r Arbeitnehmer) mit geringem&nbsp; Handlungsspielraum einhergehende &ndash; Inegalit&auml;t am Arbeitsplatz dar.<br>\nEin zentraler neoliberaler Glaubenssatz, gr&ouml;&szlig;ere gesellschaftliche Inegalit&auml;t f&uuml;hre zu h&ouml;herem Wirtschaftswachstum, wird von der Realit&auml;t widerlegt: L&auml;nder mit gut ausgebautem sozialem Netz (statt Sozialabbau) und hoher Steuerquote wie die nordischen L&auml;nder, wiesen gleichzeitig auch hohe Wachstumsziffern auf.<br>\nWarum konnten die sozialdemokratischen Parteien diese empirischen Belege nicht in einen politisch mobilisierenden Diskurs umsetzen, wo doch gerade eben das neoliberale Gegenmodell zum sozialdemokratischen Traditionsprogramm so offensichtlich Schiffbruch erlitten hatte?<br>\nEin Grund f&uuml;r die Niederlage k&ouml;nnte das Abr&uuml;cken linker Politiker vom bisher besten Verb&uuml;ndeten der Sozialdemokratie, von politischer Aufkl&auml;rung und universalen Menschenrechten sein. So lehnte man sich &bdquo;modern&ldquo; an postmodernes, anti-empirisches und intellektuell oft obskures Denken an &ndash; untauglich f&uuml;r die Entwicklung politischer Visionen, die auf gesicherte Empirie und praktische Machbarkeit bauen.<br>\nDie Linke entwickelte sich zu einem Konglomerat von Gruppen, das nicht Menschenrechte und Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung (&bdquo;der Arbeitnehmerschaft&ldquo;) in den Vordergrund ihres Denkens und Handelns r&uuml;ckte, sondern sich um die Identit&auml;t von marginalisierten, in ihrer Identit&auml;t bedrohten Randgruppen k&uuml;mmerte (Immigration, Religion, kulturelle Interessen-Identit&auml;t, sexuelle Orientierung etc.). Dieses Engagement f&uuml;r Gruppen-Identit&auml;tspolitik verlor die (wirtschaftlichen und sozialen) Lebensinteressen der gro&szlig;en Mehrheit der Gesellschaft aus den Augen.<br>\nPolitische Mobilisierungskampagnen f&uuml;r Minderheiten-Gruppenidentit&auml;ten k&ouml;nnen nicht gleichzeitig auf gesellschaftliches Wohlergehen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit abzielen, da die partikularen, oft sehr unterschiedlichen Gruppenidentit&auml;tsinteressen der Minderheiten in ihrer Addition nicht automatisch das Interesse der Bev&ouml;lkerungsmehrheit verk&ouml;rpern bzw. nicht verallgemeinert werden k&ouml;nnen. Dieser Schwenk sozialdemokratischer Politik f&uuml;hrte dazu, dass die Bev&ouml;lkerungsmehrheit sich von linker Politik nicht mehr angesprochen f&uuml;hlte bzw. dass diese dann nicht mehr mehrheitsf&auml;hig war. Durch die &Uuml;bernahme postmodernen Denkens lie&szlig; die Linke ihre traditionelle Programmatik verk&uuml;mmern, was zur &uuml;berraschenden Wahlniederlage f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/opinions\/article\/2009\/06\/26\/l-abandon-de-la-lutte-contre-les-inegalites-explique-l-echec-des-socialistes-europeens-par-bo-rothstein_1211886_3232.html\">Le Monde<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die deutsche Sozialdemokratie ihre Mobilisierungskampagnen auf Minderheiten-Gruppenidentit&auml;ten konzentriere, trifft nicht zu. Siehe dazu z.B. prototypisch Peer Steinbr&uuml;ck: &bdquo;Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen, kurzum, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die &ndash; und nur um sie &ndash; <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2003\/47\/Steinbr_9fck\">muss sich Politik k&uuml;mmern<\/a>.&ldquo;<br>\nZutreffend ist aber wohl eher, dass &bdquo;man sich &bdquo;modern&ldquo; an postmodernes, anti-empirisches und intellektuell oft obskures Denken&ldquo; anlehnte, man denke nur an die Parole vom &bdquo;vorsorgenden Sozialstaat&ldquo; wof&uuml;r es kaum ein empirisches Fundament und kaum vorzeigbare Erfolge gibt.<br>\nDie Hartz- (und das damit verbundene Lohndumping) oder die Rentenreformen machten auch f&uuml;r viele sp&uuml;rbar, dass nicht mehr &bdquo;die Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung (&bdquo;der Arbeitnehmerschaft&ldquo;&ldquo;) im Vordergrund des Denkens und Handelns der SPD standen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum wir vom Kapitalismus reden<\/strong><br>\nBei der Suche nach Wegen aus der Krise hilft der Begriff soziale Markwirtschaft nicht weiter. Er tr&auml;gt zur Verwirrung bei, weil es um die Zukunft des Kapitalismus geht.<br>\nEs gibt heute kaum eine Partei, die sich nicht in der Tradition der &bdquo;Sozialen Marktwirtschaft&ldquo; sieht. So wollen CDU und SPD die &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; erneuern. Die FDP m&ouml;chte sich auf die &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; zur&uuml;ckbesinnen. Die Gr&uuml;nen wollen die Rheinische Sozialordnung gr&uuml;n anstreichen. Und Oskar Lafontaine streitet mit Ludwig Erhard f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne.<br>\nDieser Wettkampf um das Erbe Erhards hat einen einfachen Grund: Lange Zeit genoss die &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; im &ouml;ffentlichen Bewusstsein einen guten Ruf. Hinter beiden Begriffen stehen also v&ouml;llig unterschiedliche Deutungsmuster, der &ouml;konomischen und sozialen Verh&auml;ltnisse. Am Beispiel des Verst&auml;ndnisses vom Staat und der Arbeit l&auml;sst sich dies gut zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0926-kapitalismus-gewerkschaften-krisenbewaeltigung-sozialstaat\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Fall politischer Hygiene<\/strong><br>\nAuch wenn Joschka Fischers neuer Job rechtlich wohl nicht zu beanstanden ist, st&ouml;&szlig;t sein Entschluss doch bitter auf. Ausgerechnet Fischer, der einst als militanter Linksradikaler gegen das Establishment k&auml;mpfte und sein politisches Leben mit den Themen Umweltschutz und erneuerbare Energien bestritt, l&auml;sst sich nun vor den Karren der m&auml;chtigen und undurchschaubaren Energielobby spannen. Fischers Wandelbarkeit seiner politischen Positionen vom gr&uuml;nen Urgew&auml;chs zum Oberrealo hat schon in seiner aktiven Gr&uuml;nen-Zeit Fragen aufgeworfen. Sein neuer Job als Energielobbyist d&uuml;rfte seine Glaubw&uuml;rdigkeit allerdings endg&uuml;ltig ersch&uuml;ttern.<br>\nEs entschuldigt Fischer nicht, dass viele seiner Kollegen so handeln wie er. Sein Wandel zum Lobbyisten ist aber Beleg daf&uuml;r, dass eine kritische Diskussion der Verfilzung zwischen Wirtschaft und Politik l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig ist. Denn dabei geht es um nichts anderes als um eine legale Form der Korruption.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F06%2F27%2Fa0182&amp;cHash=70ccc6b047\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Forderung nach einer kritischen Diskussion der Verfilzung zwischen Wirtschaft und Politik ist ein wenig d&uuml;rftig f&uuml;r ein Blatt, das &ldquo;systemkritischen Sichtweise&rdquo; f&ouml;rdern m&ouml;chte. Zu erwarten ist bei diesem Anspruch eine journalistische Aufarbeitung dieser Verfilzung bzw. deren Entwicklung seit Rainer Barzel (Flick) &uuml;ber Laurenz Meyer (RWE) bis Wolfgfang Clement (Deutscher Industrie Service, Adecco), um nur einige wenige zuf&auml;llig herausgegriffene Namen zu nennen. F&uuml;r Appelle dieser Art sind Politiker&nbsp; zust&auml;ndig, und nicht kritische Journalisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im &ouml;ffentlichen Bereich<\/strong><br>\nEin individuelles oder kollektives Bewusstsein &uuml;ber die politische, mediale und finanzielle Macht Bertelsmanns existiert meines Erachtens nicht oder nur sehr vereinzelt. Die Stiftung h&auml;lt ihren zielgerichteten ideologischen und praktischen Einfluss auf die Reformen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich weitestgehend bedeckt, um ihr Image als neutrale Vertreterin gesellschaftlicher Interessen nicht zu gef&auml;hrden. So schafft sie es, sich ihrer Verantwortung f&uuml;r und einer Auseinandersetzung &uuml;ber die gesellschaftlichen Folgen der von ihr forcierten Reformen zu entziehen. Sie muss sich nicht demokratisch legitimieren lassen, ihre Aktivit&auml;ten sind nicht an Legislaturperioden gebunden und sie muss vor keinem Parlament oder Rechnungshof Rechenschaft &uuml;ber ihre Vorhaben und deren Finanzierung ablegen, nur vor ihrem Stifter. Wenn es f&uuml;r die Durchsetzung ihrer Konstruktion von Gesellschaft notwendig ist marginalisiert, ignoriert und hintergeht sie demokratische Entscheidungen und Entscheidungsprozesse sogar.<br>\n&Uuml;ber Kampagnen, Preisverleihungen und Rankings transportiert die Stiftung ihre Normen und Werte in die &Ouml;ffentlichkeit und bereitet damit den Boden f&uuml;r den neoliberalen Umbau der Gesellschaft. Durch ihren gemeinn&uuml;tzigen Deckmantel erfreuen sich ihre Ver&ouml;ffentlichungen und &ouml;ffentlichen Auftritte breiter Akzeptanz und Anerkennung.<br>\nEinem kritischen Dialog &uuml;ber die Auswahl und den Inhalt ihrer Arbeit geht die Bertelsmann Stiftung konsequent aus dem Weg. Entscheidende Problemstellungen der Gegenwart und der zuk&uuml;nftigen Entwicklung werden &uuml;bergangen, wie z.B. die &Uuml;berlastung des Personals von Schulen und Sozialen Diensten, die Perspektivlosigkeit der Arbeitslosen, Kinderarmut, die Vereinsamung &auml;lterer Menschen oder die Interessenvertretung von MigrantInnen. Zu ihren Kongressen, Workshops und Beratungen l&auml;dt die Stiftung nur ihr wohlgesonnene und ,geistesverwandte&rsquo; VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein und vermeidet so themenkontroverse Auseinandersetzungen. Die Netzwerkarbeit und Projektentwicklung der Bertelsmann Stiftung ist so angelegt, dass sich die Akteure gar nicht mehr mit Gegenmeinungen und Kritik auseinandersetzen. Der Fokus der beteiligten Akteure wird so nicht erweitert, sondern im Gegenteil verengt und kanalisiert, wie es in einem &ouml;ffentlichen Diskurs kaum m&ouml;glich w&auml;re. Dadurch, dass kritische Stimmen ausgeblendet bleiben ist die Bertelsmann Stiftung mit daf&uuml;r verantwortlich, dass die Betroffenen der Reformen gar nicht angeh&ouml;rt wurden und werden.<br>\nEs gibt scheinbar keine verl&auml;sslichen, profilierten Einrichtungen oder Netzwerke, die ein vergleichbar &ouml;ffentlichkeitswirksames Gegengewicht zu Bertelsmanns Think Tank und<br>\nKonzern darstellen und f&uuml;r Transparenz und kritische Auseinandersetzung &uuml;ber Risiken und Nebenwirkungen der Bertelsmann-Projekte sorgen (wollen). Im Gegenteil hat Bertelsmann gute Kontakte zu einflussreichen Pers&ouml;nlichkeiten und Organisationen aller gesellschaftlichen Bereiche. H&ouml;chste Repr&auml;sentantInnen der deutschen, europ&auml;ischen und internationalen Politik folgen den Einladungen der Stiftung. Und wer sich kooperativ mit den Stiftungsinteressen zeigt muss keine medialen Nachteil f&uuml;r sich bef&uuml;rchten. Denn mit dem gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzern Europas hat die Stiftung ein einflussreiches Machtinstrument der Meinungsbildung im R&uuml;cken. Da zivilgesellschaftliches Engagement steuerlich privilegiert wird bedeutet die Rechtsform der gemeinn&uuml;tzigen Stiftung f&uuml;r den Konzern hohe Steuerersparnisse. Diese Mittel, die zur Finanzierung hoheitlicher Aufgaben durch den Staaten eingesetzt werden k&ouml;nnten, flie&szlig;en nun in die Stiftungs-Projekte. So gesehen kann man von einer Privatisierung der Politik auf Kosten der &ouml;ffentlichen Kassen sprechen. Der Konzern kann es sich leisten einen Think Tank zu finanzieren und mit ihm pr&auml;gend Einfluss auf den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs nehmen. Eine private institutionelle Macht, die streng hierarchisch organisiert ist, &uuml;bt Einfluss auf das gesamte politische System aus. Diese ,zivilgesellschaftliche&rsquo; Macht st&uuml;tzt sich ausschlie&szlig;lich auf Reichtum und Verm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.anti-bertelsmann.de\/2007\/EinflussBertelsmannStiftung.pdf\">Diplomarbeit von Susanne Schiller anti-bertelsmann.de [PDF &ndash; 1.35 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Reinhard Mohr: Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad<\/strong><br>\nIranische Oppositionelle als &ldquo;Discomiezen&rdquo; und &ldquo;Strichjungen des Finanzkapitals&rdquo; &ndash; was sich anh&ouml;rt wie Mullah-Propaganda, stammt aus den Webforen der deutschen Linken. In ihrer Bewunderung f&uuml;r das islamistische Regime sind sie sich mit ihrem sch&auml;rfsten Gegner einig: den Neonazis.<br>\nWie also reagiert der klassische Linke in Deutschland auf die Proteste in Iran?<br>\nZun&auml;chst war da viel Schweigen. Auch Tage nach den riesigen Demonstrationen und den Drohungen des Regimes in Teheran fand sich etwa im Leitorgan der Linken, dem &ldquo;Neuen Deutschland&rdquo;, kein Sterbensw&ouml;rtchen &uuml;ber die dramatischen Ereignisse. Das gleiche Bild bot sich auf der Homepage der Partei Oskar Lafontaines.<br>\nEine merkw&uuml;rdig ansteckende Schweigegrippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,632499,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B:J.:<\/strong> Gerne w&uuml;rde ich Ihre Aufmerksamkeit auf den am 27.06.09 erschienenen Spiegel-Online-Artikel &ldquo;DEUTSCHE LINKE UND IRAN Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad&rdquo; von Reinhard Mohr lenken. Herr Mohr behauptet darin, &ldquo;die deutsche Linke&rdquo; schweige str&auml;flich zu den Vorg&auml;ngen im Iran und unterstellt Amerika- und Israelhass als Motivation, um schlie&szlig;endlich einen ideologischen Schulterschluss mit Rechtsradikalen zu konstruieren.<br>\nKonkret als Schweigende benennt der Autor unter anderem die Partei &ldquo;Die Linke&rdquo;, die KP&Ouml;, die MLPD und die Zeitung &ldquo;Neues Deutschland&rdquo;. Andre Brie, Abgeordneter der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; im Europaparlament, wird als angeblich Einziger sich zu den Wahlen zu Wort Meldender mit der Formulierung &ldquo;Ausdruck f&uuml;r das Scheitern der westlichen Konfrontations- und Dem&uuml;tigungsstrategie&rdquo; zitiert.<br>\nEin simples Bem&uuml;hen von Onlinesuchmaschinen mit den Stichw&ouml;rtern &ldquo;Iran&rdquo; und dem jeweiligen Partei- bzw. Zeitungsnamen bezeugt binnen Sekundenbruchteilen das Gegenteil der Behauptungen von Mohr. Eine Pressemitteilung des &ldquo;Neuen Deutschland&rdquo; ist f&uuml;r den 16.06. nachweisbar, f&uuml;r die Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; finden sich zwei (18.06. und 21.06.) zwei Verurteilungen der Polizeigewalt, f&uuml;r KP&Ouml; (16.06.) und MLPD (14.06.) ebenso. Zus&auml;tzlich findet sich auf der Internetpr&auml;senz der KP&Ouml; eine <a href=\"http:\/\/wien.kpoe.at\/TUDEH-INFO57.pdf\">Verlautbarung der iranischen Tudeh-Partei [PDF &ndash; 40 KB]<\/a>.<br>\nAuch die schwerer aufzufindende <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/positionen_dokumente\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/pressemeldungen\/artikel\/wahlergebnis-im-iran-ausdruck-fuer-das-scheitern-westlicher-demuetigungsstrategie\/\">Stellungnahme von Brie<\/a> liest sich vollst&auml;ndig auf einmal doch etwas anders als das Loblied auf den iranischen Pr&auml;sidenten, dass man nach Mohrs Artikel erwarten w&uuml;rde:<br>\n&bdquo;Der Wahlsieg Mahmud Ahmadinedschads ist Ausdruck f&uuml;r das Scheitern der westlichen Konfrontations- und Dem&uuml;tigungsstrategie gegen den Iran. Die verarmten, l&auml;ndlichen und religi&ouml;sen Bev&ouml;lkerungsmehrheiten reagieren darauf ganz klassisch, mit Unterst&uuml;tzung antiwestlicher Politik. Ohne achtungsvolle und gleichberechtigte Politik gegen&uuml;ber dem Iran und der gesamten islamischen Welt, ohne einseitige Orientierung auf Israels Okkupations- und Kernwaffenpolitik bleiben die demokratischen und s&auml;kularen Kr&auml;fte im Iran in der Minderheit. Die Au&szlig;en- und Nuklearpolitik Ahmadinedschads sind bedrohlich &ndash; sie k&ouml;nnen aber nur friedlich und auf der Grundlage internationalen Rechts, sowie durch die atomare Abr&uuml;stung existierender Atomwaffenm&auml;chte ver&auml;ndert werden, die Israel sowie eine kernwaffenfreie Zone im gesamten Nahen und Mittleren Osten einschlie&szlig;t. Die inakzeptable Menschenrechtssituation und die Lage der Frauen im Iran k&ouml;nnen gleicherma&szlig;en nur durch einen Strategiewandel der internationalen Gemeinschaft auf der Grundlage einheitlicher Rechts- und Menschenrechtsstandards verbessert werden.&rdquo;<br>\nLang und breit dagegen l&auml;sst Mohr einen gewissen J&uuml;rgen Els&auml;sser zu Wort kommen, der vorgestellt wird als &ldquo;einst auch Autor der &ldquo;Jungen Welt&rdquo;, dazu auch f&uuml;r &ldquo;taz&rdquo;, &ldquo;Konkret&rdquo;, &ldquo;Jungle World&rdquo; und &ldquo;Neues Deutschland&rdquo; t&auml;tig, last not least Mitbegr&uuml;nder der &ldquo;Volksinitiative gegen Finanzkapital&rdquo;.<br>\nVerschwiegen wird nat&uuml;rlich, dass just diese &ldquo;Volksinitiative&rdquo; zum <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/142207.in-eigener-sache.html\">Rausschmiss von Els&auml;sser beim &ldquo;Neuen Deutschland&rdquo;<\/a> gef&uuml;hrt hat.<br>\nMan mag ja von den erw&auml;hnten Parteien, Presseorganen und Personen nicht begeistert sein, was mich aber regelrecht schockiert hat ist, dass der Spiegel in der Qualit&auml;t seiner Berichterstattung mittlerweile so tief herab gesunken ist, dass er seinen Lesern solche Artikel auftischt, die im g&uuml;nstigsten Fall auf schlampiger Recherche beruhen, nach meinem Eindruck jedoch bewusst herbei gelogen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Jugendliche ohne Berufsabschluss &ndash; Handlungsempfehlungen f&uuml;r die berufliche Bildung<\/strong><br>\nIn Deutschland verf&uuml;gen rund anderthalb Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren &uuml;ber keinen Berufsabschluss. Somit gelingt es etwa jedem siebten Jugendlichen nicht, die formellen Voraussetzungen f&uuml;r eine qualifizierte Beteiligung am Erwerbsleben zu erwerben. Der Anteil der Ausbildungslosen stagniert bereits seit Jahren auf diesem Niveau. Ausbildungslosigkeit ist mit hohen Kosten verbunden &ndash; nicht nur f&uuml;r die Betroffenen, welche die sozialen und finanziellen Folgen zu tragen haben. Sie ist auch f&uuml;r die Gesellschaft teuer, und sie wird f&uuml;r die Gesellschaft in Zukunft von Jahr zu Jahr kostspieliger. Doch wie kann dies gelingen? Mit dieser Frage besch&auml;ftigt sich das vorliegende Kurzgutachten.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/06430.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 810 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.R.:<\/strong> Hab ich gesehen und gelesen und bin w&uuml;tend &uuml;ber das Gutachten und die These: ein paar Jahre haben wir noch Probleme im &Uuml;bergangssystem, aber dann sorgt die Demographie daf&uuml;r, dass sich alle&nbsp;um die Jugendlichen rei&szlig;en werden. Wenn 2020&nbsp;pro Jahr rund &nbsp;680 000 Jugendliche eines Jahrgangs &ldquo;verteilt&rdquo; werden und &ndash; sagen wir knapp gerechnet &ndash; die H&auml;lfte bis 60 Prozent auf eine wie auch immer geartete Hochschule oder in schulische Ausbildungsysteme wechselt, dann bleiben Jahr f&uuml;r Jahr f&uuml;r das duale System rund 300 000 &uuml;brig. In welche Berufe gehen diese umworbenen dann aber? Das BIBB gibt selbst eine Antwort (in: BWP 3\/2009): das Image entscheidet. Das Handwerk kann v&ouml;llig einpacken, Grundberufe wie B&auml;cker, Koch, Metzger,&nbsp;Verk&auml;uferin bekommen keinen Nachwuchs, wenn sich nicht dramatisch etwas in der gesellschaftlichen Anerkennung tut. Da liegen die Probleme f&uuml;r das duale System und nicht in der Demographie. Die FES wollte mit dem Gutachten wohl nur die Wirkung des <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/04258\/\">Baethge-Gutachtens<\/a> ausgleichen. Vgl.auch <a href=\"?p=2437\">Gespensterdebatten um die duale Berufsausbildung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Schavan verspricht Korrekturen beim Bachelor<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Studentenproteste scheinen nicht unerh&ouml;rt verhallt zu sein: Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat Nachbesserungen bei der Hochschulreform in Aussicht gestellt. Diese sei nicht &ldquo;&uuml;berall gelungen&rdquo;, gerade beim schnellen Bachelor-Abschluss nach sechs Semestern m&uuml;sse man noch nacharbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article1121742\/Schavan_verspricht_Korrekturen_beim_Bachelor.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Streikenden und ihre Forderungen seien &bdquo;gestrig&ldquo;, meinte Schavan anl&auml;sslich des Bildungsstreiks. Die ewig Gestrigen scheinen jetzt aber allm&auml;hlich doch im Heute anzukommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, des BdWi und der GEW anl&auml;sslich der gemeinsamen Fachtagung &ldquo;Wirtschaftskrise und Zukunft &ouml;ffentlicher Bildung und Wissenschaft&rdquo; am 27. Juni 2009 in Berlin<\/strong><br>\nMassenqualifikation statt &ldquo;Elitenf&ouml;rderung&rdquo;: Statt mediale Events um &ldquo;Exzellenz&rdquo; und &ldquo;Elite&rdquo; zu inszenieren, d.h. knappe Zusatzmittel auf wenige Bereiche zu konzentrieren, muss der Ausbau des Bildungssystems in der Fl&auml;che aller grundst&auml;ndigen Einrichtungen unbedingten Vorrang haben. Ein hohes Bildungsniveau in der Breite ist die Voraussetzung f&uuml;r gesellschaftlich relevante Spitzenleistungen in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Das beginnt bei einer St&auml;rkung fr&uuml;hkindlicher Bildungseinrichtungen mit Ganztagskinderg&auml;rten in kleinen Gruppen, geht &uuml;ber eine fl&auml;chendeckende Versorgung mit Ganztagsschulen, die auch eine p&auml;dagogische Ganztagsbetreuung gew&auml;hrleisten, und m&uuml;ndet in den Ausbau der Hochschulen durch eine drastische Vermehrung vollfinanzierter Studienpl&auml;tze.<br>\nSoziale Ausgrenzung verhindern: Im internationalen Vergleich der OECD-Staaten wird ein Studium zunehmend zum Regelberufsabschluss (OECD-Durchschnitt: 55 Prozent eines Altersjahrganges; skandinavische L&auml;nder: 70 Prozent). Dem steht vor allem die traditionelle, im Wesentlichen aus dem 19. Jahrhundert stammende berufsst&auml;ndische Gliederung des deutschen Bildungssystems, die soziale Selektion auf bleibend hohem Niveau stabilisiert, entgegen. Vorrang hat daher der Aufbau eines inklusiven Schulsystems in Verbindung mit gezielten F&ouml;rderma&szlig;nahmen des Bildungsaufstiegs. Dazu m&uuml;ssen beispielsweise Erfahrungen der beruflichen Praxis und Abschl&uuml;sse des dualen Systems als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt werden. Erforderlich ist die Wiedereinf&uuml;hrung des Sch&uuml;lerInnen-Baf&ouml;Gs und die deutliche Ausweitung des Studierenden-BAf&ouml;G. Alle privaten Geb&uuml;hren f&uuml;r die regul&auml;re Beteiligung in &ouml;ffentlichen Bildungs-einrichtungen m&uuml;ssen abgeschafft werden. Kinder mit Migrationshintergrund brauchen unabh&auml;ngig von Aufenthaltsdauer und Status eine spezifische institutionelle Unterst&uuml;tzung sowie den freien Zugang zu fr&uuml;hkindlicher und schulischer Bildung. Schlie&szlig;lich ist die st&auml;rkere politische Regulierung des Weiterbildungsbereiches durch ein Bundesgesetz erforderlich, welches Rechtsanspr&uuml;che auf Teilhabe, rechtlich garantierte Lernzeiten und zus&auml;tzliche &ouml;ffentliche Finanzierung regelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/show\/2581776.html\">BdWi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ergebnis der Tagung war die Bef&uuml;rchtung, dass es in Anbetracht der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise nach der Bundestagswahl Ende September zu einem gro&szlig;en &bdquo;Kassensturz&ldquo; kommen wird. Vor dem Hintergrund der Grundgesetz&auml;nderung bez&uuml;glich der Neuverschuldungsregelungen f&uuml;r Bund und L&auml;nder (&bdquo;Schuldenbremse&ldquo;) sind drastische K&uuml;rzungen im Bereich &ouml;ffentlich finanzierter Bildungsausgaben zu erwarten. &bdquo;Dies h&auml;tte angesichts der bereits heute bestehenden strukturellen Unterfinanzierung im Bildungssektor katastrophale Folgen f&uuml;r die gesamte gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland&ldquo; erkl&auml;rte Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und Mitglied des BdWi. &bdquo;Wir wollen vor der Wahl wissen, welche Partei die Forderung der Erh&ouml;hung der &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben auf sieben Prozent des BIP unterst&uuml;tzt&ldquo; forderte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ulrich Th&ouml;ne. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Thomas M&uuml;nch, Rezension: Konad Paul Liessmann: Theorie der Unbildung<\/strong><br>\nIm Ende der Lekt&uuml;re bleiben Leserin und Leser mit einem Gef&uuml;hl der Schalheit zur&uuml;ck. Teilt man noch die Analyse der real existierenden Verh&auml;ltnisse, so steht man der tiefer greifenden Ursachenforschung und den behaupteten Zusammenh&auml;nger eher etwas verlassen und ratlos gegen&uuml;ber. Und nahe am Zweifel l&auml;sst einen zuletzt die Gesamtschau des Textes. Aber diese Fragen zu stellen, Irrwege zu gehen, zu zweifeln und nicht zu verzweifeln &ndash; trotz und gerade einer traurigen Bildungs-Wirklichkeit; das macht Liessmanns Buch zu einer wichtigen Lekt&uuml;re in dieser unserer Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.socialnet.de\/rezensionen\/4346.php\">socialnet.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a>Zu guter Letzt:<br>\n<strong>NDS-Autor Thorsten Hild mit neuen Songs<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/r4423\/Neue-Songs\/\">thorsten-hild.bloggospace.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4025#h01\">Finanzkrise: Die Augenwischerei der Bankgiganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h02\">Neue Nahrung f&uuml;r den Drachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h03\">Die Deflation ist in Japan zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h04\">Krise verringert Kluft zwischen Armen und Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h05\">Abgaben-Debatte: Was ein Mehrwertsteuer-Schub f&uuml;r Deutschland bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h06\">13 Milliarden Euro die niemand haben will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4025#h07\">Investoren pl&uuml;ndern Kabelkonzern<\/a><\/li>\n<li><a<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4025\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4025","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4025\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}