{"id":40287,"date":"2017-09-25T10:52:42","date_gmt":"2017-09-25T08:52:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40287"},"modified":"2017-09-27T07:54:38","modified_gmt":"2017-09-27T05:54:38","slug":"die-afd-und-der-schraubenschluessel-im-getriebe-des-systems-bitte-nicht-symptom-und-ursache-verwechseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40287","title":{"rendered":"Die AfD und der Schraubenschl\u00fcssel im Getriebe des Systems \u2013 bitte nicht Symptom und Ursache verwechseln"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925_b1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Es kam genau so, wie es kommen musste. Die AfD zieht m&uuml;helos als drittst&auml;rkste Fraktion mit 94 Abgeordneten in den neuen Bundestag ein, die Leitartikler fragen sich, wie es nur so weit kommen konnte und vor allem das linksliberale B&uuml;rgertum sieht in der AfD eine &bdquo;gemeinsame Herausforderung f&uuml;r alle Demokraten&ldquo; und den Kampf gegen sie als gemeinsames Glaubensbekenntnis. Gef&uuml;hlt sind wir nun im November 1932. Wer sich am gestrigen Wahlabend bei jeder Erinnerung an den SPD-Widerstand gegen die NSDAP ein Bier aufgemacht hat, war schon zu Beginn von Anne Will betrunken. Man konnte glatt denken, die Macht&uuml;bernahme der Dackel-Krawatten und damit das Vierte Reich st&uuml;nden unmittelbar vor der T&uuml;r. Geht&acute;s auch ein bisschen leiser? <strong>Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus, Chauvinismus und ein reaktion&auml;res Gesellschaftsbild sind doch keine Folge der AfD. Wer so argumentiert, verwechselt Symptom und Ursache.<\/strong> Und wenn das nicht verstanden wird, k&ouml;nnte die AfD zu einer festen Gr&ouml;&szlig;e in der Bundespolitik werden. Aber selbst das w&auml;re kein Weltuntergang, denn so funktioniert Demokratie nun einmal. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1924\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-40287-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=40287-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170926_Die_AfD_und_der_Schraubenschluessel_im_Getriebe_des_Systems_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong><em>Lesen Sie dazu bitte auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40285\">Albrecht M&uuml;llers Wahlanalyse<\/a><\/em><\/strong><\/p><p>Deutschland ist bunt, liberal, modern und oft auch ein wenig prek&auml;r &ndash; das scheint das Ergebnis der medialen Nabelschau zu sein. Wen wundert es. Die meisten Leitartikler leben in den Soja-Latte-Vierteln von Berlin, Hamburg und M&uuml;nchen und erleben ihre Umwelt tats&auml;chlich so. In den <a href=\"https:\/\/wahl.tagesspiegel.de\/2017\/karten\/wahlbezirke\/\">&bdquo;Szene-Vierteln&ldquo; Berlins<\/a> haben auch gestern wieder einmal die Gr&uuml;nen die absolute Mehrheit geholt &ndash; ein AfD-Problem gibt es hier nicht. Wer AfD w&auml;hlt, lebt meist in der Provinz &ndash; vor allem im Osten, aber auch im S&uuml;den der alten Bundesrepublik. Hier ist Deutschland nicht immer bunt und modern, hier leben und w&auml;hlen auch viele Menschen, die man nun hochn&auml;sig als Modernisierungsverlierer bezeichnen k&ouml;nnte. Menschen, die sich von den etablierten Parteien nicht mehr angesprochen und schon gar nicht vertreten f&uuml;hlen und f&uuml;r die im Zweifel ihre Echokammer auf Facebook meinungsbildender ist als jeder geschliffene Leitartikel in der verhassten &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;. <strong>Wer seine linksliberale Seifenblasenwelt in den letzten zwei Jahren weder virtuell noch real verlassen hat, der ist nun sehr erstaunt, ja schockiert, &uuml;ber das Ergebnis der AfD. Der Rest h&auml;tte es ahnen k&ouml;nnen; nein, ahnen m&uuml;ssen.<\/strong><\/p><p><strong>Vierzehn Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2010 ist das Land von einer Schneise der Verunsicherung durchzogen.<\/strong> Statt tariflicher Anstellungen in klassischen Berufen gibt es befristete, prek&auml;re Jobs. Wer sich fr&uuml;her schon im jungen Alter dar&uuml;ber Gedanken machte, was denn die Kinder mal studieren werden und wo man &uuml;berall hinreisen wird, wenn das H&auml;uschen mal abgezahlt ist, fragt sich heute, wie er der Altersarmut entgehen kann und wie er sich &uuml;berhaupt einmal Haus und Kinder leisten soll. Die linksliberalen Leitartikler finden solche Sorgen spie&szlig;ig und altmodisch; und werden daher auch nie verstehen, warum die AfD hier eine L&uuml;cke f&uuml;llt.<\/p><p><strong>Die Politik von CDU, SPD, Gr&uuml;nen und der FDP war der fruchtbare Scho&szlig;, aus dem die AfD kroch.<\/strong> Aber auch die Linken haben es nicht geschafft, die Unzufriedenen, die gestern die AfD gew&auml;hlt haben, f&uuml;r sich zu begeistern. Das kann &ndash; vor allem im Osten &ndash; daran liegen, dass die Linke vielfach bereits als Teil des Systems wahrgenommen wird. Das kann aber auch daran liegen, dass die Alternativen der Linken naturgem&auml;&szlig; an der konservativen Klientel auf dem Lande vorbeigehen und hausgemachte Fehler &ndash; vor allem w&auml;hrend der Fl&uuml;chtlingskrise &ndash; tun ihr &uuml;briges. Wobei auch die Fl&uuml;chtlingskrise in diesem Kontext sicher nicht die Ursache, sondern eher eine Initialz&uuml;ndung war. <strong>Die AfD-Klientel hasst Ver&auml;nderungen und Unsicherheit, eine &bdquo;Masseneinwanderung&ldquo; von Fl&uuml;chtlingen &bdquo;muslimischen Glaubens&ldquo; wurde dem Volk von den Medien als maximale Ver&auml;nderung und maximale Verunsicherung verkauft.<\/strong> Die AfD als dritte Kraft im Bunde war damit geboren. Und das war nur der Anfang. Alleine im Jahr 2016 ging es bei Will, Plasberg, Maischberger und Illner im Schnitt <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36515\">jede zweite Woche<\/a> um das AfD-Themenpotpourri Islam, Terror, Fl&uuml;chtlinge und Integration. Wer nach Gr&uuml;nden f&uuml;r den AfD-Erfolg sucht, darf die Talkshows der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen nicht vergessen. <strong>Ohne Frank Plasberg und seine Spie&szlig;gesellen w&auml;re die AfD wom&ouml;glich gar nicht in den Bundestag gekommen.<\/strong><\/p><p>Warum haben so viele Menschen die AfD gew&auml;hlt? Daf&uuml;r gibt es sicherlich zahlreiche Motive. Nat&uuml;rlich gibt es die klassischen &bdquo;Nazis&ldquo;, f&uuml;r die die AfD eine Art Nachfolgepartei von NPD, Republikanern, DVU, Schill-Partei und Co. ist. Immer wieder feiern rechtsextreme Parteien kurzzeitig enorme Erfolge und verschwinden dann wieder. Doch wer die AfD darauf reduziert, macht es sich viel zu einfach. Neben den &bdquo;Nazis&ldquo; und den &bdquo;Protestw&auml;hlern&ldquo; wurde die AfD wohl zu einem gro&szlig;en Teil vom konservativen bis reaktion&auml;ren B&uuml;rgertum gew&auml;hlt, das in der Provinz immer noch zahlreich vorhanden ist. Diese Klientel gab es schon immer und sie war auch nie wirklich weg, auch wenn man sie in den Berliner Redaktionsstuben nicht wahrnahm. Fr&uuml;her f&uuml;hlten diese Menschen sich noch durch Politiker wie Wallmann, Dregger oder Steinbach an die CDU gebunden. Der nationalkonservative Fl&uuml;gel der Union ist heute jedoch so gut wie bedeutungslos und hier hat die AfD wohl ihren eigentlichen Kern gefunden. Protestw&auml;hler kommen und gehen, die &bdquo;Nazis&ldquo; k&ouml;nnen schon morgen eine neue Heimat gefunden haben; der nationalkonservative Kern d&uuml;rfte der AfD indes lange erhalten bleiben; zumal die CDU es in einer Koalition mit FDP und Gr&uuml;nen auch schwer haben d&uuml;rfte, verlorene W&auml;hler am rechten Rand wieder einzufangen.<\/p><p><strong>Zwei Szenarien f&uuml;r die Zukunft<\/strong><\/p><p>Wie geht es jetzt weiter? Ist ein Deutschland mit der AfD im Bundestag ein anderes, ein neues Deutschland? Wie sich die Zukunft entwickeln wird, h&auml;ngt ganz ma&szlig;geblich vom Verhalten der Medien und der etablierten Parteien ab. Wenn man k&uuml;nftig die AfD als &bdquo;normale&ldquo; Partei behandelt und sie inhaltlich in die Bredouille nimmt, d&uuml;rfte dies die Partei schon sehr schnell entzaubern. Denn die Inhalte, die man zu den ma&szlig;geblichen Themenbereichen Soziales, Rente, Wirtschaft und Arbeit beizutragen hat, sind bestenfalls mau, schlimmstenfalls gar nicht vorhanden. <strong>Schlussendlich h&auml;ngt der Erfolg der AfD aber vor allem mit dem Verm&ouml;gen zusammen, sich als &bdquo;Alternative&ldquo; zu verkaufen.<\/strong> Dies kann schon schnell scheitern.<\/p><p>Gro&szlig;britannien zeigt, wie man rechtspopulistische und rechtsextreme Kr&auml;fte marginalisiert. Als Labour den neoliberalen Kurs einschlug, geh&ouml;rten vor allem die rechtspopulistische UKIP und die rechtsextreme BNP zu den Gewinnern. UKIP wurde 2014 bei den Europawahlen sogar vor Labour und den Tories mit 27,5% st&auml;rkste Partei. Doch als Jeremy Corbyn Labour neu aufstellte und zur echten sozialdemokratischen Alternative machte, gingen die Werte f&uuml;r UKIP und BNP rasant zur&uuml;ck. Labour wurde nun als Alternative wahrgenommen und bei den letzten Unterhauswahlen konnte UKIP nur noch 1,8% der Stimmen holen. Auch die Medien haben dabei &bdquo;mitgespielt&ldquo;. War fr&uuml;her UKIP-Chef Nigel Farage der &bdquo;Buhmann&ldquo;, der vordergr&uuml;ndig bek&auml;mpft, aber eigentlich als Alternative positioniert wurde, drischt man heute gemeinsam auf Corbyn ein. Farage sa&szlig; derweil in Stra&szlig;burg und wurde einfach ignoriert. Bye, bye UKIP.<\/p><p><strong>Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Deutschland die AfD pragmatisch marginalisiert und eine linke Alternative die Protestw&auml;hler einf&auml;ngt. Sowohl Gr&uuml;ne als auch SPD zeigten vielmehr bereits am Wahlabend, wohin die Reise geht.<\/strong> Die SPD will angeblich nur deshalb in die Opposition, um die AfD nicht zur Oppositionsf&uuml;hrerin zu machen. Ei der Daus. Die letzten vier Jahre war die Linke Oppositionsf&uuml;hrerin. Fragen Sie doch mal Sahra Wagenknecht, wie viele Vorteile dieser Titel mit sich bringt. Es ist nur noch albern. <strong>Anstatt sich den echten Themen zu stellen, tun SPD und Gr&uuml;ne gerade so, als sei es nun ihre wichtigste Aufgabe, eine 12,6%-Partei zu bek&auml;mpfen. Damit weisen sie der AfD erst die wichtige Rolle zu, die diese Partei doch eigentlich gar nicht hat. Schlimmer noch: Nur um von den eigenen Fehlern abzulenken und in den eigenen Reihen zu punkten, &uuml;berh&ouml;ht man die AfD und f&uuml;hrt ihr damit W&auml;hler zu.<\/strong> Denn die Spr&uuml;che von der &bdquo;Rettung der liberalen Demokratie&ldquo; werden doch ohnehin nur von W&auml;hlern der SPD und der Gr&uuml;nen wahrgenommen. Ein AfD-Protestw&auml;hler sieht darin doch eher eine Best&auml;tigung. <strong>Denn der AfD-W&auml;hler will die liberale Demokratie &ndash; so es sie denn &uuml;berhaupt gibt &ndash; nicht retten. Er will sie behindern, &bdquo;denen da oben&ldquo; kr&auml;ftig in den Kaffee spucken. Der typische AfD-W&auml;hler schmei&szlig;t einen Schraubenschl&uuml;ssel ins Getriebe und hofft, damit den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Schaden anzurichten.<\/strong> Und so lange Medien und etablierte Politik der AfD diese Funktion andichten, betreiben sie damit ganz aktiv Wahlkampf f&uuml;r die AfD. Wenn das nicht verstanden wird, bleibt die AfD als dauerhafte Kraft im Bundestag.<\/p><p><strong>Auch wenn es sehr schwer f&auml;llt: Wer die AfD wirklich &bdquo;bek&auml;mpfen&ldquo; will, darf nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern muss die Ursachen bek&auml;mpfen.<\/strong> Die nationalkonservativ bis reaktion&auml;ren W&auml;hler wird man wohl nicht mehr zur&uuml;ckholen k&ouml;nnen. F&uuml;r sie ist die AfD wie gemacht. Da kann man nur hoffen, dass die AfD sich selbst auseinandernimmt und bei der inhaltlichen Debatte derart versagt, das die reaktion&auml;ren W&auml;hler aus der Provinz in die innere Emigration zur&uuml;ckkehren und daheim am Kamin von einem besseren genetisch reinen Deutschland in den Grenzen von 1937 mit einer Kanzlerin Steinbach tr&auml;umen. Sollen Sie. <\/p><p>Erreichbar sind jedoch die Protestw&auml;hler. Im Idealfall dadurch, dass man ihnen den Grund f&uuml;r den Protest entzieht, indem man eine gute Politik macht, die dem Neoliberalismus wenn m&ouml;glich r&uuml;ckabwickelt, gerecht und sozial ist und vor allem auch die abgeh&auml;ngten Menschen in den Provinzen mitnimmt. Dies wird unter einer Mitte-Rechts-Koalition nicht m&ouml;glich sein. Daher muss die linke Opposition sich als Alternative positionieren und die Protestw&auml;hler an sich binden. <\/p><p>Fest steht, dass die AfD es ihren Gegnern sehr leicht machen wird. Kaum sind die Stimmen ausgez&auml;hlt, gibt es mit Frauke Petry schon den ersten Fraktionsaustritt und dies wird sicher nicht der letzte sein. Wie viele Fraktionen die gew&auml;hlten AfD-Abgeordneten am Ende der Legislaturperiode bilden und wie viele Splitterparteien sich noch abtrennen werden, ist ebenfalls offen. Auch hier wirkt aber hysterischer Druck von au&szlig;en nur einigend auf die AfD. <\/p><p>Wir sind nicht im Jahr 1932, die AfD ist nicht die NSDAP, und Alexander Gauland ist kein zweiter Hitler, sondern auch &bdquo;nur&ldquo; der geifernde b&ouml;se Opa, den man nie haben wollte. Es ist nat&uuml;rlich wichtig, sich gegen rechtsextreme und fremdenfeindliche Ausf&auml;lle klar zur Wehr zu setzen und die AfD inhaltlich vorzuf&uuml;hren. <strong>Wer die AfD nun zum &uuml;bergro&szlig;en gemeinsamen Feind stilisiert, macht dies jedoch nicht, um die AfD zu bek&auml;mpfen, sondern um die eigenen Reihen hinter sich zu schlie&szlig;en.<\/strong> Und das haben die Urheber solcher Spr&uuml;che auch bitter n&ouml;tig. Die SPD hat eine historische Klatsche bekommen und kein Personal, mit dem man einen glaubw&uuml;rdigen Neuanfang starten k&ouml;nnte. Und die Gr&uuml;nen d&uuml;rften ihre letzten nicht-konservativen Anh&auml;nger durch eine Teilnahme an einer Mitte-Rechts-Koalition endg&uuml;ltig vertreiben. Klar, dass man da die Chance nutzt, die AfD-Gegnerschaft als vereinendes Element aus dem Hut zu zaubern. Dass man die AfD damit st&auml;rkt, wird als Kollateralschaden verbucht. Dank solcher Man&ouml;ver und hysterischer Leitartikler wird die AfD uns wohl noch lange erhalten bleiben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170925_b1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Es kam genau so, wie es kommen musste. Die AfD zieht m&uuml;helos als drittst&auml;rkste Fraktion mit 94 Abgeordneten in den neuen Bundestag ein, die Leitartikler fragen sich, wie es nur so weit kommen konnte und vor allem das linksliberale B&uuml;rgertum sieht in der AfD<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40287\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[197,107,183,125,190],"tags":[1550,635,718,339,2096,1055,835,1799,288,709,1881,255],"class_list":["post-40287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afd","category-audio-podcast","category-medienkritik","category-rechte-gefahr","category-wahlen","tag-agenda-2010","tag-altersarmut","tag-bundestagswahl","tag-chauvinismus","tag-farage-nigel","tag-fluechtlinge","tag-nationalismus","tag-petry-frauke","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-protestwaehler","tag-ukip","tag-wahlanalyse"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40287"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40287\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40314,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40287\/revisions\/40314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}