{"id":40277,"date":"2017-09-25T08:19:18","date_gmt":"2017-09-25T06:19:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277"},"modified":"2017-09-25T08:19:18","modified_gmt":"2017-09-25T06:19:18","slug":"hinweise-des-tages-2966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h01\">Bundestagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h02\">Die gr&ouml;&szlig;te Klima-Vandalin des Planeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h03\">Happy Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h04\">Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h05\">Government by Goldman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h06\">Autoindustrie darf Kosten f&uuml;r Dieselaff&auml;re von der Steuer absetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h07\">Schweizer lehnen Rentenreform ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h08\">&Ouml;sterreichs Renten, die Rente mit 70 und das merkw&uuml;rdige Engagement der Qualit&auml;tsmedien.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h09\">Ungleicher Einfluss: Lobbyismus im Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h10\">Kanzleien wollen Gro&szlig;britannien zur Klageoase machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h11\">Studie: Junge Deutsche leben immer prek&auml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h12\">Venezuela &ndash; Die verfassunggebende Versammlung und die Basis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h13\">Die Amerikaner haben ausgetr&auml;umt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40277#h14\">National und Neoliberal<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagswahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD will in die Opposition gehen<\/strong><br>\nDie SPD schlie&szlig;t eine Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition aus. Parteivize Schwesig k&uuml;ndigt an, dass ihre Partei in die Opposition gehen werde. Martin Schulz soll trotz des historisch schlechten Ergebnisses Parteichef bleiben.<br>\nDie SPD zieht Konsequenzen aus dem schlechtesten Abschneiden ihrer Geschichte bei der Bundestagswahl: &ldquo;Die Gro&szlig;e Koalition ist beendet&rdquo;, k&uuml;ndigt Parteivize Manuela Schwesig an. Die Sozialdemokraten wollen k&uuml;nftig die Opposition im Bundestag anf&uuml;hren. Diese Entscheidung daf&uuml;r habe die Parteif&uuml;hrung getroffen, sagte Schwesig.<br>\nFraktionschef Thomas Oppermann best&auml;tigte das. &ldquo;Der Platz der SPD ist in der Opposition&rdquo;, sagte er. So werde auch verhindert, dass die AfD Oppositionsf&uuml;hrer im neuen Bundestag wird. Oppermann kenne niemanden in der Partei, der nach dem Ergebnis die Gro&szlig;e Koalition fortsetzen wolle.<br>\nDamit ist nach dem Wahlergebniseine Koalition aus Union, FDP und Gr&uuml;nen die einzige realistische Regierungsoption<br>\n&ldquo;Das ist ein ganz schlimmes Ergebnis f&uuml;r die SPD. Da gibt es f&uuml;r uns nichts zu besch&ouml;nigen&rdquo;, sagte Schwesig. Gleichwohl soll Kanzlerkandidat Martin Schulz Parteichef bleiben, sagte die Ministerpr&auml;sidentin von Mecklenburg-Vorpommern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-spd-will-in-die-opposition-gehen-a-1169585.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Entscheidung, in die Opposition zu gehen, ist neben dem Politikwechsel wohl eine der letzten Chancen, nicht dauerhaft selbst zur &bdquo;Kleinpartei&ldquo; zu werden. Dass die SPD sich in der Opposition als sozialdemokratische Partei wiederentdeckt, ist jedoch beileibe kein Selbstl&auml;ufer. Wir erinnern uns: 2009 musste die SPD auch schon eine herbe Niederlage hinnehmen und ging aus der Gro&szlig;en Koalition auf die Oppositionsb&auml;nke. Vier Jahre sp&auml;ter kehrte die SPD mit einem alles andere als sozialdemokratischen Programm unter ihrem alles andere als sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Steinbr&uuml;ck zur&uuml;ck. Es gibt noch keinen Grund anzunehmen, dass es sich diesmal anders anders abspielt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Berliner Runde&ldquo; &ndash; Der Frust des Martin Schulz<\/strong><br>\nIn der Elefantenrunde im &ouml;ffentlich-rechtlichen TV wurde insbesondere eins deutlich: der Frust des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. [&hellip;]<br>\noch die  erste  Erkenntnis, die dieser Abend lieferte,  hatte nichts mit dem Spiel  &bdquo;6 gegen 1&ldquo; zu tun, also  CDU, CSU, SPD, FDP, Gr&uuml;ne und  Linke gegen AfD. Die erste interessante Erkenntnis des Abends lieferte der krachend gescheiterte Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz. Schulz giftete die Kanzlerin Angela Merkel an, diese habe einen &bdquo;skandal&ouml;sen Wahlkampf&ldquo; gef&uuml;hrt.<br>\nDer tiefsitzende Frust &uuml;ber das schlechteste Wahlergebnis seiner Partei   in der Nachkriegszeit war  Schulz anzusehen. In seinen folgenden Stellungnahmen giftete er wieder und wieder  gegen Merkel, nannte sie einen &bdquo;Ideenstaubsauger&ldquo; und betonte ein ums andere Mal, dass seine Partei f&uuml;r eine Neuauflage der gro&szlig;en Koalition nicht zur Verf&uuml;gung stehe. Offenbar hatte sich Schulz entschieden, dass er aus dem Berliner TV-Studio heraus schon mal demonstrieren wollte, wie er sich eine &bdquo;starke Opposition&ldquo; im Bundestag gegen eine Jamaika-Koalition, die er prognostizierte, vorstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/bundestagswahl\/berliner-runde-der-frust-des-martin-schulz-a-1357291\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> H&auml;tte Schulz beim TV-Duell und generell im Wahlkampf eine &auml;hnliche Performance hingelegt, w&auml;ren sicher noch ein paar Prozent mehr drin gewesen. Man hatte gestern den paradoxen Eindruck, dass die Klatsche von Schulz als Befreiung erfunden wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie der Rechtsruck herbeigetalkt wurde<\/strong><br>\nDie Erfolge der AfD haben auch die Plasbergs dieser Welt mitzuverantworten. Denn die &ouml;ffentlich-rechtlichen Talker haben den reaktion&auml;ren Kr&auml;ften schon fr&uuml;h und dann immer wieder eine B&uuml;hne geboten.<br>\nAn diesem Sonntag wird eine rechtspopulistische Partei mit in Teilen rechtsradikalen Mitgliedern in den Bundestag gew&auml;hlt werden. Es ist ein Bruch im Selbstverst&auml;ndnis dieses Landes. Und die seltsame Stille, ja Apathie vor diesem Geschichtsbeben ist bedr&uuml;ckend.<br>\nEs geht der AfD ja um nicht weniger als ein anderes Land, eine andere Sicht auf die Geschichte, die Verbrechen, die Schuld der Deutschen, es geht darum, die &ldquo;Leistungen&rdquo; deutscher Soldaten zu w&uuml;rdigen und damit ein k&uuml;nstliches Selbstbewusstsein zu konstruieren, das an einen kranken Nationalismus appelliert, der millionenfachen Tod und den Mord an den Juden Europas verursacht hat.<br>\nEs geht darum, die Wut, die in der Gesellschaft ist, gegen die zu richten, die die Schw&auml;chsten sind, die Gefl&uuml;chteten, die zu uns kommen, weil sie Hilfe suchen. Es geht, wie immer in der Geschichte, darum, einen Hass zu erzeugen, der einen Zusammenhalt schafft, der sonst nicht existent ist. Es geht darum, die freie und tolerante Gesellschaft zu bek&auml;mpfen.<br>\nIn vielem &auml;hnelt dieser traurige Triumph damit den politischen Verschiebungen, wie sie fast &uuml;berall in Europa und in weiten Teilen der Welt zu beobachten sind &ndash; die liberale Demokratie und die liberalen Kr&auml;fte und Ideen sind unter Druck, sind bedroht, die autorit&auml;ren und freiheitsfeindlichen Kr&auml;fte gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/afd-im-bundestag-wie-der-rechtsruck-herbei-geredet-wurde-a-1169404.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>AfD mobilisiert 1,4 Millionen Nichtw&auml;hler<\/strong><br>\nAfD und FDP ziehen viele W&auml;hler von der Union ab und k&ouml;nnen bisherige Nichtw&auml;hler mobilisieren. Details zeigt unsere Datenanalyse. [&hellip;]\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925-hdt-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925-hdt-02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-09\/wahlverhalten-bundestagswahl-wahlbeteiligung-waehlerwanderung\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die gr&ouml;&szlig;te Klima-Vandalin des Planeten<\/strong><br>\nAngela Merkel genie&szlig;t noch immer den Ruf, den Umweltschutz zu f&ouml;rdern. Dabei ist die Bilanz ihrer Umweltpolitik eine Katastrophe<br>\nWelche lebende Person hat am meisten zur Zerst&ouml;rung der Natur und des Wohlergehens der Menschheit beigetragen? Donald Trump wird schon bald die richtige Antwort sein, wenn die volle Wucht seiner zerst&ouml;rerischen Politik zu sp&uuml;ren sein wird. Doch f&uuml;r den Augenblick w&uuml;rde ich auf diese Frage noch einen anderen Namen nennen: Angela Merkel.<br>\nWas? Habe ich den Verstand verloren? Angela Merkel, die &bdquo;Klimakanzlerin&ldquo;? Die Person, die als deutsche Umweltministerin durch blo&szlig;e Willenskraft das erste UN-Klimaabkommen ausgehandelt hat? Die Kanzlerin, die die Regierungschefs der G7 dazu &uuml;berredet hat, bis zum Ende dieses Jahrhunderts schrittweise aus der Nutzung fossiler Brennstoffe auszusteigen? Die Architektin der deutschen Energiewende? Ja, genau die.<br>\nAnders als Trump hegt sie keine b&ouml;swilligen Absichten. Sie hat nicht wirklich geplant, die Vereinbarungen zunichte zu machen, die mit ihrer Hilfe zustande gekommen sind. Doch der Planet Erde reagiert nicht auf Leitlinien, Absichtserkl&auml;rungen, Reden oder Ziele. Er reagiert auf harte Fakten. Was z&auml;hlt, ist, was Merkel tut und nicht das, was sie sagt. Und wenn man sie danach beurteilt, hat sie eine Katastrophe von planetarischen Ausma&szlig;en zu verantworten. (&hellip;)<br>\nAll dies sind reale Auswirkungen, w&auml;hrend Merkel mithilfe von Gef&auml;lligkeiten und schmutzigen Deals, wie ich sie oben aufgef&uuml;hrt habe, verhindert hat, dass die Vereinbarungen, die sie auf dem Papier mit aushandelte, nie in die Tat umgesetzt wurden. Dass sie dennoch eine Aura der Unantastbarkeit umgibt, ist schon eine gewisse Leistung &ndash; f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Umweltvandalin des Planeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/die-groesste-klima-vandalin-des-planeten\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den Originaltext im britischen &bdquo;The Guardian&ldquo; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/sep\/19\/world-leading-eco-vandal-angela-merkel-german-environmental\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Happy Germany<\/strong><br>\nDie deutsche Rolle in Europa war kaum ein Thema &ndash; als werde alles so bleiben, wie es ist. Das aber ist ein Irrglaube<br>\nEs ist normal, dass sich nationale Wahlen auf nationale Themen konzentrieren. Nicht so f&uuml;r Deutschland. Dessen Rolle in Europa ist derart zentral, dass es sich selbst gegen&uuml;ber die Pflicht hat, &ouml;ffentlich dar&uuml;ber nachzudenken und Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Zukunft der EU zu formulieren. Stattdessen verbl&uuml;ffte der nun zu Ende gehende Wahlkampf mit einer Selbstbezogenheit, die keinen ernsthaften Diskurs &uuml;ber Europa und die Eurozone zulie&szlig;. Es wurde weitgehend ausgeklammert, was Berlin tun muss, um vor allem das wirtschaftliche Umfeld zu stabilisieren, in dem die Deutschen leben und von einer besseren Zukunft tr&auml;umen wollen.<br>\nUnter Pro-Europ&auml;ern ist es &uuml;blich, die Provinzialit&auml;t politischer Debatten in Gro&szlig;britannien zu r&uuml;gen und zu behaupten, eben das h&auml;tte zum Brexit gef&uuml;hrt. Wer diese Kultur pflege, bewirke zudem einen EU-Ausstieg, der den Interessen der B&uuml;rger dort, besonders denen junger Briten, entgegenstehe. Gen&uuml;gte der deutsche Wahlkampf h&ouml;heren Anspr&uuml;chen? Politiker trafen bei Fernsehtalks aufeinander, hielten Reden und schrieben Artikel, als l&auml;ge Europa irgendwo weit drau&szlig;en und gehe die W&auml;hler nicht wirklich etwas an.<br>\nDeutsche Freunde, die sich in ihrem Land auskennen, erz&auml;hlen mir, dass Angela Merkel erneut triumphieren werde, weil die Deutschen ihr zutrauen, sie vor &bdquo;all dem Schlechten&ldquo; zu besch&uuml;tzen, das anderswo in Europa passiert. Das Gef&uuml;hl &bdquo;Deutschland geht es gut&ldquo; werde wegen des pragmatischen Verm&ouml;gens der Kanzlerin, den Status quo zu bewahren, die Wahl entscheiden. Dieser Glaube basiert auf einer Annahme, die so falsch wie gef&auml;hrlich ist: dass sich Deutschlands Wohlstand trotz aller widerspr&uuml;chlichen Dynamik, von der die Europ&auml;ische Union erfasst ist, reproduzieren lasse. Berlin m&uuml;sse nur daf&uuml;r sorgen, dass die &bdquo;Regeln&ldquo; strenger durchgesetzt werden.<br>\nWill der junge deutschst&auml;mmige IS-K&auml;mpfer Gent wirklich aussteigen? Yassin Musharbash legt einen Politthriller vor, der kaum aktueller sein k&ouml;nnte: Wie &uuml;berfordert sind die Sicherheitsbeh&ouml;rden? Wie sollen wir umgehen mit den Terroristen aus der Mitte unserer Gesellschaft? Und vor allem: Was passiert&hellip;<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die von einem solchen Fehlurteil ausgeht, besteht f&uuml;r die nachwachsenden Generationen. Junge Deutsche wollen europ&auml;ische B&uuml;rger sein, europ&auml;ische Grenzen passieren und sich in Italien als Italiener, in Frankreich als Franzosen und in Griechenland als Griechen f&uuml;hlen. Eine gro&szlig;artige Ambition, die gef&ouml;rdert und verfeinert werden muss. Sie entspricht dem Geist eines radikalen Internationalismus, wie ihn unsere Bewegung DiEM25 (Democracy in Europe Movement) verk&ouml;rpert. Leider wird dieser Idealismus von Wahlkampfmustern aufs Spiel gesetzt, bei denen Politiker, die wom&ouml;glich demn&auml;chst eine Regierung stellen, das falsche Signal senden, Deutschland k&ouml;nne mehr oder weniger so bleiben, wie es ist, in einem Europa, das mehr oder weniger so bleibt, wie es ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/happy-germany\">Yanis Varoufakis im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macron<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;K&ouml;nig der T&auml;uschung&rdquo;<\/strong><br>\nIn Paris sind abermals Zehntausende Menschen zu Protesten gegen die Arbeitsmarktreform von Pr&auml;sident Emmanuel Macron auf die Stra&szlig;e gegangen.<br>\nSie folgten einem Aufruf des franz&ouml;sischen Linkspolitikers Jean-Luc M&eacute;lenchon, der die am Vortag per Verordnung umgesetzte Reform zur Liberalisierung des Arbeitsmarkts als &ldquo;Sozialstaatsstreich&rdquo; brandmarkte. &ldquo;Der Kampf ist nicht zu Ende, er f&auml;ngt gerade erst an&rdquo;, sagte M&eacute;lenchon in seiner Ansprache. (&hellip;)<br>\nDie Organisatoren bezifferten die Zahl der Teilnehmer auf 150.000. M&eacute;lenchon rief seine Anh&auml;nger auf, den Druck auf Macrons Regierung aufrecht zu erhalten, um die Reform zu Fall zu bringen.<br>\nMacron hatte zuvor angek&uuml;ndigt, seine Pl&auml;ne durchzuziehen und sich nicht dem Druck der Stra&szlig;e zu beugen.<br>\nAls Reaktion darauf erinnerte M&eacute;lenchon auf der Kundgebung in Paris an die gro&szlig;e Bedeutung von Stra&szlig;endemonstrationen in der franz&ouml;sischen Geschichte. &ldquo;Es war die Stra&szlig;e, die die K&ouml;nige geschlagen hat, die Nazis, den Jupp&eacute;-Plan&rdquo;, sagte M&eacute;lenchon mit Blick auf einen fr&uuml;heren Versuch zur Arbeitsmarktreform.<br>\nDie Demonstranten sollten es sich &ldquo;nicht gefallen lassen, dass in einem solchen Ton mit ihnen gesprochen wird&rdquo;, sagte M&eacute;lenchon. (&hellip;)<br>\nDie Arbeitsmarktreform ist eines der zentralen Wahlkampfversprechen des 39-j&auml;hrigen Pr&auml;sidenten. Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit will er Unternehmen mehr Spielraum und Sicherheit geben. Unter anderem werden K&uuml;ndigungen erleichtert, Abfindungen gedeckelt und Betriebsvereinbarungen gest&auml;rkt.<br>\nArbeitgeber begr&uuml;&szlig;en die Reform. Gewerkschaften und linke Parteien kritisieren sie dagegen als Abbau von Arbeitnehmerrechten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/proteste-macron-103.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die &bdquo;tagesschau&ldquo;-Macher &uuml;bernehmen hier den Begriff &bdquo;Reform&ldquo; unreflektiert. Allgemein werden mit dem Reformbegriff Verbesserungen zugunsten der Gesellschaft verstanden. Offenbar erwarten die franz&ouml;sische B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger durch diese neuen Gesetze keine Verbesserungen, sondern bef&uuml;rchtet Verschlechterungen f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Gesellschaft: Die Arbeitnehmerschaft.<\/em><br>\n<em>Zu bef&uuml;rchten ist, dass die neue deutsche Bundesregierung sich demn&auml;chst &bdquo;gezwungen&ldquo; sieht, die hiesige Arbeitnehmerschaft ebenfalls erneut unter Druck zu setzen, damit sie mit ihrer franz&ouml;sischen Konkurrenz weiter wettbewerbsf&auml;hig bleibe.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Macht und Ohnmacht<\/strong><br>\nMacht und Ohnmacht, Fernsehen und Stra&szlig;e. Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat die Arbeitsrechtsnovelle seiner Regierung am Freitag mittag in Trump-Manier vor laufenden Fernsehkameras unterzeichnet. In den Stra&szlig;en von Paris und in anderen Gro&szlig;st&auml;dten des Landes schrumpfte der Widerstand gegen die neoliberale Neuordnung des Arbeitsmarktes am Donnerstag merklich. Selbst die Gewerkschaft CGT, die auch den zweiten nationalen Aktionstag organisiert hatte, stellte ern&uuml;chtert fest, &raquo;dass zuwenig Leute mobilisiert wurden&laquo;.<br>\nFehlende Solidarit&auml;t unter den f&uuml;nf gro&szlig;en Gewerkschaften auf der einen und eine im Sinne der Bosse handelnde, entschlossene Regierung auf der anderen Seite haben das Gesetz wohl endg&uuml;ltig zementiert. Macron betonte, es werde &raquo;das Vertrauen der Unternehmer festigen&laquo;.<br>\nMacrons rechtskonservativer Ministerpr&auml;sident &Eacute;douard Philippe und sein Kabinett beschlossen die Vorlage am Morgen. Gegen 13.45 Uhr, noch vor dem Mittagessen, setzte sich ihr Chef an seinen vergoldeten Louis-quinze-Pr&auml;sidentenschreibtisch und lie&szlig; sich dabei filmen, wie er den Protest von 60 Prozent der Franzosen mit einem kurzen Federstrich wegwischte.<br>\nMit ihrer Ver&ouml;ffentlichung in den Amtsbl&auml;ttern des Landes wird die Novelle schon in der kommenden Woche rechtskr&auml;ftig. Zwar muss der in f&uuml;nf sogenannte &raquo;Ordonnanzen&laquo;, &raquo;Anordnungen&laquo;, gefasste neue &raquo;Code du travail&laquo; im kommenden Oktober noch vom Parlament best&auml;tigt werden. Das ist allerdings nur Formsache &ndash; Macrons Regierungsmacht beruht auf einer absoluten Mehrheit der Abgeordneten seiner Bewegung &raquo;La R&eacute;publique en marche&laquo;.<br>\nIn der Hauptstadt litt der Stra&szlig;enprotest am Donnerstag sichtlich darunter, dass die F&uuml;hrer der beiden gro&szlig;en Gewerkschaften CFDT und Front Ouvri&egrave;re (FO) die bei ihnen organisierten Lohnabh&auml;ngigen nicht zur Teilnahme an den landesweiten Kundgebungen aufgerufen hatten. Sowohl Laurent Berger, Generalsekret&auml;r der von der christlichen Arbeiterbewegung gepr&auml;gten Conf&eacute;d&eacute;ration fran&ccedil;aise d&eacute;mocratique du travail, als auch Jean-Claude Mailly vom Front Ouvri&egrave;re hatten sich in Geheimgespr&auml;chen offenbar von Macron und dessen sozialdemokratischer Arbeitsministerin Muriel P&eacute;nicaud beeindrucken lassen und zur Annahme der &raquo;Ordonnanzen&laquo; geraten. Gegen ihre eigene, emp&ouml;rte Gewerkschaftsbasis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/318727.macht-und-ohnmacht.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben die Gewerkschaften DFDT und FO nichts aus Deutschland und den Protesten gegen die Agenda 2010 lernen k&ouml;nnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auch der zweite Aktionstag gegen Macrons Arbeitsgesetz-Diktat war massiv: Und die Gewerkschafter des Pr&auml;sidenten zeigen ihre ganze Peinlichkeit<\/strong><br>\nDer 21. September 2017 war in ganz Frankreich der zweite Aktionstag gegen Macrons Loi Travail 2 &ndash; und war erneut eine Demonstration der Unzufriedenheit und Emp&ouml;rung breiter Teile der Besch&auml;ftigten und Erwerbslosen gegen&uuml;ber diesem Geschenke-Katalog des Banker-Pr&auml;sidenten an den Unternehmerverband. Gro&szlig;e Aufmerksamkeit fand insbesondere die Teilnahme der Transportgewerkschaften verschiedener Verb&auml;nde, die ja f&uuml;r den 25. September einen gemeinsamen Streik organisieren, andere hatten dies bereits getan &ndash; Zusammenf&uuml;hren w&auml;re auch hier die Losung der Stunde gewesen. Auch in anderen Branchen wird eine gewerkschafts&uuml;bergreifende Tendenz immer sichtbarer: Was die Vorsitzende dreier F&ouml;derationen zu einem gemeinsamen Artikel dr&auml;ngte, der an Peinlichkeit kaum zu &uuml;berbieten ist (was aber diesen drei Herren durchaus zuzutrauen w&auml;re). Andere F&ouml;derationen versuchen, mit Schweigen durchzukommen, w&auml;hrend ihre Einzelgewerkschaften aktiv werden (siehe dazu auch den Verweis auf unseren Vorbericht am Ende dieses Beitrags).  Siehe zum zweiten Aktionstag in Frankreich eine Materialsammlung &bdquo;Gewerkschafts&uuml;bergreifende Mobilisierung gegen Macrons Diktat&ldquo; vom 22. September 2017:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/politik-arbeitsgesetz2_widerstand\/auch-der-zweite-aktionstag-gegen-macrons-arbeitsgesetz-diktat-war-massiv-und-die-gewerkschafter-des-praesidenten-zeigen-ihre-ganze-peinlichkeit\/\">LabourNet Germany<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Frankreich zahlt f&uuml;r Fehler anderer&laquo;<\/strong><br>\nDer Forscher Andrew Watt &uuml;ber die Rolle der Bundesrepublik und Europas bei Macrons Reformen<br>\nAn diesem Freitag will die franz&ouml;sische Regierung ihre Arbeitsmarktreformen endg&uuml;ltig beschlie&szlig;en. In Deutschland ist der Arbeitsmarkt schon vor Jahren dereguliert worden, mit der Agenda 2010 und &Ouml;ffnungsklauseln in Tarifvertr&auml;gen. Folgt die Macron-Regierung nun dem deutschen Beispiel?<br>\nDie Agenda 2010 war viel umfassender als das, was die franz&ouml;sische Regierung jetzt beschlie&szlig;en will. Es gibt aber vergleichbare Elemente, und damit meine ich zun&auml;chst einmal die tariflichen &Auml;nderungen, die Sie angesprochen haben. In Deutschland haben Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde nach der Jahrtausendwende tarifliche &Ouml;ffnungsklauseln vereinbart, die es einzelnen Unternehmen erm&ouml;glichen, kontrolliert von Tarifstandards abzuweichen. Zuvor waren immer mehr Unternehmen aus dem Tarif ausgestiegen. Diese Regelungen sind in zeitlichem und wohl auch inhaltlichem Zusammenhang mit der Agendapolitik entstanden. Auch in Frankreich ist jetzt eine Dezentralisierung der Lohnfindung geplant. (&hellip;)<br>\nUnd in Deutschland sind die &Ouml;ffnungsklauseln oft genutzt worden, um l&auml;ngere Arbeitszeiten oder Lohnk&uuml;rzungen durchzusetzen. In der jetzigen Situation wird die Dezentralisierung also wahrscheinlich zu einem schw&auml;cheren Lohnwachstum f&uuml;hren.<br>\nDabei sind die Geh&auml;lter in Frankreich in der Vergangenheit gar nicht besonders stark gestiegen, oder?<br>\nNein. Die Lohnst&uuml;ckkosten sind pro Jahr im Schnitt um knapp zwei Prozent gestiegen. Das ist eine optimale Entwicklung, die wir uns f&uuml;r die ganze Eurozone gew&uuml;nscht h&auml;tten. Denn der Zuwachs entspricht genau dem Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank. Das stabilisiert die Lohneinkommen, erleichtert der Zentralbank ihre Aufgabe und verhindert unerw&uuml;nschte Verschiebungen der Wettbewerbsf&auml;higkeit.<br>\nFrankreich war eigentlich ein Vorbild.<br>\nGenau. Die Tarifparteien und die Politiker haben sich lohnpolitisch verantwortungsvoll verhalten &ndash; nur Deutschland war nicht brav. Hier sind die Einkommen extrem schwach gestiegen und real &uuml;ber Jahre sogar gesunken. Das hat die franz&ouml;sische Wirtschaft in Schwierigkeiten gebracht. Ihre preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit hat sich gegen&uuml;ber deutschen Firmen verschlechtert. Im Grunde zahlt Frankreich f&uuml;r wirtschafts- und lohnpolitische Fehler Deutschlands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1064475.frankreich-zahlt-fuer-fehler-anderer.html\">nd<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Government by Goldman<\/strong><br>\nGary Cohn Is Giving Goldman Sachs Everything It Ever Wanted From the Trump Administration<br>\nSteve Bannon was in the room the day Donald Trump first fell for Gary Cohn. So were Reince Priebus, Jared Kushner, and Trump&rsquo;s pick for secretary of Treasury, Steve Mnuchin. It was the end of November, three weeks after Trump&rsquo;s improbable victory, and Cohn, then still the president of Goldman Sachs, was at Trump Tower presumably at the invitation of Kushner, with whom he was friendly. Cohn was there to offer his views about jobs and the economy. But, like the man he was there to meet, he was at heart a salesman.<br>\nOn the campaign trail, Trump had spoken often about the importance of investing in infrastructure. Yet the president-elect had apparently failed to appreciate that the government would need to come up with hundreds of billions of dollars to fund his plans. Cohn, brash and bold, wired to attack any moneymaking opportunity, pitched a fix that would put Wall Street firms at the center: Private-industry partners could help infrastructure get fixed, saving the federal government from going deeper into debt. The way the moment was captured by the New York Times, among other publications, Trump was dumbfounded. &ldquo;Is this true?&rdquo; he asked. Was a trillion-dollar infrastructure plan likely to increase the deficit by a trillion dollars? Confronted by nodding heads, an unhappy president-elect said, &ldquo;Why did I have to wait to have this guy tell me?&rdquo;<br>\nWithin two weeks, the transition team announced that Cohn would take over as director of the president&rsquo;s National Economic Council.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/09\/17\/goldman-sachs-gary-cohn-donald-trump-administration\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Autoindustrie darf Kosten f&uuml;r Dieselaff&auml;re von der Steuer absetzen<\/strong><br>\nDie deutschen Autokonzerne k&ouml;nnen in der Dieselaff&auml;re einen dreistelligen Millionenbetrag an Steuern sparen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die den Herstellern entstehenden Kosten sind bilanzrechtlich Betriebsausgaben der Unternehmen&rdquo;, schreibt demnach Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Rainer Baake in einem Papier, das der Zeitung vorliegt. Die Hersteller d&uuml;rfen ihren Gewinn somit um die Kosten f&uuml;r die Software-Nachr&uuml;stungen mindern.<br>\nAllein bei Updatekosten von 100 bis 200 Euro f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Millionen Fahrzeuge lie&szlig;e sich der Gewinn branchenweit um bis zu eine Milliarde Euro mindern und ein dreistelliger Millionenbetrag an Steuern sparen, schreibt die &ldquo;SZ&rdquo;. Auch die sogenannten &ldquo;Umweltpr&auml;mien&rdquo; der Branche beim Kauf neuer Dieselfahrzeuge &ndash; und damit Rabatte &ndash; sind nach Angaben aus Regierungskreisen wohl absetzbar.<br>\nDamit d&uuml;rften die Verursacher die Folgen der Abgasaff&auml;re steuerlich geltend machen, nicht aber die Betroffenen. Unternehmen oder Privatpersonen k&ouml;nnen eine m&ouml;gliche Wertminderung ihrer Fahrzeuge nicht absetzen. Das hatte die Regierung nach Beginn der Aff&auml;re im Fall VW klargestellt.<br>\nDie Opposition kritisiert das Vorgehen heftig. Die Autok&auml;ufer blieben auf ihrem Schaden sitzen, und mit ihren Steuern werde die Autoindustrie alimentiert, sagte Linken-Verkehrspolitiker Herbert Behrens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/dieselaffaere-autokonzerne-duerfen-software-updates-von-der-steuer-absetzen-a-1169505.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Dietmar Bartsch zum Steuersparen der Autokonzerne beim Dieselskandal<\/strong><br>\nDie am Dieselskandal beteiligten deutschen Autokonzerne k&ouml;nnen die Kosten f&uuml;r die Software-Updates bei Millionen Dieselautos steuerlich geltend machen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage meines Fraktionskollegen Herbert Behrens hervor. Bei Update-Kosten von 100 bis 200 Euro f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Millionen Fahrzeuge lie&szlig;e sich demnach der Gewinn branchenweit um bis zu eine Milliarde Euro mindern und ein dreistelliger Millionenbetrag an Steuern sparen. Auch die sogenannten Umweltpr&auml;mien-Rabatte der Branche beim Kauf neuer Dieselfahrzeuge sind laut Bundesregierung wohl absetzbar. Erst l&auml;sst die Bundesregierung kriminelle Automanager ungeschoren davonkommen, jetzt legalisiert sie den organisierten Betrug als Steuersparmodell f&uuml;r Konzerne. In der Gro&szlig;en Koalition scheint mittlerweile alle Moral verrottet. Und der Verbraucher wird von dem Kartell aus Autoindustrie und Bundesregierung gleich dreifach betrogen: um ein sauberes Auto, um die Kosten f&uuml;r den unverschuldeten Schaden und &ndash; was am schlimmsten wiegt &ndash; um Anstand und Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/DietmarBartschMdB\/videos\/1561532027263460\/\">Dietmar Bartsch via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweizer lehnen Rentenreform ab<\/strong><br>\nFrauen sollten l&auml;nger arbeiten und alle mehr in die Rentenkasse zahlen: In einer Volksabstimmung haben die Schweizer eine Reform des Rentensystems abgelehnt. Knapp 53 Prozent der W&auml;hler votierten mit Nein gegen die Pl&auml;ne der Regierung.<br>\nDie Schweizer haben eine Reform des Rentensystems abgelehnt. Knapp 53 Prozent der W&auml;hler stimmten bei einem Referendum gegen die &Auml;nderung des bisherigen Systems, 47 Prozent votierten daf&uuml;r. Der Vorschlag sah unter anderem vor, dass Frauen bis zum Alter von 65 Jahren und damit ein Jahr l&auml;nger als bisher arbeiten sollten.<br>\nIm Gegenzug wollte die Regierung den Rentnern monatlich 60 Euro mehr Grundrente bezahlen. Daf&uuml;r sollte die Mehrwertsteuer erh&ouml;ht werden. Konservative und rechtsb&uuml;rgerliche, aber auch linke Kr&auml;fte lehnten die Pl&auml;ne ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/schweiz-referendum-rentenreform-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichs Renten, die Rente mit 70 und das merkw&uuml;rdige Engagement der Qualit&auml;tsmedien.<\/strong><br>\nDas &ouml;sterreichische Rentensystem bedroht die Pfr&uuml;nde der Versicherungskonzerne hierzulande.<br>\nAllzu deutlich beweist es, dass eine ausreichende Rentenh&ouml;he, Rentenverl&auml;sslichkeit und soziale Gerechtigkeit mit einem Umverteilungssystem deutlich besser erreicht werden k&ouml;nnen als mit spekulativen und v&ouml;llig unsicheren Sparanlagen auf den Finanzm&auml;rkten.<br>\nEine Reihe von Fernsehbeitr&auml;gen und Presseartikel haben das gut dokumentiert.<br>\nDass die mittlerweile Billionen-Euro schwere Rentenversicherungswirtschaft nicht einfach zusieht, wie ihre Profitquellen (Maschmeyer: &Ouml;lquellen) durch Fakten demontiert werden, &uuml;berrascht nicht.<br>\nEs ist nur nicht so einfach, die Methoden zu erkennen, mit denen sie f&uuml;r eine Gegen&ouml;ffentlichkeit sorgt. Ein Mittel ist dabei offensichtlich Einfluss auf die Berichterstattung der Medien zu nehmen. Zwei Beispiele:<br>\nSonia Mikich in der Sendung &bdquo;Der5Kampf&ldquo; am 4.9.2017:<br>\nAuf Sarah Wagenknechts Hinweis zu dem haushoch &uuml;berlegenen &ouml;sterreichischen Rentensystem, er&ouml;ffnet Frau Mikich mit einem &bdquo;anderen Blick &hellip;&ldquo; einen krampfhaften Korrekturversuch. Das ist die einzige Stelle in der Sendung, wo die Moderation &bdquo;korrigierend&ldquo; eingreift (sie muss ihre vier &bdquo;Gegenargumente&ldquo; augenscheinlich von einem vorbereiteten Notizzettel ablesen). (&hellip;)<br>\nEinen Faktencheck haben die ARD-Faktenfinder auf diese &Auml;u&szlig;erungen nicht unternommen, daf&uuml;r aber Sarah Wagenknecht (Der Faktencheck zur Rente in &Ouml;sterreich)<br>\nEs lie&szlig;e sich noch vieles erg&auml;nzen (siehe auch Beitrag &Ouml;sterreich-Deutschland 4:0), entscheidend ist aber die Frage, warum gr&auml;tscht Sonia Mikich hier derartig engagiert in die Diskussion?<br>\nEin zweites drastisches Beispiel f&uuml;r die PR-Aktivit&auml;t gegen das &ouml;sterreichische Modell:<br>\nNikolaus Piper in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 15.09.2017:<br>\n&bdquo;&Ouml;sterreichs Rente auch in Deutschland? Blo&szlig; nicht!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/oesterreichs-renten-die-rente-mit-70-und-das-merkwuerdige-engagement-der-qualitaetsmedien\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant zum Thema &bdquo;Rente in &Ouml;sterreich&ldquo; d&uuml;rfte auch sein, was der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages am 4. Januar 2017 &uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/blob\/495540\/6bb2fb0073daaf382e90a78928c3f9bf\/wd-6-147-16-pdf-data.pdf\">Grundlagen der &ouml;sterreichischen Pensionsversicherung<\/a> geschrieben hat. Es sollte wenig wundern, dass eine Orientierung am deutschen Vorbild offenbar gew&uuml;nscht ist. Dementsprechend die abschlie&szlig;ende Erkenntnis &ndash; wie in Deutschland auch &ndash; im letzten Satz dieses Dienstes: &bdquo;Ein R&uuml;ckbau der Pensionsversicherung zugunsten mehr betrieblicher oder privater Vor-sorge erscheint nur m&ouml;glich, wenn ein Meinungsumschwung hinsichtlich der Vor- und Nachteile kapitalgedeckter Alterssicherung erfolgt.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Also: Es m&uuml;sse noch mehr Propaganda zugunsten von Privatisierungen der Rente in &Ouml;sterreich betrieben werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch auf den NachDenkSeiten &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40260\">Es soll ja Leute geben, die von unseren Medien immer noch etwas halten. Grotesk. Einzigartig gut kann man beim Thema Rente belegen, wie sie systematisch manipulieren.<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungleicher Einfluss: Lobbyismus im Wahlkampf<\/strong><br>\nDer Wahlkampf ist eine wichtige Zeit f&uuml;r Lobbyisten. Auch sie wollen im Wahlkampf die richtigen Themen f&uuml;r die Zeit danach setzen  &ndash; und im Idealfall daf&uuml;r sorgen, dass sich die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler f&uuml;r die Parteien entscheiden, die am ehesten die Interessen ihres Verbands oder Unternehmen vertreten. Doch wer in welcher Form Einfluss nimmt, ist selbst in Wahlkampfzeiten h&auml;ufig nicht sichtbar. Deswegen zeigt sich gerade jetzt, wie wichtig Transparenz und Schranken f&uuml;r Lobbyismus sind. (&hellip;)<br>\nIm Wahlkampf zeigen sich noch einmal besonders deutlich, wie sich gesellschaftliche Machtungleichgewichte auch in der Politik widerspiegeln. Es macht einen Unterschied, ob eine Partei oder auch nur ein Lager im Wahlkampf Unterst&uuml;tzung in Form von hohen Wahlkampfspenden, gro&szlig;fl&auml;chigen Anzeigen oder teuren Studien erh&auml;lt. Jetzt und auch sp&auml;ter in den Koalitionsverhandlungen wird sich au&szlig;erdem auszahlen, wenn es sich ein Lobbyverband oder ein Unternehmen leisten kann, sich einen Spitzenpolitiker mit seinem Insider-Wissen und Kontaktnetzwerke einzukaufen.<br>\nDie Beispiele, die wir hier vorstellen, sind vermutlich nur die Oberfl&auml;che der Wahlkampfunterst&uuml;tzung durch Unternehmen und Verb&auml;nde. Doch gerade jetzt wollen wir wissen, wer die Parteien auf welche Weise unterst&uuml;tzt. In Gro&szlig;britannien m&uuml;ssen die Parteien vor den Wahlen w&ouml;chentlich offenlegen, von wem sie welche Spenden erhalten. In Deutschland werden wir erst im Fr&uuml;hjahr 2019 genauere Angaben &uuml;ber die Wahlkampffinanzierung erhalten &ndash; denn erst dann werden alle Spenden &uuml;ber 10.000 Euro ver&ouml;ffentlicht. Deshalb fordern wir mehr Transparenz und Schranken f&uuml;r Lobbyismus!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/09\/ungleicher-einfluss-lobbyismus-im-wahlkampf\/%20\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kanzleien wollen Gro&szlig;britannien zur Klageoase machen<\/strong><br>\nAnwaltsfirmen planen derzeit mit Hochdruck, wie sie den Brexit zu Geld machen k&ouml;nnen &ndash; auf Kosten der Steuerzahler. Das ergab nach SPIEGEL-Informationen eine Recherche der Br&uuml;sseler NGO &ldquo;Corporate Europe Observatory&rdquo;. (&hellip;)<br>\nIdee eins: Ausl&auml;ndische Firmen, die in Gro&szlig;britannien t&auml;tig sind, k&ouml;nnten die britische Regierung auf der Grundlage der mehr als 90 bestehenden bilateralen Handelsvertr&auml;ge vor einem Investitionsgerichtshof auf Entsch&auml;digung verklagen. Durch den Brexit, so das Argument, &auml;ndere sich der regulatorische Rahmen. Zugesagte Subventionen w&uuml;rden gestrichen. Investoren verl&ouml;ren den Zugang zum EU-Binnenmarkt, prognostizierte Gewinne blieben aus.<br>\nIdee zwei: Nach dem Austritt k&ouml;nnten EU-L&auml;nder Gro&szlig;britannien als Klagebasis gegen andere EU-L&auml;nder benutzen. Als Grundlage dienen bilaterale Abkommen zwischen Gro&szlig;britannien und EU-L&auml;ndern.<br>\nKanzleien wie Crowell &amp; Moring, Baker McKenzie, Hogan Lovells oder K&amp;L Gates raten ihren Kunden in Briefings, ihre Investitionen in EU-L&auml;ndern &uuml;ber Tochterfirmen in Gro&szlig;britannien laufen zu lassen, was sie berechtigen w&uuml;rde, die dortigen Investitionsabkommen in Anspruch zu nehmen. So k&ouml;nnte London f&uuml;r Investoren zu einer Art Klageoase innerhalb Europas werden. Die US-Anwaltsfirma Baker &amp; McKenzie sieht im Brexit bereits eine &ldquo;goldene Chance&rdquo; f&uuml;r Gro&szlig;britannien, um ausl&auml;ndische Firmen anzulocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/grossbritannien-kanzleien-entdecken-das-geschaeft-mit-dem-brexit-a-1169304.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Die Raubritter warten schon!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie: Junge Deutsche leben immer prek&auml;rer<\/strong><br>\nDagegen auf die Stra&szlig;e gehen wollen aber die wenigsten. Warum?<br>\nWas verbindet man als junger Mensch mit &bdquo;dem Prekariat&ldquo;? Viele w&uuml;rden dabei wohl an einen biertrinkenden Unterhemdentr&auml;ger aus einer RTL2-Realitysoap denken &ndash; aber an sich selbst? Laut einer neuen Studie der Leeds University Business School beschreibt bereits jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 30 Jahren seine Lebensumst&auml;nde als prek&auml;r, &uuml;ber die H&auml;lfte der 15 bis 24-J&auml;hrigen arbeitet unter &bdquo;atypischen Arbeitsverh&auml;ltnissen&ldquo;, also ohne klassische Festanstellung und effektive soziale Absicherung &ndash; mit steigender Tendenz. Die Sache ist nur: So wirklich wahrhaben wollen das offenbar die Wenigsten, weswegen sie sich trotz ihrer geringen Eink&uuml;nfte lieber mit der Mittelklasse identifizieren als mit &bdquo;denen da unten&ldquo;.<br>\n&bdquo;Prekarisierung ist unter jungen Menschen Normalit&auml;t&ldquo;, sagt Vera Trapmann, die die Studie durchgef&uuml;hrt hat. Sie hat auch untersucht, inwiefern sich das prek&auml;re Leben auf die politischen Einstellungen auswirkt. Sollten miese Arbeitsvertr&auml;ge, astronomisch hohe Lebenshaltungskosten und eine unplanbare Zukunft nicht automatisch dazu f&uuml;hren, dass die Jugend sich verb&uuml;ndet, aufsteht und protestiert?<br>\nLaut der Studie ist genau das nicht der Fall. Der Gro&szlig;teil der Befragten bezeichnet sich entweder als unpolitisch oder rechnet sich der politischen Mitte zu &ndash; Ausrei&szlig;er nach links und rechts sind selten. &bdquo;Es gibt au&szlig;erdem fast kein Bed&uuml;rfnis nach Zusammenschluss, Solidarit&auml;t oder Protest&ldquo;, sagt Trapmann.<br>\nDiese Ergebnisse verwundern. Klar: Man sollte sich freuen, dass die prek&auml;r lebenden Menschen nicht in Scharen der AfD in die Arme laufen. Aber was h&auml;lt die Leute davon ab, sich &uuml;ber ihr de facto ziemlich beschissenes Leben aufzuregen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jetzt.de\/politik\/studie-unter-prekaer-lebenden-jungen-menschen\">jetzt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Venezuela &ndash; Die verfassunggebende Versammlung und die Basis<\/strong><br>\nDie Unkenntnis in den Gemeinden &uuml;ber die ANC ist gro&szlig;, das Gef&uuml;hl der Distanz zu dieser neuen Macht ebenso<br>\nDie Nationale Verfassunggebende Versammlung (Asamblea Nacional Constituyente, ANC) wurde vor &uuml;ber einem Monat eingesetzt. Die politische Dynamik des Konflikts in Venezuela hat sich von diesem Zeitpunkt an ge&auml;ndert, das Land ist an der Oberfl&auml;che nicht mehr, was es vor einigen Monaten war: Der Aufstand der Rechten hat sich von den Stra&szlig;en entfernt. Eines der zentralen Ziele der ANC wurde erreicht, n&auml;mlich die R&uuml;ckkehr des politischen Streits in den Rahmen der Demokratie, zumindest f&uuml;r den Moment &ndash; verdeckt sind weiterhin gewaltt&auml;tige Bewegungen im Gange.<br>\nMit diesem neuen Kr&auml;ftegleichgewicht wurde eine neue Initiative gestartet: ein Teil der ANC-Mitglieder ist erstmals im Land unterwegs. Die Zusammenk&uuml;nfte, die das R&uuml;ckgrat des Verfassungsprozesses sein sollen, fanden zwischen Freitag und Sonntag statt. Es gab mehrere Versammlungen im ganzen, die meisten in Barrios und im Landesinneren, einige mit Beh&ouml;rdenleitern &ndash; zum Beispiel B&uuml;rgermeistern &ndash; und andere nur mit der Gemeinde.<br>\nHier sind die Diskussionen von f&uuml;nf Orten zusammengetragen worden: von der Zuckerproduktionsst&auml;tte Ezequiel Zamora, dem Hugo Ch&aacute;vez-Platz in Sabaneta, dem Agrarbetrieb Centro Gen&eacute;tico Florentino, dem Hof eines Hauses in Barinitas und in einer Schule in El Cobre. Vier im Teilstaat Barinas und einer in T&aacute;chira, mit Arbeitern, landwirtschaftlichen Produzenten, Gemeindemitgliedern, Nachbarn und ANC-Mitgliedern. Aus dem Geh&ouml;rten l&auml;sst sich sagen, dass es drei Hauptachsen\/Bed&uuml;rfnisse gibt, die von den beteiligten Basisgruppen vorgebracht werden: Produktion, Korruption und Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2017\/09\/185424\/venezuela-anc-basis\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Amerikaner haben ausgetr&auml;umt<\/strong><br>\nEs ist das Buch zum gleichnamigen Film: &ldquo;Requiem f&uuml;r den amerikanischen Traum&rdquo;. Der US-Sprachwissenschaftler und Kapitalismuskritiker Noam Chomsky formuliert seine Thesen knapp und pointiert &ndash; auch im Buch. Die Argumentation ist klar gegliedert und zu pr&auml;gnanten Statements zusammengefasst.<br>\nAusgetr&auml;umt! So das Fazit des US-Sprachwissenschaftlers und Kapitalismuskritikers Noam Chomsky &uuml;ber die M&auml;r des &ldquo;American Dream&rdquo;. Er attestiert den USA eine Politik der systematischen Entm&uuml;ndigung und Enteignung, die es versteht, den Eliten ihre Privilegien auszubauen. Und daf&uuml;r nicht weniger, als bereit ist, das Wohlergehen der Welt zu opfern.<br>\nJeder Film aus der Traumfabrik von Hollywood erz&auml;hlt dieselbe Geschichte; jeder Angestellte in seinem Gro&szlig;raumb&uuml;ro ist darin gefangen wie in einer Endlosschleife: Du kannst es schaffen. Wer sich anstrengt, der wird es zu etwas bringen. Zu einem Haus, einem Auto, einer soliden Ausbildung f&uuml;r die Kinder, einem guten und sinnvollen Leben. (&hellip;)<br>\nEs ist das Mantra des amerikanischen Traums. Aber, so Noam Chomsky: Dieser Traum hat sich ausgetr&auml;umt. Er ist verkommen zu einem leeren Mythos. Und schlimmer noch: Er hat sich korrumpieren lassen zu einer Formel, mit der eine immer kleinere, immer m&auml;chtigere und reichere Elite ihre Privilegien ausbaut und sichert und weiter ausbaut und die Welt dabei sehenden Auges vor die Wand f&auml;hrt. Auf Risiko und auf Kosten derer, die immer noch in der Illusionsschleife ihre Bahnen ziehen und sich weigern, eine Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen, die sich vielleicht leise, aber Dank schneller Entschlossenheit in wenigen Jahren und Jahrzehnten in das Gegenteil dessen verkehrt hat, was der Traum von Freiheit und Demokratie einst versprochen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/noam-chomsky-requiem-fuer-den-amerikanischen-traum-die.1270.de.html?dram:article_id=396551%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>National und Neoliberal<\/strong><br>\nDer Extremismus der AfD ist ein Extremismus der Mitte &ndash; er entspringt dem neoliberalen Mainstream<br>\nAlexander Gauland w&uuml;rde es am liebsten mit Christian Lindner machen &ndash; falls sich die Gelegenheit ergeben sollte, versteht sich. Der smarte FDP-Posterboy sei sein bevorzugter Koalitionspartner, erkl&auml;rte der greise &ndash; aber offensichtlich immer noch r&uuml;stige &ndash; Spitzenpolitiker der AfD gegen&uuml;ber Medienvertretern rund eine Woche vor der Bundestagswahl.<br>\nWenn es sein m&uuml;sse, w&uuml;rde die AfD mit der FDP koalieren, da gebe es die gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berschneidungen, erl&auml;uterte der AfD-F&uuml;hrer. Bislang stellt sich zumindest offiziell diese Option nicht, da vor den Wahlen, trotz erster Ann&auml;herungen zwischen CDU und AfD in der ostdeutschen Provinz, sowohl die FDP wie auch die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen.<br>\nAuf den ersten Blick mag diese Koalitionspr&auml;ferenz des AfD-Politikers &uuml;berraschen, da Gauland hierbei die strikt neoliberale FDP einer rechtskonservativen Kraft wie der CDU vorzieht. Bislang hat der Spitzenkandidat der AfD vor allem durch rassistische und geschichtsrevisionistische Provokationen von sich reden gemacht, die ihn ein Verfahren wegen Volksverhetzung einbrachten. Dass aber ein ins Rechtsextreme strebender Populist, der sich immer st&auml;rker in nationalsozialistischer Ideologie verf&auml;ngt, ausgerechnet mit der Partei der marktradikalen Globalisierungsbef&uuml;rworter koalieren w&uuml;rde, scheint deplatziert.<br>\nIndes, wie so oft bei der extremen Rechten, tr&uuml;gt hier einfach der erste Schein. Zum einen kennt man sich aus neoliberalen Thinktanks. Christian Lindner war bis 2015 Mitglied der extrem neoliberalen Hayek-Gesellschaft, in der inzwischen AfD-Sympathisanten tonangebend sind. Die S&uuml;ddeutsche bezeichnete den neoliberalen Thinktank gar das &ldquo;Mistbeet&rdquo; der AfD. Die Hayek-Gesellschaft hat sich der Propagierung &ldquo;marktradikaler Ideen&rdquo; verschrieben und spielt eine f&uuml;hrende Rolle bei der &ldquo;ideologischen Ausrichtung und Koordinierung einer Vielzahl neoliberaler Denkfabriken und Netzwerke&rdquo;, schreibt Lobbywatch. Es best&uuml;nden &ldquo;enge Beziehungen&rdquo; auch &ldquo;zur Alternative f&uuml;r Deutschland.&rdquo;<br>\nNeben der Schweizer Spitzenkandidatin Weidel sind in der Hayek Gesellschaft die ber&uuml;chtigte Beatrix von Storch sowie Peter Boehringer organisiert, der bei der Bundestagswahl auf dem zweiten Platz der bayerischen Landesliste kandidiert. Die AfD mag sich als die einzig wahre Opposition pr&auml;sentieren, als die Partei des kleinen (deutschen) Mannes, die alle zu kurz gekommenen Volksgenossen ins Recht setzen und mit den korrupten Eliten aufr&auml;umen werde. Doch in Wirklichkeit will sie nicht den Bruch mit den bestehenden Verh&auml;ltnissen, sondern deren krisenbedingte Versch&auml;rfung. Das bestehende neoliberale System soll ins Extrem getrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/National-und-Neoliberal-3837939.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40235\">Wichtige Leitmedien helfen der AfD. Sie pr&auml;sentieren die AfD-Kandidaten und propagieren ihre Hauptthemen<\/a>. <\/em><br>\n<em>Vermutlich war es nicht die Absicht von Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der und seiner politischen Weggef&auml;hrten, aber seine neoliberale Wende innerhalb der SPD, seine Agenda 2010, vor allem die Privatiserungen in der Gesundheits- und Rentenpolitik sowie die &bdquo;Hartz&ldquo;-Gesetzgebungen haben wesentlich mit dazu beigetragen, dass eine Partei wie die AfD entstehen konnte, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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